Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!

Name: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!
Englischer Name: That Time I Got Reincarnated as a Slime
Originaltitel: Tensei shitara slime datta ken
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Charakterdesign: Mitz Vah
Original-Story: Fuse
Zeichnungen: Taiki Kawakami
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Als sein bester Freund Tamura auf offener Straße attackiert wird, geht Mikami dazwischen und opfert sich für ihn. Er wird abgestochen und während er stirbt, hört er plötzlich eine Stimme, die mit ihm redet, nichtsahnend, dass seine Antworten darüber bestimmen, mit welchen Skills er wiedergeboren wird und vor allem als was: Denn Mikamis Reinkarnation ist ausgerechnet ein Schleim in einer Fantasy-Welt! Die Stimme stellt sich ihm als Unique-Skill „Großer Weiser“ vor und nur er kann sie hören. Anfangs ist der kleine Schleim noch völlig blind, bis er schließlich auf den mächtigen Sturmdrachen Veldora stößt, der ihm den Skill „Magische Wahrnehmung“ beibringt, mit dem er endlich seine Umgebung sehen kann. Die beiden werden Freunde und Veldora erklärt ihm, dass er einst von einer Heldin mit dem Skill „Ewiger Kerker“ in der Höhle eingesperrt wurde, in der sich die beiden befinden. Als Zeichen der Freundschaft gibt Mikami Veldora den Beinamen Tempest und Veldora tauft Mikami auf den neuen Namen „Rimuru Tempest“. Da der Große Weise keine Möglichkeit kennt, den Skill Ewiger Kerker aufzuheben, benutzt Rimuru kurzerhand seinen Unique-Skill „Raubtier“, um Veldora zu verschlingen und so mit ihm aus der Höhle zu entkommen. Doch das plötzliche Verschwinden des Drachens bleibt nicht unbemerkt! Es sorgt auf der ganzen Welt für Aufsehen und große Besorgnis.

Schon bald wird Rimuru klar, dass er als Schleim über ganz außergewöhnliche und nützliche Fähigkeiten verfügt: Er kann sowohl die Gestalt als auch die Skills sämtlicher Wesen übernehmen, die er verschluckt. Außerdem ist er dazu in der Lage, in seinem Inneren äußerst wirksame Heiltränke und originalgetreue Kopien von zuvor aufgesaugten Gegenständen herzustellen. Mit den Skills, die er auf diese Weise mit der Zeit ansammeln kann, beendet er die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen und wird ihr neues Oberhaupt. Wie sich herausstellt, schenkt man anderen Wesen etwas von seiner eigenen Magie, wenn man ihnen einen Namen gibt, denn sobald Rimuru sämtliche Goblins getauft hat, verliert er vor Erschöpfung das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, sind sie alle viel größer und stärker. Selbst der Dorfälteste ist plötzlich wieder ein stattlicher junger Mann. Doch da niemand von ihnen über handwerkliches Know-How verfügt, ist es ihnen unmöglich ein Dorf aufzubauen, in dem sie alle gemeinsam leben können. Also zieht Rimuru los, um für diese Aufgabe einen Zwerg zu rekrutieren. Nachdem er dem Waffenschmied Kaijin in Dwargon, dem Zwergenkönigreich, dabei hilft, rechtzeitig 20 Langschwerter aus Magiestahl zu erschaffen, ist dieser so dankbar, dass er sich für Rimuru sogar mit Minister Bester anlegt. Allerdings führt diese Aktion dazu, dass sie in den Königspalast abgeführt werden…

Eigene Meinung:
Mangas, in denen sich der Held urplötzlich in einer RPG-artigen Fantasy-Welt wiederfindet, gibt es inzwischen zuhauf. Also hat sich in Japan ein neuer Trend breitgemacht: Geschichten, in denen sich der Protagonist in einer Fantasy-Welt wiederfindet, allerdings als etwas total Unvorteilhaftes wiedergeboren wurde. „Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!“ ist zwar das erste Werk dieser Art, welches es nach Deutschland geschafft hat, in Japan gibt es allerdings noch sehr viel mehr davon und auch hierzulande legt MangaCult schon nächstes Jahr mit dem Manga „Ich bin eine Spinne, na und?“ nach. Was also in den Augen der deutschen Leserschaft zunächst wie die Innovation schlechthin wirken muss, ist eigentlich alles andere als originell. Bereits 1991 ist in Japan ein Videospiel mit dem Titel „Jerry Boy“ (bzw. „Jelly Boy“) erschienen, in dem der Protagonist in eine blaue Geleebohne verwandelt wird, die frappierende Ähnlichkeit mit Rimuru in diesem Manga hat.

Der vorliegende Manga basiert auf einer erfolgreichen Light-Novel-Reihe, was man daran merkt, dass der Anhang in Romanform als eine Art Tagebuch verfasst wurde. Als kleinen Bonus findet ihr nämlich hinten im Band die gesamte Story noch mal aus der Sicht von Veldora zusammengefasst, der sich ja leider nicht mehr zu Wort melden kann, seit er von Rimuru verschluckt wurde. Diese Idee gefällt mir sehr gut, da sie dem sympathischen Drachen ermöglicht, Selbstreflexion zu betreiben und Rimurus Handlungen zu bewerten. Lobend hervorheben muss man auch Taiki Kawakamis zeichnerische Interpretation des Stoffs, insbesondere zu Beginn, als Rimuru noch blind ist. Sicherlich war es eine ganz schöne Herausforderung Rimurus Gemütszustände darzustellen, wo er doch ein Schleim ist. Nichtsdestotrotz ist dieses Unterfangen absolut geglückt. Aber auch die beeindruckende Art, wie er Veldora, die Wölfe und all die anderen magischen Geschöpfe zu Papier bringt, ist ein wahrer Augenschmaus. Das große Manko an diesem Manga ist für mich allerdings die Story. Von der bereits angesprochenen mangelnden Originalität abgesehen, bekommt man als Leser leider das Gefühl, dass Rimuru alles in den Schoß fällt. Von Anfang an ist er trotz seiner mickrigen Gestalt völlig übermächtig und alles verläuft einfach viel zu reibungslos. So unterwerfen sich ihm die Wölfe, obwohl er ihren Rudelführer tötet und die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen ist einfach viel zu abrupt beigelegt. Vor dem Hintergrund, dass Rimuru nach der Schlacht tagelang bewusstlos war, hätte ich es realistischer gefunden, wenn es in der Zeit weitere Konflikte zwischen Goblins und Wölfen gegeben hätte. Rimuru hat zwar wirklich pfiffige Einfälle, aber dennoch mangelt es zumindest im ersten Band noch an Spannung und echten Herausforderungen für den kleinen tapferen Schleim.

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!: © 2015 Mitz Vah, Fuse, Taiki Kawakami, Kodansha / Altraverse

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„Pokémon – Der Film: Die Macht in uns“ auf Super RTL!!

Auf alle „Pokémon“-Fans wartet dieses Jahr ein ganz besonderes (Vor-)Weihnachtsgeschenk, denn am Sonntag, den 23. Dezember zeigt Super RTL von 08:00 Uhr – 09:35 Uhr den brandneuen 21. Film „Die Macht in uns“ zum ersten Mal im deutschen Fernsehen!! Wer nicht ganz so früh aufstehen möchte, kann sich den Film auch alternativ von 09:00 Uhr – 10:35 Uhr auf dem Sender TOGGO plus ansehen.

Quelle: TV Wunschliste

Übrigens ist es noch bis zum 30. November möglich, ein Pikachu mit Ashs Mütze auf eure Ausgabe von „Pokémon Ultrasonne & Ultramond“ herunterzuladen. Hier eine Übersicht der benötigten Passwörter:

Pikachu mit Ashs Kappe aus der Hoenn-Region: LETSGOPIKACHU06
Pikachu mit Ashs Kappe aus der Sinnoh-Region: LETSGOPIKACHU09
Pikachu mit Ashs Kappe aus der Einall-Region: 13LETSGOPIKACHU
Pikachu mit Ashs Kappe aus der Kalos-Region: LETS17GOPIKACHU
Pikachu mit Ashs Kappe aus der Alola-Region: LETSGO19PIKACHU

Quelle: https://www.pokemon.com/de/pokemon-news/schnapp-dir-pikachu-die-ashs-kappen-tragen/

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EMA Sommerprogramm 2019 angekündigt

EMA haben ihr Sommerprogramm 2019 angekündigt:

Action:
Marry Grave von Hidenori Yamaji – 3+ Bände ab April zum Einführungspreis bis 30.06.2019 für 4,99 €

Romance:
Living with Matsunaga von Keiko Iwashita (OT: „Living no Matsunaga-san“) – 5+ Bände ab April
Tokyo Girls von Akiko Higashimura (OT: „Tokyo tarareba Musume“) – 9 Bände ab Mai
Pretty Guardian Sailor Moon – Eternal Edition von Naoko Takeuchi – 10 Bände ab April
xx me! Couple Arc von Ema Toyama – Einzelband im Mai
your name. Another Side: Earthbound von Arata Kanou & Junya Nakamura – 1+ Bände ab April
Your Name. Visual Guide von Makoto Shinkai

Mystery:
Detektiv Conan – Dead or Alive von Gosho Aoyama – Einzelband im Juli
Detektiv Conan – Double Face von Gosho Aoyama – Einzelband im April

Fantasy/Sci-Fi:
My Demon Sister von Pochi Iida (OT: „Ane naru Mono“) – 6+ Bände ab August

Boys Love:
Black or White von Sachimo (OT: „Kuro ka Shiro ka“) – 2+ Bände ab August
Full Bloom
von Mariko Nekono (OT: „Moriyamaryo de Hana ga saku“) – Einzelband im Juni
Jealousy
von Scarlet Beriko – 2+ Bände ab Mai
Kuroneko – Black Cat Artbook
von Aya Sakyo – ab April
Limit Honey
von Nanase – Einzelband im Mai
No Color Baby
von Waku Okuda – Einzelband im April
No Love in this Business
von Kei Kanai (OT: „Koi ni ha mukanai shokugyou“) – Einzelband im September
Obsessed with a naked Monster
von Ogeretsu Tanaka (OT: „Hadakeru Kaibutsu“) – 1+ Bände ab April
Obsessed with a naked Monster – Special Edition 01
von Ogeretsu Tanaka (OT: „Hadakeru Kaibutsu“) – ab April

Quelle: egmont-manga.de

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After the Rain

Name: After the Rain
Englischer Name: After the Rain
Originaltitel: Koi wa ameagari no yoni
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Jun Mayuzuki
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 10 €

Story:
Die Zehntklässlerin Akira ist eine begnadete Läuferin und das Ass der Leichtathletik-AG, doch eines Tages zieht sie sich beim Training eine ernste Verletzung zu und muss schweren Herzens ihren Sport aufgeben. Dadurch fühlt sie sich von ihren Freundinnen aus der AG entfremdet und als sie auf dem Nachhauseweg auch noch von einem Regenschauer überrascht wird, sucht sie Unterschlupf im „Café und Restaurant Garden“. Der Manager des Restaurants, Herr Masami Kondo, ist 45 Jahre alt und trotz des riesigen Altersunterschieds verliebt sich Akira sofort in ihn, als er ihr einen Kaffee spendiert. Bald darauf nimmt sie in dem Café einen Job als Kellnerin an, um immer in Herrn Kondos Nähe zu sein. Annäherungsversuche von Gleichaltrigen ignoriert sie hingegen vollkommen. So versucht ihr Mitschüler Yoshizawa vergeblich alles Mögliche, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Wegen ihr fängt er sogar ebenfalls an, im Café Garden zu arbeiten. Doch das coole und reserviert wirkende Mädchen hat nur Augen für seinen Chef, der Akiras Blicke jedoch völlig falsch interpretiert und denkt, sie könne ihn nicht leiden. Wie sich herausstellt, hat Herr Kondo einen Sohn, was Akira zunächst zutiefst schockiert, bis sie schließlich herausfindet, dass er geschieden ist.

Die Schwärmereien ihrer Klassenkameradinnen für irgendwelche hübschen Jungs an der Schule kann Akira so gar nicht nachvollziehen. Die anderen Mädchen finden wiederum Akiras Geschmack total seltsam. Als ein Restaurant-Gast sein Handy vergisst, läuft sie ihm nach, um es ihm zurückzugeben, wodurch sich ihre Wunde entzündet und Herr Kondo sie ins Krankenhaus fahren muss. Kurz darauf ruft der fürsorgliche Restaurantmanager sie an, um zu fragen, wie es ihr geht, wodurch sie endlich seine Handynummer hat. Von Schuldgefühlen geplagt, will er Akira einen Besuch abstatten, woraufhin sie zusammen in ein Café gehen und sich zum ersten Mal länger unterhalten. Dabei zeigt sich, dass Akira Herrn Kondo an jemanden erinnert und sie kann endlich das Missverständnis aus der Welt schaffen, sie könne ihn nicht leiden. Allerdings erzielt ihr Geständnis, dass sie den 45-jährigen sehr mag, nicht ganz die erhoffte Wirkung. Er freut sich zwar, aber begreift nicht, dass sie sogar in ihn verliebt ist. Also nimmt sie am Tag darauf all ihren Mut zusammen und besucht ihn im Café Garden. Im strömenden Regen gesteht sie ihm die Liebe und zieht von dannen, während Herr Kondo völlig entgeistert zurückbleibt…

Eigene Meinung
Obwohl Paare mit großem Altersunterschied nun wirklich keine Seltenheit sind, werden sie in unserer heutigen Gesellschaft leider noch immer schief angesehen. Ältere Frauen mit jüngeren Männern halten sich angeblich „Toy-Boys“ und junge Frauen mit älteren Männern haben es natürlich nur auf ihr Geld abgesehen. Dass einige Menschen sich ohne besonderen Grund oder psychische Macke einfach so zu deutlich älteren oder jüngeren Partnern hingezogen fühlen, kapiert manch beschränktes Gemüt leider nicht. Dementsprechend schwer gestaltet sich eine solche Liebesbeziehung durch jenes gesellschaftliche Stigma und die Generationsunterschiede, was im weiteren Verlauf von „After the Rain“ sicher noch für viel Herzschmerz, Spannung und Ärger, aber auch Situationskomik, sorgen wird. Natürlich haben sich auch schon viele andere Mangaka zuvor an diesem Thema versucht, allerdings waren in ihren Werken die älteren Männer stets phänomenal gutaussehend und sahen unrealistisch jung aus für ihr Alter, eher Bishonen. Genau hier liegt die große Stärke von „After the Rain“: Herr Kondo ist weder ein Schönling noch hässlich, sondern eben einfach ein realistisch gezeichneter Mann mittleren Alters mit Haarausfall, gelegentlich offenem Hosenstall und einem Körpergeruch, den nur Akira zu schätzen weiß.

Jun Mayuzukis Zeichnungen wirken etwas old-school, was aber ganz gut zur Thematik passt und dem Manga Herzenswärme verleiht. Ohne mit der Tür ins Haus zu fallen, werden dem Leser verschiedene Alltagssituationen von Akira präsentiert, wobei wir ähnlich wie Herr Kondo oft nur erahnen können, was in der übrigens wahnsinnig süßen Akira vor sich geht, deren Gesichtsausdruck meist nur wenig über ihren Gemütszustand verrät. Dadurch schließt man sie schnell ins Herz, denn wer hat es nicht schon mal erlebt, dass seine Blicke von anderen fälschlicherweise als wütend aufgefasst worden sind, obwohl er oder sie nur arglos vor sich hingeträumt hat? Akiras ernstes Gesicht wirkt oft total niedlich, weshalb man nur hoffen kann, dass Herr Kondo ihr irgendwann verfällt. Altraverse veröffentlicht die Reihe im Hochformat und mit Konturenlack auf dem Cover, der wie Regen aussieht. Ein Must-Have für alle, die auch schon mal in jemand Älteren verliebt waren oder ungewöhnliche Liebesgeschichten jenseits des Mainstreams mögen.

After the Rain: © 2015 Jun Mayuzuki, Shogakukan / Altraverse

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Gamers!

Name: Gamers!
Englischer Name:
Originaltitel: Gamers!
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Charakterdesign: Sabotenn
Original-Story: Sekina Aoi
Zeichnungen: Tsubasa Takahashi
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Keita Amano hat bei dem Wechsel auf die Otobuki-Oberschule den sozialen Anschluss verpasst, weshalb seine einzigen Freunde seine heiß geliebten Videospiele sind. Eines Tages wird er ausgerechnet vom Schulidol Karen Tendo angesprochen, einem hübschen und klugen Mädchen mit guten Noten, welches genauso vernarrt in Games ist wie Keita. Wie sich herausstellt, hat sie sich deshalb für die nicht gerade hoch angesehene Otobuki-Schule entschieden, weil diese für ihren Game-Klub bekannt war. Jener Klub hat sich nur leider inzwischen aufgelöst, weshalb Karen ihn neu gegründet hat und Keita prompt einlädt, beizutreten. Allerdings wird Keita schnell klar, dass es hier hauptsächlich um Competitive Gaming geht und das Gewinnen von Turnieren im Vordergrund steht. Da Keita jedoch zum einen kein besonders guter Gamer ist und zum anderen seine Games nur zum Spaß, d.h. ohne Leistungsdruck, spielen möchte, lehnt er Karens Einladung ab, was bei ihr für völliges Entsetzen sorgt.

Tasuku ist von Keita richtig genervt, da er ihn an sein altes Ich erinnert. Denn bevor Tasuku an die Otobuki gekommen ist, war auch er in der sozialen Hierarchie ganz weit unten. Also hat er seinen Look verändert und den Videospielen abgeschworen, die er einst hobbymäßig gezockt hat. Nun ist er beliebt, aber trotz seiner vielen Freunde und seiner festen Freundin Aguri ist er irgendwie nicht glücklich. Gleichzeitig beobachtet er jeden Tag voller Wut Keitas glückliches Gesicht, während dieser Loser in den Pausen Games spielt. Als Keita zum zweiten Mal Zeuge von Tasukus außergewöhnlichen Fähigkeiten am Greiferautomaten wird, spricht er ihn an und die beiden haben gemeinsam Spaß in der Spielhalle. Als jedoch Tasukus Schulfreunde dort aufkreuzen, ergreift Keita die Flucht und Tasuku folgt ihm, um ihn zur Rede zu stellen und seiner Wut Luft zu machen. Dabei äußert er sich auch abfällig über Karen und den Game-Klub, woraufhin Keita das Schulidol und den Klub in Schutz nimmt, was Karen heimlich mitbekommt und wodurch sie sich in ihn verliebt. Tasuku und Keita schließen daraufhin Freundschaft und lernen voneinander. Durch Keita nimmt Tasuku sein Hobby wieder auf, Videogames zu spielen und durch Tasuku springt Keita über seinen Schatten und knüpft mehr soziale Kontakte, wie z. B. mit Chiaki, die Keita in jeder Hinsicht gleicht. Doch wegen einer klitzekleinen Meinungsverschiedenheit zerstreiten sie sich und Tasuku hat Mühe und Not die beiden wieder miteinander zu versöhnen. Da sich Chiaki zu allem Überfluss auch noch in Tasuku verliebt und Keita der eifersüchtigen Aguri nachrennt, sind Missverständnisse und Liebeschaos vorprogrammiert…

Eigene Meinung:
Dieser Manga ist eine Adaption der gleichnamigen Light-Novel-Reihe, die gleichzeitig bei Altraverse erscheint. Wie immer bei solchen Roman-Umsetzungen hat der Mangaka einige Szenen weggelassen, die er für weniger wichtig gehalten hat, abgesehen davon werden die Handlung und sogar die Dialoge 1:1 repliziert. Der Vorteil bei der Manga-Adaption ist, dass hier klarer wird, auf welche real existierenden Games gerade angespielt wird. Man kann es sich zwar beim Lesen der Light-Novels schon denken, aber das Beat’em Up, in dem Keita zu Beginn gegen die Mitglieder des Game-Klubs antritt, sieht im Manga sehr stark nach „Super Smash Bros.“ aus, wobei die Charaktere und ihre Namen nur leicht verändert wurden. Außerdem zeigt uns Tsubasa Takahashi vorlagengetreu, wie Chiaki vor ihrem Friseurbesuch ausgesehen haben muss, was Sabotenn, der Illustrator der Romane, ja leider versäumt hat.

Der Manga schafft es sogar, den Witzen aus dem Original mehr Nachdruck zu verleihen. So sieht man Keita z. B. plötzlich als Samurai, als er von Seppuku (Selbstmord eines Samurai) spricht. Außerdem tragen natürlich auch die vielfältigen Gesichtsausdrücke der Charaktere sehr zum Humor bei. Mir gefällt insbesondere Keitas und Chiakis Mimik, wenn sich die beiden streiten. In den Verlagsforen liest man immer wieder, dass die Fans nichts für Manga-Adaptionen von Light-Novels übrig haben und lieber zum Original greifen, was ich persönlich sehr schade finde. Denn in manchen Fällen tut es dem Erzähltempo sogar sehr gut, wenn eher unwichtige Handlungsstränge weggelassen werden und somit der Fokus stärker auf dem Wesentlichen liegt, wie z. B. bei den „Sword Art Online“Mangas. Außerdem ist die Zeitersparnis beim Lesen immens. Einen Manga-Band hat man natürlich wesentlich schneller gelesen als einen mehr als 280 Seiten umfassenden dicken Light-Novel-Band. Allerdings wundert es mich etwas, dass Altraverse die Light-Novels ab 13, aber die Mangas erst ab 15 Jahren empfiehlt. Ich kann es mir nur damit erklären, dass Tsubasa Takahashi gerne große Brüste zeichnet, aber trotzdem ergibt die unterschiedliche Altersempfehlung in meinen Augen keinen Sinn. Ich empfehle den Manga allen, deren Neugier geweckt ist, die aber nicht gleich einen dicken Wälzer kaufen und lesen möchten, um festzustellen, ob „Gamers!“ etwas für sie ist oder nicht und allen, die nach dem Lesen der Light-Novels Lust auf mehr bekommen haben.

Gamers!: © 2017 Sekina Aoi, Sabotenn, Tsubasa Takahashi, Kadokawa / Altraverse

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Gamers! Light Novel

Name: Gamers! Light Novel
Englischer Name:
Originaltitel: Gamers!
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Autor: Sekina Aoi
Illustrator: Sabotenn
Bände: 11 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 10,00 €

Story:
Keita Amano hat bei dem Wechsel auf die Otobuki-Oberschule den sozialen Anschluss verpasst, weshalb seine einzigen Freunde seine heiß geliebten Videospiele sind. Eines Tages wird er ausgerechnet vom Schulidol Karen Tendo angesprochen, einem hübschen und klugen Mädchen mit guten Noten, welches genauso vernarrt in Games ist wie Keita. Wie sich herausstellt, hat sie sich deshalb für die nicht gerade hoch angesehene Otobuki-Schule entschieden, weil diese für ihren Game-Klub bekannt war. Jener Klub hat sich nur leider inzwischen aufgelöst, weshalb Karen ihn neu gegründet hat und Keita prompt einlädt, beizutreten. Allerdings wird Keita schnell klar, dass es hier hauptsächlich um Competitive Gaming geht und das Gewinnen von Turnieren im Vordergrund steht. Da Keita jedoch zum einen kein besonders guter Gamer ist und zum anderen seine Games nur zum Spaß spielen möchte, lehnt er Karens Einladung ab, was bei ihr für völliges Entsetzen sorgt.

Tasuku ist von Keita richtig genervt, da er ihn an sein altes Ich erinnert. Denn bevor Tasuku an die Otobuki gekommen ist, war auch er in der sozialen Hierarchie ganz weit unten. Also hat er seinen Look verändert und den Videospielen abgeschworen, die er einst hobbymäßig gezockt hat. Nun ist er beliebt, aber trotz seiner vielen Freunde und seiner festen Freundin Aguri ist er irgendwie nicht glücklich. Gleichzeitig beobachtet er jeden Tag voller Wut Keitas glückliches Gesicht, während dieser Loser in den Pausen Games spielt. Als Keita zum zweiten Mal Zeuge von Tasukus außergewöhnlichen Fähigkeiten am Greiferautomaten wird, spricht er ihn an und die beiden haben gemeinsam Spaß in der Spielhalle. Als jedoch Tasukus Schulfreunde dort aufkreuzen, ergreift Keita die Flucht und Tasuku folgt ihm, um ihn zur Rede zu stellen und seiner Wut Luft zu machen. Dabei äußert er sich auch abfällig über Karen und den Game-Klub, woraufhin Keita Karen und den Klub in Schutz nimmt, was Karen heimlich mitbekommt und wodurch sie sich in ihn verliebt. Tasuku und Keita schließen daraufhin Freundschaft und lernen voneinander. Durch Keita nimmt Tasuku sein Hobby wieder auf, Videogames zu spielen und durch Tasuku springt Keita über seinen Schatten und knüpft mehr soziale Kontakte, wie z. B. mit Chiaki, die Keita in jeder Hinsicht gleicht. Doch wegen einer klitzekleinen Meinungsverschiedenheit zerstreiten sie sich und Tasuku hat Mühe und Not diesen kunterbunten Haufen bestehend aus Keita, Karen und Chiaki zusammenzuhalten. Da sich Chiaki zu allem Überfluss auch noch in Tasuku verliebt und Keita neuerdings ständig mit Aguri abhängt, sind Missverständnisse und Liebeschaos vorprogrammiert…

Eigene Meinung:
„Gamers!“ ist mit viel Witz und Augenzwinkern geschrieben, mit all den Querverweisen auf real existierende Games und Konsolen-Features. Getrübt wird die Lesefreude lediglich dadurch, dass es in der zweiten Hälfte von Band 1 nur so vor Tippfehlern wimmelt und es hier, ähnlich wie bei „Sword Art Online“ leider bestimmte Formulierungen gibt, die sich immer und immer wieder wiederholen. So legen die Personen viel zu oft „fragend den Kopf schräg“ und nicht weniger selten läuft ihnen „kalter Schweiß den Rücken hinunter“. Des Weiteren sieht man bei den Illustrationen von Sabotenn keinerlei Unterschied zwischen Chiakis Aussehen zu Beginn und nachdem sie sich wegen Tasuku die Haare schneiden lässt. Aber abgesehen von diesen paar Schönheitsfehlern hat es mir durchweg Spaß gemacht „Gamers!“ zu lesen. Das fängt schon mit der Grundthematik an, die ich sehr interessant finde: verschiedene Arten Games zu spielen. Auch in der Realität lassen sich Gamer sicherlich in zwei Fraktionen unterteilen. Diejenigen, die wie Keita nur zum Spaß zocken, ohne irgendwelche Ambitionen besonders gut zu sein oder zu werden, eben nur um abzuschalten und solche, die ihre Gamer-Skills immer weiter verbessern und vielleicht sogar Turniere gewinnen wollen. Mich hat die Light Novel an meine persönlichen Erfahrungen mit solchen Game-Turnieren erinnert und daran, dass mir ähnlich wie Keita diese Art zu spielen, überhaupt nicht gefallen hat. Dennoch erlaubt sich Sekina Aoi zu keiner Zeit ein Urteil darüber, ob eine der beiden Arten richtig oder falsch ist, sondern stellt sie einfach gleichwertig gegenüber.

Eine Besonderheit der Light Novel ist, dass sich Keita und Tasuku als Erzähler immer wieder abwechseln, wodurch man tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Charaktere bekommt. Gleichzeitig hilft das dem Leser zu verstehen, wie manche Situationen nach außen wirken und welche Missverständnisse dadurch entstehen, wodurch man sich beim Lesen das eine oder andere Mal dabei ertappt, die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen oder über die Fehleinschätzungen der Charaktere zu schmunzeln. Wer Videospiele und Liebeskomödien mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Gamers! Light Novel: © 2015 Sekina Aoi, Sabotenn, Kadokawa / Altraverse

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Bericht: „Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ Kino-Event

Am gestrigen Sonntag, den 7. Oktober, zeigten ausgewählte Kinos in ganz Deutschland einmalig den 5. Teil der insgesamt 6 Filme umfassenden „Digimon Adventure tri.“-Reihe zum ersten Mal in deutscher Synchro! Wir waren für euch in einem der teilnehmenden Kinos vor Ort.

Hier geht’s zum Bericht

Falls ihr nicht dabei sein konntet und noch unschlüssig seid, ob ihr euch den Film auf DVD oder Blu-ray zulegen sollt, ist dieser Kinobericht genau das Richtige für euch.

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„Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ Kino-Event

Am Sonntag, den 7. Oktober 2018 wurde „Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ einmalig mit deutscher Synchro deutschlandweit in ausgewählten Kinos vorgeführt. Wir waren im Kinopolis Koblenz für euch vor Ort, wo der Film um 17 Uhr gezeigt wurde. Ich kannte bereits die japanische Fassung und war schon sehr auf die deutsche Umsetzung gespannt, während Norman den Film zum allerersten Mal gesehen hat.

Eigentlich wollten wir zu dritt hingehen, aber Marie hatte eine Autopanne, sodass sie es leider nicht geschafft hat. Glück im Unglück: Bei den vorherigen Kinobesuchen hatte ich stets Tickets für uns alle vorbestellt, nur dieses Mal nicht, fast so als hätte ich es geahnt. Denn sonst wären die 12,50 € für Maries Ticket rausgeschmissenes Geld gewesen. Meine Beweggründe waren zum einen, dass man pro Ticket 50 Cent mehr bezahlt, wenn man vorbestellt und zum anderen, dass bei den letzten Kinobesuchen ohnehin immer einige Plätze frei geblieben sind. Ach ja, unsere negative Erfahrung mit dem Online-Ticket beim letzten Mal spielte bei meiner Entscheidung natürlich auch mit rein…

 

Kinoprämien:

Zu jedem Film gibt es 2 DigiMins, kleine Pappaufsteller mit den jeweiligen Hauptcharakteren. Einen davon erhält man beim Kinobesuch, den anderen, indem man sich den Film als FuturePak auf DVD oder Blu-ray im Anime-Planet-Webshop kauft. Im Fall des 5. Films gab es einen Pappaufsteller von Meiko Mochizuki und Meicoomon für Kinobesucher und Kari Yagami und Gatomon werden die Beilage des FuturePaks sein, welches am 15.11. erscheinen wird. Dadurch, dass wir dieses Mal nicht vorbestellt hatten, war natürlich Schlange stehen angesagt. Doch es hat sich gelohnt: Wir haben sowohl von der netten Dame, bei der wir die Tickets gekauft haben, als auch später von dem jungen Mann beim Einlass Pappaufsteller überreicht bekommen. Auch als wir das Kino verlassen haben, waren noch einige Pappaufsteller übrig, sodass man sich noch welche für Freunde mitnehmen konnte. Offenbar hat die Verteilung der Pappaufsteller jedoch nicht überall so gut geklappt. Einige Kinos wurden offenbar noch nicht einmal mit DigiMins beliefert, wie KSM auf Facebook einräumt. Allerdings soll das noch nachgeholt werden, sodass ihr euch die Aufsteller dort noch nachträglich abholen können werdet, also hebt eure Kinotickets lieber noch auf, falls ihr betroffen seid!

 

Das Publikum:

Der Altersdurchschnitt der Kinobesucher lag wie immer bei Mitte 20, Kinder waren gar keine da, ausschließlich junge Erwachsene. Unsere Plätze waren in der Mitte außen. Ein Paar hinter uns unterhielt sich darüber, dass Hinata-Fans (Charakter aus „Naruto“) angeblich auch Meiko mögen müssten, da sich beide von ihrer schüchternen Art her ähneln. Die junge Frau fügte allerdings hinzu, dass sie findet, dass Hinata deutlich aktiver ist als Meiko und sie deshalb Hinata mag, aber Meiko nicht. Ein herzhaftes Lachen erfüllte den Saal, als sich die DigiRitter und ihre Digimon Gruselgeschichten erzählen und über Matt tuscheln, der als heimlicher Angsthase entlarvt wird. Eine Freundin, die in einem anderen Kino war, hat mir erzählt, dass ausgerechnet an der Stelle, als Daigo mitten in Meikos Gruselgeschichte hereinplatzt und sich deshalb alle zu Tode erschrecken, jemand aus dem Publikum niesen musste, wodurch auch die Zuschauer zusammengeschreckt sind. Auch sonst gab es trotz der insgesamt düsteren Atmosphäre des Films viel zu lachen. Z. B. als Tai und Meiko sich unterhalten und Gatomon, Biyomon und Gabumon den Drang verspüren, ihre menschlichen Partner davon zu unterrichten.

 

Der Ablauf:

Das „Digimon Adventure tri.“-Filmplakat hing dieses Mal innen im Gebäude und war somit nicht, wie sonst immer, schon von außen zu sehen. Selbst die Gratis-Zeitschriften „King“ und „Kinopolis“ berichteten dieses Mal NICHT über den 5. „Digimon Adventure tri.“-Film. Mit Sicherheit die Konsequenz daraus, dass der vierte Film so schlecht besucht wurde…

Im Eingangsbereich wurde für ein „Glücksbärchi“-Film-Event geworben. Bevor es mit dem „Digimon“-Film losging, wurde leider viel Werbung aber nur wenig Film-Trailer gezeigt, was irgendwann für genervte Zwischenrufe aus dem Publikum sorgte. In anderen Kinos wurden die Pappaufsteller erst zu diesem Zeitpunkt verteilt, während ein Eisverkäufer im Kinosaal umherging.

Nach dem Film holten wir uns noch schnell was zum Mitnehmen beim Burger King und traten die Heimreise an. Übrigens gibt es in den Kindermenüs aktuell „Power Rangers“- und „Miraculous“-Spielzeuge. Von letzterem konnte man in der vergangenen Woche nach langer Zeit mal wieder 5 neue Folgen auf dem Disney Channel bestaunen. „Power Rangers“ und „Miraculous“ sind zwar beides keine Animes, aber der Bezug zu Japan ist definitiv vorhanden, so wird „Miraculous“ z. B. von Toei Animation produziert, demselben Studio, welches auch die „Digimon Adventure tri.“-Filme und alle anderen „Digimon“-Anime produziert hat.

Die Story:

„Die DigiWelt hasst uns!“, lautet Karis erschütterndes Fazit angesichts der Tatsache, dass sie nicht mehr nur von Digimon angegriffen werden, sondern von ihrer gesamten Umgebung. Der Boden verschwindet immer wieder unter ihren Füßen und selbst die Pflanzen attackieren die Kinder! Es ist ganz offensichtlich: Die DigiRitter sind hier nicht mehr länger erwünscht! Doch mal abgesehen von Meicoomon, welches völlig durchdreht und das Gleichgewicht zwischen der realen und der DigiWelt massiv gefährdet, gibt es immer noch 8 Digimon, die sich zwar an nichts mehr erinnern können, aber ihre „neuen“ menschlichen Gefährten sehr wohl zu schätzen wissen.

Gemeinsam finden sie einen Weg, in die reale Welt zurückzukehren, wo sie wegen ihrer Digimon-Partner jedoch prompt von der Polizei eingesammelt werden. Denn die von Meicoomon infizierten Digimon richten überall in der Menschenwelt Schaden an und Meicoomon zerstört sogar ein Kraftwerk! Die Menschen verstehen einfach nicht, dass es auch gute Digimon gibt, doch zum Glück kann Daigo Tai und die anderen befreien. Allerdings können sie nicht nach Hause zurückkehren, da Reporter und Journalisten ihre Häuser belagern, sodass sie kurzerhand im Schulgebäude Unterschlupf suchen, das wegen der Sommerferien aktuell leersteht. Dort amüsieren sie sich zwar mit Gruselgeschichten, aber Meiko steht vor einer schweren Entscheidung. Sie war bisher die Einzige, die Meicoomon beruhigen konnte, doch nun da ihr das nicht mehr gelingt, sieht Homeostasis keinen anderen Ausweg, als Jesmon auszusenden, um Meicoomon zu eliminieren. Gennai und Alphamon, als Gesandte von Yggdrasil, schützen Meicoomon hingegen, damit es die reale Welt vernichtet. Doch was wollen die DigiRitter tun? Meicoomon beschützen oder es töten, um beide Welten zu retten?

 

Die Synchronisation:

Während es immer noch schwerfällt, sich an Christopher Kohn als neuen Izzy zu gewöhnen, kann Josephine Schmidt als neue Kari voll und ganz überzeugen. Zu den anderen Sprechern muss man eigentlich nicht viel sagen. Deren Leistung ist auf gewohnt hohem Niveau.

Homöostase wird auch in diesem Teil als Homeostasis bezeichnet, was weiterhin für Inkonsistenz sorgt. Positiv fällt auf, dass KSM bei den Nachrichtensendungen zu Beginn die japanischen Schriftzeichen durch deutsche Einblendungen ersetzt hat, was leider an einer Stelle versäumt wurde (da steht die deutsche Übersetzung des Textes nur als Untertitel unter den japanischen Zeichen) und mit einem groben Schnitzer einhergeht, der wohl jeden eingefleischten „Digimon“-Fan so richtig hart getriggert haben dürfte: „Digimons“!!!! KSM hat es doch tatsächlich fertiggebracht, in eine der Einblendungen das böse Plural-S einzubauen!

Abgesehen davon liefert KSM hier endlich mal eine adäquate und sehr gelungene Übersetzung ab. Als ich den Film OmU geschaut habe, fand ich ihn sehr verworren. Aber in der deutschen Fassung wird verständlich erklärt, was Yggdrasil und Homeostasis vorhaben und wer zur jeweiligen Fraktion gehört.

 

Die Musik:

„Leb deinen Traum“ in der tri.-Version ist in diesem Teil zum ersten Mal überhaupt nicht zu hören! Somit bleiben sämtliche Lieder japanisch. Neben der tri.-Version des altbekannten Digitationssongs „Brave Heart“ wäre da dieses Mal noch der brandneue Song „Ai kotoba“, der während des Abspanns zu hören ist und in meinen Augen (bzw. Ohren) das schwächste Lied der gesamten Filmreihe ist, aber zumindest ganz gut zur nachdenklichen und betrüblichen Stimmung von „Coexistence“ passt.

Go Sakabe macht mit der Hintergrundmusik dem verstorbenen Takanori Arisawa wie immer alle Ehre. Man kann nur hoffen, dass der wunderschöne BGM-Soundtrack endlich mal komplett in Japan auf CD veröffentlicht wird. Bislang gibt es lediglich die verschiedenen Arrangements von „Butterfly“ zu kaufen.

 

Fazit:

Der Anfang vom Ende. So lässt sich „Chapter 5“ ganz gut umschreiben, da seine Funktion ganz klar ist, auf das große Finale im 6. und vorerst letzten Film einzustimmen. Toei versteht es meisterhaft die uns in unserer Kindheit so ans Herz gewachsene DigiWelt, nein, das gesamte Universum, in dem die ersten beiden Staffeln spielen, in ein absolutes Schreckensszenario zu verwandeln! „Coexistence“ ist zwar in den ersten zwei Dritteln eher zäh, dafür überschlagen sich am Ende jedoch die Ereignisse und münden in einen alptraumhaften Cliffhanger. Vor diesem Hintergrund erscheint es fast schon ironisch, dass sich die Charaktere in der Mitte des Films spaßeshalber Gruselgeschichten erzählen, nichtsahnend, dass sie bald darauf wahren Horror erleben werden.

Etwas nervig ist, dass Agumon leider völlig eindimensional dargestellt wird, was sich durch die gesamte „tri.“-Reihe zieht. Es wird voll und ganz auf seine Gefräßigkeit reduziert, was gerade in diesem Teil besonders störend auffällt. So war Agumon doch in der TV-Serie nicht! Außerdem fällt es wirklich schwer mit Meiko zu sympathisieren, da ihr ständiges Hin und Her und ihre extreme Passivität allmählich anstrengend werden. Schier unendlich oft macht sie sich Vorwürfe und ist deprimiert und jedes Mal müssen die anderen tröstende Worte finden, um sie wieder aufzumuntern. Keine zwei Minuten später ist sie wieder betrübt und das Ganze geht wieder von vorne los. Meiko ist wahrlich keine Hinata.

Wenn man darüber hinwegsehen kann, bietet sich einem eine komplexe Story über das Erwachsenwerden. Denn darum geht es schlussendlich doch immer in „Digimon“. Seit jeher sind die DigiRitter stets nach der Pfeife von Homeostasis getanzt. Doch nun kommt es zum Bruch, sie nabeln sich ab. Doch ist es die richtige Entscheidung, Meicoomon zu beschützen und damit Yggdrasil bloß in die Hände zu spielen? Tai und Meiko verzweifeln an dieser Frage. Was wird geschehen, wenn sie nicht schnell genug erwachsen werden und die richtigen Entscheidungen treffen? Enden sie dann womöglich so wie Himekawa, deren fanatische Sehnsucht nach ihrem Tapirmon dazu führt, dass sie immer tiefer im Meer der Dunkelheit versinkt?

 

© Ban_Mido

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Arinas Sammelsurium – Ihr süßes Leben

Name: Arinas Sammelsurium – Ihr süßes Leben
Englischer Name:
Originaltitel: Arina no tane -mattari nichijohen-
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Arina Tanemura
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Inhalt & Eigene Meinung:

Arina Tanemura ist eine japanische Bridget Jones: schusselig, stets im Kampf gegen die Pfunde und mit über 30 Jahren immer noch Single. Dabei ist sie doch eine weltberühmte Mangaka und somit eigentlich eine gute Partie! Obwohl „Ihr süßes Leben“ bereits Arinas zweiter autobiografischer Manga ist, muss man den ersten „Arinas Sammelsurium“-Band nicht unbedingt gelesen haben, um alles zu verstehen, da keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind. Die Episoden aus ihrem Leben werden nämlich nicht in chronologischer Reihenfolge geschildert, sondern wild durcheinander. So werden immer mal wieder Geschichten aus ihrer Jugend eingestreut und wechseln sich mit Berichten über aktuelle Vorkommnisse ab.

Dabei gewährt die Zeichnerin tiefe Einblicke in ihre Arbeit und vor allem wird deutlich, wieviel Stress sie tagtäglich ausgesetzt ist und dass es auch so seine Schattenseiten hat, eine erfolgreiche Mangaka zu sein. Aber wir erfahren auch viel über ihre Urlaube und Besuche auf Conventions im Ausland – darunter sogar einige übernatürliche Erlebnisse! Sicher, nicht jede der Kurzgeschichten ist außergewöhnlich und interessant. Mich persönlich haben z. B. die ausschweifenden Abnehm-Ernährungs-Tipps, Arinas Fitnessprogramm und Aufzählungen aller verschiedenen Brote, die sie bisher hobbymäßig gebacken hat, ziemlich gelangweilt, aber ich kann mir vorstellen, dass sich manch einer dafür begeistern kann. Außerdem finde ich es sehr schade, dass man sich bei all den im Buch genannten Yen-Preisen nicht einmal die Mühe gemacht hat, einen der Beträge in Euro umzurechnen und als Fußnote anzugeben, wie man es von anderen Mangas gewohnt ist.

Wir erfahren, wie Arina zu ihren beiden Katzen Riku und Kai gekommen ist und wie sich diese bei ihr eingelebt haben. Neben lustigen und rührenden Begebenheiten mit ihren Assistentinnen erzählt sie auch davon, wie ihr Werdegang als Mangaka mit einigen Fehlschlägen und Niederlagen eher holprig begonnen hat. Dabei kann man auch einiges über die japanische Kultur und ihre Bräuche lernen. Ansonsten wären da noch Geschäftsessen, Live-Events, Ausflüge mit Freunden und ein Erfahrungsbericht über Arinas Augenoperation.

Herzhaft gelacht habe ich, als sich die Künstlerin mit einem Löwen ablichten lassen will, nichtsahnend, dass es sich dabei um ein ausgewachsenes Exemplar handelt. Zu allem Überfluss beißt die Raubkatze ihr auch noch in den Arm und kaut darauf herum, während das Foto geschossen wird, ohne dass die Fotografen etwas davon mitbekommen. Das reale Foto würde ich nur zu gern sehen! Stilistisch erinnert der Manga an „Schneeballen – Verliebt in Japan“. Die Zeichnungen sind meistens sehr simpel gehalten. Wer Arinas Mangas mag, sich für Japan und den Mangaka-Beruf interessiert und gerne lustige Alltagsgeschichten liest, ist hier goldrichtig.

Arinas Sammelsurium – Ihr süßes Leben: © 2016 Arina Tanemura, Shueisha / Tokyopop

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Barrage

Name: Barrage
Englischer Name: Barrage
Originaltitel: Sensei no Barrge
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Kohei Horikoshi
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Dem 15-jährigen Astro ist nichts wichtiger als seine Familie. Da er ganz alleine in den Slums aufgewachsen ist, hat er irgendwann angefangen andere Straßenkinder unter seine Fittiche zu nehmen und arbeiten zu gehen, um seine so entstandene Familie aus jüngeren Kindern zu ernähren. Doch gleich zu Beginn der Geschichte wird er entlassen, weil er sich mit bösen Aliens von anderen Planeten anlegt, um seinen undankbaren Chef zu schützen. Kurz darauf taucht Barrage, der Prinz des Planeten Industria, auf und möchte mit Astro die Rollen tauschen. Schließlich sehnt er sich nichts mehr herbei, als frei zu sein und Astro könnte das Geld des Königs sehr gut gebrauchen, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Bevor sie dieses Vorhaben konkretisieren können, wird Barrage erschossen und seine Diener halten Astro für den Prinzen! Astro sieht Barrage nämlich zum Verwechseln ähnlich. Ehe er sich versieht, findet sich Astro im Königspalast wieder. Barrage konnte offensichtlich nicht mit der Verantwortung umgehen, die das Amt des Prinzen mit sich bringt und ist deshalb geflohen. Als das böse Alien wieder auftaucht, das Astro den Job gekostet hat und sich abfällig über den (insgeheim verstorbenen) Prinzen äußert, der für seine Familie ja bloß Ballast sei, verliert Astro die Fassung. Er geht auf das Alien los und aktiviert dabei das Org, eine übermächtige Waffe, die ihre wahre Gestalt nur in den Händen derjenigen annimmt, die zum König geeignet sind.

Nach Astros Sieg über die Aliens eröffnet er dem König, der darüber begeistert ist, dass „sein Sohn“ endlich die königliche Waffe aktivieren konnte, dass der echte Barrage erschossen wurde und Astro nur irrtümlich von den Wachen des Königs aufgelesen wurde. Nichtsdestotrotz hat Astro bereits unter Beweis gestellt, dass er als Thronfolger geeignet ist, weshalb er der Prinz bleiben soll. Unter der Bedingung, dass seine Familie ebenfalls im Palast leben darf, willigt Astro ein. Doch er und Tiamat, der stärkste Ritter des Königs, werden sogleich auf eine Reise geschickt, um das Volk vor Banditen zu retten und im Königreich nach und nach für Frieden zu sorgen, weshalb sich Astro fürs Erste von seinen Kindern verabschieden muss. Tiamat soll ihn im Kampf mit dem Org ausbilden und tatsächlich gelingt es den beiden einigen Außerirdischen das Handwerk zu legen, die allesamt hinter dem Org her sind. Aber ist das nicht seltsam? Der Prinz wird ohne vorherige Kampfausbildung mit nur einem einzigen Ritter und dem Org, auf das es jeder abgesehen hat, losgeschickt? Was geht nur in dem König vor? Und warum hat er den beiden nicht mehr darüber erzählt, wie man den Org benutzt? Schließlich war der König in jungen Jahren selbst dazu in der Lage, die Wunderwaffe zu gebrauchen!

Eigene Meinung:
„Barrage“ ist der zweite Manga von Kohei Horikoshi, der im „Shonen Jump“-Magazin veröffentlicht wurde, bevor ihm mit seinem dritten Manga „My Hero Academia“ weltweit der Durchbruch gelungen ist. „Barrage“ hingegen kam nicht so gut an und wurde bereits nach 2 Bänden beendet. Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, ist mir auch klar warum. Astro wirkt als Protagonist ziemlich eindimensional. Er wird nahezu vollständig darauf reduziert, dass ihm Familie sehr wichtig ist. Die Handlung ist leider auch kein bisschen originell. Dass eine arme Person aus den Slums zufällig genauso aussieht wie ein reicher Prinz oder eine Prinzessin und die beiden die Rollen tauschen, ist ein alter Hut. Die Kämpfe sind ebenfalls recht eintönig und unspektakulär. Da fehlt einfach die Raffinesse, die man aus Kämpfen anderer Battle-Mangas wie „Naruto“ und „Hunter x Hunter“ gewohnt ist. Außerdem ist der Manga unnötig textlastig für sein Genre, was für einen eher zähen Lesefluss sorgt.

Versteht mich bitte nicht falsch. „Barrage“ ist nicht schlecht! Die Monster und Aliens sehen interessant aus, man findet Astro trotz (oder gerade wegen?) seiner simplen Persönlichkeit sympathisch und man wird definitiv unterhalten. Aber es fehlt irgendein herausstechendes Merkmal. Dieser Manga hat einfach absolut nichts, was ihn von durchschnittlichen Mainstream-Shonen-Mangas abhebt und ist daher nur einer jüngeren Leserschaft zu empfehlen sowie Hardcore-Fans von „My Hero Academia“, die neugierig auf Horikoshis andere Werke sind. Im Endeffekt kann man bei gerade mal 2 Bänden ohnehin nicht viel falsch machen.

Barrage: © 2012 Kohei Horikoshi, Shueisha / Carlsen

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