Naruto Sasuke Shinden – Buch des Sonnenaufgangs

Name: Naruto Sasuke Shinden – Buch des Sonnenaufgangs
Englischer Name: Naruto: Sasuke’s Story [Sunrise]
Originaltitel: Naruto Sasuke-Shinden Raikohen
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Autor: Shin Towada
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,99 €

Story:
Nach den Ereignissen des vierten Ninja-Weltkrieges befindet sich Sasuke, sehr zum Leidwesen von Sakura, auf einer Reise, um für all seine Verbrechen Buße zu tun. Außerdem verfügt er nun sowohl über ein Mangekyo-Sharingan als auch ein Rin’negan, weshalb es sicherlich viele Ninja auf ihn abgesehen haben und er die Einwohner Konohas mit seiner Anwesenheit nur unnötig in Gefahr bringen würde. Als mehrere Shinobi aus Konoha-, Kumo- und Kirigakure spurlos verschwinden und plötzlich wie hypnotisiert in ihre eigenen Ninja-Dörfer einfallen, ist schnell klar, dass eine Augenkunst dahinterstecken muss. Zu allem Überfluss explodieren die ferngesteuerten Shinobi auch noch, sobald man ihnen Wunden zufügt. Naruto und seine Freunde ziehen daher alle Register um das Dorf zu beschützen und die Ninja zu stoppen, ohne sie zu verletzen.

Auf seiner Reise durch Yu-no-Kuni lernt Sasuke währenddessen die drei ehemaligen Shinobi und Wanderartisten Chino, Nowaki und Io kennen, die sich an der Bande des dunklen Donners rächen wollen, denen Ios Tochter zum Opfer gefallen ist. Offenbar zieht jene Bande plündernd und mordend umher und löscht ganze Dörfer aus. Ihr Anführer Karyu verehrt Sasukes früheres Ich, insbesondere wegen seines Attentats auf die 5-Kage-Konferenz damals, weshalb sich Sasuke für all das verantwortlich fühlt und sich ihm und seinen Leuten in den Weg stellt. Es gelingt Sasuke zwar, Karyu und seine Bande in Gewahrsam zu nehmen, doch von Rachsucht getrieben, legt Io ein Feuer, bei dem sie alle umkommen. Zwischen Karyus Bande und den explodierenden Ninja scheint es jedoch eine Verbindung zu geben, weshalb Sasuke sich an Orochimaru wendet, um Nachforschungen anzustellen. Ihre Spurensuche führt die beiden auf eine Insel, auf der reiche Leute Shinobi wie Sklaven halten und in einer Arena gegeneinander kämpfen lassen. Der Sieger erhält den Shinobi des Verlierers. Wird Sasuke alle Sklaven befreien und die Drahtzieher hinter den Angriffen auf die Ninja-Dörfer ausfindig machen können?

Eigene Meinung:
„Sasuke Shinden“ ist der erste von einer Reihe von Romanen, die die Ereignisse während des Zeitsprungs zwischen dem vorletzten und letzten Kapitel des „Naruto“-Mangas aus der Sicht verschiedener Charaktere beleuchten. Der Schreibstil ist zwar äußerst minimalistisch und detailarm, aber ich hatte trotzdem sehr viel Freude beim Lesen, weil die Geschichte tiefe Einblicke in Sasukes Gedanken- und Gefühlswelt gewährt, insbesondere im Hinblick darauf, wie Naruto ihn beeinflusst hat und wie Sasuke dadurch nun auch selbst die Fähigkeit erlangt, wiederum andere aus der Dunkelheit zu befreien, was einen sehr schönen Kontrast zum ewigen Kreislauf von Hass und Rache darstellt, der seit jeher wie ein Fluch auf der Ninja-Welt lastet und natürlich in diesem Roman ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Sämtliche Ninjutsu werden sowohl mit den aus dem Manga bekannten japanischen Namen als auch den wortwörtlichen Übersetzungen ins Deutsche aufgeführt, was eine erhebliche Verbesserung zu bisherigen „Naruto“-Novels darstellt. Selbst die Beschreibung von Masashi Kishimoto im Anhang wurde korrigiert, womit Carlsen seine Lernfähigkeit unter Beweis stellt.

Der Roman richtet sich ausschließlich an all jene, die entweder den Manga komplett gelesen oder den Anime bis zur letzten Staffel gesehen haben (die Handlung des Romans findet sich in „Naruto Shippuden“ Folge 484 bis 488 wieder). Erfüllt ihr eines dieser beiden Kriterien, solltet ihr unbedingt zuschlagen! Sasuke-Fans sowieso! Bleibt nur zu hoffen, dass Carlsen auch noch alle weiteren Romane veröffentlicht, die sich dem Zeitsprung widmen.

Naruto: Sasuke Shinden – Buch des Sonnenaufgangs: © 2015 Masashi Kishimoto, Shin Towada, Shueisha / Carlsen

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„Pokémon“ 3. Sonderfolge zur Mega-Entwicklung endlich auf Deutsch!

(c) The Pokémon Company International

Zum XY-Story-Arc der „Pokémon“-Anime-TV-Serie wurden vier Sonderfolgen über die Abenteuer von Alain und Michaela produziert, die in Japan gelegentlich an Stelle einer regulären XY-Folge ausgestrahlt wurden. Nachdem die erste davon am 01.12.2014 auf ProSieben MAXX ausgestrahlt wurde und die zweite letzten Monat auf der „Pokémon TV“-App und der offiziellen „Pokémon“-Website gestreamt werden konnte, kann man sich nun auch die 3. Sonderfolge „Mega-Entwicklung – Sonderfolge III“ erstmalig in deutscher Synchronisation ansehen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es dann nächsten Monat dort endlich auch die vierte und letzte Sonderfolge erstmals auf Deutsch zu bestaunen gibt.

Quelle: Pokémon TV

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Girls und Panzer – Little Army

Name: Girls und Panzer – Little Army
Englischer Name: Girls & Panzer – Little Army
Originaltitel: Girls und Panzer – Little Army
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2012
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Story: Girls und Panzer Projekt
Zeichnungen: Tsuchii
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Die 16-jährige Miho Nishizumi hat dem Panzerfahren abgeschworen, doch 6 Jahre zuvor brennt sie noch voller Leidenschaft dafür, da sie zu ihrer großen Schwester Maho aufsieht, die kürzlich bei einem Panzer-Turnier gegen eine deutsche Schule gewonnen hat. Daraufhin zeigen zum ersten Mal in Mihos Leben einige ihrer Klassenkameradinnen ebenfalls Interesse am Panzerfahren: die tollpatschige Hitomi Yuzumoto und die sportliche Chihiro Yusa. Die beiden sind seit jeher beste Freundinnen und wollen nun auch mit Miho befreundet sein. Doch als die drei das Panzerfahren üben, verstaucht sich Chihiro das Fußgelenk und kann nicht mehr fahren. Hilfe naht ausgerechnet in Form der zickigen Halbjapanerin Emi Nakasuga, die aus Deutschland kommt und Japan hasst, weil sich kaum eine Gleichaltrige für Panzer interessiert. Es ist Emi also genauso ergangen wie Miho, weshalb die beiden sich gut verstehen. Nach anfänglichen Streitigkeiten zwischen Chihiro und Emi werden die vier ungleichen Mädchen ein Team und fahren immer wieder gemeinsam Panzer.

Chihiro befürchtet allerdings, dass Hitomis Begeisterung für Panzer schon bald wieder verfliegen könnte, weil sie nicht sonderlich gut darin ist und sich schon immer schnell für Dinge begeistern konnte, die sie genauso schnell wieder aufgegeben hat. Wie sich jedoch herausstellt, ist diese Angst völlig unbegründet, da Hitomi insgeheim fleißig alles über Panzer gelernt hat, um mit den anderen mithalten zu können. Die Lage eskaliert, als Maho zurückkehrt und Emi gesteht, dass sie einen ziemlichen Hass auf Mihos große Schwester hat, da Emis große Schwester im Finale des Turniers gegen Maho verloren hat. Das Ganze macht Miho sehr zu schaffen, weshalb sie beschließt, ein Panzerduell gegen Mahos Team zu arrangieren. Auf die Weise sollen sich Emi und Maho besser kennenlernen. Als Miho jedoch erfährt, dass Emi in nur einem Monat nach Deutschland zurückkehren wird, zeigt sich, dass hinter Emis Hass auf Maho sehr viel mehr steckt als gekränkte Eitelkeit…

Eigene Meinung:
„Girls und Panzer – Little Army“ behandelt Mihos Grundschulzeit und obwohl es in dem Manga um Panzer geht und er in einem Seinen-Magazin publiziert wurde, würde ich ihn eher als Shojo-Titel einordnen. Denn im Grunde genommen ist er vom Stil her wie „Card Captor Sakura“, nur mit Panzern statt Clow Cards. Als ich „Girls und Panzer“ gelesen habe, ist mir negativ aufgefallen, dass die Mädchen sich gleich auf Anhieb gut verstehen und perfekt miteinander harmonieren. Darum gefällt es mir sehr gut, dass im Gegensatz dazu die vier Mädchen in „Little Army“ erst viele Reibereien überstehen müssen, um ein Team zu werden. Die Hauptthemen sind also Streit und Versöhnung, was auch an „DoReMi“ erinnert.

„Girls und Panzer – Little Army“ gehört zu den Mangas, die man absolut nicht nach dem ersten Band beurteilen sollte, da sich die ganze Action erst im zweiten Band abspielt. Der Zeichenstil ist total niedlich und Mihos Grundschulzeit wird mit viel Liebe zu den Charakteren erzählt, weshalb „Little Army“ ein absolutes Must-Have für „Girls und Panzer“-Fans ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da die Mini-Serie ja sozusagen ein Prequel der Hauptreihe ist. Lediglich zu Beginn jedes Bandes gibt es kurze Szenen mit der 16-jährigen Miho aus der Gegenwart. Auch für Mädchen lesenswert!

Girls und Panzer – Little Army: © 2012 Girls und Panzer Projekt, Tsuchii, Kadokawa / EMA

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Keine Cheats für die Liebe

Name: Keine Cheats für die Liebe
Englischer Name: Wotakoi: Love is Hard for Otaku
Originaltitel: Wotaku ni Koi wa Muzukashii
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Fujita
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 10 €

Story:
Narumi Momose ist ein totaler Otaku, ein Manga-Nerd, was dazu geführt hat, dass sich ihr Freund zurückgezogen und bald darauf Schluss gemacht hat, nachdem er ihr düsteres Geheimnis entdeckt hat. Selbst auf der Arbeit hält sie ihr Hobby streng geheim, bis sich herausstellt, dass ihr Kindheitsfreund Hirotaka Nifuji, ein Videogame-Junkie, in derselben Firma arbeitet. Er outet sie gleich bei der ersten Gelegenheit vor Kollegen, was Narumi natürlich überhaupt nicht passt. Doch alles halb so wild, da die kühle Hanako Koyanagi und der aggressive Taro Kabakura nämlich ebenfalls Manga-Fans sind und dazu noch ein Liebespaar. Nachdem Narumi und Hirotaka ein paar mal nach der Arbeit gemeinsam trinken gehen, schlägt er ihr schließlich vor, doch ihn zum Freund zu nehmen. Vor ihm muss sie nichts geheim halten, da er ihre Leidenschaft teilt und sie daher logischerweise nicht dafür verurteilen würde. Als er auch noch anbietet, sie beim Verkauf ihres Boys Love-Dojinshis auf der nächsten Comiket, einer Convention für Hobbyzeichner, zu unterstützen, willigt sie sofort ein.

Doch zunächst ist Narumi mit der neuen Situation völlig überfordert und geht Hirotaka aus dem Weg, bis dieser ihr offenbart, dass er sein Liebesgeständnis (welches er eigentlich nie gemacht hat) wegen ihres distanzierten Verhaltens bereut. Mit der Zeit lernen die beiden, damit umzugehen und schnell zeigt sich, dass Narumi sich voll und ganz auf Hirotaka verlassen kann: Er hilft ihr last minute bei der Fertigstellung des Dojinshis und übernimmt sogar kurzzeitig ihren Verkaufsstand, obwohl die Leute ihn deshalb für einen Fudanshi halten, einen männlichen Boys Love-Fan. Konflikte entstehen, weil Hirotaka eigentlich große Brüste bevorzugt, womit Narumi leider nicht dienen kann und Hirotaka gar nicht ihr Typ ist, sondern Kabakura. Umgekehrt bevorzugt Kabakura niedliche Mädchen wie Narumi und Hanako steht total auf Hirotaka. Missverständnisse en masse und Liebeschaos de luxe vorprogrammiert!

Eigene Meinung:
Der Anime zu „Keine Cheats für die Liebe“ dürfte einigen bereits durch Amazon Prime bekannt sein. Mir gefällt vor allem der geniale Insider-Humor, der sich hauptsächlich an Manga-Fans meiner Generation (d. h. die aktuell ca. 26-jährigen, genau in dem Alter sind auch die beiden Protagonisten) richtet. Egal ob „Sailor Moon“, „Dragon Ball“ oder „Neon Genesis Evangelion“, alles, was Rang und Namen hat, wird in die Gags miteingeflochten. Die Bände sind im Hochformat und mit Konturenlack verziert, was sehr viel hermacht. Außerdem ist die acht Seiten umfassende Episode 0 komplett in Farbe. Leider schlägt sich all das sehr massiv im Preis nieder. 10 Euro ist schon ziemlich happig, zumal die Bände mit weniger als 130 Seiten recht dünn sind. Erschwerend hinzu kommt, dass der Manga kaum Handlung hat und der Band durch das Format äußerst unhandlich ist. Mit dieser Preispolitik tut sich Altraverse in meinen Augen absolut keinen Gefallen, auch wenn sie es nur gut gemeint haben und den Manga möglichst originalgetreu herausbringen wollen. Normales Taschenbuchformat hätte es auch getan oder – angesichts der geringen Seitenzahl – hochformatige 2in1-Bände für 14 €, wie man sie von Tokyopop kennt. Umgerechnet wären das 3 € weniger pro Band, eine deutliche Kostenersparnis für die Leser.

Thematisch erinnert der Manga sehr stark an „Küss ihn, nicht mich!“, wobei „Keine Cheats für die Liebe“ zwar mit wesentlich höherer Frequenz auf bekannte Animes und Videogames anspielt, jedoch insgesamt weniger gut unterhalten kann. Ich würde euch daher empfehlen, zuerst in den Anime reinzuschnuppern. Otakus in den Mittzwanzigern werden sich auf jeden Fall in den Charakteren wiedererkennen und viel zu lachen haben.

Keine Cheats für die Liebe: © 2015 Fujita, Ichijinsha / Altraverse

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Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon

Name: Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon
Englischer Name: Naruto – Innocent Heart, Demonic Blood
Originaltitel: Naruto – Shiro no Douji, Keppu no Kijin –
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2002
Deutschland: Carlsen 2008
Autor: Original-Story: Masashi Kishimoto
Story: Masatoshi Kusakabe
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Als in Konohagakure ein grausames neunschwänziges Fuchsungeheuer wütet und viele Menschenleben kostet, wird es vom vierten Hokage unter Einsatz seines Lebens in einem Säugling versiegelt. Dieser Säugling heißt Naruto Uzumaki und wird seine ganze Kindheit hindurch von allen Dorfbewohnern gemieden, da sie in ihm nur das Ungeheuer sehen, das ihre Freunde und Familienmitglieder umgebracht hat. Naruto selbst weiß davon allerdings nichts und spielt immer wieder Streiche, um Aufmerksamkeit zu erregen. Damit geht er vor allem seinem Lehrer Iruka, der ja für ihn die Verantwortung trägt, gehörig auf die Nerven. Bei der Abschlussprüfung der Ninja-Akademie muss jeder einen Bunshin, einen Doppelgänger von sich, erschaffen, ausgerechnet die eine Technik, die Naruto so gar nicht beherrscht! Also kommt es, wie es kommen muss und Iruka lässt Naruto als Einzigen durchfallen.

Mizuki, ein anderer Lehrer an der Akademie, nennt Naruto einen Weg, um Iruka doch noch zu beeindrucken: Er soll eine geheime Schriftrolle mit verbotenen Künsten vom dritten Hokage stehlen. Gesagt, getan. Eifrig übt der naive Junge daraufhin eine der Techniken auf der Schriftrolle ein, bis Iruka ihn schließlich findet und herauskommt, dass Mizuki ihn nur benutzt hat, um an die Schriftrolle zu kommen. Als Mizuki Naruto umbringen will, wird dieser von Iruka beschützt und auf Mizukis schockierende Enthüllung, dass Naruto das Fuchsungeheuer sei, erwidert Iruka, dass Naruto für ihn kein Ungeheuer sondern sein Schüler ist, den er sehr achtet. Von Irukas Worten gerührt, demonstriert Naruto seine neue Kunst: Er erschafft tausend Kagebunshin, sogenannte Schattendoppelgänger, die anders als normale Bunshin real sind und sogar selbständig agieren können. Mit dieser Technik überwältigt Naruto Mizuki und besteht doch noch die Abschlussprüfung. Allerdings soll er künftig ein Team mit dem kühlen Sasuke bilden, den er so gar nicht leiden kann. Aber auch Sakura, für die Naruto schwärmt, wird seine Kameradin und gemeinsam mit ihrem neuen Meister, dem Jo-Nin Kakashi, bilden sie von nun an das Team 7. Einer ihrer Aufträge konfrontiert die drei frisch gebackenen Ninjas schon viel früher mit der harten Realität der Ninja-Welt, als ihnen lieb ist und bringt sie ernsthaft in Lebensgefahr…

Eigene Meinung:
„Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ ist der erste von einer ganzen Reihe von „Naruto“-Romanen. Ehrlich gesagt, habe ich bisher immer einen großen Bogen um das Buch gemacht, weil es sich dabei lediglich um eine Nacherzählung des ersten Story-Arcs der Manga-Reihe bzw. der ersten Staffel des Animes handelt. Konträr zum Klappentext wird die Chu-Nin-Prüfung hier nicht mehr behandelt. Tatsächlich musste ich mich beim Lesen stellenweise etwas durchquälen, da ich ja immer schon genau wusste, was passieren wird, allerdings hat es auch Spaß gemacht, nach all der Zeit noch einmal einen Blick auf die Anfänge des Epos zu werfen, nun wo die Manga-Reihe schon eine Weile abgeschlossen ist. Der Mehrwert gegenüber Manga und Anime besteht darin, dass man tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Naruto und Iruka bekommt. Außerdem bietet der Roman einige Szenen, die im Manga nicht vorkommen, wie z. B. Narutos Begegnung mit Hinata nach Verkündung der Team-Zusammenstellungen und die Versiegelung des Fuchsungeheuers. Letztere ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sich die Beschreibung der Ereignisse nicht wirklich mit dem deckt, was man in späteren Manga-Bänden über die Umstände jener Versiegelung erfährt.

Der Novel taugt nicht als Ersatz für die ersten paar Manga-Bände, da einiges weggelassen wird, wie z. B. Narutos erste Begegnung mit Konohamaru und einige anfängliche Querelen des Teams 7, darunter Narutos und Sasukes unfreiwilliger Kuss. Mit über 280 Seiten ist dieser Roman bisher mit Abstand der dickste und anders als die anderen Light-Novels wartet er mit deutlich mehr Illustrationen von Masashi Kishimoto auf, wobei mich die Auswahl der Artworks aus dem Original-Manga teilweise verwundert hat, da man bedeutsamere Bilder hätte nehmen können. „Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ bietet nicht viel Neues und ist daher alles andere als ein Must-Have. Ich kann diesen Light-Novel eigentlich nur all denen empfehlen, die Lust auf einen Nostalgie-Trip haben. Der allererste Story-Arc von „Naruto“ ist außerordentlich gut, also lohnt es sich, ihn noch einmal zu lesen.

Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon: © 2002 Masashi Kishimoto, Masatoshi Kusakabe, Shueisha / Carlsen

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Werewolf Game – Beast Side

Name: Werewolf Game – Beast Side
Englischer Name:
Originaltitel: Jinroh Game Beast Side
Herausgebracht: Japan: Takeshobo 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Story: Ryo Kawakami
Zeichnungen: Koudo
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Unmittelbar nachdem Airi Nishina und Konomi Inoue als einzige Bürger das mörderische Werewolf Game überlebt haben, erfahren sie, dass sie lediglich die erste Halbzeit hinter sich haben. Denn sie müssen noch ein weiteres Werewolf Game gewinnen, um tatsächlich freizukommen und die 100 Millionen Yen Gewinnsumme einzustreichen. Dieses Mal sind sie allerdings die Werwölfe. Abermals sind sämtliche Teilnehmer Schüler der Hokusetsu-Highschool, doch es gibt mehrere Regeländerungen: Bei diesem Durchgang sind es gleich drei Werwölfe (Jun Ise ist der dritte im Bunde und auch er hat zuvor bereits – unabhängig von Airi und Konomi – einen Durchgang als Bürger überlebt), es gibt neue Sonderrollen, wie einen Leibwächter, der jede Nacht jemanden vor den Wölfen schützen kann und siamesische Zwillinge, zwei sogenannte „Mitwisser“, die vom jeweils anderen wissen, dass er ein Bürger ist und die Exekutionen müssen nicht mehr von den Mitspielern ausgeführt werden, sondern erfolgen automatisch durch das Halsband des jeweiligen Spielers. Dieses versprüht z. B. Säure oder explodiert.

Gleich die erste Abstimmung kommt Airi und Konomi äußerst gelegen, da sich Yuki Yanagawa völlig naiv freiwillig wählen lässt, um zu beweisen, dass niemand bei diesem Spiel wirklich sterben muss. Falsch gedacht! Sofort nach der Urteilsverkündung wird er durch sein Halsband eliminiert. Besser könnte es für die Werwölfe eigentlich gar nicht laufen, doch gleich in der ersten Nacht schützt der Leibwächter ausgerechnet Kosone, den sie als erstes Opfer auserkoren haben. Als wäre das nicht schon schlimm genug, outet sich Makoto Saeki am nächsten Tag äußerst selbstbewusst als Mitwisserin und nimmt das Zepter in die Hand. Vor den Werwölfen fürchtet sie sich kein Stück, da sie ja weiß, dass diese es in erster Linie auf die Seherin und den Leibwächter abgesehen haben. Wie sich herausstellt, hegt auch dieses Mal wieder jeder einen Groll gegen einen der anderen Mitspieler. So behauptet Taira, dass seine Freundin Hara ihm unter vier Augen offenbart hätte, dass sie ein Werwolf ist. Doch Airi weiß, dass das unmöglich stimmen kann. Was steckt hinter dieser Lüge? Und wird Airi auch als Werwolf in der Lage sein, das tödliche Spiel zu gewinnen?

Eigene Meinung:
„Werewolf Game – Beast Side“ knüpft nahtlos an den letzten Band von „Werewolf Game“ an, weshalb ihr diese Reihe zuerst lesen solltet. Beide Mangas basieren auf dem Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“. Während das Spiel in der Vorgängerserie ziemlich spartanisch gespielt wurde (es gab lediglich Bürger, Werwölfe und die Seherin), ist das zweite Spiel durch die neuen Rollen Leibwächter und Mitwisser wesentlich komplexer und interessanter. Außerdem hat das vorangegangene Spiel aus der unschuldigen Airi Nishina, die sich stets aus der Verantwortung gezogen und anderen die Drecksarbeit überlassen hat, eine eiskalte Strategin und fest entschlossene Kämpferin gemacht. Allein um ihre Entwicklung von Anfang an mitzuerleben, lohnt es sich schon, auf jeden Fall auch das Prequel zu lesen. Außerdem kann man natürlich gespannt sein, wie sehr sie sich noch im weiteren Verlauf von „Beast Side“ und vielleicht sogar darüber hinaus verändern wird, da mit „Werewolf Game – Crazy Fox“ in Japan bereits ein weiteres Sequel in den Startlöchern steht.

Auch „Beast Side“ wird von EMA ab 16 Jahren empfohlen und die Bände sind daher eingeschweißt. Dies auch völlig zurecht, denn die durch das jeweilige Halsband durchgeführten Exekutionen sind noch um einiges grausamer als die zuvor durch Spieler erfolgten Tötungen. Insbesondere Yanagawas Tod durch eine vom Halsband abgesonderte Säurewolke ist absolut nichts für schwache Nerven. Erschwerend hinzu kommt Koudos makelloser Zeichenstil, der gerade diese Gewaltdarstellungen umso authentischer und abstoßender aussehen lässt. Wer jedoch hart im Nehmen ist und von Mystery-Mangas im Stil von „Doubt“ gar nicht genug kriegen kann, kommt um diesen Manga nicht herum.

Werewolf Game – Beast Side: © 2016 Ryo Kawakami, Koudo, Takeshobo / EMA

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Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen

Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Englischer Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Originaltitel: Owari no Seraph – Ichinose Guren, 16-sai no Catastrophe
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Story: Takaya Kagami
Zeichnungen: Yamato Yamamoto
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 9,90 €

Story:
Guren Ichinose ist das zukünftige Oberhaupt des „Ordens des Kaiserlichen Mondes“, der sich einst von den „Kaiserlichen Dämonen“ unter der Führung der Hiragi-Familie abgespalten hat. Kein Wunder also, dass man ihn und Mahiru Hiragi im zarten Alter von fünf Jahren voneinander getrennt hat, als die beiden anfingen, Gefühle füreinander zu entwickeln. Der Orden des Kaiserlichen Mondes existiert seit jeher im Schatten der Kaiserlichen Dämonen und letztere machen sich einen Spaß daraus, die Ichinoses an der 1. Shibuya-Oberschule aufzunehmen, der besten Magieschule Japans, von der normale Menschen nichts wissen. Dort werden die Hiragis und andere renommierte Familien dann regelrecht von den Lehrern dazu ermuntert, auf den Ichinoses herumzuhacken, um ihnen zu zeigen, wer der Boss ist. Dieses Mobbing wird Guren also die nächsten drei Jahre erdulden müssen, fest entschlossen, niemandem seine wahre Stärke zu offenbaren und die Rolle des Deppen zu spielen, um von den Hiragis maßlos unterschätzt zu werden. Schließlich ist es sein Lebensziel, die Hiragis zu stürzen und dafür zu sorgen, dass sein Orden des Kaiserlichen Mondes eines Tages an die Macht kommt. Ihm stehen zwar zwei weibliche Bodyguards zur Seite, doch natürlich werden die beiden anderen Klassen zugeteilt als Guren.

Gleich vom ersten Tag an testet Shinya Hiragi den genervten Guren bei jeder Gelegenheit, da er ahnt, dass das künftige Oberhaupt des Kaiserlichen Mondes sehr viel mehr auf dem Kasten hat, als es durchscheinen lässt. Wie sich herausstellt, verfolgt nämlich auch Shinya das Ziel, den Hiragis den Garaus zu machen, da er nur adoptiert wurde und von den leiblichen Hiragis wie Dreck behandelt wird. In Guren vermutet er einen Verbündeten im Kampf gegen die Hiragis. Selbst nachdem Shinya diesem eröffnet, dass er und Mahiru miteinander verheiratet werden sollen, lässt sich Guren lieber von ihm die Knochen brechen, als irgendjemandem sein wahres Können zu offenbaren. Die Situation ändert sich jedoch, als die Hyakuya-Sekte wiederholt an Guren herantritt, um ihn auf ihre Seite zu ziehen, denn auch sie plant einen Krieg gegen die Kaiserlichen Dämonen. Da den Hyakuyas allerdings entsetzliche Menschenexperimente nachgesagt werden, lässt sich Guren nicht darauf ein. Als die Hyakuya-Sekte schließlich einen Überraschungsangriff auf die 1. Shibuya-Oberschule startet, werden viele von Gurens Mitschülern vernichtet und er hat keine andere Wahl mehr, als Shinya sein wahres Talent zu zeigen und mit diesem zusammen Seite an Seite gegen die Sekte zu kämpfen. Plötzlich zeigt sich die wahre Drahtzieherin hinter dem Krieg: Niemand geringeres als Mahiru Hiragi hat ihren eigenen Clan verraten und steckt hinter alledem! Sie lässt alles so aussehen, als hätte die Hyakuya-Sekte sie entführt, doch in Wirklichkeit wünscht sie sich nichts mehr als den Untergang der Hiragis, um endlich mit Guren zusammen sein zu können…

Eigene Meinung:
Diese Light Novel-Reihe spielt 8 Jahre vor den Ereignissen des „Seraph of the End“-Mangas und hier ist Dickschädel Guren der Hauptcharakter. Ehrlich gesagt, konnte ich ihn in der Hauptreihe nie wirklich leiden, doch in den Light Novels ist er mir doch etwas ans Herz gewachsen. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ausgerechnet ein so stolzer und starker Charakter wie er einmal Opfer von Mobbing, Spott und Häme gewesen ist. Noch nie zuvor habe ich einen Light Novel so verschlungen wie diesen. Die Geschichte ist sehr spannend und lebendig erzählt und das Erzähltempo genau richtig. Mein einziger Kritikpunkt ist der Prolog bzw. die Ausgangssituation. Mal ehrlich: Welche Fünfjährigen(!) sind schon so heftig ineinander verliebt, dass sie zehn Jahre lang hart trainieren, nur um eines Tages stark genug zu sein, um sich gegen die Familie aufzulehnen und ein Paar werden zu können? Das ist mir dann doch etwas zu unrealistisch.

Wenn man über diesen kleinen Schönheitsfleck und die doch etwas zahlreichen Tippfehler hinwegsehen kann, bietet sich einem die wahrscheinlich beste Light Novel-Reihe, die es bisher nach Deutschland geschafft hat! Da die Romane aus denselben Federn stammen wie der Manga, bewegt sich die Story auf demselben hohen Niveau. Darüber hinaus vermittelt das Prequel wichtiges Hintergrundwissen, u. a. über die Beziehungen zwischen den Hiragis, den Ichinoses und der Hyakuya-Sekte, um in der Manga-Reihe alles zu verstehen. Gerade in den späteren Manga-Bänden spielen die Konflikte zwischen den Kaiserlichen Dämonen und dem Kaiserlichen Mond nämlich noch eine wichtige Rolle. „Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen“ bietet Action, Humor, Dramatik, Romance, Mystery und äußerst unterhaltsame Charaktere. Ein wahrer Leckerbissen, nicht nur für „Seraph of the End“-Fans!

Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen: © 2013 Takaya Kagami, Yamato Yamamoto, Kodansha / KAZÉ

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„Pokémon“ 2. Sonderfolge zur Mega-Entwicklung endlich auf Deutsch!

(c) The Pokémon Company International

Zum XY-Story-Arc der „Pokémon“-Anime-TV-Serie wurden vier Sonderfolgen über die Abenteuer von Alain und Michaela produziert, die in Japan gelegentlich an Stelle einer regulären XY-Folge ausgestrahlt wurden. Bislang wurde nur die erste davon am 01.12.2014 auf ProSieben MAXX ausgestrahlt. Die restlichen 3 Sonderfolgen wurden nie auf Deutsch veröffentlicht – bis jetzt! Denn auf der „Pokémon TV“-App und der offiziellen „Pokémon“-Website kann man sich nun die 2. Sonderfolge „Mega-Entwicklung – Sonderfolge II“ erstmalig in deutscher Synchronisation ansehen. Der Plural in der Überschrift – „Sonderfolgen zur Mega-Entwicklung“ – lässt womöglich darauf hoffen, dass dort in den kommenden Wochen auch die restlichen beiden Sonderfolgen nach all den Jahren endlich noch auf Deutsch veröffentlicht werden.

Quelle: Pokémon TV

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Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2

Name: Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2
Englischer Name: Pokémon Adventures Black 2 & White 2
Originaltitel: Pocket Monsters Special -Black 2 and White 2-
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 1997
Deutschland: Panini Manga 2018
Mangaka: Story: Hidenori Kusaka
Zeichnungen: Satoshi Yamamoto
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
2 Jahre sind seit den Ereignissen des letzten Bandes von „Pokémon Schwarz und Weiß“ vergangen. Schwarz wurde von G-Cis zusammen mit Reshiram im Lichtstein versiegelt und gilt seitdem als verschollen, N ist auf Zekroms Rücken davongeflogen, Weiß erfindet weiterhin neue Attraktionen, wie z. B. PokéWood, Bell ist Prof. Esches Assistentin geworden und Cheren fängt als Lehrer an der renommierten Trainerschule von Eventura City an. Jene Trainerschule ist der Schauplatz dieses neuen Abenteuers, denn im 75. Jahrgang geht es rund: Womanizer Schwarzy ist trotz seines zarten Alters von gerade einmal 12 Jahren in Wirklichkeit ein Top-Agent der internationalen Polizei, die schüchterne Weißy gehört insgeheim zu Team Plasma und der stets übellaunige Matisse will um jeden Preis stärker werden, um sich an Team Plasma dafür zu rächen, dass sie vor fünf Jahren das Felilou seiner kleinen Schwester gestohlen haben.

Wie sich herausstellt, hat sich Team Plasma inzwischen in zwei Lager gespalten: Das eine Lager betrachtet Achromas als Ns Nachfolger, der mit seiner Achromas-Maschine den Pokémon ihr volles Potenzial entlocken will, während das andere Lager ihn und seine Erfindung entschieden ablehnt und eine Vorrichtung entwickelt hat, die das Wellensignal der Achromas-Maschine außer Kraft setzt. Die Forschungsdaten dazu wurden auf einer Speicherkarte versteckt und Weißy anvertraut. Da Schwarzy nur weiß, dass ein zwölfjähriges Mädchen im Besitz der Karte ist, hat er sich an der Trainerschule eingeschrieben, um dort undercover zu ermitteln. Nachdem er inzwischen schon mit allen gleichaltrigen Mädchen geflirtet hat und ausschließen kann, dass sie etwas mit Team Plasma zu tun haben, konzentriert er sich nun voll und ganz auf Weißy, die zwar neu in die Klasse kommt, aber bereits an ihrem ersten Schultag alle anderen Schülerinnen in einem Pokémon-Kampfturnier schlagen kann. Aus dem Turnier der männlichen Schüler geht Schwarzy als Sieger hervor, sodass Bell ihn und Weißy mit je einem Pokédex ausstattet. Dabei betrachtet N den Pokédex doch als Machwerk des Teufels. Was soll Weißy nur tun?

In der darauffolgenden Nacht macht LeBelle Bekanntschaft mit Schwarzy, der sein neuer Vorgesetzter sein wird, womit LeBelle aufgrund des großen Altersunterschieds zunächst überhaupt nicht klarkommt. Tapfer stellen sich die beiden Achromas in den Weg, der mit der Achromas-Maschine ein wildes Genesect kontrolliert. Statt sich von dessen überwältigender Zerstörungskraft einschüchtern zu lassen, fängt Schwarzy das Käfer-Pokémon kurzerhand mit einem Luxusball, woraufhin sich Achromas aus dem Staub macht. Bei einem Schulausflug nach PokéWood wird Matisse kurz darauf von seinen Klassenkameradinnen geärgert, woraufhin er sie mit seinem Vibrava angreift. Dabei verliert Weißy ihr Medaillon und Matisse entdeckt die Speicherkarte darin. Als er die Speicherkarte überprüft, findet er darin eine Liste aller durch Team Plasma „befreiten“ Pokémon, auf der auch das Felilou seiner Schwester aufgeführt ist. Folglich muss eine von Matisses Mitschülerinnen zu Team Plasma gehören! Voller Zorn schwört er sich herauszufinden, wem die Karte und das Medaillon gehören…

Eigene Meinung:
Nach dem schockierenden Cliffhanger-Ende von „Pokémon Schwarz und Weiß“ habe ich den S2-W2-Story-Arc bereits sehnsüchtig erwartet. Man erfährt zwar – zumindest im ersten Band – immer noch nicht, wo N oder der Lichtstein mit Schwarz darin abgeblieben sind, aber das kommt sicher noch im Laufe der Geschichte heraus. Ein Agent der internationalen Polizei, eine N-Jüngerin vom Team Plasma und ein Junge, der vollkommen verbittert ist vor lauter Hass gegen jenes Team… Eine brisantere Mischung hätte Hidenori Kusaka wohl kaum einfallen können, was diesen Manga ungeheuer vielversprechend gestaltet. Dabei kann man mit jedem der drei Hauptcharaktere, so unterschiedlich sie auch sein mögen, in irgendeiner Weise sympathisieren.

Worüber man sich streiten kann, sind sicherlich die etwas gewöhnungsbedürftigen deutschen Namen der Protagonisten, wobei diese nicht so einfach ins Deutsche zu übersetzen sind, wie sonst, da es sich in der japanischen Fassung um Verschmelzungen aus den Wörtern „Black“ bzw. „White“ und „Two“ handelt. Wenn man bei den deutschen Namen das Y am Ende jedoch auf Englisch liest, also „Wai“, klingen die Namen tatsächlich ein wenig wie „Schwarz 2“ und „Weiß 2“, von daher finde ich die Idee dahinter sogar recht pfiffig. Was mich eher stört, ist, dass Genesects „Module“ als „Kassetten“ bezeichnet werden und aus Felilous „Raub“-Attacke im letzten Kapitel einfach „Kratzer“ gemacht wurde. Gerade letzteres dürfte eingefleischte „Pokémon“-Nerds stutzig machen, da der Angriff gegen ein Geist-Pokémon ausgeführt wird und diese ja bekanntlich gegenüber Normal-Attacken immun sind. Hoffentlich achtet Panini in den kommenden Bänden wieder etwas mehr darauf, die entsprechenden Begriffe und Namen aus der deutschen Version der Videospiele zu verwenden, statt diese wortwörtlich aus dem Japanischen zu übersetzen. Ansonsten ist mir dieses Mal nur ein einziger Grammatikfehler aufgefallen, ein riesiger Fortschritt gegenüber „Omega Rubin & Alpha Saphir“.

Da dieser Story-Arc sehr stark auf dem 9 Bände umfassenden Manga „Schwarz und Weiß“ aufbaut, solltet ihr diesen zuerst lesen. In den letzten paar Bänden hatten Schwarzy und Weißy übrigens sogar schon kurze Cameo-Auftritte. Vorkenntnisse aus noch früheren Arcs, wie „Die ersten Abenteuer“ sind nicht erforderlich. „Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2“ ist ein absolutes Muss für alle „Pokémon“-Fans und die, die es werden wollen!

Pokémon Schwarz 2 und Weiß 2: © 1997 Hidenori Kusaka, Satoshi Yamamoto, Shogakukan / Panini Manga

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Das Pokémon Kochbuch: Einfache Rezepte, die Spaß machen!

Name: Das Pokémon Kochbuch: Einfache Rezepte, die Spaß machen!
Englischer Name: The Pokémon Cookbook: Easy & Fun Recipes
Originaltitel: Kantan & Tanoshii Pokémon Cooking
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2009
Deutschland: Panini Books 2017
Autorin: Maki Kudo
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,99 €

Inhalt & Eigene Meinung
Eine absolute Premiere auf PummelDex: Hier seht ihr die allererste Kochbuch-Review! Natürlich ist es bei einem Kochbuch wenig sinnvoll, sich alle Rezepte durchzulesen und dann quasi nur aus der Theorie heraus ein Feedback zu dem Buch abzugeben, weshalb ich mich dazu entschieden habe, mir drei Rezepte herauszupicken und für euch nachzukochen: Karpador-Pasta, Driftlon-Wackelpudding und Flegmon-Erdbeer-Mochi-Kugeln. Fotos von den Ergebnissen und meine Praxiserfahrungen beim Zubereiten der jeweiligen Delikatessen findet ihr in der Bildergalerie am Ende der Review.

„Das Pokémon Kochbuch“ ist in Japan bereits 2009 erschienen, als der 12. Film gerade brandneu war und Ash in der TV-Serie noch mit Lucia und Rocko durch die Sinnoh-Region gestreift ist. Dementsprechend findet ihr Rezepte mit den Stars des 12. Kinofilms, Arceus und Strubbelohr-Pichu, aber keine Rezepte zu Pokémon aus den späteren Generationen, da diese zu jenem Zeitpunkt schlicht und ergreifend noch nicht existierten. Es sind also nur Pokémon aus den ersten vier Generationen vertreten, Pikachu gleich in 7(!!) Gerichten. Außerdem gibt es satte drei Speisen, die Pokébällen nachempfunden sind. Insgesamt sind es 40 Rezepte, d. h. die Chance, dass bei einem der restlichen 30 Appetithappen ausgerechnet euer Lieblingspokémon von den ersten 493 dabei ist, ist schwindend gering (vorausgesetzt euer Lieblingspokémon ist NICHT Pikachu).

Panini ließ das Kochbuch offensichtlich aus dem Amerikanischen statt Japanischen übersetzen, was man daran erkennen kann, dass an einigen Stellen der Text im Englischen belassen wurde, was natürlich gerade bei einem Buch, das sich vorwiegend an Kinder richtet, deren Englischkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht stark ausgeprägt sind, nicht passieren darf. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass gerade bei typisch japanischen Zutaten, die in Deutschland nicht so leicht zu bekommen sind, stets Alternativen aufgezeigt werden. Zu Beginn des Buchs findet sich eine kindgerechte Einführung in das Kochen generell und zwischen all den Rezepten verstecken sich insgesamt 3 Seiten mit allgemeinen Tipps zum Basteln von Pokémon aus diversen Zutaten. Den Abschluss bilden zwei hilfreiche Indexe nach Art der Speise und alphabetisch nach Pokémon sortiert.

Beim Überfliegen der erforderlichen Zutaten aller 40 Leckereien sind mir gleich zwei Dinge negativ aufgefallen: Zum einen, dass ein viel zu hoher Anteil an Rezepten auf Fertigmischungen, Ketchup, Fertigfrikadellen(!!), Obst aus der Dose und sogar Oreo-Kekse und gekaufte Vollmilchschokolade baut, statt Anleitungen dazu zu liefern, wie man all das selbst herstellen kann, was man ja von einem Kochbuch durchaus erwarten könnte. Zum anderen wird für meinen Geschmack die Mikrowelle deutlich zu oft und deutlich zu stark beansprucht, statt die Mahlzeiten im Ofen oder auf dem Herd zuzubereiten. Da hätte ich von einer Ernährungsberaterin wie Maki Kudo wirklich etwas mehr erwartet. Insbesondere da an vielen Stellen durchklingt, dass das Buch an sich selbst den Anspruch erhebt, Kindern die Zubereitung von gesundem Essen näherzubringen.

Zudem sind die Mengenangaben hin und wieder doch ziemlich seltsam. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Autorin mit genau diesen Zutatenmengen gearbeitet hat (mehr dazu in der Bildergalerie). Darüber hinaus sind die einzelnen Arbeitsschritte oft wenig pragmatisch. So macht man sich an manchen Stellen unnötig das Leben schwer, wenn man sich strikt an das Kochbuch hält, an anderen Stellen wiederum ist man entsetzt, wie leicht es sich die Autorin hier macht (Stichwort Fertigfrikadellen!!).

Zusammenfassend finde ich dieses Werk als Kochbuch ungeeignet. Es ist nämlich eher eine Anleitung zum Pokémon-Basteln aus Kochzutaten als eine Anleitung zum Kochen. Von daher empfehle ich es eher an geübte Köche, die lediglich Inspiration suchen, wie sie ihre Speisen künstlerischer gestalten können und vor allem an Eltern, die ihre Kinder spielerisch ans Kochen heranführen und mit ihnen zusammen etwas zubereiten möchten.

Das Pokémon Kochbuch: Einfache Rezepte, die Spaß machen!: © 2009 Maki Kudo, Shogakukan / Panini Books

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