EMA Herbstprogramm 2019/2020

EMA haben ihr Herbstprogramm 2019/2020 veröffentlicht:

Fantasy/Science-Fiction:

  • Delicious in Dungeon (OT: „Dungeon Meshi“) von Ryoko Kui – 7+ Bände
  • Mika’s Magic Market (OT: „Mahoutsukai no Insatsujo“) von Mochinchi, Yasuhiro Miyama – 2+ Bände

Romance:

  • The Anthem of the Heart (OT: „Kokoro ga Sakebitagatterun Da.“) von Chou Heiwa Busters, Makoto Akui – 4 Bände
  • Kiss of the Fox (OT: „Koyoi, Kimi to Kiss no Chigiri wo“) von Saki Aikawa – 3 Bände
  • Stupid Love Comedy (OT: „Rabukome no Baka“) von Shushushu Sakurai – 3 Bände
  • This Teacher is Mine! (OT: „Furuya-sensei wa An-chan no Mono“) von Yuuko Kasumi – 7+ Bände
  • your name. – Luxury Edition von Makoto Shinkai und Ranmaru Kotone

Mystery:

  • Detektiv Conan – Bourbon on the Rocks (OT: „Meitantei Konan – Toru Amuro Selection“) von Gosho Aoyama – Einzelband
  • Detektiv Conan – Creepy Cases von Gosho Aoyama – Einzelband

Boys-Love:

  • Hate me or Date me (OT: „Omoichigai ga Koi no Tane“) von Owaru – Einzelband
  • It Smells Like Lust (OT: „Nemuru Koumori“) von Banana Nangoku – Einzelband
  • Our House Love Trouble von Owaru – Einzelband
  • Outside Flower von Hiro Murasaki – Einzelband
  • Steal Your Kiss (OT: „Iimon Warumon“) von Papiko Yamada – Einzelband
  • The Vampire has a Death Wish (OT: „Shinitagari no Vampire“) von Hibari Momojiri – Einzelband
  • Therapy Game von Meguru Hinohara – 2 Bände

Quelle: EMA Newsletter

||||| Like It 7 Find ich gut! |||||

Devil ★ Rock

Name: Devil ★ Rock
Englischer Name:
Originaltitel: Devi★Rock
Herausgebracht: Japan: Akita 2013
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Spica Aoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Ayamo Haotone ist die Tochter des legendären Rockstars Taiga, der vor einem Jahr an Herzversagen verstorben ist. Ihr größter Wunsch ist es, in seine Fußstapfen zu treten, also tritt sie mit seiner Gitarre bewaffnet auf der Straße auf, wo sie auch prompt vom exzentrischen Produzenten Glen für die Rock’n’Roll-Band „Devil Drive“ rekrutiert wird. Deren Sänger Tite ist davon jedoch alles andere als begeistert. Mitten im Gespräch stürmt Ayamo los, um ein Mädchen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen, woraufhin sie von einem Junk angefallen wird. Glen offenbart ihr, dass er ein gutartiger Dämon ist, ein sogenannter Cleaner, der es nur auf die Schattenenergie der Menschen abgesehen hat, die durch negative Emotionen entsteht. Junks hingegen sind bösartige Wesen, die sich an schwache Menschen heften und nicht nur deren Schattenenergie sondern auch ihre Seelen fressen wollen. Um die Menschen von ihrer Schattenenergie zu befreien und Junks zu vernichten, bildet Glen talentierte Musiker zu sogenannten „Devil Rockern“ aus – denn das effektivste Mittel gegen negative Gefühle ist Rock’n’Roll! Mit ihrer Rock-Musik gelingt es Devil Drive fürs Erste das Mädchen mitsamt Junk zu vertreiben.

Wie sich herausstellt, ist Kanata, einer von Tites Band-Kollegen, im Kampf gegen die Junks umgekommen. Das von einem Junk befallene Mädchen ist ein großer Fan von Devil Drive, doch seit Kanatas Tod dringt Tites Gesang nicht mehr zu den Herzen des Publikums durch. Da springt Ayamo ins Getümmel und unterstützt die Band tatkräftig mit ihrem Gesang und Gitarrespiel. Das kraftvolle Duett von Tite und Ayamo kann das Mädchen retten und den Junk vernichten, womit sie sich als neues Bandmitglied bewährt hat. Nichtsdestotrotz behandelt Tite sie weiterhin wie eine Amateurin und auch in der Schule machen ihre Klassenkameradinnen Ayamo das Leben schwer. Nicht einmal vor der Gitarre ihres Vaters machen die Mobberinnen Halt, deren Anführerin ebenfalls von einem Junk besessen ist. Ausgerechnet der sonst so schroffe Tite muntert die am Boden zerstörte Ayamo wieder auf und Schlagzeuger Jonny repariert Taigas Gitarre. Als sie endlich das Growling beherrscht, stellt sie sich ihrer Mobberin mutig entgegen und eliminiert den Junk. Doch schon bald sorgt eine Hiobsbotschaft dafür, dass Tite selbst zum Opfer eines Junks wird: Er hat möglicherweise Kehlkopfkrebs und wird entweder daran sterben oder nie wieder singen können! Außerdem macht Ayamo Bekanntschaft mit ihrem Idol Andy Baxter aus Amerika, der sich ebenfalls als Devil Rocker entpuppt und ihr ernsthafte Avancen macht. Wird es ihm womöglich sogar gelingen, sie abzuwerben? 

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder ein Shojo-Manga mit Biss! Vom Verlag irrtümlich ins Mystery-Genre eingeordnet, passt „Devil ★ Rock“ meiner Meinung nach eher in die Genres Action und Drama. Ähnlich wie in „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“ werden die Dämonen hier mit Liedern besiegt, allerdings in diesem Fall mit Rock statt Pop und trotz des niedlichen Zeichenstils behandelt der Manga überraschend ernste Themen. Sowohl Ayamo als auch Tite machen eine Menge durch: Beide trauern um geliebte Menschen und kämpfen hart dafür, sich stets als Musiker zu verbessern. Zu allem Überfluss wird Ayamo auch noch in ihrer Klasse gemobbt und Tites Leben und Karriere stehen aufgrund seines Gesundheitszustands auf dem Spiel. Dennoch wirkt der Manga nie zu deprimierend, da jedes Kapitel mit einem zur Situation passenden Song zu einem Happy-End gebracht wird. Schade hierbei ist natürlich, dass man sich höchstens anhand der Songtexte im Kopf selbst ausmalen kann, wie die Rock-Songs wohl klingen würden, weshalb man sich beim Lesen eine Anime-Adaption regelrecht herbeisehnt. Ob sich zwischen Ayamo und Tite noch eine Romanze entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Gelegentlich wirken die Seiten leider etwas überladen und storymäßig fallen hin und wieder kleinere Schönheitsfehler auf (warum z. B. gelingt es den Medien und Devil Drive sofort den Metallstangen-Attentäter ausfindig zu machen, aber nicht der Polizei?). Ansonsten bleibt Jonny, obwohl er zu Devil Drive gehört, zumindest im ersten Band noch recht farblos und rätselhaft, da er nie spricht oder sein Gesicht zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten beiden Bänden noch ändern wird. Band 1 liegt übrigens eine limitierte ShoCo Card bei. Wer schon immer mal sehen wollte, was dabei herauskommt, wenn man „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“, „Rock’n’Roll Kids“ und „Confidential Confessions“ in einen Topf wirft und kräftig umrührt, sollte sich diesen Manga auf keinen Fall entgehen lassen! Für Rock’n’Roll-Fans sowieso ein Muss! 

Devil ★ Rock: © 2013 Spica Aoki, Akita / Tokyopop

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Magical Girl Site Sept

Name: Magical Girl Site Sept
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Girl Site Sept
Herausgebracht: Japan: Akita 2018
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Story: Kentaro Sato
Zeichnungen: Toshinori Sogabe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Nachdem Hyoka Nagatsukis Vater bei einem Unfall ums Leben kommt, schottet sie sich von der Außenwelt ab und verlässt nicht mehr das Haus. Die quirlige Tsurara Takahashi kommt sie fortan jeden Tag besuchen, bringt ihr die Hausaufgaben vorbei und muntert sie auf. Eines Tages wirkt das sonst so fröhliche Mädchen jedoch bedrückt: Tsurara will unbedingt am Landeswettkampf im Tennis teilnehmen und gewinnen, verliert allerdings jedes Einzel-Match. Da schafft es Hyoka endlich aufzustehen und Tsurara nach draußen zu folgen. Sie bietet ihrer Freundin an, sie bei der Verwirklichung ihres Traums zu unterstützen, indem sie es gemeinsam als Doppel versuchen. Der Tennislehrer Kuraki-sensei lässt Tsurara aber nur unter der Bedingung in die Auswahlmannschaft, dass sie sich regelmäßig von ihm sexuell missbrauchen lässt. Sollte sie verlieren, droht er damit, intime Fotos von ihr publik zumachen. Die beiden Mittelschülerinnen qualifizieren sich schließlich für die Landesmeisterschaft und werden von ihren Klassenkameraden gefeiert. Akai macht Tsurara sogar ein Geschenk. Als diese herausfindet, dass der Lehrer sie geschwängert hat, will sie schon unter Tränen mit dem Tennis aufhören, doch da öffnet sich auf ihrem PC die Magical Girl Site und eine der Hüterinnen heißt sie im Reigen der Magical Girls willkommen.

Gleich am nächsten Tag findet Tsurara einen Zauberstab in Form einer Bohrmaschine in ihrem Spind. Als sie Kuraki-sensei mit ihrer Schwangerschaft konfrontiert, drängt er sie zur Abtreibung, zerstört Akais Geschenk und beleidigt sie aufs Übelste. Von grenzenloser Wut übermannt, richtet sie den Zauberstab auf ihren Lehrer und bringt damit seinen Kopf in einer Drehbewegung zum Platzen. Hyoka muss das Blutbad entsetzt mitansehen und erfährt erst jetzt, was der Trainer Tsurara schon die ganze Zeit über angetan hat. Kurzerhand nimmt Hyoka den Zauberstab an sich und drückt so oft ab, bis von Kuraki nur noch eine riesige Blutlache übrig ist, welche die beiden daraufhin vergraben.

Tsurara kommt mit der Schuld nicht zurecht und will sich stellen, woraufhin Hyoka sie bittet, noch bis September durchzuhalten, damit sich vorher noch ihr Traum von der Landesmeisterschaft erfüllen kann. Doch eine Abtreibung ist sehr kostspielig und ihnen läuft die Zeit davon. Also zieht Hyoka jede Nacht los, um mit dem Zauberstab Leute auszurauben. Als einer dieser Raubzüge droht schiefzulaufen, sieht sie sich sogar gezwungen, einem Mann den Arm wegzuschießen. Kurz darauf taucht Hyokas Klassenkameradin Isoko Anjo vor ihr auf, die sowohl den Geldraub als auch den Mord am Tennislehrer mitangesehen hat und sogar von Tsuraras Schwangerschaft weiß. Sie gibt vor auf Tsuraras und Hyokas Seite zu stehen, doch kann man ihr wirklich trauen? Indessen betritt das Lehrerkollegium Kurakis Apartment und findet dort Tsuraras Nacktfotos. Diese scheint sich mit ihrer Rolle als Schlampe bereits abgefunden zu haben und lässt sich im Park von Akai besteigen…

Eigene Meinung:
Seit ich 2016 die Review zu „Magical Girl Site“ schreiben durfte, hat sich die düstere Magical-Girl-Serie zu einem meiner absoluten Lieblingsmangas entwickelt, auch wenn ich zugeben muss, dass mir der ab Band 9 beginnende zweite Story-Arc bisher so gar nicht gefällt. Umso schöner, dass Tokyopop nun zur Überbrückung dieses fesselnde Spinoff veröffentlicht. Die Story von „Magical Girl Site Sept“ ist schon wieder eher nach meinem Geschmack und auch die drei Hauptcharaktere sprechen mich deutlich mehr an als Kayo und Sakaki. Es ist ziemlich nervenaufreibend, Hyoka und Tsurara auf ihrer Abwärtsspirale zu begleiten und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet. Bislang erfordert „Sept“ noch nicht einmal Vorkenntnisse. Der Manga kann also selbst von Neueinsteigern problemlos gelesen werden. Sogabes Zeichenstil kommt dem von Kentaro Sato recht nahe, sodass man sich auch als eingefleischter Fan nicht großartig umgewöhnen muss.

Bisher bin ich absolut begeistert und weiß tatsächlich ausnahmsweise nicht, was es an dem Manga zu beanstanden gäbe. Wenn überhaupt ist es höchstens schade, dass die Bände nicht dicker sind und die Reihe schon mit dem zweiten Band abgeschlossen sein wird. Bitte mehr davon! Genau wie die Hauptreihe hat auch das Spinoff vom Verlag eine Altersempfehlung ab 18 Jahren bekommen, die ich absolut gerechtfertigt finde, da der Manga nichts für Zartbesaitete ist. Wem „Confidential Confessions“ und „Puella Magi Madoka Magica“ also noch viel zu harmlos sind, der sollte hier unbedingt zugreifen!

Magical Girl Site Sept: © 2018 Kentaro Sato, Toshinori Sogabe, Akita / Tokyopop

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Endlich die ersten „Pokémon“-Filme in HD bei „polyband anime“!

Seit über drei Jahren können die deutschen Fans nur neidisch auf die HD-remasterten Bluray-Releases der ersten drei „Pokémon“-Kinofilme schielen, die in Amerika und einigen anderen Ländern erschienen sind. Selbst die aufs 4:3-Format gestutzten DVD-Releases der besagten Filme sind in Deutschland schon seit Ewigkeiten vergriffen. Nun nimmt sich das brandneue Sublabel „polyband anime“ endlich diesen Missständen an und beschert darüber hinaus sogar dem bislang noch komplett unveröffentlichten 8. Film sein wohlverdientes DVD- und Bluray-Release. Der Film war seinerzeit nur in stark geschnittener Fassung auf RTL2 zu sehen und kann lediglich kostenpflichtig auf Amazon Prime gestreamt werden. Des Weiteren erscheint unter dem Titel „Verbünde dich mit Pikachu!“ eine DVD/BD mit 5 ausgewählten Folgen aus der „Sonne & Mond“-TV-Serie. Alle 5 Ankündigungen werden sowohl auf DVD als auch auf BD erscheinen.

Hier die Erscheinungsdaten im Überblick:

  • 26. April: Pokémon – Verbünde dich mit Pikachu!
  • 31. Mai: Pokémon – Der Film: Mewtu gegen Mew
  • 30. August: Pokémon 2 – Die Macht des Einzelnen
  • 25. Oktober: Pokémon 3 – Im Bann der Icognito
  • 29. November: Pokémon 8 – Lucario und das Geheimnis von Mew

Quelle: Polyband

 

||||| Like It 12 Find ich gut! |||||

Little Witch Academia

Name: Little Witch Academia
Englischer Name: Little Witch Academia
Originaltitel: Little Witch Academia
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: TRIGGER / Yoh Yoshinari
Zeichnungen: Keisuke Sato
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Seit sie als kleines Mädchen eine Zaubershow von Shiny Chariot gesehen hat, wünscht sich Akko Kagari nichts sehnlicher als genauso eine Hexe zu werden wie sie. Chariot ist seither ihr großes Idol, sie trägt immer eine Chariot-Sammelkarte mit sich herum und möchte auf dieselbe Magieschule gehen wie sie: die Luna Nova. Allerdings gehört Akko keiner Hexenfamilie an, besitzt null magisches Talent und kann nicht einmal auf einem Besen fliegen! Letzteres soll ihr schon gleich zu Beginn fast zum Verhängnis werden, da man nicht etwa mit einem Bus zur Luna Nova gelangt, sondern nur auf einem Besen! Doch zum Glück versucht die gutmütige und hilfsbereite Lotte Jansson Akko auf ihrem Besen mitzunehmen. Da die unbegabte Japanerin jedoch in Salz eingelegte Pflaumen dabei hat und die Leyline, die den Besen auf magische Weise zur Luna Nova führen soll, kein Salz mag, stürzen sie ab, wobei sie auch noch die sarkastische Eigenbrötlerin Sucy Manbavaran mitreißen, die bereits bei ihrer ersten Begegnung mit Akko so genervt von ihr gewesen ist, dass sie ihren Mund kurzerhand in einen geschlossenen Reißverschluss verwandelt hat. Nach ihrer Bruchlandung findet sich das ungleiche Trio ausgerechnet im verbotenen Arctulus Wald wieder. Nur mit Mühe und Not entgehen sie den gefährlichen Ungeheuern, die dort leben, wobei Akko immerhin Chariots Zauberstab finden und damit alle pünktlich zur Eröffnungsfeier in die Luna Nova teleportieren kann.

Wie sich herausstellt, teilt sich Akko ausgerechnet mit Lotte und Sucy ein Zimmer. Den Schulalltag hat sie sich ganz anders vorgestellt und langweilt sich im Magie-Unterricht zu Tode. Mit dieser Einstellung und ihrer offenkundigen Verehrung gegenüber Chariot, die unter den Hexen kein hohes Ansehen genießt, zieht Akko schnell den Zorn der begnadeten Musterschülerin Diana Cavendish auf sich, die vorgibt, Chariot zu verachten. Um den Streit zu schlichten, treten sie in einem magischen Volleyball-Turnier gegeneinander an und obwohl Akko hoffnungslos unterliegt, ist Diana insgeheim von ihrem unerschütterlichen Siegeswillen beeindruckt und entschuldigt sich anschließend bei Chariots Foto. Immer wieder sorgt Akko mit ihren spontanen Einfällen für heilloses Chaos und mischt die traditionsbewusste Luna Nova mächtig auf. So setzt sie sich zum Beispiel fest in den Kopf, die Besitzerin des legendären Besens Ryuseimaru ausfindig zu machen und eine Überraschungsparty für Sucy zu schmeißen, die ihren Geburtstag gar nicht feiern möchte. Als Akko mit den anderen loszieht, um einen Giftpilz als Geburtstagsgeschenk zu pflücken, bringt sie damit alle in ernste Gefahr. Kaum eilt Sucy ihnen zu Hilfe, müssen sie hilflos mitansehen, wie ein Drache den magischen Stein entführt, ohne den die Hexen nicht zaubern können!

Eigene Meinung:
„Little Witch Academia“ erblickte 2013 als Anime-Kurzfilm das Licht der Welt, auf den schon bald ein zweiter, um einiges längerer Film sowie eine 25 Folgen umfassende Anime-Serie folgten, die allesamt auf Netflix gestreamt werden können. Bisher haben diese Animes auch schon drei verschiedene Manga-Adaptionen hervorgebracht, wobei die hier vorliegende von Keisuke Sato die jüngste ist und sich an der TV-Serie orientiert. Insbesondere die ersten beiden Kapitel sind mit der ersten Anime-Folge nahezu identisch. In den restlichen Kapiteln des ersten Bandes werden allerdings Elemente aus der Serie, wie eben der Besen Ryuseimaru und der Diebstahl des magischen Steins, genommen und in völlig neue Geschichten eingebettet. Leider sind diese Manga-Geschichten nicht halb so interessant und spannend wie die im Anime, weshalb ich mich gerade durch die hinteren Kapitel etwas durchquälen musste. Um beim Beispiel Ryuseimaru zu bleiben: Im Manga wird uns eine eher ermüdende Suche nach der Besitzerin des Besens präsentiert, während wir im Anime ein spektakuläres Besen-Wettrennen geboten bekommen, bei dem sich Akko an den eigenwilligen Ryuseimaru ankettet, um nicht abgeworfen zu werden. Auch die Suche nach einem Pilz für Sucy im Manga ist bei Weitem nicht so unterhaltsam wie die Folge, in der Akko ins Innere von Sucys Persönlichkeit eindringen muss, um ihre Freundin nach einem fehlgeschlagenen Experiment zu retten.

Der Manga bietet insofern einen Mehrwert zum Anime, dass wir nur hier etwas über Sucys familiäre Hintergründe und Lottes Großmutter erfahren. Carlsen veröffentlicht auch diese Miniserie mit Aquarellpapiereinband. Anscheinend hat der Verlag aktuell einen ziemlichen Narren an diesem Papier gefressen, obwohl es empfindlicher und anfälliger für Flecken ist. Ich würde euch empfehlen, euch zuerst den Anime anzusehen und erst wenn euch dieser gefallen hat, dem Manga eine Chance zu geben. Ansonsten empfehle ich diesen Manga vor allem Fans von „DoReMi“ und „My Hero Academia“. Denn seien wir mal ehrlich: Dass sich Kohei Horikoshi sowohl was den Zeichenstil als auch die Story und Charaktere anbelangt ordentlich bei „Little Witch Academia“ bedient hat, ist mehr als offensichtlich! Aber auch zwischen „Little Witch Academia“ und „DoReMi“ lassen sich viele Parallelen erkennen: So erinnert die untalentierte Akko an Doremi, die schüchterne Lotte mitsamt Brille an Emilie, Sucy hat mit ihrer frechen Art etwas von Sophie und die Überfliegerin Diana übernimmt eine ähnliche Rolle als Rivalin wie Nicole in der ersten Staffel, auch wenn Diana sehr viel verantwortungsbewusster und sympathischer ist. 

Little Witch Academia: © 2017 TRIGGER, Yoh Yoshinari, Keisuke Sato, Kadokawa / Carlsen

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Atrail – Mein normales Leben in einer abnormalen Welt

Name: Atrail – Mein normales Leben in einer abnormalen Welt
Englischer Name:
Originaltitel: Atrail – Nisekaiteki nichijo to senmetsu element
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Story: Goro Taniguchi
Zeichnungen: Akihiko Higuchi
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Iori Shijima geht zwar noch zur Schule, hat jedoch bereits aufs Genauste geplant, wie sein gesamtes Leben verlaufen soll. Zu dumm nur, dass sich eines Tages der Himmel rot färbt und Atrail, ein seltsamer schwarzer Kasten über der Stadt erscheint. Einfach jeder außer ihm selbst scheint zu wissen, was hier gerade vor sich geht und eine Armee aus Raumschiffen fordert Ioris Auslieferung! Zwei Parteien – das Regime und Innovation – streiten sich um den völlig perplexen Iori und erklären ihm, dass sein bisheriges Leben bloß ein „Szenario“ war. Das Regime hat einen „Sealing-Prozess“ an ihm durchgeführt, damit er u. a. seinen kleinen Bruder Ruri, der Innovation angehört, vergisst. Seine Mutter ist noch nicht einmal seine richtige Mutter, sondern hat ihm im Auftrag des Regimes nur etwas vorgespielt! Was Iori so besonders macht? Er hat die einzigartige Gabe, Atrails Stimme zu hören und diesem sogar Befehle zu erteilen. Atrail ist vor 103 Jahren das erste Mal aufgetaucht und hat ein Drittel der Gesamtmasse der Erde einfach so ausgelöscht, nachdem die Menschen versucht hatten, mit ihm zu kommunizieren. Abgesehen davon ist nichts über Atrail bekannt, weder wo es herkommt, noch was es will.

Sehr zum Entsetzen beider Parteien will Iori nachdem er all das erfahren hat, einfach das Szenario, also sein gefaktes Leben, fortführen, als wäre nichts gewesen. Er bittet die Frau, die sich als seine Mutter ausgegeben hat, auch weiterhin ihre Rolle zu spielen, doch was er nun von seiner Kindheitsfreundin Minato halten soll, ist ihm völlig unklar. Von seinem kleinen Bruder erfährt Iori, dass sich der von Atrail angerichtete Schaden langsam aber stetig vergrößert, sodass es die Erde in 1000 Jahren nicht mehr geben wird. Innovation hat Iori erschaffen, um mit Atrail zu verhandeln und so die Erde zu retten. Das Regime hat ihn jedoch im Alter von drei Jahren entführt, um zu gewährleisten, dass er keine gefährliche Persönlichkeit entwickelt und das Ende der Welt womöglich noch herbeiführt, statt es zu verhindern. Obwohl Minato die Wahrheit über Iori gegen Ende der Mittelstufe erfahren hat und ihm diese seither verheimlichen musste, versichert sie ihm, dass ihre Freundschaft dennoch echt ist. Von nun an wird Iori rund um die Uhr von Phy vom Regime, Ruri und seinem Untergebenen von Innovation und Minato überwacht, selbst während er schläft. Trotz all dieser Widrigkeiten ist er fest entschlossen sein normales Leben in dieser abnormalen Welt weiterzuleben…

Eigene Meinung:
Die Story von „Atrail“ stammt aus der Feder von Goro Taniguchi, dem „Code Geass“-Regisseur und ist ziemlich ausgefallen und originell. Für meinen Geschmack hätte man sich sicher den ein oder anderen Fachbegriff schenken können, um den Leser nicht schon gleich zu Beginn so mit Begrifflichkeiten zu erschlagen: „Atrail Domain“, „Szenario“, „Great Vanishing“, „Regime“, „Innovation“, „Sealing-Prozess“, „Nias Fluch“ – ich kann mir gut vorstellen, dass da der ein oder andere Leser resigniert das Handtuch wirft und den Band gleich wieder weglegt. Aber keine Sorge. Sämtliche Termina werden ausreichend erklärt, sodass man am Ende des ersten Bandes eine vage Vorstellung davon hat, was eigentlich vor sich geht und wie es dazu gekommen ist.

„Atrail – Mein normales Leben in einer abnormalen Welt“ spielt mit der Absurdität dessen, dass Ioris Leben durch Atrails Erscheinen völlig aus der Bahn geworfen wird, dieser jedoch krampfhaft seinen bisherigen Alltag weiterleben möchte, als wäre nichts geschehen. Sicher wird das noch zu vielen aberwitzigen Situationen führen und man darf gespannt sein, wie sich die Handlung noch entwickeln wird. Die Charaktere sind leider sehr überzeichnet. Sei es Ioris vermeintliche Mutter, die viel zu sorglos ist oder Iori, der wiederum übertrieben akkurat ist. Schwer vorstellbar, dass sich jemand mit solchen Extremen identifizieren kann. Lediglich Minato macht da noch einen vernünftigen Eindruck und es ist gut möglich, dass sich zwischen ihr und Iori noch eine kleine Romanze anbahnt. Wer vom Mainstream die Schnauze voll hat und auf abgedrehte Geschichten steht, sollte unbedingt zugreifen!

Atrail – Mein normales Leben in einer abnormalen Welt: © 2016 Goro Taniguchi, Akihiko Higuchi, Kadokawa / Altraverse

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NieR:Automata World Guide – Berichte aus der Ruinenstadt

Name: NieR:Automata World Guide – Berichte aus der Ruinenstadt
Englischer Name: NieR:Automata World Guide [City Ruins Survey Report]
Originaltitel: NieR:Automata Bijyutsu kiroku-shu «Haikyo toshi chosa hokokusho»
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Autor: Square Enix
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 30,00 €

Inhalt & Eigene Meinung:
„NieR:Automata“ ist ein 2017 für PlayStation 4 und PC erschienenes Videogame, das in einer fernen Zukunft spielt, in der sich die Menschheit in Folge einer Alien-Invasion auf den Mond zurückziehen musste. Seither haben die Maschinenwesen der Außerirdischen den einstigen Platz der Menschheit auf der Erde eingenommen. Mit der Rückeroberung des Planeten sind die sogenannten YoRHa-Soldaten betraut, von den Menschen erschaffene Androiden. Zwei von ihnen, die auf Allzweck-Kampf spezialisierte 2B und das auf Hacking spezialisierte Scanner-Modell 9S, werden auf die Erde geschickt, um ein Maschinenwesen der Goliath-Klasse zu zerstören.

Über ein Jahr nach dem Deutschland-Release des Games legt Altraverse unverhofft nach. „NieR:Automata World Guide – Berichte aus der Ruinenstadt“ ist ein ebenso wunderschönes wie hochwertiges Guide-Book zu „NieR:Automata“ und ein absolutes Must-Have für jeden, dem das Game gefallen hat. Selbst ich als jemand, der das Spiel noch gar nicht gekannt hat, habe viel Spaß dabei gehabt, mit Hilfe dieses hochformatigen Hardcover-Buchs in die postapokalyptische Welt von „NieR:Automata“ einzutauchen. Die zahlreichen Artworks der Ruinenlandschaften sind einfach faszinierend anzusehen. Doch auch der Informationsgehalt des World Guides ist nicht zu unterschätzen. Er enthält eine Timeline, Karten und detaillierte Informationen aller Gebiete, wie z. B. welche Wasserlebewesen man wo angeln kann, Steckbriefe aller wichtigen Charaktere und Erklärungen zu den wichtigsten Funktionen und Endgegnern. Gleichzeitig verlaufen sich die „Aufzeichnungen“ ab einem bestimmten Punkt, sodass keine Spoiler-Gefahr für diejenigen besteht, die das Spiel noch nicht durchgespielt haben. Symbolisch hierfür besteht der Aufklärungsbericht zum Turm aus 6 Seiten Bildrauschen und einem zweiseitigen Steckbrief des roten Mädchens, der abgesehen von seiner Vorder- und Rückansicht keinerlei Informationen über es preisgibt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch die Character-Designs sehr ansprechend gezeichnet wurden.

Für die richtigen Hardcore-Nerds gibt es im hinteren Teil des Buchs auch noch „Aufzeichnungen über die Maschinen“, in denen sämtliche im Game vorkommenden Maschinen bis ins kleinste Detail erklärt und sämtliche noch so kleinen Komponenten benannt werden. Den Rahmen dieses grandiosen Nachschlagewerks bilden zwei Kurzgeschichten von Jun Eishima. Die erste ist sowas wie ein Prolog, die zweite behandelt einen dramatischen Plot-Twist und versteht es meisterhaft, den Leser zu fesseln und emotional zu involvieren. 

„NieR:Automata World Guide“ ist eine unschlagbare Mischung aus Artbook, Spieleberater und Enzyklopädie, also genau das, was ich mir zu so vielen anderen Games sehnlichst wünsche, zu denen lediglich Lösungsbücher erhältlich sind, in denen Game-Artwork viel zu spärlich einstreut wird. Square Enix hat hier wirklich alles richtig gemacht und lässt jedes Fanherz höherschlagen. Absolute Kaufempfehlung!

NieR:Automata World Guide – Berichte aus der Ruinenstadt: © 2017 Square Enix / Altraverse

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Neue „Shin Chan“-Folgen“ und mehr bei „polyband anime“!

Nachdem sich polyband unter Anime-Fans bereits Anfang der 2000er mit der Veröffentlichung der „Dragon Ball“-, „Dragon Ball Z“- und „Dragon Ball GT“-Filme und -Specials auf DVD, VHS und sogar im Kino einen Namen gemacht hat und jüngst mit „Soul Eater“, „D.Gray-Man“ und „Pokémon – Der Film: Du bist dran!“ sehr gute Ergebnisse verzeichnen konnte, plant der Publisher nun seine Anime-Sparte weiter auszubauen. Unter dem Label „polyband anime“ werden künftig alle Anime-Produktionen und auch animeaffine Titel veröffentlicht.

Den Start macht am 8. März 2019 das erste Volume der bekannten „MEGALO BOX“-Reihe aus Japan, die kürzlich für die Chrunchyroll Anime Awards 2018 in gleich drei Kategorien nominiert wurde – Best Animation, Best Character Design und Best Ending Sequence.

Am 29. März folgt dann der 21. Pokémon Film „Pokémon – Die Macht in uns“ auf DVD und Bluray.

Last but not least lässt Polyband ab dem 26. April 2019 so richtig die Backen knacken: Nach all den Jahren wird es nämlich endlich neue Folgen von „Shin Chan“ auf DVD geben! So wie es aussieht, wird jede der 4 Volumes 6-7 Folgen enthalten, die wie gewohnt aus jeweils 3 Mini-Episoden bestehen. Bei den insgesamt 26 Folgen handelt es sich nach japanischer Zählung um Episode 689-714. Des Weiteren ist bereits bekannt, dass sich die neuen Folgen stärker an der japanischen Fassung orientieren werden, d. h. die Charaktere werden mit ihren japanischen Namen angesprochen und es wird sogar die japanische Tonspur enthalten sein. Um diesen Neustart zu markieren, wurde allerdings leider auch ein komplett neuer Cast aus Synchronsprechern zusammengestellt.

Die 130 von mittlerweile über 1000 Folgen des kultigen Frechdachses „Shin Chan“, die seinerzeit auf RTL 2 zu sehen waren und aktuell auf Watchbox gestreamt werden können, basieren allesamt auf der US-Fassung, was sich u. a. darin bemerkbar macht, dass die ersten 57 Folgen komplett übersprungen und Folge 58 bis 342 mit viel Mut zur Lücke (etliche Mini-Episoden wurden weggelassen) in völlig willkürlicher Reihenfolge angeordnet wurden, was zu erheblichen Kontinuitätsfehlern führt, wie z. B. dass Mitsy abwechselnd schwanger, nicht schwanger oder bereits zweifache Mutter ist.

Quelle: Polyband

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