BTOOOM! – Gravity Angel

Name: BTOOOM! – Gravity Angel
Englischer Name:
Originaltitel: BTOOOM! HIMIKO FIRST PHOTO BOOK -Gravity Angel-
Herausgebracht: Japan: Shinchosha 2009
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Junya Inoue
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene MeinungGravity Angel Himiko
Wenn man den Umschlag des Artbooks entfernt, verbirgt sich darunter ein graues Softcover mit der Aufschrift „Himikos erste Fotostrecke“ und der Mangaka bezeichnet sich dort als „Fotograf“. Das beschreibt eigentlich auch schon perfekt den Inhalt dieses Buchs. Wer ein „BTOOOM!“-Artbook mit vielen tollen Artworks sämtlicher Charaktere und Action-Szenen aus dem Manga erwartet, wird von diesem Werk enttäuscht sein. Denn tatsächlich kommt im kompletten Band nur Himiko, die weibliche Protagonistin, vor. Jedes Bild zeigt sie in teilweise aufreizenden Posen, mal im Bikini am Strand, mal in Schuluniform oder Sportsachen beim Unterricht und Zuhause in ihrem Zimmer. Nur wenige Bilder zeigen sie tatsächlich auf der Insel im Pazifik, auf der sich der Großteil der Handlung des Mangas ereignet. Lediglich das grüne Implantat in ihrer Hand und die verschiedenen Arten von Bomben sind allgegenwärtig und erinnern an das mörderische Spiel, von dem der Manga eigentlich handelt.

„Gravity Angel“ ist darum nicht wirklich ein „BTOOOM!“-Artbook sondern viel mehr eine reine Sammlung von Himiko-Artworks. Diese werden zwar zum Ende hin immer nackter und erotischer – die letzten 9 Seiten zeigen sie im Schlafzimmer (eines Hotels?) – doch eine gewisse Grenze wird nicht überschritten, d. h. ihre Brust und ihr Intimbereich sind immer verdeckt.

Gravity Angel Himiko BackcoverInoue-senseis größte Stärke sind die wunderschönen und realistischen Hintergründe und Texturen. Ob Jeansrock oder rostiges Geländer – man kann regelrecht spüren, wie sich die Stoffe und Gegenstände anfühlen. Besonders Himikos „Urlaubsfotos“ enthalten paradiesische Hintergründe und Farben, die zum Träumen einladen. Das größte Manko ist der geringe Einfallsreichtum: Da jedes Bild denselben Charakter zeigt, sind die Bilder nicht abwechslungsreich genug, variiert werden ja lediglich Settings, Kleidung und Himikos Posen. Dabei ist Himiko nicht einmal besonders hübsch: Ihr Gesicht wirkt flach und viel zu breit und ihre Augen sind für einen Manga-Charakter ungewöhnlich schmal, obwohl sie Ausländerin ist.

Großartig kommentiert werden die Bilder nicht. Dafür ist in der Mitte des Bandes ein 40 Fragen umfassendes Interview mit Himiko enthalten, welches ein paar zusätzliche Einblicke in ihre Gefühlswelt bzw. das Innenleben des fiktiven Charakters „Himiko“ (richtiger Name: Emilia) gewährt. Auch ihre persönlichen Daten wie Geburtstag, Blutgruppe und Hobbies sind dort zu finden.

Für gerade mal 52 Seiten sind 19,95 € ein stolzer Preis. Insbesondere da man das Artbook noch nicht einmal allen „BTOOOM!“-Fans empfehlen kann. Es richtet sich lediglich an eingefleischte Himiko-Fans und Liebhaber von softerotischen Bildern von Schulmädchen, wobei letztere mit Masakazu Katsuras Artbooks sicherlich besser beraten wären.

BTOOOM! – Gravity Angel: © 2009 Junya Inoue, Shinchosha / Tokyopop

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Pokémon – Die ersten Abenteuer

Name: Pokémon – Die ersten Abenteuer
Englischer Name: Pokémon Adventures
Originaltitel: Pocket Monsters Special
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 1997
Deutschland: EMA 2001, Panini Manga 2016
Mangaka: Story: Hidenori Kusaka
Zeichnungen: Mato (Band 1-9), Satoshi Yamamoto (ab Band 10)
Bände: Japan: 53 Bände, wird fortgesetzt
in Deutschland ohne die SW– und S2W2-Arc (erscheinen als eigenständige Manga-Reihen)
Preis pro Band: 4,99 € (Pokémon Adventures Band 1-3)
6,99 € (Pokémon – Die ersten Abenteuer Band 1-14 und ab Band 17)
5,99 € (Pokémon – Die ersten Abenteuer Band 15-16)

pokemon-die-ersten-abenteuer-band-1Story:
Der junge Pokémon-Trainer Rot aus Alabastia ist ziemlich überzeugt von sich. Zusammen mit seinem treuen Partner Quaputzi zieht er los, um ein Mysteriöses Pokémon zu fangen, hinter dem die Verbrecher-Organisation Team Rocket her ist. Dabei stößt er auf den gleichaltrigen Blau, der das Mysteriöse Pokémon Mew bereits mit seinem Glumanda bekämpft. Blau wurde von seinem Großvater, dem berühmten Professor Eich, zum Pokémon-Trainer ausgebildet und gibt auf, sobald er erkennt, dass er dem geheimnisvollen Wesen unterlegen ist. Dafür hat Rot überhaupt kein Verständnis, schimpft mit Blau und greift das wilde Pokémon mit seinem Quaputzi an. Doch Mew besiegt Quaputzi auf einen Schlag und fliegt davon. Zu allem Überfluss macht sich Blau auch noch darüber lustig, dass Rot nicht gleich bemerkt hat, dass der Gegner zu stark ist.

Die Schmach sitzt tief. Um ein besserer Trainer zu werden, fasst sich Rot schließlich ein Herz und stattet Prof. Eich einen Besuch ab. Allerdings hält ihn dieser zunächst für einen Pokémon-Dieb und vor Schreck lässt Rot versehentlich sämtliche Pokémon frei, die sich im Labor befinden. Um seine Unschuld zu beweisen, hilft er dem Professor alle wieder einzufangen, bis schließlich nur noch Bisasam fehlt. Sie finden es in der verlassenen Arena von Vertania City, in der sie von einem herrenlosen Maschock attackiert werden. Intuitiv schiebt Rot die Rollläden zur Seite, damit Bisasam das Sonnenlicht absorbieren kann, um Maschock mit einem Solarstrahl zu besiegen. In dem Moment erkennt Prof. Eich Rots Talent und schenkt ihm Bisasam und einen Pokédex.

Damit beginnt Rots abenteuerliche Reise um den Pokédex zu vervollständigen und der ultimative Pokémon-Trainer zu werden. Dabei gerät er natürlich immer wieder mit Blau und Team Rocket aneinander, aber findet auch neue Gefährten, wie das störrische Pikachu, die Wasser-Pokémon-Expertin Misty und Bill, den Erfinder des Pokémon-Teleporters.

Pokémon Adventures Band 1Eigene Meinung:
Die ersten drei Bände sind zwar seinerzeit schon bei EMA erschienen, allerdings waren diese gespiegelt, ohne Bonusseiten und mehr schlecht als recht aus der ohnehin schon nicht sehr originalgetreuen amerikanischen Fassung von Viz übersetzt. Dadurch wurden die von Viz hinzugefügten Witze in die deutsche Version übernommen, wozu u. a. dumme Wortspiele in den Titeln der Kapitel und Vergleiche zwischen Pikachu und Mickey Maus gehören. Hinzu kommt noch, dass EMA Attackennamen oft falsch übersetzt oder sogar komplett weggelassen hat und statt sich bei der Namensgebung an den Videospielen zu orientieren, wurde Rot in „Ash“, Blau in „Gary“ und Grün in „Green“ umbenannt, obwohl dieser Manga mit dem Anime rein gar nichts zu tun hat.

Von daher lohnt sich eine Neuauflage in dem Fall absolut. Panini liefert eine adäquate Übersetzung direkt aus dem Japanischen und ohne Zensur ab, verwendet die Original-Cover-Motive sowie die offiziellen deutschen Namen aus den Game Boy-Spielen und lässt somit jedes Fan-Herz höher schlagen. Grund für diese Neuauflage nach 15 Jahren ist wohl das Virtual Console-Release der Roten, Blauen und Gelben Edition, weshalb Panini zunächst nur die ersten 7 Bände angekündigt hat, die auf besagten Spielen basieren (Band 1-3 auf Rot/Grün/Blau, Band 4-7 auf der Special Pikachu Edition).

Satoshi Tajiri, der Pokémon-Erfinder höchst persönlich, hat über diesen Manga gesagt, dass er am ehesten der Welt entspräche, die er vermitteln wollte. Obwohl es noch viele weitere Pokémon-Mangas gibt, ist „Pocket Monsters Special“ der bekannteste von allen. Der Grund dafür ist klar: die Geschichten sind spannend, abwechslungsreich und gut durchdacht, die Charaktere sympathisch, komplex und immer für eine Überraschung gut. Ein Muss für alle Pokémon-Fans und all jene, die die Game Boy-Spiele – damals wie heute – lieben.

Pokémon – Die ersten Abenteuer: © 1997 Hidenori Kusaka, Mato, Shogakukan / EMA, Panini Manga

Adventures:

Die ersten Abenteuer:

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Get Backers

Name: Get Backers
Englischer Name: Get Backers
Originaltitel: Get Backers
Herausgebracht: Japan: Kodansha 1999
Deutschland: EMA 2004
Mangaka: Story: Yuya Aoki
Zeichnungen: Rando Ayamine
Bände: 39 Bände
Preis pro Band: 5,00 € (Band 1-13)
6,50 € (Band 14-26)
7,50 € (Band 27-39)

Story
„Was Ihnen genommen wurde, bringen wir zurück!“ So lautet das Motto der beiden „Get Backers“ Ban Mido und Ginji Amano. Die beiden notorischen Falschparker haben zwar ihre eigene Art, Verlorenes oder Gestohlenes wieder zu beschaffen, tun dies allerdings, eigenen Angaben nach, mit einer Erfolgsquote von fast hundert Prozent. Da die beiden des Öfteren von Geldsorgen geplagt werden, nehmen sie jeden Auftrag an. Dies zeigt, wie weitläufig man das Wort „wiederbeschaffen“ verstehen kann. So sind die „Dinge“, die Ban und Ginji zurück bringen sollen, mal ein Videospiel, dass einem Jungen von älteren Mitschülern abgenommen wurde, mal eine ganze Wohnung, die die Yakuza beschlagnahmt hat, bis zu einem Mädchen, das bei der Yakuza „festgehalten“ wird. Ihre Aufträge bekommen sie oft von Hevn, einer Art Agentin oder von Paul, einem Kneipenbesitzer.

Kein leichter und schon gar kein gewöhnlicher Job, möchte man meinen. Doch Ginji und Ban sind auch nicht gewöhnlich. Sie besitzen besondere Fähigkeiten, die ihnen helfen. So hat Ginji, der früher als „Elektro – King“ Shinjuku unsicher machte, die Gabe Stromstöße auszuteilen, während sein Partner Ban die Kraft des „Magischen Auges“ besitzt, mit der er Lebewesen eine einminütige Illusion vorspielen kann.

Eigene Meinung
Sachen für andere zurückholen? Was zunächst banal klingt, wird durch die kreativen Ideen des Manga-Duos zu einem ebenso actiongeladenen wie unterhaltsamen Spaß. Das liegt gleichermaßen an den skurilen Situationen, wie an den sympathischen Charakteren. Das sind nicht nur die neuen Gegner, die die „Get Backers“ immer wieder während ihrer Arbeit treffen und von denen einige ebenfalls besondere Fähigkeiten besitzen. Auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen – von gelegentlich auftauchenden Yakuza bis hin zur reizenden Verkehrspolizistin, die den Protagonisten regelmäßig ihr Geld wegen Falschparkens abnimmt.

Das verspricht einen Haufen abgedrehte Komik, beinharte Action und Spannung bis zur letzten Minute. „Get Backers“ ist ein Manga der Extraklasse und absolut empfehlenswert.

© Rockita

Get Backers: © 1999 Yuya Aoki & Rando Ayamine, Kodansha / EMA

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DoReMi

Name: DoReMi
Englischer Name:
Originaltitel: Ojamajo DoReMi
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2000
Deutschland: Carlsen 2001
Mangaka: Original-Story: Izumi Todo
Story & Zeichnungen: Shizue Takanashi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

DoReMi Band 1Story:
Die Grundschülerinnen Doremi, Emilie und Sophie gehen eines Tages nach der Schule noch in den Supermarkt, weshalb sie hinterher einen anderen Weg nach Hause nehmen müssen als sonst. Dadurch entdecken sie den Magic Shop, dessen Eigentümerin Majorca prompt von Doremi als Hexe enttarnt wird, was dazu führt, dass sie sich in einen kleinen grünen Hexenfrosch verwandelt. Majorca kann ihre alte Gestalt nur zurückerlangen, indem sie Doremi und die anderen zu vollwertigen Hexen ausbildet. So kommt es also, dass die drei Mädchen zu Hexenlehrlingen werden und von nun an im Magic Shop sogenannte „Zauber-Goods“, aus Zauberknete hergestellte Glücksbringer, anfertigen und verkaufen müssen. Doch Majorca verzockt den Laden bald darauf, woraufhin ihre alte Rivalin Malissa sich ihn unter den Nagel reißt. Gerade als die drei Freundinnen den Magic Shop endlich zurückerobern können, kommt ihnen Doremis kleine Schwester Bibi auf die Schliche und wird kurzerhand ebenfalls zur Hexenschülerin gemacht. Im Auftrag der Hexenkönigin sammeln die Freundinnen – von Majorca liebevoll(?) „Krawallhexen“ genannt – alle schwarzen Karten ein, die sich in diversen Objekten eingenistet haben und ihren Besitzern Unglück bringen, womit sie sich für die Teilnahme an den Laufbahnprüfungen qualifizieren, die man bestehen muss, um eine richtige Hexe zu werden.

Wie sich herausstellt, wurde inzwischen auch Malissa als Hexe entlarvt und ihre Schülerin, der Kinderstar Nicole, entpuppt sich als Naturtalent. Mit ihrer eingebildeten Art macht sie sich bei Doremi, Emilie und Sophie jedoch schnell unbeliebt und wird zu ihrer erbitterten Rivalin. Obwohl die drei Krawallhexen sie mehrfach darauf hinweisen, dass man die Zauberei nicht nutzen darf, um andere Menschen zu manipulieren, tut Nicole es immer wieder, bis schließlich die Hexenkönigin wutentbrannt einschreitet und ihr das Tap wegnimmt, ohne das sich Nicole nicht mehr in einen Hexenlehrling verwandeln und somit auch nicht mehr zaubern kann. Dennoch unterstützt sie Doremi und die anderen von da an, wo sie nur kann und sie werden beste Freundinnen. Bei der Hexenprüfung für die zweite Stufe müssen die Krawallhexen ein Saurier-Baby beruhigen, welches urplötzlich in der Hexenwelt aufgetaucht ist und immer Feuer speiht, wenn es weint. Sie taufen es „Fauchi“ und nehmen es fürsorglich in ihre Obhut. Als der niederträchtige Zauberer Daddy-oh-Day Fauchi entführt, ist guter Rat teuer. Werden die Krawallhexen Fauchi retten können, obwohl sie Daddy-oh-Day total unterlegen sind? Wird Nicole je wieder hexen können? Was hat es mit dem kleinen Fauchi auf sich, der sich immer wieder häutet und dabei verändert? Und warum haben es die Zauberer auf ihn abgesehen?

DoReMi Band 2Eigene Meinung:
„Izumi Todo“ ist ein Pseudonym für die Mitarbeiter von Toei Animation, die „DoReMi“ erfunden haben. Tatsächlich handelt es sich bei dem seinerzeit auf RTL2 ausgestrahlten Anime nämlich um eine Original-Story, d. h. der Manga basiert auf dem Anime und nicht umgekehrt. Dementsprechend hechtet Shizue Takanashi gezwungenermaßen durch die Handlung der ersten beiden Staffeln und reduziert sie auf die wichtigsten Ereignisse. Die Kapitel basieren meistens lose auf bestimmten TV-Episoden, wobei einige Charaktere wie z. B. die Elfen der Hexenschülerinnen weggelassen wurden und dafür neue Charaktere vorkommen, die nicht im Anime auftauchen. Dadurch weicht der Manga an einigen Stellen stark von der Vorlage ab: Das Hexen-Baby Hana, um das sich die Mädchen in der 2. Staffel kümmern müssen, wurde z. B. durch den Saurier Fauchi ersetzt und Nicoles Wandel von der arroganten Rivalin zur verlässlichen Freundin im Manga ausführlicher behandelt und glaubhafter umgesetzt.

Shizue Takanashi ist in Japan vor allem dadurch bekannt, dass sie den preisgekrönten Manga gezeichnet hat, auf dem der ebenfalls einst auf RTL2 ausgestrahlte Anime „Hallo Kurt“ basiert. Ihr Zeichenstil ist sehr kindlich und simpel und ihre Linienführung wirkt recht zittrig. Die Charaktere werden meistens ohne Nase und mit viel zu weiten Klamotten dargestellt, was sicherlich auf viele abschreckend wirkt und wohl der Hauptgrund dafür ist, dass der Manga weder in Deutschland noch in Japan besonders gut ankam. Tatsächlich existiert auch noch ein vierter Band, der unter dem Titel „Motto! Ojamajo DoReMi 1“ erschienen ist, den Rest der 2. und den Anfang der 3. Staffel behandelt und es leider nicht nach Deutschland geschafft hat. Obwohl besagtes Sequel wohl als eigenständige Reihe geplant war, bei der die Zählung wieder bei 1 anfängt, knüpft die Handlung nahtlos an Band 3 des Vorgängers an. Allerdings hat „Motto! Ojamajo DoReMi“ Band 1 ein recht offenes Ende, das den Leser unbefriedigt zurücklässt. Das liegt daran, dass der Manga selbst in Japan wegen schlechter Verkaufszahlen vorzeitig abgebrochen wurde.

Carlsen hat sich bemüht, die Namen und Zaubersprüche aus der deutschen Fassung des Animes zu verwenden, was nicht immer geglückt ist (Bsp.: „Royal Patrene“ statt „Royal Patline“). Durch die vielen tollen Extras wie Anime-Sticker und die interessanten Interviews mit den Produzenten und Drehbuchautoren sowie Konzept-Zeichnungen zum Anime im Anhang jedes Bandes ist diese Manga-Reihe ein absolutes Must-Have für alle „DoReMi“-Fans! Sie ist jedoch kein Ersatz für die TV-Serie sondern vielmehr lustiges Beiwerk.

DoReMi: © 2000 Izumi Todo, Shizue Takanashi, Kodansha / Carlsen

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.hack//Legend of the Twilight

Name: .hack//Legend of the Twilight
Englischer Name: .hack//Legend of the Twilight
Originaltitel: .hack//Tasogare no Udewa Densetsu
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2002
Deutschland: Carlsen 2004
Mangaka: Story: Tatsuya Hamazaki
Zeichnungen: Rei Izumi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 € (Band 1+2)
8,00 € (Band 3)

Story:
„The World“ ist mit 20 Millionen Teilnehmern das größte Virtual-Reality-MMORPG der Welt. 4 Jahre sind seit den Geschehnissen in „.hack//Quarantine“ bzw. „.hack//Another Birth“ vergangen. Die 14-jährige Rena gewinnt 2 limitierte Charaktere, die den legendären .hackers Kite und Black Rose nachempfunden sind und überredet ihren Zwillingsbruder Shugo mit Kites Charakter dem Game eine Chance zu geben. Sie selbst übernimmt Black Rose. Ausgerechnet in einer Area für Anfänger werden die beiden von einem Monster des höchsten Levels attackiert, wobei sich Shugo opfert, um Rena zu retten. Als er wieder zu sich kommt, wird er von der mysteriösen Aura mit einem Kuss wiederbelebt und erhält von ihr einen geheimnisvollen Armreif. Zurück in der Level 1-Area muss Kite feststellen, dass der blaue Gott Balmung, der einst zu den .hackers gehörte und inzwischen für die CC Corporation arbeitet, Rena vor dem Monster beschützt hat. Mit dem Armreif gelingt es Shugo einen Data Drain durchzuführen, wodurch aus dem Level 40-Monster eines auf Level 1 wird. Schon bald erregt der von Aura überreichte Gegenstand die Aufmerksamkeit von Rare Hunter Mireiyu, einem quirligen Mädchen, das seltene Items sammelt und sich mit den Zwillingen anfreundet.

Immer wieder nehmen sie an lustigen Events teil, die Balmung für die Spieler organisiert und lernen auf einem davon die Wolfsfrau Ouka kennen, die es liebt zu kämpfen und dementsprechend sehr stark ist. Auch die herzensgute und tierliebe Hotaru schließt sich der Gruppe an, nachdem Shugo ihr hilft, ihr krankes Puchiguso/Grunty (typisches Haustier in „The World“) zu heilen. Eines Tages stoßen die Freunde auf die vorlaute und rotzfreche, aber extrem niedliche, kleine AI-Vagabundin Zefi, die verzweifelt ihre Mutter sucht und behauptet, dass Shugos Armreif nach dieser riechen würde. So wird ihnen klar, dass Zefis Mutter keine geringere als Aura sein muss und gemeinsam suchen sie nach Hinweisen darauf, wie sie Zefi zu ihr bringen können. Dabei sorgt Zefi stets für jede Menge Trubel, da sie die Game-Daten beliebig manipulieren kann und so auch schon mal kurzerhand alle mit Afros ausstattet. Dass sich Shugo plötzlich nur noch um Zefi kümmert, macht Rena zudem rasend vor Eifersucht. Doch im Hintergrund brauen sich noch viel größere Probleme zusammen. Denn nachdem Shugo beim Tanabata-Event den Armreif benutzt hat, um seinen Erzfeind Komiyama mit einem Fisch zu fusionieren, meldet dieser den Vorfall der blauen Ritterschaft unter der Führung von Kamui, die den Armreif für ein Cheat-Item hält und sämtliche AI-Vagabunden als Datenschrott ansieht, den es zu eliminieren gilt…

Eigene Meinung:
„.hack//Legend of the Twilight“ war damals mein Einstieg ins „.hack“-Universum, da es der erste Manga dazu war, der es nach Deutschland geschafft hat. Allerdings habe ich deshalb viele Anspielungen auf vorherige Ereignisse nicht verstehen können und würde „.hack“-Neulingen raten, lieber erst einmal die „.hack//A.I. Buster“-Light-Novels zu lesen, zu denen es in den Bonusseiten von Band 2 sogar eine kurze Manga-Vorschau gibt und danach den „.hack//SIGN“-Anime zu konsumieren. Dieser wird wiederum in den PlayStation 2-Games „.hack//Infection“, „.hack//Mutation“, „.hack//Outbreak“ und „.hack//Quarantine“ fortgesetzt, denen der „.hack//Liminality“-Anime beiliegt, in dem gezeigt wird, was sich parallel zur Handlung der Games in der realen Welt abspielt. Wer keine PS2 hat, kann die Story der Videospiele aber auch in der Romanreihe „.hack//Another Birth“ aus der Sicht von Black Rose oder mit leichten Abwandlungen in dem Manga „.hack//XXXX“ nachlesen. Erst DANN seid ihr auf dem Kenntnisstand, der dafür erforderlich ist, „Legend of the Twilight“ in vollen Zügen genießen zu können. Natürlich könnt ihr den Manga auch genau wie ich damals ohne Vorkenntnisse lesen, aber dann gehen euch eben unzählige Referenzen auf die Vorgeschichte durch die Lappen und das wäre doch sehr schade. Befolgt daher lieber meinen Rat und entdeckt das „.hack“-Universum und die Geheimnisse von „The World“ in chronologischer Reihenfolge – ihr werdet es nicht bereuen!

Von „.hack//Legend of the Twilight“ existiert zwar auch eine gleichnamige Anime-Adaption, allerdings wird diese der Manga-Vorlage leider absolut nicht gerecht, da ausgerechnet Zefi komplett weggelassen wurde, obwohl sie doch einen Großteil des Charmes dieser Mini-Serie ausmacht! Stattdessen bekommen wir dort eine 0815-Story à la „Super Mario“ präsentiert, in der Shugo Rena befreien muss. Außerdem mangelt es dem Anime an der Leichtherzigkeit, die diesen Manga vom Rest des „.hack“-Universums abhebt. Ich bin damals hauptsächlich durch die wunderschönen Cover-Motive auf den Manga aufmerksam geworden. Sogar heute noch gehören die drei Manga-Cover mit den unterschiedlichen Neonfarben vor dem schwarzen Hintergrund zu den optisch ansprechendsten Manga-Titelbildern, die ich je gesehen habe. Hinzu kommen noch die niedlichen Farbseiten zu Beginn jedes Bandes. Die Trilogie vereint sowohl Shonen- als auch Shojo-Elemente in sich, weshalb Leser beider Geschlechter ihre Freude daran haben werden.

.hack//Legend of the Twilight: © 2002 Tatsuya Hamazaki, Rei Izumi, Kadokawa Shoten / Carlsen

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