Our Summer Holiday

Name: Our Summer Holiday
Englischer Name: The Gods Lie
Originaltitel: Kami-sama ga Uso o Tsuku
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Kaori Ozaki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,99 €

Story

Die größte Leidenschaft des 15-jährigen Natsuru ist Fußball. In der Schulmannschaft ist er beliebt und wird als Talent gefeiert. Unter Trainer Okada macht Natsuru das Fußballspielen Spaß, denn auch wenn der alte Okada kein Profi ist und sicher nicht mehr der Jüngste ist, vermittelt er den Jungs die Freude am Spielen. Daher kann Natsuru das jährliche Fußball-Sommercamp kaum abwarten.

Doch alles ändert sich, als bei Trainer Okada Krebs diagnostiziert wird und er ins Krankenhaus muss. Ein neuer Trainer wird eingestellt, der an Natsuru jedoch kein gutes Haar lässt. Er kritisiert nicht nur seine Spielweise, sondern auch, dass Natsuru ohne Vater aufgewachsen und viel zu klein geraten ist.

Als dann das Sommercamp ansteht, bekommt es Natsuru mit der Angst zu tun. Er möchte seine Sommerferien nicht damit verbringen, vom Trainer gehänselt zu werden. Doch von seinen Sorgen kann Natsuru seiner Mutter nichts erzählen. Sie hat sich liebevoll mit Natsuru auf das ursprüngliche Camp gefreut und kämpft zurzeit selbst mit allerlei Problemen. Daher entschließt sich Natsuru kurzerhand, das Sommercamp zu schwänzen. Verzweifelt lässt er sich auf einer Parkbank nieder. Wo soll er jetzt nur die ganzen Ferien verbringen?

Zu seinem Glück entdeckt Suzumura, eine Klassenkameradin von Natsuru, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Größe von den übrigen Mädchen gehänselt wird, den verzweifelten Natsuru im Park und bietet ihm kurzerhand an, mit zu ihr nach Haus zu kommen.

Als Natsuru das alte und baufällige Haus betritt, wird schnell klar, dass Suzumura hier ganz allein mit ihrem kleinen Bruder Yuuta wohnt. Ihre Mutter kennt Suzumura kaum, sodass sie bei ihrem Vater wohnt, der zurzeit mal wieder auf Seefahrt in Alaska ist, um Krabben zu fangen. So geht das monatelang. Suzumura muss mit dem wenigen Geld haushalten, dass ihr Vater ihr gegeben hat und sich um Haushalt und ihren Bruder kümmern – eine enorme Verantwortung für eine Elfjährige. Dennoch lädt sie Natsuru ein, die Sommerferien zu bleiben.

So verbringen die drei die Sommerferien unbesorgt, wie eine kleine Familie und erleben wunderschöne Dinge. Sie erzählen sich Gruselgeschichten und gehen sogar zusammen auf das örtliche Sommerfest. Doch dabei kann Natsuru nach und nach immer mehr hinter Suzumuras starke Fassade schauen und erkennt ein einsames, verzweifeltes Mädchen, das mit aller Kraft versucht, ein trauriges Geheimnis zu behüten.

Eigene Meinung
„Our Summer Holiday“ gehört zu den besten Manga, die ich seit langem gelesen habe.

Zunächst wirkt „Our Summer Holiday“ wie eine typische aber dennoch gute und niedliche Schul-Liebesgeschichte, in der es um „die erste große Liebe“ geht. Aber die Geschichte entpuppt sich als viel mehr. Ab der 2. Hälfte des Bandes wandelt sich nämlich die gesamte Handlung zu einem tiefgründigen Drama und einer überraschenden Tragödie.

„Our Summer Holiday“ erinnert an Manga und Anime, wie „Your Name“ oder „Ame & Yuki – Die Wolfskinder“. Die Gefühle der Protagonisten werden dabei herausragend echt und ehrlich rüber gebracht, sodass es dem Leser schon mal die Tränen in die Augen treibt.

Die Zeichnungen sind ansprechend und feinfühlig. Die Bilder wirken so fließend, als würde ein Anime laufen.

„Our Summer Holiday“ ist eine wahnsinnig schöne und herzzerreißende Geschichte, die einen jedoch mit einer gewissen Nachdenklichkeit zurücklässt.

Das schwere Schicksal der Kinder, die viel zu früh mit unverhältnismäßig harten Situationen umgehen müssen, bei denen sie noch nicht fähig sind, diese einzuschätzen und richtig zu handeln, lässt keinen Leser unberührt.

Daher habe ich bei „Our Summer Holiday“ nur einen einzigen Kritikpunkt:
Es wäre zu schön gewesen, wenn es sich bei „Our Summer Holiday“ um eine Serie und nicht um einen Einzelband gehandelt hätte.

© Izumi Mikage

Our Summer Holiday: © 2013 Kaori Ozaki, Kodansha/ Carlsen

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Kein Dad wie jeder andere

Name: Kein Dad wie jeder andere
Englischer Name:
Originaltitel: Futsutsukana Oyakode wa arimasuga
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2013
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Choujin
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Mit gerade mal 15 Jahren ist Nae in der schwierigsten Situation ihres Lebens. Seit ihre Eltern fort sind, wohnt Nae bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Diese lassen sie im Gegenzug im eigenem Restaurant schuften. Dort erhält Nae nur Anweisungen, Kommandos und Kritik. Lob oder Zuneigung sind ihrer Tante und ihrem Onkel fremd.

Dennoch versucht Nae ihr sonniges und freundliches Gemüht beizubehalten.

Ihr Stammkunde, ein liebevoller, alter Herr, weiß genau dieses gute Herz an Nae zu schätzen, sodass er eines Tages eine Überraschung für Nae bereithält. Der nette Opa ist nämlich der Eigentümer der berühmten und reichen Kiryu-Group. Als er sieht, wie Nae von ihrer Tante und ihrem Onkel behandelt wird, beschließt er kurzerhand, sie durch eine Adoption in seine Familie aufzunehmen. Doch nicht er selbst, sondern sein Enkel, Kaoru Kiryu, soll zukünftig Naes neuer Vater sein.

Doch Kaoru hat nicht viele Charaktereigenschaften seines Großvaters. Kaoru ist mies gelaunt, immer ernst und denkt nur an die Arbeit. Nae ist ihm ein Dorn im Auge, die es nach seiner Ansicht nur auf das Vermögen der Kiryu abgesehen hat.

Daher wird das Leben mit Kaoru, auch wenn sie nun in einer gigantischen Villa lebt, nicht sonderlich einfacher.

Erst als Kaoru eines Tages völlig überarbeitet und erkältet zusammenbricht und Nae sich um ihn kümmert, scheint Kaoru Nae zu akzeptieren und ihr gegenüber aufzutauen.

Dabei muss Nae jedoch schnell erkennen, dass es Leute gibt, die es auf den Reichtum der Kiryus abgesehen haben. Und dabei wird Nae schnell zu Kaorus Schwachstelle…

Eigene Meinung
„Kein Dad wie jeder andere“ ist wie eine Mischung aus „Cinderella“ (Ein liebevolles Mädchen wird von ihrer Familie ausgebeutet) und „Die Schöne und das Biest“ (Ein Grobian wird erst „zahm“ nachdem sich die Schöne aufopferungsvoll um seine Verletzungen gekümmert hat).

Jedoch spielt „Kein Dad wie jeder andere“ mit extremen Ansichten und polarisiert daher die Lesergemeinschaft. Die Geschichte um den verschlossenen Kaoru und die einsame Nae ist durchaus interessant. Der Weg, wie beide langsam Gefühle füreinander entwickeln, ist feinfühlig und romantisch zugleich. Aber genau hier liegt auch schon der erste „Stolperstein“: Kaoru übernimmt für Nae die Vaterrolle. Auch wenn beide eher gleichalt zu sein scheinen (was irgendwie allein schon seltsam wäre), so ist eine Liebesbeziehung zwischen Vater und Tochter moralisch doch eher fragwürdig und daher nur schwer vorstellbar. Es bleibt im ersten Band jedoch bei Anspielungen, sodass wir abwarten müssen, ob sich zwischen Nae und Kaoru tatsächlich stärkere Gefühle entwickeln.
Offen bleibt zudem auch, was eigentlich mit Naes richtigen Eltern passiert ist.

Letztendlich ist vor allem der Charakterwechsel von Kaoru gut gelungen. Seine Emotionen kommen gut zur Geltung, vor allem wenn seine harte Schalte langsam zu bröckeln beginnt und der weiche Kern hervorblitzt.

© Izumi Mikage

Kein Dad wie jeder andere: © 2013 Choujin, Kodansha/ Altraverse

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Bittersweet Chocolate

Name: Bittersweet Chocolate
Englischer Name:
Originaltitel: Tokenai koi to chocolate
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Reiko Momichi
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Tamako geht in die 9. Klasse und erlebt gerade, wie grausam das Schicksal sein kann.
Solang sie denken kann ist sie heimlich in ihren Mitschüler Kou verliebt. Doch jetzt hat sie erfahren, dass er in ein Jungeninternat einer anderen Präfektur wechselt. Tamako hat daher allen Mut zusammengenommen und beschlossen, Kou ihre Liebe zu gestehen. Der in 2 Tagen stattfindende Valentinstag ist dafür die perfekte Gelegenheit.

Doch so einfach will sie den Erfolg ihres Geständnisses nicht dem Zufall überlassen. Eine Legende ihres Ortes besagt, dass sich eine Liebe erfüllt, wenn man bei Vollmond einen persönlichen Gegenstand des Geliebten in den „Spiegelteich“ im Wald versenkt. Tamako macht sich daher auf dem Weg zum Teich, um Kous Radiergummi, das sie seit dem ersten Treffen aufbewahrt hat, in den Teich zu werfen und ihrem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen.

Aber dort angekommen, stellt Tamako fest, dass sie nicht alleine ist. Am Ufer läuft ein wunderschönes, aber traurig aussehendes Mädchen durchs Wasser. Bereits nach einem kurzem Wortwechsel stellen sie fest, dass beide aus dem gleichen Grund zum Spiegelteich gekommen sind – Sie haben den Wunsch nach einer glücklichen Liebesbeziehung.

Doch am Valentinstag kommt alles anders als geplant. Der Tag scheint wie verhext. Erst schafft Tamako es nicht, Kou in der Schule anzusprechen und dann zieht abends plötzlich ein gigantischer Schneesturm auf. Als Tamako endlich vor Kou steht und ihm beichtet, dass sie in ihn verliebt ist, weißt er Tamako zurück. Er ist bereits in einer Beziehung – und zwar mit dem Mädchen vom Spiegelteich!

Eigene Meinung
„Bittersweet Chocolate“ ist eine niedliche, wenn auch einfach gestrickte, Shojo-Geschichte. Zwar bemüht sich „Bittersweet Chocolate“, ausgefallene Elemente, wie die Legende um den Spiegelteich oder die Hintergründe von Kous Beziehung zum fremden Mädchen, mit hineinzubringen aber das gelingt leider nicht optimal. So ist der Zauber nach dem kurzen Auftritt des Spiegelteichs sogleich auch wieder verfolgen, weil dieser zu keinem späteren Zeitpunkt mehr thematisiert wird. Es ist also eigentlich ziemlich überflüssig, die Legende zu erwähnen.

Die Geschichte von „Bittersweet Chocolate“ wird sehr spunghaft erzählt und überrascht immer wieder mit teils surrealen Wendungen.

Der Zeichenstil ist hingegen sehr sauber und vor allem die Augen sehr ansprechend. Diese verleihen den Charakteren Tiefe und lassen sie lebendig wirken. Reiko Momochi bleibt ihren Stil dabei treu.

In Summe ist „Bittersweet Chocolate“ eigentlich ein unterhaltsamer Manga um Liebe und Herzschmerz, der es aber letztendlich leider nicht schafft, im Gedächtnis zu bleiben.

© Izumi Mikage

Bittersweet Chocolate: © 2016 Reiko Momichi, Kodansha/ EMA

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Geten no Hana – die Blume, die im Schatten blüht

Name: Geten no Hana
Englischer Name:
Originaltitel: Geten no Hana
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Ruby Party
Zeichnung: Yuka Kumada
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Wir schreiben die Zeit der Sengoku Ära. Die Reiche des alten Edo befinden sich im Kampf und streiten um die Vorherrschaft Japans. Alles sieht danach aus, als würde der Fürst Oda Nobunaga alle Provinzen unter seiner Führung vereinen können. Nur zwei Regionen, Chugoku und Shikoku, wehren sich noch Vehement, sich Nobunaga zu unterwerfen.

Die junge Hotaru vom Fujibayashi-Ninja-Klan erhält in diesem Machtkampf einen überraschenden Auftrag.
Sie wird von Mitsuhide, einem Gefolgsmann Nobunagas, mit dem Schutz von Oda Nobunaga beauftragt. Mitsuhide hat die Befürchtung, dass es in den eigenen Reihen einen Verräter gibt, der Nobunaga an der Herrschaft hindern will. Da Mitsuhide aber nicht weiß, um wen es sich handelt, ist höchste Vorsicht geboten. Aus diesem Grund soll sich Hotaru unauffällig unter die Leute Nobunagas mischen und Ausschau nach verdächtigen Aktivitäten halten. Ein Glück, dass sie sich als Ninja auf Verkleidungskünste spezialisiert hat. Doch so einfach scheint der Auftrag dann doch nicht zu werden, denn Hotaru kann sich zwar wunderbar in Tiere verwandeln aber nicht in eine Prinzessin, wie es Mitsuhide von ihr verlangt. Sie soll sich als Prinzessin Kikyo, Mitsuhides Schwester, in der Burg Azuchi einquartieren. Das fällt Hotaru allerdings außerordentlich schwer. Als Ninja ist sie es gewohnt, in einfachen Verhältnissen zu leben. Sich aber als Adlige auszugeben ist für sie eine Herausforderung. Bereits die ersten Gespräche als Prinzessin Kikyo klingen eher wie aus einem schlechten, historischen Roman. Zum Glück ist Kikyo bildhübsch, sodass sie mit ihrem Aussehen von ihren Fehlern ablenken kann.

Als sie das erste Mal auf Oda Nobunaga trifft, entgeht auch ihm die Schönheit Kikyos nicht. Er verfällt ihr sofort und bittet bereits beim ersten Treffen um ihre Hand.

Doch Nobunagas Wachmänner stehen Kikyo nicht so aufgeschlossen gegenüber. Vor allem der kindliche Ranmaru ist ihr gegenüber sehr misstrauisch. Unter diesen Umständen ist es schwierig, Informationen zu sammeln und die Tarnung aufrecht zu halten. Ob es Hotaru, alias Kikyo, schaffen wird, den Verräter ausfindig zu machen, bevor etwas Schlimmes passiert?

Eigene Meinung
In Zeiten, in denen Geschichten aus dem alten Japan, wie „Unterm Wolkenhimmel“ oder „Sengoku Vamp“, in Deutschland beliebt sind, erscheint „Geten no Hana“ genau richtig. Auch dieses Mal dreht sich die Handlung um Oda Nobunaga und seine Feldzüge. Fantasy-Elemente werden in „Geten no Hana“ jedoch nicht durch einen Vampir erzeugt, sondern durch Ninja, die auf Verwandlungskünste spezialisiert sind.

Zeichnerisch erinnert „Geten no Hana“ an Werke von Karakarakemuri. Insbesondere die Kleidungen, wie Kimono und Rüstungen, sind detailliert und zeitgemäß ausgearbeitet.
Auch die Festungen werden sehr sorgfältig, mit Liebe zum Detail, dargestellt. Dadurch gelingt dem Leser der Einstieg in die Vergangenheit mühelos.
Etwas Zurückhaltender war man jedoch bei der Darstellung von Schatten und Licht. Vor allem Haare weisen oft keine Reflexionen auf. Und auch die Hintergrund-Illustrationen sind durchaus ausbaufähig, da diese oft nur angedeutet werden und ansonsten Mangelware sind. Die Farbbilder von „Geten no Hana“ sind wiederum ein echter Hingucker und ziehen die Leser magisch an.

Die Handlung von „Geten no Hana“ ist durchaus niedlich erzählt und baut zum Ende noch mal richtig Spannung auf. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich – von cool und attraktiv, über schüchtern bis hin zum kindlichen Trotzkopf. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Es bleibt spannend, ob sich die Handlung noch zum Liebesroman entwickeln wird. Bisher ist davon nicht viel zu spüren, auch wenn Nobunaga in „Geten no Hana“ ein kleiner Charmeur ist.

© Izumi Mikage

Geten no Hana: © 2013 Ruby Party/ Yuka Kumada, Kodansha/ KAZÉ

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Zur Hölle mit Enra

Name: Zur Hölle mit Enra
Englischer Name:
Originaltitel: Jigoku no Enra
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Chie Shinmada
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Komachi ist 16 Jahre alt und stammt aus einer berühmten Anwaltsfamilie. Natürlich steht für sie jetzt schon fest, dass sie einmal in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wird. Um ebenfalls eine Star-Anwältin zu werden, befolgt sie immer alle Regeln. Das gilt auch in der Schule. Dort ist sie als wandelndes Gesetzbuch gefürchtet, die unter den Schülern immer auf die Einhaltung von Recht und Ordnung achtet.

Daher fällt Komachi aus allen Wolken, als eines friedlichen Tages der sadistische und lüsterne Dämon Enra auftaucht und Komachi als Sünderin in die Hölle zerrt. Enra ist der 3. Sohn des Höllenfürsten und konkurriert mit seinen Geschwistern um die Thronfolge. Wer von der Liste aller zukünftigen Sünder die meisten Leute in die Hölle bringt, wird die Nachfolge des Teufels antreten. Und Komachis Name steht weit oben auf der Liste!

Die Hölle ist ein dunkler Ort, in dem es vor Würmern und Ungeziefer wimmelt, die Komachi am ganzen Körper herumkrabbeln. Irgendwas muss gründlich schief gelaufen sein, denn Komachi kann ja noch nicht mal lügen, ohne rot zu werden.

Sie fordert von Enra einen Beweis. Dieser zückt einen magischen Spiegel, der die Zukunft zeigen soll. Doch als er Komachis zukünftige Sünde abspielen möchte, bricht die Aufnahme einfach ab.
Für Komachi steht fest: hier muss ein Fehler vorliegen! Unter diesen Umständen wird sie keine Minute länger in der Hölle bleiben.

Sie macht mit Enra einen Deal: Sie wird Enra beweisen, dass sie keine Sünderin ist. Doch sollte sie dennoch eine Sünde begehen, dann fährt ihre Seele in tiefste und grausamste Höllenebene hinab. Doch das ist Komachi nicht genug: Sie will zudem auch beweisen, dass kein Mensch ein Sünder sein muss und sie in der Lage ist, die Visionen des Spiegels zu verhindern, bevor sie passieren.

Eigene Meinung
„Zur Hölle mit Enra“ basiert auf einem interessanten Konzept. Die Story um Enra und Komachi, in der es gilt, die Sünden zu verhindern, ist durchaus spannend, auch wenn der erste Band den Erwartungen noch hinterherhinkt.

Dass die Serie dabei episodisch vorgeht und nicht nur Komachis Sünde thematisiert wird, bringt Abwechslung in die Geschichte.

Der Zeichenstil von „Zur Hölle mit Enra“ ist sehr ansprechend und vielfältig. Insbesondere die Farbseiten sind ein Hingucker und verführen zum Lesen.

Die Shojo-Elemente sind gut herausgearbeitet und die Protagonisten attraktiv. Vor allem Enra wird den weiblichen Lesern gefallen, der ab und an mit erotischen Anspielungen etwas Fanservice bietet.

„Zur Hölle mit Enra“ ist in nur 4 Bänden abgeschlossen, was zu einem kurzweiligen Lesevergnügen führen dürfte.

© Izumi Mikage

Zur Hölle mit Enra: © 2015 Chie Shinmada, Kadokawa Corporation/ KAZÉ

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Bad Boy Yagami

Name: Bad Boy Yagami
Englischer Name:
Originaltitel: Yagami-kun wa, kyou mo ijiwaru
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Saki Aikawa
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die Schülerin Shizuku hat eine enorme Phobie – Sie kann hübsche Männer einfach nicht ausstehen. Diese Abneigung hat sie ihrem Bruder zu verdanken, der sich mit seiner Attraktivität ein Mädchen nach dem anderen angelt und anschließend wie eine heißte Kartoffel fallen lässt.

Für sie steht ihr Bruder sinnbildlich für alle schönen Männer, die nur mit den Herzen der Mädchen spielen.

Doch mit dem ersten Tag in der neuen Highschool wird für Shizuku der Albtraum zur Realität.
Der Mädchenscharm Tamaki Yamagi, der mit seinem Aussehen bereits von Modelagenturen begehrt wird, ist ausgerechnet in ihrer Klasse. Als sie nach reichlich Überwindung Tamaki anspricht, wird sie von diesem schroff angefahren. Es stellt sich heraus, dass es sich nicht um Tamaki, sondern einen Zwillingsbruder Kaede handelt. Shizuku beschließt letztendlich, beiden Brüdern aus dem Weg zu gehen. Aber das ist leichter gesagt, als getan, denn als Shizuku eines Nachmittags in der U-Bahn auf Kaede trifft und der sich zum Nickerchen an ihre Schulter lehnt, ist sie plötzlich das Gespräch der ganzen Schule. Alle halten Shizuku und Kaede für ein Paar, wodurch sich Shizuku den Zorn der Kaede-Groupies zuzieht.

Als Shizuku von einigen Mitschülerinnen erneut gemobbt wird, nimmt Kaede sie schützen in seine Armen und verkündet, dass Shizuku seine Freundin sei.

Um der Meute und den fiesen Gerüchten zu entgehen, akzeptiert Shizuku diese Notlüge. Doch Kaede hat dabei eine Bedingung: Sie darf sich nicht in ihn verlieben.

Eigene Meinung
„Bad Boy Yagami“ ist eine niedliche, wenn auch einfache Highschool-Liebesgeschichte.
Dabei dreht sich alles um das Thema „Vorurteile“.
Shizuku hat sich darauf festgelegt, dass alle hübschen Männer einen miesen Charakter haben und geht diesen deshalb aus dem Weg. Kaede hingegen leidet unter den ständigen Vorurteilen und hasst es, immer mit seinem Bruder vergleichen zu werden. Warum genau Kaede darauf so empfindlich reagiert, wird aus Band 1 aber leider noch nicht klar.

Zeichnerisch bleibt Saki Aikawa ihrem Stil treu. Die Linien sind sauber und deutlich. Die Protagonisten sind attraktiv und auch wenn Kaede und Tamaki Zwillinge sind, kann man sie gut voneinander unterscheiden.

Wer mal wieder eine traditionelle Highschool Liebesgeschichte gesucht hat, der kann gerne einen Blick in „Bad Boy Yagami“ hineinwerfen.

© Izumi Mikage

Bad Boy Yagami: © 2016 Saki Aizawa, Shueisha/ EMA

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Scum’s Wish

Name: Scum’s Wish
Englischer Name: Scum’s Wish
Originaltitel: Kuzu no Honkai
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Mengo Yokoyari
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die 17-jährige Hana erlebt zurzeit, wie schmerzhaft eine einseitige Liebe sein kann. Schon seit Kindesalter ist sie unsterblich in ihren Nachbarn Naru verliebt. Doch er ist nicht nur deutlich älter, sondern zu allem Überfluss auch noch ihr Klassenlehrer.

Doch trotz dieser schwierigen Umstände, glaubte Hana noch an ein Happy End, wäre nicht eine neue Frau in Narus Leben getreten. Seit Frau Minagawa an die Schule gekommen ist, veränderte sich Narus Blick. Scheinbar hat er sich in die neue Lehrerin verliebt. Wie soll Hana dagegen ankommen, die von Naru nur als Kind gesehen wird?

Doch nicht nur Hana befindet sich in dieser kniffligen Situation. Ihr Mitschüler Mugi teilt genau dasselbe Schicksal wie Hana. Er ist unsterblich in Frau Minagawa verliebt, die er immer mehr an Naru verliert. Mugi und Hana entwickeln eine ganz besondere Beziehung zueinander. Nur miteinander können sie über ihre wahren Gefühle reden.

Als Hana immer mehr in ihrer depressiven Trauer, keine Chance bei Naru zu haben, versinkt, versucht Mugi sie aufzuheitern. Er bittet Hana, sich vorzustellen, dass er Naru sei. Dabei beginnt er sie zu küssen und mit ihr intim zu werden.
Was als kleiner Spaß beginnt, wird immer mehr zur Gewohnheit, um vor der unangenehmen Realität zu fliehen. Auch in der Schule geben sich die beiden seitdem als Paar aus, um sich jederzeit in ihre Fantasiewelt zurückzuziehen, die sie nur zusammen erfahren können. Dabei ziehen sie aber auch Neider auf sich, denn Mugi, wie auch Hana, haben heimliche Verehrer.

Eigene Meinung
„Scum’s Wish“ ist ein erotisches Drama, das sich mit den Schmerzen einer unerfüllten Liebe beschäftigt. Dabei ist es für den Leser paradox, wieso Mugi und Hana nicht erkennen, dass sie selbst wunderbar zusammenpassen. Ihre gemeinsamen Erfahrungen schweißen sie zusammen. Doch Hana hat nur Naru im Kopf und kann sich daher nicht auf Mugi einlassen. Oft ist sie sogar gelangweilt, wenn sie mit Mugi Zeit verbringt, bei der es sich nicht um Sex dreht.
Zeitweise wird die ernste Story von kleinen komödiantischen Einlagen aufgelockert.

Der Zeichenstil von „Scum’s Wish“ ist gleichermaßen ordentlich, wie auch schlicht. Sie erinnern dabei an Werke von Lynn Okamoto.
Jedoch werden Hintergrundzeichnungen, wenn sie denn einmal vorkommen, eher einfach gehalten.

„Scum’s Wish“ ist ein erotisch angehauchtes Werk, dass zum Nachdenken anregen und den Leser emotional berühren soll.

© Izumi Mikage

Scum’s Wish: © 2013 Mengo Yokoyari, Square Enix/KAZÉ

 

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Game – Lust ohne Liebe

Name: Lust ohne Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: Game – Suit no Sukima
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Mai Nishikata
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00€

Story
Sayo ist junge 27 Jahre alt und schon Vizedirektorin einer großen und wohlhabenden Steuerberatung. Ihren Status hat sie sich hart erarbeitet. Sie arbeitet jeden Tag länger, als alle Kollegen und betreut freiwillig die meisten Kunden der ganzen Firma. Natürlich leiden darunter Sayos Beziehungen. Die Männer, die Sayo bisher nähergekommen sind, haben alle die Flucht ergriffen. Bisher hat Sayo ihrer Arbeit immer den Vorzug gegeben.

Als die Firma 2 neue Kollegen bekommt, bekommt Sayo die Aufgabe, Ryoichi Kiriyama einzulernen. Kiriyama ist nicht nur schlau, sondern auch extrem attraktiv. Alle Kolleginnen der Firma verfallen sofort seinem Charme, außer Sayo.

Als Kiriyama und Sayo den ersten gemeinsamen Außentermin haben, zeigt sich jedoch Kriyamas wirklichen Charakter. Im Auto geht Kiriyama auf Tuchfühlung und macht sich selbstbewusst an Sayo ran. Wie zu erwarten, lässt sie Kiriyama abblitzen.

Ein paar Tage darauf hört Sayo im Büro zufällig mit an, wie ihre männlichen Kollegen über sie herziehen. Mit ihrem Karrierewahn finden sie Sayo total unattraktiv, sodass sie alle eher als Mann betrachten.

Zunächst gibt sich Sayo, als wären die Worte an ihr abgeprallt. Erst als sie am Abend, im Schutz der Dunkelheit und des Regens auf den Weg nach Hause ist, wird sie von ihren Gefühlen übermannt. Dicke Tränen kullern ihr über die Wange. Ein ungünstiger Zeitpunkt, um von Kiriyama gesehen zu werden. Doch dieser steht genau in diesem Moment hinter ihr. Anstatt sich lustig zu machen, bietet er ihr unter seinem Regenschirm Sichtschutz vor den gaffenden Leuten.

An einer ruhigen Ecke kommen sie ins Gespräch. Sayo gab in ihrem Leben bisher immer der Arbeit den Vorzug, weil sie noch nie die aufrichtige Liebe gefunden hatte. Kiriyama gesteht Sayo, dass er in sie verliebt wäre. Da Sayo den Worten nicht glauben kann, aber sich körperlich zu Kiriyama hingezogen fühlt, gehen beide einen Deal ein: sie wollen ein Verhältnis miteinander eingehen, um zu sehen, ob sie sich aufrichtig in einander verlieben könnten. Sobald sie jedoch die wahre Liebe mit einer anderen Person finden würden, würden beide getrennte Wege gehen. Kiriyama lässt sich darauf ein – und so beginnt das Spiel!

Eigene Meinung
„Game – Lust ohne Liebe“ ist eine Serie, in der es vor allem um die Darstellung des nächtlichen Liebesspiels zwischen Sayo und Kiriyama geht. Inhaltlich ist die Geschichte daher eher einfach gehalten. Die Hauptcharaktere sind sehr attraktiv dargestellt. Mit Kiriyama und Sayo treffen zudem zwei Alpha-Tiere aufeinander, was deren Interaktion miteinander interessant macht.

Die Zeichnungen von „Game – Lust ohne Liebe“ sind eher realistisch, ohne Spielerein. Mangaka Mai Nishikata hat dabei wohl eine Vorliebe für Nahaufnahmen, sodass es für detaillierte Hintergrundzeichnungen seltener Gelegenheit gibt.

Auch wenn der Fokus der Serie auf der körperlichen Liebe der beiden Protagonisten liegt, werden sexuelle Details oft nur angespielt, sodass der Rest der Fantasie des Lesers überlassen wird.

Ich persönlich finde das Bild der Frau in dieser Serie etwas bedenklich. Setzt man sich mit der japanischen Gesellschaft auseinander, weiß man, dass japanische Frauen immer noch eine sehr konservative Rolle im Land der aufgehenden Sonne haben. In dieser Serie wird jedoch sehr deutlich gezeigt, dass fleißige Frauen in der von Männern dominierten Arbeitswelt eher verachtet werden. Wiederum zeigt sich Sayo gegenüber Kiriyama oft als sehr willensschwach und hörig. Seinen plumpen Anmachen gibt sie schnell klein bei.

Wer dieses Detail ausblenden kann und erotische Lektüre sucht, kann sicher mal einen Blick in „Game – Lust ohne Liebe“ wagen.

© Izumi Mikage

Game – Lust ohne Liebe © 2016 Mai Nishikata, Hakusensha / Altraverse

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Interviews mit Monster-Mädchen

Name: Interviews mit Monster-Mädchen
Englischer Name: Interviews with Monster Girls
Originaltitel: Demichan wa kataritai
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Petos
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00€

Story
Biolehrer Tetsuo Takahashi führt ein einfaches Leben ohne hohe Ansprüche. Als angehender Lehrer hatte er den Traum, seine Abschlussarbeit über die Ajins zu schreiben. Ajins sind menschenähnliche Kreaturen, die besondere Fähigkeiten besitzen. Doch bisher hatte er nicht einmal das Glück, einen Ajin zu treffen.

Doch sein Leben ändert sich plötzlich, als er an einem einzigen Tag an der Shibasaki Schule vier Ajins auf einen Schlag trifft.

Die neue Mathematiklehrerin Saki Sato gehört zu den Sukkuben, die über eine enorme erotische Anziehungskraft verfügen. Mit nur einem Wimpernschlag bringt ein Sukkubus jeden Mann um den Verstand. Aus diesem Grund kleidet sich Frau Sato immer mit einer dicken Hornbrille, trägt einen Pferdeschwanz und einen Jogginganzug. Nur so kann sie vermeiden, dass sie das sexuelle Verlangen aller Männer an der Schule ins unermessliche treibt.

Doch auch drei Mitschülerinnen gehören zu den Ajins. Die schüchterne Kyoko ist ein Dullahan. Ihren Kopf trägt sie auf ihrem Arm, da dieser vom Körper getrennt ist.

Die Vampirfrau Hikari ist ein aufgewecktes Mädchen. Sie spricht immer alles aus, was sie denkt, was sie zwar etwas dümmlich aber auch sehr liebevoll wirken lässt.

Tetsuhos größter Traum geht in Erfüllung. Endlich kann er mehr über die Ajins erfahren. Dabei räumt er mit vielen Vorurteilen auf. So brauchen Vampire gar kein Blut, um zu überleben und sie sind auch nicht sonnenscheu.

Mit seiner aufgeschlossenen Art ist Tetsuho unter den Ajins sehr beliebt. Dabei entwickeln die Frauen schnell mehr Gefühle für den sympathischen Biolehrer.

Eigene Meinung
„Interviews mit Monster-Mädchen“ ist nicht mit der Serie „Monster Mädchen“ zu verwechseln. Hierbei handelt es sich um eine gänzlich andere Geschichte.
„Interviews mit Monster-Mädchen“ erinnert viel mehr an Serien wie „Love Hina“: Ein etwas sonderbarer, junger Mann, der von einer Vielzahl von Mädchen angehimmelt wird… nur dass diese Mädchen über unglaubliche Kräfte verfügen.

Und genau das macht „Interviews mit Monster-Mädchen“ so interessant. Jedes Mädchen verfügt über eine andere Fähigkeit. Diese wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Es ist faszinierend, mehr über die Kräfte zu erfahren. Dabei sind die Fähigkeiten sehr kreativ und erfrischend neuartig. Beispielsweise entspricht die Vampirin Hikari so gar nicht all den Klischees aus Genrevertretern, wie „Twilight“.

Der Zeichenstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er eher an einen amerikanischen Comic erinnert, als an den typischen Manga-Stil. Das fällt vor allem bei Hauptperson Tetsuho auf, der oft sehr simpel dargestellt wird. Auf Hintergrundzeichnungen wird oft gänzlich verzichtet.

Band 1 der Serie erscheint zunächst sehr dünn zu sein, dennoch erwartet einen langer Lesespaß.

Und wenn die Serie nur halb so interessant wird, wie der erste Band ist, dann ist „Interviews mit Monster-Mädchen“ ein absoluter Hit.

© Izumi Mikage

Interviews mit Monster-Mädchen: © 2015 Petos, Kodansha/ Altraverse

 

 

 

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Mein wildes Geheimnis

Name: Mein wildes Geheimnis
Englischer Name: That Wolf-Boy Is Mine!
Originaltitel: Watashi wa ookami kun
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Yoko Nogiri
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95€

Story
Als Komugi auf die neue Maruyama Schule geht, ahnt sie noch nicht, wie sich ihr Leben schlagartig verändern würde.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Als ihre Mutter für ein Jahr auf Geschäftsreise geht, kommt Komugi bei ihrem Vater in Hokkaido unter, der einen kleinen aber beliebten Udon-Landen betreibt.

In der neuen Schule versucht Komugi nicht zu sehr aufzufallen. In ihrer bisherigen Schule hatte sich Komugi dadurch eher Feinde gemacht. Doch das fällt nicht leicht, als plötzlich die beliebtesten Jungen der Schule Interesse an ihr zeigen. Ihr Sitznachbar ist ausgerechnet der attraktive Yu Ogami, der von Komugis Körpergeruch magisch angezogen wird.

Die nächsten Tage wird sie ständig von Yu beschnüffelt, sodass sie beschließt, mit Yu über die Situation zu reden. Als sie ihn am Nachmittag schlafend im Schulhof entdeckt, traut sie ihren Augen nicht. Aus Yus Kopf wachsen Wolfsohren. Vor ihren Augen verwandelt sich Yu in einen Wolf.

Damit hat Komugi das streng gehütete Geheimnis von Yu und seinen Freunden entdeckt. Sie alle kommen vom Maruyama Berg, einem spirituellen Ort, an dem Tiere Kräfte bekommen. Auch seine Freunde sind Tiere, die sich in Menschen verwandeln können.

Absofort steht Komugi unter strenger Bewachung der Jungs. Vor allem der misstrauische Fuchs Rin traut Komugi nicht über den Weg. Keiner darf erfahren, was die Jungs in Wirklichkeit sind. Aber so wird Komugi nie von den Jungs loskommen, woraufhin sie den Zorn einiger Mitschülerinnen auf sich zieht.

Eigene Meinung
„Mein wildes Geheimnis“ ist eine typische Shojo-Story, in der vor allem attraktive Jungs im Mittelpunkt stehen. Dabei ist für jeden Geschmack sicher ein Junge dabei. Tatsächlich unterscheiden sich Yu und seine Freunde bzgl. Charakter und Aussehen stark voneinander, was es ansprechend macht. Es fällt dadurch zudem einfacher, die Charaktere zu unterscheiden.

Auch wenn die Verwandlung vom Tier zum Menschen einen magischen Ursprung hat, steht im Gegensatz zu anderen Manga, nicht die Mythologie im Vordergrund. Es geht vielmehr darum, wie sie gemeinsam den Schulalltag meistern, ohne aufzufliegen.

Dabei driftet „Mein wildes Geheimnis“ leider etwas zu sehr in eine einfache Highschool-Story ab.

Der Zeichenstil ist simpel aber sauber und klar definiert. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der Geschichte.

Leser von einer etwas anderen Highschool-Story dürften daher auf den Geschmack kommen.

© Izumi Mikage

Mein wildes Geheimnis: © 2015 Yoko Nogiri, Kodansha/ KAZÉ

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