Meine wunderbaren Brüder

Name: Meine wunderbaren Brüder
Englischer Name:
Originaltitel: Futei de furachi na ani desu ga
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In der Highschool sind die Shiratori-Brüder zurzeit in aller Munde. Sie sind vor allem bei den Mädchen total beliebt. Kein Wunder, denn sie sehen nicht nur unwiderstehlich gut aus, sondern sind auch überaus talentiert. Sou ist ein Meister in der Küche, Daichi ist im Fußball ein absolutes Ass und Yuto arbeitet bereits als Model. Natürlich sind die Erwartungen der Schüler groß, als bekannt wird, dass heut auch die Schwester Shiratori in der Highschool eingeschult wird.

Doch die süße Ayumu ist überraschenderweise das absolute Gegenteil der Shiratori-Brüder. Sie ist tollpatschig und alles andere als grazil. Kein Wunder also, dass sich die drei Brüder mit Adleraugen um Ayumu kümmern. Sie hegen und pflegen sie, schleichen immer um Ayumu rum und behandeln sie, als wäre sie noch im Grundschulalter. Natürlich ist Ayumu das ganze Tammtamm total unangenehm. Zudem stößt es ihren weiblichen Mitschülerinnen negativ auf, dass die Aufmerksamkeit der Shiratori-Brüder nun komplett an Ayumu fällt.

Doch wo andere in Ayumu nur einen Störenfried sehen, sieht der Junge Takuya scheinbar ein liebenswürdiges und fürsorgliches Mädchen. Er gesteht ihr seine Liebe, worauf Ayumu eine Beziehung mit Takuya führen möchte.

Als Ayumu am nächsten Tag in der Schule erscheint, ertappt sie ihre drei Brüder dabei, wie sie Takuya im Schwitzkasten haben und ihn übel in die Mangel nehmen. Ayumu hatte schon befürchtet, dass ihre Brüder einen Freund nie akzeptieren würden. Kein Junge wäre je perfekt für ihre kleine Schwester. Ayumu ratet aus und verflucht ihre Brüder. Sie will nie wieder etwas mit ihnen zu tun haben und nimmt mit Takuya reis aus. Zusammen verstecken sie sich in einem verlassenen Klassenzimmer.

Aber wie sich herausstellt hatten Ayumus Brüder ein Gespür für Ärger, denn als Ayumu und Takuya ungestört sind, fällt er über sie her. Mit Gewalt presst er Ayumu auf einen Tisch und lässt ihr kaum Raum zum Atmen. All das Spiel war nur ein Vorwand um endlich Rache üben zu können, denn Takuya hat noch eine offene Rechnung mit den Shiratoris.

Eigene Meinung
„Meine wunderbaren Brüder“ ist eine Geschichte über eine Art „Vierecks-Beziehung“. Auch ein unerfahrener Leser kommt schnell auf den Trichter, dass die enorme Fürsorglichkeit der Shiratori-Brüder für ihre Schwester keine normales Familienverhalten ist. An dieser Stelle sei daher nicht zu viel verraten aber aus „Meine wunderbaren Brüder“ entwickelt sich noch eine Liebesgeschichte.

Der Zeichenstil des Einzelbandes ist recht einfach und unspektakulär. Ein paar mehr Highlight in Haaren und Augen, sowie Lichteffekte hätten diesem Shojo-Manga sicher gutgetan. Wiederum sind die niedlichen Chibi-Zeichnungen und die humorvollen Szenen von Ayumu zuckersüß und lockern die Story positiv auf.

„Meine wunderbaren Brüder“ versorgt die Leser mit simpler aber kurzweiliger Unterhaltung.

© Izumi Mikage

Meine wunderbaren Brüder© 2012 Yuki Shiraishi, Shogakukan/ Tokyopop

 

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Primo Prima!

Name: Primo Prima!
Englischer Name:
Originaltitel: Primo Prima!
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2013
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Utano Yuzuki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Für die 15-jährige Ui Himezato erfüllt sich heut ein Traum – es ist der 1. Schultag an der berühmten Shinomiya Privat-Oberschule. Schon seit ihrer Kindheit hat sie gelernt und gelernt, um eines Tages an dieser Schule angenommen zu werden. Der Grund für diesen Wunsch ist Uis Mutter.
Ihre Mutter ist leider früh verstorben. Nur wenige Erinnerungen sind Ui an ihre Mutter geblieben. Ui weiß jedoch noch, dass sie ebenfalls an die Shinomiya Privatschule ging und dort als „Prima“ von allen verehrt wurde.

Der Titel „Prima“ wird nur der beliebtesten, klügsten und hübschesten Schülerin der Schule verliehen. Natürlich möchte Ui in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und ebenfalls „Prima“ werden. Doch all das ist leichter gesagt als getan. Ui ist nämlich nicht sonderlich beliebt. Sie ist tollpatschig und ihre Noten sind unterirdisch.

Neben der „Prima“ gibt es aber auch den männlichen Gegenpart – den „Primo“. Momentan ist der attraktive Kaouki an der Spitze der über 3.000 Schüler – doch die beliebten Jungen Tatsukawa, Kaname und Chihiro sind ihm dicht auf den Fersen.

Als die hitzköpfige Ui zufällig die seltene Gelegenheit bekommt, mit dem Primo und seinen drei Konkurrenten zu sprechen, beichtet sie, dass sie alles tun wird, um selber Prima zu werden.

Kaouki findet Ui interessant. Mittlerweile gab es so lange keine „Prima“ mehr, dass die Rolle der „Prima“ zu einer Legende geworden ist. Kaouki entschließt sich kurzerhand Uis Trainer auf dem Weg zur „Prima“ zu werden. Doch dafür muss Ui erst einmal bekannt werden und wichtige Schulpunkte ergattern. Leichter gesagt als getan, denn Ui ist nicht sonderlich begabt – vor allem nicht im Tanzen. Als Kaouki sie jedoch für den Tanzwettbewerb der Schule anmeldet, bleibt ihr keine Wahl. Sie muss ihre beiden linken Füße dazu bekommen, einen Walzer zu tanzen. Ob Kaouki es schaffen wird, aus Ui eine wunderschöne „Prima“ zu machen?

Eigene Meinung
„Primo Prima!“ ist ein typisches Shojo-Manga, wie es im Bilderbuche steht: hübsche Jungs, ein unschuldiges Mädchen und ganz viel Romantik. Mangaka Utano Yuzuki hat bei „Primo Prima!“ ganz viel Aufmerksamkeit in die Bilder gelegt. Jedes Detail wirkt geplant und sorgfältig ausgearbeitet. Hintergründe sind sehr detailliert, Haare aufwändig schattiert und jedes Panel mit Effekten übersäht. Es wird dem Leser also ordentlich was fürs Auge geboten. Jedoch muss ich auch zugeben, dass genau diese Detailverliebtheit auch mal überfordern kann. Manche Seiten wirken überladen, sodass man gar nicht weiß, wo man alles hingucken muss. Manchmal gibt es sogar mehr als acht Panel-Kästchen auf einer Seite. Und auch an Sprechblasen wird nicht gespart.

Ich muss zugeben, dass genau das die Schwachstelle von „Primo Prima!“ ist, die dazu führt, dass man schnell auch mal den Faden verliert.

Die Geschichte wiederum ist durchaus interessant. Vor allem das Punktesystem der Shinomiya Schule macht das ganze irgendwie innovativ und spannend.

Wer also Zeichnungen, die man noch aus Shojo-Manga der älteren Generation kennt, mag und wer Highschool-Geschichten gut findet, wird mit „Primo Prima!“ sicher glücklich.

© Izumi Mikage

Primo Prima!: © 2013 Utano Yuzuki, Shueisha / KAZÉ

 

 

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:REverSAL

Name: :REverSAL
Englischer Name:
Originaltitel: :REverSAL
Herausgebracht: Japan: MAG Garden Corporation 2012
Deutschland: KAZÉ 2015
Mangaka: Karakarakemuri
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story

Ayame ist mit Leib und Seele Geisha. Sie liebt ihren Alltag im Gion-Distrikt und fühlt sich mit ihrer Heimatstadt Kyoto verbunden. Es gibt nur eine Kleinigkeit, die sie mehr liebt, als ihr Geisha-Leben – die „Ying Yang Krieger“ im Fernersehen. Dabei kämpfen 5 Helden, die an die Power-Ranger erinnern, gegen das Böse für Gerechtigkeit. Für ihre Mutter ist Ayames Leidenschaft für diese TV-Helden ein absoluter Dorn im Auge. Ayame sollte sich lieber an Maika, dem Star des Hauses „Yumezato“, orientieren. Maika ist hübsch, vornehm und gebildet. Aber auch wenn Maika und Ayame grundsätzlich verschieden sind, verstehen sich die beiden als wären sie Schwestern.

Als Ayame und Maika eines Abends von einer Veranstaltung, auf der sie einen Auftritt hatten, zurück nach Hause gehen, stolpert ihnen plötzlich ein fremder, jungerMann vor die Füße. Bevor Ayame aber ins Gespräch mit dem Fremden kommen kann, ergreift dieser die Flucht. In der Eile fällt dem Mann nicht mal auf, dass er eine Art Tablet verloren hat. Als Ayame zu Haus diesen Bildschirm betrachtet, erscheint plötzlich Text auf dem Monitor. Ayame gibt daraufhin voller Neugierde ihren Namen ein. Doch dann passiert nichts mehr und der Bildschirm wird wieder schwarz.

Doch seitdem Ayame diese seltsame Konsole gefunden hat, hört sie an jeder Ecke ein altes Lied aus ihrer Kindheit. Als sie beginnt, das Lied mitzusingen, reagiert die sonst so sanfte Maika überraschend aggressiv darauf. Und am nächsten Tag wird es noch verrückter, als sie beim Singen dies Liedes auf einmal auf offener Straße von einem glatzköpfigen Rüpel brutal gepackt wird. Er drückt Ayame die Luft ab, als in letzter Sekunde der junge Mann vom Vortag erscheint, und Ayame rettet. Er zieht sie in sein Auto und flieht. Doch scheinbar entfernen sich die beiden blitzschnell aus Kyoto. Sie fahren durch unzählige Torii-Bögen, die Ayame zuvor noch nie gesehen hat.

Als sie aus dem Auto aussteigt, kommen ihr Kyotos Straßen vertraut und zugleich befremdlich vor. Es ist stockdunkel geworden und die Schrift auf den Straßenschildern scheinen seltsamerweise spiegelverkehrt zu sein. Ayame entschließt sich, auf den schnellsten Weg nach Hause zu gehen und diesen verrückten Tag hinter sich zu lassen. Zu Hause angekommen steht ihre Mutter in der Küche und bereitet gerade das Abendbrot vor. Doch bevor Ayame auch nur einen Ton herausbekommt, fällt ihre Mutter plötzlich mit einem Messer über Ayame her. Das Gesicht ihrer Mutter ist verfallen und ihre Augen leer. Auch Ayames Schwestern sehen aus wie Zombies. Plötzlich geht es um für Ayame um Leben und Tod. Was ist passiert und wie ist Ayame hier bloß gelandet?

Eigene Meinung

„:REverSal“ ist ein spannender und abwechslungsreicher Action-Titel, der es schafft, sich von anderen Mitstreitern des selben Genres abzuheben.

Ansatzweise erinnert „:REverSal“ an „Darwins Game“. In beiden Werken geraten die Protagonisten durch ein seltsames Online-Rollenspiel in einen Kampf um Leben und Tod.

:REverSAL ist sehr hübsch gezeichnet, vor allem die Kimonos und der Haarschmuck der Geishas sind sehr detailliert und schön.

Im Gegensatz dazu, wurde nicht viel Zeit in die Darstellung von Nebenpersonen investiert. Diese sind simpel und gehen eher unter. Dennoch fällt dieser kleine Makel nicht weiter ins Gewicht, denn die umfangreichen und originalgetreuen Hintergründe, wie die Straßen und Länden Kyotos, sind so ansehnlich, dass man Zeit und Ort vergisst. Der Leser fühlt sich fast so, als wäre er in Japan.

„:REVerSAL“ bleibt bei all der Schönheit aber ein Horrormanga und die blutigen Szenen und teilweise brutale Gewalt erinnern immer mal wieder daran.

Letztendlich ist das Ende des ersten Bandes spannend, denn irgendwas ist an den Zombies seltsam. Sie scheinen nicht so böse zu sein, wie alle behaupten. Bleibt abzuwarten, was Karakarakemuri in Band 2 daraus macht.

© Izumi Mikage

:REverSAL: ©2012 Karakarakemuri, MAG Garden Corporation/ KAZÉ

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Love Stories

Name: Love Stories
Englischer Name:
Originaltitel: Musunde Hiraite
Herausgebracht: Japan: MAG Garden Corporation 2010
Deutschland: KAZÉ 2015
Mangaka: Mayu Minase
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story

Love Stories“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. In Band 1 erfährt der Leser die Liebesgeschichten von 4 verschiedenen Protagonisten:

Der Junge Hiro ist unsterblich in die bildhübsche Himari verliebt. Unzählige Male hat er ihr schon seine Liebe gestanden und ist jedes Mal abgeblitzt. Seine Chancen stehen nicht gut, bei dem beliebtesten Mädchen der Schule anzukommen, denn Hiro ist das genaue Gegenteil von der intelligenten, sportlichen, freundlichen und schönen Himari. Hiro ist tollpatschig, sieht durchschnittlich aus und hat schlechte Noten in der Schule. Zudem haben bisher alle Jungs, die Himari ein Geständnis gemacht haben, einen Korb bekommen.
Dennoch gibt Hiro nicht auf, Himari von sich zu überzeugen.

Als er eines Tages aber sein Handy in der Schule vergisst, auf dessen Display auch noch ein heimlich geschossenes Foto von Himari prangt, wird Hiro panisch. Natürlich tritt der worst case auch noch ein, denn ausgerechnet Himari findet sein Handy bei ihrem Putzdienst. Doch Hiros Pech wird plötzlich zu einem Glücktreffer, denn Himari erklärt sich bereit, Hiro das Handy vorbei zu bringen.

Hiro malt sich ein wunderschönes Treffen aus, doch als Himari da ist, übergibt sie das Handy und macht noch am Eingangstor zum Haus kehrt. Wäre nicht Hiros Schwester da gewesen, die Himari aus ihrer Kindheit kennt, wäre es wohl ein kurzes Treffen geworden. Doch dank Hiros Schwester erklärt sich Himari bereit, auf eine Tasse Tee zu bleiben.

Hiro könnte nicht glücklicher sein. Alles scheint perfekt. Doch diese Idylle hält leider nicht lang, denn in einem unachtsamen Moment stolpert Hiro und fällt genau auf die überraschte Himari. Diese ergreift daraufhin völlig aufgelöst die Flucht. Kein Wunder, wie Hiro von seiner Schwester erfährt, denn Himari kann keinen Kontakt zu Männern haben – sie leidet unter einer extremen Männerphobie! Hiros Träume zerbrechen wie Glas, als er das erfährt. Gibt es dennoch eine Zukunft für ihn und Himari?

Die nächste Shortstory handelt von Hiros Klassenkameraden Kei, der sein Notizbuch wie seinen Augapfel hegt, indem er Informationen über seine Mitschüler sammelt. Nur um die schüchterne Rio sind die Notizen noch etwas spärlich. Er macht sich also auf die Suche nach ihr und entdeckt Rio allein in der Bibliothek, wie sie heimlich Manga zeichnet. Er beschließt sie dabei zu unterstützen und ihr zu helfen, an einem Wettbewerb für angehende Mangaka teilzunehmen.

„Die unerwiderte Liebe einer Kindheitsfreundin“ handelt von Natsu – Keis Nachbarin. Seit ihrer Kindheit ist sie in den eigentümlichen Kei verliebt. Diese sieht in ihr aber eher eine Art Schwester. Natsu möchte von Kei endlich als Frau betrachtet werden und nimmt ihr Glück endlich selbst in die Hand.

Die letzte Story handelt von Tomoki, der aussichtlos verliebt ist. Seine große Liebe zieht nicht nur demnächst weg, sondern ist zu allem Überfluss auch noch seine Lehrerin. Ein Liebe zwischen Schüler und Lehrer kann niemals funktionieren… oder doch?

Eigene Meinung

„Love Stories“ ist eine wunderschöne Sammlung von romantischen Kurzgeschichten. Das Besondere dabei: die Nebencharaktere einer Geschichte sind die Hauptcharaktere der nächsten Love Story, sodass es sich auch eher wie eine zusammenhängende Handlung anfühlt.
Zudem lernt dadurch der Leser die Charaktere bereits früh kennen und kann eine gute Verbindung zu ihnen aufbauen.

Mein persönlicher Favorit ist die Geschichte von Kei und Rio. Aber eigentlich sticht keine der Geschichten als Hauptgeschichte heraus. Alle 4 Love Stories fühlen sich gleichwertig an. Auch die Anzahl an Seiten ist bei jeder Geschichte ungefähr identisch. Es ist also eine reine Geschmackssache, welche Geschichte man am besten findet.

Zugegebenermaßen sind nicht alle Handlungen von „Love Stories“ wirkliche Weltneuheiten. Dennoch schafft es Mayu Minase, jeder Geschichte erfrischend vielseitig und abwechslungsreich darzustellen. Keine Shortstory ähnelt der anderen, sodass beim Lesen nie Langeweile aufkommt.

Der Zeichenstil ist sehr anschaulich. Emotionen kommen wunderbar rüber. Hintergründe werden zwar oft auf das Nötigste eingekürzt, was allerdings zu keinem Zeitpunkt stört. Die Darstellung der handelnden Personen stehen so im Mittelpunkt, dass man sich kaum auf etwas Anderes konzentriert. Die Stärke von „Love Stories“ liegt somit im Zauber der Einfachheit und Klarheit.

Jedem Romantiker kann ich dieses Werk nur wärmstens empfehlen.

© Izumi Mikage

Love Stories: © 2010 Mayu Minase, MAG Garden Corporation/ KAZÉ

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Subaru – My Dirty Mistress

Name: Subaru – My Dirty Mistress
Englischer Name:
Originaltitel: Kimi wa midara na boku no joou
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Lynn Okamoto
Zeichnungen: Mengo Yokoyari
Bände: 1 Band, wird fortgesetzt (geplant 2 Bände)
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Der Atem des Highschool-Schülers Akira gerät ins Stocken, wenn seine Klassenkameradin Subaru den Raum betritt. Wenn Sie erscheint, ist es, als würde die Zeit stehen bleiben. Alle Jungs der Schule schwärmen insgeheim für Subaru. Sie ist wunderschön, klug und anmutig. Natürlich traut sich auch Akira nicht, Subaru unbedarft anzusprechen. Dabei kennt sich beide schon seit ihrer Kindheit. Damals war sie noch unkompliziert und burschikos. Sie war für Subaru eher wie sein bester Kumpel und nicht wie seine Freundin.

Doch Subaru hat eigentlich schon immer in einer anderen Liga gespielt. Sie kommt aus guten Verhältnissen. Ihre Familie schwimmt in Geld und Luxus. Kein Wunder also, dass Subaru letztendlich auf eine elitäre Privatschule mit Internat eingeschult wurde.

Daraufhin vergrub sich Akira in seinen Schulbüchern. Er lernte unermüdlich, bis er endlich das heiß ersehnte Stipendium bekam, um dieselbe Highschool wie Subaru besuchen zu können. Doch nachdem er sogar die gleiche Klasse wie Subaru besucht, wird Akira von ihr eiskalt ignoriert.

Seine Liebe zu Subaru tut dies allerdings keinen Abbruch, sodass er sich eines Tages sogar an einem kindlichen Zauberspruch versucht. Er bittet den Versteckten Gott, in seinem Kleiderschrank einen Zugang zu Subarus Internatszimmer zu schaffen. Als Akira diese Gedanken gerade belächeln möchte, öffnen sich plötzlich die Türen seines Schrankes und Subaru steht vor ihm.

Als wäre das nicht verwirrend und verstörend genug, meldet sich auf einmal der versteckte Gott zu Wort, der sich in Akiras Kopfkissen manifestiert hat. Dieser kündigt an, als Preis für die Erfüllung des Wunsches jeden Tag eine Stunde menschliche Selbstkontrolle zu stehlen – aber nicht von Akira, sondern von Subaru! Immerhin hatte sie den gleichen Wunsch wie Akira und hat diesen sogar zuerst geäußert! Kaum hat der versteckte Gott seine Worte gesprochen, fängt Subaru an zu schwitzen. Sie reißt sich ihre Kleidung vom Körper und versucht Akira zu verführen. Kein einziges Wort der eindeutigen Anspielungen scheint ihr peinlich zu sein. Sie will, dass sie und Akira sich einander hingeben und zwingt ihn förmlich dazu. Seitdem ist kein Tag mehr normal. Ständig muss Subaru aufpassen, nicht in der Öffentlichkeit die Kontrolle zu verlieren. Und Akira ist dabei das Opfer, dass Subaru dabei beherbergen und vor allem widerstehen muss.

Eigene Meinung
Beim Anblick des Buchcovers könnte man den Anschein erlangen, „Subaru – My Dirty Mistress“ sei eine niedliche, humorvolle und einfühlsame Liebesgeschichte. Wer sich jedoch mit den Werken von Lynn Okamoto, wie „Elfenlied“, auskennt, weiß, dass diese Geschichten alles andere als 0-8-15 und harmlos sind. Allerdings hätte Kenner von Lynn Okamoto „Subaru – My Dirty Mistress“ bei einer Altersbeschränkung von 18+ wohl eher eine blutige und brutale Story erwartet. „Subaru“ setzt anstatt auf Brutalität aber eher auf Erotik. Tatsächlich sieht man gefühlt auf jeder 5. Seite nackte Körper und Subarus Busen. Und auch bei der Konversation während Subaru mal wieder die Beherrschung verliert, wird kein Blatt vor dem Mund genommen. Es wird also sehr vulgär und anzüglich.

Trotz viel Sexappeal schafft es „Subaru – My Dirty Mistress“ irgendwann überraschenderweise auch einen Hauch von Romantik aufzubauen. Akira und Subaru hegen auch ehrliche Gefühle füreinander, die, wenn sie endlich mal ausgesprochen werden, bei der sonst überspitzten Erotik, auffallen.

„Subaru – My Dirty Mistress“ war zunächst als One-Shot gedacht und tatsächlich wirkt die Geschichte in sich abgeschlossen. Wer Band 1 jedoch mochte, wird sich freuen, dass es Subaru zur Serie mit 2 Bänden geschafft hat.

© Izumi Mikage

Subaru – My Dirty Mistress: © 2012 Lynn Okamoto/Mengo Yokoyari, Shueisha/ Tokyopop

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Love Live! School Idol Diary

Name: Love Live! School Idol Diary
Englischer Name: Love Live! School Idol Diary
Originaltitel: Raburaibu!
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2014
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Character Design: Yuhei Murato
Story: Sakurako Kimino
Zeichnungen: Masaru Oda
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Honoka hat es geschafft, um ihre Schule berühmt zu machen und somit vor der Schließung zu retten, hat sie die School Idol Gruppe „µ’s“ gegründet. Seitdem ist kein Tag wie der andere, was sie dazu bringt, Tagebuch zu führen.

Sie berichtet von dem Tag des „Star-Shootings“: Niko ist wie besessen darauf, die Bekanntheit der µ’s durch interessante und niedliche Fotos zu erhöhen. Sie kurbelt die Werbetrommel an und überzeugt ihre Freundinnen der ’s ein Fan-Event zu organisieren. Hinter der Sporthalle sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden – Fans können in Kontakt mit ihren Stars treten und die School Idols erhalten dadurch wertvolle Fotos. Niko animiert ihre Freundinnen der µ’s Posen zu üben und sogar ein Werbeplakat zu basteln.

Doch als der große Tag gekommen ist, kommt außer Honoka und Kotori keiner zum Shooting. Zudem regnet es wie verrückt. Beide sind mehr als enttäuscht. Das Event war ein totaler Reinfall… können die ’s diesen Tag noch irgendwie retten?

An einen anderen Tag bricht zwischen Honoka und Umi ein riesen Streit aus. Beide gehen sich aus dem Weg und wollen nichts mehr mit einander zu tun haben. Können die µ’s daran zerbrechen? Das kann Kotori nicht zulassen. Sie organisiert ein Treffen um beide wieder an die gemeinsame Kindheit zu erinnern. Wird Kotori die Versöhnung gelingen?

Neben diesen beiden Geschichten aus dem Alltag der µ’s wird über Maki berichtet, die aus heiterem Himmel die School Idols verlässt. Was kann der Grund dafür sein, denn ohne Maki klappt plötzlich keine Performance mehr. Die Idols müssen sich zusammentun, um Maki davon zu überzeugen, zurück zu kommen.

Eigene Meinung
„Love Live! School Idol Diary“ ist eine Art Add-on zu „Love Live! School Idol Project“. Die Gruppe ’s mit all seinen Mitgliedern ist gegründet, sodass es nun um den Alltag der 9 Mädchen geht.

Obwohl die Zeichnungen nicht mehr von Arumi Tokita, sondern von Masaru Oda stammen, ähneln sich die Bilder stark. Typische charakterliche Merkmale sind identisch geblieben. „Love Live!“ konzentriert sich natürlich weiterhin auf die niedliche Darstellung der Mädchen.

Wenn man jedoch noch nie von „Love Live“ gehört hat, sollte zuerst „School Idol project“ Lesen und nicht mit „School Idol Diary“ anfangen. Die Vielzahl an Mädchen sind zu Beginn nicht für den Leser vierwirrend. Man kann sie nicht gleich voneinander unterscheiden. Zudem fehlt eine kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte.

Allerdings dürften sich Fans der Serie auf ein Wiedersehen mit ihren Lieblingscharakteren des Love Live!-Universums freuen. Zwar wird die Story durch die Kurzgeschichten nicht sonderlich beeinflusst, aber der Leser gewinnt einen Einblick in den Alltag der Mädchen. Love Live!-Fans werden daher sicherlich mit genügend Fanservice bedient werden.

© Izumi Mikage

Love Live! School idol diary: © 2014 Sakurako Kimino/ Masaru Oda/ Yuhei Murota, Kadokawa/ EMA

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Demon Chic X Hack

Name: Demon Chic X Hack
Englischer Name:  –
Originaltitel: Akuma ni Chic X Hack
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Arina Tanemura
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Giselle Feres ist kein gewöhnliches, junges Mädchen. Sie ist bereits 194 Jahre alt und gehört zu einer angesehenen Adelsfamilie der Dämonen.

Eines Tages reagiert Giselle auf den Zauberspruch des kleinen Jungen Ichiritsu. Er hat sich alle Mühe gegeben, einen Dämon heraufzubeschwören, um seinen innigsten Wunsch zu äußern.

Auch wenn Giselle eine Dämonin ist und ihre Aufgabe darin besteht, Wünsche von Menschen zu erfüllen und im Gegenzug ihre Herzen zu essen, hat sie sofort Mitleid für den verzweifelten Ichiritsu. Doch in dem Moment, wie er seinen Wunsch aussprechen möchte, erscheinen plötzlich zwei Handlanger aus dem Dämonenreich, um Giselle wieder zurück in ihre Heimat zu bringen.
Tatsächlich gilt Giselle in der Dämonenwelt mit ihren 194 Jahren noch als minderjährig. Erst mit 200 Jahren dürfen Dämonen Verträge mit Menschen eingehen. Und so verschwindet Giselle wieder in der Welt der Dämonen, ohne den Wunsch von Ichiritsu gehört zu haben.

Sechs Jahre vergehen, in denen Giselle im Protest gegen ihre Eltern und mit einem Essenstreik, indem sie sich nur noch von Marshmallows ernährt, ausharrt.
Als der Tag ihres 200. Geburtstags endlich gekommen ist, packt sie ihren Vertrauten in der Gestalt des Katers Masokachi und macht sich auf in die Menschenwelt. Dort schreibt sie sich in der gleichen Schule wie Ichiritsu ein, um sich ihm vorsichtig zu nähern und sein Vertrauen zu gewinnen. Das Problem dabei – Ichiritsu geht in ein Jungeninternat, sodass Giselle kurzerhand die Gestalt des 16-jährigen Schülers Ryusei annimmt.

Als Giselle Ichiritsu findet, hat sich nicht nur sein Aussehen, sondern auch sein Charakter komplett verändert. Der schroffe, brutale und unnahbare Ichiritsu will mit Giselle als Ryusei nichts zu tun haben. Anstelle dessen kann Ryusei aber mit Ichiritsus einzigen Vertrauten, Shundai, Kontakt aufbauen.

Und nach einiger Zeit bekommt Giselle langsam eine Ahnung, worum sich Ichiritsus größter Wunsch, für den er sogar einen Pakt mit einem Dämon eingehen würde, drehen könnte.
Scheinbar war Shundai einmal ein großartiger Leichtathlet. Laufen war seine große Leidenschaft und ihm stand eine glorreiche Karriere bevor. Doch dann gab es einen tragischen Unfall, an dem Ichiritsu wohl nicht ganz unbeteiligt war. Seitdem kann Shundai nur noch unter Anstrengung laufen.

Was könnte Ichiritsu damals getan haben und welche Gefühle versteckt Ichiritsu unter seiner gefühlskalten Maske?

Eigene Meinung
Und wieder startet Arina Tanemura mit einer neuen Serie in Deutschland durch. Doch diesmal ist das Vergnügen nur kurz, denn nach 2 Bänden ist schon wieder Schluss mit „Demon Chic X Hack“. Wieder einmal spielt Arina Tanemura ihre Stärken aus und begibt sich in ihrer neuen Serie in eine Fantasiewelt voller Magie und Zauberei. Allerdings wird der Kenner von Arinas Werken ebenfalls bemerken, dass „Demon Chic X Hack“ irgendwie anders wirkt. Man hat das Gefühl, dass manche Details der Story eher lieblos sind und die Geschichte durch nebensächliche Side-Storys unnötig in die Länge gezogen wird. So gibt es beispielsweise eine Morddrohung, die die Story weder voran noch zurückwirft. Auch ein kleiner Unfall, den Giselle mit der Erscheinung eines Geistes erklärt, wird von Shundai und Ichiritsu ohne Wenn und Aber akzeptiert. Das ist selbst für einen gutgläubigen Leser nur schwer zu verstehen. Der Leser pendelt dadurch immer zwischen Euphorie und Melancholie, denn die Handlung von „Demon Chic X Hack“ hat starke Höhen und Tiefen.

Das Ende des ersten Bandes bietet wiederum nicht nur Fan-Service, sondern auch eine große Überraschung, sodass das Ende einiges wieder gut macht.

Fans von Arina Tanemura werden sicherlich auch „Demon Chic X Hack“ nicht verschmähen, auch wenn die Serie alte, wie auch neue Seiten zeigt.

© Izumi Mikage

Demon Chic X Hack: © 2016 Arina Tanemura, Shueisha/ Tokyopop

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Dusk Maiden of Amnesia

Name: Dusk Maiden of Amnesia
Englischer Name:  –
Originaltitel: Tasogare Otome x Amnesia
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2009
Deutschland: KAZE 2015
Mangaka: MAYBE
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die Seikyo Schule vereint auf seinem gigantischen Gelände von der Grundstufe bis hin zur Oberstufe alle Klassen. Mit den Jahren entstand dabei ein riesiger Schulkomplex. Einige Gebäude wurden dabei jedoch Opfer der Zeit. Die porösen und herunterkommenden Schulteile wurden gesperrt und der Zugang verboten. Doch dadurch wuchsen auch die Gerüchte, die sich um diese Gebäudeteile ranken. Angeblich wurde die Seikyo Schule auf verfluchten Grund errichtet. Um nicht Opfer dieses Fluches zu werden, wurde damals ein Mädchen geopfert, deren Leiche sich noch irgendwo auf dem Schulgelände befinden soll.

Der 7. Klässler Teiichi glaubt an alle diesen Tratsch nicht. Doch als er sich eines Tages im alten Schulgebäude verläuft, ist auch ihm etwas unwohl. Auf der Suche nach dem Ausgang fällt ihm eine weitere Legende ein. Angeblich soll in der Schule ein alter Spiegel stehen. Im Inneren des Spiegels ist ein Geist verbannt. Dreht man dem Geist den Rücken zu, zieht er einen für alle Ewigkeit in den Spiegel. Kaum hat sich Teiichi an diese Geschichte erinnert, entdeckt er vor sich einen gigantischen Spiegel. Teiichi durchfährt ein eiskalter Schauer, als ihn plötzlich ein Mädchen auf die Schulter tippt. Die hübsche Yuko amüsiert sich prächtig über den schreckhaften Teiichi. Zusammen durchqueren sie die Schule, um zum Ausgang zu gelangen. Als beide das dunkle Gebäude verlassen und endlich wieder an der frischen Luft sind offenbart Yuko ihr kleines Geheimnis – sie ist der Geist der Schule. Teiichi fühlt sich veräppelt. Schließlich kann er Yuko am ganzen Körper berühren und sie fühlt sich warm an.

In den nächsten Tagen trifft Teiichi immer wieder auf Yuko, auch wenn er sie vorher nie zur Kenntnis genommen hat. Und tatsächlich scheint nur er Yuko zu sehen. Yuko lässt ihn einfach nicht mehr allein, wodurch sich zwischen beiden eine Art Freundschaft entwickelt. Doch je mehr sich beide unterhalten, umso deutlicher wird, dass Yuko gar nichts von sich und ihren Lebzeiten weiß. Wie ist sie gestorben und was ist mit ihrer Leiche passiert. Beide beginnen den dunklen Sagen der Schule nachzugehen, um vielleicht etwas über Yuko und ihren Tod zu erfahren.

Eigene Meinung
„Dusk Maiden of Amnesia“ ist eine Mischung aus Horror- und Detektiv-Geschichte. Etwas Leichtigkeit bekommt die Serie mit ein paar erotischen Anspielungen über Yukos toten aber dennoch wahnsinnig attraktiven und üppig geformten Körper. Teiichi wiederum reagiert dabei sehr stereotyp. Wie erwartet ist er in diesen Situationen eher panisch und peinlich berührt – wie man es z.B. von Rito aus „Love Trouble“ oder Keitaro aus „Love Hina“ kennt. Dennoch ist die Serie, wobei jedes Kapitel über eine der düsteren Legenden handelt, vor allem durch diese Erzählweise erfrischend. Der Spannungsfaden bleibt durch diesen „Short-Story-Aufbau“ konstant bestehen.

Der Zeichenstil ist für ein Manga sehr grob und dunkel. Gewisse Szenen erinnern eher an einen US-Comic als an ein Manga. Yukos Augen sind oft derartig groß und sichelförmig, dass man sie für eine Chinesin halten könnte. Die Hintergrund-Illustrationen bestehen Großteiles aus schattierten und großzügig mit Rasterfolie bedeckten Flächen.

Wer sich aber ein blutig brutalen Horror-Manga gewünscht hätte, ist mit „Dusk Maiden of Amnesia“ sicher falsch beraten. Ich persönlich finde es sehr gut, dass die Serie auch ohne solch drastische und verstörende Elemente auskommt. Horror geht eben auch ohne Splatter-Elemente.

© Izumi Mikage

Dusk Maiden of Amnesia: © 2009 MAYBE, Square Enix/ KAZÉ

 

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Hausarrest ab 19:00!

Name: Hausarrest ab 19:00!
Englischer Name:
Originaltitel: Kyo kara mongen 7:00 desu
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Kozue Chiba
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Tokas Leben hat sich vor einer Woche schlagartig geändert – ihre Mutter ist gestorben. Ohne Vater war ihre Mutter die einzige Bezugsperson und Familie. Doch ab sofort muss Toka ihr Leben allein bestreiten und auf eigenen Beinen stehen. Selbst ihr Freund Keisuke scheint momentan kaum Zeit für tröstende Worte zu haben, da er mit seiner AG beschäftigt sei. Nicht mal auf SMS antwortet er.

Aber als Toka die Wohnungstür aufschließt, ist sie widererwarten nicht allein. Es steht plötzlich ein fremder Mann in ihrer Küche. Natürlich ist sie erschrocken und reagiert panisch auf die Anwesenheit eines Fremden. Der Mann stellt sich als Ryu vor – einen Arbeitskollegen und Freund ihrer verstorbenen Mutter. Ihr letzter Wunsch vor ihrem Tod war es, dass sich Ryu um Toka kümmern sollte. Dieser Bitte kommt Ryu nun nach, indem er sich kurzerhand als Haushaltshilfe in Tokas Heim eingenistet hat. Auch wenn Toka bei dem rüpelhaften und rätselhaften Ryu ihre Bedenken hat, lässt er sich einfach nicht abwimmeln, sodass sie seine Hilfe letztendlich akzeptiert.

Seitdem herrschen andere Regeln. Auch wenn sich Ryu das Haus putzt und kocht, muss Toka nun Ordnung halten und um 19 Uhr zu Haus sein. Auch wenn seine schroffe Art streng erscheint, stellt Toka fest, dass er sie auch dazu bringt, sich jemanden anzuvertrauen. Sie fühlt sich sicher und geborgen, obwohl Toka sonst versucht hat, ihre Gefühle eher zu unterdrücken. Dabei bemerkt sie plötzlich, dass Ryu ein fürsorglicher und attraktiver Mann ist. Jedoch scheint Ryu in Toka mit ihrer noch kindlichen Erscheinung eher eine kleine Schwester zu sehen. Wieso sonst sollte er ihr den Namen „Steichhölzchen“ verpasst haben? Kann Toka diese Emotionen einfangen und mit Ryu weiterhin zusammenleben?

Eigene Meinung
Mal wieder erscheint ein weiteres Werk von Shojo-Meister Kozue Chiba in Deutschland. Auch dieses Mal schafft es Kozue Chiba ein niedliches, einfühlsames Werk mit Wiedererkennungswert zu produzieren. Dabei sind vor allem die zarten Zeichnungen herausragend. Die Darstellung von Emotionen ist eindeutig eine Stärke von Kozue Chiba. Die Schwäche hingegen ist die Zeichnung von Hintergründen – die Darstellung von Umgebungen oder Räumen werden oft nur angedeutet oder gänzlich ausgelassen.

Die Geschichte kann durchaus überzeugen. Lediglich Tokas sehr kühle und gefasste Haltung, obwohl ihre Mutter erst eine Woche tot ist, scheinen für mich nicht wirklich realistisch. Alle Gegenstände und Kleidung, die ihrer Mutter gehörten, hat Toka bereits in den ersten Tagen nach dem Todesfall entsorgt. Selbst bei einer sehr erwachsenen Einstellung kann man sich das nur sehr schwer vorstellen.

Die Romantik entwickelt sich im ersten Band nur langsam. Wer aber an der Serie dran bleibt, dürfte sicher noch eine schöne Liebesgeschichte erleben.

Wer die süßen Alltagsgeschichten von Kozue Chiba bisher mochte, wird auch „Hausarrest ab 19:00!“ mögen.

© Izumi Mikage

Hausarrest ab 19:00!: © 2016 Kozue Chiba, Shogakukan/ Tokyopop

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Ai startet durch

Name: Ai startet durch
Englischer Name:
Originaltitel: Ai kara hajimaru
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2009
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Moe Yukimaru
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Die Sommerferien an der Highschool stehen bevor. Alle Mädchen sind ganz aufgeregt und träumen von Ferien mit einem Freund. Nur die 15-jährige Ai kann mit diesem Thema nicht so richtig etwas anfangen. Sie kann einfach nicht mit Jungs umgehen. In ihrer Gegenwart bringt sie kaum ein Wort über die Lippen. Etwas Ruhe vor dem Trubel findet Ai im Garten auf dem Schuldach. Dort stehen die Sonnenblumen gerade in ihrer vollen Pracht.

Eines Tages findet Ai auf dem Schuldach ein herrenloses Handy. Als es plötzlich klingelt, geht sie reflexartig ran. Der Besitzer des Handys scheint am Telefon zu sein – es ist der Raufbold Taiyo. Wäre es irgendein anderer Junge gewesen, hätte Ai wahrscheinlich etwas sagen können. Doch bei ihrer Sandkastenliebe Taiyo ist alles, was sie herausbekommt, ihr Name. Als Taiyo auf dem Schuldach ankommt, findet er nur noch sein Handy. Ai ist bereits über alle Berge.

Schon im Kindesalter war Ai in Taiyo verliebt. Doch ehe sie den Mut zusammennehmen konnte, ihm ihre Liebe zu gestehen, zog Taiyo weg. Als sie ihn an der Highschool wieder traf, waren ihre Gefühle immer noch die gleichen, doch Taiyo schien sich nicht mehr an Ai zu erinnern. So dachte Ai zumindest bisher…

Doch bei einem Zwischenfall auf dem Schuldach erfährt Ai, dass Taiyo alles andere als ein Rüpel ist. Diesmal möchte Ai nicht wieder denselben Fehler begehen. Doch mit ihrer schüchternen, stillen Art ist Ai alles andere als leicht zu verstehen. Und so bemerkt Ai nicht, dass sie sich eher von Taiyo entfernt, als sich ihm zu nähern.

Neben „Ai startet durch“ enthält dieser One-Shot noch 2 weitere romantische Geschichten.

Eigene Meinung
Moe Yukimaru, die in Deutschland für die Serie „Hiyokoi“ bekannt ist, veröffentlicht mit „Ai startet durch“ eine Sammlung von zuckersüßen Kurzgeschichten.

Die Geschichten dieser Sammlung sind allesamt sehr niedlich, wie auch schlicht. Moe Yukimaru erfindet in ihren Storys das Rad nicht neu aber dennoch schafft es „Ai startet durch“, beim Lesen ein wohlig warmes Gefühl zu erzeugen.

Die Zeichnungen sind sehr ansprechend. Detailverliebte Showplätze und ansehnliche Charaktere stehen im Fokus. Dabei wurde jeder Charakter sorgfältig herausgearbeitet und gewinnt somit an Wiedererkennungswert.

Fans von Shojo-Manga sowie von Moe Yukimura dürften an „Ai startet durch“ Gefallen finden.

©Izumi Mikage

Ai startet durch: © 2009 Moe Yukimaru, Shueisha/ Tokyopop

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