Ballerina Star

Name: Ballerina Star
Englischer Name:
Originaltitel: Kaname Ètoile
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2011
Deutschland: Tokyopop 2013
Mangaka: Kayoru
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Ballerina StarStory
Für die 14jährige Kaname Yoshiwara geht ein Traum in Erfüllung. Seit dem sie vor 2 Jahren mit Ihrer Mutter eine Ballettaufführung gesehen hat, ist Kaname davon fasziniert. Eifrig hat sie selber mit dem Training angefangen, sodass sie nun an die berühmte Ballettschule gehen darf, an der auch ihr Idol, Miki-sama, unterrichtet wird. Kanames Talent ist sogar so herausragend, dass sie mitten im Schuljahr die Schule wechseln durfte. Jedoch spricht sich diese Begabung schnell herum, wodurch Kaname die neidischen Blicke ihrer Mitschülerinnen auf sich zieht. Schon am ersten Tag wird sie von ein paar Schülerinnen in die Enge getrieben. Kaname fällt es schwer sich gegen die Mädchen zu Wehr zu setzten. Umso erleichterter ist sie, als plötzlich eine Stimme ertönt und die Mädchen zu recht weißt. Kaname kann ihren Augen nicht trauen, als sie sieht, dass es sich dabei um Miki-sama handelt, die sie über alles in der Welt bewundert. Kanames Gefühle schlagen Purzelbäumchen. Ihre Begeisterung für Miki sprudelt wie ein Wasserfall aus ihr heraus und zu Kanames Überraschung, scheint sich auch Miki-sama über diese Komplimente zu freuen.

Die ersten Tage vergehen für Kaname wie im Flug und auch ihr Trainer Hibiki fördert Kanames Talent aktiv. Mittlerweile ist der anstehende nationale Ballettwettbewerb, an dem auch zwei ausgewählte Schülerinnen aus Kanames Schule teilnehmen werden, das einzige Gesprächsthema. Wahrscheinlich werden wieder Miki-sama und Nami, die beiden besten Balletttänzerinnen der Schule, ausgewählt. Nahezu alle sind sich einig, dass die beiden die besten Chancen hätten, zu gewinnen und auch Nami bereitet sich schon zielstrebig auf den Wettbewerb vor.

Umso überraschter ist Kaname, als sie neben Miki-samas Namen ihr eigener Namen am Aushang steht. Wie kann es sein, dass sie für den Wettbewerb ausgesucht wurde, obwohl sie doch erst seit 2 Jahren Ballett tanzt und zudem noch ganz neu an dieser Schule ist? Auch wenn sich Kaname über diese Ehre freut, plagen sie auch Selbstzweifel, ob sie diesem Druck gewachsen ist. Auch ihre Mitschülerinnen tragen zu Kanames Unwohlsein bei. Mobbingattacken und verbale Angriffe ihrer Klassenkameraden nehmen ihren Lauf. Einzig und allein ihr Trainer Hibike spricht Kaname Mut zu. Zusammen mit Hibiki trainiert Kaname hart, um Miki-sama eine ebenbürtige Konkurrentin sein zu können.

Doch auch Nami will sich nicht damit abfinden, nicht für den Wettbewerb ausgewählt worden zu sein. Dass ein Neuling anstelle ihrer ausgesucht wurde, kann sie einfach nicht hinnehmen. Sie fordert Kaname heraus, sich beim Tag der offenen Tür mit ihr zu duellieren. Der Gewinner wird zusammen mit Miki-sama beim Wettbewerb antreten.

Kaname schlägt das Herz bis zum Hals! Sie nimmt die Herausforderung an, aber kann sie auch wirklich bestehen oder könnte ihr Traum an dieser Stelle schon zu Ende sein?

Eigene Meinung
„Ballerina Star“ ist ein typisches Shojo-Manga, wie es im Buche steht. Der Zeichenstil ist sehr grazil und fein. Die Hauptpersonen wurden hübsch und attraktiv dargestellt. Lediglich an Hintergrundbildern wurde deutlich gespart. Viele Hintergründe wurden gänzlich weiß und leer gelassen.

Neben „Ballerina Star“ umfasst das Manga zwei weitere Kurzgeschichten, bei denen Romantik und Liebe im Fokus stehen. Die eigentliche Hauptgeschichte dreht sich im Gegensatz dazu maßgeblich um den Tanzsport Ballett. Leser, die sich im Zuge der Entwicklung eine Liebesgeschichte oder eine tiefgründige Freundschaft erhoffen, werden enttäuscht sein. Für mich wirkt „Ballerina Star“ daher etwas flach und unausgereift. Vielleicht wäre eine Kurzserie geeigneter gewesen, um der Geschichte mehr Bedeutung und Inhalt zu verleihen.

Als Bonus bietet „Ballerina Star“ ein kleines Making-off der Geschichte, in der Kayoru über die Entstehung und die ersten Ideen zum Manga berichtet.

© Izumi Mikage
Ballerina Star: © 2011 Kayoru, Shogakukan/ Tokyopop

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Sankarea

Name: Sankarea
Englischer Name:
Originaltitel: Sankarea
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Mitsuru Hattori
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

U_8260_1A_EMA_SANKAREA_01.IND8Story
Chihiro Furuyas Leben dreht sich nur um sein Hobby. Wenn er nicht gerade zur Schule geht oder schläft, verbringt er seine gesamte Freizeit damit, sich mit Zombies zu beschäftigen. Egal ob Filme, Spiele, Comics oder Bücher. Alles, was sich um Zombies dreht, erhält seine volle Aufmerksamkeit. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher, als dass Zombies Realität wären. Selbst die Sanka-Joshi-Gakuen Mädchenschule für höhere Töchter, die direkt gegenüber seiner Schule liegt und viele hübsche sowie wohlhabende Mädchen beherbergt, interessieren Furuya nicht. Ihn interessieren nur Untote, das gilt auch für Frauen.

Doch eigentlich hat Furuya zurzeit ganz andere Sorgen.Er verbringt die Nächte mit seinem verstorbenen Kater Baabu. Vor ein paar Tagen wurde Baabu von einem Auto erfasst. Für Furuya ist das nur schwer zu akzeptieren. Daher versucht er mit Hilfe eines alten Buches, dass angeblich die Formel der Wiederauferstehung enthält, Baabu nicht nur wieder zum Leben zu erwecken, sondern zu einem waschechten Zombie zu machen. Allerdings waren alle bisherigen Versuche erfolglos. Furuya fehlt eine bestimmt Zutat, um das Gemisch fertigzustellen. Genau an der Stelle, wo die Zutaten beschrieben sind, ist der Name der Giftpflanze verblasst.  Daher probiert Furuya jeden Abend eine andere Gewächs aus.

In letzter Zeit kann Furuya aber was ganz anderes Interessantes beobachten. Auf dem Dach der Hotelruine, in der Furuya seine Experimente macht, steht jede Nacht die Tochter des Direktors der Sanka Joshi-Gakuen, Rea Sanka, und schreit sich all ihren Frust von der Seele. Scheinbar wird sie von ihrem Vater unterdrückt und sogar missbraucht. Kein Wunder, dass Rea am liebsten im Erdboden versinken möchte, als sie erkennt, dass sie die ganze Zeit von Furuya beobachtet wurde. Sie bettelt und fleht, dass er zu niemanden etwas sagt. Gleichzeitig wird aber auch ihr Interesse geweckt, als sie Baabu und das Buch entdeckt.

Seit diesem Vorfall schleicht Rea sich nachts aus dem Haus, um Furuya zu helfen. Doch kein Trank konnte bisher eine Reaktion auslösen.

U_8261_1A_EMA_SANKAREA_02.inddAls Reas Vater jedoch sieht, wie sich Rea in der Dunkelheit mit einem Jungen trifft, brennt bei ihm eine Sicherung durch. Er sperrt Rea im Haus ein und gestattet ihr nicht mal mehr, zur Schule zu gehen. Reas Angst wächst ins unermessliche. Was wird er ihr als Strafe antun? Rea ist verzweifelt. Sie sieht keinen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. Da kommt ihr Furuyas Trank, von dem sie eine Portion eingesteckt hat, gerade recht. Das Gift wird sie sicherlich ins Jenseits befördern. Sie setzt an und trink das Fläschchen bis auf den letzten Tropfen aus.

Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass Furuya zur gleichen Zeit Zeuge eines Wunders wird: Baabu ist von den Toten auferstanden und zum Zombie geworden!

Eigene Meinung
Man möchte meinen „Sankarea“ kombiniert zwei  unvereinbare Themen: Romantik und Zombies! Doch erstaunlicherweise gelingt diese seltsame Vereinigung sehr gut. Zunächst wirkt der erste Band eher düster. Die Untoten stehen maßgeblich im Vordergrund. Ein Großteil der Seiten beschreibt Furuyas Experimente und Reas Angst vor ihrem Vater. Viel Bauchkribbeln und Herzklopfen kommt daher noch nicht auf. Dennoch wird dadurch ein guter Blick auf die Hintergründe und die Basis dieser Geschichte ermöglicht.

Der Zeichenstil ist nicht überragend aber dennoch nicht schlecht. Proportionen und Gesichtsausdrücke wirken manchmal etwas unförmig und steif. Das Potential ist aber erkennbar, sodass mit etwas Übung, in den Folgebänden sicherlich eine Verbesserung zu erwarten ist.

Die Story ist interessant und unterhaltsam. Jedoch ist bisher nicht alles ganz schlüssig.  Es bleibt zunächst unklar, woher Furuya das Buch mit der Wiederbelebungsformel hat. Dieses wird er sicherlich nicht einfach in einer Bibliothek ausgeliehen haben. Es wirkt beinahe so, als sei es das normalste der Welt, ein solches Buch zu besitzen. Bis aber endlich ein waschechter Zombie auftaucht, vergeht ein Großteil des Bandes. Das ist ein wenig Schade. „Sankarea“ brauch lange, um in Fahrt zu kommen und den eigentlichen Handlungsstrang zu beginnen.

Dennoch ist „Sankarea“ ein netter Zeitvertreib, der Potenzial zu einer wirklich guten Serie hat.

Sankarea © 2010 Mitsuru Hattori, Kodansha/EMA

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Alles nur deine Schuld

Name: Alles nur deine Schuld
Englischer Name: Its Your Fault
Originaltitel: Kimi no Sei
Herausgebracht: Japan: SOFTBANK 2009
Deutschland: Tokyopop 2012
Mangaka: Story: Sakurairo
Zeichnungen: Ami Chatani
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Alles nur deine Schuld Band 1Story
Es ist ein Abend wie jeder andere an dem der Frauenschwarm Takaya von seinem besten Freund gebeten wird, ihn bei einem Blind Date zu begleiten. Natürlich lässt Takaya seinen Kumpel nicht hängen und begleitet ihn, wenn auch skeptisch. Doch als die beiden erwarteten Mädchen das Lokal betreten, in dem sie sich verabredet hatten, kann Takaya seinen Augen kaum trauen. Das Mädchen Yurina, das er heute unterhalten soll, ist bildhübsch und hat ihn gleich in ihren Bann gezogen. Das muss Liebe auf den ersten Blick sein. Doch Yurina wirkt alles andere als erfreut. Während des Dates wirkt sie immer angespannter und in sich gekehrt. Takaya ergreift die Initiative und versucht, ein Gespräch aufzubauen. Als Yurina aber unerwartet aufspringt und wütend ankündigt, zu gehen, kann er das nicht einfach so zulassen. Er nimmt Yurinas Hand und gesteht lautstark seine Liebe. Sie reagiert aber völlig anders, als er sich es erhofft hätte. Sie ist weder gerührt noch erfreut über sein Geständis, ganz im Gegenteil. Sie schreit ihn an und wirft ihm an den Kopf, ihn über alles zu hassen. Ohne einen weiteren Wortwechsel stürmt Yurina aus dem Lokal.

Takaya versteht nicht, was gestern vorgefallen ist und möchte wissen, wieso Yurina so sauer auf ihn war. Seit diesem Tag kann er an nichts anderes mehr denken. Vor lauter Aufregung hatte Yurina auch noch ihren Regenschirm vergessen. Takaya nutzt daher die Gelegenheit, sie erneut zu sehen und Klarheit zu schaffen, sodass er den Regenschirm packt und vor Yurinas Schule wartet.

Yurina hingegen ist wenig erfreut über diesen Besuch. Ihr Verhalten bleibt trocken und abweisend. Aber Takaya gibt nicht auf und bohrt immer weiter nach den Gründen ihres abgrundtiefen Hasses. Plötzlich bleibt sie stehen und gibt ihm einen Hinweis, der sein Gedächtnis auffrischen soll. Sie verrät ihm ihren vollständigen Namen und verabschiedet sich von ihm, indem sie ihm bei seinem Spitznamen anspricht, den er in der Grundschule hatte.
Bei Takaya breitet sich ein schlechtes Gefühl aus. Leider erinnert er sich dennoch nicht an Yurina. In seinem Kopf herrscht eine große Verwirrung. Was hat er dem Mädchen angetan, was so schrecklich sein konnte? Yurina hingegen wird von ihrer Vergangenheit erneut heimgesucht. In ihrem Träumen muss sich alles wieder und wieder erleben.

Alles nur deine Schuld Band 2In der Grundschule wurde Yurina ständig gemobbt. Jeden Tag wurde sie erneut ignoriert oder schikaniert, ohne dass sie dafür etwas konnte. Die Situation artete aus, als sie eines Tages in der Schule auf ihren Tisch einen Blumenstrauß vorfand. Es sollten Blumen für einen Toten sein, in diesem Fall für Yurina, die von der Klasse als tot erklärt wurde. Yurina konnte die Situation nicht mehr aushalten und wechselte die Schule. Sie schwor sich nie zu vergessen, wem sie das alles zu verdanken hatte. Takaya war damals der Drahtzieher der Mobbingattacken, der alle animierte, mit zu machen.

Es vergehen ein paar Tage, als sich die beiden wieder über den Weg laufen. Takaya kann Yurina immer noch nicht vergessen und ist besessen darauf, ihr zu beweisen, dass er ein aufrichtiger und guter Mensch ist. Er schwört ihr seine guten Absichten, ihr Freund werden zu wollen. Yurinas Gedanken überschlagen sich. Was soll sie tun? Nach kurzer Überlegung, sagt sie zu. Sie wird Takayas Freundin, allerdings nur unter ein paar Bedingungen: Sie sind noch kein Liebespaar,denn er muss sie erst einmal von ihm überzeugen. Außerdem muss er alles tun, was sie von ihm fordert. Aber dafür darf er jederzeit gehen, ohne Schuldgefühle haben zu müssen. Takaya hat Zweifel an der Zukunft der beiden, aber er will es versuchen und sagt ebenfalls zu.

Über Yurinas Gesicht huscht ein bösartiges Grinsen. Endlich ist die Gelegenheit gekommen, Rache zu nehmen.

Eigene Meinung
„Alles nur deine Schuld“ ist eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Bis der Leser einen Anflug von Bauchkribbeln und Herzklopfen verspürt, plätschert die Geschichte lange Zeit vor sich hin.

Dennoch kann man Yurinas Einstellung nachvollziehen. Wer dermaßen gelitten hat, wie sie, kann seinem Täter nicht einfach verzeihen. Ganz im Gegenteil, man strebt sogar danach, es demjenigen heimzuzahlen. Genau in dieser Lage befindet sich Yurina. Der gutherzige Mensch wird plötzlich von einer bösen Macht ergriffen und tut Dinge, die er normalerweise nie getan hätte. Dementsprechend kann das Manga durch eine realistische und nachvollziehbare Handlung überzeugen.

Die Zeichnungen hingegen sind sehr gewöhnungsbedürftig. Die Personen besitzen wenige Highlights. Effekte durch Licht und Schatten sind nur sparsam eingearbeitet.

Mein Fazit zum ersten Band ist, dass das Manga sicherlich nicht schlecht ist, aber bisher seine Stärken nicht ausgiebig zeigen konnte. An Fahrt hat die Geschichte gerade mal auf den letzten Seiten gewonnen. Daher sehe ich großes Potenzial im zweiten Band dieser Serie.

© Izumi Mikage

Alles nur deine Schuld: © 2009 Ami Chatani & Sakurairo, SOFTBANK/Tokyopop

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Akuma to Love Song

Name: Akuma to Love Song
Englischer Name: A Devil and Her Love Song
Originaltitel: Akuma to Love Song
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2006
Deutschland: KAZÉ 2012
Mangaka: Miyoshi Tomori
Bände: 13 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Akuma to Love Song Band 1Story
Maria Kawai wurde von der angesehenen und gläubigen Mädchenschule St. Katria verwiesen, weil sie angeblich gegenüber eines Lehrers gewalttätig geworden ist. Nun muss sie ihren Schulalltag auf der Totsuka Oberschule verbringen. Doch bereits an ihrem ersten Tag läuft alles aus dem Ruder. Marias zu ehrliche und missverständliche Art sich zu verhalten und auszudrücken, kommt bei ihren Mitschülern alles andere als gut an. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht damit Dinge aus, die man als normaler Mensch eigentlich nicht gerne hört. Die bildhübsche Maria erweckt dadurch den Eindruck zickig, unnahbar, eingebildet und egoistisch zu sein. Doch auch sich zu verstellen und wie ihr einer Schulkollege Yusuke Kanda auf „hübsch“ und nett zu tun, beherrscht Maria nicht wirklich. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Maria wird von ihren weiblichen Schulkameraden regelrecht gemobbt. Sie zerreißen ihre alte Schuluniform der St. Katria, bemalen ihre Hausschuhe und die schüchterne Nippachi, die selber so viel Angst hat von der Klasse ausgestoßen zu werden, wird gegen Maria aufgehetzt. Sogar die Lehrer wenden sich gegen Maria.

Eines Tages wird Maria von Nippachi angesprochen und gebeten, zu einer Willkommensfeier zu kommen, die die ganze Klasse als Entschuldigung für Maria in einer Karaokebar organisiert hat. Maria weiß natürlich, dass an der Geschichte etwas faul ist und ihre Mitschüler bestimmt etwas ausgeheckt haben, doch Marias Glaube ist stärker als ihre Befürchtungen. Sie hält sich immer wieder vor Augen „Wer glaubt, wird auch gerettet werden“ und wenn nur eine Person auf dieser Feier ist, die es eventuell ernst meint und Maria willkommen heißt, so möchte sie es wagen und erscheinen.

Akuma to Love Song Band 2Doch auf den Weg dahin schubst sie Nippachi plötzlich von der Treppe und verschwindet. Maria hat sich glücklicherweise nichts gebrochen und lässt sich nicht davon abbringen, zu ihrer Feier zu gehen. Nur weiß sie leider nicht, welche Karaokebar gemeint war. So humpelt sie von einer Bar zur nächsten bis sie nach Stunden endlich ihre Kollegen gefunden hat. Diese sind überrascht, dass Maria gekommen ist und planen tatsächlich sofort die nächste Aktion gegen Maria. So wird ihr beim Singen einfach die Musik ausgeschalten und Unmengen an Essen bestellt, das Maria am Schluss allein bezahlen soll. Auch wenn ihr Plan letztendlich schief geht, weil der Moralapostel Yusuke auch erscheint, gestehen die Mitschüler, dass diese Feier einzig und allein eine große Mobbingaktion gegen Maria war und so endet die Party.

Nur ihr Mitschüler, der Schwänzer Shin Meguro, der beim Putzdienst schon das ein oder andere Mal aus Versehen von Marias Wassereimer getroffen wurde, macht sich Gedanken um sie. So trägt er sie mit ihrem verletzten Fuß den ganzen Weg zum Arzt, kauft mit ihr neue Schuhe und ist auch sonst an ihrer Seite, um ihr zuzuhören. Vielleicht ist dies ein Weg für Maria, endlich Freunde zu finden.

Eigene Meinung
„Akuma to Love Song“ ist meiner Meinung nach eine schwierige Geschichte. Die Erzählperspektive innerhalb des Manga wechselt gelegentlich, sodass man manchmal den Zusammenhang nicht ganz versteht oder Passagen noch mal lesen muss. Das Thema Mobbing, welches in Japan unglücklicherweise zum Alltag gehört, wird hier detailliert aufgegriffen. Maria kann einen wirklich Leid tun.

Insgesamt plätschert die Geschichte etwas vor sich hin und Maria wirkt auch bei den Lesern oft unterkühlt und emotionslos. Ihre Gesichtsausdrücke gleichen sich zu 99%, sodass keine wirkliche Abwechslung geboten wird. Aber vielleicht ist das auch von Miyoshi Tomori absichtlich gewollt, da auch im Manga Maria oft unnahbar wirkt und ihr Verhalten falsch interpretiert wird.

Als Leser kann man dadurch jedenfalls nachvollziehen, warum Maria so oft missverstanden wird. Interessant ist jedoch die Geschichte zwischen Maria und Shin. Ich bin gespannt, wie sich die beiden entwickeln werden.

© Izumi Mikage

Akuma To Love Song: © 2006 Shueisha/KAZÉ

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Air Koi

Name: Air Koi
Englischer Name:
Originaltitel: Air Koi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2010
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Kana Nanajima
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Air KoiStory
Seit der ersten Klasse der Mittelschule ist Nina Tanba in ihren älteren Mitschüler Hayashino-Senpai verliebt. Jedoch erhält Nina auf ihr Liebesgeständnis einen Korb. Aber aufzugeben liegt ihr fern, sodass sie weiterhin versucht, Hayashinos Zuneigung zu gewinnen. Obwohl sie nun schon in der Oberschule ist und Hayashino nicht einmal mehr dieselbe Schule besucht, hat sie immer noch die gleichen Gefühle für ihren Senpai. Als er ihr eines Tages mehrere Fotos von Gegenständen, Orten oder auch Tieren aus der Umgebung schickt, ergibt sich daraus ihre größte Herausforderung. Sie ist sich sicher, dass sie Hayashino wiedersehen kann und er ihre Gefühle erwidert, wenn es ihr gelingt, genau dieselben Fotos zu schießen, wie er. Doch dabei begibt sich Nina auch schon mal in Gefahr.

So bricht beispielsweise der Ast eines Baumes, auf den sie geklettert war, um das Vogelnest von Hayashinos Foto zu fotografieren. Zu ihrem Glück landet sich jedoch weich und unbeschadet auf dem Boden, denn ihr Klassenkamerad Shintaru stand zu diesem Zeitpunkt genau am richtigen Platz. Shintaru hat Nina schon länger beobachtet und beschließt daher, ihr auf ihrer Mission zu helfen. Auch wenn Nina ablehnt und sich lautstark gegen seine Unterstützung wehrt, kann sie Shintaru nicht davon abbringen, sie bei ihrer täglichen Foto-Tour zu unterstützen. Zudem stellt sie schnell fest, dass seine Hilfe durchaus nützlich sein kann. Als Nina jedoch auf einen Hügel klettert, um den Blick über die Stadt festzuhalten und dabei gefährlich nah an einem tiefen Abgrund steht, geht Shintaru dieses Spiel doch zu weit.
Er spricht offen aus, was er denkt: Wenn Hayashino doch die Liebe von Nina erwidert, wieso sollte er Nina dann in solche Gefahren bringen? Zudem hat Shintaru auf all den Missionen erkannt, dass er selbst mehr für Nina empfindet. Für ihn steht fest, dass Hayashino mit Nina nur ein böses Spiel treibt.
Doch Nina will nichts davon hören. Die Situation eskaliert. Nina bricht in Tränen aus, gerät völlig aus der Fassung und läuft letztendlich davon.

Ist Shintaru doch zu weit gegangen und hat sich alle Chancen bei Nina verbaut?

Eigene Meinung
Ebenso wie das Manga, heißt auch die Hauptgeschichte „Air Koi“. Jedoch bietet das Band auch noch zwei weitere Bonusgeschichten, die insgesamt sogar mehr Seiten füllen, als die eigentliche Geschichte des gleichnamigen Manga.

Die Geschichte „Air Koi“ ist eine romantische Geschichte. Nina ist eine sympathische Hauptperson, die alles für ihre große Liebe tun würde. Zunächst wirkt die Entwicklung der Story bekannt und wenig innovativ. Allerdings gibt es eine unerwartete und dramatische Wendung, die das Herz jedes Romantikers höher schlagen lässt. Die beiden Bonusgeschichten sind hingegen eher simpel und unspektakulär. Für gute Unterhaltung zwischendurch sind die beiden Geschichten durchaus gut aber leider nicht für mehr. Insgesamt hätte es dem Manga gut getan, wenn die Hauptgeschichte mehr Seiten gehabt hätte.

Der Zeichenstil von „Air Koi“ lockt sicher viele weibliche Käufer an die Kassen. Der Shojo-Stil ist sehr hübsch und ansprechend. Jedoch schafft es „Air Koi“ gerade in den Moment der tiefen Trauer nicht, zu überzeugen. Wenn Tränen fließen, wirken die Gesichter oft steif und puppenartig. Leider verliert der Manga dadurch stark an Charme und Glaubwürdigkeit. Das ist sehr schade, wo doch ansonsten die Bilder eine überzeugende Atmosphäre schaffen.

Dennoch ist „Air Koi“ ein niedliches Sammelband, welches vor allem Shojo-Fans gefallen dürfte.

© Izumi Mikage

Air Koi: © 2010 Kana Nanajima, Shogakukan/ EMA

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360°

Name: 360°
Englischer Name:
Originaltitel: 360° Material
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2010
Deutschland: EMA 2013
Mangaka: Toko Minami
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

360° Band 1Story
Taki-kun ist der Sonderling der Klasse. Niemand dringt wirklich zu ihm durch. Er scheint mit seinen Gedanken ständig wo anders zu sein und wirkt dadurch distanziert. Auch Mio hält Taki irgendwie für seltsam.

Als sie am Nachmittag auf den Heimweg ist und den nächsten Zug nach Hause nehmen möchte, entdeckt sie Taki am Bahnhof, der mal wieder geistesabwesend die Wolken anstarrt. Dabei gerät er den Gleisen gefährlich nahe. Auch als der Zug einfährt, rührt sich Taki kein Stück. „Was macht Taki da? Wenn er sich jetzt nicht bewegt, wird er überfahren“, geht es Mio durch den Kopf. Reflexartig packt sie Taki und zieht ihn zu sich in sichere Entfernung. Er selbst schein erschrocken zu sein. Scheinbar ist ihm gar nicht bewusst, in welcher gefährlichen Lage er sich gerade befand. Wütend fragt Mio nach dem Grund seiner Unachtsamkeit. Dabei erzählt Taki mit unschuldiger Miene, als sei nie etwas gewesen, dass er die Kondensstreifen der Flugzeuge im Himmel betrachtet hat. Er erklärt, dass es sich um ein wissenschaftlich erwiesenes Phänomen handelt, dass es am nächsten Tag regnen wird, sollten die Kondensstreifen am Himmel länger sichtbar sein. Mio ist fasziniert und gleichzeitig erstaunt. Sie hat Taki unterschätzt. Sie erkennt, dass er viel intelligenter ist, als zunächst gedacht.

Am nächsten Tag ertappt sich Mio dabei, wie sie selbst den Himmel nach Kondensstreifen absucht. Sie will unbedingt wissen, ob diese Geschichte der Wahrheit entspricht. Dabei vergisst sie komplett, auf ihre Umgebung zu achten. Als sie vor ein Auto zu laufen droht, ergreift Taki ihre Hand und stoppt sie. Beide lachen herzlich über diesen Zwischenfall. Scheinbar ist Takis Gedankenlosigkeit ansteckend, belächelt Mio.

360° Band 2Auch Mios Klassenkameraden fällt auf, dass ihre Beziehung zu Taki nun viel vertrauter ist und auch Taki langsam auftaut.

Als Taki sie dann auch noch während des Matheunterrichts vor den Demütigungen des Lehrers in Schutz nimmt und ihr anbietet ihr Nachhilfe in Mathematik zu geben, ist es um Mio geschehen. Sie bemerkt, dass sie nicht nur Freundschaft für Taki empfindet.

Eigene Meinung
„360°“ ist ein typischer Shojo-Manga.
Die Protagonisten wurden entsprechend niedlich ausgearbeitet. Vor allem Takis ungewöhnlichen Chrarakterzüge sind zu Beginn sehr unterhaltsam. Leider verliert er im Laufe der Geschichte immer mehr seiner Unbekümmertheit und Eigenschaften, die ihn besonders gemacht hatten.

Der Zeichenstil ist für das Genre entsprechend weiblich. Dennoch wurden die Figuren sehr einfach dargestellt. Vor allem die Augen wirken häufig leer und kalt. Es fehlen jegliche Lichtspiegelungen in der Pupille. Hingegen wirken farbige Illustrationen, die leider nur auf dem Cover zu sehen sind, umso kreativer. Toko Minamis Farbbilder vermitteln eine gewisse Art von Freiheit und Dynamik.

„360°“ erzählt eine typische Liebesgeschichte des Alltags. Eine Schülerin verliebt sich in den etwas sonderbaren Jungen aus ihrer Klasse, der nach und nach immer mehr seiner eigentlichen Persönlichkeit preisgibt und charmanter ist, als zunächst vermutet. Dabei stößt die Hauptperson auch auf Hindernisse, wie die eifersüchtige Nachbarin. Viele der beschriebenen Elemente der Handlung kennt man bereits aus etwaigen anderen Shojo-Manga. Hier bietet „360°“ wenig Überraschung. Dennoch ist die simple Geschichte niedlich und unterhaltsam. Auf Slapstick und Situationskomik wird jedoch weitgehend verzichtet.

Wer also noch nicht genug Shojo-Liebesgeschichten gelesen hat, kann ruhig mal einen Blick in „360°“ werfen.

© Izumi Mikage
360°: © 2010 Toko Minami, Shueisha / EMA

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