Kekkaishi

Name: Kekkaishi
Englischer Name: Kekkaishi
Originaltitel: Kekkaishi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2004
Deutschland: Carlsen 2007
Mangaka: Yellow Tanabe
Bände: 35 Bände (in Deutschland nach Band 20 eingestellt)
Preis pro Band: 6,00 € (Band 1-7)
5,95 € (Band 8-20)

Kekkaishi Band 1Story
Yoshimori Sumimura ist neun Jahre alt und Erbe einer Familie, die sich seit Generationen dem Kampf gegen Dämonen verschrieben hat. Mit Hilfe der „Hazama-Kekkai“-Kunst und unterstützt vom Dämonenspürhund Madarao ist er verpflichtet, jede Nacht auf seinem Schulgelände Monster und Dämonen zu vernichten, ehe sie zu einer Gefahr für die Menschen werden können.

Leider ist der etwas sensible Junge alles andere als motiviert und sieht die ganze Aufgabe nur als nervtötend an, zumal seine Erfolgsquote zu wünschen übrig lässt – ganz im Gegensatz zu der des Nachbarsmädchens Tokine. Er selbst hätte damit eigentlich kein Problem, wäre da nicht der jahrhundertealte Erbstreit zwischen seiner Familie und den Yukimuras, zu denen Tokine gehört. Besonders die Großeltern der beiden jungen „Kekkaishi“ leben diese Tradition in immer neuen Gefechten aus. Ursprünglicher Grund dieser Fehde war die nicht eindeutig geregelte Erbfolge des ursprünglichen Hazama-Clans. Da der erste Clanführer keine Kinder hatte, stritten seine beiden Schüler Sumimura und Yukimura um die Stellung des legitimen Nachfolgers, die auch noch 500 Jahre später Anlass für Streitigkeiten liefert.

Yoshimori selbst wäre das alles herzlich egal, würde nicht sein Großvater geradezu pedantisch darauf achten, dass sein Enkelsohn jede Nacht seiner Pflicht nachkommt. Dabei versteht sich der Junge eigentlich recht gut mit Tokine, nur, wenn es um ihre Arbeit geht, geraten sie häufig aneinander, da Tokine zu Yoshimoris Unverständnis voller Elan der Dämonenjagd nachgeht und es zudem als Ehre ansieht, dafür auserwählt worden zu sein.

Eines Nachts sind die beiden wieder auf dem Schulgelände. Getrennt voneinander suchen sie den Dämon, den ihre Spürhunde gewittert haben. Im Schulgarten kann Yoshimori ihn auch tatsächlich stellen. Doch die Begegnung verläuft ganz anders als gedacht, da der Dämon in Gestalt eines kleinen hübschen Mädchens erscheint. Yoshimori wird unvorsichtig, wodurch sein durch die „Kekkai“-Kunst erschaffener Bannkreis um den Dämon schwach genug wird, dass dieser ausbrechen kann und seine wahre Gestalt annehmen kann. In letzter Sekunde taucht Tokine auf und stößt ihn zur Seite, bevor er von dem Dämon vernichtet werden kann. Ihr gelingt es auch, den Angreifer zu vernichten, zieht sich jedoch schwere Verletzungen zu und bricht zusammen. Mehrere Tage lang liegt Tokine im Fieber. In dieser Zeit fasst Yoshimori einen Entschluss: Von diesem Tag an will er Tokine beschützen!

Kekkaishi Band 2Fünf Jahre später hat sich Yoshimori einem Spezialtraining unterzogen. Seine Methoden sind nun zwar fragwürdig, sein Wille dafür stärker denn je. Er besucht nun die Mittelschule, während Tokine in die Oberschule geht. Ihr Kampf ist nicht gerade einfacher geworden, doch beide stehen treu zu ihren Zielen. Welche Gefahren lauern noch auf die beiden?

Eigene Meinung
„Kekkaishi“ ist eine nette Fantasy-Story, die im modernen Japan des 21. Jahrhunderts spielt. Die Protagonisten haben gegen Dämonen, aber auch alltägliche Probleme in der Schule oder der Familie zu kämpfen. Tradition wird dem freien Lebenswandel des Einzelnen gegenüber gestellt. Vor allem Yoshimori sieht sich immer wieder im Zwiespalt zwischen der ihm aufgedrückten Pflicht der Dämonenjagd und seinem eigentlichen Traum Konditor zu werden und ein Kuchenschloss zu backen. Mit der privaten Beziehung zwischen ihm und Tokine wird zart eine Liebesgeschichte angedeutet, die sich vielleicht noch entwickeln wird. Auch sonst werden viele bereits bekannte Elemente aus anderen Serien aufgegriffen, wobei aber auch einige neue Aspekte verwendet werden. An manchen Stellen fallen sehr viele Fachbegriffe, die zwar meistens erklärt werden, aber dennoch am Anfang etwas verwirren.

Die Zeichnungen sind im typischen Shonen-Stil und sehr gelungen. Die Übersetzung ist nicht durchgängig einwandfrei gelungen. Zumindest zwei kleine Fehler haben sich eingeschlichen. Des Weiteren wurden die Höflichkeitssuffixe durchgängig übersetzt, was an der ein oder anderen Stelle seltsam klingt, da sich im Deutschen Schüler untereinander nicht mit „Herr“ bzw. „Frau“ anreden.

Zusammenfassend ist „Kekkaishi“ ein solider und interessanter Shonen-Manga mit dem Potenzial, auch in Deutschland ein Bestseller zu werden, wenn sich die Story einmal entwickelt hat.

© Rockita

Kekkaishi: © 2004 Yellow Tanabe Shogakukan / Carlsen

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