Olympos

Name: Olympos
Englischer Name: Olympos
Originaltitel: Olympos
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2008
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Aki
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Olympos Band 1Story
Vor tausenden von Jahren lebten die Menschen der Antike in Einklang mit ihren Göttern. Diese, angeführt vom Brüdertrio Zeus, Poseidon und Hades, sorgten für das Wohlergehen der Erdbevölkerung und erfuhren im Gegenzug Gehorsam und Huldigung. Auch das Leben des jungen Prinzen Ganymed verlief damals friedlich. Als nachgeborener Sohn des Königs von Troja führt er ein Leben in Luxus, ohne je die Bürde des Regierens übernehmen zu müssen. Im Gegenteil: Als Nesthäkchen von außergewöhnlicher Schönheit und mit einem herzensguten Wesen wird ihm auch so einiges verziehen.

Doch am Tag seiner Mündigkeitsfeier entführt ihn der Gott Apollo in eine Parallelwelt. An einem Ort, an dem nie die Sonne aufgeht, immer die Sterne am Himmel am Himmel stehen und dessen Boden mit einem nicht enden wollenen Teppich aus Blütenblättern bedeckt ist, soll Ganymed nun leben – verdammt zum ewigen Leben in völliger Einsamkeit. Der Einzige, der regelmäßig in der „Blumenkiste“ vorbeischaut ist Apollo. Der junge Gott kommt allerdings nicht, um seinem Gefangenen im goldenen Käfig Gesellschaft zu leisten, sondern um Ganymed auch noch die letzte Hoffnung zu nehmen, er könne all dem jemals entfliehen.

So vergehen hunderte und tausende von Jahren. Doch eines Tages, als Ganymed die Hoffnung auf Flucht praktisch aufgegeben hat, taucht unvermittelt ein Fremder auf: Heinz. Der junge Archäologe hat doch tatsächlich einen Pakt mit Apollo geschlossen. Sollte es ihm gelingen, den Trojanerprinzen zu einer Flucht aus der Blumenkiste zu überzeugen, würde ihm sein sehnlichster Wunsch gewährt. Zunächst will Ganymed davon nichts wissen, doch mehr und mehr gelingt es Heinz, zu ihm vorzudringen. Gibt es womöglich doch einen Ausweg?

Olympos Band 2Eigene Meinung
„Olympos“ entführt in die Welt der antiken griechischen Götter. Ansatzweise werden einzelne von ihnen vorgestellt und ihr Verhältnis zueinander charakterisiert.

Im Grunde handelt es sich aber um ein Kammerspiel zwischen dem desillusionierten Ganymed und dem zwielichtigen Apollo. Die sind beide Bishônen von bestechender Androgynität. Der Mensch Ganymed dient dabei als Bezugsperson für den Lesenden. Er wird von allen Seiten beleuchtet, sein Hintergrund geklärt, seine Schwächen dargestellt. Sein Konterpart Apollo dagegen, ironischerweise der Gott des Lichts, bleibt farblos und unnahbar, scheinbar unfehlbar, jedoch auch ohne eindeutige Motive für sein Handeln. Mit der Frage nach dem Hintergrund von Ganymeds Entführung und der Frage, ob es einen Ausgang aus der „Blumenkiste“ der Götter gibt, klingt das alte Theodize-Problem einher. Sind Götter tatsächlich allmächtig? Aber wenn dem so ist, warum sollten sie dann nicht lügen können?

All das geht in sehr gemäßigtem Tempo vonstatten. Die Interaktion der Charaktere scheint, zumindest während des ersten Bandes, klar im Mittelpunkt der Handlung zu stehen. Daneben verblasst alles andere. Spartanische Hintergründe lenken den Fokus noch mehr auf den Inhalt und das Antlitz der Charaktere. Bis sich offenbart, wohin sich die Story entwickelt, wird es wohl noch etwas dauern.

© Rockita

Olympos: © 2008 Aki Ichijinsha / EMA

 

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