Süße Falle

Name: Süße Falle
Englischer Name:
Originaltitel: Kawaii Anata ni Amai Wana
Herausgebracht: Japan: Libre 2011
Deutschland: Tokyopop 2012
Mangaka: Rie Honjoh
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €¦

Süße FalleStory:
„Süße Falle“ ist ein Kurzgeschichtenband, der vier Kurzmangas erhält, die teilweise etwas miteinander zu tun haben.

In der ersten Geschichte trifft der Leser auf den Buch- und Antiquitätenhändler Ikumi, der seit vielen Jahren in Jin verliebt ist, seinen ehemaligen Dozenten, der immer wieder bei Ikumi nach besonderen Büchern sucht. Im Laufe der Zeit hat sich Ikumi mit Jin sogar soweit angefreundet, dass dieser Jin regelmäßig daheim besucht und für ihn und Atsuki, Jjins Neffen, kocht. Atsuki selbst noch nicht lange bei seinem Onkel, da der Tod seiner Eltern noch nicht lange her ist. Für Ikumi ist das nicht einfach, hat er doch das Gefühl, dass Jin und Atsuki mehr verbindet, als das übliche familiäre Band…

In der zweiten Geschichte steht Atsuki im Mittelpunkt, der aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit immer wieder Gast bei, Schularzt Katagiri ist. Unweigerlich kommen sich die beiden näher. Als Atsuki dem Arzt seine Liebe gesteht, ist sich Katagiri unsicher, ob der Junge es ernst meint, oder einfach nur auf der Suche nach einem Ersatz für seine Eltern ist, die bei einem Unfall ums Leben kamen…

In „Mehr als jeden anderen auf dieser Erde“ findet der junge Takahiro eines Abends einen nackten Mann auf seiner Terrasse. Dieser stellt sich als Adonan vor, ein Außerirdischer, der nach dem Absturz seines Raumschiffes auf der Erde gestrandet ist. Da die Mission seines Volkes daraus besteht, sich mit Menschen zu paaren und Takahiro ist sein Auserwählter. Dieser ist überhaupt nicht begeistert, zumal Adonan sich einen männlichen Körper zugelegt hat. Dennoch bietet er ihm Obdacht, bis sein Volk ihn von der Erde abholen kann. In dieser kurzen Zeit kommen sich die beiden näher…

Die letzte Geschichte spielt in einem Gefängnis. Der Sträfling Otaka bekommt einen Zimmergenossen, obwohl er eigentlich in Einzelhaft sitzen sollte. Yanami wird ausnahmsweise vorübergehend bei Otaka einquartiert, da momentan freie Zellen Mangelware sind. Die beiden unterschiedlichen Männer freunden sich an und kommen sich auch anderweitig näher. Kurz bevor Yanami verlegt wird, offenbart dieser Otaka, das die beiden bereits ein engeres band verbindet, als dieser bisher vermutet hat und dass Otakas Taten eng mit Yanamis Vergangenheit zusammenhängen…

Eigene Meinung
„Süße Falle“ stammt aus der Feder Rie Honjohs, die bereits durch zahlreiche, härtere Boys Love Titel bekannt ist. Einmal mehr wird die Künstlerin ihrem Ruf gerecht – der Manga enthält etliche erotische Szenen, das die Geschichten alle nur darauf zusteuern, die Charaktere miteinander ins Bett zu bringen. Einzig bei der letzten Geschichte „Während man auf die Sterne wartet“ erwartet den Leser am Ende ein überraschender Switch. Damit ist dieser Manga der Beste des ganzen Bandes. Die restlichen Kurzepisoden sind stereotyp, langweilig und vorhersehbar. Insbesondere der Manga um Adonan und Takahiro wirkt arg an den Haaren herbeigezogen und vollkommen unlogisch. Auch die übrigen Charaktere bieten wenig Neues – es handelt sich um die typischen Figuren, die in jedem ihrer Werke vorkommen.

Zeichnerisch ist „Süße Falle“ wie immer sehr gut. Rie Honjoh hat einen sicheren Strich, versteht es Dynamik und Perspektive aufzubringen und kennt sich mit Anatomie aus. Lediglich ihre Charaktere wirken wie aus eine Gussform, was Gesichter und Mimiken anbelangt. Hier fehlt ein wenig Varianz, um die Personen optisch stärker voneinander zu trennen.

Insgesamt ist „Süße Falle“ ein Muss für alle Fans Rie Honjohs und jeden der härtere Boys Love Mangas mag. Zuviel Handlung und Logik sollte man nicht erwarten, ebenso wenig individuelle Charaktere. Rie Honjohs Werke sind eher etwas für zwischendurch, die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wer abschalten will und dabei gerne hübsche Jungs vor Augen hat, sollte einen Blick riskieren…

© Koriko

Süße Falle: © 2011 Rie Honjoh Libre Publishing Co.,Ltd. / Tokyopop

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