What a Wonderful World!

Name: What a Wonderful World!
Englischer Name: What a Wonderful World
Originaltitel: Subarashii Sekai
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2003
Deutschland: EMA 2007, Tokyopop 2015
Mangaka: Inio Asano
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 € (EMA)
12,00 € (Tokyopop)

What a Wonderful World! Band 1Story
„What a Wonderful World!“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die manchmal zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen und weiter erzählt werden.

Die Geschichten behandeln dabei alle die Schicksale von „Außenseitern“, „Verlieren“ und ähnlichen Leuten, die mit ihrem Leben alles andere als zufrieden sind. Manche von ihnen treibt es sogar fast zum Selbstmord. Die einzelnen Geschichten tragen Namen, die zwar etwas mit der Geschichte zutun haben, aber nie wieder geben was eigentlich für schlimme Dinge in ihnen geschehen. Was man auch am Titel des Manga sieht.

Ein Beispiel wäre Kapitel 2 „Eine Stadt mit vielen Hügeln“. Hier begegnet einem Mädchen eines Morgens auf dem Weg zur Schule, ein schwarzer Rabe, der im Kadaver einer überfahrenen Katze herumpickt. Der Rabe schaut das Mädchen an und fängt dann an, mit ihr zu sprechen. Er stellt in dieser Erzählung den Tod da, der das Mädchen davon überzeugen möchte sich umzubringen, indem er ihr immer wieder aufzeigt, dass sie eine Außenseiterin ist. Tatsächlich hat das Mädchen keine Freunde und wird von ein paar Mädchen gehänselt, woraufhin sie sich letzten Endes entscheidet, dem Ratschlag des Raben zu folgen. Sie nimmt an einer Mutprobe der Jungs aus ihrer Klasse teil, die jedes Jahr aufs Neue mittels einer irrsinnigen Aufgabe den neuen König, der das sagen in der Klasse hat, festlegen. Bei einer dieser Mutproben ist schon mal jemand umgekommen und nun nimmt auch das Mädchen teil mit dem Gedanken im Kopf sich möglicherweise umzubringen…

What a Wonderful World! Band 2Auch die anderen Kapitel behandeln solche Situationen und die Gefühle des Opfers, das oft von der Gesellschaft im Stich gelassen wurde und nun versucht, sich mit seiner Situation abzufinden, oder alles zu beenden. Allerdings hat jedes Kapitel ein Ende das zeigt, dass auch Hoffnung in der Welt existiert. So wächst an der Stelle wo vorher der Kadaver einer Katze gelegen hat(Kapitel 2) nun eine Blume. Das Ende ist allerdings nicht als Happy End zu sehen und kann die bedrückte Stimmung, die in einem erwächst, während man sich durch den Manga liest nicht vertreiben.

Eigene Meinung
„What a Wonderful World!“ ist einer der Manga, der unter die Haut geht. Man fühlt sich bedrückt und möchte eigentlich gar nicht weiter lesen. Hier wird einem immer wieder vor Augen geführt, wie schlecht es einem in Leben kann (nicht nur äußerlich sondern auch innerlich). Es entsteht eine gewisse Hoffnungslosigkeit, doch alle in den Geschichten behandelten Personen entdecken am Ende, dass ihre Situation doch nicht ausweglos ist und versuchen ihr jetziges „Schicksal“ zu ändern. Es wird aber nicht gezeigt ob die Hoffnungen der Charaktere in Erfüllung gehen und ob sich ihre Anstrengungen lohnen.

Ich kann den Manga nur einem älteren Publikum empfehlen, dem es nichts ausmacht, wenn es auch mal kein „Happy End“ gibt, denn sowohl vom Zeichenstil als auch von der Erzähltechnik her ist der Manga gut gelungen.

©BrainBug

What a Wonderful World!: © 1997 Inio Asano, Shogakukan / EMA / Tokyopop

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