Another. Deadman Wonderland

Name: Another. Deadman Wonderland
Englischer Name: Another. Deadman Wonderland
Originaltitel: Another. Deadman Wonderland
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Zeichnungen: mizunomoto
Original: Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,95 €

Another Deadman WonderlandInhalt & Eigene Meinung
„Deadman Wonderland“ von Jinsei Kataoka und Kazuma Kondou war eine actionreiche Serie über eine Gruppe Häftlinge in einem Spezialgefängnis, die zu lebensgefährlichen Duellen gegeneinander gezwungen werden. Die meisten der Insaasen rund um den unschuldig zum Tode verurteilten Mittelschüler Ganta Igarashi verfügen über die besondere Fähigkeit des „Zweigs der Sünde“ mittels derer sie ihr Blut in gefährliche Waffen verwandeln können. Ein Kampf gegen die menschenverachtende Gefängnisleitung ist unvermeidlich. Die Story mit spannend Kämpfen und tragischen Wendungen erfreute sich großer Beliebtheit.

Um all dies geht es in dem Zusatzband „Another. Deadman Wonderland“ aus der Feder der Zeicherin Mizunomoto im Grunde nicht oder höchstens am Rande. Vielmehr stehen die Charaktere im Mittelband dieses Bandes, mit dem man offenbar auf der Erfolgswelle mit schwimmen wollte. In Vier-Panel-Strips und einer Handvoll Mini-Comics kann man die Charaktere – nicht wirklich ernsthaft – durch den Jahresverlauf begleiten. Wie im Format der Vier-Panel-Strips üblich, werden die Figuren auf eine besonders markante Charaktereigenschaft reduziert und diese zugespitzt, was für Lacher sorgen soll. Daher finden sich solche Strips auch häufig im Anhang einzelner Tankobon-Bände. Nun wurde ein ganzer Band damit gefüllt, worin auch die Crux des ganzen liegt: Was in Maßen ganz nett und bisweilen lustig ist – zumindest aber niemanden stört – wird in zu großer Zahl langweilig und fade. Ein, zwei Mal ist es lustig, wenn Shiro von allen heimlich Süßigkeiten zugesteckt bekommt oder bemuttert wird, aber irgendwann ist der Gagfaktor einfach aufgebraucht. Da bringen auch Wechsel in Setting (Strand statt Gefängnis) oder Situation (Kindertag) nichts. Und wie in diesem Beispiel verhält es sich leider bei den meisten Charakteren.

Inhaltlich sind auch immer wieder jahreszeitenspezifische Inhalte Thema. Leider verharren auch diese allzu oft in den landestypischen japanischen Klischees. Sehnsucht nach Kotatsu-Heiztischen im Winter, Melonenschlagen im Sommer, das sind Motive, die fast überall vorkommen und ohne darüber hinausgehende Pointe nicht wirklich einen Mehrwert darstellen. Diesmal sind halt die „Deadman Wonderlamd“-Charaktere dabei.

 

So kommt es, dass man diesen Band mit einem unbefriedigten Gefühl aus der Hand legt. An der Optik liegt das freilich nicht. Zeicherin Mizunomoto kommt dem Orignal-Charakterdesign sehr nahe, auch wenn die Zeichnungen – wie in Vier-Panel-Strips üblich – etwas einfacher gehalten sind. Inhaltlich aber gibt es zu viel von zu wenig Gehalt. Wirklich ans Herz legen kann man diesen Band daher nur eingefleischten Fans der Original-Serie, Freunden von Gag-Manga oder Komplettierungsfanatikern.

© Rockita

Another. Deadman Wonderland: 2013: © mizunomozo, Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou Kadokawa Shoten / Tokyopop

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