One Week Friends

Name: One Week Friends
Englischer Name: One Week Friends
Originaltitel: Isshuukan Friends
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2012
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Matcha Hazuki
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Yukis Blicke treffen mal wieder auf die einsame Kaori, die im Klassenraum vor ihm sitzt. Seitdem Yuki mit ihr in einer Klasse ist, geht sie ihm nicht mehr aus dem Sinn. Kaori ist immer allein. Sie spricht mit niemanden und sollte sie einmal angesprochen werden, ist Kaori oft forsch und abweisend. Doch was ist der Grund dafür? Yuki kann sich nicht helfen, doch er möchte einfach mehr über Kaori erfahren und mit ihr befreundet sein. Als er eines Nachmittags zusammen mit Kaori zum Klassenheft einsammeln abkommandiert wird, nimmt Yuki all seinen Mut zusammen. Er bittet Kaori, mit ihm befreundet zu sein. Doch ohne eine Sekunde nachzudenken, lehnt sie seine Bitte ab und flieht auf das Schuldach. Der Schock sitzt für Yuki tief, doch so leicht gibt er nicht auf. In der Mittagspause setzt er sich zu Yuki aufs Schuldach. Zögerlich kommen beide ins Gespräch und dabei wir Yuki klar, dass Kaori keine Freunde zu haben scheint. Sie hat zwar Anstand und entschuldigt sich für die Abfuhr aber sie scheint auch keine Erfahrung im Umgang mit Menschen zu haben. Oft lernt sie allein in ihrem Zimmer, alle sozialen Gepflogenheiten kennt sie nur aus Shojo-Manga und Freizeitaktivitäten, wie Karaoke, hat sie noch nie miterlebt.

Es vergehen einige Tage, indem Kaori und Yuki jeden Mittag zusammen auf dem Dach miteinander essen und reden. Doch am Freitag verhält sich Kaori plötzlich wieder anders. Sie gesteht Yuki, was der Grund für ihre Verschlossenheit ist. Sie leidet an einer unerforschten Krankheit. Nach 7 Tagen vergisst sie alles, was sie die Woche zuvor erlebt hat. Yuki wird in ihren Erinnerungen nicht mehr existieren. Lohnt es sich da überhaupt, Zeit mit Kaori zu verbringen und sich um ihre Freundschaft zu bemühen? Für Yuki ist die klare Antwort „Ja!“. Yuki will Kaoris Krankheit verstehen und nach all der schönen Zeit mit Kaori, will er nicht mehr darauf verzichten. Und so wagt es Yuki am nächsten Montag erneut, um Kaoris Freundschaft zu bitten. Irgendeinen Grund muss Kaoris wöchentlicher Gedächtnisschwund haben und Yuki will ihr zu einer glücklichen Schulzeit mit vielen schönen Erinnerungen verhelfen, Koste es was es wolle.

Eigene Meinung
„One Week Friends“ ist ein sehr einfühlsames und tiefgründiges Manga. Wie kann man ein Leben führen, bei dem man nach 7 Tagen alles und jeden vergisst?

Auf den ersten Blick erinnert „One week friend“ an den Film „50. erste Dates“. Doch „One week friend“ ist deutlich emotionaler und ernsthafter. Dabei wünschen sich beide nichts sehnlicher, als miteinander befreundet zu sein. Doch Kaoris Krankheit scheint diesem Wunsch einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Wie Yuki aber jede Woche erneut allen Mut zusammennimmt und einen Weg sucht, Kaoris Schicksal zu durchbrechen, ist sehr packend und mitreißend.

Die sanften und skizzenhaften Zeichnungen untermauern diese einfühlsame Story perfekt. Der Zeichenstil ist dabei eine Mischung aus Yus „Home Sweet Home“ und Shin Takahashis „She – the ultimate weapon“. Die Darstellung von Licht- und Schatteneffekten scheint dabei nahezu zu fehlen. Wiederum spielt Matcha Hazuki mit der Panel-Anordnung. Einige Seiten sind im bekannten Manga-Aufbau, wobei die überwiegende Anzahl an Kästchen eher wie „Azumanga Daiho“ in einer Linie von oben nach unten verlaufen.

Ich bin gespannt, wie die Serie weitergeht und was sich Yuki noch ausdenkt. Band 1 scheint bereits viele Wege – wie z.B. ein Tagebuch zu schreiben – abgearbeitet zu haben. Daher bleibt zu hoffen, dass Band 2 noch genügend Ideen hat um weiterhin spannend und abwechslungsreich zu bleiben.

© Izumi Mikage

One Week Friends: © 2012 Matcha Hazuki, Square Enix/ Carlsen

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