Innocent

Name: Innocent
Englischer Name:
Originaltitel: Innocent
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2013
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Shin-ichi Sakamoto
Bände: 9 Bände
Preis pro Band: 9,95 €

Story
In „Innocent“ geht es um den jungen Franzosen Charles-Henri Sanson. Dieser ist der Sohn des Scharfrichters von Frankreich und soll in der vierten Generation dessen Posten übernehmen, doch ist dies nicht wirklich der Wunsch des jungen Mannes. Viel mehr ist er über alle Maßen erschrocken über die Gewalt und das Blutvergießen, dass diese Berufung mit sich bringt und die gemeine Bevölkerung fürchtet sie.

Als Charles-Henri sich bei einem Familienessen vehement dagegen ausspricht, seinem Vater zu folgen, wird er unter Folter dazu gezwungen einzuwilligen und kurz darauf beginnt auch schon seine Ausbildung. Nur die kleine Romanze mit einem blonden, jungen Mann bringt ein wenig Freude in sein Leben, doch auch diese nimmt keine gute Wendung und mehr und mehr sieht Charles-Henri sich als Verflucht an, alle zu vernichten, die sein Herz berühren. Aber Charles-Henri bleibt keine andere Wahl mehr, als dem Weg zu folgen den er eingeschlagen hat. Denn der wird ihn eines Tages zu dem Punkt bringen wird, in dem er dem König und der Königin von Frankreich während der Revolution den Kopf abschlagen wird, und der Legende nach dann sogar sich selbst. Aber was der junge Mann bis dahin erleiden muss, ob er doch noch ein wenig Glück und Liebe finden wird in der Finsternis oder ob sie ihn sein Lebtag in der Dunkelheit halten wird, muss sich noch zeigen.

Eigene Meinung
„Innocent“ ist jetzt nicht wirklich ein Manga für die breite Masse. Man sollte schon einen Faible für Geschichte haben, denn der Manga ist der realen Geschichte des Charles-Henri Sanson nachempfunden und daher keine leichte Kost. Besonders eher zartbesaitete Leser sollten es sich überlegen, ob „Innocent“ wirklich was für sie ist, da die Folterszenen ziemlich klar und deutlich dargestellt werden und einen daher mental doch zusetzen können, wenn man psychisch nicht gefestigt ist.

Die Aufmachung des Manga in Großformat mit der Klappbroschur finde ich wirklich gut gelungen und passt auch sehr gut zu der eher vornehmen Gesamtgestaltung des Manga.

Die Zeichnungen sind sehr detailreich und besonders Charles-Henri ist sehr anmutig und sanft gezeichnet, was einen starken Kontrast zu dem Leid und der Folter um ihn herum ergibt. Die Zeichnungen sind im allgemeinen realistischer gestaltet, was zu dem ernsten Ton der Geschichte auch passt und den Manga erwachsener erscheinen lässt, als es bei Mangas aus dem Shojo oder Shonen-Ai Bereich sonst üblich ist. Was den Shonen-Ai-Anteil an sich angeht, wird wohl nicht wirklich sehr viel zu erwarten sein, viel mehr ist dieser eine feine Note die nicht explizit voran getrieben wird.

Der Lesefluss war gut, es wurde manchmal eher mit Text gespart, da die Bilder an sich schon sehr ausdrucksstark waren und für sich sprachen. Zwischen den Kapiteln gab es hin und wieder eine Seite mit etwas mehr Text. Diese bezogen sich meist auf die Zeitgeschehnisse oder gingen auf die jeweiligen Personen im Manga näher ein, um weiteres Hintergrundwissen zu vermitteln.

Die Altersempfehlung liegt bei 16+; Für mich sogar noch ein wenig zu niedrig, da die Folterszenen und auch der ganze Grundtenor der Geschichte wirklich eher was für Erwachsene ist, die damit umzugehen wissen.

Ansonsten ist der Manga für Fans von Manga, welche von realen Geschehnissen inspiriert sind, sicher ein Kauf wert.

Innocent: © 2013 Shin-ichi Sakamoto, Shueisha/ Tokyopop

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