Pokémon – Omega Rubin & Alpha Saphir

Name: Pokémon – Omega Rubin & Alpha Saphir
Englischer Name: Pokémon Omega Ruby Alpha Sapphire
Originaltitel: Pocket Monsters Special ΩRuby αSapphire
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Panini Manga 2017
Mangaka: Story: Hidenori Kusaka
Zeichnungen: Satoshi Yamamoto
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
4 Jahre sind vergangen, seit die drei Pokédex-Besitzer Rubin, Saphir und Smaragd die Hoenn-Region vor Team Aqua und Team Magma gerettet und zwei schreckliche Katastrophen abgewendet haben. Der mittlerweile 15 Jahre alte Rubin hasst es, wenn er oder seine Pokémon schmutzig werden. Seine Leidenschaft sind Pokémon-Wettbewerbe und er hat einst sämtliche Wettbewerbe aller Kategorien und Klassen in nur 80 Tagen gewonnen. Saphir ist ein ziemlicher Wildfang und unsterblich in Rubin verliebt. Sie hat einst alle 8 Arenaleiter in nur 80 Tagen besiegt. Der Dritte im Bunde, der kleine Smaragd, ist rotzfrech und konnte sich alle 7 Kampfzonen-Symbole in nur 7 Tagen erkämpfen. Seine Spezialität ist das Beruhigen von Pokémon, wobei er sich den vertrauten Geruch der Erde aus dem Heimatort des jeweiligen Pokémons zunutze macht.

In den letzten vier Jahren hat Rubin Saphir dabei geholfen, Daten über die Lebensräume der Pokémon zu erheben und nun würde er im Gegenzug gerne mit ihr bei einem „Pokémon Wettbewerb Live!“ antreten, einem neuen Konzept, an dessen Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Doch da zitiert Troy Trumm ihn und Smaragd zu sich und eröffnet ihnen eine wahre Hiobsbotschaft: In 10 Tagen wird ein Meteorit von gigantischen Ausmaßen mit dem Planeten kollidieren und alles Leben auf der Erde auslöschen! Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat die Devon Corporation, die Troys Vater gehört, auch noch einen Drohbrief von den sogenannten Meteoranern erhalten. Rubin willigt ein, Troy im Kampf gegen die Meteoraner und bei der Rettung des Planeten zu unterstützen, allerdings muss Troy ihm dafür versprechen, Saphir nichts von dem Meteoriten zu erzählen. Für die Mission stattet Troy alle drei Pokédex-Besitzer mit Schlüssel- und Mega-Steinen aus. Doch während Saphir und Smaragd hart trainieren, angeblich damit Lohgock und Gewaldro auch nach der Mega-Entwicklung ihre ultimativen Attacken gezielt einsetzen können, ruft Rubin mit der Äon-Flöte Latios herbei, um im Alleingang den Himmelturm nach einem Hinweis abzusuchen, wie sie die Welt vor der drohenden Katastrophe retten können. Dabei trifft er die Wissenshüterin Amalia und ihr Flurmel Avelina. Nach einem kurzen Schlagabtausch offenbart diese ihm, dass sie die offizielle Wissenshüterin der Meteoraner ist, die die Bedrohung bereits vor 1000 Jahren vorhergesehen und sich Gegenmaßnahmen überlegt haben.

Als Rubin auf Latios‘ Rücken den Himmelturm wieder verlässt, trifft er auf die anderen Meteoraner, die ihm erklären, dass Amalia nicht dazu in der Lage sein wird, die Welt zu retten, da Rayquaza sie nicht akzeptiert. Erste kleinere Meteoriten fallen bereits vom Himmel und befördern Rubin und Latios ins Meer, woraufhin sie von Diancie, einem ihnen unbekannten Pokémon, gerettet werden. Inzwischen haben Saphir und Smaragd die Mega-Entwicklung gemeistert und reisen zur Seewoge Malvenfroh. Latias folgt ihnen, sodass Latios und Rubin das Geschehen durch ihre Augen mitverfolgen können: Zu ihrem Entsetzen verlangen Troy und sein Vater, dass Saphirs Lohgock und Smaragds Gewaldro auf einem Apparat namens „Absorber“ die Mega-Entwicklung vollziehen, woraufhin besagte Maschine den beiden Pokémon ihre Lebensenergie entzieht! Saphir und Smaragd müssen geschockt mitansehen, wie ihre Pokémon leiden und so langsam versteht Rubin, dass weder die Devon Corp. noch die Meteoraner die Welt retten können, sondern ganz allein er selbst…

Eigene Meinung:
Der komplette erste Band strotzt nur so vor grammatikalischen Fehlern, was den Lesefluss erheblich stört. So werden oft falsche Artikel verwendet oder auf Artikel sogar komplett verzichtet. Im Impressum ist zwar eine Proofreaderin aufgeführt, aber der Band wurde bestimmt nicht korrekturgelesen. Zusätzlich dazu gibt es auch ein paar störende Übersetzungsfehler, wie z. B. dass die anderen von den Top Vier sich beklagen würden, dass Dragan sich bei ihnen blicken lasse und sich immer mit Steinen beschäftige. Im Original erklärt Dragan Troy, dass die anderen bedauern, dass Troy(!) sich nicht(!) blicken lässt und sich nur mit Steinen beschäftigt. Die Übersetzung des „Pokémon“-Mangas ist natürlich sehr viel anspruchsvoller als die anderer Mangas. Schließlich dürfen viele Begriffe, wie z. B. Attackennamen, nicht wortwörtlich übersetzt werden, da es dafür spezifische Begriffs-Äquivalente in der deutschen Fassung der Videospiele gibt. Tatsächlich hat das sogar bis auf einen kleinen Patzer sehr gut geklappt: An einer Stelle ist die Rede von Avelinas vertrauensseligem Charakter. Das deutsche Game-Äquivalent hierfür wäre allerdings, dass das Flurmel ein „lasches Wesen“ hat.

Japanisch ist eine sehr schwammige Sprache, die Vorkenntnisse bezüglich der Handlung und Zusammenhänge beim Übersetzer erfordert, um bestimmte Passagen richtig interpretieren und übersetzen zu können. Ich denke, dass hier die Fehlerquelle der Übersetzungsfehler liegt, womit wir auch bei meinem größten Kritikpunkt angelangt wären: „Pokémon Omega Rubin & Alpha Saphir“ ist kein alleinstehender Manga, sondern der neuste Story-Arc des „Pocket Monsters Special“-Mangas, dessen Arcs hierzulande von Panini als für sich stehende Manga-Reihen – „Die ersten Abenteuer“, „Schwarz und Weiß“, „X&Y“ und nun eben auch „Omega Rubin & Alpha Saphir“ – veröffentlicht werden. Während manche davon, wie „Schwarz und Weiß“, tatsächlich ziemlich unabhängig sind und auch ohne Vorkenntnisse als eigenständige Manga-Reihen funktionieren, gilt dies nicht für „Omega Rubin & Alpha Saphir“! „ORAS“ baut nämlich sehr stark auf den Story-Arcs „Rubin & Saphir“, „Feuerrot & Blattgrün“ und „Smaragd“ („Pocket Monsters Special“ Band 15-29) auf, die in Deutschland noch gar nicht erschienen sind. Wenn Panini unbedingt zeitnah die Videospiele „Omega Rubin“ & „Alpha Saphir“ promoten wollte, warum haben sie dann nicht einfach den Erscheinungsrhythmus von „Pokémon – Die ersten Abenteuer“ beschleunigt, um schneller beim „Rubin & Saphir“-Arc anzukommen oder diesen als eigenständige Manga-Reihe herausgebracht? Wäre jedenfalls beides deutlich sinnvoller gewesen als einfach den „ORAS“-Arc auf den deutschen Markt zu werfen. Das ist in etwa so, als würde bei einer TV-Serie parallel zur Erstausstrahlung der 2. Staffel schon die 13. an den Start gehen, ohne dass alle Staffeln dazwischen gezeigt wurden.

Die Story des Mangas ist sehr vielversprechend und insbesondere der heftige Cliffhanger macht Lust auf mehr. Die 3 Pokédex-Besitzer von Hoenn sind interessante und herrlich durchgeknallte Charaktere, die mit ihren Macken zu unterhalten wissen. Aber nichtsdestotrotz: Hätte ich nicht zuvor „Pokémon Adventures“ Band 15-29 von Viz gelesen, hätte ich bei diesem Band nur Bahnhof verstanden und nicht viel damit anfangen können. Von daher empfehle ich „ORAS“ ausschließlich Leuten, die besagte Bände bereits in anderen Sprachen gelesen haben. Alle anderen sollten sich lieber erst einmal mit „Pokémon – Die ersten Abenteuer“ begnügen.

Pokémon Omega Rubin & Alpha Saphir: © 2015 Hidenori Kusaka, Satoshi Yamamoto, Shogakukan / Panini Manga

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