Is Dorothy in a bad Temper?

Name: Is Dorothy in a bad Temper?
Englischer Name:
Originaltitel: Dorothy wa Gokigen Naname
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Sora Hoonoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Wieso landet man auf Kindergröße geschrumpft und ohne wirkliche Macht weit weg von seinem Zuhause? Vielleicht lag es an Dorothys selbstsüchtiger Art und dem wirklich unmöglichen Verhalten ihren Mitmenschen gegenüber. Allerdings sieht die junge Hexe dies nicht so und schwört ihrem Meister, der ihr dies angetan hat, Rache. Doch um diese nehmen zu können, muss Dorothy erst einmal zurück nach Emerald City. Unterwegs trifft sie einen jungen Mann namens Tratt und gerät gleich in die Hände von zwielichtigen Gestalten aus der es zu entkommen gilt. Dabei merkt die junge Hexe, dass sie doch noch einen Funken Magie besitzt und benutzt diese gleich, um Tratt an sich zu binden und dessen Kraft zu ihrer zu machen. Dadurch gelingt den beiden die Flucht und sie machen sich zusammen auf den Weg nach Emerald City, wobei sie unterwegs auf weitere skurrile Leute und Situationen treffen und Dorothy weitere Gefährten findet, die ihr mehr oder minder freiwillig folgen.

Eigene Meinung
Mir gefiel „Is Dorothy in a bad Temper?“ echt gut. Es ist mal eine andere Variante des „Zauberer von Oz“ und hat seinen ganz eigenen Charme. Dorothy ist hier mal nicht das nette Mädchen von nebenan, sondern ein verdorbenes Ding, das mit den Reizen ihres Körpers und ihrer Magie meint, alles bekommen zu können, was sie will. Allerdings hat ihr Meister dann echt die Schnauze voll von ihr und verbannt sie. Dass Dorothy es nicht gefällt in einem Kinderkörper zu stecken und kaum noch Magie wirken zu können ist klar. Daher bindet sie auch ihre Gefährten mit einem Kuss an sich, um deren Kräfte nutzen zu können. Die Frage, die sich nun stellt ist, ob die junge Hexe auf ihrer Reise dazu lernt und begreift, dass sie nicht wieder in alte Muster zurück fallen darf? Oder steckt hinter ihrer Verbannung sogar noch viel mehr, als man denkt? Selbst ihre Gegner haben was an sich, besonders der Boss der zwielichtigen Leute am Anfang des Bandes war doch etwas anders als man sich vorgestellt hatte und brachte einen zum Schmunzeln. Zudem nennt Dorothy Tratt oft Toto, was wieder auf herrliche Weise auf den „Zauberer von Oz“ anspielt und auch ihrer anderen Gefährten kommen einem mal mehr oder weniger bekannt vor. Aber davon sollte man sich am besten selbst ein Bild machen in dem man den Manga liest.

Die Zeichnungen sind wirklich gut. Besonders der Unterschied zwischen Dorothys Erscheinungsformen kommt gut zur Geltung. Mit voller Kraft ist sie doch ziemlich sexy dargestellt mit ihrem üppigen Brüsten, während sie in Kinderform eher niedlich und flachbrüstig daher kommt. Aber auch die anderen Charaktere sind gut getroffen und unterstreichen so ihre Wesenszüge sehr gut.

Mit dem Lesen kam man gut voran. Hin und wieder waren die Panele etwas textlastig, aber da konnte man bei der wirklich interessanten Geschichte gut drüber hinweg sehen.

Eine Altersempfehlung gab es diesmal von Carlsen Manga nicht, allerdings sollte man doch schon so um die 14 Jahre sein, um diesen Manga zu lesen. Zumal es doch einige sexuelle Anspielungen gibt, die jüngere Leser sonst wohl nicht wirklich verstehen werden.

Fans von wirklich guten Fantasygeschichten, welche witzig sind und auch noch Schauwerte bieten, sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren! Mit „Is Dorothy in a bad Temper?“ tätigt man ganz sicher keinen Fehlkauf!

Is Dorothy in a bad Temper?: © 2013 Sora Hoonoki, Kodansha/ Carlsen

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