Detektiv Conan – Best in the West

Name: Detektiv Conan – Best in the West
Englischer Name:
Originaltitel: Detektiv Conan – Best in the West
Herausgebracht: Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Gosho Aoyama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,00 €

Detektiv Conan Shinichi EditionInhalt & Eigene Meinung
Die Special Editions als Beiwerk zur Serie „Detektiv Conan“ haben sich für den EMA-Verlag bewährt. Bereits bei Erscheinung des letzten Bandes war klar, dass es weitergehen wird. Erneut gab es eine Abstimmung unter den Fans, um welchen Charakter es sich diesmal drehen sollte. Heraus kam Shinichis Dauerrivale und bester Freund aus Osaka – Schülerdetektiv Heiji Hattori. Kurioserweise wurde in Japan, unabhängig davon und fast parallel, eine „Heiji & Kazuha Edition“ angekündigt. Letzterer Band, in Japan im April 2017 erschienen, überschneidet sich daher inhaltlich etwas mit dem deutschen Eigengewächs.

Während die Auswahl der Fälle noch bei der „Sherry Edition“ nur bedingt nachvollziehbar war, kann sie diesmal als sehr gelungen und durchdacht bewertet werden. Konkret handelt es um den ersten Fall, in dem Heiji auftaucht „Der Giftmord“ (Ep. 49/50, Fall 25, Band 10), den Fall „Rache für Sherlock Holmes“, in dem er die Identität von Conan aka Shinichi aufdeckt (Ep. 59/60, Fall 33, Band 12/13 ) und den Fall „Späte Sühne“, in dem die beiden erstmals als Team ermitteln (Ep. 80/81, Fall 42, Band 15/16). Darüber hinaus besuchen Conan und Co. in einem weiteren Fall Osaka: „Der Serienmörder von Osaka“ (Ep. 124/125, Fall 54, Band 19), bevor es zum Abschluss nochmal dramatisch wird und Heiji in eine sehr gefährliche Situation gerät, nämlich im Fall „Rache verjährt nicht“ (Ep. 185-188, Fall 65, Band 23).

Das kann sich wirklich sehen lassen. Die Auswahl ist nicht nur schlüssig, sondern sie ist sowohl für Fans der ersten Stunde wie für spätere Einsteiger geeignet. In Ersteren wecken die Fälle nostalgische Gefühle, zumal in ihnen auch andere Charaktere aus Heijis Umfeld erstmals auftauchen, wie sein Vater Heizo oder seine Freundin Kazuha. Letzteren wiederum macht die Auswahl den Rückblick auf einen wichtigen Charakter leicht. Nicht nur die Entwicklung der Freundschaft zu Conan wird dokumentiert, sondern auch Auszüge aus Heijis Kindheit. Der Fall in Osaka ist darüber hinaus sehr persönlich, nicht nur wegen des letztlichen Täters. Und nicht zuletzt: Die ausgewählten Fälle zählen mit zu den Highlights der ersten 25 Bände.

Angereichert wird der Band wie inzwischen üblich mit Infoseiten. Die sind allerdings diesmal ziemlich einfach gehalten: Textseiten mit maximal einem kleinen Bild dabei. Inhaltlich bieten sie keinen allzu großen Mehrwert. Fragwürdig ist auch der Titel „Best in the West“. „Heiji Hattori Edition“ wäre dem Anliegen sicher angemessener gewesen. Zumal die Auswahl mit Fällen aus frühen Bänden den Schluss zulässt, dass weitere kommen könnten.

Positiv zu bemerken ist, dass frühere Fehler verbessert wurden. In den ersten Auflagen war Hattori noch fälschlicherweise als „Hatsutori“ transkribiert worden, um nur das offensichtlichste Beispiel zu nennen.

Die Sonderbände haben sich zur kostengünstigen Ergänzung der Hauptserie entwickelt. Gerade einmal sechs Euro kostet dieser Band, weniger als die Bände der regulären Serie, deren Umfang nur ein Drittel umfasst.

Weitere Special Editions werden folgen. Unter dem Titel „Karate und Orchideen“ ist beispielsweise ein Band zu Ran Mori bereits angekündigt. Und auch in Japan gibt es wieder einige spannende Sonderbände (z.B. Dead or Alive Edition), deren Veröffentlichung in Deutschland wünschenswert wären.

© Rockita

Detektiv Conan – Best in the West: © 2017  Gosho Aoyama  EMA

 

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