Daftball

Name: Daftball
Englischer Name:
Originaltitel: Daftball
Herausgebracht: Deutschland: Knaur 2010
Mangaka: Marika Paul
Bände: 1 Band, nicht abgeschlossen
Preis pro Band: 6,99 €

DaftballStory
So hat sich der 16-jährige Tonino seine Sommerferien nicht vorgestellt! Eigentlich wollte er mit seinen Freunden ins Survival Camp fahren und richtig einen drauf machen. Doch darauf wird nichts. Seine alleinerziehende Mutter muss auf Geschäftsreise und überlässt Tonino die Aufsicht über dessen kleinen Bruder Luka. Nicht nur, dass „Nino“ nun zu Hause bleiben muss – er soll auch noch dafür sorgen, dass Luka immer pünktlich in sein Training kommt. Und was gibt es öderes, als einer Nachwuchsmannschaft beim Tischtennis zuzuschauen?

Toninos Laune bessert sich unversehens, als er erfährt, dass seine Freundin und heimliche Flamme Romy in diesen Sommerferien als Aushilfstrainerin dabei sein wird. Außerdem lernt er, dass Luka nicht nur „einfaches“ Tischtennis trainiert, sondern Daftball, eine neue Extremsportart auf der Grundlage des Tischtennis. Während die Ausgangslage bei beiden Sportarten die selbe ist – Platte, Schläger etc. – geht es beim Daftball auch darum, seine körpereigenen Energien zu bündeln und mit in die Schläge zu legen. In der „Sphäre“, wie die Daftball-Spielstätten genannt werden, wird die Membran (Aura) eines jeden Spielers sichtbar und hilft dem Besitzer dabei, seine Kämpfe (bzw. Matches) zu gewinnen.

Zunächst hält Tonino die ganzen Ausführungen für ausgemachten Blödsinn. Kämpfen und Tischtennis? So ein Quatsch. Auch als er Zeuge eines echten Daftball-Matchs wird, glaubt er immer noch an irgendeinen Trick. Als er sich von der Technik der Tischtennisplatte überzeugen will, betritt er unvorsichtig die Sphäre und löst eine Membranformation aus, die ihn erst einmal umhaut. Nun wird auch der Coach der Daftball-Mannschaft auf Tonino aufmerksam: Wie konnte ein absoluter Anfänger bereits so eine Formation kreieren? Nun will er den aufmüpfigen Teenager erst recht für seine Mannschaft haben. Die anderen Mitspieler sind davon nicht überzeugt. Mit einem von ihnen, Erik, war Tonino mal im Tischtennisverein, fiel damals aber eher durch Undiszipliniertheit als durch Leistung auf.

Coach Travis ändert seine Taktik und gibt vor, Tonino nicht zu brauchen, um den wiederum zu animieren, alles zu tun, um in die Mannschaft aufgenommen zu werden. Doch selbst wenn das gelingen sollte, kann sich jemand wie Tonino wirklich in ein Team einfügen?

Eigene Meinung
„Daftball“ ist die erste Manga-Serie von Marika Paul, der Mangaka des Chibis „Turnover“. Auch diesmal beschäftigt sich die Autorin wieder mit dem Thema Sport, wenn auch diesmal um die fiktive Sportart Daftball. In Anlehnung an bekannte Anime-Klassiker, die das Trainieren und Spielen diverser Sportarten als „Kampf“ darstellten, verbindet Daftball das normale Tischtennisspiel mit einem atemberaubenden Aura-Kampf. Dabei wird die menschliche Komponente beim Sport nicht außer Acht gelassen. Selbstverständlich dreht sich die Serie auch um das Leben des Hauptcharakters Tonino. Der muss sich nicht nur um seinen nervigen kleinen Bruder kümmern, sondern auch sein Ego unter Kontrolle bringen, möchte er nicht alle Chancen verlieren, bei seiner hübschen Schulfreundin Romy zu landen. Die aber ist auch noch die Cousine des Daftball-Coachs, was soziale Verwicklungen vorprogrammiert.

Die Zeichnungen der Serie entsprechen deutschem Shonen-Stil, offenbar inspiriert durch beispielsweise „Manga Talente“. Auffällig sind die sehr einfachen Hintergründe und die dynamischen Effekte während der Daftball-Matches. Die Kapitel der Serie erschienen zunächst online bei Comicstars, bevor der Knaur-Verlag ein Taschenbuch mit den ersten Kapiteln herausbrachte.

Sport-Manga in Deutschland sind immer ein Wagnis. Marika Paul schafft es mit dem fiktiven Sport „Daftball“ eine Marktlücke zu entdecken und präsentiert dem Leser eine interessante Serie im Stil bekannter Sport-Anime-Klassiker.

© Rockita

Daftball: © 2010 Marika Paul New Ground Publishing / Knaur

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