Ein Brief an Momo

DVD_MomoInhaltsangabe (Covertext)
Die elfjährige Momo zieht eher unfreiwillig mit ihrer Mutter von der Großstadt Tokio an die japanische Seto-Inlandsee aufs Familienanwesen der Insel Shio. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gewöhnt sie sich an ihre neue Heimat doch die Gedanken um den letzten Brief ihres Vaters lassen ihr keine Ruhe.

Als Momo eines Tages auf dem Dachboden ein altes Buch entdeckt, geschehen plötzlich seltsame und übernatürliche Dinge: So entdeckt Momo drei schelmische Geister, die nur sie sehen kann und die damit beauftragt wurden, sie zu beschützen. Alsbald stellen die unersättlichen Geister die sonst so ruhige Insel auf den Kopf und plündern Speisekammern und Obstplantagen. Doch die kauzigen Weggefährten haben auch eine ernstere Seite und es scheint, als wären sie der Schlüssel zum Rätsel um den unvollendeten Brief ihres verstorben Vaters …

Allgemeine Infos zur DVD

Hersteller/Label Universum Anime
05.09.2014
EAN-Code 0888430445697
UVP € 19,99
Genre Fantasy, Drama, Family
Sprache Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. KG, Berlin
Bildformat 1,85:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit 115 Min.
FSK ab 6
Verpackung Amaray
Bonus

Charaktere

Momo Miyaura – Marie Christin Morgenstern (Synchronsprecherin von Abigail Breslin, AnnaSophia Robb)


MomoDie 11-jährige Momo leidet noch immer unter dem Verlust ihres Vaters, bei dem sie sich nie für einige unbedachte Worte entschuldigen konnte. Lediglich ein begonnener Brief ihres Vaters ist ihr geblieben. Als sie mit ihrer Mutter von Tokyo auf die Insel Shio zieht, stolpert sie über drei Yokai, die sich auf dem Dachboden des alten Hauses einnisten und nur von ihr gesehen werden können. Erst nach und nach freundet sie sich mit dem skurrilen Trio an.

Ikuko Miyaura – Melanie Hinze (u.a. Miya Asama in „Sekirai“, Ryomou Shimei in „Ikki Tousen“)


IkukoMomos Mutter ist zumeist offen, fröhlich und lässt sich ihre Gedanken und Gefühle nicht anmerken. Sie versucht ihr Leben so gut es geht allein zu stemmen und so bald wie möglich fortzusetzen, um mit Momo auf eigenen Beinen zu stehen. Darüber vergisst sie manchmal ihre Tochter und schadet zunehmend ihrer Gesundheit.

Iwa – Elmar Gutmann (u.a. Mr. Satan in „Dragonball Z“)


IwaVon dem Yokai-Trio ist er der Größte und zumeist der Wortführer. Er ist nicht ganz so bissig und bösartig wie Kawa, sondern versucht immer den Frieden zwischen den Yokai und Momo zu wahren. Nichtsdestotrotz sehnt er sich nach seiner alten Macht und den Zeiten, in denen er und seine Freunde ungehindert unter den Menschen wüten konnten. Seine besondere Fähigkeit ist außergewöhnliche Geschwindigkeit und Kraft. Iwa ist (wie seine Freunde) immer hungrig, geht oftmals auf Raubzüge und verwüstet damit die Felder der Bauern.

Kawa – Rainer Fritzsche (u.a. Shigeru Aoba in „Evangelion“, Synchronsprecher von Joel David Moore)


KawaKawa ist zumeist giftig, hinterlistig und oftmals gemein, hat aber doch ein gutes Herz, wenn es darum geht seinen Freunden zu helfen. Wie Iwa und Mame ist er immer hungrig und nutzt die meiste Zeit um Essen oder auch andere Gegenstände zu stehlen. Sein besonderes Talent ist ein übelriechender Furz, den er auf Angreifer loslassen kann. Von den drei Yokai versteht er sich am wenigsten mit Momo, weswegen die beiden oft in Streit geraten.

Mame – Stefan Krause (u.a. Pippin in „Herr der Ringe“)


MameMame ist der kleinste und naivste des Yokai-Trios. Er spricht selten und wenn hat er meist vergessen, was er sagen oder machen wollte, da ihn seine Erinnerung fast immer im Stich lässt. Auf seine Art wirkt er wie ein Kind, weswegen er auch unendlich viele Naturgeister um sich versammeln kann, die er als seine Freunde betrachtet. Er ist der harmloseste Yokai, der zumeist hinter Kawa und Iwa zurücksteht und kaum von früheren Zeiten spricht.

Youta – Patrick Baehr (u.a. Tatsuyoshi in “ Das Mädchen mit dem Zauberhaar“)


YoutaYouta lebt auf der Insel Shio und ist etwa in Momos Alter. Er und seine Schwester Umi (die die Yokai sehen kann) freunden sich mit Momo an, wenngleich diese immer ein wenig zurückhaltender ist. Er hilft Momo hin und wieder aus der Patsche und stellt sie seinem Freundes Kreis vor.

 

Deutsche Bearbeitung
(Synchro & Untertitel)

Die DVD enthält sowohl die japanische Originalfassung, als auch eine gut gelungene deutsche Sprachfassung. Diese wurde von der Deutschen Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. KG erstellt und ist qualitativ sehr hochwertig. Die Stimmen sind angenehm und passen gut zu den Figuren, insbesondere Iwa, Kawa und Mame sind gut besetzt. In der deutschen Sprachfassung wurde darauf geachtet den Begriff Yokai im Original zu belassen, ebenso wurden die japanischen Endungen (-san, -chan, etc.) übernommen.

Die Untertitel sind weiß und schwarz umrandet und lassen sich sehr gut lesen. Allerdings fällt auf, das der Titelsong nicht übersetzt und untertitelt wurde, was in der heutigen Zeit eigentlich Gang und Gebe sein sollte. Auch die Tatsache, dass der Begriff „Yokai“ bei den Untertiteln mit „Gespenster“ übersetzt wurde, wirkt seltsam, da man in der deutschen Synchronfassung doch auf das japanische Original zurückgegriffen hat.

Daher ist die deutsche Bearbeitung hinsichtlich der Untertitel nur bedingt gelungen, wenngleich dies den Film nicht unbedingt schmälert.


Verpackung & Bonusmaterial

Die DVD kommt in einer normalen DVD-Hülle mit Wendecover daher, so dass man wenigstens das gelbe FSK-Logo nicht dauerhaft auf dem hübsch gestalteten Cover ertragen muss. Allerdings erschöpfen sich an dieser Stelle bereits die Extras – es liegt weder ein Booklet noch weitere Gimmicks wie z.B. Postkarten bei.

Auch auf der DVD findet man nichts außer einer Trailershow. Es ist schade, das Universum hier nicht mehr zu bieten hat – Informationen zum Film, zu den Machern, Interviews oder zumindest die japanischen Kinotrailer.

Menü

Nach dem Logo von Universum Anime und üblichen urheberrechtlichen Hinweis gelangt man ins Hauptmenü. Das Menü ist recht schlicht gestaltet, teilweise mit Szenen aus dem Film und mit der Musik des Titelsongs hinterlegt. Die Bedienung ist einfach und, der rote Auswahlrahmen ist gut gewählt, so dass man sich schnell durchs Menü klicken kann.

Je nach Untermenü wechseln die Hintergründe und die Gesamtgestaltung, so dass es nicht langweilig wird.

Technische Qualität
(Bild & Ton)

Die Bildqualität  ist absolut top. Es gibt weder unscharfe Stellen, noch ruckelt der Film. Das Bild selbst liegt im Format 1,85:1 (16:9 anamorph) vor.

Auch beim Ton gibt es nichts zu bemängeln. Sowohl die japanische, als auch die deutsche Fassung wird in Dolby 5.1 bereitgestellt und sorgt für ein optimales Klangerlebnis. Der Surround Sound funktioniert prima und gerade bei dem Sturm am Ende des Films hat man das Gefühl mitten im Regen zu stehen.

Bewertung (kompakt)

Verpackung
50%
Menü
80%
Booklet / Goodies 0%
Bonusmaterial
0%
Synchronisation
90%
Untertitel
60%
Bildqualität
100%
Tonqualität
100%

Fazit

Mit ein „Ein Brief an Momo“ legt Universum Anime den Kinofilm vor, der „Jin-Roh“ Regisseur Hiroyuki Okiura sieben Jahre beschäftigte und der in seiner Art ein wenig an Ghiblis „Totoro“ erinnert. Die Grundidee ist ähnlich, wenngleich „Ein Brief an Momo“ wesentlich dramatischer und ernster ist und die Monster, die Momo trifft nicht ansatzweise so niedlich sind wie Totoro oder der Katzenbus. Nichtsdestotrotz ist der Film gelungen und sowohl für Kinder, als auch für Erwachsen geeignet.

Leider wird Universum Anime dem qualitativ hochwertigen Film nur teilweise gerecht. Während es an der Bild- und Tonqualität nichts zu meckern gibt, und auch die Synchronisation mehr als gelungen ist, fallen die fehlenden Extras doch negativ ins Auge. Gerade weil in „Ein Brief an Momo“ so viel Liebe und Arbeit steckt, hätte man die deutsche Fassung mit einigen zusätzlichen Informationen, Extras und Begleitmaterial bereichern können. Es ist schade, dass trotz der gelungenen Aufbereitung des Films die fehlenden Extras das Vergnügen ein wenig trüben.

Nichts destotrotz ist „Ein Brief an Momo“ ein schöner, lohnenswerter Film, dessen Anschaffung sich durchaus lohnt. Universum Anime punktet mit einem brillanten Bild- und Tonerlebnis, das dem fantastischen Familienfilm auf jeden Fall gerecht wird. Wer kein Wert auf Extras legt und Filme im Ghibli-Stil mag, sollte zuschlagen.

© Koriko

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

Ein Brief an Momo © Hiroyuki Okiura / Production I.G
© 2014 Universum Anime

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