Geten no Hana – die Blume, die im Schatten blüht

Name: Geten no Hana
Englischer Name:
Originaltitel: Geten no Hana
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Ruby Party
Zeichnung: Yuka Kumada
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Wir schreiben die Zeit der Sengoku Ära. Die Reiche des alten Edo befinden sich im Kampf und streiten um die Vorherrschaft Japans. Alles sieht danach aus, als würde der Fürst Oda Nobunaga alle Provinzen unter seiner Führung vereinen können. Nur zwei Regionen, Chugoku und Shikoku, wehren sich noch Vehement, sich Nobunaga zu unterwerfen.

Die junge Hotaru vom Fujibayashi-Ninja-Klan erhält in diesem Machtkampf einen überraschenden Auftrag.
Sie wird von Mitsuhide, einem Gefolgsmann Nobunagas, mit dem Schutz von Oda Nobunaga beauftragt. Mitsuhide hat die Befürchtung, dass es in den eigenen Reihen einen Verräter gibt, der Nobunaga an der Herrschaft hindern will. Da Mitsuhide aber nicht weiß, um wen es sich handelt, ist höchste Vorsicht geboten. Aus diesem Grund soll sich Hotaru unauffällig unter die Leute Nobunagas mischen und Ausschau nach verdächtigen Aktivitäten halten. Ein Glück, dass sie sich als Ninja auf Verkleidungskünste spezialisiert hat. Doch so einfach scheint der Auftrag dann doch nicht zu werden, denn Hotaru kann sich zwar wunderbar in Tiere verwandeln aber nicht in eine Prinzessin, wie es Mitsuhide von ihr verlangt. Sie soll sich als Prinzessin Kikyo, Mitsuhides Schwester, in der Burg Azuchi einquartieren. Das fällt Hotaru allerdings außerordentlich schwer. Als Ninja ist sie es gewohnt, in einfachen Verhältnissen zu leben. Sich aber als Adlige auszugeben ist für sie eine Herausforderung. Bereits die ersten Gespräche als Prinzessin Kikyo klingen eher wie aus einem schlechten, historischen Roman. Zum Glück ist Kikyo bildhübsch, sodass sie mit ihrem Aussehen von ihren Fehlern ablenken kann.

Als sie das erste Mal auf Oda Nobunaga trifft, entgeht auch ihm die Schönheit Kikyos nicht. Er verfällt ihr sofort und bittet bereits beim ersten Treffen um ihre Hand.

Doch Nobunagas Wachmänner stehen Kikyo nicht so aufgeschlossen gegenüber. Vor allem der kindliche Ranmaru ist ihr gegenüber sehr misstrauisch. Unter diesen Umständen ist es schwierig, Informationen zu sammeln und die Tarnung aufrecht zu halten. Ob es Hotaru, alias Kikyo, schaffen wird, den Verräter ausfindig zu machen, bevor etwas Schlimmes passiert?

Eigene Meinung
In Zeiten, in denen Geschichten aus dem alten Japan, wie „Unterm Wolkenhimmel“ oder „Sengoku Vamp“, in Deutschland beliebt sind, erscheint „Geten no Hana“ genau richtig. Auch dieses Mal dreht sich die Handlung um Oda Nobunaga und seine Feldzüge. Fantasy-Elemente werden in „Geten no Hana“ jedoch nicht durch einen Vampir erzeugt, sondern durch Ninja, die auf Verwandlungskünste spezialisiert sind.

Zeichnerisch erinnert „Geten no Hana“ an Werke von Karakarakemuri. Insbesondere die Kleidungen, wie Kimono und Rüstungen, sind detailliert und zeitgemäß ausgearbeitet.
Auch die Festungen werden sehr sorgfältig, mit Liebe zum Detail, dargestellt. Dadurch gelingt dem Leser der Einstieg in die Vergangenheit mühelos.
Etwas Zurückhaltender war man jedoch bei der Darstellung von Schatten und Licht. Vor allem Haare weisen oft keine Reflexionen auf. Und auch die Hintergrund-Illustrationen sind durchaus ausbaufähig, da diese oft nur angedeutet werden und ansonsten Mangelware sind. Die Farbbilder von „Geten no Hana“ sind wiederum ein echter Hingucker und ziehen die Leser magisch an.

Die Handlung von „Geten no Hana“ ist durchaus niedlich erzählt und baut zum Ende noch mal richtig Spannung auf. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich – von cool und attraktiv, über schüchtern bis hin zum kindlichen Trotzkopf. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Es bleibt spannend, ob sich die Handlung noch zum Liebesroman entwickeln wird. Bisher ist davon nicht viel zu spüren, auch wenn Nobunaga in „Geten no Hana“ ein kleiner Charmeur ist.

© Izumi Mikage

Geten no Hana: © 2013 Ruby Party/ Yuka Kumada, Kodansha/ KAZÉ

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