Begegnung mit Toki

Name: Begegnung mit Toki
Englischer Name:
Originaltitel: Sentaku no Toki
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Kiri Gunchi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Mitsuhara hat Sommerferien und dennoch ist er mal wieder total in Eile. Wie ein Verrückter tritt er in die Pedale seines Fahrrads, um zu seiner Verabredung mit seinen Freunden zu kommen. Doch plötzlich blockiert etwas seine Reifen und er stürzt brutal über seinen Fahrradlenker auf die asphaltierte Straße. Irgendetwas muss mitten auf der Straße gelegen haben. Doch eher er die Person, die aus dem Nichts zu kommen scheint, erkennen kann, wird ihm schwarz vor Augen und er verliert das Bewusstsein.

Als Mitsuhara wieder zu sich kommt, befindet er sich in seinem eigenen Zimmer. Seine Verletzungen scheinen wie von Geisterhand verheilt zu sein. Dabei war er sich so sicher, dass sein Bein gebrochen war.

Und die Person, die für all diese seltsamen Zwischenfälle verantwortlich ist, sitzt mit ihm in seinem Zimmer. Mitsuhara ist mit seinem Fahrrad auf das Raumschiff des Aliens Toki gestoßen, dass getarnt und dadurch unsichtbar war. Auch er ist der Grund für Mitsuharas plötzliche Genesung.
Toki stammt vom Planet Carmine und ist aus einem ganz bestimmten Grund auf der Erde: Toki soll die Geschlechterrollen von Männern und Frauen analysieren. Denn alle Lebewesen von Camine besitzen zunächst keine Geschlechtsmerkmale, sondern müssen sich mit Vollendung des 15. Lebensjahres fürs eins von beiden entscheiden.

Doch Toki ist nicht so der Analytiker. Ihm scheint beides recht zu sein. Und als er erkennt, dass Mitsuharas Freunde kein Interesse an ihm haben und ihn eher als fünftes Rad am Wagen sehen, macht Toki einen unerwarteten Vorschlag: Mitsuhara soll entscheiden, ob Toki zum Mann oder zu einer Frau werden soll. Braucht Mitsuhara um seine Einsamkeit zu überwinden eher einen Kumpel oder doch eher eine Partnerin für die Liebe?

Eigene Meinung
„Begegnung mit Toki“ besitzt eine ungewöhnliche und dadurch interessante Ausgangssituation. Dabei fragt man sich zwangsläufig selbst, was man selbst wählen würde: Einen Freund, der immer zu einem steht oder einen Partner fürs Leben?

Toki ähnelt optisch eher einer Frau, sodass man schnell auf eine Liebesbeziehung zwischen Toki und Mitsuhara spekuliert. Doch von Romantik ist bisher nicht viel zu spüren.

Grundsätzlich bietet diese innovative Geschichte viele spannende Gestaltungsmöglichkeiten. Doch leider driftet „Begegnung mit Toki“ ungefähr zur Hälfte des ersten Bandes etwas ab. Plötzlich erscheint ein etwas verschrobener Lehrer, der wiederum keinen großen Mehrwert für das Vorankommen der Handlung bringt. Die Story um den Lehrer wirkt in „Begegnung mit Toki“ eher wie ein Fremdkörper und hätte allein schon für eine eigenständige Geschichte gereicht.

Für mein Empfinden hätte „Begegnung mit Toki“ noch intensiver die typischen Merkmale sowie die Vor- und Nachteile der Geschlechterrollen behandeln können. Das spielen mit Stereotypen scheint für diese Serie eigentlich wie geschaffen zu sein. Hoffentlich wird auch noch das „Für-und-Wider“ der Entscheidung zwischen einem besten Freund und einer innigen Liebe behandelt. Das Fazit von Band 1 von „Begegnung mit Toki“ ist also eine erfrischende Handlung mit Luft nach oben.

© Izumi Mikage

Begegnung mit Toki: © 2017 Kiri Gunchi, Shueisha/ Altraverse

 

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