Sakura – I want to eat your pancreas

Name: Sakura – I want to eat your pancreas
Englischer Name: I want to eat your pancreas
Originaltitel: Kimi no Suizou wo Tabetai
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Yoru Sumino
Zeichnungen: Izumi Kirihara
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Im Krankenhaus liest ein Mitschüler von Sakura Yamauchi zufällig ihr Tagebuch. Darin berichtet sie von einem Geheimnis, das sonst nur ihre Eltern kennen. Sakura wird sterben, denn sie hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Doch dass ihr Mitschüler nun ihr Geheimnis kennt, kommt Sakura nicht ungelegen. Endlich hat sie jemanden, dem sie von ihrer Krankheit erzählen und mit dem sie ihre letzten Monate auskosten kann. Bisher hatte sie immer Angst, ihren Freunden von ihrem baldigen Ableben zu erzählen, doch bei ihrem ruhigen Schulkollegen ist das anders. Er ist nicht sonderlich aufgeschlossen oder etabliert. Er hält sich meist aus allen Gesprächen zurück und ist daher der perfekte Kandidat um jemanden ein derartiges Geheimnis anzuvertrauen.

Seit diesem Tag trifft sich Sakura häufiger mit ihm. Sie gehen gemeinsam ins Restaurant oder unternehmen einen Kurzurlaub nach Hakata. Dabei ist Sakura stets lebensfroh und nimmt ihre eigene Krankheit oft nicht sonderlich ernst. Erst als ihr Mitschüler auf der Reise ihre Anhäufung von Tabletten sieht, wird auch er auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der sonst so ruhige und desinteressierte Mitschüler wird plötzlich sehr emotional. Liegt ihm doch mehr an Sakura, als zunächst gedacht?

Eigene Meinung
Eine Review zu “Sakura – I want to eat your pancreas” zu schreiben, fiel mir zunächst schwer. In dieser Serie passiert vermeintlich oft nichts, doch die wahre Handlung spielt sich zwischen den Zeilen ab. Ist Sakuras stets fröhliches Auftreten nur ein Selbstschutz, um sich nicht von der eigenen Angst vor dem Tod übermannen zu lassen? Ist der stille Mitschüler wirklich desinteressiert am Leben seiner Mitmenschen oder empfindet er doch etwas für Sakura?

Fest steht, dass sowohl Sakura als auch ihr Mitschüler als neuer Vertrauter bereits im Laufe des ersten Bandes eine deutliche Charakterentwicklung durchmachen.

Zunächst fällt das Lesen von “Sakura – I want to eat your pancreas“ etwas schwer, da sich die Geschichte scheinbar hinzieht. Es wird viel Zeit investiert, in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen. Der Leser ist erst einmal irritiert von Sakuras Fröhlichkeit und wartet auf den emotionalen Ausbruch. Erst gegen Ende des ersten Bandes nimmt die Handlung dann allmählich an Fahrt auf.

Ungewöhnlich, aber zugleich auch interessant, ist die Tatsache, dass der Name der männlichen Hauptperson zu keinem Zeitpunkt erwähnt wird. Er wird immer nur als „unscheinbare Mitschüler“ oder „eigenartiger Mitschüler“ bezeichnet. Ich bin gespannt, ob man im nächsten Band, welches zugleich der Abschluss der kurzen Serie ist, seinen Namen noch erfahren wird.
Apropos Name: Etwas verwirrt war ich auch vom Namen des Mangaka-Duos… Wie auf dem Cover zu lesen ist, sollen die Zeichnungen von Idumi Kirihara stammen, was doch ein sehr ungewöhnlicher Name für einen Japaner wäre. In anderen Quellen findet man den viel wahrscheinlicheren Namen „Izumi“. Auch bei Autor Yoru Sumino hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn auf dem Cover wird im Gegensatz zur Carlsen-Homepage von „Somino“ gesprochen und nicht von „Sumino“. Hier muss irgendetwas deutlich schief gelaufen sein.

Der Zeichenstil von “Sakura – I want to eat your pancreas“ ist feinfühlig und simpel zugleich. Dennoch passt er wunderbar zur Serie. Gerade das Titelbild ist ein wahrer Eyecatcher.

“Sakura – I want to eat your pancreas“ ist ungewöhnlich und tiefgründig. Die Leser sollten daher dramatischen Geschichten gegenüber aufgeschlossen sein.

© Izumi Mikage

Sakura – I want to eat your pancreas: © 2016 Yoru Sumino/ Izumi Kirihara, Futabasha/ Carlsen

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