K – Countdown

Name: K – Countdown
Englischer Name:
Originaltitel: K – Countdown
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Original: GoRA – GoHands
Story: Rei Rairaku (GoRA)
Zeichnungen: Yui Kuroe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach den Geschehnissen in „K – Missing Kings“ hat sich einiges bei den Clans geändert.

Anna ist nun der neue „Rote König“ und muss sich erst mal das Vertrauen und die Loyalität ihrer Leute sichern. Was allerdings nicht so leicht ist, wenn schon neue Gefahr droht und man sie aus ihrem Gebiet zu vertreiben versucht.

Derweil begeben sich der „Blaue König“, Fushimi und Awashima, auf Familienbesuch. Munaktas Bruder, der ebenfalls bei den Reparaturarbeiten am Mihashira-Tower mitarbeitet, hat sie dazu genötigt. Ein Interessanter Abend nimmt seinen Lauf, bevor die Pflicht wieder ruft.

Nebenbei suchen Kuro und Neko noch immer nach dem verschwundene, silbernen König Yashiro und geraten darüber in Streit, was zu einigen Verwicklungen führt. Derweil befindet sich Yashiro auf dem Luftschiff „Himmelsreich“. Er erholt sich dort von seinen Verletzungen und verabschiedet einen alten Freund, an den er sich mit einigem Wehmut erinnert.

Schnell holt sie alle allerdings die Realität ein. Was geschieht nun mit dem „Goldenen Clan“, nachdem dessen König tot ist? Was hat der „Grüne Clan“ nun vor? Und was für Auswirkungen wird der Riss im Damoklesschwert des „Blauen Königs“ noch haben?

Eigene Meinung
Fans der Manga-Reihe „K“ und dessen Animes, Novellen und Filme, sollten auf jeden Fall auch bei „K-Countdown“ zugreifen, um ihre Sammlung zu vergrößern.

Jene Leser die gerade mit dem Gedanken spielen sich der Reihe widmen zu wollen, sollten allerdings erst Mal mit „K – The First“ starten. Ansonsten kommt man nämlich nicht mehr mit, da in den weiteren Manga vorausgesetzt wird, das man die Charaktere kennt. „K – Countdown“ ist mit dem zweiten Band abgeschlossen und leitet so zum nächsten Teil der Geschichte über.

Es ist allerdings verwunderlich, dass EMA die chronologische Reihenfolge der „K“-Reihe ignoriert. Chronologisch hätte erst einmal „Missing Kings“ veröffentlicht werden sollen und dann „K – Countdown“, da dieser daran anschließt und sicher nicht jeder den Animefilm gesehen hat.

Gut war der Manga aber wie immer. Es war amüsant ein wenig hinter die Kulissen zu sehen. Gerade Munakatas Familie hatte schon was an sich, da sie eben einfach so normal sind. Was besonders seine Untergebenen irritiert und Fushimi in Verzweiflung fallen ließ, da ihm dieser Besuch so was von unangenehm war. Aber auch Anna macht ihre Sache gut, obwohl sie noch so jung ist und gewinnt recht schnell die Herzen ihrer Leute, auch wenn es niemals wieder so sein wird, wie es unter dem vorherigen König war. Am witzigsten war dann aber der Teil mit Kuro und Neko, die sich ein ganz schönes Katz und Mausspiel geliefert haben und Neko auch nicht vor nackten Tatsachen zurückschreckte, um Kuro zu entkommen. Aber am Ende rauft man sich doch zusammen und hofft das es einen wichtigen Grund hat warum Yashiro noch nicht zu ihnen zurück gekehrt ist.

Zeichnerisch ist der Manga gut, aber wie beim Vorgänger auch kommen mir die Charaktere einfach wieder zu kindlich rüber, aber das ist eben Geschmackssache.

Der Manga ist für Leser ab 12 Jahren geeignet. Zwar kommt bisher noch nicht viel Action vor, dies kann sich aber im Folgeband noch ändern!

Fans von „K“ sollten auf jeden Fall bei „K – Countdown“ zugreifen! Solche die es noch werden wollen, ebenso!

K – Countdown: © Rei Reiraku, Yui Kuroe, GoRA – GoHands, Kodansha/ EMA

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Die magische Konditorin Kosaki

Name: Die magische Konditorin Kosaki
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Pâtissière Kosaki-chan
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Naoshi Komi
Zeichnungen: Taishi Tsutsui
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Ein epochales Chaos steht kurz bevor, denn das Verhältnis des Manas, die Energiequelle allen Lebens, zwischen unserer Welt und der Zauberwelt ist gestört. Immer mehr Menschen werden aggressiv und begehen Straftaten, weil in ihnen das bösartige, dunkle Mana überhand nimmt.

Nur Menschen mit besonderen Kräften können dieses sensible Gleichgewicht wiederherstellen. Kosaki ist eine von ihnen. Eigentlich möchte sie einfach nur in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und irgendwann die Konditorei der Familie übernehmen. Gäbe es dabei nicht ein Problem – Kosaki kann einfach nicht backen. Dabei würde sie zu gerne, dass eines Tages der Schulsprecher Raku, den sie aus der Ferne anhimmelt, eines ihrer Kuchen probiert und es ihm schmeckt.

Doch nun rückt ihr Traum in weite Ferne. Denn als Kosaki mit ansehen muss, wie ihr geliebter Raku bei einem Raubüberfall in einer Bank als Geisel festgehalten wird, geht sie unüberlegt einen Deal mit dem gesandten der Zauberwelt namens Rurlin ein, um ihn zu retten.
Seitdem muss sie als Magical Girl dafür sorgen, dass das böse Mana verbannt und dem Drahtzieher hinter alle den Machenschaften, Dr. Maiko, das Handwerk gelegt wird.

Und zu allem Überfluss kommt auch noch hinzu, dass seit dem Banküberfall auch Raku Gefühle für Kosaki hegt, allerdings nur für ihre geheime Identität als Magical Girl.

Eigene Meinung
Bei der Serie „Die magische Konditorin Kosaki“ handelt es sich um ein Spin-off zur Mangaserie „Nisekoi“. Fans von „Nisekoi“ dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren freuen, auch wenn sie nun in andere Rollen schlüpfen. Unter anderem trifft man in „Die magische Konditorin Kosaki“ auf Raku, Kosaki und Chitoge.

Lustig ist natürlich auch der Perspektivwechsel, denn dieses Mal wird die Geschichte aus Sicht von Kosaki erzählt, die unsterblich in Raku verliebt ist, und nicht umgekehrt. Vorkenntnisse über die Serie „Nisekoi“ sind übrigens nicht nötig, wenn man „Die magische Konditorin Kosaki“ lesen möchte.

Die Handlung von „Die magische Konditorin Kosaki“ sollte man, ähnlich wie „Nisekoi“, auch dieses Mal nicht zu ernst nehmen. Die Serie setzt auf viel Humor und Slapstick. So muss Kosaki jedes Mal, wenn sie sich in ein Magical Girl verwandelt, allen Mut zusammennehmen, da sie dabei splitterfasernackt ist. Und auch sonst wird an Aufnahmen von Unterwäsche nicht gegeizt.
Zu guter Letzt hat auch „Die magische Konditorin Kosaki“ das gleiche Problem, wie alle Magical Girl-Serien: Die Tarnung der Charaktere kann noch so schlecht sein, niemand erkennt, wer in Wahrheit hinter den Magical Girls und Bösewichten steckt. Dabei ist sofort klar, dass hinter dem Fiesling Dr. Maiko, Kosakis Vertrauenslehrer Herr Maiko steckt.

Die Zeichnungen von „Die magische Konditorin Kosaki“ sind überraschenderweise nicht mehr von Naoshi Komi, sondern von Taishi Tsutsui. Dabei kommt grad die Schnelligkeit der Kampfszenen und die Dynamik gut zu Geltung. Zeichnerisch kann „Die magische Konditorin Kosaki“ wirklich punkten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Die magische Konditorin Kosaki“ eine einfache und niedliche Unterhaltung ist, die vor allem Fans von „Nisekoi“ erfreuen dürfte

© Izumi Mikage

Die magische Konditorin Kosaki: © 2015 Naoshi Komi/ Taushi Tsutsui, Shueisha/ KAZÈ

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Fairy Girls

Name: Fairy Girls
Englischer Name: Fairy Girls
Originaltitel: Fairy Girls
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Mangaka: BOKU
Originalstory: Hiro Mashima
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Bei der „Vorführung großer Magie“ dürfen natürlich auch die Magier der Fairy Tail Gilde nicht fehlen. Deshalb verweilen diese auch momentan in Crocus, der Hauptstadt Fiores. Nach dem Sieg bei dem Fest geht es dann für die Damen von Fairy Tail noch auf eine Sightseeing- bzw. Shoppingtour durch die Stadt. Doch wie so oft geraten sie mal wieder in Schwierigkeiten, als eine Doppelgänger Gilde Fairy Tail verunglimpft und dann auch noch eine Verschwörung planen, der sich Lucy, Elsa, Wendy und Jubia aber tapfer stellen. Dabei geht natürlich wieder einiges zu Bruch, aber das nimmt man in Kauf, wenn gar das Überleben des Königs auf dem Spiel steht!

Können die Vier den König retten oder sieht die Zukunft Fiores düster aus?

Eigene Meinung
„Fairy Girls“ ist ein witziger aber auch actionreicher Spin-off zu „Fairy Tail“.

Ich fand es toll, dass mal nur die Mädchen der Gilde einen Auftritt hatten und zeigen konnten was so alles in ihnen steckt und das man nicht immer männliche Unterstützung braucht, um ein ganzes Königreich zu retten. Dabei wurde das Augenmerk auf Lucy, Elsa, Wendy und Jubia gelegt und diese auch wirklich toll zur Geltung gebracht, da sie ganz ihren Charakteren in Fairy Tail entsprachen. Besonders Jubia bringt einen wegen ihrer Schwärmerei für Gray immer wieder zum schmunzeln.

Zeichnerisch ist der Manga eben ganz „Fairy Tail“. Die Mädchen sind toll getroffen, bieten einige Schauwerte, was für mich als Frau, ruhig etwas weniger hätte sein können. Ansonsten geht es eben sehr actionreich in den Kampfszenen zu, welche sehr dynamisch gezeichnet wurden und daher wirklich richtig gut zur Geltung kommen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt perfekt. Die actionreiche Geschichte wird immer wieder mit viel Witz aufgelockert und ist auch nie zu brutal.

„Fairy Girls“ ist auf jeden Fall zu empfehlen, besonders für Fans von „Fairy Tail“ und all jenen die witzige Fantasygeschichten mit reichlich Action mögen!

Fairy Girls: © 2015 BOKU, Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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Graineliers

Name: Graineliers
Englischer Name: Graineliers
Originaltitel: Graineliers
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Rihito Takarai
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach einem tragischen Vorfall in der Vergangenheit verstecken sich Lucas und sein Vater in einem kleinen Dorf. Dennoch ist es sein größter Wunsch einmal ein Grainelier zu werden. Dies ist jemand der Experte für Pflanzensamen mit besonderen Kräften ist! Diesen Wunsch teilt er mit seinem besten Freund Abel, welcher schon bald zu einer wichtigen Stütze in seinem Leben wird, als die Vergangenheit seinen Vater in Form des Sicherheitsdienstes der Graineliers einholt. Lucas kann fliehen und schluckt zu dem noch einen Pflanzensamen, den sein Vater verbotener Weise gezüchtet hat.

Was wird nun aus ihm? Kann er noch ein Grainelier werden oder gerät er doch noch in die Fänge des Sicherheitsdienstes? Und wer oder was ist Chloe, das Mädchen dem Lucas mit einem Baum hilft, genau? Ein normaler Mensch ganz sicher nicht!

Eigene Meinung
„Graineliers“ hat schon was an sich, fesselt mich persönlich aber nicht wirklich. Vermutlich weil ich eh nicht viel mit Pflanzen am Hut hab. Einen grünen Daumen sucht man bei mir vergebenes!

Interessant ist die Geschichte dennoch, denn man ist schon gespannt was aus Lucas nun wird, da er den Samen geschluckt hat. Welche Fähigkeiten erwachen in ihm und was macht die Wandlung körperlich aus ihm? Wer ist Chloe und wird Abel wirklich treu an Lucas Seite stehen, auch wenn dies seinen eigenen Traum Grainelier zu werden zerstören könnte? All die Fragen werden sicher eine Menge Leser dazu bringen auch die weiteren Bände zu kaufen!

Zeichnerisch ist der Manga toll, besonders auf die Darstellung der Pflanzen wurde viel Wert gelegt. Dafür sind die Charaktere leider etwas stereotypisch geworden, aber darüber sieht man doch gern hinweg, da es einfach noch zu viele offene Fragen gibt, auf deren Beantwortung man brennt.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist auch passend gewählt, da jüngere Leser mit dem Thema des Manga noch nicht wirklich was anfangen können.

Fans von interessanten Fantasygeschichten sollten „Graineliers“ ruhig eine Chance geben! Einen Fehler macht man da ganz sicher nicht!

Graineliers: © 2014 Rihito Takarai, SQUARE ENIX/ EMA

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Chivalry of a Failed Knight

Name: Chivalry of a Failed Knight
Englischer Name:
Originaltitel: Rakudai kishi no cavalry
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: KAZE 2018
Mangaka: Charakterdesign: Won
Originalwerk: Riku Misora
Zeichnungen: Megumu Soramichi
Bände: 11 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Stella ist die zweite Prinzessin des kleinen europäischen Kaiserreichs Vermillion und nicht nur äußerst hübsch sondern auch sehr begabt! Sie kommt mit Rekordnoten an die Hagun-Akademie und erreicht sogar den Blazer-Rang A. Blazer haben die Fähigkeit ihre Seele in Form einer Waffe zu manifestieren und Magie einzusetzen. In Japan gibt es sieben Akademie die Blazer (Magieritter) ausbilden.

Ikki Kurogane ist ebenfalls Schüler an der Hagun-Akademie. Jedoch hat er den Rang F inne und muss nun die zehnte Klasse an der Akademie wiederholen, da ihm die nötigen Punkte für die Versetzung fehlen.

Zum Schuljahresbeginn bekommt Ikki eine Mitbewohnerin in sein Zimmer: Stella. Er weiß nichts davon, als er in sein Zimmer kommt und Stella halbnackt entdeckt. Der Schrecken ist groß, denn auch Stella wusste nichts von einem Mitbewohner. Bei der Direktorin wird schließlich alles aufgeklärt. Da Beide sich nicht einigen können, wer die Zimmerregeln festlegt, schlägt die Direktorin einen Trainingskampf vor. Der Gewinner des Kampfes soll die Zimmerregeln festlegen, doch Stella, welche siegessicher ist, setzt noch einen drauf: der Verlierer gehorcht lebenslang dem Gewinner!

Der Trainingskampf endet anders als Stella gedacht hat: sie verliert gegen Ikki. Sie erfährt von der Direktorin, dass er aus einer berühmten Familie stammt. Da Ikki dieser Familie den Rücken gekehrt hat, hat ein Teil der Familie ihren Einfluss an der Akademie genutzt und dafür gesorgt, dass er nicht bestehen wird. Die neue Direktorin hat dieses Abkommen aufgehoben, so dass Ikki nun eine Chance hat.

Stellas Interesse an Ikki ist geweckt. Wie wird das Zusammenleben der Beiden funktionieren? Alles wird komplizierter als Ikkis kleine Schwester an der Schule auftaucht. Ikki steht plötzlich total im Mittelpunkt und Stella versucht ihn für sich zu gewinnen…

Eigene Meinung
Die Mangaserie „Chivalry of a Failed Knight“ beruht auf der gleichnamigen Lightnovelserie von Riku Misora und ist anders als die Novelserie bereits abgeschlossen. Zur Serie gibt es hierzulande sogar schon die Anime-Umsetzung bei KSM Anime.

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Die Actionszenen sind sehr dynamisch und die Charaktere detailliert gezeichnet. Männliche Leser werden bei diesem Manga auch auf ihre Kosten kommen. Besonders Stellas enorme Oberweite wird gut zur Schau gestellt und manchmal auch in sehr wenig Stoff verpackt.

Die Geschichte wird spannend erzählt und man wird sehr schnell mit den beiden Hauptcharakteren warm. Geschickt wird am Anfang ihre Geschichte eingeflochten, so dass die Stella und Ikki einem sofort sehr sympathisch werden.

Rund um ist „Chivalry of a Failed Knight“ ein Manga, der den Leser sehr gut unterhalten kann.

Chivalry of a Failed Knight: © 2014 Megumu Soramichi, Riku Misora, Won, Square Enix / KAZÉ

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IM – Great Priest Imhotep

Name: IM – Great Priest Imhotep
Englischer Name: IM: The Great Priest Imhotep
Originaltitel: IM
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Makoto Morishita
Bände: 11 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Vor 3.000 Jahre verschwand in der Geschichtsaufzeichnung der Hohepriester Imhotep auf einmal spurlos. Was niemand ahnen konnte war, dass dieser in der heutigen Zeit wieder auftaucht, um Magai zu fangen. Diese falschen Götter nisten sich in Menschen ein und verbreiten Chaos und Tod.

Bei diesem Unterfangen trifft der Hohepriester auf die Schülerin Hinome, die seit einigen Jahren von einem Magai besessen ist. Nachdem er sie von dessen Einfluss befreit hat, nistet er sich bei ihr und ihrem Vater ein und erklärt deren Haus zu seinem neuen Palast und sie zu seiner Helferin im Kampf gegen die Magai.

Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Kind Anubis in Form eines katzengleichen Wesens auf, um ein Auge auf Imhotep zu haben. Dies artet aber in nur noch mehr Chaos aus, dabei haben sie sich schon genug Gefahren zu stellen. Darunter auch Imhoteps eigener Vergangenheit!

Eigene Meinung
Mir gefiel „IM – Great Priest Imhotep“ sehr gut. Zwar bedient der Manga einige Klischees des Genre, ist dabei aber auf seine eigene Art lustig und spannend, so dass man schon gern erfahren möchte, was es mit Imhotep eigentlich auf sich hat. Wobei dies auch das große Plus des Manga ist! Man bekommt zwar Informationen über seine Vorgeschichte, aber immer nur in kleinen Happen, so dass man wirklich auf jede neue Information darüber brennt. Diese Vergangenheit war nämlich alles andere als leicht und wohl auch ziemlich tragisch.

Zudem wird es interessant zu sehen sein, wie sich Hinome und der kleine Anbuis weiter in die Geschichte einbringen werden. Spannend bleibt es auf jeden Fall!

Zeichnerisch fand ich den Manga auch sehr gelungen. Es gibt immer wieder deutlich überzeichnete Szenen in den witzigen Momenten, was die Komik des Moments noch hervorhebt. Wogegen es in den actionreichen Szenen ziemlich zur Sache geht. Dabei wird aber auch besonders viel Wert auf die ägyptischen Details und die Darstellung der Magai gelegt, was bei dem Grundthema des Manga ja auch ein Muss ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und passt sehr gut, da es doch recht actionreich zu geht und es doch ein paar Szenen gibt, für die man schon eine gewisse Reife haben sollte, um sie gänzlich zu verstehen.

Fans von wirklich spannenden Geschichten, welche auch mit einigem Witz immer wieder aufgelockert werden, sollten bei „IM – Great Priest Imhotep“ unbedingt zu greifen!

IM – Great Priest Imhotep: © 2015 Makoto Morishita, SQUARE ENIX/ Carlsen

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Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu

Name: Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu
Englischer Name: Dragon Ball: That Time I Got Reincarnated as Yamcha!
Originaltitel: Dragon Ball Gaiden: Tensei shitara Yamcha datta ken
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Original-Story: Akira Toriyama
Story & Zeichnungen: Dragongarow Lee
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,00 €

Story:
Beim Versuch einem Mädchen unter den Rock zu sehen, fällt ein „Dragon Ball“-begeisterter Highschool-Schüler eine Treppe hinunter und findet sich im Körper von Yamchu wieder! Einerseits ist es für ihn natürlich ein wahrgewordener Traum, im „Dragon Ball“-Universum wiedergeboren worden zu sein, aber andererseits ist er etwas enttäuscht darüber, ausgerechnet Yamchu zu sein. Warum nicht Son-Goku oder Vegeta? Doch da wird ihm klar, dass er als Yamchu ja mit der süßen Bulma zusammenkommt! Aber auch, dass ihn die Pflanzenmänner töten werden und Bulma kurz darauf Vegeta heiratet. Irgendwie muss sich dieses Schicksal doch abwenden lassen! Also beschließt der frischgebackene Yamchu nicht mit Bulma in die westliche Hauptstadt zu fliegen, sondern mit Son-Goku und Kuririn beim Herrn der Schildkröten zu trainieren.

Ein Jahr vor Vegetas und Nappas Ankunft auf der Erde fliegt Yamchu mit Piccolos Raumschiff nach Namek, um dort vom Dorfältesten sein volles Potenzial wecken zu lassen und mit Nail zu trainieren. Als Vegeta und Nappa schließlich einen Monat zu früh auf der Erde landen, muss sich Yamchu zwar von Polunga zurückbeamen lassen, aber durch das harte Training ist er nun so stark, dass er alle Pflanzenmänner und sogar Nappa im Alleingang töten kann, ohne dass auch nur einer seiner Kameraden sein Leben lassen muss. Mit vereinten Kräften gelingt es Son-Goku und Yamchu zwar auch Vegeta zu besiegen, allerdings verhindert Goku, dass Yamchu ihn ermordet. Wird der reinkarnierte Yamchu Bulma trotzdem noch zur Frau nehmen können? Des Weiteren spürt Gott dieselbe mysteriöse Energie, die Yamchu umgibt, auch noch bei einem anderen „Dragon Ball“-Charakter! Wer ist also der andere Wiedergeborene?

Eigene Meinung:
Yamchu gilt unter „Dragon Ball“-Fans als derartig nutzlos, dass es im Internet nur so vor über ihn spottenden Memes wimmelt. Also kamen ein paar kluge Köpfe bei Shueisha auf die Idee, den derzeitigen Isekai-Hype mit dem Versuch zu kombinieren, Yamchus Ehre wiederherzustellen. Für die zeichnerische Umsetzung wurde Dragongarow Lee engagiert und ich kann mir keine bessere Wahl vorstellen, natürlich mit Ausnahme von Akira Toriyama himself. Denn Lee versteht es meisterhaft Toriyamas Stil zu kopieren. Sobald sich der Protagonist in Yamchus Körper wiederfindet, könnte man echt meinen, Toriyama höchstpersönlich hätte die Seiten zu Papier gebracht. Aber in den Szenen, die in unserer Welt spielen, kommt auch Lees ganz eigener Stil zur Geltung, was einen schönen Kontrast bildet, der den Leser leicht zwischen beiden Welten unterscheiden lässt.

Selbst der Preis dieses Bandes trägt zu seinem Nostalgiefaktor bei, denn er kostet genauso wie die „Dragon Ball“-Bände seinerzeit nur 5 €. Dafür ist der Einzelband mit gerade einmal 140 Seiten aber auch etwas dünner als der Durchschnittsmanga. Jedenfalls finde ich es sehr löblich, dass Carlsen die Seitenanzahl bei der Preiskalkulation berücksichtigt, insbesondere wenn man bedenkt, dass andere Verlage ebenso dünne Bände im Hochformat veröffentlichen und dafür dann hemmungslos 10 € verlangen (z. B. „Another. Deadman Wonderland“ und „Keine Cheats für die Liebe“). Mein einziger Kritikpunkt liegt in der Inkonsistenz bei der Übersetzung. So wurde zwar versucht, die deutschen Bezeichnungen und Charakternamen aus dem Original-Manga beizubehalten, jedoch mit mäßigem Erfolg. So werden die Pflanzenmänner hier beispielsweise an manchen Stellen „Saibanman“ und Polunga „Porunga“ genannt. Aber das tut der Freude über das vorliegende witzige Gedankenspiel keinen Abbruch. Wer mit „Dragon Ball“ aufgewachsen ist, wird diesen Band lieben und sich genau wie ich von Shenlong bereits weitere „Dragon Ball Side Stories“ herbeiwünschen wollen.

Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu: © 2017 Akira Toriyama, Dragongarow Lee, Shueisha / Carlsen

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Akame ga KILL! ZERO

Name: Akame ga KILL! ZERO
Englischer Name: Akame ga KILL! ZERO
Originaltitel: Akame ga KILL! ZERO
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Takahiro
Zeichnungen: Kei Toru
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Vor acht Jahren sind die Schwestern Akame und Kurome zusammen mit über hundert weiteren Kindern in einem gefährlichen Waldgebiet ausgesetzt worden. Die Überlebenden hat man in zwei Gruppen aufgeteilt und getrennt voneinander zu Killern ausgebildet, die das Kaiserreich beschützen sollen. Akame und Kurome haben zwar einander geholfen, den Survival-Test zu bestehen, allerdings soll Akame als eine der 7 besten von Gozuki trainiert werden, der die Kaiserwaffe Murasame besitzt, während Kurome als Teil der anderen Gruppe in der Kaiserstadt abgerichtet wird. Gozukis Schützlinge verbringen ihre Jugend ahnungslos in einem fingierten Dorf.

Acht Jahre später nennt Akame Gozuki „Vater“ und tötet gemeinsam mit ihren 6 Gefährten jeden, der gegen das Kaiserreich aufbegehrt. Kuromes Truppe wird indessen gedopt, um halbwegs das Niveau von Gozukis Elite erreichen zu können. Für ihre erste Mission werden die 7 besten mit Vasallenwaffen ausgestattet, die den Kaiserwaffen zwar weit unterlegen, aber dennoch deutlich stärker als herkömmliche Waffen sind. So erhält Akame das Schwert Kiri Ichimonji, welches Wunden schlägt, die nie mehr verheilen. Gozuki teilt jedem eine andere Zielperson zu und nutzt diesen Auftrag gleichzeitig als Bewährungsprobe. Denn jeder seiner Schützlinge bekommt einen Gegner, der ihm oder ihr nicht liegt. Akames Schwachpunkt ist seiner Einschätzung nach ihre Gutherzigkeit und dass sie ihm noch nicht blind vertraut. Darum soll Akame eine gute Freundin aus dem fingierten Dorf ermorden: Martha. Zunächst will Akame nicht wahrhaben, dass es sich ausgerechnet bei Martha um eine Rebellin handelt, doch ehe sie sich versieht, rammt ihr die enge Vertraute einen giftigen Dolch in den Rücken. Dennoch schafft es Akame sie zu eliminieren, nichtsahnend, dass Martha nur so gehandelt hat, weil sie ihr Leben an das Kaiserreich verkaufen musste, um ihre Familie zu retten. Alle 7 führen ihre erste Mission erfolgreich aus. Ganz anders verläuft allerdings Kuromes erster Einsatz. Eine ihrer Mitstreiterinnen kommt dabei um, eine andere wird schwer verletzt und infolgedessen eingeschläfert, da sie durch ihre Verletzungen ohnehin nicht mehr zu gebrauchen wäre.

Die Monate vergehen und die Top 7 um Akame erledigen einen Auftrag nach dem anderen mit Bravour. Allerdings bläut Gozuki ihnen ein, dass der Rebellenarmee so langsam bekannt sein dürfte, dass es eine Killer-Einheit des Kaiserreichs gibt. Möglicherweise sind Akame und ihre Kameraden also bald nicht mehr nur die Jäger, sondern auch die Gejagten…

Eigene Meinung:
„Akame ga KILL! ZERO“ ist das Prequel zu „Akame ga KILL!“ und handelt als solches von Akames und Kuromes Vergangenheit. Aber auch andere Charaktere aus der Hauptreihe kommen hier vor. So hat zum Beispiel Chelsea am Ende des ersten Bandes einen Cameo-Auftritt. Da Takahiro, der Storywriter von „Akame ga KILL!“, auch die Story für die Vorgeschichte geschrieben hat, bewegt sie sich auf ähnlich hohem Niveau. Tatsächlich ist „Akame ga KILL! ZERO“ sogar noch um einiges düsterer und noch besser durchdacht. So sind die Charaktere der 7 besten mitsamt ihren individuellen Stärken und Schwächen gut ausgearbeitet, was man insbesondere an den raffinierten Paarungen bei der ersten Mission erkennen kann. Man merkt, dass sich Takahiro durch seine Arbeit am Hauptmanga inzwischen als Autor weiterentwickelt hat. Ungewohnt sind hingegen natürlich die Zeichnungen, da sie von einem anderen Mangaka stammen.

Im Verlauf der Geschichte werden wir wohl endlich erfahren, wie es dazu gekommen ist, dass Akame dem Kaiserreich den Rücken gekehrt hat und zu Night Raid übergelaufen ist und natürlich wie sie zur Eigentümerin von Murasame geworden ist. Das Einzige, was mich an dem ersten Band gestört hat, ist, dass das erste Kapitel zeitlich eigentlich zwischen dem 5. und 6. einzuordnen ist. Deshalb würde ich jedem empfehlen mit dem 2. Kapitel anzufangen, da das erste Kapitel einen sonst bloß verwirrt. Dieser Manga wird vom Verlag erst ab 16 Jahren empfohlen und das ist angesichts der düsteren Thematik und drastischen Gewaltdarstellungen mehr als gerechtfertigt. Wer alt genug ist, sollte aber auf jeden Fall zugreifen! Auch für Neueinsteiger gut geeignet, da keine Vorkenntnisse benötigt werden.

Akame ga KILL! ZERO: © 2014 Takahiro, Kei Toru, Square Enix / KAZÉ

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Machimaho – Magical Girl by Accident

Name: Machimaho – Magical Girl by Accident
Englischer Name: Machimaho – I Messed Up and Made the Wrong Person Into a Magical Girl!
Originaltitel: Machigatta ko wo mahoushoujo ni shiteshimatta
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Souryu
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story:
Myu gehört zu den Mika, den Schutzgottheiten des Universums. Da sie keinen festen Körper haben, begibt er sich in der Gestalt eines geflügelten Plüschtiers auf die Suche nach einem barmherzigen Mädchen, dem er seine Magie übertragen kann, damit es die Atasunmo bekämpft, teuflische Bestien, die sich von negativer Energie ernähren, indem sie Lebewesen, die eine solche verströmen, auffressen. Einer dieser Atasunmo ist Myu bereits dicht auf den Fersen, sodass ihm nichts anderes übrig bleibt, als seine Kräfte dem nächstbesten süßen Schulmädchen zu verleihen: Kayo Majiba. Diese fackelt nicht lange und nutzt ihre neu erworbenen übermenschlichen Fähigkeiten dazu, den Atasunmo totzuprügeln. Dabei hat sie sich noch nicht einmal in ein Magical-Girl verwandelt! Sehr zu Myus Entsetzen raucht Kayo leidenschaftlich gerne die Zigaretten ihres Vaters und verprügelt jeden, der sie auch nur anrempelt, wie zum Beispiel den ewigen Zwölftklässler Rei Masanido. Zumindest hat sie das gerade vor, als sie ihm in seiner Schule einen Besuch abstattet. Allerdings wütet dort bereits ein weiterer Atasunmo, weshalb sich Kayo zunächst verwandeln soll, wobei ihre Kleidung verschwindet und sie plötzlich nackt dasteht, was bei Rei und dem Atasunmo für gewaltige Erektionen sorgt. Nach Abschluss der Verwandlung macht sie kurzen Prozess mit dem Monstrum und um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, entschuldigt sich Rei umgehend bei ihr. Er bietet sich ihr sogar als lebenslanger Sklave an und wird somit ihr Verbündeter.

Mit der Zeit wird Myu klar, dass Kayo einfach nur einsam ist, weil ihre Eltern immer im Ausland sind und dass sie auch ihre guten Seiten hat. Um ihre Freunde zu beschützen, würde sie alles tun. Bei einem Mika-Meeting erfährt Myu, dass die Erde inzwischen der einzige Planet ist, auf den sich die Atasunmo konzentrieren, da sie sich von Kayos negativer Aura angezogen fühlen. Deshalb beschließt Mya, eine weibliche Mika, Myu etwas unter die Arme zu greifen. Indessen wird die von allen bewunderte Musterschülerin Nako Shuusai von einem Atasunmo gefressen. Doch anscheinend hat die Kreatur zu viele Schüler mit positiver Energie verspeist, sodass es eine gewaltige Explosion gibt und sie sich in einen kleinen Troll und Nako in ein Magical-Girl verwandelt. Das kleine schwarze Wesen behauptet daraufhin einfach, dass Kayo das Monster beschworen hätte, das Nakos Klassenkameraden auf dem Gewissen hat, sodass es zu einem Kampf der Magical-Girls kommt. Wer wird gewinnen? Kayo oder Nako?

Eigene Meinung:
„Machimaho – Magical Girl by Accident“ ist eine Parodie auf das Magical-Girl-Genre und richtet sich an eine ältere männliche Leserschaft. So ist Kayo das krasse Gegenteil eines typischen süßen Magical-Girls mit großem Herzen: Sie umgibt eine derartig negative Aura, dass sie die Atasunmo magisch anzieht und es bereitet ihr Freude, diese mit bloßen Händen auseinanderzunehmen. Dabei nimmt sie es selbst mit welchen auf Level 99 locker auf, ohne sich zu verwandeln. Die Verwandlungen dauern ihr nämlich eh viel zu lange. Ihren Zauberstab benutzt sie höchstens um ihre Feinde damit aufzuschlitzen und selbst Myu bekommt Mitleid mit den Atasunmo, wenn sie von Kayo mal wieder beiläufig mit nur einem Schlag getötet werden. Doch Kayo bleibt keine eindimensionale Killermaschine. So scheint sie eine Schwäche für Rei zu haben und ist im Grunde genommen einfach nur ein vernachlässigtes Mädchen, das seine Eltern vermisst.

Auch diesem Manga hat Carlsen eine Klappenbroschur spendiert. Düstere Magical-Girls-Mangas sind inzwischen zu einem richtigen Trend geworden, wobei es „Machimaho“ schafft, sowohl düster als auch lustig zu sein. Ob die Grundprämisse „äußerst vulgäres und sadistisches Magical-Girl erschlägt riesige Ungeheuer mit bloßen Händen“ jedoch über mehrere Bände hinweg unterhalten kann, ohne monoton und repetitiv zu werden, ist fraglich. Wenn euch Sailor Jupiter und Salvia im Umgang mit Dämonen noch nicht blutrünstig genug waren, solltet ihr unbedingt zugreifen!

Machimaho – Magical Girl by Accident: © 2017 Souryu, Square Enix / Carlsen

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Fate/stay night

Name: Fate/stay night
Englischer Name: Fate/stay night
Originaltitel: Fate/stay night
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2006
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Original: Type-Moon
Zeichnungen: Dat Nishiwaki
Bände: Japan: 20 Bände
Deutschland: 10 Doppelbände
Preis pro Band: 9,95 €

Story
Shiro Emiya ist ein überaus engagierter und hilfsbereiter Oberschüler. Seit er vor zehn Jahren seine Familie bei einem Brand verlor und adoptiert wurde, schwor er sich, in die Fußstapfen des Mannes zu treten, der ihn einst gerettet hatte und ein Kämpfer für die Gerechtigkeit zu werden. Nun gibt es im Leben eines Schülers nicht allzu viele Gelegenheiten zu kämpfen, darum beschränkt sich Emiya darauf diverse Schulklubs und den Schülerrat zu unterstützen.

Eines Tages, nach einer dieser Hilfstätikeiten, beobachtet Emiya zufällig zwei kämpfende Männer auf dem Schulgelände. Einer von ihnen, ein Speerkämpfer, entdeckt den Schüler und eilt ihm hinterher, um den lästigen Zeugen zu beseitigen. Nun hat zwar Emiya von seinem Adoptivvater, einem Magier, etwas Magie gelernt, doch dem mächtigen Krieger ist er dennoch kein Gegner. In letzter Sekunde erscheint eine rätselhafte blonde Schwertkämpferin.

Es stellt sich heraus, dass Emiya einer der sieben „Master“ ist, die um den Heiligen Gral kämpfen. Jeder dieser auserwählten Magier hat einen „Servant“, einen tapferen Krieger, an seiner Seite, der seinen Master beschützt und für diesen ins Feld zieht. Im Gegensatz zum perplexen Emiya stürzt sich seine neue Servant Saber auch gleich in den Kampf gegen den Unbekannten. Richtig kompliziert wird es, als sich herausstellt, dass auch Emiyas Mitschülerin Rin Tohsaka am Ritual um den Heiligen Gral beteiligt ist. Und die ist fest entschlossen auch zu gewinnen…

Eigene Meinung
Vor etwa zehn Jahren gab es mal eine (in Japan) ziemlich angesagte Anime-Serie zu einem Videospiel namens „Fate/stay night“, die nicht zuletzt wegen ihrer prachtvollen Kriegergestalten gut ankam. Wie bei inzwischen allem Erfolgreichen sollte es damit nicht zu Ende sein. Ein Kinofilm (2011 auf Deutsch erschienen), diverse OVAs, eine Manga-Serie sowie ein Prequel später erlebte der Stoff insbesondere durch die 2014/15 erschienene neue Anime-Serie „Fate/stay night: Unlimited Blade Works“ ein Revival. Diese letztere Serie, die es hierzulande inzwischen auf DVD, aber auch auf Netflix gibt, stellt wohl den Hintergrund dafür da, dass es der Manga doch noch in deutschsprachige Gefilde geschafft hat. Inhaltlich bietet er eine interessante Ergänzung zum neuen Anime, da er einen anderen möglichen Handlungsverlauf im Spiel abdeckt.

Unabhängig von der Reihe betrachtet, fällt die Bewertung des Manga durchwachsen aus. Er kann weder von der Adaption noch optisch mit der Vorlage oder dem Anime mithalten. Inhaltlich zeigt sich das daran, dass immer wieder versucht wurde die Handlung auf komisch zu trimmen, was aber kolossal scheitert. Auch die Ruhe- und Actionphasen wirken unabgestimmt. Optisch sind die Zeichnungen von Dat Nishiwaki sehr einfach gehalten, Hintergründe gibt es kaum oder wenn, dann ebenso spartanisch. All das kann mit dem prächtigen und schnellen Anime nicht mithalten.

Hierzulande erscheint der Manga in Doppelbänden, was zumindest finanziell lohnend ist. Sehenswerter ist der Stoff aber im TV.

© Rockita

Fate/stay night: © 2006  Type-Moon / Dat Nishiwaki  Kadokawa / Tokyopop

 

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