Fairy Tail Ice Trail

Name: Fairy Tail Ice Trail
Englischer Name: Fairy Tail: Ice Trail
Originaltitel: Tale of Fairy Tail Ice Trail
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Originalstory: Hiro Mashima
Zeichnungen: Yusuke Shirato
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,99 €

Story
In „Ice Trail – Tale of Fairy Tail“ dreht sich alles um Gray Fullbuster und sein Leben vor seinem Beitritt in die Gilde „Fairy Tail“!

Der junge Eismagier macht sich auf auf eine Trainingsreise. Er will die Welt sehen und dabei stärker werden, in dem er mächtige Magier findet und sich mit diesen misst, um an Erfahrung und Macht zu gewinnen.

Auf dem Weg durch die Welt trifft er immer wieder auf Schwierigkeiten und andere Gilden, welche er meist schlagkräftig mit seiner Magie aus dem Weg räumen muss. Dabei tritt er unter anderem gegen Nez Booms an, den Gildenmeister von „Chrono Noise“, um die junge Nano aus dessen Händen zu befreien!

Danach verschlägt es ihn in das Magiergefängnis Black Vox, um dieses gegen die Gilde „Five Bridge Familia“ zu verteidigen, die ihren Gildenmeister befreien wollen. Dort trifft er auch auf Gildarts Clive, dem er sich für eine Weile anschließt, um ein junges Mädchen und dessen Schwester aus der Gewalt eines Verbrechers zu befreien.

Nach diesem Kampf trennen sich ihre Wege und Gray macht sich auf den Weg nach Magnolia, um sich die Gilde „Fairy Tail“ näher anzusehen und ihr gegebenfalls beizutreten. Auf dem Weg trifft er das erste Mal auf Pause Lightless und Doronbo, die ihn nachhaltig durch ihre gemeinsamen Abenteuer prägen werden!

Eigene Meinung
Mir hat „Ice Trail“ wirklich gut gefallen! Gray hat seinen ganz eigenen Charme und es war schön zu erfahren, wie er überhaupt zur Gilde „Fairy Tail“ gekommen ist. Er trifft dabei auf einige bekannte, aber auch unbekannte Gesichter, die alle liebevoll gestaltet wurden und den Manga um so interessanter machen. Dabei ist er Manga durchweg spannend, zumal er mit über 400 Seiten auch einen wirklich starken Umfang hat. Dadurch wird die Geschichte aber auch gleich abgeschlossen, was mir gefiel, da man so nicht auf weitere Bände zu warten hat. Ein bis zwei Dinge bleiben ein wenig offen, werden aber im Hauptmanga oder auch dem Anime noch aufgeklärt!

Die Zeichnungen sind vergleichbar mit denen von „Fairy Tail“, was man mögen muss, weil die ihren ganz eigenen Stil haben! Details, besonders in den Kämpfen, sind reichlich vorhanden und jeder Charakter wird durch sein Aussehen noch in seinem Wesen unterstrichen.

Mit dem Lesen kam man trotz des großen Umfangs gut voran. Ab und an waren die Panele ein wenig textlastig, aber darüber sah man gern hinweg, denn der Manga ist durchweg spannend und fesselt einen richtig!

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren. Oft geht es doch recht brutal in den Kämpfen her, so das ich die Altersempfehlung schon eher bei 12 Jahren ansetzen würde.

Fans von „Fairy Tail“ sollten auf jeden Fall bei „Ice Trail“ zu greifen! Auch Neulinge, die den Hauptmanga noch nicht kennen, können gern einen Blick riskieren und sich erst dann diesem widmen!

Fairy Tail Ice Trail: © 2015 Hiro Mashima, Yusuke Shirato/ Kodansha/ Carlsen

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Durarara!!

Name: Durarara!!
Englischer Name: DRRR!!
Originaltitel: Durarara!!
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2009
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Character-Design: Suzuhito Yasuda
Original-Story: Ryohgo Narita
Zeichnungen: Akiyo Satorigi
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Ikebukuro, der Stadtteil der unbegrenzten Möglichkeiten, wo Legenden wahr werden und ganz alltäglich sind. Hier treiben sich diverse Gangs, allen voran die mysteriösen „Dollars“ herum, sowie Shizuo Heiwajima und Izaya Orihara, vor denen man sich lieber in Acht nehmen sollte und „das schwarze Motorrad“ Selty Sturluson, die wie ein „Dullahan“ – ein kopfloser Reiter aus der irischen Mythologie – auf der Suche nach ihrem Kopf die Straßen durchquert. Um seinem langweiligen Leben als Normalo zu entkommen, folgt Mikado Ryugamine der Einladung seines alten Freundes Masaomi Kida, nach Ikebukuro zu ziehen und dort gemeinsam mit diesem eine private Oberschule zu besuchen. Schon gleich an seinem ersten Tag an diesem geheimnisvollen Ort sieht er Selty auf ihrem Motorrad vorbeifahren und sein Herz schlägt vor Faszination wie wild. Er kommt zwar leider nicht in dieselbe Klasse wie Masaomi, doch Anri Sonohara, ein Mädchen mit Brille und zarter Stimme hat es ihm sofort angetan. Schon bald lernt Mikado Masaomis Freunde kennen, die totale Anime-Nerds sind, sowie den Russen Simon, der trotz seiner Herkunft einen dunklen Teint hat und einen Sushi-Laden betreibt… und Izaya, der offensichtlich reges Interesse an Neuzugang Mikado hat!

Während Mikado sich erst noch an die neue Umgebung gewöhnen muss, wird sein Klassenkamerad Seiji Yagiri von einer Stalkerin verfolgt, die ebenfalls in dieselbe Klasse geht. Als sie durch Seijis Fenster steigt, sieht sie etwas, das sie offenbar nicht hätte sehen dürfen und Seiji bringt sie mit einem Baseballschläger zum Schweigen, woraufhin sich seine große Schwester um die Leichenbeseitigung kümmert… Selty befreit in der Nacht einige Menschen, die von Ganoven entführt wurden und macht mit Hilfe ihrer Sense, die sie aus dem schwarzen Dunst formt, der auch aus ihrem Hals aufsteigt, kurzen Prozess mit den Entführern. Sie arbeitet als Kurier und lebt mit einem jungen Arzt namens Shinra zusammen, der sie sehr zu lieben scheint. Indessen trifft sich der undurchsichtige Izaya mit zwei Mädchen aus dem Suicide-off-Forum, in dem man sich dazu verabredet, gemeinsam Selbstmord zu begehen. In einer Karaoke-Bar offenbart er ihnen jedoch, dass er gar kein Interesse daran hat, sich umzubringen und macht sich über sie lustig, woraufhin sie dem Schlafmittel erliegen, das ihnen Izaya in die Drinks gemischt hat. Selty darf die beiden anschließend abholen und im Park aussetzen. Kurzum: eine ganz normale Nacht in Ikebukuro…

Eigene Meinung:
„Durarara!!“ basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe aus der Feder von Ryohgo Narita. Die Anime-Serie hat 2010 einen wahren Hype ausgelöst und kann mittlerweile mit deutscher Synchronisation auf Netflix gestreamt werden. Da ist es schon etwas verwunderlich, dass es der Manga jetzt erst nach Deutschland geschafft hat, aber besser spät als nie. Die Ereignisse und Charaktere stimmen zwar größtenteils mit dem Anime überein, allerdings sieht man manche Szenen im Manga schon deutlich früher und einige Details sind etwas anders. Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, war ich, wegen des fragmentarischen Erzählstils, ehrlich gesagt etwas ratlos. Da werden einem ohne Ende Charaktere und einige ihrer Erlebnisse vorgesetzt, aber ein roter Faden oder größere Zusammenhänge sind zu Beginn noch überhaupt nicht erkennbar. Selbst als ich danach die Anime-Serie gesehen habe, bin ich aus den ersten 8 Folgen nicht wirklich schlau geworden, doch danach nahm die Geschichte Fahrt auf und zog mich in ihren Bann.

In der Welt von „Durarara!!“ gibt es unzählige Mysterien zu erkunden und jeder Charakter hat irgendein Geheimnis. Selbst wenn euch Band 1 noch nicht überzeugen konnte, solltet ihr unbedingt am Ball bleiben, denn mit der Zeit ergibt alles einen Sinn und es wird klar, wie all diese skurrilen Charaktere miteinander verflochten sind. Was hat es mit den Dollars auf sich? Wo ist Seltys Kopf und wird sie ihn jemals finden? Und wer sind Setton und Kanra, mit denen Mikado immer chattet? Wer clevere Mystery-Mangas mag, kommt um „Durarara!!“ nicht herum. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch bald die Light-Novels nach Deutschland schaffen, mit denen alles angefangen hat. Übrigens enthält der erste Band eine ausklappbare Farbseite mit einem Motiv, an dem Yana Toboso mitgewirkt hat, die Mangaka von „Black Butler“.

Durarara!!: © 2009 Ryohgo Narita, Suzuhito Yasuda, Akiyo Satorigi, Square Enix / EMA

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My Hero Academia Ultra Archive

Name: My Hero Academia Ultra Archive
Englischer Name: My Hero Academia Ultra Archive
Originaltitel: Boku no Hero Academia Character Book Ultra Archive
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kohei Horikoshi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,99 €

Inhalt & Eigene Meinung
Es war nur eine Frage der Zeit, bis „My Hero Academia“, ein Überraschungserfolg der letzten Jahre, das erste Guide Book zur Serie erhalten würde. Dieses erste „Ultra Archive“ umfasst etwa die Ereignisse der ersten neun Bände.

Bei der Review hatte ich geschrieben, dass es ganz schön viele Charaktere und Fähigkeiten sind, die bei „My Hero Academia“ auf die Lesenden hereinprasseln. Der nun vorliegende Band nimmt sich dieser Problematik dankbar an und schafft es, die Figuren trotz ihrer Unterschiedlichkeit in einer übersichtlichen und liebevoll gestalteten Enzyklopädie zusammenzufassen.

Doch Schritt für Schritt: Im „Ultra Archive“ geht es klar strukturiert zu. Zunächst werden die Helden-Schülerinnen und Schüler vorgestellt, geordnet nach Klassen und Fakultäten. Die Zusammenfassung der Erlebnisse der Klasse 1A seit Beginn der Serien schließen sich als kommentierte Zusammenfassung an. Anschließend folgen Darstellungen der Profi-Helden und Superschurken, eine Vorstellung der Oberschule, an der die Handlung spielt sowie ein umfangreicher Anhang mit Interview, Entwürfen, Skizzen und Bonus-Manga. Eine umfangreiche Sammlung von Farbillustrationen rundet den Band ab. Zudem gibt es für diejenigen, die sich nach Goodies sehnen, noch zwei Stickerbögen als Extra obendrauf.

Jeder wichtigere Charakter erhält eine übersichtliche Doppelseite mit einem persönlichen Datenblatt und „Helden-Status“ (rechts) sowie Erläuterungen zur jeweiligen „Macke“ (Superfähigkeit) und einer Einordnung des Charakters. Darüber hinaus kommentieren jeweils ein Verbündeter – in der Regel einE MitschülerIn – sowie ein Profiheld den jeweiligen Schüler. Bei den Profihelden und den Feinden ist die Aufteilung vom Ansatz her ähnlich, nur etwas kompakter. So gibt es bei den „Guten“ etwa nur eine Einschätzung von einem Kollegen, bei den „Bösen“ stattdessen einen Vermerk in der Verbrecherakte.

Deutlich wird, dass der Band gleich für den internationalen Markt mit angelegt wurde. Das kann man aber auch über die gesamte Serie sagen. Sieht man von den Augen der Charaktere ab, wirken viele der Farbillustrationen dem US-amerikanischen Comic in Komposition, Licht-Schatten-Spielen und Aufmachung wesentlich näher als dem japanischen Manga-Bereich. Das Konzept kommt aber an.

Eigentlich kann sich bei diesem gelungenen Band alles sehen lassen. Herausheben möchte ich aber die Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse in der Serie. In Vergleichspublikationen ist das eine dröge Angelegenheit, umso mehr, wenn man die Serie kennt. Hier aber kommentieren Charaktere allein oder im Duo die jeweils nacherzählten Entwicklungen und das wirklich kurzweilig. Zudem sind die Schilderungen problemlos geeignet für Neu- und Wiedereinsteiger, die evt. nur die ersten paar Kapitel kennen. Sie machen sogar Lust, sich die Serie (wieder) anzusehen.

© Rockita

My Hero Academia Ultra Archive: © 2016  Kohei Horikoshi  Shueisha / Carlsen

 

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Twin Star Exorcists: Onmyoji

Name: Twin Star Exorcists: Onmyoji
Englischer Name: Twin Star Exorcists
Originaltitel: Sousei no Onmyouji
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2014
Deutschland: Panini Manga 2016
Mangaka: Yoshiaki Sukeno
Bände: 13 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Rokuro Enmado ist zwölf Jahre als sich sein Leben vollkommen verändert. Bis zu jenem Tag wollte er der stärkste Onmyoji werden und alle Unreinen läutern. Doch als er und seine Kameraden in der Residenz Hiinatsuki von Unreinen angegriffen wurden und fast alle getötet wurden, möchte er mit diesem Kapitel abschließen. Doch so wirklich gelingt ihm dies nicht.

Zwei Jahre sind seit dem Vorfall vergangen. Rokuro zog in eine andere Residenz und versuchte sich andere Ziele zu setzen, doch hat er keine anderen Talente. Nachdem er zum wiederholten Male sein Zuhause verlassen hat, steht er auf einer Brücke und denkt nach. Plötzlich fällt ein Mädchen vom Himmel direkt in den Fluss. Rokuro überlegt nicht und springt einfach ins Wasser um sie zu retten. Doch das Mädchen rettet sich selbst, denn Rokuro kann nicht schwimmen… Es stellt sich heraus, dass sie Benio Adashino heißt und ein Onmyoji ist. Schnell kommt es zum Kampf gegen einige Unreine und Benio zeigt wie stark und schnell sie ist. Doch letztlich kommt sie in Bedrängnis und Rokuro rettet sie. So wirklich zugeben möchte dies die ehrgeizige Benio natürlich nicht.

Wie sich herausstellt ist Benio eine neue Kameradin in Rokuros jetziger Residenz. Den Grund dafür erfahren alle jedoch erst auf einer Versammlung der Vorstandsmitglieder der Onmyojis. Das Oberhaupt der Onmyojis erhielt die Weissagung, dass Benio und Rokuro die „Onmyoji Zwillingssterne“ sind und die stärksten Kämpfer des Clans. Aus ihrer Vereinigung soll der Miko geboren werden.

Wird Benio es schaffen aus Rokuro wieder einen fähigen Onmyoji zu machen? Werden sie tatsächlich heiraten und ein Kind bekommen, der der legändere Miko wird und die Unreinen besiegt? Und dann taucht da noch ein geheimer Gegenspieler auf…

Eigene Meinung
„Twin Star Exorcists“ ist hierzulande der erste Manga von Yoshiaki Sukeno. Zwischen 2016 und 2017 wurde bei Studio Pierrot sogar ein gleichnamiger 50-teiliger Anime produziert.

Die Zeichnungen im Manga sind sehr detailliert und die Kampfszenen sehr dynamisch. Die Geschichte hat einen guten Lesefluss. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wissen zu überzeugen. Yoshiaki Sukeno versteht es eine spannende Geschichte durch kleine Gags aufzulockern.

Rundum ist „Twin Star Exorcists: Onmyoji“ ein Manga den besonders actionliebende Leser in die Hand nehmen sollten.

Twin Star Exorcists: Onmyoji: © 2014 Yoshiaki Sukeno, Shueisha / Panini Manga

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Burning Hell – Das Land der Götter

Name: Burning Hell – Das Land der Götter
Englischer Name:
Originaltitel: Burning Hell Kami no Kuni
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Story „Burning Hell“: Youn In-Wan
Story „Das Land der Götter“: Kim Eun-Hee
Zeichnungen: Yang Kyung-Il
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,99 €

Story
Der vorliegende Band besteht aus zwei Kurz-Manga von Yang Kyung-Il nach Vorlagen von Youn In-Wan („Burning Hell“) bzw. Kim Eun-Hee („Das Land der Götter“).

Burning Hell
Die einsame Insel Kyokudo liegt zwischen Korea und Japan im Japanischen Meer. Beide Länder nutzen das Eiland, um dort ihren menschlichen „Abfall“ wie Massenmörder oder Triebtäter zu entsorgen. Als der kampffreudige japanische Kannibale Juu nach Kyokudo deportiert wird, lebt dort nur noch ein einziger Mensch: der koreanische Leichenfledderer Han. Ärger ist vorprogrammiert. Ein Jahr später haben die beiden ungleichen Männer halbwegs die Sprache des jeweils anderen gelernt. Doch nach wie vor ist ihre bevorzugte Kommunikationsmethode ein zünftiger Kampf. Dann aber taucht eines Tages ein westliches Schiff an der Insel auf…

Das Land der Götter
Sein ganzes Leben hat der kleine Prinz Lee Moon ein Leben in Saus und Braus geführt. Eines Tages aber überlebt er als einziger ein Attentat auf dem Palast. Seine Mutter beschwört den Jungen vor ihrem Tod, er solle zum Jiyulheon gehen, einem bekannten Krankenhaus. Doch wie soll Le Moon alleine dort hinkommen? Spontan verspricht er dem draufgängerischen Banditen Jae-ha eine größere Geldsumme, wenn dieser ihn als Leibwächter begleitet. Ihre Reise ist eine Flucht vor gefährlichen Ninja – und vor Toten, die aus ihren Gräbern auferstehen…

Eigene Meinung
Endlich wieder Stoff des hierzulande inzwischen wohlbekannten Duos Youn In-Wan und Yang Kyung-Il (u.a. „Shin Angyo Onshi“), diesmal einen Band mit zwei Kurz-Manga. Das Cover-Layout der deutschen Ausgabe ist eigentlich irreführend, da die Aufmachung suggeriert, „Burning Hell“ sei der Haupttitel. Eigentlich handelt es sich bei „Das Land der Götter“ aber um den Titel einer gleichwertigen zweiten Erzählung. Angesichts des vergleichsweise geringeren Umfangs (120 bzw 180 Seiten) und wohl aus finanziellen Erwägungen heraus wurden beide Einzelgeschichten in einem deutschen Band zusammengefasst.

Erneut entführen die Koreaner in die fernöstliche frühe Neuzeit, diesmal in Form eines „Culture Clashs“ auf der Todesinsel. In „Das Land der Götter“, deren Story von Kim Eun-Hee stammt und lediglich von Youn In-Wan für die Veröffentlichung als Manga aufbereitet wurde, geht es da nur scheinbar ruhiger zu. Der Lesende taucht ein in die koreanische medizinische Versorgungsstruktur. Untote sind inklusive, aber der Hintergrund für die Zombies ist interessant.

Das alles kommt in gewohnt oppulenter Optik daher. Das Talent von Yang zeigt sich insbesondere bei Kämpfen und Szenen mit schnellen Bewegungen. Künstlerisch vereinigt er Blutspritzer, wirbelnde Haare, Erd- und Steinbrocken sowie die jeweils gewählten Waffen zu einer atemberaubenden Gesamtkomposition. Diesen besonderen Stil hat sich Yang während seiner Arbeit an „Shin Angyo Onshi“ sukzessive angearbeitet. Ob es seine Zeichnungen nun verbessert oder nur verändert, liegt im Ermessen des Betrachters.

„Burning Hell – Das Land der Götter“ bietet für Fans der Autoren eine schöne Ergänzung, der Band bietet aber auch so gelungene Unterhaltung.

© Rockita

Burning Hell – Das Land der Götter: © 2015  Youn In-Wan / Kim Eun-Hee / Yang Kyung-Il  Shogakukan / Carlsen

 

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Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order

Name: Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order
Englischer Name: Dance in the Vampire Bund II – Scarlet Order
Originaltitel: Scarlet Order – Dance in the Vampire Bund 2
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2014
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Nozomu Tamaki
Bände: Japan: 4 Bände
Deutschland: 2 Doppelbände
Preis pro Band: 14,00 €

Story
Sieben Jahre ist es her, dass Vampir-Prinzessin Mina Tepes und ihr Leibwächter, der Werwolf Akira die Rebellion eines verfeindeten Vampirclans niederschlagen konnten. Seitdem ist eine trügerische Ruhe eingekehrt in den Tokyoter Spezialdistrikt für Vampire, den Bund. Obwohl die Vampire in weiten Teilen der japanischen Bevölkerung anerkannt sind, gibt es nach wie vor Widerstand einzelner Gruppen radikaler Vampirgegner. Und dann läuft auch noch ein mysteriöser Vampir innerhalb Tokyos Amok und tötet auf grausame Art und Weise Menschen. Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei dem Mörder um einen Untertanen von Prinzessin Mina handelt. Schnellstmöglich müssen Mina und ihre Leute den Schuldigen finden, bevor durch die Affäre Wasser in die Mühlen der Vampirgegner fließt.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nach Jahren der Suche gelingt es einem Rettungstrupp hunderte fangzahnlose Vampire aus einem unirdischen Gewölbe zu retten, in dem diese verschüttet worden waren. Überleben konnten sie nur dank eines Vampirbruders, den sie in den Tiefen der Höhle trafen, Dieser Vampir, Saburo, verfügte über einen scharlachroten Stein, der sie all die Jahre lang vor jeglichem Bluthunger bewahrte. Prinzessin Mina und ihre Freunde sind hocherfreut über die geglückte Rettung. Aber sie wollen auch wissen, was es mit Saburo und seinem mysteriösen Stein auf sich hat. Könnte es sich bei dem Artefakt um den Schatz handeln, den die Rebellen vor Jahren suchten? Und könnte der Stein, der den Hunger stillt, womöglich der Schlüssel für ein friedlicheres Zusammenleben zwischen Vampiren und Menschen sein?

Gemeinsam mit der Werwolf-Spezialeinheit „Wolf Boys“ macht sich Yuki Saegusa, frühere Mitschülerin und heute wissenschaftliche Beraterin von Mina und Akira, auf die Suche nach dem Stein und seinem Besitzer…

Eigene Meinung
„The Scarlet Order“ ist die Fortsetzung des Vampir-Manga „Dance in the Vampire Bund“. Die Handlung greift noch nicht abgeschlossene Fragen der ersten Serie auf, entwickelt darüber hinaus aber auch eine eigene Story. Auch bei den Charakteren geht man diesen Mittelweg aus liebgewonnenen „alten“ und neuen Figuren.

Auch wenn auf Fanservice in Form von aufreizenden und figurbetonten Outfits nicht verzichtet wird, so steht dieser in „Scarlet Order“ erfreulicherweise nicht im Mittelpunkt. Auch der Romance-Anteil ist deutlich dezimierter, zugunsten einer geheimnisvollen Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart. Insgesamt ist diese Mini-Serie ansprechender als der Vorgänger. Zielgruppe ist diesmal auch ein etwas älteres Publikum.

Für die deutsche Fassung hält Tokyopop am Konzept der hochformatigen Doppelbände mit blutrotem Vorderschnitt fest. Das dürfte vor allem Sammelnde zufriedenstellen, die beide Serien so optisch ansprechend im Bücherregal aufstellen können.

© Rockita

Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order: © 2014  Nozomu Tamaki  Kadokawa Corporation / Tokyopop

 

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Inspector Akane Tsunemori

Name: Inspector Akane Tsunemori
Englischer Name: Inspector Akane Tsunemori
Originaltitel: Kanshikan Tsunemori Akane
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Kazé 2017
Mangaka: Hikaru Miyoshi
Characterdesign: Akira Amano
Original-Story: Psycho-Pass Committee
Storyboard: Gen Urobuchi
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Im Japan der Zukunft bestimmt das nahezu allwissende Sibyl-System das Leben der Menschen. Das System nimmt den Bewohnern die Berufswahl ab und reduziert die Anzahl der begangenen Straftaten. Denn jeder Einwohner trägt einen sogenannten „Psycho-Pass“, der Fähigkeiten und den Seelenzustand des Besitzers abbildet. Verdunkelt sich der Psycho-Pass eines Menschen, ist er ein potenzieller Krimineller und kann daher von der Polizei bereits verhaftet werden, bevor er überhaupt ein Verbrechen begehen konnte.

In der Kriminalpolizei arbeiten zwei Typen Polizisten – die Inspectors in leitender Funktion sowie die „Vollstrecker“, die bei Verhaftungen für die grobe Arbeit zuständig sind. Letztere sind latente Verbrecher, denen Sibyl eine Gefährdung für die Menschheit bescheinigt. Über einen Deal mit dem Staat dürfen sie die Polizeiarbeit unterstützen – mit sehr eingeschränkten Rechten. Denn die Inspectors sind für sie verantwortlich und bestimmen ihr Handeln.

Akane Tsunemori ist eine frischgebackene Polizeiinspektorin, die gerade die Akademie mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Gleich ihr erster Einsatz stellt sie vor große innere Konflikte. Während der Verhaftung entscheidet das Sibyl-System aus heiterem Himmel, dass der Geiselnehmer, den ihre Einheit gejagt hat, nicht mehr rehabilitiert werden kann. Daraufhin wird der Mann von einem „Vollstrecker“ aus Akanes Team erschossen. Dann aber bescheinigt Sibyl auch noch der vom Täter entführten Frau einen derart hohen Kriminalkoeffizienten, dass auch das eigentliche Opfer nun als latente Verbrecherin kategorisiert wird.

In dieser verfahrenen Situation entscheidet sich Akane dazu, ihrem Instinkt und nicht der Einschätzung des Systems zu folgen. Damit bringt sie sich in direkten Konflikt zu ihren Kollegen. Sollte Sibyl nicht stets die optimale Antwort repräsentieren? Und Akane beginnt auch an sich selbst zu zweifeln. War es wirklich die richtige Entscheidung, zur Amt für öffentliche Sicherheit zu gehen? Ihr Berufseignungstest war so positiv ausgefallen, dass sie sich ihren zukünftigen Beruf aussuchen konnte. Wäre es nicht besser gewesen, wenn Sibyl ihr die Entscheidung abgenommen hätte?

Eigene Meinung
„Inspector Akana Tsunemori“ ist die Manga-Adaption der Anime-Serie „Psycho-Pass“, die hierzulande bereits auf DVD erschienen ist und im TV lief. Ungeachtet dessen entschied man sich für den deutschen Manga den japanischen Titel der Adaption beizubehalten. Die actionreiche Future-Crime-Serie ist eine Mischung aus „Minority Report“, George Orwells „1984“ und Aldous Huxleys „Brave new World“, bietet aber noch viel mehr als das. Im Mittelpunkt stehen die Aufklärung und Prävention von Kriminalfällen, eigentlich geht es aber um die Frage bzw. Hinterfragung nach der Rolle des Sibyl-Systems in dieser „schönen neuen Welt“. Das geschieht zielgruppengerecht durch die Augen der jungen Polizeibeamtin Akane, die Unsicherheit schöpft aus dem Luxus, sich eine ihr gewünschte Arbeit ausgesucht haben zu können. Neben dieser persönlichen Frage gerät sie aber auch im Berufsleben immer wieder in Situationen, die sie an der Einschätzung des omnipräsenten Computersystems zweifeln lassen. Was macht Menschen zu potenziellen Verbrechern? Akane ist anfangs die einzige Person, die diese Frage wirklich stellt und versucht, sich in Täter und Opfer hineinzuversetzen. Das führt zwangsläufig zur Konfrontation mit ihrem überkorrekten Partner Ginoza. Aber auch die anderen Teammitglieder sind irritiert von Akanes unkonventioneller Herangehensweise.

Hikaru Miyoshi bringt den Anime-Stoff gekonnt zu Papier. Er verzichtet bewusst auf die Farb- und Lichtspielereien im TV und investiert gleichzeitig viel Mühe in eine realistische Darstellung, die die Action ungefiltert transportiert. Der manga ist für Fans des Anime geeignet, noch mehr aber für Neueinsteigende!

© Rockita

Inspector Akane Tsunemori: © 2012  Hikaru Miyoshi / Psycho-Pass Committee Shueisha / Kazé

 

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Ultraman

Name: Ultraman
Englischer Name: Ultraman
Originaltitel: Ultraman
Herausgebracht: Japan: Hero’s Inc 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Eiichi Shimizu / Tomohiro Shimoguchi
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Vor einigen Jahren suchten Außerirdische die Erde heim, bösartige Monster, die die Menschheit vernichten wollten. Zum Glück tauchte auch ein gutes Alien auf. Es vereinigte sich mit einem Menschen und verlieh diesem seine Macht. Mit dieser Stärke konnte „Ultraman“ als Superheld die Erde retten. Danach kehrte der gute Alien wieder in die Weiten des Weltalls und „Ultraman“ in sein normales Leben zurück.

Jahre später ist Shin Hayata, der frühere „Ultraman“, Japans Verteidigungsminister und glücklicher Vater eines Sohnes. Obgleich er Teil der SSS-Party war, die den Schutz der Erde organisierte, kann er sich an die Bedrohung aus dem Weltraum kaum erinnern. Als sein außerirdischer Partner ihn verließ, nahm er auch alle Erinnerungen mit sich. Die übermenschliche Stärke aber blieb Hayata erhalten. Und das ist auch dringend notwendig. Denn erneut greifen Monster die Erde an und nur „Ultraman“ kann die Bedrohung aufhalten. So legt Hayata erneut den Anzug an.

Doch nicht nur das: Es scheint, dass auch sein Sohn Shinjiro superstark und nahezu unverwundbar ist. Im Gegensatz zu seinem Vater kann der Oberschüler seine angeborenen Kräfte jedoch nicht kontrollieren. Das interessiert den bösen Außerirdischen Bemular reichlich wenig. Er will die Ultraman-Gene in Shinjiro für seine Zwecke nutzen. Ultraman ist kein Gegner für ihn. In einen Kampf um Leben und Tod, den Ultraman zu verlieren droht, schaltet sich Hayatas Arbeitskollege Die ein. Er bietet Shinjiro einen neuen „Ultraman“-Anzug an, um seinen Vater zu retten – und die Welt..

Eigene Meinung
„Ultraman“ war der Titel eines Superhelden-Kinofilms aus den 1960er-Jahren. 50 Jahre später bringen nun mit Eiichi Shimizu und Tomohiro Shimoguchi zwei „Ultraman“-Fans eine Fortsetzung des ursprünglichen Stoffs im Manga-Format heraus. Im Mittelpunkt stehen der frühere Ultraman und sein Sohn, die sich gemeinsam einer neuen Herausforderung stellen müssen.

Ultraman ist eine Mischung aus Iron Man und Captain America – in gut. Das liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Charakteren. Während im Marvel-Universum ein naiv-patriotischer Steve Rogers in US-Flaggenmontur über die Schlachtfelder wetzt und Tony Stark, trotz allem Verantwortungsbewusstsein, in seiner Freizeit ein Dandy und Lebemann ist, kann man sich sowohl mit Hayata, als auch seinem Sohn Shinjiro identifizieren. Trotz aller Superkraft handelt es sich um normale Leute – einen Vater, der seinen Sohn liebt und wenig Aufhebens um seinen Beruf macht und einen Jugendlichen, der spektakulär an der Eroberung eines Mädchens scheitert. Das  allein macht schon sympathisch und bildet das Fundament für eine tiefergehende charakterliche Betrachtung der beiden Protagonisten im Laufe der Serie. Das unterstreichen auch die Zeichnungen, in denen die Mimiken der Charaktere im Mittelpunkt stehen, Hintergründe gibt es nur spärlich. Im Kampfgetümmel werden sie aber auch nicht unbedingt benötigt. Dafür braucht sich „Ultraman“ wirklich nicht hinter seinem genial designten Maß-Anzug zu verstecken. Die Handlung übrigens auch nicht, deren Fortgang man nur schwer vorrausagen kann.

Endlich mal wieder eine Superhelden-Serie, bei der man wirklich gespannt auf die Fortsetzung sein darf!

© Rockita

Ultraman: © 2012  Eiichi Shimizu /Tomohiro Shimoguchi  Hero’s Inc / Tokyopop

 

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Tsubasa WoRLD CHRoNICLE – Niraikanai

Name: Tsubasa WoRLD CHRoNICLE – Niraikanai
Englischer Name:
Originaltitel: Tsubasa World Chronicle – Niraikanai
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: CLAMP
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Nachdem Sakura ihre Erinnerungen zurückerhalten hat, muss Shaolan seine Reise fortsetzen. In Begleitung von Kurogane, Fye und Mokona kommt er in das Land Niraikanai. Niraikanai ist ein friedliches Land mit angenehmen Klima und gutem Essen. Dort warten sie nun bis eine Person erscheinen soll.

Als San Yun die Freunde besucht, erzählt er ihnen von ihrer Göttin Himegami und dem anstehenden Fest zu ihren Ehren. Sie gehen gemeinsam auf das Fest und sehen am Ende sogar Himegami. Plötzlich spricht Himegami zu Shaolans Herzen und lässt über die gläubigen Menschen Blumen regnen. Nur in Shaolans Hand tauchen Kirschblüten auf und erinnern ihn an seine Sakura.

Am nächsten Tag tauchen nachdem Frühstück Naturgeister auf und laden Shaolan und seine Freunde zu Himegami ein. Auf dem Rücken der Geister reiten sie zur Göttin. Im Palast angekommen, werden sie von den Dienern Sakon und Ukon in Empfang genommen. Himegami erwartet die kleine Truppe bereits. Nach einem Essen erzählt Himegami, dass sie zusammen mit Sakura geträumt hat. Sakura hat für ein fröhliches und friedliches Leben auf Niraikanai gebetet, doch dies umzusetzen ist nicht so ganz leicht. In Niraikanai gibt es eine Anomalie – einen mysteriösen Nebel der alles verdorren lässt – und nur Shaolan ist in der Lage diesen zu sehen und auch zu beseitigen. Er entscheidet sich Niraikanai zu helfen. Auf einer kleinen Insel ist das Tor zur Welt der Toten und dort soll der Grund für die Anomalie liegen.

Eine spannende Reise voller Gefahren beginnt. Werden es Shaolan, Fye und Kurogane schaffen die Anomalie zu beseitigen?

Eigene Meinung
In „Tsubasa WoRLD CHRoNICLE – Niraikanai“ gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit den Charakteren aus „TSUBASA – RESERVoir CHRoNICLE“, sondern auch aus „Gate 7“ und „xxxHOLiC“. „Tsubasa WoRLD CHRoNICLE – Niraikanai“ schließt nahtlos an die Geschehnisse in „TSUBASA – RESERVoir CHRoNICLE“ an. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn die wichtigsten Inhalte am Anfang des Manga noch einmal kurz zusammengefasst werden.

Die Vorgängerserie „TSUBASA – RESERVoir CHRoNICLE“ ist derzeit teilweise verlagsvergriffen. Ein Nachdruck ist leider nicht geplant. Das ist sehr schade, denn wer kauft schon die Fortsetzung einer Serie ohne die Hauptserie zu kennen?

Zeichnerisch haben CLAMP „Niraikanai“ wie in „TSUBASA – RESERVoir CHRoNICLE“ sehr gut und detailverliebt umgesetzt. Die Geschichte beginnt recht ruhig und der Leser hat genug Zeit sich in Niraikanai einzuleben. Erst am Ende des ersten Bandes beginnt die Geschichte richtig an Fahrt aufzunehmen.

„Tsubasa WoRLD CHRoNICLE – Niraikanai“ ist ein Muss für alle „TSUBASA – RESERVoir CHRoNICLE“-Fans, denn vielleicht endet diese Fortsetzung mit einem befriedigenden Ende.

Tsubasa World Chronicle – Niraikanai: © 2015 CLAMP, Kodansha / EMA

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Infection

Name: Infection
Englischer Name:
Originaltitel: Infection
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Toru Oikawa
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Eigentlich wollten seine Freunde Haruki mit seinem Schwarm zusammen in den Schuppen der Schule stecken, stattdessen landet er darin mit einer unbekannten Mitschülerin. Anfangs zicken sie sich ein wenig an, arrangieren sich dann aber doch noch miteinander. Komisch nur, dass sie von seinen Freunden auch zwei Tage später nicht raus gelassen werden und es draußen verdächtig ruhig ist. Zu ruhig!

Nachdem sie es endlich schaffen aus dem Schuppen zu kommen, sehen sie sich einer vermeintlich leeren Schule gegenüber. Doch so leer ist diese nicht! Ihre Mitschüler wurden von Etwas infiziert und stürzen sich nun auf sie, um sie zu fressen oder ebenfalls zu infizieren.

Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, den sie aber nicht allein auszufechten haben, denn ein paar ihrer Mitschüler sind noch am Leben und gemeinsam versucht man, dem Horror zu entkommen. Zusammen flieht man aus der Schule, um einen sicheren Platz zu finden und unterwegs noch Harukis Schwester zu holen!

Wie geht es weiter mit den jungen Schülern? Können sie unter diesen Umständen überleben? Wer wird es schaffen, wer nicht?

Eigene Meinung
„Infection“ war nicht wirklich was für mich. Ich mag ansonsten Manga mit Zombies, denn so könnte man die Infizierten schon nennen. Diese sind zwar gänzlich mit Maden gefüllt, legen aber sonst das typische Verhalten von Zombies an den Tag.

Allerdings nervte es, dass man des Öfteren den Hintern, die Busen oder sonstige Körperteile der Mädels explizit in den Vordergrund stellte. Das riss einen aus der Handlung und nervte mit der Zeit nur. Warum musste man das überhaupt einbauen? Für mich hätte man das sehr gut weglassen können, denn so wie es jetzt läuft, könnte man fast befürchten, dass es später mehr darum gehen wird welche leicht bekleideten Mädchen sich Haruki an den Hals werfen, als um den Überlebenskampf an sich. Etwas, das sehr negativ an „Highschool of the Dead“ erinnert.

Nett war zumindest die Idee dem Manga als Extra ein kleines Tütchen mit Kunststoffmaden dazu zu geben.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut. Die Charaktere sind Genretypisch gut getroffen und besonders detailreich sind die Infizierten und deren Opfer gezeichnet, welche teils recht brutal und blutig daher kommen!

Mit dem Lesen ging es gut voran, auch wenn die Panele ein wenig textlastig waren. Nur wurde man, wie oben erwähnt, öfters durch gewisse Körperteile ein wenig aus der Handlung gerissen, weil man sich in dem Moment echt fragte, warum das jetzt oder schon wieder nötig war.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt. Es kommt immer wieder zu expliziten Szenen und auch sonst geht es recht blutig und brutal zu.

Fans von Zombiegeschichten, denen es nichts ausmacht, öfters mal eindeutig freizügige Posen zu sehen zu bekommen, sollten zugreifen. Solche Leser die es lieber ernster bei so einer Geschichte mögen, sollten vielleicht eher die Finger davon lassen!

Infection: © 2016 Toru Oikawa, Kodansha/ EMA

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