Violence Action

Name: Violence Action
Englischer Name: The Violence Action
Originaltitel: Violence Action
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Text: Shin Sawada
Zeichnungen: Renji Asai
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 9,99 €

Story
Der „Boing-Express-Service für natürliche Mädchen“ scheint auf den ersten Blick eine klassische Call-Girl-Vermittlung zu sein. In Wirklichkeit werden bei der Agentur aber keine Mädchen für gewisse Stunden vermittelt, sondern Auftragskiller. Besondere Wünsche inklusive.

Eines der Mädchen bei „Boing-Express“ ist die hübsche Studentin Kei. Wenn sie nicht gerade in ihrer Business-School für die nächste Prüfung in Buchhaltung büffelt, betätigt sie sich als Attentäterin und Leibwächterin für Menschen mit besonderen Wünschen. Sie mag etwas unbedarft wirken, aber im Job ist sie ebenso gewandt wie professionell.

Nicht immer verläuft alles nach Plan. Als ihre Freundin Rikka eines Tages ungefragt zwei Schulkameraden zu Kei nach Hause einlädt, ist der jungen Auftragsmörderin noch nicht klar, was das für sie bedeuten wird. Denn Watanabe, ein junger Mann aus ihrem Kurs, ist heimlich in sie verknallt und folgt ihr eines Tages in das geheime Hauptquartier des „Boing-Service“, das als Nudelsuppenladen getarnt ist. Blöd nur, dass ausgerechnet an diesem Tag das Reinigungsteam nicht gekommen ist und dort noch eine Leiche herumliegt. Noch blöder ist aber, dass die vermeintliche Leiche in Wirklichkeit gar nicht tot ist, sondern nur bewusstlos, und ziemlich wütend wieder aufwacht…

Eigene Meinung
Der Titel „Violence Action“ sagt im Grunde schon (fast) alles über die Manga-Serie von Shin Sawada mit Zeichnungen von Renji Asai („Der Junge und das Biest“) aus. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung weitgehend unabhängiger Kapitel, in denen sich die Protagonistin durch diverse Aufträge schießt. Die Szenarien strotzen vor ernstem Humor und bieten ganz nette Unterhaltung. Etwa, wenn Kei eben noch Leute umlegt und im nächsten Moment Statistik büffelt. Was – zumindest im ersten Band – dagegen vollkommen auf der Strecke bleibt ist eine wie auch immer geartete innere Entwicklung der Charaktere. Eigentlich bleiben alle blass und machen ihren Job. Das ist zwar an sich ganz nett, die Frage ist nur, wie lange dem Autor Storys einfallen, die den Makel übertünchen.

Bis dahin bietet diese Serie solide Unterhaltung, die man ohne Geistesanstrengung nebenher genießen kann.

Tokyopop bringt die Serie im Großformat mit einer mäßig gelungenen Wackelkarte in der Erstauflage, um sammelfreudigen Fans etwas Gutes zu tun.

© Rockita

Violence Action: © 2017  Shin Sawada/Renji Asai  Shogakukan / Tokyopop

 

The Isolator – Realization of Absolute Solitude

Name: The Isolator – Realization of Absolute Solitude
Englischer Name: The Isolator – Realization of Absolute Solitude
Originaltitel: Zettainaru kodokusha
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: Shimeji
Original-Story: Reki Kawahara
Zeichnungen: Naoki Koshimizu
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Highschool-Schüler Minoru Utsugi will einfach nur von allen ignoriert werden und ein einsames Dasein fristen, um keine weiteren schmerzhaften Erfahrungen mehr machen zu müssen. Denn seine Eltern und seine große Schwester wurden vor acht Jahren von einem Unbekannten umgebracht, der nie gefasst werden konnte. Vor drei Monaten ist schließlich, auf seinen Wunsch nach absoluter Einsamkeit hin, eine schwarze Sphäre in seine Brust gefahren, die seine Sinne schärft und seine körperlichen Fähigkeiten steigert. Außerdem kann er sich seither mit einer Schutzschicht umgeben, die jeglichen Schaden von ihm abwendet. Um seinen qualvollen Erinnerungen zu entkommen, joggt er jeden Morgen vor der Schule eine Strecke von 10 km. Nicht einmal Tomomi Minowa aus dem Leichtathletikclub kann ihn einholen. Als sie ihn fragt, ob er nicht künftig zusammen mit ihr zur Schule joggen will, werden die Jungs aus der Leichtathletik-AG eifersüchtig und versuchen, Minoru zu vermöbeln. Dank der schützenden Membran, mit der Minoru seinen gesamten Körper umhüllen kann, geht dieses Vorhaben jedoch natürlich gründlich in die Hose. Schockiert vom Verhalten ihrer Clubmitglieder entschuldigt sich Tomomi vielmals bei Minoru, dessen eisernes Schweigen dazu führt, dass sie weinend davonrennt. Im Wald läuft sie dem sogenannten „Beißer“ in die Arme und wird von ihm gefesselt und verschleppt. Auch er hat vor drei Monaten eine Kugel in sich aufgenommen, nur dass seine rot war und er seither alles durchbeißen kann – bevorzugt lebendige Menschen!

Minoru folgt dem seltsamen Geruch, den der Beißer verströmt und wird dabei selbst von ihm angegriffen. Allerdings schafft es die Werwolf-artige Bestie nicht Minorus Schutzmembran zu durchbeißen. Plötzlich mischt sich auch noch Yumiko in den Kampf ein, ein Mädchen mit einem riesigen Elektroschocker, das sich teleportieren kann. Der Beißer entkommt und Minoru erfährt, dass es offensichtlich zwei verschiedene Arten von Sphären gibt: rote und schwarze. Menschen, die durch eine rote Kugel besondere Fähigkeiten erlangt haben, nennt man Rubine und die, die wie Minoru mit einer schwarzen Kugel verschmolzen sind, werden Raben genannt. Die Rubine sind äußerst aggressiv und bösartig, weshalb es sich Yumiko und einige andere Raben zur Aufgabe gemacht haben, die Rubine auszurotten. Die Raben sind also Kämpfer für das Gute und nehmen die schlafende Tomomi in ihre Obhut. Schließlich ist es gut möglich, dass der Beißer sie wieder angreift. Yumiko würde Minoru gerne rekrutieren, doch der will von der ganzen Sache nichts wissen, nichtsahnend dass der Beißer es in erster Linie auf ihn abgesehen hat…

Eigene Meinung:
„The Isolator“ ist die Manga-Adaption der mittlerweile dritten Light-Novel-Reihe des Schriftstellers Reki Kawahara, der sich mit „Accel World“ und „Sword Art Online“ bereits weltweit einen Namen gemacht hat. Band 1 beinhaltet in der ersten Auflage einen Minoru-Pappaufsteller als Extra. Ziemlich schade finde ich allerdings, dass nur die allererste Seite in Vollfarbe ist. Da hätte man doch auch gleich noch die ersten 4 Seiten des ersten Kapitels in Farbe abdrucken können, da insbesondere das eigentlich großartige Kapitel-Titelbild in schwarz-weiß nicht zur Geltung kommt. Manga-Adaptionen von Romanen stehen unter den Fans immer in der Kritik, nicht die komplette Romanreihe umzusetzen, sondern einfach mitten in der Geschichte aufzuhören, oft sogar mit einem total offenen Ende. Da dieser Manga in 4 Bänden abgeschlossen ist, obwohl die Light-Novel-Reihe immer noch fortgesetzt wird, ist dieser Vorwurf im Fall von „The Isolator“ durchaus berechtigt.

Naoki Koshimizus Zeichnungen sind sehr schön anzusehen, doch storytechnisch weiß Kawaharas neustes Werk nicht zu überzeugen. Irgendwie kommt die Handlung nur sehr schleppend voran und bisher hat dieser Manga absolut nichts, was ihn von der breiten Masse abhebt. Wie es scheint, läuft alles auf einen klassischen Kampf zwischen Gut und Böse hinaus, wobei die Raben die Guten und die Rubine die Bösen sind und auch die Charaktere kommen einem doch sehr bekannt vor. So ist Minoru, genau wie Shinji Ikari aus „Neon Genesis Evangelion“ und Shu Ouma aus „Guilty Crown“, der typische passive Held, der sich der Realität entziehen möchte und Yumiko die mysteriöse Kämpferin für Gerechtigkeit, die selbst vor Mord nicht zurückschreckt, wobei sie Charakteren wie Akame aus „Akame ga KILL!“ sogar optisch ähnelt. Wer auf Originalität eher nicht so viel Wert legt und einfach nur Lust auf einen typischen Shonen-Manga hat, der in wenigen Bänden abgeschlossen ist, kann hier ruhig zugreifen, sofern er sich darauf gefasst macht, dass Band 4 möglicherweise keinen befriedigenden Abschluss der Geschichte bietet.   

© Ban_Mido

The Isolator – Realization of Absolute Solitude: © 2016 Shimeji, Reki Kawahara, Naoki Koshimizu, Kadokawa / Tokyopop

Fairy Tail S

Name: Fairy Tail S
Englischer Name:
Originaltitel: Fairy Tail S
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
„Fairy Tail S“ enthält diverse Kurzgeschichten über unser Lieblinge aus „Fairy Tail“.

Sei es nun eine Selbstreflektion von Happy oder aber auch eingeforderte Wettschulden, die es in sich haben.

Dazu wird es in „Weihnachten der Feen“ auch noch ziemlich anzüglich, aber auch die weiteren Geschichten haben es in sich.

Eigene Meinung
„Fairy Tail S“ ist vermutlich wirklich nur was für Fans von „Fairy Tail“, da man schon wissen sollte was es mit den Charakteren auf sich hat und wieso sich sich verhalten, wie sie sich verhalten. Gerade in der Weihnachtsgeschichte geht es mir zu dem etwas zu frivol zu, wobei ich „Fairy Tail“ sonst eigentlich ganz gern mag. Mir war das aber eindeutig zu viel Fan-Service und nackte Haut. Ansonsten gab es aber wie immer viel zu lachen und reichlich Action!

Zeichnerisch ist der Manga wie immer gut, aber auch noch immer eine Geschmackssache. Die Kurzserie ist etwas textlastig, aber darüber kann man hinweg sehen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren. Meiner Meinung nach könnte diese aber höher liegen, da es wie schon erwähnt doch ziemlich frivol und nackt zu geht und das nicht wirklich was für jüngere Leser ist.

Fans von „Fairy Tail“ sollten auch bei diesem Manga zu greifen. Neulinge, sollten lieber zuerst den Hauptmanga lesen!

Fairy Tail S: © 2016 Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

Sword Art Online – Phantom Bullet

Name: Sword Art Online – Phantom Bullet
Englischer Name: Sword Art Online – Phantom Bullet
Originaltitel: Sword Art Online – Phantom Bullet
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2014
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: abec
Original-Story: Reki Kawahara
Zeichnungen: Koutarou Yamada
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Seit Kazutos und Asunas Rückkehr in die reale Welt ist nun schon ein Jahr vergangen. In dem VRMMO „Gun Gale Online“, kurz GGO, macht ein mysteriöser Spieler namens „Death Gun“ von sich reden, indem er einen der Top-Spieler durch einen Monitor hindurch erschießt und dabei scheinbar auch dessen Tod im realen Leben herbeiführt. Die Todesursache ist ein Herzinfarkt. Der Leiter der einstigen SAO-Sondereinheit Seijirou Kikuoka setzt Kazuto auf den Fall an. Obwohl dieser das Ganze zunächst als einen Zufall abtut, willigt er ein, als Seijirou ihn darauf hinweist, dass es noch ein weiteres Opfer gab und dass das Schicksal des Virtual-Reality-Gamings auf dem Spiel steht! Insbesondere letzteres trifft Kazuto besonders hart, da er doch davon träumt, durch Augmented-Reality eines Tages auch im realen Leben mit Yui interagieren zu können, die für ihn und Asuna wie eine Tochter ist. Nach einem Date mit Asuna in der Nähe des Kaiserpalasts im Zentrum von Tokyo eröffnet er ihr, dass er vorhat, seinen Charakter Kirito von ALO in ein anderes Game zu konvertieren.

Indessen macht sich die kühle PvP-Spielerin Sinon in GGO als beste Scharfschützin einen Namen und vernichtet jeden Gegner, der ihr in die Quere kommt, ganz gleich wie aussichtslos ein Kampf auch erscheinen mag. Durch das Erlegen eines unbekannten Boss-Monsters konnte sie drei Monate zuvor das überaus seltene Riesengewehr Ultima Ratio Hécate II erlangen. Seither strebt sie danach genauso gefühlskalt, unerschütterlich und tödlich zu werden wie ihre Waffe. Als Kirito die unbarmherzige Western-Welt von GGO betritt, in der der Geruch von Schießpulver in der Luft liegt und ein Avatar furchteinflößender aussieht als der andere, muss er mit Entsetzen feststellen, dass sein zufällig generierter Avatar ausgerechnet das Erscheinungsbild einer süßen jungen Frau hat! Wie soll er in dieser Gestalt bloß Death Gun auf sich aufmerksam machen und den Fall lösen?

Eigene Meinung:
Nach „Aincrad“ und „Fairy Dance“ erhält nun auch endlich der dritte Handlungsbogen der „Sword Art Online“-Romanreihe seine eigene Manga-Adaption. Als SHONEN ATTACK-Titel wartet die Erstauflage mit einem einseitig bedruckten Poster auf. Doch selbst wer nur noch eine spätere Auflage ergattern kann, muss nicht auf das schöne Motiv verzichten, da es auch auf der ersten Seite des Buchs in Farbe zu sehen ist. Leider ist es nun bereits fast 3 Jahre her, dass in Japan ein neues Kapitel erschienen ist, sodass die Ungeduldigen unter euch mit dem Anime oder den entsprechenden Light-Novel-Bänden besser bedient sein dürften. Da der komplette Aincrad-Arc auf den ersten knapp 40 Seiten noch einmal zusammengefasst wird, erfordert dieser Manga streng genommen keine Vorkenntnisse, ich würde euch aber dennoch empfehlen, euch zunächst einmal die erste Staffel des Animes anzusehen oder die ersten beiden Arcs in welcher Form auch immer durchzulesen. Solltet ihr dies tun, wird euch ein unschöner Kontinuitätsfehler auffallen: Obwohl Kirito die schwebende Festung Aincrad am Ende des „Fairy Dance“-Arcs wiederhergestellt hat, reden Kazuto und Asuna in diesem Manga so, als wäre die Festung nach wie vor zerstört.

Die alten Hasen werden sich sicherlich darüber ärgern, dass der Rückblick auf den ersten Arc gleich ein Viertel des kompletten ersten Bands ausmacht. Für folglich gerade mal 120 Seiten von brauchbarem Inhalt erscheinen 6,95 € schon etwas happig. Allerdings liefert Koutarou Yamada eindrucksvolle Zeichnungen ab und Reki Kawaharas Story besticht auch weiterhin durch eine Mischung aus Action, Romance, Science-Fiction und einer Prise Humor – dieses Mal sogar gepaart mit Crime, was auch für die Mystery-Fans interessant sein dürfte. Das Setting ist auf jeden Fall vielversprechend und macht Lust auf mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Manga auch noch eines Tages zu seinem wohlverdienten Abschluss gebracht wird.

© Ban_Mido

Sword Art Online – Phantom Bullet: © 2014 abec, Reki Kawahara, Koutarou Yamada, Kadokawa / Tokyopop

Buchimaru Chaos

Name: Buchimaru Chaos
Englischer Name:
Originaltitel: Buchimaru Chaos
Herausgebracht: Japan: Hakusenha 2017
Deutschland: Altraverse 2019
Mangaka: Tsutomu Ohno
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Bevor die Menschen die Welt bevölkerten, lebten auf der Erde bereits Geisterwesen, sogenannte Nushi. Später verehrten die Menschen diese magischen Wesen, die ihre Wälder beschützen

Eines Tages jedoch die Kunoichi Byakuya aus, um einen Nushi zu töten und sich seine besondere Kraft anzueignen. Damit hintergeht sie nicht nur den Nushi ihres Waldes, sondern auch ihren Clan, die Karasu-Ninja. Pflichtgemäß wollen ihre ehemaligen Kameraden sie nun töten. Doch so einfach ist das nicht. Denn Byukuya ist nicht nur eine eiskalte und effektive Kämpferin, sondern sie hat auch Unterstützung ihres Genins Buchimaru. Der verfügt nicht nur über Kampfstärke, sondern auch eine ausgefeilte Nase… und er verehrt seine Meisterin. Ihr würde er bis in den Tod folgen.

Tatsächlich sieht es bald so aus, als wenn der schlimmste Fall eintreten würde. Bei dem Versuch, dem Nushi den arm, die Quelle seiner Kraft, abzuschlagen, geht einiges schief. Der frisch abgeschlagene Arm verbindet sich mit Buchimaru – bis Byakuya ihn gewaltsam aus dessen Körper reißt. Ihren ehemaligen Schüler lässt sie zum Sterben zurück.

In seiner Verzweiflung schließt Buchimaru einen Pakt mit dem Nushi Tadamuki, der seinen Arm zurück möchte. Gemeinsam wollen sie Byakuya finden – wenn auch aus verschiedenen Motiven.

Einfach gestaltet sich das Unterfangen nicht. Denn der junge Ninja und der kantuge Naturgeist sind kein gutes Gespann. Und da ist dann noch der Ninja-Verfolgungstrupp, der Jagd auf die Abtrünnigen macht. Mit dabei: Haizumi, die Buchimaru seit Kindertagen kennt und ihn heimlich liebt…

Eigene Meinung
Nicht wirklich sympathisch sind sie, die Charaktere, mit denen Tsutomu Ohno seine Serie „Buchimaru Chaos“ ausstattet. Ob treudoofer Schüler, unbarmherzige Meisterin oder naiv-verliebte Freundin – die Rollen sind ebenso klar verteilt, wie die Steoreotype in Stein gemeißelt scheinen. Es ist bezeichnend, dass noch der Nushi Tadamuki, der auf den ersten Seiten als dunkles Wesen beschrieben wird, tatsächlich die liebenswürdigste Figur ist, wie ein etwas düsterer Dschinni. Die Handlung, die um den blass bleibenden Titelcharakter gebastelt wurde, entspinnt sich nur langsam. Optisch hat man das Gefühl, dass aufreizende Posen in hautenger Kleidung eine wichtigere Rolle spielen, als die Kampfszenen, denn man sieht Byakuya um einiges häufiger in stehender Haltung, denn in Bewegung.

Immerhin: Eine hochwertige Druckqualität zeichnet die deutsche Ausgabe von Altraverse aus. Das hat allerdings seinen Preis: Der Band kostet mit sieben Euro genauso viel wie die anderen Serien des Labels im gleichen Format, hat aber nur 150 Seiten. Als das jetzige Altraverse-Team noch bei Tokyopop war, gab es damals in einem solchen Fall noch einen günstigeren Preis (wie etwa bei „Broken Blade“).

© Rockita

Buchimaru Chaos: © 2017  Tsutomu Phno  Hakusenha/Altraverse

 

Edens Zero

Name: Edens Zero
Englischer Name:
Originaltitel: Edenszero
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2018
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 5,00 € (Band 1 bis 31.12.2019)
7,00 € (Band 1 ab 01.01.2020, ab Band 2)

Story
Der junge Shiki wuchs als einziger Mensch unter Robotern in dem Vergnügungspark Granbell auf. Für ihn ist es ein glückliches Leben! Doch dann treffen nach 100 Jahren in dem der Park verlassen war neue Gäste ein. Rebecca und ihre blaue Katze Happy! Shiki, der gern weitere Freunde finden würde, versucht sich mit ihnen anzufreunden, macht dabei aber keine so gute Figur.

Allerdings ändert sich dies, als die Roboter des Parks plötzlich aufbegehren und sich gegen die Menschen stellen wollen. Überstürzt nehmen die Drei daher Reißaus, auch wenn es Shiki schmerzt seine bisherigen Freunde zu verlassen, die auf einmal Feinde sein sollen.

Aber nicht alles ist so wie es scheint! Weder bei Happy, noch dem Verhalten der Roboter auf Granbell oder Shikis Zukunft! Man darf gespannt sein auf die weiteren Abenteuer der Drei und jenen Kameraden, die sich ihnen sicher noch anschließen werden.

Eigene Meinung
Einerseits ist es schon erfrischend, dass Hiro Mashima sich mit „Edens Zero“ an einem anderen Genre versuchen möchte. Statt Fantasy versucht er sich im Genre Sci-Fi! Allerdings bleibt der Rest eben irgendwie gleich und erinnert an „Fairy Tail“ im Weltall!

Dazu trägt auch bei, das Rebecca so ziemlich gleich aussieht wie Lucy bei „Fairy Tail“ und Happy wurde ganz vom Aussehen und der Art übernommen. Er hat halt nur ein paar neue Special Features bekommen, die man nicht gleich erwartet. Shiki dagegen erinnert mit an eine Verschmelzung von Gray und Natsu!

Auch sonst ist es eben eine gängige Geschichte: Junge möchte Freunde finden, wird Abenteurer in einer Gilde, zieht los um – hier eine Göttin im Weltall – zu finden und gerät dabei immer wieder in Schwierigkeiten und muss sich an sein Ziel heran kämpfen. Irgendwie hätte ich mir da mal eine echte Neuerung gewünscht!

Schlecht ist der Manga aber deswegen nicht! Er ist spannend, gut gezeichnet, wenn auch ein wenig textlastig. Band 1 bekommt man zum Einführungspreis bis zum 31.12.19 für 5,00 €, erst ab Anfang 2020 wird der Preis dann auf 7,00 € erhöht.

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren und ist gut gewählt, da es doch schon actionreicher zu geht.

Fans von „Fairy Tail“ finden sicher ihren Gefallen an „Edens Zero“ und auch jene die genug vom Fantasygenre haben und gern was Neues probieren möchten.

Edens Zero: © 2018 Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

Napping Princess

Name: Napping Princess
Englischer Name: Napping Princess
Originaltitel: Hirune Hime: Shiranai Watashi no Monogatari
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Story: Kamiyama Kenji
Zeichnungen: Ichika Hana
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Kokono ist ein fleißiges und zielstrebiges Mädchen. Seitdem sie und ihr Vater allein sind, versucht sie ihn nach allen Kräften zu unterstützen. Doch das Geld reicht dennoch hinten und vorne nicht. Zudem besitzt Kokonos Vater dasselbe gute Herz, wie sie und verschenkt seine Leistungen als Kfz-Mechaniker meist gegen Lebensmittel oder kleine Spenden.

Als wäre das Leben für Kokono nicht schon schwer genug, kämpft sie auch noch gegen krankhafte Müdigkeitsanfälle. Ob in der Schule oder beim Schuhe ausziehen im Flur, Kokono wird immer wieder von einer plötzlichen, unbändigen Schläfrigkeit übermannt.

Seltsamerweise träumt Kokono immer vom gleichen, fernen Königreich namens Heartland. Dort ist sie Ancien, die Tochter des Königs, und kann mithilfe ihres magischen Tablets Dinge, wie ihren geliebten Teddy Joy, zum Leben erwecken. Früher war Magie im Königreich von Heartland sehr angesehen und verbreitet, bis diese eines dunklen Tages missbraucht wurde, um aggressive Monster zu erschaffen.
Seitdem wird Heartland immer wieder von diesen Kreaturen angegriffen. Die Maschinen des Königs sind gegen diese Monster nahezu wehrlos. Ein Gegenangriff scheint aussichtslos. Nur Ancient kann den Monstern mit ihrer Magie Einhalt gebieten. Bei Ihrer Rettungsaktion trifft sie auf den Motorradfahrer Peach, der ihrem Vater aus der realen Welt zum Verwechseln ähnlichsieht.

Als Kokono wieder aufwacht und sich wieder in der Realität befindet, wird ihr Vater plötzlich von der Polizei festgenommen. Doch einen von den angeblichen Polizisten kommt ihr bekannt vor. Hat sie ihn nicht schon mal in ihrem Traum gesehen? Kokono überkommt ein ungutes Gefühl. Irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu.

Eigene Meinung
„Napping Princess“ ist durchaus eine außergewöhnliche Geschichte. Wenn man so möchte, sind es zwei Handlungsstränge in einer Serie – die Realität und die Traumwelt.

Der Hauptteil des ersten Bandes spielt im Königreich von Heartland. Es wird viel Zeit dazu verwendet, die befremdlichen Verhältnisse in Heartland zu beschreiben. Dabei bleibt die Traumwelt dennoch überraschend realitätsnah. Bei der Kurzbeschreibung der Serie hätte man durchaus mit einer Fantasiewelt gerechnet, in der sich Drachen, Dämonen und Feen tummeln.

Auch wenn im ersten Band bereits vereinzelt Übereinstimmungen zwischen der realen Welt von Kokono und Ancients Traumreich zu erkennen sind, ist noch nicht ganz klar, wie die beiden wirklich zusammenhängen und welche Botschaft hinter den Geschehnissen in Heartland steckt.

Ich persönlich fand den Einstieg in „Napping Princess“ etwas holprig. Die Geschichte beginnt in Heartland und passte daher nicht mit der Inhaltsangabe des Manga überein. Daher fragte ich mich die ersten fünf Minuten, ob ich mich eventuell im Manga geirrt hätte.

„Napping Princess“ macht aus seiner Geschichte noch ein großes Geheimnis. Der erste Band der Serie wirkt eher wie ein langer Prolog. Doch gegen Ende gibt es die ersten „Aha-Momente“ für den Leser, sodass das Interesse geweckt wird, dran zu bleiben. Zumindest Potenzial zu einer aufregenden Serie zeigt „Napping Princess“ im esten Band auf jedenfall. Bleibt abzuwarten, ob die Serie dieser Erwartung gerecht werden kann.

© Izumi Mikage

Napping Princess: © 2017 Kamiyama Kenji/ Ichika Hana, Kadokawa/ EMA

I am a Hero in Ibaraki

Name: I am a Hero in Ibaraki
Englischer Name:
Originaltitel: I am a Hero in Ibaraki
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Manga: Kazuya Fujisawa
Original Concept und Supervision: Kengo Hanazawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,99 €

Story
Nach dem Tod seiner Eltern war das Leben von Yugo nicht gerade rosig. Seine Verwandten behandelten ihn nicht besser als einen Hund, seine ehemaligen Freunde mobben ihn. Kein Wunder also, dass sein einzig wahrer Freund ein Schäferhund namens Iggy ist.

Auch ist es nicht verwunderlich, dass sich Yugo nach Ausbruch der Seuche, welche die Menschen in Zombies verwandelt, nur auf seinen Hund verlässt. Aber so leicht lässt sich die Vergangenheit nicht abschütteln und so grausam diese schon war, so sieht die Zukunft noch weitaus schlimmer aus.

Können es die Beiden schaffen am Leben zu bleiben?

Eigene Meinung
„I am a Hero in Ibaraki“ ist ein weiteres Spin-off zur Mangareihe „I am a Hero“.

Der Band entsprach nicht wirklich meinen Erwartungen. Zwar war es mal etwas anderes ein Tier in die Geschichte eingebunden zu sehen, aber man fiebert am Ende doch mehr mit dem Hund mit, als mit Yugo. Dieser blieb leider recht blass! Doch auch der Rest der Personen, die vorkommen, hinterlassen keinen wirklichen Eindruck. Eigentlich sind sie nur dazu da, die Geschichte schnell voran zu treiben und dabei möglichst grausam um’s Leben zu kommen.

Mir gefiel daher von den bisherigen Spin-off „I am a Hero in Osaka“ am Besten, denn auch die Geschichte von „I am a Hero in Nagasaki“ war eher flach.

Was die Zeichnungen angeht kann man sich nicht beschweren. Die Zombies sind gewohnt eklig und grausig dargestellt. Gerade die Szenen in denen sie Menschen angreifen sind schon recht heftig, weswegen der Manga auch eine Altersempfehlung von 16 Jahren hat. Diese sollte auch unbedingt eingehalten werden.

Fans der „I am a Hero“-Reihe sollten bei dem Band dennoch zu greifen, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Neulinge sollten lieber zuerst zur Hauptreihe greifen!

I am a Hero in Ibaraki: © 2017 Kazuya Fujisawa, Kengo Hanazawa, Shogakukan/ Carlsen

Devil ★ Rock

Name: Devil ★ Rock
Englischer Name:
Originaltitel: Devi★Rock
Herausgebracht: Japan: Akita 2013
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Spica Aoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Ayamo Haotone ist die Tochter des legendären Rockstars Taiga, der vor einem Jahr an Herzversagen verstorben ist. Ihr größter Wunsch ist es, in seine Fußstapfen zu treten, also tritt sie mit seiner Gitarre bewaffnet auf der Straße auf, wo sie auch prompt vom exzentrischen Produzenten Glen für die Rock’n’Roll-Band „Devil Drive“ rekrutiert wird. Deren Sänger Tite ist davon jedoch alles andere als begeistert. Mitten im Gespräch stürmt Ayamo los, um ein Mädchen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen, woraufhin sie von einem Junk angefallen wird. Glen offenbart ihr, dass er ein gutartiger Dämon ist, ein sogenannter Cleaner, der es nur auf die Schattenenergie der Menschen abgesehen hat, die durch negative Emotionen entsteht. Junks hingegen sind bösartige Wesen, die sich an schwache Menschen heften und nicht nur deren Schattenenergie sondern auch ihre Seelen fressen wollen. Um die Menschen von ihrer Schattenenergie zu befreien und Junks zu vernichten, bildet Glen talentierte Musiker zu sogenannten „Devil Rockern“ aus – denn das effektivste Mittel gegen negative Gefühle ist Rock’n’Roll! Mit ihrer Rock-Musik gelingt es Devil Drive fürs Erste das Mädchen mitsamt Junk zu vertreiben.

Wie sich herausstellt, ist Kanata, einer von Tites Band-Kollegen, im Kampf gegen die Junks umgekommen. Das von einem Junk befallene Mädchen ist ein großer Fan von Devil Drive, doch seit Kanatas Tod dringt Tites Gesang nicht mehr zu den Herzen des Publikums durch. Da springt Ayamo ins Getümmel und unterstützt die Band tatkräftig mit ihrem Gesang und Gitarrespiel. Das kraftvolle Duett von Tite und Ayamo kann das Mädchen retten und den Junk vernichten, womit sie sich als neues Bandmitglied bewährt hat. Nichtsdestotrotz behandelt Tite sie weiterhin wie eine Amateurin und auch in der Schule machen ihre Klassenkameradinnen Ayamo das Leben schwer. Nicht einmal vor der Gitarre ihres Vaters machen die Mobberinnen Halt, deren Anführerin ebenfalls von einem Junk besessen ist. Ausgerechnet der sonst so schroffe Tite muntert die am Boden zerstörte Ayamo wieder auf und Schlagzeuger Jonny repariert Taigas Gitarre. Als sie endlich das Growling beherrscht, stellt sie sich ihrer Mobberin mutig entgegen und eliminiert den Junk. Doch schon bald sorgt eine Hiobsbotschaft dafür, dass Tite selbst zum Opfer eines Junks wird: Er hat möglicherweise Kehlkopfkrebs und wird entweder daran sterben oder nie wieder singen können! Außerdem macht Ayamo Bekanntschaft mit ihrem Idol Andy Baxter aus Amerika, der sich ebenfalls als Devil Rocker entpuppt und ihr ernsthafte Avancen macht. Wird es ihm womöglich sogar gelingen, sie abzuwerben? 

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder ein Shojo-Manga mit Biss! Vom Verlag irrtümlich ins Mystery-Genre eingeordnet, passt „Devil ★ Rock“ meiner Meinung nach eher in die Genres Action und Drama. Ähnlich wie in „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“ werden die Dämonen hier mit Liedern besiegt, allerdings in diesem Fall mit Rock statt Pop und trotz des niedlichen Zeichenstils behandelt der Manga überraschend ernste Themen. Sowohl Ayamo als auch Tite machen eine Menge durch: Beide trauern um geliebte Menschen und kämpfen hart dafür, sich stets als Musiker zu verbessern. Zu allem Überfluss wird Ayamo auch noch in ihrer Klasse gemobbt und Tites Leben und Karriere stehen aufgrund seines Gesundheitszustands auf dem Spiel. Dennoch wirkt der Manga nie zu deprimierend, da jedes Kapitel mit einem zur Situation passenden Song zu einem Happy-End gebracht wird. Schade hierbei ist natürlich, dass man sich höchstens anhand der Songtexte im Kopf selbst ausmalen kann, wie die Rock-Songs wohl klingen würden, weshalb man sich beim Lesen eine Anime-Adaption regelrecht herbeisehnt. Ob sich zwischen Ayamo und Tite noch eine Romanze entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Gelegentlich wirken die Seiten leider etwas überladen und storymäßig fallen hin und wieder kleinere Schönheitsfehler auf (warum z. B. gelingt es den Medien und Devil Drive sofort den Metallstangen-Attentäter ausfindig zu machen, aber nicht der Polizei?). Ansonsten bleibt Jonny, obwohl er zu Devil Drive gehört, zumindest im ersten Band noch recht farblos und rätselhaft, da er nie spricht oder sein Gesicht zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten beiden Bänden noch ändern wird. Band 1 liegt übrigens eine limitierte ShoCo Card bei. Wer schon immer mal sehen wollte, was dabei herauskommt, wenn man „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“, „Rock’n’Roll Kids“ und „Confidential Confessions“ in einen Topf wirft und kräftig umrührt, sollte sich diesen Manga auf keinen Fall entgehen lassen! Für Rock’n’Roll-Fans sowieso ein Muss! 

© Ban_Mido

Devil ★ Rock: © 2013 Spica Aoki, Akita / Tokyopop

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