Sky World Adventures

Name: Sky World Adventures
Englischer Name:
Originaltitel: Asebi to sora sekai no boukensha
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Taisuke Umeki
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In einer anderen Welt leben die Menschen im Himmel auf schwebenden Kontinenten und Inseln. Einst bewohnten sie den ganzen Himmel, doch aufgrund der ständigen Bedrohung durch fliegende Drachenfische ist das Territorium der Menschheit heute bedeutend kleiner als im sogenannten Goldenen Zeitalter. Gardisten mit besonderen Gewehren und einer speziellen Ausrüstung beschützen die Menschen.

Einer dieser Gardisten ist der junge Yu. Zusammen mit seiner Freundin Asebi reist er durch den Himmel auf der Suche nach einem legendären Reich. Dort soll eine Zivilisation leben, die technologisch den anderen Menschen weit überlegen ist. Eine Legende? Nicht wirklich. Denn Asebi stammt von dort und verfügt daher über besondere Fähigkeiten. Ihr Ziehvater, ein Schiffskapitän und Entdecker, strandete einst in diesem Land und kehrte mit Asebi zurück. Nun ist der alte Käpt’n tot – und Asebi beschloss sich zusammen mit Yu auf die Suche nach ihrer Heimat zu machen. Doch um den Weg dorthin zu finden, benötigen sie die Karte von Voldesia, die der Käpt’n einst seinem Vize Hyatt überließ.

Das stellt die beiden vor große Probleme. Denn Hyatt wohnt auf der Himmelsinsel Kaiko, die wegen der großen Schwärme an Drachenfischen kaum ein Schiff anfliegen möchte. Nur durch eine gefährliche Reise können Yu und Asebi dorthin gelangen. Noch dazu gibt sich der depressive Hyatt seit dem Ende seiner Luftfahrerkarriere dem Suff hin. Und er ist alles andere als begeistert, Asebi wiederzusehen, wegen der einst sein verehrter Käpt’n die Luftfahrt an den Nagel hängte. Können sich die beiden Jugendlichen den Respekt des alten Haudegens verdienen?

Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn schnell zeigt sich, dass noch andere hinter der Karte her sind…

Eigene Meinung
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. Ein Gefühl wie aus dem bekannten Lied von Reinhard Mey vermittelt „Sky World Adventures“, die erste eigene Serie des talentierten Mangaka Taisuke Umeki. Er findet darin den richtigen Mix aus Abenteuerlust, Komik, einem Schuss Romantik und vor allem viel Sehnsucht nach dem Horizont. Gerade die großflächigen Himmelsansichten, aber auch die häufig freien oder sehr einfachen Hintergründe untermalen dieses Gefühl der Freiheit. Man merkt, dass Umeki längere Erfahrung als Assistent hat. Der rote Faden, an dem sich die Handlung entlanghangelt gerät dabei ein wenig in den Hintergrund. Zumal nie gesagt wird, was genau die Protagonisten in Asebis Heimat eigentlich erreichen wollen. Dem Leser wird schnell klar: Wie meistens bei Adventure-Serien ist eigentlich der Weg das Ziel. Spannend ist auch die Mischung aus Fantasy (Drachenfische im Himmel) und Science-Fiction (die hochtechnisierte Nation am Rande des Territoriums). Das alles ist angenehm zu lesen und zu genießen.

Die sehr einfachen, sehr runden Zeichnungen mit den schmalen Linien verleihen dem Manga ein junges, erfrischendes Äußeres. Dennoch sollte man sich nicht täuschen lassen. Inhaltlich richtet er sich an Jugendliche im Mittelstufenalter. An solche, die ebenfalls Sehnsucht nach dem Himmel haben.

© Rockita

Sky World Adventures: © 2014  Taisuke Umeki  Tokuma Shoten / Tokyopop

 

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Made in Abyss Staffel 1 Vol. 2

Inhaltsangabe (Covertext)
Das unterirdische Höhlensystem namens Abyss ist der letzte weitgehend unerforschte Ort auf dieser Welt. Niemand weiß wie tief der gigantische Abgrund reicht, der von wundersamen Kreaturen bewohnt wird und wo sich unzählbare mysteriöse Relikte befinden. In der Stadt Ôzu am Rande des Abgrunds, lebt das kleine Mädchen Riko. Sie träumt seit jeher davon in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und als Höhlentaucherin die Geheimnisse des Höhlensystems zu erforschen. Eines Tages trifft sie bei einer Expedition in der obersten Tiefenschicht des Abyss auf einen kleinen Jungen mit mechanischen Armen, der ihr das Leben rettet und sich als Roboter herausstellt. Zusammen begeben sie sich fortan auf eine abenteuerliche Reise, um den sagenumwobenen Mysterien des Höhlensystems auf den Grund zu gehen …

Episoden:
08 Überlebenstraining
09 Die Große Kluft
10 Das Gift und der Fluch
11 Nanachi
12 Die wahre Gestalt des Fluchs
13 Die Herausforderer

Allgemeine Infos zur DVD/Blu-Ray

Hersteller/Label Universum Anime
07.09.2018
EAN-Code 4061229057202, (DVD), 4061229057219, , (Blu-ray)
UVP € 36,99 (DVD), 46,99 (Blu-ray)
Genre Action, Abenteuer
Sprache Deutsch, Japanisch; DD 2.0 (DVD), DTS-HD 2.0 (Blu-ray)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio EuroSync GmbH
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit ca. 159 Min. (DVD), 165 Min. (Blu-ray)
FSK ab 12 Jahren
Verpackung Dgipack, Sonderverpackung
Bonus Music in Abyss, Postkartenset, Special Booklet (44 Seiten), Textless Opening & Ending, The Making of MADE IN ABYSS 02

Charaktere

Riko – Linda Fölster


Riko ist ein 12-jähriges Mädchen, welches im Belchero Waisenhaus zur Höhlentaucherin ausgebildet wird. Sie gerät oft in Schwierigkeiten und träumt davon, wie ihre
verstorbene Mutter zu werden, welche vor zehn Jahren im Abyss verschwand. Ihr kostbarster Besitz ist ein sogenannter Sternenkompass, den sie bei einer ihrer Expeditionen fand und verbotenerweise behielt.

 

Reg – Laurine Betz


Reg ist Roboter, der die Form eines menschlichen Jungen hat. Da er keine Erinnerung an seinen eigenen Namen hatte, gab ihm Riko den Namen nach einem Hund, den sie früher besaß. Obwohl er eine Maschine ist, kann er auch normale Nahrung konsumieren. Seine mechanischen Arme sind ausziehbar und können auch einen tödlichen Energiestrahl abfeuern, der sogar Stein schmelzen kann.

Weitere Charaktere

Ozen – Heike Schroetter
Nanachi – Maximiliane Häcke
Nat – Rubina Nath
Shiggy – Ilona Otto
Kiyui – Sarah Tusk
Jiruo – Sebastian Schulz
Lyza/Erzählerin – Sonja Spuhl
Habolg – Reinhard Scheunemann
Bondrewd – Oliver Siebeck
Zapo – Thomas Kästner
Laffi – Jasmin Arnoldt
Mitty – Julia Stoepel
Mio – Daniela Molina
Yerme -Philip Süß

Deutsche Bearbeitung
(Synchro & Untertitel)

„Made in Abyss“ wurde von der EuroSync GmbH in Berlin ins Deutsche umgesetzt.

Der Hauptcast und die meisten Nebenrollen wurden von erfahrenen Sprechern besetzt, welche schon in vielen Anime-Produktionen zu hören waren. Die Synchronsprecher liefern in ihren jeweiligen Figuren meines Erachtens eine gute Rolle ab.

Die Untertitel präsentieren sich in weißer Farbe samt schwarzer Umrahmung und überzeugen mit guter Lesbarkeit und passendem Timing.

Verpackung & Bonusmaterial

Die Verpackung besteht aus einem Digipack. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Hauptfiguren, auf der Rückseite eine Inhaltsangabe, sowie technische Details.

Als Bonusmaterial sind Japanische Original TV-Spots und Original-Trailer, ein Postkartenset, ein Booklet, sowie ein Making of zum zweiten Volume und Trailer zu anderen Universum Anime-Titeln.

Menü

Nach einer Logoeinblendung von Universum Anime und den Verwertungsrechten gelangt man direkt ins Hauptmenü. Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält auf der unteren Seite die einzelnen Menüpunkte. In der Mitte laufen währenddessen Szenen aus der ersten Folge der Serie. Die Untermenüs sind nicht animiert.

Technische Qualität
(Bild & Ton)

Das Bild liegt in anamorphen 16:9 vor und ist sehr gut geworden. Die Farben sind kräftig und scharf.

Der Ton ist auf beiden Spuren in DD 2.0 und DTS-HD 2.0 abgemischt und tadellos.

Bewertung (kompakt)

Verpackung
90%
Menü
90%
Booklet / Goodies 90%
Bonusmaterial
90%
Synchronisation
90%
Untertitel
90%
Bildqualität
90%
Tonqualität
90%

Fazit

Im zweiten Volume von „Made in Abyss“ geht es spannend weiter.

Kaum erreichen Riko und Reg die vierte Tiefenschicht, geraten die Beiden in große Gefahr. Riko wird dabei lebensgefährlich verletzt. Reg ist schon der Verzweiflung nahe, als die Beiden unerwartete Hilfe bekommen.
Doch wer ist ihr neuer Freund? Und in welcher Verbindung steht er zu den Höhlentauchern…?

Die Animationsqualität und das Charakterdesigns bleiben weiterhin sehr gut, auch der Soundtrack ist immer noch exzellent.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Staffel hiermit zu Ende geht. Neue Folgen gibt es in Japan erst 2019.

Bis dahin gebe ich allerdings für dieses Volume und die gesamte Serie wieder 100% Kaufempfehlung.

 

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

Made in Abyss: ©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS
© 2018 Universum Film GmbH

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Barrage

Name: Barrage
Englischer Name: Barrage
Originaltitel: Sensei no Barrge
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Kohei Horikoshi
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Dem 15-jährigen Astro ist nichts wichtiger als seine Familie. Da er ganz alleine in den Slums aufgewachsen ist, hat er irgendwann angefangen andere Straßenkinder unter seine Fittiche zu nehmen und arbeiten zu gehen, um seine so entstandene Familie aus jüngeren Kindern zu ernähren. Doch gleich zu Beginn der Geschichte wird er entlassen, weil er sich mit bösen Aliens von anderen Planeten anlegt, um seinen undankbaren Chef zu schützen. Kurz darauf taucht Barrage, der Prinz des Planeten Industria, auf und möchte mit Astro die Rollen tauschen. Schließlich sehnt er sich nichts mehr herbei, als frei zu sein und Astro könnte das Geld des Königs sehr gut gebrauchen, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Bevor sie dieses Vorhaben konkretisieren können, wird Barrage erschossen und seine Diener halten Astro für den Prinzen! Astro sieht Barrage nämlich zum Verwechseln ähnlich. Ehe er sich versieht, findet sich Astro im Königspalast wieder. Barrage konnte offensichtlich nicht mit der Verantwortung umgehen, die das Amt des Prinzen mit sich bringt und ist deshalb geflohen. Als das böse Alien wieder auftaucht, das Astro den Job gekostet hat und sich abfällig über den (insgeheim verstorbenen) Prinzen äußert, der für seine Familie ja bloß Ballast sei, verliert Astro die Fassung. Er geht auf das Alien los und aktiviert dabei das Org, eine übermächtige Waffe, die ihre wahre Gestalt nur in den Händen derjenigen annimmt, die zum König geeignet sind.

Nach Astros Sieg über die Aliens eröffnet er dem König, der darüber begeistert ist, dass „sein Sohn“ endlich die königliche Waffe aktivieren konnte, dass der echte Barrage erschossen wurde und Astro nur irrtümlich von den Wachen des Königs aufgelesen wurde. Nichtsdestotrotz hat Astro bereits unter Beweis gestellt, dass er als Thronfolger geeignet ist, weshalb er der Prinz bleiben soll. Unter der Bedingung, dass seine Familie ebenfalls im Palast leben darf, willigt Astro ein. Doch er und Tiamat, der stärkste Ritter des Königs, werden sogleich auf eine Reise geschickt, um das Volk vor Banditen zu retten und im Königreich nach und nach für Frieden zu sorgen, weshalb sich Astro fürs Erste von seinen Kindern verabschieden muss. Tiamat soll ihn im Kampf mit dem Org ausbilden und tatsächlich gelingt es den beiden einigen Außerirdischen das Handwerk zu legen, die allesamt hinter dem Org her sind. Aber ist das nicht seltsam? Der Prinz wird ohne vorherige Kampfausbildung mit nur einem einzigen Ritter und dem Org, auf das es jeder abgesehen hat, losgeschickt? Was geht nur in dem König vor? Und warum hat er den beiden nicht mehr darüber erzählt, wie man den Org benutzt? Schließlich war der König in jungen Jahren selbst dazu in der Lage, die Wunderwaffe zu gebrauchen!

Eigene Meinung:
„Barrage“ ist der zweite Manga von Kohei Horikoshi, der im „Shonen Jump“-Magazin veröffentlicht wurde, bevor ihm mit seinem dritten Manga „My Hero Academia“ weltweit der Durchbruch gelungen ist. „Barrage“ hingegen kam nicht so gut an und wurde bereits nach 2 Bänden beendet. Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, ist mir auch klar warum. Astro wirkt als Protagonist ziemlich eindimensional. Er wird nahezu vollständig darauf reduziert, dass ihm Familie sehr wichtig ist. Die Handlung ist leider auch kein bisschen originell. Dass eine arme Person aus den Slums zufällig genauso aussieht wie ein reicher Prinz oder eine Prinzessin und die beiden die Rollen tauschen, ist ein alter Hut. Die Kämpfe sind ebenfalls recht eintönig und unspektakulär. Da fehlt einfach die Raffinesse, die man aus Kämpfen anderer Battle-Mangas wie „Naruto“ und „Hunter x Hunter“ gewohnt ist. Außerdem ist der Manga unnötig textlastig für sein Genre, was für einen eher zähen Lesefluss sorgt.

Versteht mich bitte nicht falsch. „Barrage“ ist nicht schlecht! Die Monster und Aliens sehen interessant aus, man findet Astro trotz (oder gerade wegen?) seiner simplen Persönlichkeit sympathisch und man wird definitiv unterhalten. Aber es fehlt irgendein herausstechendes Merkmal. Dieser Manga hat einfach absolut nichts, was ihn von durchschnittlichen Mainstream-Shonen-Mangas abhebt und ist daher nur einer jüngeren Leserschaft zu empfehlen sowie Hardcore-Fans von „My Hero Academia“, die neugierig auf Horikoshis andere Werke sind. Im Endeffekt kann man bei gerade mal 2 Bänden ohnehin nicht viel falsch machen.

Barrage: © 2012 Kohei Horikoshi, Shueisha / Carlsen

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Made in Abyss

Name: Made in Abyss
Englischer Name: Made in Abyss
Originaltitel: Made in Abyss
Herausgebracht: Japan: Takeshobo 2013
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Akihito Tsukushi
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Die zehnjährige Riko und ihre Freunde leben im Belchero-Waisenhaus in der Stadt Orth, die am Rande der großen sagenumwobenen Höhle, dem Abyss, liegt. Das Waisenhaus wird von der Höhlentaucher-Gilde geführt. Alle Kinder, die dort leben, erhalten nicht nur Schulunterricht, sondern werden auch in jungen Jahren zu Höhlentauchern ausgebildet. In den oberen Tiefenschichten des Abyss suchen sie nach Schätzen und Relikten als alten Zeiten. Riko ist aktuell noch ein Lehrling, eine sogenannte „Rotpfeife“. Ihr großer Traum ist es aber, wie ihre verstorbene Mutter eine „Weißpfeife“ zu werden, denn nur die ranghöchsten Höhlentaucher dürfen in die untersten Tiefen vordringen. Dort, wo die Dunkelheit allgegenwärtig und die Gefahren für Leib und Leben am größten ist, warten zahlreiche Geheimnisse darauf gelüftet zu werden.

Vorläufig muss sich Riko allerdings zu ihrem Verdruss mit einfachen Missionen begnügen. Bei einer dieser Abstiege findet sie zufällig eine Art Cyborg, der aussieht, wie ein Junge in ihrem Alter. Reg, wie der Neuzugang bald genannt wird, ist nicht richtig Roboter, aber auch nicht wirklich Mensch. Ohne Erinnerungen an früher, weiß er auch nicht, was es mit seinem seltsamen Körper auf sich hat. Riko und ihre Freunde sorgen dafür, dass Reg wie sie im Waisenhaus unterkommt und Höhlentaucher werden kann.

Die Sehnsucht nach der Tiefe lässt Reg aber ebenso wenig los wie Riko. Und so brechen die beiden eines Tages auf eigene Faust los, um auf der Suche nach Antworten den Abyss zu erforschen…

Eigene Meinung
„Made in Abyss“ entführt den geneigten Leser zusammen mit den Protagonisten auf eine abenteuerliche Reise. Der gleichnamige Anime wird aktuell al seine der besten Serien des Jahres gehandelt (laut AnimaniA). Und in der Tat kann man sich gut vorstellen, dass die richtigen Digitaldesigner den Abyss und seine fantastische Welt als Augenschmaus zum Leben erwecken können. Die passende Story für die jüngere Zielgruppe dazu und schon ist die Sehnsucht nach dem Unbekannten geweckt. Im Manga funktioniert das Konzept dagegen weniger gut. Das liegt weniger an der liebevoll und Grundschul-gerecht gestalteten Handlung und den sympathischen Charakteren, dafür umso mehr an der Optik. Man merkt dem Werk allzu deutlich an, dass es ursprünglich ein Bilderbuch werden sollte. So sind es vor allem die großformatigen Illustrationen und Landschaften, die bestechen, nicht aber die Seiten mit den vielen engen Panels, in die die Dialoge gequetscht sind. Überhaupt wirkt die Gesamtkomposition in schwarz-weiß erheblich weniger ansprechend, als es vollfarbig gewesen wäre. Die Farbseiten am Anfang des Bandes geben einen Hinweis darauf. Da bringt die gelungene deutsche Ausgabe von Altraverse, die den Klappenbroschur als Format vorbildlich nutzt, auch nichts mehr.

Wessen Interesse an „Made in Abyss“ geweckt wurde, sollte vielleicht besser zum Anime greifen.

© Rockita

Made in Abyss: © 2013  Akihito Tsukushi  Takeshobo / Altraverse

 

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Made in Abyss – Staffel 1 Vol. 1

Inhaltsangabe (Covertext)
Das unterirdische Höhlensystem namens Abyss ist der letzte weitgehend unerforschte Ort auf dieser Welt. Niemand weiß wie tief der gigantische Abgrund reicht, der von wundersamen Kreaturen bewohnt wird und wo sich unzählbare mysteriöse Relikte befinden. In der Stadt Ôzu am Rande des Abgrunds, lebt das kleine Mädchen Riko. Sie träumt seit jeher davon in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und als Höhlentaucherin die Geheimnisse des Höhlensystems zu erforschen. Eines Tages trifft sie bei einer Expedition in der obersten Tiefenschicht des Abyss auf einen kleinen Jungen mit mechanischen Armen, der ihr das Leben rettet und sich als Roboter herausstellt. Zusammen begeben sie sich fortan auf eine abenteuerliche Reise, um den sagenumwobenen Mysterien des Höhlensystems auf den Grund zu gehen …

Allgemeine Infos zur DVD/Blu-Ray

Hersteller/Label Universum Anime
03.08.2018
EAN-Code 4061229048101 (DVD), 4061229048118, (Blu-ray)
UVP € 35,99 (DVD), 46,99 (Blu-ray)
Genre Action, Abenteuer
Sprache Deutsch, Japanisch; DD 2.0 (DVD), DTS-HD 2.0 (Blu-ray)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio EuroSync GmbH
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit ca. 159 Min. (DVD), 165 Min. (Blu-ray)
FSK ab 12 Jahren
Verpackung Dgipack, Sonderverpackung
Bonus Japanische Original TV-Spots, Japanische Original-Trailer, Postkartenset, Premieren-Event, Special Booklet (40 Seiten), The Making of MADE IN ABYSS 01

Charaktere

Riko – Linda Fölster


Riko ist ein 12-jähriges Mädchen, welches im Belchero Waisenhaus zur Höhlentaucherin ausgebildet wird. Sie gerät oft in Schwierigkeiten und träumt davon, wie ihre
verstorbene Mutter zu werden, welche vor zehn Jahren im Abyss verschwand. Ihr kostbarster Besitz ist ein sogenannter Sternenkompass, den sie bei einer ihrer Expeditionen fand und verbotenerweise behielt.

 

Reg – Laurine Betz


Reg ist Roboter, der die Form eines menschlichen Jungen hat. Da er keine Erinnerung an seinen eigenen Namen hatte, gab ihm Riko den Namen nach einem Hund, den sie früher besaß. Obwohl er eine Maschine ist, kann er auch normale Nahrung konsumieren. Seine mechanischen Arme sind ausziehbar und können auch einen tödlichen Energiestrahl abfeuern, der sogar Stein schmelzen kann.

Weitere Charaktere

Nat – Rubina Nath
Shiggy – Ilona Otto
Kiyui – Sarah Tusk
Jiruo – Sebastian Schulz
Lyza/Erzählerin – Sonja Spuhl
Belchero – Katharina Lopinski
Habolg – Reinhard Scheunemann
Bellmore – Marco Kröger
Ozen – Heike Schroetter
Zapo – Thomas Kästner
Laffi – Jasmin Arnoldt
Yerme -Philip Süß

Deutsche Bearbeitung
(Synchro & Untertitel)

„Made in Abyss“ wurde von der EuroSync GmbH in Berlin ins Deutsche umgesetzt.

Der Hauptcast und die meisten Nebenrollen wurden von erfahrenen Sprechern besetzt, welche schon in vielen Anime-Produktionen zu hören waren. Die Synchronsprecher liefern in ihren jeweiligen Figuren meines Erachtens eine gute Rolle ab.

Die Untertitel präsentieren sich in weißer Farbe samt schwarzer Umrahmung und überzeugen mit guter Lesbarkeit und passendem Timing.

Verpackung & Bonusmaterial

Die Verpackung besteht aus einem Digipack. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Hauptfiguren, auf der Rückseite eine Inhaltsangabe, sowie technische Details.

Als Bonusmaterial sind Japanische Original TV-Spots und Original-Trailer, ein Postkartenset, ein Video vom Premieren-Event, ein Booklet, sowie ein Making of zum ersten Volume und Trailer zu anderen Universum Anime-Titeln.

Menü

Nach einer Logoeinblendung von Universum Anime und den Verwertungsrechten gelangt man direkt ins Hauptmenü. Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält auf der unteren Seite die einzelnen Menüpunkte. In der Mitte laufen währenddessen Szenen aus der ersten Folge der Serie. Die Untermenüs sind nicht animiert.

Technische Qualität
(Bild & Ton)

Das Bild liegt in anamorphen 16:9 vor und ist sehr gut geworden. Die Farben sind kräftig und scharf.

Der Ton ist auf beiden Spuren in DD 2.0 und DTS-HD 2.0 abgemischt und tadellos.

Bewertung (kompakt)

Verpackung
90%
Menü
90%
Booklet / Goodies 90%
Bonusmaterial
90%
Synchronisation
90%
Untertitel
90%
Bildqualität
90%
Tonqualität
90%

Fazit

„Made in Abyss“ ist eine sehr schöne Umsetzung der gleichnamigen Mangaserie von Akihito Tsukushi.  Der Manga erscheint seit Juni 2018 auf deutsch bei Altraverse.

Die Animationsqualität ist sehr hoch, mit guten Charakterdesigns und märchenhaften Hintergründen. Verbunden mit einem exzellenten Soundtrack aus der Feder des Briten Kevin Penkin, hat man gleich von Anfang an ein sehr starkes Rollenspiel Feeling.

Die Hauptcharaktere sind zwar allesamt Kinder, wirken aber glaubhaft. Rikos Unschuld und Regs Tollpatschigkeit machen stark den Humor der Serie aus. Spannung und Action kommt allerdings ebenfalls nicht zu kurz, denn die Gefahren des Abyss sind unzählig.

100% Kaufempfehlung.

 

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

Made in Abyss: ©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS
© 2018 Universum Film GmbH

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Super Mario Adventures

Name: Super Mario Adventures
Englischer Name: Super Mario Adventures
Originaltitel: Super Mario Adventures Mario no Daiboken
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 1993
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Kentaro Takekuma
Zeichnungen: Charlie Nozawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,00 €

Story:
Prinzessin Peach gibt am Abend eine Feier im Pilz-Königreich, weshalb Mario und Luigi bis dahin die Palastrohre reparieren sollen. Plötzlich sprießen überall weitere Rohre aus dem Boden empor und die Koopas fallen ein, allen voran natürlich ihr König Bowser, der Peach dazu erpresst, ihn zu heiraten, indem er androht, all ihre Untertanen in Stein zu verwandeln. Als er an Mario und einigen Toads ein Exempel statuiert, nimmt Peach wutentbrannt die Verfolgung auf. In der Zwischenzeit wird der zu Stein gewordene Mario eine Woche lang vom Massage-Minister des Pilz-Königreichs durchgeknetet, bis er wieder der Alte ist. Mario und Luigi entdecken kurz darauf ein seltsames Ei, aus dem der grüne Dino Yoshi schlüpft, vor dem sie zunächst Angst haben. Doch schnell erweist er sich als verlässlicher Kampfgefährte und das Trio macht sich auf zum Yoshi-Dorf. Dort lernen sie den freundlichen Floyd kennen, der scheinbar als Einziger die Yoshis versteht und den Brüdern erklärt, dass die Koopas Yoshi mit einem Zauber in dem Ei eingesperrt haben. Da überbringt Toad ihnen eine Hiobsbotschaft: Bowser hat Peach gefangengenommen!

Peach zieht alle Register, um Bowser und den Koopalingen zu entkommen, doch gerade als sie der Freiheit entgegensegelt, schießt sich Mario versehentlich in Bowsers Turm und wird seine Geisel. Um den Koopa-König zu überlisten, tauschen Luigi und Peach ihre Klamotten und Luigi gibt sich für sie aus. Er gibt vor, den Koopalingen eine Pizza zu bestellen, doch in Wirklichkeit ruft er Toad an und Yoshi macht sich, als Pizza-Lieferant getarnt, auf den Weg. Seine Fracht ist jedoch keine Pizza sondern eine bis unter die Zähne mit Bomben bewaffnete Peach! Was als Bluff gedacht war, endet allerdings damit, dass der ganze Turm explodiert und Mario und die anderen durch die Wucht der Explosion hinauskatapultiert werden. Zum Glück sind alle unversehrt und müssen nur noch darauf warten, dass Toad ihnen ein Rettungs-Team schickt. Als es endlich eintrifft, sammelt es aber nur Peach ein, da es sich um eine Falle von Bowser handelt! So nehmen Mario, Luigi und Yoshi abermals die Verfolgung auf, um Prinzessin Peach aus den heiratswilligen Klauen Bowsers zu befreien.

Eigene Meinung:
Nachdem die Manga-Adaptionen der Nintendo-Hits „Pokémon“, „The Legend of Zelda“ und „Splatoon“ bereits Deutschland erobert haben, gönnt Kazé nun endlich auch dem zweifellos bekanntesten aller Nintendo-Charaktere sein wohl verdientes Comic-Debüt: „It’s-a me, Mario!“ Bunt, niedlich und mit viel Humor versetzt der vorliegende Einzelband jeden Fan, der alt genug ist, in die 90er zurück. Mein persönliches Highlight ist das Bonuskapitel „Mario vs. Wario“, welches auf einem meiner Lieblings-Gameboy-Spiele aus der Kindheit basiert: „Super Mario Land 2“. Die Hauptgeschichte hingegen basiert auf keinem bestimmten Videospiel. Wer eine tiefgründige und gehaltvolle Geschichte erwartet, wird hier enttäuscht. Man bekommt eben das Übliche geboten: Peach wird entführt und Mario muss sie retten. Außerdem passen die Dialoge nicht immer zu den Bildern. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, Kazé hätte den Band nicht aus dem Englischen sondern Japanischen übersetzen lassen. Aber kommen wir zu den positiven Aspekten, denn wer wollte nicht schon immer mal sehen, wie Dr. Mario Buu Huus Angst vor Menschen therapiert?

Euch war Peach in den Games immer schon viel zu passiv? Ihr fandet Bowser und Wario einfach nur fies? Ihr wüsstet gerne, was zuerst da war: das Ei oder Yoshi? Dann ist „Super Mario Adventures“ genau das Richtige für euch! In dem Comic ist Peach nämlich erfrischend off-character. Geradezu wild und ungestüm, wie man es eigentlich eher von Daisy erwarten würde, gelingt ihr im Alleingang die Flucht vor Bowser und sie droht sogar damit, alles in die Luft zu sprengen, sollte das tyrannische Reptil Mario nicht freilassen. Doch Kentaro Takekuma schafft es, dass man selbst für die Antagonisten Mitleid empfindet. So ist Bowser unglücklich in die Prinzessin verliebt und sucht doch bloß eine Mutter für seine Kinder und Wario ist zwar der nachtragendste Mensch des Universums, aber dennoch stellt man sich die Frage, wer hier wirklich der Böse ist – Wario oder Mario. Wer sich nach all den Jahrzehnten immer noch gerne „Die Super Mario Bros. Super Show!“ ansieht (die übrigens kürzlich von Pidax komplett auf DVD veröffentlicht wurde) und sich an seichter Unterhaltung erfreuen kann, ist hier goldrichtig! Nostalgie pur!

Super Mario Adventures: © 1993 Kentaro Takekuma, Charlie Nozawa, Shogakukan / KAZÉ

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Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon

Name: Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon
Englischer Name: Naruto – Innocent Heart, Demonic Blood
Originaltitel: Naruto – Shiro no Douji, Keppu no Kijin –
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2002
Deutschland: Carlsen 2008
Autor: Original-Story: Masashi Kishimoto
Story: Masatoshi Kusakabe
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Als in Konohagakure ein grausames neunschwänziges Fuchsungeheuer wütet und viele Menschenleben kostet, wird es vom vierten Hokage unter Einsatz seines Lebens in einem Säugling versiegelt. Dieser Säugling heißt Naruto Uzumaki und wird seine ganze Kindheit hindurch von allen Dorfbewohnern gemieden, da sie in ihm nur das Ungeheuer sehen, das ihre Freunde und Familienmitglieder umgebracht hat. Naruto selbst weiß davon allerdings nichts und spielt immer wieder Streiche, um Aufmerksamkeit zu erregen. Damit geht er vor allem seinem Lehrer Iruka, der ja für ihn die Verantwortung trägt, gehörig auf die Nerven. Bei der Abschlussprüfung der Ninja-Akademie muss jeder einen Bunshin, einen Doppelgänger von sich, erschaffen, ausgerechnet die eine Technik, die Naruto so gar nicht beherrscht! Also kommt es, wie es kommen muss und Iruka lässt Naruto als Einzigen durchfallen.

Mizuki, ein anderer Lehrer an der Akademie, nennt Naruto einen Weg, um Iruka doch noch zu beeindrucken: Er soll eine geheime Schriftrolle mit verbotenen Künsten vom dritten Hokage stehlen. Gesagt, getan. Eifrig übt der naive Junge daraufhin eine der Techniken auf der Schriftrolle ein, bis Iruka ihn schließlich findet und herauskommt, dass Mizuki ihn nur benutzt hat, um an die Schriftrolle zu kommen. Als Mizuki Naruto umbringen will, wird dieser von Iruka beschützt und auf Mizukis schockierende Enthüllung, dass Naruto das Fuchsungeheuer sei, erwidert Iruka, dass Naruto für ihn kein Ungeheuer sondern sein Schüler ist, den er sehr achtet. Von Irukas Worten gerührt, demonstriert Naruto seine neue Kunst: Er erschafft tausend Kagebunshin, sogenannte Schattendoppelgänger, die anders als normale Bunshin real sind und sogar selbständig agieren können. Mit dieser Technik überwältigt Naruto Mizuki und besteht doch noch die Abschlussprüfung. Allerdings soll er künftig ein Team mit dem kühlen Sasuke bilden, den er so gar nicht leiden kann. Aber auch Sakura, für die Naruto schwärmt, wird seine Kameradin und gemeinsam mit ihrem neuen Meister, dem Jo-Nin Kakashi, bilden sie von nun an das Team 7. Einer ihrer Aufträge konfrontiert die drei frisch gebackenen Ninjas schon viel früher mit der harten Realität der Ninja-Welt, als ihnen lieb ist und bringt sie ernsthaft in Lebensgefahr…

Eigene Meinung:
„Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ ist der erste von einer ganzen Reihe von „Naruto“-Romanen. Ehrlich gesagt, habe ich bisher immer einen großen Bogen um das Buch gemacht, weil es sich dabei lediglich um eine Nacherzählung des ersten Story-Arcs der Manga-Reihe bzw. der ersten Staffel des Animes handelt. Konträr zum Klappentext wird die Chu-Nin-Prüfung hier nicht mehr behandelt. Tatsächlich musste ich mich beim Lesen stellenweise etwas durchquälen, da ich ja immer schon genau wusste, was passieren wird, allerdings hat es auch Spaß gemacht, nach all der Zeit noch einmal einen Blick auf die Anfänge des Epos zu werfen, nun wo die Manga-Reihe schon eine Weile abgeschlossen ist. Der Mehrwert gegenüber Manga und Anime besteht darin, dass man tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Naruto und Iruka bekommt. Außerdem bietet der Roman einige Szenen, die im Manga nicht vorkommen, wie z. B. Narutos Begegnung mit Hinata nach Verkündung der Team-Zusammenstellungen und die Versiegelung des Fuchsungeheuers. Letztere ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sich die Beschreibung der Ereignisse nicht wirklich mit dem deckt, was man in späteren Manga-Bänden über die Umstände jener Versiegelung erfährt.

Der Novel taugt nicht als Ersatz für die ersten paar Manga-Bände, da einiges weggelassen wird, wie z. B. Narutos erste Begegnung mit Konohamaru und einige anfängliche Querelen des Teams 7, darunter Narutos und Sasukes unfreiwilliger Kuss. Mit über 280 Seiten ist dieser Roman bisher mit Abstand der dickste und anders als die anderen Light-Novels wartet er mit deutlich mehr Illustrationen von Masashi Kishimoto auf, wobei mich die Auswahl der Artworks aus dem Original-Manga teilweise verwundert hat, da man bedeutsamere Bilder hätte nehmen können. „Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ bietet nicht viel Neues und ist daher alles andere als ein Must-Have. Ich kann diesen Light-Novel eigentlich nur all denen empfehlen, die Lust auf einen Nostalgie-Trip haben. Der allererste Story-Arc von „Naruto“ ist außerordentlich gut, also lohnt es sich, ihn noch einmal zu lesen.

Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon: © 2002 Masashi Kishimoto, Masatoshi Kusakabe, Shueisha / Carlsen

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Demon Mind Game

Name: Demon Mind Game
Englischer Name:
Originaltitel: Demon Mind Game
Herausgebracht: Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: David Füleki
Bände: 1 Band, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In den Behemoth Dungeons regeln strikte Vorgaben das friedliche Nebeneinander von Dämonen und Menschen. Außerhalb der Dungeon-Verliese darf nicht gekämpft werden, aber drin geht es ums Ganze. Menschliche Abenteurer haben die Aussicht auf große Schätze. Scheitern sie aber an den Herausforderungen der Dämonen, verlieren sie alles. Ihr Besitz wird dann von den dämonischen Gastgebern verkauft. Seit 80 Jahren besteht dieser Waffenstillstand nun schon und die Regelungen haben sich für beide Seiten zur fairen und erträglichen Einnahmequelle entwickelt.

Eines Tages tritt der menschliche Abenteurer Kamil auf den Plan – ein begnadeter Schwertkämpfer. In kürzester Zeit bezwingt er mit zwei Kollegen die Besitzer von 14 Verliesen. Grund genug, um Unruhe unter den Besitzern zu schaffen, denn so ein Durchmarsch ist eigentlich nicht vorgesehen. Da wird dem selbsternannten Superkrieger sein Ego zum Verhängnis. In einer Bar fordert Kamil den mächtigsten Dämonen als Gegner zum Duell heraus. Alle Anwesenden sind sich einig – das kann nur Nio sein.

Was niemand weiß: Nio ist in Wahrheit gar kein Dämon, sondern ein penibel verkleideter Mensch. Allerdings ist er kein normaler Mensch, er verfügt über eine besondere Fähigkeit. Schlägt ihm jemand ins Gesicht, fordert derjenige ihn zum „Mind Game“ heraus. Gewinnt Nio dieses Duell im Geist des Herausforderers, darf er sich zur Belohnung eine von dessen Fähigkeiten einverleiben. Viele Talente hat Nio durch die „Mind Games“ schon erhalten. Im Duell mit Kamil kann er sich dessen Schwertkunst schnappen.

Eigentlich sind solche Scharmützel aber nur ein Umweg. Denn Nio hat höhere Ziele: Er will als Mensch den Dämonenkönig bezwingen. Um diesem Vorhaben näher zu kommen, will er unbedingt zur Elitetruppe stoßen. Doch da reinzukommen ist nicht einfach. Zum Glück weichen Nios Freunde ihm nicht von der Seite. Aber was wird passieren, wenn Nios wahre Identität ans Licht kommt.

Eigene Meinung
David Füleki meldet sich mit einem Fantasy-Adventure zurück. Einige Zeit haben die Fans auf Nachschub vom deutschen Manga-Zeichner warten müssen, aber das Warten hat sich gelohnt. Die Story ist spannend ausgearbeitet und professionell gezeichnet. Die Charaktere sind sympathisch gestaltet. Selbst die Randfiguren wurden detailliert und ansprechend geschaffen. Ohne Probleme würde die Serie Aufnahme in ein japanisches Magazin finden.

Dennoch gibt es auch ein weinendes Auge. Das tritt zutage, wenn man David Füleki und seine anderen Werke kennt. Nie war eine Serie von ihm so shonen-like, so handzahm und so sehr Mainstream. Man vermisst unvermittelt abgetrennte Gliedmaßen und markige, politisch unkorrekte Sprüche. Man vermisst Anspielungen an der Grenze zur Urheberrechtsverletzung und unkonventionelle Wendungen. Als dies gab den Werken von David Füleki eine persönliche Note. Die geht nun leider weitestgehend unter, zugunsten einer soliden, massentauglichen und altersgruppenübergreifenden Serie.

© Rockita

Demon Mind Game: © 2017  David Füleki  Tokyopop

 

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Naruto Itachi Shinden

Titel: Naruto Itachi Shinden
Englischer Titel:
Originaltitel: Naruto Itachi Shinden
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Autor: Masahi Kishimoto / Takashi Yano
Illustrator: Masahi Kishimoto
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Der kleine Itachi Uchiha wächst als Sohn des Polizeihauptmanns im Ninja-Dorf Konoha auf. Schon als kleines Kind verfügt er über ausgesprochene Fähigkeiten, in der Schule wird er als größtes Genie in der Geschichte der Ninja-Akademie gefeiert. Da überrascht es niemanden, dass der siebenjährige bereits nach nur einem Jahr seinen Abschluss macht, und noch dazu mit Bestnoten.

Itachis Fähigkeiten, die er bei allen Missionen als Ge-Nin fortan unter Beweis stellt, zieht viele neugierige Blicke auf sich. Auch Danzo Shimura, Chef der Anbu-Sondereinheit „Ne“ wird auf das junge Ausnahmetalent aufmerksam. Schön früh erwägt der ehrgezige Veteran, Itachi für seine Zwecke zu nutzen. Beim Dorfvorsteher Hokage erwirkt er, dass der Junge bereits mit elf Jahren Chu-Nin und Mitglied der Anbu werden kann.

Aber auch der Uchiha-Clan, Itachis eigene Familie, sieht das Potenzial in ihm – und eine Möglichkeit, durch ihn die Schmach zu tilgen, der die Uchiha seit langem durch die Dorfleitung ausgesetzt sind. Dabei will Itachi selbst doch seit frühester Kindheit nur eines: Frieden….

Eigene Meinung
Die Roman-Reihe „Itachi Shinden“ beleuchtet die Ereignisse im Vorfeld der „Naruto“-Manga-Serie aus Sicht von Sasuke Uchihas großem Bruder. Der Titel „Itachi Shinden“ ist dabei Programm, denn im deutschen würde man etwa „Itachi – Die wahre Geschichte“ sagen, wobei das letzte Schriftzeichen auch für „Biografie“ oder „Legende“ stehen kann. In zwei Bänden wird Itachis Aufstieg zum schon in jungen Jahren gefeierten Genie beschrieben, dem der Absturz zum Verräter und der Beitritt zur Gemeinorganisation „Akatsuki“ folgen. In Japan mag man es bildlich, deswegen trägt der erste Band der Reihe den Titel „Buch des strahlenden Lichts“, das zweite „Buch der finsteren Nacht“.

Das Format der Light Novel bietet leicht zu lesende Jugendliteratur. Inhaltlich dürften Kenner des „Naruto“-Manga kaum überrascht werden, handelt es sich doch lediglich um eine Nacherzählung von Itachis Leben, das zu großen Teilen auch schon in Rückblenden im Manga vorkam. Der Roman ist aber spannend sogar etwas philosophisch geschrieben. Die deutsche Übersetzung schafft es, die Stimmung der Manga-Bilder in Worten gut zum Ausdruck zu bringen, Hinsichtlich der Begrifflichkeiten orientiert sie sich allerdings nicht am deutschen Manga, sondern am japanischen Original-Roman, sodass es zu leichten Unterschieden kommt (Stirnschutz statt Stirnband).

Nicht nur für Fans von Itachi Uchiha bietet die Romanreihe eine gute Ergänzung zur Hauptserie.

© Rockita

Naruto Itachi Shinden: © 2015  Masashi Kishimoto / Takashi Yano  Shueisha / Carlsen

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