Vorverkauf der Animuc 2017

animuc-logoDas neue Conjahr 2017 startet in wenigen Monaten. Vom 21. bis 23. April wird im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck bei München die Animuc stattfinden.

Die erste Vorverkaufsphase läuft vom 02.10. bis 30.11.2016. In diesem Zeitraum könnt ihr die Dauerkarte zum reduzierten Preis von 33,00 € erwerben.

Quelle: animuc.de

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AniMUC 2016

Im kleinen idyllischen und ruhigen Städtchen Fürstenfeldbruck bei München in Bayern hielten vom 01.04. – 03.04.2016 wieder unzählige Cosplayer, Manga- und Japan-Fans im Veranstaltungsforum Einzug. Insgesamt 7.000 Besucher konnte die AniMUC über die drei Tage verzeichnen – neuer Rekord.

Dieses Jahr waren die Eintrittskarten Samstag und Sonntag zum ersten Mal restlos ausverkauft – kein Wunder, bei dem sonnigen Frühlingswetter und der tollen Location.

Unser Team von PummelDex war am Sonntag vor Ort, um vom Finale der AniMUC berichten zu können.

Tolle Showgruppen, interessante Workshops und faszinierende Ehrengäste verzauberten am Sonntag die Besucher. Da fiel die Auswahl nicht einfach, denn wie auch in den Jahren zuvor, fanden viele Programmpunkte parallel statt.

Im großen Stadtsaal konnten Showgruppen wie „Tsuki no Senshi“, die in der Szene bereits kleine Berühmtheiten sind, mit ihrem Musical zum Yaoi-Manga „You’re my Loveprize in Viewfinder“ von Ayano Yamane das Publikum begeistern.

Parallel zu „Tsuki no Senshi“ fand im Seminarraum ein Vortrag zur vielseitigen Großstadt Osaka statt. Hier konnten sich die Zuhörer kulturell weiterbilden oder etwas für die nächste Japanreise dazulernen. Die Präsentatorin „Akabeko“ war selber im Rahmen ihres Japanologie-Studiums in Osaka und verliebte sich in diese atemberaubende Stadt. Aus erster Hand berichtete sie von Osakas Hotspots zum Einkaufen oder den berühmtesten japanischen Speisen, die ihren Ursprung in Osaka hatten. Besonders berühmt ist Osaka für seine Tintenfischbällchen, namens „Takoyaki“, die von der Stadt auch oftmals als Maskottchen genutzt werden. So berichtete Akabeko davon, dass die Bewohner in Osaka als überaus fleißig und geschäftstüchtig gelten würden und daher die Erfinder der schnellen Speisen, wie „Cup-Noodeln“, „Running Sushi“ oder eben „Takoyaki“ waren. Für eine Reise nach Japan ist Osaka jedenfalls ein guter Mittelpunkt um alle bekannten Sehenswürdigkeiten des Landes zu besuchen.

Wer sich allerdings vor allem für Manga und Anime aus dem Land der aufgehenden Sonne interessiert, der konnte sich am Sonntag den Vorentscheid der „Deutschen Cosplay Meisterschaft“ (DCM) angucken. Aus 17 Teilnehmern im Einzel- und Paarcosplay konnten sich folgende Gewinner für das Finale der „DCM“ bei der Frankfurter Buchmesse qualifizieren:

1. Platz (Einzel): René E. als Bolin aus „Avatar“
2. Platz (Einzel): Ilona A. als Chrono aus „Chrno Crusade“
1. Platz (Paar): Claudi H. und Anna M. als Sasha Braus und Keith Shadis aus „Shingeki no Kyoujin“
2. Platz (Paar): Jessica L. und Nicole L. als Miltia Malachite und Melanie Malachita aus „RWBY“

Wenn man aufgrund der gigantischen Schlange, die sich vorm Eingang zur Halle reihte, aber keinen der begehrten Zuschauerplätze ergattern konnte, um beim Vorentscheid der „DCM“ die liebevoll gestalteten Cosplays live zu sehen, der musste nicht völlig enttäuscht sein. Auf dem wunderschönen parkähnlichen Gelände, auf dem die AniMUC jedes Jahr stattfindet, konnte man nämlich den ganzen Tag viele tolle Cosplayer bewundern.

Und letztendlich gab es im großzügigen Händlerraum auch genug Möglichkeiten, detaillierte Figuren, authentische Kostüme oder auch prächtige Zeichnungen zu erwerben. Im Bring&Buy-Bereich hat so mancher Besucher der AniMUC ein tolles Schnäppchen machen können. Nebenan im Doujinshi-Bereich im Obergeschoß des Händlerraums stachen insbesondere „Diebbie Illustration“, mit ihren süßen kleinen Fuchsstickern, und „Arisette“, mit ihren lieblichen Aquarellzeichnungen, aus der Masse heraus.

Letztendlich war die AniMUC wieder ein voller Erfolg. Zu Recht ist die AniMUC wohl die erfolgreichste Convention im süddeutschen Raum und einer der schönsten Conventions in ganz Deutschland.


~ Kurz-Infos zur Convention~
Veranstaltungsort: Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Tageskarte Freitag: 13 Euro
Tageskarte Samstag: 21 Euro
Tageskarte Sonntag: 13 Euro
Termin: 01.04. – 03.04.2016
Öffnungszeiten: 10.00 -18.00 Uhr

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Deutsche Cosplaymeisterschaft 2016: Vorentscheide Animuc und Anime Marathon

Deutsche Cosplay Meisterschaft LogoIn diesem Jahr fanden schon zwei Vorentscheide für die Deutsche Cosplaymeisterschaft statt.

Der erste Vorentscheid wurde in Königslutter auf dem Anime Marathon ausgetragen. Folgende Teilnehmer konnten sich für das Finale in Frankfurt qualifizieren:

1. Platz (Einzel):
Valerie A. als Mitsuki Koyama aus „Fullmoon wo sagashite“
1. Platz (Paar):
Nicole M. und Aylin S. als Doremi und Sophie aus „Doremi“

Am letzten Wochenende fand in Fürstenfeldbruck auf der Animuc der zweite Vorentscheid statt:

1. Platz (Einzel):
René E. als Bolin aus „Avatar“
1. Platz (Paar):
Claudia H. und Anna M. als Sasha Braus und Keith Shadis aus „Shingeki no Kyoujin“
2. Platz (Einzel):
Ilona A. als Chrno aus „Chrno Crusade“
2. Platz (Paar):
Jessica L. und Nicole L. als Miltia Malachite und Melanie Malachite aus „RWBY“

Der nächste Vorentscheid findet auf der Dokomi in Düsseldorf am 30.04.2016 statt.

Quelle: DCM

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AniMUC 2013 – Teil 4

Konzert
Bevor der Höhepunkt des samstäglichen Hauptsaal-Programms steigen konnte hieß es erst mal „alles raus hier“. Diese strategisch unglückliche Vorgehensweise hatte zur Folge, dass im Foyer vor den Türen des Saals ein derartiger Andrang entstand, dass der komplette Fußverkehr zum Erliegen kam. Als dann kurz nach 19 Uhr wieder Einlass war musste manch einer fürchten von der Menschenmenge erdrückt zu werden. Der Saal war erstmals an diesem Con-Wochenende wirklich gerammelt voll.

Yûji Nunokawa vom Studio Pierrot übernahm die Eröffnungsrede und kündigte die auftretenden Musiker an. Es spielte am Piano Kunihiko Ryô, ein begnadeter Meister der weißen und schwarzen Tasten. Er komponiert Soundtracks für Film, Fernsehen, Animes und Computerspiele. Die bezaubernde Reiko Tsuchiya lieferte dem Publikum hinreißende Violinenklänge. Die erfolgreiche Künstlerin lieferte, neben anderen Erfolgen, auch die Musik zu diversen Animes und RPG-Videospielen. Dritter im Bunde: Der Mann an den Drums, Wataru Yamada. Er startete seine Karriere 1987 und brachte es bis heute auf drei Solo-Alben. Er zählt zu den berühmtesten Schlagzeugern Japans. Und dann gab es noch einen Überraschungsgast aus der inneren Mongolei! Er begleitete das Trio auf seiner zweisaitigen Pferdekopfgeige, welche einen wunderbar wehleidigen Ton erzeugte. Zusammen performten die vier derart gut, als wären sie schon immer ein eingespieltes Quartett gewesen.

Zu hören gab es herrliche Stücke aus den Animes „Emma“ und „12 Kingdoms“. Besonders schön waren die Werke zu dem erst im kommenden September erscheinenden Online-Spiel „Asta, The War of Tears and Winds“. Auch „Echoes“, der von Kunihiko Ryô komponierte Werbesong der koreanischen Firma Samsung, wusste zu gefallen. Die Stücke wurden stets von stimmungsvollen Videosequenzen begleitet. Immer wieder gab es frenetischen Beifall für die Darbietungen und den Künstlern machte es sichtlich Spaß, das Animuc-Publikum zu unterhalten. Einziger Wermutstropfen war leider wieder die Technik. Die Soundanlage des Saales erreichte schnell ihre Grenzen und ließ die live bespielten Instrumente zuweilen wie Konservenaufnahmen klingen. Ein Steinway-Flügel und ein Schlagzeug sollten eigentlich auch ohne Verstärkerelektronik auskommen – lediglich die elektrischen Violineninstrumente von Reiko Tsuchiya wären wohl darauf angewiesen gewesen.

Sonntag

Ongaku no kara
Bevor es los geht eine Frage: Der zweite Programmteil der Gruppe wurde im Flyer mit „Lagerfeuermusik“ beschrieben. Aber hat man denn wirklich schon mal eine komplette Band mit allem drum und dran am Lagerfeuer gesehen? 😉
Das neue Programm setzt unterhaltungstechnisch jedenfalls genau da an, wo das alte aufgehört hatte: Auf hohem Niveau. Mit Songs aus „Nana“, „Lady Oscar“ und „Bubblegum Crisis“ traf die Band wieder genau den Geschmack des Publikums. Es folgten Stücke aus „Sissi“, „The Hunger Games“ und „Monster Rancher“. Um das universelle Problem des Älterwerdens kommen Ongaku no Kara jedoch trotz ihres frischen Auftritts nicht herum. Mit der Eigenkomposition „Wir sind Showgruppenrentner“ nahmen sie dieses durchaus heikle Thema auf, … und bedachten die im Saal sitzenden Tsuki no Senshis mit einem Augenzwinkern.

Yaten überzeugte mit einem bemerkenswerten Solo zum Stück „Wintersleep“ aus „Nana“. Zum Ende gab es noch etwas Lehrreiches: Der im 17. Jahrhundert von Pachelbel komponierte und nach ihm benannte Kanon in D wurde als solcher von der Gruppe „entlarvt“: In vielen populären Songs kommt dieser Kanon, diese spezielle Akkordreihenfolge, immer wieder vor. Dieser Kniff der Pop-Musik wurde deutlich in einem Medley, welches unter anderem „Sailor Moon“, „Neon Genesis Evangelion“, „X 1999“ und „One Piece“ enthielt.

Ohne Zugabe ging die Band natürlich nicht ab. Kim offenbarte in einem Song ihre Liebe zu Prinzessin Peach. Der endgültige Rausschmeißer war letztlich „Pippi Langstrumpf“.
Wer jetzt noch auftreten sollte, hatte es verständlicherweise sehr schwer. ^^

Serenata
Die aus Berlin angereiste Showgruppe trat auf mit ihrem Stück zu „Ouran Highschool Hostclub“. Aus dem Pöbel tauchen beim elitären Hostclub neue Gestalten auf und schon geht das turbulente Liebeskarussel „Wer mit wem?“ wieder los.

Mit ausgezeichnet interpretierten und zum Teil umgeschriebenen Songs aus bekannten Filmen wie „Aristocats“, „Das Dschungelbuch“ und „Der Zauberer von OZ“ konnten Serenata überzeugen. Allein das Timing kann noch verbessert werden, denn gegen Ende zog sich das Stück etwas in die Länge. Eine gute Bühnenperformance, die vor allem durch originalgetreu in Szene gesetzte Charaktere gefiel.

Flying Sushi Theatre
Das war ja mal ein Hammer! Die österreichische Gruppe zeigte allen anderen kurzerhand, wo der Hammer hängt. Oder vielmehr, worauf es bei einem Comedy-Bühnenstück wirklich ankommt. Der eingesetzte Humor funktionierte brillant und ohne Ausnahme über die ganze Show hinweg.

Vor nahezu vollem Saal zeigte das Flying Sushi Theatre, dass es nicht unmöglich ist die Welten von „Harry Potter“ und „Naruto“ zu vereinen. Ihr Stück war einfach ein Brüller! Hut ab vor dieser ausgezeichneten Leistung! Das neue Projekt der Comedy-Talente steht auch schon fest; als nächstes kommt „Fairy Tail, der Kampf um Troja“

Vorentscheid Deutsche Cosplaymeisterschaft
Die Deutsche Cosplay Meisterschaft 2013 startete auf der AniMUC. In jedem der noch in diesem Jahr folgenden Vorentscheide werden die Champions bestimmt, welche beim großen Finale auf der Frankfurter Buchmesse um den Hauptpreis, eine Reise nach Japan, antreten werden.
2013 findet die Meisterschaft dabei als Einzel-Cosplaywettbewerb statt.

Moderiert wurde die Show von Max. Leider traf der Technikfluch auch den DCM-Vorentscheid. Die Startnummer 1, Christina M., musste dreimal ansetzen, bis die Musik endlich passte. Ausgerechnet dieses arme Mädel war schon einmal von einer ganz ähnlichen Pleite heimgesucht worden. Dennoch ließ sie sich davon nicht entmutigen und legte schließlich einen siegreichen Auftritt auf die Bühne.

Seltsamerweise finden sich auch noch bei großen Wettbewerben wie etwa der DCM Auftritte, welche einen miesen Playback-Sound haben. So etwas sollte doch eigentlich nicht mehr passieren.
In der bekannten, lobenswerten DCM-Manier wurden bereits vor dem Auftritt der Teilnehmer deren Kostüme bewertet. Das spart Zeit und ermöglicht einen unterbrechungsfreien Ablauf. Warum machen das nicht alle so?

Angelic Harmony
Vor einem äußerst spärlichen Publikum bemühten sich im Anschluss die Sängerinnen und Tänzerinnen von Angelic Harmony um ihr Bestes. Als letzter Showact hatten sie am Sonntag einen sehr undankbaren Startplatz bekommen.

Sie sangen Stücke aus „One Piece“, „Der König der Löwen“, „Der Zauberer von OZ“, „Detektiv Conan“, „Les miserables“, „Die drei Musketiere“, „Elisabeth“ und „Grease“. Nicht alle Töne trafen ganz ins Schwarze, dennoch bedachten ihre Fans sie mit viel Applaus.

Abschlussveranstaltung
Zum Ende hin wurde es im Saal noch mal richtig voll. Immerhin sollten ja noch ein paar Sieger gekürt werden. Den Anfang machte der AMV-Wettbewerb, gefolgt vom Anime-Quiz. Und dann war es so weit: Die Champions für den DCM standen fest. Stattliche 16 Teilnehmer hatte es auf der Animuc gegeben. Entsprechend dem DCM-Reglement kamen ganze fünf davon weiter und werden in Frankfurt auf der Buchmesse um den Titel kämpfen.

1. Platz: Stephanie W. als Aurora aus „Dornröschen“
2. Platz: Anna Sch. als Tomoe Mami aus „Mahou Shoujo Madoka Magica“
3. Platz: Nadine B. als Dragon Kid aus „Tiger & Bunny“
4. Platz: Larissa P. als Fonmeister Ion aus „Tales of the Abyss“
5. Platz: Christina M. als Gwendolyn aus „Odin Sphere“

Für die Sieger gab es jeweils noch eine reichhaltig gefüllte Siegertüte.

Tja, und damit war die Chose auch schon wieder gelaufen. Abspann, Licht an… Die Con ist vorbei!

Fazit
Es waren drei gut gefüllte Conventiontage in Fürstenfeldbruck. Ob es insgesamt ein Erfolg war? Die Antwort auf diese Frage kann nur ein „Ja“ sein, wenn auch gefolgt von einem „aber“. Eine Drei-Tages-Con hat immer ihre Probleme mit den Startschwierigkeiten. An einem normalen Freitag können eben ab 16 Uhr noch nicht sonderlich viele Besucher anwesend sein. Dies geht zwangsläufig zulasten der ersten Showacts um diese undankbare Uhrzeit. Andererseits ist dies wahrlich kein Animuc-spezifisches Problem, sondern trifft auf alle Cons zu, die an einem gewöhnlichen Freitag starten. Immerhin empfiehlt sich dieser zusätzliche Tag regelrecht dazu, das Gelände erst einmal zu sondieren. Wo gibt es was? Wer ist alles da?

Technik
Ein sehr unangenehmes Thema der diesjährigen Animuc. Anfangs hätte man noch glauben können, dass es ein oder zwei Showacts einfach nicht so mit der Technik haben. Als dann aber beinahe alle Bühnen-Performances unter Ausfällen unterschiedlichster Art zu leiden hatten war klar, dass hier der Wurm im System stecken musste.

Derart gravierend ist noch bei keiner vergleichbaren Convention die Technik unangenehm aufgefallen. Wie uns zugetragen wurde, ging es im Technikraum des Hauptsaales bisweilen sehr unkoordiniert und sogar desinteressiert zu. So etwas darf es einfach nicht geben, denn es ist schlichtweg respektlos und unfair gegenüber den auftretenden Künstlern und ihrem Publikum.

Die nächste AniMUC findet im kommenden Jahr am letzten April-Wochenende, also vom 25. bis zum 27. April 2014, statt.

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AniMUC 2013 – Teil 3

Samstag
Es ist immer noch nasskalt in Fürstenfeldbruck. Nichtsdestotrotz tummeln sich im Inneren des Veranstaltungsgeländes bereits die ersten Besucher.

Bevor dem gemeinen Fußvolk Einlass in den Saal gewährt wurde, hatte ich Gelegenheit ein paar nette Worte mit einer überaus überzeugenden Cosplayerin zu führen. Sie, unübersehbar Cosplay-Profi durch und durch, plauderte ein wenig aus ihrem Con-Leben, welches bereits 2001 begonnen hatte. In diesem Gespräch wurde sehr deutlich, dass sich die Szene stets im Wandel befindet. Heute seien wir auf einem hohen qualitativen Level was Kostüme und Show angehen. Sie ließ keinen Zweifel daran, was sie von zu 100% von der Stange gekauften Cosplays hält. So etwas habe mehr mit Fasching zu tun als mit gelebtem Cosplay. Generell freut sie sich über die allgemeine Entwicklung und darüber, dass es auf jeder Con immer wieder neue Dinge und neue Leute zu entdecken gibt. Kritisch sah sie die fragwürdige Entwicklung auf animexx und anderen Communities, in denen es Gestalten gibt, die offenbar nur noch in der Anime- und Mangawelt leben und sich mittels Fake-Accounts selbst loben, womit sie letztlich sich und alle anderen belügen.
Wir hätten dieses sehr anregende Gespräch sicher noch lange fortsetzen können, doch da kam uns die Öffnung des Saales dazwischen! 😉

Hime no tsubasa
Etwas nach 10 Uhr startete das Programm im Stadtsaal mit der Gruppe Hime no tsubasa. Vor nur recht knapp bemessenem Publikum führte die Gruppe ihr Stück „Das wandelnde Schloss“ auf. Sehr gekonnt setzten sie einen Wechsel zwischen Bühnenauftritt und Videosequenzen ein. Es bedarf auch einiger Souveränität, mit technischen Ausfällen umgehen zu können. Stumme Mikros, fehlendes Licht und Off-Stimmen konnten die Gruppe nicht aus der Ruhe bringen.
Eine sehr unterhaltsame Show mit wohldurchdachtem Spielablauf und der dazu passenden Story. Leider war der Auftritt auf der Animuc der Einzige in diesem Con-Jahr. Aber: Kein Grund entmutigt zu sein! Das neue Stück steht bereits fest!

Mitsuki
Die schweizerische Sängerin überzeugte wieder durch einen grandiosen Auftritt – auch wenn man sich zwangsläufig fragen musste: Friert das Vögelchen nicht? Und ja, definitiv war’s ihr nicht gerade behaglich warm auf der Bühne. Umso mehr heizte sie ihrem, leider recht dünn besetzten, Publikum ein. Neben einigen recht aktuellen (und leider weniger bekannten) Songs interpretierte sie auch Stücke aus „Fushigi Yuugi“ und sang eine selbst angefertigte deutsche Übersetzung eines Anime-Titels von „Detektiv Conan“. Der Sound der Playback-Musik war durchweg gut, nur leider plärrten die Lautsprecher bei der Wiedergabe des Gesangs ein wenig. Mitsuki schaffte es sogar, zwei Spontantänzer aus dem Publikum zu rekrutieren.

Pleiten, Pech und Project AT
Dieses Mal war die Gruppe einfach nicht mit dem nötigen Technikglück gesegnet. Tote Mikros, „Blacks“ die auf sich warten lassen und dann der Super-Gau: Der PC, welcher am Projektor angeschlossen ist, muss während des Programms neu gestartet werden.

Der Hauptsaal wollte auch bei Project AT nicht richtig voll werden. Eigentlich echt schade, denn abgesehen von den technischen Patzern war es ein sehr stimmungsvoller Auftritt. Die „Fire Emblem“-Story um Micaiah, die in ihrer Phantasiewelt lebt und plötzlich ungewollt ihre ungeliebte Adoptivschwester Lucia in die Hände des Koboldkönigs treibt, wurde von der Gruppe interessant erzählt. Wir hoffen, dass Project AT das nächste Mal mehr Glück mit der Technik hat.

Monogatari
Bedingt durch die technischen Probleme bei Project AT startete Monogatari zwanzig Minuten später als geplant. Nun aber wurde der Saal endlich mal so gut besucht, dass man schon von „voll“ sprechen konnte.

Romeo x Juliet, die wohl bekannte Geschichte in der abgewandelten Anime-Form, wurde von Monogatari mit viel Liebe zum Detail nacherzählt. Tolle Kostüme, brillante Videosequenzen und ein ausgewogenes Tempo sorgten dafür, dass es am Ende sogar Standing Ovations gab. Ein paar Mal hatten auch bei Monogatari vereinzelte Mikros keine Lust.
Allerdings kam dadurch die Show nicht ins Stocken. Einfach ein toller Auftritt.

Aus dem Conheft der AniMUC: Doch die neue Liebe von Romeo und Juliet lässt sie den gegenseitigen Hass der beiden Häuser vergessen. Sie möchten ein Leben zu zweit führen. Ein Schicksalsschlag droht ihren Traum zu zerstören, als Neo Verona zerbricht und der Baum Escalus, der das Leben ermöglicht, die Opferung von Juliet benötigt.

Ongaku no Kara
Bühne frei für ein neues Showprogramm mit einer angeschlagenen Yaten. Doch die ließ sich durch einen Treppenabsturz nicht aufhalten. Kurzerhand blieb sie einfach zwischen einzelnen Szenen auf der Bühne sitzen – was soll’s?

Ongaku no Kara starteten ihr neues Programm, welches wie gehabt in zwei separaten Auftritten stattfindet. Am Samstag gab es zu tollen neuen Begleitvideos ordentlich was auf die Ohren. Songs wie ”Gravitation”, “No, thanks!” und ”Magia” sorgten für wahrlich begeisterte Stimmung.

Yukiyas Solo-Musical – er war der einzige Darsteller – behandelte, mal wieder, ein viel zu wenig thematisiertes Problem: Warum gewinnen die Sailor-Senshis eigentlich immer? Auch das kulturkritische Thema des klassischen Unterschieds zwischen US-Heroes und japanischen Magical Girls wurde stimmgewaltig behandelt. Auch Ongaku no Kara hatten mit Mikroproblemen zu kämpfen. Na ja, bei Remmel ist dieses Ding ja ohnehin nur ein nettes Accessoire! 😉 Sie kann auch ohne!

Neben neuen Darbietungen, wie beispielsweise einem Stück zu „Die Schöne und das Biest“ wurden auch wieder bekannte Publikumslieblinge wie „Ich will zurück nach Disneyland“ dargeboten. Da versteht sich von selbst, dass es nicht ohne Zugabe ging. Obendrauf gab’s am Schluss das heißbegehrte, selbstgestrickte Meisterstück zur erzählerischen Sinnlosigkeit von „Kingdom Hearts“.

Tsuki no Senshi
15 Jahre! In diesem Jahr gibt es TnS jetzt schon seit stolzen eineinhalb Dekaden. Den Titel der „Ältesten Anime-/Manga-Showgruppe Europas“ nimmt ihnen wohl keiner mehr weg. Am Start waren die Tsukis mit ihrem Stück zu „Trinity Blood“.

Aus dem Conheft der AniMUC: Der junge Pater Abel Nightroad agiert im vatikanischen Untergrund-Orden AX, der unter der Leitung der Schwester des Papstes versucht, Frieden herzustellen. Doch Abel trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als Geheimwaffe der Kirche kämpft er selbst als Vampir gegen den Rosenkreuz-Orden der Vampire, an dessen Spitze sein Bruder Cain steht.

Da die MUC 2013 leider auch die „Con mit den toten Mikros“ genannt werden könnte, hatten auch die Tsukis nicht so richtig Glück damit. Allerdings hat man es bei ihnen durchweg mit Profis zu tun, so dass solche Situationen nicht in peinlichen Schlappen enden. Wundervolle Kostüme, eine gute Choreographie und ein stimmiger Ablauf sorgten wieder für Kurzweiligkeit. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt aber: Das Timing zwischen „Szenen-Ende“ und „Musik-Ende“ wurde nicht immer ganz einwandfrei getroffen. Na, so blieb immerhin mehr Zeit die tollen Kostüme zu bewundern! 😉

Dann plötzlich: Crossover zwischen den Showgruppen! Auf einmal stand Kim von Ongaku no Kara auf der Bühne und übernahm eine Nebenrolle. Überraschung gelungen, das Publikum hat es gefreut!

Zum letzten Mal wird „Trinity Blood“ auf der Animagic in Bonn zu sehen sein. Dann beginnt für TnS die neue Saison mit „Axis Powers, Hetalia!“

Weiter geht’s mit dem Programm von Sonntag

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AniMUC 2013 – Teil 2

Freitag, Beginn laut Plan um 16:00 Uhr

Erstmalig in der Geschichte der Animuc startete bereits am Freitag das reichhaltige Programm. Drei Tage Convention in Fürstenfeldbruck gab es zu erleben!

Einlass war pünktlich um 16 Uhr. Im großen Hauptsaal war noch reichlich Platz, ein großer Ansturm blieb aus. Vermutlich dem allgemeinen nasskalten Sauwetter geschuldet ging es insgesamt nicht sonderlich gedrängt zu. Gesittet, aber keinesfalls ruhig füllten sich die Sitzplätze. Die Erwartungen an die fünfte Animuc waren groß.

Pokéwalker
Die noch sehr frisch im Showgeschäft befindliche Gruppe war die erste Attraktion auf der Bühne des Stadtsaales. Ein besonderes Merkmal war ihr qualitativ hochwertiges Playback zum Cosplayauftritt. Klarer Sound ist leider noch keine Selbstverständlichkeit. Da nehmen die Pokéwalker sicherlich eine positive Vorreiterrolle ein.

Ihre Geschichte um Togepi, welches sich im Wald verirrt hat und dort auf alle möglichen und unmöglichen Pokémon trifft, wird sehr witzig und mit dem nötigen Gespür für Geschwindigkeit erzählt. Gewürzt wird das Ganze noch mit bekannten, manchmal den Umständen angepassten, Songs aus der Disney-Welt. „Hakuna Matata“, „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und Lieder aus Arielle oder Der König der Löwen können so durchaus auch in eine Poké-Story passen.

Die Gruppe präsentierte sich in schönen Kostümen und mit einer netten Kulisse, welche sehr einfallsreich – während eines Gesangsauftrittes der Protagonisten, der durch das Publikum führte – komplett gewechselt wurde. Technik, Kostüme und Storytelling, alles passte. Wenn jetzt noch das Timing mit den Playbackstimmen perfektioniert wird, haben sich die Pokéwalker recht schnell auf ein hohes Auftrittsniveau gebracht. Bravo!

Cosplaywettbewerb
Mit 20 Minuten Verspätung begann der Cosplaywettbewerb der 2013er Animuc. Die Moderation wurde von Nuri übernommen. Leider gab es nur magere fünf Startnummern. Dahinter allerdings verbargen sich Cosplayer, die es in sich hatten!

 

Startnummer Name Charakter und Serie
1 Mooni und Kitty Saiyagirl und Saiyaman aus „Dragonball Z“
2 Vince Will of Abyss aus „Pandora Hearts“
3 Dea Erza Scarlet aus „Fairy Tail“
4 Solid Enigma, Cita und Clasherrlloys Yangus, Stier Lady und Held aus „Dragon Quest“ und eigene Serie
5 Barthy, Kassna und Shizuno Garrett Hawke, Isabela und Morrigan aus „Dragon Age“
6 Hexeverzaubert Rapunzel aus „Rapunzel – neu verföhnt“

Eröffnung
Die eigentliche Eröffnungsfeier begann pünktlich um 18 Uhr. Reichlich unspektakulär und recht monoton stellten Ani und WolfE die auf der Animuc vertretenen Gäste, Showgruppen, Händler und Workshopangebote vor. Äußerst unterhaltsam war der kurze Vorstellungsauftritt vom Flying Sushi Theatre. In nur ein paar Minuten schafften es die Österreicher, das Publikum vollends auf ihre Seite zu ziehen. Comedy ist gut, aber handwerklich perfekt eingesetzte Comedy ist besser! Das haben die einfach drauf!

Hime no Tsubasa und Vapid Superior traten ebenfalls mit einem kurzen Vorstellungs-Akt auf. Die Showacts Mitsuki, Tsuki no Senshi, Monogatari und Project AT meldeten sich per Videobotschaft an. Dazwischen: Max Improving, die – angeblich frei improvisierend – ein reichlich beschämendes und entwaffnendes Handytelefonat mit ihrer Mutter führen musste. Sie hatte halt einfach Angst, dass sie im „Klosplay“-Kostüm verhauen werden könnte und sie war besorgt, dass Max (mal wieder?) ohne frische Unterwäsche unterwegs sei…?

Ehrengäste. Jede Con, die etwas auf sich hält, hat Ehrengäste. Wenn es ganz exklusiv sein soll, kommen diese aus Japan. So nun auch erstmalig auf der Animuc! Yûji Nunokawa vom Studio Pierrot stellte sich kurz vor und verwies auf seine Termine, eine Panel-Veranstaltung mit anschließender Autogrammstunde, am Samstag. Danach stellte sich Kunihiko Ryô vor, indem er mächtig in die Tasten des Steinway-Flügels griff. Begleitet von einer mongolischen Pferdekopfgeige spielte er ein Stück aus Die 12 Königreiche.

Später am Abend folgte der Auftritt des Showacts Vapid Superior. Leider waren wir hier nicht mehr zur Berichterstattung anwesend.
Liebe Showgruppe und liebe Fans, seht es uns bitte nach, dass auch wir nur Menschen sind und nach einem „normalen“ Arbeitstag PLUS vierstündiger Anfahrt nach FFB abends absolut K.O. waren!

Weiter geht’s mit dem Programm von Samstag

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AniMUC 2013 – Teil 1

Vom 19. bis 21. April fand im Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck bei München zum fünften Mal die Animuc statt. Dieses Jahr wurde die Convention, die zur Feier des Anlasses mehrere Ehrengäste aus Japan eingeladen hatte, zum ersten Mal an drei Tagen veranstaltet und stand unter dem Motto „Märchen“. Doch das Wetter an diesem Wochenende war leider alles andere als märchenhaft. Über Fürstenfeldbruck hingen fast das ganze Wochenende nicht enden wollende Regenwolken…

Um das Warten auf die kurzen regenfreien Zeiten sinnvoll zu überbrücken, gab es neben dem Händlerbereich natürlich auch wieder einen Gamesroom, in dem zuweilen Wettbewerbe ausgetragen wurden. Daneben fand im Stadtsaal ein umfangreiches Bühnenprogramm statt, während im Säulensaal einige Filmvorführungen und Wettbewerbe abgehalten wurden. Außerdem wurden in den insgesamt fünf Seminarräumen einige interessante Workshops angeboten, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein dürfte. Gerade Cosplayer konnten hier nicht über mangelnde Abwechslung klagen und sich unter anderem im Corsagen Nähen, Make-Up oder Perücken Stylen üben, aber auch Ideen zum Einsatz von „Fake Boobs“ und dem Überziehen von Schuhen für ausgefallenere Kostüme sammeln. Für Waffen und Rüstungen, wie sich bei vielen Kostümen vonnöten sind, gab es ebenfalls einen eigenen Workshop. Und damit die in liebevoller Kleinarbeit entstandenen Werke auch in dauerhafter Erinnerung bleiben, hielt Wana je einen Workshop zu aufwändigen Cosplayshootings und den generellen Tricks der Cosplayfotografie ab. Dabei gab es nicht nur Hinweise zu Bildkomposition, Motivideen und Verhaltsregeln in Richtung der immer zahlreicher werdenden Fotografen, sondern auch Vorschläge zum Posing an die Cosplayer selbst. Die konnten sich auch im Workshop „Performance on Stage“ gleich für einen Auftritt auf der großen Bühne rüsten, z.B. anlässlich der DCM.

Die Besucher, die in Sachen Cosplay bereits fit waren oder nicht so viel mit dem Kostümieren am Hut hatten, fanden natürlich genug andere Beschäftigungsmöglichkeiten: So konnten beim Tanzkurs grundlegende Kenntnisse für den Maskenball am Samstag Abend aufgefrischt oder beim Workshop „Hare Hare Yukai“ der Kulttanz der Haruhi Suzumiya erlernt werden. Weitere Veranstaltungen mit Anime-Bezug waren „Schreiben mit dem Tarot“, ein Fansub-Workshop sowie Zeichenkurse für Anfänger, Hobby-Mangaka und diejenigen, die ihre Werke colorieren wollen. Auch die Herstellung handgemachter Kakao-Kärtchen wurde erklärt, zusätzlich gab es Panels zum Eurocosplay und dem World Cosplay Summit (WCS). Wer sich auch für Traditionelles begeistern kann und Dinge aus der japanischen Kultur abseits von Manga & Anime kennen lernen wollte, hatte bei einer Einführung in die japanische Sprache, Kursen zur „Amigurumi“-Häkelkunst, einer harmonischen Teezeremonie und dem Kyûdô-Workshop Gelegenheit dazu.

Der Säulensaal beherbergte auch noch einige interessante Veranstaltungen: Neben dem Animuc-Quiz und einem Wettbewerb in traditionell japanischem Cosplay, das keine Bühnenshow erfordert, ist hier vor allem die Versteigerung am Sonntag zu erwähnen. Dabei wurden von Besuchern angebotene Exponate nach dem Prinzip Bring & Buy, aber auch beliebte Produkte aus dem Händlerbereich an den Meistbietenden gebracht – letztere meist zugunsten eines guten Zwecks.

Kyûdô
Als Beispiel für die japanischen Bräuche, die man kennen lernen konnte, haben wir für euch das „Kyûdô“-Seminar von Frank Neurohr besucht. Darin konnte man von dem erfahrenen deutschen Schützen aus erster Hand die Besonderheiten dieser japanischen Bogenschieß-Kunst mit asymmetrischem Bogen erfahren, ihre Unterschiede zum westlichen Bogenschießen und auch die diversen Ausrichtungen, die in Japan noch weiter differenziert werden. So demonstrierte Neurohr eindrucksvoll diverse Schusstechniken mit besonderem Fokus auf die von ihm vertretene Schule des „Heki Ryu Insai Ha“, die auf Kampftechniken aus Kriegszeiten zurückgeht und sich deutlich von den heute üblicheren zeremoniellen Formen unterscheidet. Die im „Heki Ryu“ sehr bedeutsame Drehung des Handgelenks beim Schuss konnte nach dem interessanten Vortrag von allen Teilnehmern erst in Trockenübungen an Modellen geübt und schließlich unter sorgfältiger Anleitung auch am Bogen ausprobiert werden.

Panel mit Yûji Nunokawa
Am frühen Samstag-Nachmittag hielt Yûji Nunokawa vom Studio Pierrot, einer der japanischen Ehrengäste, sein eigenes Panel ab und begrüßte die versammelten Fans – Cosplayer „seiner“ Serien waren leider etwas unterrepräsentiert – mit einem stimmungsvollen Video. Dieses bestand aus einem chronologischen Zusammenschnitt der unzähligen Werke, die Nunokawas Animationsstudio im Lauf von über 30 Jahren hervorgebracht hat. Von „Nils Holgerson“, der 1980 das Licht der japanischen Zeichentrickwelt erblickte über die vor allem in Deutschland populären „Kickers“ bis hin zu modernen Rennern wie „Bleach“ oder „Naruto Shippûden“ gab es dabei jede Menge Déjà-vus. Auch viele andere Serien des Studios wie „Urusei Yatsura“ nach einer Vorlage von Rumiko Takahashi, „Fushigi Yuugi“, „Power Stone“, „Great Teacher Onizuka“, „Tôkyô Mew Mew“, „E’s Otherwise“, „Emma“ oder „Blue Dragon“ sind hierzulande ein Begriff. Trotzdem: Ein großer Teil der Produktion Pierrots, darunter viele Kinderserien, hat es natürlich nie nach Deutschland geschafft, sodass man hier auch viel Neues zu sehen bekam.

Nunokawa selbst erklärte eingangs am Beispiel „Biene Maya“, deren Trickfilmabenteuer ja ebenfalls aus Japan kommen, wie faszinierend es sei, wenn Werke beispielsweise in Europa noch viel höhere Wellen schlagen als in ihrem eigentlichen Ursprungsland.

Einen Einblick in die Entstehung einer Anime-Folge gewährte Nunokawa anschließend mit einem ausführlichen englischsprachigen Making Of, das anlässlich der Produktion des ersten Naruto-Kinofilms die Abläufe im Studio Pierrot zeigt – vom Skript über das Screenplay, die Storyboards, die verschiedenen Phasen der Animation und Colorierung, die handgemalten Hintergründe und besondere dreidimensionale Effekte bis hin zur Zusammenführung der Elemente. Natürlich sei das heute, neun Jahre später, alles wesentlich digitalisierter, betont der Meister, doch gerade im Anime-Bereich gebe es immer noch viel Handarbeit. Auch wie die Entscheidung zustande kommt, ob aus einer wöchentlichen Reihe in einem Manga-Magazin eine Anime-Serie wird und wie eine Produktion ihren Anfang nimmt, wurde näher erläutert. In diesem Zusammenhang gab es auch gleich eine ganze Reihe Naruto-Charakterdesign-Entwürfe zu sehen – und den Hinweis, dass nur durch die parallele Arbeit von sechs bis sieben Animationsteams jede Woche eine neue Episode über die Bildschirme Japans flimmern kann. Überhaupt sei er angesichts dieses Pensums wohl fast der einzige in der Firma, der für eine Reise wie die zur Animuc von der Arbeit weg könne, fügte Nunokawa hinzu.

Als Abschluss der Präsentation bekamen Naruto-Fans den Kino-Werdegang ihres Helden zuletzt in Form einer geballten Dosis japanischer Trailer von den bisherigen Filmen vor Augen geführt – nur um zuletzt noch mit brandneuen, erstmals präsentierten Bilder zum sechsten Shippûden-Kinofilm „Naruto The Movie – ROAD TO NINJA“ belohnt zu werden. Dieser wird die japanischen Sommerferien versüßen und soll viel Action enthalten – denn es solle ja nicht langweilig werden und man sei bemüht sich immer neue spannende Dinge einfallen zu lassen.

Eine kleine Fragerunde letztlich stellte Nunokawa vor die Frage, wo er eigentlich die Alters-Zielgruppe von Anime wie „Bleach“ oder „Naruto“ sehe. Die seien prinzipiell natürlich für alle Altersgruppen, hieß es daraufhin, aber im Idealfall fange man natürlich in jungen Jahren an und habe dann auch später noch Spaß an den Abenteuern seiner Kindheitshelden. Im Gegenzug horchte Nunokawa dann ins Publikum, um herauszufinden, was die Beweggründe der etwas älteren Anwesenden seien, Anime zu schauen.

Und um den Fans den Abschied zu versüßen, gab es zum Schluss nicht nur eine Autogrammstunde mit dem Mann vom Studio Pierrot; er brachte auch noch einige aus Japan mitgebrachte Präsente unters Volk. Dazu musste man aber gegen Nunokawa-san im Jankenpoi, dem japanischen „Schere-Stein-Papier“ gewinnen – der ganze Raum trat gleichzeitig gegen ihn an und nur wer ihn schlug blieb jeweils im Rennen. So verteilte der Gast in mehreren Runden einige exklusive Naruto-T-Shirts und Promo-DVDs – nicht jedoch, ohne nach einigen turbulenten Runden amüsiert festzustellen, die Deutschen seien aber ziemlich schlecht im „Schere-Stein-Papier“! So endete letztlich, nach einigen weiteren atmosphärischen Szenen aus Naruto, ein kurzweiliges Panel mit dem Ehrengast aus Japan. Und bei all dem Reisestress und seinem Pensum wird ihm wohl keiner übel nehmen, dass er am Ende bei der Verabschiedung für einen kurzen Moment vergaß, wo er sich eigentlich gerade befindet – „Deutschland?!“ –, nur um sich für diesen Ausrutscher sogleich selbst zu ohrfeigen.

Unterdessen wandelten, wie das gesamte Wochenende über, trotz Regenwetter etliche Cosplayer mit sehr gelungenen Kostümen über das Con-Gelände. Eine kleine Auswahl findet ihr hier:

Pressekonferenz
Die japanischen Ehrengäste der Con waren bereits im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag Nachmittag erstmals vorgestellt worden und stellten sich den Fragen der – durch die kurzfristige Anberaumung leider nicht allzu zahlreichen – Anwesenden. Leider nicht zugegen war Reiko Tsuchiya, die seit über 20 Jahren professionell auf der Geige und der Erhu, einem speziellen chinesischen Streichinstrument, musiziert. Die bekannte Solokünstlerin, die auch mit J-POP-Größen zusammenarbeitet, war zu dieser Zeit noch durch einen Auftritt in Tôkyô gebunden und erreichte München erst denkbar knapp vor dem abendlichen Konzert am Samstag.

Bereits eingetroffen waren aber Yûji Nunokawa und Kunihiko Ryô. Nunokawa, seines Zeichens Anime-Produzent und Mitbegründer des renommierten Studio Pierrot, kann auf Frühwerke wie „Nils Holgerson“ zurückblicken und produziert mit seinem Studio heute Fanfavoriten wie „Bleach“ oder „Naruto“. Ryô indes ist nicht nur als Komponist von Anime-Soundtracks wie „Die zwölf Königreiche“ oder „Emma“ bekannt, sondern begeistert auch als Pianist die Massen – jüngst rund 70’000 Menschen bei der Amtseinführung der südkoreanischen Präsidentin Park. Zu den beiden gesellten sich der Schlagzeuger Wataru Yamada, der seit über 25 Jahren auf der Bühne seinen Progressive Rock zelebriert, und ein besonderer Special Guest aus der Mongolei, der mit seiner Pferdekopfgeige für Staunen sorgte – einem wenig bekannten Instrument, das einen festen Platz in der asiatischen Musik und auch in Anime-Musikstücken hat.

Zunächst richtete Nunokawa ein paar Grußworte an den Saal und freute sich über die vielen Cosplayer der Serien, die von seinem Studio inszeniert werden, allen voran „Bleach“ und „Naruto“. Für Komponist Ryô, mit dem er z.B. im Rahmen von „Emma“ oder „Die 12 Königreiche“ bereits zusammenarbeitete, war er voll des Lobes. So habe er auch den gemeinsamen Besuch auf der Connichi vor fünf Jahren noch in lebhafter Erinnerung und freue sich über den erneuten gemeinsamen Abstecher nach Deutschland – trotz der vielen Arbeit, die in Tôkyô bei der Vorbereitung neuer „Naruto“-Projekte auf ihn wartet. An Deutschland liege ihm auch deshalb sehr viel, weil seine frühen Werke wie „Nils Holgerson“ hier so enorm erfolgreich waren.

Ryô äußerte indes seine Begeisterung über die leidenschaftlich selbstgemachten Cosplays der deutschen Fans, die den vielfach „von der Stange“ gekauften Kostümen in Japan weit überlegen seien. Generell freue sich der Komponist, der im Rahmen seiner unzähligen Projekte die kreative Komponente von Animes besonders schätzt, immer über Gelegenheit mit Fans in Kontakt zu treten und gehe nicht zuletzt deshalb gern auf Reisen in alle Welt.

Als letzter im Bunde kam auch Drummer Wataru Yamada zu Wort, der sich anlässlich der Animuc zum ersten Mal in Deutschland aufhielt und sich hier als passionierter Fußball-Fan endlich dem FC Bayern München etwas näher fühlen könne. Auch der Veranstaltungsort der Animuc, Fürstenfeldbruck, hatte es ihm angetan, schließlich wirke hier trotz schlechten Wetters alles sehr romantisch. Nach der Vorstellung sahen sich die Japaner mit Fragen aus dem Plenum konfrontiert, die sich unter anderem mit ihrer Meinung zu Cosplay befassten.

Auf direktes Bitten hin wurde schließlich die Pferdekopfgeige aus ihrem Kasten befreit und dem staunenden Publikum präsentiert, das gleich noch ein paar Fakten zu seiner langen Geschichte mit auf den Weg bekam.

Nunokawa wurde indes auf mögliche Informationen zu einem neuen Projekt des noch nicht abgeschlossenen „12 Kingdoms“ angesprochen, ließ sich außer Lob für Ryôs Musik im Erstlingswerk zur jetzigen Zeit aber keine Informationen entlocken. Der gerühmte Musiker nahm die Frage und das fiktive asiatische Königreich, in dem die Reihe spielt, dabei zum Anlass, die faszinierende Freiheit des Mediums Anime zu loben, sich nicht festlegen zu müssen und auch philosophische Nachrichten zu transportieren.

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AniMUC 2015

An diesem Wochenende wurde in Fürstenfeldbruck einer der größten Conventions im süddeutschen Raum veranstaltet – die AniMUC.

Vom 10. bis 12. April öffnete das Veranstaltungsforum Fürstenfeld seine Tore für die Manga- und Anime-Fans. PummelDex war für euch am Samstag vor Ort, um von den Eindrücken zu berichten.

Schon Kilometer vor der AniMUC waren Duzend kostümierte Männer und Frauen, die zum Veranstaltungsforum pilgerten, zu sehen. Wenn man der Masse folgte, konnte man die Location gar nicht verfehlen. Vor dem Eingang zum Gelände standen die Menschen bereits am frühen Morgen Schlange, um noch eins der begehrten Tagestickets zu bekommen. Auch das regnerische Wetter konnte keinen vertreiben. Innerhalb von 2 Stunden waren die Tagestickets restlos ausverkauft. Ob alle ein Ticket bekommen konnten, wage ich bei der Anzahl an wartenden Personen, zu bezweifeln.

 

Um 10 Uhr öffneten die Hallen ihre Türe und das umfangreiche Programm der AniMUC begann.

Mit einer kleinen Verzögerung begann um ca. 11:15 Uhr der erste Wettbewerb des Tages – der Cosplay-Wettbewerb der AniMUC. Die Teilnehmer gaben sich alle Mühe, das Publikum für sich zu begeistern. Dabei wurde dieses Mal wieder viel Wert auf komödiantische Einlagen und Freude am Auftritt gelegt. Unterhaltsame Tänze heizten den Zuschauern ebenso ein, wie allerlei Kussszenen (egal ob zwischen einem Mann und einer Frau oder zwischen zwei Vertretern des gleichen Geschlechts). Auch Disney-Figuren waren erneut sehr beliebt.  Am Ende entschied sich eine kompetente Jury für folgende Top 3:

  • 1. Platz – Link als Ciel Phantomhive, Kate als Sebastian Michaelis, Navi als Elizabeth Midford (Black Butler)
  • 2. Platz – Sabaku als Aurora (Dornröschen), Zeor als Schneewittchen (Schneewittchen und die 7 Zwerge)
  • 3. Platz – Lena als Erza Scarlet, Annika als Aries, Simon als Gray Fullbuster, Iris als Happy, Hannah als Evergreen, Anna als Lisanna Strauss, Elena als Cana Alberona, Leonie als Mirajane Strauss, Jessi als Levy McGarden (Fairy Tail)

Das Programm im großen Saal war so umfangreich, dass man den ganzen Tag hätte sitzen bleiben können und dennoch gut unterhalten gewesen wäre.
Wer sich jedoch die Beine vertreten wollte, konnte sich beim Rundgang durch den schönen Park unzählige Cosplayer ansehen. Gegen Nachmittag zeigte sich auch immer wieder mal die Sonne, sodass man es draußen gut aushalten konnte. Für Cosplayer war das die Gelegenheit, ihre mühevoll hergestellten Kostüme, in dieser tollen Umgebung, perfekt in Szene zu setzen.

Neben vielen Workshops und Präsentationen gab es auch Interviews mit allerlei Ehrengästen. Internationale Cosplayer gaben sich dieses Jahr die Ehre, ebenso wie einige berühmte Synchronsprecher aus der Serie „Sailor Moon“.

In einem Interview standen folgende, von SailorMoonGerman eingelandene, Synchronsprecher den Fragen der Fans Rede und Antwort:

  • Stefanie von Lerchenfeld (Sailor Merkur in „Sailor Moon“, Officer Rocky in „Pokémon“)
  • Hubertus von Lerchenfeld (Motoki in „Sailor Moon“, Sanji in „One Piece“, Marshall Eriksen in „How I met your mother“)
  • Ditte Schupp (Sailor Star Fighter/ Seiya in „Sailor Moon“)
  • Mara Winzer (Luna in „Sailor Moon“, Sängerin vieler Lieder aus Sailor Moon, wie „Zwinge niemals die Liebe“ oder „Search for your love“)

Alle Synchronsprecher gaben an, mit ihrer Rolle sehr zufrieden gewesen zu sein. Für sie gab es keine bessere Anime-Figur, der sie ihre Stimme hätten leihen können. Lediglich Mara Winzer gestand, gerne einmal Miss Piggy synchronisieren zu wollen. Das Interview gab einen guten Einblick in den Beruf des Synchronsprechers. Dabei waren sich die Sprecher einig, dass aufgrund der unterschiedlichen Betonung der Wörter und des unterschiedlichen Satzbaus, die Japanische Sprache deutlich schwerer ins Deutsche zu übersetzen ist, als Englisch oder Französisch. Zumal keiner der vier Synchronsprecher Japanisch sprechen würde. Japanische Wortspiele gehen oft verloren und Sätze müssen teilweise gänzlich anders übersetzt werden, damit sich die Lippen der Figur auch in der deutschen Version synchron bewegen. Jedoch ermöglichen animierte oder gezeichnete Figuren, im Gegensatz zu realen Schauspielern, bei der Umsetzung mehr Interpretationsspielraum.
Insgesamt konnte man den Synchronsprechern jedoch anhören, dass die Figuren aus „Sailor Moon“ nur eine von vielen Rollen waren. Vor allem Hubertus berichtete ausgiebig von seiner Erfahrung als Stimme von Marshall aus „How I met your Mother“.

Der Nachmittag auf der AniMUC stand ganz im Zeichen der Showgruppen.
„Daijoubu“, die bekannt für ihre Parodien auf berühmte Manga und Animes sind, nahmen sich diesmal „Fullmetal Alchimist Brotherhood“ zur Brust. Auch Zuschauer, die den Anime nicht kannten, konnten sich durch die humorvolle Umsetzung der Figuren und die großartige schauspielerische Leistung köstlich amüsieren. Vor allem Daijoubu‘s Crew-Mitglied „Yuki“ als „Kimblee“ war unschlagbar authentisch. „Yuki“ ging in der Rolle förmlich auf und könnte mit der Darstellung auch locker als Oswald Cobblepot/ alias „Der Pinguin“ in „Gotham“ mitspielen.

Ganz anders präsentierten sich hingegen „Tsuki no Senshi“, die zum letzten Mal ihr Musical zu „Neon Genesis Evangelion“ aufführten. Das Stück war tief ergreifend und emotional. Vor allem die Crew-Mitglieder „Cynthie“ als „Shinji“ und „Ichigo“ als „Misato“ verkörperten die Charaktere mehr als glaubwürdig. Am Schluss herrschte unter den Mitgliedern dennoch große Trauer über das Ende des Musicals, die auch das Publikum fast zu Tränen rührte. Auf jedenfall weckte „Tsuki no Senshis“  Umsetzung von „Neon Genesis Evangelion“ in den Zuschauern die Lust, auch (noch mal) das Anime anzugucken.

Wer dann noch ein paar Euros ausgeben wollte, konnte sich in der Markthalle kräftig austoben. Deutsche Händler, wie „MyCostumes“ oder „Yakitori“ waren vor Ort, wie auch unzählige kleine Verkaufsstände. Dabei lohnte es sich, bei Interesse an einem bestimmten Produkt, genauer hinzugucken. Die Preise unterschieden sich zum Teil deutlich. So kosteten „Sailor Moon Petit Chara“ Figuren an einem Stand 12€, wohingegen dieselben Figuren zwei Stände weiter nur 8€ kosteten.
Im Obergeschoss der Markthalle konnte man auf dem „Manga-Markt“ allerlei Zeichnungen und Werke von Nachwuchskünstlern ergattern oder Second-Hand-Manga am großzügigen „Bring and Buy“-Stand kaufen.

Schlussendlich war die AniMUC wieder einmal gelungen.
Das Platzkontingent in den Hallen war ausreichend und keiner musste stehen oder auf eine Veranstaltung aufgrund mangelhafter Sicht verzichten. Wenn man etwas bemängeln möchte, dann wäre es die Tatsache, dass es viel zu viele interessante Veranstaltungen parallel gab. Vielleicht hätte das Programm zeitlich etwas verteilter sein können. Es gab kaum Pausen um durchzuatmen, wenn man eine der tollen Shows nicht verpassen wollte. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau. Auch das Wetter hat am Ende weitgehend mitgespielt.

Nächstes Jahr soll die AniMUC jedoch noch früher – am 1.04. bis 03.04.16 – stattfinden. Hoffentlich sind die Temperaturen dann schon hoch genug, denn die AniMUC lebt von der tollen Location an der frischen Luft.


~ Kurz-Infos zur Convention~
Veranstaltungsort: Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck
Tageskarte Fr./So.: 13,00 €
Tageskarte Sa.: 21,00 €
Termin: 10. – 12. April 2015
Öffnungszeiten: 9.00 -23.00 Uhr

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