Tokyopop Programmankündigung Juli 2018

VerlagslogoTokyopop haben heute ihr Programm für den Monat Juli 2018, Erscheinungstermin 14. Juni 2018, angekündigt:

  • Purgatory Survival (OT: „Rengoku Deadroll“) von Hideaki Yoshimura / Homura Kawamoto – 5+ Bände für je 6,95 €
  • Fox Spirit Tales (OT: „Konohana Kitan“) von Sakuya Amano – 6+ Bände für je 6,95 €
  • Die Braut des Magiers – Guidebook von Kore Yamazaki
  • Confidential Confessions (OT: „Mondaiteiki Sakuhinshuu“) von Reiko Momochi – Neuauflage in vier Sammelbänden für je 7,50 €
  • Liar Queen (OT: „Usotsuki Hime“) von Mizuka Yuzuhara – Einzelband für 6,50 €
  • Naughty Temptation (OT: „Mahoko no Kuse ni Namaiki da!“) von Hiraku Miura – Einzelband für 6,95 €
  • Ein verbotenes Spiel (OT: „Sex Friends“) von Ari Uehara – Einzelband für 6,95 €
  • Voice or Noise – Artbook von Yamimaru Enjin

Veröffentlichungen am 14. Juni 2018:
Accel World – Light Novel, Band 14
Black Metal
Confidential Confessions, Sammelband 1
Dein Verlangen gehört mir, Band 10 (Abschlussband)
Die Braut des Magiers – Merkmal (Artbook)
Dreamland, Band 17
Ein verbotenes Spiel
Fox Spirit Tales, Band 1
Hinges, Band 3 (Abschlussband)
In/Spectre, Band 3
Kasane, Band 7
Liar Queen
Merry Nightmare, Band 16
Mikamis Liebensweise, Band 2
Naughty Temptation
Purgatory Survival, Band 1
Romantica Clock Starter Pack
Sky World Adventures, Band 2
Smokin’ Parade, Band 4
Subaru – My Dirty Mistress, Band 2 (Abschlussband)
Sword Art Online – Progressive, Band 5
Verliebt in Prinz und Teufel?, Band 2
Voice or Noice – Memorial Book
Yona – Prinzessin der Morgendämmerung, Band 12

Quelle: Tokyopop

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Naruto Uzumaki Artbook

Name: Naruto Uzumaki Artbook
Englischer Name: Uzumaki Naruto Illustrations
Originaltitel: Uzumaki Naruto -Naruto Illustration Book-
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2016
Mangaka: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene Meinung
Dies ist das dritte und letzte „Naruto“-Artbook. Es enthält die Illustrationen aus der zweiten Hälfte des 2. Story-Teils – auch bekannt als „Naruto Shippuden“ – und deckt somit den Rest der Manga-Reihe bis einschließlich Band 72 ab. Unter dem bunten Schutzumschlag, der auf der Vorderseite Naruto und auf der Rückseite Sasuke jeweils in allen drei „Entwicklungsstadien“ zeigt, die diese im Laufe der Manga-Reihe durchlaufen, erstrahlt diese Softcover-Ausgabe ausnahmsweise komplett in orange. Der in diesem Band enthaltene Stickerbogen knüpft an den aus dem 2. Artbook an und liefert euch die Cover-Motive der Manga-Bände 47-72, sowie einige weitere Motive, die zum Teil auch im Inneren des Artbooks in Originalgröße zu bestaunen sind. Darauf folgt wie immer ein beidseitig bedrucktes, ausklappbares Farbposter, welches Naruto und Sasuke mit Rikudo Sen’nin auf der einen und ein Artwork zum 7. „Naruto Shippuden“-Kinofilm „The Last: Naruto – The Movie“ auf der anderen Seite zeigt. Nachdem Kishimotos Kommentare im Anhang des 2. Artbooks ohnehin extrem kurz und nichtssagend ausgefallen sind, hat er sich dieses Mal einfach seine persönliche Top 10 rausgepickt und nur diese 10 Bilder kommentiert, dafür aber etwas ausführlicher. Die zuvor eher misslungene Kapiteleinteilung entfällt in diesem Band sogar komplett.

Masashi Kishimotos Bilder sind richtige Kunstwerke. Die Leitmotive des 3. Artbooks sind Narutos Entwicklung über die gesamte Serie hinweg, seine Eltern, Sasukes Rachefeldzug, Freundschaft bzw. Teamwork und natürlich die Geschehnisse des vierten Shinobi-Weltkrieges. An einer Stelle hat Kishimoto sogar realistische Porträts von Naruto und Sasuke angefertigt und ganz besonders gefällt mir eine Reihe von Bildern im hinteren Teil des Artbooks, die die Protagonisten in anderen Genres darstellen: Science-Fiction, Fantasy und Western. Daran merkt man, dass Kishimoto viel Spaß beim Zeichnen der letzten Farbillustrationen hatte und seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Zum 6. „Naruto Shippuden“-Film hat er gleich mehrere Bilder gemalt.

Da ich ein großer Fan der „The Amazing Spider-Man“-Filme bin, ist das Interview zwischen Masashi Kishimoto und Avi Arad, einem der Produzenten besagter Filme, am Ende des Artbooks mein absolutes Highlight. Die beiden diskutieren über „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“ und ziehen Parallelen zwischen „Spider-Man“ und „Naruto“. So sind bspw. beide Charaktere ohne Eltern aufgewachsen und finden erst im Laufe der jeweiligen Geschichte mehr über diese heraus. Außerdem ähnelt die Beziehung zwischen Peter und Harry der von Naruto und Sasuke sehr. Eine hoch interessante Diskussion, bei der man direkt Lust bekommt, sich den Film nochmal anzusehen.

„Naruto Uzumaki“ ist leider genauso unvollständig wie seine beiden Vorgänger, weshalb ich hoffe, dass irgendwann vielleicht doch noch ein viertes Artbook mit allen restlichen Illustrationen erscheint. Dieses 3. Artbook sollte jedenfalls in keiner „Naruto“-Sammlung fehlen.

Naruto Uzumaki Artbook: © 2015 Masashi Kishimoto, Shueisha / Carlsen

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Naruto Artbook

Name: Naruto Artbook
Englischer Name: Naruto – Naruto Illustration Book
Originaltitel: Naruto -Naruto Illustration Book-
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2009
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene Meinung
„Naruto“ ist das 2. von 3 „Naruto“-Artbooks und beinhaltet die Illustrationen ab dem 25. Manga-Band. Es lässt sich keine klare Grenze zwischen diesem und dem 3. Artbook ziehen, da z. B. das Cover von Band 43 im 2. Artbook enthalten ist, das Cover von Band 38 hingegen erst im 3. Artbook „nachgereicht“ wird. Das 2. Artbook umfasst also den Rest des ersten und die erste Hälfte des zweiten Story-Teils, der im Anime „Naruto Shippuden“ heißt. Dementsprechend sieht man auf einigen Bildern noch den jungen Naruto, wie er vor dem Zeitsprung ausgesehen hat, wobei diese eher im hinteren Teil des Artbooks zu finden sind.

Wie alle Artbooks der Reihe liegt auch dieses als Softcover-Ausgabe vor. Unter dem bunten Schutzumschlag befindet sich ein Schwarz-weiß-Motiv von Narutos Rückkehr nach Konohagakure zu Beginn des 2. Story-Teils. Es folgt ein Stickerbogen mit den Cover-Motiven der ersten 46 Manga-Bände und ein beidseitig bedrucktes, ausklappbares Farbposter, welches alle 9 Jinchuriki mit ihren jeweiligen Bijus im Hintergrund zeigt. Im Anhang erfährt man sogar, wie sie heißen und aus welchen Ninja-Dörfern sie stammen. Außerdem werden dort alle Bilder, mit Ausnahme des Covers und Backcovers, von Kishimoto kommentiert. Der Band endet mit einem kurzen Schlusswort von ihm.

Sämtliche Kritikpunkte, die ich bereits in der Review zum 1. Artbook erwähnt habe, gelten leider auch für dieses Artbook: Die Bilder sind nach „thematischer“ Reihenfolge angeordnet, wobei „Sortierung nach dem Chaos-Prinzip“ den Nagel eher auf den Kopf trifft, denn was ein Bild von Naruto und Sakura in Badesachen oder von Naruto im Piratenkostüm im „Kapitel der Shinobi“ verloren haben, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Auch hier sind die Kapitelüberschriften und Sternchen mit Fußnoten teilweise sehr störend, da sie die schönen Artworks verschandeln. Zumal nicht einmal alle Kanji ins Deutsche übersetzt wurden. Da fragt man sich, warum Carlsen die Schriftzeichen nicht einfach im Anhang übersetzt oder gleich vollständig ignoriert hat. Kishimotos Kommentare zu den einzelnen Motiven im Anhang fallen derart kurz und knapp aus, dass man sie genauso gut hätte weglassen können.

Darüber hinaus finde ich es etwas schade, dass an vielen Stellen mehrere einzelne Bilder zu einem einzigen zusammengefügt wurden, wodurch sie sich gegenseitig überlagern und verdecken. Außerdem hat Kishimoto einige Bilder für dieses Artbook nachträglich bearbeitet, so wurde bspw. auf dem Bild mit allen Meistern und Schülern sichtbar der Himmel grün übermalt und auf einem Bild, das Naruto vor dem Zeitsprung zeigt, die blauen Stellen seiner Kleidung schwarz gefärbt. Diese Veränderungen sind ziemlich eigenartig und nicht wirklich zum Besseren. Davon abgesehen merkt man, dass sich Kishimoto seit dem 1. Artbook als Zeichner deutlich weiterentwickelt hat. Die Motive werden immer origineller, Kishimoto legt mehr Wert auf die Hintergründe (den Kommentaren zufolge auf Geheiß der Fans), sein Weitwinkeleffekt wird immer besser und die Wahl der Farben gewagter. So macht er inzwischen mehr Gebrauch von Neon-Farben und benutzt auch sonst eine größere Bandbreite an verschiedenen Farben, was mir sehr gut gefällt.

Vorherrschende Motive sind natürlich der Kampf zwischen Naruto und Sasuke, Meister und ihre Schüler, Naruto mit den Kröten vom Myoboku-Berg und das neue Team 7. Außerdem findet ihr hier die „Shonen Jump“-Covers, die Kishimoto gezeichnet hat, um die 3 „Naruto“- und die ersten 2 „Naruto Shippuden“-Kinofilme zu bewerben. Letztlich ist die Umsetzung nebensächlich und was wirklich zählt, sind die wunderschönen Farbillustrationen, die dieses Artbook für „Naruto“-Fans zu einem Must-Have machen.

Naruto Artbook: © 2009 Masashi Kishimoto, Shueisha / Carlsen

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Black Butler Artworks 2

Name: Black Butler Artworks 2
Englischer Name: Black Butler Artworks 2
Originaltitel: Black Butler Artworks 2
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Yana Toboso
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 24,90 €

Inhalt & Eigene Meinung
Das Buch liegt in einem edlen Hardcover-Einband vor. Darauf sind mit goldener Schrift der Titel sowie die Ornamente, die die Cover-Illustration umrahmen, eingeprägt. Auch der Buchrücken ist mit der goldenen Schrift verziert. Der Hintergrund der Vorder- und Rückseite ist in demselben Schwarz-weiß-Muster gehalten wie das Oberteil, das der Hauptcharakter auf dem Coverbild trägt. An den Innenseiten der Buchdeckel ist jeweils ein rotes Band befestigt, sodass man das Artbook bei Bedarf zuschnüren kann. Auf seinen über 100 Seiten enthält es viele ein- und doppelseitige farbige Abbildungen.

Der Aufbau von „Black Butler Artworks 2“ ist in etwa derselbe wie im Vorgänger-Band. Jedes Kapitel beginnt mit einer Pauspapierseite, auf die ein Bilderrahmen gedruckt ist und durch die man das Bild auf der darunter liegenden Seite bereits erkennen kann. In dem Artbook finden sich viele bekannte Motive, u. a. die jeweiligen Cover-Motive von Band 9-16 der Manga-Reihe und die dazugehörigen Deckblätter, zusammen mit weiteren, im selben Stil gehaltenen Illustrationen, hauptsächlich aus dem „Book of Murders“- und „Book of Atlantic“-Arc. Dazu ein paar Manga-Farbseiten ohne Soundwords und Text in den Sprechblasen.

Die meisten Bilder des Artbooks stellen die Hauptcharaktere Ciel und Sebastian dar, aber auch viele Nebencharaktere sind vertreten. Ab der Mitte des Artbooks sind auch Bilder aus „Black Butler II“ – dessen Story-Verlauf nur im Anime zu sehen ist – und von den dazugehörigen Charakteren, abgedruckt, darunter auch die Bilder, die die Digipacks der DVD-Veröffentlichungen schmücken.

Häufig schlüpfen die Charaktere in andere Rollen und geben sich z. B. als Schuljunge oder Mitglied einer Hip-Hop-Gruppe. Auf den letzten Seiten findet man darüber hinaus Dankillustrationen, Bilder zu anderen Werken der Mangaka und die obligatorischen Kommentare zu allen Artworks. Hinten im Buch befindet sich noch ein Poster, das vollständig ausgeklappt ungefähr 25cm hoch und 95cm breit ist und den „Alice im Wunderland“-Arc mit all seinen Charakteren abbildet.

Mir gefällt besonders, dass das Buch einen festen Einband besitzt und somit recht edel wirkt. Jedoch verschiebt sich die Bindung, nachdem man das Artbook durchgeblättert hat, sodass sie danach etwas schief ist. Nur durch Drücken auf den Buchrücken wird sie wieder halbwegs gerade. So etwas darf eigentlich nicht sein. Dennoch werden die schönen bekannten und auch neuen Bilder sicher jeden „Black Butler“-Fan begeistern. Yana Toboso hat ein gutes Gespür für Farben und spielt ganz gerne damit. So verwendet sie bei einigen Bildern nur zwei Farben neben schwarz und weiß: eine unauffällige, die fast das komplette Bild bedeckt (meistens grau) und eine hervorstechende, in der nur einzelne Objekte und Augen der Charaktere erstrahlen und somit den Blick des Betrachters auf sich lenken. Doch die allermeisten Bilder sind durch und durch bunt und erstrahlen in allen Farben, die der Regenbogen hergibt. Besonders das fast 1m breite Poster, in seiner ganzen Vielfalt, gefällt mir sehr gut.

Black Butler Artworks 2: © 2015 Yana Toboso, Square Enix / Carlsen

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Tokyo Ghoul Zakki

Name: Tokyo Ghoul Zakki
Englischer Name:
Originaltitel:
Tokyo Ghoul Zakki
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2014
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Sui Ishida
Bände: Einzelband (Artbook)
Preis pro Band: 9,90 €

Inhalt & Eigene Meinung
Das Artbook „Toyko Ghoul Zakki“ gibt einen Einblick in die Entstehung der Mangareihe und der meisten Coverbilder. Auf 112 Farbseiten findet man an die 200 Bilder, dazu teils unveröffentlichten Farbillustrationen, welchen Fans des Manga begeistern sollten.

Durch die Kommentare des Mangaka Sui Ishida bekommt man zudem noch mehr interessante Informationen zu den Charakteren und der Geschichte. Dabei gibt der Mangaka aber auch einige Einblicke in sein Leben. Dies macht das Artbook nicht nur Interessant aufgrund der Informationen zu „Toyko Ghoul“, sondern auch in Bezug auf den Mann hinter der Geschichte und dessen Arbeitsweise.

Dabei sind die Bilder wirklich toll illustriert und sehr detailverliebt. Es gibt einige neue Bilder zu sehen, die man so noch nicht kannte, aber auch bekannte Bilder in neuer Farbgebung. Wie es die Manga auch sind, so sind doch einige der Bilder ein wenig grotesk und auch blutig gezeichnet. Zwar nicht arg explizit, aber man sollte schon um die 16 Jahre sein, um das Artbook wirklich genießen zu können.

Der Preis von 9,90 € ist vielleicht ein wenig teuer für nur 112 Farbseiten, aber dies ist aufgrund des wirklich tollen Inhalts und der hochwertigen Aufmachung mit Glanzeffekt des Covers zu verschmerzen.

Im Großen und Ganzen ist zu sagen, dass das Artbook auf jeden Fall ein Muss für alle Tokyo Ghoul Fans ist und in jede Sammlung gehört.

Tokyo Ghoul Zakki: © 2014 Sui Ishida, Shueisha/ KAZÈ

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Uzumaki

Name: Uzumaki – Naruto
Englischer Name: Uzumaki – The Art of Naruto
Originaltitel: Uzumaki -Naruto Illustration Book-
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2004
Deutschland: Carlsen 2007
Mangaka: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene Meinung
Masashi Kishimoto gehört zweifellos zu den begnadetsten Zeichnern, die das Manga-Magazin „Weekly Shonen Jump“ zu bieten hat. Mit seinem Ninja-Epos „Naruto“ gelang ihm der große Durchbruch. Inzwischen ist die Reihe nach 15 Jahren und 72+1 Bänden abgeschlossen. Da kommt schon einiges an Farbillustrationen zusammen, die in insgesamt 3 Artbooks zusammengefasst wurden. „Uzumaki“ ist das erste und gleichzeitig auch umfangreichste davon, da es Artworks zu den ersten 24 Manga-Bänden beinhaltet und somit fast den kompletten ersten Teil der Story abdeckt.

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten Bilder innerhalb eines Artbooks anzuordnen: chronologisch, nach Veröffentlichungsart (z. B. erst „Shonen Jump“-Covermotive, dann die Covers der Taschenbücher jeweils in Erscheinungsreihenfolge) und nach Themen. Kishimoto hat sich für letzteres entschieden, was ich äußerst unglücklich finde. Zum einen, da man dadurch deutliche „Sprünge“ im Zeichenstil merkt – bei einer chronologischen Reihenfolge hätte man hingegen schön nachvollziehen können, wie sich Kishimotos Zeichenstil mit der Zeit weiterentwickelt hat, schließlich unterscheiden sich die frühen Farbmotive noch deutlich von den späteren, was die Character-Designs anbelangt – und zum anderen, da dadurch das Artbook recht unvollständig ausfällt. Ob Kishimoto bewusst das Cover-Motiv von Band 11 weggelassen hat? Oder das Weihnachtsmotiv, welches die 52. „Shonen Jump“-Ausgabe des Jahres 2002 zierte? Es ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Wir werden wohl nie erfahren, ob Kishimoto die Bilder thematisch angeordnet hat, um zu verschleiern, dass er einige davon bewusst unterschlägt oder ob es im Zuge der thematischen Anordnung aus Versehen dazu gekommen ist, dass Illustrationen vergessen wurden. Ich persönlich finde es jedenfalls sehr schade. Man erwartet doch eine möglichst vollständige Artwork-Sammlung, wenn man sich schon für teuer Geld ein Artbook zulegt. Sehr ärgerlich!

Doch widmen wir uns zunächst dem Aufbau des Buchs: Unter dem bunten Schutzumschlag befindet sich ein Schwarz-weiß-Motiv von Naruto, welches allerdings vermutlich auch in Farbe existiert, da es sich um eines der „Jump“-Cover handelt. Die bunte Version ist nur leider nicht im Inneren des Artbooks vertreten. Das Buch ist zwar eine Softcover-Ausgabe aber der Umschlag wurde verstärkt, indem die erste und letzte Seite aus dickem Papier jeweils an der Kante mit den Umschlagseiten zusammengeklebt wurden. Nach einem Schwarz-weiß-Bild von Naruto und Sasuke, die sich gegenüberstehen, folgt das beidseitig bedruckte, ausklappbare Farbposter, welches – ebenso wie das Sasuke-Bild auf der Rückseite des Artbooks – übrigens leider nicht im Anhang kommentiert wird. Den größten Teil des Buchs machen natürlich die farbenfrohen und wunderschönen Illustrationen zu „Naruto“ aus, die, wie schon erwähnt, in thematischer Reihenfolge angeordnet sind. Auf ein Inhaltsverzeichnis wurde allerdings verzichtet. Die verschiedenen Themenblöcke findet ihr in der Band-Info. Jedes Kapitel beginnt, wie von „Naruto“-Zusatzbüchern gewohnt, mit einem Gedicht, welches leider hin und wieder in die schönen Bilder hineinragt. Auch die Seitenzahlen und Kapitelüberschriften sind sehr störend.

Auf den letzten paar bunten Seiten wird der Entstehungsprozess des Artbook-Covers genaustens erläutert, der Rest des Anhangs ist jedoch bedauerlicherweise komplett in schwarz-weiß gehalten und auf billigerem Papier gedruckt, was ein weiterer Kritikpunkt ist. Kishimotos Kommentare zu den einzelnen Motiven sind im Anhang zu finden, wobei ich sagen muss, dass ich die Anmerkungen nicht wirklich interessant finde. Dass Kishimoto gerne Hände, Füße, Telegrafenmasten, Tiere und Wolken zeichnet, konnte man sich ja schon denken und dass die meisten Bilder mit Copic-Markern ausgemalt wurden, ist genauso offensichtlich. Lustige Anekdoten zum Entstehungsprozess der einzelnen Motive bleiben leider aus. Abschließend gibt es noch eine Doppelseite mit den ersten 20 „Shonen Jump“-Titelseiten mit „Naruto“-Motiv, die man natürlich lieber in Farbe bestaunen würde. So sind die meisten Illustrationen zwar im Artbook zu finden, aber eben nicht alle und manchmal fehlen auch einzelne Elemente, wie z. B. Narutos Shuriken oder es wurden Motive, die an verschiedenen Stellen des Artbooks zu finden sind, für das „Jump“-Cover zusammengefügt. Zu guter letzt folgt ein Interview mit Kishimoto, welches so nichtssagend ist, wie seine Anmerkungen zu den Bildern.

Wenn ich bedenke, wie manche Zeichner in Artbooks ihren Lesern das Herz ausschütten, ist es sehr schade, dass Kishimoto so oberflächlich bleibt. Bei diesem Artbook hätte man sich zudem sehr viel mehr Mühe geben können, was die Gestaltung, Vollständigkeit und einiges mehr anbelangt. Wer Masashi Kishimotos Zeichnungen liebt und gerne mehr von „Naruto“ in Farbe genießen möchte, kann natürlich zugreifen, wenn er über die von mir genannten Kritikpunkte hinwegsehen kann.

Uzumaki – Naruto: © 2004 Masashi Kishimoto, Shueisha / Carlsen

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The Art of Sun-Ken Rock

Name: The Art of Sun-Ken Rock
Englischer Name:
Originaltitel: The Art of Sun-Ken Rock
Herausgebracht: Japan: Shonengahosha 2015
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Boichi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

the-art-of-sun-ken-rockInhalt & Eigene Meinung
„The Art of Sun-Ken Rock“ ist ein Softcover-Artbook mit buntem Schutzumschlag. Entfernt man diesen, sind darunter das Cover- und Backcover-Motiv in schwarz-weiß. Auf den Innenseiten des Umschlags befinden sich Informationen zu Boichi und eine Danksagung von ihm an seine Fans, dazu gibt es sogar eine schicke kleine Grußkarte an die deutschen Leser, die nur der Erstauflage beiliegen wird. Boichi ist der sympathische Zeichner von „Sun-Ken Rock„, der unter ärmlichen Verhältnissen in Korea aufgewachsen ist. Er kommt in dem Artbook sehr humorvoll, intelligent, trotz seines großen Talents bescheiden, nachdenklich, etwas rebellisch und vor allem Fan-orientiert rüber. Besonders auffällig ist seine enorme Wissbegierde (man könnte ihn auch getrost einen Nerd nennen) und sein Perfektionismus, der sich besonders in seinen Bildern widerspiegelt. Diese sind nämlich sehr realistisch und detailreich.

Doch kommen wir erst Mal zum Inhalt: Nach einem Vorwort des Mangakas erwartet uns eine umfangreiche Sammlung von Farbillustrationen zu „Sun-Ken Rock“, die nicht weiter kommentiert werden. Ab der Mitte des Artbooks geht es dann seltsamerweise mit einigen Schwarz-Weiß-Bildern weiter, obwohl der Sinn eines Manga-Artbooks doch eigentlich ist, zur Abwechslung Motive in Farbe zu präsentieren. „The Art of Sun-Ken Rock“ ist bisher das einzige Artbook, das ich kenne, in dem es einen Abschnitt nur mit Schwarz-Weiß-Artwork gibt. Wie dem auch sei. Es folgen Skizzen und Entwürfe, bei denen teilweise sogar die einzelnen Entwicklungsschritte von der Bleistiftzeichnung bis zur Farbillustration gezeigt werden. Auf den letzten Seiten findet ihr ein sehr ausführliches und lesenswertes „Boichi Special Interview“ über seine Vorbilder, Arbeitsabläufe und sogar seine Vergangenheit und sein Privatleben. Fotos von realen Orten und Bilder von den davon inspirierten Schauplätzen im Manga begleiten den Text. Boichi lässt außerdem gerne seine Assistenten Szenen nachstellen, die er dann fotografiert, um sich beim Zeichnen an den Fotos zu orientieren. Auch diese Fotos und die darauf basierenden Bilder aus dem Manga sind hier zu finden, so wie Fotos von Boichi und seinem Arbeitsplatz. Für seine Fans hat er sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen und im Anschluss an das Interview den kompletten Entstehungsprozess des Artbook-Cover-Motivs in allen Arbeitsschritten genau dokumentiert. Zum krönenden Abschluss folgen noch eine Schwarz-Weiß- und eine Farb-Illustration, eine Bleistiftzeichnung sowie eine Übersicht aller „Young King“-Magazincover mit „Sun-Ken Rock“-Motiv („Young King“ ist das Magazin, in dem „Sun-Ken Rock“ in Japan erscheint).

cci17092016 Boichi zeichnet alles mit Bleistift vor, mit Tusche nach, scannt die Bilder ein und koloriert sie dann via Computer. Ein darin immer wiederkehrendes Motiv sind explodierende Kleidungsstücke (insbesondere Kens Hemden), deren Fetzen das Bild wie lodernde Flammen umrahmen, durch die Luft fliegende Steine und Funken, Blutspritzer, Regen, Schnee und auf einem Bild sieht es sogar so aus, als würde sich Ken in umherspritzendes Wasser auflösen. Das verleiht Boichis Werken viel Action und Dynamik. Hin und wieder geht er eher sparsam mit Farben um und lässt dafür lediglich Kens Augen in kräftigem Goldbraun oder Rot erstrahlen. Negativ fällt auf, dass sämtliche Bilder äußerst sexistisch sind: muskelbepackte Machomänner und leicht bekleidete Frauen, die ihr – manchmal sogar zerrissenes – Höschen zur Schau stellen, wenn sie denn überhaupt eins tragen, auf jeder Seite. Kaum vorstellbar, dass Boichi einst mit Manwha für kleine Mädchen angefangen hat. Ich finde es übrigens schade, dass keine Bilder aus jenen frühen Werken im Artbook abgedruckt wurden, da ich mir so gar nicht vorstellen kann, wie seine Mädchen-Manwhas ausgesehen haben könnten und ich es immer spannend finde, zu sehen, wie sehr sich der Zeichenstil eines Künstlers über die Jahre verändert hat. Wenn man bedenkt, wie perfektionistisch Boichi ist und wie akribisch er Staubkörner aus seinen gescannten Bildern entfernt, wäre er sicher verärgert darüber, dass an manchen Seitenrändern die gegenüberliegende Seite abgefärbt hat. Sowas sollte eigentlich nicht sein und ich hoffe Tokyopop lässt sich künftig etwas einfallen, um so etwas zu verhindern.

Obwohl die Bilder sehr ausdrucksstark sind, kann ich mir gut vorstellen, dass nicht jeder etwas mit Boichis realistischem Stil anfangen kann, der eher an westliche Comics als an Mangas erinnert. Mich persönlich stören zum Beispiel die Manga-typisch übertrieben großen Augen der Frauen, da sie einfach nicht zum ansonsten realistisch gehaltenen Zeichenstil passen. Außerdem bedeutet „realistisch“ natürlich nicht unbedingt „hübsch“ bzw. ästhetisch ansprechend. Aber wenn euch Boichis Stil gefällt, könnt ihr bedenkenlos zugreifen. Auf den 122 Seiten wird schließlich eine Menge geboten und der Preis ist absolut in Ordnung. Für „Sun-Ken Rock“-Fans ein absolutes Must-Have!

The Art of Sun-Ken Rock: © 2015 Boichi, Shonengahosha / Tokyopop

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The Art of Assassins Creed Syndicate

Name: The Art of Assassins Creed Syndicate
Englischer Name: The Art of Assassins Creed Syndicate
Originaltitel: The Art of Assassins Creed Syndicate
Herausgebracht: USA: Titan Books / Ubisoft 2015
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka:  –
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 24,95 €

The Art of Assassin's Creed SyndicateInhalt:
Mit „Syndicate“ dem dritten Artbook zur beliebten Spielreihe „Assassins Creed“ setzt der Tokyopop Verlag die Veröffentlichung der aufwendig gestalteten Hardcover-Artbooks fort. Dieses Mal entführt das Team der erfolgreichen Reihe Spieler und Fans in das viktorianische London während der industriellen Revolution. Auf knapp 200 Seiten wird die Themse-Hauptstadt im Steampunk-Look lebendig und präsentiert fantastische Concept Arts, aufwendige Hintergrundillustrationen und bietet einen schöne Übersicht der handelnden Figuren von „Assassins Creed: Syndicate“.

Im ersten Kapitel werden die beiden Protagonisten Jacob und Eve vorgestellt, inklusive Kleidungs- und Waffenstudien. Auch die Verbündeten und Feinde werden in einem separaten Kapitel präsentiert, ebenso die Bewohner Londons. Mehrere Kapitel sind zudem den einzelnen Stadtteilen Londons gewidmet, darunter Westminster, Whitecheapel und Southwark. Da die Zeitspanne des Spiels bis zum ersten Weltkrieg reicht, wird auch dieser geschichtlichen Episode ein eigenes Kapitel gewidmet.

Wie schon in den vorherigen Artbooks werden die Illustrationen, Concept Arts und Entwürfe mit Kommentaren und Erklärungen untermauert, so dass Fans der Spiele einen umfassenden Überblick über die Hintergründe und die Welt von „Syndicate“ erhalten.

Eigene Meinung:
Einmal mehr legt Tokyopop mit „The Art of Assassins Creed Syndicate“ ein wundervolles, qualitativ hochwertiges Artbook vor, das sowohl Fans der Spiele-Reihe als auch Steampunk-Liebhaber gefallen dürfte. Es bietet sowohl detaillierte und spannende Hintergrundinformationen, als auch sehr schöne, aufwendige Illustrationen, die das Buch auch für Nicht-Kenner des Spiels interessant machen. Allein die vielen Hintergrundillustrationen zum viktorianischen London und die unterschiedlichen Concept Zeichnungen zu den Waffen, Fortbewegungsmitteln und der Kleidung lassen das Herz eines jeden Steampunk-Fans höher schlagen. Auch Zeichner und Designer werden im vorliegenden Artbook viele Anregungen finden, denn „Syndicate“ ist in höchstem Maße inspirierend.

Wie schon in „The Art of Assassins Creed Unity“ konzentriert man sich auch bei „Syndicate“ mehr auf die Präsentation der aufwendigen Hintergrundillustrationen, als auf Skizzen und Concept Arts, wie man sie im ersten Artbook der Reihe noch häufiger findet. So bietet sich dem Fan aufwendiger Illustrationen und Designs mehr für’s Auge, wenngleich man verhältnismäßig wenig über die einzelnen Aspekte erfährt, denn die Kommentare sind ein wenig spärlicher gesät. Nichtsdestotrotz erfährt der Spiele-Fan eine Menge über London, die Stadtteile und die Bewohner.

Die Aufmachung des Artbooks ist rundum gelungen – das Buch kommt mit einem stabilen Schutzumschlag daher, auch die Innenseiten sind sehr stabil. Der Druck ist kräftig und farbintensiv, so dass der Preis von 25,- für das Hardcover-Artbook durchaus angemessen ist.

Wer bereits die ersten beiden Artbooks zu „The Art of Assassins Creed“ im Regal stehen hat, kommt auch an „Syndicate“ nicht vorbei. Das bei Tokyopop erschienene Buch bietet wundervolle Illustrationen und Concept Designs, und spannende und interessante Hintergrundinformationen. Fans der Spiele-Reihe kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, doch auch Liebhaber der populären Steampunk-Genres und Grafiker/Illustratoren sollten einen Blick riskieren. „Syndicate“ ist inspirierend und bietet einen Fundus an tollen grafischen und informativen Hintergründen, die man entweder für eigene Zeichnungen oder auch für passende, private Rollenspielrunden nutzen kann. Sehr zu empfehlen!

The Art of Assassins Creed Syndicate: © 2015 Titan Books / Ubisoft  / Tokyopop

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