Hybrid Child

Name: Hybrid Child
Englischer Name: Hybrid Child
Originaltitel: Hybrid Child
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2008
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Shungiku Nakamura
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
„Hybrid Child“ vereint mehrere kurze Geschichten über Liebe, Verlust und dem eigentlichen Sinn des Lebens in sich.

Dabei lernt man den jungen Kotaro und Hazuki kennen. Kotaro rettete Hazuki als kleiner Junge von einem Schrottplatz, wo man das „Hybrid Child“ einfach so entsorgt hatte. Hybrid Children sind künstliche Wesen, weder Mensch noch Maschine, die sich erst durch die Liebe und Fürsorge ihrer Besitzer weiterentwickeln und wachsen. Als Hazuki nun anfängt Fehlfunktionen zu haben wendet sich Kotaro an dessen Erschaffer Kuroda mit dem verzweifelten Wunsch einer Reparatur. Doch dieser macht ihm keine großen Hoffnungen. Dennoch ist Kotaro bereit alles zu tun, um Hazuki zu retten, denn ein Leben ohne ihn ist einfach unvorstellbar!

In einer weiteren Geschichte wundert sich Yuzu, ebenfalls ein Hybrid Child, warum er trotz der Fürsorge seines Besitzers nicht wächst. Was ist es, was ihn daran hindert? Warum ist sein Besitzer oft so traurig und sitzt ganz allein in einem Meer aus Blumen im Garten? Nach einem Tipp eines erwachsenen Hybrid Childs, verlangt er von Ichi mit ihm Liebe zu machen, damit er endlich wächst! Dieser geht darauf aber nicht ein und erst nach einem Anschlag auf das Leben seines Besitzers, bei dem dieser schwer verletzt wird, wird ihm klar, was ihm gefehlt hatte, um zu wachsen.

Der Rest des Bandes beschäftigt sich dann mit Kuroda und dessen tragischer Vergangenheit. Erst nach einem großen Verlust, der ihn tief prägte, begann er Hybrid Children herzustellen. Vermutlich um auf eine verdrehte Art das zurückzubekommen, was er einst auf tragische Weise verlor.

Eigene Meinung
„Hybrid Child“ ist ein wirklich toller Manga, voller Melancholie, einer Spur Witz aber auch reichlich Liebe! Mir gefällt das Zusammenspiel dieser Komponenten sehr gut. So gut, dass einem schon mal die Augen feucht wurden oder man einfach nur lächeln musste.

Nach dem Inhalt des Einzelbandes entstand in Japan auch ein Hörspiel sowie eine vierteilige OVA, die auch hier zu Lande unter Boys Love Fans sehr beliebt ist. Auch ich kenne sie natürlich und freute mich daher um so mehr, dass nun auch der Manga dazu bei uns auf Deutsch erschien ist.

Bisher hat mich aber auch noch kein Manga von Shungiku Nakamura enttäuscht. Sowohl „Junjo Romantica“ als auch „Sekaiichi Hatsukoi“ waren und sind wirklich tolle Manga von ihr, die auch ich im Regal stehen hab. Daher freue ich mich auch sehr über diesen Einzelband. Klar hätte man noch mehr aus der Geschichte um die Hybrid Children machen können, aber auch so war das Lesen ein Genuss.

Die Zeichnungen sind Geschmackssache, denn sie sind doch ein wenig kantiger und nicht so weich, wie bei anderen Manga des Genre. Zudem gleichen die Charaktere auch denen aus den anderen Werken der Mangaka. Man sieht darüber aber gern hinweg, denn die Geschichten sind einfach gut und spannend erzählt.

Mit dem Lesen kam man gut voran, ab und an waren die Panele zwar ein wenig textlastig, aber dies machte einem in diesem Fall nicht so viel aus.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt. Zwar geschieht im sexuellen Sinn nicht all zu viel und wenn auch nicht gerade explizit, aber man sollte schon eine gewisse Reife besitzen, um die ernsten Themen des Manga wirklich nachvollziehen zu können.

Fans von Shungiku Nakamura und ihren Werken sollten auch bei „Hybrid Child“ zugreifen! Aber auch Neulinge oder Boys Love Fans generell ist der Manga an’s Herz zu legen!

Hybrid Child: © 2008 Shungiku Nakamura, Kadokawa/ Carlsen

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Die letzte Reise der Schmetterlinge

Name: Die letzte Reise der Schmetterlinge
Englischer Name:
Originaltitel: Cho-No-Michiyuki
Herausgebracht: Japan: Ran Takahama 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kan Takahama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 14,90 €

Story
Das Leben einer Kurtisane in der Edo-Periode Japans ist nicht leicht.

Als junges Mädchen von ihrem eigenen Vater, an ein Freudenhaus, verkauft meistert Kicho dennoch tapfer ihr Leben. In dieser ihr fremden Welt steigt sie zur meist begehrten und teuersten Kurtisane der damaligen Zeit auf.

Das dahinter aber die Liebe zu einem bestimmten Mann steckt weiß kaum einer. Sie benutzt die Freier für ihre Zwecke, um denen zu helfen, die sie liebt und doch lässt sie es gerade diese Menschen nicht wissen, um ihnen nicht weiter weh zu tun.

Dabei hadert sie immer wieder mit sich. Gerade wenn einer ihrer Freier ein netter älterer Arzt ist, der sich wirklich in sie zu verlieben scheint! Aber die Liebe zu dem anderen Mann ist stärker, selbst über den Tod hinaus!

Eigene Meinung
Die letzte Reise der Schmetterlinge“ ist wirklich eine tolle Graphic Novel. So schwer das Leben für Kicho auch ist, so wird sie nie für ihre Taten verurteilt. Vielmehr versucht uns die Autorin näher zu bringen warum sie tut, was sie tut und diese Geschichte ist wirklich herzergreifend und oft auch sehr tragisch. Wie soll man es auch verkraften verkauft zu werden? Wie es unbeschadet überstehen sich immer wieder fremden Männern hinzugeben? Warum nicht nutzen was man anbietet, um zu bekommen was man möchte? Dies tut sie nur um heimlich denen zu helfen, die sie liebt, auch wenn diese es nicht wissen und sie dafür durchaus zuerst gehasst wird. All das erträgt sie, bis zum bitteren Ende tapfer und man wünscht ihr wirklich bald, auch wenn es tragisch ist, mit ihrer Lieber wieder vereint zu werden.

Die Zeichnungen sind wirklich toll. Sehr detailliert, was einen in die damalige Ära wirklich eintauchen lässt. Dabei wird auch nicht mit nackter Haut gegeizt, allerdings alles eher geschmackvoll, als auf die vulgäre Art.

Mit dem Lesen kam man gut voran, ab und an waren die Panele ein wenig textlastig, aber darüber konnte man bei dieser wirklich interessanten Geschichte gern hinweg sehen.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist gut gewählt. Jüngeren Lesern würde auch die Reife fehlen, um die genauen Hintergründe, für das was Kicho tut, zu verstehen.

Fans von wirklich guten historischen Geschichten, die auch nicht vor einer gewissen Dramatik zurück scheuen, sollten bei „Die letzte Reise der Schmetterlinge“ unbedingt zugreifen. Zwar ist die Graphic Novel mit 14,90 € ein wenig teuer aber für den Umfang und die Aufmachung des Covers, sowie die Qualität der Geschichte doch in Ordnung!

Die Reise der letzten Schmetterlinge: © 2015 Ran Takahama, Ran Takahama/ Carlsen

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Vertraute Fremde

Name: Vertraute Fremde
Englischer Name:
Originaltitel: Haruka na machi e
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2005
Deutschland: Carlsen 2007
Mangaka: Jiro Taniguchi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,90 €

Story
Der Architekt Hiroshi Nakahara staunt nicht schlecht: Auf dem Heimweg von einer Geschäftsreise nach einer durchzechten Nacht nicht aufgepasst, schon sitzt er versehentlich im falschen Zug. Der fährt nicht etwa zurück nach Tokyo, sondern in seine Heimatstadt Kurayoshi. Um die Zeit bis zum nächsten Schnellzug in die Hauptstadt zu überbrücken, entschließt er sich kurzerhand spontan zu einem Besuch am Grab seiner Mutter. Während er dort betet, wird er plötzlich ohnmächtig – und erwacht in seinem jüngeren Ich als 14-jähriger Mittelschüler! Schnell muss er feststellen, dass nicht nur sein Körper geschrumpft, sondern er auch durch die Zeit gereist ist, zurück ins Jahr 1963.

Auch sein Elternhaus findet er unverändert vor. Wie soll er mit seinem 48-jährigen Geist wieder die Rolle des unmündigen Schülers und Sohnes spielen? Nach anfänglichen Zweifeln und kleineren Schwierigkeiten fügt sich Nakahara schnell in sein altes Ich ein. Es macht ihm Spaß mit alten Freunden abzuhängen, die er zwischenzeitlich aus den Augen verloren hat. In der Schule wird er in mehreren Fächern als Musterschüler gefeiert. Sogar ein Mädchen interessiert sich für ihn.

Am Wichtigsten ist Nakahara aber eines: sein Vater. Der verließ just im Sommer 1963 von einem Tag auf den anderen seine Familie und kehrte nie zurück. Bekommt er etwa eine zweite Chance, das große Rätsel seiner Familiengeschichte zu lösen, das ihn nie losgelassen hat? Oder schafft er es womöglich sogar, die Vergangenheit zu ändern und seinen Vater aufzuhalten?

Eigene Meinung
„Vertraute Fremde“ (im Original „Haruka na machi e“, dt. etwa „Hin zur fernen Stadt“) ist die erste Graphic Novel von Jiro Taniguchi, die bei Carlsen in deutscher Sprache herauskam und ohne Zweifel eines der unterhaltsamstem Werke des Meisters der leisen Töne. Der Lesende wird entführt in die Heimatprovinz des Autors und in eine Zeit, in der auch er seine Jugend dort verlebte. Zeitreisen sind in der Populärkultur wahrlich nicht neu, aber Taniguchi schafft das Kunststück, dem Motiv wesentlich mehr Seele einzuhauchen als die Frage „Würde ich alles nochmal so machen?“. Sein Medium ist dabei der Protagonist Nakahara, der erstaunlich ruhig mit seiner neuen Situation umgeht. Der Wunsch in ihm, seinen Vater bei der Familie zu halten oder zumindest den Grund für dessen Weggang zu verstehen, treiben ihn an. Das führt dazu, dass er nicht nur die Menschen um sich herum, sondern auch sich selbst mit neuen Augen wahrnimmt.

Taniguchis strikte Panelaufteilung und die naturalistischen Hintergründe kommen den Comic-gewöhnten Europäern zupass. Sie erzeugen aber auch eine Sehnsucht, nicht an die „gute alte Zeit“, aber an die Schwierigkeiten und schönen Erlebnisse, die mit der Jugendzeit einhergehen – philosophisch und mit einem Schuss Melancholie. Seine Zeichnungen erwecken die 1960er-Jahre in der japanischen Provinz zum Leben.

Bis zum überraschenden Schluss ist man gefesselt von gut 400 Seiten starken Band, der in westlicher Leserichtung erscheint. Prädikat: Lesenswert!

© Rockita

Vertraute Fremde: © 2005  Jiro Taniguchi  Shogakukan / Carlsen

 

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Fairy Tail Ice Trail

Name: Fairy Tail Ice Trail
Englischer Name: Fairy Tail: Ice Trail
Originaltitel: Tale of Fairy Tail Ice Trail
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Originalstory: Hiro Mashima
Zeichnungen: Yusuke Shirato
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,99 €

Story
In „Ice Trail – Tale of Fairy Tail“ dreht sich alles um Gray Fullbuster und sein Leben vor seinem Beitritt in die Gilde „Fairy Tail“!

Der junge Eismagier macht sich auf auf eine Trainingsreise. Er will die Welt sehen und dabei stärker werden, in dem er mächtige Magier findet und sich mit diesen misst, um an Erfahrung und Macht zu gewinnen.

Auf dem Weg durch die Welt trifft er immer wieder auf Schwierigkeiten und andere Gilden, welche er meist schlagkräftig mit seiner Magie aus dem Weg räumen muss. Dabei tritt er unter anderem gegen Nez Booms an, den Gildenmeister von „Chrono Noise“, um die junge Nano aus dessen Händen zu befreien!

Danach verschlägt es ihn in das Magiergefängnis Black Vox, um dieses gegen die Gilde „Five Bridge Familia“ zu verteidigen, die ihren Gildenmeister befreien wollen. Dort trifft er auch auf Gildarts Clive, dem er sich für eine Weile anschließt, um ein junges Mädchen und dessen Schwester aus der Gewalt eines Verbrechers zu befreien.

Nach diesem Kampf trennen sich ihre Wege und Gray macht sich auf den Weg nach Magnolia, um sich die Gilde „Fairy Tail“ näher anzusehen und ihr gegebenfalls beizutreten. Auf dem Weg trifft er das erste Mal auf Pause Lightless und Doronbo, die ihn nachhaltig durch ihre gemeinsamen Abenteuer prägen werden!

Eigene Meinung
Mir hat „Ice Trail“ wirklich gut gefallen! Gray hat seinen ganz eigenen Charme und es war schön zu erfahren, wie er überhaupt zur Gilde „Fairy Tail“ gekommen ist. Er trifft dabei auf einige bekannte, aber auch unbekannte Gesichter, die alle liebevoll gestaltet wurden und den Manga um so interessanter machen. Dabei ist er Manga durchweg spannend, zumal er mit über 400 Seiten auch einen wirklich starken Umfang hat. Dadurch wird die Geschichte aber auch gleich abgeschlossen, was mir gefiel, da man so nicht auf weitere Bände zu warten hat. Ein bis zwei Dinge bleiben ein wenig offen, werden aber im Hauptmanga oder auch dem Anime noch aufgeklärt!

Die Zeichnungen sind vergleichbar mit denen von „Fairy Tail“, was man mögen muss, weil die ihren ganz eigenen Stil haben! Details, besonders in den Kämpfen, sind reichlich vorhanden und jeder Charakter wird durch sein Aussehen noch in seinem Wesen unterstrichen.

Mit dem Lesen kam man trotz des großen Umfangs gut voran. Ab und an waren die Panele ein wenig textlastig, aber darüber sah man gern hinweg, denn der Manga ist durchweg spannend und fesselt einen richtig!

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren. Oft geht es doch recht brutal in den Kämpfen her, so das ich die Altersempfehlung schon eher bei 12 Jahren ansetzen würde.

Fans von „Fairy Tail“ sollten auf jeden Fall bei „Ice Trail“ zu greifen! Auch Neulinge, die den Hauptmanga noch nicht kennen, können gern einen Blick riskieren und sich erst dann diesem widmen!

Fairy Tail Ice Trail: © 2015 Hiro Mashima, Yusuke Shirato/ Kodansha/ Carlsen

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Manga News Nr. 716

Diese Woche gibt es folgende neue Review:
Die Tanuki-Prinzessin
Durarara!!
Kiss X Death
My Hero Academia Ultra Archive
Und wenn ich dich lieben würde?
Zeig mir, was Liebe ist

 

Carlsen_Manga_LogoCarlsen hat die neuen Bände für diesen Monat ausgeliefert:
Anonymous Noise 3
Assassination Classroom 20
Attack on Titan 21
Billy Bat 19
Border 7
Der Gourmet II: Auf den Spuren feiner Kochkunst
Dreamin‘ Sun 2
Fairy Tail 55
Food Wars – Shokugeki no Soma 12
Murciélago 5
My Hero Academia 10
Naruto Massiv 5
Okitenemuru 6
One Week Friends 5
Overlord 4
Personal Paradise 4: Killer Kid I (Neuausgabe)
Q (Ku) 3
Takane & Hana 1
The Royal Tutor 3
Vinland Saga Doppelpack (Band 1+2)

Panini-Manga-logoPanini Manga hat die folgenden neuen Bände veröffentlicht:
12 Beast – Vom Gamer zum Ninja 4
Kiss x Death 4
My Love Story!! – Ore Monogatari 7
Pokémon: Schwarz und Weiss II 1
Twin Star Exorcists: Onmyoji 8

Japanische Manga-Charts vom 15. bis 21. Januar 2018 von Oricon
01. Kingdom #49
02. Tokyo Ghoul:re #14
03. Major 2nd #12
04. Kaguya-sama wa tsugerasetai: Tensaitachi no ren’ai zunôsen #8
05. Sô-Bô-Tei Kowasu beshi #7
06. Kuss um Mitternacht #7
07. Fire Force #12
08. The Promised Neverland #7
09. Hakumei to Mikochi #6
10. Nanatsuya Shinobu no hôsekibako #6

Quelle: www.oricon.co.jp

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My Hero Academia Ultra Archive

Name: My Hero Academia Ultra Archive
Englischer Name: My Hero Academia Ultra Archive
Originaltitel: Boku no Hero Academia Character Book Ultra Archive
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kohei Horikoshi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 9,99 €

Inhalt & Eigene Meinung
Es war nur eine Frage der Zeit, bis „My Hero Academia“, ein Überraschungserfolg der letzten Jahre, das erste Guide Book zur Serie erhalten würde. Dieses erste „Ultra Archive“ umfasst etwa die Ereignisse der ersten neun Bände.

Bei der Review hatte ich geschrieben, dass es ganz schön viele Charaktere und Fähigkeiten sind, die bei „My Hero Academia“ auf die Lesenden hereinprasseln. Der nun vorliegende Band nimmt sich dieser Problematik dankbar an und schafft es, die Figuren trotz ihrer Unterschiedlichkeit in einer übersichtlichen und liebevoll gestalteten Enzyklopädie zusammenzufassen.

Doch Schritt für Schritt: Im „Ultra Archive“ geht es klar strukturiert zu. Zunächst werden die Helden-Schülerinnen und Schüler vorgestellt, geordnet nach Klassen und Fakultäten. Die Zusammenfassung der Erlebnisse der Klasse 1A seit Beginn der Serien schließen sich als kommentierte Zusammenfassung an. Anschließend folgen Darstellungen der Profi-Helden und Superschurken, eine Vorstellung der Oberschule, an der die Handlung spielt sowie ein umfangreicher Anhang mit Interview, Entwürfen, Skizzen und Bonus-Manga. Eine umfangreiche Sammlung von Farbillustrationen rundet den Band ab. Zudem gibt es für diejenigen, die sich nach Goodies sehnen, noch zwei Stickerbögen als Extra obendrauf.

Jeder wichtigere Charakter erhält eine übersichtliche Doppelseite mit einem persönlichen Datenblatt und „Helden-Status“ (rechts) sowie Erläuterungen zur jeweiligen „Macke“ (Superfähigkeit) und einer Einordnung des Charakters. Darüber hinaus kommentieren jeweils ein Verbündeter – in der Regel einE MitschülerIn – sowie ein Profiheld den jeweiligen Schüler. Bei den Profihelden und den Feinden ist die Aufteilung vom Ansatz her ähnlich, nur etwas kompakter. So gibt es bei den „Guten“ etwa nur eine Einschätzung von einem Kollegen, bei den „Bösen“ stattdessen einen Vermerk in der Verbrecherakte.

Deutlich wird, dass der Band gleich für den internationalen Markt mit angelegt wurde. Das kann man aber auch über die gesamte Serie sagen. Sieht man von den Augen der Charaktere ab, wirken viele der Farbillustrationen dem US-amerikanischen Comic in Komposition, Licht-Schatten-Spielen und Aufmachung wesentlich näher als dem japanischen Manga-Bereich. Das Konzept kommt aber an.

Eigentlich kann sich bei diesem gelungenen Band alles sehen lassen. Herausheben möchte ich aber die Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse in der Serie. In Vergleichspublikationen ist das eine dröge Angelegenheit, umso mehr, wenn man die Serie kennt. Hier aber kommentieren Charaktere allein oder im Duo die jeweils nacherzählten Entwicklungen und das wirklich kurzweilig. Zudem sind die Schilderungen problemlos geeignet für Neu- und Wiedereinsteiger, die evt. nur die ersten paar Kapitel kennen. Sie machen sogar Lust, sich die Serie (wieder) anzusehen.

© Rockita

My Hero Academia Ultra Archive: © 2016  Kohei Horikoshi  Shueisha / Carlsen

 

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Assassination Classroom – Character Book

Name: Assassination Classrom – Character Book
Englischer Name: Assassination Classrom – Character Book
Originaltitel: Ansatsu kyoshitsu koshiki Character Book Meibo no jikan
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Yusei Matsui
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,99 €

Inhalt & Eigene Meinung
Kaum ist die Serie „Assassination Classroom“ in Japan abgeschlossen, legt Carlsen hierzulande mit einem Sonderband nach, um Fans der Comedy-Reihe um Alien Koro-sensei und seine Schüler bei der Stange zu halten. Wie beim japanischen Verlag Shueisha bei erfolgreichen Serien gang und gäbe, wird erstmal ein Character Book produziert, in der die liebgewonnenen Figuren genauestens unter die Lupe genommen werden. Eine Serie über eine Schulklasse mit einem enorm großen Cast bietet sich dafür umso mehr an. So gibt es nunmehr ein Werk, in dem alle Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal ausführlich vorgestellt werden: Stärken und Schwächen, besondere Fähigkeiten und Talente, Einschätzungen durch die drei wichtigsten Lehrkräfte (in Leistung, Stil und Killertraining), wichtige soziale Kontakte im Beziehungsdiagramm sowie geheime Zusatzinfos finden sich in diesem Band gebündelt. Darüber hinaus gibt es weitere Informationen zur Schule und außenstehenden Personen, die in der Handlung eine Rolle spielen. Angereichert ist der Band außerdem mit einem Sammelsurium an unterschiedlichsten Dingen (Klassenfahrt-Report, Liebesbarometer, Übersicht über Koro-senseis Posen etc.), das über alle Kapitel verteilt ist.

Die äußerliche Aufmachung ist an ein geheftetes Notizbuch angelehnt, was nicht nur bildlich, sondern auch substanziell nachvollziehbar unterstützt wird, indem der Buchrücken matt und rau, ein Großteil des Covers ansonsten aber in Hochglanz gestaltet ist. Das macht etwas her. Innerlich ist die Optik indes weniger gelungen. Selbst für japanische Verhältnisse und im Vergleich zu anderen Veröffentlichungen dieser Art sind die Seiten wirklich vollgestopft. Um zwei Beispiele zu nennen: Die Personendaten der Charaktere – in vergleichbaren Publikationen ordentlich in Tabellenform – sind hier am Ende der Seite aneinandergereiht, wohl um Platz zu sparen. Diagramme mit der Übersicht über das Maß der Fähigkeiten, die bei Characterfiles nicht fehlen dürfen, wirken wie noch schnell in die Seite gequetscht, damit man nicht darauf verzichten muss.

Unübersichtlich ist der Band leider insgesamt, angefangen schon beim Inhaltsverzeichnis an. Das wurde zwar an sich pfiffig in Form einer Tafelanschrift gestaltet, jedoch würde kaum ein Lehrer solche Tafelbilder produzieren, in denen die Inhalte der einzelnen Oberkapitel unstrukturiert durcheinander stehen. Noch dazu sind die Namen der Schüler als Sitzplan ihrer Klasse aufgeführt. Das mag wiederum nett aussehen, entspricht aber logischerweise überhaupt nicht der Klassenliste, nach der die Characterfiles geordnet sind. Sucht man einen bestimmten Charakter, muss man auf die Suche gehen – oder schneller einfach durchblättern, bis man ihn gefunden hat. So verliert aber das Inhaltsverzeichnis seinen Sinn (das im Übrigen auch „falsch herum“, sprich in westlicher Richtung im ansonsten von rechts nach links zu lesenden Band angeordnet ist.

Im Rest des Bandes wird setzt sich das fort. Einerseits sind Rubriken wie die Koro-sensei-Posen in Einzelseiten über den ganzen Band verteilt, andere Rubriken wurden ohne erkennbares System zwischen größere Kapitel gesteckt. Manche Personen werden auch doppelt vorgestellt, mal als Teil einer Gruppe (AG, Lehrerkollegium, Klasse), mal als Einzelperson.

Dem Band liegt außerdem ein kleines Beiheft „Reiseführer für Klassenfahrten“ bei, das übersichtlicher gestaltet ist, als das eigentliche Character Book. Darin werden Insiderinfos für einen Trip nach Kyoto gegeben. Für deutsche Lesende dürften einige genannte Themen eher uninteressant sein, etwa eine Lehreinheit zum Kyoto-Dialekt oder Verhaltensregeln für Schüler. Von daher ist das Heftchen eher als nett gemeintes Extra zu verstehen.

Das Preis-Leistungsverhältnis für den Band ist in Ordnung. Für knapp 290 Seiten starker Band mit vielen Farbseiten und einem Extra sind 12,99 € – da kann man nichts sagen. Es stellt sich jedoch die Frage nach dem Nutzen: Als Enzyklopädie oder Nachschlagewerk für Gelegenheitsleser ist der Band nicht wirklich geeignet. Vielmehr bietet er für eingefleischte Fans der Serie „Assassination Classroom“, die nicht auf die einfachen Charakterinfos angewiesen sind, durch Zusatzfacts eine Ergänzung zur Serie.

© Rockita

Assassination Classroom – Character Book: © 2015  Yusei Matsui  Shueisha / Carlsen

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Attack on Titan: Answers

Name: Attack on Titan: Answers
Englischer Name:
Originaltitel: Attack on Titan: Answers
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Hajime Isayama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,90 €

Inhalt & Eigene Meinung
„Attack on Titan: Answers“ gibt einen guten Einblick in die Geschichte hinter den Titanen, der gleichnamigen Reihe.

Was sind sie? Was wollen sie? Warum sind sie hinter Eren her? Wie sah Levis Vergangenheit aus? Wie steht Mikasas Familie zu den Titanen? All diese Fragen werden beantwortet, aber auch viele neue Fragen werden aufgeworfen, die in den kommenden Bänden des Manga wohl aufgeklärt werden.

Man zeigt zudem die Auswirkungen auf die Menschheit und den Aufklärungstrupp und macht Andeutungen was diese Enthüllungen für die Zukunft bedeuten könnten!

Zudem beantwortet Hajime Isayama auf einigen Seiten Fragen zu bestimmten Aspekten seiner Geschichte und Charaktere!

Zusätzlich enthält der Band auch den gepanzerten und den weiblichen Titanen als Pappaufsteller, mit Anleitung zum zusammenbauen!

Fans von „Attack on Titan“ sollten unbedingt zugreifen, um ihre Sammlung zu vervollständigen! Neulinge sollten jedoch lieber mit dem Manga beginnen.

Attack on Titan Answers: © 2016 Hajime Isayama, Kodansha/ Carlsen

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Caribu Marley, Autor von „Old Boy“, ist tot

Laut dem offiziellen Twitter Account von Kadokawas Monthly Comic Beam Magazin ist der Autor und Mangaka Caribu Marley am 7. Januar verstorben. Er wurde 70 Jahre alt.

Marley zeichnete Manga unter zahlreichen Pseudonymen, darunter Garon Tsuchiya, Hijikata Yūmine, Dark Master, Tsubakiya no Minamoto und Marginal. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Manga „Old Boy“ (veröffentlicht unter dem Pseudonym Garon Tsuchiya) welcher in Zusammenarbeit mit Nobuaki Minegishi von 1996 bis 1998 im Manga Action Magazin des Futabasha Verlags erschien. Hierzulande erschien die Serie bei Carlsen im Jahr 2006.

Der Manga inspirierte zwei Realverfilmungen: eine Südkoreanische im Jahr 2003 (Regie: Park Chan-wook), und eine Amerikanische im Jahr 2013 (Regie: Spike Lee).

Quelle: ANN

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