K – Countdown

Name: K – Countdown
Englischer Name:
Originaltitel: K – Countdown
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Original: GoRA – GoHands
Story: Rei Rairaku (GoRA)
Zeichnungen: Yui Kuroe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach den Geschehnissen in „K – Missing Kings“ hat sich einiges bei den Clans geändert.

Anna ist nun der neue „Rote König“ und muss sich erst mal das Vertrauen und die Loyalität ihrer Leute sichern. Was allerdings nicht so leicht ist, wenn schon neue Gefahr droht und man sie aus ihrem Gebiet zu vertreiben versucht.

Derweil begeben sich der „Blaue König“, Fushimi und Awashima, auf Familienbesuch. Munaktas Bruder, der ebenfalls bei den Reparaturarbeiten am Mihashira-Tower mitarbeitet, hat sie dazu genötigt. Ein Interessanter Abend nimmt seinen Lauf, bevor die Pflicht wieder ruft.

Nebenbei suchen Kuro und Neko noch immer nach dem verschwundene, silbernen König Yashiro und geraten darüber in Streit, was zu einigen Verwicklungen führt. Derweil befindet sich Yashiro auf dem Luftschiff „Himmelsreich“. Er erholt sich dort von seinen Verletzungen und verabschiedet einen alten Freund, an den er sich mit einigem Wehmut erinnert.

Schnell holt sie alle allerdings die Realität ein. Was geschieht nun mit dem „Goldenen Clan“, nachdem dessen König tot ist? Was hat der „Grüne Clan“ nun vor? Und was für Auswirkungen wird der Riss im Damoklesschwert des „Blauen Königs“ noch haben?

Eigene Meinung
Fans der Manga-Reihe „K“ und dessen Animes, Novellen und Filme, sollten auf jeden Fall auch bei „K-Countdown“ zugreifen, um ihre Sammlung zu vergrößern.

Jene Leser die gerade mit dem Gedanken spielen sich der Reihe widmen zu wollen, sollten allerdings erst Mal mit „K – The First“ starten. Ansonsten kommt man nämlich nicht mehr mit, da in den weiteren Manga vorausgesetzt wird, das man die Charaktere kennt. „K – Countdown“ ist mit dem zweiten Band abgeschlossen und leitet so zum nächsten Teil der Geschichte über.

Es ist allerdings verwunderlich, dass EMA die chronologische Reihenfolge der „K“-Reihe ignoriert. Chronologisch hätte erst einmal „Missing Kings“ veröffentlicht werden sollen und dann „K – Countdown“, da dieser daran anschließt und sicher nicht jeder den Animefilm gesehen hat.

Gut war der Manga aber wie immer. Es war amüsant ein wenig hinter die Kulissen zu sehen. Gerade Munakatas Familie hatte schon was an sich, da sie eben einfach so normal sind. Was besonders seine Untergebenen irritiert und Fushimi in Verzweiflung fallen ließ, da ihm dieser Besuch so was von unangenehm war. Aber auch Anna macht ihre Sache gut, obwohl sie noch so jung ist und gewinnt recht schnell die Herzen ihrer Leute, auch wenn es niemals wieder so sein wird, wie es unter dem vorherigen König war. Am witzigsten war dann aber der Teil mit Kuro und Neko, die sich ein ganz schönes Katz und Mausspiel geliefert haben und Neko auch nicht vor nackten Tatsachen zurückschreckte, um Kuro zu entkommen. Aber am Ende rauft man sich doch zusammen und hofft das es einen wichtigen Grund hat warum Yashiro noch nicht zu ihnen zurück gekehrt ist.

Zeichnerisch ist der Manga gut, aber wie beim Vorgänger auch kommen mir die Charaktere einfach wieder zu kindlich rüber, aber das ist eben Geschmackssache.

Der Manga ist für Leser ab 12 Jahren geeignet. Zwar kommt bisher noch nicht viel Action vor, dies kann sich aber im Folgeband noch ändern!

Fans von „K“ sollten auf jeden Fall bei „K – Countdown“ zugreifen! Solche die es noch werden wollen, ebenso!

K – Countdown: © Rei Reiraku, Yui Kuroe, GoRA – GoHands, Kodansha/ EMA

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Die magische Konditorin Kosaki

Name: Die magische Konditorin Kosaki
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Pâtissière Kosaki-chan
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Naoshi Komi
Zeichnungen: Taishi Tsutsui
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Ein epochales Chaos steht kurz bevor, denn das Verhältnis des Manas, die Energiequelle allen Lebens, zwischen unserer Welt und der Zauberwelt ist gestört. Immer mehr Menschen werden aggressiv und begehen Straftaten, weil in ihnen das bösartige, dunkle Mana überhand nimmt.

Nur Menschen mit besonderen Kräften können dieses sensible Gleichgewicht wiederherstellen. Kosaki ist eine von ihnen. Eigentlich möchte sie einfach nur in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und irgendwann die Konditorei der Familie übernehmen. Gäbe es dabei nicht ein Problem – Kosaki kann einfach nicht backen. Dabei würde sie zu gerne, dass eines Tages der Schulsprecher Raku, den sie aus der Ferne anhimmelt, eines ihrer Kuchen probiert und es ihm schmeckt.

Doch nun rückt ihr Traum in weite Ferne. Denn als Kosaki mit ansehen muss, wie ihr geliebter Raku bei einem Raubüberfall in einer Bank als Geisel festgehalten wird, geht sie unüberlegt einen Deal mit dem gesandten der Zauberwelt namens Rurlin ein, um ihn zu retten.
Seitdem muss sie als Magical Girl dafür sorgen, dass das böse Mana verbannt und dem Drahtzieher hinter alle den Machenschaften, Dr. Maiko, das Handwerk gelegt wird.

Und zu allem Überfluss kommt auch noch hinzu, dass seit dem Banküberfall auch Raku Gefühle für Kosaki hegt, allerdings nur für ihre geheime Identität als Magical Girl.

Eigene Meinung
Bei der Serie „Die magische Konditorin Kosaki“ handelt es sich um ein Spin-off zur Mangaserie „Nisekoi“. Fans von „Nisekoi“ dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren freuen, auch wenn sie nun in andere Rollen schlüpfen. Unter anderem trifft man in „Die magische Konditorin Kosaki“ auf Raku, Kosaki und Chitoge.

Lustig ist natürlich auch der Perspektivwechsel, denn dieses Mal wird die Geschichte aus Sicht von Kosaki erzählt, die unsterblich in Raku verliebt ist, und nicht umgekehrt. Vorkenntnisse über die Serie „Nisekoi“ sind übrigens nicht nötig, wenn man „Die magische Konditorin Kosaki“ lesen möchte.

Die Handlung von „Die magische Konditorin Kosaki“ sollte man, ähnlich wie „Nisekoi“, auch dieses Mal nicht zu ernst nehmen. Die Serie setzt auf viel Humor und Slapstick. So muss Kosaki jedes Mal, wenn sie sich in ein Magical Girl verwandelt, allen Mut zusammennehmen, da sie dabei splitterfasernackt ist. Und auch sonst wird an Aufnahmen von Unterwäsche nicht gegeizt.
Zu guter Letzt hat auch „Die magische Konditorin Kosaki“ das gleiche Problem, wie alle Magical Girl-Serien: Die Tarnung der Charaktere kann noch so schlecht sein, niemand erkennt, wer in Wahrheit hinter den Magical Girls und Bösewichten steckt. Dabei ist sofort klar, dass hinter dem Fiesling Dr. Maiko, Kosakis Vertrauenslehrer Herr Maiko steckt.

Die Zeichnungen von „Die magische Konditorin Kosaki“ sind überraschenderweise nicht mehr von Naoshi Komi, sondern von Taishi Tsutsui. Dabei kommt grad die Schnelligkeit der Kampfszenen und die Dynamik gut zu Geltung. Zeichnerisch kann „Die magische Konditorin Kosaki“ wirklich punkten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Die magische Konditorin Kosaki“ eine einfache und niedliche Unterhaltung ist, die vor allem Fans von „Nisekoi“ erfreuen dürfte

© Izumi Mikage

Die magische Konditorin Kosaki: © 2015 Naoshi Komi/ Taushi Tsutsui, Shueisha/ KAZÈ

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Honey come Honey

Name: Honey come Honey
Englischer Name:
Originaltitel: Honikamu Honey
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die hübsche und zierliche Mitsu liebt die niedlichen und verspielten Accessoires des Designers „Honey X Baddy“. Ihr Heiligtum ist ihre „Honey X Baddy“-Haarklammer, die sie jeden Tag trägt.

Umso überraschter ist sie, als sie herausfindet, dass der gefürchtete Kumagaya, der mit ihr in eine Klasse geht, der Hersteller und Designer von „Honey X Baddy“ ist! Kumagaya ist als Schulschläger bekannt und wird von allen nur der „grausame Grizzy“ genannt.

Wie Mitsu aber feststellen muss, ist Kumagaya gar nicht aggressiv. Lediglich sein Aussehen, bei dem selbst Kinder anfangen zu weinen, verschafft ihn diesen zweifelhaften Ruf. Daher erstellt er seine Broschen und Anhänger auch unter einem Synonym.

Doch auch Kumagaya muss feststellen, dass nicht nur sein Erscheinungsbild täuscht. Auch die kleine Mitsu ist nicht so schwach, wie sie aussieht. Sie ist ein Kampfsport-Profi und weiß sich gegen aufdringliche Verehrer zu verteidigen.

Und da sich Gegensätze vermeintlich anziehen, finden Kumagaya und Mitsu schnell Gefallen aneinander. Sie will Kumagaya, der im Umgang mit Personen durch seine Einsamkeit mittlerweile etwas ungeschickt geworden ist, helfen, Anklang zu finden.

Doch als der Prinz der Schule, Nakaoji, auftaucht und behauptet, die Puppen fürs Schulfest wären von ihm anstatt von Kumagaya, sind alle Pläne von Mitsu mit einem Schlag zunichte gemacht. Und zu allem Überfluss scheint Nakaoji auch noch Gefallen an Mitsu gefunden zu haben.

Eigene Meinung
„Honey come Honey“ ist ein zuckersüßer und toller Manga. Die Geschichte um den grummligen Kumagaya ist herzallerliebst. Gerade die Unbeholfenheit, wie Kumagaya mit anderen Personen umgeht, ist so entzückend. Dabei meint er es immer nur gut und agiert wie ein Gentleman, stände ihm nicht sein bösartig wirkendes Aussehen im Weg.

Ein wenig erinnert die Handlung von „Honey come Honey“ an die Manga-Serie „Otomen“, denn auch „Honey come Honey“ spielt mit Klischees und vertauscht bewusst die typischen Geschlechterrollen.

Mit Auftritt des Prinzen Nakaoji ist Mangaka Yuki Shiraishi ein schlauer Schachzug gelungen, da er die Geschichte als ebenbürtiger Kontrahent noch mal deutlich ankurbelt.

Die Zeichnungen von Yuki Shiraishi sind sehr ansprechend. Natürlich werden typische Shojo-Elemente aufgegriffen. Insbesondere die Accessoires wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und sind unglaublich niedlich. Da wünscht man sich glatt eine Haarklammer von „Honey X Baddy“ als kleines Extra zum nächsten Band.

Rundum hat man bei „Honey come Honey“ eine Menge Spaß beim Lesen und erwartet voller Vorfreude das nächste Band der Serie.

© Izumi Mikage

Honey come Honey: © 2017 Yuki Shiraishi, Shugakukan/ Tokyopop

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Fairy Girls

Name: Fairy Girls
Englischer Name: Fairy Girls
Originaltitel: Fairy Girls
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Mangaka: BOKU
Originalstory: Hiro Mashima
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Bei der „Vorführung großer Magie“ dürfen natürlich auch die Magier der Fairy Tail Gilde nicht fehlen. Deshalb verweilen diese auch momentan in Crocus, der Hauptstadt Fiores. Nach dem Sieg bei dem Fest geht es dann für die Damen von Fairy Tail noch auf eine Sightseeing- bzw. Shoppingtour durch die Stadt. Doch wie so oft geraten sie mal wieder in Schwierigkeiten, als eine Doppelgänger Gilde Fairy Tail verunglimpft und dann auch noch eine Verschwörung planen, der sich Lucy, Elsa, Wendy und Jubia aber tapfer stellen. Dabei geht natürlich wieder einiges zu Bruch, aber das nimmt man in Kauf, wenn gar das Überleben des Königs auf dem Spiel steht!

Können die Vier den König retten oder sieht die Zukunft Fiores düster aus?

Eigene Meinung
„Fairy Girls“ ist ein witziger aber auch actionreicher Spin-off zu „Fairy Tail“.

Ich fand es toll, dass mal nur die Mädchen der Gilde einen Auftritt hatten und zeigen konnten was so alles in ihnen steckt und das man nicht immer männliche Unterstützung braucht, um ein ganzes Königreich zu retten. Dabei wurde das Augenmerk auf Lucy, Elsa, Wendy und Jubia gelegt und diese auch wirklich toll zur Geltung gebracht, da sie ganz ihren Charakteren in Fairy Tail entsprachen. Besonders Jubia bringt einen wegen ihrer Schwärmerei für Gray immer wieder zum schmunzeln.

Zeichnerisch ist der Manga eben ganz „Fairy Tail“. Die Mädchen sind toll getroffen, bieten einige Schauwerte, was für mich als Frau, ruhig etwas weniger hätte sein können. Ansonsten geht es eben sehr actionreich in den Kampfszenen zu, welche sehr dynamisch gezeichnet wurden und daher wirklich richtig gut zur Geltung kommen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt perfekt. Die actionreiche Geschichte wird immer wieder mit viel Witz aufgelockert und ist auch nie zu brutal.

„Fairy Girls“ ist auf jeden Fall zu empfehlen, besonders für Fans von „Fairy Tail“ und all jenen die witzige Fantasygeschichten mit reichlich Action mögen!

Fairy Girls: © 2015 BOKU, Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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IM – Great Priest Imhotep

Name: IM – Great Priest Imhotep
Englischer Name: IM: The Great Priest Imhotep
Originaltitel: IM
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Makoto Morishita
Bände: 11 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Vor 3.000 Jahre verschwand in der Geschichtsaufzeichnung der Hohepriester Imhotep auf einmal spurlos. Was niemand ahnen konnte war, dass dieser in der heutigen Zeit wieder auftaucht, um Magai zu fangen. Diese falschen Götter nisten sich in Menschen ein und verbreiten Chaos und Tod.

Bei diesem Unterfangen trifft der Hohepriester auf die Schülerin Hinome, die seit einigen Jahren von einem Magai besessen ist. Nachdem er sie von dessen Einfluss befreit hat, nistet er sich bei ihr und ihrem Vater ein und erklärt deren Haus zu seinem neuen Palast und sie zu seiner Helferin im Kampf gegen die Magai.

Zu allem Überfluss taucht dann auch noch ein Kind Anubis in Form eines katzengleichen Wesens auf, um ein Auge auf Imhotep zu haben. Dies artet aber in nur noch mehr Chaos aus, dabei haben sie sich schon genug Gefahren zu stellen. Darunter auch Imhoteps eigener Vergangenheit!

Eigene Meinung
Mir gefiel „IM – Great Priest Imhotep“ sehr gut. Zwar bedient der Manga einige Klischees des Genre, ist dabei aber auf seine eigene Art lustig und spannend, so dass man schon gern erfahren möchte, was es mit Imhotep eigentlich auf sich hat. Wobei dies auch das große Plus des Manga ist! Man bekommt zwar Informationen über seine Vorgeschichte, aber immer nur in kleinen Happen, so dass man wirklich auf jede neue Information darüber brennt. Diese Vergangenheit war nämlich alles andere als leicht und wohl auch ziemlich tragisch.

Zudem wird es interessant zu sehen sein, wie sich Hinome und der kleine Anbuis weiter in die Geschichte einbringen werden. Spannend bleibt es auf jeden Fall!

Zeichnerisch fand ich den Manga auch sehr gelungen. Es gibt immer wieder deutlich überzeichnete Szenen in den witzigen Momenten, was die Komik des Moments noch hervorhebt. Wogegen es in den actionreichen Szenen ziemlich zur Sache geht. Dabei wird aber auch besonders viel Wert auf die ägyptischen Details und die Darstellung der Magai gelegt, was bei dem Grundthema des Manga ja auch ein Muss ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und passt sehr gut, da es doch recht actionreich zu geht und es doch ein paar Szenen gibt, für die man schon eine gewisse Reife haben sollte, um sie gänzlich zu verstehen.

Fans von wirklich spannenden Geschichten, welche auch mit einigem Witz immer wieder aufgelockert werden, sollten bei „IM – Great Priest Imhotep“ unbedingt zu greifen!

IM – Great Priest Imhotep: © 2015 Makoto Morishita, SQUARE ENIX/ Carlsen

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Let´s Destroy the Idol Dream

Name: Let´s Destory the Idol Dream
Englischer Name:
Originaltitel: Oretachi Maji-ko Destroy
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Marumero Tanaka
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Tomo, dessen Leben aus seiner Sicht vor Langeweile nur zu strotzt und der so gar keinen Antrieb hat irgendwas zu tun, kommt auf einmal auf die Idee Neo Idol zu werden.

Er überredet seine Freunde Nina und Meg ebenfalls dazu und die drei werden zunächst ein Trio. Wider erwarten nimmt Tomo diese Idee auch wirklich mal ernst und legt sich ins Zeug. Im Verlauf ihres doch holprigen Starts gesellen sich noch weitere Jungs zu ihnen.

Sei es nun ein Songwriter, zwei bisher gescheiterte Neo Idols oder ein Mitschüler, der endlich aus seinem strengen Elternhaus ausbrechen möchte. Dabei läuft natürlich so einiges schief, aber sie alle scheinen ihren Traum nun gemeinsam verfolgen zu wollen!

Werden sie es in der Welt der Neo Idols wirklich schaffen? Kommen sie an die Spitze?

Eigene Meinung
„Let´s Destroy the Idol Dream“ hat mir auf jeden Fall besser gefallen als „Come to where the Bitch Boys are“! Dieser hatte beim letzten Mal einfach zu wenig Handlung, da es im Grunde nur um Sex und das Gerede darüber ging.

Dagegen ist dieser Manga nun doch etwas braver und für mich interessanter. Boys Love kann man den zwar jetzt nicht nennen und ich weiß nicht in wie weit sich das eventuell noch ändert! Es scheint zumindest so zu sein, dass einer der Charaktere etwas für Meg übrig hat, aber darauf wird man vermutlich erst eine Antwort in den nächsten Bänden bekommen. Es wird auch spannend sein zu erfahren, ob Tomo nun wirklich mal am Ball bleibt oder doch wieder alles hinwirft! Und wie sich die Jungs gegen die Konkurrenz bewähren werden. Auf diese wird am Ende des Bandes schon mal ein Blick geworfen.

Irritiert war ich anfangs allerdings über den Hinweis, dass „Let´s Destroy the Idol Dream“ und „Come to where the Bitch Boys are“ von der gleichen Mangaka wären. Schließlich wurde „Come to where the Bitch Boys are“ von Ogeretsu Tanaka veröffentlicht. Der Hinweis ist jedoch korrekt. Die Mangaka hat zwei Künstlernamen: Ogeretsu Tanaka und Marumero Tanaka.

Zeichnerisch ist der Manga wie immer Top. Die Charaktere haben wie immer ihren eigenen Charme und sehen auch nicht wie Klone von einander aus, sondern unterscheiden sich alle deutlich voneinander. Dies unterstreicht so auch noch ihre verschiedenen Wesenszüge.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist passend gewählt. Es geht gesittet zu, der Augenmerk liegt mehr auf der Entwicklung der Jungs zu Neo Idols und deren steinigen Weg dorthin.

Fans von interessanten Geschichten sollten ein Auge auf „Let´s Destroy the Idol Dream“ haben!

Let´s Destroy the Idol Dream: © 2017 Marumero Tanaka, Kadokawa/ EMA

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Ballad Opera

Name: Ballad Opera
Englischer Name:
Originaltitel: Ballad Opera
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Akaza Samamiya
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Gerade erst hat der junge Haruto seine Familie in einem tragischen Feuer verloren, als er unvermittelt von einer Katze am Kopf getroffen wird und stirbt. Dann stellt sich auch noch heraus, dass diese Katze keine gewöhnliche Katze war, sondern ein Dämon, welcher zusammen mit einem Engel unterwegs ist.

Die merkwürdige Konstellation ist auf der Suche nach einem frisch verstorbenen Menschen, um diesen zu einem Shinigami zu machen. Dieser soll dann zusammen mit ihnen die Sünderseelen einfangen, die aus ihrem Gefängnis geflohen sind. Wobei das wohl auch die Schuld der Beiden war!

Allerdings sind die sie dann doch etwas verunsichert, als Haruto seinen Tod einfach so hinnimmt. Sie schlagen ihm dann aber vor ihr Shinigami zu werden. Er nimmt den „Job“ an, auch wenn ihm wohl nicht ganz klar war, wie dieser Job wirklich aussieht. Der Job ist härter als Gedacht und man kann nicht jeden retten und dazu kommt noch Harutos Angst vor Feuer! Er nennt seine Gefährten Shiro und Kuro, da er ihre wahren Namen nicht aussprechen kann. Sie entwickeln zudem einen starken Beschützerinstinkt und versuchen Haruto so gut es geht zu helfen.

Doch es sind wohl noch andere Mächte im Spiel und es wird sich noch zeigen müssen in welche Richtung die Geschichte der Drei sich entwickelt! Und welche Geheimnisse darauf warten gelüftet zu werden!

Eigene Meinung
„Ballad Opera“ hat seinen ganz eigenen Charme und Witz!

Die Charaktere gefallen mir alles sehr gut und es wird spannend sein zu erfahren, was noch so alles im Dunkeln liegt. Zumal man sich auch wundert, warum Shiro und Kuro, die im Grunde nichts von Japan wissen, gerade die Sünderseelen japanischer Persönlichkeiten, meist aus früheren Epochen, einfangen müssen.

Zudem erinnert sich Haruto auch nicht mehr an seine Familie vor dem Feuer oder wie dieses entstand! Was ist damals wirklich passiert? Ist das Feuer gelegt worden? War Haruto selbst dafür verantwortlich oder spielen da noch andere Kräfte eine Rolle? Und was haben Shiro und Kuro angestellt, dass es dazu kam, das die Sünderseelen fliehen konnten und was passiert, wenn sie nicht alle einfangen? Wie wird sich die Beziehung der Drei weiter entwickeln? Alles Fragen, die einen sicher dazu bringen werden auch die nächsten Bände kaufen zu wollen.

Wer zudem den Manga „Bloody Mary“ gelesen hat, wird ein kurzes Wiedersehen mit dessen Protagonisten am Ende des Bandes haben. Darin wird erwähnt, dass in Band 10 des Vorgängermangas Anspielungen auf „Ballad Opera“ gemacht wurden.

Zeichnerisch fand ich den Manga wirklich gut. Ein Mix aus weichen und harten Zeichnungen. Gerade bei den ruhigeren Szenen fand ich die Zeichnungen eher filigran und in den Actionszenen schon etwas energiegeladener, dabei aber immer sehr detail- und kontrastreich!

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist gut gewählt. Themen wie Verlust, Angst, Reue und Gewalt, sind in dem Alter schon gut nachvollziehbar.

Fans von wirklich spannenden Fantasygeschichten, sollen bei „Ballad Opera“ unbedingt zugreifen! Damit macht man sicher keinen Fehler!

Ballad Opera: © 2017 Akaza Samamiya, Kadokawa/ EMA

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Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu

Name: Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu
Englischer Name: Dragon Ball: That Time I Got Reincarnated as Yamcha!
Originaltitel: Dragon Ball Gaiden: Tensei shitara Yamcha datta ken
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Original-Story: Akira Toriyama
Story & Zeichnungen: Dragongarow Lee
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,00 €

Story:
Beim Versuch einem Mädchen unter den Rock zu sehen, fällt ein „Dragon Ball“-begeisterter Highschool-Schüler eine Treppe hinunter und findet sich im Körper von Yamchu wieder! Einerseits ist es für ihn natürlich ein wahrgewordener Traum, im „Dragon Ball“-Universum wiedergeboren worden zu sein, aber andererseits ist er etwas enttäuscht darüber, ausgerechnet Yamchu zu sein. Warum nicht Son-Goku oder Vegeta? Doch da wird ihm klar, dass er als Yamchu ja mit der süßen Bulma zusammenkommt! Aber auch, dass ihn die Pflanzenmänner töten werden und Bulma kurz darauf Vegeta heiratet. Irgendwie muss sich dieses Schicksal doch abwenden lassen! Also beschließt der frischgebackene Yamchu nicht mit Bulma in die westliche Hauptstadt zu fliegen, sondern mit Son-Goku und Kuririn beim Herrn der Schildkröten zu trainieren.

Ein Jahr vor Vegetas und Nappas Ankunft auf der Erde fliegt Yamchu mit Piccolos Raumschiff nach Namek, um dort vom Dorfältesten sein volles Potenzial wecken zu lassen und mit Nail zu trainieren. Als Vegeta und Nappa schließlich einen Monat zu früh auf der Erde landen, muss sich Yamchu zwar von Polunga zurückbeamen lassen, aber durch das harte Training ist er nun so stark, dass er alle Pflanzenmänner und sogar Nappa im Alleingang töten kann, ohne dass auch nur einer seiner Kameraden sein Leben lassen muss. Mit vereinten Kräften gelingt es Son-Goku und Yamchu zwar auch Vegeta zu besiegen, allerdings verhindert Goku, dass Yamchu ihn ermordet. Wird der reinkarnierte Yamchu Bulma trotzdem noch zur Frau nehmen können? Des Weiteren spürt Gott dieselbe mysteriöse Energie, die Yamchu umgibt, auch noch bei einem anderen „Dragon Ball“-Charakter! Wer ist also der andere Wiedergeborene?

Eigene Meinung:
Yamchu gilt unter „Dragon Ball“-Fans als derartig nutzlos, dass es im Internet nur so vor über ihn spottenden Memes wimmelt. Also kamen ein paar kluge Köpfe bei Shueisha auf die Idee, den derzeitigen Isekai-Hype mit dem Versuch zu kombinieren, Yamchus Ehre wiederherzustellen. Für die zeichnerische Umsetzung wurde Dragongarow Lee engagiert und ich kann mir keine bessere Wahl vorstellen, natürlich mit Ausnahme von Akira Toriyama himself. Denn Lee versteht es meisterhaft Toriyamas Stil zu kopieren. Sobald sich der Protagonist in Yamchus Körper wiederfindet, könnte man echt meinen, Toriyama höchstpersönlich hätte die Seiten zu Papier gebracht. Aber in den Szenen, die in unserer Welt spielen, kommt auch Lees ganz eigener Stil zur Geltung, was einen schönen Kontrast bildet, der den Leser leicht zwischen beiden Welten unterscheiden lässt.

Selbst der Preis dieses Bandes trägt zu seinem Nostalgiefaktor bei, denn er kostet genauso wie die „Dragon Ball“-Bände seinerzeit nur 5 €. Dafür ist der Einzelband mit gerade einmal 140 Seiten aber auch etwas dünner als der Durchschnittsmanga. Jedenfalls finde ich es sehr löblich, dass Carlsen die Seitenanzahl bei der Preiskalkulation berücksichtigt, insbesondere wenn man bedenkt, dass andere Verlage ebenso dünne Bände im Hochformat veröffentlichen und dafür dann hemmungslos 10 € verlangen (z. B. „Another. Deadman Wonderland“ und „Keine Cheats für die Liebe“). Mein einziger Kritikpunkt liegt in der Inkonsistenz bei der Übersetzung. So wurde zwar versucht, die deutschen Bezeichnungen und Charakternamen aus dem Original-Manga beizubehalten, jedoch mit mäßigem Erfolg. So werden die Pflanzenmänner hier beispielsweise an manchen Stellen „Saibanman“ und Polunga „Porunga“ genannt. Aber das tut der Freude über das vorliegende witzige Gedankenspiel keinen Abbruch. Wer mit „Dragon Ball“ aufgewachsen ist, wird diesen Band lieben und sich genau wie ich von Shenlong bereits weitere „Dragon Ball Side Stories“ herbeiwünschen wollen.

Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu: © 2017 Akira Toriyama, Dragongarow Lee, Shueisha / Carlsen

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Machimaho – Magical Girl by Accident

Name: Machimaho – Magical Girl by Accident
Englischer Name: Machimaho – I Messed Up and Made the Wrong Person Into a Magical Girl!
Originaltitel: Machigatta ko wo mahoushoujo ni shiteshimatta
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Souryu
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story:
Myu gehört zu den Mika, den Schutzgottheiten des Universums. Da sie keinen festen Körper haben, begibt er sich in der Gestalt eines geflügelten Plüschtiers auf die Suche nach einem barmherzigen Mädchen, dem er seine Magie übertragen kann, damit es die Atasunmo bekämpft, teuflische Bestien, die sich von negativer Energie ernähren, indem sie Lebewesen, die eine solche verströmen, auffressen. Einer dieser Atasunmo ist Myu bereits dicht auf den Fersen, sodass ihm nichts anderes übrig bleibt, als seine Kräfte dem nächstbesten süßen Schulmädchen zu verleihen: Kayo Majiba. Diese fackelt nicht lange und nutzt ihre neu erworbenen übermenschlichen Fähigkeiten dazu, den Atasunmo totzuprügeln. Dabei hat sie sich noch nicht einmal in ein Magical-Girl verwandelt! Sehr zu Myus Entsetzen raucht Kayo leidenschaftlich gerne die Zigaretten ihres Vaters und verprügelt jeden, der sie auch nur anrempelt, wie zum Beispiel den ewigen Zwölftklässler Rei Masanido. Zumindest hat sie das gerade vor, als sie ihm in seiner Schule einen Besuch abstattet. Allerdings wütet dort bereits ein weiterer Atasunmo, weshalb sich Kayo zunächst verwandeln soll, wobei ihre Kleidung verschwindet und sie plötzlich nackt dasteht, was bei Rei und dem Atasunmo für gewaltige Erektionen sorgt. Nach Abschluss der Verwandlung macht sie kurzen Prozess mit dem Monstrum und um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, entschuldigt sich Rei umgehend bei ihr. Er bietet sich ihr sogar als lebenslanger Sklave an und wird somit ihr Verbündeter.

Mit der Zeit wird Myu klar, dass Kayo einfach nur einsam ist, weil ihre Eltern immer im Ausland sind und dass sie auch ihre guten Seiten hat. Um ihre Freunde zu beschützen, würde sie alles tun. Bei einem Mika-Meeting erfährt Myu, dass die Erde inzwischen der einzige Planet ist, auf den sich die Atasunmo konzentrieren, da sie sich von Kayos negativer Aura angezogen fühlen. Deshalb beschließt Mya, eine weibliche Mika, Myu etwas unter die Arme zu greifen. Indessen wird die von allen bewunderte Musterschülerin Nako Shuusai von einem Atasunmo gefressen. Doch anscheinend hat die Kreatur zu viele Schüler mit positiver Energie verspeist, sodass es eine gewaltige Explosion gibt und sie sich in einen kleinen Troll und Nako in ein Magical-Girl verwandelt. Das kleine schwarze Wesen behauptet daraufhin einfach, dass Kayo das Monster beschworen hätte, das Nakos Klassenkameraden auf dem Gewissen hat, sodass es zu einem Kampf der Magical-Girls kommt. Wer wird gewinnen? Kayo oder Nako?

Eigene Meinung:
„Machimaho – Magical Girl by Accident“ ist eine Parodie auf das Magical-Girl-Genre und richtet sich an eine ältere männliche Leserschaft. So ist Kayo das krasse Gegenteil eines typischen süßen Magical-Girls mit großem Herzen: Sie umgibt eine derartig negative Aura, dass sie die Atasunmo magisch anzieht und es bereitet ihr Freude, diese mit bloßen Händen auseinanderzunehmen. Dabei nimmt sie es selbst mit welchen auf Level 99 locker auf, ohne sich zu verwandeln. Die Verwandlungen dauern ihr nämlich eh viel zu lange. Ihren Zauberstab benutzt sie höchstens um ihre Feinde damit aufzuschlitzen und selbst Myu bekommt Mitleid mit den Atasunmo, wenn sie von Kayo mal wieder beiläufig mit nur einem Schlag getötet werden. Doch Kayo bleibt keine eindimensionale Killermaschine. So scheint sie eine Schwäche für Rei zu haben und ist im Grunde genommen einfach nur ein vernachlässigtes Mädchen, das seine Eltern vermisst.

Auch diesem Manga hat Carlsen eine Klappenbroschur spendiert. Düstere Magical-Girls-Mangas sind inzwischen zu einem richtigen Trend geworden, wobei es „Machimaho“ schafft, sowohl düster als auch lustig zu sein. Ob die Grundprämisse „äußerst vulgäres und sadistisches Magical-Girl erschlägt riesige Ungeheuer mit bloßen Händen“ jedoch über mehrere Bände hinweg unterhalten kann, ohne monoton und repetitiv zu werden, ist fraglich. Wenn euch Sailor Jupiter und Salvia im Umgang mit Dämonen noch nicht blutrünstig genug waren, solltet ihr unbedingt zugreifen!

Machimaho – Magical Girl by Accident: © 2017 Souryu, Square Enix / Carlsen

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Ich will dich weinen sehen

Name: Ich will dich weinen sehen
Englischer Name:
Originaltitel: Watashi wa kimi o nakasetai
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Aya Fumio
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die Oberschülerin Yoh gibt in der Schule das freundliche Muster-Mädchen. Sie ist hilfsbereit und achtet auf ihr Äußeres. Ihre heimliche Leidenschaft, den Film, hält sie vor den meisten Leuten geheim. Eines Tages trifft sie im Kino auf die rebellische Eigenbrötlerin Hana Kojima  aus ihrer Klasse. Die läuft ungekämmt und mit Bomberjacke herum und ist nur gelegentlich in der Schule. Zu Yohs großer Überraschung erweist sich Kojima nicht nur ebenfalls als Filmfan, sondern auch noch als sehr nahe am Wasser gebaut. Ein rührseliger Film reicht aus, um sie hemmungslos weinen zu lassen.

Diese schicksalhafte Begegnung hat ein Nachspiel: Bereits am nächsten Tag möchte Kojima der Film-AG ihrer Schule beitreten, deren Leiterin Yoh ist. Tatsächlich freunden die beiden Mädchen sich sogar mehr und mehr an. Statt allein zu sein, verbringen sie ihre Nachmittage zusammen gemütlich im Raum der AG. Und die schroffe Kojima, die häufig schwänzte, ist plötzlich regelmäßig in der Schule anzutreffen und viel zugänglicher. Ihre Heulerei bei Filmen aber bleibt ein Geheimnis der Freundinnen. Aber ist das wirklich nur noch Freundschaft?

Eigene Meinung

„Ich will dich weinen sehen“ ist das erste Werk von Aya Fumio, das hierzulande erscheint. Bei der Love-Comedy um das ungleiche Paar Yoh und Kojima liegt die Betonung klar auf der Komödie. Was aber als Handlung einer Shojo-Serie kaum funktioniert hätte, ist als Shojo-Ai einfach nur peinlich. Und das sicherlich nicht für die Lesenden, die sich von der gelungenen Covergestaltung und dem soliden Charakterdesign haben täuschen bzw. zum Kauf verleiten lassen. Nicht, dass es in den 14 nur ca. zehn Seiten kurzen Kapiteln des ersten Bandes nicht auch die ein oder andere interessante Plot-Idee gäbe. Aber auf jede dieser Ideen kommt mindestens eine weitere zum Augenrollen. Nicht zuletzt ist hier die titelgebende Konstante der Handlung zu nennen, nämlich dass Yoh Gefallen daran findet, die eigentlich burschikose Kojima regelmäßig weinen zu sehen. Ansonsten sind es vor allem weibliche Geschlechterklischees, die für platte Gags herhalten müssen. In späteren Kapiteln wird dann noch der Versuch unternommen, durch die schwierigen Familienverhältnisse der beiden Protagonistinnen – beide wachsen bei einem alleinerziehenden Elternteil auf – Dramatik zu erzeugen. Reichlich spät.

Damit bleibt die ganze Serie hinter ihren Möglichkeiten zurück.

© Rockita

Ich will dich weinen sehen: © 2017  Aya Fumio  Hakusensha / Altraverse

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