The World’s Best Boyfriend

Name: The World’s Best Boyfriend
Englischer Name:
Originaltitel: Risouteki Boyfriend
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Umi Ayase
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Yusa Tachikawa ist unsterblich in ihren Schulkollegen Nishisaki-senpai verliebt. Er ist der Star des Basketball-Teams und gutaussehend, aber auch enorm arrogant. Doch genau das mag Yusa an Männern, denn auch der männliche Protagonist aus ihrem Lieblingsmanga ist überaus selbstverliebt.

Doch als sich Nishisaki-senpai und Yusas beste Freundin, Nana, unerwartet näherkommen, ändert sich für Yusa die gesamte Situation. Sie bemerkt schnell, dass sich Nana ihretwegen zurückhält, um ihre Gefühle nicht zu verletzen. Yusa entscheidet sich jedoch, Nanas Liebe zu unterstützen und Nishisaki aufzugeben. Aber als ihre Nervosität gegenüber Nana immer größer wird und sie verlegen nach einer Ausrede sucht, gibt Yusa als Vorwand an, bereits in einer Beziehung zu sein. Dabei muss ihr Klassenkamerad Kaede-kun als Sündenbock herhalten.
Doch zu Yusas Überraschung spielt Kaede sofort mit. Er zitiert sogar ihr Lieblingsmanga und spielt überzeugend den Macho. Yusas Plan geht auf und Nana ist erleichtert, dass eine Liebesbeziehung mit Nishisaki nicht die Freundschaft der beiden Mädchen riskiert.

Yusa freut sich, dass sie Nanas Liebe unterstützen konnte, doch gleichzeitig übermannt sie eine tiefe Traurigkeit. Nishisaki war ihre große Liebe. Als sie im Schulflur in Tränen ausbricht und die Lüge aufzufliegen droht, nimmt Kaede sie erneut in Schutz. Er schließt sie in seine Arme und verbirgt Yusa vor den Augen der anderen.

Hat Yusa bisher vielleicht auf den falschen Männertypen gesetzt?

Eigene Meinung
Mangaka Umi Ayase schafft es nach „Lovely Notes“ nun mit einer zweiten Serie nach Deutschland. „The Worlds Best Boyfriend“ ist eine niedliche und ruhige Liebesgeschichte. Die Charaktere und Beziehungen entwickeln sich langsam und geben viel Raum, die Figuren kennen zulernen.

Der Zeichenstil ist hübsch und bietet viele mädchenhafte Elemente.
Vor allem das Titelbild des Manga, sowie die Titelbilder der Kapitel wurden mit besonderer Detailverliebtheit in Szene gesetzt. Ein wirklicher Augenschmaus. Auch ansonsten sind die Bilder wirklich niedlich. Allerdings könnte man bei den sonstigen Zeichnungen meinen, dass Umi Ayase noch am Anfang ihrer Karriere stehen würde. Die Bilder sind oft etwas schlicht und die Gesichter wirken manchmal recht steif und emotionslos. Besonders die Haare könnten mehrere Details vertragen und auch etwas natürlicher wirken.  

Die Handlung wird vor allem das jüngere Publikum ansprechen. Die Story ist leider etwas vorhersehbar und bietet wenig Überraschung. Dennoch bringt es den Leser auch mal zum Schmunzeln. Yusa und Kaede wachsen schnell ans Herz und man wünscht sich eine tolle Liebesgeschichte mit Happy End für die beiden.

© Izumi Mikage

The World’s Best Boyfriend: © 2016 Umi Ayase, Shueisha /Tokyopop

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2ZKB, Feder & Wecker

Name: 2ZKB, Feder & Wecker
Englischer Name:
Originaltitel: 2DK, GPEN, MEZAMASHI DOKEI
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2015
Deutschland: altraverse 2019
Mangaka: Yayoi Ohsawa
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Nanami geht voll und ganz in ihrem Bürojob auf und liebt es, wenn alles seine Ordnung hat. Kaede dagegen ist eine Mangaka! Sie ist kreativ und chaotisch und damit das komplette Gegenteil zu Nanami. Dennoch teilen sich die Beiden eine Wohnung. Dabei gibt es immer wieder auch Stress zwischen ihnen, aber man rauft sich zusammen, da es doch angenehmer ist zusammen zu leben, als allein zu sein.

Als sich dann aber Nanamis Freund von ihr trennt, muss sie sich mit sich selbst und ihren Gefühlen auseinandersetzen. Die junge Frau steht nämlich eigentlich gar nicht auf Männer. Dies hat auch ihr Ex verstanden und deutet an, dass sie wohl eher auf Kaede stehen würde, so oft wie sie sie in ihren Telefongesprächen erwähnt habe.

Hat sie wirklich Gefühle für ihre Mitbewohnerin? Und wie sieht es bei Kaede aus? Zumal diese ebenfalls Frauen zu bevorzugen scheint!

Eigene Meinung
„2ZKB, Feder & Wecker“ gefiel mir sehr gut. Es ist eine reifere Geschichte, die sich Zeit gibt sich zu entwickeln.

Man lernt die Beiden unterschiedlichen Frauen mit der Zeit näher kennen und freut sich auf jedes neue Detail, dass man über sie erfährt. So unterschiedlich sie auch sind, so passen sie doch perfekt zusammen. Nanami hält Kaede den rückenfrei für ihre Arbeit, kommt aber wegen Kaedes eher flippiger Art auch mal aus sich heraus. Darum drückt man den Beiden auch die Daumen, dass es am Ende vielleicht was mit ihnen wird. Dies wird sich in den nächsten sieben Bänden dann zeigen! Zumal schon angedeutet wird, dass es wohl auch Konkurrenz geben wird. Dies macht es dann aber auch wieder spannend der Geschichte zu folgen, so dass man sicher dran bleiben wird, um zu erfahren was am Ende geschehen wird.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut. Das Format des Manga ist größer als normal, passt aber sehr gut zu den detailreichen Zeichnungen und auch über die 8 Farbseiten, die im Manga verteilt wurden, hab ich mich sehr gefreut.

Die Altersempfehlung liebt bei 16 Jahren. Momentan passiert sexuell allerdings noch nicht viel, sollte sich das in den kommenden Bänden ändern, würde die Empfehlung wirklich passen. Sollte die Handlung allerdings eher so bleiben wie sie jetzt ist, dann wäre auch eine Altersempfehlung ab 14 Jahren nicht schlecht gewesen, da man in diesem Alter die Beweggründe der Charaktere auch schon verstehen würde.

Fans von reiferen Girls Love Geschichten sollten bei „2ZKB, Feder & Wecker“ unbedingt zu greifen!

2ZKB, Feder & Wecker: © 2015 Yayoi Ohsawa, Ichijinsha/ altraverse

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„Tsukikage Moratorium“ endet im November 2019

(c) Akita Shoten

In der Oktoberausgabe von Akita Shoten´s Monthly Princess Magazine wurde bekannt gegeben, dass Saki Aikawas Manga „Tsukikage Moratorium“ mit dem Kapitel in der Dezemberausgabe am 6. November 2019 endet (es erscheint kein Kapitel in der Novemberausgabe).

Im Romance-Comedy-Manga geht es um den Highschool-Schüler Saku Tsukimiya, der in der Nacht seines 17. Geburtstags von einer mysteriösen Stimme erfährt, dass er die Reinkarnation von Prinzessin Kaguya sei. Daraufhin beginnt sein Körper eine ungewöhnliche Transformation.

„Tsukikage Moratorium“ wurde im Mai 2017 erstmals veröffentlicht.

Quelle: ANN

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My Hero Academia SMASH!

Name: My Hero Academia SMASH!
Englischer Name: My Hero Academia SMASH!
Originaltitel: Boku no Hero Academia SMASH!
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hirofumi Neda
Kohei Horikoshi (Original)
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 5,00 €

Inhalt & Eigene Meinung
„My Hero Academia“ zählt aktuell zu den angesagtesten Serien im „Shonen Jump“-magazin. Wie es sich für angesagte Serien gehört, wird der Stoff gerne durch weitere Veröffentlichungen zusätzlich angekurbelt, bzw. der kommerzielle Erfolg dadurch gefördert. „My Hero Academia SMASH!“ sammelt 4-Panel-Strips zur Serie, die ursprünglich von 2015 bis 2017 in der „JUMP+“-App in Japan ein zusätzliches Leckerli für Fans darstellen sollten.

Zum großen Teil handelt es sich bei den kurzen Strips um „Outtakes“, also um ein bis zwei Panel aus der Originalserie, die um eine andere, möglichst witzige Wendung ergänzt wurden. Andere beschäftigen sich mit Nebenfiguren, die nur am Rande in der Originalhandlung vorkommen wie Mt. Lady oder Kamui Woods.

Ausführender Mangaka der Sammlung ist Hirofumi Neda. Er orientiert sich natürlich an der Original-Serie, zeichnet selbst aber kleinteiliger. Die Figuren sind im Chibi-Format gehalten. Der (Witz-)Gehalt der einzelnen Strips divergiert sehr stark. Schon das Format bringt da leider Abstriche mit sich. Zudem wird einiges an Kenntnissen aus der Serie vorausgesetzt.  Ich könnte mir vorstellen, dass man insgesamt einen positiveren Eindruck erhalten würde, wenn man die Strips einzeln (zum Beispiel täglich einen neuen) voneinander betrachten könnte. In der Samlung überwiegt leider eher der enttäuschende Eindruck.

Im Anhang des Bandes gibt es noch einige gesammelte Gag-Seiten mit Strips, die nicht für die App genehmigt wurden, einer Grafik mit fünf Hauptfiguren nach einer Geschlechtsumwandlung, ein Quiz und zwei Kurz-Manga von Hirofumi Neda bzw. Kohei Horikoshi, dem Autor der Original-Serie, über- und füreinander.

Die deutsche Ausgabe kostet mit einem Preis von 5 Euro pro Band vergleichsweise wenig, allerdings hat der erste Band auch weniger Seiten. Leider ist manchmal die Schrift etwas klein gehalten. Im größeren Format des Vorschauheftes waren Beschriftungen besser zu lesen.

Insgesamt dürfte diese fünfbändige Comedy-Ergänzung hautsächlich etwas für Fans der Originalserie sein.

© Rockita

My Hero Academia SMASH!: © 2015 Hirofumi Neda / Kohei Horikoshi  Shueisha / Carlsen

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Renjoh Desperado

Name: Renjoh Desperado
Englischer Name:
Originaltitel: Renjoh Desperadoh
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Kazé 2019
Mangaka: Ahndongshik
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Irgendwo inmitten der Prärie… Ein paar Revolverhelden haben einen kleinen Jungen bei sich, den sie an Menschenhändler verkaufen wollen. Da taucht eine einsame Gestalt auf – zu Fuß, mit zerfetztem Umhang und Strohhut bekleidet und mit einem Langschwert bewaffnet. Die fremde Person rettet den kleinen Kitta und bringt ihn zurück in die nächste Stadt, wo er schon gesucht wurde.

Zur Überraschung aller handelt es sich bei der Person um eine Frau – die heimatlose Wanderin Monko: Die ist hübsch, gut bestückt, eine begnadete Kämpferin und keine Kostverächterin – und außerdem auf der Suche nach dem Mann ihres Lebens. Dafür reist sie einsam umher. Nun scheint es so, als sei sie endlich fündig geworden, denn ihr Herz entflammt für Kittas älteren Bruder, den Bankier Daikichi. Als der Junge wieder entführt wird, diesmal von der Familie Spider, die ihn als Ersatz für Daikichis Schulden mitgenommen hat, sieht Monko ihre Stunde gekommen. Sie will den Kleinen erneut retten – und dann Daikichi einen Heiratsantrag machen.

Im Casino der Spiders erwarten die junge Kriegerin aber nicht nur eine Horde bis an die Zähne bewaffneter Revolverhelden, sondern auch die dressierte Stimme des Familienoberhaupts. Wie gut, dass auch Monko noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat. Aber wird sie es auch schaffen, Daikichis Herz zu gewinnen?

Eigene Meinung
Ein Samurai-Road Movie, in dem es zugeht wie im Wilden Westen. Hat man das nicht schon einmal gesehen? Nein, nicht so ganz, denn wie Akira Kurosawas berühmtes Epos „Die sieben Samurai“ wurden zwar diverse Samurai-Filme als Western adaptiert, dass sich aber echte Schwertkämpfer zwischen Saloons, Sheriff-Büros und Eisenbahnschienen tummeln, ist ein neuer Gedanke. Spannend auch, dass diese Krieger weiterhin östlich gekleidet sind und im Casino mit Würfeln gespielt wird. Gute Voraussetzungen eigentlich. Die Action-Comedy, die allerdings dabei herauskommt, weiß nicht so recht, was sie will. Einerseits erinnern die mehr oder minder voneinander unabhängigen Kapitel um die Protagonistin, die mit einem rudimentären Ziel auf immer neue Stätten und Personen trifft an „Samurai Champloo“. In letzterer Serie (zumindest im Manga) lag der Schwerpunkt aber auf der Comedy, während „Renjoh Desperado“ mit drallen Brüsten, knappen Lendenschurzen und viel Hintern deutlich mehr in den Ecchi-Bereich hineinragt. Die Grundstory, die das ganze zusammenhält, nämlich Monkos Suche nach dem Mann fürs Leben – ist genauso erzwungen, wie sie klingt. Dass es schwierig wird, damit mehr als ein paar Kapitel zu füllen, zeigt schon, dass gegen Ende des Bandes eine erste Dauerrivalin und eine geheimnisvolle Backgroundstory aufgeboten werden. Dazu gibt es noch eine Messerspitze Cyberpunk (künstliche Gliedmaßen) und eine Prise Fantasy (mutierte Riesenviecher). Ob diese Mischung nicht etwas überwürzt ist, muss der Lesende beantworten.

© Rockita

Renjoh Desperado: © 2015 Ahndongshik  Shogakukan / Kazé

 

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Mein Leben als Werwolf-Butler

Name: Mein Leben als Werwolf-Butler
Englischer Name:
Originaltitel: Jinro Shitsuji no Busso na Nikka
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Megumi Muraoka
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Nachdem es die Werwölfe geschafft haben, sich aus der Knechtschaft der Vampire zu befreien, leben die meisten von ihnen auf dem Land. Allerdings hegen so einige noch immer einen Groll gegenüber ihren damaligen Herren. So auch Phil! Dessen Vater ist verschollen, nachdem er sich vor 15 Jahren auf den Weg gemacht hatte einen Vampir zu töten, um die Ehre der Werwölfe wieder herzustellen.

Nun tut es Phil ihm gleich! Er zieht nach London, um dort den stärksten aller Vampire zu töten. Eric ist allerdings völlig anders, als er gedacht hat und entgeht auch noch ständig seinen Mordanschlägen. Je mehr er mit diesem Vampir und dessen kleinen, verrückten Bruder Rey zusammen ist, desto mehr rückt sein Plan immer mehr in den Hintergrund.

Vielmehr findet er immer mehr Gefallen an seinem Leben als Butler! Nur wird das bei seiner Werwolf-Familie sicher nicht gut ankommen? Wird Phil seinen Plan durchziehen oder am Ende doch ein Leben als Butler von Eric führen wollen? Und was ist eigentlich damals mit Phils Vaters passiert?

Eigene Meinung
Ich fand „Mein Leben als Werwolf-Butler“ richtig, richtig gut. Genau die richtige Portion Humor, aber auch Drama. Dazu echt tolle Charaktere, die einen in ihren Bann ziehen und von denen man gerne mehr erfahren möchte.

Eric ist nun so gar kein typischer Vampir. Er strebt nach Geld, um sich seine Träume zu erfüllen und die sind mit unter doch recht banal. Dagegen ist Rey einfach nur knuffig, aber auch ziemlich verschlagen, aber das macht seinen Charme eben aus. Phil dagegen tut einem schon leid, weil er seinem Ziel einfach nicht näher kommt und dabei oft auch noch selbst verletzt wird! Zudem scheint er das Leben, welches er nun als Butler des Vampirs führt, auch noch immer mehr zu mögen!

Es wird sich wohl im zweiten, abschließenden Band zeigen, welchen Weg Phil wählen wird. Interessant bleibt es auf jeden Fall und ich hoffe auch, dass man noch erfährt was mit Phils Vater damals geschehen ist. Arbeitet der gar auch als Butler für einen Vampir oder ist ihm was schlimmes zugestoßen? Man wird es hoffentlich erfahren.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht den Zeichnungen an, dass viel Wert auf Details gelegt wurde, aber auch in die Darstellung der Charaktere.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt sehr gut. Es geht zwar ab und an etwas hoch her, wenn es um die Mordanschläge geht, aber nicht übermäßig brutal oder blutig. Zudem liegt der Fokus auch wesentlich mehr auf dem Humoranteil der Geschichte.

Fans von wirklich witzigen und interessanten Manga, sollten sich „Mein Leben als Werwolf-Butler“ unbedingt kaufen!

Mein Leben als Werwolf-Butler: © 2017 Megumi Muraoka, Shogakukan/ KAZÉ

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Akashic Records of the Bastard Magic Instructor

Name: Akashic Records of the Bastard Magic Instructor
Englischer Name: Akashic Records of Bastard Magic Instructor
Originaltitel: Roku de nashi majutsu koushi to kinki kyouten
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: Kurone Mishima
Original-Story: Taro Hitsuji
Zeichnungen: Aosa Tsunemi
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Glenn Radars lässt sich bereits seit einem Jahr von Celica Alphonia, der besten Magierin der kaiserlichen Magieakademie Alzanos, aushalten. Als Herr Huey, einer der Lehrer, urplötzlich spurlos verschwindet, zwingt sie den faulen Glenn dazu, für einen Monat als Aushilfslehrer einzuspringen, wovon dieser natürlich alles andere als begeistert ist. Seinen Schülern gegenüber macht er keinen Hehl daraus, dass er absolut keine Lust hat, sie zu unterrichten: Er kommt viel zu spät, schreibt bloß „Stillarbeit“ an die Tafel und legt sich dann schlafen. Außerdem beantwortet er keine Fragen und sieht den Mädchen beim Umziehen zu. Kein Wunder also, dass Sistine Fibel, eine seiner Schülerinnen, die als Lehrerschreck berüchtigt ist, die Nerven verliert und ihn zu einem Magierduell herausfordert. Es darf nur der Grundlagen-Zauber „Shock Bolt“ eingesetzt werden und sollte Glenn gewinnen, darf Sistine ihm keine Moralpredigten mehr halten. Sollte jedoch Sistine gewinnen, verpflichtet sich Glenn, seinen Job endlich ernstzunehmen und seinen Unterricht künftig ansprechend zu gestalten. Da nur Sistine die Kurzform des vereinbarten Zaubers beherrscht, gewinnt sie haushoch, doch Glenn macht trotzdem einfach weiter wie bisher. Schließlich streiten die beiden sogar darüber, welchen Stellenwert die Zauberei überhaupt hat. Während Sistine in der Magie die Möglichkeit sieht, den Dingen auf den Grund zu gehen, wie z. B. dem Fliegenden Schloss Melgarius, verabscheut Glenn sie als Kriegswaffe zum effizienten Töten von Menschen. Mit dieser Einstellung bringt er Sistine zum Weinen, die ihrem Großvater nacheifert, der ein berühmter Magier war.

Nach diesem Vorfall steht Glenn kurz davor, die Kündigung einzureichen, doch da beobachtet er seine Schülerin Lumia, die von Sistines Eltern adoptiert wurde, beim Zaubern üben und gibt ihr Hilfestellung. Sie erzählt ihm, dass sie einst von Magiern entführt und beinahe umgebracht wurde, woraufhin Glenn sich daran erinnert, dass er Lumia vor den Zauberern gerettet hat. Dabei ist ihr aufgefallen, dass er jedes Mal ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht hat, als er einen der Entführer töten musste. Ihr Ziel ist es daher zu verhindern, dass Magie missbraucht wird, damit ihr einstiger Retter nie mehr so ein trauriges Gesicht machen muss. Darüber hinaus will sie sich auch bei ihm bedanken, weil sie dazu damals gar keine Gelegenheit mehr gehabt hat. Lumias Worte motivieren Glenn dazu, sich bei Sistine zu entschuldigen und doch als Lehrer weiterzumachen. Auf anschauliche Weise lehrt er seine Schüler, warum es nicht unbedingt von Vorteil ist, seine Zaubersprüche abzukürzen und schnell spricht sich in der Schule herum, wie hervorragend sein Unterricht neuerdings ist, weshalb ihm sogar Schüler aus der Parallelklasse heimlich beiwohnen. Als alle Lehrer auf die Magiekonferenz in der Kaiserstadt fahren, soll nur Glenn ganz normal unterrichten, da seine Klasse durch Hueys Verschwinden mit dem Stoff hinterherhinkt. Diesen Umstand nutzen Terroristen für sich, um die Akademie zu infiltrieren und Lumia zu entführen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Glenn gemacht! Wird er Lumia retten können? Und welches Geheimnis trägt sie in sich, dass alle hinter ihr her sind?

Eigene Meinung:
Was lange währt, wird endlich gut! „Akashic Records of the Bastard Magic Instructor“ sollte eigentlich schon letztes Jahr im Oktober erscheinen, Band 1 ließ dann aber doch noch fünf Monate auf sich warten. Als kleine Entschädigung liegen der Erstauflage der ersten beiden Bände ein Lesezeichen und ein Poster bei. Das Lesezeichen in Band 1 ist übrigens beidseitig bedruckt und zeigt auf der einen Seite Faulpelz Glenn und auf der anderen Sistine. Man kann sich mit beiden sehr gut identifizieren. Einerseits habe ich vollstes Verständnis für Glenns Drang zum Faulenzen, andererseits kann ich ein Lied davon singen, wie enttäuschend es ist, wenn man ein Fach gern hat, aber der Lehrer null Motivation mitbringt und lieber Klassenfahrten plant oder Wett-Armdrücken veranstaltet, statt endlich mal das zu tun, wofür er eigentlich bezahlt wird: unterrichten! Dementsprechend kann ich Sistines Unmut absolut nachempfinden und frage mich im Nachhinein, ob ich in meiner Schulzeit nicht auch mehr hätte auf den Putz hauen sollen, wie sie es in diesem Manga tut. Trotz des Fantasy-Settings haben wir also eine sehr realistische Ausgangssituation, die so bestimmt jeder kennt.

Der Manga basiert übrigens auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Taro Hitsuji und ich hoffe sehr, dass sie es auch bald nach Deutschland schafft. Denn die Story bietet einen ausgewogenen Mix aus Fantasy, Comedy, Mystery und einem Hauch Erotik. Wenn es um Glenns und Lumias Vergangenheit geht, kommt auch noch etwas Drama ins Spiel, was sicher in künftigen Bänden noch für sehr viel Spannung sorgen wird. Wobei ich persönlich hoffe, dass die Serie auch in den Folgebänden ihrer Linie treu bleibt und die Leser in erster Linie kurzweilig unterhält, denn die Reibereien zwischen Glenn und Sistine sind einfach urkomisch und auch sonst sorgt Glenn mit seiner wechselhaften Art für sehr viele Lacher. Absolute Empfehlung also für Fantasy-Fans, die gerne lachen, aber auch eine anspruchsvolle und tiefgründige Story brauchen, um glücklich zu sein. 

Akashic Records of the Bastard Magic Instructor: © 2015 Kurone Mishima, Taro Hitsuji, Aosa Tsunemi, Kadokawa / Tokyopop

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Fairy Tail S

Name: Fairy Tail S
Englischer Name:
Originaltitel: Fairy Tail S
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
„Fairy Tail S“ enthält diverse Kurzgeschichten über unser Lieblinge aus „Fairy Tail“.

Sei es nun eine Selbstreflektion von Happy oder aber auch eingeforderte Wettschulden, die es in sich haben.

Dazu wird es in „Weihnachten der Feen“ auch noch ziemlich anzüglich, aber auch die weiteren Geschichten haben es in sich.

Eigene Meinung
„Fairy Tail S“ ist vermutlich wirklich nur was für Fans von „Fairy Tail“, da man schon wissen sollte was es mit den Charakteren auf sich hat und wieso sich sich verhalten, wie sie sich verhalten. Gerade in der Weihnachtsgeschichte geht es mir zu dem etwas zu frivol zu, wobei ich „Fairy Tail“ sonst eigentlich ganz gern mag. Mir war das aber eindeutig zu viel Fan-Service und nackte Haut. Ansonsten gab es aber wie immer viel zu lachen und reichlich Action!

Zeichnerisch ist der Manga wie immer gut, aber auch noch immer eine Geschmackssache. Die Kurzserie ist etwas textlastig, aber darüber kann man hinweg sehen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren. Meiner Meinung nach könnte diese aber höher liegen, da es wie schon erwähnt doch ziemlich frivol und nackt zu geht und das nicht wirklich was für jüngere Leser ist.

Fans von „Fairy Tail“ sollten auch bei diesem Manga zu greifen. Neulinge, sollten lieber zuerst den Hauptmanga lesen!

Fairy Tail S: © 2016 Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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Tokyo Girls: Was wäre wenn…?

Name: Tokyo Girls: Was wäre wenn…?
Englischer Name: Tokyo Tarareba Girls
Originaltitel: Tokyo Tarareba Musume
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2014
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Akiko Higashimura
Bände: 9 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Rinko ist 33 Jahre alt und steckt mitten in einer Lebenskrise. Sie hat immer noch keinen Mann, geschweige denn Kinder, und erlebt momentan am eigenen Leib, dass der Zahn der Zeit an ihr nagt.

Als sie von ihrem Arbeitskollegen Tetsuro, dem sie vor Jahren aufgrund von Nichtigkeiten einen Korb gegeben hatte, zu einem Treffen zu zweit eingeladen wird, wittert Riko erneut ein Liebesgeständnis. Sie kauft sich ein neues, überteuertes Kleid, mit großzügigem Dekolletee, putzt sich heraus und malt sich bereits eine traumhafte Beziehung aus. Doch das Date platzt in dem Moment, wie sich herausstellt, dass Tetsuro nur um Rat fragen möchte, um Reikos deutlich jüngeren Kollegin zu umwerben.

Doch die Krönung folgt, als Reiko ein paar Tage später erfährt, dass sie als Redakteurin ihrer WEB-Serie abgezogen und durch eine hübsche, junge Frau, die frisch von der Uni kommt und mit ihrem Vorgesetzten schläft, ersetzt wird.

Reikos Welt liegt in Trümmern. Nur ihre beiden Freundinnen, Kaori und Koyuki, leisten ihr in der schweren Zeit Gesellschaft. Nahezu jeden Abend betrinken sich die drei in der Kneipe von Koyukis Familie und beschweren sich lautstark über ihre Situation. Auch Kaori und Koyuki sind Mitte Dreißig und noch single. Sie malen sich ein Leben aus, das so viel besser hätte sein können, wenn es doch alles nur anders gelaufen wäre. Wären sie doch nur jünger, würden mehr Sport machen oder hübscher aussehen. Als Lösung aus dieser Misere beschließen sie, zu den olympischen Spielen in sechs Jahren in einer Beziehung zu sein!
Dabei fallen sie einem Kunden auf, der sich plötzlich einmischt. Er äußert sich direkt und unverschämt, dass sie lieber mal Taten sprechen lassen sollten, als sich selbst nur zu bemitleiden. Das stößt vor allem Rinko mächtig auf. Was bildet sich dieser Schönling nur ein?

Eigene Meinung
„Tokyo Girls“ ist ein ungewöhnliches Manga. Es spiegelt den Alltag einer deprimierten Japanerin wieder, die sich ihrer Sterblichkeit bewusst wird. Die Richtung, in die sich der Stil dieses Manga bewegt, ähnelt damit am ehesten Werken von Inio Asano. Dabei versucht „Tokyo Girls“ die ernste Handlung immer wieder mit komödiantischen Einlagen aufzulocken. Beispielsweise spricht Reiko, wenn sie betrunken ist, immer mit ihrem lebendig geworden Essen, die ihre Ratgeber sind. 

„Tokyo Girls“ lässt auf eine unterhaltsame Weise erkennen, welche gesellschaftlichen Probleme in Japan immer noch vorhanden sind. Ehemann und Kinder sind in Japan das oberste Ziel einer Frau. Wer bereits Mitte 30 ist, der wird kritisiert und von der Gesellschaft mit Verachtung bestraft, wenn er diese Ziele noch nicht erreicht hat.

Am Ende des ersten Bandes erzählt die Übersetzerin von „Tokyo Girl“, die in Japan lebt, von ihren Erfahrungen und reflektiert die Probleme der Hauptperson Reiko auf die japanische, wie auch deutsche Gesellschaft. Es lohnt sich also, das Manga nach der eigentlichen Handlung nicht aus der Hand zu legen. 

Zeichnerisch ist „Tokyo Girl“ eher simpel gehalten. Vor allem die Personen weisen keine relevanten. optischen Besonderheiten auf.
Zumeist versucht Mangaka Akiko Higashimura jedoch die Umgebung und Personen realistisch darzustellen. Vor allem die Orte und Räumlichkeiten weisen viele Details auf. 

Tokyo Tarareba Musume: © 2014 Akiko Higashimura, Kodansha / EMA

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Detektiv Conan – Aufgewacht, Kogoro!

Name: Detektiv Conan – Aufgewacht, Kogoro!
Englischer Name:
Originaltitel: Detektiv Conan – Aufgewacht, Kogoro!
Herausgebracht: Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Gosho Aoyama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,00 €

Inhalt & Eigene Meinung
Darauf haben viele Fans sehnsüchtig gewartet: Nachdem bereits die anderen Hauptcharaktere im engeren Sinne aus „Detektiv Conan“ mit einer eigenen Auswahl-Selection bedacht wurden, kommt nun der Detektiv der Herzen, der „schlafende“ Kogoro Mori zum Zuge. Zuvor hatte er mehrmals in Fan-Abstimmungen den Kürzeren gezogen. Die Fälle, in denen der meist trottelige Privatdetektiv zu Höchstformen aufläuft, zählen aber zu den unterhaltsamsten der Serie, von daher ist es dem deutschen Label EMA hoch anzurechnen, dass sie ihm, auch ohne japanische Vorlage, einen eigenen Band widmen.

Die Auswahl der Fälle übernahmen wieder zwei Mitarbeiter der Online-Plattform „ConanNews.org“ gemeinsam mit dem zuständigen EMA-Redakteur. Die Zusammenarbeit hatte sich bereits in der Vergangenheit bewährt. Und wieder beweist das Trio im vorliegenden Fall ein glückliches Händchen mit der Wahl, denn es werden wirklich die verschiedenen Facetten eines nur auf den ersten Blick eindimensionalen Charakters abgebildet. Und natürlich kommt seine nicht verflossene Liebe zu seiner getrennt lebenden Ehefrau Eri Kisaki vor. Denn der „Detektiv, der seine Fälle im Schlaf löst“ wird immer dann zum Meisterdetektiv, wenn es um seine Freunde und Familie geht.

Das zeigt sich in den Fällen. Diese beginnen in der Frühphase von Kogoros Wirken mit seiner ersten Begegnung mit dem Idol Yoko Okino in „Die Doppelgängerin“ (Ep. 3, Kap. 6-8, Band 1) und dem Fall „Die Strafe des Himmels“ (Ep. 8, Kap. 30-32, Band 4), der den Beginn seiner Popularität in der Serie darstellt. Die weiteren Kapitel haben vor allem zwei Schwerpunkte: Fälle, in denen Kogoro zur Hochform aufläuft und eigenständig (oder fast eigenständig) Fälle löst, wie dem ganz persönlichen Fall „Mord unter Freunden“ (Ep. 28/29, Kap. 84-86, Band 9), dem Fall „‘Unbemerkt verdächtig“, in dem eine alte Schulfreundin unter Verdacht (Ep. 323/324, Kap. 374-376, Band 37), dem Fall um einen Baseballspieler „Die stille Route“ (Ep. 402/403, Kap. 438-440, Band 43) und dem Auftrag eines Klienten, den Kogoro (auch) mit tierischer Unterstützung knackt (Kap. 528/529, Band 51). Zum anderen sind es Kapitel, in denen die wechselvolle Beziehung zwischen Kogoro und seiner Frau Eri Kisaki thematisiert werden, nämlich „Der Biss der Seeschlange“ (Ep. 120/121, Kap. 163-165, Band 17) mit ihrem unverhofften Ausgang, dem Treffen am Hochzeitstag „Kogoro unter Verdacht“ (Ep. 214/215, Kap. 264-266, Band 27) sowie umgekehrt ein Fall an Eris Geburtstag, in dem diese in Nöte gerät (Kap. 709-711, Band 68). Das Ganze wird komplettiert durch Kogoros und Conas Suche nach dem Besitzer einer scheinbar verloren Handys in „Das vergessene Handy“ (Ep. 380/381, Kap. 438-440, Band 43), der mit der restlichen Systematik eher weniger zu tun hat, aber dennoch spannend zu lesen ist.

Wieder werden die ausgewählten Fälle begleitet von Infoboxen zwischen den Kapiteln mit – zwangsläufig – mal mehr, mal weniger interessanten und informativen Fakten zum titelgebenden Charakter. Auf einer dieser Seiten wird etwa darauf hingewiesen, dass der Mangaka Gosho Aoyama die Leser bis vor wenigen Jahren im Unklaren über Kogors Alter gelassen hätte. Tatsächlich mag sein Alter vor 2012 nicht explizit in einer Info-Box aufgetaucht sein, aber das Alter seiner Freunde aus dem Fall „Mord unter Freunden“ (allesamt 37 oder 38) und das Alter seiner Frau Eri (37), mit der er in einer Klasse war, machten das Alter früh bestimmbar.

Der Titel dieses Sonderbandes, „Aufgewacht, Kogoro!“ ist zudem nicht so gelungen. Ja, man versteht die Zweideutigkeit, aber sie wirkt doch arg gezwungen. Den Fans dürfte es außerdem egal sein. Von daher hätte es auch eine neutrale „Kogoro Mori Edition“ getan…

Für die nächste Zeit hat EMA bereits weitere Sonderbände angekündigt, darunter auch mit der „Dead or Alive Selection“ und der „Toru Amuro Selection“ wieder zwei aus Japan übernommene Bände. Man darf gespannt sein.

© Rockita

Detektiv Conan – Aufgewacht Kogoro: © 2018  Gosho Aoyama  EMA

 

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