Yakuza goes Hausmann

Name: Yakuza goes Hausmann
Englischer Name:
Originaltitel: Gokushufudô
Herausgebracht: Japan: Shinchosha 2018
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Kousuke Oono
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Jahrelang machte „Immortal Tatsu“ die japanische Unterwelt unsicher. Ein Yakuza, wie er im Buche steht – mit Tätowierungen am ganzen Oberkörper, nach hinten gegelten Haaren und Sonnenbrille zu allen Tages- und Nachtzeiten. Gefürchtet von seinen Feinden, elementares Standbein seines eigenen Clans.

Doch als das ist Geschichte. Denn Tatsu hat geheiratet! Daraufhin beschloss er, ein anständiges Leben anzufangen. Und weil seine Angetraute Miku einen Vollzeit-Job als Designerin hat, schmeißt er den Haushalt – als Hausmann in Vollzeit.

Klar, dass dieses so grundsätzlich neue Leben einige Herausforderungen mit sich bringt. Denn Tatsu gibt sich zwar alle Mühe, doch sein allzu zwielichtiges Äußeres hält die Menschen um ihn herum auf Abstand. Nur die Polizei tritt an ihn heran, dafür umso öfter. Und dann ist da noch das Problem, dass ihn seine Vergangenheit immer wieder einzuholen droht. Denn sowohl Freunde wie auch Feinde aus seiner Zeit als „Professioneller“ können sich nur zu gut an „Immortal Tatsu“ erinnern…

Eigene Meinung
Ein Yakuza, also ein Mitglied der japanischen Mafia, der aussteigt, um Hausmann(!) zu werden? Allein diese Grundidee lässt schon aufhorchen. Eine ganze Reihe an witzigen oder auch spannenden Situation und auch an Konstellationen kommt einem in den Sinn.

Und tatsächlich lässt es Schmunzeln, wenn der Ex-Yakuza den Kauf einer Blu-ray durchzieht wie einen Drogendeal oder wenn er einer Plastikfigur, die aus Versehen kaputt ging, ein angemessenes Begräbnis zukommen lässt. Doch das bleiben leider nur Momentaufnahmen. Die Serie setzt auf schnelle Gags in kurzen Einzelepisoden, doch diese sind dann auch schnelllebig und bald wieder vergessen. Ein kontinuierlicher Charakteraufbau findet nicht statt. Zwar erfährt man hier und da am Rande etwas über „Immortal Tatsus“ früheres Leben, aber diese Bruchstücke bleiben auf den gängigsten Klischees stehen und dienen der Situationskomik, nicht dem Protagonisten. Noch rätselhafter, wobei ungleich interessanter, wäre sein Weg dorthin. Ob seine Ehefrau, eine resolute Karrierefrau daran Anteil hatte? Tatsächlich bleibt auch die Angetraute blass. Außer einem Faible für eine bestimmte TV-Serie und ihrem Namen bleibt sie eine Unbekannte und distanziert.

Der japanische Originaltitel „Gokushufudô“ setzt sich u.a. aus den Bestandteilen „Hausfrau“ (shufu) und „Weg“ (dô) zusammen. Dieses Wortspiel („Der Weg des Hausmanns“) und dessen Anlehnung an die Wege des Kriegers oder des Ninja ist weitaus treffender, als der der für die deutsche Ausgabe gewählte. Letzter klingt nur reißerischer, nicht aber die Atmosphäre des Manga.

Es ist zu schade, dass bei der Konstruktion der Reihe das Potenzial der Idee so wenig ausgeschöpft wurde.

© Rockita

Yakuza goes Hausmann: © 2018  Kousuke Oono  Shinchosha / Carlsen

 

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Maid-Sama Marriage

Name: Maid-Sama Marriage
Englischer Name:
Originaltitel: Kaicho wa Maid Sama! Mariage
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2018
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Fujiwara
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

Story
„Maid-sama Marriage“ ist nach Ende der eigentlichen Handlung von „Maid-sama“ ein kurzes Wiedersehen mit allen Charakteren.

In mehreren Kurzgeschichten kann der Leser noch ein mal in die Welt von „Maid-sama“ eintauchen.

In der ersten Geschichte sind Tora und Chiyo miteinander verlobt. Doch dabei handelt es sich um eine politische Beziehung. Auch wenn sich Chiyo anstrengt, eine gute Partnerin zu sein und Gefallen an Tora findet, scheint dieser auf Abstand zu gehen. Als Leiter des Igarashi-Konzerns ist er ständig unterwegs. So auch an Weihnachten. Doch dieses Mal lässt Chiyo es sich nicht nehmen, ihn zu begleiten. Jedoch scheint sich Tora bei diesem Geschäftsausflug mit einer anderen Frau zu treffen. Was hat es damit auch dich?

Natürlich gibt es aber auch ein Wiedersehen mit Usui und Misaki. Zusammen mit dem Team des Maid Latte feiern Sie das Setsubun-Fest und überraschen die Gäste mit ihrem Auftritt als Dämonen.
Zudem gibt es einen Einblick in die stärker werdende Beziehung der beiden. Endlich wollen sie eine gemeinsame Wohnung beziehen. Doch Tora als Markler macht ihnen das Leben nicht einfach, denn seine Vorstellungen decken sich nicht im Entferntesten mit Misakis Budget.

Im großen Finale können wir Misaki und Usui auf ihre Flitterwochen begleiten. Dabei kommt in Misaki der Wunsch auf, mit Usui eine Familie zu gründen. Doch wie steht Usui zu Kindern? Ist es für ihn vorstellbar, seine wilde Zeit aufzugeben und Verantwortung für ein Leben zu übernehmen?

Eigene Meinung
„Maid-sama Marriage“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die alle nach dem ursprünglichen Ende der Serie spielen.
Alle Charaktere sind älter und reifer geworden. Dabei stehen nicht nur Misaki und Usui im Mittelpunkt. Es gibt eine Geschichte, die sich um das beliebte „Idioten-Trio“ dreht, das jedoch Gefahr läuft auseinander zu brechen. Und auch eine Kurzgeschichte rund um Hiro Fujiwaras Nachfolgewerk „Does Yuki go to hell“ ist mit von der Partie.

Nichtsdestotrotz sind die wahren Highlights von „Maid-sama Marriage“ die beiden letzten Shortstorys um Usui und Misaki, denn beide bringen die Geschichte von „Maid-sama“ noch mal voran. Natürlich wünscht man den beiden endlich ein Happy End, wie im Märchen.

Wer Fans der eigentlichen Serie war, wird auch „Maid-sama Marriage“ gut finden. „Maid-Sama Marriage“ bietet einen kurzen Blick in Usuis und Misakis Zukunft und endlich erfahren wir, ob die beiden am Ende glücklich werden.

© Izumi Mikage

Maid-Sama Marriage: © 2018 Hiro Fujiwara, Hakusensha /Carlsen

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The World’s Best Boyfriend

Name: The World’s Best Boyfriend
Englischer Name:
Originaltitel: Risouteki Boyfriend
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Umi Ayase
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Yusa Tachikawa ist unsterblich in ihren Schulkollegen Nishisaki-senpai verliebt. Er ist der Star des Basketball-Teams und gutaussehend, aber auch enorm arrogant. Doch genau das mag Yusa an Männern, denn auch der männliche Protagonist aus ihrem Lieblingsmanga ist überaus selbstverliebt.

Doch als sich Nishisaki-senpai und Yusas beste Freundin, Nana, unerwartet näherkommen, ändert sich für Yusa die gesamte Situation. Sie bemerkt schnell, dass sich Nana ihretwegen zurückhält, um ihre Gefühle nicht zu verletzen. Yusa entscheidet sich jedoch, Nanas Liebe zu unterstützen und Nishisaki aufzugeben. Aber als ihre Nervosität gegenüber Nana immer größer wird und sie verlegen nach einer Ausrede sucht, gibt Yusa als Vorwand an, bereits in einer Beziehung zu sein. Dabei muss ihr Klassenkamerad Kaede-kun als Sündenbock herhalten.
Doch zu Yusas Überraschung spielt Kaede sofort mit. Er zitiert sogar ihr Lieblingsmanga und spielt überzeugend den Macho. Yusas Plan geht auf und Nana ist erleichtert, dass eine Liebesbeziehung mit Nishisaki nicht die Freundschaft der beiden Mädchen riskiert.

Yusa freut sich, dass sie Nanas Liebe unterstützen konnte, doch gleichzeitig übermannt sie eine tiefe Traurigkeit. Nishisaki war ihre große Liebe. Als sie im Schulflur in Tränen ausbricht und die Lüge aufzufliegen droht, nimmt Kaede sie erneut in Schutz. Er schließt sie in seine Arme und verbirgt Yusa vor den Augen der anderen.

Hat Yusa bisher vielleicht auf den falschen Männertypen gesetzt?

Eigene Meinung
Mangaka Umi Ayase schafft es nach „Lovely Notes“ nun mit einer zweiten Serie nach Deutschland. „The Worlds Best Boyfriend“ ist eine niedliche und ruhige Liebesgeschichte. Die Charaktere und Beziehungen entwickeln sich langsam und geben viel Raum, die Figuren kennen zulernen.

Der Zeichenstil ist hübsch und bietet viele mädchenhafte Elemente.
Vor allem das Titelbild des Manga, sowie die Titelbilder der Kapitel wurden mit besonderer Detailverliebtheit in Szene gesetzt. Ein wirklicher Augenschmaus. Auch ansonsten sind die Bilder wirklich niedlich. Allerdings könnte man bei den sonstigen Zeichnungen meinen, dass Umi Ayase noch am Anfang ihrer Karriere stehen würde. Die Bilder sind oft etwas schlicht und die Gesichter wirken manchmal recht steif und emotionslos. Besonders die Haare könnten mehrere Details vertragen und auch etwas natürlicher wirken.  

Die Handlung wird vor allem das jüngere Publikum ansprechen. Die Story ist leider etwas vorhersehbar und bietet wenig Überraschung. Dennoch bringt es den Leser auch mal zum Schmunzeln. Yusa und Kaede wachsen schnell ans Herz und man wünscht sich eine tolle Liebesgeschichte mit Happy End für die beiden.

© Izumi Mikage

The World’s Best Boyfriend: © 2016 Umi Ayase, Shueisha /Tokyopop

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2ZKB, Feder & Wecker

Name: 2ZKB, Feder & Wecker
Englischer Name:
Originaltitel: 2DK, GPEN, MEZAMASHI DOKEI
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2015
Deutschland: Altraverse 2019
Mangaka: Yayoi Ohsawa
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Nanami geht voll und ganz in ihrem Bürojob auf und liebt es, wenn alles seine Ordnung hat. Kaede dagegen ist eine Mangaka! Sie ist kreativ und chaotisch und damit das komplette Gegenteil zu Nanami. Dennoch teilen sich die Beiden eine Wohnung. Dabei gibt es immer wieder auch Stress zwischen ihnen, aber man rauft sich zusammen, da es doch angenehmer ist zusammen zu leben, als allein zu sein.

Als sich dann aber Nanamis Freund von ihr trennt, muss sie sich mit sich selbst und ihren Gefühlen auseinandersetzen. Die junge Frau steht nämlich eigentlich gar nicht auf Männer. Dies hat auch ihr Ex verstanden und deutet an, dass sie wohl eher auf Kaede stehen würde, so oft wie sie sie in ihren Telefongesprächen erwähnt habe.

Hat sie wirklich Gefühle für ihre Mitbewohnerin? Und wie sieht es bei Kaede aus? Zumal diese ebenfalls Frauen zu bevorzugen scheint!

Eigene Meinung
„2ZKB, Feder & Wecker“ gefiel mir sehr gut. Es ist eine reifere Geschichte, die sich Zeit gibt sich zu entwickeln.

Man lernt die Beiden unterschiedlichen Frauen mit der Zeit näher kennen und freut sich auf jedes neue Detail, dass man über sie erfährt. So unterschiedlich sie auch sind, so passen sie doch perfekt zusammen. Nanami hält Kaede den rückenfrei für ihre Arbeit, kommt aber wegen Kaedes eher flippiger Art auch mal aus sich heraus. Darum drückt man den Beiden auch die Daumen, dass es am Ende vielleicht was mit ihnen wird. Dies wird sich in den nächsten sieben Bänden dann zeigen! Zumal schon angedeutet wird, dass es wohl auch Konkurrenz geben wird. Dies macht es dann aber auch wieder spannend der Geschichte zu folgen, so dass man sicher dran bleiben wird, um zu erfahren was am Ende geschehen wird.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut. Das Format des Manga ist größer als normal, passt aber sehr gut zu den detailreichen Zeichnungen und auch über die 8 Farbseiten, die im Manga verteilt wurden, hab ich mich sehr gefreut.

Die Altersempfehlung liebt bei 16 Jahren. Momentan passiert sexuell allerdings noch nicht viel, sollte sich das in den kommenden Bänden ändern, würde die Empfehlung wirklich passen. Sollte die Handlung allerdings eher so bleiben wie sie jetzt ist, dann wäre auch eine Altersempfehlung ab 14 Jahren nicht schlecht gewesen, da man in diesem Alter die Beweggründe der Charaktere auch schon verstehen würde.

Fans von reiferen Girls Love Geschichten sollten bei „2ZKB, Feder & Wecker“ unbedingt zu greifen!

2ZKB, Feder & Wecker: © 2015 Yayoi Ohsawa, Ichijinsha/ altraverse

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„Tsukikage Moratorium“ endet im November 2019

(c) Akita Shoten

In der Oktoberausgabe von Akita Shoten´s Monthly Princess Magazine wurde bekannt gegeben, dass Saki Aikawas Manga „Tsukikage Moratorium“ mit dem Kapitel in der Dezemberausgabe am 6. November 2019 endet (es erscheint kein Kapitel in der Novemberausgabe).

Im Romance-Comedy-Manga geht es um den Highschool-Schüler Saku Tsukimiya, der in der Nacht seines 17. Geburtstags von einer mysteriösen Stimme erfährt, dass er die Reinkarnation von Prinzessin Kaguya sei. Daraufhin beginnt sein Körper eine ungewöhnliche Transformation.

„Tsukikage Moratorium“ wurde im Mai 2017 erstmals veröffentlicht.

Quelle: ANN

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My Hero Academia SMASH!

Name: My Hero Academia SMASH!
Englischer Name: My Hero Academia SMASH!
Originaltitel: Boku no Hero Academia SMASH!
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hirofumi Neda
Kohei Horikoshi (Original)
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 5,00 €

Inhalt & Eigene Meinung
„My Hero Academia“ zählt aktuell zu den angesagtesten Serien im „Shonen Jump“-magazin. Wie es sich für angesagte Serien gehört, wird der Stoff gerne durch weitere Veröffentlichungen zusätzlich angekurbelt, bzw. der kommerzielle Erfolg dadurch gefördert. „My Hero Academia SMASH!“ sammelt 4-Panel-Strips zur Serie, die ursprünglich von 2015 bis 2017 in der „JUMP+“-App in Japan ein zusätzliches Leckerli für Fans darstellen sollten.

Zum großen Teil handelt es sich bei den kurzen Strips um „Outtakes“, also um ein bis zwei Panel aus der Originalserie, die um eine andere, möglichst witzige Wendung ergänzt wurden. Andere beschäftigen sich mit Nebenfiguren, die nur am Rande in der Originalhandlung vorkommen wie Mt. Lady oder Kamui Woods.

Ausführender Mangaka der Sammlung ist Hirofumi Neda. Er orientiert sich natürlich an der Original-Serie, zeichnet selbst aber kleinteiliger. Die Figuren sind im Chibi-Format gehalten. Der (Witz-)Gehalt der einzelnen Strips divergiert sehr stark. Schon das Format bringt da leider Abstriche mit sich. Zudem wird einiges an Kenntnissen aus der Serie vorausgesetzt.  Ich könnte mir vorstellen, dass man insgesamt einen positiveren Eindruck erhalten würde, wenn man die Strips einzeln (zum Beispiel täglich einen neuen) voneinander betrachten könnte. In der Samlung überwiegt leider eher der enttäuschende Eindruck.

Im Anhang des Bandes gibt es noch einige gesammelte Gag-Seiten mit Strips, die nicht für die App genehmigt wurden, einer Grafik mit fünf Hauptfiguren nach einer Geschlechtsumwandlung, ein Quiz und zwei Kurz-Manga von Hirofumi Neda bzw. Kohei Horikoshi, dem Autor der Original-Serie, über- und füreinander.

Die deutsche Ausgabe kostet mit einem Preis von 5 Euro pro Band vergleichsweise wenig, allerdings hat der erste Band auch weniger Seiten. Leider ist manchmal die Schrift etwas klein gehalten. Im größeren Format des Vorschauheftes waren Beschriftungen besser zu lesen.

Insgesamt dürfte diese fünfbändige Comedy-Ergänzung hautsächlich etwas für Fans der Originalserie sein.

© Rockita

My Hero Academia SMASH!: © 2015 Hirofumi Neda / Kohei Horikoshi  Shueisha / Carlsen

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Renjoh Desperado

Name: Renjoh Desperado
Englischer Name:
Originaltitel: Renjoh Desperadoh
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Kazé 2019
Mangaka: Ahndongshik
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Irgendwo inmitten der Prärie… Ein paar Revolverhelden haben einen kleinen Jungen bei sich, den sie an Menschenhändler verkaufen wollen. Da taucht eine einsame Gestalt auf – zu Fuß, mit zerfetztem Umhang und Strohhut bekleidet und mit einem Langschwert bewaffnet. Die fremde Person rettet den kleinen Kitta und bringt ihn zurück in die nächste Stadt, wo er schon gesucht wurde.

Zur Überraschung aller handelt es sich bei der Person um eine Frau – die heimatlose Wanderin Monko: Die ist hübsch, gut bestückt, eine begnadete Kämpferin und keine Kostverächterin – und außerdem auf der Suche nach dem Mann ihres Lebens. Dafür reist sie einsam umher. Nun scheint es so, als sei sie endlich fündig geworden, denn ihr Herz entflammt für Kittas älteren Bruder, den Bankier Daikichi. Als der Junge wieder entführt wird, diesmal von der Familie Spider, die ihn als Ersatz für Daikichis Schulden mitgenommen hat, sieht Monko ihre Stunde gekommen. Sie will den Kleinen erneut retten – und dann Daikichi einen Heiratsantrag machen.

Im Casino der Spiders erwarten die junge Kriegerin aber nicht nur eine Horde bis an die Zähne bewaffneter Revolverhelden, sondern auch die dressierte Stimme des Familienoberhaupts. Wie gut, dass auch Monko noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat. Aber wird sie es auch schaffen, Daikichis Herz zu gewinnen?

Eigene Meinung
Ein Samurai-Road Movie, in dem es zugeht wie im Wilden Westen. Hat man das nicht schon einmal gesehen? Nein, nicht so ganz, denn wie Akira Kurosawas berühmtes Epos „Die sieben Samurai“ wurden zwar diverse Samurai-Filme als Western adaptiert, dass sich aber echte Schwertkämpfer zwischen Saloons, Sheriff-Büros und Eisenbahnschienen tummeln, ist ein neuer Gedanke. Spannend auch, dass diese Krieger weiterhin östlich gekleidet sind und im Casino mit Würfeln gespielt wird. Gute Voraussetzungen eigentlich. Die Action-Comedy, die allerdings dabei herauskommt, weiß nicht so recht, was sie will. Einerseits erinnern die mehr oder minder voneinander unabhängigen Kapitel um die Protagonistin, die mit einem rudimentären Ziel auf immer neue Stätten und Personen trifft an „Samurai Champloo“. In letzterer Serie (zumindest im Manga) lag der Schwerpunkt aber auf der Comedy, während „Renjoh Desperado“ mit drallen Brüsten, knappen Lendenschurzen und viel Hintern deutlich mehr in den Ecchi-Bereich hineinragt. Die Grundstory, die das ganze zusammenhält, nämlich Monkos Suche nach dem Mann fürs Leben – ist genauso erzwungen, wie sie klingt. Dass es schwierig wird, damit mehr als ein paar Kapitel zu füllen, zeigt schon, dass gegen Ende des Bandes eine erste Dauerrivalin und eine geheimnisvolle Backgroundstory aufgeboten werden. Dazu gibt es noch eine Messerspitze Cyberpunk (künstliche Gliedmaßen) und eine Prise Fantasy (mutierte Riesenviecher). Ob diese Mischung nicht etwas überwürzt ist, muss der Lesende beantworten.

© Rockita

Renjoh Desperado: © 2015 Ahndongshik  Shogakukan / Kazé

 

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Mein Leben als Werwolf-Butler

Name: Mein Leben als Werwolf-Butler
Englischer Name:
Originaltitel: Jinro Shitsuji no Busso na Nikka
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Megumi Muraoka
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Nachdem es die Werwölfe geschafft haben, sich aus der Knechtschaft der Vampire zu befreien, leben die meisten von ihnen auf dem Land. Allerdings hegen so einige noch immer einen Groll gegenüber ihren damaligen Herren. So auch Phil! Dessen Vater ist verschollen, nachdem er sich vor 15 Jahren auf den Weg gemacht hatte einen Vampir zu töten, um die Ehre der Werwölfe wieder herzustellen.

Nun tut es Phil ihm gleich! Er zieht nach London, um dort den stärksten aller Vampire zu töten. Eric ist allerdings völlig anders, als er gedacht hat und entgeht auch noch ständig seinen Mordanschlägen. Je mehr er mit diesem Vampir und dessen kleinen, verrückten Bruder Rey zusammen ist, desto mehr rückt sein Plan immer mehr in den Hintergrund.

Vielmehr findet er immer mehr Gefallen an seinem Leben als Butler! Nur wird das bei seiner Werwolf-Familie sicher nicht gut ankommen? Wird Phil seinen Plan durchziehen oder am Ende doch ein Leben als Butler von Eric führen wollen? Und was ist eigentlich damals mit Phils Vaters passiert?

Eigene Meinung
Ich fand „Mein Leben als Werwolf-Butler“ richtig, richtig gut. Genau die richtige Portion Humor, aber auch Drama. Dazu echt tolle Charaktere, die einen in ihren Bann ziehen und von denen man gerne mehr erfahren möchte.

Eric ist nun so gar kein typischer Vampir. Er strebt nach Geld, um sich seine Träume zu erfüllen und die sind mit unter doch recht banal. Dagegen ist Rey einfach nur knuffig, aber auch ziemlich verschlagen, aber das macht seinen Charme eben aus. Phil dagegen tut einem schon leid, weil er seinem Ziel einfach nicht näher kommt und dabei oft auch noch selbst verletzt wird! Zudem scheint er das Leben, welches er nun als Butler des Vampirs führt, auch noch immer mehr zu mögen!

Es wird sich wohl im zweiten, abschließenden Band zeigen, welchen Weg Phil wählen wird. Interessant bleibt es auf jeden Fall und ich hoffe auch, dass man noch erfährt was mit Phils Vater damals geschehen ist. Arbeitet der gar auch als Butler für einen Vampir oder ist ihm was schlimmes zugestoßen? Man wird es hoffentlich erfahren.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht den Zeichnungen an, dass viel Wert auf Details gelegt wurde, aber auch in die Darstellung der Charaktere.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt sehr gut. Es geht zwar ab und an etwas hoch her, wenn es um die Mordanschläge geht, aber nicht übermäßig brutal oder blutig. Zudem liegt der Fokus auch wesentlich mehr auf dem Humoranteil der Geschichte.

Fans von wirklich witzigen und interessanten Manga, sollten sich „Mein Leben als Werwolf-Butler“ unbedingt kaufen!

Mein Leben als Werwolf-Butler: © 2017 Megumi Muraoka, Shogakukan/ KAZÉ

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Akashic Records of the Bastard Magic Instructor

Name: Akashic Records of the Bastard Magic Instructor
Englischer Name: Akashic Records of Bastard Magic Instructor
Originaltitel: Roku de nashi majutsu koushi to kinki kyouten
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: Kurone Mishima
Original-Story: Taro Hitsuji
Zeichnungen: Aosa Tsunemi
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Glenn Radars lässt sich bereits seit einem Jahr von Celica Alphonia, der besten Magierin der kaiserlichen Magieakademie Alzanos, aushalten. Als Herr Huey, einer der Lehrer, urplötzlich spurlos verschwindet, zwingt sie den faulen Glenn dazu, für einen Monat als Aushilfslehrer einzuspringen, wovon dieser natürlich alles andere als begeistert ist. Seinen Schülern gegenüber macht er keinen Hehl daraus, dass er absolut keine Lust hat, sie zu unterrichten: Er kommt viel zu spät, schreibt bloß „Stillarbeit“ an die Tafel und legt sich dann schlafen. Außerdem beantwortet er keine Fragen und sieht den Mädchen beim Umziehen zu. Kein Wunder also, dass Sistine Fibel, eine seiner Schülerinnen, die als Lehrerschreck berüchtigt ist, die Nerven verliert und ihn zu einem Magierduell herausfordert. Es darf nur der Grundlagen-Zauber „Shock Bolt“ eingesetzt werden und sollte Glenn gewinnen, darf Sistine ihm keine Moralpredigten mehr halten. Sollte jedoch Sistine gewinnen, verpflichtet sich Glenn, seinen Job endlich ernstzunehmen und seinen Unterricht künftig ansprechend zu gestalten. Da nur Sistine die Kurzform des vereinbarten Zaubers beherrscht, gewinnt sie haushoch, doch Glenn macht trotzdem einfach weiter wie bisher. Schließlich streiten die beiden sogar darüber, welchen Stellenwert die Zauberei überhaupt hat. Während Sistine in der Magie die Möglichkeit sieht, den Dingen auf den Grund zu gehen, wie z. B. dem Fliegenden Schloss Melgarius, verabscheut Glenn sie als Kriegswaffe zum effizienten Töten von Menschen. Mit dieser Einstellung bringt er Sistine zum Weinen, die ihrem Großvater nacheifert, der ein berühmter Magier war.

Nach diesem Vorfall steht Glenn kurz davor, die Kündigung einzureichen, doch da beobachtet er seine Schülerin Lumia, die von Sistines Eltern adoptiert wurde, beim Zaubern üben und gibt ihr Hilfestellung. Sie erzählt ihm, dass sie einst von Magiern entführt und beinahe umgebracht wurde, woraufhin Glenn sich daran erinnert, dass er Lumia vor den Zauberern gerettet hat. Dabei ist ihr aufgefallen, dass er jedes Mal ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht hat, als er einen der Entführer töten musste. Ihr Ziel ist es daher zu verhindern, dass Magie missbraucht wird, damit ihr einstiger Retter nie mehr so ein trauriges Gesicht machen muss. Darüber hinaus will sie sich auch bei ihm bedanken, weil sie dazu damals gar keine Gelegenheit mehr gehabt hat. Lumias Worte motivieren Glenn dazu, sich bei Sistine zu entschuldigen und doch als Lehrer weiterzumachen. Auf anschauliche Weise lehrt er seine Schüler, warum es nicht unbedingt von Vorteil ist, seine Zaubersprüche abzukürzen und schnell spricht sich in der Schule herum, wie hervorragend sein Unterricht neuerdings ist, weshalb ihm sogar Schüler aus der Parallelklasse heimlich beiwohnen. Als alle Lehrer auf die Magiekonferenz in der Kaiserstadt fahren, soll nur Glenn ganz normal unterrichten, da seine Klasse durch Hueys Verschwinden mit dem Stoff hinterherhinkt. Diesen Umstand nutzen Terroristen für sich, um die Akademie zu infiltrieren und Lumia zu entführen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Glenn gemacht! Wird er Lumia retten können? Und welches Geheimnis trägt sie in sich, dass alle hinter ihr her sind?

Eigene Meinung:
Was lange währt, wird endlich gut! „Akashic Records of the Bastard Magic Instructor“ sollte eigentlich schon letztes Jahr im Oktober erscheinen, Band 1 ließ dann aber doch noch fünf Monate auf sich warten. Als kleine Entschädigung liegen der Erstauflage der ersten beiden Bände ein Lesezeichen und ein Poster bei. Das Lesezeichen in Band 1 ist übrigens beidseitig bedruckt und zeigt auf der einen Seite Faulpelz Glenn und auf der anderen Sistine. Man kann sich mit beiden sehr gut identifizieren. Einerseits habe ich vollstes Verständnis für Glenns Drang zum Faulenzen, andererseits kann ich ein Lied davon singen, wie enttäuschend es ist, wenn man ein Fach gern hat, aber der Lehrer null Motivation mitbringt und lieber Klassenfahrten plant oder Wett-Armdrücken veranstaltet, statt endlich mal das zu tun, wofür er eigentlich bezahlt wird: unterrichten! Dementsprechend kann ich Sistines Unmut absolut nachempfinden und frage mich im Nachhinein, ob ich in meiner Schulzeit nicht auch mehr hätte auf den Putz hauen sollen, wie sie es in diesem Manga tut. Trotz des Fantasy-Settings haben wir also eine sehr realistische Ausgangssituation, die so bestimmt jeder kennt.

Der Manga basiert übrigens auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Taro Hitsuji und ich hoffe sehr, dass sie es auch bald nach Deutschland schafft. Denn die Story bietet einen ausgewogenen Mix aus Fantasy, Comedy, Mystery und einem Hauch Erotik. Wenn es um Glenns und Lumias Vergangenheit geht, kommt auch noch etwas Drama ins Spiel, was sicher in künftigen Bänden noch für sehr viel Spannung sorgen wird. Wobei ich persönlich hoffe, dass die Serie auch in den Folgebänden ihrer Linie treu bleibt und die Leser in erster Linie kurzweilig unterhält, denn die Reibereien zwischen Glenn und Sistine sind einfach urkomisch und auch sonst sorgt Glenn mit seiner wechselhaften Art für sehr viele Lacher. Absolute Empfehlung also für Fantasy-Fans, die gerne lachen, aber auch eine anspruchsvolle und tiefgründige Story brauchen, um glücklich zu sein. 

© Ban_Mido

Akashic Records of the Bastard Magic Instructor: © 2015 Kurone Mishima, Taro Hitsuji, Aosa Tsunemi, Kadokawa / Tokyopop

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Fairy Tail S

Name: Fairy Tail S
Englischer Name:
Originaltitel: Fairy Tail S
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
„Fairy Tail S“ enthält diverse Kurzgeschichten über unser Lieblinge aus „Fairy Tail“.

Sei es nun eine Selbstreflektion von Happy oder aber auch eingeforderte Wettschulden, die es in sich haben.

Dazu wird es in „Weihnachten der Feen“ auch noch ziemlich anzüglich, aber auch die weiteren Geschichten haben es in sich.

Eigene Meinung
„Fairy Tail S“ ist vermutlich wirklich nur was für Fans von „Fairy Tail“, da man schon wissen sollte was es mit den Charakteren auf sich hat und wieso sich sich verhalten, wie sie sich verhalten. Gerade in der Weihnachtsgeschichte geht es mir zu dem etwas zu frivol zu, wobei ich „Fairy Tail“ sonst eigentlich ganz gern mag. Mir war das aber eindeutig zu viel Fan-Service und nackte Haut. Ansonsten gab es aber wie immer viel zu lachen und reichlich Action!

Zeichnerisch ist der Manga wie immer gut, aber auch noch immer eine Geschmackssache. Die Kurzserie ist etwas textlastig, aber darüber kann man hinweg sehen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren. Meiner Meinung nach könnte diese aber höher liegen, da es wie schon erwähnt doch ziemlich frivol und nackt zu geht und das nicht wirklich was für jüngere Leser ist.

Fans von „Fairy Tail“ sollten auch bei diesem Manga zu greifen. Neulinge, sollten lieber zuerst den Hauptmanga lesen!

Fairy Tail S: © 2016 Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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