To your Eternity

Name: To your Eternity
Englischer Name:
Originaltitel: Fumetsu no Anata he
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Yoshitoki Oima
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Ein unbekanntes Wesen wird auf die Erde geschickt. Am Anfang ist es nur eine Kugel. Aber je mehr es von der Welt sieht, je mehr Lebewesen es trifft und emotionale Traumata es erlebt, desto weiter entwickelt es sich.

Zuerst trifft es auf einen sterbenden Wolf und nimmt dessen Form an. Es trifft in der Gestalt dann auf einen jungen Mann, der ganz allein in den weiten einer Winterlandschaft lebt und hart ums Überleben kämpft. Die anderen Dorfbewohner sind losgezogen, um eine neue Heimat zu finden und hatten ihn mit den Alten zurück gelassen. Doch diese starben und so war nur noch er dort. Ganz allein, nur mit seinem Wolf.

Doch der Drang den anderen zu folgen wird zu stark und sie machen sich auf den Weg. Allerdings verletzt sich der junge Mann schwer und die Wahrheit über den Verbleib seiner Leute lässt ihn einen Teil seines Verstandes verlieren. Am Ende verliert er sein Leben und der Wolf wird zu dem jungen Mann.

Er zieht weiter, sucht nach immer neuen Reizen, um sich weiter zu entwickeln und findet diesen unter anderem in einem monströsen Bären und einem kleinen Mädchen.

Wie wird das Wesen, das von dem Mädchen einen Namen erhält, weiterentwickeln? Wird es irgendwann seine Unsterblichkeit verfluchen? Und wer hat das Wesen geschickt?

Eigene Meinung
„To your Eternity“ ist ein eher ruhig anmutender Manga, der dennoch viel Schauwert bietet und hin und wieder auch etwas Action, aber auch eine gewisse Traurigkeit in sich birgt. Die Zeichnungen sind wirklich toll, sehr detailreich und unterschiedlich in seinen Stilen, was die Stimmungen der verschiedenen Abschnitte des Manga wirklich gut unterstreicht.

Das Wesen lernt beständig dazu. Erleidet dabei aber auch viel Schmerz, den der Reiz den es braucht um sich weiter zu entwickeln endet zumeist mit seinem Tod. Allerdings kommt es immer wieder zurück ins Leben. Es lernt jedes Mal dazu. Nimmt andere Gestalt an und wird mit der Zeit sicher auch lernen was Gefühle sind und zu sprechen anfangen. Wird es verstehen was es heißt zu leben, zu lieben und wie befreiend es auch sein kann einmal endgültig zu sterben?

Dies ist gerade das was den Manga so spannend macht, so ruhig er hin und wieder schon mal ist. Was bedeutet es zu Leben? Was ist ein Leben wert und ist ewiges Leben wirklich erstrebenswert? Gerade um die Antworten es Wesens darauf zu erfahren, wird man sicher auch die weiteren Bände des Manga kaufen wollen. Zumal es sicher auch interessant sein wird zu erfahren, wer es genau war, der die Kugel auf die Erde geworfen hat!

Eine Altersempfehlung gibt es nicht, aber ich denke das man schon um die 12 Jahre alt sein sollte, um die Geschichte und deren Hintergründigkeit auch wirklich zu verstehen. Zudem sind ein paar Szenen doch ein wenig heftig. Besonders dann, wenn sich das Wesen nach einem grauenvollen Tod wieder zusammensetzt und heilt.

Fans von wirklich guten, hintergründigen Geschichten, mit einer Spur Action und ganz viel Gefühl, sollten bei „To your Eternity“ unbedingt zugreifen!

To your Eternity: © 2017 Yoshitoki Oima, Kodansha/ EMA

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Perfect World

Name: Perfect World
Englischer Name:
Originaltitel: Perfect World
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Rie Aruga
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die junge Tsugumi trifft während eines Geschäftsessens auf ihren alten Schulkameraden Itsuki. Allerdings hatte sie keine Ahnung davon, dass dieser seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt.

Zwar versucht ihr Verstand sie davon zu überzeugen, dass eine Beziehung mit Itsuki nie klappen könnte, aber ihr Herz lässt sich davon nicht beeindrucken. Langsam kommen sich die Beiden näher und Tsugumi erfährt wie schwer es für Itsuki als Rollstuhlfahrer oft ist und wie seine Beziehung zu seiner alten Schulliebe zerbrach.

Als es Itsuki dann auch noch gesundheitlich schlechter geht, wird Tsugumi erst so richtig klar, wie sehr sie sich schon verliebt hat.

Aber wird Itsuki ihnen eine Chance geben? Er selbst scheint nicht daran zu glauben eine glückliche Beziehung führen zu können. Daher vergräbt er sich in seine Arbeit als Architekt und tut damit seiner Gesundheit keinen Gefallen.

Wird Tsugumi dagegen wirklich mit seiner Behinderung, den Blicken der Leute und dem Gerede leben können?

Gibt es eine gemeinsame Zukunft für die Beiden?

Eigene Meinung
Ich fand „Perfect World“ wirklich toll. Die Geschichte geht zu Herzen. Mit dem Thema Behinderung wird realitätsnah umgegangen, was ich sehr gut fand. Es wird nichts über dramatisiert, dagegen aber auch gezeigt, wie schwer es sein kann mit einer Behinderung zu leben. Gerade im Umgang der Menschen untereinander.

Gut fand ich auch den Zwiespalt den Tsugumi erlebt. Sie gibt sich nicht gleich ihren aufkeimenden Gefühlen hin. Vielmehr hat auch sie zuerst mit Vorurteilen zu kämpfen und versucht herauszufinden, ob sie sich wirklich eine Zukunft mit Istuki vorstellen kann.

Aber auch dieser hat mit dem Unfall, seiner alten Liebe und seinem jetzigen Leben im Rollstuhl zu kämpfen. Man kann nachvollziehen, dass er im Grunde allein bleiben will, da er glaubt eine Frau in seinem Leben nicht glücklich machen zu können. Daher stürzt er sich in seinen beruflichen Erfolg, verliert dabei aber auch an Lebensqualität.

Es wird sich zeigen, ob die Beiden am Ende wirklich ein Paar werden. Sie werden wohl noch viel durchmachen, aber das macht die Geschichte so real und spannend. Dies ist auch ein Grund weswegen man den Manga bis zum Ende kaum aus der Hand legen mag, auch wenn er doch ein wenig textlastig ist.

Die Zeichnungen sind zu dem wirklich toll, sehr detailreich und ausdrucksstark. Darum wird man auch gleich noch ein Stück mehr in die Geschichte mit hinein gezogen und leidet noch mehr mit den Beiden Hauptcharakteren mit.

Fans von wirklich guten Shojo Manga sollten bei „Perfect World“ unbedingt zugreifen! Man macht damit absolut keinen Fehler!

Perfect World: © 2015 Rie Aruga, Kodansha/ EMA

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Chiisakobee

Name: Chiisakobee
Englischer Name:
Originaltitel: Chiisakobee
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2013
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Manga: Minetaro Mochizuki
Roman-Vorlage: Shûgorô Yamamoto
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 14,90 €

Story
Der kauzige Shigeji ist Architekt von Beruf. Das Studium hat ihm viel Freude bereitet und eigentlich sieht er in der Planung von Bau- und Kunstwerken seinen Lebensinhalt. Dann aber verfügt sein Vater, ein Zimmermannsmeister, dass sein Sohn mit den Flausen aufhören und endlich einen „richtigen Beruf“ ausüben soll. Pflichtbewusst tritt Shigeji als Juniormeister in das elterliche Unternehmen, die Zimmerei „Daitome“, ein. Nur kurze Zeit später kommen seine Eltern bei einem Brand ums Leben und Shigeji erbt von heute auf Morgen ein mittelständisches Unternehmen mit Investitionsstau.

Wiederum aus Pflichtgefühl gegenüber den Angestellten, aber auch aus persönlichem Ehrgeiz heraus, beschließt der 29-jährige neue Chef, die Zimmerei aus eigener Kraft wiederaufzubauen. Er macht es sich zum Grundsatz, keinerlei Hilfe anzunehmen, die ihm angeboten wird, Kurzerhand quartiert er zwei obdachlos gewordene Lehrlinge in seinem eigenen Haus ein und lässt über seinen Vorarbeiter eine Haushälterin einstellen, die sich um die Versorgung der WG kümmern soll.

Nie hätte Shigeji damit gerechnet, dass ausgerechnet Ritsu, die er noch von früher kennt, diese Rolle einnehmen würde. Die aufmüpfige 20-jährige kann zwar gut kochen, hat aber auch ihren eigenen Kopf. Und so beschließt sie aus dem Bauch heraus fünf Waisenkinder im Haus aufzunehmen. Dabei besitzt sie weder eine Erzieherausbildung noch eine andere pädagogische Qualifikation. Den Behörden bleibt das nicht unbemerkt. Als das Vorhaben zu scheitern droht, bietet sich ausgerechnet Yuko an, die Tochter eines Bankers aus der Nachbarschaft und gelernte Erzieherin, Ritsu bei der Kinderbetreuung zu unterstützten. Shigejis Begeisterung hält sich in Grenzen, denn auch Yuko ist eine alte Bekannte… Und hat er nicht schon genug Probleme?

Eigene Meinung
Mit „Chiisakobee“ verleiht Mangaka Minetaro Mochizuki dem gleichnamigen Roman von Shûgorô Yamamoto ein neues, moderneres Gewand. Die Handlung ist im Grunde genommen zeitlos und typisch japanisch. Nach einem Schicksalsschlag stellt der brav-treue Sohnemann seine persönlichen Interessen hintan, um der Firma und dem Andenken an seinen Vater gerecht zu werden. Dass das Ziel sein muss, das Familienunternehmen nicht nur wiederaufzubauen, sondern mindestens so groß zu machen wie zu Glanzzeiten versteht sich da ebenso von selbst, wie die Vorgabe, alles alleine zu schaffen. Dann aber treten nacheinander Menschen in das Leben des zotteligen Protagonisten, gegen deren Charme er sich ebenso wenig erwehren kann, wie gegen die raue Wirklichkeit.

„Dragon Head“-Mangaka Mochizuki setzt den Protagonisten mit schwarzer Löwenmähne, Wikingerbart und Sonnenbrille als Hippie-Alternativo in Szene, der aber in seinen traditionellen Ansichten dem damit hierzulande assoziierten Habitus genau gegenüber steht. Daran merkt man, dass alles seine Grenzen hat. Die Romanvorlage stammt immerhin schon aus den 1950er-Jahren. Damals dürften die Charaktere insgesamt als wesentlich spezieller wahrgenommen worden sein, als in heutiger Zeit. Das gilt auch für die Frauen der Handlung: Ritsu, die weder Ausbildung noch Zuhause hat und trotzdem immer wieder die Grenzen ihres Arbeitsverhältnisses überschreitet, und Yuko, die ihrem Vater in den Rücken fällt, um Shigeji in eine Lage zu bringen, in der er ihre Unterstützung nicht zurückweisen kann.

Sowohl optisch, als auch vom Stil her wird die Stimmung früherer Zeiten durch die Bilder übertragen. Daran ändern auch die Smartphones nichts. Die Story wirkt bieder, die romantischen Annäherungen zurückhaltend, das Geschäftsgebaren überholt, wie aus einer lang vergessenen Zeit, in der es noch um solides Handwerk ging und nicht um Gewinnmaximierung. Wem es gefällt, einmal in diese entschleunigte Welt einzutauchen, dem sei die vierbändige Serie ans Herz gelegt.

© Rockita

Chisakobee: © 2013  Minetaro Mochizuki / Shûgorô Yamamoto  Shogakukan / Carlsen

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When Amber shines in Neon Light

Name: When Amber shines in Neon Light
Englischer Name:
Originaltitel: Neon Sign Amber
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Ogeretsu Tanaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Wenn Yosuke ein Problem hat, dann jenes, dass sein Gesicht einem Pokerface gleicht. Sein Minenspiel scheint kaum vorhanden zu sein und genau dies führt immer wieder dazu, dass seine Beziehungen zerbrechen.

Umso verwunderter ist er, als er bei seiner Arbeit als Türsteher auf einen jungen Mann trifft, der hinter sein vermeintlich starres Gesicht blicken kann. Masaki scheint wirklich der Einzige zu sein, der ihn wirklich richtig deuten kann. Allerdings ist dies auch kein Wunder, denn dessen Vergangenheit war kein Zuckerschlecken.

Abend für Abend macht er junge Dinger an, geht aber nie zum äußersten und kriegt ständig eine geknallt. Dieses Verhalten macht Yosuke noch neugieriger und so kommt es, dass die Beiden sich mit der Zeit immer näher kommen.

Aber kann Yosuke Masaki wirklich geben wonach dieser sich sehnt? Kann Masaki die Vergangenheit abhaken und sich auf den vermeintlichen Hetero Yosuke einlassen?

Eigene Meinung
Bisher hat mir nur „Come to where the Bitch Boys are“ von Ogeretsu Tanaka nicht gefallen.

„When Amber shines in Neon Light“ ist allerdings wieder ein wirklich herausragender Manga, wie so einige andere von ihr zuvor auch.

In dem Manga dreht sich nicht alles nur um Sex. Stattdessen sind es die Charaktere und ihre Geschichten, die im Vordergrund stehen. Dadurch werden sie einen wirklich nahe gebracht und man leidet mit ihnen mit und hofft auf ein Happy End.

Ich finde es auch immer wieder toll, wie die Mangaka ernste Themen wie Mobbing aber auch die Frage nach der eigenen Sexualität mit aufgreift. Zwar geht sie da auch nie zu tief in die Materie hinein, aber man leidet dennoch mit, zumal der ein oder andere Leser vermutlich selbst schon seine eigenen Erfahrungen mit diesen Themen gemacht hat.

Sex ist aber natürlich dennoch eine Komponente des Manga, sogar eine sehr Explizite. Allerdings ist dieser gut eingesetzt und treibt die Handlung meiner Meinung nach mit voran, was auch nicht immer der Fall in Boys Love Manga ist. Durch den Sexanteil liegt die Altersempfehlung allerdings bei 18 Jahren.

Zeichnerisch ist der Manga auch wieder wirklich toll. Die Charaktere heben sich von den doch sonst oft sehr genretypischen Hauptcharakteren in anderen Boys Love Manga ab, was einen weiteren frischen Wind in die Geschichte bringt.

Wer also wirklich gut unterhalten werden möchte sollte bei „When Amber shines in Neon Light“ unbedingt zugreifen. Der Kauf ist, bei dem spannenden Manga, ganz sicher kein Fehler!

„When Amber shines in Neon Light: © 2017 Ogeretsu Tanaka, Shinshokan/ EMA

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Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen

Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Englischer Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Originaltitel: Owari no Seraph – Ichinose Guren, 16-sai no Catastrophe
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Story: Takaya Kagami
Zeichnungen: Yamato Yamamoto
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 9,90 €

Story:
Guren Ichinose ist das zukünftige Oberhaupt des „Ordens des Kaiserlichen Mondes“, der sich einst von den „Kaiserlichen Dämonen“ unter der Führung der Hiragi-Familie abgespalten hat. Kein Wunder also, dass man ihn und Mahiru Hiragi im zarten Alter von fünf Jahren voneinander getrennt hat, als die beiden anfingen, Gefühle füreinander zu entwickeln. Der Orden des Kaiserlichen Mondes existiert seit jeher im Schatten der Kaiserlichen Dämonen und letztere machen sich einen Spaß daraus, die Ichinoses an der 1. Shibuya-Oberschule aufzunehmen, der besten Magieschule Japans, von der normale Menschen nichts wissen. Dort werden die Hiragis und andere renommierte Familien dann regelrecht von den Lehrern dazu ermuntert, auf den Ichinoses herumzuhacken, um ihnen zu zeigen, wer der Boss ist. Dieses Mobbing wird Guren also die nächsten drei Jahre erdulden müssen, fest entschlossen, niemandem seine wahre Stärke zu offenbaren und die Rolle des Deppen zu spielen, um von den Hiragis maßlos unterschätzt zu werden. Schließlich ist es sein Lebensziel, die Hiragis zu stürzen und dafür zu sorgen, dass sein Orden des Kaiserlichen Mondes eines Tages an die Macht kommt. Ihm stehen zwar zwei weibliche Bodyguards zur Seite, doch natürlich werden die beiden anderen Klassen zugeteilt als Guren.

Gleich vom ersten Tag an testet Shinya Hiragi den genervten Guren bei jeder Gelegenheit, da er ahnt, dass das künftige Oberhaupt des Kaiserlichen Mondes sehr viel mehr auf dem Kasten hat, als es durchscheinen lässt. Wie sich herausstellt, verfolgt nämlich auch Shinya das Ziel, den Hiragis den Garaus zu machen, da er nur adoptiert wurde und von den leiblichen Hiragis wie Dreck behandelt wird. In Guren vermutet er einen Verbündeten im Kampf gegen die Hiragis. Selbst nachdem Shinya diesem eröffnet, dass er und Mahiru miteinander verheiratet werden sollen, lässt sich Guren lieber von ihm die Knochen brechen, als irgendjemandem sein wahres Können zu offenbaren. Die Situation ändert sich jedoch, als die Hyakuya-Sekte wiederholt an Guren herantritt, um ihn auf ihre Seite zu ziehen, denn auch sie plant einen Krieg gegen die Kaiserlichen Dämonen. Da den Hyakuyas allerdings entsetzliche Menschenexperimente nachgesagt werden, lässt sich Guren nicht darauf ein. Als die Hyakuya-Sekte schließlich einen Überraschungsangriff auf die 1. Shibuya-Oberschule startet, werden viele von Gurens Mitschülern vernichtet und er hat keine andere Wahl mehr, als Shinya sein wahres Talent zu zeigen und mit diesem zusammen Seite an Seite gegen die Sekte zu kämpfen. Plötzlich zeigt sich die wahre Drahtzieherin hinter dem Krieg: Niemand geringeres als Mahiru Hiragi hat ihren eigenen Clan verraten und steckt hinter alledem! Sie lässt alles so aussehen, als hätte die Hyakuya-Sekte sie entführt, doch in Wirklichkeit wünscht sie sich nichts mehr als den Untergang der Hiragis, um endlich mit Guren zusammen sein zu können…

Eigene Meinung:
Diese Light Novel-Reihe spielt 8 Jahre vor den Ereignissen des „Seraph of the End“-Mangas und hier ist Dickschädel Guren der Hauptcharakter. Ehrlich gesagt, konnte ich ihn in der Hauptreihe nie wirklich leiden, doch in den Light Novels ist er mir doch etwas ans Herz gewachsen. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ausgerechnet ein so stolzer und starker Charakter wie er einmal Opfer von Mobbing, Spott und Häme gewesen ist. Noch nie zuvor habe ich einen Light Novel so verschlungen wie diesen. Die Geschichte ist sehr spannend und lebendig erzählt und das Erzähltempo genau richtig. Mein einziger Kritikpunkt ist der Prolog bzw. die Ausgangssituation. Mal ehrlich: Welche Fünfjährigen(!) sind schon so heftig ineinander verliebt, dass sie zehn Jahre lang hart trainieren, nur um eines Tages stark genug zu sein, um sich gegen die Familie aufzulehnen und ein Paar werden zu können? Das ist mir dann doch etwas zu unrealistisch.

Wenn man über diesen kleinen Schönheitsfleck und die doch etwas zahlreichen Tippfehler hinwegsehen kann, bietet sich einem die wahrscheinlich beste Light Novel-Reihe, die es bisher nach Deutschland geschafft hat! Da die Romane aus denselben Federn stammen wie der Manga, bewegt sich die Story auf demselben hohen Niveau. Darüber hinaus vermittelt das Prequel wichtiges Hintergrundwissen, u. a. über die Beziehungen zwischen den Hiragis, den Ichinoses und der Hyakuya-Sekte, um in der Manga-Reihe alles zu verstehen. Gerade in den späteren Manga-Bänden spielen die Konflikte zwischen den Kaiserlichen Dämonen und dem Kaiserlichen Mond nämlich noch eine wichtige Rolle. „Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen“ bietet Action, Humor, Dramatik, Romance, Mystery und äußerst unterhaltsame Charaktere. Ein wahrer Leckerbissen, nicht nur für „Seraph of the End“-Fans!

Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen: © 2013 Takaya Kagami, Yamato Yamamoto, Kodansha / KAZÉ

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Hanger

Name: Hanger
Englischer Name: Hanger
Originaltitel: Hanger
Herausgebracht: Japan: Gentosha 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Hirotaka Kisaragi
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In der Zukunft hat die Menschheit sich von den Religionen abgewandt. Stattdessen setzte man auf die Technik.

Es wurden Nanomaschinen entwickelt, welche die Fähigkeiten und Körperfunktionen eines Menschen immens verbessern können. Allerdings wurden diese Nanomaschinen sehr schnell zu einem Problem, denn einige Leute entwickelten geradezu eine Sucht, sich ständig zu verbessern. So entstanden die „Drugger“, welche die Droge „High-Drug“ verticken, sie oft aber auch selbst nehmen. Dadurch extrem gewalttätig, sind sie von normalen Gesetzeshütern kaum zu stoppen.

Um eben diese „Drugger“ zu stoppen werden so genannte „Hanger“ eingesetzt: Verurteilte „Drugger“, welche ihre Strafzeiten durch ihren Dienst verringern können. Ihnen zur Seite gestellt sind Aufseher, welche die Hanger mit einer speziellen Handfessel kontrollieren können. Sollten die „Hanger“ sich zu weit von ihren Aufsehern entfernen, wird ein Tötungsimpuls ausgelöst!

Der junge Polizist Hajime wird unerwartet zu einem Aufseher befördert und dem „Hanger“ Zeroichi zur Seite gestellt. Dieser kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern und ist auch sonst eher ein unzugänglicher Typ. Daher schmeißen viele Aufseher den Job, nur einer hat länger Durchgehalten, fand aber den Tod. Kein Wunder, dass Zeroichi erst Mal nicht so begeistert von seinem neuen Partner ist. Außerdem ist Hajime einer der wenigen Menschen, bei denen die Nanomaschinen nicht wirken. Damit ist er allerdings auch ein Ziel der „Drugger“, denn sein Blut kann die Nanomaschinen außer kraft setzen.

Aber auch in den eigenen Reihen gibt es Konkurrenz, besonders Hibiki und sein „Hanger“ Hashima! Diese waren bisher die Nummer eins! Doch nun scheinen ihnen Hajime und Zeroichi den Rang ablaufen zu wollen.

Kann Zeroichi Hajime beschützen? Wird aus ihnen mehr als nur berufliche Partner? Gelingt es Hajime in dem Jahr, in welchem er Zeroichi zugeteilt ist, dessen Strafzeit auf Null zu setzen? Was liegt verborgen in Zeroichis Vergangenheit? Und wie geht es mit Hashima und Hibiki weiter?

Eigene Meinung
Hanger“ ist ein wirklich interessanter und spannender Manga. Besonders Hajime wächst einen mit seiner Art schnell an’s Herz. Er versucht selbst bei den „Druggern“ nicht zu viel Gewalt einzusetzen, denn in seinen Augen sind es auch nur Menschen. Zudem liegt ihm Zeroichis Wohl sehr am Herzen, zumindest, nachdem er ihn besser zu verstehen lernt. Dadurch will er sogar versuchen, dessen Strafzeit in ihrem gemeinsamen Jahr auf Null zu setzen. Dies wird nur nicht leicht, weil die Strafzeit gute 512 Jahre beträgt. Was zu der Anzahl an Jahren geführt hat erfährt man vermutlich in einem der weiteren Bände, die noch folgen werden.

Aber auch Hashima und Hibiki sind wirklich interessante Charaktere und ich bin gespannt zu erfahren, wie es mit ihnen weiter geht. Beide wollen für den Anderen alles tun, gerade wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Allerdings scheinen sie ein ziemliches Kommunikationsproblem zu haben, dass sie hoffentlich in den Griff bekommen. Denn selbst Hibiki fragt sich was Zeroichi und Hajime haben, was bei ihnen selbst zu fehlen scheint. Denn trotzdem sie schon so lange zusammen arbeiten, arbeitet das andere Paar weitaus effizienter zusammen und achten dabei auch noch aufeinander.

Es bleibt auf jeden Fall spannend, so das man auf jeden Fall Lust bekommt an der Mangareihe dran zu bleiben.

Von den Zeichnungen her ist der Manga ebenfalls hervorragend. Jeder Charakter steht für sich. Es wird viel Wert auf Details gelegt, was gerade in den Actionszenen deutlich wird.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Hin und wieder waren die Panele zwar ein wenig textlastig, aber das war aufgrund der spannenden Geschichte sehr gut hinnehmbar.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt. Bisher gibt es noch nicht wirklich viele explizite Szenen, dafür aber einige Actionszenen, in denen es ganz schön rund geht. Zudem sollte man auch schon eine gewisse Reife haben, um die ganzen Hintergründe zu verstehen und das Tun der Charaktere nachvollziehen zu können.

Fans von wirklich spannenden Boys Love Manga, sollten bei „Hanger“ unbedingt zugreifen!

Hanger: © 2015 Hirotaka Kisaragi, Gentosha/ Tokyopop

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Sugar Dog

Name: Sugar Dog
Englischer Name:
Originaltitel: Sugar Dog
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Masahiro Ikeno
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die Küstenstadt Zena wird von einem Rat regiert, der sich aus Mitgliedern bestimmter Gangs zusammensetzt, welche sich in der Stadt niedergelassen haben. Als allerdings drei Mitglieder des Rates durch die Organisation „Imago“ getötet werden, kommt es zu Chaos und weiterem Blutvergießen.

Um seine Tochter zu schützen, schickt Ratsmitglied Richard Allenby seine Tochter Fiona in’s Cafe „Little Clover“. Ihre Leibwächterin Agnes versteht dies nicht so wirklich, bis das Cafe von den Leuten Imagos angegriffen wird und sich Chef und Personal schlagkräftig zu Wehr setzen. Der Chef, des Cafes, ist niemand anderes als Vincent Nill, auch als Dog-Eat-Dog, bekannt. Im Kampfmodus cool und fokussiert, denkt er sonst nur an’s Backen und seinen geliebten Laden, den er ständig neu aufbauen muss.

Auch nach diesem Angriff werden sie immer wieder angegriffen, von Freund und Feind gleichermaßen, da man Fiona in die Hände bekommen will. Kann Vincent sie auf Dauer beschützen?

Eigene Meinung
„Sugar Dog“ muss man mögen. Es ist einer der Manga, der entweder was für einen ist oder eben nicht.

Die Charaktere sind alle interessant und man freut sich darauf immer wieder neue Facetten zu entdecken. Zudem wird es sicher interessant sein, zu erfahren, wer genau hinter Imago steckt, da dies wohl auch mit Vincents Vorgeschichte im Zusammenhang steht. Zudem fragt man sich auch warum er ausgerechnet das Backen für sich entdeckt hat, wo er sonst doch echt brutal sein kann.

Auf Romantik wird verzichtet. Zwar will Fiona sich gern mit Vincent anfreunden, doch keiner der Beiden scheint romantische Absichten zu haben. Bei Fairy, einer Mitstreiterin von Vincent, scheint das etwas anders zu sein, allerdings entwickelt sich bisher daraus nichts. Das muss bei dem Manga auch nicht wirklich sein, da er mehr in Richtung Action tendiert und das auch gut so ist.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut. Sehr detailreich beim Aussehen der Charaktere, aber auch bei den Torten, die Vincent immer wieder zaubert. Am besten sind allerdings die Actionszenen. Diese sind gekonnt in Szene gesetzt worden und bringen einen durch ihre Dynamik mitten ins Geschehen.

Das Lesen zog sich leicht, da die Panele, trotz der oft vorkommenden Actionszenen, doch ein wenig textlastig waren. Da aber die Mischung zwischen Action und Spannung passte, sah man gern darüber hinweg.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahre und ist gut gewählt. Es geht schon oft sehr brutal zu und dies wird auch deutlich dargestellt.

Fans von wirklich spannenden Manga, voller Witz und Action, sollten bei „Sugar Dog“ unbedingt zugreifen!

Sugar Dog: © 2016 Masahiro Ikeno, Kodansha/ Tokyopop

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Daisy aus Fukushima

Name: Daisy aus Fukushima
Englischer Name:
Originaltitel: Daisy – 3.11 Joshikouseitachi no sentaku
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Story: Teruhiro Kobayashi, Darai Kusanagi, Tomoji Nobuta
Zeichnungen: Reiko Momochi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Der 11. März 2011 veränderte das Leben vieler Japaner. Ein Erdbeben verursachte im Kernkraftwerk von Fukushima eine atomare Katastrophe mit verheerenden Folgen. In Angst und Panik mussten viele Menschen in Fukushima ihr zu Hause verlassen.

Ein Monat ist seit dem Unglück vergangen. Alle leben in Furcht vor der radioaktiven Strahlung. Auch Fumi hatte sich in ihrem Zuhause zurückgezogen und ging nicht mehr nach draußen. Eigentlich wollte Fumis Mutter das sie zur ihrer Großmutter, außerhalb von Fukushima, zieht. Fumi entschied sich jedoch, bei ihrem Vater in Fukushima zu bleiben.

Heute ist der erste Tag seit dem Reaktorunfall, an dem Fumi wieder zur Schule geht. Sie hat Zweifel, wieder vor die Haustür zu gehen. Die Schule hat schon längst wieder begonnen und bei ihren Freundinnen hat Fumi sich während der ganzen Zeit auch nicht gemeldet. All ihre Befürchtungen sind jedoch schnell vergangen, als sie merkt, dass sich Fumis Freunde, Moe, Mayu und Anaka darüber freuen, dass die Gruppe wieder komplett ist. Sie haben sogar ein Geschenk für Fumi – alle tragen nun eine Haarspange mit der Aufschrift „Daisy“, den Namen ihrer Band.

Doch auch die anderen Mädchen haben sich seit dem 11. März verändert und stehen nun neuen Problemen gegenüber.
Mayus Familie verdient ihr Geld mit den Anbau von Reis. Aber seitdem Fukushima als verseucht gilt, will keiner mehr den Reis kaufen. Und Anaka, deren Familie ein Hotel besitzt, steht vor einem wirtschaftlichen Ruin, denn die Besucher bleiben aus. Als Moe dann auch noch Fukushima plötzlich den Rücken zukehrt und nach Tokyo flüchtet, bricht alles zusammen. Doch auch Moe hat mit den Folgen der Atomkatastrophe zu kämpfen. Ihr Verlobter aus Tokyo hat die Hochzeit annulliert. Er fürchtet, dass durch die Strahlung nicht nur Moe, sondern auch eine eventuelles gemeinsames Kind gesundheitlich beeinträchtigt sein könnte. Kurzerhand hat er Moe vor die Tür gesetzt.

Können die Menschen in Fukushima trotz all der Schwierigkeiten wieder ein normales und glückliches Leben führen?

Eigene Meinung
„Daisy aus Fukushima“ ist ein Werk der guten Taten. Der Leser soll nicht nur über die Menschen und Folgen der Atomkatastrophe in Fukushima aufgeklärt werden, sondern die Betroffenen in Fukushima sollen auch mit dem Verkauf des Manga unterstützt werden. Ein Euro für jedes verkaufte Exemplar wurde nämlich zu Gunsten der Kinder in Fukushima gespendet. Ein nobles Unterfangen!

„Daisy aus Fukushima“ konzentriert sich nicht darauf, zu erklären, wie es zu diesem grausamen Unfall kommen konnte. Es schildert auch nicht die politischen Diskussionen, die dadurch auf der ganzen Welt ausgebrochen sind. Es beschreibt die Menschen, die dadurch mit unterschiedlichsten Problemen konfrontiert wurden. Wirtschaftlicher Ruin, Ablehnung, die Trennung von der Heimat und der eigenen Familie sowie die ständige Angst vor der unsichtbaren Bedrohung – der Strahlung.
Man bekommt einen Blick „hinter die Kulissen“ und erkennt plötzlich Probleme, die man vorher gar nicht bedacht hat.

„Daisy aus Fukushima“ kommt als Großband und mit einer großzügigen Anzahl von Seiten. Für meinen Geschmack hätte „Daisy aus Fukushima“ noch ungeschönter und realistischer sein dürfen. Oftmals wirkt die Handlung fast etwas verharmlost und wie indiziert. Das Unglück von Fukushima hat viele Menschen in den Tod und die absolute Verzweiflung getrieben, was an vielen Stellen noch nicht so rüberkommt. Dadurch liest sich „Daisy aus Fukushima“ zeitweise etwas schleppend. Man hat das Gefühl, mit Nebensächlichkeiten wurde die Story unnötig in die Länge gezogen.

Aber letztendlich wollte man die Leser zum Kauf animieren und ihnen etwas für ihr Geld bieten. Daher kann man die kleinen Schwächen von „Daisy aus Fukushima“ ruhig mal übersehen. Es ist ja für einen guten Zweck.

© Izumi Mikage

Daisy aus Fukushima: © 2013 Reiko Momochi/Teruhiro Kobayashi/Darai Kusanagi/Tomoji Nobuta, Kodansha/ Tokyopop

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Come to where the Bitch Boys are

Name: Come to where the Bitch Boys are
Englischer Name:
Originaltitel: Yarichin Bitch-Bu
Herausgebracht: Japan: Gentosha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Ogeretsu Tanaka
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Tono kommt frisch aus Toyko auf eine reine Jungenschule in den Bergen. Es ist für ihn schon befremdlich, nur noch mit Jungs zur Schule zu gehen, aber davon lässt er sich erst einmal nicht unterkriegen.

Das ändert sich allerdings, als er dem Fotografieclub beitritt. Dieser hat nämlich überhaupt nichts mit Fotografieren am Hut. Vielmehr treiben die Mitglieder des Clubs es mit jedem, der es will, damit diese ihren Druck, nur auf einer Jungenschule zu sein, abbauen können. Auch Tono und der ebenfalls neu dazu gekommene Kashima sollen nun die Beine breit machen oder es anderen Schülern oder Lehrern besorgen. Sollten sie das innerhalb eines Monats nicht schaffen, droht ihnen ein „Gang Bang“: Gruppensex, in denen ihnen von den anderen Clubmitgliedern die Jungfräulichkeit genommen wird.

Natürlich wollen die beiden das nicht. Tono könnte es sich vielleicht mit einem Mitschüler namens Yaguchi vorstellen. Allerdings scheint dieser auf seinen Cousin Kashima zu stehen, welcher aber wohl wiederum auf Tono steht.

Es wird sich zeigen wie es mit den Dreien weitergeht. Yaguchi scheint zudem nicht so nett zu sein, wie er die Leute glauben lassen will und auch bei den anderen Mitgliedern des Clubs läuft nicht alles rund!

Eigene Meinung
„Come to where the Bitch Boys are“ ist sehr speziell. Es gibt zwar eine Handlung, aber im Grunde geht es die meiste Zeit nur um Sex oder das Gerede darüber. Ich mag ansonsten ganz gern die Manga von Ogeretsu Tanaka, aber dieser war nicht wirklich mein Fall, muss ich zugeben!

Für mich war es einfach zu überfrachtet. Zu viele Charaktere, die zwar gestalterisch und von ihrem Wesen her sehr unterschiedlich sind. Jedoch alle samt nicht genug Zeit haben, sich individuell als Charaktere zu etablieren.

Zudem ist alles was mit Sex zu tun hat wirklich überspitzt dargestellt. Das ist, dem Nachwort zufolge, zwar gewollt, doch mir einfach zu viel. Viele Charaktere benahmen sich mehr wie Prostituierte, als wie Schüler oder Lehrer, mit einem leichten Hang zur Brutalität und Exzess, der Zartbesaiteten durchaus sauer aufstoßen kann.

Da bringt auch die Dreiecksgeschichte zwischen Kashima, Tono und Yaguchi nicht viel Abwechslung rein, weil sie einfach vom Grundton des Manga überlagert wird.

Interessant wäre es nur zu erfahren, wer mit wem was anfängt und ob die Jungs sich am Ende noch bessern. Zudem ist Yaguchi wohl auch nicht der nette Kerl, den er immer vorzugeben scheint! Allein die Neugier auf die Antworten darauf, würden mich eventuell noch die folge Bände kaufen lassen! Aber jeder Leser sollte sich da wohl selbst sein Bild machen, ob der Manga was für einen ist oder eben nicht!

Zeichnerisch geht es gerade in den expliziten Szenen sehr detailreich zu. Auch sonst ist der Manga wirklich gut gezeichnet, was man bei Ogeretsu Tanaka auch nicht anderes erwarten kann. Sehr detailreich und gerade wie oben schon erwähnt, unterscheiden sich alle Charaktere deutlich in ihren Darstellungen.

Mit dem Lesen kam ich eher langsam voran, da mir der Manga nun mal nicht so gefiel. Zudem waren auch die Panele sehr textlastig, was das Tempo beim Lesen noch mal drosselte.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und sollte auch unbedingt beachtet werden. Der Fokus liegt sehr auf dem sexuellen Anteil, sei es nun in Sprache oder in der deutlichen Darstellung.

Wie oben schon erwähnt, ist der Manga reine Geschmackssache! Mir gefiel er nicht so, aber das heißt nicht, dass ein andere Leser das genauso empfindet! Jeder sollte sich selbst sein Bild dazu machen!

Come to where the Bitch Boys are: © 2016 Ogeretsu Tanaka, Gentosha/ EMA

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Ein bittersüßer Winter

Name: Ein bittersüßer Winter
Englischer Name:
Originaltitel: Shinomiya-kun no Sekai ga Owatte mo
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Chiyori
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Was würdest du machen, wenn morgen das Ende der Welt wäre?“

Als diese Frage in ihrem Klassenzimmer aufkommt, sind sich Yukino und Shinomiya auf Anhieb einig. Beide würden die letzten Stunden mit einem geliebten Menschen verbringen wollen. Zum ersten Mal fällt der sonst eher stille Shinomiya nun Yukino auf. Diese hatte bisher eher wenig mit Jungs am Hut, doch je mehr sie über ihren Mitschüler erfährt, desto höher schlägt ihr Herz. Auch Shinomiya scheint sie sehr zu mögen, doch dann eröffnet er ihr, dass er die Schule verlassen wird!

Kann es unter diesen Umständen für die Beiden ein Happy-End geben?

Zur Hauptgeschichte gibt es noch zwei Kurzgeschichten in dem Band.

In „Spiel mit der Nacht“ befreit sich die im Krankenhaus liegende Haine von ihrem Körper und durchstreift die Nacht. Nur so kann sie all das tun, was sie sonst wegen ihrer Krankheit nicht kann. Doch diesmal scheint der Traum, den sie meint zu träumen, anders zu sein. Sie trifft einen Jungen, der ihr Leben für immer verändern wird!

Dagegen geht es in „Erblühendes Steinkraut“ um Arisa. Diese wurde von ihrem Freund betrogen. Als sie ihn deswegen zur Rede stellt, kommt es fast dazu, das er sie schlägt. Allerdings verhindert dies Kota, ein Junge, der ihr bisher nicht wirklich aufgefallen war. Die Beiden kommen sich dann noch näher, nachdem er ebenfalls in die Garten-AG eintritt, um zu lernen, wie man Blumen pflegt. Wie lange kann Arisa ihre Gefühle noch verbergen? Außerdem scheint Kota noch ausgerechnet das Mädchen zu kennen, mit dem ihr Ex sie betrogen hat.

Eigene Meinung
„Ein bittersüßer Winter“ hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten waren alle sehr süß und gefühlvoll gehalten.

Die Hauptgeschichte gefiel mir allerdings am Besten, da sie noch etwas mehr Realismus beinhaltete als der Rest. Zudem kamen Yukino und Shinomiya nicht zu schnell als Paar zusammen. Vielmehr ließ man ihnen Raum sich zu entwickeln und zeigte auch ein wenig wie deren Alltag neben der Schule so ist. Dies ließ einen tiefer in die Charaktere blicken, sodass sie einem noch mehr an’s Herz wuchsen.

Bei Kurzgeschichten muss man alles immer etwas knapp halten. Dennoch sind auch „Spiel mit der Nacht“ und „Erblühendes Steinkraut“ sehr gute Geschichten.

Zeichnerisch ist der Manga ein Blickfang. Sehr detailreich und weich gestaltet. Nur hätte ich mir bei der Charakterdarstellung ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Haine und Yukino sehen sich ziemlich ähnlich, genau wie die drei männlichen Hautcharaktere kaum zu unterscheiden sind vom Aussehen. Einzig Arisa unterscheidet sich von den anderen beiden Mädchen durch ihre dunkle Haarfarbe.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Die Geschichten waren alle sehr interessant und die Panele nie zu textlastig.

Die Altersempfehlung liegt bei 13 Jahren und ist gut gewählt. In diesem Alter versteht man schon was von erster Verliebtheit, aber auch Verantwortungsbewusstsein der Familie gegenüber.

Fans von sehr guten Shojo-Manga sollten bei „Ein bittersüßer Winter“ unbedingt zugreifen!

Ein bittersüßer Winter: © 2015 Chiyori, Shogakukan/ Tokyopop

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