Unwiderstehlicher S

Name: Unwiderstehlicher S
Englischer Name:
Originaltitel: Watashi wa S ni Sakarenai
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2018
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Ai Hibiki
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Finanziell am Ende, wegen der Schulden ihres Vaters, sieht Miku keinen anderen Ausweg, als sich als Mätresse für einen reichen Verwandten anzubieten. Allerdings wird sie gar nicht erst zu ihm vorgelassen, sondern muss sich mit dem Butler Sogo auseinandersetzen. Dieser sieht in ihr kein Potenzial als Liebhaberin und weist sie ab. Doch Miku gibt nicht klein bei – da auch das Leben ihrer Mutter auf dem Spiel steht – und bittet Sogo um Unterricht, um am Ende doch würde zu sein eine Mätresse zu werden.

Dieser geht das Training allerdings ziemlich forsch an. Überfordert mit der Situation und ihren Gefühlen bleibt Miku aber keine andere Wahl, als sich Sogo zu fügen und zu tun was er verlangt.

Ein erotisches Spiel beginnt, wie es endet, wird sich zeigen!

Eigene Meinung
„Unwiderstehlicher S“ bietet reichlich nackte Haut und Sex. Die Handlung steht dabei ein wenig im Hintergrund und bietet auch nicht wirklich etwas Neues. Dennoch macht der Manga Spaß, zumal die expliziten Szenen immer geschmackvoll und gut in Szene gesetzt sind.

Interessant ist zu dem auch das Verhältnis zwischen Sogo und Miku. Irgendwie hab ich den Verdacht, dass hinter Sogo doch mehr steckt, als man zuerst vermuten mag. Ist er vielleicht in Wirklichkeit der Verwandte zu dessen Mätresse sie werden will? Denn den Verwandten hat man bisher noch nicht zu Gesicht bekommen. Vielmehr dreht sich im Augenblick alles nur um Sogo und Miku! Also wird man sich aus Neugier darüber schon die kommenden Bände noch holen!

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und sollte auch beachtet werden. Für jüngere Leser sind das Thema des Manga und der hohe Sexanteil noch nicht wirklich was.

Fans von erotischen Liebesgeschichten sollten bei „Unwiderstehlicher S“ ruhig zu greifen. Falsch macht man damit ganz sicher nichts!

Unwiderstehlicher S: © 2018 Ai Hibiki, Shogakukan/ Tokopop

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Wer bist DU zur blauen Stunde?

Name: Wer bist DU zur blauen Stunde?
Englischer Name: Our Dreams at Dusk
Originaltitel: Shimanami tasogare
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Yuhki Kamatani
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Der Oberschüler Tasuku wechselt in einer neuen Stadt auf eine neue Schule. Kurz vor den Sommerferien finden ein paar seiner neuen Klassenkameraden auf seinem Handy eine Website, auf der man einen Shonen Ai-Anime sehen kann. Sofort verbreiten die Mitschüler ihre Entdeckung im ganzen Jahrgang, verbundenen mit der Schlussfolgerung, dass Tasuku selbst schwul sein muss. Alle Erklärungen Tasukus stoßen auf taube Ohren. Und das schlimmste ist: Seine Gefühle fahren auch noch Achterbahn.

Tasuku reagiert geradezu panisch auf diese Entwicklung. Er fürchtet sich davor, in Zukunft in der Schule gemobbt und ausgegrenzt zu werden. Als er schon an einer Brüstung steht und darüber nachdenkt, in den Selbstmord zu springen, sieht er plötzlich eine Frau, die aus dem Fenster eines gegenüberliegenden Hauses springt. Tasuku ist fasziniert und fühlt sich scheinbar magisch angezogen. So findet er zufällig die Lounge der mysteriösen „Frau Jemand“. Hier ist jeder und jede willkommen, der oder die Probleme mit sich herumträgt und jemanden zum Zuhören benötigt. So kommt es, dass sich ganz verschiedene Menschen in der Lounge treffen, um abzuhängen, gemeinsam Dinge zu unternehmen und auch einfach, um sie selbst zu sein.

Da ist zum Beispiel die hübsche Hanako, die ihren Job verlor, weil sie sich als Lesbe outete. Heute lebt sie glücklich mit ihrer festen Freundin Saki zusammen. Aber der Weg dorthin war hart, selbst ihre Eltern brachen zeitweise den Kontakt zu ihr ab. Hanako entdeckt schnell, was in Tasuku vorgeht und nimmt ihn unter ihre Fittische. Denn das, was dem Jungen nirgendwo sonst über die Lippen ging, kann er ihr anvertrauen: Es gibt da tatsächlich einen Jungen, der sein Herz höher schlagen lässt…

Eigene Meinung
Gleich vorneweg: Wer in „Wer bist DU zur blauen Stunde?“ einen einfachen Shonen-Ai-Manga erwartet, der liegt vollkommen falsch. Vielmehr handelt es sich um ein einfühlsames Melodram ums Erwachsenwerden, um Toleranz und die Akzeptanz von Menschen, die nicht in gängige Konventionen passen. Jene, die von der Gesellschaft erdrückt werden, die ausgegrenzt werden oder sich dafür fürchten ihr Anders-sein zuzugeben, gibt es viele. In der Lounge der geheimnisvollen „Frau Jemand“ kommen einige von ihnen zusammen – und finden dort ein Refugium, in dem sie vorbehaltlos so angenommen werden, wie sie sind. Dort können sie entspannen, etwas eigenes Kreatives schaffen und zu sich selbst zurückfinden. Die erwachsene Hanako hat dieses Ziel bereits erreicht, dem Schüler Tasuku steht noch ein langer Weg bevor bis zum Coming-out. Aber dort ist er nicht allein.

Behutsam nimmt Yuhki Kamatani sich seiner Figuren an, verschafft ihnen Räume und Zuspruch, sodass sie selbst die Antwort finden können. Längst geht es dabei nicht nur um Homosexualität – auch wenn das den jugendlichen Protagonisten am meisten beschäftigt. Da sollte man sich auch vom deutschen Titel nicht irreleiten lassen (der engl. Titel trifft das besser). Aber Tasuku dient als Türöffner und Identifikationsfigur, zumindest im ersten Band. Dem Autor gelingt mit der vierbändigen Mini-Serie ein in weiche, offene Bilder verpacktes Plädoyer für Toleranz.  Lesenswert.

© Rockita

Wer bist DU zur blauen Stunde?: © 2015 Yuhki Kamatani  Shogakukan / Carlsen

 

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Mermaid Prince

Name: Mermaid Prince
Englischer Name:
Originaltitel: Ningyo Ouji
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Kaori Ozaki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Die erste Geschichte handelt von Akari und Fumika, die beste Freundinnen sind und nahezu jede Minute miteinander verbringen. Oft träumen sie in der Bahn zur Schule davon, zusammen bis zur Endstation Ametsukigahara zu fahren und das Leben zu genießen. Doch bisher haben sich beide nie getraut, Taten folgen zu lassen.

Als jedoch Fumika eines Tages verkündet, mit Kaji aus der Parallelklasse zusammen zu sein, ändert sich für Akari alles. Ihre Freizeit verbringt Fumika nun immer mehr mit Kaji. Als Fumika nicht einmal mitbekommt, als Akari in der Bahn von einem Fremden angefasst wird, zerbricht für Akari eine Welt. Beide gehen seitdem getrennte Wege.

Die Jahre vergehen und Akari geht mittlerweile an die Oberschule. Eines Nachmittags im Buchladen sieht sie jedoch Kaji. Sie traut ihren Augen nicht, als er versucht ein Buch zu stehlen und natürlich prompt erwischt wird. Akari kann einfach nicht anders, als Kaji zu helfen. Sie schubst ein Regal um und sorgt für Ablenkung. Beide fliehen und setzen damit den ersten Schritt für eine richtungsweisende Zukunft.

In „Mermaid Prince“ sind Mugi und seine große Schwester vor Kurzem auf die kleine Insel gezogen. Eigentlich wollte er lieber in der Großstadt bleiben, aber als sich seine Schwester in Kotaro von der Insel verliebt und sich beide verloben, beschließt diese mit Mugi umzuziehen.
Zum Glück für Mugi trifft er auf seine Klassenkameradin Matori, die ihm seitdem eine gute Freundin ist.

Dennoch kann sich Mugi einfach nicht mit der Insel und dem Meer anfreunden. Gerne würde er im Meer tauchen gehen, um eines Tages eine Nixe zu treffen, aber durch sein Asthma ist ihm das verwehrt. Umso schlimmer für ihn, dass Kotaro ausgerechnet Tauchlehrer ist. Ein Grund mehr für Mugi, ihn zu verachten.

Doch als Kotaro eines Tages auf offenes Meer hinausgezogen und vermisst wird, bemerkt Mugi, wie sehr das Glück seiner Schwester mit diesem Mann zusammenhängt. Er beschließt, alles zu tun, um Kotaro zu retten. Mugi und Matori machen sich auf die Suche nach einer Nixe, denn wer eine Nixe sieht, kann sich von dieser einen Wunsch erfüllen lassen. Doch damit beginnt auch eine Reise, die mit vielen Gefahren verbunden ist.

Eigene Meinung
Endlich gibt es Nachschub von Kaoru Ozaki. Bereits „Our Summer Holiday“ hat viele Leser in seinen Bann gezogen. Und auch „Mermaid Prince“ schafft es, mit einer gefühlvollen und einfühlsamen Geschichte, zu begeistern.

Dabei ist „Mermaid Prince“ eine Sammlung von 3 Kurzgeschichten (zwei längeren und eine kurze). Überraschenderweise ist jedoch erst die letzte Shortstory die, die dem Band seinen Namen gab. Und auch wenn bereits die erste Handlung um Akari, Fumika und Kaji tiefgründig und berührend ist, überzeugt eben vor allem „Mermaid Prince“.

Vor allen die Bilder von Kaoru Ozaki machen ihre Serien zu etwas ganz Besonderen, denn diese transportieren die Geschichte von „Mermaid Prince“ so eindrucksvoll und fließend, wie ein Film.

 „Mermaid prince“ hat mich ebenso überzeugt wie „Our Summer Holiday“. Eine absolut empfehlenswerte, kurzweile Reise, die den Leser emotional packen und mitreißen wird.

© Izumi Mikage

Mermaid Prince: © 2015 Kaori Ozaki, Shinshokan/ Carlsen

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The Love Exorcist

Name: The Love Exorcist
Englischer Name:
Originaltitel: Kyoai Catastrophe
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2014
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Haruta Mayuzumi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Als die junge Mei Zeugin eines Mordes wird, trifft sie auf Sawa. Dieser beschützt und glaubt ihr. Die Beiden kommen sich näher. Doch als die Beiden Gefühle für einander entwickeln, verwandelt sich Sawa in ein abscheuliches Monster und auch Meis Körper beginnt sich zu verändern. In dem Moment taucht Terris auf! Er ist der Love Exorcist, der auch für den vermeintlichen Mord, den Mei gesehen hat, verantwortlich war.

Zusammen mit seiner Partnerin Nike ist es seine Aufgabe Andro und Gynos daran zu hindern zu Androgynos zu verschmelzen und noch mehr Unheil anzurichten. In vergangenen Zeiten hat jemand den Androgynossamen erschaffen und ihn in zwei Teile geteilt. Diese nisten sich in den Herzen der Menschen ein. Treffen sich dann zwei Menschen die zueinander passen, werden sie aktiviert und die Menschen mutieren.

Wer steckt hinter der Erschaffung des Samens? Gibt es wirklich keine wahre Liebe mehr? Und wer sind Terris und Nike wirklich? Wie sind sie dazu gekommen diesen Job zu machen? Und wer ist der andere Love Exorcist, der den Beiden zu Hilfe kommen muss, als sie drohen dem Feind zu unterliegen?

Eigene Meinung
„The Love Exorcist“ hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Aber das ist eben meine Meinung!

Mir waren die Charaktere einfach zu blass. Über Terris und Nike erfährt man in diesem Band so gut wie gar nichts und daher findet man auch nur schwer Zugang zu der Geschichte. Man fiebert einfach nicht mit den Beiden mit.

Zudem spielen die verschiedenen Liebespaare nur eine untergeordnete Rolle. Es treffen sich eben Junge und Mädchen, entwickeln Gefühle und mutieren. Dann kommen Nike und ihr Partner und erledigen Andro und Gynos. Danach stirbt die Liebe und die Paare verlieren jede Erinnerung an einander. Was echt traurig ist und auch ein zynisches Bild auf die Liebe fallen lässt. Ich hoffe, dass man in den weiteren Bänden tiefer auf die Entstehung des Samens und die Hintergrundgeschichten der Hauptcharaktere eingeht, so dass man doch noch anfängt sich für deren Schicksal und Beweggründe zu interessieren.

Zeichnerisch ist der Manga aber wirklich gut. Gerade auf die Mutationen und die Kampfszenen wurde viel Wert gelegt, was diese wirklich sehr actionreich und dynamisch herüber bringt.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist aufgrund der actionreichen, recht brutalen Szenen auch mehr als gerechtfertigt.

Fans von interessanten Fantasygeschichten mit reichlich Action sollten selbst einen Blick in „The Love Exorcist“ werfen, um zu sehen, ob der Manga etwas für ihn ist.

The Love Exorcist: © 2014 Haruta Mayuzumi, Kadokawa/ Tokyopop

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L.A. Waves

Name: L.A. Waves
Englischer Name:
Originaltitel: L.A. Waves
Herausgebracht: Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Pengu
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Student Noah aus Deutschland hat sich sehr auf sein Austauschjahr in L.A. gefreut. Allerdings hat er nicht mit einem grantigen Mitbewohner namens Lucy gerechnet. Dieser ist zwar eine Augenweide, hat aber ständig nur was zu meckern.

Um dennoch Anschluss zu finden, fängt Noah mit dem Surfen an und trifft dabei auf Vince und seine Leute. Keine gute Idee wie sich zeigen soll. Vince und Lucy können sich nicht ausstehen und ehe sich Noah versieht, gerät er zwischen die Fronten.

Allerdings ist ihm schon bewusst was für ein Kerl Vince ist und versucht daher auch weiter Lucy näher zu kommen. Bei einer gemeinsamen Sightseeingtour kommen sich die Beiden dann auch näher! Treffen auf ein paar Mädels, aber wirklich Interesse scheinen sie dann doch eher aneinander zu haben.

Wohin wird das mit den Beiden am Ende führen und was hält Vince noch für sie parat?

Eigene Meinung
Für einen deutschen Manga ist „L.A. Waves“ wirklich nicht schlecht gemacht.

Der Manga war aber im großen und ganzen nicht so mein Fall. Er war ziemlich textreich, was einen doch beim Lesen schon recht ermüden konnte. Ich lese sonst oft Manga, besonders Einzelbände, in einem Rutsch durch, bei diesem brauchte ich dann doch zwei Tage.

Die Zeichnungen haben aber was für sich, die Kerle in der Geschichte bieten einiges an Schauwerten und man sieht an, wie viel Herzblut in dem Band steckt. Allerdings wäre es vermutlich besser gewesen, noch einen weiteren Band zu machen und der Geschichte damit mehr Raum zum entwickeln zu geben. Gerade Noah, Vince und Lucy bleiben doch recht blass. Man erfährt zwar ein wenig über ihre Beweggründe, aber nicht genug, um wirklich mit ihnen mit zu fiebern. Ich fand auch das Ende eher unbefriedigend, aber dazu verrate ich jetzt nicht zu viel, da ich ja nicht den ganzen Inhalt der Geschichte spoilern möchte.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und passt sehr gut. Zum Ende hin geht es doch heißer her, aber es werden auch Themen wie Drogen und Missbrauch aufgegriffen, die für jüngere Leser noch nichts sind.

Fans von Boys Love Manga sollten sich selbst eine Meinung über „L.A. Waves“ bilden. Nur weil er mir nicht so gefallen hat, muss das ja nicht bei jedem so sein!

L.A. Waves: © 2019 Pengu, EMA

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Our Lonely War

Name: Our Lonely War
Englischer Name:
Originaltitel: Futari bocchi sensô
Herausgebracht: USA: Japan 2017
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Erubo Hijiwara
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Seit zehn Jahren wird die Erde von einer außerirdischen Rasse, den Idola heimgesucht. Um sie zu bekämpfen, entwickelten die Menschen die humanoide Waffe „Arcana“. Ein Pilot, der sogenannte „Player“, steuert die „Unit“ aus der Ferne per Headset. Player zu werden ist der Traum von vielen, aber nur wenige schaffen es das rigorose Auswahlverfahren zu überstehen.

Einer von ihnen ist der 14-jährige Ilya Kravicz. Im Alter von fünf Jahren wurde er in einen Autounfall verwickelt und sitzt seither im Rollstuhl. Dennoch denkt er nicht ans Aufgaben. Unterstützung erfährt er von seiner erwachsenen Schwester Anna, die nach dem Tod ihrer Eltern das Sorgerecht für Ilya übernommen hat. Tatsächlich ist Ilya begabt als Player und so erreicht er schließlich sein Ziel. Doch der Tag seines größten Triumphs geht mit einem Schock einher. Denn die Units, die die Piloten steuern sind in Wirklichkeit keine reinen Hüllen, es handelt es sich um die operativ überarbeiteten Körper echter Menschen. Diese bilden die Rüstung der Player bei ihren Kämpfen. Da aber eine gewisse Synchronität zwischen Pilot und Einheit bestehen muss, kommen dafür nur Verwandte in Frage – wie Ilyas Schwester Anna, die seine einzige Verwandte ist.

Ohne es ihrem Bruder zu sagen, hat sich Anna, die bei den Verteidigungsstreitkräften dient,  bereits freiwillig als „Unit“ gemeldet und ihr Körper wurde entsprechend angepasst. Ilya ist entsetzt und verstört, dass seine Schwester sich derart in Gefahr begibt und ihre eigene hoffnungsvolle Karriere beim Militär aufgibt, um ihm seinen Traum zu verwirklichen. Nach langen Gesprächen mit Mendel, einem anderen Piloten, und seiner Schwester entscheidet sich Ilya, nach vorne zu schauen und gemeinsam mit Anna für die Zukunft der Menschheit zu kämpfen. Aber dann stellt ein tragisches Ereignis alles infrage…

Eigene Meinung
Sehr viele Ideen hat Erubo Hijihara in ihr Erstlingswerk „Our Lonely War“ hineingepackt. Fast muss man konstatieren: zu viele. Denn so wie weniger manchmal mehr ist, bietet eine dreibändige Mini-Serie gar nicht den Rahmen, um so viele spannende Ansätze adäquat auszufüllen. Da ist zu Einen der Protagonist, der trotz seiner Behinderung seinen Traum verbissen verfolgt. Natürlich steht die Beziehung zwischen Bruder und Schwester im Vordergrund. Aber nach und nach kommen mit weiteren Charakteren auch noch andere Themen dazu: Aus welchen Gründen kämpfen wir, was sind wir bereit zu opfern? Und schließlich stellen sich die Fragen, ab wann jemand noch ein Mensch ist und ab wann eine Kampfausrüstung. Nahezu bei allen diesen Ansätzen hätte man schon im ersten Band mehr machen können. Etwa die Tatsache, dass Ilya im Rollstuhl sitzt, wird zwar kurz thematisiert, bringt aber ansonsten nichts mit sich – Inklusion perfekt?! Man fühlt sich an Camerons „Avatar“ erinnert… Auch die Alien-Invasion dient mehr als Steigbügelhalter für die Drama-Handlung. Denn natürlich hadert Anna mit ihrer Entscheidung, auch wenn sie es nicht zugibt. Daher ist der Originaltitel „Futari bocchi sensô“ (dt. in etwa „Zwei-Personen-Krieg“) auch passender als der hiesige.

Das ist schon alles schade. Aber: Es bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Bänden die Handlung noch weiter ausgefüllt werden kann. Zu wünschen wäre es, denn optisch ist die Serie ein absoluter Hingucker und bietet so viel Potenzial. Die Mangaka sollte im Auge behalten werden.

© Rockita

Our Lonely War: © 2017 Erubo Hijihara  Shueisha / Tokyopop

 

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Meine unerwiderte Liebe

Name: Meine unerwiderte Liebe
Englischer Name: If I Could Reach You
Originaltitel: Tatoe todokanu ito da to shite mo
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2017
Deutschland: Altraverse 2019
Mangaka: tMnR
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Uta hat es nicht gerade leicht. Sie lebt mit ihrem Bruder und dessen Ehefrau zusammen. Leider ist sie in eben diese schwer verliebt! Natürlich weiß sie, dass diese Liebe keine Zukunft hat, aber es ist schwer sie aufzugeben. Zumal Kaoru nicht gerade zimperlich ist ihr durch Umarmungen und andere Annäherungen zu zeigen, dass sie ein Teil der Familie ist und geliebt wird.

Nur ist es nicht diese Art Liebe, die Uta sich wünscht! Wie lange kann sie den Liebeskummer noch ertragen? Wird sie letztendlich ausziehen und eine neue Liebe finden? Denn es ist ja wohl kaum zu erwarten, dass Kaoru ihre Liebe jemals erwidern wird!

Eigene Meinung
„Meine unerwiderte Liebe“ ist ein guter Girls Love-Manga. Mal etwas anderes, als immer nur Schulmädchen, die sich ineinander verlieben.

Stattdessen geht es um unerwiderte Liebe zu einer älteren Frau und den Umgang mit eben diesen Gefühlen. Sie loszuwerden ist eben nicht leicht! Gerade dieses Gefühlschaos macht die Geschichte so interessant und nachvollziehbar. Man wünscht Uta wirklich, dass sie eine neue Liebe findet, die erwidert wird. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass aus den beiden am Ende was wird, da Kaoru nun mal mit Utas Bruder verheiratet ist und diesen auch sehr liebt. Spannend bleibt es daher, sodass man sicher auch zum nächsten Band greifen wird!

Zeichnerisch ist die Serie wirklich gut! Man kann den Altersunterschied wirklich mal sehen und auch sonst wurde viel Wert auf die Details gelegt.

Die Altersempfehlung liegt bei 15+ und ist gut gewählt. Sexuell passiert nicht wirklich was, aber um das Gefühlschaos nachvollziehen zu können, sollte man schon ein wenig reifer in seiner Entwicklung sein.

Fans von interessanten Girls Love-Manga sollten bei „Meine unerwiderte Liebe“ ruhig zugreifen! Einen Fehler macht man damit nicht!

Meine unerwiderte Liebe: © 2017 tMnR, Ichijinsha/ Altraverse

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Mein Leben als Werwolf-Butler

Name: Mein Leben als Werwolf-Butler
Englischer Name:
Originaltitel: Jinro Shitsuji no Busso na Nikka
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Megumi Muraoka
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Nachdem es die Werwölfe geschafft haben, sich aus der Knechtschaft der Vampire zu befreien, leben die meisten von ihnen auf dem Land. Allerdings hegen so einige noch immer einen Groll gegenüber ihren damaligen Herren. So auch Phil! Dessen Vater ist verschollen, nachdem er sich vor 15 Jahren auf den Weg gemacht hatte einen Vampir zu töten, um die Ehre der Werwölfe wieder herzustellen.

Nun tut es Phil ihm gleich! Er zieht nach London, um dort den stärksten aller Vampire zu töten. Eric ist allerdings völlig anders, als er gedacht hat und entgeht auch noch ständig seinen Mordanschlägen. Je mehr er mit diesem Vampir und dessen kleinen, verrückten Bruder Rey zusammen ist, desto mehr rückt sein Plan immer mehr in den Hintergrund.

Vielmehr findet er immer mehr Gefallen an seinem Leben als Butler! Nur wird das bei seiner Werwolf-Familie sicher nicht gut ankommen? Wird Phil seinen Plan durchziehen oder am Ende doch ein Leben als Butler von Eric führen wollen? Und was ist eigentlich damals mit Phils Vaters passiert?

Eigene Meinung
Ich fand „Mein Leben als Werwolf-Butler“ richtig, richtig gut. Genau die richtige Portion Humor, aber auch Drama. Dazu echt tolle Charaktere, die einen in ihren Bann ziehen und von denen man gerne mehr erfahren möchte.

Eric ist nun so gar kein typischer Vampir. Er strebt nach Geld, um sich seine Träume zu erfüllen und die sind mit unter doch recht banal. Dagegen ist Rey einfach nur knuffig, aber auch ziemlich verschlagen, aber das macht seinen Charme eben aus. Phil dagegen tut einem schon leid, weil er seinem Ziel einfach nicht näher kommt und dabei oft auch noch selbst verletzt wird! Zudem scheint er das Leben, welches er nun als Butler des Vampirs führt, auch noch immer mehr zu mögen!

Es wird sich wohl im zweiten, abschließenden Band zeigen, welchen Weg Phil wählen wird. Interessant bleibt es auf jeden Fall und ich hoffe auch, dass man noch erfährt was mit Phils Vater damals geschehen ist. Arbeitet der gar auch als Butler für einen Vampir oder ist ihm was schlimmes zugestoßen? Man wird es hoffentlich erfahren.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht den Zeichnungen an, dass viel Wert auf Details gelegt wurde, aber auch in die Darstellung der Charaktere.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt sehr gut. Es geht zwar ab und an etwas hoch her, wenn es um die Mordanschläge geht, aber nicht übermäßig brutal oder blutig. Zudem liegt der Fokus auch wesentlich mehr auf dem Humoranteil der Geschichte.

Fans von wirklich witzigen und interessanten Manga, sollten sich „Mein Leben als Werwolf-Butler“ unbedingt kaufen!

Mein Leben als Werwolf-Butler: © 2017 Megumi Muraoka, Shogakukan/ KAZÉ

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Jealousy

Name: Jealousy
Englischer Name:
Originaltitel: Jealousy
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Scarlet Beriko
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Als Yakuza kennt Rogi eigentlich keine Gnade, allerdings kann er seiner kleinen Tochter kaum einen Gefallen abschlagen. Daher nimmt er den Betrüger, der sich vor sein Auto geworfen hat, auch mit nachhause statt ihn auf der Stelle zu erledigen.

Nur scheint es dem jungen Hachi auch noch bei Ihnen zu gefallen und währt sich kaum, wenn er wie ein Hund behandelt wird. Wird er in den Leben der Beiden wirklich ein neues Zuhause oder vielleicht sogar eine Familie finden?

Wird Rogi von seiner alten, obsessiven Liebe loskommen? Oder wird er für alle Ewigkeiten Akitora nach laufen?

Eigene Meinung
Ich mag die Manga von Scarlet Beriko sehr gern! In ihnen geht es nicht nur sexuell hoch her, sondern sie haben auch meist eine sehr gute Handlung. Genauso ist es auch in „Jealousy“! 

In diesem Manga erfährt man mehr über Rogis Vergangenheit und warum er so sehr an Akitora hängt. Dessen obsessive Liebe hat man ja schon in „Show me your Gun“ zu sehen bekommen. Allerdings ist dies keine seichte Geschichte, sondern eine von Leid, Schmerz und viel Sex. Man hofft sehr darauf, dass Hachi ihn vielleicht ein wenig ändern wird, auch wenn momentan eher der Rückblick in die Vergangenheit im Vordergrund steht und nicht die Gegenwart. Vielleicht kommt Rogi ja aber auch wieder mit Akitora zusammen! Dran bleiben lohnt sich also!

Zeichnerisch ist der Manga vermutlich nicht jedermanns Geschmack. Scarlet Beriko setzt besonders die Sex- und Gewaltszenen ziemlich gut in Szene.

Mit dem Lesen zog es sich etwas, da der Manga doch ein wenig textlastig war. Darüber sah man aber gern hinweg, da die Geschichte ansonsten sehr spannend ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und sollte auch unbedingt eingehalten werden, da es besonders in den Gewalt- und Sexszenen doch ziemlich heftig zur Sache geht.

Fans von Scarlet Beriko und wirklich spannenden Boys Love Manga, sollten bei „Jealousy“ unbedingt zugreifen!

Jealousy: © 2017 Scarlet Beriko, Shinshokan/ EMA

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The Isolator – Realization of Absolute Solitude

Name: The Isolator – Realization of Absolute Solitude
Englischer Name: The Isolator – Realization of Absolute Solitude
Originaltitel: Zettainaru kodokusha
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: Shimeji
Original-Story: Reki Kawahara
Zeichnungen: Naoki Koshimizu
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Highschool-Schüler Minoru Utsugi will einfach nur von allen ignoriert werden und ein einsames Dasein fristen, um keine weiteren schmerzhaften Erfahrungen mehr machen zu müssen. Denn seine Eltern und seine große Schwester wurden vor acht Jahren von einem Unbekannten umgebracht, der nie gefasst werden konnte. Vor drei Monaten ist schließlich, auf seinen Wunsch nach absoluter Einsamkeit hin, eine schwarze Sphäre in seine Brust gefahren, die seine Sinne schärft und seine körperlichen Fähigkeiten steigert. Außerdem kann er sich seither mit einer Schutzschicht umgeben, die jeglichen Schaden von ihm abwendet. Um seinen qualvollen Erinnerungen zu entkommen, joggt er jeden Morgen vor der Schule eine Strecke von 10 km. Nicht einmal Tomomi Minowa aus dem Leichtathletikclub kann ihn einholen. Als sie ihn fragt, ob er nicht künftig zusammen mit ihr zur Schule joggen will, werden die Jungs aus der Leichtathletik-AG eifersüchtig und versuchen, Minoru zu vermöbeln. Dank der schützenden Membran, mit der Minoru seinen gesamten Körper umhüllen kann, geht dieses Vorhaben jedoch natürlich gründlich in die Hose. Schockiert vom Verhalten ihrer Clubmitglieder entschuldigt sich Tomomi vielmals bei Minoru, dessen eisernes Schweigen dazu führt, dass sie weinend davonrennt. Im Wald läuft sie dem sogenannten „Beißer“ in die Arme und wird von ihm gefesselt und verschleppt. Auch er hat vor drei Monaten eine Kugel in sich aufgenommen, nur dass seine rot war und er seither alles durchbeißen kann – bevorzugt lebendige Menschen!

Minoru folgt dem seltsamen Geruch, den der Beißer verströmt und wird dabei selbst von ihm angegriffen. Allerdings schafft es die Werwolf-artige Bestie nicht Minorus Schutzmembran zu durchbeißen. Plötzlich mischt sich auch noch Yumiko in den Kampf ein, ein Mädchen mit einem riesigen Elektroschocker, das sich teleportieren kann. Der Beißer entkommt und Minoru erfährt, dass es offensichtlich zwei verschiedene Arten von Sphären gibt: rote und schwarze. Menschen, die durch eine rote Kugel besondere Fähigkeiten erlangt haben, nennt man Rubine und die, die wie Minoru mit einer schwarzen Kugel verschmolzen sind, werden Raben genannt. Die Rubine sind äußerst aggressiv und bösartig, weshalb es sich Yumiko und einige andere Raben zur Aufgabe gemacht haben, die Rubine auszurotten. Die Raben sind also Kämpfer für das Gute und nehmen die schlafende Tomomi in ihre Obhut. Schließlich ist es gut möglich, dass der Beißer sie wieder angreift. Yumiko würde Minoru gerne rekrutieren, doch der will von der ganzen Sache nichts wissen, nichtsahnend dass der Beißer es in erster Linie auf ihn abgesehen hat…

Eigene Meinung:
„The Isolator“ ist die Manga-Adaption der mittlerweile dritten Light-Novel-Reihe des Schriftstellers Reki Kawahara, der sich mit „Accel World“ und „Sword Art Online“ bereits weltweit einen Namen gemacht hat. Band 1 beinhaltet in der ersten Auflage einen Minoru-Pappaufsteller als Extra. Ziemlich schade finde ich allerdings, dass nur die allererste Seite in Vollfarbe ist. Da hätte man doch auch gleich noch die ersten 4 Seiten des ersten Kapitels in Farbe abdrucken können, da insbesondere das eigentlich großartige Kapitel-Titelbild in schwarz-weiß nicht zur Geltung kommt. Manga-Adaptionen von Romanen stehen unter den Fans immer in der Kritik, nicht die komplette Romanreihe umzusetzen, sondern einfach mitten in der Geschichte aufzuhören, oft sogar mit einem total offenen Ende. Da dieser Manga in 4 Bänden abgeschlossen ist, obwohl die Light-Novel-Reihe immer noch fortgesetzt wird, ist dieser Vorwurf im Fall von „The Isolator“ durchaus berechtigt.

Naoki Koshimizus Zeichnungen sind sehr schön anzusehen, doch storytechnisch weiß Kawaharas neustes Werk nicht zu überzeugen. Irgendwie kommt die Handlung nur sehr schleppend voran und bisher hat dieser Manga absolut nichts, was ihn von der breiten Masse abhebt. Wie es scheint, läuft alles auf einen klassischen Kampf zwischen Gut und Böse hinaus, wobei die Raben die Guten und die Rubine die Bösen sind und auch die Charaktere kommen einem doch sehr bekannt vor. So ist Minoru, genau wie Shinji Ikari aus „Neon Genesis Evangelion“ und Shu Ouma aus „Guilty Crown“, der typische passive Held, der sich der Realität entziehen möchte und Yumiko die mysteriöse Kämpferin für Gerechtigkeit, die selbst vor Mord nicht zurückschreckt, wobei sie Charakteren wie Akame aus „Akame ga KILL!“ sogar optisch ähnelt. Wer auf Originalität eher nicht so viel Wert legt und einfach nur Lust auf einen typischen Shonen-Manga hat, der in wenigen Bänden abgeschlossen ist, kann hier ruhig zugreifen, sofern er sich darauf gefasst macht, dass Band 4 möglicherweise keinen befriedigenden Abschluss der Geschichte bietet.   

The Isolator – Realization of Absolute Solitude: © 2016 Shimeji, Reki Kawahara, Naoki Koshimizu, Kadokawa / Tokyopop

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