Full Bloom

Name: Full Bloom
Englischer Name:
Originaltitel: Moriyamaryode Hanga ga saku
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Mariko Nekono
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Matsubara und Kariya sind Arbeitskollegen. Ersterer ist eher ein Einzelgänger, während Kariya eine Frohnatur zu sein scheint. Allerdings ist auch er tiefgründiger als man denkt und wegen seiner Vergangenheit auch ein wenig traumatisiert.

Nachdem Kariya, in das Wohnheim zieht, in dem auch Matsubara mit zwei weiteren Kollegen aus der Firma zusammen wohnt, kommt man sich näher. Aus Zuneigung wird Liebe! Aber Beide haben aus unterschiedlichen Gründen Angst davor ihre Gefühle zu zulassen.

Werden sie ihre Ängste überwinden und zueinander finden? Findet Kariya in Matusbara ein neues Zuhause oder trennen sich ihre Wege wieder?

Eigene Meinung
„Full Bloom“ ist mir ein wenig zu textlastig, auch wenn die Geschichte an sich gut war. Man kann mit beiden Hauptcharakteren mitfühlen und wünscht ihnen nur das Beste. Allerdings zieht sich die Geschichte ein wenig, hier hätte es für meinen Geschmack ein wenig schneller voran gehen können.

Zudem wäre es auch interessant gewesen noch etwas mehr über die beiden anderen Mitbewohner zu erfahren. Es wurde zwar kurz erwähnt, dass wohl der Eine in den Anderen verliebt ist, der Andere aber hetero ist. Danach verläuft die Andeutung auch schon wieder im Sande.

Zeichnerisch ist der Manga gut, besonders wenn es um Naturszenen und Blumen geht, wurde sehr detailreich gezeichnet. Sexuell geht es erst zum Ende hin rund, aber die Geschichte legt eh mehr Wert auf die emotionale Entwicklung der Charaktere.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist aufgrund der Themen des Manga und der sexuellen Komponente auch passend gewählt.

Fans von guten Boys Love Manga sollten ruhig einen Blick riskieren!

Full Bloom: © 2017 Mariko Nekono, Shinshokan/ EMA

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Der Mann meines Bruders

Name: Der Mann meines Bruders
Englischer Name: My Brother’s Husband
Originaltitel: Otōto no otto
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Gengoroh Tagame
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 10,00 €

Story:
Der alleinerziehende Vater Yaichi träumt seit langem wieder von der Beisetzung seiner Eltern, bei der sein Zwillingsbruder Ryoji die ganze Zeit geweint hat, während er selbst keine einzige Träne vergießen konnte. Vor einem Monat ist auch Ryoji verstorben, nachdem er 10 Jahre lang in Kanada gelebt und dort einen Mann geheiratet hat: Mike. Yaichis Tochter Kana staunt nicht schlecht, als ebendieser urplötzlich in Japan auftaucht, um sie und Yaichi zu besuchen und all die Orte zu besichtigen, an denen die Zwillinge gemeinsam ihre Kindheit verbracht haben. Sie wusste nicht einmal, dass ihr Vater einen Bruder hatte und ist sofort hellauf begeistert von dem riesigen Kanadier, während Yaichi über den Gast alles andere als erfreut ist. Schließlich steht er als Japaner einer Ehe zwischen zwei Männern eher angewidert gegenüber, wohingegen Kana es eher merkwürdig findet, dass Männer im Ausland heiraten dürfen, aber in Japan nicht. Yaichi möchte noch nicht einmal, dass Mike bei ihnen übernachtet, doch da hat er die Rechnung ohne Kana gemacht, die unverblümt darauf hinweist, dass Yaichi seinen Cousin im vergangenen Jahr sogar dazu gedrängt hatte, bei ihnen zu nächtigen. Also gibt Yaichi gezwungenermaßen klein bei und Mike ist sehr ergriffen davon, dass er in dem Zimmer schlafen darf, das einst Ryoji gehörte. 

Yaichi, der sonst immer in Unterhose herumläuft, zieht sich nach dem Baden nun doch lieber etwas an. Schließlich hat Mike ihn bereits bei der Begrüßung für Ryoji gehalten und ist ihm um den Hals gefallen, was dem Japaner sehr unangenehm gewesen ist. Mit Entsetzen erwischt er Kana dabei, wie sie gerade Mikes behaarte Brust streichelt und von den vielen Haaren ganz fasziniert ist. Er bittet Mike sein Shirt wieder herunterzuziehen und schickt Kana empört ins Bett. Mit der Zeit kann Kana ihren Vater allerdings ein wenig mitziehen, sodass auch er anfängt, Mike mit anderen Augen zu sehen. So gibt ihm Mikes Aufenthalt die Möglichkeit, sich endlich auch selbst mit dem Tod seines Bruders auseinanderzusetzen und um ihn zu weinen. Wobei es Yaichi ziemlich auf die Palme bringt, wenn Kana Mike mal wieder so augenscheinlich unangenehme Fragen stellt wie: „Wer war bei euch eigentlich die Ehefrau und wer der Ehemann?“ und „Können im Ausland auch zwei Frauen heiraten?“ Mike hingegen beantwortet gelassen jede ihrer Fragen, ohne sich auch nur eine Sekunde daran zu stören und seine Antworten helfen auch Yaichi seine Ansichten, z. B. über die (Homo-)Ehe, zu überdenken und besser damit umzugehen. Eines Abends kehrt Mike betrunken zurück und stürzt sich auf Yaichi, den er im ersten Moment wieder für Ryoji hält. Yaichis erster Impuls ist es, Mike zu schlagen, doch als er bemerkt, dass der Riese weint und bedauert, dass Ryoji jetzt nicht bei ihm sein kann, begreift er, dass Mike Ryoji wirklich geliebt hat und streichelt ihm tröstend über den Kopf. Am nächsten Tag spricht der Onkel aus Kanada mit Kana über ihre Mutter und umarmt sie aus Mitgefühl, weil er glaubt, sie sei verstorben. Als jedoch genau diese plötzlich quicklebendig mit Yaichi zusammen zur Tür hereinkommt, ist er ganz perplex…

Eigene Meinung:
Für diesen Manga hat Carlsen eine neue Genre-Bezeichnung eingeführt: „Special“. Denn er behandelt zwar LGBT-Themen, ist aber kein „Boys Love“-Titel. Die 4 Bände erscheinen im mittlerweile beim Verlag etablierten Aquarellpapiereinband, im Hochformat und mit Farbseiten zu Beginn. Besonders informativ und lehrreich finde ich die „Mike’s Gay Culture“-Kurse zwischen manchen Kapiteln. So hat es mich ziemlich überrascht, dass es die Homoehe selbst in einem Dritte-Welt-Land wie Südafrika gibt, nicht aber in Japan und der Schweiz! Auch von dem „rosa Winkel“ hatte ich noch nie zuvor gehört. Dieser Manga entlarvt auf raffinierte wie anschauliche Weise alle möglichen bewussten und unbewussten Vorurteile, die die Leute gegenüber Homosexuellen haben und hat sich den Eisner-Award 2018 dadurch redlich verdient. Genau wie „A Silent Voice“ ist auch diese Reihe ein kostbares Kulturgut, das in meinen Augen auf den Lehrplan gehört und als Schullektüre z. B. im Sexualkunde-Unterricht eingesetzt werden sollte.

Gengoroh Tagame ist eigentlich weltberühmt für seine Gay-BDSM-Mangas, von denen einige hierzulande in englischer Sprache beim Bruno Gmünder-Verlag erschienen sind und die sich so stark von „Boys Love“-Titeln unterscheiden, dass er damit ein eigenes Genre mitbegründet hat, welches in Fankreisen „Bara“ genannt wird. Denn anders als „Shonen-Ai“- oder „Yaoi“-Mangas, die von Frauen für Frauen gezeichnet werden und in denen Männer eher hübsch und niedlich dargestellt werden, richten sich seine erotischen Werke vorwiegend an schwule Männer. Dementsprechend zeichnet Tagame bevorzugt muskulöse und behaarte Männer, die sehr maskulin sind. „Der Mann meines Bruders“ ist zwar Tagames erstes nicht-pornografisches Werk und als solches völlig unbedenklich für jüngere Leser, allerdings gibt es doch hier und da mal etwas Fanservice der bereits beschriebenen Art. Wer also nicht gleich schreiend wegrennt, wenn er eine haarige Männerbrust zu sehen bekommt, kann bedenkenlos zugreifen. Egal welchem Geschlecht oder welcher Sexualität ihr euch zugehörig fühlt: Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Meisterwerk zu lesen!

Der Mann meines Bruders: © 2015 Gengoroh Tagame, Futabasha / Carlsen

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Edens Zero

Name: Edens Zero
Englischer Name:
Originaltitel: Edenszero
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2018
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 5,00 € (Band 1 bis 31.12.2019)
7,00 € (Band 1 ab 01.01.2020, ab Band 2)

Story
Der junge Shiki wuchs als einziger Mensch unter Robotern in dem Vergnügungspark Granbell auf. Für ihn ist es ein glückliches Leben! Doch dann treffen nach 100 Jahren in dem der Park verlassen war neue Gäste ein. Rebecca und ihre blaue Katze Happy! Shiki, der gern weitere Freunde finden würde, versucht sich mit ihnen anzufreunden, macht dabei aber keine so gute Figur.

Allerdings ändert sich dies, als die Roboter des Parks plötzlich aufbegehren und sich gegen die Menschen stellen wollen. Überstürzt nehmen die Drei daher Reißaus, auch wenn es Shiki schmerzt seine bisherigen Freunde zu verlassen, die auf einmal Feinde sein sollen.

Aber nicht alles ist so wie es scheint! Weder bei Happy, noch dem Verhalten der Roboter auf Granbell oder Shikis Zukunft! Man darf gespannt sein auf die weiteren Abenteuer der Drei und jenen Kameraden, die sich ihnen sicher noch anschließen werden.

Eigene Meinung
Einerseits ist es schon erfrischend, dass Hiro Mashima sich mit „Edens Zero“ an einem anderen Genre versuchen möchte. Statt Fantasy versucht er sich im Genre Sci-Fi! Allerdings bleibt der Rest eben irgendwie gleich und erinnert an „Fairy Tail“ im Weltall!

Dazu trägt auch bei, das Rebecca so ziemlich gleich aussieht wie Lucy bei „Fairy Tail“ und Happy wurde ganz vom Aussehen und der Art übernommen. Er hat halt nur ein paar neue Special Features bekommen, die man nicht gleich erwartet. Shiki dagegen erinnert mit an eine Verschmelzung von Gray und Natsu!

Auch sonst ist es eben eine gängige Geschichte: Junge möchte Freunde finden, wird Abenteurer in einer Gilde, zieht los um – hier eine Göttin im Weltall – zu finden und gerät dabei immer wieder in Schwierigkeiten und muss sich an sein Ziel heran kämpfen. Irgendwie hätte ich mir da mal eine echte Neuerung gewünscht!

Schlecht ist der Manga aber deswegen nicht! Er ist spannend, gut gezeichnet, wenn auch ein wenig textlastig. Band 1 bekommt man zum Einführungspreis bis zum 31.12.19 für 5,00 €, erst ab Anfang 2020 wird der Preis dann auf 7,00 € erhöht.

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren und ist gut gewählt, da es doch schon actionreicher zu geht.

Fans von „Fairy Tail“ finden sicher ihren Gefallen an „Edens Zero“ und auch jene die genug vom Fantasygenre haben und gern was Neues probieren möchten.

Edens Zero: © 2018 Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit

Name: Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit
Englischer Name:
Originaltitel: Sabishisuigte Rezu Fuzoku ni ikimashita repo
Herausgebracht: Japan: East Press 2016
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Kabi Kagata
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 15,00 €

Story
Nagata hat immer mit sich gehadert! Sie wollte immer den Erwartungen ihrer Eltern entsprechen und hat dabei sich selbst verloren. In solchem Ausmaß, dass sie in Depressionen fiel, sich selbst verletzte und sogar an den Tod dachte.

Doch nach 10 Jahren auf und ab begreift sie, dass sie etwas ändern muss. Es ist ein mutiger, wenn auch nicht gerade leichter Schritt. Eines der Dinge, die sie sich eingestehen musste, war ihre eigene Sexualität. Um dieser endlich nachzugehen, beschließt sie eine lesbische Prostituierte aufzusuchen.

Es läuft natürlich nicht alles so, wie sie es sich gewünscht hätte, aber ihr Leben beginnt sich zu verändern.

Eigene Meinung
Ich hatte bei diesem Manga irgendwie etwas anderes erwartet. Keine Ahnung warum, aber irgendwie etwas seichteres. Das trifft auf die Geschichte jedoch nicht zu! Sie geht einem nahe, kann nachvollziehen unter welchem Druck sie gestanden haben muss und wie befreiend ihr neues Leben nun ist. Auch wenn noch immer ein weiter Weg vor ihr liegt, um ein „normales“ Leben zu führen.

Es ist auch sehr mutig, dass Kabi Nagata über sich selbst schreibt. Mit Witz und Selbstironie und doch mit einem deutlich traurigen, manchmal düsteren Unterton.

Der Zeichenstil mag nicht jedem gefallen, aber ich fand er passte sehr gut zu dieser Geschichte.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt. Das Thema des Manga richtet sich wirklich eher an Leser, die schon reif genug sind um die Grundthemen zu verstehen.

Fans von interessanten Manga, die auch mal ernstere Themen anschneiden, sollten bei „Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit“ unbedingt zugreifen! Im Oktober folgt zudem eine Fortsetzung mit dem Titel „Aufzeichnungen eines Aliens“, welches in zwei Bänden erscheint und darauf eingehen wird, wie sich ihre Erkenntnisse auch auf ihre Familie auswirken werden.

Meine lesbische Erfahrung mit Einsamkeit: © 2016 Kabi Kagata, East Press/ Carlsen

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My beloved Saki

Name: My beloved Saki
Englischer Name:
Originaltitel: My beloved Saki
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Fumie Akuta
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Die Mutter von Asuza heiratet erneut und so bekommt sie eine jüngere Schwester namens Saki. Das Mädchen ist im Gegensatz zur ihr, eher ruhig und kann ihre Gefühle nicht so gut ausdrücken.

Aus diesem Grund nimmt Asuza auch an, das ihre neue Schwester sie wohl nicht leiden kann. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Saki hat sich schon immer Geschwister gewünscht und freut sich sehr nun eine ältere Schwester zu haben.

Aber ist es wirklich nur schwesterliche Liebe? Gerade Asuza sucht ständig Sakis Aufmerksamkeit und fürchtet sich davor abgewiesen zu werden!

Neben dieser Geschichte folgen noch fünf weitere, in denen junge Frauen und Mädchen ihre Liebe zum eigenen Geschlecht entdecken. Sie stellen sich darin den Herausforderungen, dem Leid und der Freude, welche diese Gefühle mit sich bringen!

Aber kann es immer ein Happy-End geben?

Eigene Meinung
„My beloved Saki“ enthält sechs Geschichten über die Liebe zwischen Frauen. Immer mit einer Spur Romantik, Witz oder Drama. Allerdings waren meinen Geschmack nach einige davon nicht ganz ausgereift, es fehlte mir an Tiefgang.

Zudem waren die Zeichnungen zwar sehr detailreich und hübsch anzusehen, aber die Hauptcharaktere der Geschichten ähnelten sich für meinen Geschmack einfach zu sehr in ihrem Aussehen. Außerdem kommen mir die Charaktere vom Zeichenstil her viel zu jung vor, als sie in den Geschichten sein sollen. Das hätte man anders machen können!

Auch sonst blieb mir keine der Geschichten wirklich im Gedächtnis. Man überflog die Handlung eher, als das man sie wirklich genoss.

Die Altersempfehlung liegt bei 13+ und passt ganz gut, da es in den Geschichten eher um die neu entdeckten Gefühle geht und nicht wirklich um die sexuelle Komponente dieser Beziehungen. Diese werden auch eher angedeutet, als das eindeutig etwas gezeigt wird.

Fans von Girls Love Manga können einen Blick wagen, aber ein Muss ist es nicht!

My beloved Saki: © 2015 Fumie Akuta, Shinshokan/ Tokyopop

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After Hours

Name: After Hours
Englischer Name: After Hours
Originaltitel: After Hours
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Yuhta Nishio
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
In einem Club lernen sich Emi und Kei kennen.

Erstere wurde von ihrer Freundin wegen eines Typen hängen gelassen, während die Andere dort am feiern ist. Aus Sympathie verbringen sie den Abend miteinander und landen später in Keis Wohnung, wo mehr passiert, als Emi je erwartet hätte. Allerdings gefiel es ihr und so sucht sie in der nächsten Zeit immer wieder gezielt die Nähe der anderen Frau. Nach und nach kommen sie sich daher auch emotional näher!

Aber kann es echte Liebe werden? Was verschweigt Emi Kei? Und wird Emi ihren Weg im Leben finden? Ist es vielleicht sogar ihre neue Freundin, die ihr dabei helfen kann?

Eigene Meinung
Ich finde „After Hours“ wendet sich eher an die älteren Leser. Dabei passiert sexuell noch nicht wirklich was, allerdings greift der Manga vom Setting her eher das Leben der Leute mit Ende Zwanzig auf.

Die Geschichte entwickelt sich langsam, was ich begrüße, da Kei und Emi so Zeit haben sich wirklich kennen und lieben zu lernen. Dabei weiß Emi noch nicht mal was sie genau mit ihrem Leben anfangen will und steckt scheinbar noch in einer Beziehung mit jemand anderem. Während sich die 30 Jährige Kei schon als Alt bezeichnet, aber von den Beiden eher als die Jüngere herüber kommt, da sie in allem was sie tut, sehr leidenschaftlich ist. Vermutlich wird es noch etwas Drama geben, wenn Kei erfährt was Emi ihr verschweigt, aber das wird sich in den nächsten Bänden noch zeigen.

Was mir etwas aufstößt ist der Zeichenstil! Die Geschichte ist wirklich gut, aber warum müssen die Charaktere aussehen, als würden sie noch zur Schule gehen? Kei nimmt man keinesfalls ab, das sie schon 30 Jahre als ist.

Zu textlastig war der Manga auch nicht und da man zu gern wissen möchte, wie es mit den Beiden weitergeht, legt man ihn eh nur ungern aus der Hand.

Als Altersempfehlung wurde 16+ angegeben, aber wohl eher dem reiferen Thema wegen, als wegen expliziteren Szenen, den davon wird höchstens mal kurz was angedeutet.

Fans von intensiven Geschichten, die sich Zeit lassen sich zu entwickeln, sollen bei diesem Girls Love Manga unbedingt zugreifen!

After Hours: © 2015 Yuhta Nishio, Shogakukan/ Tokyopop

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The Vampire`s Attraction

Name: The Vampire´s Attraction
Englischer Name:
Originaltitel: Vampire wa Gaman Dekinai
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Story: Misao Higuchi
Zeichnungen: Ayumi Kano
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Nach den Ereignissen in „The Vampire Prejudice“ will Henri Minato nun doch zu seiner Rose machen. Allerdings ziert sich der Mensch noch, was den Vampir langsam die Geduld verlieren lässt.

Doch wie soll man seiner Familie erklären, dass man nicht nur einen Mann liebt, sondern das dieser auch noch ein Vampir ist?

Henri behaart aber nicht nur wegen seines Vergnügens darauf, sondern wegen seiner Sorge um Minatos Sicherheit. Solange dieser noch nicht gänzlich seine Rose ist, werden andere Vampire versuchen ihn für sich zu bekommen.

Dies scheint sich auch zu bewahrheiten, als es in Minatos Schule immer wieder zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt.

Wird der Vampir, zusammen mit Dienerfledermaus Hina, seine Rose beschützen können?

Eigene Meinung
Mir gefiel „The Vampire´s Attraction“ sehr gut. Zu erfahren wie es mit Henri und Minato weitergeht, war sehr spannend und man freut sich schon auf die kommenden drei Bände.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass Hina ein wenig präsenter gewesen war. Die Dienerfledermaus war schon in „The Vampire´s Prejudice“ mein Liebling, kommt aber in der Fortsetzung leider weniger vor als erhofft.

Dagegen wird mit neuen „undurchsichtigen“ Charakteren um sich geworfen, bei denen man sich wirklich fragt, ob sie Freund oder Feind sind. Zumindest bleibt die Spannung so erhalten. Wobei ich natürlich hoffe, das es für Henri und Minato am Ende ein Happy End geben wird!

Die Zeichnungen fand ich diesmal etwas besser, als im vorherigen Manga, aber der Stil ist immer noch Geschmackssache.

Weniger textlastig war der Manga diesmal auch, was es angenehm machte ihn in einem Rutsch durch zu lesen. Zumal man ihn eh nur ungern aus der Hand legte!

Die Altersempfehlung liegt bei 16+, allerdings hätte sie diesmal niedriger ausfallen können, da der Manga diesmal etwas braver daher kam, als der Vorgänger.

Fans von Boys Love Manga und jene die wissen wollen wie es mit dem Vampir und seiner Rose weitergeht, sollten sich „The Vampire´s Attraction“ unbedingt kaufen!

The Vampire´s Attraction: © 2015 Ayumi Kano, Misao Higuchi, Tokuma Shoten/ Tokyopop

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Please love me

Name: Please love me
Englischer Name:
Originaltitel: Damena watashi ni koishite kudasai
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2013
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Aya Nakahara
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 5,00 € (Band 1)
7,00 € (ab Band 2)

Story

Michiko Shibata ist 29 Jahre alt und derzeit arbeitslos. Ihr Arbeitgeber ging vor einem halben Jahr pleite. Seit dem ist sie erfolglos auf Jobsuche und ihr Geld geht ihr aus. Zu allem Überfluss traf sie bei einem Gruppendate den jüngeren Medizin-Studenten Junta und hat sich in ihn verliebt. Seit dem macht sie ihm regelmäßig teure Geschenke und lädt ihn zum Essen ein.

Als sie eines Tages wieder ein Vorstellungsgespräch hat und nach dem Termin vor Hunger fast umkippt, trifft sie ihren ehemaligen Vorgesetzten Ayumu Kurosawa wieder. Er war ein Fiesling und hat Michiko ständig kritisiert. Doch da er sie zum Essen einlädt, erduldet sie seine Gesellschaft.

Als Michiko sich mit Junta unterhält, stellt sich heraus, dass er gar keine feste Beziehung haben möchte und sie für ihn eher wie ein Hund ist. War sie wirklich so naiv und hat sich in ihm so getäuscht?

Wenig später trifft sich wieder auf Kurosawa. Er lädt sie in sein Bistro ein, dass er in einer Woche eröffnen möchte. Es ist das Bistro seiner Oma, die jedoch krank ist und es nicht fortführen kann. Kurosawa ist ein sehr talentierter Koch und weiß, dass er in Michiko eine verlässliche Angestellte hätte, die auch nicht so schnell aufgibt. Sie willigt ein bei ihm zu arbeiten bis sie einen anderen Job gefunden hat. Dann tauchen noch seine besten Freunde auf, ehemalige Bandenmitglieder, die ihm bei der Neueröffnung unterstützen möchten. Durch sie lernt Michiko neue Seiten an ihrem neuen Chef kennen.

Michiko hat also endlich wieder einen Job und es könnte langsam wieder bergauf gehen, wäre sie nicht so blöd für Junta einen Kredit über 1.000.000 Yen bei einem zwielichtigen Kreditunternehmen aufzunehmen. Ein weitere Job in einer schmuddeligen Bar muss also her… Ob das so eine gute Idee ist…?

Eigene Meinung
Mit „Please love me“ erscheint nach längerer Zeit ein Josei-Manga bei Carlsen. Aya Nakahara ist hierzulande eine noch unbekannt Mangaka, auch wenn sie bereits seit über zwanzig Jahren zeichnet und schon etliche Serien veröffentlicht hat.

Michiko ist ein sehr spezieller Charakter mit der man erst warm werden muss. Sie ist irre naiv, vielleicht auch etwas dumm, und merkt gar nicht wie sie ausgenutzt wird. Kurosawa dagegen weiß was er will und versucht seinen Traum als Inhaber eines Bistros in die Tat umzusetzen. Michiko scheint dem jungen Mann nicht egal zu ein, schließlich versucht er ihr zu helfen wo er nur kann und rettet sie regelmäßig aus brenzligen Lagen. 

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Der Stil ist detailliert, aber eher schlicht und nicht überladen. Die Hintergründe sind meist sehr einfach gestaltet.

„Please love me“ ist nach längerer Zeit endlich wieder ein Manga, der sich an ältere Leserinnen richtet. Mit dem günstigen Einstiegspreis von 5,00 € können alle Shojo-Fans einen Blick in den Manga riskieren und sich selbst eine Meinung darüber bilden.

Damena watashi ni koishite kudasa: © 2013 Aya Nakahara, Shueisha / Carlsen

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Teezimmerspiele

Name: Teezimmerspiele
Englischer Name:
Originaltitel: Chaashitsuyugi
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Dite
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Einen Kurs in Teezermonie? Wer hätte gedacht, das Natsume den je machen würde. Denn er ist sonst doch ziemlich antriebslos. Dies ändert sich allerdings, als er auf Rio, den Meister der Teezeremonie, trifft.

Diesen kennt er noch aus den Zeiten, als Rio ein Host war. Nur was hat Rio zurück in das Haus gebracht, welches er nach dem Tod seiner Eltern erbte und nach einem bestimmten Vorfall für immer verlassen wollte?

Wird er die Alpträume, die ihn quälen und ihn immer wieder in das Bett seines Stiefbruders trieben, los werden und ein neues Leben mit Natsume anfangen können? Dieser empfindet schnell weit mehr als Zuneigung für den jungen Mann und scheint diesem auch gut zu tun.

Wird Rios Bruder dies einsehen oder stellt er sich ihnen in den Weg? Wie geht es mit ihnen weiter, als Natsume endlich weiß was er in Zukunft machen möchte und dafür öfters unterwegs ist? Hält das ihre aufkeimende Beziehung aus?

Eigene Meinung
„Teezimmerspiele“ ist keine leichte Kost, welche, wenn auch nicht zu schwer, eher melancholisch angehaucht ist.

Rio hat in der Vergangenheit viel ertragen müssen, ob nun Missbrauch, Trauer oder Neid. Dies hat er auch nicht gut vertragen, ist doch einiges an seinem Verhalten (selbst-)zerstörerisch. Dann taucht allerdings Natsume auf und lässt sich nicht so leicht vertreiben, auch nicht von Rios Stiefbruder, und somit beginnt sich das Leben des jungen Teemeisters erneut zu verändern.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut, sehr detailreich, gerade auch in den Szenen in denen es um die Teezeremonien geht, aber auch bei den eindeutigeren Szenen in denen es schon etwas heißer her geht.

Vom Umfang her ist der Manga etwas länger als gewöhnlich, aber das gibt der Geschichte auch Raum sich zu entwickeln. Zu textlastig war er auch nicht, so dass man mit dem lesen gut voran kam.

Weiterhin fand ich es interessant, dass zwischen den Kapiteln auch immer kurz etwas über die Teezeremonien erklärt wurden. Somit lernt man auch gleich noch was Neues dazu, wenn man den Manga liest.

Fans von eher ernsteren Boys Love Manga, sollten sich nicht scheuen, den Band zu kaufen. Es lohnt sich!

Teezimmerspiele: © 2017 Dite, Shinshokan/ EMA

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Kuroneko – Auf heissen Pfoten!

Name: Kuroneko – Auf heissen Pfoten!
Englischer Name:
Originaltitel: Kuroneko Kareshino Arukikata
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2018
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Aya Sakyo
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Als der kleine Rio bei einem Spaziergang mit Shingo, einem dreifarbigen Kater aufliest und mit nach Hause nehmen möchte, ist das seinem Vater natürlich nicht recht. So wird der Kater erst mal bei Shingo und Kagami untergebracht. Der junge Schauspieler soll jedoch nicht erfahren, dass Shingo mal etwas mit dem Katzenmenschen, der sich hinter dem niedlichen Kater verbirgt, hatte.

Zudem hat Ryota gerade selbst Beziehungsprobleme, weswegen er auch vor Natsume davongelaufen ist. Doch dieser gibt nicht so schnell klein bei und taucht bei dem Ausflug, den die ganze Band macht, auf, um mit seinem Freund zu reden.

Werden sich Ryota und Keiichi wieder versöhnen? Welche Strafe erwartet Shingo, wenn Kagami erfährt, wen er da unter ihrem Dach beherbergt hat?

Eigene Meinung
„Kuroneko – Auf heissen Pfoten!“ gefiel mir sehr gut! Die Beziehungen der Charaktere werden weiter voran getrieben und es gibt ein Wiedersehen mit Ryota und Natsume aus „Kuroneko – Zeigs mir!“, was mich sehr gefreut hat. Ich hoffe sehr, die Beiden bekommen ihre Probleme in den Griff, denn es wäre zu schade, wenn sie sich trennen würden, da sie doch so gut zusammenpassen. Niedlich und ein wenig traurig anzusehen ist dagegen das Wetteifern zwischen Rio und Kagami um Shingos Zuneigung, auch wenn klar ist, wer den kürzeren zieht!

Zeichnerisch ist der Manga wie immer sehr gut, ganz besonders bei den expliziten Szenen, von denen es wieder einige zu sehen gibt. Die Altersempfehlung von 18 Jahren passt, wie schon in den Bänden zuvor.

Der Manga war diesmal ein wenig textlastiger, aber das störte nicht wirklich.

Fans von Katzenmenschen, guten Boys Love Geschichten und diejenigen, die der Reihe folgen, sollten unbedingt bei diesem Band zugreifen!

Kuroneko – Auf heissen Pfoten!: © 2018 Aya Sakyo, Shinshokan/ EMA

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