I am a Hero in Ibaraki

Name: I am a Hero in Ibaraki
Englischer Name:
Originaltitel: I am a Hero in Ibaraki
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Manga: Kazuya Fujisawa
Original Concept und Supervision: Kengo Hanazawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,99 €

Story
Nach dem Tod seiner Eltern war das Leben von Yugo nicht gerade rosig. Seine Verwandten behandelten ihn nicht besser als einen Hund, seine ehemaligen Freunde mobben ihn. Kein Wunder also, dass sein einzig wahrer Freund ein Schäferhund namens Iggy ist.

Auch ist es nicht verwunderlich, dass sich Yugo nach Ausbruch der Seuche, welche die Menschen in Zombies verwandelt, nur auf seinen Hund verlässt. Aber so leicht lässt sich die Vergangenheit nicht abschütteln und so grausam diese schon war, so sieht die Zukunft noch weitaus schlimmer aus.

Können es die Beiden schaffen am Leben zu bleiben?

Eigene Meinung
„I am a Hero in Ibaraki“ ist ein weiteres Spin-off zur Mangareihe „I am a Hero“.

Der Band entsprach nicht wirklich meinen Erwartungen. Zwar war es mal etwas anderes ein Tier in die Geschichte eingebunden zu sehen, aber man fiebert am Ende doch mehr mit dem Hund mit, als mit Yugo. Dieser blieb leider recht blass! Doch auch der Rest der Personen, die vorkommen, hinterlassen keinen wirklichen Eindruck. Eigentlich sind sie nur dazu da, die Geschichte schnell voran zu treiben und dabei möglichst grausam um’s Leben zu kommen.

Mir gefiel daher von den bisherigen Spin-off „I am a Hero in Osaka“ am Besten, denn auch die Geschichte von „I am a Hero in Nagasaki“ war eher flach.

Was die Zeichnungen angeht kann man sich nicht beschweren. Die Zombies sind gewohnt eklig und grausig dargestellt. Gerade die Szenen in denen sie Menschen angreifen sind schon recht heftig, weswegen der Manga auch eine Altersempfehlung von 16 Jahren hat. Diese sollte auch unbedingt eingehalten werden.

Fans der „I am a Hero“-Reihe sollten bei dem Band dennoch zu greifen, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Neulinge sollten lieber zuerst zur Hauptreihe greifen!

I am a Hero in Ibaraki: © 2017 Kazuya Fujisawa, Kengo Hanazawa, Shogakukan/ Carlsen

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Kuroneko – Kratz mich!

Name: Kuroneko – Kratz mich!
Englischer Name:
Originaltitel: Fukigen Kareshi no Saraikata
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Aya Sakyo
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Kuroneko – Kratz mich!“ geht es diesmal wieder um Takamizawa und Yujin.

Nach den Ereignissen in „Kuroneko – Streichel mich!“ sind die Beiden nun endlich ein Paar. Doch anstatt ihre junge Liebe genießen zu können, steht schon der nächste Ärger ins Haus. Yujins Cousine Sara soll jemanden heiraten, den sie nicht liebt. Um dem zuvor zu kommen, plant sie eine Blitzhochzeit mit ihrer wahren Liebe. Dabei soll ihr Yujin natürlich helfen!

Allerdings taucht auch ihr „Verlobter“ auf, was zu neuen Turbulenzen führt. Dieser ist kein Unbekannter und hatte in der Vergangenheit sogar etwas mit Takamizawa am laufen und versucht nun sein Glück bei Yujin.

Hält ihre noch so frische Beziehung das emotionale Chaos aus? Oder stehen sie schon wieder vor dem aus?

Eigene Meinung
Mir gefallen die „Kuroneko“-Manga mit jedem Band immer mehr. Die Figuren entwickeln sich weiter und die Bände sind zum Glück auch nicht mehr zu sexlastig. Zwar geht es immer noch heiß her, aber das Augenmerk wird immer mehr auf die Handlung gelegt, was der Reihe sehr zu gute kommt.

Ich muss auch zugeben, dass mir Takamizawa und Yujin immer besser gefallen und ich mich jedes Mal freue, wenn sie in einem der Bände vorkommen.

Gerade Yujin trägt viel Ballast mich sich herum und ist ein schwieriger Charakter. Daher ist es auch sehr interessant zu sehen, wie er sich durch dieses emotionale Chaos weiterentwickelt und in seiner Beziehung zu Takamizawa weiter voran kommt.

Der Manga ist zeichnerisch wie gewohnt sehr gut, nicht zu textlastig und daher angenehm zu lesen. Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist aufgrund der expliziten Szenen auch mehr als gerechtfertigt.

Wer die anderen Teile der „Kuroneko“-Manga schon hat oder Katzenmenschen und Boys Love mag, sollte sich diesen Band nicht entgehen lassen.

Kuroneko – Kratz mich!: © 2017 Aya Sakyo, Shinshokan/ EMA

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Faint Hearts

Name: Faint Hearts
Englischer Name:
Originaltitel: Okubyou mono no koi
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Asami Takahashi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Es ist nicht gerade nett, wenn man seinem besten Freund seine Liebe gesteht und dann einfach verschwindet. Soma hat dies allerdings getan, da es für ihn kein Risiko zu geben schien. Daichi würde seine Liebe eh nicht erwidern und er selbst am nächsten Tag umziehen.

Allerdings sah Daichi dies vollkommen anders. Vier Jahre hat er nach seinem alten Schulfreund gesucht und zufällig treffen sie sich dann tatsächlich wieder. Sie sind sich schließlich noch Antworten schuldig.

Diese fallen ganz anders aus, als Soma es erwartet hat! Gibt es also doch eine Chance, dass seine Liebe erwidert wird und es für sie eine gemeinsame Zukunft gibt?

Eigene Meinung
„Faint Hearts“ ist ein guter Boys Love Manga für zwischendurch. Er ist nicht herausragend, aber es macht Spaß dabei zuzusehen, wie die Beiden nach vier Jahren wieder aufeinander treffen.

Daichi macht auch gleich klar, dass er es nicht zulassen wird, dass Soma einfach wieder aus seinem Leben verschwindet. Es tat ihm wirklich weh, seinen besten Freund zu verlieren und zu realisieren, das er selbst mehr für diesen gefühlt hat, als er annahm. Darum kämpft er, wenn auch oft etwas unbeholfen, um Soma, welcher es Daichi jedoch nicht gerade leicht macht.

Zeichnerisch ist der Manga gut und auch nicht zu textlastig, so dass man mit dem Lesen gut voran kam.

Mir selbst war der Zeichenstil allerdings ein wenig zu grob, aber da hat ja jeder einen anderen Geschmack. Die Sexszenen dagegen sind sehr dynamisch und explizit. Aus diesem Grund wird der Manga, sehr passend, erst ab 18 Jahren empfohlen.

Boys Love Fans sollten ruhig einen Blick riskieren, auch wenn der Manga kein Muss ist!

Faint Hearts: © 2017 Asami Takahashi, Shinshokan/ EMA

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Devil ★ Rock

Name: Devil ★ Rock
Englischer Name:
Originaltitel: Devi★Rock
Herausgebracht: Japan: Akita 2013
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Spica Aoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Ayamo Haotone ist die Tochter des legendären Rockstars Taiga, der vor einem Jahr an Herzversagen verstorben ist. Ihr größter Wunsch ist es, in seine Fußstapfen zu treten, also tritt sie mit seiner Gitarre bewaffnet auf der Straße auf, wo sie auch prompt vom exzentrischen Produzenten Glen für die Rock’n’Roll-Band „Devil Drive“ rekrutiert wird. Deren Sänger Tite ist davon jedoch alles andere als begeistert. Mitten im Gespräch stürmt Ayamo los, um ein Mädchen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen, woraufhin sie von einem Junk angefallen wird. Glen offenbart ihr, dass er ein gutartiger Dämon ist, ein sogenannter Cleaner, der es nur auf die Schattenenergie der Menschen abgesehen hat, die durch negative Emotionen entsteht. Junks hingegen sind bösartige Wesen, die sich an schwache Menschen heften und nicht nur deren Schattenenergie sondern auch ihre Seelen fressen wollen. Um die Menschen von ihrer Schattenenergie zu befreien und Junks zu vernichten, bildet Glen talentierte Musiker zu sogenannten „Devil Rockern“ aus – denn das effektivste Mittel gegen negative Gefühle ist Rock’n’Roll! Mit ihrer Rock-Musik gelingt es Devil Drive fürs Erste das Mädchen mitsamt Junk zu vertreiben.

Wie sich herausstellt, ist Kanata, einer von Tites Band-Kollegen, im Kampf gegen die Junks umgekommen. Das von einem Junk befallene Mädchen ist ein großer Fan von Devil Drive, doch seit Kanatas Tod dringt Tites Gesang nicht mehr zu den Herzen des Publikums durch. Da springt Ayamo ins Getümmel und unterstützt die Band tatkräftig mit ihrem Gesang und Gitarrespiel. Das kraftvolle Duett von Tite und Ayamo kann das Mädchen retten und den Junk vernichten, womit sie sich als neues Bandmitglied bewährt hat. Nichtsdestotrotz behandelt Tite sie weiterhin wie eine Amateurin und auch in der Schule machen ihre Klassenkameradinnen Ayamo das Leben schwer. Nicht einmal vor der Gitarre ihres Vaters machen die Mobberinnen Halt, deren Anführerin ebenfalls von einem Junk besessen ist. Ausgerechnet der sonst so schroffe Tite muntert die am Boden zerstörte Ayamo wieder auf und Schlagzeuger Jonny repariert Taigas Gitarre. Als sie endlich das Growling beherrscht, stellt sie sich ihrer Mobberin mutig entgegen und eliminiert den Junk. Doch schon bald sorgt eine Hiobsbotschaft dafür, dass Tite selbst zum Opfer eines Junks wird: Er hat möglicherweise Kehlkopfkrebs und wird entweder daran sterben oder nie wieder singen können! Außerdem macht Ayamo Bekanntschaft mit ihrem Idol Andy Baxter aus Amerika, der sich ebenfalls als Devil Rocker entpuppt und ihr ernsthafte Avancen macht. Wird es ihm womöglich sogar gelingen, sie abzuwerben? 

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder ein Shojo-Manga mit Biss! Vom Verlag irrtümlich ins Mystery-Genre eingeordnet, passt „Devil ★ Rock“ meiner Meinung nach eher in die Genres Action und Drama. Ähnlich wie in „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“ werden die Dämonen hier mit Liedern besiegt, allerdings in diesem Fall mit Rock statt Pop und trotz des niedlichen Zeichenstils behandelt der Manga überraschend ernste Themen. Sowohl Ayamo als auch Tite machen eine Menge durch: Beide trauern um geliebte Menschen und kämpfen hart dafür, sich stets als Musiker zu verbessern. Zu allem Überfluss wird Ayamo auch noch in ihrer Klasse gemobbt und Tites Leben und Karriere stehen aufgrund seines Gesundheitszustands auf dem Spiel. Dennoch wirkt der Manga nie zu deprimierend, da jedes Kapitel mit einem zur Situation passenden Song zu einem Happy-End gebracht wird. Schade hierbei ist natürlich, dass man sich höchstens anhand der Songtexte im Kopf selbst ausmalen kann, wie die Rock-Songs wohl klingen würden, weshalb man sich beim Lesen eine Anime-Adaption regelrecht herbeisehnt. Ob sich zwischen Ayamo und Tite noch eine Romanze entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Gelegentlich wirken die Seiten leider etwas überladen und storymäßig fallen hin und wieder kleinere Schönheitsfehler auf (warum z. B. gelingt es den Medien und Devil Drive sofort den Metallstangen-Attentäter ausfindig zu machen, aber nicht der Polizei?). Ansonsten bleibt Jonny, obwohl er zu Devil Drive gehört, zumindest im ersten Band noch recht farblos und rätselhaft, da er nie spricht oder sein Gesicht zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten beiden Bänden noch ändern wird. Band 1 liegt übrigens eine limitierte ShoCo Card bei. Wer schon immer mal sehen wollte, was dabei herauskommt, wenn man „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“, „Rock’n’Roll Kids“ und „Confidential Confessions“ in einen Topf wirft und kräftig umrührt, sollte sich diesen Manga auf keinen Fall entgehen lassen! Für Rock’n’Roll-Fans sowieso ein Muss! 

Devil ★ Rock: © 2013 Spica Aoki, Akita / Tokyopop

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Magical Girl Site Sept

Name: Magical Girl Site Sept
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Girl Site Sept
Herausgebracht: Japan: Akita 2018
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Story: Kentaro Sato
Zeichnungen: Toshinori Sogabe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Nachdem Hyoka Nagatsukis Vater bei einem Unfall ums Leben kommt, schottet sie sich von der Außenwelt ab und verlässt nicht mehr das Haus. Die quirlige Tsurara Takahashi kommt sie fortan jeden Tag besuchen, bringt ihr die Hausaufgaben vorbei und muntert sie auf. Eines Tages wirkt das sonst so fröhliche Mädchen jedoch bedrückt: Tsurara will unbedingt am Landeswettkampf im Tennis teilnehmen und gewinnen, verliert allerdings jedes Einzel-Match. Da schafft es Hyoka endlich aufzustehen und Tsurara nach draußen zu folgen. Sie bietet ihrer Freundin an, sie bei der Verwirklichung ihres Traums zu unterstützen, indem sie es gemeinsam als Doppel versuchen. Der Tennislehrer Kuraki-sensei lässt Tsurara aber nur unter der Bedingung in die Auswahlmannschaft, dass sie sich regelmäßig von ihm sexuell missbrauchen lässt. Sollte sie verlieren, droht er damit, intime Fotos von ihr publik zumachen. Die beiden Mittelschülerinnen qualifizieren sich schließlich für die Landesmeisterschaft und werden von ihren Klassenkameraden gefeiert. Akai macht Tsurara sogar ein Geschenk. Als diese herausfindet, dass der Lehrer sie geschwängert hat, will sie schon unter Tränen mit dem Tennis aufhören, doch da öffnet sich auf ihrem PC die Magical Girl Site und eine der Hüterinnen heißt sie im Reigen der Magical Girls willkommen.

Gleich am nächsten Tag findet Tsurara einen Zauberstab in Form einer Bohrmaschine in ihrem Spind. Als sie Kuraki-sensei mit ihrer Schwangerschaft konfrontiert, drängt er sie zur Abtreibung, zerstört Akais Geschenk und beleidigt sie aufs Übelste. Von grenzenloser Wut übermannt, richtet sie den Zauberstab auf ihren Lehrer und bringt damit seinen Kopf in einer Drehbewegung zum Platzen. Hyoka muss das Blutbad entsetzt mitansehen und erfährt erst jetzt, was der Trainer Tsurara schon die ganze Zeit über angetan hat. Kurzerhand nimmt Hyoka den Zauberstab an sich und drückt so oft ab, bis von Kuraki nur noch eine riesige Blutlache übrig ist, welche die beiden daraufhin vergraben.

Tsurara kommt mit der Schuld nicht zurecht und will sich stellen, woraufhin Hyoka sie bittet, noch bis September durchzuhalten, damit sich vorher noch ihr Traum von der Landesmeisterschaft erfüllen kann. Doch eine Abtreibung ist sehr kostspielig und ihnen läuft die Zeit davon. Also zieht Hyoka jede Nacht los, um mit dem Zauberstab Leute auszurauben. Als einer dieser Raubzüge droht schiefzulaufen, sieht sie sich sogar gezwungen, einem Mann den Arm wegzuschießen. Kurz darauf taucht Hyokas Klassenkameradin Isoko Anjo vor ihr auf, die sowohl den Geldraub als auch den Mord am Tennislehrer mitangesehen hat und sogar von Tsuraras Schwangerschaft weiß. Sie gibt vor auf Tsuraras und Hyokas Seite zu stehen, doch kann man ihr wirklich trauen? Indessen betritt das Lehrerkollegium Kurakis Apartment und findet dort Tsuraras Nacktfotos. Diese scheint sich mit ihrer Rolle als Schlampe bereits abgefunden zu haben und lässt sich im Park von Akai besteigen…

Eigene Meinung:
Seit ich 2016 die Review zu „Magical Girl Site“ schreiben durfte, hat sich die düstere Magical-Girl-Serie zu einem meiner absoluten Lieblingsmangas entwickelt, auch wenn ich zugeben muss, dass mir der ab Band 9 beginnende zweite Story-Arc bisher so gar nicht gefällt. Umso schöner, dass Tokyopop nun zur Überbrückung dieses fesselnde Spinoff veröffentlicht. Die Story von „Magical Girl Site Sept“ ist schon wieder eher nach meinem Geschmack und auch die drei Hauptcharaktere sprechen mich deutlich mehr an als Kayo und Sakaki. Es ist ziemlich nervenaufreibend, Hyoka und Tsurara auf ihrer Abwärtsspirale zu begleiten und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet. Bislang erfordert „Sept“ noch nicht einmal Vorkenntnisse. Der Manga kann also selbst von Neueinsteigern problemlos gelesen werden. Sogabes Zeichenstil kommt dem von Kentaro Sato recht nahe, sodass man sich auch als eingefleischter Fan nicht großartig umgewöhnen muss.

Bisher bin ich absolut begeistert und weiß tatsächlich ausnahmsweise nicht, was es an dem Manga zu beanstanden gäbe. Wenn überhaupt ist es höchstens schade, dass die Bände nicht dicker sind und die Reihe schon mit dem zweiten Band abgeschlossen sein wird. Bitte mehr davon! Genau wie die Hauptreihe hat auch das Spinoff vom Verlag eine Altersempfehlung ab 18 Jahren bekommen, die ich absolut gerechtfertigt finde, da der Manga nichts für Zartbesaitete ist. Wem „Confidential Confessions“ und „Puella Magi Madoka Magica“ also noch viel zu harmlos sind, der sollte hier unbedingt zugreifen!

Magical Girl Site Sept: © 2018 Kentaro Sato, Toshinori Sogabe, Akita / Tokyopop

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Death Note Hörspiel: 02 Kollateralschaden

Name: Death Note: 02 Kollateralschaden
Englischer Name:
Originaltitel: Death Note: 02 Kollateralschaden
Herausgebracht: Deutschland: Bastei Lübbe 2018
Autor: Charakterdesign: Takeshi Obata
Original-Story: Tsugumi Ohba
Story: Jonathan Clements
Volumes: 12
UVP: 7,90 €
Synchronstudio: Studio STIL, Berlin
Laufzeit: 58 Minuten (10 Tracks)

Charaktere

Light Yagami – David Turba (Edward Elric in „Fullmetal Alchemist“, Chazz Princeton in „Yu-Gi-Oh! GX“)


Light Yagami ist ein Musterschüler wie er im Buche steht und doch hat er ein finsteres Geheimnis: Mit dem Death Note tötet er Verbrecher, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch nicht einmal vor Menschen, die sich einfach nur daneben benehmen oder gar vor Unschuldigen, die gegen „Kira“ ermitteln, macht er Halt…

 

 

 


Ryuk
– Marlin Wick (Whamon in „Digimon“, C19 und Kibito in „Dragon Ball Z Kai“)


Ein Todesgott, der sein Death Note aus Langeweile auf die Erde fallen ließ. Nur diejenigen, die es berühren, können ihn sehen und hören. Er hält Lights Ambitionen für eher fragwürdig und macht ziemlich schnell klar, dass er Lights Namen ins Death Note schreiben wird, sollte dieser irgendwann im Begriff sein, zu sterben. Hat eine Vorliebe für Äpfel.

 

 

 


L Lawliet
– Fabian Hollwitz (Mitsuhiko Tsuburaya in „Detektiv Conan“, Daisuke ‚Davis‘ Motomiya in „Digimon“)


Der mysteriöse Ermittler, dessen wahren Namen niemand kennt, sieht sich inzwischen gezwungen, direkten Kontakt zu Soichiro Yagamis Polizei-Einheit aufzunehmen und dieser sein Gesicht zu zeigen. Er will Kira stellen und kann die Gruppe der Verdächtigen mit erschreckender Geschwindigkeit immer stärker eingrenzen.

 

 

 

Weitere Charaktere

Soichiro Yagami – Thomas Schmuckert
Tota Matsuda – Mario Hassert
Watari – Lutz Mackensy
Yuri – Caroline Walch
Raye Penber – Andi Krösing
Naomi Misora – Vera Teltz
Sasaki – Reinhard Kuhnert
Kiichiro Osoreda – Felix Isenbügel

Story:
Light wird von jemandem observiert und muss sich etwas einfallen lassen, um sich des lästigen Verfolgers zu entledigen. Da er mit Hilfe des Death Notes in der Lage ist, Menschen vor ihrem Tod zu manipulieren, kreiert er ein Szenario, in dem sich sein Beschatter zwangsläufig selbst entlarvt: Light schreibt den Namen eines drogensüchtigen Verbrechers ins Death Note und bringt diesen so dazu, einen Bus zu überfallen und alle Passagiere, zu denen natürlich Light, ein Mädchen, welches er alibimäßig auf ein Date einlädt und Lights Verfolger gehören, als Geiseln zu nehmen. Light tut so, als plane er irgendeine waghalsige Aktion, um den Mann, der auf ihn angesetzt wurde, aus der Reserve zu locken. Dieser gibt sich Light als FBI-Agent Raye Penber zu erkennen, um ihn davon abzuhalten, sich in Gefahr zu begeben, woraufhin sich der Junkie ihnen wegen des Getuschels nähert. Dabei lässt Light eine Seite aus dem Death Note fallen, der Geiselnehmer hebt sie auf und wird somit dazu befähigt, Ryuk zu sehen. Panisch verballert er daraufhin sinnlos seine gesamte Munition, um den erschreckenden Todesgott zu erschießen, springt schließlich aus dem Bus und wird von einem Auto überfahren. Für die Außenwelt erweckt das seltsame Verhalten des Busentführers den Anschein, als habe er unter Drogeneinfluss halluziniert. Nun da Light Rayes Namen kennt, kann er ihn mühelos dazu bringen, ihm die Namen seiner 11 Kollegen zu beschaffen und durch das Death Note werden alle 12 FBI-Agenten auf einen Schlag ausgelöscht.

Rayes abruptes Ableben ruft seine Verlobte Naomi Misora auf den Plan, die selbst schon als FBI-Fahnderin mit L zusammengearbeitet hat (siehe „Another Note“) und der festen Überzeugung ist, dass Raye Kira zum Opfer gefallen sein muss. Wie es das Schicksal so will, läuft Naomi nichtsahnend genau diesem in die Arme: Bevor sie Kontakt zu L und der im Fall Kira ermittelnden Polizei-Einheit aufnehmen kann, wird sie von Light abgepasst und in ein Gespräch verwickelt. Bei der nächstbesten Gelegenheit schreibt er den Namen, mit dem sie sich ihm vorstellt, in sein Death Note, doch nichts geschieht! Als Ryuk dem verdutzten Light erklärt, dass es sich dabei lediglich um einen Decknamen handelt, muss sich der Musterschüler angesichts von Naomis überragendem Intellekt und ihren brillianten Schlussfolgerungen schnell etwas einfallen lassen, um ihren tatsächlichen Namen in Erfahrung zu bringen. Wird er es schaffen, bevor sie ihm auf die Schliche kommt? In der Zwischenzeit veranlasst L die vollständige Überwachung der Häuser einiger Polizisten – darunter Lights Zuhause…

Eigene Meinung:
Ich bin verliebt. Vera Teltz gibt eine richtig taffe Naomi Misora ab und es ist ein Genuss ihrer Stimme zuzuhören. Zum Glück tritt L im Laufe dieses Teils nun auch endlich persönlich in Erscheinung, sodass man seine elektronisch verzerrte Stimme nicht mehr lange ertragen muss, bei der es leider sehr schwer fällt, jedes einzelne Wort zu verstehen. Ansonsten wirkt L in den Hörspielen um einiges bissiger als im Original, da er Soichiros Polizei-Einheit gleich bei der ersten Begegnung beleidigt, Ryuk hingegen kommt wesentlich hilfsbereiter rüber. Obwohl er auch in den Hörspielen oft genug klarmacht, dass er Light nicht helfen wird, verrät er ihm hier nur allzu bereitwillig, dass Naomi Misora einen Decknamen benutzt, während Light im Original durch Ryuks höhnisches Gelächter von selbst darauf kommt. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die Handlung jedoch nicht sonderlich von der des Animes. Die Hörspiele haben zwar einen ganz eigenen Soundtrack, der nicht ganz an den der TV-Serie heranreicht, aber dennoch sehr gut zur Atmosphäre von „Death Note“ passt.

Das 2. Hörspiel umfasst ungefähr die Anime-Folgen 3-7. Dieses Mal ist das Booklet Ryuk und seiner Hörspiel-Stimme Marlin Wick gewidmet. Wer die Geschichte um Light Yagami gerne noch einmal miterleben möchte oder aus irgendeinem Grund noch nie mit „Death Note“ in Berührung gekommen ist, sollte unbedingt zugreifen! Angesichts der riesigen Masse an Anime- und Manga-Hörspielen in Japan, die teilweise völlig neue Geschichten zu den jeweiligen Serien erzählen, ist es immens wichtig, dass die „Death Note“-Hörspiele in Deutschland ein großer Erfolg werden, damit sich Bastei Lübbe künftig vielleicht sogar mal an eine Übersetzung japanischer Anime-Hörspiele herantraut. Dies wäre eine enorme Bereicherung für den deutschen Anime- und Manga-Markt und würde eine klaffende Marktlücke schließen.

Death Note Hörspiel: 02 Kollateralschaden: © 2018 Jonathan Clements, Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Bastei Lübbe

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Sakura – I want to eat your pancreas

Name: Sakura – I want to eat your pancreas
Englischer Name: I want to eat your pancreas
Originaltitel: Kimi no Suizou wo Tabetai
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Yoru Sumino
Zeichnungen: Izumi Kirihara
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Im Krankenhaus liest ein Mitschüler von Sakura Yamauchi zufällig ihr Tagebuch. Darin berichtet sie von einem Geheimnis, das sonst nur ihre Eltern kennen. Sakura wird sterben, denn sie hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Doch dass ihr Mitschüler nun ihr Geheimnis kennt, kommt Sakura nicht ungelegen. Endlich hat sie jemanden, dem sie von ihrer Krankheit erzählen und mit dem sie ihre letzten Monate auskosten kann. Bisher hatte sie immer Angst, ihren Freunden von ihrem baldigen Ableben zu erzählen, doch bei ihrem ruhigen Schulkollegen ist das anders. Er ist nicht sonderlich aufgeschlossen oder etabliert. Er hält sich meist aus allen Gesprächen zurück und ist daher der perfekte Kandidat um jemanden ein derartiges Geheimnis anzuvertrauen.

Seit diesem Tag trifft sich Sakura häufiger mit ihm. Sie gehen gemeinsam ins Restaurant oder unternehmen einen Kurzurlaub nach Hakata. Dabei ist Sakura stets lebensfroh und nimmt ihre eigene Krankheit oft nicht sonderlich ernst. Erst als ihr Mitschüler auf der Reise ihre Anhäufung von Tabletten sieht, wird auch er auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der sonst so ruhige und desinteressierte Mitschüler wird plötzlich sehr emotional. Liegt ihm doch mehr an Sakura, als zunächst gedacht?

Eigene Meinung
Eine Review zu “Sakura – I want to eat your pancreas” zu schreiben, fiel mir zunächst schwer. In dieser Serie passiert vermeintlich oft nichts, doch die wahre Handlung spielt sich zwischen den Zeilen ab. Ist Sakuras stets fröhliches Auftreten nur ein Selbstschutz, um sich nicht von der eigenen Angst vor dem Tod übermannen zu lassen? Ist der stille Mitschüler wirklich desinteressiert am Leben seiner Mitmenschen oder empfindet er doch etwas für Sakura?

Fest steht, dass sowohl Sakura als auch ihr Mitschüler als neuer Vertrauter bereits im Laufe des ersten Bandes eine deutliche Charakterentwicklung durchmachen.

Zunächst fällt das Lesen von “Sakura – I want to eat your pancreas“ etwas schwer, da sich die Geschichte scheinbar hinzieht. Es wird viel Zeit investiert, in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen. Der Leser ist erst einmal irritiert von Sakuras Fröhlichkeit und wartet auf den emotionalen Ausbruch. Erst gegen Ende des ersten Bandes nimmt die Handlung dann allmählich an Fahrt auf.

Ungewöhnlich, aber zugleich auch interessant, ist die Tatsache, dass der Name der männlichen Hauptperson zu keinem Zeitpunkt erwähnt wird. Er wird immer nur als „unscheinbare Mitschüler“ oder „eigenartiger Mitschüler“ bezeichnet. Ich bin gespannt, ob man im nächsten Band, welches zugleich der Abschluss der kurzen Serie ist, seinen Namen noch erfahren wird.
Apropos Name: Etwas verwirrt war ich auch vom Namen des Mangaka-Duos… Wie auf dem Cover zu lesen ist, sollen die Zeichnungen von Idumi Kirihara stammen, was doch ein sehr ungewöhnlicher Name für einen Japaner wäre. In anderen Quellen findet man den viel wahrscheinlicheren Namen „Izumi“. Auch bei Autor Yoru Sumino hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn auf dem Cover wird im Gegensatz zur Carlsen-Homepage von „Somino“ gesprochen und nicht von „Sumino“. Hier muss irgendetwas deutlich schief gelaufen sein.

Der Zeichenstil von “Sakura – I want to eat your pancreas“ ist feinfühlig und simpel zugleich. Dennoch passt er wunderbar zur Serie. Gerade das Titelbild ist ein wahrer Eyecatcher.

“Sakura – I want to eat your pancreas“ ist ungewöhnlich und tiefgründig. Die Leser sollten daher dramatischen Geschichten gegenüber aufgeschlossen sein.

© Izumi Mikage

Sakura – I want to eat your pancreas: © 2016 Yoru Sumino/ Izumi Kirihara, Futabasha/ Carlsen

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Das Herz einer Hexe

Name: Das Herz einer Hexe
Englischer Name:
Originaltitel: Majo no Shinzou
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2012
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Matoba
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Mika gehört zu einer in Vergessenheit geratenen Spezies der Menschen – sie ist eine Hexe. In einer unheilvollen Nacht stahl ihre Schwester durch einen Zauber ihr Herz und verfluchte Mika damit zur ewigen Unsterblichkeit. Erst wenn Mika ihre Schwester und somit ihr Herz wiederfindet, kann sie endlich Frieden finden.

Aus diesem Grund reist Mika seit Jahrzehnte durchs Land. Über die Jahre hinweg ist ihre Geschichte sogar zu einer Legende geworden. Kleine Kinder erzählen sich Gruselgeschichten über eine Hexe, die ihr eigenes Herz, als Preis für das ewige Leben, an den Teufel verkauft hat und nun Menschen tötet, um in Besitz eines neuen Herzens zu kommen.

Mikas einziger Mitstreiter ist ihr treuer Diener Lumiére, der sie zumeist in Gestalt einer redseligen Lampe begleitet.

Als Mika eines Abends durch einen verschneiten Wald reist und in einen Schneesturm kommt, findet sie Unterschlupf in einer Kirche. Doch die Nonne, die sie beherbergt, ist nicht so nett, wie sie erscheint. In Wahrheit ist sie eine hinterlistige Diebin, die hilflose Wanderer abfängt, tötet und ausraubt. Doch damit kommt sie bei Mika nicht weit. Als die Nonne ein Messer durch Mikas Brust bohrt, tropft kein Blut. Die Nonne traut ihren Augen nicht, als sie Zeuge von Mikas Unsterblichkeit wird.
Solch grausame Taten kann Mika nicht ungestraft lassen. Mithilfe ihrer Zauberkräfte verbannt sie die Nonne und lässt sie von der Dunkelheit verschlingen.

Auf ihrer weiteren Reise und Suche nach ihrem Herzen erlebt Mika allerlei Abenteuer. So trifft Sie auf ihrer Wanderschaft eine bürgerliche Familie, die sie vor den habgierigen Machenschaften des Königshauses beschützen muss.

Zudem gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden, die sie über 60 Jahre nicht gesehen hat. Und in einem kleinen Städtchen muss Mika das Verschwinden von Kindern aufklären, die angeblich in die Fänge menschenfressender Meerjungfrauen geraten sind.

Eigene Meinung
Der Aufbau der Geschichte von „Das Herz einer Hexe“ ähnelt eher einem Spiel, wie man es von Square Enix fast schon gewohnt ist. Die einzelnen Geschichten sind episodisch aufgebaut und in sich abgeschlossen. Jedes Kapitel ist daher mit einer Mission oder einer Quest zu vergleichen. Dabei sind die Handlungen der einzelnen Kapitel sehr abwechslungsreich und schwanken von unterhaltsam und lustig bis hin zu tiefgründig und emotional.

Der Charakteraufbau von Mayo ist in Band 1 noch etwas undurchsichtig. Sie lässt wenig Emotionen zu, was für eine Person ohne Herz aber natürlich eine logische Reaktion ist.

Der Einstieg in die Welt von „Das Herz einer Hexe“ geschieht sehr direkt und ohne Umwege. Ähnlich wie in einem Spiel erfährt der Leser zu Beginn wenig über die Hintergründe der Protagonisten und bekommt nur die nötigsten Informationen. Daher sind über Mayo und ihre Schwester sowie über Lumiére nur wenig Informationen bekannt. Lediglich die Auffälligkeit, dass Lumiére den Namen einer bekannten Disney-Figur trägt, dürfte den meisten Lesern direkt auffallen.

Der Zeichenstil von „Das Herz einer Hexe“ gleicht eher einem Anime. Vor allem die Farbbilder sind eindrucksvoll und wirken, wie aus dem Fernseher gesprungen. Die Szenen, in denen Mayo ihre Zauberkräfte einsetzt wirken sehr düster und geheimnisvoll, als würde ein unbarmherziges Ungeheuer aus der Dunkelheit erscheinen.

„Das Herz einer Hexe“ ist eine fantasievolle und spannende Reise, der man als Leser beiwohnen möchte, um noch mehr über die geheimnisvolle Mayo zu erfahren.

© Izumi Mikage

Das Herz einer Hexe: © 2012 Matoba, Square Enix/ Altraverse

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Death Note Hörspiel: 01 Mustererkennung

Name: Death Note: 01 Mustererkennung
Englischer Name:
Originaltitel: Death Note: 01 Mustererkennung
Herausgebracht: Deutschland: Bastei Lübbe 2018
Autor: Charakterdesign: Takeshi Obata
Original-Story: Tsugumi Ohba
Story: Jonathan Clements
Volumes: 12
UVP: 7,90 €
Synchronstudio: Studio STIL, Berlin
Laufzeit: 53 Minuten (9 Tracks)

Charaktere

Light Yagami – David Turba (Edward Elric in „Fullmetal Alchemist“, Chazz Princeton in „Yu-Gi-Oh! GX“)


Light Yagami ist ein Musterschüler wie er im Buche steht und doch hat er ein finsteres Geheimnis: Mit dem Death Note tötet er Verbrecher, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch nicht einmal vor Menschen, die sich einfach nur daneben benehmen oder gar vor Unschuldigen, die gegen „Kira“ ermitteln, macht er Halt…

 

 

 


Ryuk
– Marlin Wick (Whamon in „Digimon“, C19 und Kibito in „Dragon Ball Z Kai“)


Ein Todesgott, der sein Death Note aus Langeweile auf die Erde fallen ließ. Nur diejenigen, die es berühren, können ihn sehen und hören. Er hält Lights Ambitionen für eher fragwürdig und macht ziemlich schnell klar, dass er Lights Namen ins Death Note schreiben wird, sollte dieser irgendwann im Begriff sein, zu sterben. Hat eine Vorliebe für Äpfel.

 

 

 


L Lawliet
– Fabian Hollwitz (Mitsuhiko Tsuburaya in „Detektiv Conan“, Daisuke ‚Davis‘ Motomiya in „Digimon“)


Der mysteriöse Ermittler, dessen Gesicht und wahren Namen niemand kennt. Er stellt Kira eine Falle und kann die Gruppe der Verdächtigen mit erschreckender Geschwindigkeit immer stärker eingrenzen.

 

 

 

 

 

Weitere Charaktere

Soichiro Yagami – Thomas Schmuckert
Sachiko Yagami – Arianne Borbach
Tota Matsuda – Mario Hassert
Paula Virilio – Liane Rudolph
Yui – Sascha Nathan
Clemenceau – Urs Remond

Story:
Eine Geiselnahme. Die Polizei schleicht sich in das Gebäude, doch der Täter ist bereits tot! Immer mehr Verbrecher sterben urplötzlich an einem Herzinfarkt. Manche glauben an die Strafe Gottes, im Internet wird der Verantwortliche hingegen schon bald „Kira“ genannt, „Killer“. Niemand ahnt, dass hinter alledem in Wirklichkeit ausgerechnet der Polizeisohn und Musterschüler Light Yagami steckt. Dieser hat nämlich ein sogenanntes Death Note gefunden, das Notizbuch eines Todesgottes. Um damit jemanden umzubringen, muss man nur seinen Namen hineinschreiben, während man sein Gesicht vor Augen hat und kann sogar den Todeszeitpunkt und die Todesart bestimmen. Tut man dies nicht, stirbt die Person einfach an Herzversagen. Zunächst hat sich Light im Rotlichtviertel nach seinem ersten Opfer umgesehen. Als dort ein Mann eine Frau sexuell belästigt hat, hat Light dessen Namen aufgeschrieben und zugesehen, wie dieser kurz darauf überfahren worden ist. Somit wurde Light klar, dass das Death Note wirklich funktioniert und er machte sich daran, mit dieser Wunderwaffe Unmengen an Verbrechern zu töten.

Ryuk, der unheimliche Todesgott, dem das Death Note gehört hat, taucht eines Tages bei Light auf. Light darf das Notizbuch zwar behalten, aber sollte er es weggeben, wird er alles vergessen, was mit Ryuk und dem Death Note zu tun hat. Schon bald beginnt L, ein weltberühmter Ermittler, sich für den Fall Kira zu interessieren. Er erkennt, dass zwischen all den Herzinfarkten ein Muster besteht und ist überzeugt davon, dass irgendjemand dafür verantwortlich ist. Als er in einer Live-Übertragung Kira höchstpersönlich den Kampf ansagt und dabei sowohl seinen Namen als auch sein Gesicht offenbart, tötet Light ihn natürlich ohne zu zögern. Blöd nur, dass L noch lebt und Kira lediglich eine Falle gestellt hat. Denn der Mann, der sich im Fernsehen als L ausgegeben hat, war in Wirklichkeit bloß ein zum Tode verurteilter Verbrecher. Zu allem Überfluss erklärt der wahre L nun auch noch, dass diese TV-Sendung nur in Tokyo und Umgebung ausgestrahlt wird und somit klar ist, dass sich Kira dort aufhalten muss. Da sich die Morde anfangs alle am späten Nachmittag und in den Schulferien ereignet haben, glaubt L zudem bereits, dass es sich bei Kira um einen Schüler handeln muss und da, seitdem er der Polizei von diesem Verdacht berichtet hat, die Morde urplötzlich auch vormittags stattgefunden haben, vermutet L, dass Kira ein Freund oder Angehöriger von einem der Polizisten sein muss, die im Fall Kira ermitteln. Die Spur führt also von Lights Vater geradewegs zu ihm…

Eigene Meinung:
Für diese 12-teilige Hörspielreihe hat man nicht bloß den Ton aus der deutschen Fassung des Animes genommen und Erklärungen einer Erzählstimme hinzugefügt, wie man es sonst von Anime-Hörspielen gewohnt ist. Stattdessen hat Jonathan Clements basierend auf den Ereignissen der ersten beiden Anime-Folgen ein eigenes Drehbuch in englischer Sprache verfasst, welches Bastei Lübbe ins Deutsche übersetzen und von einem ganz neuen Cast aus Synchronsprechern einsprechen ließ. Dementsprechend muss man sich als Fan der ersten Stunde aber auch erst einmal daran gewöhnen, dass Light und L hier andere Stimmen haben als im Anime und in den Live-Action-Filmen. Allerdings sind hier durchweg sehr bekannte Synchronsprecher am Werk, die diese Umgewöhnungsphase mit ihren sympathischen Stimmen ziemlich kurz ausfallen lassen. Auch die Aufmachung der CD weiß zu überzeugen. So ist das Logo auf dem Booklet mit Konturenlack versehen und darin werden Light und seine Hörspiel-Stimme David Turba vorgestellt. Außerdem bekommt man einen Überblick aller 12 Cover-Motive und darüber, welche „Death Note“-Anime- und Live Action-DVDs und -Blurays es bei Kazé zu kaufen gibt. Wenn man fleißig alle 12 Hörspiele sammelt, ergibt sich sogar ein Rückenbild!

Negativ aufgefallen ist mir eigentlich nur, dass gelegentlich die britischen Einflüsse Jonathan Clements‘ durchscheinen, der ansonsten ein charmantes Drehbuch mit Sinn für Humor vorlegt. So ist nicht etwa die Rede davon, dass Light auf die Universität gehen wird, sondern trotz des japanischen Settings spricht seine Mutter vom „College“. Außerdem erzählt ein Komödiant im Fernsehen, dass Kira ihn auch bestrafen müsse, da er als Student Gras geraucht habe. Sowas mag in westlichen Ländern vielleicht relativ normal sein, aber wer sich mit der japanischen Kultur etwas auskennt, weiß, dass kein Japaner jemals so non-chalant im Fernsehen zugeben würde, gekifft zu haben, da Japaner mit Drogen überhaupt keinen Spaß verstehen. Wer sich dort des Drogenmissbrauchs schuldig macht, braucht sich weder im Fernsehen noch in der Öffentlichkeit je wieder blicken zu lassen. Davon abgesehen, liefert Bastei Lübbe ein hochprofessionelles Produkt ab und macht „Death Note“ einem ganz neuen Publikum zugänglich, den Hörbuchhörern. Es wäre natürlich genial, wenn Leute, die zuvor nie mit Anime in Berührung gekommen sind, durch diese Hörspielreihe auf den Geschmack kommen und vielleicht auch bald Interesse am „Death Note“-Anime oder eben an Animes und Mangas generell entwickeln würden. Die alteingesessenen Fans können sich hingegen über diese neue Adaption des Stoffs freuen. Bleibt zu hoffen, dass die „Death Note“-Hörspiele ein Erfolg werden und Bastei Lübbe künftig weitere Anime-Projekte in Angriff nehmen wird.

Death Note Hörspiel: 01 Mustererkennung: © 2018 Jonathan Clements, Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Bastei Lübbe

 

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