After Hours

Name: After Hours
Englischer Name: After Hours
Originaltitel: After Hours
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Yuhta Nishio
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
In einem Club lernen sich Emi und Kei kennen.

Erstere wurde von ihrer Freundin wegen eines Typen hängen gelassen, während die Andere dort am feiern ist. Aus Sympathie verbringen sie den Abend miteinander und landen später in Keis Wohnung, wo mehr passiert, als Emi je erwartet hätte. Allerdings gefiel es ihr und so sucht sie in der nächsten Zeit immer wieder gezielt die Nähe der anderen Frau. Nach und nach kommen sie sich daher auch emotional näher!

Aber kann es echte Liebe werden? Was verschweigt Emi Kei? Und wird Emi ihren Weg im Leben finden? Ist es vielleicht sogar ihre neue Freundin, die ihr dabei helfen kann?

Eigene Meinung
Ich finde „After Hours“ wendet sich eher an die älteren Leser. Dabei passiert sexuell noch nicht wirklich was, allerdings greift der Manga vom Setting her eher das Leben der Leute mit Ende Zwanzig auf.

Die Geschichte entwickelt sich langsam, was ich begrüße, da Kei und Emi so Zeit haben sich wirklich kennen und lieben zu lernen. Dabei weiß Emi noch nicht mal was sie genau mit ihrem Leben anfangen will und steckt scheinbar noch in einer Beziehung mit jemand anderem. Während sich die 30 Jährige Kei schon als Alt bezeichnet, aber von den Beiden eher als die Jüngere herüber kommt, da sie in allem was sie tut, sehr leidenschaftlich ist. Vermutlich wird es noch etwas Drama geben, wenn Kei erfährt was Emi ihr verschweigt, aber das wird sich in den nächsten Bänden noch zeigen.

Was mir etwas aufstößt ist der Zeichenstil! Die Geschichte ist wirklich gut, aber warum müssen die Charaktere aussehen, als würden sie noch zur Schule gehen? Kei nimmt man keinesfalls ab, das sie schon 30 Jahre als ist.

Zu textlastig war der Manga auch nicht und da man zu gern wissen möchte, wie es mit den Beiden weitergeht, legt man ihn eh nur ungern aus der Hand.

Als Altersempfehlung wurde 16+ angegeben, aber wohl eher dem reiferen Thema wegen, als wegen expliziteren Szenen, den davon wird höchstens mal kurz was angedeutet.

Fans von intensiven Geschichten, die sich Zeit lassen sich zu entwickeln, sollen bei diesem Girls Love Manga unbedingt zugreifen!

After Hours: © 2015 Yuhta Nishio, Shogakukan/ Tokyopop

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The Vampire`s Attraction

Name: The Vampire´s Attraction
Englischer Name:
Originaltitel: Vampire wa Gaman Dekinai
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Story: Misao Higuchi
Zeichnungen: Ayumi Kano
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Nach den Ereignissen in „The Vampire Prejudice“ will Henri Minato nun doch zu seiner Rose machen. Allerdings ziert sich der Mensch noch, was den Vampir langsam die Geduld verlieren lässt.

Doch wie soll man seiner Familie erklären, dass man nicht nur einen Mann liebt, sondern das dieser auch noch ein Vampir ist?

Henri behaart aber nicht nur wegen seines Vergnügens darauf, sondern wegen seiner Sorge um Minatos Sicherheit. Solange dieser noch nicht gänzlich seine Rose ist, werden andere Vampire versuchen ihn für sich zu bekommen.

Dies scheint sich auch zu bewahrheiten, als es in Minatos Schule immer wieder zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt.

Wird der Vampir, zusammen mit Dienerfledermaus Hina, seine Rose beschützen können?

Eigene Meinung
Mir gefiel „The Vampire´s Attraction“ sehr gut. Zu erfahren wie es mit Henri und Minato weitergeht, war sehr spannend und man freut sich schon auf die kommenden drei Bände.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass Hina ein wenig präsenter gewesen war. Die Dienerfledermaus war schon in „The Vampire´s Prejudice“ mein Liebling, kommt aber in der Fortsetzung leider weniger vor als erhofft.

Dagegen wird mit neuen „undurchsichtigen“ Charakteren um sich geworfen, bei denen man sich wirklich fragt, ob sie Freund oder Feind sind. Zumindest bleibt die Spannung so erhalten. Wobei ich natürlich hoffe, das es für Henri und Minato am Ende ein Happy End geben wird!

Die Zeichnungen fand ich diesmal etwas besser, als im vorherigen Manga, aber der Stil ist immer noch Geschmackssache.

Weniger textlastig war der Manga diesmal auch, was es angenehm machte ihn in einem Rutsch durch zu lesen. Zumal man ihn eh nur ungern aus der Hand legte!

Die Altersempfehlung liegt bei 16+, allerdings hätte sie diesmal niedriger ausfallen können, da der Manga diesmal etwas braver daher kam, als der Vorgänger.

Fans von Boys Love Manga und jene die wissen wollen wie es mit dem Vampir und seiner Rose weitergeht, sollten sich „The Vampire´s Attraction“ unbedingt kaufen!

The Vampire´s Attraction: © 2015 Ayumi Kano, Misao Higuchi, Tokuma Shoten/ Tokyopop

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Please love me

Name: Please love me
Englischer Name:
Originaltitel: Damena watashi ni koishite kudasai
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2013
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Aya Nakahara
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 5,00 € (Band 1)
7,00 € (ab Band 2)

Story

Michiko Shibata ist 29 Jahre alt und derzeit arbeitslos. Ihr Arbeitgeber ging vor einem halben Jahr pleite. Seit dem ist sie erfolglos auf Jobsuche und ihr Geld geht ihr aus. Zu allem Überfluss traf sie bei einem Gruppendate den jüngeren Medizin-Studenten Junta und hat sich in ihn verliebt. Seit dem macht sie ihm regelmäßig teure Geschenke und lädt ihn zum Essen ein.

Als sie eines Tages wieder ein Vorstellungsgespräch hat und nach dem Termin vor Hunger fast umkippt, trifft sie ihren ehemaligen Vorgesetzten Ayumu Kurosawa wieder. Er war ein Fiesling und hat Michiko ständig kritisiert. Doch da er sie zum Essen einlädt, erduldet sie seine Gesellschaft.

Als Michiko sich mit Junta unterhält, stellt sich heraus, dass er gar keine feste Beziehung haben möchte und sie für ihn eher wie ein Hund ist. War sie wirklich so naiv und hat sich in ihm so getäuscht?

Wenig später trifft sich wieder auf Kurosawa. Er lädt sie in sein Bistro ein, dass er in einer Woche eröffnen möchte. Es ist das Bistro seiner Oma, die jedoch krank ist und es nicht fortführen kann. Kurosawa ist ein sehr talentierter Koch und weiß, dass er in Michiko eine verlässliche Angestellte hätte, die auch nicht so schnell aufgibt. Sie willigt ein bei ihm zu arbeiten bis sie einen anderen Job gefunden hat. Dann tauchen noch seine besten Freunde auf, ehemalige Bandenmitglieder, die ihm bei der Neueröffnung unterstützen möchten. Durch sie lernt Michiko neue Seiten an ihrem neuen Chef kennen.

Michiko hat also endlich wieder einen Job und es könnte langsam wieder bergauf gehen, wäre sie nicht so blöd für Junta einen Kredit über 1.000.000 Yen bei einem zwielichtigen Kreditunternehmen aufzunehmen. Ein weitere Job in einer schmuddeligen Bar muss also her… Ob das so eine gute Idee ist…?

Eigene Meinung
Mit „Please love me“ erscheint nach längerer Zeit ein Josei-Manga bei Carlsen. Aya Nakahara ist hierzulande eine noch unbekannt Mangaka, auch wenn sie bereits seit über zwanzig Jahren zeichnet und schon etliche Serien veröffentlicht hat.

Michiko ist ein sehr spezieller Charakter mit der man erst warm werden muss. Sie ist irre naiv, vielleicht auch etwas dumm, und merkt gar nicht wie sie ausgenutzt wird. Kurosawa dagegen weiß was er will und versucht seinen Traum als Inhaber eines Bistros in die Tat umzusetzen. Michiko scheint dem jungen Mann nicht egal zu ein, schließlich versucht er ihr zu helfen wo er nur kann und rettet sie regelmäßig aus brenzligen Lagen. 

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Der Stil ist detailliert, aber eher schlicht und nicht überladen. Die Hintergründe sind meist sehr einfach gestaltet.

„Please love me“ ist nach längerer Zeit endlich wieder ein Manga, der sich an ältere Leserinnen richtet. Mit dem günstigen Einstiegspreis von 5,00 € können alle Shojo-Fans einen Blick in den Manga riskieren und sich selbst eine Meinung darüber bilden.

Damena watashi ni koishite kudasa: © 2013 Aya Nakahara, Shueisha / Carlsen

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Teezimmerspiele

Name: Teezimmerspiele
Englischer Name:
Originaltitel: Chaashitsuyugi
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Dite
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Einen Kurs in Teezermonie? Wer hätte gedacht, das Natsume den je machen würde. Denn er ist sonst doch ziemlich antriebslos. Dies ändert sich allerdings, als er auf Rio, den Meister der Teezeremonie, trifft.

Diesen kennt er noch aus den Zeiten, als Rio ein Host war. Nur was hat Rio zurück in das Haus gebracht, welches er nach dem Tod seiner Eltern erbte und nach einem bestimmten Vorfall für immer verlassen wollte?

Wird er die Alpträume, die ihn quälen und ihn immer wieder in das Bett seines Stiefbruders trieben, los werden und ein neues Leben mit Natsume anfangen können? Dieser empfindet schnell weit mehr als Zuneigung für den jungen Mann und scheint diesem auch gut zu tun.

Wird Rios Bruder dies einsehen oder stellt er sich ihnen in den Weg? Wie geht es mit ihnen weiter, als Natsume endlich weiß was er in Zukunft machen möchte und dafür öfters unterwegs ist? Hält das ihre aufkeimende Beziehung aus?

Eigene Meinung
„Teezimmerspiele“ ist keine leichte Kost, welche, wenn auch nicht zu schwer, eher melancholisch angehaucht ist.

Rio hat in der Vergangenheit viel ertragen müssen, ob nun Missbrauch, Trauer oder Neid. Dies hat er auch nicht gut vertragen, ist doch einiges an seinem Verhalten (selbst-)zerstörerisch. Dann taucht allerdings Natsume auf und lässt sich nicht so leicht vertreiben, auch nicht von Rios Stiefbruder, und somit beginnt sich das Leben des jungen Teemeisters erneut zu verändern.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut, sehr detailreich, gerade auch in den Szenen in denen es um die Teezeremonien geht, aber auch bei den eindeutigeren Szenen in denen es schon etwas heißer her geht.

Vom Umfang her ist der Manga etwas länger als gewöhnlich, aber das gibt der Geschichte auch Raum sich zu entwickeln. Zu textlastig war er auch nicht, so dass man mit dem lesen gut voran kam.

Weiterhin fand ich es interessant, dass zwischen den Kapiteln auch immer kurz etwas über die Teezeremonien erklärt wurden. Somit lernt man auch gleich noch was Neues dazu, wenn man den Manga liest.

Fans von eher ernsteren Boys Love Manga, sollten sich nicht scheuen, den Band zu kaufen. Es lohnt sich!

Teezimmerspiele: © 2017 Dite, Shinshokan/ EMA

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Kuroneko – Auf heissen Pfoten!

Name: Kuroneko – Auf heissen Pfoten!
Englischer Name:
Originaltitel: Kuroneko Kareshino Arukikata
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2018
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Aya Sakyo
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Als der kleine Rio bei einem Spaziergang mit Shingo, einem dreifarbigen Kater aufliest und mit nach Hause nehmen möchte, ist das seinem Vater natürlich nicht recht. So wird der Kater erst mal bei Shingo und Kagami untergebracht. Der junge Schauspieler soll jedoch nicht erfahren, dass Shingo mal etwas mit dem Katzenmenschen, der sich hinter dem niedlichen Kater verbirgt, hatte.

Zudem hat Ryota gerade selbst Beziehungsprobleme, weswegen er auch vor Natsume davongelaufen ist. Doch dieser gibt nicht so schnell klein bei und taucht bei dem Ausflug, den die ganze Band macht, auf, um mit seinem Freund zu reden.

Werden sich Ryota und Keiichi wieder versöhnen? Welche Strafe erwartet Shingo, wenn Kagami erfährt, wen er da unter ihrem Dach beherbergt hat?

Eigene Meinung
„Kuroneko – Auf heissen Pfoten!“ gefiel mir sehr gut! Die Beziehungen der Charaktere werden weiter voran getrieben und es gibt ein Wiedersehen mit Ryota und Natsume aus „Kuroneko – Zeigs mir!“, was mich sehr gefreut hat. Ich hoffe sehr, die Beiden bekommen ihre Probleme in den Griff, denn es wäre zu schade, wenn sie sich trennen würden, da sie doch so gut zusammenpassen. Niedlich und ein wenig traurig anzusehen ist dagegen das Wetteifern zwischen Rio und Kagami um Shingos Zuneigung, auch wenn klar ist, wer den kürzeren zieht!

Zeichnerisch ist der Manga wie immer sehr gut, ganz besonders bei den expliziten Szenen, von denen es wieder einige zu sehen gibt. Die Altersempfehlung von 18 Jahren passt, wie schon in den Bänden zuvor.

Der Manga war diesmal ein wenig textlastiger, aber das störte nicht wirklich.

Fans von Katzenmenschen, guten Boys Love Geschichten und diejenigen, die der Reihe folgen, sollten unbedingt bei diesem Band zugreifen!

Kuroneko – Auf heissen Pfoten!: © 2018 Aya Sakyo, Shinshokan/ EMA

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I am a Hero in Ibaraki

Name: I am a Hero in Ibaraki
Englischer Name:
Originaltitel: I am a Hero in Ibaraki
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Manga: Kazuya Fujisawa
Original Concept und Supervision: Kengo Hanazawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,99 €

Story
Nach dem Tod seiner Eltern war das Leben von Yugo nicht gerade rosig. Seine Verwandten behandelten ihn nicht besser als einen Hund, seine ehemaligen Freunde mobben ihn. Kein Wunder also, dass sein einzig wahrer Freund ein Schäferhund namens Iggy ist.

Auch ist es nicht verwunderlich, dass sich Yugo nach Ausbruch der Seuche, welche die Menschen in Zombies verwandelt, nur auf seinen Hund verlässt. Aber so leicht lässt sich die Vergangenheit nicht abschütteln und so grausam diese schon war, so sieht die Zukunft noch weitaus schlimmer aus.

Können es die Beiden schaffen am Leben zu bleiben?

Eigene Meinung
„I am a Hero in Ibaraki“ ist ein weiteres Spin-off zur Mangareihe „I am a Hero“.

Der Band entsprach nicht wirklich meinen Erwartungen. Zwar war es mal etwas anderes ein Tier in die Geschichte eingebunden zu sehen, aber man fiebert am Ende doch mehr mit dem Hund mit, als mit Yugo. Dieser blieb leider recht blass! Doch auch der Rest der Personen, die vorkommen, hinterlassen keinen wirklichen Eindruck. Eigentlich sind sie nur dazu da, die Geschichte schnell voran zu treiben und dabei möglichst grausam um’s Leben zu kommen.

Mir gefiel daher von den bisherigen Spin-off „I am a Hero in Osaka“ am Besten, denn auch die Geschichte von „I am a Hero in Nagasaki“ war eher flach.

Was die Zeichnungen angeht kann man sich nicht beschweren. Die Zombies sind gewohnt eklig und grausig dargestellt. Gerade die Szenen in denen sie Menschen angreifen sind schon recht heftig, weswegen der Manga auch eine Altersempfehlung von 16 Jahren hat. Diese sollte auch unbedingt eingehalten werden.

Fans der „I am a Hero“-Reihe sollten bei dem Band dennoch zu greifen, um ihre Sammlung zu vervollständigen. Neulinge sollten lieber zuerst zur Hauptreihe greifen!

I am a Hero in Ibaraki: © 2017 Kazuya Fujisawa, Kengo Hanazawa, Shogakukan/ Carlsen

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Kuroneko – Kratz mich!

Name: Kuroneko – Kratz mich!
Englischer Name:
Originaltitel: Fukigen Kareshi no Saraikata
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Aya Sakyo
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Kuroneko – Kratz mich!“ geht es diesmal wieder um Takamizawa und Yujin.

Nach den Ereignissen in „Kuroneko – Streichel mich!“ sind die Beiden nun endlich ein Paar. Doch anstatt ihre junge Liebe genießen zu können, steht schon der nächste Ärger ins Haus. Yujins Cousine Sara soll jemanden heiraten, den sie nicht liebt. Um dem zuvor zu kommen, plant sie eine Blitzhochzeit mit ihrer wahren Liebe. Dabei soll ihr Yujin natürlich helfen!

Allerdings taucht auch ihr „Verlobter“ auf, was zu neuen Turbulenzen führt. Dieser ist kein Unbekannter und hatte in der Vergangenheit sogar etwas mit Takamizawa am laufen und versucht nun sein Glück bei Yujin.

Hält ihre noch so frische Beziehung das emotionale Chaos aus? Oder stehen sie schon wieder vor dem aus?

Eigene Meinung
Mir gefallen die „Kuroneko“-Manga mit jedem Band immer mehr. Die Figuren entwickeln sich weiter und die Bände sind zum Glück auch nicht mehr zu sexlastig. Zwar geht es immer noch heiß her, aber das Augenmerk wird immer mehr auf die Handlung gelegt, was der Reihe sehr zu gute kommt.

Ich muss auch zugeben, dass mir Takamizawa und Yujin immer besser gefallen und ich mich jedes Mal freue, wenn sie in einem der Bände vorkommen.

Gerade Yujin trägt viel Ballast mich sich herum und ist ein schwieriger Charakter. Daher ist es auch sehr interessant zu sehen, wie er sich durch dieses emotionale Chaos weiterentwickelt und in seiner Beziehung zu Takamizawa weiter voran kommt.

Der Manga ist zeichnerisch wie gewohnt sehr gut, nicht zu textlastig und daher angenehm zu lesen. Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist aufgrund der expliziten Szenen auch mehr als gerechtfertigt.

Wer die anderen Teile der „Kuroneko“-Manga schon hat oder Katzenmenschen und Boys Love mag, sollte sich diesen Band nicht entgehen lassen.

Kuroneko – Kratz mich!: © 2017 Aya Sakyo, Shinshokan/ EMA

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Faint Hearts

Name: Faint Hearts
Englischer Name:
Originaltitel: Okubyou mono no koi
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Asami Takahashi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Es ist nicht gerade nett, wenn man seinem besten Freund seine Liebe gesteht und dann einfach verschwindet. Soma hat dies allerdings getan, da es für ihn kein Risiko zu geben schien. Daichi würde seine Liebe eh nicht erwidern und er selbst am nächsten Tag umziehen.

Allerdings sah Daichi dies vollkommen anders. Vier Jahre hat er nach seinem alten Schulfreund gesucht und zufällig treffen sie sich dann tatsächlich wieder. Sie sind sich schließlich noch Antworten schuldig.

Diese fallen ganz anders aus, als Soma es erwartet hat! Gibt es also doch eine Chance, dass seine Liebe erwidert wird und es für sie eine gemeinsame Zukunft gibt?

Eigene Meinung
„Faint Hearts“ ist ein guter Boys Love Manga für zwischendurch. Er ist nicht herausragend, aber es macht Spaß dabei zuzusehen, wie die Beiden nach vier Jahren wieder aufeinander treffen.

Daichi macht auch gleich klar, dass er es nicht zulassen wird, dass Soma einfach wieder aus seinem Leben verschwindet. Es tat ihm wirklich weh, seinen besten Freund zu verlieren und zu realisieren, das er selbst mehr für diesen gefühlt hat, als er annahm. Darum kämpft er, wenn auch oft etwas unbeholfen, um Soma, welcher es Daichi jedoch nicht gerade leicht macht.

Zeichnerisch ist der Manga gut und auch nicht zu textlastig, so dass man mit dem Lesen gut voran kam.

Mir selbst war der Zeichenstil allerdings ein wenig zu grob, aber da hat ja jeder einen anderen Geschmack. Die Sexszenen dagegen sind sehr dynamisch und explizit. Aus diesem Grund wird der Manga, sehr passend, erst ab 18 Jahren empfohlen.

Boys Love Fans sollten ruhig einen Blick riskieren, auch wenn der Manga kein Muss ist!

Faint Hearts: © 2017 Asami Takahashi, Shinshokan/ EMA

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Devil ★ Rock

Name: Devil ★ Rock
Englischer Name:
Originaltitel: Devi★Rock
Herausgebracht: Japan: Akita 2013
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Spica Aoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Ayamo Haotone ist die Tochter des legendären Rockstars Taiga, der vor einem Jahr an Herzversagen verstorben ist. Ihr größter Wunsch ist es, in seine Fußstapfen zu treten, also tritt sie mit seiner Gitarre bewaffnet auf der Straße auf, wo sie auch prompt vom exzentrischen Produzenten Glen für die Rock’n’Roll-Band „Devil Drive“ rekrutiert wird. Deren Sänger Tite ist davon jedoch alles andere als begeistert. Mitten im Gespräch stürmt Ayamo los, um ein Mädchen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen, woraufhin sie von einem Junk angefallen wird. Glen offenbart ihr, dass er ein gutartiger Dämon ist, ein sogenannter Cleaner, der es nur auf die Schattenenergie der Menschen abgesehen hat, die durch negative Emotionen entsteht. Junks hingegen sind bösartige Wesen, die sich an schwache Menschen heften und nicht nur deren Schattenenergie sondern auch ihre Seelen fressen wollen. Um die Menschen von ihrer Schattenenergie zu befreien und Junks zu vernichten, bildet Glen talentierte Musiker zu sogenannten „Devil Rockern“ aus – denn das effektivste Mittel gegen negative Gefühle ist Rock’n’Roll! Mit ihrer Rock-Musik gelingt es Devil Drive fürs Erste das Mädchen mitsamt Junk zu vertreiben.

Wie sich herausstellt, ist Kanata, einer von Tites Band-Kollegen, im Kampf gegen die Junks umgekommen. Das von einem Junk befallene Mädchen ist ein großer Fan von Devil Drive, doch seit Kanatas Tod dringt Tites Gesang nicht mehr zu den Herzen des Publikums durch. Da springt Ayamo ins Getümmel und unterstützt die Band tatkräftig mit ihrem Gesang und Gitarrespiel. Das kraftvolle Duett von Tite und Ayamo kann das Mädchen retten und den Junk vernichten, womit sie sich als neues Bandmitglied bewährt hat. Nichtsdestotrotz behandelt Tite sie weiterhin wie eine Amateurin und auch in der Schule machen ihre Klassenkameradinnen Ayamo das Leben schwer. Nicht einmal vor der Gitarre ihres Vaters machen die Mobberinnen Halt, deren Anführerin ebenfalls von einem Junk besessen ist. Ausgerechnet der sonst so schroffe Tite muntert die am Boden zerstörte Ayamo wieder auf und Schlagzeuger Jonny repariert Taigas Gitarre. Als sie endlich das Growling beherrscht, stellt sie sich ihrer Mobberin mutig entgegen und eliminiert den Junk. Doch schon bald sorgt eine Hiobsbotschaft dafür, dass Tite selbst zum Opfer eines Junks wird: Er hat möglicherweise Kehlkopfkrebs und wird entweder daran sterben oder nie wieder singen können! Außerdem macht Ayamo Bekanntschaft mit ihrem Idol Andy Baxter aus Amerika, der sich ebenfalls als Devil Rocker entpuppt und ihr ernsthafte Avancen macht. Wird es ihm womöglich sogar gelingen, sie abzuwerben? 

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder ein Shojo-Manga mit Biss! Vom Verlag irrtümlich ins Mystery-Genre eingeordnet, passt „Devil ★ Rock“ meiner Meinung nach eher in die Genres Action und Drama. Ähnlich wie in „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“ werden die Dämonen hier mit Liedern besiegt, allerdings in diesem Fall mit Rock statt Pop und trotz des niedlichen Zeichenstils behandelt der Manga überraschend ernste Themen. Sowohl Ayamo als auch Tite machen eine Menge durch: Beide trauern um geliebte Menschen und kämpfen hart dafür, sich stets als Musiker zu verbessern. Zu allem Überfluss wird Ayamo auch noch in ihrer Klasse gemobbt und Tites Leben und Karriere stehen aufgrund seines Gesundheitszustands auf dem Spiel. Dennoch wirkt der Manga nie zu deprimierend, da jedes Kapitel mit einem zur Situation passenden Song zu einem Happy-End gebracht wird. Schade hierbei ist natürlich, dass man sich höchstens anhand der Songtexte im Kopf selbst ausmalen kann, wie die Rock-Songs wohl klingen würden, weshalb man sich beim Lesen eine Anime-Adaption regelrecht herbeisehnt. Ob sich zwischen Ayamo und Tite noch eine Romanze entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Gelegentlich wirken die Seiten leider etwas überladen und storymäßig fallen hin und wieder kleinere Schönheitsfehler auf (warum z. B. gelingt es den Medien und Devil Drive sofort den Metallstangen-Attentäter ausfindig zu machen, aber nicht der Polizei?). Ansonsten bleibt Jonny, obwohl er zu Devil Drive gehört, zumindest im ersten Band noch recht farblos und rätselhaft, da er nie spricht oder sein Gesicht zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten beiden Bänden noch ändern wird. Band 1 liegt übrigens eine limitierte ShoCo Card bei. Wer schon immer mal sehen wollte, was dabei herauskommt, wenn man „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“, „Rock’n’Roll Kids“ und „Confidential Confessions“ in einen Topf wirft und kräftig umrührt, sollte sich diesen Manga auf keinen Fall entgehen lassen! Für Rock’n’Roll-Fans sowieso ein Muss! 

© Ban_Mido

Devil ★ Rock: © 2013 Spica Aoki, Akita / Tokyopop

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Magical Girl Site Sept

Name: Magical Girl Site Sept
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Girl Site Sept
Herausgebracht: Japan: Akita 2018
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Story: Kentaro Sato
Zeichnungen: Toshinori Sogabe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 € (Band 1)
7,50 € (Band 2)

Story:
Nachdem Hyoka Nagatsukis Vater bei einem Unfall ums Leben kommt, schottet sie sich von der Außenwelt ab und verlässt nicht mehr das Haus. Die quirlige Tsurara Takahashi kommt sie fortan jeden Tag besuchen, bringt ihr die Hausaufgaben vorbei und muntert sie auf. Eines Tages wirkt das sonst so fröhliche Mädchen jedoch bedrückt: Tsurara will unbedingt am Landeswettkampf im Tennis teilnehmen und gewinnen, verliert allerdings jedes Einzel-Match. Da schafft es Hyoka endlich aufzustehen und Tsurara nach draußen zu folgen. Sie bietet ihrer Freundin an, sie bei der Verwirklichung ihres Traums zu unterstützen, indem sie es gemeinsam als Doppel versuchen. Der Tennislehrer Kuraki-sensei lässt Tsurara aber nur unter der Bedingung in die Auswahlmannschaft, dass sie sich regelmäßig von ihm sexuell missbrauchen lässt. Sollte sie verlieren, droht er damit, intime Fotos von ihr publik zumachen. Die beiden Mittelschülerinnen qualifizieren sich schließlich für die Landesmeisterschaft und werden von ihren Klassenkameraden gefeiert. Akai macht Tsurara sogar ein Geschenk. Als diese herausfindet, dass der Lehrer sie geschwängert hat, will sie schon unter Tränen mit dem Tennis aufhören, doch da öffnet sich auf ihrem PC die Magical Girl Site und eine der Hüterinnen heißt sie im Reigen der Magical Girls willkommen.

Gleich am nächsten Tag findet Tsurara einen Zauberstab in Form einer Bohrmaschine in ihrem Spind. Als sie Kuraki-sensei mit ihrer Schwangerschaft konfrontiert, drängt er sie zur Abtreibung, zerstört Akais Geschenk und beleidigt sie aufs Übelste. Von grenzenloser Wut übermannt, richtet sie den Zauberstab auf ihren Lehrer und bringt damit seinen Kopf in einer Drehbewegung zum Platzen. Hyoka muss das Blutbad entsetzt mitansehen und erfährt erst jetzt, was der Trainer Tsurara schon die ganze Zeit über angetan hat. Kurzerhand nimmt Hyoka den Zauberstab an sich und drückt so oft ab, bis von Kuraki nur noch eine riesige Blutlache übrig ist, welche die beiden daraufhin vergraben.

Tsurara kommt mit der Schuld nicht zurecht und will sich stellen, woraufhin Hyoka sie bittet, noch bis September durchzuhalten, damit sich vorher noch ihr Traum von der Landesmeisterschaft erfüllen kann. Doch eine Abtreibung ist sehr kostspielig und ihnen läuft die Zeit davon. Also zieht Hyoka jede Nacht los, um mit dem Zauberstab Leute auszurauben. Als einer dieser Raubzüge droht schiefzulaufen, sieht sie sich sogar gezwungen, einem Mann den Arm wegzuschießen. Kurz darauf taucht Hyokas Klassenkameradin Isoko Anjo vor ihr auf, die sowohl den Geldraub als auch den Mord am Tennislehrer mitangesehen hat und sogar von Tsuraras Schwangerschaft weiß. Sie gibt vor, auf Tsuraras und Hyokas Seite zu stehen, doch kann man ihr wirklich trauen? Indessen betritt das Lehrerkollegium Kurakis Apartment und findet dort Tsuraras Nacktfotos. Diese scheint sich mit ihrer Rolle als Schlampe bereits abgefunden zu haben und lässt sich im Park von Akai besteigen…

Eigene Meinung:
Seit ich 2016 die Review zu „Magical Girl Site“ schreiben durfte, hat sich die düstere Magical-Girl-Serie zu einem meiner absoluten Lieblingsmangas entwickelt, auch wenn ich zugeben muss, dass mir der ab Band 9 beginnende zweite Story-Arc bisher so gar nicht gefällt. Umso schöner, dass Tokyopop nun zur Überbrückung dieses fesselnde Spinoff veröffentlicht. Die Story von „Magical Girl Site Sept“ ist schon wieder eher nach meinem Geschmack und auch die drei Hauptcharaktere sprechen mich deutlich mehr an als Kayo und Sakaki. Es ist ziemlich nervenaufreibend, Hyoka und Tsurara auf ihrer Abwärtsspirale zu begleiten und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie ihre Geschichte endet. Bislang erfordert „Sept“ noch nicht einmal Vorkenntnisse. Der Manga kann also selbst von Neueinsteigern problemlos gelesen werden. Sogabes Zeichenstil kommt dem von Kentaro Sato recht nahe, sodass man sich auch als eingefleischter Fan nicht großartig umgewöhnen muss.

Bisher bin ich absolut begeistert und weiß tatsächlich ausnahmsweise nicht, was es an dem Manga zu beanstanden gäbe. Wenn überhaupt ist es höchstens schade, dass Band 1 nicht dicker ist und die Reihe schon mit dem zweiten Band abgeschlossen sein wird. Bitte mehr davon! Genau wie die Hauptreihe hat auch das Spinoff vom Verlag eine Altersempfehlung ab 18 Jahren bekommen, die ich absolut gerechtfertigt finde, da der Manga nichts für Zartbesaitete ist. Wem „Confidential Confessions“ und „Puella Magi Madoka Magica“ also noch viel zu harmlos sind, der sollte hier unbedingt zugreifen!

© Ban_Mido

Magical Girl Site Sept: © 2018 Kentaro Sato, Toshinori Sogabe, Akita / Tokyopop

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