Gleipnir

Name: Gleipnir
Englischer Name: Gleipnir
Originaltitel: Gleipnir
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Sun Takeda
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Der Oberschüler Shuichi könnte sich auf seinen guten Noten ausruhen, die ihm eine Empfehlung für eine renommierte Universität und die Türen zu einer vielversprechenden Karriere öffnen. Dennoch zieht er sich von allem zurück – denn er hat ein Geheimnis: Er ist in der Lage sich in ein Monster zu verwandeln. Wie es dazu kam, weiß er nicht. Auch deshalb nutzt er diese Möglichkeit nie.

Eines Tages aber bemerkt er zufällig ein brennendes Lagerhaus, in dem sich noch ein Mensch befindet. Kurz entschlossen verwandelt er sich, um das Mädchen zu retten. Ganz einfach ist das nicht, denn Shuichis alternative Gestalt ist die eines überdimensionalen Monster-Stofftiers.

Für Shuichi wäre der Fall damit erledigt, doch leider bemerkt er am nächsten Tag, dass sein Handy weg ist. Gefunden hat es niemand anderes als Claire, das Mädchen, das er gerettet hat. Sie hat Shuichi erkannt und dessen Geheimnis durchschaut. Nun erpresst sie ihn damit. Denn Claires Schwester, die vor zwei Jahren ihre Eltern tötete und verschwand, konnte sich auch in ein Monster verwandeln. Nun sucht Claire nach Hinweisen zu ihrer Schwester und deren Geheimnis. Ihr einziger Hinweis ist eine seltsame Spielmünze.

Schnell zeigt sich, dass es in diesem Spiel noch einige weitere Mitspieler gibt. Ein Mädchen lauert Shuichi und Claire auf und verlangt die Münze zurück. Auch sie kann sich in ein Monster verwandeln. Doch Shuichis „Monster“ ist nur ein Stofftier und kann nicht richtig kämpfen. Zufällig entdeckt Claire die besondere Bewandtnis von Shuichis Körper: Sie kann in die Stoffhülle hineinsteigen und dessen Körper lenken. Aber wird das reichen, um sich den Gegnern zu stellen?

Eigene Meinung
„Gleipnir“, irgendwo angesiedelt in der Grauzone zwischen den Genre Science-Fiction, Ecchi und Selbstfindungstrip Jugendlicher, wartet mit einigen interessanten Ideen auf. Musterschüler Shuichi, der sich aus Angst über sein Alter Ego von seinem eigenen Leben zurückzieht und die suizidgefährdete Claire, die ihre köprerlichen Vorzüge genüsslich auslebt und scheinbar nichts mehr zu verlieren hat, bilden schon ein ungewöhnliches, kontrastreiches Paar. Dass beide schließlich dennoch  eine Bestimmung in einer gemeinsamen Suche finden und sich dabei sogar bisweilen einen Körper teilen, bietet viel Potenzial für charakterliche Entwicklungen und die handlung.

Soweit die gelungene Grundidee. In der Umsetzung kann man durchaus noch Optimierungsbedarf sehen. Die zahlreichen Höscheneinblicke und Darstellungen an der Grenze zur Jugendfreiheit wirken wie Fremdkörper in der Handlung und Effekthascherei ohne Tiefgang. Die Kombination aus innerlicher und körperlicher Nähe der Protagonisten kommt auch anders deutlich heraus. Insgesamt ist das Charakterdesign auffällig. Es gab schon mehrere Serien, in denen sich die ZeichnerInnen schwer taten mit der Darstellung älterer Mittelschüler. Die sahen dann meist wie ältere Oberschüler aus, wenn nicht gar wie Studenten („Battle Royale“ oder auch „The Prince of Tennis“). Dass umgekehrt Oberschüler zu jung wirken, ist mir so noch nicht untergekommen. Shuichi – wie auch seine Mitschülerin Nana und andere – wirken nicht wie künftige Studenten, sondern eher wie Neulinge an der Schule. Im Gegenzug wartet die zwei Jahre jüngere Claire mit einer grandiosen Oberweite auf… Insgesamt hätte man mehr daraus machen können.

Die deutsche Ausgabe des ersten Bands erscheint mit Schutzumschlag, der das deutlich hübschere Cover leider (oder absichtlich?) verdeckt. Die Übersetzung wirkt an der einen oder anderen Stelle unscharf oder unstimmig. Auch das ist schade, denn eigentlich freut man sich darüber, mal wieder an eine Serie zu kommen, die den Sprung weg vom Mainstream wagt.

© Rockita

Gleipnir: © 2016  Sun Takeda  Kodansha / EMA

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Triage X Comic Anthology TRIBUTE X

Name: Triage X Comic Anthology TRIBUTE X
Englischer Name: Triage X Comic Anthology TRIBUTE X
Originaltitel: Triage X Comic Anthology TRIBUTE X
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corp. 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Storys: Shouji Sato, D.P, Hiroki Obara, Sakaki Yoshioka, Masumi Futaba, Akinari Nao, Sutaro Hanao, Ryu Miyao, Sanshoku Amido, Kenji Sugawara, Tsuyoshi Watanabe, Endo, Makusu, Hiromitsu Takeda, Yoshimi Sato, Daisuke Yui, Masaharu Takano
Illustrationen: Erect Sawaru, Yushiaki Katsurai, Sora Inoue, Milan Matra
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Inhalt & Eigene Meinung
„Triage X“, die Serie um die mysteriöse Organisation „Black Label“ und ihre gut gebauten Mitarbeiterinnen, ist auch hierzulande erfolgreich. Nachdem die Anime-Serie erfolgreich im deutschen TV läuft, legt nun der Carlsen-Verlag nach und bringt mit „TRIBUTE X“ eine Anthologie zur Reihe heraus. Die ist in Japan bereits 2015 erschienen und beinhaltet 27 Geschichten sowie vier Artworks aus dem „Triage X“-Universum. An die 30 mehr oder minder namhafte Mangaka haben sich ihre Gedanken zur Serie gemacht und diesen Ausdruck verliehen. Mit den meisten Namen dürften hiesige Lesende wenig anfangen können. Lediglich Sora Inoue (u.a. „Mai Ball – Fußball ist sexy“) kann schon auf diverse Veröffentlichungen im deutschsprachigen Bereich blicken.

Inhaltlich sollte man sich keine Hoffnungen machen: Bei der Original-Serie war die Story schon mehr das Beiwerk, um die Charaktere in Szene zu setzen und deren körperlichen Reize anschaulich zur Geltung zu bringen. In den Kurz- und Kürzestgeschichten dieses Bands mit einer maximalen Länge von zehn Seiten sieht das nicht anders aus. Eigentlich geht es nur um Höschen, sexy Outfits, pralle Hintern und vor allem um Möpse. Vor allem Badesituationen werden daher von mehreren Autoren aufgegriffen. Der Witzfaktor der holden Nacktheit ist allerdings rasch aufgebraucht. Am lesenswertesten sind noch die Vier-Panel-Strips von Masumi Futaba..

Carlsen bringt den Band als Klappenbroschur mit zwei Farbseiten heraus. Zurecht gibt es die Anthologie im Laden nur eingeschweißt: Manch eine Zeichnung kratzt ganz schön an der Grenze zur Jugendfreigabe, insbesondere die Illustration des Zeichners mit dem vielsagenden Künstlernamen Erect Sawaru.

Vielleicht hätte man anstatt einer Anthologie besser gleich ein Artbook mit Illustrationen verschiedener Künstler zur Serie herausbringen können. Das hätte den optischen Ansprüchen der Zielgruppe genügt.

© Rockita

Triage X Comic Anthology TRIBUTE X: © 2015  Shouji Sato, D.P, Hiroki Obara, Sakaki Yoshioka, Masumi Futaba, Akinari Nao, Sutaro Hanao, Ryu Miyao, Sanshoku Amido, Kenji Sugawara, Tsuyoshi Watanabe, Endo, Makusu, Hiromitsu Takeda, Yoshimi Sato, Daisuke Yui, Masaharu Takano, Erect Sawaru, Yushiaki Katsurai, Sora Inoue, Milan Matra  Kadokawa Corp. / Carlsen

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Infection

Name: Infection
Englischer Name:
Originaltitel: Infection
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Toru Oikawa
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Eigentlich wollten seine Freunde Haruki mit seinem Schwarm zusammen in den Schuppen der Schule stecken, stattdessen landet er darin mit einer unbekannten Mitschülerin. Anfangs zicken sie sich ein wenig an, arrangieren sich dann aber doch noch miteinander. Komisch nur, dass sie von seinen Freunden auch zwei Tage später nicht raus gelassen werden und es draußen verdächtig ruhig ist. Zu ruhig!

Nachdem sie es endlich schaffen aus dem Schuppen zu kommen, sehen sie sich einer vermeintlich leeren Schule gegenüber. Doch so leer ist diese nicht! Ihre Mitschüler wurden von Etwas infiziert und stürzen sich nun auf sie, um sie zu fressen oder ebenfalls zu infizieren.

Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, den sie aber nicht allein auszufechten haben, denn ein paar ihrer Mitschüler sind noch am Leben und gemeinsam versucht man, dem Horror zu entkommen. Zusammen flieht man aus der Schule, um einen sicheren Platz zu finden und unterwegs noch Harukis Schwester zu holen!

Wie geht es weiter mit den jungen Schülern? Können sie unter diesen Umständen überleben? Wer wird es schaffen, wer nicht?

Eigene Meinung
„Infection“ war nicht wirklich was für mich. Ich mag ansonsten Manga mit Zombies, denn so könnte man die Infizierten schon nennen. Diese sind zwar gänzlich mit Maden gefüllt, legen aber sonst das typische Verhalten von Zombies an den Tag.

Allerdings nervte es, dass man des Öfteren den Hintern, die Busen oder sonstige Körperteile der Mädels explizit in den Vordergrund stellte. Das riss einen aus der Handlung und nervte mit der Zeit nur. Warum musste man das überhaupt einbauen? Für mich hätte man das sehr gut weglassen können, denn so wie es jetzt läuft, könnte man fast befürchten, dass es später mehr darum gehen wird welche leicht bekleideten Mädchen sich Haruki an den Hals werfen, als um den Überlebenskampf an sich. Etwas, das sehr negativ an „Highschool of the Dead“ erinnert.

Nett war zumindest die Idee dem Manga als Extra ein kleines Tütchen mit Kunststoffmaden dazu zu geben.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut. Die Charaktere sind Genretypisch gut getroffen und besonders detailreich sind die Infizierten und deren Opfer gezeichnet, welche teils recht brutal und blutig daher kommen!

Mit dem Lesen ging es gut voran, auch wenn die Panels ein wenig textlastig waren. Nur wurde man, wie oben erwähnt, öfters durch gewisse Körperteile ein wenig aus der Handlung gerissen, weil man sich in dem Moment echt fragte, warum das jetzt oder schon wieder nötig war.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt. Es kommt immer wieder zu expliziten Szenen und auch sonst geht es recht blutig und brutal zu.

Fans von Zombiegeschichten, denen es nichts ausmacht, öfters mal eindeutig freizügige Posen zu sehen zu bekommen, sollten zugreifen. Solche Leser die es lieber ernster bei so einer Geschichte mögen, sollten vielleicht eher die Finger davon lassen!

Infection: © 2016 Toru Oikawa, Kodansha/ EMA

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Girls in my Glasses

Name: Girls in my Glasses
Englischer Name:
Originaltitel: Mousou Megane
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2010
Deutschland: Panini Manga 2014
Mangaka: Yuki Azuma
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Yuudai Sahara ist Student im ersten Jahr. In seinen ersten Sommerferien hat er sich mit seinem Kumpel Hironori und den beiden Mädchen Miharu Tokita und Asami Kamijou zu einem Feuerwerk verabredet. Doch leider verlieren sie sich vor Ort aus den Augen. Als er auf der Suche nach Miharu ist, wird er angerempelt und seine Brille fällt zu Boden. Glücklicherweise ist sie nicht kaputt. Er setzt sie wieder auf und sieht zufällig Miharu wieder. Doch sie trägt plötzlich nur noch Unterwäsche! Yuudai läuft rot an und schaut erst einmal woandershin. Sie gehen zusammen weiter zum Feuerwerk und als er sie das nächste mal anschaut, ist sie nackt! Doch dann wird er von Hironori angerempelt. Die Brille fällt wieder zu Boden und Miharu hat plötzlich wieder Kleidung an…

In der nächsten Geschichte geht es um den Angestellten Satoru Ichikawa. Er freut sich darauf, dass heute seine jüngere Kommilitonin Sakura in seiner Firma anfängt. Irgendwas ist plötzlich mit seiner Brille los. Als er Sakura in der Menschenmenge entdeckt, ist sie zu seiner Verblüffung nur mit Unterwäsche bekleidet. Doch wenn er die Brille abnimmt, trägt sie einen Anzug. Und als er sie dann wieder aufsetzt, ist sie plötzlich nackt!

Eigene Meinung
„Girls in my Glasses“ ist hierzulande der erste Manga von Yuki Azuma. Der erste Band enthält 13 Kapitel mit jeweils 13 männlichen Hauptcharakteren und ihren jeweiligen Mädchen. So wie die beiden vorgestellten Geschichten sind leider alle Geschichten. Dadurch wird der Manga schnell langweilig. Die Idee mit der Brille ist eigentlich gut, doch wurde nichts daraus gemacht. Zum Beispiel wird nicht erklärt, was mit der Brille geschieht und wie es mit den Protagonisten danach weitergeht.

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Die Mädels sind sehr vorteilhaft umgesetzt und setzen ihre Kurven gut in Szene.

Empfohlen wird die Serie von Panini für Leser ab 16 Jahren wegen der vielen nackten Haut. Jedoch sollte man bei dieser Serie wirklich nur zugreifen, wenn man keinen Wert auf eine gute Geschichte legt, sondern nur nackte Haut von verschiedenen attraktiven Mädchen sehen möchten.

Girls in my Glasses: © 2010 Yuki Azuma, Shueisha / Panini Manga

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Darf ein Mädchen keine sexy Mangas zeichnen?

Name: Darf ein Mädchen keine sexy Mangas zeichnen?
Englischer Name:
Originaltitel: Onnanokoga Hna Manga Kaichadamedesuka
Herausgebracht: Japan: Shonengahosha 2012
Deutschland: Panini Manga 2013
Mangaka: James Hotate
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,95 € (Band 1)
7,99 € (Band 2-3)

Story
Kyosuke Kai hatte bisher noch nie eine Freundin. Als  seine Aufmerksamkeit auf seine süße Mitschülerin Yukino Shiroi fällt, ist es gleich um ihn geschehen. Als er sie dann fragt, ob sie mit ihm gehen würde, sagt sie auch noch zu seiner Verblüffung „ja“.

Schon nach der Schule gehen sie gemeinsam nach Hause und werden gleich von seinem Bruder erwischt. Bei Kai Zuhause angekommen, werden sie auch noch von seiner älteren Schwester bemuttert. Doch als sie in sein Zimmer kommen, interessiert sich Shiroi mehr für seine erotischen Manga als für ihn. Als sie in ihr Heftchen etwas zeichnet, ist sein Interesse geweckt und er würde gerne ihre Mangazeichnungen sehen. Daraufhin lädt Shiroi Kai zu einem Besuch in ihrer Wohnung ein.

Am nächsten Tag haben Kai und Shiroi ihr erstes Date. Zusammen gehen sie zu Shirois Wohnung. War Kais Zuhause noch recht ärmlich, lebt Shiroi dagegen alleine in einer neuen großen Wohnung. Und dann ist es soweit: Kai sieht zum ersten Mal einen Manga von Shiroi. Er ist total erstaunt, dass es sich dabei um einen Ero-Manga handelt. Dieser ist sogar so gut, dass er sehr erregt ist. Nachdem sie noch ein Game Center besuchten, stellt sich nun heraus, dass Shiroi nur mit Kai zusammen ist, damit sie bessere Ero-Manga zeichnen kann. Sie war bisher auf Mädchenschule und möchte nun wissen wie Jungs denken. Daraufhin ist Kai sehr enttäuscht.

Kai macht Schluss und sie sind von nun ab Freunde. Aber der Zustand hält nicht lange. Sie merken schnell, dass sie mehr sind als Freunde und sind wieder ein Paar. Kai versucht Shiroi bei ihrem Traum vom Mangazeichnen zu unterstützen und dazu nehmen sie Kontakt auf zum Mangaclub ihrer Schule. Doch dort werden sie von der Präsidentin des Clubs, Koko, abgewiesen. Wie sich herausstellen wird, zeichnet Koko erfolgreich Manga. Vielleicht kann sie Shiroi Tipps geben?

Eigene Meinung
„Darf ein Mädchen keine sexy Mangas zeichnen?“ ist ein sehr lustiger Manga, der einiges an Fanservice zu bieten hat. Jedoch ist das Augenmerk besonders in den ersten zwei Bänden eher auf eine vernünftige Geschichte gelegt und nicht so sehr auf den Fanservice. Aber die Geschichte widmet sich entgegen dem Titel nicht um die Frage, ob ein Mädchen sexy bzw. erotische Manga zeichnen darf. Es geht eher darum Shiroi beim Erfahrungen sammeln zu begleiten und gibt Einblicke in die Manga-Fanszene in Japan.

Die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympathisch. Wobei Kai besonders positiv auffällt, da er nicht die ganze Zeit mit dem Gedanken spielt mit Shiroi zu schlafen. Im Gegenteil: er unterstützt sie wo er nur kann und ist schon mit einem einfachen Kuss glücklich!

Zeichnerisch ist der Manga auch gut umgesetzt. Einzig Shirois Oberweite sieht manchmal etwas deformiert aus. Aber über solche Kleinigkeiten kann man hinwegsehen. Der Fanservice beschränkt sich in der Hauptgeschichte nur auf viel Oberweite, kurze Röcke und Slips und ist daher sehr harmlos.

Rundum ist „Darf ein Mädchen keine sexy Mangas zeichnen?“ ein unterhaltsamer und lustiger Manga mit Fanservice, der Spaß beim Lesen macht.

Darf ein Mädchen keine sexy Mangas zeichnen?: © 2012 James Hotate, Shonengahosha / Panini Manga

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Velvet Kiss

Name: Velvet Kiss
Englischer Name:
Originaltitel: Berubetto Kisu
Herausgebracht: Japan: Takeshobo 2010
Deutschland: Panini Manga 2013
Mangaka: Chihiro Harumi
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Shin Nitta, ein einfacher Büroangestellter, der es gern mag hübsche Mädchen anzusehen und auch mal Hand anzulegen, hat sich verschuldet. Man stundet ihm aber seine Schulden, wenn er dafür Zeit mit der jungen Kanoko verbringt. Diese behandelt ihn allerdings gleich wie ihren Schoßhund. Darunter leidet natürlich die Arbeit, zumal es nicht nur bei einfachen Gefälligkeiten für Kanoko bleibt. Nein viel mehr darf er sich auch um ihre sexuellen Bedürfnisse kümmern und das so oft diese es von ihm verlangt!

Doch wer ist Kanoko wirklich? Wieso führt sie ein so ausschweifendes Leben und was genau möchte sie wirklich von Shin?

Eigene Meinung
„Velvet Kiss“ ist ein klassischer Hentai-Manga. Es gibt reichlich Schauwerte und diese sind auch sehr explizit dargestellt. Die Handlung bleibt da natürlich ein wenig auf der Strecke, vermutlich auch ein Grund warum der Manga vier Bände umfasst.

Doch auch, wenn in dem Manga eigentlich mehr Sex als sonst etwas anderes vorkommt, macht er einen doch Neugierig, was genau mit Kanoko los ist. Wieso führt sie so ein Leben? Wieso machen ihre Stiefmutter und ihr Vater das mit? Warum ist gerade Shin derjenige, den sie momentan will? Kann aus den Beiden ein richtiges Paar werden oder trennen sich ihre Wege, sobald Kanoko genug von Shin hat?

All diese Fragen stellen sich einem und vermutlich kauft man sich daher auch die restlichen Bände, um genau diese Fragen beantwortet zu bekommen.

Die Zeichnungen sind okay, man merkt ihnen ihr Alter schon an, da der Manga ja aus dem Jahr 2010 stammt. Besonders gelungen sind natürlich die Nackt- und Sexszenen, die in aller Deutlichkeit dargestellt sind und keinen Raum für Fantasie lassen.

Mit dem Lesen kam man zügig voran, da der Manga nun wirklich nicht gerade textlastig ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt perfekt, da es wirklich oft zur Sache geht und man alles sieht. Man sollte auch sonst schon Reifer sein, um die Geschichte, so wenig auch vorhanden ist, zu verstehen!

Fans von Hentai-Manga, welche über wenig Handlung gern hinweg sehen, sollten bei „Velvet Kiss“ ruhig zugreifen! Ansonsten ist es eben einfach eine Geschmackssache, ob man solche Manga mag oder nicht!

Velvet Kiss: © 2010 Chihiro Harumi, Takeshobo/ Panini Manga

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Plunderer – Die Sternenjäger

Name: Plunderer – Die Sternenjäger
Englischer Name:
Originaltitel: Plunderer
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2015
Deutschland: Panini Manga 2017
Mangaka: Suu Minazuki
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story:
Die Geschichte spielt im Jahr 305 des alzianischen Kalenders. Alle Menschen in dieser Welt haben irgendwo an ihrem Körper eine Zahl eingraviert. Dieser „Count“ zählt unterschiedliche Dinge und kann je nachdem was der Träger tut steigen oder fallen. Fällt der Count auf 0, wird der Träger in den Abgrund geschickt. Niemand weiß was dort mit dem Menschen passiert. Doch genau dies ist Hinas Mutter passiert. Als ihre Mutter in den Abgrund gezogen wird, bittet sie ihrer Tochter nach dem „roten Baron“ zu suchen und übergibt ihr einen begehrten schwarzen Counter.

5 Jahre sind seit diesem Vorfall passiert. Hina ist mittlerweile ein junges Mädchen und auf der Suche nach dem „roten Baron“. Auf ihrer Reise hat sie bereits 40.000 Kilometer zurück gelegt, so dass ihr Counter bereits 441 beträgt.

Ihre Reise bringt sie in eine Stadt, in der sie auf einen seltsamen Mann mit Maske trifft. Er nennt sich Licht und bittet sie sofort um Geld für seine Chefin. Doch ehe er ihr richtig an die Wäschen geht, taucht seine Chefin auf und hilft Hina. Die Chefin Nana zeigt ihr ihre mobile Kneipe und lädt sie als Entschädigung zum Essen ein. Von Ihr erhält Hina viele Informationen über den Count. Sie erfährt auch, dass Menschen mit höherem Count Menschen mit niedrigerem Count befehligen können. Der Count ist also eine Art sozialer Rang. Hina erkundigt sich bei Nana nach dem „roten Baron“, doch sie kann (will) ihr nicht weiterhelfen.

In diesem Moment taucht ein Mann mit einigen Soldaten auf und stellt sich als „roter Baron“ vor. Kann er der Mann sein, den sie sucht? Wie sich schnell herausstellt, ist er ein Scharlatan und will Hina den schwarzen Counter abnehmen und sie in den Abgrund befördern. Doch im letzten Moment wird sie von Licht gerettet. Hina erfährt, dass Licht in Wahrheit der „rote Baron“ ist. Jedoch hat er kein Interesse daran, dass sie bei ihm bleibt. Sie soll lieber andere „rote Barone“ finden. Was wird Hina tun?

Eigene Meinung:
„Plunderer – Die Sternenjäger“ ist nach „Angeloid“ hierzulande der zweite Manga von Suu Minazuki und gefällt mir deutlich besser. Entgegen seines ersten Manga, scheint „Plunderer“ sehr viel mehr Handlung zu haben und die Geschichte ist viel ansprechender. Auch die Charaktere sind sehr viel sympathischer und legen nicht so ein pubertierendes Verhalten an den Tag wie Tomoki. Hina ist zwar ein sehr weltfremdes und naives Mädchen, doch hat man den Eindruck, dass sie sich noch entwickeln wird!

„Plunderer“ ist eine interessante Mischung aus verschiedenen Genre. So wartet der Manga mit einer wirklich guten Mischung aus Fantasy, Action, Comedy und Ecchi auf. Der Ecchi-Anteil ist jedoch sehr gut dosiert und lockert die Geschichte auf.

Rund um ist der Manga vielversprechend und ist besonders Fantasy-Fans zu empfehlen!

Plunderer – Die Sternenjäger: © 2015 Suu Minazuki, Kadokawa Shoten / Panini Manga

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Cherry Teacher

Name: Cherry Teacher
Englischer Name:
Originaltitel: Cherry Teacher Sakura Naoki
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2014
Deutschland: Panini Manga 2017
Mangaka: Kazumi Tachibana
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Naoki Sakura tritt seinen ersten Job als Lehrer der Otohime-Highschool für Mädchen an. Er übernimmt als Klassenlehrer die Klasse 1 E. Er hat sich zum Ziel gesetzt, dass er und seine Klasse sich am Tag des Abschlusses ganz arg lieben.

In seine Klasse gehen die Freundinnen Yuna Sakurai, Shizuka Aoi und Minori Hinomoto. Yuna Sakurai ist die mädchenhafteste der Drei. Sie achtet jedoch nicht sonderlich auf ihr Äußeres und sorgt deshalb oft für Höschenblitzer. Shizuki Aoi ist lesbisch und sticht mit ihrer enormen Oberweite und ihrem starken Charakter aus der Menge heraus. Minori hadert dagegen mit ihrer kaum vorhandenen Oberweite. Sie ist sehr sportlich und liebt Karate.

Diese Drei stellen Naoki Sakura regelmäßig auf die Probe! Sei es nun bei der Frage welche Oberweitengröße nun die Beste ist oder Stalker zu überführen. Naoki tut alles für seine Schülerinnen! Doch diese wissen ihn nicht wirklich zu schätzen und so bekommt er regelmäßig sein Fett weg.

Eigene Meinung
„Cherry Teacher“ ist hierzulande der erste Manga von Kazumi Tachibana und passt perfekt ins Programm von Panini Manga. Süße Mädchen, kurze Röcke, viele Unterhöschen und eine banale Geschichte zeichnen den Manga aus.

Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Naoki Sakura und seine drei Schülerinnen. Andere Schülerinnen aus der Klasse kommen zumindest im ersten Band nicht vor. Nebencharaktere gibt es nur sehr wenige.

Yuna, Shizuka und Minori bringen ihren Lehrer ständig in Situationen aus denen es für ihn keinen guten Ausweg gibt und ihn oft als Schuldigen dastehen lassen. Es gibt viele leicht erotische Szenen. Sie beschränken sich jedoch auf Aussichten auf Unterhöschen und in zwei Kapiteln gibt es auch mal nackte Brüste zu sehen.

Der Manga wurde zeichnerisch gut umgesetzt. Einzig Naoki Sakura ist etwas zu jung gezeichnet wurden. Wenn man es nicht besser wüsste, würde er als Highschool-Schüler durch gehen.

„Cherry Teacher“ ist ein lustiger und seichter Ecchi-Manga. Die Kapitel sind sehr kurz und recht unterhaltsam. Jedoch werden sie manchmal einfach nicht richtig zu Ende erzählt. So bleibt manchmal einfach die Problemlösung offen. Außerdem hätte ich es besser gefunden, wenn es ein paar Charaktere mehr gegeben hätte, die die Geschichten abwechslungsreicher gemacht hätten.

Cherry Teacher: © 2014 Kazumi Tachibana, Shueisha / Panini Manga

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Resident Evil – Heavenly Island

Name: Resident Evil – Heavenly Island
Englischer Name: Resident Evil – Heavenly Island
Originaltitel: Biohazard Heavenly Island
Herausgebracht: Japan: Akita Publishing 2015
Deutschland: Kazé 2016
Mangaka: Szenario: Capcom
Umsetzung: Naoki Serizawa
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Ein amerikanisch-japanisches Filmteam reist zur Inselgruppe Tortuga, um dort eine Reality-TV-Show vor exotischer Kulisse zu drehen. Mit dabei: 30 namhafte Bikini-Schönheiten, die sich in einem Dschungelrennen miteinander messen. Zum Staff gehört auch der japanische Regieassistent Tominaga. Der ist zwar stolz auf diese berufliche Chance, sein größtes Interesse gilt aber Mayu, einem bekannten japanischen Fotomodel, das am Wettbewerb teilnimmt.

Doch die Insel ist nicht so paradiesisch, wie es den Anschein hat. In Wahrheit steht die ganze Region im Fokus der NGO TerraSave. Deren Top-Agentin Claire Redfield ist bereits an dem Fall dran. Auf einem Fischmarkt auf der Nachbarinsel wurde ein schwerst mutierter Fisch zum Verkauf angeboten. Doch nicht nur die Gewässer scheinen verunreinigt zu sein – auch auf den Inseln selbst gehen merkwürdige Dinge vor sich. Im Auftrag von Claire besucht ihre Kollegin Inez die Insel, auf der sich die TV-Leute befinden. Dort ist das Heimatdorf ihrer Freundin Marilou, die sich ebenfalls gegen Biowaffen engagiert.

Der TV-Crew sind die Vorbehalte einiger Dorfbewohner und der Organisation Terrasave allerdings egal. Sie bestehen auf den Dreh der Show, auch als eine der Akteurinnen verschwindet und das Schiff des Teams schwer beschädigt wird.

Beim Dreh im Dschungel kommt es zur Katastrophe: Mehrere bewaffnete Gestalten tauchen aus dem Nichts auf und beginnen Jagd auf die Teilnehmerinnen des Rennens zu machen.
Gleichzeitig versuchen Inez und Marilou den Ereignissen auf den Grund zu gehen. In einem alten Heiligtum stoßen sie auf einen Menschen, der zur Biowaffe umfunktioniert wurde. Doch wer steckt dahinter?

Eigene Meinung
„Resident Evil – Heavenly Island“ ist ein Spin-off zum “Resident Evil”-Ableger “Revelations 2”. Weniger als die Handlung steht bei dieser fünfbändigen Mini-Serie die Optik im Vordergrund. Zeichner Naoki Serizawa besticht mit detailreichen Illustrationen. In bewegungsreichen Szenen offenbaren diese allerdings handwerkliche Mängel, denn die Bewegungen sehen eher abgehackt als flüssig aus. Kann er aber mit Standszenen arbeiten, zeigt sich sein Talent für Postermotive, denn sämtliche Charaktere, v.a. aber die weiblichen, werden fast permanent in repräsentativen Posen abgebildet. Sehr natürlich wirkt das nicht. Stattdessen wirken manche Panels wie dem Playboy Beach Kalender entsprungen.

Das entlarvt, worum es bei dieser Serie eigentlich geht: Die Darstellung der Figuren. Die einfache und reichlich vorhersehbare Handlung übertüncht dieses Vorhaben nur unzureichend. Viel Story ist da einfach nicht. Eigentlich wäre es aber doch genau die Grundlage für einen Manga zu einem Videospiel gewesen, Hintergründe zu liefern oder eine spannende Side-Story zu bieten. Beide Ziele – falls es diese waren – verfehlt „Heavenly Island“ erheblich. Den einzigen Bezug zu „Resident Evil – Revelation 2“ liefert die Tatsache, dass Protagonistin Claire ebenfalls bei der NGO TerraSave arbeitet. Immerhin lässt das Ende des ersten Bandes noch auf die folgenden vier Bände hoffen..

© Rockita

Resident Evil – Heavenly Island: 2015  Capcom / Naoki Serizawa  Akita / Kazé

 

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Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung

Name: Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung
Englischer Name:
Originaltitel: Minamoto-kun Monogatari
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2011
Deutschland: Panini Manga 2015
Mangaka: Minori Inaba
Bände: 13 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Als der 18-jährige Terumi Minamoto an die Uni kommt, ändert sich sein Leben schlagartig. Er sitzt zu Hause und schaut nichts Böses ahnend auf dem Fenster. Er sieht seinen Vater mit einer schwangeren Frau. Nur wenige Minuten später offenbart ihm sein Vater, dass dieser bald erneut Vater wird und die schwangere Frau seine Stiefmutter wird. Für Terumi ist in seiner Wohnung kein Platz mehr. Aus diesem Grund soll er zu einer alten Freundin der Familie ziehen, die an der Uni Dozentin ist. Terumi bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Willen seines Vaters zu beugen.

Kaoruko Fujiwara ist mit 29 Jahren eine sehr junge und sehr gut gebaute Universitätsdozentin. Ihr Gebiet ist die klassische Literatur. Besonders angetan hat sie „Die Geschichte des Prinzen Genji“. Als sie das erste Mal auf Terumi trifft, weiß sie sofort, dass er immer von Mädchen gemobbt wurde. Sie beschließt, dass Terumi ihr Versuchskaninchen wird. Doch zuerst muss sie seine Frauenphobie heilen.

Terumi wird das alles zu dubiös. Am liebsten würde er abhauen, doch wohin? Schließlich erzählt sie ihm worin es in ihrer Forschung geht. Sie möchte, dass er eine feste Beziehung mit 14 Frauen eingeht – so wie Prinz Genji.

Am nächsten Tag trifft er nach vielen Jahren seine Kindheitsfreundin Asahi Momozono wieder. Sie ist die Nichte von Kaoruko und putzt bei ihr die Wohnung um ihre Noten aufzubessern. Von Kaoruko erhält Terumi den Auftrag Asahi zu verführen. Doch wie soll er das anstellen? Schließlich ist Asahi eine Kindheitsfreundin…

Eigene Meinung
„Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung“ ist die erste Serie von Minori Inaba in Deutschland. Der Manga ist ein Harem-Titel mit sehr viel Comedy.

Inhaltlich ist der Manga nicht sonderlich tiefsinnig. Jedoch wird die Geschichte interessant erzählt. Es ist sehr unterhaltsam Terumi dabei zu zusehen, wie er versucht die Frauenwelt von sich zu begeistern und ständig alles falsch macht.

Zeichnerisch ist die Serie gut umgesetzt. Die vielen weiblichen Charaktere kann man gut unterscheiden. Besonders männliche Leser werden auf ihre Kosten kommen.

Der Manga ist empfohlen ab 16 Jahren. Das passt sehr gut. Im ersten Band gibt es noch keine Bettszenen. Jedoch folgen diese in den Folgebänden. Diese sind aber nicht sonderlich explizit. Mehr Wert wird jedoch auf viel Oberweite und wenig Stoff gelegt.

Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung: © 2011 Minori Inaba, Shueisha / Panini Manga

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