The Huntress

Name: The Huntress
Englischer Name:
Originaltitel: Tantei no Tantei
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Story: Keisuke Matsuoka
Zeichnungen: Hiro Kiyohara
Bände: Japan: 2 Bände
Deutschland: 1 Doppelband
Preis pro Band: 20,00 €

Story
Kotoha Minemori ist jung, hübsch und eine Spätzünderin. Nach langem Suchen hat sie endlich eine Arbeitsstelle gefunden und dann auch noch eine in einer Detektivagentur. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß, als sie erfährt, dass sie eigentlich nicht als Detektivin, sondern als attraktiver Blickfang im Vorzimmer eingestellt wurde. Erst als es sich zufällig ergibt, dass Minemori kurzfristig einen Platz im Firmenwohnheim braucht, ändert sich die Sachlage schlagartig und ihr Chef bringt sie kurzerhand in Wohnung und Abteilung der internen Ermittlerin Rena Sasaki unter.

Nicht ganz ohne Hintergedanken. Denn Sasaki mag eine berühmt-berüchtigte Erfolgsquote haben, aber sie ist auch bekannt für ihre brachialen Methoden – und dafür, absolut nicht teamfähig zu sein. Die umgängliche Minemori soll zu der einsamen Wölfin vordringen und sie positiv beeinflussen. Zunächst aber ist das Gegenteil der Fall: Eingeschüchtert durch die resolute Sasaki zweifelt Minemori vom ersten Tag an daran, dass die Agentur wirklich der richtige Ort für sie ist.

Doch auch für Sasaki ist der Umgang mit ihrer neuen Kollegin nicht einfach, denn Minemori ähnelt einer Person aus ihrer Vergangenheit und das reißt alte Wunden neu auf…

Eigene Meinung
Nach mehreren Jahren Abstinenz kommt endlich wieder ein Manga aus der Feder des hierzulande inzwischen wohlbekannten Zeichners Hiro Kiyohara (u.a. „Can you hear me?“, „Kizu“) in den deutschsprachigen Raum. Es ist hocherfreulich zu sehen, dass auch „The Huntress“ mit naturalistischen, qualitativ hochwertigen Zeichnungen daher kommt. Mehr noch: Kiyohara scheint diesmal auch fähige Assistenten im Boot zu haben: Die Hintergründe sprühen vor Detailfreude und bieten eine fast dokumentarische Kulisse für die wie üblich eher schlicht belassenen Charaktere. All das passt hervorragend zum seriösen Grundton des Manga und überzeugt.

Leider kann man das nicht unbedingt von der Story behaupten, die diesmal von dem Romanautor Keisuke Matsuoka stammt. Das liegt in geringerem Maße an der recht vorhersehbaren Handlung, sondern vor allem an der fragwürdigen Charakterentwicklung. Die titelgebende Protagonistin Sasaki, die in der ersten Hälfte noch als eine Art weiblicher Sherlock Holmes dargestellt wird, geht in späteren Kapitel arg naiv zu Werke.

Ihre neue Kollegin Minemori bleibt dagegen farblos und auf die Rolle des hübschen Sidekicks beschränkt. Ihr wird jegliche Entwicklung – in welche Richtung auch immer – verwehrt. Schade ist außerdem, dass anderen, eigentlich interessanten Charakteren kaum Raum gegeben wird, etwa dem taktierenden Chef, Herrn Suma, dem pragmatischen Kollege Kirishima oder dem Polizei-Inspektor Kubozuka, dem in der TV-Serie zum selben Stoff eine größere Rolle zukommt. In diesem Manga aber bleiben sie auf der Strecke. So wird die Handlung zunehmend zur One-Woman-Show, die in einem Showdown gegen den Erzfeind gipfelt…

Die deutsche Ausgabe kommt als Komplettedition im großformatigen Hardcover daher, hat aber keine Farbseiten oder Anhang, nur ein Nachwort der deutschen Redaktion. Während das Format nachvollziehbar ist, macht das Hardover vor allem am Preis von 20 Euro bemerkbar.

Noch ein Wort zur deutschen Ausgabe: Zwar mag es nachvollziehbar sein, dass der (auch nicht wirklich zündende) Originaltitel „Tantei no Tantei“ (dt. „Detektiv(in) der Detektive“) nicht einfach in Übersetzung genutzt wurde. Die Wahl des „deutschen“ Titels „The Huntress“ vermag aber auch nicht ganz zu überzeugen. Es gibt im amerikanischen DC-Universum eine Superheldin mit dem Namen. Zusammen mit dem eher martialischen Cover und dem nur spärlichen Covertext auf der Rückseite wird der geneigte Zufallskäufer im Laden auf eine falsche Fährte gelockt.

© Rockita

The Huntress: © 2017  Keisuke Matsuoka / Hiro Kiyohara  Kodansha / EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Manga News Nr. 772

Diese Woche gibt es folgende neue Review:

Origin

 

 

 

EMA hat die Neuheiten ausgeliefert:
5 Seconds to Death 6
Arata Kangatari 24
Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen 4 (auch als Limited Edition)
Bestiarius 6
Card Captor Sakura – Clear Card Arc 5
Detektiv Conan 95
Faint Hearts
Infection 9
Kagerou Daze 11
Karneval 17
Kuroneko – Auf heissen Pfoten 1
Namaiki Zakari – Frech verliebt 9
Napping Princess 2
Nenene
Origin 3
Our Miracle 13
Perfect World 6
Prison School 22
Tanya the Evil 6
True Kisses 3  

 

KAZÉs neue Bände sind nun erhältlich:
KAZE_Logo Akame ga KILL! ZERO 3
Chivalry of a Failed Knight 3
Dimension W Einsteigerset
Die Monster Mädchen 14
Die Tanuki-Prinzessin 9
Fire Punch 6
Is it wrong to try to pick up Girls in a Dungeon? 10
My Honey Boy 6
Teuflisches Verlangen 3
This Lonely Planet 9
Tokyo Ghoul:re 16
Toriko 43  

 

Japanische Manga-Charts
vom 18. bis 24. Februar 2019 von Oricon
01. 5-tôbun no Hanayome #8
02. Kindaichi – 37sai jikenbo #3
03. My Hero Academia #22
04. DAYS #31
05. Haikyu!! #36
06. Wokakushu #12
07. MIX #14
08. Be Blues – Ao ni nare #34
09. Karakai jôzu no Takagi-san #10
10. Nidome no jinsei o isekai de #6

Quelle: www.oricon.co.jp

||||| Like It 11 Find ich gut! |||||

Origin

Name: Origin
Englischer Name: Origin
Originaltitel: Origin
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Boichi
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Mitte des 21. Jahrhunderts hat sich vieles gewandelt in Japan. Seit der Inbetriebnahme der „Eurasia Railway“ hat sich deren Endstation Tokyo zu einer Hochburg krimineller Machenschaften entwickelt. Zahlreiche Schmuggler, Gangs und selbsternannte Yakuza kämpfen um die Vorherrschaft. Meist geht es bei den illegalen Geschäften um technische Errungenschaften. Denn Tokyo ist außerdem der Sitz der Robotikabteilung der AEE Group und damit Speerspitze und Keimzelle der Entwicklungen auf diesem Gebiet. Nahezu jeder Jugend-Wissenschaftler sehnt sich daher nach einem Job bei AEE.

Jin Tanaka hat es geschafft. Er fängt neu im Entwicklungsteam der AEE an. Doch er hat ein Geheimnis. In Wahrheit heißt Tanaka Origin und ist eigentlich gar kein Mensch, sondern selbst ein Roboter. Obgleich ein Prototyp, ist er äußerlich fast nicht von einem Menschen zu unterscheiden. Sein Schöpfer, ein Wissenschaftler aus Hokkaido, trug ihm vor seinem Tod auf, ein anständiges Leben zu führen. Diesem Versprechen fühlt sich Origin verpflichtet. Er will als „Mensch“ unter Menschen leben und diese vor Gefahren durch andere Roboter beschützen. Potenzielle Gefährder warten jedoch schon, in Gestalt von Origins acht Roboter-„Geschwistern“ vom selben Schöpfer. Die sind nicht nur mit modernster Waffentechnik ausgestattet, sondern auch noch völlig uninteressiert an Menschenleben. Und sie haben die Jagdsaison auf Origin eröffnet!

Eigene Meinung
Nach diversen Veröffentlichungen bei Tokyopop kommt erstmals eine Serie von Boichi bei EMA in deutscher Sprache auf den Markt – und eine bemerkenswerte noch dazu. „Origin“ ist Boichis bisher ernsthaftestes, sein reifstes Werk. Zwar greift er darin stellenweise auf altbewährte Muster und Motive aus früheren Serien zurück (Mafia, Sweeper etc.), doch der Fokus liegt diesmal auf dem hochaktuellen und vielschichtigen Gebiet der Robotik, bzw. auf technischen Möglichkeiten und ethischen Fragestellungen in diesem Zusammenhang. Das erscheint erstmal naturgemäß ein trockenes Thema, aber wer Boichi kennt, kann sich vorstellen, dass actionreiche Kämpfe mit kreativen Choreografien nicht lange auf sich warten lassen. Angereichert wird der Reigen mit köstlichem ernstem Humor und Situationskomik, die vor allen aus Origins fortwährenden Bemühungen menschlich sein zu wollen, entspringt. Der Roboter analysiert aufgrund von Beobachtungen genau, wertet Statistiken aus und entscheidet sich für eine ihm passend erscheinende Reaktion. Was fehlt, ist – o Wunder – der menschliche Instinkt. Trotz allem bleibt der Hauptcharakter letztlich stets Maschine. Gerade dieser Umstand, bzw. die Konsequenz dessen wurde in der Vergangenheit in diversen Filmen und Serien über künstliche Intelligenzen gerne vernachlässigt.

Auch sehr positiv: Fanservice dient hier dezent als gelegentliches schmückendes Beiwerk, nicht zum Selbstzweck.

© Rockita

Origin: © 2017  Boichi  Kodansha / EMA

 

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Color of Happiness

Name: Color of Happiness
Englischer Name:
Originaltitel: Sachi-iro no One Room
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Hakuri
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Die ganze Stadt ist in Aufruhe. Ein Mädchen ist spurlos verschwunden. Die Polizei geht von einer Entführung aus und sucht verzweifelt nach ihr. Auch ihre Eltern wenden sich an die Medien. Sie sind besorgt, dass sie ihr kleines Mädchen nie wiedersehen.
Doch der Schein trügt…
Sachi wurde nicht entführt, sie wurde vielmehr gerettet. Als sie eines Tages einen Mann trifft, der sie heimlich beobachtet und Fotos von ihr macht, geht Sachi freiwillig mit ihm mit, denn alles ist besser als ihr eigenes Zuhause. Von ihren Eltern wird sie misshandelt und geschlagen. Und weder ihre Mitschüler, noch Sachis Lehrer helfen ihr. In der Schule erfährt sie nur Mobbing und die Lehrer vergreifen sich an ihr.

Da scheint das Leben bei einem Mann, den Sachi zwar kaum kennt, der sie aber über alles vergöttert, die bessere Alternative zu sein. Die ersten Tage zeigen bereits, wie sehr er in Sachi verliebt ist. Er kümmert sich um sie, kocht ihr Essen, schneidet ihr die Haare und wäscht sie. Tatsächlich erfährt Sachi zum ersten Mal eine Art von Glücksgefühlen und Fröhlichkeit.

Am liebsten würde Sachi für immer bei diesem Mann bleiben. Doch im Fernsehen wimmelt es nur so von Nachrichten über die Suche nach Sachi und ihrem Entführer. Für nichts auf der Welt würde Sachi wieder zurück zu ihren Eltern gehen. Daher fassen sie einen Entschluss: Wenn all der Trubel vorbei ist und längst Gras über diese Entführungsgeschichte gewachsen ist, dann heiraten sie. Wenn ihnen jedoch die Polizei auf die Schliche kommt und sie entdeckt werden, dann beenden sie gemeinsam ihr trostloses Leben.

Eigene Meinung
„Color of Happiness” ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Eine Entführung ist eigentlich etwas Grausames und Schreckliches, doch was ist, wenn es zuhause noch viel schlimmer ist? Die Grundidee von „Color of Happiness” ist sehr innovativ und fesselnd. Die gesamte Handlung spielt sich fast ausschließlich im kleinem Apartment des Entführers ab. Doch Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Beide Hauptpersonen sind faszinierend und gut ausgearbeitet.
Sachi ist ziemlich gefühllos. Mit den Jahren der körperlichen und seelischen Misshandlung durch ihre Eltern hat sie sich scheinbar einen Art Schutzpanzer angeeignet, der kaum Gefühle zulässt. Daher fürchtet sie sich auch nicht vor ihrem vermeintlichen Entführer. In Band 1 der Serie steht Sachi im Fokus. Es gibt viele Einblicke in ihr trauriges Leben, bei denen dem Leser schon mal ein Kloß im Hals stecken bleibt. Schnell versetzt man sich in Sachis aussichtslose Situation und empfindet Mitgefühl.

Von ihrem Entführer wird hingegen nicht viel offenbart. Nicht einmal sein Name ist bekannt. Auszugsweise erhält der Leser einen kurzen Einblick in seine Kindheit, aber bisher kann man sich daraus noch keinen großen Reim machen. Dabei würde man nur zu gerne erfahren, wieso Sachi in sein Blickfeld geraten ist und wie er zu einem Stalker werden konnte. Fest steht jedenfalls, dass er kein typischer Entführer ist. Er scheint ungewollt in diese Rolle „hineingefallen“ zu sein. Die ganze Zeit kümmert er sich fürsorglich und liebevoll um Sachi. Er macht sich Sorgen und Gedanken über ihre Gefühle. Er will ihr das Glück ermöglich, dass ihr all die Jahre verwehrt war.

Der Zeichenstil ist schlicht und auf die Handlung fokussiert. Doch grade in Momenten, in denen Sachi auftaut, wird überraschend „aus der Raupe ein Schmetterling“.

Mich hat „Color of Happiness” beeindruckt.
„Color of Happiness” ist eine dunkle und makabere Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist. Man selbst hofft auf ein Happy End, das bisher aber noch in sehr weiter Ferne zu sein scheint. Es dürfte also spannend bleiben.

© Izumi Mikage

Color of Happiness: © 2017 Hakuri, Sqaure Enix/ EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Tell me your Secrets!

Name: Tell me your Secrets!
Englischer Name: Aoba-kun’s Confessions
Originaltitel: Aoba-kun ni Kikitai Koto
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die Oberschülerin Mayo ist unscheinbar, leise und wird gerade deswegen oft übersehen. Auch ihre großen Liebe, der Basketball-Star der Schule, Aoba, hat bisher keine Kenntnis von Mayo genommen. So kann Mayo nichts weiter tun, als Aoba heimlich bei seinen Basketballspielen zu bewundern, bei denen er so leidenschaftlich und voller Energie auftritt.

Doch dass sie Aoba direkt am ersten Tag an ihrem neuen Arbeitsplatz wiedersehen würde, hätte sie sich nicht mal zu träumen gewagt. Seit heute arbeitet Mayo nach der Schule im „Zuhör-Haus“ ihrer Tante. Ihre Wortkargheit wird hier als Talent gesehen, denn ihre Aufgabe ist es, den Leuten zuzuhören, wie sie ihre Sorgen und Ängste mitteilen. Doch was könnte gerade der beliebte Aoba für ein Problem auf dem Herzen haben? Zum Glück trägt Mayo eine dicke Brille und ein biederes Kleid als Arbeitsuniform, sodass Aoba sie nicht erkennt. Als sie sich gegenübersitzen beichtet Aoba, dass er nichts mehr hasst, als Basketball. Für Mayo ist das ein Schlag ins Gesicht! Wie kann Aoba, der beim Basketball so talentiert ist und glücklich aussieht, diesen Sport hassen?

Doch mehr bekommt Mayo zunächst nicht aus ihm heraus. Natürlich lässt ihr dieses Geständnis keine Ruhe, sodass sie sich im Basketball-Club als Handlanger einschreibt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Doch dann macht Aoba beim nächsten Wiedersehen im Zuhör-Haus eine Ansage: Wenn es Mayo nicht schafft, bis zum nächsten Basketballturnier der Schule herauszufinden, was Aoba belastet, dann steigt er mit sofortiger Wirkung aus der Mannschaft aus. Das kann Mayo auf keinen Fall zulassen! Doch wird sie es bei dem Zeitdruck schaffen?

Eigene Meinung
„Tell me your Secrets“ ist nun die achte Serie von Ema Toyama, die in Deutschland erscheint. Und wieder einmal zeigt Ema Toyama eine ganz neue Seite.

Die Geschichte von „Tell me your Secrets“ spielt im normalen Schulalltag. Dennoch ist die Grundidee von einem „Zuhör-Haus“ ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Im Vergleich zu den bisherigen Werken von Ema Toyama, wirkt „Tell me your Secrets“ etwas stiefmütterlich behandelt. Die Charakterprofile von Mayo und Aoba wirken nicht so ausgereift und tiefgründig, wie es in anderen Werken bisher der Fall war. Auch das Aussehen der Protagonisten ist eher unspektakulär, ohne Wiedererkennungsmerkmale. Zudem zieht sich die Geschichte im ersten Band unnötig in die Länge, ohne dass etwas Relevantes passiert. Die Aktionen der Protagonisten sind vorhersehbar und teilweise abgedroschen. Bisher ist auch nicht ganz klar, in welche Richtung „Tell me your Secrets“ gehen wird. Liegt der Fokus auf der Romantik der beiden Hauptakteure oder soll „Tell me your Sercrets“ doch eher eine Komödie sein?

All das ist natürlich mehr als schade, vor allem, wenn man ein großer Ema Toyama Fan ist, wie ich es bin.

Trotz all der Kritik bleibt Grund zur Hoffnung. Mayo ist eine niedliche Hauptperson und die Neugierde wächst stetig, sodass man den wahren Grund erfahren möchte, wieso Aoba Basketball so verabscheut. Shojo-Fans hoffen natürlich auf eine knisternde Romanze zwischen den beiden. Und zu guter Letzt endet Band 1 mit einem Cliffhanger, sodass man auch wissen möchte, wie es weitergeht.

Ich gebe die Hoffnung also noch nicht auf und werde die nächsten Bände abwarten, bis ich mir ein abschließendes Urteil über „Tell me your Secrets“ erlaube.

© Izumi Mikage

Tell me your Secrets!: © 2016 Ema Toyama, Kodansha/EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Manga News Nr. 769

Diese Woche gibt es folgende neue Reviews:
Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen
Father Figure (Roman)  

 

EMA hat die Neuheiten ausgeliefert:

Armed Girl’s Machiavellism 6
Bad Boy Yagami 5
Bungo Stray Dogs 9
Color of Happiness 3
Graineliers 2
High Rise Invasion 14
Horimiya 12
Noragami 19
Pakt der Yokai 18
Say „I love you“! 10
Taboo Tattoo 12
Teezimmerspiele
Tell me your Secrets! 3
To Your Eternity 6
Waiting for Spring 10

KAZE_Logo

KAZÉs neue Bände sind nun erhältlich:
Blue Exorcist 21
Der Wüstenharem 3
Die magische Konditorin Kosaki 3
Dimension W 14
Haikyu!! 10
Kinder des Fegefeuers 3
Küss ihn, nicht mich! 14
Love & Lies 3
One-Punch Man 16
Scum’s Wish 6
Seraph of the End – Vampire Reign 14
Yunas Geisterhaus 6
Zwischen dir und mir 3

Japanische Manga-Charts vom 28. Januar bis 3. Februar 2019 von Oricon
01. Kingdom #53
02. Uramichi onii-san #3
03. Seven Deadly Sins #35
04. Hibiki – Shôtetsuka ni naru hôhô #11
05. Giant Killing #50
06. The Promised Neverland #12
07. Daiya no A Act II #15
08. Kaguya-sama wa kokurasetai – Tensai-tachi no ren’ai zunôsen #13
09. Skip Beat! #43
10. Tanya the Evil #12

Quelle: www.oricon.co.jp

||||| Like It 15 Find ich gut! |||||

Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen

Name: Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen
Englischer Name: Witch Hat Atelier
Originaltitel: Tongari boushi no atelier
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Kamome Shirahama
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €
12,00 € (Special-Edition)

Story
Das kleine Mädchen Coco ist von allem fasziniert, was mit Magie zu tun hat. In Cocos Heimat sorgt die Zauberei für Licht auf den Gehwegen und für reines Trinkwasser in den umliegenden Gewässern.

Doch auch wenn es ihr größter Traum ist, selbst einmal eine Hexe zu werden, scheint ihr dieser Weg nicht gegönnt zu sein. Denn nur, wer von Geburt an über Zauberkräfte verfügt, darf die Lehre zum Hexenmeister antreten. Coco muss sich daher zufriedengeben, im Stoffladen ihrer Mutter auszuhelfen.

Doch eines Tages bietet sich Coco ein seltener Anblick. Auch wenn es verboten ist, beobachtet sie den Zauberer Quiffrey heimlich bei der Ausübung eines Zaubers. Dabei lüftet sie ein streng gehütetes Geheimnis: Ein Zauber wird entfesselt, indem man ihn mit Feder und magischer Tinte auf ein Blatt Papier zeichnet.

Als sich Coco nach dieser Erkenntnis sofort selbst daran macht, ein magisches Bild zu malen, gerät alles außer Kontrolle. Ohne es zu wissen löst Coco einen dunklen Zauber aus, der alles in ihrer Umgebung versteinert. Im letzten Moment gelingt es Quiffrey, mit Coco aus dem Haus zu fliehen. Doch Cocos Mutter wird mitsamt dem Stoffladen zu Stein.

Nach kurzer Überlegung beschließt Quiffrey, die wissbegierige Coco aufzunehmen und sie dabei zu unterstützen, den Gegenzauber und den Ursprung des bösartigen Zaubers herauszufinden. In seiner Obhut soll Coco zu einer richtigen Hexe ausgebildet werden. Doch Coco ist nicht Quiffreys einzige Schülerin und die übrigen Lehrlinge sind vom unerfahrenen Neuling nicht so begeistert.

Eigene Meinung
„Atelier of Witch Hat“ ist eine erfrischende und fantasievolle Geschichte, die den Leser sofort in seinen Bann zieht. Allein die Grundidee der magischen Malerei ist faszinierend. Mangaka Kamome Shirahama hat dabei viel Energie in die Ausgestaltung dieser Idee gesteckt. So werden durch unterschiedliche Symbole unterschiedliche Zauber ausgelöst. Diese Vielfältigkeit an Zeichnungen reicht schon allein für ein ganzes Lehrbuch über Zauberei. Auch die Welt, in der die Handlung von „Atelier of Witch Hat“ spielt, wurde mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet.

Die verschiedenen Charaktere sind abwechslungsreich und sorgen entlang der Story für eine gute Mischung. Coco als Hauptperson ist sehr sympathisch. Sie ist zwar noch unerfahren aber sie hat das Herz am rechten Fleck und überzeugt durch ihre Willensstärke. Ein wenig erinnerte ihr Charakterdesign daher an Usagi Tsukino aus „Sailor Moon“. Quiffrey ist wiederum der kluge, geheimnisvolle und gut aussehende Lehrer. Zunächst wirkt er noch etwas unscheinbar und zurückhaltend, doch man kann bereits erahnen, dass er noch einiges zu bieten hat.
Für Auflockerung sorgen Cocos Mitschülerinnen, die mal mehr, mal weniger, mit Coco sympathisieren und sie auch mal in die ein oder andere Falle locken.

Optisch fällt „Atelier of Witch Hat“ ebenfalls auf. Auch hier zieht sich die Detailverliebtheit wie ein roter Faden durch die Serie. Hintergründe, Umgebungen und Gegenstände sind liebevoll ausgestaltet. Fürs Auge wird richtig was geboten. Haare, Kleidungen und Bewegungen wirken dynamisch. Die einzelnen Szenen laufen fast flüssig wie ein Film, sodass man in einen schönen Lesefluss gerät. Zeichnerisch gelingt es „Atelier of Witch Hat“, sich von den übrigen Manga abzugeben.

Als kleines Extra gibt es „Atelier of Witch Hat“ oftmals in zwei verschiedenen Editionen. Für einen kleinen Aufpreis liegt dem zweiten Band ein Artbook bei und Band 3 kommt mit einem authentischen Notizblock.

Wer schon Harry Potter mochte, wird „Atelier of Witch Hat“ lieben. Es ist ein fantasievolles Meisterwerk, welches den Leser auf eine magische Reise mitnimmt.

© Izumi Mikage

Atelier of The Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen: © 2016 Kamome Shirahama, Kodansha/ EMA

||||| Like It 1 Find ich gut! |||||

Secret XXX

Name: Secret XXX
Englischer Name:
Originaltitel: Secret XXX
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Meguru Hinohara
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Da er zuhause aufgrund der Berufe seiner Eltern ständig mit eher Angst einflößenden Tieren zu tun hat, sehnt sich Shohei nach etwas kleinem, niedlichen und ungefährlichem.

Es ist nur Schade, dass er auf seine so innig geliebten Kaninchen allergisch reagiert! Dass er dennoch in einem Tiergeschäft stundenweise aushilft, das nur diese verkauft, ist dann wohl Ironie des Schicksals. Aber was soll man tun, wenn man in den Inhaber des Ladens verliebt ist?

Nur was passiert, wenn Mito herausfindet, dass er allergisch ist und wird er überhaupt seine Gefühle erwidern? Und wenn, ja, wird ihre aufkeimende Beziehung der Familie und anderen Geheimnissen standhalten können?

Eigene Meinung
Ich fand „Secret XXX“ wirklich richtig toll! Die Charaktere sind einfach wunderbar gestaltet, sowohl vom Aussehen, als auch ihrem Verhalten. Die Story ist witzig, ein klein wenig dramatisch und einfach nur herrlich zu verfolgen.

Ich hätte es auch toll gefunden, wenn man noch ein wenig mehr auf Mitos und Shoheis Brüder eingegangen wäre, die würden sicher auch ein gutes Paar abgeben, zumal einer der Beiden gerade an Liebeskummer leidet und warum sollte dann nicht auch mal ein Mann einen trösten. Aber bis auf ein kurzes Aufeinander treffen passierte da leider nix!

Muss auch nicht, denn auch so ist die Geschichte wirklich toll. Etwas textlastig vielleicht, aber darüber sieht man gern hinweg, denn die Zeichnungen sind hinreißend, besonders was die süßen Kaninchen und Mitos Vergangenheit angeht.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt perfekt. Zwar geht es später noch heiß her, aber nie zu explizit!

Fans von wirklich richtig guten Boys Love Manga sollten unbedingt bei „Secret XXX“ zugreifen!

Secret XXX: © 2016 Meguru Hinohara, Shinshokan/ EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Fair Blue

Name: Fair Blue
Englischer Name:
Originaltitel: Fair Blue
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Asami Takahashi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nachdem ständig versucht wurde, über ihn an seinen berühmten Bruder heran zu kommen, ist Tomoyo dazu übergegangen eher unscheinbar daher zu kommen. Dennoch fällt er jemanden an der Uni auf, der ihn daraufhin einfach anquatscht.

Allerdings hält sein Mitstudent ihn zuerst auch für seinen Bruder, was ihn ziemlich sauer macht. Doch nach diesem Vorfall sucht Kaido weiter gezielt die Aufmerksamkeit des jungen Mannes und verunsichert ihn damit ziemlich. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen und je mehr sie übereinander erfahren, desto näher kommen sie sich!

Kann es diesmal wirklich sein, dass jemand Interesse an ihm hat und nicht an seinem Bruder? Kann er Kaido wirklich trauen, als dieser ihm gesteht, dass er sich in ihn verliebt hat? Und wird er dessen Gefühle erwidern?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Fair Blue“ sehr gut. Man kann Tomoyos Verhalten ziemlich gut nachvollziehen. Ständig im Schatten von jemanden zu stehen, ist schon hart. Zumal man nie sicher sein kann, ob wirklich Interesse an einem selbst besteht oder ob jemand nur versucht an den eigenen Bruder heran zu kommen. Kein Wunder das man da nicht wirklich selbstbewusst ist und an den Menschen zweifelt! Dagegen gibt sich Kaido wirklich Mühe Tomoyo zu erobern und geht dabei ziemlich ruhig und gelassen vor, auch wenn es schwer fällt. Daher freut man sich dann um so mehr, als die Beiden einander immer näher kommen. Zum Ende hin taucht auch noch der Bruder von Tomoyo auf und bringt noch ein wenig Witz in die Geschichte, da er doch einen ganz schönen Bruderkomplex hat!

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut, auch wenn die Charaktere ein wenig stereotypisch herüber kommen. Spaß den Manga zu lesen, hatte man aber dennoch.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren hätte meinem Empfinden nach aber auch ab 16 Jahren sein können, da es zwar zum Ende hin etwas mehr zur Sache geht, allerdings nie zu explizit!

Fans von Boys Love Manga sollten sich „Fair Blue“ nicht entgehen lassen.

Fair Blue: © 2016 Asami Takahashi, Shinshokan/ EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||
1 2 3 75