Sacrifice to the King of Beasts

Name: Sacrifice to the King of Beasts
Englischer Name: Sacrificial Princess and the King of Beasts
Originaltitel: Niehime to Kemono no Oh
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Yu Tomofuji
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Einst herrschte Krieg zwischen den Menschen und den tierähnlichen Dämonen. Es besteht zwar schon seit 100 Jahren Waffenstillstand, doch die Bedingung dafür ist, dass dem Dämonenkönig jedes Jahr ein Mensch geopfert werden muss. Dieses Jahr ist das junge Mädchen Saliphie an der Reihe. Sehr zum Erstaunen aller zeigt sie jedoch keinerlei Anzeichen von Angst vor dem namenlosen Dämonenkönig, da sie scheinbar über die Gabe verfügt, die Wahrheit hinter jeder Fassade zu sehen und aufzudecken. Sie erzählt dem König, dass es für sie keinen Ort mehr gibt, an den sie zurückkehren kann, da ihre Eltern sie nur adoptiert haben, um nicht ihre leibliche Tochter opfern zu müssen. Die kalten Augen ihrer Stiefeltern fürchtet Saliphie viel mehr als die Augen des Königs, in denen sie eher eine verborgene Herzenswärme sieht. In der Nacht, in der sie geopfert werden soll, findet sie heraus, dass der König in Wirklichkeit zur Hälfte Mensch ist und sich in jeder sogenannten „Nacht der Offenbarung“ in einen Menschen verwandelt! Natürlich weiß kein einziger seiner Untertanen davon und er hat bisher jedes einzelne Menschenopfer heimlich laufen lassen. Damit trotzdem alle glauben, dass er sie gefressen hat, fügt er sich selbst Verletzungen zu, bis alles in Blut getränkt ist. Doch Saliphie möchte lieber von ihm gefressen werden, als zu fliehen…

Am nächsten Tag eröffnet der König seinen Untertanen, dass ausgerechnet das Menschenopfer Saliphie seine Braut und somit die Königin werden soll! Natürlich machen sich die beiden damit im gesamten Königreich, welches ohnehin voller Revolutionäre und Rebellen ist, jede Menge Feinde. Liebevoll tauft Saliphie ihren neuen Verlobten daraufhin auf den Namen „Leonheart“, was „mutiges Herz“ bedeutet. Um eine würdige Königin zu werden, muss sie natürlich viel über das Dämonenreich lernen und bittet Leonheart deshalb darum, mit ihr gemeinsam einen Ausflug in die Hauptstadt zu machen. Dafür verkleidet sich Saliphie als Dämonin und Leonheart verschleiert sich mit einer Art Burka, um nicht erkannt zu werden. Tatsächlich haben die beiden anfangs auch eine Menge Spaß, bis Saliphie auffliegt und erkennen muss, dass die Dämonen genauso viel Angst vor den Menschen haben, wie umgekehrt. Die beiden können zwar entkommen, stehen allerdings schon bald der nächsten Herausforderung gegenüber: Saliphie wird durch den giftigen Dunst, der das Dämonenreich umhüllt, schwer krank und muss zurück zu den Menschen, um sich behandeln zu lassen. Als sie bereits glaubt, dass Leonheart sie zurückgelassen hat, holt er sie doch noch ab und steckt ihr einen Ring aus Ambrosia an, der den Dunst neutralisiert und ihr so ermöglicht, weiterhin an seiner Seite zu bleiben. Um den Dämonenadel zu beschwichtigen, lädt Premierminister Anubis die Prinzessinnen des Reichs dazu ein, dem König einen Besuch abzustatten. Wenn er schon keine von ihnen zur Frau nimmt, soll er doch zumindest die eine oder andere zu seiner Mätresse machen. Selbst Saliphie ist im ersten Moment dafür, was Leonheart stinkwütend macht. Als Saliphie jedoch mitbekommt, wie eine der Prinzessinnen versucht, Leonheart zu verführen, geht sie dazwischen und rennt mit gebrochenem Herzen davon…

Eigene Meinung:
Die Grundprämisse dieses Shojo-Mangas erinnert natürlich sehr stark an „Die Schöne und das Biest“. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine eigenständige Geschichte, die weit mehr ist als eine bloße Nacherzählung des Märchens. Saliphie und Leonheart verlieben sich zwar rasant schnell ineinander, aber Yu Tomofuji versteht es meisterhaft dieser jungen Liebe Steine in den Weg zu legen, was für gute Unterhaltung sorgt. Dabei ist ihr Zeichenstil lobend hervorzuheben. Man kann einfach sehen, dass es ihr sehr viel Freude bereitet hat, die tierartigen Dämonen zu zeichnen. Bei all diesen Fantasy-Elementen wundert es mich, dass der Manga von Carlsen als Mystery-Titel vermarktet wird. Dabei ist er definitiv eher den Genres Romance und Fantasy zuzuordnen. Seltsamerweise ist Carlsen somit nicht der erste deutsche Verlag, der Fantasy mit Mystery verwechselt. Ob es sich dabei womöglich sogar um Kalkül handelt, um auch Leser anzusprechen, die normalerweise mit Romance und Fantasy nichts anfangen können? Riskant, aber bei mir hat es in dem Fall funktioniert.

Yu Tomofuji hat eine glaubhafte Welt kreiert voller interessanter Charaktere und Konflikte. Saliphie wirkt zwar manchmal etwas dumm, aber das ist sie ganz und gar nicht, da sie alles und jeden durchschauen kann. Auch Leonheart ist in Wirklichkeit ganz anders als er sich nach außen hin gibt. Der schroffe ewig wütende König ist nur eine Tarnung, um dem Volk Angst einzuflößen und somit einem Putsch vorzubeugen. Dabei ist er doch eigentlich ganz lieb und kuschlig. Ein großes Mysterium wirft der erste Band doch auf: Der vorherige König und seine Gemahlin waren beide Dämonen. Wie kommt es dann also, dass es sich bei Leonheart um einen Halbdämon handelt, der zur anderen Hälfte Mensch ist? Und warum haben ihm seine Eltern keinen Namen gegeben? Es bleibt also spannend. Denn vor den beiden Liebenden liegen zwei zutiefst verfeindete Völker, die es zu einen gilt – Menschen und Dämonen – und selbst unter den Dämonen hat der König natürlich viele Gegner und Feinde, deren Zahl immens in die Höhe geschossen sein dürfte, nachdem er seine Verlobung mit dem Menschenopfer bekanntgegeben hat.

Sacrifice to the King of Beasts: © 2016 Yu Tomofuji, Hakusensha / Carlsen

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The Eccentric Family Vol. 2

Inhaltsangabe (Covertext)
In Kyoto leben, getarnt unter den Menschen, Tanuki und Tengu in einem fragilen Gleichgewicht. Die Domäne der Menschen ist die Stadt, die der Tengu ist der Himmel und die Tanuki bevölkern den Boden. Tanuki Yasaburo Shimogamo ist der dritte Sohn der Shimogamo-Tanuki-Familie. Sein Vater, Soichiro, war das Oberhaupt der Tanuki-Gemeinde, hochverehrt auch bei den Tengu. Als dieser eines Tages von Menschen, genauer gesagt von den Mitgliedern des Friday-Clubs, als Tanuki-Hotpot aufgegessen wurde, gerät das fragile Gleichgewicht aus den Fugen. Wer aber könnte in seine Fußstapfen treten?

Allgemeine Infos zur DVD/Blu-Ray

Hersteller/Label Universum Anime
29.06.2018
EAN-Code  EAN: 4061229049504 (DVD), 4061229049511 (Blu-ray)
UVP € 28,99 (DVD), 32,99 (Blu-ray)
Genre Fantasy, Komödie, Drama
Sprache Deutsch, Japanisch; DD 2.0, DD 5.1 (DVD), DTS-HD 2.0, DTS-HD 5.1 MA (Blu-ray)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio Neue Tonfilm München GmbH
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit ca. 159 Min. (DVD), 165 Min. (Blu-ray)
FSK ab 12 Jahren
Verpackung Amaray
Bonus Japanische Original Werbetrailer, Japanischer Original Pilottrailer, Japanischer Original Trailer

Charaktere

Yasaburo Shimogamo – Tobias John von Freyend


Yasaburo ist die Hauptfigur der Serie. Er ist der dritte und jüngste Sohn der Shimogamo Familie. Vom Charakter her ist er der Sorgloseste unter seinen Geschwistern und hat das große Talent, sich in ziemliche Schwierigkeiten zu bringen.

 

 

Yaichiro Shimogamo – Tim Schwarzmaier


Yaichiro ist der älteste der Shimogamo Brüder. Sein Ziel ist es, genau wie sein Vater vor ihm, Oberhaupt der Tanuki Gemeinschaft zu werden. Doch nun, da sich die Wahl nähert, muss er er sich einigen schockierenden Wahrheiten stellen…

 

 

Soun Ebisugawa – Kai Taschner


Soun ist der Bruder des verstorbenen Vaters der Shimogamo Brüder und damit deren Onkel. Einst verlor er die Wahl zum Oberhaupt der Tanuki Gemeinschaft gegen Souichiro. Nun will er einen erneuten Versuch starten…

 

 

Weitere Charaktere

Professor Akadama – Erich Ludwig
Yashiro – Dominic Pühringer
Yajiro – Paul Sedlmeir
Tosen – Christine Stichler
Kinkaku – Benedikt Gutjan
Ginkaku – Karim El Kammouchi
Meister Konkobu – Hans-Georg Panczak
Souichiro – Alexander Brem
Bishamon – Mike Carl
Professor Yodogawa – Gerd Meyer
Ebisu – Gerhard Jilka
Daikoku – Philipp Rafferty
Bishamon – Mike Carl
Kaisei – Lea Kalbhenn
Heitaro – Stefan Lehnen
Jurojin – Jürgen Jung

Deutsche Bearbeitung
(Synchro & Untertitel)

Die deutsche Umsetzung der Serie stammt dieses Mal von der Neue Tonfilm München GmbH.

Der Hauptcast und die Nebenrollen wurden allesamt passend besetzt und die Synchronsprecher liefern in ihren jeweiligen Figuren eine glaubhafte Rolle ab.

Auch das Dialogbuch ist gut gelungen und genau wie die Serie sehr stimmig übersetzt worden.

Die Untertitel präsentieren sich in weißer Farbe samt schwarzer Umrahmung und überzeugen mit guter Lesbarkeit und passendem Timing.

Verpackung & Bonusmaterial

Die Verpackung besteht aus einer Amaray Hülle. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Hauptfiguren, auf der Rückseite eine Inhaltsangabe, sowiese technische Details.

Als Bonusmaterial sind ein textloses Opening und Ending, japanische Original-Trailer & TV-Spots zum Film, sowie Trailer zu weiteren Universum Anime Produkten vorhanden.

Menü

Nach einer Logoeinblendung von Universum Anime und den Verwertungsrechten gelangt man direkt ins Hauptmenü. Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet und überzeugt durch eine einfache und schnelle Bedienung.

Technische Qualität
(Bild & Ton)

Das Bild liegt in anamorphen 16:9 vor und ist sehr gut geworden. Die Farben sind kräftig und scharf.

Der Ton ist in DTS-HD 2.0 und 5.1 abgemischt und tadellos.

Bewertung (kompakt)

Verpackung
80%
Menü
90%
Booklet / Goodies 00%
Bonusmaterial
60%
Synchronisation
90%
Untertitel
90%
Bildqualität
90%
Tonqualität
90%

Fazit

In der zweiten Häfte der Serie dreht es sich um die Wahl zum Nise-Emon, dem Oberhaupt der Tanuki Gemeinschaft. Und diese sorgt für reichlich Zündstoff.

Dadurch wird die Geschichte um einiges beklemmender und weitaus weniger locker als es noch im ersten Volume der Fall war. Die Geschichte  bleibt aber weiterhin interessant und wird gegen Schluss ziemlich spannend.

Verstärkt wird dies durch die sehr guten Animationen und den hervorragenden Soundtrack. Auch die deutsche Umsetzung ist weiterhin exzellent, weshalb ich die Serie nur wärmstens empfehlen kann.

 

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

The Eccentric Family: © Tomihiko Morimi, GENTOSHA / Uchoten-Kazoku Committee
© 2018 Universum Film GmbH

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Geten no Hana – die Blume, die im Schatten blüht

Name: Geten no Hana
Englischer Name:
Originaltitel: Geten no Hana
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Ruby Party
Zeichnung: Yuka Kumada
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Wir schreiben die Zeit der Sengoku Ära. Die Reiche des alten Edo befinden sich im Kampf und streiten um die Vorherrschaft Japans. Alles sieht danach aus, als würde der Fürst Oda Nobunaga alle Provinzen unter seiner Führung vereinen können. Nur zwei Regionen, Chugoku und Shikoku, wehren sich noch Vehement, sich Nobunaga zu unterwerfen.

Die junge Hotaru vom Fujibayashi-Ninja-Klan erhält in diesem Machtkampf einen überraschenden Auftrag.
Sie wird von Mitsuhide, einem Gefolgsmann Nobunagas, mit dem Schutz von Oda Nobunaga beauftragt. Mitsuhide hat die Befürchtung, dass es in den eigenen Reihen einen Verräter gibt, der Nobunaga an der Herrschaft hindern will. Da Mitsuhide aber nicht weiß, um wen es sich handelt, ist höchste Vorsicht geboten. Aus diesem Grund soll sich Hotaru unauffällig unter die Leute Nobunagas mischen und Ausschau nach verdächtigen Aktivitäten halten. Ein Glück, dass sie sich als Ninja auf Verkleidungskünste spezialisiert hat. Doch so einfach scheint der Auftrag dann doch nicht zu werden, denn Hotaru kann sich zwar wunderbar in Tiere verwandeln aber nicht in eine Prinzessin, wie es Mitsuhide von ihr verlangt. Sie soll sich als Prinzessin Kikyo, Mitsuhides Schwester, in der Burg Azuchi einquartieren. Das fällt Hotaru allerdings außerordentlich schwer. Als Ninja ist sie es gewohnt, in einfachen Verhältnissen zu leben. Sich aber als Adlige auszugeben ist für sie eine Herausforderung. Bereits die ersten Gespräche als Prinzessin Kikyo klingen eher wie aus einem schlechten, historischen Roman. Zum Glück ist Kikyo bildhübsch, sodass sie mit ihrem Aussehen von ihren Fehlern ablenken kann.

Als sie das erste Mal auf Oda Nobunaga trifft, entgeht auch ihm die Schönheit Kikyos nicht. Er verfällt ihr sofort und bittet bereits beim ersten Treffen um ihre Hand.

Doch Nobunagas Wachmänner stehen Kikyo nicht so aufgeschlossen gegenüber. Vor allem der kindliche Ranmaru ist ihr gegenüber sehr misstrauisch. Unter diesen Umständen ist es schwierig, Informationen zu sammeln und die Tarnung aufrecht zu halten. Ob es Hotaru, alias Kikyo, schaffen wird, den Verräter ausfindig zu machen, bevor etwas Schlimmes passiert?

Eigene Meinung
In Zeiten, in denen Geschichten aus dem alten Japan, wie „Unterm Wolkenhimmel“ oder „Sengoku Vamp“, in Deutschland beliebt sind, erscheint „Geten no Hana“ genau richtig. Auch dieses Mal dreht sich die Handlung um Oda Nobunaga und seine Feldzüge. Fantasy-Elemente werden in „Geten no Hana“ jedoch nicht durch einen Vampir erzeugt, sondern durch Ninja, die auf Verwandlungskünste spezialisiert sind.

Zeichnerisch erinnert „Geten no Hana“ an Werke von Karakarakemuri. Insbesondere die Kleidungen, wie Kimono und Rüstungen, sind detailliert und zeitgemäß ausgearbeitet.
Auch die Festungen werden sehr sorgfältig, mit Liebe zum Detail, dargestellt. Dadurch gelingt dem Leser der Einstieg in die Vergangenheit mühelos.
Etwas Zurückhaltender war man jedoch bei der Darstellung von Schatten und Licht. Vor allem Haare weisen oft keine Reflexionen auf. Und auch die Hintergrund-Illustrationen sind durchaus ausbaufähig, da diese oft nur angedeutet werden und ansonsten Mangelware sind. Die Farbbilder von „Geten no Hana“ sind wiederum ein echter Hingucker und ziehen die Leser magisch an.

Die Handlung von „Geten no Hana“ ist durchaus niedlich erzählt und baut zum Ende noch mal richtig Spannung auf. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich – von cool und attraktiv, über schüchtern bis hin zum kindlichen Trotzkopf. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Es bleibt spannend, ob sich die Handlung noch zum Liebesroman entwickeln wird. Bisher ist davon nicht viel zu spüren, auch wenn Nobunaga in „Geten no Hana“ ein kleiner Charmeur ist.

© Izumi Mikage

Geten no Hana: © 2013 Ruby Party/ Yuka Kumada, Kodansha/ KAZÉ

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Zur Hölle mit Enra

Name: Zur Hölle mit Enra
Englischer Name:
Originaltitel: Jigoku no Enra
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Chie Shinmada
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Komachi ist 16 Jahre alt und stammt aus einer berühmten Anwaltsfamilie. Natürlich steht für sie jetzt schon fest, dass sie einmal in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wird. Um ebenfalls eine Star-Anwältin zu werden, befolgt sie immer alle Regeln. Das gilt auch in der Schule. Dort ist sie als wandelndes Gesetzbuch gefürchtet, die unter den Schülern immer auf die Einhaltung von Recht und Ordnung achtet.

Daher fällt Komachi aus allen Wolken, als eines friedlichen Tages der sadistische und lüsterne Dämon Enra auftaucht und Komachi als Sünderin in die Hölle zerrt. Enra ist der 3. Sohn des Höllenfürsten und konkurriert mit seinen Geschwistern um die Thronfolge. Wer von der Liste aller zukünftigen Sünder die meisten Leute in die Hölle bringt, wird die Nachfolge des Teufels antreten. Und Komachis Name steht weit oben auf der Liste!

Die Hölle ist ein dunkler Ort, in dem es vor Würmern und Ungeziefer wimmelt, die Komachi am ganzen Körper herumkrabbeln. Irgendwas muss gründlich schief gelaufen sein, denn Komachi kann ja noch nicht mal lügen, ohne rot zu werden.

Sie fordert von Enra einen Beweis. Dieser zückt einen magischen Spiegel, der die Zukunft zeigen soll. Doch als er Komachis zukünftige Sünde abspielen möchte, bricht die Aufnahme einfach ab.
Für Komachi steht fest: hier muss ein Fehler vorliegen! Unter diesen Umständen wird sie keine Minute länger in der Hölle bleiben.

Sie macht mit Enra einen Deal: Sie wird Enra beweisen, dass sie keine Sünderin ist. Doch sollte sie dennoch eine Sünde begehen, dann fährt ihre Seele in tiefste und grausamste Höllenebene hinab. Doch das ist Komachi nicht genug: Sie will zudem auch beweisen, dass kein Mensch ein Sünder sein muss und sie in der Lage ist, die Visionen des Spiegels zu verhindern, bevor sie passieren.

Eigene Meinung
„Zur Hölle mit Enra“ basiert auf einem interessanten Konzept. Die Story um Enra und Komachi, in der es gilt, die Sünden zu verhindern, ist durchaus spannend, auch wenn der erste Band den Erwartungen noch hinterherhinkt.

Dass die Serie dabei episodisch vorgeht und nicht nur Komachis Sünde thematisiert wird, bringt Abwechslung in die Geschichte.

Der Zeichenstil von „Zur Hölle mit Enra“ ist sehr ansprechend und vielfältig. Insbesondere die Farbseiten sind ein Hingucker und verführen zum Lesen.

Die Shojo-Elemente sind gut herausgearbeitet und die Protagonisten attraktiv. Vor allem Enra wird den weiblichen Lesern gefallen, der ab und an mit erotischen Anspielungen etwas Fanservice bietet.

„Zur Hölle mit Enra“ ist in nur 4 Bänden abgeschlossen, was zu einem kurzweiligen Lesevergnügen führen dürfte.

© Izumi Mikage

Zur Hölle mit Enra: © 2015 Chie Shinmada, Kadokawa Corporation/ KAZÉ

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Granblue Fantasy

Name: Granblue Fantasy
Englischer Name: Granblue Fantasy
Originaltitel: Granblue Fantasy
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Original-Story: Cygames
Story: Makoto Fugetsu
Zeichnungen: cocho
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Der junge Krieger Gran träumt davon, einmal die Sterneninsel Estalucia zu bereisen. Dort soll sein Vater auf ihn warten, der das heimische Dorf fünf Jahre zuvor verließ. Seither nutzt Gran jede freie Minute zum Training, um seine Schwertkünste zu perfektionieren.

Bei einem dieser Trainingsausflüge passiert aber etwas Unerwartetes. Erst erscheint ein riesiges imperiales Schlachtschiff, dann stößt Gran auch noch unvermittelt mit der hübschen Lyria zusammen. Die ist auf der Flucht vor der imperialen Armee, die sie für Experimente missbraucht. Denn Lyria ist kein einfaches Mädchen: Sie besitzt die Macht der Sternenkristalle, mit denen man Astralbestien kontrollieren kann.

Für Gran ist es keine Frage, seine neue Bekanntschaft zu verteidigen. Zunächst gelingt ihm das auch. Als ein Hauptmann der feindlichen Armee dann aber mit einer Astralbestie in die Schlacht zieht, wird Gran tödlich verwundet.

In dieser höchsten Gefahr greift Lyria ein. Sie benutzt ihre Kräfte, um ihre Lebensenergie mit der von Gran zu verschmelzen. Fortan sind beide im Geiste untrennbar miteinander verbunden. Das gibt ihnen die Fähigkeit die mächtige Astralbestie Bahamut zu beschwören und die Feinde damit in die Flucht zu schlagen.

Doch in Grans Heimatort sind sie nicht mehr sicher. So machen sich die beiden zusammen mit Lyrias Freundin Katalina und Grans kleinem Drachen Vyrn auf zur Sterneninsel Estalucia. Dorthin zu gelangen, ist aber schwieriger als gedacht. Und längst nicht nur die imperiale Armee ist ihnen auf den Fersen…

Eigene Meinung
„Granblue Fantasy“ basiert auf dem gleichnamigen Videogame aus dem Hause Cygames. Es handelt sich um die zweite Adaption unter mittlerweile einer ganzen Reihe zum Stoff. Etwa läuft unter dem Titel „Grablue“ eine andere Serie beim Kadokawa-Verlag.

Manga auf der inhaltlichen Basis von fantasy-Videospielen haben es immer schwer. Das Duo Makoto Fugetsu (Story) und cocho (Zeichnungen) geben sich auch alle Mühe. Aber aus dem klassischen Game-Verlauf kommen sie einfach nicht heraus. Setzen sie eigene Akzente, so handelt es sich meist um krampfhaft komische Einlagen, auf die man auch hätte verzichten können. So fällt der tapferen Kriegerin Katalina nach dem Absturz ein, dass sie bisher noch nie ein Flugzeug gesteuert hat. Auf etwa diesem Niveau bewegen sich die komödiantischen Ergüsse. Daneben wirken die Charaktere blass und austauschbar. Optisch machen die Kämpfe zweifellos was her. Die Astralbestien werden von cocho in seinem Erstlingswerk beeindruckend und dynamisch in Szene gesetzt. Abgesehen davon bleiben die Charaktere auffällig sauber, die Zeichnungen absolut  jugendfrei. Offenbar wurde eine Freigabe ab zehn Jahren angepeilt. Und das ist auch ein Problem dieses Manga: Er will für eine möglichst große Alters-Spannbreite interessant sein. Der knuffige Mini-Drache Vyrn deckt die Kinder ab und das durchsichtige Outfit der Protagonistin die Jugendlichen. Darunter leidet die ohnehin überschaubare Story mit. Viel passiert nicht im ersten Band. Ein Knaller des Genres dürfte „Granblue Fantasy“ aber auch in den folgenden Bänden kaum werden. Dafür wäre eine erheblich Steigerung notwendig.

© Rockita

Granblue Fantasy: © 2017  Cygames / cocho / Makoto Fugetsu  Kodansha / Altraverse

 

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Made in Abyss – Staffel 1 Vol. 1

Inhaltsangabe (Covertext)
Das unterirdische Höhlensystem namens Abyss ist der letzte weitgehend unerforschte Ort auf dieser Welt. Niemand weiß wie tief der gigantische Abgrund reicht, der von wundersamen Kreaturen bewohnt wird und wo sich unzählbare mysteriöse Relikte befinden. In der Stadt Ôzu am Rande des Abgrunds, lebt das kleine Mädchen Riko. Sie träumt seit jeher davon in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und als Höhlentaucherin die Geheimnisse des Höhlensystems zu erforschen. Eines Tages trifft sie bei einer Expedition in der obersten Tiefenschicht des Abyss auf einen kleinen Jungen mit mechanischen Armen, der ihr das Leben rettet und sich als Roboter herausstellt. Zusammen begeben sie sich fortan auf eine abenteuerliche Reise, um den sagenumwobenen Mysterien des Höhlensystems auf den Grund zu gehen …

Allgemeine Infos zur DVD/Blu-Ray

Hersteller/Label Universum Anime
03.08.2018
EAN-Code 4061229048101 (DVD), 4061229048118, (Blu-ray)
UVP € 28,99 (DVD), 32,99 (Blu-ray)
Genre Action, Abenteuer
Sprache Deutsch, Japanisch; DD 2.0 (DVD), DTS-HD 2.0 (Blu-ray)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio EuroSync GmbH
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit ca. 159 Min. (DVD), 165 Min. (Blu-ray)
FSK ab 12 Jahren
Verpackung Dgipack, Sonderverpackung
Bonus Japanische Original TV-Spots, Japanische Original-Trailer, Postkartenset, Premieren-Event, Special Booklet (40 Seiten), The Making of MADE IN ABYSS 01

Charaktere

Riko – Linda Fölster


Riko ist ein 12-jähriges Mädchen, welches im Belchero Waisenhaus zur Höhlentaucherin ausgebildet wird. Sie gerät oft in Schwierigkeiten und träumt davon, wie ihre
verstorbene Mutter zu werden, welche vor zehn Jahren im Abyss verschwand. Ihr kostbarster Besitz ist ein sogenannter Sternenkompass, den sie bei einer ihrer Expeditionen fand und verbotenerweise behielt.

 

Reg – Laurine Betz


Reg ist Roboter, der die Form eines menschlichen Jungen hat. Da er keine Erinnerung an seinen eigenen Namen hatte, gab ihm Riko den Namen nach einem Hund, den sie früher besaß. Obwohl er eine Maschine ist, kann er auch normale Nahrung konsumieren. Seine mechanischen Arme sind ausziehbar und können auch einen tödlichen Energiestrahl abfeuern, der sogar Stein schmelzen kann.

Weitere Charaktere

Nat – Rubina Nath
Shiggy – Ilona Otto
Kiyui – Sarah Tusk
Jiruo – Sebastian Schulz
Lyza/Erzählerin – Sonja Spuhl
Belchero – Katharina Lopinski
Habolg – Reinhard Scheunemann
Bellmore – Marco Kröger
Ozen – Heike Schroetter
Zapo – Thomas Kästner
Mitty – Julia Stöpel
Yerme -Philip Süß

Deutsche Bearbeitung
(Synchro & Untertitel)

„Made in Abyss“ wurde von der EuroSync GmbH in Berlin ins Deutsche umgesetzt.

Der Hauptcast und die meisten Nebenrollen wurden von erfahrenen Sprechern besetzt, welche schon in vielen Anime-Produktionen zu hören waren. Die Synchronsprecher liefern in ihren jeweiligen Figuren meines Erachtens eine gute Rolle ab.

Die Untertitel präsentieren sich in weißer Farbe samt schwarzer Umrahmung und überzeugen mit guter Lesbarkeit und passendem Timing.

Verpackung & Bonusmaterial

Die Verpackung besteht aus einem Digipack. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Hauptfiguren, auf der Rückseite eine Inhaltsangabe, sowie technische Details.

Als Bonusmaterial sind Japanische Original TV-Spots und Original-Trailer, ein Postkartenset, ein Video vom Premieren-Event, ein Booklet, sowie ein Making of zum ersten Volume und Trailer zu anderen Universum Anime-Titeln.

Menü

Nach einer Logoeinblendung von Universum Anime und den Verwertungsrechten gelangt man direkt ins Hauptmenü. Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält auf der unteren Seite die einzelnen Menüpunkte. In der Mitte laufen währenddessen Szenen aus der ersten Folge der Serie. Die Untermenüs sind nicht animiert.

Technische Qualität
(Bild & Ton)

Das Bild liegt in anamorphen 16:9 vor und ist sehr gut geworden. Die Farben sind kräftig und scharf.

Der Ton ist auf beiden Spuren in DD 2.0 und DTS-HD 2.0 abgemischt und tadellos.

Bewertung (kompakt)

Verpackung
90%
Menü
90%
Booklet / Goodies 90%
Bonusmaterial
90%
Synchronisation
90%
Untertitel
90%
Bildqualität
90%
Tonqualität
90%

Fazit

„Made in Abyss“ ist eine sehr schöne Umsetzung der gleichnamigen Mangaserie von Akihito Tsukushi.  Der Manga erscheint seit Juni 2018 auf deutsch bei Altraverse.

Die Animationsqualität ist sehr hoch, mit guten Charakterdesigns und märchenhaften Hintergründen. Verbunden mit einem exzellenten Soundtrack aus der Feder des Briten Kevin Penkin, hat man gleich von Anfang an ein sehr starkes Rollenspiel Feeling.

Die Hauptcharaktere sind zwar allesamt Kinder, wirken aber glaubhaft. Rikos Unschuld und Regs Tollpatschigkeit machen stark den Humor der Serie aus. Spannung und Action kommt allerdings ebenfalls nicht zu kurz, denn die Gefahren des Abyss sind unzählig.

100% Kaufempfehlung.

 

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

Made in Abyss: ©2017 Akihito Tsukushi, TAKE SHOBO/MADE IN ABYSS PARTNERS
© 2018 Universum Film GmbH

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Interviews mit Monster-Mädchen

Name: Interviews mit Monster-Mädchen
Englischer Name: Interviews with Monster Girls
Originaltitel: Demichan wa kataritai
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Petos
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00€

Story
Biolehrer Tetsuo Takahashi führt ein einfaches Leben ohne hohe Ansprüche. Als angehender Lehrer hatte er den Traum, seine Abschlussarbeit über die Ajins zu schreiben. Ajins sind menschenähnliche Kreaturen, die besondere Fähigkeiten besitzen. Doch bisher hatte er nicht einmal das Glück, einen Ajin zu treffen.

Doch sein Leben ändert sich plötzlich, als er an einem einzigen Tag an der Shibasaki Schule vier Ajins auf einen Schlag trifft.

Die neue Mathematiklehrerin Saki Sato gehört zu den Sukkuben, die über eine enorme erotische Anziehungskraft verfügen. Mit nur einem Wimpernschlag bringt ein Sukkubus jeden Mann um den Verstand. Aus diesem Grund kleidet sich Frau Sato immer mit einer dicken Hornbrille, trägt einen Pferdeschwanz und einen Jogginganzug. Nur so kann sie vermeiden, dass sie das sexuelle Verlangen aller Männer an der Schule ins unermessliche treibt.

Doch auch drei Mitschülerinnen gehören zu den Ajins. Die schüchterne Kyoko ist ein Dullahan. Ihren Kopf trägt sie auf ihrem Arm, da dieser vom Körper getrennt ist.

Die Vampirfrau Hikari ist ein aufgewecktes Mädchen. Sie spricht immer alles aus, was sie denkt, was sie zwar etwas dümmlich aber auch sehr liebevoll wirken lässt.

Tetsuhos größter Traum geht in Erfüllung. Endlich kann er mehr über die Ajins erfahren. Dabei räumt er mit vielen Vorurteilen auf. So brauchen Vampire gar kein Blut, um zu überleben und sie sind auch nicht sonnenscheu.

Mit seiner aufgeschlossenen Art ist Tetsuho unter den Ajins sehr beliebt. Dabei entwickeln die Frauen schnell mehr Gefühle für den sympathischen Biolehrer.

Eigene Meinung
„Interviews mit Monster-Mädchen“ ist nicht mit der Serie „Monster Mädchen“ zu verwechseln. Hierbei handelt es sich um eine gänzlich andere Geschichte.
„Interviews mit Monster-Mädchen“ erinnert viel mehr an Serien wie „Love Hina“: Ein etwas sonderbarer, junger Mann, der von einer Vielzahl von Mädchen angehimmelt wird… nur dass diese Mädchen über unglaubliche Kräfte verfügen.

Und genau das macht „Interviews mit Monster-Mädchen“ so interessant. Jedes Mädchen verfügt über eine andere Fähigkeit. Diese wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Es ist faszinierend, mehr über die Kräfte zu erfahren. Dabei sind die Fähigkeiten sehr kreativ und erfrischend neuartig. Beispielsweise entspricht die Vampirin Hikari so gar nicht all den Klischees aus Genrevertretern, wie „Twilight“.

Der Zeichenstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er eher an einen amerikanischen Comic erinnert, als an den typischen Manga-Stil. Das fällt vor allem bei Hauptperson Tetsuho auf, der oft sehr simpel dargestellt wird. Auf Hintergrundzeichnungen wird oft gänzlich verzichtet.

Band 1 der Serie erscheint zunächst sehr dünn zu sein, dennoch erwartet einen langer Lesespaß.

Und wenn die Serie nur halb so interessant wird, wie der erste Band ist, dann ist „Interviews mit Monster-Mädchen“ ein absoluter Hit.

© Izumi Mikage

Interviews mit Monster-Mädchen: © 2015 Petos, Kodansha/ Altraverse

 

 

 

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Mein wildes Geheimnis

Name: Mein wildes Geheimnis
Englischer Name: That Wolf-Boy Is Mine!
Originaltitel: Watashi wa ookami kun
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Yoko Nogiri
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95€

Story
Als Komugi auf die neue Maruyama Schule geht, ahnt sie noch nicht, wie sich ihr Leben schlagartig verändern würde.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Als ihre Mutter für ein Jahr auf Geschäftsreise geht, kommt Komugi bei ihrem Vater in Hokkaido unter, der einen kleinen aber beliebten Udon-Landen betreibt.

In der neuen Schule versucht Komugi nicht zu sehr aufzufallen. In ihrer bisherigen Schule hatte sich Komugi dadurch eher Feinde gemacht. Doch das fällt nicht leicht, als plötzlich die beliebtesten Jungen der Schule Interesse an ihr zeigen. Ihr Sitznachbar ist ausgerechnet der attraktive Yu Ogami, der von Komugis Körpergeruch magisch angezogen wird.

Die nächsten Tage wird sie ständig von Yu beschnüffelt, sodass sie beschließt, mit Yu über die Situation zu reden. Als sie ihn am Nachmittag schlafend im Schulhof entdeckt, traut sie ihren Augen nicht. Aus Yus Kopf wachsen Wolfsohren. Vor ihren Augen verwandelt sich Yu in einen Wolf.

Damit hat Komugi das streng gehütete Geheimnis von Yu und seinen Freunden entdeckt. Sie alle kommen vom Maruyama Berg, einem spirituellen Ort, an dem Tiere Kräfte bekommen. Auch seine Freunde sind Tiere, die sich in Menschen verwandeln können.

Absofort steht Komugi unter strenger Bewachung der Jungs. Vor allem der misstrauische Fuchs Rin traut Komugi nicht über den Weg. Keiner darf erfahren, was die Jungs in Wirklichkeit sind. Aber so wird Komugi nie von den Jungs loskommen, woraufhin sie den Zorn einiger Mitschülerinnen auf sich zieht.

Eigene Meinung
„Mein wildes Geheimnis“ ist eine typische Shojo-Story, in der vor allem attraktive Jungs im Mittelpunkt stehen. Dabei ist für jeden Geschmack sicher ein Junge dabei. Tatsächlich unterscheiden sich Yu und seine Freunde bzgl. Charakter und Aussehen stark voneinander, was es ansprechend macht. Es fällt dadurch zudem einfacher, die Charaktere zu unterscheiden.

Auch wenn die Verwandlung vom Tier zum Menschen einen magischen Ursprung hat, steht im Gegensatz zu anderen Manga, nicht die Mythologie im Vordergrund. Es geht vielmehr darum, wie sie gemeinsam den Schulalltag meistern, ohne aufzufliegen.

Dabei driftet „Mein wildes Geheimnis“ leider etwas zu sehr in eine einfache Highschool-Story ab.

Der Zeichenstil ist simpel aber sauber und klar definiert. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der Geschichte.

Leser von einer etwas anderen Highschool-Story dürften daher auf den Geschmack kommen.

© Izumi Mikage

Mein wildes Geheimnis: © 2015 Yoko Nogiri, Kodansha/ KAZÉ

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The Promised Neverland

Name: The Promised Neverland
Englischer Name: The Promised Neverland
Originaltitel: Yokusoku no Neverland
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Kaiu Shirai
Zeichnung: Posuka Demizu
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99€

Story
Die lebhafte und allzeit fröhliche Emma wohnt mit 38 weiteren Kindern im Waisenhaus im Wald. Dort wachsen die Kinder behütet und glücklich auf, als wären sie eine große Familie. Mit einem Alter von 11 Jahren gehört Emma, wie der kluge Norman und der zurückhaltende Ray, bereits zu den ältesten Kindern des Waisenhauses. Daher kümmern sie sich zusammen mit Mama, der obersten Erzieherin des Hauses, auch um die Jüngeren.

Der Alltag im Waisenhaus scheint ganz ruhig und normal zu sein, wären da nicht die täglichen Tests. Das Waisenhaus verfügt nicht über das übliche Schulwesen. Die Kinder lernen jeden Tag am Computer und müssen hundert Fragen beantworten. Dabei zählt die richtige Antwort ebenso, wie die Zeit, die für die Beantwortung gebraucht wird. Natürlich gehören Emma, Norman und Ray zu den Besten. Ihre Quote beträgt wie immer 100%, worauf sie von Mama mit Lob übersät werden.

Täglich spielen die Kinder Fangen im angrenzendem Wald. Dabei gibt es nur eine Regel. Die Kinder dürfen niemals die Waldgrenzen überschreiten, die durch eine Mauer und ein gigantisches Tor klar gekennzeichnet sind. Bisher hat keins der Kinder die Welt außerhalb des Waisenhauses gesehen. Sie wissen nur, dass alle adoptierten Kinder, die das große Tor durchquert haben, glücklich sein müssen, denn keins hat je wieder von sich hören lassen.

Als die süße Conny jedoch adoptiert wird, verändert sich für Emma und Norman alles.
Als sie Conny zum großem Tor folgen, um ihr zum Abschied ihren Wegbegleiter, ihr geliebtes Kuscheltier, mitzugeben, machen sie eine grausame Entdeckung. Conny liegt tot auf der Ladefläche des Transporters, ihre leeren Augen weit aufgerissen. Um sie herum stehen deformierte Kreaturen, die mehr einem Monster, als einem Menschen ähneln. Dabei wird schnell klar, das Waisenhaus ist keine Obhut für elternlose Kinder, sondern eine Farm zur Züchtung von Menschenfleisch und Mama ist alles andere als der liebevolle Mutterersatz, für den Emma sie bisher gehalten hatte.

Eigene Meinung
Selten habe ich ein so spannendes und innovatives Manga gelesen, wie „The Promides Neverland“. Die Geschichte setzt sich nach und nach wie ein Puzzle zusammen, bei dem der Leser jedes einzelne Teil zu finden versucht. Man fiebert jeder Sekunde mit. Dabei fängt die Idylle des Waisenhauses und der liebevollen Mama nach und nach an zu bröckeln.

Die 3 Hauptpersonen, Emma, Norman und Ray, sind grundverschieden und geben ein spannendes Trio ab.
Vor allem die fidele Emma schließt man schnell ins Herz.

Der Zeichenstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Oftmals wirkt „The Promised Neverland“ eher wie ein Comic aus den USA, als ein Manga aus Japan. Die Augen sind eher klein, die Körper sehr realistisch ausgearbeitet und die Handlungsorte sehr detailverliebt gemalt. Ganz egal, ob man das mag oder nicht, die Handlung passt dazu und stellt jeden Zeichenstil meilenweit in den Schatten.

„The Promised Neverland“ ist das beste Manga, das ich seit langem gelesen habe. Eine absolute Kaufempfehlung.

© Izumi Mikage

The Promised Neverland: © 2016 Kaiu Shirai/ Posuka Demizu, Shueisha/ Carlsen

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Card Captor Sakura Clear Card Arc

Name: Card Captor Sakura Clear Card Arc
Englischer Name: Cardcaptor Sakura: Clear Card
Originaltitel: Card Captor Sakura: Clear Card-hen
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: CLAMP
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Knapp ein Jahr ist vergangen nach den Geschehnissen der 12-teiligen „Card Captor Sakura“-Serie. Shaolan ist in Hongkong und Sakura scheint ihr Leben zu leben. Seit wenigen Tagen geht sie in die Mittelschule.

Ganz überraschend kehrt Shaolan aus Hongkong zurück und wird nun die gleiche Schule besuchen wie Sakura, jedoch eine andere Klasse. Doch es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Nachts hat Sakura einen seltsamen Traum von einer unbekannten Person. Außerdem sind ihre Sakura Cards im Traum plötzlich durchsichtig. Als sie aufwacht, rennt sie zu ihrem Buch und muss feststellen, dass ihre Karten wirklich alle durchsichtig sind und keine Magie mehr besitzen.

Kero-chan, Yue, Tomoyo und Shaolan wissen leider auch keinen Rat und Eriol, der mittlerweile wieder in England lebt, antwortet nicht. Doch in der nächsten Nacht träumt Sakura erneut und ihr Schlüssel verändert sich. Als sie diesmal aufwacht leuchtet der Schlüssel und sie sieht einen riesigen Drachen am Himmel. Was hat das alles zu bedeuten?

Eigene Meinung
„Card Captor Sakura Clear Card Arc“ schließt sich nahtlos an die Geschehnisse der alten „Card Captor Sakura“-Serie an. Man merkt weder zeichnerisch noch im Erzählstil nennenswerte Unterschiede und das nach 15 Jahren Pause!

Der „Clear Card Arc“ lässt dem Leser Zeit wieder in das alte „Card Captor Sakura“-Universum rein zukommen. Schließlich haben uns Sakura und Shaolan in „Tsubasa Reservoir Chronicle“ die letzten Jahre stets begleitet, doch war diese Welt eine völlig andere. „Card Captor Sakura“ ist eher eine Serie für jüngere Leser. Zwar kommt es auch zu kämpfen, doch diese sind eher harmlos.

Um den „Clear Card Arc“ richtig genießen zu können, setzt es das Vorwissen der Hauptserie voraus. Leser, die schon die alte Serie mochten, können wir bedenkenlos zugreifen.

Card Captor Sakura Clear Card Arc: © 2016 CLAMP, Kodansha / EMA

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