Teuflisches Verlangen

Name: Teuflisches Verlangen
Englischer Name:
Originaltitel: Koi wa hito no hoka
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Maki Minami
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Die fünfzehnjährige Sayo war schon immer etwas Besonderes. Sie ist nicht nur das Karate-Ass der Schule, das eine Trophäe nach der anderen gewinnt, sondern sie hat auch ein seltsames Symbol auf ihrem Handgelenk, von dem sie nicht mal weiß, woher sie es hat. Fest steht nur, dass es immer mal wieder wie Feuer brennt.

Als eines Tages plötzlich ein riesen Wolf erscheint, wird ihr offenbart, dass das Symbol ein Zeichen für einen bestehenden Vertrag mit einem Yokai, einem Dämon, ist.

Erst langsam kommt Sayo die Erinnerung, dass sie vor 10 Jahren einen kleinen Jungen getroffen hat. Er machte ihr Mut, alle Probleme selbst lösen zu können, wenn man nur stark genug sei. Er war der Ansporn für Sayo, mit Karate anzufangen. Beide versprachen einander, immer füreinander da zu sein.

Und nun möchte der Dämon Yo, der sein Erscheinungsbild auch in einen stattlichen Mann verändern kann, sein Versprechen einlösen. Für Ihn waren die Worte, die Sayo als fünfjährige zu ihm gesagt hatte, ein Versprechen auf ewige Liebe. Doch Dämonen drücken ihre Liebe etwas anders aus als wir Menschen. Sie verspeisen ihren Partner mit Haut und Haaren. Je größer die Liebe, desto größer ist die magische Kraft, die Yo dafür erhält.

Ein Glück für Sayo, dass auch sie durch den Pakt einen gewissen Einfluss auf Yo hat. Denn mit jeder Zurückweisung schwindet auch vorübergehende Yos Zauberkraft und er wird zu einem niedlichen Schoßhündchen.
Für Sayo steht fest, sie darf sich keinesfalls in Yo verlieben, sonst wird sie gefressen.

Eigene Meinung
„Prüfe wer sich ewig bindet“ sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch, wenn man erst 5 Jahre alt ist. Die Protagonisten Sayo bereut ihre unbedachten Worte jedenfalls zutiefst.

Was zunächst wie eine romantische Geschichte über eine verbotene Liebe zwischen Dämon und Mensch aussieht, entpuppt sich schnell als etwas unkomplizierter. Denn „Teuflisches Verlangen“ ist eher eine Komödie, als ein Drama.
Dass der Dämon Yo seine große Liebe Sayo lieber verspeisen möchte, als in trauter Zweisamkeit mit ihr zu leben, ist für den Leser gleichermaßen überraschend, wie auch verstörend. Und ganz logisch erscheint diese Tatsache leider auch nicht. Für so manchen Leser dürfte diese Wendung eher ein notgedrungener Versuch sein, sich von den üblichen Shojo-Manga abzuheben.

Darüber hinaus bleibt Band 1 der Serie noch recht offen. Viele Story-Elemente werden nur angerissen, ohne in die Tiefe zu gehen. So wird beispielsweise Sayos kranker, kleiner Bruder nur kurz mal gezeigt, ohne auf ihre Beziehung oder die Umstände seiner Krankheit einzugehen. Für mich ist das daher eher unbefriedigend.

Zeichnerisch ist „Teuflisches Verlangen“ eine klassische Shojo-Serie. Große Augen, hübsche Protagonisten und viele niedliche Elemente. Vor allem die Chibi-Zeichnungen vom Wolfswelpen Yo sind humorvoll und süß zugleich.

Leider ist das Konstrukt von „Teuflisches Verlangen“ für mein Empfinden zu simpel und nicht alle Elemente passen zusammen. Dabei ist die Grundidee gar nicht mal schlecht.
Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden Folgebände noch das Ruder rumreißen können.

© Izumi Mikage

Teuflisches Verlangen: © 2016 Maki Minami, Hakusensha/ KAZÈ

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Fairy Girls

Name: Fairy Girls
Englischer Name: Fairy Girls
Originaltitel: Fairy Girls
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Mangaka: BOKU
Originalstory: Hiro Mashima
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Bei der „Vorführung großer Magie“ dürfen natürlich auch die Magier der Fairy Tail Gilde nicht fehlen. Deshalb verweilen diese auch momentan in Crocus, der Hauptstadt Fiores. Nach dem Sieg bei dem Fest geht es dann für die Damen von Fairy Tail noch auf eine Sightseeing- bzw. Shoppingtour durch die Stadt. Doch wie so oft geraten sie mal wieder in Schwierigkeiten, als eine Doppelgänger Gilde Fairy Tail verunglimpft und dann auch noch eine Verschwörung planen, der sich Lucy, Elsa, Wendy und Jubia aber tapfer stellen. Dabei geht natürlich wieder einiges zu Bruch, aber das nimmt man in Kauf, wenn gar das Überleben des Königs auf dem Spiel steht!

Können die Vier den König retten oder sieht die Zukunft Fiores düster aus?

Eigene Meinung
„Fairy Girls“ ist ein witziger aber auch actionreicher Spin-off zu „Fairy Tail“.

Ich fand es toll, dass mal nur die Mädchen der Gilde einen Auftritt hatten und zeigen konnten was so alles in ihnen steckt und das man nicht immer männliche Unterstützung braucht, um ein ganzes Königreich zu retten. Dabei wurde das Augenmerk auf Lucy, Elsa, Wendy und Jubia gelegt und diese auch wirklich toll zur Geltung gebracht, da sie ganz ihren Charakteren in Fairy Tail entsprachen. Besonders Jubia bringt einen wegen ihrer Schwärmerei für Gray immer wieder zum schmunzeln.

Zeichnerisch ist der Manga eben ganz „Fairy Tail“. Die Mädchen sind toll getroffen, bieten einige Schauwerte, was für mich als Frau, ruhig etwas weniger hätte sein können. Ansonsten geht es eben sehr actionreich in den Kampfszenen zu, welche sehr dynamisch gezeichnet wurden und daher wirklich richtig gut zur Geltung kommen.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt perfekt. Die actionreiche Geschichte wird immer wieder mit viel Witz aufgelockert und ist auch nie zu brutal.

„Fairy Girls“ ist auf jeden Fall zu empfehlen, besonders für Fans von „Fairy Tail“ und all jenen die witzige Fantasygeschichten mit reichlich Action mögen!

Fairy Girls: © 2015 BOKU, Hiro Mashima, Kodansha/ Carlsen

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Graineliers

Name: Graineliers
Englischer Name: Graineliers
Originaltitel: Graineliers
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Rihito Takarai
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach einem tragischen Vorfall in der Vergangenheit verstecken sich Lucas und sein Vater in einem kleinen Dorf. Dennoch ist es sein größter Wunsch einmal ein Grainelier zu werden. Dies ist jemand der Experte für Pflanzensamen mit besonderen Kräften ist! Diesen Wunsch teilt er mit seinem besten Freund Abel, welcher schon bald zu einer wichtigen Stütze in seinem Leben wird, als die Vergangenheit seinen Vater in Form des Sicherheitsdienstes der Graineliers einholt. Lucas kann fliehen und schluckt zu dem noch einen Pflanzensamen, den sein Vater verbotener Weise gezüchtet hat.

Was wird nun aus ihm? Kann er noch ein Grainelier werden oder gerät er doch noch in die Fänge des Sicherheitsdienstes? Und wer oder was ist Chloe, das Mädchen dem Lucas mit einem Baum hilft, genau? Ein normaler Mensch ganz sicher nicht!

Eigene Meinung
„Graineliers“ hat schon was an sich, fesselt mich persönlich aber nicht wirklich. Vermutlich weil ich eh nicht viel mit Pflanzen am Hut hab. Einen grünen Daumen sucht man bei mir vergebenes!

Interessant ist die Geschichte dennoch, denn man ist schon gespannt was aus Lucas nun wird, da er den Samen geschluckt hat. Welche Fähigkeiten erwachen in ihm und was macht die Wandlung körperlich aus ihm? Wer ist Chloe und wird Abel wirklich treu an Lucas Seite stehen, auch wenn dies seinen eigenen Traum Grainelier zu werden zerstören könnte? All die Fragen werden sicher eine Menge Leser dazu bringen auch die weiteren Bände zu kaufen!

Zeichnerisch ist der Manga toll, besonders auf die Darstellung der Pflanzen wurde viel Wert gelegt. Dafür sind die Charaktere leider etwas stereotypisch geworden, aber darüber sieht man doch gern hinweg, da es einfach noch zu viele offene Fragen gibt, auf deren Beantwortung man brennt.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist auch passend gewählt, da jüngere Leser mit dem Thema des Manga noch nicht wirklich was anfangen können.

Fans von interessanten Fantasygeschichten sollten „Graineliers“ ruhig eine Chance geben! Einen Fehler macht man da ganz sicher nicht!

Graineliers: © 2014 Rihito Takarai, SQUARE ENIX/ EMA

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Chivalry of a Failed Knight

Name: Chivalry of a Failed Knight
Englischer Name:
Originaltitel: Rakudai kishi no cavalry
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: KAZE 2018
Mangaka: Charakterdesign: Won
Originalwerk: Riku Misora
Zeichnungen: Megumu Soramichi
Bände: 11 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Stella ist die zweite Prinzessin des kleinen europäischen Kaiserreichs Vermillion und nicht nur äußerst hübsch sondern auch sehr begabt! Sie kommt mit Rekordnoten an die Hagun-Akademie und erreicht sogar den Blazer-Rang A. Blazer haben die Fähigkeit ihre Seele in Form einer Waffe zu manifestieren und Magie einzusetzen. In Japan gibt es sieben Akademie die Blazer (Magieritter) ausbilden.

Ikki Kurogane ist ebenfalls Schüler an der Hagun-Akademie. Jedoch hat er den Rang F inne und muss nun die zehnte Klasse an der Akademie wiederholen, da ihm die nötigen Punkte für die Versetzung fehlen.

Zum Schuljahresbeginn bekommt Ikki eine Mitbewohnerin in sein Zimmer: Stella. Er weiß nichts davon, als er in sein Zimmer kommt und Stella halbnackt entdeckt. Der Schrecken ist groß, denn auch Stella wusste nichts von einem Mitbewohner. Bei der Direktorin wird schließlich alles aufgeklärt. Da Beide sich nicht einigen können, wer die Zimmerregeln festlegt, schlägt die Direktorin einen Trainingskampf vor. Der Gewinner des Kampfes soll die Zimmerregeln festlegen, doch Stella, welche siegessicher ist, setzt noch einen drauf: der Verlierer gehorcht lebenslang dem Gewinner!

Der Trainingskampf endet anders als Stella gedacht hat: sie verliert gegen Ikki. Sie erfährt von der Direktorin, dass er aus einer berühmten Familie stammt. Da Ikki dieser Familie den Rücken gekehrt hat, hat ein Teil der Familie ihren Einfluss an der Akademie genutzt und dafür gesorgt, dass er nicht bestehen wird. Die neue Direktorin hat dieses Abkommen aufgehoben, so dass Ikki nun eine Chance hat.

Stellas Interesse an Ikki ist geweckt. Wie wird das Zusammenleben der Beiden funktionieren? Alles wird komplizierter als Ikkis kleine Schwester an der Schule auftaucht. Ikki steht plötzlich total im Mittelpunkt und Stella versucht ihn für sich zu gewinnen…

Eigene Meinung
Die Mangaserie „Chivalry of a Failed Knight“ beruht auf der gleichnamigen Lightnovelserie von Riku Misora und ist anders als die Novelserie bereits abgeschlossen. Zur Serie gibt es hierzulande sogar schon die Anime-Umsetzung bei KSM Anime.

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Die Actionszenen sind sehr dynamisch und die Charaktere detailliert gezeichnet. Männliche Leser werden bei diesem Manga auch auf ihre Kosten kommen. Besonders Stellas enorme Oberweite wird gut zur Schau gestellt und manchmal auch in sehr wenig Stoff verpackt.

Die Geschichte wird spannend erzählt und man wird sehr schnell mit den beiden Hauptcharakteren warm. Geschickt wird am Anfang ihre Geschichte eingeflochten, so dass die Stella und Ikki einem sofort sehr sympathisch werden.

Rund um ist „Chivalry of a Failed Knight“ ein Manga, der den Leser sehr gut unterhalten kann.

Chivalry of a Failed Knight: © 2014 Megumu Soramichi, Riku Misora, Won, Square Enix / KAZÉ

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Ballad Opera

Name: Ballad Opera
Englischer Name:
Originaltitel: Ballad Opera
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Akaza Samamiya
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Gerade erst hat der junge Haruto seine Familie in einem tragischen Feuer verloren, als er unvermittelt von einer Katze am Kopf getroffen wird und stirbt. Dann stellt sich auch noch heraus, dass diese Katze keine gewöhnliche Katze war, sondern ein Dämon, welcher zusammen mit einem Engel unterwegs ist.

Die merkwürdige Konstellation ist auf der Suche nach einem frisch verstorbenen Menschen, um diesen zu einem Shinigami zu machen. Dieser soll dann zusammen mit ihnen die Sünderseelen einfangen, die aus ihrem Gefängnis geflohen sind. Wobei das wohl auch die Schuld der Beiden war!

Allerdings sind die sie dann doch etwas verunsichert, als Haruto seinen Tod einfach so hinnimmt. Sie schlagen ihm dann aber vor ihr Shinigami zu werden. Er nimmt den „Job“ an, auch wenn ihm wohl nicht ganz klar war, wie dieser Job wirklich aussieht. Der Job ist härter als Gedacht und man kann nicht jeden retten und dazu kommt noch Harutos Angst vor Feuer! Er nennt seine Gefährten Shiro und Kuro, da er ihre wahren Namen nicht aussprechen kann. Sie entwickeln zudem einen starken Beschützerinstinkt und versuchen Haruto so gut es geht zu helfen.

Doch es sind wohl noch andere Mächte im Spiel und es wird sich noch zeigen müssen in welche Richtung die Geschichte der Drei sich entwickelt! Und welche Geheimnisse darauf warten gelüftet zu werden!

Eigene Meinung
„Ballad Opera“ hat seinen ganz eigenen Charme und Witz!

Die Charaktere gefallen mir alles sehr gut und es wird spannend sein zu erfahren, was noch so alles im Dunkeln liegt. Zumal man sich auch wundert, warum Shiro und Kuro, die im Grunde nichts von Japan wissen, gerade die Sünderseelen japanischer Persönlichkeiten, meist aus früheren Epochen, einfangen müssen.

Zudem erinnert sich Haruto auch nicht mehr an seine Familie vor dem Feuer oder wie dieses entstand! Was ist damals wirklich passiert? Ist das Feuer gelegt worden? War Haruto selbst dafür verantwortlich oder spielen da noch andere Kräfte eine Rolle? Und was haben Shiro und Kuro angestellt, dass es dazu kam, das die Sünderseelen fliehen konnten und was passiert, wenn sie nicht alle einfangen? Wie wird sich die Beziehung der Drei weiter entwickeln? Alles Fragen, die einen sicher dazu bringen werden auch die nächsten Bände kaufen zu wollen.

Wer zudem den Manga „Bloody Mary“ gelesen hat, wird ein kurzes Wiedersehen mit dessen Protagonisten am Ende des Bandes haben. Darin wird erwähnt, dass in Band 10 des Vorgängermangas Anspielungen auf „Ballad Opera“ gemacht wurden.

Zeichnerisch fand ich den Manga wirklich gut. Ein Mix aus weichen und harten Zeichnungen. Gerade bei den ruhigeren Szenen fand ich die Zeichnungen eher filigran und in den Actionszenen schon etwas energiegeladener, dabei aber immer sehr detail- und kontrastreich!

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist gut gewählt. Themen wie Verlust, Angst, Reue und Gewalt, sind in dem Alter schon gut nachvollziehbar.

Fans von wirklich spannenden Fantasygeschichten, sollen bei „Ballad Opera“ unbedingt zugreifen! Damit macht man sicher keinen Fehler!

Ballad Opera: © 2017 Akaza Samamiya, Kadokawa/ EMA

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Rokka – Braves of the Six Flowers

Name: Rokka – Braves of the Six Flowers
Englischer Name: Rokka: Braves of the Six Flowers
Originaltitel: Rokka no yusha -Comic Edition-
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Charakterdesign: Miyagi
Original-Story: Ishio Yamagata
Zeichnungen: Kei Toru
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Wenn der Dämonengott erwacht und droht, die Welt zu zerstören, gibt die Göttin des Schicksals sechs Helden die Kraft, gegen den Dämonengott zu kämpfen. Diese „Helden der sechs Blumen“ erhalten ein Mal auf ihren Körpern und brechen zum Land der heulenden Dämonen auf, um die Welt vor der Auferstehung des Dämonengottes zu retten. Zwei davon sind der sehr von sich überzeugte Adlet Myer, der beim Heiligen Turnier betrogen haben soll und Flamie Speeddraw, die mysteriöse Heilige des Schießpulvers, die Tiere mag, aber Menschen hasst. Adlet behauptet von sich selbst, der Stärkste Mann auf Erden zu sein und bekommt mit etwas erzwungener Hilfe von Flamie auch sogleich die Möglichkeit, dies in einem Kampf unter Beweis zu stellen. Denn in letzter Zeit wurden viele Heilige ermordet, die mögliche Anwärter gewesen sind, um Helden der sechs Blumen zu werden und der vermeintliche Täter versucht, Adlet zu töten. Das ungleiche Duo erledigt den Trittbrettfahrer mit Leichtigkeit, woraus Adlet schließt, dass der wahre Heldentöter jemand anders sein muss. Er erfährt, dass der König von Gwenbyer eine magische Barriere erschaffen lassen hat, die aktiviert werden soll, sobald alle sechs Helden das Land der heulenden Dämonen betreten haben, um die Kyoma (Dämonen, die ausgeschwärmt sind, um die Helden zu töten), die sich außerhalb befinden, an der Heimkehr zu hindern.

Als Adlet und Flamie auf Nachetanya und Goldov treffen, die ebenfalls auserwählt wurden, stellt sich heraus, dass ausgerechnet Flamie die Heldentöterin ist! Mit Mühe und Not kann Adlet die beiden zunächst davon abhalten, ihr deswegen etwas anzutun. Als Kyoma angreifen und den Tempel der Traumbarriere bombardieren, von dem aus die magische Barriere aktiviert werden muss, geht Adlet vor, um nach dem Rechten zu sehen. Mit verheerenden Folgen: Denn als er die Tür aufsprengt, muss er feststellen, dass die Barriere bereits aktiv ist, sodass alle sieben Helden in ihrer eigenen Barriere gefangen sind! Moment mal, alle sieben? Richtig, nach und nach finden sich im Tempel sieben Helden der sechs Blumen ein, die auch alle über das Mal verfügen. Dabei kann es doch nur sechs Auserwählte geben! Natürlich halten sofort alle Heldentöterin Flamie für eine Betrügerin, woraufhin sie den anderen offenbart, dass sie die Tochter eines Kyomas und eines Menschen ist und ursprünglich die Mission hatte, so viele starke Menschen wie möglich auszuschalten, um die Auferstehung des Dämonengottes zu ermöglichen. Aus irgendeinem Grund, den sie nicht nennen möchte, hat sie die Seiten gewechselt. Da Adlet die verschlossene Tür aufgesprengt hat, zuerst bei der Barriere gewesen ist und daraufhin ganz alleine in dem Raum mit der bereits aktivierten Barriere war (derjenige, der sie aktiviert hat, muss ja ebenfalls in ihr gefangen sein), schließen die anderen Helden daraus, dass er der Betrüger sein muss und wollen ihn töten. Schwer verletzt nimmt Adlet in einer Verzweiflungstat Flamie als Geisel und flieht mit ihr aus dem Tempel. Doch weit wird er dank der Barriere nicht kommen. Wer ist der wahre Betrüger und wie hat er es angestellt? Und können die Helden rechtzeitig der Barriere entkommen, bevor der Dämonengott erwacht?

Eigene Meinung:
Ehrlich gesagt, hat mich der grobe und anatomisch fragwürdige Zeichenstil von Kei Toru zunächst abgeschreckt. Als ich jedoch erfahren habe, dass es sich bei diesem Manga um einen Fantasy-Krimi handelt, war ich sofort Feuer und Flamme. Mir gefällt das ungewöhnliche Konzept bisher sehr gut. Wir haben den klassischen Mord in einem verschlossenen Raum, nur dass sich an Stelle eines Mordes darin die Aktivierung einer magischen Barriere zugetragen hat und keiner weiß, wie sich diese wieder deaktivieren lässt. Dadurch befinden sich die Helden in einer ziemlich misslichen Lage und da sie einer zu viel sind und sich außer ihnen niemand sonst innerhalb der Barriere befindet, liegt klar auf der Hand, dass der Täter einer von ihnen sein muss. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie dieser Fall im weiteren Verlauf der Geschichte noch aufgeklärt wird.

Tatsächlich basiert dieser Manga auf einer Light-Novel-Reihe, was sicher den ein oder anderen abschrecken wird, da er in 4 Bänden abgeschlossen ist, obwohl die zugrunde liegende Light-Novel-Reihe noch fortgesetzt wird. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass im Manga zumindest der erste von möglicherweise vielen Kriminalfällen gelöst wird. Als SHONEN ATTACK-Titel liegt dem ersten Band ein Sticker von dem Mal der Helden der sechs Blumen bei und es gibt zwei schöne Farbseiten zu Beginn. Wer Krimis mag und über den realistischen Proportionen spottenden Zeichenstil hinwegsehen kann, sollte auf jeden Fall zuschlagen!

Rokka – Braves of the Six Flowers: © 2012 Miyagi, Ishio Yamagata, Kei Toru, Shueisha / Tokyopop

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Akame ga KILL! ZERO

Name: Akame ga KILL! ZERO
Englischer Name: Akame ga KILL! ZERO
Originaltitel: Akame ga KILL! ZERO
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Takahiro
Zeichnungen: Kei Toru
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Vor acht Jahren sind die Schwestern Akame und Kurome zusammen mit über hundert weiteren Kindern in einem gefährlichen Waldgebiet ausgesetzt worden. Die Überlebenden hat man in zwei Gruppen aufgeteilt und getrennt voneinander zu Killern ausgebildet, die das Kaiserreich beschützen sollen. Akame und Kurome haben zwar einander geholfen, den Survival-Test zu bestehen, allerdings soll Akame als eine der 7 besten von Gozuki trainiert werden, der die Kaiserwaffe Murasame besitzt, während Kurome als Teil der anderen Gruppe in der Kaiserstadt abgerichtet wird. Gozukis Schützlinge verbringen ihre Jugend ahnungslos in einem fingierten Dorf.

Acht Jahre später nennt Akame Gozuki „Vater“ und tötet gemeinsam mit ihren 6 Gefährten jeden, der gegen das Kaiserreich aufbegehrt. Kuromes Truppe wird indessen gedopt, um halbwegs das Niveau von Gozukis Elite erreichen zu können. Für ihre erste Mission werden die 7 besten mit Vasallenwaffen ausgestattet, die den Kaiserwaffen zwar weit unterlegen, aber dennoch deutlich stärker als herkömmliche Waffen sind. So erhält Akame das Schwert Kiri Ichimonji, welches Wunden schlägt, die nie mehr verheilen. Gozuki teilt jedem eine andere Zielperson zu und nutzt diesen Auftrag gleichzeitig als Bewährungsprobe. Denn jeder seiner Schützlinge bekommt einen Gegner, der ihm oder ihr nicht liegt. Akames Schwachpunkt ist seiner Einschätzung nach ihre Gutherzigkeit und dass sie ihm noch nicht blind vertraut. Darum soll Akame eine gute Freundin aus dem fingierten Dorf ermorden: Martha. Zunächst will Akame nicht wahrhaben, dass es sich ausgerechnet bei Martha um eine Rebellin handelt, doch ehe sie sich versieht, rammt ihr die enge Vertraute einen giftigen Dolch in den Rücken. Dennoch schafft es Akame sie zu eliminieren, nichtsahnend, dass Martha nur so gehandelt hat, weil sie ihr Leben an das Kaiserreich verkaufen musste, um ihre Familie zu retten. Alle 7 führen ihre erste Mission erfolgreich aus. Ganz anders verläuft allerdings Kuromes erster Einsatz. Eine ihrer Mitstreiterinnen kommt dabei um, eine andere wird schwer verletzt und infolgedessen eingeschläfert, da sie durch ihre Verletzungen ohnehin nicht mehr zu gebrauchen wäre.

Die Monate vergehen und die Top 7 um Akame erledigen einen Auftrag nach dem anderen mit Bravour. Allerdings bläut Gozuki ihnen ein, dass der Rebellenarmee so langsam bekannt sein dürfte, dass es eine Killer-Einheit des Kaiserreichs gibt. Möglicherweise sind Akame und ihre Kameraden also bald nicht mehr nur die Jäger, sondern auch die Gejagten…

Eigene Meinung:
„Akame ga KILL! ZERO“ ist das Prequel zu „Akame ga KILL!“ und handelt als solches von Akames und Kuromes Vergangenheit. Aber auch andere Charaktere aus der Hauptreihe kommen hier vor. So hat zum Beispiel Chelsea am Ende des ersten Bandes einen Cameo-Auftritt. Da Takahiro, der Storywriter von „Akame ga KILL!“, auch die Story für die Vorgeschichte geschrieben hat, bewegt sie sich auf ähnlich hohem Niveau. Tatsächlich ist „Akame ga KILL! ZERO“ sogar noch um einiges düsterer und noch besser durchdacht. So sind die Charaktere der 7 besten mitsamt ihren individuellen Stärken und Schwächen gut ausgearbeitet, was man insbesondere an den raffinierten Paarungen bei der ersten Mission erkennen kann. Man merkt, dass sich Takahiro durch seine Arbeit am Hauptmanga inzwischen als Autor weiterentwickelt hat. Ungewohnt sind hingegen natürlich die Zeichnungen, da sie von einem anderen Mangaka stammen.

Im Verlauf der Geschichte werden wir wohl endlich erfahren, wie es dazu gekommen ist, dass Akame dem Kaiserreich den Rücken gekehrt hat und zu Night Raid übergelaufen ist und natürlich wie sie zur Eigentümerin von Murasame geworden ist. Das Einzige, was mich an dem ersten Band gestört hat, ist, dass das erste Kapitel zeitlich eigentlich zwischen dem 5. und 6. einzuordnen ist. Deshalb würde ich jedem empfehlen mit dem 2. Kapitel anzufangen, da das erste Kapitel einen sonst bloß verwirrt. Dieser Manga wird vom Verlag erst ab 16 Jahren empfohlen und das ist angesichts der düsteren Thematik und drastischen Gewaltdarstellungen mehr als gerechtfertigt. Wer alt genug ist, sollte aber auf jeden Fall zugreifen! Auch für Neueinsteiger gut geeignet, da keine Vorkenntnisse benötigt werden.

Akame ga KILL! ZERO: © 2014 Takahiro, Kei Toru, Square Enix / KAZÉ

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Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!

Name: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!
Englischer Name: That Time I Got Reincarnated as a Slime
Originaltitel: Tensei shitara slime datta ken
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Charakterdesign: Mitz Vah
Original-Story: Fuse
Zeichnungen: Taiki Kawakami
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Als sein bester Freund Tamura auf offener Straße attackiert wird, geht Mikami dazwischen und opfert sich für ihn. Er wird abgestochen und während er stirbt, hört er plötzlich eine Stimme, die mit ihm redet, nichtsahnend, dass seine Antworten darüber bestimmen, mit welchen Skills er wiedergeboren wird und vor allem als was: Denn Mikamis Reinkarnation ist ausgerechnet ein Schleim in einer Fantasy-Welt! Die Stimme stellt sich ihm als Unique-Skill „Großer Weiser“ vor und nur er kann sie hören. Anfangs ist der kleine Schleim noch völlig blind, bis er schließlich auf den mächtigen Sturmdrachen Veldora stößt, der ihm den Skill „Magische Wahrnehmung“ beibringt, mit dem er endlich seine Umgebung sehen kann. Die beiden werden Freunde und Veldora erklärt ihm, dass er einst von einer Heldin mit dem Skill „Ewiger Kerker“ in der Höhle eingesperrt wurde, in der sich die beiden befinden. Als Zeichen der Freundschaft gibt Mikami Veldora den Beinamen Tempest und Veldora tauft Mikami auf den neuen Namen „Rimuru Tempest“. Da der Große Weise keine Möglichkeit kennt, den Skill Ewiger Kerker aufzuheben, benutzt Rimuru kurzerhand seinen Unique-Skill „Raubtier“, um Veldora zu verschlingen und so mit ihm aus der Höhle zu entkommen. Doch das plötzliche Verschwinden des Drachens bleibt nicht unbemerkt! Es sorgt auf der ganzen Welt für Aufsehen und große Besorgnis.

Schon bald wird Rimuru klar, dass er als Schleim über ganz außergewöhnliche und nützliche Fähigkeiten verfügt: Er kann sowohl die Gestalt als auch die Skills sämtlicher Wesen übernehmen, die er verschluckt. Außerdem ist er dazu in der Lage, in seinem Inneren äußerst wirksame Heiltränke und originalgetreue Kopien von zuvor aufgesaugten Gegenständen herzustellen. Mit den Skills, die er auf diese Weise mit der Zeit ansammeln kann, beendet er die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen und wird ihr neues Oberhaupt. Wie sich herausstellt, schenkt man anderen Wesen etwas von seiner eigenen Magie, wenn man ihnen einen Namen gibt, denn sobald Rimuru sämtliche Goblins getauft hat, verliert er vor Erschöpfung das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, sind sie alle viel größer und stärker. Selbst der Dorfälteste ist plötzlich wieder ein stattlicher junger Mann. Doch da niemand von ihnen über handwerkliches Know-How verfügt, ist es ihnen unmöglich ein Dorf aufzubauen, in dem sie alle gemeinsam leben können. Also zieht Rimuru los, um für diese Aufgabe einen Zwerg zu rekrutieren. Nachdem er dem Waffenschmied Kaijin in Dwargon, dem Zwergenkönigreich, dabei hilft, rechtzeitig 20 Langschwerter aus Magiestahl zu erschaffen, ist dieser so dankbar, dass er sich für Rimuru sogar mit Minister Bester anlegt. Allerdings führt diese Aktion dazu, dass sie in den Königspalast abgeführt werden…

Eigene Meinung:
Mangas, in denen sich der Held urplötzlich in einer RPG-artigen Fantasy-Welt wiederfindet, gibt es inzwischen zuhauf. Also hat sich in Japan ein neuer Trend breitgemacht: Geschichten, in denen sich der Protagonist in einer Fantasy-Welt wiederfindet, allerdings als etwas total Unvorteilhaftes wiedergeboren wurde. „Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!“ ist zwar das erste Werk dieser Art, welches es nach Deutschland geschafft hat, in Japan gibt es allerdings noch sehr viel mehr davon und auch hierzulande legt MangaCult schon nächstes Jahr mit dem Manga „Ich bin eine Spinne, na und?“ nach. Was also in den Augen der deutschen Leserschaft zunächst wie die Innovation schlechthin wirken muss, ist eigentlich alles andere als originell. Bereits 1991 ist in Japan ein Videospiel mit dem Titel „Jerry Boy“ (bzw. „Jelly Boy“) erschienen, in dem der Protagonist in eine blaue Geleebohne verwandelt wird, die frappierende Ähnlichkeit mit Rimuru in diesem Manga hat.

Der vorliegende Manga basiert auf einer erfolgreichen Light-Novel-Reihe, was man daran merkt, dass der Anhang in Romanform als eine Art Tagebuch verfasst wurde. Als kleinen Bonus findet ihr nämlich hinten im Band die gesamte Story noch mal aus der Sicht von Veldora zusammengefasst, der sich ja leider nicht mehr zu Wort melden kann, seit er von Rimuru verschluckt wurde. Diese Idee gefällt mir sehr gut, da sie dem sympathischen Drachen ermöglicht, Selbstreflexion zu betreiben und Rimurus Handlungen zu bewerten. Lobend hervorheben muss man auch Taiki Kawakamis zeichnerische Interpretation des Stoffs, insbesondere zu Beginn, als Rimuru noch blind ist. Sicherlich war es eine ganz schöne Herausforderung Rimurus Gemütszustände darzustellen, wo er doch ein Schleim ist. Nichtsdestotrotz ist dieses Unterfangen absolut geglückt. Aber auch die beeindruckende Art, wie er Veldora, die Wölfe und all die anderen magischen Geschöpfe zu Papier bringt, ist ein wahrer Augenschmaus. Das große Manko an diesem Manga ist für mich allerdings die Story. Von der bereits angesprochenen mangelnden Originalität abgesehen, bekommt man als Leser leider das Gefühl, dass Rimuru alles in den Schoß fällt. Von Anfang an ist er trotz seiner mickrigen Gestalt völlig übermächtig und alles verläuft einfach viel zu reibungslos. So unterwerfen sich ihm die Wölfe, obwohl er ihren Rudelführer tötet und die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen ist einfach viel zu abrupt beigelegt. Vor dem Hintergrund, dass Rimuru nach der Schlacht tagelang bewusstlos war, hätte ich es realistischer gefunden, wenn es in der Zwischenzeit weitere Konflikte zwischen Goblins und Wölfen gegeben hätte. Rimuru hat zwar wirklich pfiffige Einfälle, aber dennoch mangelt es zumindest im ersten Band noch an Spannung und echten Herausforderungen für den kleinen tapferen Schleim.

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt!: © 2015 Mitz Vah, Fuse, Taiki Kawakami, Kodansha / Altraverse

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Hello Kitty – Entdecke Überraschungen!

Name: Hello Kitty
Englischer Name: Hello Kitty
Japanischer Name:
Herausgebracht: Frankreich: VIZ Media Europe S.A.R.L. Frankreich 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Story: Anastassia Neislotova, Sarah Goodreau
Zeichnungen: Jacob Chabot, Ian McGinty, Giovanni Castro, Jorge Monlongo
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 9,00 €

Story
Hello Kitty und ihre Freunde erleben in „Hello Kitty – Entdecke Überraschungen!“ eine Vielzahl von bunten Abenteuern.

So kommt es am Strand zu einem Hai-Angriff, der alle in Angst und Schrecken versetzt. Doch hinter all dem steckt eigentlich nur Tracy, der zurzeit ein spannendes Buch über Hai-Geschichten liest.

Eines Tages finden Dear Daniel und Hello Kitty ein gigantisches Ei! Wie toll wäre es, wenn daraus ein Dino schlüpfen würde, … oder vielleicht doch nicht?

Zudem kommt Super Hello Kitty bei ihrem anstrengenden Alltag ganz schön aus der Puste. Sie rettet Katzen von Bäumen, hilft Fifi eine Steinstatue zu bauen und dreht die Erde schneller voran, damit die Zeit bis zur Öffnung des Postamts schneller vergeht und Dear Daniel einen dringenden Brief abschicken kann. Doch Dear Daniel will sich revanchieren und der lieben Hello Kitty helfen.

Und Dear Daniel ist ganz aufgeregt, als er aus Versehen ein Kaugummi verschluckt. Der muss da wieder raus! Nur wie? Kurzerhand erfindet Hello Kitty eine Schrumpfmaschine, um in Dear Daniels Bauch zu fliegen und das Kaugummi wieder herauszuholen.

Eigene Meinung
„Hello Kitty – entdecke Überraschungen“ (Band 1) steckt, wie es der Titel schon sagt, voller Überraschungen. Nicht nur, dass der ganze Band komplett in Farbe erscheint und als Extra einen niedlichen „Hello Kitty“-Stickerbogen mitbringt, sondern das Buch kommt auch ohne ein einziges, gesprochenes Wort aus.
Tatsächlich lebt „Hello Kitty – entdecke Überraschungen“ nur durch die Kraft der Bilder. Und das gelingt erstaunlich gut. Man erkennt zwar nicht immer die Beweggründe oder Ursachen einer Handlung aber was gerade passiert, kann man nur anhand der Illustrationen gut verstehen.

„Hello Kitty – entdecke Überraschungen“ enthält 22 kleine Kurzgeschichten, die zumeist nicht mehr als sechs bis sieben Seiten einnehmen. Zudem wurden die Shortstorys von vier unterschiedlichen Zeichnern illustriert, bei denen man mal mehr, mal weniger den Unterschied merkt. Die Handlungen der einzelnen Kurzgeschichten sind allesamt ultraniedlich, wenn auch manchmal etwas einfach.

In Summe spricht „Hello Kitty – entdecke Überraschungen“ wohl eher das junge Publikum oder wahre „Hello Kitty“-Fans an. Mir persönlich hätte wahrscheinlich ein wirklicher Manga mit „Hello Kitty“ als Hauptfigur besser gefallen, aber das ist Geschmackssache. „Hello Kitty – entdecke Überraschungen“ ist jedenfalls mal was anderes und gibt „Hello Kitty“ mit seinem Großformat ein sehr edlen Auftritt.

©Izumi Mikage

Hello Kitty: © 2014 Jacob Chabot / Ian McGinty/ Giovanni Castro/Jorge Monlongo/ Anastassia Neislotova/ Sarah Goodreau, VIZ Media Europe S.A.R.L/Tokyopop

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Miyako – Auf den Schwingen der Zeit: Satellite Stories

Name: Miyako – auf den Schwingen der Zeit: Satellite Stories
Englischer Name:
Japanischer Name: Katayoku no labyrinth satellite stories
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kyoko Kumagai
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 € bzw. 12,00 €

Story
Miyako und ihre Freunde fahren endlich auf Klassenfahrt und das ausgerechnet ins Paradies Okinawa. Was für ein Traum, denkt sich Miyako: den ganzen Tag am Strand liegen, schwimmen gehen und als „i-Tüpfelchen“ auch noch Hiroto in Badehose sehen.

Doch für Tsukasa ist dies nicht die erste Klassenfahrt nach Okinawa. Er ist in der Zeit zurückgereist um Miyako glücklich zu machen und ihr aus diesem Grund seine Liebe zu gestehen.
Als Miyako, Tsukasa, Hiroto und Momoko von einem Liebes-Ritual der Insel hören, sind sofort alle Feuer und Flamme. Wer am Strand einen Ring in Form eines Herzens findet und diesen als Paar betrachtet, der wird für ewig zusammen bleiben, so die Legende.

Als Hiroto Miyako bittet, ihn bei der Suche zu begleiten, kann Miyako ihr Glück kaum fassen. Doch die Seifenblase platzt, als er ergänzt, dass er den Ring für Miyakos Schwester, Hotaru, finden möchte.

Dennoch machen sich alle zusammen auf die Suche, auch wenn nach vielen Stunden leider immer noch kein herzförmiger Ring zu sehen ist. Erst ein Tipp eines einheimischen Lokals bringt Tsukasa den entscheidenden Hinweis. Doch als Tsukasa mit Miyako auf einen Felsvorsprung klettert und ihr die Liebe gesteht, während sie die herzförmige Felsformation betrachten, bricht Miyako in Tränen aus. Sie kann ihre Gefühle für Hiroto einfach nicht verdrängen. Kann es Tsukasa irgendwann schaffen, Miyako glücklich zu machen?

Neben dieser zuckersüßen Kurzgeschichte finden sich noch viele weitere Erzählungen rund um Tsukasa und Miyako in diesem Sonderband.

So überrascht Tsukasa das Geburtstagskind Miyako nicht nur mit einem niedlichen Geschenk, sondern auch noch mit einem Liebesgeständnis. Und Miyako muss allen Mut zusammennehmen, als sie in der Zukunft auf ihren erwachsenen Tsukasa trifft, der mit ihr zum Schreinfest gehen möchte.

Eigene Meinung
Fans von „Miyako – auf den Schwingen der Zeit“ dürfen sich freuen: Es gibt endlich ein Wiedersehen mit Tsukasa und Miyako! Auch wenn zwischen dem Abschluss der Serie und der Veröffentlichung des Sonderbands nicht viel Zeit vergangen ist…

Der Leser bekommt hier noch einmal ein paar „Leckerbissen“ rund um das Liebespärchen Tsukasa & Miyako. Die Geschichten sind alle sehr niedlich erzählt, bringen jedoch keine weiteren Erkenntnisse über die eigentliche Story. Es wäre zu schön gewesen, wenn der Leser noch ein paar zusätzliche Hintergrundinformationen oder überraschende Details über die eigentliche Serie erfahren hätte.

Für die Leser, die geringfügig mehr Geld in die Hand genommen haben, gibt es als Belohnung neben dem Sonderband noch einen Sammelschuber, ein Story Board, einen Notizblock und Artworks. Ein Muss für jeden Fan!
Leider lag uns von Pummeldex nur die einfache Version des Sonderbands vor, sodass ich das Zusatzmaterial nicht näher beurteilen kann.

Für alle, die sich in das Pärchen Miyako & Tsukasa verliebt haben und nicht genug von den beiden bekommen können, wird das Sonderband sicherlich der krönende Abschluss der Serie sein.

©Izumi Mikage

Miyako – auf den Schwingen der Zeit: Satellite Stories: © 2016, Kyoko Kumagai, Shogakukan/Tokyopop

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