Mermaid Prince

Name: Mermaid Prince
Englischer Name:
Originaltitel: Ningyo Ouji
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Kaori Ozaki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Die erste Geschichte handelt von Akari und Fumika, die beste Freundinnen sind und nahezu jede Minute miteinander verbringen. Oft träumen sie in der Bahn zur Schule davon, zusammen bis zur Endstation Ametsukigahara zu fahren und das Leben zu genießen. Doch bisher haben sich beide nie getraut, Taten folgen zu lassen.

Als jedoch Fumika eines Tages verkündet, mit Kaji aus der Parallelklasse zusammen zu sein, ändert sich für Akari alles. Ihre Freizeit verbringt Fumika nun immer mehr mit Kaji. Als Fumika nicht einmal mitbekommt, als Akari in der Bahn von einem Fremden angefasst wird, zerbricht für Akari eine Welt. Beide gehen seitdem getrennte Wege.

Die Jahre vergehen und Akari geht mittlerweile an die Oberschule. Eines Nachmittags im Buchladen sieht sie jedoch Kaji. Sie traut ihren Augen nicht, als er versucht ein Buch zu stehlen und natürlich prompt erwischt wird. Akari kann einfach nicht anders, als Kaji zu helfen. Sie schubst ein Regal um und sorgt für Ablenkung. Beide fliehen und setzen damit den ersten Schritt für eine richtungsweisende Zukunft.

In „Mermaid Prince“ sind Mugi und seine große Schwester vor Kurzem auf die kleine Insel gezogen. Eigentlich wollte er lieber in der Großstadt bleiben, aber als sich seine Schwester in Kotaro von der Insel verliebt und sich beide verloben, beschließt diese mit Mugi umzuziehen.
Zum Glück für Mugi trifft er auf seine Klassenkameradin Matori, die ihm seitdem eine gute Freundin ist.

Dennoch kann sich Mugi einfach nicht mit der Insel und dem Meer anfreunden. Gerne würde er im Meer tauchen gehen, um eines Tages eine Nixe zu treffen, aber durch sein Asthma ist ihm das verwehrt. Umso schlimmer für ihn, dass Kotaro ausgerechnet Tauchlehrer ist. Ein Grund mehr für Mugi, ihn zu verachten.

Doch als Kotaro eines Tages auf offenes Meer hinausgezogen und vermisst wird, bemerkt Mugi, wie sehr das Glück seiner Schwester mit diesem Mann zusammenhängt. Er beschließt, alles zu tun, um Kotaro zu retten. Mugi und Matori machen sich auf die Suche nach einer Nixe, denn wer eine Nixe sieht, kann sich von dieser einen Wunsch erfüllen lassen. Doch damit beginnt auch eine Reise, die mit vielen Gefahren verbunden ist.

Eigene Meinung
Endlich gibt es Nachschub von Kaoru Ozaki. Bereits „Our Summer Holiday“ hat viele Leser in seinen Bann gezogen. Und auch „Mermaid Prince“ schafft es, mit einer gefühlvollen und einfühlsamen Geschichte, zu begeistern.

Dabei ist „Mermaid Prince“ eine Sammlung von 3 Kurzgeschichten (zwei längeren und eine kurze). Überraschenderweise ist jedoch erst die letzte Shortstory die, die dem Band seinen Namen gab. Und auch wenn bereits die erste Handlung um Akari, Fumika und Kaji tiefgründig und berührend ist, überzeugt eben vor allem „Mermaid Prince“.

Vor allen die Bilder von Kaoru Ozaki machen ihre Serien zu etwas ganz Besonderen, denn diese transportieren die Geschichte von „Mermaid Prince“ so eindrucksvoll und fließend, wie ein Film.

 „Mermaid prince“ hat mich ebenso überzeugt wie „Our Summer Holiday“. Eine absolut empfehlenswerte, kurzweile Reise, die den Leser emotional packen und mitreißen wird.

© Izumi Mikage

Mermaid Prince: © 2015 Kaori Ozaki, Shinshokan/ Carlsen

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Final Fantasy – Lost Stranger

Name: Final Fantasy – Lost Stranger
Englischer Name: Final Fantasy: Lost Stranger
Originaltitel: Final Fantasy Lost Stranger
Herausgebracht: Japan: SQUARE ENIX 2017
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Story: Hazuki Minase
Zeichnungen: Itsuki Kameya
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 13,00 €

Story
Shogo arbeitet bei Square Enix. Allerdings kann er sich leider nicht in den Umfang in „Final Fantasy 14“ einbringen, wie er es gern würde. Schon als Kind hat er davon geträumt ein Spiel zu erschaffen, dass alle Erwartungen noch übertreffen würde. Nun fühlt er sich eher deprimiert! Zwar schafft es seine Schwester Yuko ihn wieder aufzumuntern, allerdings kommt es kurz darauf zu einem folgenschweren Unfall. Dieser befördert die Beiden in eine Welt, welcher „Final Fantasy“ ziemlich ähnlich ist und doch wieder nicht.

Nur nimmt gerade Shogo das Leben dort ein wenig zu leicht! Dies führt zu einem grausamen Verlust! Woraufhin er sich mit neuen Freunden und einer Gilde, die sie sich anschließen, daran macht den Zauber zu finden der Tote wiedererwecken kann.

Wird ihnen dies gelingen? Oder ist die Gefahr zu groß?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Final Fantasy – Lost Ranger“ sehr gut. Das was „Final Fantasy“ ausmacht kommt darin sehr gut zur Geltung. Zudem ist die Geschichte wirklich interessant, auch wenn sie nicht wirklich was neues ist. Schließlich gibt es so einige Manga in denen die Protagonisten auf einmal in eine ihnen völlig fremde Welt geraten und darin überleben müssen. Aber eben dadurch das es „Final Fantasy“ ist, sieht man darüber gern hinweg.

Allerdings hätte ich mich noch ein wenig mehr darüber gefreut, wenn man noch näher auf Shogo und seine Schwester in der „realen Welt“ eingegangen wäre. Für meinen Geschmack wurden sie zu schnell in diese unbekannte Welt geworfen. Ansonsten macht es aber einfach Spaß den Manga zu lesen und man fiebert mit um zu erfahren, was es mit seinen neuen Freunden und der Gilde auf sich hat und ob er sein Ziel am Ende erreicht.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht wie viel Herzblut reingesteckt wurde, gerade bei der Darstellung der Welt und ihrer Bewohner. Am niedlichsten kommen dabei das Mogry und die Chocobos herüber. Doch auch die Actionszenen sind nicht zu verachten. Sie sind sehr dynamisch und spannend gezeichnet.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist gut gewählt, da es in dem Manga doch recht actionreich und emotional zu geht.

Fans von Final Fantasy und wirklich guten Fantasygeschichten, sollten bei „Final Fantasy – Lost Ranger“ auf jeden Fall zugreifen. Damit macht man garantiert keinen Fehler!

Final Fantasy – Lost Stranger: © 2017 Hazuki Minase, Itsuki Kameya, SQUARE ENIX/ Carlsen

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Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft

Name: Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft
Englischer Name: Mirai
Originaltitel: Mirai no Mirai
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2018
Deutschland: KAZÉ 2019
Autor: Mamoru Hosoda
Illustrator: Studio Chizu
Bände: Einzelband
Preis pro Band: Softcover: 9,90 €
Hardcover: 15,00 €

Story:
Die Stadt Isogo in Japan. Ein frisch verheiratetes Paar kauft ein kleines Haus mit einem kleinen Garten, in dem ein kleiner Baum wächst. Eines Tages beschließt die Frau aus heiterem Himmel, dass sie sich einen kleinen Hund zulegen. Sie nennen ihn Yukko und verwöhnen ihn wie ein eigenes Kind. Jahre später kommt ihr erstes Kind auf die Welt: ein Junge, den sie auf den Namen Kun taufen. Als Kun 4 Jahre alt ist, gebärt seine Mutter Yumi schließlich ein kleines Mädchen namens Mirai, was eine Menge Veränderungen nach sich zieht, die Kun überhaupt nicht in den Kram passen. Da nur der Vater von Zuhause aus arbeiten kann, muss er sich von nun an um die Kinder und den Haushalt kümmern, während die Mutter oft auf Geschäftsreisen ist, wodurch Kun sie viel weniger zu Gesicht bekommt. Und wenn sie dann mal Zuhause ist, kümmert sich die böse Hexe nur noch um Mirai, als ob sie Kun gar nicht mehr lieben würde. Er will nicht ihr Bruder sein, denn er kann diesen Säugling einfach nicht leiden! Kurzerhand ärgert er das Baby, das natürlich prompt zu weinen anfängt, woraufhin er gehörigen Ärger von Yumi bekommt. Wütend und traurig läuft der Junge in den Garten, doch plötzlich sieht alles ganz anders aus und vor ihm steht ein Mann, der ihm Eifersucht unterstellt. Bald wird Kun klar, dass es sich bei ihm um seinen Dackel Yukko handelt, der ihm erzählt, dass auch ihm einst die Liebe entzogen wurde – nämlich als Kun geboren wurde! Seither gibt es für das arme Tier nur noch Sonderangebote zu fressen und die ihm entgegengebrachte Zuwendung hat auch schwer nachgelassen. Daraufhin erzählt Kun seinem Vater, dass Yukko leckereres Futter möchte und der Dackel bekommt endlich mal wieder sein Leibgericht.

Das Puppenfest steht an und einer Legende zufolge verzögert sich die Hochzeit der Töchter für jeden Tag, den die Puppen nach dem Feiertag länger stehen bleiben, um ein ganzes Jahr nach hinten. Als der völlig überarbeitete Vater tatsächlich vergisst, die Puppen wieder wegzuräumen, taucht vor Kun augenblicklich eine Mittelschülerin auf, die vorgibt seine kleine Schwester Mirai aus der Zukunft zu sein! Auch Yukko sieht auf einmal wieder wie ein Mensch aus und zu dritt beschließen sie, die Puppen wegzuräumen, ohne vom Vater ertappt zu werden. Dafür muss Kun ihn ablenken, während Yukko und Mirai sich die Puppen schnappen, was natürlich einiges an Überzeugungsarbeit erfordert. Mirai spielt also so lange mit ihm das „Achtung, Biene“-Spiel, bis er doch noch einwilligt, den beiden zu helfen. Nach erfolgreich durchgeführter Mission fragt Mirai Kun, ob er sie wenigstens jetzt ein bisschen leiden kann, doch er schüttelt den Kopf, woraufhin Mirai beleidigt in ihre Zeit zurückkehrt. Schon bald schafft es auch Kun, in die Vergangenheit zu reisen und so Yumi als Kind kennenzulernen, die, zu seinem Erstaunen, noch viel rebellischer und frecher war als er jetzt. Als sich Kun schwer damit tut, Fahrrad fahren zu lernen, bringt ihm das frühere Ich seines Uropas das Reiten bei und macht mit ihm eine Spritztour auf dem Motorrad. Immer wieder verschlägt es Kun in andere Zeiten und an seltsame Orte und jedes Mal lernt er eine wichtige Lektion über Familie, den Wandel der Zeit und sogar über sich selbst.

Eigene Meinung:
„Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft“ ist der Roman zum gleichnamigen Anime-Film und wurde von dessen Regisseur und Drehbuchautor Mamoru Hosoda verfasst. Er verarbeitet darin seine eigenen Erfahrungen damit, wie es für seinen Sohn gewesen sein muss, als dieser eine kleine Schwester bekam und plötzlich mit ihr um die Liebe der Eltern konkurrieren musste. Die Softcover-Variante ist leider sehr trist gehalten und beinhaltet keinerlei Schauwerte, weshalb ich euch bei Interesse eher zur Hardcover-Version raten würde, die Farbseiten mit Motiven aus dem Film beinhaltet. Der deutsche Titel ist ziemlich irreführend, da die Mirai aus der Zukunft in der gesamten Geschichte nur zwei kurze Auftritte hat und Kun viel stärker im Fokus der Handlung steht. Dementsprechend hatte ich von dieser Lektüre anhand des Titels und der Storybeschreibung des Verlags etwas ganz anderes erwartet. „Mirai no Mirai“ lässt sich auch mit „Die Zukunft der Zukunft“ übersetzen, was in meinen Augen ein passenderer Titel gewesen wäre, da Zukunft hier einmal metaphorisch für Kinder steht und somit auf die Zukunft der Kinder im Allgemeinen anspielt. So hat jede Generation der im Buch beschriebenen Familie ganz eigene Probleme, Sorgen und Wünsche – vom Uropa bis zur Urenkelin. Dabei werden selbst schlimme Kriegsszenarien aus dem 2. Weltkrieg beschrieben, weshalb dieses Buch für Kinder eher ungeeignet ist. Erschwerend hinzu kommt, dass Hosoda ganz gerne mal in den Nerd-Modus verfällt und über mehrere Seiten hinweg lang und breit verschiedene Züge beschreibt und welche Linie wohin fährt, was selbst für Erwachsene sehr ermüdend sein kann. Sicher, Kun kann sich für dieses Thema begeistern, aber das hätte man als Leser auch begriffen, wenn es einem in niedrigerer Frequenz unter die Nase gerieben worden wäre.

Der Aufbau der Story ist ziemlich wirr und man fragt sich bis zum letzten Kapitel, worauf der werte Herr Hosoda nun eigentlich hinauswill. Allerdings ist mir die Botschaft hinter dem Ganzen, die dann deutlich wird, doch sehr nahe gegangen und das rührende Ende macht einiges wieder wett, was der stellenweise belanglos wirkende Hauptteil in den Sand gesetzt hat. Übrigens hat Hosoda seinerzeit bei den ersten beiden „Digimon Adventure“-Filmen Regie geführt und an einigen Stellen im Buch hat er sogar möglicherweise Inspiration daraus gezogen. So haben mich Kuns Versuche, Fahrrad fahren zu lernen, daran erinnert, wie Tai es in der ersten Staffel seinem jüngeren Ich beibringt und der schwarze Zug in die Einsamkeit erinnert stark an das Trailmon, das Takuya kurzzeitig in die reale Welt zurückbringt. Wer sich den Film ansieht und danach das dringende Bedürfnis verspürt, mehr über jeden einzelnen darin gezeigten Shinkansen zu erfahren, ist hier goldrichtig. Generell rate ich euch, zuerst den Film anzusehen und den Roman nur zu kaufen, wenn euch der Anime begeistern konnte und ihr tiefer in die Materie eintauchen möchtet. 

Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft: © 2018 Mamoru Hosoda, Studio Chizu, Kadokawa / KAZÉ

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Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel

Name: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel
Englischer Name: That Time I Got Reincarnated as a Slime
Originaltitel: Tensei shitara slime datta ken
Herausgebracht: Japan: Micro Magazine 2014
Deutschland: Altraverse 2019
Autor: Fuse
Illustrator: Mitz Vah
Bände: 14 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 12,00 €

Story:
Als sein bester Freund Tamura auf offener Straße attackiert wird, geht Mikami dazwischen und opfert sich für ihn. Er wird abgestochen und während er stirbt, hört er plötzlich eine Stimme, die mit ihm redet, nichtsahnend, dass seine Antworten darüber bestimmen, mit welchen Skills er wiedergeboren wird und vor allem als was: Denn Mikamis Reinkarnation ist ausgerechnet ein Schleim in einer Fantasy-Welt! Die Stimme stellt sich ihm als Unique-Skill „Großer Weiser“ vor und nur er kann sie hören. Der kleine Schleim schließt mit dem mächtigen Sturmdrachen Veldora Freundschaft, der einst von einer Heldin mit dem Skill „Ewiger Kerker“ in der Höhle eingesperrt wurde, in der sich die beiden befinden. Als Zeichen der Freundschaft gibt Mikami Veldora den Beinamen Tempest und Veldora tauft Mikami auf den neuen Namen „Rimuru Tempest“. Da der Große Weise keine Möglichkeit kennt, den Skill Ewiger Kerker aufzuheben, benutzt Rimuru kurzerhand seinen Unique-Skill „Raubtier“, um Veldora zu verschlingen und so mit ihm aus der Höhle zu entkommen. Doch das plötzliche Verschwinden des Drachens bleibt nicht unbemerkt! Es sorgt auf der ganzen Welt für Aufsehen und große Besorgnis.

Schon bald wird Rimuru klar, dass er als Schleim über ganz außergewöhnliche und nützliche Fähigkeiten verfügt: Er kann sowohl die Gestalt als auch die Skills sämtlicher Wesen übernehmen, die er verschluckt. Des Weiteren ist er dazu in der Lage, in seinem Inneren äußerst wirksame Heiltränke und originalgetreue Kopien von zuvor aufgesaugten Gegenständen herzustellen. Mit den Skills, die er auf diese Weise mit der Zeit ansammeln kann, beendet er die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen und wird ihr neues Oberhaupt. Wie sich herausstellt, schenkt man anderen Wesen etwas von seiner eigenen Magie, wenn man ihnen einen Namen gibt, denn sobald Rimuru sämtliche Goblins und den neuen Rudelführer der Wölfe getauft hat, verliert er vor Erschöpfung das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, haben sie sich alle weiterentwickelt! Doch da niemand von ihnen über handwerkliches Know-How verfügt, ist es ihnen unmöglich ein Dorf aufzubauen, in dem sie alle gemeinsam leben können. Also zieht Rimuru erfolgreich los, um für diese Aufgabe einige Zwerge zu rekrutieren. Bei seiner Rückkehr schließen sich ihm auch noch weitere Goblin-Stämme an und sogar einige menschliche Abenteurer statten ihm einen Besuch ab, darunter Shizu, die vom Dämonenkönig Leon Cromwell in diese Welt beschworen wurde, der ihr den Elementargeist Ifrit eingepflanzt und ihr übel mitgespielt hat. Ifrit ergreift vollständig von ihr Besitz und läuft Amok, doch Rimuru kann ihn stoppen und der dahinscheidenden Shizu ihren letzten Wunsch erfüllen, sie zu verspeisen, wodurch Rimuru ihren Willen erbt, sich an Leon zu rächen. Außerdem ist er nun in der Lage, menschliche Gestalt anzunehmen!

Eigene Meinung:
Nachdem mich bereits der Manga schon nicht wirklich überzeugen konnte, hielt sich meine Begeisterung darüber, nun auch noch die Romanvorlage lesen und reviewen zu müssen, offen gestanden doch sehr in Grenzen. Zu allem Überfluss waren bei meinem Exemplar auch noch einige Seiten an den Rändern fest zusammen, sodass ich sie erst mal auseinanderschneiden musste, was natürlich nicht passieren darf, insbesondere in Anbetracht des mit 12€ doch recht hoch angesetzten Preises. Dafür besticht Band 1 mit einem sehr schönen Lesezeichen, einer Rimuru-Sammelkarte und Farbseiten, wobei mir Mitz Vahs Zeichenstil bei Weitem nicht so gut gefällt wie der von Taiki Kawakami, der den Manga zeichnet. Band 1 der Light-Novel-Reihe geht handlungstechnisch sogar noch weit über den ersten Manga-Band hinaus und beinhaltet eine lustige Bonusgeschichte darüber, wie Gobuta einst ganz allein das Zwergenreich erreicht hat.

Tatsächlich lohnt es sich in diesem Fall absolut sowohl den Manga als auch die Romane zur Hand zu nehmen, da man z. B. nur im Manga erfährt, wie Veldora die Geschehnisse aus dem Inneren von Rimuru wahrnimmt, während der Roman auf einiges eingeht, was mich am Manga gestört hat: So gibt Rimuru den Wölfen und Goblins hier vor seiner Ohnmacht explizit den Befehl, sich in Zweierteams zusammenzufinden und fragt Ranga, ob er sich nicht an dem Schleim rächen will, wo er doch dessen Vater auf dem Gewissen hat. Nichtsdestotrotz bleibt für mich das große Manko an dieser Reihe, dass Rimuru von Anfang an völlig overpowered ist, wodurch kaum Spannung aufkommt. Zwischen den Kapiteln wird nach und nach Shizus tragische Geschichte erzählt, die mich ehrlich gesagt deutlich mehr angesprochen hat als die Hauptstory. Denn während Rimuru immer alles in den Schoß fällt, hatte Shizu es alles andere als leicht und konnte sich trotzdem viele Jahrzehnte lang tapfer in dieser fremden Welt behaupten. Im Roman werden sämtliche Skills viel ausführlicher erklärt als im Manga und man bekommt tiefere Einblicke in das politische System und den geografischen Aufbau der Fantasy-Welt, weshalb Fans des Animes und Mangas unbedingt zugreifen sollten!

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel: © 2014 Fuse, Mitz Vah, Micro Magazine / Altraverse

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The Love Exorcist

Name: The Love Exorcist
Englischer Name:
Originaltitel: Kyoai Catastrophe
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2014
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Haruta Mayuzumi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Als die junge Mei Zeugin eines Mordes wird, trifft sie auf Sawa. Dieser beschützt und glaubt ihr. Die Beiden kommen sich näher. Doch als die Beiden Gefühle für einander entwickeln, verwandelt sich Sawa in ein abscheuliches Monster und auch Meis Körper beginnt sich zu verändern. In dem Moment taucht Terris auf! Er ist der Love Exorcist, der auch für den vermeintlichen Mord, den Mei gesehen hat, verantwortlich war.

Zusammen mit seiner Partnerin Nike ist es seine Aufgabe Andro und Gynos daran zu hindern zu Androgynos zu verschmelzen und noch mehr Unheil anzurichten. In vergangenen Zeiten hat jemand den Androgynossamen erschaffen und ihn in zwei Teile geteilt. Diese nisten sich in den Herzen der Menschen ein. Treffen sich dann zwei Menschen die zueinander passen, werden sie aktiviert und die Menschen mutieren.

Wer steckt hinter der Erschaffung des Samens? Gibt es wirklich keine wahre Liebe mehr? Und wer sind Terris und Nike wirklich? Wie sind sie dazu gekommen diesen Job zu machen? Und wer ist der andere Love Exorcist, der den Beiden zu Hilfe kommen muss, als sie drohen dem Feind zu unterliegen?

Eigene Meinung
„The Love Exorcist“ hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Aber das ist eben meine Meinung!

Mir waren die Charaktere einfach zu blass. Über Terris und Nike erfährt man in diesem Band so gut wie gar nichts und daher findet man auch nur schwer Zugang zu der Geschichte. Man fiebert einfach nicht mit den Beiden mit.

Zudem spielen die verschiedenen Liebespaare nur eine untergeordnete Rolle. Es treffen sich eben Junge und Mädchen, entwickeln Gefühle und mutieren. Dann kommen Nike und ihr Partner und erledigen Andro und Gynos. Danach stirbt die Liebe und die Paare verlieren jede Erinnerung an einander. Was echt traurig ist und auch ein zynisches Bild auf die Liebe fallen lässt. Ich hoffe, dass man in den weiteren Bänden tiefer auf die Entstehung des Samens und die Hintergrundgeschichten der Hauptcharaktere eingeht, so dass man doch noch anfängt sich für deren Schicksal und Beweggründe zu interessieren.

Zeichnerisch ist der Manga aber wirklich gut. Gerade auf die Mutationen und die Kampfszenen wurde viel Wert gelegt, was diese wirklich sehr actionreich und dynamisch herüber bringt.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist aufgrund der actionreichen, recht brutalen Szenen auch mehr als gerechtfertigt.

Fans von interessanten Fantasygeschichten mit reichlich Action sollten selbst einen Blick in „The Love Exorcist“ werfen, um zu sehen, ob der Manga etwas für ihn ist.

The Love Exorcist: © 2014 Haruta Mayuzumi, Kadokawa/ Tokyopop

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Black Torch

Name: Black Torch
Englischer Name: Black Torch
Originaltitel: Black Torch
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Tsuyoshi Takaki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Der schroffe aber extrem hilfsbereite Teenager Jiro Azuma verfügt als Nachfahre einer Erblinie von Shinobis über die Gabe, mit Tieren zu sprechen und nutzt diese, um bei jeder Gelegenheit Tiere zu retten und zu beschützen. Eines Tages führt ihn eine Krähe in den Wald, wo er eine schwer verletzte Katze findet und gesund pflegt. Doch bei dem trotzigen schwarzen Kater Rago handelt es sich eigentlich um einen Mononoke, einen menschenfressenden Geist! Zu allem Überfluss scheint er auch noch ein ganz besonders mächtiges Exemplar seiner Spezies zu sein, weshalb es jeder auf seine Kraft abgesehen hat. Die aus Shinobis bestehende Behörde für Spionage hat Rago daher lange Zeit unter Verschluss gehalten, bis er von einer Horde Mononoke aus seinem erzwungenen Tiefschlaf geweckt und von dort befreit worden ist. Doch als Rago sich nicht mit den Mononoke hat verbünden wollen, haben sie ihn niedergeschlagen, woraufhin Jiro ihn aufgelesen hat. Genau diese Mononoke sind allerdings nach wie vor hinter Rago her und als sie ihn bei Jiro aufspüren, wird dieser beim Versuch, Rago zu verteidigen, lebensbedrohlich verletzt. Gerührt von dieser selbstlosen Tat verschmilzt der sonst so kühle Kater mit Jiro, wodurch seine Wunden heilen und er die Macht erlangt, mühelos Mononoke auszulöschen.

Die Behörde für Spionage nimmt Jiro, dessen Verschmelzung mit Rago wohl nicht wieder rückgängig gemacht werden kann, zunächst in Gewahrsam. Mit Hilfe einiger Krähen gelingt dem Jungen jedoch die Flucht und er kann zu seinem Großvater zurückkehren. Doch an Stelle von Wiedersehensfreude erwartet ihn dort ein Kampf auf Leben und Tod: Opa Toshimasa befürchtet nämlich, dass die Behörde seinen Enkel für den Kampf gegen Mononoke missbrauchen wird und will ihm dieses Schicksal, welches er einst selbst hat durchleben müssen, ersparen, indem er ihn umbringt. Als Jiro über seinen Schatten springt und Rago um Hilfe bittet, gibt sein Großvater schließlich auf. Allerdings bestätigt sich der Verdacht des Alten: Der Chef der Behörde für Spionage, Ryosuke Shiba, richtet zum Kampf gegen Mononoke eine neue Spezialeinheit mit dem Namen „Black Torch“ ein und Jiro soll ihr beitreten.

Eigene Meinung:
An „Black Torch“ scheiden sich die Geister. Einerseits gefällt mir die Grundidee unheimlich gut, dass der Protagonist mit Tieren reden kann und ihnen hilft, andererseits missfällt mir, welche Richtung die Geschichte einschlägt. Menschenfressende Monster kommen einfach in viel zu vielen Manga-Reihen vor und dass sich eine Einheit formiert, die besagte Kreaturen bekämpft, ist auch ein alter Hut. Während man das Paar wider Willen Jiro und Rago sehr schnell ins Herz schließt, fällt es umso schwerer mit den anderen Charakteren warmzuwerden. Da wäre Toshimasa, der seinem Enkel die Entscheidung kurzerhand abnehmen will, indem er ihn und sich selbst „aus Liebe“ hinrichten will und die unzumutbare arrogante Oberzicke Ichika, die pauschal alle Mononoke hasst, Jiro nach dessen unfreiwilliger Fusion dementsprechend wie Dreck behandelt und eine Aversion gegenüber Männern hat, die auf Frauen herabsehen. Man würde ihr am liebsten sagen, dass vielleicht gerade derartiges Zicken-Gehabe, wie sie es an den Tag legt, beim Gegenüber Frauenfeindlichkeit fördert und schürt. 

Der Einband ist sehr schön gestaltet: Der rote Hintergrund glänzt, während die schwarzen Flächen und die Charaktere matt gehalten sind und Band 1 hat auch noch eine ausklappbare Farbseite. Der Zeichenstil ist sehr ansprechend, insbesondere Rago ist mit seinem stets motzigen Gesicht einfach zuckersüß. Aber gleichzeitig wirken vor allem die Hintergründe meistens eher unsauber. Jiro erinnert sowohl optisch als auch charakterlich stark an Ichigo Kurosaki aus „BLEACH“, sogar ihr erster Auftritt im jeweiligen Manga ist 1:1 identisch, mit dem Unterschied, dass Ichigo Geister beschützt und Jiro eben Tiere. Von daher empfehle ich diesen Manga in erster Linie Fans von „BLEACH“, die zur Entlastung ihres Geldbeutels mal eine kurze Shonen-Serie suchen. Da wohl geplant war, dass diese Reihe um einiges länger wird, muss man jedoch damit rechnen, dass nicht alle Handlungsstränge befriedigend aufgelöst werden und das Ende einiges offen lässt.   

Black Torch: © 2016 Tsuyoshi Takaki, Shueisha / KAZÉ

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Ocean of Secrets

Name: Ocean of Secrets
Englischer Name: Ocean of Secrets
Originaltitel: Ocean of Secrets
Herausgebracht: USA: Tokyopop 2017
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Sophie-chan
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt (3 geplant)
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Die 15-jährige Lia ist ein Waisenmädchen, das an der kanadischen Küste in einer Pflegefamilie lebt. An ihre richtigen Eltern kann sie sich nicht erinnern, nur an ihre Zeit in einem Kinderheim. Doch auch in der „neuen“ Familie kann sie sich nicht richtig einleben. Eines Tages macht sie mit ihrer Adoptivschwester einen Bootsausflug. Im Sturm geht Lia über Bord, kann aber von dem Geschwisterpaar Moria und Albert gerettet werden.

Schnell zeigt sich: Lias normales Leben ist vorbei. Denn ihre Retter besitzen magische Kräfte und ihr Schiff segelt nicht etwa auf dem Wasser, sondern im Himmel. Von den Menschen auf der Erde unbeachtet schweben im Himmel drei Königreiche, darunter Lyronaz, die Heimat von Moria und Albert. Zurück können die beiden jedoch nicht. Denn Albert ist zuhause eines Verbrechens angeklagt, das er nicht begangen hat. Mit knapper Not konnten er und seine Schwester vor zehn Jahren fliehen.

Und auch Lia muss an Bord des Schiffs bleiben. Denn Menschen ohne Magie können im Wolkenmeer nicht überleben. So kommt Lia unversehns zu einer neuen Familie, denn die Geschwister nehmen sie bei sich auf. Und einige Zeit scheint es wirklich so, als würden die Jugendlichen viel Spaß miteinander haben. Dann aber macht Moria einen schweren Fehler, der die Friedensstifter der drei Königreiche auf ihre Spur führt. Und Albert steht immer noch recht weit oben auf deren Fahndungsliste…

Eigene Meinung
„Ocean of Secrets“ ist die erste Mini-Serie der aus dem Iran stammenden Mangaka Sophie-chan. Nachdem der Stoff zunächst im Eigenverlag erschien, wurde Tokyopop in den USA darauf aufmerksam. Nun erscheint die auf drei Bände Reihe auch in deutscher Sprache. Sophie-chan entführt darin in eine fantastische Welt, die sie auf interessante Weise mit der uns bekannten verbindet. Das Ganze wird ausgestaltet mit sympathischen Charakteren mit Potenzial zur Weiterentwicklung.

Optisch merkt man dem Manga zwar nicht inhaltlich, aber optisch die Entstehung außerhalb Japans an. Die Hintergründe sind sehr spärlich gehalten und die Gesichter wirken häufig wie aus einschlägigen Manga-Zeichenkursen entsprungen. Der Vergleich liegt nahe, immerhin ist die Autorin in der Netzgemeinde vor allem bekannt durch die Zeichenkurse auf ihrem Youtube-Channel.

Nichtsdestotrotz ist „Ocean of Secrets“ ein beachtliches Erstlingswerk. Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein. Ein zweiter Band ist bereits in den USA erschienen, ein dritter ist geplant.

© Rockita

Ocean of Secrets: © 2017  Sophie-chan Tokyopop

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Marry Grave

Name: Marry Grave
Englischer Name:
Originaltitel: Marry Grave
  Japan: Shogakukan 2018
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Hidenori Yamaji
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 4,99 € (Band 1 bis 30.06.2019)
7,00 € (Band 1 ab 01.07.2019, Band 2-5)

Story
Seit über 40 Jahren bereist Riseman Sawyer die Länder und sucht an allen Orten nach Zutaten für ein ganz bestimmtes Rezept – das Rezept der Toten. A Ihm selbst sieht man die verstrichene Zeit kaum an, denn er hat die Wirkung des Totenrezeptes am eigenen Leib erfahren. Auferstanden von den Toten, ist er zu einem Unsterblichen Zauberer geworden, der sogar in der Lage ist, alle seine Körperteile zu regenerieren oder bei Verlust sogar gänzlich neu zu erzeugen.

Aber für seine Unsterblichkeit wurde ein hoher Preis bezahlt. Seine Ehefrau Rosalie hatte Sawyer wieder zum Leben erweckt, nachdem dieser im Krieg gefallen war. Jedoch bezahlte sie dafür mit ihrem eigenen Leben, als einer der Zutaten fürs Totenrezept.

Nun sucht Sawyer ebenfalls nach all den Zutaten und hofft, dass er als Zutat statt seines Lebens, seine Unsterblichkeit einsetzten kann, damit er am Ende wieder glücklich mit Rosalie vereint ist.

Doch der Weg bis dahin scheint noch weit und gefährlich. Auf seiner Reise muss sich Sawyer vor menschenfressenden Orks verstecken, die alles und jeden auslöschen wollen. Und auf der Suche nach Feenstaub steht er einer sturen, abweisenden schwarzen Fee gegenüber, die alles andere als bereit ist, Sawyer zu helfen.
Zudem gerät er in den Tiefen des Waldes auf ein seltsames Mädchen, die mit ihrer Familie in einer Hütte im Wald lebt, als sei der Krieg zwischen Menschen und Orks nie ausgebrochen. Sawyer wittert sofort, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Eigene Meinung
„Marry Grave“ ist ein typischer Shonen-Manga der alten Schule – Epische Kämpfe, eine Vielzahl an Fabelwesen, kraftvolle Zauber und ein skurriler, lustiger aber auch starker Hauptcharakter, der Son-Goku, Ruffy oder Yo Asakura Konkurrenz machen könnte. Riseman Sawyers Charakter ist oft kindlich und einfältig. Er nimmt den Ernst der Lage scheinbar häufig nicht wahr und verhält sich unpassend albern. Aber steht das Leben seiner Begleiter auf dem Spiel, zeigt er plötzlich eine entschlossene und weise Seite. 

Und auch der Zeichenstil von „Marry Grave“ ähnelt Serien, wie „Shaman King“ oder „One Piece“.
Die Linien der Bilder sind vergleichsweise dick. Die Schatten werden nur selten mit Rasterfolie erzeugt, sondern werden oft noch mit viel schwarz gezeichnet. Handlungsorte weisen hingegen viele Details auf. Man taucht sofort in die unterschiedlichen, mystischen Umgebungen ein. Dabei kommt die beklemmende Atmosphäre des dunklen Waldes genau so gut rüber, wie die staubige Einöde der zerstörten Städte oder die idyllische Natur der Feensiedlung. Lediglich die Kampfszenen wirken ab und an überfrachtet, sodass man ein paar Sekunden länger braucht, um sich zu orientieren und zu erkennen, was gerade passiert.

„Marry Grave“ ist eine nette Fantasyreise, mit Orks, Feen, Drachen und magischen Kräften. Durch den episodenhaften Aufbau der Geschichten bleibt die Handlung kurzweilig und abwechslungsreich.

Wer auch Serien, wie „Dragonball“, „Seven Deadly Sins“ oder „Shaman King“ mochte, der findet sich in der Welt von „Marry Grave“ sicher pudelwohl. Es sei an der Stelle aber dennoch darauf hingewiesen, dass „Marry Grave“ mit fünf Bänden abgebrochen wurde.

© Izumi Mikage

Marry Grave: © 2018 Hidenori Yamaji, Shogakukan/ EMA

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Mein Leben als Werwolf-Butler

Name: Mein Leben als Werwolf-Butler
Englischer Name:
Originaltitel: Jinro Shitsuji no Busso na Nikka
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Megumi Muraoka
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Nachdem es die Werwölfe geschafft haben, sich aus der Knechtschaft der Vampire zu befreien, leben die meisten von ihnen auf dem Land. Allerdings hegen so einige noch immer einen Groll gegenüber ihren damaligen Herren. So auch Phil! Dessen Vater ist verschollen, nachdem er sich vor 15 Jahren auf den Weg gemacht hatte einen Vampir zu töten, um die Ehre der Werwölfe wieder herzustellen.

Nun tut es Phil ihm gleich! Er zieht nach London, um dort den stärksten aller Vampire zu töten. Eric ist allerdings völlig anders, als er gedacht hat und entgeht auch noch ständig seinen Mordanschlägen. Je mehr er mit diesem Vampir und dessen kleinen, verrückten Bruder Rey zusammen ist, desto mehr rückt sein Plan immer mehr in den Hintergrund.

Vielmehr findet er immer mehr Gefallen an seinem Leben als Butler! Nur wird das bei seiner Werwolf-Familie sicher nicht gut ankommen? Wird Phil seinen Plan durchziehen oder am Ende doch ein Leben als Butler von Eric führen wollen? Und was ist eigentlich damals mit Phils Vaters passiert?

Eigene Meinung
Ich fand „Mein Leben als Werwolf-Butler“ richtig, richtig gut. Genau die richtige Portion Humor, aber auch Drama. Dazu echt tolle Charaktere, die einen in ihren Bann ziehen und von denen man gerne mehr erfahren möchte.

Eric ist nun so gar kein typischer Vampir. Er strebt nach Geld, um sich seine Träume zu erfüllen und die sind mit unter doch recht banal. Dagegen ist Rey einfach nur knuffig, aber auch ziemlich verschlagen, aber das macht seinen Charme eben aus. Phil dagegen tut einem schon leid, weil er seinem Ziel einfach nicht näher kommt und dabei oft auch noch selbst verletzt wird! Zudem scheint er das Leben, welches er nun als Butler des Vampirs führt, auch noch immer mehr zu mögen!

Es wird sich wohl im zweiten, abschließenden Band zeigen, welchen Weg Phil wählen wird. Interessant bleibt es auf jeden Fall und ich hoffe auch, dass man noch erfährt was mit Phils Vater damals geschehen ist. Arbeitet der gar auch als Butler für einen Vampir oder ist ihm was schlimmes zugestoßen? Man wird es hoffentlich erfahren.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht den Zeichnungen an, dass viel Wert auf Details gelegt wurde, aber auch in die Darstellung der Charaktere.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt sehr gut. Es geht zwar ab und an etwas hoch her, wenn es um die Mordanschläge geht, aber nicht übermäßig brutal oder blutig. Zudem liegt der Fokus auch wesentlich mehr auf dem Humoranteil der Geschichte.

Fans von wirklich witzigen und interessanten Manga, sollten sich „Mein Leben als Werwolf-Butler“ unbedingt kaufen!

Mein Leben als Werwolf-Butler: © 2017 Megumi Muraoka, Shogakukan/ KAZÉ

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Akashic Records of the Bastard Magic Instructor

Name: Akashic Records of the Bastard Magic Instructor
Englischer Name: Akashic Records of Bastard Magic Instructor
Originaltitel: Roku de nashi majutsu koushi to kinki kyouten
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Charakterdesign: Kurone Mishima
Original-Story: Taro Hitsuji
Zeichnungen: Aosa Tsunemi
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story:
Glenn Radars lässt sich bereits seit einem Jahr von Celica Alphonia, der besten Magierin der kaiserlichen Magieakademie Alzanos, aushalten. Als Herr Huey, einer der Lehrer, urplötzlich spurlos verschwindet, zwingt sie den faulen Glenn dazu, für einen Monat als Aushilfslehrer einzuspringen, wovon dieser natürlich alles andere als begeistert ist. Seinen Schülern gegenüber macht er keinen Hehl daraus, dass er absolut keine Lust hat, sie zu unterrichten: Er kommt viel zu spät, schreibt bloß „Stillarbeit“ an die Tafel und legt sich dann schlafen. Außerdem beantwortet er keine Fragen und sieht den Mädchen beim Umziehen zu. Kein Wunder also, dass Sistine Fibel, eine seiner Schülerinnen, die als Lehrerschreck berüchtigt ist, die Nerven verliert und ihn zu einem Magierduell herausfordert. Es darf nur der Grundlagen-Zauber „Shock Bolt“ eingesetzt werden und sollte Glenn gewinnen, darf Sistine ihm keine Moralpredigten mehr halten. Sollte jedoch Sistine gewinnen, verpflichtet sich Glenn, seinen Job endlich ernstzunehmen und seinen Unterricht künftig ansprechend zu gestalten. Da nur Sistine die Kurzform des vereinbarten Zaubers beherrscht, gewinnt sie haushoch, doch Glenn macht trotzdem einfach weiter wie bisher. Schließlich streiten die beiden sogar darüber, welchen Stellenwert die Zauberei überhaupt hat. Während Sistine in der Magie die Möglichkeit sieht, den Dingen auf den Grund zu gehen, wie z. B. dem Fliegenden Schloss Melgarius, verabscheut Glenn sie als Kriegswaffe zum effizienten Töten von Menschen. Mit dieser Einstellung bringt er Sistine zum Weinen, die ihrem Großvater nacheifert, der ein berühmter Magier war.

Nach diesem Vorfall steht Glenn kurz davor, die Kündigung einzureichen, doch da beobachtet er seine Schülerin Lumia, die von Sistines Eltern adoptiert wurde, beim Zaubern üben und gibt ihr Hilfestellung. Sie erzählt ihm, dass sie einst von Magiern entführt und beinahe umgebracht wurde, woraufhin Glenn sich daran erinnert, dass er Lumia vor den Zauberern gerettet hat. Dabei ist ihr aufgefallen, dass er jedes Mal ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht hat, als er einen der Entführer töten musste. Ihr Ziel ist es daher zu verhindern, dass Magie missbraucht wird, damit ihr einstiger Retter nie mehr so ein trauriges Gesicht machen muss. Darüber hinaus will sie sich auch bei ihm bedanken, weil sie dazu damals gar keine Gelegenheit mehr gehabt hat. Lumias Worte motivieren Glenn dazu, sich bei Sistine zu entschuldigen und doch als Lehrer weiterzumachen. Auf anschauliche Weise lehrt er seine Schüler, warum es nicht unbedingt von Vorteil ist, seine Zaubersprüche abzukürzen und schnell spricht sich in der Schule herum, wie hervorragend sein Unterricht neuerdings ist, weshalb ihm sogar Schüler aus der Parallelklasse heimlich beiwohnen. Als alle Lehrer auf die Magiekonferenz in der Kaiserstadt fahren, soll nur Glenn ganz normal unterrichten, da seine Klasse durch Hueys Verschwinden mit dem Stoff hinterherhinkt. Diesen Umstand nutzen Terroristen für sich, um die Akademie zu infiltrieren und Lumia zu entführen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Glenn gemacht! Wird er Lumia retten können? Und welches Geheimnis trägt sie in sich, dass alle hinter ihr her sind?

Eigene Meinung:
Was lange währt, wird endlich gut! „Akashic Records of the Bastard Magic Instructor“ sollte eigentlich schon letztes Jahr im Oktober erscheinen, Band 1 ließ dann aber doch noch fünf Monate auf sich warten. Als kleine Entschädigung liegen der Erstauflage der ersten beiden Bände ein Lesezeichen und ein Poster bei. Das Lesezeichen in Band 1 ist übrigens beidseitig bedruckt und zeigt auf der einen Seite Faulpelz Glenn und auf der anderen Sistine. Man kann sich mit beiden sehr gut identifizieren. Einerseits habe ich vollstes Verständnis für Glenns Drang zum Faulenzen, andererseits kann ich ein Lied davon singen, wie enttäuschend es ist, wenn man ein Fach gern hat, aber der Lehrer null Motivation mitbringt und lieber Klassenfahrten plant oder Wett-Armdrücken veranstaltet, statt endlich mal das zu tun, wofür er eigentlich bezahlt wird: unterrichten! Dementsprechend kann ich Sistines Unmut absolut nachempfinden und frage mich im Nachhinein, ob ich in meiner Schulzeit nicht auch mehr hätte auf den Putz hauen sollen, wie sie es in diesem Manga tut. Trotz des Fantasy-Settings haben wir also eine sehr realistische Ausgangssituation, die so bestimmt jeder kennt.

Der Manga basiert übrigens auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Taro Hitsuji und ich hoffe sehr, dass sie es auch bald nach Deutschland schafft. Denn die Story bietet einen ausgewogenen Mix aus Fantasy, Comedy, Mystery und einem Hauch Erotik. Wenn es um Glenns und Lumias Vergangenheit geht, kommt auch noch etwas Drama ins Spiel, was sicher in künftigen Bänden noch für sehr viel Spannung sorgen wird. Wobei ich persönlich hoffe, dass die Serie auch in den Folgebänden ihrer Linie treu bleibt und die Leser in erster Linie kurzweilig unterhält, denn die Reibereien zwischen Glenn und Sistine sind einfach urkomisch und auch sonst sorgt Glenn mit seiner wechselhaften Art für sehr viele Lacher. Absolute Empfehlung also für Fantasy-Fans, die gerne lachen, aber auch eine anspruchsvolle und tiefgründige Story brauchen, um glücklich zu sein. 

Akashic Records of the Bastard Magic Instructor: © 2015 Kurone Mishima, Taro Hitsuji, Aosa Tsunemi, Kadokawa / Tokyopop

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