Fesseln des Verrats

Name: Fesseln des Verrats
Englischer Name:
Originaltitel: Uragiri Wa Boku No Namae Wo Shitteiru
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2006
Deutschland: Carlsen 2008
Mangaka: Hotaru Odagiri
Bände: 13 Bände
Preis pro Band: 6,00 € (Band 1-8), Preissenkung bei Nachdruck auf 5,95 €
6,95 € (Band 9-13)

Story
In „Fesseln des Verrats“ geht es um den jungen Yuki Sakurai. Dieser wurde als Baby ausgesetzt und in einem Waisenhaus großgezogen. Allerdings häufen sich nun seit einer Weile merkwürdige Vorkommnisse in seinem Umfeld und ehe er es sich versieht, ist er in einem Kampf um das Schicksal der Menschheit verstrickt. Ihm steht dabei die Familie Giou zur Seite, welche seine Kräfte brauchen, um gegen den Feind, die Duras, bestehen zu können. Doch was hat es mit Zess auf sich, einem abtrünnigen Duras, welcher Yuki zu schützen versucht? Was ist in der Vergangenheit geschehen, von der Yuki Albträume hat und in denen er immer wieder nach Luca ruft, auch wenn er sich nach dem aufwachen daran nicht mehr erinnern kann? Und kann der zarte Yuki dem Grauen, dass er erlebt, standhalten oder wird er daran zugrunde gehen?

Eigene Meinung
Mir gefällt „Fesseln des Verrats“ ganz gut. Bisher kommt zwar nicht viel Boys Love vor, allerdings kann sich dies in den Folgebänden noch ändern. Man fragt sich als Leser bereits im ersten Band, wie die Vergangenheit von Yuki und Luca genau ausgesehen hat. Wie kommt Luca damit zurecht, dass Yuki nun ein Junge ist und kein Mädchen mehr? Es gibt zudem reichlich Action und es werden einige Fragen aufgeworfen, die einem aber wohl erst mit der Zeit beantwortet werden. Ansonsten hat der Manga eigentlich von allem etwas: Drama, Action und Fantasy. Also eine perfekte Mischung um gut zu Unterhalten. Zudem wird es nicht eintönig, da auch auf die Nebencharaktere großen Wert gelegt wird. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit und Geschichte und trägt zur Entwicklung der Geschichte bei.

Die Zeichnungen sind ein wenig grob für meinen Geschmack, aber alle Charaktere sind gut getroffen und spiegeln einen Teil ihrer Persönlichkeit wieder. Detailreich wurde auch nicht wirklich gezeichnet, passt aber irgendwie auch zur Stimmung des Manga.

Der Lesefluss war ein wenig zäh, da die Panels hin und wieder doch sehr stark textlastig waren. Allerdings las man dennoch gern weiter, da einen die Geschichte doch schon ganz schön fesselt.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt an sich ganz gut, da die Action jetzt nicht arg brutal daher kommt und es bisher auch kein expliziten Szenen gegeben hat.

Für Fans der Mangaka, welche auch ihren Manga „Only the Ring Finger knows“ mochten, ist ein Kauf ganz sicher kein Fehler! Und auch solche Leser die gute, emotionale und actionreiche Manga mögen, sollten einen Blick riskieren! Man wird es definitiv nicht bereuen!

Fesseln des Verrats: © 2006 Hotaru Odagiri, Kadokawa Shoten/ Carlsen

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Hotaru Odagiri beendet „Fesseln des Verrats“

In der Juni-Ausgabe des Asuka-Magazins von Kadokawa Shoten wurde das letzte Kapitel von „Fessel des Verrats“ (OT: „Uragiri wa Boku no Namae o Shitteiru“) abgedruckt. Der 13. und damit letzte Band erscheint am 24. Mai in Japan. Seit 2005 erscheint die Serie im Asuka-Magazin.

Hierzulande können sich Fans nächste Woche auf den zwölften Band von „Fesseln des Verrats“ bei Carlsen freuen.

Bereits im Sommer wird Hotaru Odairi ein neues Projekt starten.

Quelle: ANN

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Only the Ring Finger Knows

Name: Only the Ring Finger Knows
Englischer Name: Only the Ring Finger Knows
Originaltitel: Sono yubi dake ga shitteiru
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2002
Deutschland: Carlsen 2006
Mangaka: Story: Satoru Kannagi
Zeichnungen: Hotaru Odagiri
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,00 €

Only the Ring Finger KnowsStory
Yuichi Kazuki ist auf der Schule von Wataru Fujii, einer der beliebtesten Schüler überhaupt. Er sieht gut aus, ist zu allen freundlich und schafft es sogar seinen Verehrerinnen einen Korb zu geben, ohne das es sie zu sehr verletzt. Doch nicht alle mögen ihn. Kawamura, ein Freund von Wataru, kann ihn nicht leiden, denn er hatte von der Klassenschönheit Mai Tachibana einen Korb bekommen, weil die eben unsterblich in den schönen Yuichi verliebt ist. Wataru selber hat eigentlich nichts gegen Yuichi. Das ändert sich aber schnell, als er sich in der Schultoilette das Gesicht waschen will. Er nimmt seinen Ring ab und legt ihn auf das Waschbecken. Ohne es zu wollen spritzt er mit Wasser um sich und wird so ganz nass. Plötzlich wird ihm ein Taschentuch entgegengehalten und als Wataru aufsieht steht er Yuichi gegenüber. Doch entgegen der landläufigen Meinung, dass dieser zu allen nett ist, verhält er sich Wataru gegenüber fies und ärgert ihn immer wieder.

Als sich die Wege beider wieder trennen und Wataru seinen Ring, der ihm viel bedeutet, wieder aufstecken will, passt dieser plötzlich nicht mehr. Er versteht die Welt nicht mehr und geht davon aus, dass er zugenommen hat, was aber innerhalb von fünf Minuten eigentlich schwer möglich ist. Während er noch darüber nachdenkt, kommt Yuichi in seine Klasse und hält ihm einen Ring entgegen, der genauso aussieht wie seiner. Es stellt sich heraus, dass beide den selben besitzen und dass sie ihn auf der Toilette vertauscht hatten. Prompt hat Yuichi wieder einen Grund Wataru aufzuziehen, denn der dachte ja, dass er zugenommen hätte.

Nun hat Wataru ein Problem. Alle Mädchen wollen wissen wo er den Ring her hat. Leider weiß er es nicht mehr. Er hatte ihn irgendwo gekauft, weil er billig war und eines Tages verloren. Da er ihn nicht wieder gefunden hat, fand er sich damit ab und wunderte sich sehr, als er plötzlich wieder auf seinem Platz lag. Daher ist der Ring etwas Besonderes für ihn. Trotz der ganzen Gemeinheiten entdeckt er an Yuichi eine andere, sensiblere Seite. Doch an der zweifelt er aber immer wieder, denn es sind immer nur kleine Momente in denen sich sein sonst so harter Blick ändert.

Prompt gehen jetzt Gerüchte herum, laut denen die beiden miteinander befreundet sind und die Schwester von Wataru will das ausnutzen. Eine Freundin von ihr findet Yuichi total süß und nun soll Wataru in ihrem Namen ein Geschenk überbringen. Alles wehren bringt nichts und so geht er mit dem Geschenk in die Schule. Als er es ihm überreichen will staunt er, denn dieses mal ist Yuichi nicht gemein zu ihm sondern sieht eher überrascht aus. Als er aber sagt, dass es eben von der Freundin ist, gibt er ihm das Geschenk zurück. Wataru will wissen warum und Yuichi sagt nur, dass er es nicht annimmt, weil er der Überbringer ist. Allgemein weiß Wataru nicht, wie er Yuichi einschätzen soll. Einerseits ist er immer wieder gemein, andererseits kann er auch nett sein.

Irgendwann sieht Wataru den Ring von Yuichi als ein Gegenstück zu seinem an und muss langsam einsehen, dass er sich in ihn verliebt hat. Doch als er Yuichi mit einer Frau im Park sieht, verliert er alle Hoffnung und schenkt seinen Ring einem kleinen Mädchen, welches er zufällig trifft, mit dem Versprechen sie zu heiraten. Als Yuichi das erfährt rastet er total aus und schreit ihn an, warum er so etwas getan hat. Es hätte ihn doch nicht gestört, dass beide denselben Ring tragen. Ein Wort gibt das andere und plötzlich küsst er ihn…

Eigene Meinung
Dieser Manga ist von Satoru Kannagi (Story) und Hotaru Odagiri (Art). Ich muss sagen, ein sehr gelungener Manga. Der Zeichenstil gefällt mir persönlich sehr gut, da die Charaktere schön ausgearbeitet sind, was man besonders bei den unterschiedlichen Gesichtsausdrücken von Yuichi sehen kann. Inhaltlich bin ich wirklich begeistert. Die Story ist romantisch erzählt, hat ein paar unerwartete Elemente und ist insgesamt schlüssig erzählt. Es ist zwar ein Shonen Ai Manga aber einer von der harmlosen Sorte. Bis auf die Kussszenen sieht man nichts was in die sexuelle Richtung geht. Von daher ist es richtig, dass es für diesen Manga keine Altersbeschränkung gibt. Gesamturteil eine glatte 1.

© Kari

Sono yubi dake ga shitteiru: © 2002 Satoru Kannagi / Hotaru Odagiri Tokuma Shoten / Carlsen

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Invisible Boy

Name: Invisible Boy
Englischer Name: Invisible Boy
Originaltitel: Toumei Shounen
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2005
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Hotaru Odagiri
Bände: 2 Bände, pausiert
Preis pro Band: 6,95 €

Invisible Boy Band 1Story:
Die Oukagakkan ist die Elite- Schule für Jungen. Nahezu alle Schüler, die auf diese Schule gehen sind außergewöhnlich begabt oder stammen aus besten Verhältnissen. Der Ruf der Oukagakkan ist hinreichend bekannt, so dass jeden Morgen Dutzende Mädchen an den Toren der Schule auf die Ankunft des extrem gutaussehenden Topschülers und Präsident des Schülerrates Yushi Kito warten. Yushi ist das teilweise überhaupt nicht recht, besonders da ihn andere Mitglieder des Rates beständig damit aufziehen. Zudem hat sich der eher stille, unscheinbare Nagi Tokieda in sein Herz geschlichen.

So entgeht es Yushi nicht, dass Nagi scheinbar etliche Probleme mit sich herum trägt, die dafür sorgen, dass er sich immer wieder von anderen abkapselt. Der Junge ist zwar ebenfalls beim Schülerrat und wird von den anderen herzlich aufgenommen, doch Yushi erkennt schnell, dass mit Nagi etwas nicht stimmt. Schließlich findet er heraus, dass sich Nagis Eltern sehr früh getrennt haben und sein Vater so gut wie nie daheim ist. Nagi kann sich selbst nicht leiden, da er sich die Schuld an der Scheidung seiner Eltern gibt und meidet daher seine Mitschüler.

Yushi fast schnell den Plan, dass sich das ändern muss. Er will Nagi beweisen, dass er dem Schülerrat viel bedeutet. Als erstes plant er eine Überraschungsgeburtstagsfeier für Nagi. Alle Mitglieder des Schülerrates machen begeistert mit, doch dann ruft plötzlich Nagis Vater an und verspricht nach Hause zu kommen. Yushis Überraschung fällt damit zwar ins Wasser, doch er gönnt es Nagi endlich wieder mit seinem Vater zusammen zu sein. Als dieser trotz Versprechen nicht daheim auftaucht, ist Nagi noch verletzter. Er zieht sich immer weiter zurück und schließlich beschließt Yushi das „Kirschblüten-Ritual“ durchzuführen, ein Ritual, dass seit Jahren keiner mehr bewältigt hat. Yushi muss dafür in kürzester Zeit eine Strecke hinter sich bringen, die nur schwer zu schaffen ist, doch er lässt sich nicht davon abbringen. Für Nagi möchte er die Strapazen auf sich nehmen…

Invisible Boy Band 2Eigene Meinung:
„Invisible Boy“ ist ein seichter Shonen-Ai Manga, der sowohl von der Story her, als auch von den Zeichnungen von Hotaru Odagiri stammt, die Mangaka, die die Novels „Only the Ringfinger knows“ umgesetzt hat. Leider kann „Invisible Boy“ nur schwer überzeugen. Die Handlung plätschert sehr eintönig und ausgesprochen langatmig vor sich hin. Es passiert fast nichts außergewöhnliches, man kann die Handlung komplett vorher sehen. Die einzelnen Kurzepisoden sind in sich hübsch gemacht, doch bieten so gar nichts neues. All dass gab es bereits sooft, dass man als Vielleser des Genres den Manga als langweilig und storyschwach empfindet. Man weiß einfach nicht in welche Richtung „Invisible Boy“ gehen soll, da alles sehr verworren und ungerichtet wirkt. Teilweise liegt das auch an den sehr flachen, unausgegorenen Charakteren. Dabei sind Yushi und Nagi die typischen Stereotypen, die das Genre so populär machen. Nagi ist schwach, will beschützt werden, hat eine schlechte Vergangenheit – Yushi ist stark, kann alles und will beschützen.

Hinzu kommen ein Haufen Randcharaktere, die die beiden umgeben. Man lernt den gesamten Schülerrat kennen und der ist recht groß. Das Problem dabei ist, dass man viele Charaktere nicht wirklich kennenlernt. Alles bleibt sehr oberflächlich, da die Mangaka versucht alle gleichermaßen zu beleuchten, was leider nicht funktioniert. Zudem erschwert das ähnliche Aussehen der Jungs das Lesen, da man öfters die Charaktere miteinander verwechselt.

Die Zeichnungen sind wie von Hotaru Odagiri nicht anders zu erwarten sehr schön, filigran und „luftig“. Wer „Only the Ringfinger knows” wegen der Zeichnungen mochte, kann bei diesem Manga wenig falsch machen. Teilweise wirken die Seiten etwas leer und langweilig, da mitunter keine Dynamik vorhanden ist, doch wenn man darüber hinweg sieht, bekommt man ein zeichnerisch solides Werk geliefert.

Von „Invisible Boy“ existieren bisher zwei Bände, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind. Da die Serie jedoch in Japan aufgrund Hotaru Odagiris Arbeit an „Fesseln des Verrats“ pausiert, ist eine Fortsetzung bisher nicht in Sicht.

Insgesamt ist „Invisible Boy“ eher etwas für die romantischen Boys Love-Leser, die keinen Wert auf explizite Szenen legen, sondern lieber die zarten romantischen Ansätze einer Beziehung miterleben möchten. Wer eine gut durchdachte und spannende Handlung sucht, ist bei diesem Manga definitiv falsch- die Story ist neben den Charakteren der große Schwachpunkt. Wer Hotaru Odagiri mag, dem wird auch „Invisible Boy“ gefallen; alle anderen sollte zunächst hineinblättern, ob diese Art von Manga wirklich ihren Geschmack trifft…

© Koriko

Invisible Boy: © 2005 Hotaru Odagiri, Tokuma Shoten / Carlsen

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