Bittersweet Chocolate

Name: Bittersweet Chocolate
Englischer Name:
Originaltitel: Tokenai koi to chocolate
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Reiko Momichi
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Tamako geht in die 9. Klasse und erlebt gerade, wie grausam das Schicksal sein kann.
Solang sie denken kann ist sie heimlich in ihren Mitschüler Kou verliebt. Doch jetzt hat sie erfahren, dass er in ein Jungeninternat einer anderen Präfektur wechselt. Tamako hat daher allen Mut zusammengenommen und beschlossen, Kou ihre Liebe zu gestehen. Der in 2 Tagen stattfindende Valentinstag ist dafür die perfekte Gelegenheit.

Doch so einfach will sie den Erfolg ihres Geständnisses nicht dem Zufall überlassen. Eine Legende ihres Ortes besagt, dass sich eine Liebe erfüllt, wenn man bei Vollmond einen persönlichen Gegenstand des Geliebten in den „Spiegelteich“ im Wald versenkt. Tamako macht sich daher auf dem Weg zum Teich, um Kous Radiergummi, das sie seit dem ersten Treffen aufbewahrt hat, in den Teich zu werfen und ihrem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen.

Aber dort angekommen, stellt Tamako fest, dass sie nicht alleine ist. Am Ufer läuft ein wunderschönes, aber traurig aussehendes Mädchen durchs Wasser. Bereits nach einem kurzem Wortwechsel stellen sie fest, dass beide aus dem gleichen Grund zum Spiegelteich gekommen sind – Sie haben den Wunsch nach einer glücklichen Liebesbeziehung.

Doch am Valentinstag kommt alles anders als geplant. Der Tag scheint wie verhext. Erst schafft Tamako es nicht, Kou in der Schule anzusprechen und dann zieht abends plötzlich ein gigantischer Schneesturm auf. Als Tamako endlich vor Kou steht und ihm beichtet, dass sie in ihn verliebt ist, weißt er Tamako zurück. Er ist bereits in einer Beziehung – und zwar mit dem Mädchen vom Spiegelteich!

Eigene Meinung
„Bittersweet Chocolate“ ist eine niedliche, wenn auch einfach gestrickte, Shojo-Geschichte. Zwar bemüht sich „Bittersweet Chocolate“, ausgefallene Elemente, wie die Legende um den Spiegelteich oder die Hintergründe von Kous Beziehung zum fremden Mädchen, mit hineinzubringen aber das gelingt leider nicht optimal. So ist der Zauber nach dem kurzen Auftritt des Spiegelteichs sogleich auch wieder verfolgen, weil dieser zu keinem späteren Zeitpunkt mehr thematisiert wird. Es ist also eigentlich ziemlich überflüssig, die Legende zu erwähnen.

Die Geschichte von „Bittersweet Chocolate“ wird sehr spunghaft erzählt und überrascht immer wieder mit teils surrealen Wendungen.

Der Zeichenstil ist hingegen sehr sauber und vor allem die Augen sehr ansprechend. Diese verleihen den Charakteren Tiefe und lassen sie lebendig wirken. Reiko Momochi bleibt ihren Stil dabei treu.

In Summe ist „Bittersweet Chocolate“ eigentlich ein unterhaltsamer Manga um Liebe und Herzschmerz, der es aber letztendlich leider nicht schafft, im Gedächtnis zu bleiben.

© Izumi Mikage

Bittersweet Chocolate: © 2016 Reiko Momichi, Kodansha/ EMA

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Geten no Hana – die Blume, die im Schatten blüht

Name: Geten no Hana
Englischer Name:
Originaltitel: Geten no Hana
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Ruby Party
Zeichnung: Yuka Kumada
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Wir schreiben die Zeit der Sengoku Ära. Die Reiche des alten Edo befinden sich im Kampf und streiten um die Vorherrschaft Japans. Alles sieht danach aus, als würde der Fürst Oda Nobunaga alle Provinzen unter seiner Führung vereinen können. Nur zwei Regionen, Chugoku und Shikoku, wehren sich noch Vehement, sich Nobunaga zu unterwerfen.

Die junge Hotaru vom Fujibayashi-Ninja-Klan erhält in diesem Machtkampf einen überraschenden Auftrag.
Sie wird von Mitsuhide, einem Gefolgsmann Nobunagas, mit dem Schutz von Oda Nobunaga beauftragt. Mitsuhide hat die Befürchtung, dass es in den eigenen Reihen einen Verräter gibt, der Nobunaga an der Herrschaft hindern will. Da Mitsuhide aber nicht weiß, um wen es sich handelt, ist höchste Vorsicht geboten. Aus diesem Grund soll sich Hotaru unauffällig unter die Leute Nobunagas mischen und Ausschau nach verdächtigen Aktivitäten halten. Ein Glück, dass sie sich als Ninja auf Verkleidungskünste spezialisiert hat. Doch so einfach scheint der Auftrag dann doch nicht zu werden, denn Hotaru kann sich zwar wunderbar in Tiere verwandeln aber nicht in eine Prinzessin, wie es Mitsuhide von ihr verlangt. Sie soll sich als Prinzessin Kikyo, Mitsuhides Schwester, in der Burg Azuchi einquartieren. Das fällt Hotaru allerdings außerordentlich schwer. Als Ninja ist sie es gewohnt, in einfachen Verhältnissen zu leben. Sich aber als Adlige auszugeben ist für sie eine Herausforderung. Bereits die ersten Gespräche als Prinzessin Kikyo klingen eher wie aus einem schlechten, historischen Roman. Zum Glück ist Kikyo bildhübsch, sodass sie mit ihrem Aussehen von ihren Fehlern ablenken kann.

Als sie das erste Mal auf Oda Nobunaga trifft, entgeht auch ihm die Schönheit Kikyos nicht. Er verfällt ihr sofort und bittet bereits beim ersten Treffen um ihre Hand.

Doch Nobunagas Wachmänner stehen Kikyo nicht so aufgeschlossen gegenüber. Vor allem der kindliche Ranmaru ist ihr gegenüber sehr misstrauisch. Unter diesen Umständen ist es schwierig, Informationen zu sammeln und die Tarnung aufrecht zu halten. Ob es Hotaru, alias Kikyo, schaffen wird, den Verräter ausfindig zu machen, bevor etwas Schlimmes passiert?

Eigene Meinung
In Zeiten, in denen Geschichten aus dem alten Japan, wie „Unterm Wolkenhimmel“ oder „Sengoku Vamp“, in Deutschland beliebt sind, erscheint „Geten no Hana“ genau richtig. Auch dieses Mal dreht sich die Handlung um Oda Nobunaga und seine Feldzüge. Fantasy-Elemente werden in „Geten no Hana“ jedoch nicht durch einen Vampir erzeugt, sondern durch Ninja, die auf Verwandlungskünste spezialisiert sind.

Zeichnerisch erinnert „Geten no Hana“ an Werke von Karakarakemuri. Insbesondere die Kleidungen, wie Kimono und Rüstungen, sind detailliert und zeitgemäß ausgearbeitet.
Auch die Festungen werden sehr sorgfältig, mit Liebe zum Detail, dargestellt. Dadurch gelingt dem Leser der Einstieg in die Vergangenheit mühelos.
Etwas Zurückhaltender war man jedoch bei der Darstellung von Schatten und Licht. Vor allem Haare weisen oft keine Reflexionen auf. Und auch die Hintergrund-Illustrationen sind durchaus ausbaufähig, da diese oft nur angedeutet werden und ansonsten Mangelware sind. Die Farbbilder von „Geten no Hana“ sind wiederum ein echter Hingucker und ziehen die Leser magisch an.

Die Handlung von „Geten no Hana“ ist durchaus niedlich erzählt und baut zum Ende noch mal richtig Spannung auf. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich – von cool und attraktiv, über schüchtern bis hin zum kindlichen Trotzkopf. Für jeden Geschmack ist was dabei.

Es bleibt spannend, ob sich die Handlung noch zum Liebesroman entwickeln wird. Bisher ist davon nicht viel zu spüren, auch wenn Nobunaga in „Geten no Hana“ ein kleiner Charmeur ist.

© Izumi Mikage

Geten no Hana: © 2013 Ruby Party/ Yuka Kumada, Kodansha/ KAZÉ

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Zur Hölle mit Enra

Name: Zur Hölle mit Enra
Englischer Name:
Originaltitel: Jigoku no Enra
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Chie Shinmada
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Komachi ist 16 Jahre alt und stammt aus einer berühmten Anwaltsfamilie. Natürlich steht für sie jetzt schon fest, dass sie einmal in die Fußstapfen ihrer Eltern treten wird. Um ebenfalls eine Star-Anwältin zu werden, befolgt sie immer alle Regeln. Das gilt auch in der Schule. Dort ist sie als wandelndes Gesetzbuch gefürchtet, die unter den Schülern immer auf die Einhaltung von Recht und Ordnung achtet.

Daher fällt Komachi aus allen Wolken, als eines friedlichen Tages der sadistische und lüsterne Dämon Enra auftaucht und Komachi als Sünderin in die Hölle zerrt. Enra ist der 3. Sohn des Höllenfürsten und konkurriert mit seinen Geschwistern um die Thronfolge. Wer von der Liste aller zukünftigen Sünder die meisten Leute in die Hölle bringt, wird die Nachfolge des Teufels antreten. Und Komachis Name steht weit oben auf der Liste!

Die Hölle ist ein dunkler Ort, in dem es vor Würmern und Ungeziefer wimmelt, die Komachi am ganzen Körper herumkrabbeln. Irgendwas muss gründlich schief gelaufen sein, denn Komachi kann ja noch nicht mal lügen, ohne rot zu werden.

Sie fordert von Enra einen Beweis. Dieser zückt einen magischen Spiegel, der die Zukunft zeigen soll. Doch als er Komachis zukünftige Sünde abspielen möchte, bricht die Aufnahme einfach ab.
Für Komachi steht fest: hier muss ein Fehler vorliegen! Unter diesen Umständen wird sie keine Minute länger in der Hölle bleiben.

Sie macht mit Enra einen Deal: Sie wird Enra beweisen, dass sie keine Sünderin ist. Doch sollte sie dennoch eine Sünde begehen, dann fährt ihre Seele in tiefste und grausamste Höllenebene hinab. Doch das ist Komachi nicht genug: Sie will zudem auch beweisen, dass kein Mensch ein Sünder sein muss und sie in der Lage ist, die Visionen des Spiegels zu verhindern, bevor sie passieren.

Eigene Meinung
„Zur Hölle mit Enra“ basiert auf einem interessanten Konzept. Die Story um Enra und Komachi, in der es gilt, die Sünden zu verhindern, ist durchaus spannend, auch wenn der erste Band den Erwartungen noch hinterherhinkt.

Dass die Serie dabei episodisch vorgeht und nicht nur Komachis Sünde thematisiert wird, bringt Abwechslung in die Geschichte.

Der Zeichenstil von „Zur Hölle mit Enra“ ist sehr ansprechend und vielfältig. Insbesondere die Farbseiten sind ein Hingucker und verführen zum Lesen.

Die Shojo-Elemente sind gut herausgearbeitet und die Protagonisten attraktiv. Vor allem Enra wird den weiblichen Lesern gefallen, der ab und an mit erotischen Anspielungen etwas Fanservice bietet.

„Zur Hölle mit Enra“ ist in nur 4 Bänden abgeschlossen, was zu einem kurzweiligen Lesevergnügen führen dürfte.

© Izumi Mikage

Zur Hölle mit Enra: © 2015 Chie Shinmada, Kadokawa Corporation/ KAZÉ

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Bad Boy Yagami

Name: Bad Boy Yagami
Englischer Name:
Originaltitel: Yagami-kun wa, kyou mo ijiwaru
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Saki Aikawa
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die Schülerin Shizuku hat eine enorme Phobie – Sie kann hübsche Männer einfach nicht ausstehen. Diese Abneigung hat sie ihrem Bruder zu verdanken, der sich mit seiner Attraktivität ein Mädchen nach dem anderen angelt und anschließend wie eine heißte Kartoffel fallen lässt.

Für sie steht ihr Bruder sinnbildlich für alle schönen Männer, die nur mit den Herzen der Mädchen spielen.

Doch mit dem ersten Tag in der neuen Highschool wird für Shizuku der Albtraum zur Realität.
Der Mädchenscharm Tamaki Yamagi, der mit seinem Aussehen bereits von Modelagenturen begehrt wird, ist ausgerechnet in ihrer Klasse. Als sie nach reichlich Überwindung Tamaki anspricht, wird sie von diesem schroff angefahren. Es stellt sich heraus, dass es sich nicht um Tamaki, sondern einen Zwillingsbruder Kaede handelt. Shizuku beschließt letztendlich, beiden Brüdern aus dem Weg zu gehen. Aber das ist leichter gesagt, als getan, denn als Shizuku eines Nachmittags in der U-Bahn auf Kaede trifft und der sich zum Nickerchen an ihre Schulter lehnt, ist sie plötzlich das Gespräch der ganzen Schule. Alle halten Shizuku und Kaede für ein Paar, wodurch sich Shizuku den Zorn der Kaede-Groupies zuzieht.

Als Shizuku von einigen Mitschülerinnen erneut gemobbt wird, nimmt Kaede sie schützen in seine Armen und verkündet, dass Shizuku seine Freundin sei.

Um der Meute und den fiesen Gerüchten zu entgehen, akzeptiert Shizuku diese Notlüge. Doch Kaede hat dabei eine Bedingung: Sie darf sich nicht in ihn verlieben.

Eigene Meinung
„Bad Boy Yagami“ ist eine niedliche, wenn auch einfache Highschool-Liebesgeschichte.
Dabei dreht sich alles um das Thema „Vorurteile“.
Shizuku hat sich darauf festgelegt, dass alle hübschen Männer einen miesen Charakter haben und geht diesen deshalb aus dem Weg. Kaede hingegen leidet unter den ständigen Vorurteilen und hasst es, immer mit seinem Bruder vergleichen zu werden. Warum genau Kaede darauf so empfindlich reagiert, wird aus Band 1 aber leider noch nicht klar.

Zeichnerisch bleibt Saki Aikawa ihrem Stil treu. Die Linien sind sauber und deutlich. Die Protagonisten sind attraktiv und auch wenn Kaede und Tamaki Zwillinge sind, kann man sie gut voneinander unterscheiden.

Wer mal wieder eine traditionelle Highschool Liebesgeschichte gesucht hat, der kann gerne einen Blick in „Bad Boy Yagami“ hineinwerfen.

© Izumi Mikage

Bad Boy Yagami: © 2016 Saki Aizawa, Shueisha/ EMA

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Scum’s Wish

Name: Scum’s Wish
Englischer Name: Scum’s Wish
Originaltitel: Kuzu no Honkai
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Mengo Yokoyari
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die 17-jährige Hana erlebt zurzeit, wie schmerzhaft eine einseitige Liebe sein kann. Schon seit Kindesalter ist sie unsterblich in ihren Nachbarn Naru verliebt. Doch er ist nicht nur deutlich älter, sondern zu allem Überfluss auch noch ihr Klassenlehrer.

Doch trotz dieser schwierigen Umstände, glaubte Hana noch an ein Happy End, wäre nicht eine neue Frau in Narus Leben getreten. Seit Frau Minagawa an die Schule gekommen ist, veränderte sich Narus Blick. Scheinbar hat er sich in die neue Lehrerin verliebt. Wie soll Hana dagegen ankommen, die von Naru nur als Kind gesehen wird?

Doch nicht nur Hana befindet sich in dieser kniffligen Situation. Ihr Mitschüler Mugi teilt genau dasselbe Schicksal wie Hana. Er ist unsterblich in Frau Minagawa verliebt, die er immer mehr an Naru verliert. Mugi und Hana entwickeln eine ganz besondere Beziehung zueinander. Nur miteinander können sie über ihre wahren Gefühle reden.

Als Hana immer mehr in ihrer depressiven Trauer, keine Chance bei Naru zu haben, versinkt, versucht Mugi sie aufzuheitern. Er bittet Hana, sich vorzustellen, dass er Naru sei. Dabei beginnt er sie zu küssen und mit ihr intim zu werden.
Was als kleiner Spaß beginnt, wird immer mehr zur Gewohnheit, um vor der unangenehmen Realität zu fliehen. Auch in der Schule geben sich die beiden seitdem als Paar aus, um sich jederzeit in ihre Fantasiewelt zurückzuziehen, die sie nur zusammen erfahren können. Dabei ziehen sie aber auch Neider auf sich, denn Mugi, wie auch Hana, haben heimliche Verehrer.

Eigene Meinung
„Scum’s Wish“ ist ein erotisches Drama, das sich mit den Schmerzen einer unerfüllten Liebe beschäftigt. Dabei ist es für den Leser paradox, wieso Mugi und Hana nicht erkennen, dass sie selbst wunderbar zusammenpassen. Ihre gemeinsamen Erfahrungen schweißen sie zusammen. Doch Hana hat nur Naru im Kopf und kann sich daher nicht auf Mugi einlassen. Oft ist sie sogar gelangweilt, wenn sie mit Mugi Zeit verbringt, bei der es sich nicht um Sex dreht.
Zeitweise wird die ernste Story von kleinen komödiantischen Einlagen aufgelockert.

Der Zeichenstil von „Scum’s Wish“ ist gleichermaßen ordentlich, wie auch schlicht. Sie erinnern dabei an Werke von Lynn Okamoto.
Jedoch werden Hintergrundzeichnungen, wenn sie denn einmal vorkommen, eher einfach gehalten.

„Scum’s Wish“ ist ein erotisch angehauchtes Werk, dass zum Nachdenken anregen und den Leser emotional berühren soll.

© Izumi Mikage

Scum’s Wish: © 2013 Mengo Yokoyari, Square Enix/KAZÉ

 

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Game – Lust ohne Liebe

Name: Lust ohne Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: Game – Suit no Sukima
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Mai Nishikata
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00€

Story
Sayo ist junge 27 Jahre alt und schon Vizedirektorin einer großen und wohlhabenden Steuerberatung. Ihren Status hat sie sich hart erarbeitet. Sie arbeitet jeden Tag länger, als alle Kollegen und betreut freiwillig die meisten Kunden der ganzen Firma. Natürlich leiden darunter Sayos Beziehungen. Die Männer, die Sayo bisher nähergekommen sind, haben alle die Flucht ergriffen. Bisher hat Sayo ihrer Arbeit immer den Vorzug gegeben.

Als die Firma 2 neue Kollegen bekommt, bekommt Sayo die Aufgabe, Ryoichi Kiriyama einzulernen. Kiriyama ist nicht nur schlau, sondern auch extrem attraktiv. Alle Kolleginnen der Firma verfallen sofort seinem Charme, außer Sayo.

Als Kiriyama und Sayo den ersten gemeinsamen Außentermin haben, zeigt sich jedoch Kriyamas wirklichen Charakter. Im Auto geht Kiriyama auf Tuchfühlung und macht sich selbstbewusst an Sayo ran. Wie zu erwarten, lässt sie Kiriyama abblitzen.

Ein paar Tage darauf hört Sayo im Büro zufällig mit an, wie ihre männlichen Kollegen über sie herziehen. Mit ihrem Karrierewahn finden sie Sayo total unattraktiv, sodass sie alle eher als Mann betrachten.

Zunächst gibt sich Sayo, als wären die Worte an ihr abgeprallt. Erst als sie am Abend, im Schutz der Dunkelheit und des Regens auf den Weg nach Hause ist, wird sie von ihren Gefühlen übermannt. Dicke Tränen kullern ihr über die Wange. Ein ungünstiger Zeitpunkt, um von Kiriyama gesehen zu werden. Doch dieser steht genau in diesem Moment hinter ihr. Anstatt sich lustig zu machen, bietet er ihr unter seinem Regenschirm Sichtschutz vor den gaffenden Leuten.

An einer ruhigen Ecke kommen sie ins Gespräch. Sayo gab in ihrem Leben bisher immer der Arbeit den Vorzug, weil sie noch nie die aufrichtige Liebe gefunden hatte. Kiriyama gesteht Sayo, dass er in sie verliebt wäre. Da Sayo den Worten nicht glauben kann, aber sich körperlich zu Kiriyama hingezogen fühlt, gehen beide einen Deal ein: sie wollen ein Verhältnis miteinander eingehen, um zu sehen, ob sie sich aufrichtig in einander verlieben könnten. Sobald sie jedoch die wahre Liebe mit einer anderen Person finden würden, würden beide getrennte Wege gehen. Kiriyama lässt sich darauf ein – und so beginnt das Spiel!

Eigene Meinung
„Game – Lust ohne Liebe“ ist eine Serie, in der es vor allem um die Darstellung des nächtlichen Liebesspiels zwischen Sayo und Kiriyama geht. Inhaltlich ist die Geschichte daher eher einfach gehalten. Die Hauptcharaktere sind sehr attraktiv dargestellt. Mit Kiriyama und Sayo treffen zudem zwei Alpha-Tiere aufeinander, was deren Interaktion miteinander interessant macht.

Die Zeichnungen von „Game – Lust ohne Liebe“ sind eher realistisch, ohne Spielerein. Mangaka Mai Nishikata hat dabei wohl eine Vorliebe für Nahaufnahmen, sodass es für detaillierte Hintergrundzeichnungen seltener Gelegenheit gibt.

Auch wenn der Fokus der Serie auf der körperlichen Liebe der beiden Protagonisten liegt, werden sexuelle Details oft nur angespielt, sodass der Rest der Fantasie des Lesers überlassen wird.

Ich persönlich finde das Bild der Frau in dieser Serie etwas bedenklich. Setzt man sich mit der japanischen Gesellschaft auseinander, weiß man, dass japanische Frauen immer noch eine sehr konservative Rolle im Land der aufgehenden Sonne haben. In dieser Serie wird jedoch sehr deutlich gezeigt, dass fleißige Frauen in der von Männern dominierten Arbeitswelt eher verachtet werden. Wiederum zeigt sich Sayo gegenüber Kiriyama oft als sehr willensschwach und hörig. Seinen plumpen Anmachen gibt sie schnell klein bei.

Wer dieses Detail ausblenden kann und erotische Lektüre sucht, kann sicher mal einen Blick in „Game – Lust ohne Liebe“ wagen.

© Izumi Mikage

Game – Lust ohne Liebe © 2016 Mai Nishikata, Hakusensha / Altraverse

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Interviews mit Monster-Mädchen

Name: Interviews mit Monster-Mädchen
Englischer Name: Interviews with Monster Girls
Originaltitel: Demichan wa kataritai
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Petos
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00€

Story
Biolehrer Tetsuo Takahashi führt ein einfaches Leben ohne hohe Ansprüche. Als angehender Lehrer hatte er den Traum, seine Abschlussarbeit über die Ajins zu schreiben. Ajins sind menschenähnliche Kreaturen, die besondere Fähigkeiten besitzen. Doch bisher hatte er nicht einmal das Glück, einen Ajin zu treffen.

Doch sein Leben ändert sich plötzlich, als er an einem einzigen Tag an der Shibasaki Schule vier Ajins auf einen Schlag trifft.

Die neue Mathematiklehrerin Saki Sato gehört zu den Sukkuben, die über eine enorme erotische Anziehungskraft verfügen. Mit nur einem Wimpernschlag bringt ein Sukkubus jeden Mann um den Verstand. Aus diesem Grund kleidet sich Frau Sato immer mit einer dicken Hornbrille, trägt einen Pferdeschwanz und einen Jogginganzug. Nur so kann sie vermeiden, dass sie das sexuelle Verlangen aller Männer an der Schule ins unermessliche treibt.

Doch auch drei Mitschülerinnen gehören zu den Ajins. Die schüchterne Kyoko ist ein Dullahan. Ihren Kopf trägt sie auf ihrem Arm, da dieser vom Körper getrennt ist.

Die Vampirfrau Hikari ist ein aufgewecktes Mädchen. Sie spricht immer alles aus, was sie denkt, was sie zwar etwas dümmlich aber auch sehr liebevoll wirken lässt.

Tetsuhos größter Traum geht in Erfüllung. Endlich kann er mehr über die Ajins erfahren. Dabei räumt er mit vielen Vorurteilen auf. So brauchen Vampire gar kein Blut, um zu überleben und sie sind auch nicht sonnenscheu.

Mit seiner aufgeschlossenen Art ist Tetsuho unter den Ajins sehr beliebt. Dabei entwickeln die Frauen schnell mehr Gefühle für den sympathischen Biolehrer.

Eigene Meinung
„Interviews mit Monster-Mädchen“ ist nicht mit der Serie „Monster Mädchen“ zu verwechseln. Hierbei handelt es sich um eine gänzlich andere Geschichte.
„Interviews mit Monster-Mädchen“ erinnert viel mehr an Serien wie „Love Hina“: Ein etwas sonderbarer, junger Mann, der von einer Vielzahl von Mädchen angehimmelt wird… nur dass diese Mädchen über unglaubliche Kräfte verfügen.

Und genau das macht „Interviews mit Monster-Mädchen“ so interessant. Jedes Mädchen verfügt über eine andere Fähigkeit. Diese wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Es ist faszinierend, mehr über die Kräfte zu erfahren. Dabei sind die Fähigkeiten sehr kreativ und erfrischend neuartig. Beispielsweise entspricht die Vampirin Hikari so gar nicht all den Klischees aus Genrevertretern, wie „Twilight“.

Der Zeichenstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, da er eher an einen amerikanischen Comic erinnert, als an den typischen Manga-Stil. Das fällt vor allem bei Hauptperson Tetsuho auf, der oft sehr simpel dargestellt wird. Auf Hintergrundzeichnungen wird oft gänzlich verzichtet.

Band 1 der Serie erscheint zunächst sehr dünn zu sein, dennoch erwartet einen langer Lesespaß.

Und wenn die Serie nur halb so interessant wird, wie der erste Band ist, dann ist „Interviews mit Monster-Mädchen“ ein absoluter Hit.

© Izumi Mikage

Interviews mit Monster-Mädchen: © 2015 Petos, Kodansha/ Altraverse

 

 

 

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Mein wildes Geheimnis

Name: Mein wildes Geheimnis
Englischer Name: That Wolf-Boy Is Mine!
Originaltitel: Watashi wa ookami kun
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Yoko Nogiri
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95€

Story
Als Komugi auf die neue Maruyama Schule geht, ahnt sie noch nicht, wie sich ihr Leben schlagartig verändern würde.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Als ihre Mutter für ein Jahr auf Geschäftsreise geht, kommt Komugi bei ihrem Vater in Hokkaido unter, der einen kleinen aber beliebten Udon-Landen betreibt.

In der neuen Schule versucht Komugi nicht zu sehr aufzufallen. In ihrer bisherigen Schule hatte sich Komugi dadurch eher Feinde gemacht. Doch das fällt nicht leicht, als plötzlich die beliebtesten Jungen der Schule Interesse an ihr zeigen. Ihr Sitznachbar ist ausgerechnet der attraktive Yu Ogami, der von Komugis Körpergeruch magisch angezogen wird.

Die nächsten Tage wird sie ständig von Yu beschnüffelt, sodass sie beschließt, mit Yu über die Situation zu reden. Als sie ihn am Nachmittag schlafend im Schulhof entdeckt, traut sie ihren Augen nicht. Aus Yus Kopf wachsen Wolfsohren. Vor ihren Augen verwandelt sich Yu in einen Wolf.

Damit hat Komugi das streng gehütete Geheimnis von Yu und seinen Freunden entdeckt. Sie alle kommen vom Maruyama Berg, einem spirituellen Ort, an dem Tiere Kräfte bekommen. Auch seine Freunde sind Tiere, die sich in Menschen verwandeln können.

Absofort steht Komugi unter strenger Bewachung der Jungs. Vor allem der misstrauische Fuchs Rin traut Komugi nicht über den Weg. Keiner darf erfahren, was die Jungs in Wirklichkeit sind. Aber so wird Komugi nie von den Jungs loskommen, woraufhin sie den Zorn einiger Mitschülerinnen auf sich zieht.

Eigene Meinung
„Mein wildes Geheimnis“ ist eine typische Shojo-Story, in der vor allem attraktive Jungs im Mittelpunkt stehen. Dabei ist für jeden Geschmack sicher ein Junge dabei. Tatsächlich unterscheiden sich Yu und seine Freunde bzgl. Charakter und Aussehen stark voneinander, was es ansprechend macht. Es fällt dadurch zudem einfacher, die Charaktere zu unterscheiden.

Auch wenn die Verwandlung vom Tier zum Menschen einen magischen Ursprung hat, steht im Gegensatz zu anderen Manga, nicht die Mythologie im Vordergrund. Es geht vielmehr darum, wie sie gemeinsam den Schulalltag meistern, ohne aufzufliegen.

Dabei driftet „Mein wildes Geheimnis“ leider etwas zu sehr in eine einfache Highschool-Story ab.

Der Zeichenstil ist simpel aber sauber und klar definiert. Der Fokus liegt auf der Vermittlung der Geschichte.

Leser von einer etwas anderen Highschool-Story dürften daher auf den Geschmack kommen.

© Izumi Mikage

Mein wildes Geheimnis: © 2015 Yoko Nogiri, Kodansha/ KAZÉ

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Jünger als ich

Name: Jünger als ich
Englischer Name:
Originaltitel: Toshishita no Otokonoko
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Chihiro Hiro
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50€

Story
Mihiro geht in die 11. Klasse der Oberstufe. Doch als pflichtbewusste Schwester von vier jüngeren Brüdern, greift sie ihrer überforderten, berufstätigen Mutter bei der Erziehung und Pflege ihrer Geschwister tatkräftig unter die Arme. Kein Wunder, dass Mihiro also bereits wie eine junge Erwachsene wirkt.

Als sie auf dem Weg zu Schule einen Jungen sieht, der verzweifelt neben seinem Fahrrad kniet, gewinnt Mihoros Fürsorglichkeit wieder die Oberhand. Und tatsächlich benötigt Chihei, der ein Jahr jünger ist als Mihiro und in die 10. Klasse der gleichen Schule geht, Hilfe. Sein Fahrrad ist kaputt. Aus diesem Grund bietet Mihiro an, gemeinsam auf ihrem Fahrrad zum Unterricht zu fahren.

Seit diesem Tag weicht Chihei nicht mehr von Mihoros Seite. Jede Mittagspause besucht er Mihoro, sodass er fast schon Bestandteil ihrer Schulklasse ist und auch Mihoros Mitschüler super mit ihm klarkommen.

Doch Mihoro kommt einfach nicht aus ihrer Haut heraus. Immer wieder erliegt sie der Gewohnheit und fängt an, Chihei zu bemuttern. Als sie ihm eines Mittags ein Reiskorn aus dem Gesicht wischt und ihn süß nennt, reagiert Chihei plötzlich verletzt.

Seit dem Tag versucht Chihei, Mihoro immer wieder klar zu machen, dass er ein Mann ist und nicht einer ihrer Brüder. Dabei geht er allerdings alles andere als feinfühlig vor. Ständig bringt er MIhiro dabei in Verlegenheit. So gibt er vor, seinen Schlüssel für sein Fahrradschloss verloren zu haben, um Zeit mit Mihiro zu verbringen oder er verlangt von ihr, sich gegenseitig nur noch beim Spitznamen zu nennen. Doch die Situation eskaliert als Chihei zu weit geht und Mihoro körperlich zu nah kommt. Mihoro wird von ihren Gefühlen übermannt und schlägt Chiheis Hand reflexartig von ihr weg.

Daraufhin kommt Chihei in der Mittagspause nicht mehr zu Besuch… Ist Mihoro zu weit gegangen?

Eigene Meinung
„Jünger als ich“ ist eine niedliche Highschool-Story über zwei unerfahrene, verliebte Schüler. Dabei fällt es dem Leser nicht schwer, die liebevolle Mihoro schnell ins Herz zu schließen. Chihei verliert hingegen immer mal wieder Sympathiepunkte, wenn er ohne Rücksicht auf Mihoros Gefühle, unüberlegt vorgeht. Dabei will er eigentlich nur ihr Herz für sich gewinnen und schießt dabei über das Ziel hinaus.

Der Zeichenstil von „Jünger als ich“ ist sehr fein und unterstreicht diese süße Geschichte optimal. Es ist ein durchaus gelungener Shojo-Stil.

„Jünger als ich“ hat noch viel Potenzial, was es hoffentlich in den kommenden Bänden ausschöpft.

© Izumi Mikage

Jünger als ich: © 2015 Chihiro Hiro, Shueisha/ KAZÉ

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The Promised Neverland

Name: The Promised Neverland
Englischer Name: The Promised Neverland
Originaltitel: Yokusoku no Neverland
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Kaiu Shirai
Zeichnung: Posuka Demizu
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99€

Story
Die lebhafte und allzeit fröhliche Emma wohnt mit 38 weiteren Kindern im Waisenhaus im Wald. Dort wachsen die Kinder behütet und glücklich auf, als wären sie eine große Familie. Mit einem Alter von 11 Jahren gehört Emma, wie der kluge Norman und der zurückhaltende Ray, bereits zu den ältesten Kindern des Waisenhauses. Daher kümmern sie sich zusammen mit Mama, der obersten Erzieherin des Hauses, auch um die Jüngeren.

Der Alltag im Waisenhaus scheint ganz ruhig und normal zu sein, wären da nicht die täglichen Tests. Das Waisenhaus verfügt nicht über das übliche Schulwesen. Die Kinder lernen jeden Tag am Computer und müssen hundert Fragen beantworten. Dabei zählt die richtige Antwort ebenso, wie die Zeit, die für die Beantwortung gebraucht wird. Natürlich gehören Emma, Norman und Ray zu den Besten. Ihre Quote beträgt wie immer 100%, worauf sie von Mama mit Lob übersät werden.

Täglich spielen die Kinder Fangen im angrenzendem Wald. Dabei gibt es nur eine Regel. Die Kinder dürfen niemals die Waldgrenzen überschreiten, die durch eine Mauer und ein gigantisches Tor klar gekennzeichnet sind. Bisher hat keins der Kinder die Welt außerhalb des Waisenhauses gesehen. Sie wissen nur, dass alle adoptierten Kinder, die das große Tor durchquert haben, glücklich sein müssen, denn keins hat je wieder von sich hören lassen.

Als die süße Conny jedoch adoptiert wird, verändert sich für Emma und Norman alles.
Als sie Conny zum großem Tor folgen, um ihr zum Abschied ihren Wegbegleiter, ihr geliebtes Kuscheltier, mitzugeben, machen sie eine grausame Entdeckung. Conny liegt tot auf der Ladefläche des Transporters, ihre leeren Augen weit aufgerissen. Um sie herum stehen deformierte Kreaturen, die mehr einem Monster, als einem Menschen ähneln. Dabei wird schnell klar, das Waisenhaus ist keine Obhut für elternlose Kinder, sondern eine Farm zur Züchtung von Menschenfleisch und Mama ist alles andere als der liebevolle Mutterersatz, für den Emma sie bisher gehalten hatte.

Eigene Meinung
Selten habe ich ein so spannendes und innovatives Manga gelesen, wie „The Promides Neverland“. Die Geschichte setzt sich nach und nach wie ein Puzzle zusammen, bei dem der Leser jedes einzelne Teil zu finden versucht. Man fiebert jeder Sekunde mit. Dabei fängt die Idylle des Waisenhauses und der liebevollen Mama nach und nach an zu bröckeln.

Die 3 Hauptpersonen, Emma, Norman und Ray, sind grundverschieden und geben ein spannendes Trio ab.
Vor allem die fidele Emma schließt man schnell ins Herz.

Der Zeichenstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Oftmals wirkt „The Promised Neverland“ eher wie ein Comic aus den USA, als ein Manga aus Japan. Die Augen sind eher klein, die Körper sehr realistisch ausgearbeitet und die Handlungsorte sehr detailverliebt gemalt. Ganz egal, ob man das mag oder nicht, die Handlung passt dazu und stellt jeden Zeichenstil meilenweit in den Schatten.

„The Promised Neverland“ ist das beste Manga, das ich seit langem gelesen habe. Eine absolute Kaufempfehlung.

© Izumi Mikage

The Promised Neverland: © 2016 Kaiu Shirai/ Posuka Demizu, Shueisha/ Carlsen

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