Evening Twilight

Name: Evening Twilight
Englischer Name:
Originaltitel: Yugure Light
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Maki Usami
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als Chinamis Vater eines Tages die Bitte äußert, umzuziehen, um morgens schneller bei der Arbeit im Friseursalon zu sein, stimmt Chinami ohne zu zögern zu, obwohl dies gleichzeitig auch einen Schulwechsel für sie bedeutet. Doch wenn sie vorher von den wahren Beweggründen ihres Vaters gewusst hätte, hätte sie wohl nicht so schnell zugesagt. Beim Einzug ins neue Apartment erfährt Chinami von der neuen, bisher verheimlichten Beziehung ihres Vaters. Im selben Wohnhaus lebt nämlich auch Frau Sakurai, die neue Freundin von Chinamis Vater, mit ihrer Tochter Kazune.

Chinami fühlt sich gekränkt und reagiert gegenüber der Familie Sakurai zunächst sehr abweisend. Doch als sie sich am nächsten Tag etwas beruhigt hat, will sie sich selbst ein Bild machen. Sie stattet den Sakurais einen Besuch ab, trifft jedoch nur auf Kazune und zwei weitere Nachbarn, die Soma-Brüder.

Kanata und Yudai Soma leben ebenfalls im Apartment-Block und haben schon von Chinami und ihrem Vater gehört. Im Gegensatz zum charmanten und gutaussehenden Kanata ist der gleichaltrige Yudai ein rüpelhafter Frechdachs. Gleich beim ersten Treffen beleidigt er Chinamis Vater. Als Friseur könne er den Sakurais keinen angemessenen Lebensstandard bieten. Chinami kann daher kaum glauben, dass die Somas in der Schule als Stars angehimmelt werden. Und ausgerechnet Yudai ist in ihrer Schulklasse auch noch ihr Sitznachbar.

Doch an ihrem ersten Schultag muss Chinami überraschend feststellen, dass sie und Kazune mehr gemeinsam haben, als zunächst gedacht. Beide haben Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Beim gemeinsamen Kochunterricht wird Kazune von ihren Mitschülern ausgenutzt. Die ganze Arbeit bleibt an ihr hängen. Solch ein Verhalten kann Chinami nicht ausstehen, sodass sie die besagten Schülerinnen gleich zur Schnecke macht. Kein Wunder, dass bei diesem aufmüpfigen Verhalten die übrigen Schüler Abstand zu Chinami nehmen. Das war ihr durchaus bewusst. Immerhin war es an ihrer alten Schule nicht anders. Ist es Chinamis Schicksal anzuecken und allein zu sein? Hat sie auch an dieser Schule alle Chancen auf Zugehörigkeit vertan?

Eigene Meinung
„Evening Twilight“ ist eine niedliche Geschichte um die aufmüpfige Chinami, die mit ihrem losen Mundwerk ihr Herz auf der Zunge trägt. Damit polarisiert sie und fällt auch mal unangenehm auf. Eine richtige Freundschaft hatte sie deswegen noch nie, sodass Chinami im Umgang mit anderen Personen sehr unbeholfen ist. Doch gerade das macht Chinami so liebenswert.

Zu Beginn der Serie weiß man noch nicht, in welche Richtung die Handlung eigentlich gehen soll. Es passiert zunächst nicht viel und auch die Soma-Brüder agieren, als hätten sie geheime Absichten. Doch ab Mitte des ersten Bandes entwickelt sich „Evening Twilight“ zu einer klassischen Schul-Freundschaft-Liebes-Geschichte. Und auch die Soma Brüder gewinnen an Sympathie. Zudem gibt es Anspielungen, die erahnen lassen, dass sich zwischen Chinami und Yudai noch eine kleine Romanze entwickeln könnte. Mir persönlich gefällt die Entwicklung, da sich ein roter Handlungsfaden erkennen lässt.

Chinamis freches Auftreten wird durch den Zeichenstil optimal unterstützt. Es ist ein sehr ruhiger, übersichtlicher Zeichenstil, ohne viele Schnörkel. Mangaka Maki Usami hat sich auf das Wesentliche konzentriert. Auf Hintergrundillustrationen oder auf das Spiel von Licht und Schatten in den Haaren wurde zumeist verzichtet. Dennoch hat man nicht das Gefühl, das etwas fehlen würde.

„Evening Twilight“ ist mit fünf Bänden eine kurze aber sehr einfühlsame Serie, welche die Schwierigkeiten des Schulalltags unterhaltsam und mitfühlend darstellt.

© Izumi Mikage

Evening Twilight: © 2014 Maki Usami, Shogakukan/ Tokyopop

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Color of Happiness

Name: Color of Happiness
Englischer Name:
Originaltitel: Sachi-iro no One Room
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Hakuri
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Die ganze Stadt ist in Aufruhe. Ein Mädchen ist spurlos verschwunden. Die Polizei geht von einer Entführung aus und sucht verzweifelt nach ihr. Auch ihre Eltern wenden sich an die Medien. Sie sind besorgt, dass sie ihr kleines Mädchen nie wiedersehen.
Doch der Schein trügt…
Sachi wurde nicht entführt, sie wurde vielmehr gerettet. Als sie eines Tages einen Mann trifft, der sie heimlich beobachtet und Fotos von ihr macht, geht Sachi freiwillig mit ihm mit, denn alles ist besser als ihr eigenes Zuhause. Von ihren Eltern wird sie misshandelt und geschlagen. Und weder ihre Mitschüler, noch Sachis Lehrer helfen ihr. In der Schule erfährt sie nur Mobbing und die Lehrer vergreifen sich an ihr.

Da scheint das Leben bei einem Mann, den Sachi zwar kaum kennt, der sie aber über alles vergöttert, die bessere Alternative zu sein. Die ersten Tage zeigen bereits, wie sehr er in Sachi verliebt ist. Er kümmert sich um sie, kocht ihr Essen, schneidet ihr die Haare und wäscht sie. Tatsächlich erfährt Sachi zum ersten Mal eine Art von Glücksgefühlen und Fröhlichkeit.

Am liebsten würde Sachi für immer bei diesem Mann bleiben. Doch im Fernsehen wimmelt es nur so von Nachrichten über die Suche nach Sachi und ihrem Entführer. Für nichts auf der Welt würde Sachi wieder zurück zu ihren Eltern gehen. Daher fassen sie einen Entschluss: Wenn all der Trubel vorbei ist und längst Gras über diese Entführungsgeschichte gewachsen ist, dann heiraten sie. Wenn ihnen jedoch die Polizei auf die Schliche kommt und sie entdeckt werden, dann beenden sie gemeinsam ihr trostloses Leben.

Eigene Meinung
„Color of Happiness” ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Eine Entführung ist eigentlich etwas Grausames und Schreckliches, doch was ist, wenn es zuhause noch viel schlimmer ist? Die Grundidee von „Color of Happiness” ist sehr innovativ und fesselnd. Die gesamte Handlung spielt sich fast ausschließlich im kleinem Apartment des Entführers ab. Doch Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Beide Hauptpersonen sind faszinierend und gut ausgearbeitet.
Sachi ist ziemlich gefühllos. Mit den Jahren der körperlichen und seelischen Misshandlung durch ihre Eltern hat sie sich scheinbar einen Art Schutzpanzer angeeignet, der kaum Gefühle zulässt. Daher fürchtet sie sich auch nicht vor ihrem vermeintlichen Entführer. In Band 1 der Serie steht Sachi im Fokus. Es gibt viele Einblicke in ihr trauriges Leben, bei denen dem Leser schon mal ein Kloß im Hals stecken bleibt. Schnell versetzt man sich in Sachis aussichtslose Situation und empfindet Mitgefühl.

Von ihrem Entführer wird hingegen nicht viel offenbart. Nicht einmal sein Name ist bekannt. Auszugsweise erhält der Leser einen kurzen Einblick in seine Kindheit, aber bisher kann man sich daraus noch keinen großen Reim machen. Dabei würde man nur zu gerne erfahren, wieso Sachi in sein Blickfeld geraten ist und wie er zu einem Stalker werden konnte. Fest steht jedenfalls, dass er kein typischer Entführer ist. Er scheint ungewollt in diese Rolle „hineingefallen“ zu sein. Die ganze Zeit kümmert er sich fürsorglich und liebevoll um Sachi. Er macht sich Sorgen und Gedanken über ihre Gefühle. Er will ihr das Glück ermöglich, dass ihr all die Jahre verwehrt war.

Der Zeichenstil ist schlicht und auf die Handlung fokussiert. Doch grade in Momenten, in denen Sachi auftaut, wird überraschend „aus der Raupe ein Schmetterling“.

Mich hat „Color of Happiness” beeindruckt.
„Color of Happiness” ist eine dunkle und makabere Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist. Man selbst hofft auf ein Happy End, das bisher aber noch in sehr weiter Ferne zu sein scheint. Es dürfte also spannend bleiben.

© Izumi Mikage

Color of Happiness: © 2017 Hakuri, Sqaure Enix/ EMA

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Sakura – I want to eat your pancreas

Name: Sakura – I want to eat your pancreas
Englischer Name: I want to eat your pancreas
Originaltitel: Kimi no Suizou wo Tabetai
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Yoru Sumino
Zeichnungen: Izumi Kirihara
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Im Krankenhaus liest ein Mitschüler von Sakura Yamauchi zufällig ihr Tagebuch. Darin berichtet sie von einem Geheimnis, das sonst nur ihre Eltern kennen. Sakura wird sterben, denn sie hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Doch dass ihr Mitschüler nun ihr Geheimnis kennt, kommt Sakura nicht ungelegen. Endlich hat sie jemanden, dem sie von ihrer Krankheit erzählen und mit dem sie ihre letzten Monate auskosten kann. Bisher hatte sie immer Angst, ihren Freunden von ihrem baldigen Ableben zu erzählen, doch bei ihrem ruhigen Schulkollegen ist das anders. Er ist nicht sonderlich aufgeschlossen oder etabliert. Er hält sich meist aus allen Gesprächen zurück und ist daher der perfekte Kandidat um jemanden ein derartiges Geheimnis anzuvertrauen.

Seit diesem Tag trifft sich Sakura häufiger mit ihm. Sie gehen gemeinsam ins Restaurant oder unternehmen einen Kurzurlaub nach Hakata. Dabei ist Sakura stets lebensfroh und nimmt ihre eigene Krankheit oft nicht sonderlich ernst. Erst als ihr Mitschüler auf der Reise ihre Anhäufung von Tabletten sieht, wird auch er auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der sonst so ruhige und desinteressierte Mitschüler wird plötzlich sehr emotional. Liegt ihm doch mehr an Sakura, als zunächst gedacht?

Eigene Meinung
Eine Review zu “Sakura – I want to eat your pancreas” zu schreiben, fiel mir zunächst schwer. In dieser Serie passiert vermeintlich oft nichts, doch die wahre Handlung spielt sich zwischen den Zeilen ab. Ist Sakuras stets fröhliches Auftreten nur ein Selbstschutz, um sich nicht von der eigenen Angst vor dem Tod übermannen zu lassen? Ist der stille Mitschüler wirklich desinteressiert am Leben seiner Mitmenschen oder empfindet er doch etwas für Sakura?

Fest steht, dass sowohl Sakura als auch ihr Mitschüler als neuer Vertrauter bereits im Laufe des ersten Bandes eine deutliche Charakterentwicklung durchmachen.

Zunächst fällt das Lesen von “Sakura – I want to eat your pancreas“ etwas schwer, da sich die Geschichte scheinbar hinzieht. Es wird viel Zeit investiert, in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen. Der Leser ist erst einmal irritiert von Sakuras Fröhlichkeit und wartet auf den emotionalen Ausbruch. Erst gegen Ende des ersten Bandes nimmt die Handlung dann allmählich an Fahrt auf.

Ungewöhnlich, aber zugleich auch interessant, ist die Tatsache, dass der Name der männlichen Hauptperson zu keinem Zeitpunkt erwähnt wird. Er wird immer nur als „unscheinbare Mitschüler“ oder „eigenartiger Mitschüler“ bezeichnet. Ich bin gespannt, ob man im nächsten Band, welches zugleich der Abschluss der kurzen Serie ist, seinen Namen noch erfahren wird.
Apropos Name: Etwas verwirrt war ich auch vom Namen des Mangaka-Duos… Wie auf dem Cover zu lesen ist, sollen die Zeichnungen von Idumi Kirihara stammen, was doch ein sehr ungewöhnlicher Name für einen Japaner wäre. In anderen Quellen findet man den viel wahrscheinlicheren Namen „Izumi“. Auch bei Autor Yoru Sumino hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn auf dem Cover wird im Gegensatz zur Carlsen-Homepage von „Somino“ gesprochen und nicht von „Sumino“. Hier muss irgendetwas deutlich schief gelaufen sein.

Der Zeichenstil von “Sakura – I want to eat your pancreas“ ist feinfühlig und simpel zugleich. Dennoch passt er wunderbar zur Serie. Gerade das Titelbild ist ein wahrer Eyecatcher.

“Sakura – I want to eat your pancreas“ ist ungewöhnlich und tiefgründig. Die Leser sollten daher dramatischen Geschichten gegenüber aufgeschlossen sein.

© Izumi Mikage

Sakura – I want to eat your pancreas: © 2016 Yoru Sumino/ Izumi Kirihara, Futabasha/ Carlsen

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Tell me your Secrets!

Name: Tell me your Secrets!
Englischer Name: Aoba-kun’s Confessions
Originaltitel: Aoba-kun ni Kikitai Koto
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die Oberschülerin Mayo ist unscheinbar, leise und wird gerade deswegen oft übersehen. Auch ihre großen Liebe, der Basketball-Star der Schule, Aoba, hat bisher keine Kenntnis von Mayo genommen. So kann Mayo nichts weiter tun, als Aoba heimlich bei seinen Basketballspielen zu bewundern, bei denen er so leidenschaftlich und voller Energie auftritt.

Doch dass sie Aoba direkt am ersten Tag an ihrem neuen Arbeitsplatz wiedersehen würde, hätte sie sich nicht mal zu träumen gewagt. Seit heute arbeitet Mayo nach der Schule im „Zuhör-Haus“ ihrer Tante. Ihre Wortkargheit wird hier als Talent gesehen, denn ihre Aufgabe ist es, den Leuten zuzuhören, wie sie ihre Sorgen und Ängste mitteilen. Doch was könnte gerade der beliebte Aoba für ein Problem auf dem Herzen haben? Zum Glück trägt Mayo eine dicke Brille und ein biederes Kleid als Arbeitsuniform, sodass Aoba sie nicht erkennt. Als sie sich gegenübersitzen beichtet Aoba, dass er nichts mehr hasst, als Basketball. Für Mayo ist das ein Schlag ins Gesicht! Wie kann Aoba, der beim Basketball so talentiert ist und glücklich aussieht, diesen Sport hassen?

Doch mehr bekommt Mayo zunächst nicht aus ihm heraus. Natürlich lässt ihr dieses Geständnis keine Ruhe, sodass sie sich im Basketball-Club als Handlanger einschreibt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Doch dann macht Aoba beim nächsten Wiedersehen im Zuhör-Haus eine Ansage: Wenn es Mayo nicht schafft, bis zum nächsten Basketballturnier der Schule herauszufinden, was Aoba belastet, dann steigt er mit sofortiger Wirkung aus der Mannschaft aus. Das kann Mayo auf keinen Fall zulassen! Doch wird sie es bei dem Zeitdruck schaffen?

Eigene Meinung
„Tell me your Secrets“ ist nun die achte Serie von Ema Toyama, die in Deutschland erscheint. Und wieder einmal zeigt Ema Toyama eine ganz neue Seite.

Die Geschichte von „Tell me your Secrets“ spielt im normalen Schulalltag. Dennoch ist die Grundidee von einem „Zuhör-Haus“ ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Im Vergleich zu den bisherigen Werken von Ema Toyama, wirkt „Tell me your Secrets“ etwas stiefmütterlich behandelt. Die Charakterprofile von Mayo und Aoba wirken nicht so ausgereift und tiefgründig, wie es in anderen Werken bisher der Fall war. Auch das Aussehen der Protagonisten ist eher unspektakulär, ohne Wiedererkennungsmerkmale. Zudem zieht sich die Geschichte im ersten Band unnötig in die Länge, ohne dass etwas Relevantes passiert. Die Aktionen der Protagonisten sind vorhersehbar und teilweise abgedroschen. Bisher ist auch nicht ganz klar, in welche Richtung „Tell me your Secrets“ gehen wird. Liegt der Fokus auf der Romantik der beiden Hauptakteure oder soll „Tell me your Sercrets“ doch eher eine Komödie sein?

All das ist natürlich mehr als schade, vor allem, wenn man ein großer Ema Toyama Fan ist, wie ich es bin.

Trotz all der Kritik bleibt Grund zur Hoffnung. Mayo ist eine niedliche Hauptperson und die Neugierde wächst stetig, sodass man den wahren Grund erfahren möchte, wieso Aoba Basketball so verabscheut. Shojo-Fans hoffen natürlich auf eine knisternde Romanze zwischen den beiden. Und zu guter Letzt endet Band 1 mit einem Cliffhanger, sodass man auch wissen möchte, wie es weitergeht.

Ich gebe die Hoffnung also noch nicht auf und werde die nächsten Bände abwarten, bis ich mir ein abschließendes Urteil über „Tell me your Secrets“ erlaube.

© Izumi Mikage

Tell me your Secrets!: © 2016 Ema Toyama, Kodansha/EMA

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Das Herz einer Hexe

Name: Das Herz einer Hexe
Englischer Name:
Originaltitel: Majo no Shinzou
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2012
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Matoba
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Mika gehört zu einer in Vergessenheit geratenen Spezies der Menschen – sie ist eine Hexe. In einer unheilvollen Nacht stahl ihre Schwester durch einen Zauber ihr Herz und verfluchte Mika damit zur ewigen Unsterblichkeit. Erst wenn Mika ihre Schwester und somit ihr Herz wiederfindet, kann sie endlich Frieden finden.

Aus diesem Grund reist Mika seit Jahrzehnte durchs Land. Über die Jahre hinweg ist ihre Geschichte sogar zu einer Legende geworden. Kleine Kinder erzählen sich Gruselgeschichten über eine Hexe, die ihr eigenes Herz, als Preis für das ewige Leben, an den Teufel verkauft hat und nun Menschen tötet, um in Besitz eines neuen Herzens zu kommen.

Mikas einziger Mitstreiter ist ihr treuer Diener Lumiére, der sie zumeist in Gestalt einer redseligen Lampe begleitet.

Als Mika eines Abends durch einen verschneiten Wald reist und in einen Schneesturm kommt, findet sie Unterschlupf in einer Kirche. Doch die Nonne, die sie beherbergt, ist nicht so nett, wie sie erscheint. In Wahrheit ist sie eine hinterlistige Diebin, die hilflose Wanderer abfängt, tötet und ausraubt. Doch damit kommt sie bei Mika nicht weit. Als die Nonne ein Messer durch Mikas Brust bohrt, tropft kein Blut. Die Nonne traut ihren Augen nicht, als sie Zeuge von Mikas Unsterblichkeit wird.
Solch grausame Taten kann Mika nicht ungestraft lassen. Mithilfe ihrer Zauberkräfte verbannt sie die Nonne und lässt sie von der Dunkelheit verschlingen.

Auf ihrer weiteren Reise und Suche nach ihrem Herzen erlebt Mika allerlei Abenteuer. So trifft Sie auf ihrer Wanderschaft eine bürgerliche Familie, die sie vor den habgierigen Machenschaften des Königshauses beschützen muss.

Zudem gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden, die sie über 60 Jahre nicht gesehen hat. Und in einem kleinen Städtchen muss Mika das Verschwinden von Kindern aufklären, die angeblich in die Fänge menschenfressender Meerjungfrauen geraten sind.

Eigene Meinung
Der Aufbau der Geschichte von „Das Herz einer Hexe“ ähnelt eher einem Spiel, wie man es von Square Enix fast schon gewohnt ist. Die einzelnen Geschichten sind episodisch aufgebaut und in sich abgeschlossen. Jedes Kapitel ist daher mit einer Mission oder einer Quest zu vergleichen. Dabei sind die Handlungen der einzelnen Kapitel sehr abwechslungsreich und schwanken von unterhaltsam und lustig bis hin zu tiefgründig und emotional.

Der Charakteraufbau von Mayo ist in Band 1 noch etwas undurchsichtig. Sie lässt wenig Emotionen zu, was für eine Person ohne Herz aber natürlich eine logische Reaktion ist.

Der Einstieg in die Welt von „Das Herz einer Hexe“ geschieht sehr direkt und ohne Umwege. Ähnlich wie in einem Spiel erfährt der Leser zu Beginn wenig über die Hintergründe der Protagonisten und bekommt nur die nötigsten Informationen. Daher sind über Mayo und ihre Schwester sowie über Lumiére nur wenig Informationen bekannt. Lediglich die Auffälligkeit, dass Lumiére den Namen einer bekannten Disney-Figur trägt, dürfte den meisten Lesern direkt auffallen.

Der Zeichenstil von „Das Herz einer Hexe“ gleicht eher einem Anime. Vor allem die Farbbilder sind eindrucksvoll und wirken, wie aus dem Fernseher gesprungen. Die Szenen, in denen Mayo ihre Zauberkräfte einsetzt wirken sehr düster und geheimnisvoll, als würde ein unbarmherziges Ungeheuer aus der Dunkelheit erscheinen.

„Das Herz einer Hexe“ ist eine fantasievolle und spannende Reise, der man als Leser beiwohnen möchte, um noch mehr über die geheimnisvolle Mayo zu erfahren.

© Izumi Mikage

Das Herz einer Hexe: © 2012 Matoba, Square Enix/ Altraverse

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Begegnung mit Toki

Name: Begegnung mit Toki
Englischer Name:
Originaltitel: Sentaku no Toki
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Kiri Gunchi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Mitsuhara hat Sommerferien und dennoch ist er mal wieder total in Eile. Wie ein Verrückter tritt er in die Pedale seines Fahrrads, um zu seiner Verabredung mit seinen Freunden zu kommen. Doch plötzlich blockiert etwas seine Reifen und er stürzt brutal über seinen Fahrradlenker auf die asphaltierte Straße. Irgendetwas muss mitten auf der Straße gelegen haben. Doch eher er die Person, die aus dem Nichts zu kommen scheint, erkennen kann, wird ihm schwarz vor Augen und er verliert das Bewusstsein.

Als Mitsuhara wieder zu sich kommt, befindet er sich in seinem eigenen Zimmer. Seine Verletzungen scheinen wie von Geisterhand verheilt zu sein. Dabei war er sich so sicher, dass sein Bein gebrochen war.

Und die Person, die für all diese seltsamen Zwischenfälle verantwortlich ist, sitzt mit ihm in seinem Zimmer. Mitsuhara ist mit seinem Fahrrad auf das Raumschiff des Aliens Toki gestoßen, dass getarnt und dadurch unsichtbar war. Auch er ist der Grund für Mitsuharas plötzliche Genesung.
Toki stammt vom Planet Carmine und ist aus einem ganz bestimmten Grund auf der Erde: Toki soll die Geschlechterrollen von Männern und Frauen analysieren. Denn alle Lebewesen von Camine besitzen zunächst keine Geschlechtsmerkmale, sondern müssen sich mit Vollendung des 15. Lebensjahres fürs eins von beiden entscheiden.

Doch Toki ist nicht so der Analytiker. Ihm scheint beides recht zu sein. Und als er erkennt, dass Mitsuharas Freunde kein Interesse an ihm haben und ihn eher als fünftes Rad am Wagen sehen, macht Toki einen unerwarteten Vorschlag: Mitsuhara soll entscheiden, ob Toki zum Mann oder zu einer Frau werden soll. Braucht Mitsuhara um seine Einsamkeit zu überwinden eher einen Kumpel oder doch eher eine Partnerin für die Liebe?

Eigene Meinung
„Begegnung mit Toki“ besitzt eine ungewöhnliche und dadurch interessante Ausgangssituation. Dabei fragt man sich zwangsläufig selbst, was man selbst wählen würde: Einen Freund, der immer zu einem steht oder einen Partner fürs Leben?

Toki ähnelt optisch eher einer Frau, sodass man schnell auf eine Liebesbeziehung zwischen Toki und Mitsuhara spekuliert. Doch von Romantik ist bisher nicht viel zu spüren.

Grundsätzlich bietet diese innovative Geschichte viele spannende Gestaltungsmöglichkeiten. Doch leider driftet „Begegnung mit Toki“ ungefähr zur Hälfte des ersten Bandes etwas ab. Plötzlich erscheint ein etwas verschrobener Lehrer, der wiederum keinen großen Mehrwert für das Vorankommen der Handlung bringt. Die Story um den Lehrer wirkt in „Begegnung mit Toki“ eher wie ein Fremdkörper und hätte allein schon für eine eigenständige Geschichte gereicht.

Für mein Empfinden hätte „Begegnung mit Toki“ noch intensiver die typischen Merkmale sowie die Vor- und Nachteile der Geschlechterrollen behandeln können. Das spielen mit Stereotypen scheint für diese Serie eigentlich wie geschaffen zu sein. Hoffentlich wird auch noch das „Für-und-Wider“ der Entscheidung zwischen einem besten Freund und einer innigen Liebe behandelt. Das Fazit von Band 1 von „Begegnung mit Toki“ ist also eine erfrischende Handlung mit Luft nach oben.

© Izumi Mikage

Begegnung mit Toki: © 2017 Kiri Gunchi, Shueisha/ Altraverse

 

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Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen

Name: Atelier of Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen
Englischer Name: Witch Hat Atelier
Originaltitel: Tongari boushi no atelier
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Kamome Shirahama
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €
12,00 € (Special-Edition)

Story
Das kleine Mädchen Coco ist von allem fasziniert, was mit Magie zu tun hat. In Cocos Heimat sorgt die Zauberei für Licht auf den Gehwegen und für reines Trinkwasser in den umliegenden Gewässern.

Doch auch wenn es ihr größter Traum ist, selbst einmal eine Hexe zu werden, scheint ihr dieser Weg nicht gegönnt zu sein. Denn nur, wer von Geburt an über Zauberkräfte verfügt, darf die Lehre zum Hexenmeister antreten. Coco muss sich daher zufriedengeben, im Stoffladen ihrer Mutter auszuhelfen.

Doch eines Tages bietet sich Coco ein seltener Anblick. Auch wenn es verboten ist, beobachtet sie den Zauberer Quiffrey heimlich bei der Ausübung eines Zaubers. Dabei lüftet sie ein streng gehütetes Geheimnis: Ein Zauber wird entfesselt, indem man ihn mit Feder und magischer Tinte auf ein Blatt Papier zeichnet.

Als sich Coco nach dieser Erkenntnis sofort selbst daran macht, ein magisches Bild zu malen, gerät alles außer Kontrolle. Ohne es zu wissen löst Coco einen dunklen Zauber aus, der alles in ihrer Umgebung versteinert. Im letzten Moment gelingt es Quiffrey, mit Coco aus dem Haus zu fliehen. Doch Cocos Mutter wird mitsamt dem Stoffladen zu Stein.

Nach kurzer Überlegung beschließt Quiffrey, die wissbegierige Coco aufzunehmen und sie dabei zu unterstützen, den Gegenzauber und den Ursprung des bösartigen Zaubers herauszufinden. In seiner Obhut soll Coco zu einer richtigen Hexe ausgebildet werden. Doch Coco ist nicht Quiffreys einzige Schülerin und die übrigen Lehrlinge sind vom unerfahrenen Neuling nicht so begeistert.

Eigene Meinung
„Atelier of Witch Hat“ ist eine erfrischende und fantasievolle Geschichte, die den Leser sofort in seinen Bann zieht. Allein die Grundidee der magischen Malerei ist faszinierend. Mangaka Kamome Shirahama hat dabei viel Energie in die Ausgestaltung dieser Idee gesteckt. So werden durch unterschiedliche Symbole unterschiedliche Zauber ausgelöst. Diese Vielfältigkeit an Zeichnungen reicht schon allein für ein ganzes Lehrbuch über Zauberei. Auch die Welt, in der die Handlung von „Atelier of Witch Hat“ spielt, wurde mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet.

Die verschiedenen Charaktere sind abwechslungsreich und sorgen entlang der Story für eine gute Mischung. Coco als Hauptperson ist sehr sympathisch. Sie ist zwar noch unerfahren aber sie hat das Herz am rechten Fleck und überzeugt durch ihre Willensstärke. Ein wenig erinnerte ihr Charakterdesign daher an Usagi Tsukino aus „Sailor Moon“. Quiffrey ist wiederum der kluge, geheimnisvolle und gut aussehende Lehrer. Zunächst wirkt er noch etwas unscheinbar und zurückhaltend, doch man kann bereits erahnen, dass er noch einiges zu bieten hat.
Für Auflockerung sorgen Cocos Mitschülerinnen, die mal mehr, mal weniger, mit Coco sympathisieren und sie auch mal in die ein oder andere Falle locken.

Optisch fällt „Atelier of Witch Hat“ ebenfalls auf. Auch hier zieht sich die Detailverliebtheit wie ein roter Faden durch die Serie. Hintergründe, Umgebungen und Gegenstände sind liebevoll ausgestaltet. Fürs Auge wird richtig was geboten. Haare, Kleidungen und Bewegungen wirken dynamisch. Die einzelnen Szenen laufen fast flüssig wie ein Film, sodass man in einen schönen Lesefluss gerät. Zeichnerisch gelingt es „Atelier of Witch Hat“, sich von den übrigen Manga abzugeben.

Als kleines Extra gibt es „Atelier of Witch Hat“ oftmals in zwei verschiedenen Editionen. Für einen kleinen Aufpreis liegt dem zweiten Band ein Artbook bei und Band 3 kommt mit einem authentischen Notizblock.

Wer schon Harry Potter mochte, wird „Atelier of Witch Hat“ lieben. Es ist ein fantasievolles Meisterwerk, welches den Leser auf eine magische Reise mitnimmt.

© Izumi Mikage

Atelier of The Witch Hat – Das Geheimnis der Hexen: © 2016 Kamome Shirahama, Kodansha/ EMA

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Teuflisches Verlangen

Name: Teuflisches Verlangen
Englischer Name:
Originaltitel: Koi wa hito no hoka
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Maki Minami
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Die fünfzehnjährige Sayo war schon immer etwas Besonderes. Sie ist nicht nur das Karate-Ass der Schule, das eine Trophäe nach der anderen gewinnt, sondern sie hat auch ein seltsames Symbol auf ihrem Handgelenk, von dem sie nicht mal weiß, woher sie es hat. Fest steht nur, dass es immer mal wieder wie Feuer brennt.

Als eines Tages plötzlich ein riesen Wolf erscheint, wird ihr offenbart, dass das Symbol ein Zeichen für einen bestehenden Vertrag mit einem Yokai, einem Dämon, ist.

Erst langsam kommt Sayo die Erinnerung, dass sie vor 10 Jahren einen kleinen Jungen getroffen hat. Er machte ihr Mut, alle Probleme selbst lösen zu können, wenn man nur stark genug sei. Er war der Ansporn für Sayo, mit Karate anzufangen. Beide versprachen einander, immer füreinander da zu sein.

Und nun möchte der Dämon Yo, der sein Erscheinungsbild auch in einen stattlichen Mann verändern kann, sein Versprechen einlösen. Für Ihn waren die Worte, die Sayo als fünfjährige zu ihm gesagt hatte, ein Versprechen auf ewige Liebe. Doch Dämonen drücken ihre Liebe etwas anders aus als wir Menschen. Sie verspeisen ihren Partner mit Haut und Haaren. Je größer die Liebe, desto größer ist die magische Kraft, die Yo dafür erhält.

Ein Glück für Sayo, dass auch sie durch den Pakt einen gewissen Einfluss auf Yo hat. Denn mit jeder Zurückweisung schwindet auch vorübergehende Yos Zauberkraft und er wird zu einem niedlichen Schoßhündchen.
Für Sayo steht fest, sie darf sich keinesfalls in Yo verlieben, sonst wird sie gefressen.

Eigene Meinung
„Prüfe wer sich ewig bindet“ sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch, wenn man erst 5 Jahre alt ist. Die Protagonisten Sayo bereut ihre unbedachten Worte jedenfalls zutiefst.

Was zunächst wie eine romantische Geschichte über eine verbotene Liebe zwischen Dämon und Mensch aussieht, entpuppt sich schnell als etwas unkomplizierter. Denn „Teuflisches Verlangen“ ist eher eine Komödie, als ein Drama.
Dass der Dämon Yo seine große Liebe Sayo lieber verspeisen möchte, als in trauter Zweisamkeit mit ihr zu leben, ist für den Leser gleichermaßen überraschend, wie auch verstörend. Und ganz logisch erscheint diese Tatsache leider auch nicht. Für so manchen Leser dürfte diese Wendung eher ein notgedrungener Versuch sein, sich von den üblichen Shojo-Manga abzuheben.

Darüber hinaus bleibt Band 1 der Serie noch recht offen. Viele Story-Elemente werden nur angerissen, ohne in die Tiefe zu gehen. So wird beispielsweise Sayos kranker, kleiner Bruder nur kurz mal gezeigt, ohne auf ihre Beziehung oder die Umstände seiner Krankheit einzugehen. Für mich ist das daher eher unbefriedigend.

Zeichnerisch ist „Teuflisches Verlangen“ eine klassische Shojo-Serie. Große Augen, hübsche Protagonisten und viele niedliche Elemente. Vor allem die Chibi-Zeichnungen vom Wolfswelpen Yo sind humorvoll und süß zugleich.

Leider ist das Konstrukt von „Teuflisches Verlangen“ für mein Empfinden zu simpel und nicht alle Elemente passen zusammen. Dabei ist die Grundidee gar nicht mal schlecht.
Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden Folgebände noch das Ruder rumreißen können.

© Izumi Mikage

Teuflisches Verlangen: © 2016 Maki Minami, Hakusensha/ KAZÈ

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Die magische Konditorin Kosaki

Name: Die magische Konditorin Kosaki
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Pâtissière Kosaki-chan
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Naoshi Komi
Zeichnungen: Taishi Tsutsui
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Ein epochales Chaos steht kurz bevor, denn das Verhältnis des Manas, die Energiequelle allen Lebens, zwischen unserer Welt und der Zauberwelt ist gestört. Immer mehr Menschen werden aggressiv und begehen Straftaten, weil in ihnen das bösartige, dunkle Mana überhand nimmt.

Nur Menschen mit besonderen Kräften können dieses sensible Gleichgewicht wiederherstellen. Kosaki ist eine von ihnen. Eigentlich möchte sie einfach nur in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und irgendwann die Konditorei der Familie übernehmen. Gäbe es dabei nicht ein Problem – Kosaki kann einfach nicht backen. Dabei würde sie zu gerne, dass eines Tages der Schulsprecher Raku, den sie aus der Ferne anhimmelt, eines ihrer Kuchen probiert und es ihm schmeckt.

Doch nun rückt ihr Traum in weite Ferne. Denn als Kosaki mit ansehen muss, wie ihr geliebter Raku bei einem Raubüberfall in einer Bank als Geisel festgehalten wird, geht sie unüberlegt einen Deal mit dem gesandten der Zauberwelt namens Rurlin ein, um ihn zu retten.
Seitdem muss sie als Magical Girl dafür sorgen, dass das böse Mana verbannt und dem Drahtzieher hinter alle den Machenschaften, Dr. Maiko, das Handwerk gelegt wird.

Und zu allem Überfluss kommt auch noch hinzu, dass seit dem Banküberfall auch Raku Gefühle für Kosaki hegt, allerdings nur für ihre geheime Identität als Magical Girl.

Eigene Meinung
Bei der Serie „Die magische Konditorin Kosaki“ handelt es sich um ein Spin-off zur Mangaserie „Nisekoi“. Fans von „Nisekoi“ dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren freuen, auch wenn sie nun in andere Rollen schlüpfen. Unter anderem trifft man in „Die magische Konditorin Kosaki“ auf Raku, Kosaki und Chitoge.

Lustig ist natürlich auch der Perspektivwechsel, denn dieses Mal wird die Geschichte aus Sicht von Kosaki erzählt, die unsterblich in Raku verliebt ist, und nicht umgekehrt. Vorkenntnisse über die Serie „Nisekoi“ sind übrigens nicht nötig, wenn man „Die magische Konditorin Kosaki“ lesen möchte.

Die Handlung von „Die magische Konditorin Kosaki“ sollte man, ähnlich wie „Nisekoi“, auch dieses Mal nicht zu ernst nehmen. Die Serie setzt auf viel Humor und Slapstick. So muss Kosaki jedes Mal, wenn sie sich in ein Magical Girl verwandelt, allen Mut zusammennehmen, da sie dabei splitterfasernackt ist. Und auch sonst wird an Aufnahmen von Unterwäsche nicht gegeizt.
Zu guter Letzt hat auch „Die magische Konditorin Kosaki“ das gleiche Problem, wie alle Magical Girl-Serien: Die Tarnung der Charaktere kann noch so schlecht sein, niemand erkennt, wer in Wahrheit hinter den Magical Girls und Bösewichten steckt. Dabei ist sofort klar, dass hinter dem Fiesling Dr. Maiko, Kosakis Vertrauenslehrer Herr Maiko steckt.

Die Zeichnungen von „Die magische Konditorin Kosaki“ sind überraschenderweise nicht mehr von Naoshi Komi, sondern von Taishi Tsutsui. Dabei kommt grad die Schnelligkeit der Kampfszenen und die Dynamik gut zu Geltung. Zeichnerisch kann „Die magische Konditorin Kosaki“ wirklich punkten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Die magische Konditorin Kosaki“ eine einfache und niedliche Unterhaltung ist, die vor allem Fans von „Nisekoi“ erfreuen dürfte

© Izumi Mikage

Die magische Konditorin Kosaki: © 2015 Naoshi Komi/ Taushi Tsutsui, Shueisha/ KAZÈ

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Honey come Honey

Name: Honey come Honey
Englischer Name:
Originaltitel: Honikamu Honey
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die hübsche und zierliche Mitsu liebt die niedlichen und verspielten Accessoires des Designers „Honey X Baddy“. Ihr Heiligtum ist ihre „Honey X Baddy“-Haarklammer, die sie jeden Tag trägt.

Umso überraschter ist sie, als sie herausfindet, dass der gefürchtete Kumagaya, der mit ihr in eine Klasse geht, der Hersteller und Designer von „Honey X Baddy“ ist! Kumagaya ist als Schulschläger bekannt und wird von allen nur der „grausame Grizzy“ genannt.

Wie Mitsu aber feststellen muss, ist Kumagaya gar nicht aggressiv. Lediglich sein Aussehen, bei dem selbst Kinder anfangen zu weinen, verschafft ihn diesen zweifelhaften Ruf. Daher erstellt er seine Broschen und Anhänger auch unter einem Synonym.

Doch auch Kumagaya muss feststellen, dass nicht nur sein Erscheinungsbild täuscht. Auch die kleine Mitsu ist nicht so schwach, wie sie aussieht. Sie ist ein Kampfsport-Profi und weiß sich gegen aufdringliche Verehrer zu verteidigen.

Und da sich Gegensätze vermeintlich anziehen, finden Kumagaya und Mitsu schnell Gefallen aneinander. Sie will Kumagaya, der im Umgang mit Personen durch seine Einsamkeit mittlerweile etwas ungeschickt geworden ist, helfen, Anklang zu finden.

Doch als der Prinz der Schule, Nakaoji, auftaucht und behauptet, die Puppen fürs Schulfest wären von ihm anstatt von Kumagaya, sind alle Pläne von Mitsu mit einem Schlag zunichte gemacht. Und zu allem Überfluss scheint Nakaoji auch noch Gefallen an Mitsu gefunden zu haben.

Eigene Meinung
„Honey come Honey“ ist ein zuckersüßer und toller Manga. Die Geschichte um den grummligen Kumagaya ist herzallerliebst. Gerade die Unbeholfenheit, wie Kumagaya mit anderen Personen umgeht, ist so entzückend. Dabei meint er es immer nur gut und agiert wie ein Gentleman, stände ihm nicht sein bösartig wirkendes Aussehen im Weg.

Ein wenig erinnert die Handlung von „Honey come Honey“ an die Manga-Serie „Otomen“, denn auch „Honey come Honey“ spielt mit Klischees und vertauscht bewusst die typischen Geschlechterrollen.

Mit Auftritt des Prinzen Nakaoji ist Mangaka Yuki Shiraishi ein schlauer Schachzug gelungen, da er die Geschichte als ebenbürtiger Kontrahent noch mal deutlich ankurbelt.

Die Zeichnungen von Yuki Shiraishi sind sehr ansprechend. Natürlich werden typische Shojo-Elemente aufgegriffen. Insbesondere die Accessoires wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und sind unglaublich niedlich. Da wünscht man sich glatt eine Haarklammer von „Honey X Baddy“ als kleines Extra zum nächsten Band.

Rundum hat man bei „Honey come Honey“ eine Menge Spaß beim Lesen und erwartet voller Vorfreude das nächste Band der Serie.

© Izumi Mikage

Honey come Honey: © 2017 Yuki Shiraishi, Shugakukan/ Tokyopop

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