„Dragon Ball Super“-Kinofilm toppt die japanischen Kinocharts

©Toei Animation

Der neue „Dragon Ball Super“-Kinofilm „Dragon Ball Super: Broly“ erweist sich in Japan als Riesenerfolg.

Der Film spielte an seinem Startwochenende knapp über 1 Mrd. Yen (ca. 7,8 Mio. Euro) ein. Toei erwartet, dass der Film mehr als 5 Mrd. Yen (ca. 39 Mio. Euro) einbringen wird.

Der Film spielt zeitlich nach der „Dragon Ball Super“-Animeserie und führt den aus dem achten und zehnten der alten Kinofilme bekannten „legendären Super Sayajin“ Brolly in den offiziellen Kanon ein.

„Dragon Ball“ Schöpfer Akira Toriyama schrieb das Drehbuch zum Film und entwarf die Charaktere. Tatsuya Nagamine („One Piece Z“) führte Regie.

Der „Dragon Ball Super“-Anime lief auf deutsch auf ProSieben Maxx und wurde von Kazé auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.

Quelle: ANN

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Bericht: „Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ Kino-Event

Am gestrigen Sonntag, den 7. Oktober, zeigten ausgewählte Kinos in ganz Deutschland einmalig den 5. Teil der insgesamt 6 Filme umfassenden „Digimon Adventure tri.“-Reihe zum ersten Mal in deutscher Synchro! Wir waren für euch in einem der teilnehmenden Kinos vor Ort.

Hier geht’s zum Bericht

Falls ihr nicht dabei sein konntet und noch unschlüssig seid, ob ihr euch den Film auf DVD oder Blu-ray zulegen sollt, ist dieser Kinobericht genau das Richtige für euch.

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„Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ Kino-Event

Am Sonntag, den 7. Oktober 2018 wurde „Digimon Adventure tri. – Chapter 5: Coexistence“ einmalig mit deutscher Synchro deutschlandweit in ausgewählten Kinos vorgeführt. Wir waren im Kinopolis Koblenz für euch vor Ort, wo der Film um 17 Uhr gezeigt wurde. Ich kannte bereits die japanische Fassung und war schon sehr auf die deutsche Umsetzung gespannt, während Norman den Film zum allerersten Mal gesehen hat.

Eigentlich wollten wir zu dritt hingehen, aber Marie hatte eine Autopanne, sodass sie es leider nicht geschafft hat. Glück im Unglück: Bei den vorherigen Kinobesuchen hatte ich stets Tickets für uns alle vorbestellt, nur dieses Mal nicht, fast so als hätte ich es geahnt. Denn sonst wären die 12,50 € für Maries Ticket rausgeschmissenes Geld gewesen. Meine Beweggründe waren zum einen, dass man pro Ticket 50 Cent mehr bezahlt, wenn man vorbestellt und zum anderen, dass bei den letzten Kinobesuchen ohnehin immer einige Plätze frei geblieben sind. Ach ja, unsere negative Erfahrung mit dem Online-Ticket beim letzten Mal spielte bei meiner Entscheidung natürlich auch mit rein…

 

Kinoprämien:

Zu jedem Film gibt es 2 DigiMins, kleine Pappaufsteller mit den jeweiligen Hauptcharakteren. Einen davon erhält man beim Kinobesuch, den anderen, indem man sich den Film als FuturePak auf DVD oder Blu-ray im Anime-Planet-Webshop kauft. Im Fall des 5. Films gab es einen Pappaufsteller von Meiko Mochizuki und Meicoomon für Kinobesucher und Kari Yagami und Gatomon werden die Beilage des FuturePaks sein, welches am 15.11. erscheinen wird. Dadurch, dass wir dieses Mal nicht vorbestellt hatten, war natürlich Schlange stehen angesagt. Doch es hat sich gelohnt: Wir haben sowohl von der netten Dame, bei der wir die Tickets gekauft haben, als auch später von dem jungen Mann beim Einlass Pappaufsteller überreicht bekommen. Auch als wir das Kino verlassen haben, waren noch einige Pappaufsteller übrig, sodass man sich noch welche für Freunde mitnehmen konnte. Offenbar hat die Verteilung der Pappaufsteller jedoch nicht überall so gut geklappt. Einige Kinos wurden offenbar noch nicht einmal mit DigiMins beliefert, wie KSM auf Facebook einräumt. Allerdings soll das noch nachgeholt werden, sodass ihr euch die Aufsteller dort noch nachträglich abholen können werdet, also hebt eure Kinotickets lieber noch auf, falls ihr betroffen seid!

 

Das Publikum:

Der Altersdurchschnitt der Kinobesucher lag wie immer bei Mitte 20, Kinder waren gar keine da, ausschließlich junge Erwachsene. Unsere Plätze waren in der Mitte außen. Ein Paar hinter uns unterhielt sich darüber, dass Hinata-Fans (Charakter aus „Naruto“) angeblich auch Meiko mögen müssten, da sich beide von ihrer schüchternen Art her ähneln. Die junge Frau fügte allerdings hinzu, dass sie findet, dass Hinata deutlich aktiver ist als Meiko und sie deshalb Hinata mag, aber Meiko nicht. Ein herzhaftes Lachen erfüllte den Saal, als sich die DigiRitter und ihre Digimon Gruselgeschichten erzählen und über Matt tuscheln, der als heimlicher Angsthase entlarvt wird. Eine Freundin, die in einem anderen Kino war, hat mir erzählt, dass ausgerechnet an der Stelle, als Daigo mitten in Meikos Gruselgeschichte hereinplatzt und sich deshalb alle zu Tode erschrecken, jemand aus dem Publikum niesen musste, wodurch auch die Zuschauer zusammengeschreckt sind. Auch sonst gab es trotz der insgesamt düsteren Atmosphäre des Films viel zu lachen. Z. B. als Tai und Meiko sich unterhalten und Gatomon, Biyomon und Gabumon den Drang verspüren, ihre menschlichen Partner davon zu unterrichten.

 

Der Ablauf:

Das „Digimon Adventure tri.“-Filmplakat hing dieses Mal innen im Gebäude und war somit nicht, wie sonst immer, schon von außen zu sehen. Selbst die Gratis-Zeitschriften „King“ und „Kinopolis“ berichteten dieses Mal NICHT über den 5. „Digimon Adventure tri.“-Film. Mit Sicherheit die Konsequenz daraus, dass der vierte Film so schlecht besucht wurde…

Im Eingangsbereich wurde für ein „Glücksbärchi“-Film-Event geworben. Bevor es mit dem „Digimon“-Film losging, wurde leider viel Werbung aber nur wenig Film-Trailer gezeigt, was irgendwann für genervte Zwischenrufe aus dem Publikum sorgte. In anderen Kinos wurden die Pappaufsteller erst zu diesem Zeitpunkt verteilt, während ein Eisverkäufer im Kinosaal umherging.

Nach dem Film holten wir uns noch schnell was zum Mitnehmen beim Burger King und traten die Heimreise an. Übrigens gibt es in den Kindermenüs aktuell „Power Rangers“- und „Miraculous“-Spielzeuge. Von letzterem konnte man in der vergangenen Woche nach langer Zeit mal wieder 5 neue Folgen auf dem Disney Channel bestaunen. „Power Rangers“ und „Miraculous“ sind zwar beides keine Animes, aber der Bezug zu Japan ist definitiv vorhanden, so wird „Miraculous“ z. B. von Toei Animation produziert, demselben Studio, welches auch die „Digimon Adventure tri.“-Filme und alle anderen „Digimon“-Anime produziert hat.

Die Story:

„Die DigiWelt hasst uns!“, lautet Karis erschütterndes Fazit angesichts der Tatsache, dass sie nicht mehr nur von Digimon angegriffen werden, sondern von ihrer gesamten Umgebung. Der Boden verschwindet immer wieder unter ihren Füßen und selbst die Pflanzen attackieren die Kinder! Es ist ganz offensichtlich: Die DigiRitter sind hier nicht mehr länger erwünscht! Doch mal abgesehen von Meicoomon, welches völlig durchdreht und das Gleichgewicht zwischen der realen und der DigiWelt massiv gefährdet, gibt es immer noch 8 Digimon, die sich zwar an nichts mehr erinnern können, aber ihre „neuen“ menschlichen Gefährten sehr wohl zu schätzen wissen.

Gemeinsam finden sie einen Weg, in die reale Welt zurückzukehren, wo sie wegen ihrer Digimon-Partner jedoch prompt von der Polizei eingesammelt werden. Denn die von Meicoomon infizierten Digimon richten überall in der Menschenwelt Schaden an und Meicoomon zerstört sogar ein Kraftwerk! Die Menschen verstehen einfach nicht, dass es auch gute Digimon gibt, doch zum Glück kann Daigo Tai und die anderen befreien. Allerdings können sie nicht nach Hause zurückkehren, da Reporter und Journalisten ihre Häuser belagern, sodass sie kurzerhand im Schulgebäude Unterschlupf suchen, das wegen der Sommerferien aktuell leersteht. Dort amüsieren sie sich zwar mit Gruselgeschichten, aber Meiko steht vor einer schweren Entscheidung. Sie war bisher die Einzige, die Meicoomon beruhigen konnte, doch nun da ihr das nicht mehr gelingt, sieht Homeostasis keinen anderen Ausweg, als Jesmon auszusenden, um Meicoomon zu eliminieren. Gennai und Alphamon, als Gesandte von Yggdrasil, schützen Meicoomon hingegen, damit es die reale Welt vernichtet. Doch was wollen die DigiRitter tun? Meicoomon beschützen oder es töten, um beide Welten zu retten?

 

Die Synchronisation:

Während es immer noch schwerfällt, sich an Christopher Kohn als neuen Izzy zu gewöhnen, kann Josephine Schmidt als neue Kari voll und ganz überzeugen. Zu den anderen Sprechern muss man eigentlich nicht viel sagen. Deren Leistung ist auf gewohnt hohem Niveau.

Homöostase wird auch in diesem Teil als Homeostasis bezeichnet, was weiterhin für Inkonsistenz sorgt. Positiv fällt auf, dass KSM bei den Nachrichtensendungen zu Beginn die japanischen Schriftzeichen durch deutsche Einblendungen ersetzt hat, was leider an einer Stelle versäumt wurde (da steht die deutsche Übersetzung des Textes nur als Untertitel unter den japanischen Zeichen) und mit einem groben Schnitzer einhergeht, der wohl jeden eingefleischten „Digimon“-Fan so richtig hart getriggert haben dürfte: „Digimons“!!!! KSM hat es doch tatsächlich fertiggebracht, in eine der Einblendungen das böse Plural-S einzubauen!

Abgesehen davon liefert KSM hier endlich mal eine adäquate und sehr gelungene Übersetzung ab. Als ich den Film OmU geschaut habe, fand ich ihn sehr verworren. Aber in der deutschen Fassung wird verständlich erklärt, was Yggdrasil und Homeostasis vorhaben und wer zur jeweiligen Fraktion gehört.

 

Die Musik:

„Leb deinen Traum“ in der tri.-Version ist in diesem Teil zum ersten Mal überhaupt nicht zu hören! Somit bleiben sämtliche Lieder japanisch. Neben der tri.-Version des altbekannten Digitationssongs „Brave Heart“ wäre da dieses Mal noch der brandneue Song „Ai kotoba“, der während des Abspanns zu hören ist und in meinen Augen (bzw. Ohren) das schwächste Lied der gesamten Filmreihe ist, aber zumindest ganz gut zur nachdenklichen und betrüblichen Stimmung von „Coexistence“ passt.

Go Sakabe macht mit der Hintergrundmusik dem verstorbenen Takanori Arisawa wie immer alle Ehre. Man kann nur hoffen, dass der wunderschöne BGM-Soundtrack endlich mal komplett in Japan auf CD veröffentlicht wird. Bislang gibt es lediglich die verschiedenen Arrangements von „Butterfly“ zu kaufen.

 

Fazit:

Der Anfang vom Ende. So lässt sich „Chapter 5“ ganz gut umschreiben, da seine Funktion ganz klar ist, auf das große Finale im 6. und vorerst letzten Film einzustimmen. Toei versteht es meisterhaft die uns in unserer Kindheit so ans Herz gewachsene DigiWelt, nein, das gesamte Universum, in dem die ersten beiden Staffeln spielen, in ein absolutes Schreckensszenario zu verwandeln! „Coexistence“ ist zwar in den ersten zwei Dritteln eher zäh, dafür überschlagen sich am Ende jedoch die Ereignisse und münden in einen alptraumhaften Cliffhanger. Vor diesem Hintergrund erscheint es fast schon ironisch, dass sich die Charaktere in der Mitte des Films spaßeshalber Gruselgeschichten erzählen, nichtsahnend, dass sie bald darauf wahren Horror erleben werden.

Etwas nervig ist, dass Agumon leider völlig eindimensional dargestellt wird, was sich durch die gesamte „tri.“-Reihe zieht. Es wird voll und ganz auf seine Gefräßigkeit reduziert, was gerade in diesem Teil besonders störend auffällt. So war Agumon doch in der TV-Serie nicht! Außerdem fällt es wirklich schwer mit Meiko zu sympathisieren, da ihr ständiges Hin und Her und ihre extreme Passivität allmählich anstrengend werden. Schier unendlich oft macht sie sich Vorwürfe und ist deprimiert und jedes Mal müssen die anderen tröstende Worte finden, um sie wieder aufzumuntern. Keine zwei Minuten später ist sie wieder betrübt und das Ganze geht wieder von vorne los. Meiko ist wahrlich keine Hinata.

Wenn man darüber hinwegsehen kann, bietet sich einem eine komplexe Story über das Erwachsenwerden. Denn darum geht es schlussendlich doch immer in „Digimon“. Seit jeher sind die DigiRitter stets nach der Pfeife von Homeostasis getanzt. Doch nun kommt es zum Bruch, sie nabeln sich ab. Doch ist es die richtige Entscheidung, Meicoomon zu beschützen und damit Yggdrasil bloß in die Hände zu spielen? Tai und Meiko verzweifeln an dieser Frage. Was wird geschehen, wenn sie nicht schnell genug erwachsen werden und die richtigen Entscheidungen treffen? Enden sie dann womöglich so wie Himekawa, deren fanatische Sehnsucht nach ihrem Tapirmon dazu führt, dass sie immer tiefer im Meer der Dunkelheit versinkt?

 

© Ban_Mido

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Bericht: „Digimon Adventure tri. – Chapter 4: Lost“ Kino-Event

Am vergangenen Sonntag, den 11. März, zeigten fast 150 ausgewählte Kinos in ganz Deutschland einmalig den 4. Teil der insgesamt 6 Filme umfassenden „Digimon Adventure tri.“-Reihe zum ersten Mal in deutscher Synchro! Wir waren für euch in einem der teilnehmenden Kinos vor Ort.

Hier geht’s zum Bericht

Die 8 Freunde kehren endlich wieder in die DigiWelt zurück, um ihre Digimon-Partner wiederzufinden und neue Abenteuer zu bestehen. Falls ihr nicht dabei sein konntet und noch unschlüssig seid, ob ihr euch den Film auf DVD oder Blu-ray zulegen sollt, ist dieser Kinobericht genau das Richtige für euch.

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„Digimon Adventure tri. – Chapter 4: Lost“ Kino-Event

Am Sonntag, den 11. März 2018 wurde „Digimon Adventure tri. – Chapter 4: Lost“ einmalig mit deutscher Synchro deutschlandweit in ausgewählten Kinos vorgeführt. Wir waren im Kinopolis Koblenz für euch vor Ort, wo der Film um 17 Uhr gezeigt wurde, in einigen anderen Kinos ging es allerdings erst um 18 Uhr los.

Norman kannte den Film noch nicht und hat mir zuvor erzählt, dass er auf viele Digitationssequenzen hofft, nachdem im letzten Teil ja nur wenige Digitationen zu sehen waren. Ich kannte bereits die japanische Fassung und war schon sehr auf die deutsche Umsetzung gespannt.

 

Kinoprämien:

Zu jedem Film gibt es 2 DigiMins, kleine Pappaufsteller mit den jeweiligen Hauptcharakteren. Einen davon erhält man beim Kinobesuch, den anderen, indem man sich den Film als FuturePak auf DVD oder Blu-ray im Anime-Planet-Webshop kauft. Im Fall des 4. Films gab es einen Pappaufsteller von Sora und Biyomon für Kinobesucher und Frau Himekawa und Herr Nishijima werden die Beilage des FuturePaks sein, welches am 17.05. erscheinen wird. Ich hatte die Kinotickets für uns beide bereits online vorbestellt, weshalb wir am Einlass quasi nur einen QR-Code vorzeigen brauchten und dann einen DigiMin von Sora & Biyomon bekommen haben. Moment mal… Einen? Für zwei Leute? Der Mann am Einlass war doch tatsächlich so unverschämt, zu sagen, es gäbe nur einen pro Ticket, statt pro Person! Dabei bezahlt man für Online-Tickets sogar pro Person 50 Cent mehr, als wenn man vor Ort Tickets kauft! Auch die beiden, die nach uns den Einlass passierten, fanden das total daneben, sodass der Mann schließlich nachgegeben und uns doch noch einen zweiten DigiMin ausgehändigt hat. Übrigens wurden die übriggebliebenen Aufsteller dieses Mal erstmalig nach dem Kinofilm beim Verlassen des Kinos von einer netten Frau an alle verteilt, die noch welche haben wollten. So konnte ich noch 3 mitnehmen für Freunde, die wegen Auslandsaufenthalten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mit ins Kino gehen konnten.

Das Publikum:

Dieses Mal waren leider deutlich weniger Leute im Kinosaal als noch beim dritten Teil der Filmreihe. Allerdings liegt das wohl eher an der ziemlich heftigen Grippewelle, die gerade in der Region grassiert, als an der Beliebtheit von „Digimon“. Auch Krätze greift aktuell um sich. Der Altersdurchschnitt der Kinobesucher lag schätzungsweise bei 25 Jahren, Kinder waren gar keine da, ausschließlich junge Erwachsene. Dementsprechend war es zum Glück deutlich ruhiger als beim dritten Teil, sodass man den Film besser genießen konnte. Ein herzhaftes Lachen erfüllte den Saal, als während Tais und Matts unglücklichen Versuchen, Sora zu trösten, urplötzlich vor ihnen ein schlafendes Agumon auf einem Holzscheit den Fluss runterrauschte. Das Feedback war eher durchwachsen. Norman und ich fanden den Film super, aber manch anderer hat sich daran gestört, dass die Digimon schon so kurz nach dem Reboot auf das Mega-Level digitieren konnten. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Digitation ja letztlich in erster Linie von der persönlichen Charakter-Entwicklung der Kinder abhängt. Wenn diese bereits ausreichend fortgeschritten ist, warum sollte der jeweilige Digimon-Partner dann nicht aufs Mega-Level digitieren können?

 

Der Ablauf:

In der Eingangshalle war bereits alles vorbereitet für eine Hochzeitsfeier – als Promotion für den dritten (und hoffentlich letzten) Teil der „Fifty Shades of Grey“-Filmreihe. Kinoplakate warben für den baldigen Start eines ganz neuen „Tomb Raider“-Films, der wohl auf den neueren Videospielen basiert, in denen Lara Croft redesignt worden ist. Außerdem konnte man sich gratis Poster zu „Star Wars: Die letzten Jedi“ mitnehmen. Für Anime-Fans besonders interessant: Der neuste „Detektiv Conan“-Film wird am 27. März im Kinopolis zu sehen sein.

Bevor es mit dem „Digimon“-Film losging, wurden noch interessante Trailer zu einem neuen Disney-Film über ein Mädchen, das in einer anderen Dimension nach seinem Vater sucht, sowie zu diversen Jugend-Filmen über das Coming-Out als Schwuler und über ein Mädchen, das mit jemandem zusammen ist, der jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht, gezeigt.

Nach dem Film waren Norman und ich noch im Burger King essen, da ich paar Tage zuvor einen Bogen mit Rabattscheinen ergattern konnte. Dabei fiel uns auf, dass sogar in den dort erhältlichen Gratis-Zeitschriften „King“ und „Kinopolis“ über den 4. „Digimon Adventure tri.“-Film berichtet wurde. Witzigerweise ist neben beiden Artikeln ausgerechnet Mimi zu sehen, obwohl sie in diesem Teil kaum eine Rolle spielt.

Die Story:

Um die Infektion zu beseitigen, mussten die DigiRitter einen Reboot der DigiWelt durchführen, wobei ihre geliebten Digimon-Partner sämtliche Erinnerungen an die gemeinsamen Abenteuer verloren haben und ihre menschlichen Partner erst wieder komplett neu kennenlernen müssen, was nicht bei allen so ganz reibungslos verläuft… Insbesondere Sora legt mit Yokomon leider einen sehr schlechten Start hin, indem sie versehentlich auf es drauftritt. Entsprechend kühl und verhalten gibt es sich Sora gegenüber, was ihr schwer zu schaffen macht. Da stoßen sie auf Meicoomon, das total außer sich ist, weil Meiko nicht gekommen ist. Die Freunde sind entsetzt darüber, dass sich Meicoomon trotz des Reboots als einziges Digimon noch an alles erinnern kann. Als plötzlich ihr einstiger Widersacher Machinedramon auftaucht und sie attackiert, werden sie voneinander getrennt. So landet T.K. beispielsweise verwundet und mutterseelenallein in der Stadt des ewigen Anfangs, wo Elecmon gerade die Baby-Digimon behütet und Sora und Biyomon finden sich in der Wüste wieder, wo sie Meiko treffen, die ihnen offensichtlich doch noch in die DigiWelt gefolgt ist. Werden Sora und Biyomon ihre Differenzen überwinden und wieder Partner werden können? Und was haben Gennai und Frau Himekawa vor? Ein spannendes Abenteuer darüber, wie die DigiRitter mit ihrem schweren Verlust umgehen, hat begonnen.

 

Die Synchronisation:

Leider mussten seit dem letzten Teil gleich zwei Sprecher umbesetzt werden. Christian Zeiger, der ja sowieso schon für Hannes Maurer als Izzy einspringen musste, will nun aufgrund von künstlerischen Differenzen (was auch immer das heißen mag) nicht mehr weitermachen, sodass Christopher Kohn ab diesem Film die Rolle übernimmt. Das wird so langsam schon zu einem Running-Gag, wenn man bedenkt, dass Izzy auch schon mal nach der ersten Staffel umbesetzt wurde, um zu verdeutlichen, dass er inzwischen älter geworden ist und bereits seinen Stimmbruch hatte. Somit ist Christopher Kohn nun schon der 4.(!) Izzy, ein absoluter Rekord. Marie-Luise Schramm ist hingegen leider aus persönlichen Gründen nicht mehr verfügbar gewesen, sodass Josephine Schmidt von nun an Kari spricht. Da mir Christian Zeiger als Izzy extrem gut gefallen hat und mir Christopher Kohn bis dato vollkommen unbekannt war, konnte ich mich mit diesem Sprecherwechsel überhaupt nicht anfreunden. Erschwerend hinzu kommt noch, dass sich Kohns Stimme kaum von den anderen unterscheidet, sodass man manchmal meinen könnte, dass nicht Izzy sondern T.K. oder Matt spricht. Überraschenderweise konnte ich mich mit Josephine Schmidt als Kari jedoch ziemlich schnell anfreunden, obwohl Marie-Luise Schramm zu meinen absoluten Lieblingssprecherinnen gehört. Das liegt wohl vor allem daran, dass mir Josephine Schmidts Stimme schon aus dem amüsanten MTV-Teenie-Drama „Awkward. Mein sogenanntes Leben“ bekannt ist, in dem sie die Hauptrolle, Jenna Hamilton, spricht. Ihre Performance gefiel mir bereits als Jenna sehr gut, von daher bin ich zuversichtlich, dass sie Marie-Luise Schramm würdig vertreten wird – insbesondere in den nächsten Teilen, in denen Kari eine größere Rolle spielen wird.

Ebenfalls neu ist, dass KSM nach dem Fiasko der letzten beiden Filme (ständige Verwechslung von Ultra- und Mega-Level und an vielen Stellen haarsträubende Übersetzungsfehler, die den Sinn völlig verfälschten) dieses Mal stärker in die Erstellung der deutschen Fassung eingebunden war, damit sich sowas nicht wiederholt. Mit eher mäßigem Erfolg… Denn auch im vierten Teil ist der Fehlerteufel leider sehr aktiv. Das fängt schon beim Filmtitel an: Dieser müsste nämlich eigentlich „Loss“, also „Verlust“ lauten und nicht „Lost“, also „verirrt“, wobei letzteres natürlich genauso passt, allerdings keine korrekte Übersetzung des japanischen Titels ist! Homöostase wird ab diesem Teil plötzlich Homeostasis genannt und Joe plötzlich wieder wie im ersten Teil (dem japanischen Original entsprechend) „Dscho“ ausgesprochen, ohne I am Ende – beides unschöne Brüche in der Kontinuität. Wie wir alle wissen, taten sich die Sprecher immer schon schwer mit der korrekten Aussprache der Digimon-Namen, aber ausgerechnet Machinedramon, dessen Name selbst in Staffel 1 korrekt ausgesprochen wurde, wird in diesem Film „Maschindramon“ genannt, was etwas ärgerlich ist. Des Weiteren wird behauptet, Meicoomon sei erst auf dem Rookie-Level, obwohl es schon auf dem Champion-Level ist (was übrigens einzig und allein aus der japanischen Fassung hervorgeht, da die Szene im 2. Film, in der dies verraten wurde, in der deutschen Fassung völlig falsch übersetzt worden ist) und Biyomon und Meicoomon werden durchgehend als „sie“ bezeichnet, obwohl Digimon offiziell geschlechtsneutral sind. Obgleich manche von ihnen einen eher femininen oder maskulinen Körperbau haben, wäre das korrekte Personalpronomen für jede Art von Digimon somit „es“.

Doch in der deutschen Fassung des Films wird auch ein Name zum ersten Mal richtig ausgesprochen, dessen Aussprache in „Digimon Data Squad“ seinerzeit stets falsch gewesen ist: Yggdrasil. In „Digimon Adventure tri. – Lost“ hat man sich tatsächlich an die vom Duden vorgeschriebene Aussprache „Üggdrahsill“ gehalten. Bei den Digitationen gibt es zum Glück keine Verwechslungen mehr zwischen „Ultra-“ und „Mega-Digitation“. Alle Sprecher liefern sehr gute Arbeit ab. Insbesondere Daniela Reidies als schroffes Biyomon und Sonja Spuhl als verzweifelte Sora sind hier positiv hervorzuheben.

 

Die Musik:

„Leb deinen Traum“ in der tri.-Version ist in diesem Teil erst an sehr später Stelle zu hören und sorgt für einen epischen Moment. Ansonsten bleiben wie bisher alle anderen Lieder japanisch. Als Ending fungiert dieses Mal eine neue Version von „Keep On“, dem japanischen 2. Ending der ersten Staffel. Mir persönlich gefällt die Original-Version besser, aber auch die tri.-Version ist schön anzuhören. Der Soundtrack stammt zwar nicht vom inzwischen verstorbenen Takanori Arisawa, der die wunderschöne Hintergrundmusik der Original-„Sailor Moon“-Serie und der ersten vier „Digimon“-Staffeln komponiert hat, aber Go Sakabe hat für die tri.-Filme extra neue Arrangements von Arisawas Stücken angefertigt, was, besonders im Hinblick auf „Sailor Moon Crystal“, welches ja leider mit einem völlig neuen Soundtrack ausgestattet wurde, der an die Klasse von Arisawas Werken einfach nicht heranreicht, sehr löblich ist.

Fazit:

Normans Wunsch nach mehr Digitationssequenzen wurde in „Lost“ voll und ganz erfüllt. Sicher ist der Animationsstil oft etwas gewöhnungsbedürftig, gerade in den Kampfszenen. Agumon sieht leider die meiste Zeit einfach nur seltsam aus von den Proportionen her. Doch die Story und der wunderbare Soundtrack machen das locker wett. Für mich gehört der 4. zusammen mit dem 3. Film bislang zu den stärksten der Reihe, da ich mit Sora sehr gut mitfühlen kann. Sie muss immer für alle den Seelentröster spielen, während von ihren Sorgen und Problemen niemand Notiz nimmt. Wenn man dann auch noch seinen Digimon-Partner (oder das Haustier) verliert, das einzige Geschöpf, das auf einen Acht gibt und dem man sich anvertrauen kann, ist das extrem hart. Die Szene, in der Sora Biyomon hinterherruft: „Warum verstehst du mich denn nicht?“ ist eine herzzerreißende Hommage an Folge 26 „Im Zeichen der Liebe“, in der Biyomon genau dasselbe zu Sora sagt, wodurch Sora erst bewusst wird, dass ihre Mutter sie immer geliebt hat.

Genau diese Umkehrung der Rollen macht den liebenswerten Charme dieses Films aus. Denn während in der allerersten Folge die Digimon über alles Bescheid wussten und ihre menschlichen Partner, die weder von den Digimon noch der DigiWelt auch nur die leiseste Ahnung hatten, bereits erwartet haben, ist es in diesem Film genau umgekehrt: Die DigiRitter sind diejenigen, die sich in freudiger Sehnsucht nach ihren Digimon-Partnern in die DigiWelt stürzen und über alles Bescheid wissen, während die Digimon dieses Mal die Ahnungslosen sind. In der ersten Staffel haben die Digimon ihre menschlichen Partner durch die für sie fremde Welt geführt, sie vor allen Gefahren beschützt und ihnen ihr gesamtes Wissen vermittelt, dieses Mal sind es die Menschen, die den Digimon alles beibringen und sie beschützen müssen.

Wir erinnern uns: In Folge 4 „Im Dorf der Yokomon“ war Sora diejenige, die von ihrem Digimon wegen seiner Geschwätzigkeit und Anhänglichkeit total genervt war. In „Lost“ ist es Sora, die dem genervten Biyomon nachrennt. All diese Anspielungen auf die erste Staffel und die intelligenten Rollentausche machen „Digimon Adventure tri. – Chapter 4: Lost“ zu einem absoluten Must-Watch für alle „Digimon“-Fans. Und das ist noch längst nicht alles, was dieser Film zu bieten hat!

 

© Ban_Mido

 

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Bericht: „Pokémon – Der Film: Du bist dran!“ Kino-Event

(c) The Pokémon Company International

Egal ob „Sailor Moon“, „Dragon Ball Z“, „Digimon“ oder „Yu-Gi-Oh!“ – in letzter Zeit dürfen sich Nostalgiker über so viele Revivals von Kult-Animes mit den Protagonisten der ersten Stunde freuen, wie nie zuvor und da ist nun auch „Pokémon“ keine Ausnahme mehr: Der 20. Film versetzt euch noch mal zurück in die Anfänge der Anime-Serie und zeigt, wie Ash und Pikachu sich vor 20 Jahren kennengelernt und ihre gemeinsame Reise begonnen haben. Wir waren für euch in einem der teilnehmenden Kinos vor Ort.

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Übrigens besteht dieses Wochenende in einigen Kinos noch mal die Chance, sich den Film anzusehen. Wer also noch unschlüssig ist, ob er hingehen soll, kann sich ja von dem Bericht inspirieren lassen.

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„Pokémon – Der Film: Du bist dran!“ Kino-Event

(c) The Pokémon Company International

Am Sonntag, den 5. November und Montag, den 6. November 2017 war es endlich soweit: Der 20. „Pokémon“-Film „Pokémon – Der Film: Du bist dran!“ wurde mit deutscher Synchro in ausgewählten Kinos gezeigt! Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, erzählt dieser Film die Geschichte noch einmal neu, wie sich Ash und Pikachu kennengelernt haben, d. h. die Handlung der allerersten TV-Episode. Das durfte ich, als Fan der ersten Stunde, mir natürlich nicht entgehen lassen und habe mich mit meinen Freunden Kim und Sebastian am Montag Abend um 19 Uhr in Bad Kreuznach getroffen. Dort wurde der Film nämlich um 20 Uhr im Cineplex gezeigt und da dies die bereits zweite Vorstellung war, wollten wir natürlich frühst möglich da sein, um auch ja noch die tollen Prämien abzustauben, die es für Kinobesucher gab. Schließlich gab es sie „nur solange der Vorrat reicht“, da wollten wir kein Risiko eingehen. Zumal Kim und Sebastian bereits leer ausgegangen waren, als in besagtem Cineplex „Digimon Adventure tri. 3“ gezeigt wurde und KSM offenbar nicht genügend Pappaufsteller für dieses Kino bereitgestellt hatte.

Doch als wir das Kino erreichten, mussten die Give-aways erst noch von den Angestellten geholt werden, also beteiligten wir uns in der Zwischenzeit kurzerhand an einem Legendary Raid in „Pokémon GO“ am Bahnhof – übrigens mein allererster Legendary Raid (wie das halt so ist, wenn man auf dem Dorf lebt) – bei dem ich sogar mehr Glück hatte als Kim und Sebastian und ein Raikou fangen konnte, ein legendäres Pokémon, welches uns später noch im Film wiederbegegnen sollte.

Kinoprämien:

Zurück im Kino mussten wir feststellen, dass wir uns völlig umsonst Sorgen gemacht hatten: Es waren genug Geschenke für alle da. Jeder Kinobesucher bekam einen Stickerbogen mit 5 prächtigen Stickern zu den Spielen „UltraSonne“ und „UltraMond“, die am 17. November 2017 erscheinen werden, eine Promo-Karte des Sammelkartenspiels und einen QR-Code. Die Sticker zeigen Pikachu, einen Pokéball, Wolwerock in der Zwielichtform und die neuen Formen von Necrozma namens Abendmähne und Morgenschwingen, die die kommenden Spiele zieren werden, die auf der Rückseite des Stickerbogens auch noch mal beworben werden. Die extrem niedliche Sammelkarte „Ashs Pikachu“ mit der Nummer SM108 zeigt die gelbe Maus mit Ashs Mütze aus dem Film und der Buntschwinge von Ho-Oh, außerdem verfügt diese Karte über eine Attacke, die denselben Namen trägt wie der Film: „Du bist dran!“. Last but not least wäre da noch der QR-Code mit dem sich in „UltraSonne“ und „UltraMond“ ein spezielles Event aktivieren lässt, bei dem man ein Pikachu mit Ashs Mütze aus dem Film bekommen kann, die sich ja ein wenig von seiner Mütze aus der Original-Serie unterscheidet. Pikachus mit allen Mützen, die Ash bisher in den Anime-Serien trug, wurden ja bereits im Vorfeld nacheinander via Passwort verteilt.

Das Publikum:

Dafür, dass der Film im Gegensatz zu den „Digimon Adventure tri.“-Filmen und „Yu-Gi-Oh! The Dark Side of Dimensions“ gleich an zwei Tagen gezeigt wurde, war er deutlich besser besucht als besagte Filme, wobei ich dazu sagen muss, dass ich diese im Kinopolis Koblenz gesehen habe und es folglich genauso gut sein kann, dass es in Kreuznach einfach mehr Anime-Fans gibt als in Koblenz, was z. B. erklären würde, warum der Müller in Bad Kreuznach ein riesiges Anime-Merchandise-Regal hat, der Müller in Koblenz hingegen nicht. Es waren so ziemlich alle Altersklassen vertreten, wobei die älteren Fans einen deutlich größeren Anteil des Gesamtpublikums ausmachten und durch extreme Albernheit auffielen. Auf den nahezu durchgehenden „Audiokommentar“ meines infantilen Sitznachbars hätte ich gut und gerne verzichten können. An dieser Stelle möchte ich jedoch nicht näher darauf eingehen, da die wenigsten seiner Zwischenrufe jugendfrei waren…

 

Der Ablauf:

Nach einer Vielzahl von Trailern für Kinderfilme und sonstiger Werbung wurde im Kinosaal Eis verkauft. Danach ging es mit einem kurzen Werbespot für „UltraSonne“ und „UltraMond“ weiter, dicht gefolgt von dem, was auf dem Filmplakat als „kinoexklusives Pokémon-Vorprogramm“ bezeichnet wurde. Allerdings war besagtes Vorprogramm alles andere als „kinoexklusiv“: Es wurden lediglich die ersten drei Episoden von „Pokémon Generationen“ sowie kurze 3D-Videos mit Pikachu und den Alola-Startern gezeigt, die man bereits vom offiziellen „Pokémon“-YouTube-Kanal kennt. Danach wurden Szenen aus allen 19 bisherigen Filmen gezeigt, unterlegt mit einer neuen Version von „Pokémon Thema“, dem ersten deutschen Opening der Serie. Erst dann ging es endlich los mit dem Hauptfilm, wobei die neue Version von „Pokémon Thema“ hier noch mal abgespielt wurde. Der Film endete kurz nach 22 Uhr.

 

Die Story:

Ash kommt an seinem 10. Geburtstag zu spät ins Labor von Prof. Eich, weshalb alle drei Starter-Pokémon schon an andere Trainer vergeben wurden. Doch der Professor bietet ihm ein viertes, äußerst widerspenstiges Pokémon an: Pikachu. Gemeinsam ziehen Ash und Pikachu los, doch die Elektro-Maus will noch nicht mal in den Pokéball gehen, wie es sich für ein Pokémon gehört. Als Ash aus Versehen einen Stein auf ein wildes Habitak wirft, ruft es einen ganzen Schwarm Habitak zur Verstärkung herbei, die Pikachu übel zurichten. Ash fordert es schließlich auf, sich in den Pokéball zurückzuziehen und stellt sich den Habitak ganz alleine in den Weg, um seinen Partner zu schützen. Pikachu lässt Ash jedoch nicht im Stich, sondern prescht nach vorne und besiegt die Vogel-Pokémon mit einer gewaltigen Elektro-Attacke. Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Ho-Oh, das Regenbogen-Pokémon, schenkt Ash daraufhin eine Buntschwinge, was bedeutet, dass es sein reines Herz anerkennt und ihn irgendwann wiedersehen möchte. Auf seiner fantastischen Reise freundet sich Ash mit Verena aus Zweiblattdorf, die ein Plinfa besitzt und mit Konstantin aus Schleiede an, dessen Partner ein Lucario ist. Doch auch unangenehme Begegnungen erwarten ihn: Axel ist der Meinung, dass schwache Pokémon wertlos sind und entledigt sich deshalb seines Glumandas, woraufhin Ash sich der kleinen Echse annimmt. Außerdem ahnt er nicht, dass Marshadow ihm dicht auf den Fersen ist und immer wieder versucht, sein reines Herz zu korrumpieren.

Die Synchronisation:

Dieser Film richtet sich in erster Linie an die Nostalgiker. Nur schade, dass gleich zwei Faktoren jene Nostalgie in der deutschen Fassung massiv zerstören: Die Synchronisation und der Soundtrack. Denn leider sind nach den 20 Jahren viele der altbekannten Sprecher nicht mehr dabei. Ash hat ja bereits seit dem 19. Film einen neuen Sprecher, da Caroline Combrinck nicht mehr mitansehen konnte, wie stiefmütterlich die Anime-Serie seit dem Wechsel des Synchronstudios behandelt wurde, wie sie in einem Interview verriet. Nun hat Ash mit Felix Mayer also erstmalig einen männlichen Sprecher, der sich hörbar Mühe gibt und seit dem letzten Film ein deutlich besseres Gespür für die Rolle bekommen hat, allerdings hat Caroline Combrinck mit ihrer markanten Stimme Ash so viel Charakter und Profil eingehaucht, diese Lücke kann kein anderer Sprecher schließen, es ist ja nicht einmal der begnadeten Veronika Neugebauer gelungen. Prof. Eich hat auch längst einen anderen Sprecher und jetzt kommt das seltsamste von allem: Selbst Ashs Mutter hat im Film eine andere Stimme, obwohl man ganz deutlich heraushören kann, dass ihre erste Sprecherin Marion Hartmann die wilden Taubsis synchronisiert hat!! Sinn? Ashs Smettbo und Glurak haben ebenfalls andere Sprecher. Lediglich Team Rocket behält seine altbekannten Stimmen, was zwar sehr schön ist, andererseits nicht wirklich hilft, da das Trio kaum auftaucht. Tatsächlich steht Ash ihnen im gesamten Film nicht ein einziges Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber!

Allerdings hat das Synchronstudio auch einen absoluten Volltreffer gelandet: Seit ich im Internet gelesen habe, dass Pikachu in dem Film in einer Szene sprechen wird, war mir sofort klar, wer diesen Part in der deutschen Fassung übernehmen muss. Na ja, der absolute Oberhammer wäre es natürlich gewesen, Ikue Ohtani hätte Pikachus Parts in allen Sprachen eingesprochen, aber das wäre natürlich utopisch und hätte sich bestimmt wegen des japanischen Akzents etwas seltsam angehört. Aber wir erinnern uns: In der ersten Staffel gab es viele Stellen, in denen Pikachu von Sabine Bohlmann gesprochen werden musste, insbesondere wenn mehrere Charaktere gleichzeitig sprachen und die Stimme von Ikue Ohtani deshalb im Stimmenwirrwarr unterging. Darum hab ich mir so sehr gewünscht, dass Sabine Bohlmann Pikachu in dieser besonderen Szene sprechen wird und genauso ist es auch. Hut ab für diese weise Wahl!

 

Die Musik:

Es fällt mir wirklich, wirklich, wirklich schwer an dieser Stelle sachlich zu bleiben. Während die Filme 4-16 den wunderschönen japanischen Soundtrack von Shinji Miyazaki in der amerikanischen und somit auch in der deutschen Fassung behalten durften, ist man in Amerika seit dem 17. Film leider dazu übergegangen den gelungenen Original-Soundtrack durch von Ed Goldfarb produzierte Musik zu ersetzen, die einfach nicht an Shinji Miyazakis Meisterwerke heranreicht. Das ist vor allem beim 20. Film ganz besonders bitter, da im Original fast der gesamte Soundtrack aus neuen Versionen der altbekannten Stücke aus der Anime-Serie besteht, die auch uns deutschen Fans bestens vertraut sein dürften, da 4Kids seinerzeit nicht den gesamten Soundtrack durch den von John Loeffler ersetzt hat. Man kann es nicht anders sagen: The Pokémon Company International und Ed Goldfarb haben sich, was die Musik anbelangt, an diesem Film versündigt. Goldfarbs Soundtrack hat rein gar nichts mit der Musik aus den Videospielen und der aus der Original-TV-Serie zu tun. Wir werden hier mit Hintergrundmusik abgespeist, die überhaupt keinen nostalgischen Wert hat. Was soll das bitte??

Das Einzige, was etwas Nostalgie erweckt, ist der neue Remix vom „Pokémon Thema“ und die Piano-Instrumental-Version des besagten Songs am Ende des Abspanns, wobei ich sagen muss, dass ich das Lied noch nie wirklich mochte – nur die Version aus dem ersten Kinofilm. Da wäre mir das Original-Opening „Mezase Pokémon Master“ Millionen Mal lieber gewesen, aber hey. Das ganze Publikum im Kino hat mitgesungen, also… Ziel erreicht?

Eine Besonderheit dieses Films ist, dass viele Elemente aus „Diamant“, „Perl“ und „Platin“ vorkommen: So stammen Ashs neue Begleiter beide aus der Sinnoh-Region und setzen dementsprechend Pokémon der 4. Generation ein (etwa ein Hinweis auf baldige Sinnoh-Remakes?). Wer den 10. Film kennt, der übrigens in der Sinnoh-Region spielte, erinnert sich sicher noch an das wunderschöne Stück „Oracion“, mit dem Ash und Lucia am Ende versuchen Palkia und Dialga zu beschwichtigen. Der Moment, als Oracion erklingt und goldene Flügel aus den Raum-Zeit-Türmen wachsen, zählt sicherlich zu den bewegendsten des gesamten „Pokémon“-Franchises. Tatsächlich ist das Ending der japanischen Fassung des 20. Films eine neue Version von „Oracion“ mit wunderschönem Gesang! Statt dieses Lied, dessen Melodie auch den deutschen Zuschauern bekannt sein dürfte, einfach auf Deutsch umzusetzen, hat sich Goldfarb dazu entschieden ein komplett neues Lied zu komponieren, das absolut nichts mit irgendwas zu tun hat. Dabei wäre so ziemlich ALLES besser gewesen als das: warum z. B. keine neue Version vom „PokéRAP“? Oder irgendein Song aus „Pikachu’s Jukebox“? „Wir bleiben zusammen“ oder „Meine besten Freunde“ hätten sich hier regelrecht angeboten. Aber nein, es musste unbedingt ein Lied sein, das das Publikum überhaupt nicht kennt und zu dem es keinerlei Assoziationen hat…

Fazit:

Sicher wird es dem ein oder anderen sauer aufstoßen, dass Misty und Rocko gar nicht auftauchen und quasi durch Verena und Konstantin ersetzt wurden. Da ich allerdings schon davon wusste, hat es mich weniger gestört. Tatsächlich gab Konstantin als Charakter sogar sehr viel mehr her als Rocko. Seine Vergangenheit ist für „Pokémon“-Verhältnisse ungewöhnlich tragisch. Außerdem haben Rocko und Misty dafür ihren großen Auftritt in zwei Folgen der „Sonne & Mond“-TV-Serie und zumindest im Abspann sind sie und alle anderen bisherigen Begleiter von Ash der Reihe nach zu sehen. Wer gerne eine reine Nacherzählung der Original-Serie gesehen hätte, wird von diesem Film etwas enttäuscht sein. „Du bist dran!“ ist nämlich eher so wie die Filmreihe „Rebuild of Evangelion“. Szenen aus den ersten paar Folgen werden zwar in leicht abgewandelter Form neu aufbereitet, vieles ist aber auch komplett neu und Sachverhalte, wie bspw. Ho-Ohs Auftritt am Ende der ersten Folge, werden ausgebaut zu etwas viel Größerem. Dadurch entsteht ein sehr interessanter und unterhaltsamer Film, der zwar einige Fragen offen lässt, vor allem bezüglich Marshadows Beweggründen und einer sehr seltsamen Szene gegen Ende (damit meine ich nicht das sprechende Pikachu), aber durchaus überzeugen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass das hier geschaffene Paralleluniversum auch in kommenden Filmen noch mal aufgegriffen oder die Geschichte des Films zumindest auf anderem Wege fortgesetzt wird.

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass hier viele Szenen aus der ersten Staffel nachträglich analysiert und erklärt werden: Warum ist Pikachu nicht in seinen Pokéball gegangen, als die Habitak angegriffen haben? Warum musste sich Ash von Smettbo trennen? Als Kind konnte ich beides nie nachvollziehen, doch dieser Film schafft es, den tieferen Sinn jener Szenen aufzuzeigen und geht dabei unter die Haut. Jede Menge spannender (und teils wahnwitziger) Kämpfe gibt es außerdem zu bestaunen und selbst eine Illusion, in der Ash ganz normal die Schulbank drücken muss und keine Pokémon existieren, bekommen wir präsentiert.

Fathom Events und The Pokémon Company International haben hier ein sehr schönes Kino-Event auf die Beine gestellt. Das Vorprogramm war zwar vollkommen überflüssig, aber dafür hat man sich mit den Kinoprämien etwas Geniales einfallen lassen. Wunderschöne Andenken an einen wunderschönen Film. Ich empfehle allerdings jedem, ihn sich bei Gelegenheit auch mal auf Japanisch anzusehen. Übrigens gibt es in vielen Kinos „aufgrund der mega großen Nachfrage“ (CineStar Mainz) sogar noch eine Zusatzvorführung am Sonntag, den 12.11.! Manche Kinos zeigen ihn sogar noch zweimal: am Samstag, den 11.11. UND Sonntag, den 12.11.! Sollte eines dieser Kinos in eurer Nähe sein, lasst euch diese Chance auf keinen Fall entgehen!

 

© Ban_Mido

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