Shut up and sleep with me

Name: Shut up and sleep with me
Englischer Name:
Originaltitel: Dakasete kurenai ka?
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2012
Deutschland: EMA 2015
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Shut up and sleep with meStory:
Die Ladengeschäfte S-Kurogane und S-Shirogane liegen direkt nebeneinander und sind bekannt für ihren ausgefallenen Silberschmuck. Dem Namen entsprechend steht S-Kurogane eher für härtere Designs mit Totenköpfen und Kreuze, während S-Shirogane für seine weichen, verspielten Designs berühmt ist. Das Konzept schlägt sich sogar auf die Belegschaft und die Designer der Schmuckstücke nieder – hell und dunkel. Während Yuko der Chefdesigner von S-Kurogane ist, arbeitet der sanfte Haruka für den hellen Konterpart du entwickelt verschlungene, feine Designs. Die beiden sind Kontrahenten und Freunde gleichermaßen, allerdings entwickelt sich schon bald mehr zwischen den beiden, denn sie teilen die Leidenschaft füreinander. Allerdings gibt es da ein Problem: beide sind im Bett aktiv und keiner mag sich mit dem Part des Uke zufrieden geben. Als der Chef der Ladenkette auftaucht und Yuto sich an ihn heranmacht, ahnt er nicht, was er damit auslöst …

Neben der Hauptgeschichte befindet sich noch der Kurzmanga „Shut up and make me cry“ in Makoto Tatenos Werk, in dem es um So Nishiyama geht, Angestellter bei S-Kurogane, der gerade von seiner Frau verlasen wurde und Trost bei einer ungewöhnlichen Person findet.

Eigene Meinung:
„Shut up and sleep with me“ ist ein weiterer One-Shot von Makoto Tateno, die durch ihre unzähligen Boys Love Mangas bekannt geworden ist, insbesondere durch ihre Reihen „Yellow“ und „Blue Sheep Dream“. Der vorliegende Manga erschien in Deutschland bei EMA.

Inhaltlich bietet Makoto Tateno eine recht vorhersehbare Shonen-Ai Geschichte inklusive leichter Erotikelemente und stereotyper Charaktere. Die Grundlagen wirken sehr konstruiert, da die Läden so schwarz und weiß sind, dass es sich das Konzept der Geschäfte bis auf die Belegschaft erstreckt: in S-Kurogane arbeiten vorwiegend Leute mit dunklem Haar und düsterer Kleidung, in S-Shirogane findet man dafür blondes Haar und weiße Klamotten. Dass die beiden Chefdesigner ein Auge aufeinander geworfen haben ist recht schnell klar, ebenso wie die Geschichte weitergeht und endet. Daher bietet „Shut up and sleep with me“ dem Leser leider nichts Neues oder Überraschendes, sondern die üblichen Klischees des BL Genres.

Dementsprechend schnell vergisst man den Manga wieder, da weder der Inhalt, noch die Figuren dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Letztere sind ebenso klischeehaft wie die Handlung: Yuto ist ein durchschnittlicher, naiver Typ, der sich leicht an der Nase herumführen lässt und an dem etliche Dinge vorbeigehen. Sein Konterpart Haruka ist da wesentlich intelligenter und weiser, was sich auch gegenüber des Besitzers der Ladenkette zeigt. Die übrigen Figuren bleiben leider ebenso blass wir die Hauptfiguren – man erfährt nur wenig über sie. All das macht „Shut up and sleep with me“ zu einem mittelmäßigen Werk, das nur für Fans geeignet ist, die wirklich alles von Makoto Tateno im Regal stehen haben wollen.

Stilistisch ist „Shut up and sleep with me” solide, aber man merkt, dass es sich nur um ein Zwischenwerk der Künstlerin handelt. So routiniert sie nach all den Veröffentlichungen ist, die Zeichnungen wirken an einigen Stellen recht schlampig. Auf Details (außerhalb des Schmucks) wird weitestgehend verzichtet; auch die Hintergrundbilder halten sich in Grenzen. Die Figuren sind kein Problem für sich – Anatomie und Perspektiven stimmen, aber die Charaktere ähneln sich stark und lassen sich nur mit Hilfe der Haare und Klamotten auseinanderhalten.

„Shut up and sleep with me” ist einer der schlechteren Mangas von Makoto Tateno, der eher für Fans der Mangaka geeignet ist. Versierten Boys Love Lesern wird weder die Handlung überzeugen noch die Charaktere gefallen, da alles sehr klischeehaft und stereotyp gehalten ist. Makoto Tateno hat schon wesentlich bessere Mangas und One-Shots auf den Markt gebracht. Daher rate ich von einem Kauf eher ab.

© Koriko

Shut up and sleep with me: © 2012 Makoto Tateno, Shinshokan / EMA

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Yokan ex Noise

Name: Yokan ex Noise
Englischer Name: Yokan ex Noise
Originaltitel: Yokan ex Noise
Herausgebracht: Japan: Oakla 2008
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Yokan ex NoiseStory:
Die beiden Band “Nun” und “Charon” sind die angesagtesten Musiker auf dem japanischen Markt. Die weiblichen Fans liegen ihnen zu Füßen und sie stehen in vielerlei Hinsicht in Konkurrenz zueinander. Das sorgt nicht nur dafür, dass ihre Platten nahezu zeitgleich erscheinen und sie durch dieselben Städte touren, sondern auch dafür, dass sich Hiroya, Sänger von „Nun“ und „Charon“-Bandleader Akira immer wieder sehen können. Die beiden sind ein Paar, was sie jedoch nicht davon abhält immer wieder gegeneinander anzutreten. Besonders der ehrgeizige Akira fordert alles von Hiroya, um sich mit ihm und seinen Songs messen zu können. Daher sieht er es gar nicht gern, dass Takahashi, ein bekannter Regisseur an Hiroya herantritt und ihm die Hauptrolle in seinem neuen Film anbietet. Akira ist alles andere als begeistert und als er Hiroya zur Rede stellt und dieser sich auch noch ernstlich darüber Gedanken macht, wieder ins Schauspielgeschäft einzusteigen, ist Akira wütend. Er trennt sich von Hiroya, plant jedoch auf seine Art seinen Liebhaber wieder zurück zu „Nun“ und der Musik zu bringen. Nachdem „Charon“ ihre neue Single einstudiert haben, beginnt Akira dem unwissenden Takahasi unterschiedliche Versionen des Songs zukommen zu lassen, um dem verwirrten Regisseur ein Angebot unterbreiten zu können, was dieser kaum ausschlagen kann…

Doch nicht nur die Gefahr, dass Hiroya wieder zurück zur Schauspielerei gehen könnte, wirft einen Schatten auf die Beziehung zwischen den beiden Sängern. Hiroya beginnt sich immer merkwürdiger zu verhalten und Akira macht sich zunehmend Sorgen. Als Hiroya auch noch verschwindet, steht für Akira fest, seinen Geliebten zu suchen. Von Koji, einem Mitglieder seiner Band „Charon“ erfährt Akira, wo sich Hiroya aufhalten könnte und das er mit einem Ereignis aus der Vergangenheit kämpfen könnte – dem Selbstmord eines jungen Mannes, der damals zu „Nun“ gehört hat…

Eigene Meinung:
„Yokan ex Noise“ stammt aus der Feder Makoto Tatenos und führt die Handlung des Mangas „Yokan“ fort. Die Geschichte ist im Showbizz angesiedelt, dieses Mal konzentriert sich die Künstlerin ganz auf die beiden Bands „Charon“ und „Nun“. Wirklich viel Tiefgang und Handlung sollte man nicht erwarten, es plätschert vor sich hin, auch wenn mit dem Selbstmord eines Bandkollegen Hiroyas durchaus Platz für einen interessanten Handlungsbogen geschaffen wird. Leider wird dieser Handlungsstrang nicht wirklich ausgearbeitet, so dass er zu oberflächlich wirkt.

Die Charaktere ähneln den Figuren ihrer bekannteren Mangas, insbesondere da der Zeichenstil zwar schön anzusehen, jedoch sehr gleichförmig ist. Wer andere Mangas der Künstlerin kennt, weiß wovon ich rede. Makoto Tateno besitzt zwar einen sehr sicheren Strich und hat einen Stil, den man unter Hunderten wiedererkennt, jedoch sind ihre Mangas, Geschichten und Charaktere austauschbar. „Yokan ex Noise“ bildet da leider keine Ausnahme.

Insgesamt ist „Yokan ex Noise“ nur Hardcore Fans von Makoto Tateno zu empfehlen. Wer ihre Mangas liebt, wird um dieses Werk nicht herum kommen. Fans von Boys Love, Showbizz und einem Hauch Drama können durchaus einen Blick riskieren, doch man sollte „Yokan“ zumindest einmal gelesen haben, da die Mangas zwar separat stehen können, jedoch aufeinander aufbauen.

© Koriko

Yokan ex Noise: © 2008 Makoto Tateno, Oakla Publishing Co.,Ltd. / EMA

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Yokan

Name: Yokan
Englischer Name: Yokan Premonition
Originaltitel: Yokan
Herausgebracht: Japan: Oakla 2003
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

YokanStory:
Akira, Sänger von „Charon“ und Sunaga, Schauspieler und Sänger könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Akira nur Songs zum Besten gibt, die aus seiner Feder stammen und sich gar nicht um das weibliche Publikum schert, ist es Sunaga, wenn er überhaupt auftritt, vollkommen egal, was er singt, solange er die Fans unterhalten kann. Als Akira jedoch eines Tages auf dem Dach eines Hauses zufällig den Song „Voice“ hört, was Sunaga selbst geschrieben hat, ist er sowohl fasziniert, als auch begeistert. Doch das Lied, was Akira so gut gefällt, scheint Sunaga vollkommen egal zu sein. Entsetzt muss er feststellen, wie wenig Sunaga an seinen eigenen Stücken hängt und dass er sein ganzes Talent verschwendet, indem er nie selbstgeschrieben Songs zum Besten gibt. Er bietet Akira „Voice“ sogar gegen eine geringe Gegenleistung an, was Akira zunächst ablehnt.

Dennoch geht Akira das Lied nicht mehr aus dem Kopf. Er ist so sehr davon vereinnahmt, dass sogar seine Bandkollegen darauf aufmerksam werden und es unbedingt auf ihre neue CD packen wollen. Doch da sich Akira dagegen ausspricht, verzichtet man darauf „Voice“ auf das neue Album zu packen. Gleichzeitig entdeckt Akira das Geheimnis Sunagas – er war Mitglied der Indieband „Nun“, deren einziges Album extrem hoch gehandelt wird.

Akira beschließt dennoch für „Voice“ bezahlen und besucht Sunaga. Er will von Sunaga erfahren, warum er das Lied nirgendwo spielen will. Als er jedoch keinerlei Antwort erhält, beschließt Akira Sunaga aus der Reserve zu locken. Er spielt „Voice“ bei einem Live-Konzert und es wird ein echter Geheimtipp. Die Presse überschlägt sich, jeder will wissen, was für ein Song das war. Als Akira bei einer Talkshow, zu der auch Sunaga geladen ist, offen erzählt, dass er „Voice“ nicht geschrieben hat und Sunaga der eigentliche Songwriter ist, überstürzen sich die Ereignisse. Sunaga verlässt wütend die Show und passt Akira später bei sich zu Hause ab.
Akira muss erkennen, dass er zu weit gegangen ist. Nach und nach erfährt er, warum Sunaga nicht mehr singen will und weshalb sich die Band „Nun“ aufgelöst hat…

Der Band enthält zudem die Kurzgeschichte „Sinsemilla“, in dem sich der junge Seiji in seinen heterosexuellen Nachbarn Kazumi verliebt und immer wieder von ihm träumt. Bis eines Tages Kazumi zu ihm kommt und ihm erzählt, dass er ganz ähnliche Träume hat, insbesondere nachdem Seiji ihm Tabletten gegeben hat…

Eigene Meinung:
„Yokan“ ist das Prequel des Mangas „Yokan ex Noise“ und stammt aus der Feder Makoto Tatenos. Der Manga ist schon ein wenig älter, weswegen die Zeichnungen nicht ganz das Niveau ihrer neueren Werke erreichen. Dennoch erkennt man ihren typischen Stil, der sich schon seit Jahren hält. Leider fällt es schwer, die Charaktere zu unterscheiden, da sie sich doch zu ähnlich sind. Gerade wenn man andere Mangas der Künstlerin kennt, werden einem die Charaktere bekannt vorkommen.

Die Geschichte ist ganz okay, wirkt an einigen Stellen allerdings unrealistisch. Insbesondere die Erotikszene wirkt ein wenig übertrieben. Dennoch bietet „Yokan“ ein wenig mehr Handlung, als edie gängigen deutschen Boys Love – Veröffentlichungen. Sie ist gut durchdacht, in sich stimmig und passt zu den Charakteren.

Die Charaktere sind ein wenig stereotyp, insbesondere Sunaga, der sich zumeist im Hintergrund hält und nichts über sich preisgibt. Seine Vergangenheit wird in diesem Band sehr genau beleuchtet, während Akira leider etwas blass bleibt. Auch die anderen Nebencharaktere bleiben sehr unscheinbar, da fast gar nicht auf die eingegangen wird.

Insgesamt ist „Yokan“ ein Muss für alle Fans der Künstlerin und diejenigen, die Boys Love Mangas mögen, die im Musik-Genre spielen. Die Handlung ist überraschend tiefgründig und zumindest Sunaga wird eingehend beleuchtet. Wer Dramatik und einer Prise Erotik nicht abgeneigt ist, sollte einen Blick riskieren.

© Koriko

Yokan: © 2003 Makoto Tateno, Oakla Publishing Co.,Ltd. / EMA

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Yellow / R

Name: Yellow / R
Englischer Name:
Originaltitel: Yellow / R
Herausgebracht: Japan: Enterbrain 2011
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Yellow / R Band 1Story:
Zwei Jahre sind seit der Sache mit Takis Ersatzfamilie vergangen. Taki und Go sind seitdem untergetaucht und haben ihr Diebesdasein aufgegeben, um ein normales Leben führen zu können. Doch das ändert sich schnell, als Hatozaki, ein Kriminalbeamter, bei ihnen auftaucht und die beiden um Hilfe bittet. Der Polizei ist es gelungen einen Mann namens Kawakami festzusetzen, der Drogen im großen Stil der Hanamasa-Bande zur Seite schaffte. Nun ist die Bande den Drogen auf der Spur, ebenso wie die Polizeit, die jedoch keinerlei Ahnung hat, wo sich die Ware befindet. Sie haben lediglich einen Code, den es zu knacken gilt, um die Drogen ausfindig zu machen. Hatozaki erhofft sich Hilfe von Go und Taki, die schließlich einwilligen wieder als Diebe für die Polizei zu arbeiten.

Gemeinsam kehren sie zurück ins Roost, dem Ort, an dem sie sich kennenlernten und ihre ersten gemeinsamen Fälle hatten. Kanji, ein Junge, dem sie einst geholfen hatten, ist begeistert, dass die beiden zurückkommen und auch ihre anderen Freunde sind glücklich darüber. Go und Taki beschließen, ihr beschauliches Leben gänzlich aufzugeben, wenn es ihnen gelingt den jetzigen Fall zu lösen.

Und so nehmen Gos und Taki ihr altes Leben wieder auf, nachdem sie den ersten Fall geklärt haben. Dasfolgenden Kapitel zeigt, wie Go und Taki Partner wurden und ihren ersten gemeinsamen Fall gelöst haben. Zudem gibt es noch eine Geschichte, in der Gos Vergangenheit ein wenig beleuchtet wird, der in einer Komune aufgewachsen ist, nachdem seine Mutter mit einem anderen Mann durchgebrannt ist.

Yellow / R Band 2Eigene Meinung:
„Yellow R“ knüpft direkt an das Ende des 4-bändigen Mangas „Yellow“ an, der Makoto Tatenos zu internationaler Bekanntheit verhalf. Es liegen zwar zwei Jahre dazwischen, doch das stört nicht weiter, da der Leser nichts wichtiges verpasst hat. Wie schon in der Vorgängerreihe geht es um das Lösen der Rätsel und das Aufspüren von Drogen, Aufputschmitteln oder Waffen. Dabei gibt sich Makoto Tateno sehr viel Mühe, spannende und verzwickte Rätsel zu konstruieren, die dafür sorgen, dass man automatisch mitknobelt. Da Taki und Go unterdessen ein Paar sind, fällt die knisternde Beziehung zwischen den Beiden zwar weg, doch das stört nicht weiter, da sich die Künstlerin (bis auf einige erotische Szenen) gänzlich auf die Kriminalfälle konzentrieren kann.

Die Zeichnungen sind im Vergleich zu „Yellow“ erheblich besser und sicherer. Makoto Tatenos Stil ist noch feiner und hübscher geworden, und im Gegensatz zu ihren anderen Boys Love Mangas spürt man bei Yellow R“ mehr Liebe zum Detail. Der Manga ist dynamischer und actiongeladener gezeichnet, was gut zur Handlung und den Charakteren passt. Hin und wieder stimmen Proportionen mit, doch dank der mitreißenden Handlung bekommt man das nur am Rande mit.

Ingsesamt ist „Yellow R“ ein Muss für alle Boys Love Fans, und solche, die die Werke von Makoto Tateno lieben. Von all den Mangas, die von ihr bei EMA erschienen sind, ist „Yellow R“ neben der Originalserie das beste Werk. Wer „Yellow“ mochte, wird die Fortsetzung lieben, da es die bekannte Mischung aus Action, Krimi, Comedy und Erotik enthält, gepaart mit einigen neuen Details zu Taki und Go. Zu empfehlen…

© Koriko

Yellow R: © 2011 Makoto Tateno, ENTERBRAIN INC. / EMA

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Yellow

Name: Yellow
Englischer Name: Yellow
Originaltitel: Yellow
Herausgebracht: Japan: Biblos 2002
Deutschland: EMA 2005
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Yellow Band 1Story:
Go und Taki leben gefährlich, wie schon das Motto des Mangas vermuten lässt (Grün heißt “Gehen!”, rot heißt “Stehen!” und gelb heißt “Gefahr!”). Gemeinsam arbeiten sie als Diebe, deren Auftrag es ist Drogen zu stehlen, bevor diese in Umlauf kommen. Ihr Auftraggeber ist der unscheinbare Shigeyuki Tsunega, der das Café „Roost“ leitet, in dem die beiden jungen Männer immer ihre Aufträge bekommen. Doch nicht nur ihre Arbeit ist gefährlich, auch ihr Privatleben läuft alles andere als ruhig und harmonisch. Denn Go ist schwul, scheut sich nicht davor das zu verstecken und hat ein Auge auf den hübschen Taki geworfen. Jedoch ist dieser überhaupt nicht interessiert, steht auf Frauen und versucht sich immer wieder Go vom Hals zu halten, der es nicht lassen kann seinen Partner anzubaggern. Und das passiert immer wieder und oftmals kann Taki seinen Freund nur mit Waffengewalt von sich abhalten.

Dennoch sind sie als Team unschlagbar und ergänzen sich während ihrer gemeinsamen Arbeit perfekt. Während Go für die männlichen Liebhaber ihrer Gegner zuständig ist und immer wieder als homosexueller Verführer in Erscheinung tritt, darf Taki sich der Damenwelt annehmen, denn bekanntermaßen sind nicht alle Gegner schwul und auf hübsche Knaben versessen. Ob es nun Drogen sind, die aus den Händen der Mafia gerissen werden, der Schutz die jungen Geliebten, die einen wertvollen Schatz besitzt und verteidigt, oder illegaler Waffenschmuggel, der aufgedeckt und verhindert werden will. Solange das Geld stimmt, nehmen Taki und Go die Aufträge an.

Nach und nach kommen sich die beiden ungleichen Männer näher und Gos Hartnäckigkeit zahlt sich sogar aus. Taki erkennt, dass er für Go mehr empfindet als nur Freundschaft, doch es dauert lange, bis er diese Gefühle Go offenbart. Doch gerade, als die beiden endlich die letzten Hürden in Form von Gos Exfreund Kei überwunden haben, überschlagen sich die Ereignisse. Die bekannten Assassine „Swordfish“ tauchen auf und sorgen für Chaos und jede Menge Wirbel. Denn Taki ist dieses Team nicht nur bekannt, seine Vergangenheit ist auch eng mit den Assassine verwoben. Und „Swordfish“ hat ein Auge auf Taki geworfen, was Go mehr als einmal in Schwierigkeiten bringt. Nach und nach offenbart sich Go, die Tragweite der Ereignisse und er muss erkennen, dass des Rätsels Lösung in Takis wohl gehüteter Vergangenheit liegt und er mehr mit „Swordfish“ zu tun hat, als dieser es möchte. Als Taki zu „Swordfish“ zurückkehrt und Go verlässt, um seinen Partner zu schützen, versucht Go alle Hebel in Bewegung zu setzen um seinen Geliebten zurückzuholen… und begibt sich damit in Lebensgefahr…

Yellow Band 2Eigene Meinung:
Der vierbändige Manga „Yellow“ war für Makoto Tateno der große Durchbruch. Nicht nur in Deutschland erlangte die Mangaka erstmals mehr Beachtung, auch in den USA und sogar in Japan gilt die reihe um Go und Taki als ihr beste Serie. „Yellow“ erschien 2002 bis 2004 in Japan beim unterdessen Konkurs gegangenen BIBLOS Verlag und war so populär, dass sogar kurzzeitig ein Anime im Gespräch war, der jedoch nicht realisiert wurde. Dafür wird der Manga seit 2009 zunächst als Handymanga fortgesetzt, demnächst soll es jedoch regulär weitergehen.

Makoto Tateno hat es ebenfalls „Yellow“ zu verdanken, dass sie auf der amerikanischen Yaoi- Con als Special Guest geladen war, ebenso in Deutschland auf der Connichi 2006 und auf der Leipziger Buchmesse 2010. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Interview mit der Künstlerin geführt.

Go und Taki sind zwei Partner, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Go ist offen schwul, hat ein Händchen dafür Schlösser zu knacken und ist während ihrer Aufträge dafür zuständig die männlichen Gegner zu verführen. Taki ist durch und durch hetero, versucht sich immer wieder Gos Annäherungen zu erwehren und ist ein Spezialist, wenn es um Maschinen geht. Gemeinsam sind sie ein unschlagbares Team, deren Auftrag es ist Drogen zu stehlen oder kniffelige Fälle zu lösen. Auftraggeber ist zumeist Shigeyuki Tsunega, der im Café „Roost“ arbeitet und die Aufträge an das ungewöhnliche Duo vermittelt. Gemeinsam stolpern die zwei Männer von einem gefährlichen Fall zum anderen und immer wieder kochen die Gefühle hoch…

„Yellow“ vereinigt viele Genres miteinander- Action, Shonen-Ai, Romance und Comedy. Insgesamt kann man es am besten mit Sanami Matohs „Fake“ vergleichen, da auch hier ein Großteil der Handlung auf dem Prinzip „Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht?“ aufgebaut wird. Die Fälle sind zu beginn interessant, dienen jedoch eher dazu Go und Taki zusammen zu bringen. So scheinen die Episodenfälle am Anfang fast ein wenig zu langweilen, doch zum Ende hin gibt es endlich eine komplexere Handlung und einen roten faden, der besonders Taki betrifft und etliche Sidecharaktere aktiv in die Handlung mit einbezieht. Ab diesem Moment ist „Yellow“ sehr spannend und man fiebert den Enthüllungen entgegen. Da besonderes Augenmerk auf Taki gelegt wird, entwickelt dieser sich auch am meisten weiter, doch auch Go verändert sich ein wenig, gleich wenn er nichts von seiner offenen, zielgerichteten Art einbüßt.
Zeichnerisch merkt man deutlich, dass „Yellow“ ein älteres Werk von Makoto Tateno ist. Sicherlich steigert sich die Mangaka im Laufe der Zeit, doch mit ihren aktuellen Werken kann man es kaum vergleichen. Dennoch erkennt man deutlich den Stil von Makoto Tateno, die feinen Gesichter, die detaillierten Haare und die eleganten, großgewachsenen Bishonen, die einfach dazu gehören. Frauen kommen sowieso seltener vor, so ist es auch nicht störend, dass gerade die jungen Männer oftmals sehr feminin wirken.

Wer „Fake“ mochte, Yaoi, Comedy und Action mag, sollte sich „Yellow“ nicht entgehen lassen. Von Makoto Tatenos Werken ist diese Mangareihe die beste und bietet jedem Boys Love Fan neben einer schönen romantischen Story auch etliche erotische Szenen. Für Boys Love Fans ein Muss…

© Koriko

Yellow: © 2002 Makoto Tateno, BIBLOS / EMA

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Makoto Tateno beendet „Vampire Romanshiki“

Therapie LiebeDie Mai Ausgabe von Akita Shotens Princess Gold Magazin hat bekanntgegeben, dass Makoto Tatenos Mangaserie „Vampire Romanshiki“ in zwei Kapiteln ihr Ende finden wird. Das letzte Kapitel wird in der August-Ausgabe am 16. Juli erscheinen.

„Vampire Romanshiki“ spielt in Japan im Jahr 1918. Der Manga folgt einer jungen Schülerin namens Ruri,welche eines Tages von zwei mysteriösen Männern namens Shirasagi und Kokuyo angesprochen wird.

„Vampire Romanshiki“ war die erste Serie, die Tateno im Princess Gold Magazin veröffentlicht hat. Das erste Kapitel erschien im August 2013. Der zweite Band wurde zuletzt im Januar von Akita Shoten veröffentlicht.

Hierzulande ist Makoto Tateno durch viele Manga-Veröffentlichungen bei EMA bekannt: Diagnose: Liebe, How is your Ex-Boyfriend?, Martino for Two, Blue Sheep Dream, Akai Tenshi, Therapie: Liebe uvm.

Quelle: ANN

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The Kiss of Blood

Name: The Kiss of Blood
Englischer Name: A Bloody Kiss Tonight
Originaltitel: Koyoi ha kimito chino kisu wo
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2009
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

The Kiss of BloodStory:
Seitdem Riku in einem Blumenladen arbeitet und fortan jeden Tag Blumen zu einem verlassenen Haus bringen soll, passieren die merkwürdigsten Dinge. Dort leben drei sehr düstere, gutaussehende Männer und obgleich Riku versucht den Lieferdienst so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, trifft er regelmäßig auf den mysteriösen Keito, der gesteigertes Interesse an Riku zeigt. Zudem suchen den jungen Schüler Alpträume heim, in dem Keito nachts ins ein Zimmer einsteigt, ihn küsst und sich ihm auf sehr eindeutige Art und Weise nähert. Die Träume verschlimmern sich und schließlich bricht Riku in der Schule zusammen. Just in diesem Moment taucht Keito auf und nimmt den Schüler mit sich. Riku muss erkennen, dass Keito nicht nur in der Lage ist die Menschen mit seiner Stimme zu kontrollieren, sondern darüber hinaus kein normaler Mensch ist. Ein Vampir ist auf Riku aufmerksam geworden und er hält Riku fortan für seine persönliche Befriedigung gefangen. Wie nicht anders zu erwarten wird Riku weder von seinen Freunden, noch von seinen Eltern vermisst und täglich schläft Keito mit dem wehrlosen Riku. Zudem verschlimmern sich die Alpträume. Riku hört Stimmen und Keito klärt ihn irgendwann darüber auf, dass Riku die Wiedergeburt eines Menschen ist, der immer mit Keito zusammen war. Keito sucht diese Seele jedoch nicht um wieder mit Riku vereint zu sein, sondern um sich an ihm zu rächen. Denn immer waren es diese Menschen, die Keito ins Unglück stürzten. Nun soll Riku für das büßen, was seine vorherigen Inkarnationen falsch gemacht haben und für Riku beginnt eine schwere Zeit, in der er sich selbst neu kennen lernen muss…

In der zweiten Geschichte lernt der Leser den Vampir Saisei kennen, der neben Keito und Natsuhi in dem verfallenen Haus lebt. Saisei wird eines Abends auf frischer Tat ertappt. Gerade als er sich das Blut einer jungen Frau einverleibt, wird er von einem jungen Mann entdeckt und zur Rede gestellt. Saisei versucht ihn mit seiner Stimme zu beeinflussen, doch zu seiner großen Überraschung hat diese Fähigkeit keine Wirkung. Saiseis Interesse ist geweckt und er stöbert den jungen Mann auf. Yasuhara arbeitet als Bibliothekar und fortan besucht Saisei ihn täglich, um sich an ihm gütlich zu tun. Dabei setzt er Yasuhara damit unter Druck ein Blutbad anzurichten, sollte dieser ihm nicht zu Diensten sein. Widerstrebend gibt Yasuhara nach, ohne zu wissen, dass er Saisei mehr schadet, als er glaubt…

Die letzte Geschichte „Weiße Lilien“ ist Natsuhi gewidmet und ist relativ kurz gehalten. Hier trifft der Vampir auf einen kleinen Jungen, der schwer krank ist und sich damit abmüht für seine Mutter ein Präsent zum Geburtstag zu kaufen. Natsuhi entscheidet sich, dem Jungen ein ganz besonderes Geschenk zu machen…

Eigene Meinung:
„The Kiss of Blood“ ist eindeutig ein schwächerer Manga von Makoto Tateno. Die erotischen Szenen dominieren, so dass es hier weitaus mehr explizite Sequenzen gibt, als in Mangas wie „Steal Moon“ oder „Yellow“. Die Geschichte ist dementsprechend simpel gehalten, wirklichen Tiefgang kann man nicht erwarten. Man kann sich schon zu Beginn jeder Geschichte denken, wie das Ende aussehen wird. Auch die Charaktere wirken oberflächlich und nicht gänzlich nachvollziehbar. Besonders Riku ist eigenwillig, da es dem Leser schwer fällt zu verstehen, wie er sich in jemanden verlieben kann, der ihn mehrere Tage lang vergewaltigt und gefangen hält. Auch Yasuhara ist in diesem Sinne nicht gänzlich logisch aufgebaut.

Die Zeichnungen sind wie üblich schön, besonders die Haare sind sehr detailliert. Gesichter und Haarpracht dominieren die Panele und machen sie daher recht simpel, fast schon ein wenig langweilig. Riku ist mit seinen großen Augen arg jung geraten und erinnert an etliche andere Charaktere von Tateno. Wie immer fällt diese Ähnlichkeit zu Charakteren anderer Mangas am meisten als Störfaktor ins Auge.

Insgesamt ist „The Kiss of Blood“ nur bedingt zu empfehlen. Wer ein Fan von Makoto Tateno ist, wird um diesem Manga nicht herum kommen, ebenso kann jeder Fan von Vampiren und expliziten Yaoimangas beherzt zugreifen. Wer Wert auf eine tiefgründige Story und interessante Charaktere legt, sollte vielleicht eine andere Serie von Makoto Tateno kaufen…

© Koriko

The Kiss of Blood: © 2009 Makoto Tateno, Shinshokan Co., Ltd. / EMA

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Steal Moon

Name: Steal Moon
Englischer Name: Steal Moon
Originaltitel: Steal Moon
Herausgebracht: Japan: Nihonbungeisha 2006
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Steal Moon Band 1Story:
Der junge Nozomi hätte sich nie träumen lassen, dass er einmal von einem anderen Streetfighter besiegt wird. Doch ausgerechnet an dem Tag, als er laut verkündigt demjenigen, der ihn besiegt als Sklave zu Diensten zu sein, taucht der gutaussehende und unheimlich starke Coyote auf. Im folgendem Kampf unterliegt Nozomi und Coyote verkauft den junge Mann an die Firma „Digital Angels“ Ab sofort ist Nozomi keine Sekunde unbeobachtet, denn „Digital Angels“ bietet einen ganz besonderen Service an – Internetnutzer können dort die Bewohner der einzelnen Räume rund um die Uhr beobachten. Erst wenn Nozomi genug Klicks auf sich gezogen und somit genug Geld verdient hat, kann er das Appartement verlassen. Nozomi ist entsetzt und weigert sich zu Beginn an dem ganzen Theater teilzunehmen. Dementsprechend niedrig sind seine Klickzahlen und so entscheidet sich Hermes, der Leiter von „Digital Angels“, dem ganzen ein wenig nachzuhelfen.

Zunächst schickt er die beiden Kinder Soma und Gyokuto, um Nozomi beizubringen, wie man mehr Zuschauer anlockt (im Sinn von erotischen Spielchen). Die beiden sind ebenfalls an die Firma verkauft worden und Nozomi ist entsetzt, dass sogar Kinder hier den gierigen Blicken von Internetusern ausgesetzt sind. Als Nozomi sich weigert, auf Hinweise der beiden Jungs einzugehen, schickt Hermes zwei Männer ins Rennen, die sich um Nozomi kümmern sollen. Da Nozomi verletzt ist, hat er keine Chance gegen die beiden und im letzten Moment taucht der Mann auf, dem Nozomi die ganze Misere zu verdanken hat- Coyote. Er hilft Nozomi und erfährt schließlich, dass er nicht nur hier ist, um seine Schulden abzubezahlen. Hermes und Coyote brauchen ihn dringend, um ein Mitglied von Selene zu werden. Seit Jahren wird die Stadt und das umliegende Land vom Mond bzw. einem Satelliten aus beobachtet. Die Gruppe hat sich vorgenommen, diese ständige Beobachtung zu beenden und dafür ist Nozomi von essentieller Bedeutung. Denn nur er kann den Computer Isis aktivieren und die Aktivierung stellt die notwendige Grundlage dar, um den Maincomputer auf dem Mond außer Betrieb zu setzen.

Steal Moon Band 2Doch schon kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Weder Hermes noch Coyote spielen mit offenen Karten und treiben ein doppelbödiges Spiel. Nozomi muss erkennen, dass er ebenso wie Soma und Gyokuto (die in der Lage sind weitere Computer zu aktivieren) nur benutzt werden, um ein weitaus größeres Projekt zu starten…

Eigene Meinung:
„Steal Moon“ ist eine zweibändige Sci-Fi Mangareihe, die lose zu „Blue Sheep Dream“ gehört. So trifft man auf bekannte Charaktere wie Ratri, Kai und Maria, die ebenfalls eine größere Rolle spielen. Damit wird „Steal Moon“ gerade für Fans der anderen Mangareihe interessant, gleich wenn natürlich die Gewichtung gänzlich auf Nozomi und Coyote liegt. Natürlich gibt es eine sich entwickelnde Beziehung zwischen den beiden Charakteren, die in der ein oder anderen erotischen Szene endet. Wie schon von anderen Werken von Makoto Tateno bekannt, ist die Geschichte recht emotional und tränenreich, dramatisch und gefühlsbetont. Dass Nozomi sich innerhalb weniger Kapitel vom harten Straßenkämpfer zum weinerlichen Untergebenen entwickelt ist jedoch nur schwer nachzuvollziehen. Somit sind gerade die Persönlichkeiten ein wenig unausgegoren. Die Story ist ansonsten sehr schön und spannend und bietet die ein oder andere überraschende Wendung.

Zeichnerisch gibt es wenig zu bemängeln, wer Makoto Tateno kennt, wird die gewohnte Qualität geliefert bekommen. Sehr schöne Gesichter, detaillierte Haare und viele großflächige Panele. Leider sind die sich ähnlichen Gesichter und Charaktere ein großes Manko des Zeichenstils. Manchmal fällt es einem schwer die Figuren auseinander zu halten.

Insgesamt ist „Steal Moon“ ein schöner Manga, der mit einer spannenden Geschichte aufwartet, die leider manchmal ein wneig zu oft auf die Tränendrüse drückt. Doch wer Makoto Tateno kennt, weiß, dass Drama nun einmal ihr Steckenpferd ist. Wer Drama und Sci-Fi mag und Yaoi nicht abgeneigt ist, sollte zugreifen. Gerade Makoto Tateno Fans sollten sich „Steal Moon“ nicht entgehen lassen. Neben „Yellow“ und „Blue Sheep Dream“ gehört es zu ihren besten Serien.

© Koriko

Steal Moon: © 2006 Makoto Tateno, Nihonbungeisha Co., Ltd. / EMA

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See you in the School of the Muse

Name: See you in the School of the Muse
Englischer Name:
Originaltitel: Myuuzu Gakuen de Aou
Herausgebracht: Japan: Libre 2008
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

See you in the School of the Muse Band 1Story:
“See you in the School of the Muse” ist kein wirklich durchgängiger Manga, sondern besteht aus verschiedenen Einzelgeschichten, die lediglich in derselben Schule spielen.

Das Misono Gymnasium ist eine angesehene Privatschule, das als Besonderheit „Künstler“ als Stipendiaten aufnimmt. Diese Klasse ist zumeist von den anderen separiert und auch in einem besonderen Trakt untergebracht. Als der Schüler Tadafumi Hanai die Aussicht auf ein Stipendium erhält, knüpft sich an dieses eine besondere Bedingung. Hanai soll einem bestimmten Schüler Nachhilfe geben, damit dieser die nächste Klassenstufe erreicht. Yuu Otsuki ist derjenige, der in der letzten Prüfung kläglich versagt hat und so lernt Hanai den Sänger der Boygroup „STILL“ kennen. Zu Beginn verstehen die beiden sich überhaupt nicht, sieht Otsuki es nicht ein mit Hanai für die folgende Prüfung zu pauken, doch nach und nach lernen sich die beiden besser kennen. Hanai muss erkennen, dass das Leben als Star nicht immer einfach ist, besonders da Otsuki sich bei seiner Band nicht so wohl fühlt; und Otsuki muss sich eingestehen, dass er Hanai mag, da dieser ihn ganz normal behandelt.

In der zweiten Geschichte geht es gleich um zwei junge Männer aus der Künstlerklasse- die Models Seiji und Eichi. Beide lernten sich bei einer Agentur kennen und seit einiger Zeit sind die beiden nur noch als Paar auf Bildern und Aufnahmen zu sehen. Beide haben ihre Spitznamen bei den Fans und auch wenn sie prima zusammen zu passen scheinen, nagen an Eichi immer wieder Zweifel. Seiji ist in seinen Augen nicht nur beliebter und gut aussehender, auch bewundert er die offene Art seines Kollegen. Zudem sind Eichi die Annäherungen Seijis ein wenig unangenehm und als dieser schließlich während einer Aufnahme deutlich auf Tuchfühlung geht, bringt er Eichis Gefühlswelt gehörig durcheinander. Tags darauf platzt die Bombe und Eichi weist Seiji mit harschen Worten von sich. Doch dieser lässt nicht so leicht locker und stellt seinen Partner vor eine Entscheidung…

See you in the School of the Muse Band 2Das letzte Kapitel handelt von dem Komponisten Misao Arizono, der seit einiger Zeit ein Verhältnis mit dem Mathelehrer Morisaki hat. Lediglich während ihren privaten Nachhilfestunden haben die beiden Zeit füreinander, doch die Beziehung gerät ins Wanken, als plötzlich Takashina auftaucht, Arizonos erste große Liebe. Der gutaussehende Mann ist nicht nur dafür verantwortlich, dass der junge Komponist mit dem Klavierspielen angefangen hat, er hat in Arizono den Eifer geweckt selbst Komponist zu werden. Morisaki ist verunsichert und als Arizono beschließt sich mit Takashina zu treffen, um die Dinge zu klären, will Morizaki wissen, wie es um Arizonos Gefühle bestimmt ist.

Die Kurzgeschichte „Alptraum“ gehört nicht direkt zu „See you in the School of the Muse“ und handelt von Kazu und Kidaki, die seit einigen Jahren zusammen sind. Urplötzlich beschließt Kidaka die Beziehung zu beenden und schlägt vor dass es einfach nur wieder Freundschaft zwischen den beiden geben soll. Kazu ist damit einverstanden, doch als sie beginnen sich mit neuen Partnern zu treffen, kocht gerade bei Kidaka die Eifersucht hoch. Denn obgleich die Trennung von ihm ausging, kann er es nicht akzeptieren, dass Kazu andere Männer zu sich holt…

Eigene Meinung:
„See you in the School of the Muse” ist ein recht kurzweiliger Manga. Die Geschichten sind nicht sonderlich tiefgründig, teilweise sogar ein wenig langweilig, da die Einzelepisoden nichts wirklich Neues bieten. Es sind die üblichen 08/15- Handlungsbögen die alle denselben Höhepunkt haben (zumeist deckt der sich dann mit dem Höhepunkt der Charaktere). Dementsprechend werden Fans von erotischen Yaoi-Stories auf ihre Kosten kommen, sind doch einige deutliche Szenen dabei.

Die Zeichnungen sind wie nicht anders erwartet sehr solide und hübsch anzusehen. Makoto Tateno enttäuscht zumindest in der Beziehung ihre Fans nicht. Viele hübsche Kerle und noch mehr Pärchen als gewöhnlich.

Wer Kurzgeschichten mit vielen unterschiedlichen Pairings mag, ebenso die BL-Mangas von Maktoto Tateno dem wird „See you in the School of the Muse“ gefallen. Alle anderen sollten im Vorfeld einen Blick hineinwerfen und dann entscheiden, ob ein Kauf wirklich lohnenswert ist.

© Koriko

See you in the School of the Muse: © 2008 Makoto Tateno, Libre Publishing Co.,Ltd. / EMA

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Romeo x Romeo

Name: Romeo x Romeo
Englischer Name: Romeo x Romeo
Originaltitel: Romeo x Romeo
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2010
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Romeo x Romeo Band 1Story:
Die Geschwisterschulen „Yusei“ und „Ryosei“ mögen zwar denselben Gründervater gehabt haben, doch das Verhältnis zwischen den beiden Schulen ist nicht gerade das beste. Grund für die beständige Rivalität ist zum einen der Begriff „Yuryo“, der von der lokalen Bevölkerung für die beiden Schulen genutzt wird (wobei sich die Schüler der Ryosei beleidigt fühlen, da „ryo“ in dem Zusammenhang zweitklassig bedeutet), zum anderen eine Marienstatue aus Kristall, die als Julia bekannt ist. Einmal im Jahr treten die Schulen während des Gründerfestes in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an, um das Recht zu erhalten Julia für ein Jahr zu bekommen.

Als sich das 52. Gründungsfest jährt, setzen sich die Schülervertretungen beider Schulen zusammen, um über Ablauf und Organisation zu sprechen. Die beiden Schülersprecher Masaoka von der „Yusei“ und Maisaka von „Ryosei“ lernen sich während dieser Treffen kennen und zunächst kann Maisaka seinen Konkurrenten nicht ausstehen. Masaoka ergeht es nicht anders, nur hat er einen Plan im Hinterkopf, bei dem es darum geht Maisaka zu verführen und ihn anschließend fallen zu lassen. Dementsprechend offen verhält er sich gegenüber Maisaka und küsst ihn sogar irgendwann. Maisaka ist entsetzt, noch mehr als sein Kindheitsfreund Ryo auftaucht und wütend dazwischen geht. Er muss erkennen, dass Ryo ihn schon seit langem liebt und an seiner Seite haben will. Doch Maisaka ist eher von Masaoka angetan, den er immer besser kennen lernt. Masaoka seinerseits muss sich eingestehen, dass es ihm immer schwerer fällt, an seinem ursprünglichen Plan festzuhalten, da er sich ebenfalls für Maisaka interessiert…

In der zweiten Kurzgeschichte geht es um Toya, Vizepräsident der „Yusei“ und seinen sehr lockeren Lebenswandel, der aus einer Vielzahl Liebhabern besteht. Dass er ein Auge auf den älteren Yoshishima, Schüler an der Ryosei und Nachfolger des Saijokonzerns. Seitdem er ein kleiner Junge ist, wird Toya darauf vorbereitet Yoshishima zu dienen, doch insgeheim hegt Toya ganz andere Gefühle für diesen…

Romeo x Romeo Band 2Die letzte Geschichte des Bandes widmet sich den Lehrern Shikura und Sanada, die beide Schüler der „Yusei“ waren und dort als Tennisdoppel bekannt geworden sind. Nachdem sie durch ein Missverständnis beide mit dem Tennisspielen aufgehört und sich einige Jahre nicht gesehen haben, treffen sich die beiden als Lehrer wieder regelmäßiger. Als Shikura als Trainer der Tennisclubs der „Ryosei“ Schule beginnt und gerne wieder mit Sanada spielen möchte, müssen sich beide der Vergangenheit stellen…

Eigene Meinung:
Mit „Romeo x Romeo“ legt Makoto Tateno einmal mehr einen ihrer typischen Boys Love Mangas vor. Die Story ist recht stereotyp, man weiß von Anfang an, in welche Richtung es geht und wer mit wem zusammen kommt. Auch die Charaktere entsprechen dem üblichen Einheitsbrei und sehen sich leider Gottes so ähnlich, dass man sie nur schwer auseinander halten kann. Die beiden Jungenschulen als Hintergrund bieten Makoto Tateno erneut die Möglichkeit jeden mit jedem zu verkuppeln, so dass man ein ähnliches Gefühl wie bei „Welcome to the School of Muse“ hat: jeder männliche Charakter ist schwul. Dementsprechend liefert Makoto Tateno einen seichten, recht langweiligen Manga ab, in dem es nur um das Eine geht.

Zeichnerisch bekommt man die gewohnte Qualität geboten. Makoto Tatenos Stil ist annehmbar, teilweise recht hübsch, jedoch sind sich die Charaktere an einigen Stellen zu ähnlich. In „Romeo x Romeo“ kann sie nicht ganz zeigen, was sie wirklich kann, da Action und Dynamik nicht vorkommen und der Manga daher so einfach gehalten ist wie die Story und die Charaktere.

Insgesamt ist „Romeo x Romeo“ nur etwas für Hardcore-Fans der Künstlerin und solche, die Highschool Geschichten mögen. Wer „Welcome to the School of Muse“ besitzt und mag, dem wird auch „Romeo x Romeo“ gefallen, wer spannende und ungewöhnliche Boys Love Lektüre sucht, ist bei diesem Manga leider an der falschen Adresse…

© Koriko

Romeo x Romeo: © 2010 Makoto Tateno, Shinshokan Co., Ltd. / EMA

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