Sengoku Vamp

Name: Sengoku Vamp
Englischer Name:
Originaltitel: Sengoku Vamp
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Sora Hoonoki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Die junge Hisaki wird 450 Jahre in die Vergangenheit versetzt und landet mitten in der Sengoku-Zeit. Dort gerät sie in einen Strudel aus Verschwörungen, Gewalt und übernatürlichen Mächten, denn laut einer Wahrsagung, ist sie der Schlüssel zum Sieg!

Gleichzeitig sorgt sie versehentlich dafür, dass Oda Nobunaga, der einmal das Reich regieren soll, zu einem Vampir gemacht wird. Vielleicht sorgt sie damit auch erst dafür, dass die Geschichte so abläuft wie sie sie kennt? Nun kämpfen die zwei Seiten in dem jungen Nobunaga um Dominanz. Nur in einem sind diese zwei Seiten sich einig: sie lieben Hisaki und wollen sie beschützen. Sie und ihr köstliches Blut.

Doch auch die Gegenseite ist nicht untätig und so wird Hisakis Jungendfreund Hajime ebenfalls in die Vergangenheit gezogen!

Werden Hisaki und Nobunaga wirklich ein Paar? Zumal er ja schon verheiratet ist und sie nur seine Konkubine sein könnte? Oder kommt ihnen da Hajime oder ein anderer Mann noch in die Quere? Und wird die Geschichte sich wirklich so entwickeln wie sie soll, um die Zukunft, so wie Hisaki sie kennt, erstehen zu lassen?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Sengoku Vamp“ sehr gut. Es wird mit geschichtlichen Fakten und Fiktion gespielt und das in einem sehr spannenden und interessanten Rahmen. Dabei werden sowohl den Hauptfiguren, wie auch den Nebencharakteren genug Raum gegeben sich zu entwickeln, so dass der ein oder andere einem schon jetzt an’s Herz wächst.

Die Charaktere überzeugen zudem sowohl im Aussehen, als auch ihrem Wesen. Man bekommt glatt Lust sich geschichtlich weiterzubilden. Sich schlau zu machen, wie es damals wirklich zuging und wer die realen Personen hinter den Charakteren des Manga wirklich waren.

Gut finde ich auch, dass Hisaki Nobunaga nicht einfach so verfällt, sondern immer noch einen Weg zurück in ihre Zeit sucht. Daher wird es sicher interessant zu sehen sein, wie sich die Beziehung zwischen den Beiden weiterentwickeln wird. Zudem taucht auch ihr Jugendfreund wieder auf, was sicher noch zu einigen Verwicklungen führen wird, da er nun notgedrungen den Platz einer anderen wichtigen, geschichtlichen Figur übernimmt.

Die Zeichnungen sind wirklich hervorragend und voller Details. Besonders auf die Darstellung von Kleidung und Haar, aber auch den Hintergründen wurde viel Wert gelegt, was einen noch tiefer in die damalige Zeit eintauchen lässt.

Mit dem Lesen kam man zügig voran, da die Panele nie zu textlastig und der Manga durchweg spannend war.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist sehr gut gewählt, da es doch mitunter schon mal ein wenig brutal und blutig zu geht.

Fans von wirklich guten Fantasy-Geschichten, mit einer Prise Romantik und Geschichtskunde, sollten bei „Sengoku Vamp“ auf jeden Fall zugreifen!

Sengoku Vamp: © 2016 Sora Hoonoki, Kodansha/ EMA

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Durarara!!

Name: Durarara!!
Englischer Name: DRRR!!
Originaltitel: Durarara!!
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2009
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Character-Design: Suzuhito Yasuda
Original-Story: Ryohgo Narita
Zeichnungen: Akiyo Satorigi
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Ikebukuro, der Stadtteil der unbegrenzten Möglichkeiten, wo Legenden wahr werden und ganz alltäglich sind. Hier treiben sich diverse Gangs, allen voran die mysteriösen „Dollars“ herum, sowie Shizuo Heiwajima und Izaya Orihara, vor denen man sich lieber in Acht nehmen sollte und „das schwarze Motorrad“ Selty Sturluson, die wie ein „Dullahan“ – ein kopfloser Reiter aus der irischen Mythologie – auf der Suche nach ihrem Kopf die Straßen durchquert. Um seinem langweiligen Leben als Normalo zu entkommen, folgt Mikado Ryugamine der Einladung seines alten Freundes Masaomi Kida, nach Ikebukuro zu ziehen und dort gemeinsam mit diesem eine private Oberschule zu besuchen. Schon gleich an seinem ersten Tag an diesem geheimnisvollen Ort sieht er Selty auf ihrem Motorrad vorbeifahren und sein Herz schlägt vor Faszination wie wild. Er kommt zwar leider nicht in dieselbe Klasse wie Masaomi, doch Anri Sonohara, ein Mädchen mit Brille und zarter Stimme hat es ihm sofort angetan. Schon bald lernt Mikado Masaomis Freunde kennen, die totale Anime-Nerds sind, sowie den Russen Simon, der trotz seiner Herkunft einen dunklen Teint hat und einen Sushi-Laden betreibt… und Izaya, der offensichtlich reges Interesse an Neuzugang Mikado hat!

Während Mikado sich erst noch an die neue Umgebung gewöhnen muss, wird sein Klassenkamerad Seiji Yagiri von einer Stalkerin verfolgt, die ebenfalls in dieselbe Klasse geht. Als sie durch Seijis Fenster steigt, sieht sie etwas, das sie offenbar nicht hätte sehen dürfen und Seiji bringt sie mit einem Baseballschläger zum Schweigen, woraufhin sich seine große Schwester um die Leichenbeseitigung kümmert… Selty befreit in der Nacht einige Menschen, die von Ganoven entführt wurden und macht mit Hilfe ihrer Sense, die sie aus dem schwarzen Dunst formt, der auch aus ihrem Hals aufsteigt, kurzen Prozess mit den Entführern. Sie arbeitet als Kurier und lebt mit einem jungen Arzt namens Shinra zusammen, der sie sehr zu lieben scheint. Indessen trifft sich der undurchsichtige Izaya mit zwei Mädchen aus dem Suicide-off-Forum, in dem man sich dazu verabredet, gemeinsam Selbstmord zu begehen. In einer Karaoke-Bar offenbart er ihnen jedoch, dass er gar kein Interesse daran hat, sich umzubringen und macht sich über sie lustig, woraufhin sie dem Schlafmittel erliegen, das ihnen Izaya in die Drinks gemischt hat. Selty darf die beiden anschließend abholen und im Park aussetzen. Kurzum: eine ganz normale Nacht in Ikebukuro…

Eigene Meinung:
„Durarara!!“ basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe aus der Feder von Ryohgo Narita. Die Anime-Serie hat 2010 einen wahren Hype ausgelöst und kann mittlerweile mit deutscher Synchronisation auf Netflix gestreamt werden. Da ist es schon etwas verwunderlich, dass es der Manga jetzt erst nach Deutschland geschafft hat, aber besser spät als nie. Die Ereignisse und Charaktere stimmen zwar größtenteils mit dem Anime überein, allerdings sieht man manche Szenen im Manga schon deutlich früher und einige Details sind etwas anders. Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, war ich, wegen des fragmentarischen Erzählstils, ehrlich gesagt etwas ratlos. Da werden einem ohne Ende Charaktere und einige ihrer Erlebnisse vorgesetzt, aber ein roter Faden oder größere Zusammenhänge sind zu Beginn noch überhaupt nicht erkennbar. Selbst als ich danach die Anime-Serie gesehen habe, bin ich aus den ersten 8 Folgen nicht wirklich schlau geworden, doch danach nahm die Geschichte Fahrt auf und zog mich in ihren Bann.

In der Welt von „Durarara!!“ gibt es unzählige Mysterien zu erkunden und jeder Charakter hat irgendein Geheimnis. Selbst wenn euch Band 1 noch nicht überzeugen konnte, solltet ihr unbedingt am Ball bleiben, denn mit der Zeit ergibt alles einen Sinn und es wird klar, wie all diese skurrilen Charaktere miteinander verflochten sind. Was hat es mit den Dollars auf sich? Wo ist Seltys Kopf und wird sie ihn jemals finden? Und wer sind Setton und Kanra, mit denen Mikado immer chattet? Wer clevere Mystery-Mangas mag, kommt um „Durarara!!“ nicht herum. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch bald die Light-Novels nach Deutschland schaffen, mit denen alles angefangen hat. Übrigens enthält der erste Band eine ausklappbare Farbseite mit einem Motiv, an dem Yana Toboso mitgewirkt hat, die Mangaka von „Black Butler“.

Durarara!!: © 2009 Ryohgo Narita, Suzuhito Yasuda, Akiyo Satorigi, Square Enix / EMA

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Good Night Jack the Ripper

Name: Good Night Jack the Ripper
Englischer Name:
Originaltitel: Oyasumi Jack the Ripper
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Story: Ai Ninomiya, Kinako
Zeichnungen: Ikuhiro Nao
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Der junge Henker Edward, auch Monsieur Paris genannt, köpft gern mit einer überdimensionalen Schere die Verurteilten. Nach einer dieser Hinrichtungen wird er allerdings Opfer eines Attentats und stirbt. Er landet, wie erwartet, in der Hölle; nur stellt die sich doch ein wenig anders da, als gedacht.

Statt dort ewigen Qualen ausgesetzt zu sein, hat man dort ganz normal zu leben, muss sich Arbeit suchen, einen Wohnort und Abgaben zahlen. Dafür gibt es dort jedoch allerlei seltsame Gestalten und Monster.

Als erstes fordert man Edward auf, sich doch mal die Haare schneiden zulassen, damit er mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und so gerät er an den „Salon de Jack the Ripper“. Dort stößt er auf Wolf und Jack, aber auch seine Mörderin taucht auf.

So beginnt das mitunter recht blutige Chaos! Zu allem Überfluss gibt es auch noch ein Ticket in den Himmel zu gewinnen! Aber will man das überhaupt? Jack scheint es eher egal zu sein, aber vielleicht liegt das auch in seiner noch recht mysteriösen Vergangenheit!

Eigene Meinung
Good Night Jack the Ripper“ ist ein wirklich interessanter Manga. Die Charaktere sind wirklich gut geraten, wenn auch schon mal ein wenig sonderbar von ihren Verhaltensweisen her. Besonders Wolf hat mir da gefallen, aber auch Jack hat so seine Momente. Dagegen fand ich Edward eher noch ein wenig farblos, aber das ändert sich vielleicht noch.

Man ist als Leser einfach gespannt, wie es mit Edward, Jack und Wolf weiter geht! Außerdem will man auch gerne wissen, wie es denn im Himmel sein würde, wenn man das Ticket gewinnt, denn niemand in der Hölle scheint sich wirklich dafür zu interessieren. Es gab sogar schon ein Monster, welches freiwillig zurück in die Hölle fuhr!

Spannend bleibt es sicher, da man auch noch nicht so viel über Jack weiß und wohin sich der Manga nun entwickelt, da das Augenmerk zuerst mehr auf Edward lag, nun aber zu Jack zu gleiten scheint.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll geraten. Jeder Charakter hat seinen eigenen Stil, der deren Wesenszüge noch unterstreicht. Auch die verschiedenen Gestalten und Monster sind gut geraten und auf Details wird viel Wert gelegt.

Mit dem Lesen kam man gut voran, auch wenn es ab und an ein wenig textlastig war. Aber die Geschichte ist spannend und hat Witz, daher sieht man darüber schon mal hinweg.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und könnte meiner Meinung nach auch ruhig ein wenig höher angesetzt werden, da es mitunter doch recht blutig und ein wenig brutal zugeht!

Fans von guten Mysterygeschichten, die es spannend und witzig mögen, sollten bei „Good Night Jack the Ripper“ zugreifen! Einen Fehler macht man damit nicht!

Good Night Jack the Ripper: © Ai Ninomiya, Kinako, Ikuhiro Nao, Kodansha/ EMA

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Broken Girl

Name: Broken Girl
Englischer Name: Imperfect Girl
Originaltitel: Shoujo Fujuubun
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Story: Nisioisin
Zeichnungen: Mitsuru Hattori
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Ein junger Student und Möchtegern-Schriftsteller erzählt uns über den Vorfall, der ihn zu einem richtigen Autor gemacht hat.

Als der junge Mann Augenzeuge eines schrecklichen Unfalls wird, bei dem eine junge Schülerin zu Tode kommt, sieht er mehr, als er ahnte. Er erkannte das wahre Wesen der Mitschülerin, die an diesem Tag ebenfalls bei dem Unfall dabei gewesen war. Allerdings hatte sie eiskalt erst Mal ihr Spiel auf ihrer tragbaren Spielkonsole gespeichert, bevor sie zu ihrer toten Mitschülerin stürzte.

Das Mädchen sah den Autor, wie er ihre gespielte Reaktion erkannte und so lauerte sie ihm auf. Sie brachte ihn auf dem Rad zu Fall, stahl seinen Wohnungsschlüssel und Ausweis, um ihn dann mit einem Messer als Drohung zu entführen.

Nun sitzt er in ihrem Wandschrank und ist gefangen! Scheinbar, denn er hat noch sein Handy, nutzt es aber nicht. Vielleicht bestraft er sich selbst, da er selbst in seinen Augen ein Verlierer zu sein scheint.

Was ist mit dem Mädchen, das er nur „U“ nennt, wirklich los? Wo sind ihre Eltern? Und wie krank ist sie wirklich, das sie bei der kleinsten Verletzung einer Höflichkeitsregel seinerseits das Messer zückt und nicht davor zurück schreckt ihn zu verletzen?

Wird der Student doch noch zu seinem Handy greifen um sich befreien zu lassen?

Eigene Meinung
„Broken Girl“ ist schon ein ziemlich heftiger Manga. Darin geht es nicht gerade zimperlich zu und das Grundthema der Psyche ist recht dunkel. So recht schlau wird man noch nicht aus „U“. Was ist ihr Schlimmes zugestoßen? Wurde sie gar so geboren? Wo sind ihre Eltern? Alles Fragen, die den Leser wirklich beschäftigen! Genauso wie die Frage, warum der Student nicht Hilfe über sein Handy holt. Bestraft er sich so selbst? Das wird sich wohl zeigen und es wird interessant sein zu erfahren wie die Geschichte für die Beiden endet!

Zeichnerisch geht es recht dunkel und detailreich zu. Gerade die Unfallszenen oder auch „Us“ Aussetzer, in denen sie den Studenten verletzt, sind schon ziemlich heftig dargestellt!

Mit dem Lesen kam man gut voran. Die Geschichte ist interessant und die Panele nie zu textlastig. Zudem fand ich es sehr interessant, das der Schriftsteller seine Geschichte uns quasi selbst erzählt.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren! Ich finde allerdings, das sie besser bei 16 Jahren liegen sollte. Die Geschichte ist keine leichte Kost, teils ziemlich brutal und unter 16 Jahren wird man die Geschichte noch nicht völlig verstehen können.

Fans von interessanten Geschichten, die tiefer in die Psyche eintauchen, sollten „Broken Girl“ eine Chance geben! Aber letztlich ist es einfach eine Geschmackssache, ob der Manga etwas für einen ist oder eben nicht!

Broken Girl: © 2016 Nisioisin, Mitsuru Hattori, Kodansha/ EMA

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Undead Messiah

Name: Undead Messiah
Englischer Name:
Originaltitel: Undead Messiah
Herausgebracht: Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Gin Zarbo
Bände: 1 Band, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Der 15-jährige Tim Muley ist ein Fan von allem, was mit Zombies im weitesten Sinne zu tun hat. Jedes neue Videospiel hat er in kürzester Zeit durchgezockt, die Serie „The Walking Dead“ so häufig gesehen, dass er sie beinahe auswendig kennt. Doch nicht nur das: Er identifiziert sich so sehr mit seiner fiktiven Monsterjagd, dass er sich selbst als Zombiejäger und potenzieller Retter der Menschheit sieht. Tim ist sich sicher: Wenn tatsächlich eine Apokalypse der Untoten eintreten würde, wäre er dagegen gewappnet. Alle anderen sonderbaren Phänomene interessieren ihn aber nicht Geringsten.

Zur aller Überraschung tritt eines Tages tatsächlich ein Notfall ein. Es beginnt mit einer hochschwangeren Frau, die von einem Kind mit übernatürlichen Kräften verfolgt wird. Kurz darauf bricht das Chaos aus. Überall in der Stadt erscheinen Zonbies, die Passanten angreifen. Die Polizei ist machtlos. Tim findet seinen Nachbarn ausgeweidet im Garten liegen. Für ihn ist klar – jetzt schlägt seine Stunde als Zombiejäger, genau wie in seinen geliebten Videospielen. Dann aber entpuppt sich der gefährliche Zombie, den Tim auf der Straße stellt, als sein Vater! Vorbei ist es mit dem Vorsatz, alle Zombies zugunsten der Menschheit sofort zu vernichten.

Gemeinsam mit seiner besten Freundin M-Kay macht sich Tim auf den Weg ins Krankenhaus. Dort suchen sie ein Heilmittel für Tims Vater. Stattdessen finden sie ein seltsames Baby mit roten Augen, hinter dem ein mysteriöser Wunderheiler mit bandagiertem Gesicht und ein Kind mit besonderen Kräften her sind. Ist etwa das Baby der Auslöser für die Epidemie? Und wer sind die beiden Eindringlinge?

Eigene Meinung
Neues von der Zombie.-Front: Tokyopop bringt mit dem Mystery-Kracher „Undead Messiah“ das Erstlingswerk (bei einem Verlag) der deutschen Mangazeichnerin Gin Zarbo. Die Serie ist inspiriert von der populären Untoten-Serie „The Walking Dead“, die auch mehrmals angesprochen wird. Die Grundhandlung beschreitet auch den klassischen Weg des Genres: Die Hauptcharaktere werden eingeführt und plötzlich kommt es zu einer Zombie-Epidemie, bei der sich die Protagonisten beweisen müssen. Kernfrage ist natürlich, woher die Untoten kommen. Gin Zarbo flechtet aber darüber hinaus Fantasy-Elemente in die Story ein – Wunderheiler und magische Kräfte inklusive. Dadurch wird der Rahmen möglicher Erklärungen geweitet und es wird dadurch vermieden, dass sich die Handlung zu sehr um den reinen Überlebenskampf dreht.

Optisch stellt Gin Zarbo eindrücklich unter Beweis, dass sich deutsche Mangaka nicht hinter ihren japanischen KollegInnen verstecken müssen. Da sitzt fast jedes Panel. Bewusst wurde bei dieser Serie ein möglichst naturalistischer Stil gewählt, wohl um den Gruselfaktor zu erhöhen.

All das macht die Serie sehr empfehlenswert, auch für Leute, die kein Fan des Zombie-Genres sind.

© Rockita

Undead Messiah: © 2017  Gin Zarbo  Tokyopop


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Beyond Evil

Name: Beyond Evil
Englischer Name: Beyond Evil
Originaltitel: Aku no Hide
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2014
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Story: Miura
Zeichnungen: Ogino
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Auf einen Schlag ändert sich plötzlich das Leben des Highschool Schülers Gota Terajima. Mal wieder hat ihn sein Gerechtigkeitssinn allerlei Ärger beschert. Als ein paar Rüpel in der U-Bahn rauchen, kann Gota nicht anders, als diesen Rowdys eine Lektion zu erteilen. Der Schuss geht jedoch plötzlich nach hinten los, als einer der Jungs einen unachtsamen Moment von Gota ausnutzt und von hinten mit einer Brachstange ausholt. Gotas letztes Stündlein hat geschlagen, doch als er die Augen wieder öffnet, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. All das ist das Werk von Viktor – einem Dämon, der es auf der Suche nach einem Handlanger ist. Viktor bietet Gota an, sein Leben zu retten, wenn er im Gegenzug sein Gehilfe auf Abruf wird. Keine attraktive Wahl… Gota entscheidet sich als, in Viktors Dienst zu treten und dafür von dem Tod durch die Brechstange verschont zu bleiben.

Es vergeht nicht viel Zeit, als Gota den ersten Auftrag von Viktor erhält. Er soll einem Dämon das Handwerk legen, der Menschen durch Betrug um die Lebenszeit bringt. Da trifft es sich gut, dass Gotas Mitschüler Kenji zu diesem Zeitpunkt zum Opfer genau dieses Dämons wird. Kenji hat durch Spielautomaten eine hohe Summe an Schulden angehäuft. Der Dämon, in der Haut eines Kredithais, hat Kenji Geld gegen Lebenszeit „verkauft“. Nur beabsichtigt dieser Dämon nicht, Kenji eine Chance zu lassen, diese Schulden zurückzuzahlen. Alle 10 Tage fallen auf den geliehenen Betrag Zinsen von 50% an. In kürzester Zeit sind somit 62.000 Euro Schulden entstanden. Der letzte Ausweg ist ein Pokerduell mit dem Dämon, der natürlich auch hier nicht mit fairen Mitteln spielt. Doch dieser Dämon hat seine Rechnung nicht mit Kenji gemacht, der noch ein „Ass im Ärmel“ hat.

Eigene Meinung
Bei „Beyond Evil“ erwartet der Leser zunächst ein Manga wie „Darwins Game“ oder „Werewolf Game“ – also eine Geschichte, in der es darum geht, in einer Gruppe von Menschen als einziger zu überleben, auch wenn man dafür seine Mitstreiter töten muss. Aber tatsächlich geht „Beyond Evil“ in eine ganz andere Richtung. Fans der vorher genannten Serien dürften darüber enttäuscht sein, andere Leser wiederum dürften diese Tatsache erfrischend finden.

Das Geschäft der Dämonen wird in „Beyond Evil“ eher als Wirtschaftszweig gesehen. Die Dämonen geben verzweifelten Menschen Geld für ihre Lebenszeit und sie verkaufen diese Lebenszeit wiederum an Todgeweihte. Dabei vergleichen die Dämonen ihr Geschäft mit der Medizinindustrie, die gegen Bares auch das Leben von Menschen verlängern. Tatsächlich ist diese Betrachtungsweise erstaunlich logisch und der Vergleich angebracht.

Noch kann man den Dämon Viktor und seine Absichten nicht richtig verstehen. Wie er mit den anderen Dämonen in Zusammenhang steht, ist undurchsichtig. Bleibt also abzuwarten, wie sich die Geschichte entwickelt und ob die Aufträge an Gota für den Leser abwechslungsreich genug sind.

© Izumi Mikage

Beyond Evil: © 2014 Miura/ Ogino, Kodansha/ KAZÉ

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Parasyte – Kiseijuu

Name: Parasyte – Kiseijuu
Englischer Name:
Originaltitel: Kiseijuu
Herausgebracht: Japan: Kodansha 1990, 2003
Deutschland: Panini Manga 2016
Mangaka: Hitoshi Iwaaki
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 8,99 €

Story:
Shin’ichi Izumi ist ein 16-jähriger Highschool-Schüler. Sein Leben verändert sich schlagartig, als ein Parasit aus dem Weltall durch seinen Finger in seinen Körper eindringt. Izumi wehrt sich dagegen und kann durch Abklemmen des Armes den Parasiten daran hindern sein Hirn in Besitz zu nehmen. Der Parasit nistet sich in seinen rechten Arm ein, wodurch eine Koexistenz geschaffen wird. Während der Parasit schläft, kann Izumi ganz gewohnt seinen Arm nutzen. Doch ist der Parasit wach, kann er den Arm benutzen und verändern.

Nicht so viel Glück wie Izumi hatten einige andere Menschen. Die Parasiten nisteten sich im Hirn des Menschen ein und übernahmen den Körper. Sobald der Parasit Hunger bekommt, beginnt er einen anderen Menschen zu ermorden und ihn zu fressen. Die Leichen werden zerstückelt vorgefunden, so dass man schnell die Morde „Hackfleischmorde“ nennt. Niemandem ist so recht klar, wer diese verübt, bis auf Izumi.

Da Izumi mit seinem Parasiten, der sich „Migi“ nennt, sprechen kann, erfährt er einiges über die Denkweise und der Beweggründe der Parasiten. Außerdem unterstützen sich die Beiden recht gut. So hilft Migi, damit sein Wirtskörper nicht stirbt, Izumi in brenzligen Situationen und Izumi versorgt Migi nicht nur mit Nahrung sondern auch mit Wissen. Nachdem Izumi einigen andere aggressive Parasiten getroffen und mit Migi bekämpft hat, kommt die neue Lehrerin Tamiya an seine Schule. Tamiya ist auch von einem Parasit besiedelt, doch dieser ist nicht so aggressiv wie die anderen.

Wie lange wir Izumi Migi vor seinen Eltern und Freunden noch geheim halten können? Warum sind die Parasiten auf die Erde gelangt und was haben sie vor?

Eigene Meinung:
„Parasyte – Kiseijuu“ ist hierzulande der erste Manga von Hitsohi Iwaaki. Der Manga wurde bereits in den 1990er Jahren gezeichnet und dies merkt man besonders am Zeichenstil. Dieser erinnert grafisch sehr an Serien wie „Golden Boy“, „City Hunter“ oder „Cat’s Eye“. Die Zeichnungen sind recht einfach und realistisch und kommen ohne unnötige Schnörkel daher.

Kodansha hat 2003 in Japan die bisher zehnbändige Serie neu in acht Bänden aufgelegt. Panini Manga haben dieser alten Serie glücklicherweise eine Chance gegeben und die Neuausgabe lizenziert. Die dicken Bände mit einem Umfang von 274 bis 294 Seiten wurde wirklich gut umgesetzt und sind ihr Geld wert. Die deutschen Covermotive wurden jedoch ein wenig anders designt als in Japan, sie sehen jedoch mit der silbernen Prägung sehr edel aus. Immer mal wieder gibt es am Anfang eines Kapitels sogar ein paar Farbseiten.

„Parasyte – Kiseijuu“ ist ein sehr kurzweiliger, sehr spannend Manga und hat eine überdurchschnittlich gute Geschichte. Denn in den Gesprächen zwischen Izumi und Migi geht es oft auch sehr gesellschaftskritisch zur Sache. Die Zeichnungen sind zwar eher einfach gehalten, doch die Parasiten und deformierten Menschen sind großartig umgesetzt. Mangafans über 16 Jahren, die Wert auf eine gute Geschichte legen und Spaß an Action und Horror haben, sollten bei diesem Manga unbedingt zuschlagen.

Parasyte – Kiseijuu: © 1990, 2003 Hitoshi Iwaaki, Kodansha / Panini Manga

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Seraph of the End -Vampire Reign-

Name: Seraph of the End -Vampire Reign-
Englischer Name: Seraph of the End -Vampire Reign-
Originaltitel: Owari no Seraph
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Story: Takaya Kagami
Storyboard: Daisuke Furuya
Zeichnungen: Yamato Yamamoto
Bände: 15 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Yuichiro und Mikael wachsen zusammen mit jüngeren Kindern wie eine Familie im Hyakuya-Waisenhaus auf. Doch die Einrichtung gehört einer ominösen Sekte, die gefährliche Experimente anstellt. Als im Jahr 2012 eines davon schief läuft, wird ein Virus freigesetzt, der alle Menschen im Umkreis tötet, die älter als 13 Jahre sind und von da an wüten gefährliche Monster, die sogenannten apokalyptischen Reiter, überall auf der Welt. Doch auch Vampire tauchen plötzlich an der Oberfläche auf und nehmen alle Kinder mit in ihre unterirdische Stadt Sanguinem, wo sie sie wie Nutzvieh behandeln. Die Kinder sind dort zwar in Sicherheit, doch ihre Lebensumstände sind eher schlecht als recht.

Vier Jahre später plant Mikael, mit einer von Vampirfürst Ferid Bathory gestohlenen Karte, einen Ausbruch. Es läuft sogar alles wie am Schnürchen und sie erreichen den Ausgang, ohne Vampiren zu begegnen, doch dann stellt sich heraus, dass Ferid den Diebstahl bemerkt hat und er tötet nach und nach alle Hyakuya-Waisenkinder, bis nur noch Yuichiro und Mikael übrig sind. Als auch noch Mika tödlich verletzt wird, erschießt Yu den Vampirfürsten mit einer ebenfalls von diesem gestohlenen Waffe und der sterbende Mika fordert ihn unter Tränen auf, zu fliehen, bevor Ferid wieder zu sich kommt. So gelingt es tatsächlich nur Yuichiro zu entkommen und an der Oberfläche angekommen, muss er feststellen, dass sie von den Vampiren belogen wurden: Nicht alle Erwachsenen sind tot und die Welt ist nicht untergegangen! Der 20-jährige Oberstleutnant Guren Ichinose von der kaiserlichen Dämonenarmee Japans scheint ihn bereits erwartet zu haben und verspricht ihm, dass er eines Tages in der Lage sein wird, sich an den Vampiren zu rächen, wenn er sich ihm anschließt.

Weitere vier Jahre später muss Yu die Schulbank drücken, statt Mitglied der Vampirjäger-Einheit zu werden, was ihm gewaltig gegen den Strich geht. Shinoa, die besagter Einheit bereits angehört und sogar schon über eine Dämonen-Waffe verfügt – die einzige Waffenart, mit der man Vampire vernichten kann – teilt Yu mit, dass Guren ihn wegen seinem Mangel an Teamfähigkeit für ungeeignet hält und er erst in der Einheit aufgenommen wird, wenn er mit mindestens einem Mitschüler Freundschaft schließen kann. Seit dem Vorfall vor vier Jahren ist Yu nämlich ein ziemlicher Einzelgänger geworden. Auf dem Gelände der kaiserlichen Dämonenarmee wird offenbar an Vampiren herumexperimentiert und als eine Vampirin entwischt und in der Schule Amok läuft, stellt sich ihr Yu, mit einem normalen Schwert bewaffnet, entgegen. Natürlich hat er so keine Chance gegen die Vampirin und ausgerechnet der eher schwächlich wirkende Yoichi kommt ihm zu Hilfe. Mit vereinten Kräften können sie die Vampirin in Schach halten, bis Guren auftaucht und sie vernichtet. Da Yu in Yoichi einen Freund gefunden hat, werden beide in der Mond-Dämonen-Einheit von Shinoa aufgenommen. Während Yu von nun an zum Vampirjäger ausgebildet wird, um irgendwann eine eigene Dämonen-Waffe zu erlangen, ahnt er nicht, dass Mikael in Wirklichkeit auch überlebt hat, indem er selbst zum Vampir wurde…

Eigene Meinung:
„Seraph of the End“ dürfte vielen bereits durch die Ausstrahlung des Animes auf ProSieben MAXX bekannt sein. Der Manga ist mit dem Anime nahezu identisch, darum ist er eher was für diejenigen, die den Anime nicht kennen oder absolute Hardcore-Fans sind, die dieselbe Story auch nochmal in Manga-Form genießen möchten und natürlich für alle, die nach dem offenen Ende des Animes wissen wollen, wie die Geschichte weitergeht. Egal zu welcher Fraktion ihr gehört, es lohnt sich auf jeden Fall! Zum einen da der Manga von Anfang an mehr Hinweise auf die zahlreichen Mysterien liefert und zum anderen, weil eben nicht immer viele Köche den Brei verderben. So liefert Takaya Kagami eine wundervoll komplexe, mysteriöse und dramatische Geschichte mit vielen Plot-Twists, vielen verschiedenen Fronten mit unterschiedlichen Idealen und Zielen und sympathischen Charakteren, Yamato Yamamoto haucht dieser Geschichte und den Charakteren mit wunderschönen Zeichnungen und viel Liebe zum Detail Leben ein und Daisuke Furuya sorgt mit seinen Storyboards dafür, dass die Panels nicht zu überladen ausfallen und man selbst in Kampf-Szenen sehr gut den Überblick behält. Gerade letzteres stellt bei vielen anderen Action-Manga ein ziemliches Problem dar. In „Seraph of the End“ wechseln sich Panels mit sehr detailliertem Hintergrund und solche komplett ohne Hintergrund, wo eben der Fokus auf den (kämpfenden) Charakteren liegt, ab, wodurch man dem Geschehen mühelos folgen kann.

Der Manga beginnt zwar sehr traurig und düster, aber es gibt auch immer viel zu lachen und einiges wendet sich auch überraschend zum Guten. Was das Werk so besonders macht, ist die Beziehung zwischen Yu und Mika, die sehr an die Disney-Figuren „Cap und Capper“ erinnert. Insbesondere der ersten Begegnung der beiden nach all den Jahren fiebert man euphorisch entgegen. Schließlich weiß Yu ja noch nicht einmal, dass Mika noch lebt. Aber auch andere Charaktere, wie die anfangs noch ziemlich undurchsichtige Shinoa, wissen zu begeistern. Ein absolut herausragender Shonen-Titel, der auf ganzer Linie überzeugen kann. Wer sich immer noch unsicher ist, ob der Manga etwas für ihn ist, sollte unbedingt mal in den Anime hineinstöbern, der aktuell immer noch erfolgreicher Bestandteil der Anime-Nacht auf ProSieben MAXX ist.

Seraph of the End -Vampire Reign-: © 2012 Takaya Kagami, Daisuke Furuya, Yamato Yamamoto, Shueisha / KAZÉ

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Resident Evil – Heavenly Island

Name: Resident Evil – Heavenly Island
Englischer Name: Resident Evil – Heavenly Island
Originaltitel: Biohazard Heavenly Island
Herausgebracht: Japan: Akita Publishing 2015
Deutschland: Kazé 2016
Mangaka: Szenario: Capcom
Umsetzung: Naoki Serizawa
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Ein amerikanisch-japanisches Filmteam reist zur Inselgruppe Tortuga, um dort eine Reality-TV-Show vor exotischer Kulisse zu drehen. Mit dabei: 30 namhafte Bikini-Schönheiten, die sich in einem Dschungelrennen miteinander messen. Zum Staff gehört auch der japanische Regieassistent Tominaga. Der ist zwar stolz auf diese berufliche Chance, sein größtes Interesse gilt aber Mayu, einem bekannten japanischen Fotomodel, das am Wettbewerb teilnimmt.

Doch die Insel ist nicht so paradiesisch, wie es den Anschein hat. In Wahrheit steht die ganze Region im Fokus der NGO TerraSave. Deren Top-Agentin Claire Redfield ist bereits an dem Fall dran. Auf einem Fischmarkt auf der Nachbarinsel wurde ein schwerst mutierter Fisch zum Verkauf angeboten. Doch nicht nur die Gewässer scheinen verunreinigt zu sein – auch auf den Inseln selbst gehen merkwürdige Dinge vor sich. Im Auftrag von Claire besucht ihre Kollegin Inez die Insel, auf der sich die TV-Leute befinden. Dort ist das Heimatdorf ihrer Freundin Marilou, die sich ebenfalls gegen Biowaffen engagiert.

Der TV-Crew sind die Vorbehalte einiger Dorfbewohner und der Organisation Terrasave allerdings egal. Sie bestehen auf den Dreh der Show, auch als eine der Akteurinnen verschwindet und das Schiff des Teams schwer beschädigt wird.

Beim Dreh im Dschungel kommt es zur Katastrophe: Mehrere bewaffnete Gestalten tauchen aus dem Nichts auf und beginnen Jagd auf die Teilnehmerinnen des Rennens zu machen.
Gleichzeitig versuchen Inez und Marilou den Ereignissen auf den Grund zu gehen. In einem alten Heiligtum stoßen sie auf einen Menschen, der zur Biowaffe umfunktioniert wurde. Doch wer steckt dahinter?

Eigene Meinung
„Resident Evil – Heavenly Island“ ist ein Spin-off zum “Resident Evil”-Ableger “Revelations 2”. Weniger als die Handlung steht bei dieser fünfbändigen Mini-Serie die Optik im Vordergrund. Zeichner Naoki Serizawa besticht mit detailreichen Illustrationen. In bewegungsreichen Szenen offenbaren diese allerdings handwerkliche Mängel, denn die Bewegungen sehen eher abgehackt als flüssig aus. Kann er aber mit Standszenen arbeiten, zeigt sich sein Talent für Postermotive, denn sämtliche Charaktere, v.a. aber die weiblichen, werden fast permanent in repräsentativen Posen abgebildet. Sehr natürlich wirkt das nicht. Stattdessen wirken manche Panels wie dem Playboy Beach Kalender entsprungen.

Das entlarvt, worum es bei dieser Serie eigentlich geht: Die Darstellung der Figuren. Die einfache und reichlich vorhersehbare Handlung übertüncht dieses Vorhaben nur unzureichend. Viel Story ist da einfach nicht. Eigentlich wäre es aber doch genau die Grundlage für einen Manga zu einem Videospiel gewesen, Hintergründe zu liefern oder eine spannende Side-Story zu bieten. Beide Ziele – falls es diese waren – verfehlt „Heavenly Island“ erheblich. Den einzigen Bezug zu „Resident Evil – Revelation 2“ liefert die Tatsache, dass Protagonistin Claire ebenfalls bei der NGO TerraSave arbeitet. Immerhin lässt das Ende des ersten Bandes noch auf die folgenden vier Bände hoffen..

© Rockita

Resident Evil – Heavenly Island: 2015  Capcom / Naoki Serizawa  Akita / Kazé

 

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Sun Village

Name: Sun Village
Englischer Name:
Originaltitel: Hikari no Machi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2005
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Inio Asano
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,00 €

Story
Sun Village ist auf dem ersten Blick ein friedliches, sonniges Wohngebiet. Es würde wohl niemand annehmen, dass sich hinter der Fassade tiefe Abgründe auftun.

Immer wieder kommt es zu Selbstmorden, in die der Schüler Tasuku verwickelt ist. Dessen Vater ist nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust seiner Arbeit nicht mehr derselbe und bekommt nicht wirklich mit was im Leben seines Sohnes vor sich geht. Der Junge hängt oft mit einem Nachbarmädchen herum. Dies wurde vor einem Jahr an einer Bushaltestelle angegriffen und schwer verletzt. Das Trauma hat sie nicht überwunden, geht nicht mehr zur Schule und Zuhause wird sie dazu noch oft von der Mutter geschlagen.

Aber auch andere Menschen haben harte Zeiten vor sich! Wie ein junges Paar, das gerade Nachwuchs erwartet oder ein Mangaka, der an dem Druck seines Berufs zu zerbrechen droht. Dann gibt es noch den Angreifer von der Bushaltestelle, den die Polizei nie festgenommen hat. Dessen Leben ist auch nicht gerade das was man erwartet hat. Genauso wie der Grund aus dem er das alles tut!

Die Handlungsstränge der Einzelnen spielen immer mal wieder ein wenig in einander hinein und machen die Geschichte so zu einem Ganzen.

Eigene Meinung
Ich denke man muss die Werke von Inio Asano schon mögen. „Sun Village“ ist eine gute Kritik an der Gesellschaft und ein abschreckendes Beispiel in Bezug auf die Abgründe der Menschen. Daher ist der Manga auch keine leichte Kost und ich fand ihn auch oft ein wenig ermüdend, langgezogen und verwirrend. Interessant ist er dennoch und wenn man solche realitätsnahen Geschichten mit tiefen Abgründen mag, sollte man dem Mangaka und dessen Werken eine Chance geben. Mein Fall sind sie nur leider nicht!

Die Zeichnungen sind wirklich gut und fangen den Realismus der Geschichten wirklich gut ein. Sie sind sehr detailreich und tragen gut zur düsteren Grundstimmung bei.

Dadurch, dass sich die Geschichten ein wenig ziehen, kam ich nicht besonders schnell beim Lesen voran. Dies lag aber vor allem an dem mangelnden Interesse an der Handlung des Manga meinerseits, als an einer schlechten Schreibweise des Mangaka.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt. Man sollte wirklich schon eine gewisse Reife haben, um die Themen des Manga zu verstehen und dessen Kritik an der Gesellschaft.

Für Fans von Inio Asano und dessen bisherigen Werken ist der Manga sicher einen Kauf wert, ebenso für jene, die realitätsnahe Manga mögen! Solche Leser, die eher seichte Geschichten mögen, die einen nur unterhalten, aber nicht zum nachdenken bringen, sollten die Finger davon lassen!

Sun Village: © 2005 Inio Asano, Shogakukan/ Tokyopop

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