Billy Bat

Name: Billy Bat
Englischer Name: Billy Bat
Originaltitel: Billy Bat
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2009
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Naoki Urasawa / Takashi Nagasaki
Bände: 20 Bände
Preis pro Band: 8,95 €

Billy Bat Band 1Story
Kevin Yamagata ist Amerikaner japanischer Abstammung. Gegen Ende der 1940er-Jahre lebt und arbeitet er in den Staaten als Comiczeichner. Mit seiner Serie rund um den Fledermaus-Privatdetektiv „Billy Bat“ hat er den großen Durchbruch erzielt und erfreut sich bester Verkaufszahlen. Er führt im Grunde ein sorgenfreies Leben, von Deadlines und dem langsam aufziehenden Kalten Krieg, der sich laut Verlagsorder in den Comics widerspiegeln soll, einmal abgesehen.

Doch eines Tages soll sich alles ändern. Ein Besucher meint, den Hauptcharakter der „Billy Bat“-Comics schon einmal gesehen zu haben. Aus persönlichen Gründen möchte Kevin aber auf keinen Fall ein Plagiat veröffentlichen, noch nicht einmal aus Versehen. Aus diesem Grund reist er nach Japan, wo sich angeblich der Ursprung der schwarzen Fledermaus befinden soll. Da die Alliierten in Tokyo stets Bedarf an Zweisprachigen haben, die als Dolmetscher fungieren können, tritt Kevin noch einmal der Army bei, allein schon, damit er sich nur so in Japan frei bewegen kann.

Schnell führt ihn seine Suche tatsächlich zu einem Ergebnis. In den Archiven des OSS findet er in einem Band tatsächlich eine Zeichnung, die seiner eigenen Schöpfung verblüffend ähnlich sieht. Laut Informationen seines Kumpels Charlie Bei der schwarzen Fledermaus handelt es sich um das Erkennungszeichen einer Geheimorganisation, nach der die amerikanische Armee sucht. Die Dinge entwickeln sich schlecht, beim Essen versucht Charlie Kevin mit dem Wissen um die schwarze Fledermaus zu erpressen. Doch bevor es zu einer Handgreiflichkeit kommen kann, wird Kevin schwarz vor Augen. Als er wieder zu sich kommt, ist Charlie tot und alles deutet auf Kevin als Täter hin. Das Buch mit der Fledermaus ist dagegen verschwunden.

Kevin ist verwirrt und bekommt es mit der Angst zu tun. In diesem Chaos der Gefühle geht er auf das Angebot einer Gruppe Schwarzhändler ein, die die Leiche unauffällig entsorgen wollen.
Doch damit fangen Kevins Probleme erst an. Am nächsten Tag steht die CIA in seinem Quartier, um ihn zu den Umständen des mysteriösen Verschwindens von seinem Kameraden Charlie zu befragen – und nach dem Dokument, das aus dem Archiv verschwunden ist. Und dann entdeckt er auch noch den Ursprung „seiner“ Fledermaus in einer Zeichnung an einem Brückenpfeiler.
Es scheint, dass viel mehr Parteien hinter der schwarzen Fledermaus her sind. Ehe sich’s Kevin versieht, ist er mitten in einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes…

Billy Bat Band 2Eigene Meinung
Lange musste auf das neue Werk von Naoki Urasawa gewartet werden. Es hat sich gelohnt. Mit „Billy Bat“ ist ihm ein gnadenlos spannender und vielschichtiger Thriller gelungen. Auf geschickte Art und Weise verwebt er darin die Geschichten aus den „Billy Bat“-Comics mit der Erlebnissen des japanischstämmigen Amerikaners Kevin Yamagata. Was mit der Suche nach einem Ursprung begann, zieht schnell weite Kreise und umfasst bald nicht nur Teile des Militärs, sondern auch den Geheimdienst und den japanischen Untergrund. Am unwissensten ist dabei der Protagonist selbst, der kaum weiß, wie ihm geschieht, während er unversehens von einer brenzlichen Situation in die nächste katapultiert wird. Kevin – und der Leser – müssen sich fragen, wem sie noch trauen können, Freunde entpuppen sich als Verräter und Hilfe kommt von ungeahnter Seite. Und alles dreht sich scheinbar um die kleine schwarze Fledermaus.

Mit gewohnt schnörkellosen und solidem Zeichenstil wird diese Geschichte gekonnt ins Szene gesetzt. Im krassen Kontrast zu den Manga-Szenen stehen die eingestreuten Comic-Stories, die dem amerikanischen Stil entsprechend, aber nicht weniger lesenswert sind.
Von dieser Serie kann man kaum genug bekommen.

© Rockita

Billy Bat: © 2009 Naoki Urasawa, Takashi Nagasaki Kodansha / Carlsen

Bibliotheca Mystica

Name: Bibliotheca Mystica
Englischer Name: The Mystic Archives of Dantalian
Originaltitel: Bibliotheca Mystica de Dantalian
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2010
Deutschland: EMA 2012, 2017
Mangaka: Character-Design: G Yusuke (Green Wood)
Story: Gakuto Mikumo
Zeichnungen: Chaco Abeno
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,99 € (Band 1)
7,00 € (Band 2-5)
30,00 € (Luxury Edition)

Bibliotheca Mystica Band 1Story
“Bibliotheca Mystica” handelt von dem kleinen Mädchen Dalian. Sie ist nicht nur leichenblass, hat rote Augen und einen ausgefallenen Kleidungsstil, sondern sie trägt auch ein schwere Bürde mit sich – sie ist die Hüterin der magischen Bücher, welche böse Mysterien in sich verschließen und großen Schaden anrichten können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Zusammen mit dem jungen Mann Huey macht sie sich auf die Suche nach den Büchern.

So erreicht Huey eines Tages ein seltsamer Brief, der eigentlich an seinen verstorbenen Großvater gerichtet ist. Der berühmte Auto Lenny Lents bittet darin um Hilfe vor dem Bann des mysteriösen Buches, in dem er gefangen ist. Das Seltsame daran ist, dass Lenny Lents bereits vor einem halben Jahr gestorben ist und dies sogar groß in den Medien publiziert wurde.

Für Dalian ist dies ein Wink des Schicksals, denn wie es der Zufall so möchte, hat sie gerade die beiden Bände „Die Burg der Wölfe“ von Lenny Lents regelrecht verschlungen. Doch das Ende blieb offen, wodurch Dalian unbedingt ein drittes Band vom Autor fordern muss, da noch keines erschienen ist. So brechen die Beiden zum Anwesen der Lents auf. Dort angekommen, treffen sie draußen vor dem Hauseingang auf eine Frau. Ihre Kleidung ist blutgetränkt, sie wirkt allerdings alles andere als verstört. Die Unbekannte stellt sich als Ehefrau von Lenny Lents vor, die ebenfalls von „Die Burg der Wölfe“ begeistert ist. Doch auf die Bitte, Herrn Lents persönlich zu treffen, reagiert sie zunächst abweisend. Nach einem weiteren Gespräch über die Bücher von Herrn Lents, stimmt sie jedoch zu, morgen Nachmittag ein Treffen zu arrangieren.

Bibliotheca Mystica Band 2Damit verabschiedet sich Dalian und Huey erst einmal. Doch im vorbeigehen sehen sie einen auffälligen Schuppen, der von außen mit einem Balken abgesperrt zu sein scheint. Sie beschließen in der Nacht wiederzukommen und den Schuppen zu untersuchen. Gesagt, getan – und so verschaffen sich Dalian und Huey nachts Zugang zum Schuppen. Doch was sie darin finden, lässt sie schaudern. In einer riesigen Blutlache liegt eine unbekleidete Frau, neben ihr ein enthaupteter nackter Männerkörper. Die nackte Dame ist allerdings völlig unbeeindruckt von dem Besuch und scheint nicht panisch zu sein. Sie erklärt, dass sie von einer Frau namens Paula gefangen gehalten wird. Sie ist ein fanatischer und krankhafter Fan von „Die Burg der Wölfe“ und gibt sich als Ehefrau von Lenny Lents aus. Doch die wahre Ehefrau sei sie selbst, Latescha Lents. Dann stellt sie ihre letzte Bitte – Huey soll vor Abenddämmerung wiederkehren und Lenny befreien!

Eigene Meinung
„Bibliotheca Mystica” besteht aus dunklen und mystischen Geschichten über die Macht magischer Bücher, die selbst Tote erwecken können. Dabei spart das Manga nicht an gewaltvollen oder blutigen Szenen, die den Leser einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Dalian hingegen ist ein fast schon niedliches und naives kleines Mädchen mit vielen kindlichen Zügen. Sie wirkt wie eine verwöhnte und verfressene Göre aus reichem Hause. Sie schafft es in all den düsteren Erzählungen ein bisschen Humor hineinzubringen. Letztendlich fehlt es dem ersten Band vor allem an Handlungstiefe. Die Geschichten sind zwar ausgefallen, aber auch sehr verstörend. Fans von Serien wie „Elfenlied“ oder „Hellsing“ könnten hier allerdings auf ihre Kosten kommen.

© Izumi Mikage

Bibliotheca Mystica: © 2012 Gakuto Mikumo & Chako Abeno, Kadokawa Shoten/ EMA

Between the Worlds

Name: Between the Worlds
Englischer Name: Between the Worlds
Originaltitel: Yamamoto Zenjirou to Moushimasu
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2007
Deutschland: Tokyopop 2009
Mangaka: Yoko Maki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Between the Worlds Band 1Story
Die zehnjährige Hotate ist ein Waisenkind. Ihre Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und ihren Vater hat sie nie kennen gelernt. Bisher hat sie bei ihrer Oma gelebt, doch diese ist inzwischen zu alt. Sie kann sich nicht mehr um Hotate kümmern und überträgt die Verantwortung daher Hotates Onkel Zenjiro. Dieser scheint ein netter Kerl zu sein. Er freut sich wahnsinnig darüber Hotate ab sofort großziehen zu dürfen.

Gemeinsam fahren sie zu Zenjiros Wohnort auf dem Land. Es ist eine sehr schöne und idyllische Gegend. Empfangen werden sie von Makoto. Er ist ein Student, der ebenfalls bei Zenjiro lebt. Das kann ja wirklich lustig werden. Während der Begrüßung fällt ihnen auf, dass ein Mann des Dorfes mal wieder mit dem Bild seiner verstorbenen Frau auf der Parkbank sitzt. Hotate geht zu ihm hin. Sie teilt ihm mit, dass seine Frau sich gelbe Blumen wünscht. Die selben Blumen, die er ihr bei ihrer ersten Begegnung geschenkt hat. Der Mann schaut Hotate irritiert an. Aber es stimmt. Er schenkte seiner Frau damals gelbe Wicken und seither hat er ihr diese zu jedem Hochzeitstag geschenkt. Doch seit ihrem Tod sind selbst die Blumen im Garten verwelkt. Doch er wird ihr sofort Blumen kaufen gehen. Hotate lächelt ihn an und geht. Verwirrt schaut der Mann ihr nach. Woher konnte sie das wissen? Seltsames Mädchen.

Nun läuft sie zurück zu Zenjiro und Makoto. Die beiden hatten sich schon Sorgen gemacht, doch Hotate ist gut gelaunt. Denn sie hat das Gefühl etwas Gutes getan zu haben. Zenjiro kündigt an, dass sie sich nun auf den Weg zu ihrem Schloss machen. Dort angekommen stellt sich heraus, dass es zwar kein Schloss ist aber ein riesiges Haus aus Holz. Hotate ist begeistert. Sie bekommt sogar ein eigenes Zimmer. Es ist ein Haus umgeben von purer Natur. Zenjiro lebt von der Natur. Er erklärt ihr, dass sie hier so leben kann wie sie will. Das freut Hotate, denn ihre Oma hat einmal zu ihr gesagt, da Dinge die für Hotate normal sind, für andere nicht normal sind. Und deswegen müsse sie aufpassen, wem sie was erzählt.

Makoto erzählt ihr, dass Zenjiro schon seit Ewigkeiten alleine hier lebt. Er hatte früher mal eine Freundin, die er auch heiraten wollte aber die Eltern waren dagegen. Also ist er einfach hier in den Wäldern geblieben. Makoto findet das ziemlich dämlich, denn es gibt ja noch mehr Frauen. Hotate findet das gar nicht so dumm. Sie erzählt Makoto, dass Zenjiros Freundin damals an einer Krankheit gestorben ist und die beiden deswegen nicht heiraten durften. Makoto schaut sie erstaunt an und fragt sie woher sie das weiß, doch Hotate antwortet nicht darauf.

Between the Worlds Band 2Dann ist es so weit. Hotates erster Tag an ihrer neuen Schule. Sie freut sich schon richtig und hofft viele Freunde zu finden. Sie wird von ihrer Lehrerin begrüßt und zu ihrer Klasse geführt. Auf dem Weg dorthin erzählt Hotate, dass es an dieser Schule aber viele Geis……! Sie kann diesen Satz gar nicht zu ende aussprechen, da wird sie von der Lehrerin gepackt und beiseite gezogen. Die Lehrerin erklärt ihr, dass sie solche Sachen nicht laut aussprechen darf. Die anderen Kinder würden sie komisch finden und hänseln. Hotate ist darüber sehr traurig, denn sie dachte sie kann hier so leben wie sie es möchte.

Nach der Schule geht Hotate enttäuscht nach Hause. Sie geht in ihr Zimmer. Dann hört sie jemanden von draußen rufen. Sie schaut aus dem Fenster und sieht einen Jungen. Er stellt sich mit dem Namen Hayami vor und er sagt dass er in ihrer Klasse ist. Er fragt ob sie nicht zusammen spielen möchten. Sie solle an dem Baum vor ihrem Fenster hinunter klettern. Gemeinsam ziehen sie los.

In der Zwischenzeit schaut Zenjiro in Hotates Zimmer und bemerkt, dass sie nicht da ist. Er und Makoto fangen an sich Sorgen zu machen. Gemeinsam gehen sie auf die Suche. Als sie Hotate finden, sitzt ihnen der Schreck in den Knochen. Hotate steht auf einer Brücke und es sieht so aus als würde sie hinunter springen wollen. Zenjiro stürmt los, packt Hotate und schließt sie in die Arme. Er fragt sie warum sie das tun wollte und ob es so schlimm ist, dass sie nun bei ihm lebt. Hotate schaut ihn irritiert an. Sie wollte doch gar nichts schlimmes tun. Sie wollte nur mit ihrem Freund Hayami spielen, der da unten am Flussufer wartet. Zenjiro und Makoto schauen hinunter, können aber niemanden sehen.

Hotate fängt an zu weinen und fragt ob sie wirklich so komisch ist? Seit sie ganz klein ist, kann sie Geister sehen und wenn sie jemanden berührt, kann sie deren Gedanken lesen. Das ist auch der Grund warum ihre Oma sie weggegeben hat. Sie hatte Angst vor Hotate. Das konnte sie in ihrem Gedanken lesen. Zenjiro fragt sie, ob sie auch seine Gedanken lesen kann? Hotate antwortet, dass sie es schon längst weiß. Sie weiß das er ihr richtiger Vater ist, denn sie kann ihre Mutter immer bei ihm sehen. Wird Hotate trotz ihrer Begabung Freunde finden? Kann sie vielleicht auch anderen Menschen damit helfen?

Eigene Meinung
“Between the Worlds“ ist mal wieder ein Meisterwerk der Künstlerin Yoko Maki. Ich finde wirklich, dass ihre Mangas sich von anderen Shojo Mangas unterscheiden. Denn ihre Storys sind wirklich tiefgründig. Es sind nicht diese typischen Liebesgeschichten, sicher findet man so etwas auch in ihren Storys aber es steht nicht im Vordergrund. Ähnlich wie bei “Aishiteruze Baby“ steht hier ein kleines Mädchen mit einer tragischen Vergangenheit im Vordergrund. Und genau das fesselt den Leser. Ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte weiter geht.

© AyaSan

Yamamoto Zenjiro to Moshimasu: © 2007 Yoko Maki, Shueisha/Tokyopop

Sankarea

Name: Sankarea
Englischer Name:
Originaltitel: Sankarea
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Mitsuru Hattori
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

U_8260_1A_EMA_SANKAREA_01.IND8Story
Chihiro Furuyas Leben dreht sich nur um sein Hobby. Wenn er nicht gerade zur Schule geht oder schläft, verbringt er seine gesamte Freizeit damit, sich mit Zombies zu beschäftigen. Egal ob Filme, Spiele, Comics oder Bücher. Alles, was sich um Zombies dreht, erhält seine volle Aufmerksamkeit. Dabei wünscht er sich nichts sehnlicher, als dass Zombies Realität wären. Selbst die Sanka-Joshi-Gakuen Mädchenschule für höhere Töchter, die direkt gegenüber seiner Schule liegt und viele hübsche sowie wohlhabende Mädchen beherbergt, interessieren Furuya nicht. Ihn interessieren nur Untote, das gilt auch für Frauen.

Doch eigentlich hat Furuya zurzeit ganz andere Sorgen.Er verbringt die Nächte mit seinem verstorbenen Kater Baabu. Vor ein paar Tagen wurde Baabu von einem Auto erfasst. Für Furuya ist das nur schwer zu akzeptieren. Daher versucht er mit Hilfe eines alten Buches, dass angeblich die Formel der Wiederauferstehung enthält, Baabu nicht nur wieder zum Leben zu erwecken, sondern zu einem waschechten Zombie zu machen. Allerdings waren alle bisherigen Versuche erfolglos. Furuya fehlt eine bestimmt Zutat, um das Gemisch fertigzustellen. Genau an der Stelle, wo die Zutaten beschrieben sind, ist der Name der Giftpflanze verblasst.  Daher probiert Furuya jeden Abend eine andere Gewächs aus.

In letzter Zeit kann Furuya aber was ganz anderes Interessantes beobachten. Auf dem Dach der Hotelruine, in der Furuya seine Experimente macht, steht jede Nacht die Tochter des Direktors der Sanka Joshi-Gakuen, Rea Sanka, und schreit sich all ihren Frust von der Seele. Scheinbar wird sie von ihrem Vater unterdrückt und sogar missbraucht. Kein Wunder, dass Rea am liebsten im Erdboden versinken möchte, als sie erkennt, dass sie die ganze Zeit von Furuya beobachtet wurde. Sie bettelt und fleht, dass er zu niemanden etwas sagt. Gleichzeitig wird aber auch ihr Interesse geweckt, als sie Baabu und das Buch entdeckt.

Seit diesem Vorfall schleicht Rea sich nachts aus dem Haus, um Furuya zu helfen. Doch kein Trank konnte bisher eine Reaktion auslösen.

U_8261_1A_EMA_SANKAREA_02.inddAls Reas Vater jedoch sieht, wie sich Rea in der Dunkelheit mit einem Jungen trifft, brennt bei ihm eine Sicherung durch. Er sperrt Rea im Haus ein und gestattet ihr nicht mal mehr, zur Schule zu gehen. Reas Angst wächst ins unermessliche. Was wird er ihr als Strafe antun? Rea ist verzweifelt. Sie sieht keinen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. Da kommt ihr Furuyas Trank, von dem sie eine Portion eingesteckt hat, gerade recht. Das Gift wird sie sicherlich ins Jenseits befördern. Sie setzt an und trink das Fläschchen bis auf den letzten Tropfen aus.

Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass Furuya zur gleichen Zeit Zeuge eines Wunders wird: Baabu ist von den Toten auferstanden und zum Zombie geworden!

Eigene Meinung
Man möchte meinen „Sankarea“ kombiniert zwei  unvereinbare Themen: Romantik und Zombies! Doch erstaunlicherweise gelingt diese seltsame Vereinigung sehr gut. Zunächst wirkt der erste Band eher düster. Die Untoten stehen maßgeblich im Vordergrund. Ein Großteil der Seiten beschreibt Furuyas Experimente und Reas Angst vor ihrem Vater. Viel Bauchkribbeln und Herzklopfen kommt daher noch nicht auf. Dennoch wird dadurch ein guter Blick auf die Hintergründe und die Basis dieser Geschichte ermöglicht.

Der Zeichenstil ist nicht überragend aber dennoch nicht schlecht. Proportionen und Gesichtsausdrücke wirken manchmal etwas unförmig und steif. Das Potential ist aber erkennbar, sodass mit etwas Übung, in den Folgebänden sicherlich eine Verbesserung zu erwarten ist.

Die Story ist interessant und unterhaltsam. Jedoch ist bisher nicht alles ganz schlüssig.  Es bleibt zunächst unklar, woher Furuya das Buch mit der Wiederbelebungsformel hat. Dieses wird er sicherlich nicht einfach in einer Bibliothek ausgeliehen haben. Es wirkt beinahe so, als sei es das normalste der Welt, ein solches Buch zu besitzen. Bis aber endlich ein waschechter Zombie auftaucht, vergeht ein Großteil des Bandes. Das ist ein wenig Schade. „Sankarea“ brauch lange, um in Fahrt zu kommen und den eigentlichen Handlungsstrang zu beginnen.

Dennoch ist „Sankarea“ ein netter Zeitvertreib, der Potenzial zu einer wirklich guten Serie hat.

Sankarea © 2010 Mitsuru Hattori, Kodansha/EMA

Are you Alice?

Name: Are you Alice?
Englischer Name: Are you Alice?
Originaltitel: Are you Alice?
Herausgebracht: Japan: ICHIJINSHA 2010
Deutschland: Tokyopop 2011
Mangaka: Story: Ai Minomiya
Zeichnungen: Ikumi Katagiri
Bände: 12 Bände
Preis pro Band: 6,95 € (Taschenbuch)
9,95 € (Starter Pack inkl. Band 1-2)

Are you Alice? Band 1Story:
Ein junger Mann kommt ins Wunderland. Er hat weder eine Erinnerung daran, wie sein früheres Leben war, noch wie er eigentlich heißt. Ziellos irrt er durch die seltsame Welt, bis er von einer seltsamen Person aufgabelt wird, die sich ihm als Grinsekatze vorstellt und ihm einen Namen gibt – Alice. Fortan ist er Alice und obgleich er genau weiß, dass das nicht sein richtiger Name ist, akzeptiert er die Entscheidung der Grinsekatze. Zudem weiht ihn der streunende Kater in einige Regeln Wunderlands ein, unter dem Verbot der Herzkönigin sich umzudrehen, um die Schatten der Vergangenheit nicht herauf zu beschwören. Schon bald nehmen diese Schatten auch Gestalt an – die „neue“ Alice wird von einer „alten“ Alice angegriffen. Gerade als einer dieser Schatten richtig gefährlich wird, taucht der Hutmacher auf und rettet Alice vor der Angreiferin.

Die Grinsekatze ist nach diesem kurzen Intermezzo verschwunden und Alice beschließt den Hutmacher zu begleiten, da er ihn vor den vielen Schatten beschützen kann, die ihn verfolgen. Der wortkarge Mann bringt ihn zu Palast der Herzkönigin, da er auf ihren Befehl hin nach Alice gesucht hat. Alice ist zwar verwirrt, versucht jedoch das beste aus der Situation zu machen und tritt der Herrscherin des Wunderlandes gegenüber. Nachdem er sich als Alice vorgestellt hat, erklärt ihm die Herzkönigin, dass er nun Teil eines Spieles ist und bestimmten Regeln unterworfen ist. Zudem erfährt Alice, dass er bereits die 89. Alice ist, die das Wunderland betreten hat und dass es seine Aufgabe ist, das weiße Kaninchen zu töten. Denn nur Alice ist in der Lage, das weiße Kaninchen zu töten. Außer diesem kann er niemanden töten.

Zunächst ist Alice nicht sehr angetan von seiner neuen Aufgabe, dann beschließt er die Herzkönigin von einem gegenseitigen Geschäft zu überzeugen. Im Gegenzug für seine Hilfe, das weiße Kaninchen zu töten, will er für immer im Wunderland bleiben und dort ein Leben beginnen, wie es ihm gefällt. Die Herzkönigin akzeptiert die Bedingungen und stellt ihm den Hutmacher zur Seite, der die Fähigkeit hat jede Person zu töten, denen Alice feindlich gesinnt ist. Doch Alice muss schnell erkennen, dass sein neuer Name und seine besondere Position in dem Spiel allerhand Gefahren mit sich bringt. Nahezu alle Bewohner des Wunderlandes scheinen nicht nur verrückt zu sein, sie widersprechen sich in ihren Ratschlägen. Nach und nach lernt er weitere Bewohner kennen und jeder scheint Alice zu lieben und zu hassen. Doch nicht nur die lebenden Wesen, machen Ärger, auch die ehemaligen Alices in Form der Schatten der Vergangenheit machen der neuen Alice zu schaffen…

Are you Alice? Band 2Eigene Meinung:
„Are you Alice?“ ist der erste Manga der Zeichnerin Ikumi Katagiri, der auf einer bekannten Hörbuchreihe Ai Minomiyas basiert. Die Geschichte ist krude, verrückt und herrlich durchgeknallt, genauso wie der Originalroman von Lewis Carroll. Natürlich hat die Handlung des Mangas wenig mit dem Buch des britischen Schriftstellers gemein, doch sie ist durchaus spannend und sehr packend erzählt. Die Autorin bemüht sich um eine eigenständige Geschichte, in denen die bekanntesten Charakter aus „Alice im Wunderland“ eine wichtige Rolle spielen und in der Alice einmal kein niedliches Mädchen, sondern ein junger Mann ist, der sich auf der Suche nach einer neuen Heimat ins Wunderland verirrt. Teilweise wirken die einzelnen Kapitel sehr durcheinander und verworren, wirkliche Auflösungen und Antworten gibt es nicht, aber das macht durchaus Lust auf mehr.

Die Charaktere sind sehr spannend und interessant. Die bereits bekannten Charaktere entsprechen im groben und ganzen ihren Originalen aus den Romanen. Die “neue“ Alice passt wunderbar zu dem verrückten Haufen und kommt auf ganz eigene Art mit der Situation zurecht. Zudem gibt es einige Andeutungen aus seiner Vergangenheit, die neugierig macht und aus Alice mehr macht, als einen einfachen jungen Mann.

Zeichnerisch ist „Are you Alice?“ von hoher Qualität. Ikumi Katagiri versteht es wunderbar die Figuren in Szene zu setzen. Sie hat einen sehr klaren, dynamischen Stil, setzt mehr auf harte schwarz/weiß Flächen und verzichtet fast vollständig auf Rasterfolie. Perspektiven, Hintergründe und Bewegungen sind ebenfalls kein Problem, zumal die Charaktere allesamt sehr hübsch dargestellt sind. Alice ist der typische Bishonen, der verrückte Hutmacher erinnert ein wenig an eine Mischung aus Sebastian aus „Black Butler“ und Rayflo aus „Vassalord“, sowohl was sein Aussehen, als auch seinen Charakter betrifft. Auch die Mädchen sind niedlich dargestellt und Ikumi Katagiri zeigt bei einigen Zwischenbildern, die Szenen aus dem Originalroman darstellen, wie gut sie illustrieren kann.

Wer mysteriöse, leicht verrückte und fantasievolle Geschichten mag und wem „Alice im Wunderland“ gefällt, sollte sich auf jeden Fall „Are you Alice?“ zulegen. Die Zeichnungen sind toll und dynamisch, die Geschichte interessant und spannend. Auch Fans von hübschen Jungs und Mädchen kommen voll auf ihre Kosten. Sehr zu empfehlen.

© Koriko

Are you Alice?: © 2010 Ikumi Katagiri/ Ai Minomiya, ICHIJINSHA / Tokyopop

Alichino

Name: Alichino
Englischer Name: Alichino
Originaltitel: Alichino
Herausgebracht: Japan: Shueisha 1998
Deutschland: Carlsen 2004
Mangaka: Kouyu Shurei
Bände: 3 Bände, eingestellt
Preis pro Band: 10,00 €

Alichino Band 1Story
Alichino sind wunderschöne Wesen, so vollkommen, dass ihre Schönheit alle Wünsche erfüllen können. So sagt man. Doch stimmt das wirklich? Tsugiri kennt Alichinos und weiß wie sie wirklich sind. Sie suchen nach Seelen die um Hilfe schreien, jagen sie richtig, um sie schließlich zu fressen. Glücklich werden die Menschen dabei keinesfalls. Doch trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die aus den verschiedensten Gründen ein Alichino suchen. So auch ein Mädchen das Tsugiri, wegen seines schönen Gesichts, zu Anfang für ein Alichino hält. Ihr Bruder war einst auf der Suche nach einem dieser Wesen. Doch seit dem ist er nicht mehr er selbst. Nun macht auch sie sich auf die Suche. Entweder um heraus zu finden, was passiert ist, oder um sich die Genesung ihres Bruders zu wünschen.

Doch kann sie ihrem Bruder noch rechtzeitig helfen? Ist ihm noch zu helfen?
Gleichzeitig wird ein Alichino auf das Mädchen aufmerksam, was nichts Gutes für sie bedeutet. Tsugiri will sich dies nicht mit ansehen und so beschließt er, dem Mädchen zu helfen. Kann sie dem Angebot, das Leben ihres Bruders zurück zu bekommen, widerstehen? Will sie das überhaupt? Was würde ihr Bruder wollen?

Doch die Alichinos sind nicht automatisch die Bösen. Sie hören auf die Rufe der Menschen, erfüllen ihnen ihre Wünsche, verlangen dafür aber etwas Gleichwertiges.

Alichino Band 2Tsugiri scheint aber nicht nur ein schöner Junge zu sein, der mit einem Alichino zusammenlebt. Ihn umgibt ein Geheimnis, hinter das mit der Zeit auch andere Alichino zu kommen scheinen.

Die Geschichte birgt viele Rätsel. Was hat es zum Beispiel mit dem Menschenopfer an die Alichino auf sich?

Eigene Meinung:
„Alichino“ hat eine etwas verwirrende Story. Sie wirft viele Fragen auf die, dadurch, dass der Manga abgebrochen wurde, nicht alle geklärt werden. Doch die Zeichnungen sind wunderschön. Die Figuren sind auch, obwohl sie alle recht ähnliche Gesichter haben, gut zu unterscheiden. Wen es nicht stört, dass er beim Lesen auch etwas denken und rätseln muss und, dass der Manga nicht komplett ist, der sollte „Alichino“ auf jeden Fall lesen.

© Nekolein

Alichino: © 1998 Kouyu Shurei, Shueisha / Carlsen

After School Nightmare

Name: After School Nightmare
Englischer Name: After School Nightmare
Originaltitel: Hokago Hokenshitsu
Herausgebracht: Japan: Akita Shoten 2005
Deutschland: Carlsen 2009
Mangaka: Setona Mizushiro
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 5,95 €

After School Nightmare Band 1Wann ist man wirklich man selbst? In einem Traum? Oder in der Realität? Vielleicht versucht man in der Realität ja auch einfach jemand anderes zu sein und verbirgt sein wahres Ich. Das ist es, was Mashiro Ichijo heraus finden möchte. „Wer bin ich?“

Story
Mashiro ist an seiner Schule bei den Mädchen sehr begehrt. Er ist zu jedem freundlich, hat sich aber noch nie einem Mädchen genähert. Sein Ziel ist es stark zu werden und dafür trainiert er hart. Jedoch hat er in der Kendo AG gegen einen Mitschüler verloren, der so gut wie nie trainiert. Mashiro ist am Boden und das obwohl er so hart trainiert hat.

Unter der Dusche bekommt er plötzlich entsetzliche Schmerzen im Unterleib. Mashiro stockt das Herz. Das kann doch nicht sein?! Er entschließt sich, bei der Kendo AG aus zu treten. Sein Trainer versucht ihn doch noch zu motivieren, doch vergebens. Während die beiden sich noch unterhalten, taucht Mashiros Gegenspieler auf. Sou Mizuhashi….er ist der Jenige, der nie trainiert und gegen den Mashiro verloren hat. Außerdem ist er noch ein Draufgänger und verführt so ziemlich alles, was einen Rock trägt.

Sie verpassen sich gegenseitig ein paar spitze Kommentare, bis Sou plötzlich erwähnt, dass es irgendwie nach Frau riecht. Mashiro erstarrt. Er verpasst Sou ein Ohrfeige und schreit ihn an, dass er verschwindet soll. Etwas verwirrt verlässt Sou die Umkleidekabine. Mashiro fällt anschließend auf, dass plötzlich ziemlich viele Spinde frei sind. Das ist ihm bisher gar nicht aufgefallen. Auch in der Klasse verhält es sich merkwürdig. Auf dem Platz vor seinem, saß bis vor kurzem noch jemand. Aber jetzt scheint dieser Jemand weg zu sein. Als er eine Klassenkameradin fragt, kann diese ihm auch keine richtige Antwort darauf geben. Kann es sein, dass Schüler einfach so verschwinden?

After School Nightmare Band 2Nach dem Unterricht kommt eine Gesundheitserziehungslehrerin auf ihn zu. Sie spricht ihn mit Namen an und bittet ihn, mit in den Sanitätsraum zu kommen. Er folgt ihr. Doch als er merkt, dass die Lehrerin ihn in eine völlig falsche Richtung führt, spricht er sie irritiert darauf an. Die Lehrerin erwidert, dass er mit in den Sanitätsraum im Keller kommen soll. Jetzt ist Mashiro sprachlos. Er war bisher der Meinung, dass diese Schule gar keinen Keller hat. Trotzdem folgt er ihr weiter.

Neben einer Treppe ist eine Kellertür, die Mashiro vorher noch nie gesehen hat. Und das obwohl er diese Treppe jeden Tag mehrmals benutzt. Sie kommen in einen Raum, indem mehrere Himmelbetten mit Vorhängen, nebeneinander stehen. Die Lehrerin bittet ihn sich zu setzen und reicht ihm einen Tee. Er bedankt sich und fragt, was das alles soll?

Die Lehrerin erklärt ihm, dass er ab sofort an einem Sonderunterricht teilnehmen wird, damit er die Schule absolvieren kann. Mashiro kann das nicht nachvollziehen, weil er doch erst im ersten Jahr an der High School ist. Die Lehrerin erklärt ihm, dass es an dieser Schule keine feste Abschiedszeremonie gibt. Jeder Schüler geht dann, wenn die Zeit reif ist und sie in dem Sonderunterricht bestanden haben. Solange kann man nicht von der Schule gehen. Sie erklärt, dass Mashiro bestimmt auch Schüler, dieses Sonderprogramms in seiner Klasse hat. Er wird bestimmt bemerkt haben, dass hier und da Schüler fehlen. Das sind alles Absolventen des Sonderunterrichts, die nun mit der Schule fertig sind.

Mashiro fallen die Augen zu. Als er sie wieder öffnet, ist die Lehrerin verschwunden und er sitzt alleine in diesen merkwürdigen Sanitätsraum. Verwirrt schaut er sich um und ruft nach der Lehrerin. Dann bemerkt er, dass die Betten in denen vorhin noch jemand gelegen hat, leer sind. Er verlässt den Sanitätsraum.

Plötzlich hört er ein regelmäßiges Platschen. So ähnlich wie Schritte. Dann steht ein Mädchen in einem Regenmantel vor ihm. Sie ist Klatschnass, trägt nur einen Gummistiefel und hat einen Regenschirm in der Hand. Sie wirkt sehr unheimlich. Sie sieht ihn an und sagt, dass sie Männer hasst. Sie durchbohrt Mashiros Brustkorb mit dem Regenschirm. Er nimmt ein Klirren wahr und schaut an seinen Hals. Plötzlich trägt er eine Kette mit zwei Kugeln dran. Es waren vorher drei, doch die eine ist soeben zersprungen.

Panisch und verwirrt schaut Mashiro sich um. Er war doch eben noch im Sanitätsraum in der Schule? Wo ist er jetzt? Seine Umgebung ähnelt einem düsteren Wald. Er schleppt sich mühsam zu der Kellertür des Sanitätsraumes, die er jetzt wieder entdeckt hat. Er betritt den Raum und alles wirkt so ruhig wie vorher.

After School Nightmare Band 3Wieder ruft er nach der Lehrerin, doch sie erscheint nicht. Nachdem er ein Geräusch hinter sich wahrgenommen hat, dreht er sich erschrocken um und da ist wieder das unheimliche Mädchen von vorhin. Er kommt gar nicht dazu etwas zu sagen, denn wieder durchdringt ihn der Regenschirm und ein gigantischer Schmerz durchzieht seine Brust. Wieder zerspringt eine Kugel seiner Kette, so dass diese nun nur noch durch eine Kugel geschmückt wird.

Wütend schaut das Mädchen ihn an und holt erneut mit dem Schirm aus. Doch dann hält sie inne. Sie bekommt große Augen und sagt erstaunt und wehmütig, dass er ja doch ein Mädchen sei. Mashiro schaut irritiert in den Spiegel und stellt erschrocken fest, dass er eine Mädchenschuluniform trägt. Nun zerspringt auch seine letzte Kugel und um seine Augen vor den Splittern zu schützen, schließt er diese. Als er seine Augen wieder öffnet, sieht er eine herunter gefallene, kaputte Teetasse auf dem Boden liegen und die Lehrerin vor sich stehen.

Was ist das für ein Sonderunterricht an dem Mashiro teilnehmen soll? Und was hat es zu bedeuten, dass er eine Mädchenuniform getragen hat? Genauso wie die Schmerzen im Unterleib merkwürdig sind. Was ist das für eine merkwürdige Welt, in der er von einem anderen Mädchen angegriffen wurde? Und wie ist er da hingekommen?

Eigene Meinung
Dies ist der erste Manga von Setona Mizushiro den ich gelesen habe. Der Zeichenstil hat mir gleich gefallen und die Story klang interessant. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zwischendurch ganz schön erschrocken war, weil ich mit so heftigen und brutalen Szenen nicht gerechnet habe. Aber es passt alles zusammen. Erst einmal ist dieses Schulprojekt, dieser Sonderunterricht eine wirklich interessante Sache. Und es kommen sehr dramatische Themen, wie Misshandlung, Vergewaltigung und Boshaftigkeit zum Vorschein. Es ist erschreckend zu sehen, wie sich Menschen verstellen können. Sie wirken nach Außen hin freundlich, interessiert und glücklich. In Wirklichkeit sind sie aber bösartig, gleichgültig, egoistisch, unglücklich oder sogar traumatisiert von einer schlimmen Erfahrung, die sie machen mussten. Das alles macht diesen Manga sehr lesenswert und interessant. Vom Zeichenstil her würde ich sogar behaupten, dass diese Serie dem Shojogenre zuzuordnen ist. Jedoch ist es eben keine typische Shojo Komödie oder Liebesgeschichte. Diese Story ist sehr ernst und lässt einen wirklich nochmal tief durch atmen, nachdem man den ersten Band gelesen hat.

© AyaSan

Hokago Hokenshitsu: © 2005 Setona Mizushiro, Akita Publishing/Carlsen

Adekan

Name: Adekan
Englischer Name:
Originaltitel: Adekan
Herausgebracht: Japan: SHINSHOKAN 2008
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Tsukiji Nao
Bände: 14 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 € (Band 1-6)
8,50 (ab Band 7)

Adekan Band 1Story:
Der junge Polizeiinspektor Kojiro hat alle Hände voll zu tun. Die berüchtigte Hanabuki- Bande, eine stehlende und mordende Meute, wurde in der Nähe seiner Stadt gesehen und zudem häufen sich die Funde von Frauenleichen. Zudem geht das Gerücht herum, dass immer wieder eine blutverschmierten Braut auf der Hochzeitsbrücke gesehen wird.

Als Kojiro damit beauftragt wird, sich bei den Bewohnern ein wenig umzuhören, stößt er auf den jungen Schirmmacher Shiro, der in einem seltsamen Haus wohnt und zumeist faul, lasziv und ungeschickt daher kommt. Shiro schert sich wenig um dem allgemeinen Anstand (weswegen er am liebsten nackt herum laufen würde) und welche Meinung andere über ihn haben. Kojiro freundet schließlich mit dem ungewöhnlichen Mann an und startet den Versuch ihn zumindest ein wenig zu erziehen und ihm die Grundregeln des Anstands beizubringen.

Als Shiro nach und nach dahinter kommt, wer für die Morde verantwortlich ist und was es mit der Braut auf der Hochzeitsbrücke auf sich hat, ist es für ihn bereits zu spät. Er stolpert direkt in die Arme der Bande. Kojiro, der zufällig in der Nähe ist, will ihm helfen und gemeinsam müssen sie sich gegen die Männer zu Wehr setzen. Dabei zeigt sich, dass Shiro alles andere als ungeschickt im Kampf ist und ein Meister der Anki, der Geheimwaffen, ist. Binnen weniger Sekunden bezwingt er einen Großteil der Männer und Kojiro ist zwar ziemlich verblüfft, vertraut ihm aber dahingehend, dass Shiro kein böser Mensch ist.

Nach diesem gemeinsamen Abenteuer werden Kojiro und Shiro richtige Freunde und geraten sie immer wieder gemeinsam in seltsame Vorkommnisse. Seien es nun seltsame Mordfälle, ein Menschenhandelring oder das Auftauchen eines mysteriösen Tieres, das Nachts die Straßen unsicher macht – Kojiro erhält immer wieder von Shiro Unterstützung, wenn es darum geht diese Fälle aufzuklären, und Shiro hat erstmals einen wahren Freund an seiner Seite. Doch allzu lange währt die Ruhe in der Stadt nicht, denn ein weiterer Meister der Geheimwaffen taucht unvermittelt auf – Anri, der Bruder Shiros. Er arbeitet im zwielichtigen Gewerbe und hat überhaupt keine Probleme damit auf Auftrag Menschen zu töten. Shiro und ihn verbindet eine gemeinsame, düstere Vergangenheit, die schon bald einen Schatten auf Kojiros und Shiros Freundschaft wirft…

Adekan Band 2Eigene Meinung:
Mit „Adekan“ legt EMA den ersten Manga der Künstlerin Tsukiji Nao in Deutschland vor. Die Geschichte spielt in einer surreal wirkenden, traditionell japanischen Stadt im 19. Jahrhundert, ohne dass die Künstlerin explizit einen Namen nennt. Das ist auch nicht notwendig, da die Handlung selbst eher fantastisch angehaucht ist und auf sehr geschickte Art und Weise Historik und Fantastik miteinander verbindet und mit einer Brise Steampunk garniert, was besonders in de Waffen und ungewöhnlichen mechanischen Elementen zu sehen ist. Die Geschichte selbst ist spannend, interessant und andersartig, weiß jedoch durch verschiedene mystische Elemente zu fesseln. Sicherlich ist Band 1 erst der Beginn der Serie, so dass dem Leser noch der rote Faden fehlt, doch zum Ende hin gelingt es Tsukiji Nao mit dem Einbringen von Anri ein wenig Spannung in die Handlung einzubauen.

Die Zeichnungen sind ohne jeden Zweifel von extrem hoher Qualität. Wer die Künstlerin bereits von ihren atemberaubenden, detailreichen Illustrationen aus ihrem Artbook „Nostalgia“ oder von diversen Briefpapieren kennt, wird erkennen, dass sie in „Adekan“ nichts von ihrer Detailverliebtheit verloren hat. Sie hat einen unvergleichlichen, sehr dynamischen Tuschestil, liebt hübsche Mädchen und Jungen, aufwendige Hintergründe und Kleidungsstücke, egal ob es sich dabei um Kimonos, Kleider oder Masken handelt. Tsukiji Nao versucht in jedes Panel so viele Details einzubringen, dass es dem Leser fast zu viel wird und man öfters im Storyfluss innehält, um sich die Panele genauer anzuschauen und hier und da Dinge zu entdecken, die einem leicht entfallen. Trotz ihrer Schönheit sind ihre Zeichnungen anatomisch nicht immer gänzlich korrekt. Die Männer haben oftmals einen zu langen Oberkörper und manchmal wirken Arme und Beine seltsam verbogen. Nichtsdestotrotz ist „Adekan“ allein aufgrund der wundervollen Zeichnungen jedem Shojo- Fan zu empfehlen, auch wenn sich hier und da ganz leichte Boys Love Andeutungen und Elemente einschleichen. Wirklich gänzlich in diese Richtung geht „Adekan“ jedoch nicht, es ist und bleibt eine recht actiongeladene Shojo- Serie.

Insgesamt ist „Adekan“ jedem Fan der Künstlerin zu empfehlen. Wer detaillierte Zeichnungen mag und dem Mix aus Historie, Fantastik und Steampunk gegenüber nicht abgeneigt ist, sollte „Adekan“ auf jeden Fall lesen. Doch auch alle anderen sollten einen Blick riskieren, und sich von Tsukiji Naos Zeichnungen gefangen nehmen lassen. Der Manga und die Künstlerin verdienen auf jeden Fall Aufmerksamkeit – sehr zu empfehlen.

© Koriko

Adekan: © 2008 Tsukiji Nao, SHINSHOKAN / EMA

A-presto

Name: A-presto
Englischer Name:
Originaltitel: A-presto
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2011
Deutschland: Tokyopop 2013
Mangaka: Story: Shiina Takasato
Zeichnungen: Naruse Tomine
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

A-presto Band 1Story:
Schon seit ihrer Schulzeit sind Rin und Karaku Freunde, wenngleich sie einige Jahre nicht in dieselbe Klasse gingen. Gemeinsam lösten sie mysteriöse Fälle, die mitunter auch in die übernatürliche Richtung gingen und sie enger zusammengeschweißt haben. Unterdessen ist Karaku gestorben und wandelt nur noch als Geist auf Erden. Zudem hat er einen Großteil seiner Erinnerungen verloren, darunter auch die an seinen eigenen Tod. Rin, der unterdessen als Wachmann arbeitet, besucht seinen alten Freund regelmäßig und setzt alles daran Karakus Erinnerungen zurück zu bringen. Dafür erzählt Rin seinem Freund von ihren gemeinsamen Abenteuern, bringt alte Gegenstände zu ihren Treffen im Garten von Karakus Elternhaus und reist mit jeder Geschichte ebenfalls zurück in die Vergangenheit …

Eigene Meinung:
Die Mysteryserie „A-presto“ stammt von der Autorin Shiina Takasato und der Künstlerin Naruse Tomine und umfasst drei Bände.

Die Geschichten drehen sich bisher um die gemeinsamen Abenteuer aus der Kindheit der beiden Protagonisten, die vorwiegend aus Rins Sicht erzählt werden. Dabei geht es mysteriös, spannend und unheimlich zu, mitunter auch ein wenig durcheinander, so dass es hin und wieder schwer fällt der Handlung zu folgen. Das mag auch an der Welt liegen, in der „A-presto“ spielt. Wirkt sie auf den ersten Blick doch wie unsere, muss man spätestens ab der Hälfte des Mangas diese Ansicht revidieren. Sie mag der unseren ähneln, aber sie ist dennoch nicht identisch. So mischen sich immer wieder fantastische Elemente hinein, die sich teilweise an den
realistischen Teilen der Geschichte stören. So ist es für den Leser ein wenig seltsam die Hauptfiguren in einer typischen Schule zu sehen und kurz darauf auf einem arabisch angehauchten Markt mit altertümlicher Kleidung. Das mag mitunter ja faszinierend sein, passt aber irgendwie nicht zusammen. Es fühlt sich an, als hätte Shiina Takasato alle interessanten Ideen und Hintergründe miteinander vermischt, auch wenn diese so gar nicht zusammenpassen.

A-presto Band 2Auch fällt es mitunter schwer der Handlung zu folgen, da die Seiten, Dialoge und Szenen sehr kompliziert aufgebaut sind, so dass man das Gefühl hat, am Ende gar nichts zu wissen. Dies sorgt auch dafür, dass die Figuren ungewöhnlich blass bleiben. Man erfährt nur wenig über Rin und Karaku, auch wenn man sie über mehrere Episoden hinweg begleitet. Es mangelt an Charakterdarstellung – und Entwicklung, was wirklich schade ist. Bleibt zu hoffen, dass die Folgebände in sich einheitlicher sind und man als Leser mehr über die Figuren erfährt und die Hintergründe zum Tod von Karaku die ein oder andere Wendung mit sich bringt. Damit würde sich der Manga angenehm aus der breiten Masse hervorheben.

Zeichnerisch ist „A-presto“ gut gelungen. Naruse Tomine hat einen angenehmen, schönen Stil, der gut zur Atmosphäre der Geschichte passt. Sowohl die jungen, als auch die älteren Versionen von Karaku und Rin sind hübsch anzusehen, und auch die übrigen Figuren werden stimmig in Szene gesetzt. Hintergründe, Perspektiven und ein wenig Dynamik findet man ebenfalls in „A-presto“, so dass der Manga optisch einen gelungenen Eindruck macht.

„A-presto“ ist ein interessanter Mysterymanga, der mit guten Zeichnungen und einer spannenden Grundidee punkten kann. Leider schwächelt die Reihe ein wenig bei den Figuren und der inkonsistenten Hintergrundwelt, die seltsam zusammengewürfelt erscheint. Nichtsdestotrotz sollte man der Reihe eine Chance geben und einen Blick hineinwerfen, insbesondere wenn man leichte Mystery mag und keinen Wert auf unheimliche und blutige Mangas legt.

© Koriko

A-presto: © 2011 Shiina Takasato / Naruse Tomine, Ichijinsha / Tokyopop

A Midnight Opera

Name: A Midnight Opera
Englischer Name: A Midnight Opera
Originaltitel: A Midnight Opera
Herausgebracht: USA: Tokyopop 2005
Deutschland: Tokyopop 2007
Mangaka: Hans Steinbach
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

A Midnight Opera Band 1Story
Einblick DeLaLune ist ein begnadeter Goth-Metal-Star in der Pariser Underground-Szene. Doch er ist kein Mensch mehr, er ist ein Untoter. Die Stadt Vassy in Frankreich um 1562. An jenem Tag umstellten die Ritter von Kaiser Ferdinand I., Herrscher über das Heilige Römische Reich deutscher Nation, eine Kirche und töten alle die sie trafen, auch Einblicks Mutter. Die Männer verfolgen Einblick und seinen Bruder, doch mit viel Glück können die beiden entkommen.

Vassy in Frankreich um 1609. Fast 50 Jahre sind seit dem Vorfall ins Land gezogen. Unter König Heinrich IV von Navarra sind die Mitglieder des Clans keine Gesetzlosen mehr. Der ganze Clan feierte diesen Tag, an dem sie zum ersten Mal frei waren. Einblick entschloss sich aus der Gruppe zurückzuziehen, um sich nun ganz der Musik zu widmen. Schon ein Jahr später wurde König Heinrich IV ermordet und so hatte die Freiheit ein jähes Ende.
Paris 1850. Die Jagd auf den Clan hat vorerst ein Ende. Es gerät zum Streit zwischen Einblick und seinem Bruder Leroux.

In der Gegenwart ist Einblick zu einem Auftritt unterwegs. Er schwelgt oft in alten Erinnerungen. Doch dafür ist im Moment nicht die Zeit. Er wird zu seinem Auftritt gerufen. Er heizt den Zuhörern richtig ein. Nach dem Konzert wird er plötzlich angegriffen. In letzter Minute greift sein Bruder ein und rettet ihm damit wahrscheinlich sein untotes Leben.

A Midnight Opera Band 2Einblick trifft sich mit Dahlia Whyte, seiner Geliebten. Er möchte mit ihr durchbrennen, ein neues Leben beginnen. Am nächsten Tag möchte er seine letzte Show geben und dann mit dem Nachtflug das Land verlassen. Doch Dahlia ist eher amüsiert darüber, dass er sie liebt. Ob sie wirklich am nächsten Abend zum verabredeten Ort kommt, weiß er nicht. Er geht ins Leichenschauhaus und legt sich dort schlafen. Er träumt von Christine, der Frau die sein Bruder vor 150 Jahren umgebracht hat. Er wird von Leroux geweckt. Doch die Wiedersehensfreude ist mörderisch: die beiden bekämpfen sich. Leroux möchte nur mit seinem Bruder reden, doch dieser, seit dem Tot seiner Geliebten, nicht mehr. Nachdem sie einen Operationssaal und ein Auto kaputt geschlagen haben, von einem Hochhaus gesprungen sind, ist Einblick schwer verletzt. Er wird in einer Kirche festgehalten, angekettet wie ein Hund. Was hat sein Bruder ihm wichtiges zu sagen?

Eigene Meinung
„A Midnight Opera“ ist der erste Manga von Hans Steinbach. Hans Steinbach wuchs in Deutschland auf, zog dann in die USA. Seine Mutter stammt aus Syrien und sein Vater ist Deutscher. Der Manga ist sehr düster. Der Zeichenstil ist sehr kantig und passt daher wunderbar zu der Geschichte. Die Geschichte ist recht interessant, jedoch fehlt an manchen Stellen das Tempo. So passiert es, dass ein Kampf sich auf 20 Seiten erstreckt. Empfohlen wird der Manga für Leser, die mysteriöse Geschichten lieben.

A Midnight Opera: © 2005 Hans Steinbach, Tokyopop

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