Anime-Adaption zu „Goldfisch“ in Arbeit

Tokyopop haben heute angekündigt, dass sie in Zusammenarbeit mit dem Studio Seufz aus Stuttgart die erste Anime-Adaption zu einer Manga-Eigenproduktion entwickelt haben. 2019 soll der Manga “Goldfisch“ von Nana Yaa als Anime umgesetzt werden. Das Projekt wird von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gefördert.

Nana Yaa ist mit mehr als 15.000 verkauften Exemplaren eine der derzeit erfolgreichsten Autoren in der deutschen Manga-Szene. Nach der deutschen Veröffentlichung bei Tokyopop, erschien der Manga mittlerweile auch bei Tokyopop USA und in Frankreich bei nobi nobi.

Quelle: Pressemeldung

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TOKYOPOP auf der Connichi 2017: Signierstunden

VerlagslogoTokyopop haben die Gäste und deren Signierstunden auf der Connichi in Kassel bekannt gegeben:

David Füleki:
Freitag, 22.09.2017: 17:00 – 18:00 Uhr
Samstag, 23.09.2017: 13:00 – 14:30 Uhr
Sonntag, 24.09.2017: 11:00 – 12:30 Uhr

Gin Zarbo:
Freitag, 22.09.2017: 18:00 – 19:00 Uhr
Samstag, 23.09.2017: 11:00 – 12:30 Uhr
Sonntag, 24.09.2017: 15:00 – 16:30 Uhr

Ban Zarbo:
Freitag, 22.09.2017: 18:00 – 19:00 Uhr
Samstag, 23.09.2017: 11:00 – 12:30 Uhr
Sonntag, 24.09.2017: 15:00 – 16:30 Uhr

Nana Yaa:
Freitag, 22.09.2017: 17:00 – 18:00 Uhr
Samstag, 23.09.2017: 13:00 – 14:30 Uhr
Sonntag, 24.09.2017: 11:00 – 12:30 Uhr

Anna Backhausen und Sophie Schönhammer:
Freitag, 22.09.2017: 15:00 – 16:00 Uhr
Samstag, 23.09.2017: 15:00 – 16:00 Uhr
Sonntag, 24.09.2017: 13:00 – 14:00 Uhr

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Goldfisch

Name: Goldfisch
Englischer Name: Goldfisch
Originaltitel: Goldfisch
Herausgebracht: Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Nana Yaa
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 4,95 €, ab 1.7.2017 6,95 € (Band 1)
6,50 € (Band 2-3)

goldfisch-band-1 Story:
Ein Meteorit hat dazu geführt, dass die Erde überschwemmt wurde und die Menschen neue Dörfer in Mangrovenwäldern bauen mussten. Besagter Meteorit hat extraterrestrische Mutagene abgesondert, die dazu führen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen, die mit dem Wasser in Berührung kommen, mutieren. Nur die Beschaffer, die einer skrupellosen Organisation angehören, die für den Kunsthändler hinter Artefakten her ist, sind immun dagegen – und natürlich auch unser frecher Held mit den weit auseinander stehenden Schneidezähnen, der 12-jährige Morrey Gibbs, sowie sein verschollener Vater und sein Zwillingsbruder Spencer.

Morreys Traum ist es, genau wie sein Vater, ein Schatzsucher und Abenteurer zu werden, der die Artefakte aus den Gewässern fischt, die sich die Beschaffer noch nicht unter den Nagel reißen konnten. Artefakte verfügen nämlich über unglaubliche Kräfte, was er schon bald am eigenen Leib erfahren muss. Denn als Morrey und Spencer, nach dem Tod ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters, das Haus des Bürgermeisters putzen müssen, um über die Runden zu kommen, entdeckt Morrey dort hinter dem Bücherregal ein geheimes Zimmer mit einem Artefakt! Es handelt sich um König Midas, der sich in flüssiger Form in einem Fläschchen befindet und Morrey in seinen Bann zieht. Kurz darauf tauchen Beschaffer auf und töten den Bürgermeister. Sie sind hinter dem Artefakt her und jagen die Zwillingsbrüder, da Morrey das Fläschchen auf keinen Fall rausrücken will. Als er abstürzt und Spencer ihn festhält, muss sich Morrey von dem Fläschchen trennen, um beide Hände freizuhaben. Darum folgt er der Aufforderung des Königs, den Inhalt des Fläschchens zu trinken und ihn somit in sich aufzunehmen – mit schwer wiegenden Folgen! Spencer verwandelt sich durch Morreys Berührung nämlich in eine Goldstatue. Von jetzt an verfügt Morrey über Hände, die alles, was sie berühren, in Gold verwandeln. Nur unter Wasser sind die Goldhände wirkungslos.

Gemeinsam mit seinem treuen Haustier Otta, einem zahmen „Anomal“ (so nennt man die Wesen, die durch das Wasser mutiert sind), zieht Morrey los, um einen Magier zu finden, der Spencer zurückverwandeln kann. Otta ist ein mutierter Otter mit Händen und hilft Morrey von nun an beim Anziehen, Essen und allem anderen, wofür man Hände braucht. Doch andere Anomale sind nicht so nett. Immer wieder geraten Morrey und Otta in die Fänge von gefährlichen Anomalen und auch Menschen sind hinter den Goldhänden her. Zum Glück findet er zuverlässige Freunde, die ihn aus jeder brenzligen Situation retten: die reiche und kluge Erfinderin Shelly und den mürrischen Heilmagier Zaka. Zakas Mutter kann Spencer zwar nicht heilen, jedoch das Geistwesen Sobo Kessou beschwören, das Morrey und Spencer im Austausch für zwei Artefakte heilen würde. Also begeben sich die neuen Freunde mit der Schatzkarte von Morreys Vater auf die gefährliche Suche nach Artefakten, nichtsahnend, dass ihnen die Beschaffer dicht auf den Fersen sind…

Eigene Meinung:
Nana Yaa hat ein wunderbares Gefühl für Farben und kombiniert in ihren kolorierten Artworks immer wieder blaue und orange Farbtöne. Auch ihre Liebe zu Morrey ist in den Bildern deutlich spürbar, was die prächtigen Farbseiten zu einem wahren Augenschmaus macht. Auch die Anomalen sind extrem gut gelungen. Insbesondere die Nixen sind richtig unheimlich und detailreich. Nana Yaas enormer Einfallsreichtum zeigt sich nicht nur in ihren Character-Designs sondern auch in der Story und den Hintergründen. Die komplexe überflutete Welt, in der Morrey und seine Freunde leben, mit all den Baumhäusern, der Magie und den Artefakten lädt regelrecht dazu ein, mit ihnen auf Abenteuerreise zu gehen. Trotz aller Kreativität und Originalität bleibt „Goldfisch“ aber zu jeder Zeit eine klassische Shonen-Story, die Fans von „Dragon Ball“ und „One Piece“ lieben werden. Die weibliche Protagonistin Shelly erinnert mit ihrem selbst gebauten Artefakt-Radar und dem reichen Elternhaus stark an Bulma Briefs und ähnlich wie bei den Teufelsfrüchten aus „One Piece“ verlieren auch Morreys Kräfte unter Wasser ihre Wirkung.

„Goldfisch“ ist der erste Manga, der bei Tokyopop unter dem Slogan SHONEN ATTACK! mit spannenden Extras und einem günstigen Preis aufwartet! Band 1 erscheint eingeschweißt mit schicken Pappaufstellern von Morrey und Otta sowie mehreren Farbseiten vorne und hinten zum Kennenlern-Preis von nur 4,95 €! Aber schlagt schnell zu, denn ab Juli 2017 wird der Band 2 Euro mehr kosten. Der Reigen deutscher Mangaka wird zwar immer größer, doch bisher bedienen nur wenige das Shonen-Genre. Darum verdient „Goldfisch“ die kaufkräftige Unterstützung aller deutschen Shonen-Fans!

Goldfisch: © 2016 Nana Yaa, Tokyopop

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Connichi 2016 – Teil 1

Freitag, 09.September 2016

Staubedingt haben wir leider den kompletten Freitag inkl. Eröffungsfeier verpasst, von daher hier die wichtigsten Programmpunkte aus dem offiziellen Connichi-Programm:

Als Ehrengäste waren in diesem Jahr eingeladen:

  • Fubito Endo & Kurumi Fujioka (Musiker)
  • U-Ya Asaoka (Sänger)
  • Boichi (Zeichner)
  • Akio Watanabe (Zeichner)
  • Takeshi Miyagawa (Figurenkünstler)
  • Hiroyuki Yamaga (Chef Studio GAINAX)
  • Yoshiyuki Sadamoto (Charakter-Designer)
  • Rooster Teeth (Synchronsprecher)
  • Lea Kalbhenn (Synchronsprecherin)
  • Tim Schwarzmeier (Synchronsprecher)
  • Franciska Friede (Synchronsprecherin)
  • Utsumi Ikko & Yuta Toshihiro (Taiko-Trommler)
  • Anna Backhausen & Sophie Schönhammer (Mangaka)
  • Nana Yaa (Zeichnerin)
  • Lenneth (Cosplayerin)
  • Enji Night (Cosplayerin)
  • TaeYeon (Cosplayerin)
  • Norihiro Hayashida (Produzent)
  • Kampfgruppe Kalas (Showact)
  • Kaneta Rena (Showact)
  • Samurai (Showact)

Wir haben versucht, die Ehrengäste noch einmal exklusiv für unseren Bericht zu fotografieren, jedoch haben sich nur die wenigsten darauf eingelassen bzw. einige waren aus unbekannten Gründen generell für die Connichi nicht verfügbar. Aber wir haben dafür als kleines Trostpflaster Fotos von Auftritten etc., auf denen sie zu sehen sind.

Ab 14.15 Uhr gab es in der Stadthalle Kassel schon volles Programm:

Showacts wie Sayuri (Newcomer mit Gesang auf Anime/Gaming/Disney) oder den beiden Taiko-Trommlern Utsumi Ikko & Yuota Toshihiro boten im Blauen Saal bzw. dem Festsaal die ersten Highlights, während parallel Workshops zum Anfertigen leckerer Bentos, eleganten japanischen Haarschmucks oder Cosplayfotografie stattfanden. Auch einige Panels mit u.a. dem Cosplayer Lenneth waren schon am Laufen.

Gegen 16.15 Uhr fand laut Plan die Eröffungsfeier statt, bei der die Orga neben der offiziellen Begrüßung allgemeine Informationen zur Con, zum Programm uvm. an die Besucher weitergab.

Ein weiteres Highlight des Abends war auch der deutsche Vorentscheid der European Cosplay Gathering, dessen Gewinner/innen stellvertretend für Deutschland zum Hauptentscheid nach Paris fahren dürfen.

Die Gewinner waren:

  • Gruppencosplay 3.Platz: Kassel 4nia Girls,  2.Platz: Imparty Club, 1.Platz: Dragon Age
  • Solocosplay: 3. Platz: Kaiti H., 2. Platz: Final Fantasy 14 Arsla, 1. Rumpelstilzchen

Das Abendprogramm gestaltete sich neben zahlreichen Contests zu Cosplay Videos, AMVs, Nudelschlürfen und Anime-/Mangawissen auch aus einem Lichterfest auf dem Matsurimarkt im Innenhof der Stadthalle, dass bei trockenem Wetter mit einem Feuerwerk abschloss.

Danach gab es für alle Nachtaktiven eine Connichi-Party in der Weinkirche, die laut einigen Besuchern bis in die frühen Morgenstunden ging.

Samstag, 10.09.2016

Der Con-Samstag begann schonmal 100 % besser als der Freitag: die Anfahrt mit Bus und Tram lief problemlos, sodass man pünktlich am Einlass der Stadthalle ankam.

Draußen staute sich eine große Besucherschlange vor den Tageskassen, was eigentlich ja kein Problem ist…nur ausgerechnet heute sollte der liebe Wettergott nicht mitspielen und den ganzen Tag mit einem ekligen Nieselregen nerven.

Kurz zum Aufbau der Connichi:

Im Außenbereich vor dem Haupteingang waren vereinzelte Ess- und Händlerstände aufgestellt.

Im Erdgeschoss waren direkt nach dem Einlass die Verlags- und Publisherstände, eine Gaming Zone mit zahlreichen Leihgaben von Nintendo, ein Bereich für Zeichner/Aussteller und der große Händlerbereich mit Zugang zum Innenhof.  Auf beiden Seite konnte man per Treppe in den ersten Stock gehen, wo die beiden großen Veranstaltungsräume „Blauer Saal“ und „Festsaal“ neben dem Gesellschaftsraum, dem GO-Spielzimmer und zahlreichen Workshop-/Panelräumen und weiteren Ständen von Händlern und Publishern zu finden waren. Auch hier gab es einen Zugang zum Innenhof, über den man das Matsurizelt mit traditionell asiatischen Ess- und Spielständen, ein Eventzelt mit Karaoke und den Zugang zum Stadtgarten findet.

Bereits jetzt tummelten sich zahlreiche Besucher und Cosplayer in den Gängen und Sälen, was die Suche nach einem freien Sitzplatz zu einem Spiel auf Zeit machte: wer zu spät kommt, muss leider draußen bleiben.

Den Blauen Saal eröffnete die Showgruppe Vapid Superior mit Ihrem Programm „Black Butler – Bizarre Bedtime Story“, dass sie hier zum letzten Mal aufgeführt haben.

Die Geschichte war durchsetzt mit zahlreichen humoristischen Einlagen, Drama und Tanzdarbietungen, was Vapid Superior über die letzten Jahre eine große Anhängerschaft beschert hatte, die sich hier nun tummelte.

Im Festsaal fand parallel der Connichi-Cosplay-Wettbewerb statt, der sehr gut besucht war. Zu gewinnen gab es neben Connichi-Tickets für 2017 auch Pakete mit Goodies der Sponsoren. Hauptpreis war eine Nähmaschine. Hier eine Übersicht der Gewinner:

Gruppencosplay: 3. Platz: Star Trek Beyond, 2. Platz: Game of Thrones, 1. Platz: Kingdom Hearts
Solocosplay:  3. Platz: Sindbad, 2. Platz: Small Lady Sailor Moon, 1. Platz: Link

Das Nachmittagsprogramm in den beiden großen Sälen war geprägt z.B. von Kabarett (Shinji Schneider), traditionell asiatischem Kulturprogramm (Taiko-Trommler, Action-Theater-Gruppe Kaneta Rena, Kabuki-Theatergruppe Samurai) oder Kleinkunst (Poetry Slam).

Im Blauen Saal trat die Band Ongaku no Kara auf, die trotz einer erkrankten Sängerin und einigen technischen Startschwierigkeiten ein ordentliches Programm ablieferten:

Die Setlist bestand aus bekannten Songs von Animes, Disney, Games uvm. Jeweils mit einem Video auf der Leinwand unterlegt wurde so der voll besetzte Saal ordentlich eingeheizt. Eine große Stärke der Band (neben dem Musizieren) ist die Kommunikation mit dem Publikum: Es wurden lustige und interessante Anekdoten aus dem Bandleben zum Besten gegeben, bei denen jeder zumindest mal kurz schmunzeln musste. Ongaku no Kara hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und sind für jeden Conbesucher einen Blick wert.

Gerade bei diesen Publikumsmagneten offenbarte sich eine große Schwäche der Connichi: Platzmangel.

Insgesamt waren am Wochenende 27.000 Besucher auf der Connichi unterwegs, was man (auch gerade wegen des durchwachsenen Wetters) vor allem in den schmalen Gängen und viel zu schnell gefüllten Veranstaltungs- und Workshopräumen merkte. Wer sich nicht bereits 40-60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn vor einem der großen Säle einfand, hatte im Endeffekt kaum noch eine Chance auf einen Sitzplatz (Einzelpersonen noch eher als Kleingruppen ab 2 Personen). So konnte es vorkommen, dass man schon 15 Minuten vor Showbeginn vor verschlossenen Türen und sichtlich bemühten Orga-Menschen stand, die noch den ein oder anderen in den Saal zu stopfen versuchten.

Da der Besuchertrend der Connichi in den letzten Jahren stetig steigend war (2016 nochmal 1.000 Besucher mehr als 2015), sollte auf lange Sicht über einen Locationwechsel oder eine Umorganisation bzw. Entzerrung der Programmpunkte nachgedacht werden.

Auch die Orga war teilweise sichtlich überfordert: so wurden vor dem Abendprogramm alle Besucher aus dem Festsaal für einen ominösen Umbau des Konzertes von Fubito Endo gebeten, um dann draußen bis um 18:15 Uhr (18:00 Uhr war eigentlich Konzertbeginn) in einer ständig wechselnden Warteschlangenkonstellation und unter stetig steigendem Hitze- und Schweißpegel zu warten.

Doch das Warten hatte sich gelohnt:

Sänger Fubito Endo, bekannt aus Soundtracks zu Spielen wie bspw. „Final Fantasy“, gab sich die Ehre und bescherte den zahlreichen Besuchern ein wahres Feuerwerk an Gesangskunst. Begleitet wurde er hierbei von Kurumi Fujioka, Mitglied der Metal-Band Fate Gear, auf dem Piano.

Fubito Endo hatte sichtlich richtig Lust auf das Konzert und bot neben seinen erstklassigen Gesangseinlagen auch die ein oder andere interessante Anekdote aus seinem Leben.

Zu guter Letzt gab es mit „One Winged Angel“, dem Theme des Antagonisten Sephiroth aus „Final Fantasy 7“, noch einmal einen richtigen Gänsehautkracher.

Das Abendprogramm klang aus mit einem nicht immer jugendfreien AMV-Wettbewerb, einem FSK 18 Synchron-Workshop und einem Matsuri-Lichterfest im Innenhof (das Feuerwerk musste wahrscheinlich wegen des anhaltenden Regens ausfallen).

So ging ein ereignisreicher Con-Samstag zu Ende.

Weiter geht es in Teil 2 unseres Berichtes über die Connichi 2016.

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Connichi 2016 – Teil 2

Sonntag, 11. September 2016

Das Wetter am Sonntag hatte sich zwar gegenüber Samstag zum Positiven geändert (es war trocken und teilweise sonnig), aber dafür kam ein viel nervigeres Problem auf:

Parallel zur Connichi fand am Sonntag der E.ON-Stadtmarathon in der Innenstadt Kassel statt, der den Öffentlichen Nahverkehr den halben Tag absolut verkomplizierte und teilweise zum Erliegen brachte. Viele Bus- und Tramlinien fuhren gar nicht, manche mit geändertem Zeit- und Halteplan. Auch die Straßensperrungen stellten ein großes Problem für alle Autofahrer dar, die sich über Schleichwege zur Stadthalle vorkämpfen mussten. Durch den zusätzlichen Ansturm von Besuchern in Kassel waren die Bahnen ständig überfüllt und die Fahrten zogen sich massiv in die Länge wie Kaugummi. Hier sollte die Orga der Connichi (die sicherlich nichts gegen diese „Großveranstaltung“ ausrichten konnte außer Abnicken) auf jeden Fall nochmal resümierend mit dem Marathonveranstalter sprechen, damit so eine absolut destruktive Veranstaltungskollision nicht mehr vorkommt.

Wenn man dann aber mal an der Stadthalle angekommen war, ging alles zum Glück seinen üblichen Lauf. Den Auftakt am Sonntag machte die Verleihung des Pochi-Award bei dem Preise an Verläge, Publisher und Autoren vergeben wurden, über die das Publikum per Online-Voting abstimmen konnte.

Hier die Gewinner der einzelnen Kategorien:

  • Animefilm: „Dragon Ball Z: Kampf der Götter“ (Universum Anime)
  • Animeserie: „No Game No Life“ (KSM)
  • Manga National: „Sternensammler“ von Anna Backhausen & Sophie Schönhammer (Tokyopop)
  • Manga International: „Hiyokoi“ von Moe Yukimaru (Tokyopop)
  • Videospiel: „Deponia Doomsday“ (Daedalic)
  • Ehrenpreis: Lars Erbstößer & Steffi Hölzer für Ihr Wirken in der Manga-/Animeszene

Die beiden Moderatoren waren sichtlich gut aufgelegt und brachten alles kurz, aber interessant auf den Punkt. Trotzdem wirkten sie sehr gehetzt wegen des anschließenden World Cosplay Summit Vorentscheides, was etwas schade für die motivierten Moderatoren war.

In einer kleinen Mittagspause haben wir auch das Speisen-/Getränkeangebot getestet. Leider sind es sehr wenige gastronomische Anlaufstellen, weshalb egal zu welcher Uhrzeit mit langen Warteschlangen zu rechnen ist. Das Angebot ist nicht sehr originell (meist Bratwurst + Pommes), hier wäre etwas mehr Abwechslung ganz passend, bspw. durch Foodtrucks mit asiatischen Speisen. Dafür könnte man bspw. an den Bubbletea-Ständen sparen. Auch die Preisleistung passt nicht immer für kleine Schülergeldbeutel (eine Schüssel Ramen im Matsuri schlägt mit 6,50 € zu Buche). Aber alles im allem war es durchweg sehr lecker und für den großen Hunger/Durst gab es auch einen kleinen Edeka um die Ecke. 😉

Doch ein weiteres Tageshighlight ließ nicht lange auf sich warten:

Der WCS 2017 Vorentscheid wurde eingeleitet durch einen fulminanten Trailer mit Zusammenschnitten der WCS-Endrunde 2016 in Japan. Danach kamen die beiden Vertreter des Vorjahres Team CupCat (Shiroku und Chiko), die einen tollen 4. Platz im Finale belegt hatten, auf die Bühne und führten Ihr Finalprogramm auf (Gänsehautmoment: Shirooooooo).

Danach übernahmen die beiden die Moderation des Vorentscheides und füllten die Umbaupausen mit kleinen Anekdoten zu ihrem WCS-Trip (unterlegt mit ansehnlichen Bildern).

Die teilnehmenden Teams wurden von einer Fachjury, die zum Großteil aus ehemaligen WCS-Teilnehmern bestand, beurteilt.

Das Gewinnerteam darf 2017 zum Finalentscheid nach Japan reisen, um sich dort gegen ca. 30 konkurriende Teams zu beweisen.

Hier die Gewinner des WCS Vorentscheides:

  • Team Germany: Kassel 4nia Girls
  • Runner-Up: Demonic Innocence
  • Kostümpreis: DogCookie
  • Sonderpreis: Daiphonia

Nach dem WCS-Vorentscheid gab es für viele ein sehr emotionales Wiedersehen:

Die Showgruppe Yume, bekannt für ihre aufwendig inszenierten Sailor Moon-Shows, hat sich bereit erklärt, eine allerletzte Show mit dem Titel „Chaos no Tan Pure“ auf der Connichi 2016 zu spielen. Hier wird Usagi kurz vor ihrem 20. Geburtstag mit einem mächtigen Gegenspieler, dem „Chaos“, konfrontiert und muss um ihre Freunde und ihre große Liebe Mamoru bangen.

Der Auftritt war absolut sensationell gespielt und gesungen, immer eine gesunde Mischung aus Humor, Drama und Action. Gerade Sängerin Yaten als Chaos und Desi als Usagi/Sailor Moon lieferten eine absolut überzeugende Vorstellung, die in einem finalen Zweikampf mündet, der seinesgleichen sucht. Man merkt Yume sichtlich an, dass sie auf jeden Fall richtig Lust auf diesen Auftritt hatten und nochmal alles an Herzblut rausholen wollten, was nicht schon vorher auf der Abschiedstour abgerufen worden war. Zum Abschluss gab es noch einige warme Worte und Danksagungen an die eigenen Mitglieder, wobei kein Auge trocken blieb. Der letzte Auftritt war definitiv gelungen und alle Besucher, die ihn noch erleben konnten, haben so eine tolle Erinnerung für schlechte Tage mit nach Hause genommen.

Der Sonntag neigte sich dem Ende zu und die Abschlussveranstaltung kam näher.

Hier kam leider noch ein negativer Aspekt ans Licht: die Einlasskontrollen auf dem Gelände.

Es ist ganz klar, dass bei 27.000 Besuchern die Zugänge zu Sälen, Workshop-Räumen und auch zwischen Stadthalle und Stadtgarten streng überwacht werden müssen, damit niemand ohne Ticket oder mit irgendwelchen gefährlichen Gegenständen o.ä. einfach so in die Stadthalle spaziert. Das wurde auch meistens sehr souverän vom Security-Service bzw. den Orga-Helfern umgesetzt.

Grenzwertig wird es jedoch, wenn Besucher, die noch zur Abschlussveranstaltung wollen, während diese schon 5 Minuten läuft, nicht mehr in die Stadthalle gelassen werden. Wenn der Saal voll ist, ist es klar, dass man aus logistischen Gründen nicht mehr in den Saal kommt, aber wenn man, ob wegen eines Toilettenbesuchs oder sonstigen Gründen nicht mehr auf das Gelände der Stadthalle gelassen wird, ist das etwas übereifrig. Peinlicher Höhepunkt der geschilderten Situation: Die Gewinner des ECG wurden von den Orga-Helfern vom Stadtgarten nicht mehr in die Stadthalle gelassen und konnten erst nach einer sehr umständlichen Kommunikationskette in den Festsaal, um ihren Preis entgegenzunehmen.
Hier einfach in Zukunft nicht mit 110% Übereifer an die Sache rangehen, 100% reichen auch aus. 😉

Zur Abschlussveranstaltung:

Eingeleitet wurde sie durch das Abspielen der AMV-Gewinner und Showeinlagen der Kabuki-Gruppe Samurai und Kampfshowgruppe Kaneta Rena.

Moderiert wurde der Abschluss durch die Connichi-Orga, die neben den Gewinnern der Cosplay-Wettbewerbe auch einige Personaländerungen im Orga-Team mitteilte.

Abschließend wurde noch eine Danksagung an alle Ehrengäste und natürlich die Helfer und Unterstützer der Connichi ausgesprochen, bevor die Connichi 2016 offiziell für beendet erklärt wurde.

Natürlich waren auch wieder zahlreiche Cosplayer auf der Connichi 2016 unterwegs.
Hier ein kleiner Auszug:

Fazit:

Die Connichi wird ihrem Ruf als eine der langlebigsten und größten Anime-/Manga-Conventions im deutschsprachigen Raum mehr als gerecht: tolle Orga, tolles Programm, tolle Location.

In Sachen Zukunftsplanung, was die Kapazität der Location, die Absprache mit anderen Veranstaltungen und andere kleine organisatorische Feinheiten wie Preis-Leistungsverhältnis bzw. Angebot bei Speisen/Getränken oder Einlasskontrollen angeht, sollte man jedoch etwas langfristiger denken, um allen Besuchern ein möglichst stressfreies und umso angenehmeres Con-Erlebnis bieten zu können.

Wir kommen auf jeden Fall gerne wieder, denn die Connichi ist wirklich eines der Con-Highlights des Jahres 🙂

Infos zur Connichi 2016:

Wann: 09.-11. September 2016
Wo: Stadthalle Kassel
Wer: Animexx e.V.
Eintritt: 3-Tages-Karte 61 €, Tageskarte zwischen 29 € und 47 €

Bericht: Beckman
Fotos: Noyomiko

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Anna Backhausen, Sophie Schönhammer und Nana Yaa auf der Connichi 2016

Logo Connichi 2016Tokyopop ist auch in diesem Jahr wieder auf der Connichi vertreten. Diesmal haben sie drei Zeichnerinnen vor Ort: Anna Backhausen & Sophie Schönhammer („Sternensammler„) und Nana Yaa („Goldfisch“).

Hier die Termine im Überblick:

Freitag, 16.9.2016
16:00 – 17:00: Nana Yaa Signierstunde

Samstag, 17.9.2016
11:00 – 12:00: Anna Backhausen & Sophie Schönhammer Signierstunde
12:00 – 13:00: Mappensichtung
13:00 – 14:00: Signierstunde Nana Yaa
15:00 – 16:00: Signierstunde Anna Backhausen & Sophie Schönhammer
16:00 – 17:00: Nana Yaa Signierstunde

Sonntag, 18.9.2016
10:30 – 11:30: Anna Backhausen & Sophie Schönhammer Signierstunde
11:30 – 12:30: Nana Yaa Signierstunde
12:30 – 13:30: Mappensichtung

Quelle: connichi.de

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AnimagiC 2016: Ehrengäste von Tokyopop

AnimagiC_2016_LogoDie AnimagiC findet in diesem Jahr vom 29. bis 31. Juli in Bonn statt. Tokyopop hat die Ehrengäste für die Con und deren Signierstermine angekündigt:

  • Anna Backhausen & Sophie Schönhammer (u.a. „Sternensammler„):
    Samstag, 30.07.2016: 12:30 – 13:30 Uhr
    Samstag, 30.07.2016: 16:00 – 17:00 Uhr
    Sonntag, 31.07.2016: 13:00 – 15:00 Uhr
  • Nana Yaa (u.a. „Goldfish“):
    Samstag, 30.07.2016: 11:00 – 12:00 Uhr
    Samstag, 30.07.2016: 16:00 – 17:00 Uhr
    Sonntag, 31.07.2016: 13:00 – 15:00 Uhr
  • Mikiko Ponczeck (u.a. „Crash’n’Burn„):
    Samstag, 30.07.2016: 14:30 – 15:30 Uhr
    Sonntag, 31.07.2016: 11:30 – 12:00 Uhr
  • David Füleki (u.a. „78 Tage auf der Straße des Hasses„):
    Samstag, 30.07.2016: 11:00 – 12:00 Uhr
    Samstag, 30.07.2016: 14:30 – 15:30 Uhr
    Sonntag, 31.07.2016: 11:30 – 12:30 Uhr

Quelle: tokyopop.de

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Tokyopop kündigt August-Neuheiten an

VerlagslogoTokyopop hat gestern die Neuheiten für den Monat August 2016 (Erscheinungstermin 14.07.2016) angekündigt. Morgen wird es schon weitergehen mit den Ankündigungen für September.

  • Goldfisch von Nana Yaa Kyere – 3 Bände (Band 1 für 4,95 €, ab Band 2 6,95 €)
  • Shinshi Doumei Cross Sammelband von Arina Tanemura – 7 Bände für je 7,50 €
  • 23:45 von Ohana – Einzelband für 6,95 €
  • Hong Kong Dragnet von Natsuki Matsuoka / Micro Noici – 2 Bände für je 6,95 €
  • Mein geliebter Geliebter (OT: „Itoshi Itoshi no Oyome-sama„) von Waka Sagami – Einzelband für 6,95 €

Monatsübersicht:

  • 31 I Dream, Band 3
  • ano hana – Die Blume, die wir an jenem Tag sahen, Band 2
  • Be my Slave, Band 3
  • Blue Dragon Ral Grad Sammelband 2 (Abschlussband)
  • Die Braut des Magiers, Band 4
  • Goldfisch, Band 1
  • Grab der Schmetterlinge, Band 2 (Abschlussband)
  • Hong Kong Dragnet, Band 1
  • Magical Girl of the End, Band 10
  • Maximum Ride, Band 9
  • Mein geliebter Geliebter
  • Mein göttlicher Verehrer, Band 2
  • Miyako – Auf den Schwingen der Zeit, Band 3
  • My Magic Fridays, Band 11 (Abschlussband)
  • Nach der Schule: Liebe, Band 3
  • Romantica Clock, Band 9
  • Scary Lessons, Band 18
  • School Court, Band 2
  • Shinshi Doumei Cross, Sammelband 1
  • Sternensammler, Heft 4
  • Tales of Zestiria, Band 2
  • Terra Formars, Band 12

Quelle: Tokyopop.de

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