Friends & Lovers

Name: Friends & Lovers
Englischer Name:
Originaltitel: Fudanshi-kun no Honey Days
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2012
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Yuo Yodogawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Kohei, ein glühender Boys Love Fan, wird von seinem Klassenkameraden zu einem Haarschnitt genötigt, da seine Frisur schon nicht mehr als solche zu erkennen ist. Dabei lernt er den Friseur Kazuomi kennen, welcher gleich seinem natürlichen Haar verfällt und sich quasi auf ihn stürzt. Ehe er sich versieht haben die Beiden was miteinander. Aber auch sein kleiner Bruder Kanata stürzt in ein amouröses Leben, als er von seiner Zwillingsschwester genötigt wird für sie in die Schule zu gehen und zwar in Mädchenuniform. Dort trifft er auf ihren Lehrer Kyogo, der ziemlich angetan von ihm ist, als er erfährt wer da in der Uniform steckt und dabei doch eine recht dominante und bestrafende Seite zur Schau stellt. Doch unerwartet gefällt Kanata dies und er verlangt nach mehr!

Die beiden Brüder versuchen daraufhin ihre Liebsten erst mal vor ihrer Schwester zu verbergen, da diese selbst Boys Love Fan ist und ihnen sonst nur auf die Nerven gehen würde! Und da steht ja auch noch ein Liebesgeständnis aus!

In einer Zusatzgeschichte treibt ein Incubus seine Spielchen mit Narumi und dessen Freund Subaru. Narumi bekommt vom Incubus noch weibliche Geschlechtsmerkmale verpasst und ist damit nun so was wie ein Zwitter. Um seinen Spaß zu haben, lässt er sein Haustier Orgas auf ihn los. Ein Tentakelwesen, dass ihn ziemlich hart ran nimmt, bis Subaru auftaucht. Diesem macht der Incubus klar, was er eigentlich von Narumi will, und dieser von ihm, und schon geht es samt Orgas zur Sache.

Eigene Meinung
In „Friends & Lovers“ gibt es zwar ein wenig Handlung, aber auch nicht wirklich viel. Zumindest gibt es dadurch einen gewissen Spannungsbogen, auch wenn hier wieder mal der Sex und die verschiedenen Spielarten im Vordergrund steht. Allerdings wurde gerade bei Orgas, dem Tentakelwesen, übertrieben, und auch die anderen Fetische, wie z.B. Narumis Fähigkeit, schwanger zu werden sind sehr gewöhnungsbedürftig.

Die Zeichnungen sind reine Geschmackssache! Die Sexszenen werden sehr deutlich dargestellt, typisch für einen Manga dieser Art.

Beim Lesen kam man gut voran. Der Manga war nicht zu textlastig, was auch bei der eher kümmerlichen Handlung nicht anders zu erwarten war.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und sollte auch beachtet werden, da es sehr explizit zur Sache geht.

Trotzdem, dass der Manga schon ein wenig näher an Boys Love war, ist er doch eher was für Leute die mehr Wert auf den Sex legen, als auf eine ausgereifte Handlung!

Friends & Lovers: © 2012 Yuo Yodagawa, Kadokawa/ KAZÉ

 

Mein verfluchter Bräutigam

Name: Mein verfluchter Bräutigam
Englischer Name:
Originaltitel: Akuma no Yona Anata
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2011
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Story: Shinobu Matsuda
Zeichnungen: Eri Kagami
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die junge Juliet hätte niemals damit gerechnet, dass doch noch ein Mann um ihre Hand anhalten würde. Schließlich wurde sie als dreizehntes Kind geboren und gilt damit als Unglücksomen. Als würde das nicht schon ausreichen, ist sie auch noch groß gewachsen und überragt so manchen Mann, was diese natürlich nicht so gern haben.

Als nun doch ein Heiratsangebot kommt, auch wenn es von dem verfluchten Grafen ist, sagt sie zu. So schlimm kann es ja nicht werden, oder? Zwar machen ihr die Geschichten um ihren Zukünftigen doch ein wenig Angst, sie versucht aber einfach positiv zu bleiben.

Doch als sie dann William gegenüber steht, entpuppt der sich als 12 jähriger Junge. Durch den Fluch einer fiesen Hexe, die versehentlich herbeigerufen wurde, ist er in dem Körper gefangen, ohne Aussicht darauf den Fluch brechen zu können. Eigentlich ist William aber schon 21 Jahre alt!

Sein Bruder Vivian versucht währenddessen den Fluch zu brechen und beschwört damit nur noch größeres Chaos herauf.

Eigene Meinung
An sich ist „ Mein verfluchter Bräutigam“ nicht unbedingt was arg Neues im Genre der Shojo-Manga, aber er macht einfach Spaß. Juliet damit kämpfen zu sehen, dass sie erst mal so ganz anders ist als andere Mädchen und damit zum einen keinen Mann finden zu können, stimmt einen zuerst ein wenig traurig. Aber es besteht ja Hoffnung, auch wenn diese Hoffnung dann doch anders aussieht, als auf dem Bild das von William geschickt wurde. Dennoch lässt sie sich darauf ein und beide fühlen sich auch zueinander hingezogen, können dies aber nicht so wie normale Paare ausleben, besonders nicht nach Vivians Versuch, den Fluch zu brechen. Aber das sollte jeder selbst lesen!

Die Zeichnungen sind genretypisch. Diesmal hat es mich aber wegen der guten Geschichten nicht so wirklich gestört. Auf Details und die Charaktere wurde viel Wert gelegt und es macht einfach Spaß sie zu beobachten, während sie sich weiter entwickeln und man neue Facetten an ihnen entdeckt.

Die Panels waren hin und wieder ein wenig überladen mit Text, doch der Lesefluss wurde davon nicht sehr beeinträchtigt.

Die Altersempfehlung liegt bei 10 Jahren und passt ganz gut, da hier nicht wirklich was explizit dargestellt wird und der Manga mehr wert auf Witz und eine Prise Romantik legt.

Für Fans von guten Shojo-Manga ist „Mein verfluchter Bräutigam“ auf jeden Fall zu empfehlen! Der Manga ist in vier Bänden abgeschlossen!

Mein verfluchter Bräutigam: © 2011 by Eri Kagami, Shinobu Matsuda, Shueisha/ KAZÉ

Sweet Amoris – Die geheimnisvolle SMS

Name: Sweet Amoris – Die geheimnisvolle SMS
Englischer Name:
Originaltitel: Amour Sucré, Les SMS mystére
Herausgebracht: Frankreich: Beemoov 2014
Deutschland: KAZÉ 2015
Mangaka: Idee: Chinomiko
Story: Migoto Sen Chu
Zeichnungen: Xian-Nu
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
„Sweet Amoris – Die geheimnisvolle SMS“ beruht auf dem gleichnamigen Onlinespiel!

Wie im Spiel auch dreht sich alles um Lynn, welche in diesem Teil der Mangareihe ihre Geburtstagsparty organisieren will. Doch dabei werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt und so sucht sie die Hilfe ihrer Freunde. Dabei trifft sie auch immer wieder auf Castiel, Lysander, Viktor und Nathaniel. Nur für wen wird ihr Herz am Ende schlagen? Und was will der Fremde, der ihr immer wieder Nachrichten schickt und sie auffordert bestimmte Dinge zu tun? Eher etwas widerwillig folgt sie den Nachrichten! Aber wohin wird Lynn das führen? Nur soviel sei verraten, es wird eine Überraschung sein!

Eigene Meinung
„Sweet Amoris – Die geheimnisvolle SMS“ ist mal was gänzlich anderes, insbesondere dadurch, weil der Manga aus Frankreich kommt und er interaktiv ist. Am Ende eines Kapitels wird man vor die Wahl gestellt wie Lynn antworten kann. Je nachdem was man wählt, geht die Geschichte auf einer anderen Seite weiter. Dies erhöht natürlich den Wunsch nach einem erneuten Lesen, denn je nachdem wie man sich entscheidet bekommt man nachher einen anderen Jungen ab. Der Manga gleicht damit dem Prinzip von Visuel Novels und Dating-Simulationen.

Man muss zwar hin und wieder das Buch mal drehen und wenden und auch seine Wahl am besten notieren, damit man am Ende gucken kann welches Ende man bekommt, doch den Aufwand nimmt man für das interessante, interaktive Erlebnis schon in Kauf.

Die Zeichnungen sind okay, aber eben eher westlich orientiert und reichen nicht ganz an die von original japanischen Manga heran. Dafür hat man aber bei jedem Charakter, auch den Nebencharakteren, wirklich viel Herzblut hineingelegt, so dass jeder wirklich auch zu seinen Wesenszügen bestens passt.

Beim Lesen wurde man natürlich ein wenig ausgebremst wegen der Entscheidungen, die man zu treffen hat, aber man kam dennoch gut voran. Zu textlastig war es dann aber zum Glück auch nicht.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahre und passt sehr gut, da es sich hier eben einfach um einen romantischen Manga mit Entscheidungsfreiheit handelt.

Für Fans des Onlinespiels und eher außergewöhnlichen Manga ist die „Sweet Amoris-Reihe“ sicher was!

Sweet Amoris – Die geheimnisvolle SMS: ©2014 Chinomiko, Migoto Sen Chu, Xian-Nu, Beemoov/ KAZÉ

Der Bodyguard

Name: Der Bodyguard
Englischer Name:
Originaltitel: Omamori Shimasu, Dokomademo
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2012
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Junko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In „Der Bodyguard“ geht es um Akira, der vom Land in die Stadt kommt und dabei feststellen muss, dass die Firma, bei der er eigentlich arbeiten sollte, Pleite gemacht hat. Darum kommt er notdürftig bei seinem Jugendfreund Chihiro unter.

In dessen Wohnung lässt er sich dann doch ein wenig gehen und wird zu einem kleinen Schmarotzer. Doch dann kommt es zu einer versuchten Entführung von Chihiro, welche Akira schlagkräftig zu verhindern weiß. Daraufhin erfährt er, dass sein Freund aus einer reichen Familie stammt und vermutlich die Nachfolge in dessen Firma antreten muss, da sein älterer Bruder verschwunden ist. Allerdings hat dieser dazu keine Lust und er will auch nicht zurück ins Anwesen ziehen, so dass er Akira kurzerhand zu seinem Bodyguard ernennt. Man stimmt zu, doch als Akira klar wird, dass sein Freund mehr für ihn empfindet, als nur Freundschaft, ist er verunsichert und versucht abzuhauen. Genau in dem Moment schlagen die Entführer erneut zu.

Wird es ihm gelingen Chihiro zu retten? Kann er letztendlich dessen Gefühle erwidern? Oder trennen sich ihre Wege wieder?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Der Bodyguard“ ganz gut. Der Manga ist spannend, nicht zu kitschig und beinhaltet auch noch ein wenig Drama, was für mich eine wirklich gute Mischung ist. Auch die Nebencharaktere überzeugen und peppen die Geschichte noch zusätzlich auf. Zwar sind die Hauptcharaktere wieder typisch für diese Art Manga, aber in diesem Fall sieht man gern mal darüber hinweg.

Die Zeichnungen sind wirklich gut, hin und wieder sogar regelrecht detailverliebt. Auch mit actionreicheren Szenen kann der Manga aufwarten. Diese wurden sehr dynamisch umgesetzt und passen daher gut zur Geschichte, da bei einem Manga über Bodyguards ja auch ein wenig Action zu erwarten sein sollte.

Der Lesefluss war gut. Die Panels nicht zu textlastig, was einen zügig mit dem Lesen vorankommen ließ.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist passend. Wirklich explizite Sexszenen kommen nicht vor und auch die Action ist nicht zu detailliert in ihrer Darstellungen von Gewalt.

Für Fans von interessanten Manga, welche Boys Love mögen, ist der Manga ganz sicher was.

Der Bodyguard: © 2012 Junko, Tokuma Shoten/ KAZÉ

Konbini-Kun

Name: Konbini-Kun
Englischer Name:
Originaltitel: Konbini-Kun
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2011
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Junko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In „Konbini-Kun“ geht es um Nakaba, welcher im Konbini seines Onkels zu arbeiten anfängt, nach dem er vor einer Weile die Schule geschmissen hat.

Zuerst versteht er sich nicht allzu gut mit seinem Kollegen Kohei. Dies ändert sich, als dieser einer Katze, die mitten auf einem Zebrastreifen sitzen geblieben ist, das Leben rettet. Es ist sogar so, dass Nakaba danach die Katze bei sich aufnimmt und sich so eine zarte Freundschaft mit Kohei entwickelt. Allerdings tauchen ausgerechnet dann ein paar seiner ehemaligen Schulkameraden auf, die es nicht lassen können ihn weiter zu mobben. Dies tun sie, da er früher in einen Schulkameraden verliebt war und sie nicht mit Nakabas Sexualität klar kamen. Kohei setzt sich allerdings schlagkräftig für ihn ein. Ist Kohei vielleicht in Nakaba verliebt? Hat der junge Mann endlich mal Glück und kann durch diesen sein Trauma verarbeiten?

Es gibt außerdem noch eine Zusatzgeschichte in dem Manga welche „Ein ungleiches Paar“ heißt und in der es um Mahiro und Nari geht. Erstere ist noch in der Schule, Nari ein Firmenangestellter. Allerdings hat Mahiro in letzter Zeit das Gefühl, dass Nari ihn nicht mehr so wirklich liebt und zweifelt immer mehr an ihrer Liebe. Doch ist nicht alles so, wie er denkt!

Eigene Meinung
Mir gefiel „Konbini-Kun“ sehr gut. Es ist ein etwas ernsterer Manga, der aber auch nicht auf Witz verzichtet. Gerade Kohei schließt man, trotzt seines zuerst eher kühlen Charakters, schnell in sein Herz und gönnt den Beiden ihr Glück. Zudem gibt es da auch noch Haru, der ebenfalls im Konbini arbeitet und mit Rat und Tat den Beiden zur Seite steht. Dabei aber am meisten Kohei! Zum Beispiel bei Themen, wie die Benutzung von Gleitgel. Auch die Zusatzgeschichte, wenn auch recht kurz, war ganz interessant, auch wenn man lieber noch ein wenig mehr von Kohei und Nakaba gelesen hätte.

Die Zeichnungen waren wirklich gut und detailreich. Besonders Kohei gefiel mir, weil er mal keinem gängigen Klischee entsprach und sich einfach von den typischen Paaren in anderen Manga abhob.

Der Lesefluss war gut, die Panels nicht zu textlastig, so dass man gut mit dem Lesen voran kam.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist passend gewählt. Zwar geht es schon ein wenig hoch her, allerdings ist alles geschmackvoll gehalten und einiges wird mehr angedeutet, als explizit gezeigt.

Für Fans von guten Boys Love Manga und Fans von Junko ist „ Konbini-Kun“ auf jeden Fall den Kauf wert.

Konbini-Kun: © 2011 by Junko, Tokuma Shoten/ KAZÉ

Horimiya

Name: Horimiya
Englischer Name:
Originaltitel: Horimiya
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2012
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Story: HERO
Zeichnungen: Daisuke Hagiwara
Bände: 13 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Horimiya“ geht es um Kyoko und Izumi. Die Beiden gehen in die gleiche Klasse, hatten bisher allerdings wenig miteinander zu tun. Durch Zufall treffen sich die Beiden nun durch Kyokos Bruder auch privat und können ihren Augen kaum trauen. Der sonst eher unscheinbare Izumi hat Tattoos und Piercings und ist auch sonst ganz anders als in der Schule. Kyoko hingegen ist das genaue Gegenteil, eine hart arbeitende Schülerin, die sich um Familie und Haushalt kümmert, da ihre Eltern ständig arbeiten.

Im Laufe der Zeit verbringen die Beiden immer mehr Zeit miteinander und es scheinen Gefühle aufzukommen, doch weder Kyoko noch Izumi wollen diese Gefühle wirklich wahrhaben. Zu allem Überfluss kommt dann noch ein Mitschüler auf Izumi zu, der in Kyoko verliebt ist. Izumi rät diesem dann auch ausgerechnet noch, dass er doch Kyoko seine Gefühle gestehen sollte. Wie wird es zwischen Izumi und Kyoko weitergehen? Gibt Kyoko dem werben des anderen Jungen nach oder schlägt ihr Herz doch eher für Izumi?

Eigene Meinung
„Horimiya“ ist mal wirklich was erfrischend Neues. Beide Protagonisten verstecken in der Schule ihr Privates-Ich und lernen sich doch durch Zufall auch von ihrer anderen Seite kennen. Mit der Zeit merken sie, dass sie diese Seite an dem Anderen sehr mögen und sind doch verunsichert, ob aus ihnen mehr werden könnte und versuchen zudem noch ihr Geheimnis vor den Mitschülern zu wahren. Dies führt oft zu recht absurden Situationen, was mitunter schon recht witzig ist. Man fühlt mit den Beiden mit und folgt gespannt der Geschichte und fragt sich, wie das mit den Beiden wohl am Ende enden wird. Eine Auflösung zu dieser Frage gibt es jedoch noch nicht, da die Geschichte noch fortgesetzt wird.

Die Zeichnungen sind wirklich gut und sehr detailreich. Gerade Izumi und Kyoko unterscheiden sich doch sehr von ihrem Schul-Ich und dem Privaten-Ich, was wirklich gut umgesetzt wurde.

Der Lesefluss war gut. Hin und Wieder waren die Panels ein wenig textlastig, aber darüber konnte man gut hinweg sehen, da einen der Manga doch gebannt hat.

Eine Altersempfehlung ist nicht vorhanden, allerdings finde ich, dass man schon um die 12 Jahre alt sein sollte, um die Geschichte vollends verstehen zu können.

Wer einen guten Manga im Shojo-Genre mit einer erfrischenden Geschichte sucht, sollte bei „Horimiya“ zu greifen. Man macht damit keinen Fehler!

Horimiya: © 2012 HERO, Daisuke Hagiware, Square Enix/ EMA

 

Graffiti of the Moment

Name: Graffiti of the Moment
Englischer Name:
Originaltitel: Setsuna Graffiti
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Hinoki Kino
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Graffiti of the Moment“ geht es um den jungen Kou. Dessen Eltern und seine kleine Schwester kommen bei einem schweren Brand ums Leben. Nach diesem einschneidenden Erlebnis hat Kou panische Angst vor Feuer. Nur dem Feuerwerk kann er noch etwas abgewinnen. Zurück in seiner Geburtsstadt trifft er auf einen Jungen, den er kurz vor dem Brand kennengelernt hatte und den er für einen Zauberlehrling gehalten hatte, da dieser bei dem damaligen Fest scheinbar das Feuerwerk hat kontrollieren können. Allerdings stellt sich heraus, das Ginga in Wirklichkeit der Sohn eines Feuerwerksmeisters ist und mit den Angestellten nach dessen Verschwinden die Firma am Laufen zu halten versucht.

Je mehr Kou über diese Handwerkskunst erfährt, desto mehr wird ihm klar, dass er das auch machen möchte! Doch kann Kou trotz seines guten Gespürs für Feuerwerk seine Angst vor dem Feuer überwinden?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Graffiti of the Moment“ gut, denn es ist etwas Neues. Geschichten, die sich ums Feuerwerk machen drehen, gibt es ja nicht wirklich, daher ist das doch mal etwas Erfrischendes. Zudem kommt noch eine dramatische Spur mit rein, da Kou seine Familie ja bei einem Brand verloren hat und deswegen Angst vor Feuer hat. Ginga ging hier doch ein wenig unter, auch wenn man bei dem doch recht stillen Jungen schon mitbekommt, dass das Verschwinden seines Vaters ihm doch mehr zusetzt, als er zugeben mag. Die Nebencharaktere sind wirklich gut und tragen sehr gut zur Geschichte bei, insbesondere die Angestellten der Feuerwerksfirma haben da so ihren ganz eigenen Charme. Daher ist man insgesamt sehr gespannt wie die Geschichte weitergehen wird.

Die Zeichnungen waren wirklich gut und detailreich. Besonders die Feuerwerke waren sehr gut gezeichnet und lassen einen die Faszination der Charaktere dafür sehr gut nachvollziehen.

Der Lesefluss war sehr gut. Die Panels waren nicht zu textlastig, so dass man beim lesen zügig voran kam. Ab und an gab es mal ein paar kleine Längen, aber damit konnte man gut leben, da die Geschichte wirklich gut ist.

Eine Altersempfehlung liegt nicht vor. Allerdings sollte man doch schon so um die 12 Jahre alt sein, um gerade eben das Tragische an dem Verlust der Eltern und dem Prozess des Verarbeitens verstehen zu können.

Wer spannende, etwas ernstere Geschichten, die auch mal was Neues an Handlung bieten, mag, sollten bei dem Manga auf jeden Fall zugreifen. Einen Fehler macht man damit ganz sicher nicht!

Graffiti of the Moment: © 2015 Hinoki Kino, Kodansha/ EMA

My Secret Which I Cannot Tell You

Name: My Secret Which I Cannot Tell You
Englischer Name:
Originaltitel: Kimi ni wa Ienai Ore no Nayami
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2011
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kyoko Aiba
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,99 €

Story
In „My Secret Which I Cannot Tell You“ geht es um Hiroshi. Dieser hat das Problem, dass ein bestimmtes Körperteil momentan nicht so standhaft ist, wie es sonst war. Dies führt leider dazu, dass die Frauen, mit denen er ausgeht, ziemlich schnell nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen.

Als er wieder mal einen Korb bekommt weint er sich wie so oft bei seinem Freund Shin aus, ohne ihm genau zu sagen, worin das Problem liegt. Bei einer eher harmlosen Umarmung mit seinem Freund ist das Problem allerdings auf ein mal verschwunden! Liegt das allein an Shin? Hiroshi ist verunsichert lässt sich aber auf eine Beziehung mit Shin ein, der ihn schon länger liebt! Aber der ist auch mit der Zeit unsicher, ob das mit ihnen wirklich eine gute Idee war, da im Bett bisher noch nichts zwischen ihnen gelaufen ist.

Liebt Hiroshi ihn vielleicht doch nicht? Schließlich hatte er sonst Frauen bevorzugt! Werden die Beiden noch ein richtiges Paar oder hat Shin recht mit seinen Zweifeln?

Der Manga bietet weiterhin noch drei zusätzliche Geschichten.

In „24 Stunden Liebe“ geht es um Kazuaki und Ren. Beide sind Studenten, wobei Kazuaki eher ein wenig nerdig und tollpatschig daher kommt. Als Ren einen Job in einer Bar annimmt, lernt er Aki kennen. Er realisiert aber nicht, dass es sich bei diesem um seinen Studienfreund handelt, da er in der Bar ganz anders aussieht. Nach einigen Verwicklungen wird ihm klar, dass er auf Kazuaki steht! Dieser aber auch auf ihn?

Dagegen geht es in „Versuchen wir es mit der Liebe?“ um Usui und Rihito. Usui möchte händeringend eine Beziehung, allerdings findet er einfach niemanden, da er so viel arbeitet. Da bietet sich Rihito als Freund an. Bisher stand Usui aber auf Mädchen, daher fällt es ihm schwer sich auf den jungen Mann einzulassen. Doch mit der Zeit kommen sie sich näher! Können sie wirklich ein richtiges Paar werden?

In der letzten Geschichte mit dem Titel „ Mach nicht dieses Gesicht“ geht es um Gou und Takada. Ersterer fängt neu im Laden an in dem auch Takada arbeitet. Allerdings fürchten sich die meisten vor Gou, da er ziemlich groß und zudem immer einen recht finsteren Blick drauf hat. Doch der Schein trügt, den im Grunde ist er ein echt netter Kerl, was auch Takada zu merken beginnt und sich immer mehr zu Gou hingezogen fühlt. Kann das mit den beiden was Festes werden?

Eigene Meinung
Mir gefiel „My Secret Which I Cannot Tell You“ ganz gut. Die Charaktere boten in jeder der Geschichten einen ganz anderen Typ Mann. Auch vom Aussehen ähnelten sie sich nicht zu sehr, so dass man sie gut auseinander halten konnte. Zudem boten die Geschichten an sich auch mal was Neues und nicht nur den Standard, den man bei vielen Boys Love Manga sonst so zu sehen bekommt. Am besten gefiel mir „Mach nicht dieses Gesicht“. Besonders Gou wuchs mir ans Herz, denn er kommt bei den Mitmenschen schlecht weg, obwohl er eigentlich so ganz anders vom Charakter her ist, als diese annehmen.

Die Zeichnungen waren wirklich gut und detailreich. Trotz der Fülle an Geschichten hatte man als Leser nie das Gefühl, durch die Geschichten gehetzt zu werden. Viel mehr ließ man den Charaktere Zeit sich zu entwickeln.

Der Lesefluss war ebenfalls gut. Die Panels waren hin und wieder ein wenig textlastig, aber das konnte man verschmerzen, da man doch gern wissen wollte wie die Geschichten enden.

Eine Altersempfehlung lag nicht vor. Allerdings finde ich schon das die bei 12 Jahren liegen sollte, da sich der Manga doch an etwas reifere Leser richtet. Explizit wird nichts dargestellt, viel mehr kommt es eher zu Andeutungen und Küssen.

Für Fans von guten Boys Love Manga, denen der Sinn nach etwas Neuem in Sachen Handlung steht, ist der Manga auf jeden Fall was.

My Secret Which I Cannot Tell You: © 2011 Kyoko Aiba, Kadokawa/ Carlsen

Icon

Name: Icon
Englischer Name:
Originaltitel: Icon
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Mariko Nekono
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Icon“ geht es um Toma und Akito. Toma hat die besondere Fähigkeit telepathisch Hellsehen zu können, was jedoch mit Schmerzen verbunden ist. Er lebt seit dem Tod seiner Schwester weiterhin mit dessen Witwer Akito zusammen, der bei der Polizei arbeitet. Dadurch ist dieser leider nicht so oft zuhause, was Toma ziemlich am Rad drehen lässt, da er doch sehr labil ist. Zudem ist auch der Tod der Schwester noch nicht gänzlich geklärt. Zwar geht man von Selbstmord aus, aber ganz so sicher ist dies wohl nicht.

Derweil pflegen Toma und Akito auch eine nicht ganz normale Beziehung, denn nach dem Tod der Schwester wurden die Beiden quasi ein Paar. Beide sind ziemlich abhängig voneinander, was deren mentalen Seelenleben nicht gerade zuträglich ist. Was ist damals wirklich mit Tomas Schwester passiert? Steckt mehr dahinter als gedacht? Und endet die Beziehung der Beiden in einer Katastrophe? Nichts ist wirklich so, wie es am Anfang scheint!

Eigene Meinung
Mir gefiel „Icon“ an sich ganz gut. Der Manga ist spannend aufgezogen und wartet doch mit einigen Überraschungen auf. Allerdings zog sich das alles auch ein wenig hin und gerade Toma kann einem schon mit seiner labilen Art ein wenig auf die Nerven gehen. Man sollte zudem auch mental selbst schon gefestigter sein, da man den Manga zum Teil auch als Psychothriller ansehen könnte und auch einiges an Gewalt und Obsession darin steckt.

Die Zeichnungen sind wirklich gut und detailreich. Gerade die Art der Zeichnung der Protagonisten passt zu dessen Charakteren sehr gut und unterstreicht zum einen Akitos Kühle, aber genauso Tomas Labilität.

Der Lesefluss war ok, allerdings waren die Panels manchmal doch ein wenig arg textlastig. Aber die Spannung des Manga macht das wieder wett, da man doch gern wissen möchte wie das alles nun zusammenspielt und ob es doch noch so etwas wie ein Happy-End geben wird!

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und sollte auch eingehalten werden. Es geht schon mal recht brutal zu. Zudem sollte man doch schon die Reife besitzen mit Themen wie Missbrauch, Obsession und Gewalt umgehen zu können.

Für Fans von thrillerartigen Manga, die auch Boys Love mögen, ist der Manga auf jeden Fall einen Blick wert.

Icon: © 2016 Mariko Nekono, Shinshokan/ EMA

Cocktails im Bett

Name: Cocktails im Bett
Englischer Name:
Originaltitel: Between the Sheets
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2013
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Aoi Hashimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In „Cocktails im Bett“ geht es um Ichise und Takafumi. Durch Zufall landet der Firmenchef Ichise eines Abends in der kleinen Bar von Takafumi und fühlt sich gleich zu diesem hingezogen. Allerdings fängt Takafumi aus Prinzip nichts mit Kunden an. Doch dauert es nicht lange, bis er dann doch einwilligt mit Ichise zumindest einmal essen zu gehen. Es kommt, wie es kommen muss und die Beiden landen, nach einigen Gläsern Wein, im Bett miteinander. Aber was soll nun werden? Takafumi hat erst mal nicht vor, dies zu wiederholen, doch Ichise lässt nicht locker und beginnt, um den Barbesitzer zu werben. Dies bringt Takafumi zuerst auf die Palme, aber wer kann so einem charmanten Mann wie Ichise schon langfristig widerstehen? Wird Takafumi Ichises werben am Ende nachgeben und sich tatsächlich in ihn verlieben?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Cocktails im Bett“ sehr gut. Besonders Takafumis manchmal doch schroffe Art und Ichises Wesen dies einfach zu ignorieren und weiter um ihn zu werben machen einfach Spaß. Zudem nimmt sich die Geschichte Zeit sich zu entwickeln. Man prescht nicht gleich vor und macht sie zu einem Paar, sondern lässt Ichise doch ganz schön dafür arbeiten, um dem anderen Mann nahe zu kommen. Das ist mal erfrischend, denn in manch anderen Manga geht es dann doch meist alles doch ein wenig zu schnell.

Die Zeichnungen sind wirklich gut und detailreich. Die Sexszenen sind geschmackvoll in Szene gesetzt und bieten auch nicht nur die Standartstellungen. Dabei sind sie zwar explizit gezeichnet, aber nie vulgär.

Der Lesefluss war gut, die Panels nie zu textlastig. Daher kam man beim Lesen auch zügig voran, zumal man ja auch wissen wollte, wie der Manga ausgeht. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass „Cocktails im Bett“ zwar als Einzelband gelistet ist, die Geschichte aber wohl mit „Cocktails im Bett – Blue Moon“, welcher Anfang Juni 2017 erscheint, fortgesetzt wurde.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und passt auch sehr gut, da es doch recht hoch her geht und das recht explizit.

Für Fans von wirklich guten Boys Love Manga ist der Kauf schon fast ein Muss!

Cocktails im Bett: © 2013 Aoi Hashimoto, Shinshokan/ EMA

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