Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon

Name: Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon
Englischer Name: Naruto – Innocent Heart, Demonic Blood
Originaltitel: Naruto – Shiro no Douji, Keppu no Kijin –
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2002
Deutschland: Carlsen 2008
Autor: Original-Story: Masashi Kishimoto
Story: Masatoshi Kusakabe
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Als in Konohagakure ein grausames neunschwänziges Fuchsungeheuer wütet und viele Menschenleben kostet, wird es vom vierten Hokage unter Einsatz seines Lebens in einem Säugling versiegelt. Dieser Säugling heißt Naruto Uzumaki und wird seine ganze Kindheit hindurch von allen Dorfbewohnern gemieden, da sie in ihm nur das Ungeheuer sehen, das ihre Freunde und Familienmitglieder umgebracht hat. Naruto selbst weiß davon allerdings nichts und spielt immer wieder Streiche, um Aufmerksamkeit zu erregen. Damit geht er vor allem seinem Lehrer Iruka, der ja für ihn die Verantwortung trägt, gehörig auf die Nerven. Bei der Abschlussprüfung der Ninja-Akademie muss jeder einen Bunshin, einen Doppelgänger von sich, erschaffen, ausgerechnet die eine Technik, die Naruto so gar nicht beherrscht! Also kommt es, wie es kommen muss und Iruka lässt Naruto als Einzigen durchfallen.

Mizuki, ein anderer Lehrer an der Akademie, nennt Naruto einen Weg, um Iruka doch noch zu beeindrucken: Er soll eine geheime Schriftrolle mit verbotenen Künsten vom dritten Hokage stehlen. Gesagt, getan. Eifrig übt der naive Junge daraufhin eine der Techniken auf der Schriftrolle ein, bis Iruka ihn schließlich findet und herauskommt, dass Mizuki ihn nur benutzt hat, um an die Schriftrolle zu kommen. Als Mizuki Naruto umbringen will, wird dieser von Iruka beschützt und auf Mizukis schockierende Enthüllung, dass Naruto das Fuchsungeheuer sei, erwidert Iruka, dass Naruto für ihn kein Ungeheuer sondern sein Schüler ist, den er sehr achtet. Von Irukas Worten gerührt, demonstriert Naruto seine neue Kunst: Er erschafft tausend Kagebunshin, sogenannte Schattendoppelgänger, die anders als normale Bunshin real sind und sogar selbständig agieren können. Mit dieser Technik überwältigt Naruto Mizuki und besteht doch noch die Abschlussprüfung. Allerdings soll er künftig ein Team mit dem kühlen Sasuke bilden, den er so gar nicht leiden kann. Aber auch Sakura, für die Naruto schwärmt, wird seine Kameradin und gemeinsam mit ihrem neuen Meister, dem Jo-Nin Kakashi, bilden sie von nun an das Team 7. Einer ihrer Aufträge konfrontiert die drei frisch gebackenen Ninjas schon viel früher mit der harten Realität der Ninja-Welt, als ihnen lieb ist und bringt sie ernsthaft in Lebensgefahr…

Eigene Meinung:
„Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ ist der erste von einer ganzen Reihe von „Naruto“-Romanen. Ehrlich gesagt, habe ich bisher immer einen großen Bogen um das Buch gemacht, weil es sich dabei lediglich um eine Nacherzählung des ersten Story-Arcs der Manga-Reihe bzw. der ersten Staffel des Animes handelt. Konträr zum Klappentext wird die Chu-Nin-Prüfung hier nicht mehr behandelt. Tatsächlich musste ich mich beim Lesen stellenweise etwas durchquälen, da ich ja immer schon genau wusste, was passieren wird, allerdings hat es auch Spaß gemacht, nach all der Zeit noch einmal einen Blick auf die Anfänge des Epos zu werfen, nun wo die Manga-Reihe schon eine Weile abgeschlossen ist. Der Mehrwert gegenüber Manga und Anime besteht darin, dass man tiefere Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt von Naruto und Iruka bekommt. Außerdem bietet der Roman einige Szenen, die im Manga nicht vorkommen, wie z. B. Narutos Begegnung mit Hinata nach Verkündung der Team-Zusammenstellungen und die Versiegelung des Fuchsungeheuers. Letztere ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sich die Beschreibung der Ereignisse nicht wirklich mit dem deckt, was man in späteren Manga-Bänden über die Umstände jener Versiegelung erfährt.

Der Novel taugt nicht als Ersatz für die ersten paar Manga-Bände, da einiges weggelassen wird, wie z. B. Narutos erste Begegnung mit Konohamaru und einige anfängliche Querelen des Teams 7, darunter Narutos und Sasukes unfreiwilliger Kuss. Mit über 280 Seiten ist dieser Roman bisher mit Abstand der dickste und anders als die anderen Light-Novels wartet er mit deutlich mehr Illustrationen von Masashi Kishimoto auf, wobei mich die Auswahl der Artworks aus dem Original-Manga teilweise verwundert hat, da man bedeutsamere Bilder hätte nehmen können. „Unschuldiges Herz, blutroter Dämon“ bietet nicht viel Neues und ist daher alles andere als ein Must-Have. Ich kann diesen Light-Novel eigentlich nur all denen empfehlen, die Lust auf einen Nostalgie-Trip haben. Der allererste Story-Arc von „Naruto“ ist außerordentlich gut, also lohnt es sich, ihn noch einmal zu lesen.

Naruto – Unschuldiges Herz, blutroter Dämon: © 2002 Masashi Kishimoto, Masatoshi Kusakabe, Shueisha / Carlsen

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Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen

Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Englischer Name: Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen
Originaltitel: Owari no Seraph – Ichinose Guren, 16-sai no Catastrophe
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Story: Takaya Kagami
Zeichnungen: Yamato Yamamoto
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 9,90 €

Story:
Guren Ichinose ist das zukünftige Oberhaupt des „Ordens des Kaiserlichen Mondes“, der sich einst von den „Kaiserlichen Dämonen“ unter der Führung der Hiragi-Familie abgespalten hat. Kein Wunder also, dass man ihn und Mahiru Hiragi im zarten Alter von fünf Jahren voneinander getrennt hat, als die beiden anfingen, Gefühle füreinander zu entwickeln. Der Orden des Kaiserlichen Mondes existiert seit jeher im Schatten der Kaiserlichen Dämonen und letztere machen sich einen Spaß daraus, die Ichinoses an der 1. Shibuya-Oberschule aufzunehmen, der besten Magieschule Japans, von der normale Menschen nichts wissen. Dort werden die Hiragis und andere renommierte Familien dann regelrecht von den Lehrern dazu ermuntert, auf den Ichinoses herumzuhacken, um ihnen zu zeigen, wer der Boss ist. Dieses Mobbing wird Guren also die nächsten drei Jahre erdulden müssen, fest entschlossen, niemandem seine wahre Stärke zu offenbaren und die Rolle des Deppen zu spielen, um von den Hiragis maßlos unterschätzt zu werden. Schließlich ist es sein Lebensziel, die Hiragis zu stürzen und dafür zu sorgen, dass sein Orden des Kaiserlichen Mondes eines Tages an die Macht kommt. Ihm stehen zwar zwei weibliche Bodyguards zur Seite, doch natürlich werden die beiden anderen Klassen zugeteilt als Guren.

Gleich vom ersten Tag an testet Shinya Hiragi den genervten Guren bei jeder Gelegenheit, da er ahnt, dass das künftige Oberhaupt des Kaiserlichen Mondes sehr viel mehr auf dem Kasten hat, als es durchscheinen lässt. Wie sich herausstellt, verfolgt nämlich auch Shinya das Ziel, den Hiragis den Garaus zu machen, da er nur adoptiert wurde und von den leiblichen Hiragis wie Dreck behandelt wird. In Guren vermutet er einen Verbündeten im Kampf gegen die Hiragis. Selbst nachdem Shinya diesem eröffnet, dass er und Mahiru miteinander verheiratet werden sollen, lässt sich Guren lieber von ihm die Knochen brechen, als irgendjemandem sein wahres Können zu offenbaren. Die Situation ändert sich jedoch, als die Hyakuya-Sekte wiederholt an Guren herantritt, um ihn auf ihre Seite zu ziehen, denn auch sie plant einen Krieg gegen die Kaiserlichen Dämonen. Da den Hyakuyas allerdings entsetzliche Menschenexperimente nachgesagt werden, lässt sich Guren nicht darauf ein. Als die Hyakuya-Sekte schließlich einen Überraschungsangriff auf die 1. Shibuya-Oberschule startet, werden viele von Gurens Mitschülern vernichtet und er hat keine andere Wahl mehr, als Shinya sein wahres Talent zu zeigen und mit diesem zusammen Seite an Seite gegen die Sekte zu kämpfen. Plötzlich zeigt sich die wahre Drahtzieherin hinter dem Krieg: Niemand geringeres als Mahiru Hiragi hat ihren eigenen Clan verraten und steckt hinter alledem! Sie lässt alles so aussehen, als hätte die Hyakuya-Sekte sie entführt, doch in Wirklichkeit wünscht sie sich nichts mehr als den Untergang der Hiragis, um endlich mit Guren zusammen sein zu können…

Eigene Meinung:
Diese Light Novel-Reihe spielt 8 Jahre vor den Ereignissen des „Seraph of the End“-Mangas und hier ist Dickschädel Guren der Hauptcharakter. Ehrlich gesagt, konnte ich ihn in der Hauptreihe nie wirklich leiden, doch in den Light Novels ist er mir doch etwas ans Herz gewachsen. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ausgerechnet ein so stolzer und starker Charakter wie er einmal Opfer von Mobbing, Spott und Häme gewesen ist. Noch nie zuvor habe ich einen Light Novel so verschlungen wie diesen. Die Geschichte ist sehr spannend und lebendig erzählt und das Erzähltempo genau richtig. Mein einziger Kritikpunkt ist der Prolog bzw. die Ausgangssituation. Mal ehrlich: Welche Fünfjährigen(!) sind schon so heftig ineinander verliebt, dass sie zehn Jahre lang hart trainieren, nur um eines Tages stark genug zu sein, um sich gegen die Familie aufzulehnen und ein Paar werden zu können? Das ist mir dann doch etwas zu unrealistisch.

Wenn man über diesen kleinen Schönheitsfleck und die doch etwas zahlreichen Tippfehler hinwegsehen kann, bietet sich einem die wahrscheinlich beste Light Novel-Reihe, die es bisher nach Deutschland geschafft hat! Da die Romane aus denselben Federn stammen wie der Manga, bewegt sich die Story auf demselben hohen Niveau. Darüber hinaus vermittelt das Prequel wichtiges Hintergrundwissen, u. a. über die Beziehungen zwischen den Hiragis, den Ichinoses und der Hyakuya-Sekte, um in der Manga-Reihe alles zu verstehen. Gerade in den späteren Manga-Bänden spielen die Konflikte zwischen den Kaiserlichen Dämonen und dem Kaiserlichen Mond nämlich noch eine wichtige Rolle. „Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen“ bietet Action, Humor, Dramatik, Romance, Mystery und äußerst unterhaltsame Charaktere. Ein wahrer Leckerbissen, nicht nur für „Seraph of the End“-Fans!

Seraph of the End – Guren Ichinose: Catastrophe at Sixteen: © 2013 Takaya Kagami, Yamato Yamamoto, Kodansha / KAZÉ

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Sword Art Online

Name: Sword Art Online
Englischer Name: Sword Art Online
Originaltitel: Sword Art Online
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2009
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Design: bee-pee
Story: Reki Kawahara
Zeichnungen: abec
Bände: 20 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 9,95 €

Story:
Im Jahr 2022 erscheint das weltweit erste Virtual Reality-MMORPG: „Sword Art Online“. Um in die virtuelle Welt einzutauchen, setzen sich die Spieler ein NerveGear auf, das sich durch elektromagnetische Wellen mit dem Gehirn der Nutzer verbindet und somit alle fünf Sinne beeinflusst. Der Junge Kirito durfte bereits die Beta-Version von SAO testen und begibt sich natürlich gleich am offiziellen Release-Tag in die gigantische schwebende Festung Aincrad mit ihren hundert Ebenen, auf denen es Felder, Wälder, Dörfer und Städte gibt und die der Schauplatz von SAO ist. Ziel des Spiels ist es, sich durch jede dieser Ebenen durchzukämpfen, alle Bossgegner zu besiegen und so irgendwann die Spitze der Festung zu erreichen. Doch die anfängliche Euphorie verfliegt, als den Spielern klar wird, dass es keinen Log-out-Button gibt und sie somit im Game gefangen sind! Bald darauf nehmen plötzlich alle Spieler ihr reales Erscheinungsbild an und Akihiko Kayaba, Entwicklungsleiter von SAO und Designer des NerveGears, erscheint vor ihnen. Er erklärt ihnen, dass sie sich erst ausloggen können, wenn sie die 100. Ebene gemeistert haben. Es ist unmöglich, sie durch Einwirkung von außen aus dem Game zu befreien (z. B. indem ihnen jemand das NerveGear abnimmt), da dadurch ein starker elektromagnetischer Impuls freigesetzt wird, der ihr Gehirn in der realen Welt zerstört. Dies geschieht übrigens auch, wenn ihr Charakter in SAO stirbt. Während die menschlichen Körper der Spieler in Krankenhäusern versorgt und am Leben gehalten werden, befindet sich ihr Geist in Aincrad.

Zwei Jahre später ist die 74. Ebene erreicht und für die 6000 noch lebenden Spieler ist die Welt von Aincrad zur Lebenswirklichkeit geworden. Die meisten haben sich mit ihrer Situation arrangiert und versuchen schon gar nicht mehr, das Spiel zu meistern. Das geht Asuna, einer begnadeten Kämpferin der stärksten Gilde „Ritter des Blutschwurs“, gehörig gegen den Strich. Darum wendet sie sich von ihrer Gilde ab und bildet mit dem Solospieler Kirito eine Gruppe. Gemeinsam ziehen sie los, um das Boss-Monster der 74. Ebene auszulöschen. Doch das riesige Ziegenungeheuer entpuppt sich als übermächtiger Gegner. Es tötet einen Spieler nach dem anderen und Kirito kann es nur bezwingen, indem er seinen Unique Skill, Dualschwerter-Stil, offenbart.

Heathcliff, der Kommandant der Ritter des Blutschwurs, ist der einzige andere Spieler im gesamten Game, der ebenfalls über einen Unique Skill verfügt und natürlich passt es ihm überhaupt nicht, dass Kirito mit Asuna losgezogen ist. Er fordert ihn zum Duell heraus. Wenn Kirito gewinnt, darf er mit Asuna weiterhin eine Gruppe bilden, doch im Fall einer Niederlage muss er den Rittern des Blutschwurs beitreten. Kirito willigt siegessicher ein, unterliegt jedoch und muss der Gilde beitreten. Ein harter Schlag für den Einzelgänger. Wird er sich dennoch integrieren können?

Eigene Meinung:
Band 1 der heiß ersehnten Light-Novel-Reihe sollte ursprünglich schon im Oktober 2014 in Deutschland erscheinen, sogar eine Leseprobe lag bereits in den Comicläden aus, doch aufgrund großer Probleme bei der Übersetzung (mehrere Übersetzer haben sich an dem Stoff die Zähne ausgebissen und aufgegeben) wurde der Release letzten Endes um satte drei Jahre nach hinten verschoben. An dem gelungenen Schreibstil merkt man aber deutlich, dass der Verlag in den 3 Jahren nicht untätig gewesen ist. Der Roman liest sich sehr gut und hat gegenüber dem gleichnamigen Manga und der Anime-Serie, die übrigens aktuell auf ProSieben MAXX ausgestrahlt wird, den Vorteil, dass man tiefere Einblicke in die Gedankenwelt Kiritos erhält und das Spielprinzip von SAO ausführlicher erklärt bekommt, wobei sich manche Erklärungen leider mehrmals wiederholen, was bisweilen etwas nervig ist. Sprachlich ist lediglich zu bemängeln, dass sich bestimmte Begriffe einfach viel zu oft wiederholen. Die Charaktere sprechen z. B. extrem oft „mit heiserer Stimme“ und Kirito setzt fast genauso oft „ein gequältes Lächeln“ auf. Hier hätten ein paar passende Synonyme für mehr Abwechslung sorgen können. Als SHONEN ATTACK!-Titel wartet der erste Band mit vielen Farbseiten und einem limitierten Poster auf, wobei die Farbillustrationen auf dem matten Papier, das Tokyopop immer für Farbseiten verwendet, leider sehr krisselig aussehen.

Die Handlung des ersten Bandes ist mit der Handlung der 2 Manga-Bände nahezu komplett identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Geschichte mit Yui aus dem 2. Manga-Band im ersten Band des Romanes gar nicht vorkommt. Stattdessen findet man im Roman an dieser Stelle eine Geschichte übers Angeln, die wiederum im Manga nicht vorkommt.

Wenn man bedenkt, dass das NerveGear Signale vom Gehirn an den Körper unterbrechen und abfangen kann, frage ich mich ernsthaft, wer sich in der Realität so ein gefährliches Gerät zulegen, geschweige denn freiwillig aufsetzen würde. Aber davon abgesehen, ist das Szenario sehr realistisch geschildert und erinnert zwar an „.hack“, geht allerdings noch sehr viel weiter! Während die Spieler in „.hack“ höchstens ins Koma fallen, steht bei den Spielern in SAO bei jedem Kampf ihr Leben auf dem Spiel. Die beiden Hauptcharaktere Kirito und Asuna sind sehr sympathisch und zwischen den beiden bahnt sich eine Romanze an. Die Light-Novels sind spannend und interessant, weshalb ich sie absolut empfehlen kann. Wer jedoch bereits die Manga-Adaption gelesen hat, könnte sich stellenweise etwas langweilen.

Sword Art Online – Aincrad: © 2009, Reki Kawahara, abec, bee-pee, Kadokawa / Tokyopop

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your name.

Name: your name.
Englischer Name: your name.
Originaltitel: Kimi no na ha
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2016
Deutschland: EMA 2017
Autor: Makoto Shinkai
Illustrator:  –
Bände: Einzelband
Preis: 15,00 €

Story
Mitsuha lebt ziemlich abgeschieden auf dem Land. In ihrem kleinen Dorf ist nichts los und die Langeweile ist daher oft sehr groß. Zudem ist sie auch noch eingebunden in die Tätigkeiten des Schreins ihrer Familie und dann kandidiert ihr Vater auch noch als Bürgermeister. Das alles nervt sie nur und sie wünscht sich am liebsten, als Junge in Tokyo zu leben. Wenn nicht in diesem, dann wenigstens im nächsten Leben!

Allerdings erfüllt sich ihr Wunsch – nur anders als gedacht. Nachts träumt sie von einem Leben als Junge in Tokyo und tatsächlich lebt sie dieses Leben auch. Sie und der junge Taki tauschen im Schlaf ihre Körper. So lebt Taki schon mal einen Tag als Mitsuha und diese als er. Natürlich verwirrt das nicht nur die Beiden, sondern auch ihre Mitmenschen, die sie an manchen Tagen kaum erkennen, so seltsam ist ihr Verhalten.

Mit der Zeit gewöhnen sich die Beiden an den Wechsel, genießen es sogar und versuchen dem jeweils anderen in manchen Dingen auf die Sprünge zu helfen. So hilft Mitsuha Taki bei seinem Flirt mit einer Kollegin in dem Café in dem er arbeitet. Nur scheint dessen Liebe nun nicht mehr bei der Kollegin zu liegen, sondern viel mehr scheint er Mitsuha gegenüber Gefühle zu entwickeln und diese auch ihm gegenüber!

Aber wie soll das klappen, wenn sie sich gar nicht kennen? Was passiert, wenn ihre Verbindung mit einem Mal abbricht? Werden sie nach einander suchen? Und was ist, wenn Zeit und Raum zwischen ihnen stehen, wird es eine gemeinsame Zukunft für sie geben können?

Eigene Meinung
Wie auch der Manga gefiel mir der Roman „your name.“ ebenfalls sehr gut. Zwar wird er wegen seiner ruhigen Erzählweise wohl nicht jedermanns Geschmack sein, aber da kann man dann ja auch immer noch auf die Manga-Version zurückgreifen, die die Geschichte ein wenig straffer erzählt.

Der Roman dagegen lässt sich Zeit. Zudem wird er wechselseitig aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Als Stilmittel nutzt man daher bei Mitsuhas Parts die linksbündige Formatierung des Textes und bei Taki die rechtsbündige. Dies ist am Anfang ein wenig verwirrend, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Ansonsten fesselt einen die Geschichte einfach. Es wird trotz des Fantasyelements die Geschichte zweier Menschen erzählt, die ansonsten ganz normal sind, Freud und Leid nur zu gut kennen und die irgendwie einen Weg zueinander suchen! Dabei werden sie durch alles was passiert reifer und nähern sich einander immer mehr – selbst wenn Raum und Zeit zu Anfang zwischen ihnen stehen!

Fans von wirklich guten Fantasygeschichten, die es auch mögen, wenn sich etwas langsam entwickelt und eher ruhig erzählt wird, sollten bei diesem Roman auf jeden Fall zu greifen!

Für die ungeduldigeren Leser empfehle ich dagegen eher die Manga-Version, auch wenn man da noch auf die folgenden zwei Bände warten muss, um das Ende zu erfahren.

Für die ganz wissbegierigen, die nicht so gern lesen oder abwarten wollen gibt es dann noch den Animefilm, den man auch nur empfehlen kann!

Laut Internet soll in Amerika sogar eine Realverfilmung in Vorbereitung sein! Man wird sehen was da noch so kommen wird!

your name.: © 2016 Makoto Shinkai, Kadokawa/ EMA

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Naruto Itachi Shinden

Titel: Naruto Itachi Shinden
Englischer Titel:
Originaltitel: Naruto Itachi Shinden
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Autor: Masahi Kishimoto / Takashi Yano
Illustrator: Masahi Kishimoto
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Der kleine Itachi Uchiha wächst als Sohn des Polizeihauptmanns im Ninja-Dorf Konoha auf. Schon als kleines Kind verfügt er über ausgesprochene Fähigkeiten, in der Schule wird er als größtes Genie in der Geschichte der Ninja-Akademie gefeiert. Da überrascht es niemanden, dass der siebenjährige bereits nach nur einem Jahr seinen Abschluss macht, und noch dazu mit Bestnoten.

Itachis Fähigkeiten, die er bei allen Missionen als Ge-Nin fortan unter Beweis stellt, zieht viele neugierige Blicke auf sich. Auch Danzo Shimura, Chef der Anbu-Sondereinheit „Ne“ wird auf das junge Ausnahmetalent aufmerksam. Schön früh erwägt der ehrgezige Veteran, Itachi für seine Zwecke zu nutzen. Beim Dorfvorsteher Hokage erwirkt er, dass der Junge bereits mit elf Jahren Chu-Nin und Mitglied der Anbu werden kann.

Aber auch der Uchiha-Clan, Itachis eigene Familie, sieht das Potenzial in ihm – und eine Möglichkeit, durch ihn die Schmach zu tilgen, der die Uchiha seit langem durch die Dorfleitung ausgesetzt sind. Dabei will Itachi selbst doch seit frühester Kindheit nur eines: Frieden….

Eigene Meinung
Die Roman-Reihe „Itachi Shinden“ beleuchtet die Ereignisse im Vorfeld der „Naruto“-Manga-Serie aus Sicht von Sasuke Uchihas großem Bruder. Der Titel „Itachi Shinden“ ist dabei Programm, denn im deutschen würde man etwa „Itachi – Die wahre Geschichte“ sagen, wobei das letzte Schriftzeichen auch für „Biografie“ oder „Legende“ stehen kann. In zwei Bänden wird Itachis Aufstieg zum schon in jungen Jahren gefeierten Genie beschrieben, dem der Absturz zum Verräter und der Beitritt zur Gemeinorganisation „Akatsuki“ folgen. In Japan mag man es bildlich, deswegen trägt der erste Band der Reihe den Titel „Buch des strahlenden Lichts“, das zweite „Buch der finsteren Nacht“.

Das Format der Light Novel bietet leicht zu lesende Jugendliteratur. Inhaltlich dürften Kenner des „Naruto“-Manga kaum überrascht werden, handelt es sich doch lediglich um eine Nacherzählung von Itachis Leben, das zu großen Teilen auch schon in Rückblenden im Manga vorkam. Der Roman ist aber spannend sogar etwas philosophisch geschrieben. Die deutsche Übersetzung schafft es, die Stimmung der Manga-Bilder in Worten gut zum Ausdruck zu bringen, Hinsichtlich der Begrifflichkeiten orientiert sie sich allerdings nicht am deutschen Manga, sondern am japanischen Original-Roman, sodass es zu leichten Unterschieden kommt (Stirnschutz statt Stirnband).

Nicht nur für Fans von Itachi Uchiha bietet die Romanreihe eine gute Ergänzung zur Hauptserie.

© Rockita

Naruto Itachi Shinden: © 2015  Masashi Kishimoto / Takashi Yano  Shueisha / Carlsen

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Panini Manga Programm 1. Halbjahr 2018

Panini Manga haben das Programm für das erste Halbjahr 2018 vorgestellt:

Reihe Band Vk [D] ET
12 Beast – Vom Gamer zum Ninja 4 7,99 € Jan 18
Kiss X Death 4 7,99 € Jan 18
My Love Story!! – Ore Monogatari 7 6,99 € Jan 18
Pokémon Schwarz 2 und Weiss 2 1 6,99 € Jan 18
Berserk 39 7,99 € Feb 18
Parasyte – Kiseijuu 7 8,99 € Feb 18
Plunderer – Die Sternenjäger 4 7,99 € Feb 18
Pokémon – Die ersten Abenteuer 12 6,99 € Feb 18
Strike the Blood 10 7,99 € Feb 18
Twin Star Exorcists: Onmyoji 8 7,99 € Feb 18
Archenemy & Hero – Maoyuu Maou Yuusha 16 7,99 € Mrz 18
Cherry Teacher 3 7,99 € Mrz 18
Pochi & Kuro 4 7,99 € Mrz 18
Spice & Wolf 15 7,99 € Mrz 18
Biorg Trinity 10 9,99 € Apr 18
Deathless 12 9,99 € Apr 18
My Love Story!! – Ore Monogatari 8 7,99 € Apr 18
Pokémon – Die ersten Abenteuer 13 6,99 € Apr 18
Schulmädchen-Report 9 8,99 € Apr 18
12 Beast – Vom Gamer zum Ninja 5 7,99 € Mai 18
Berserk: Der flammende Drache  Roman 15,00 € Mai 18
Mai Ball – Fußball ist sexy! 10 8,99 € Mai 18
Twin Star Exorcists: Onmyoji 9 7,99 € Mai 18
Parasyte – Kiseijuu 8 8,99 € Jun 18
Plunderer – Die Sternenjäger 5 7,99 € Jun 18
Pokémon – Die ersten Abenteuer 14 6,99 € Jun 18

Quelle: Comic-Report

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Tokyo Ghoul (Light Novel)

Name: Tokyo Ghoul (Light Novel)
Englischer Name:
Originaltitel: Tokyo Ghoul
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2013
Deutschland: KAZÉ 2016
Autor: Shin Towada
Story:
Shi Ishida
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 9,90 €

Story
Die „Tokyo Ghoul“ Light Novel „Alltag“ gibt einen detaillierten Einblick in das Leben einiger Charaktere aus „Toyko Ghoul“ und in deren Geschichten.

Da ist zum einen Hide, welcher in „Bibel“ zum ersten Mal bemerkt, dass Ken sich seit dem Unfall doch verändert hat. Allerdings ist er immer noch der Meinung, dass dies nichts mit Ghoulen zu tun hat, so dass er mit ein paar Mitgliedern des Okkult-Clubs damit beginnt, Ken zu beschatten. Doch damit bringen sie sich unwissentlich in große Gefahr, die nicht von Ken ausgeht.

In „Lunchbox“ geht es um die Freundschaft von Touka und Yoriko, welche durch ein paar Mitschülerinnen ins Wanken gebracht wird. Dies kostet Touka einiges an Nerven und Selbstbeherrschung, da sie Yoriko als Freundin nicht verlieren möchte.

Dagegen triff Shu in „Fotos“ das erste Mal auf Chie, welche für ihn zuerst eine Gefahr darzustellen scheint, aber durch ihre merkwürdige Art dann doch irgendwie zu so etwas wie eine Freundin für ihn wird – oder mehr ein Hausmensch, aus der Sicht Shus. Aber bis es soweit ist geschieht in dem Teil der Light Novel einiges.

„Hauptstadt“ dreht sich derweil um Ikuma. Dieser ist nach Toyko gezogen und will dort Musiker werden. Allerdings ist dies gar nicht so einfach. Zumal er ja ein Ghoul ist, welcher Menschen nicht töten möchte und daher eher nach Selbstmördern sucht, um von denen zu essen. Allerdings kommt es dadurch auch zu Problemen, da er in einem fremden Revier wildert und später auch noch auf Shu trifft. Ein sehr schmerzhaftes Treffen für ihn, da Shu nicht gerade zimperlich ist!

In „Lesezeichen“ bringt Ken Touka dazu mit ihm und Hinami, welche nach dem Tod ihrer Eltern nun bei Touka lebt, in die Bücherei zu gehen. Allerdings ist das CCG immer noch hinter der jungen Ghoula her und auch der Umgang mit den Menschen ist nicht so leicht für sie. Der Ausflug wird ihr Freude, aber leider auch neues Leid bringen! Ob es das wirklich wert war?

Als letztes gibt es dann noch „Yoshida“. In diesem erfährt man ein wenig mehr über den gleichnamigen Ghoul, der in einem Fitnessstudio arbeitet und einen Hang zum Helfen hat. Dabei bekommt er leider aber seine Freundlichkeit nicht immer so zurückbezahlt, wie er es eigentlich verdient hätte.

Eigene Meinung
Mir hat die Light Novel wirklich gut gefallen. Man hat einen noch besseren Einblick in das Wesen der Charaktere bekommen und mit ihnen mitgefiebert. Selbst dann, wenn es doch mal blutig wurde und man eigentlich mit dem ein oder anderen eher Antipathie empfinden sollte. Aufgelockert wurde der Text durch original Zeichnungen von Sui Ishida selbst. Sogar ein ausklappbares, farbiges Miniposter ist enthalten, was ich eine wirklich nette Idee fand.

Ganz besonders hat mir der Abschnitt „Fotos“ gefallen. Dies eher wegen Chies, nicht so sehr wegen Shu, der doch arg brutal und abgedreht zu sein scheint, auch wenn er irgendwie auch ein wenig Moral zu besitzen scheint. Die einzelnen Geschichten sind mit unter leicht verbunden, denn ab und an wird etwas aus einer der vorherigen mit eingeflochten, aber das lest ihr am besten selbst.

Die Altersempfehlung liegt bei 14+, was okay ist. Hin und wieder gibt es zwar schon mal eine brutale Szene, aber die sind ganz gut geschrieben und nicht so deutlich dargestellt wie in den Manga.

Für Fans von „Tokyo Ghoul“ ist die Light Novel ganz sicher etwas und gehört zu den Manga-Reihen ins Regal! Zu dieser Light Novel gibt es noch zwei weitere Bände namens „Alte Zeiten“ und „Leere“!

Tokyo Ghoul: Alltag (Light Novel): © 2013 Shin Towada, Sui Ishida, Shueisha/ KAZÉ

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Naruto Dojunjo Ninden – Ein reines Herz

Name: Naruto Dojunjo Ninden – Ein reines Herz
Englischer Name:
Originaltitel: Naruto Dojunjo Ninden
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Autor: Akira Higashiyama
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Story:
15 Jahre Krieg haben das Ninja-Dorf Michigakure und seine Einwohner gezeichnet. Erst die verbotene Kunst Sosaiin brachte den lang ersehnten Sieg über Aburagakure, doch der Preis war sehr hoch: Der vorherige Michikage und seine Familie bezahlten dafür mit ihrem Leben. Auch die Familien von To, Chiku und Kyo, die seit frühster Kindheit beste Freunde sind, haben den Krieg nicht überlebt. Seither wohnen die drei zusammen in einem verlassenen Haus am Rande des Dorfes in ärmlichen Verhältnissen. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums Überleben. Der 16-jährige To stiehlt für alle Essen aus dem Dorf, was Kyo und Chiku gar nicht gefällt. To möchte für seine beiden Freunde das „Schwert“ sein, das sie beschützt, damit diese sich voll und ganz darauf konzentrieren können, beim alten Sawarame, der im Krieg seinen Sohn verloren hat, die Schulbank zu drücken. Dieser betreibt nämlich auf eigene Kosten eine Abendschule für Kinder, in der sie neben Ninjutsu alles Lebenswichtige, wie Zimmern, Kochen und Schneidern, lernen können.

Um an Geld zu gelangen, lässt sich To auf den zwielichtigen Ganoven Agito ein, der hinter dem Schatz des verstorbenen Michikage her ist. Chiku hingegen versucht auf ehrliche Weise Geld zu verdienen, indem er auf der Magaribrücke als Tagelöhner arbeiten geht. Doch er kehrt nicht mehr lebend zurück. Ein paar befreundete Waisenkinder bringen To und Kyo zu Chikus Leiche, die mitten in einem ausgetrockneten Flussbett liegt und berichten ihnen, dass sie ihn dort mit einer weißen Frau gesehen haben. To und Kyo stehen völlig unter Schock und versuchen einander Trost zu spenden, wobei sie schon bald Gefühle füreinander entwickeln, die über Freundschaft hinausgehen. Doch Chikus Tod war erst der Anfang einer Serie von mysteriösen Morden: Nach und nach saugt die weiße Frau Sawarames Schülern, einem nach dem anderen, das Leben aus. Um herauszufinden, wer ihren Freund ermordet hat, nehmen To und Kyo mit Einladungen, die Agito ihnen beschafft hat, an dem Festbankett zu Zanki Aois Amtsantritt als neue Michikage teil. Wird es ihnen dort gelingen für Agito den Schatz des alten Michikage sowie den Mörder ihrer Mitschüler zu finden und letzteren seiner gerechten Strafe zuzuführen? Und werden To und Kyo jemals den Mut finden, einander die Liebe zu gestehen?

Eigene Meinung:
Ich bin begeistert! Ich habe alle „Naruto“-Novels aus der Feder von Akira Higashiyama gelesen und dieser hier ist bisher mit Abstand der beste! Zugleich ist er allerdings auch der Novel, der am wenigsten mit dem Original-„Naruto“-Manga zu tun hat. Offenbar liegt es Higashiyama deutlich besser, Geschichten zu schreiben, bei denen er nur wenige Vorgaben hat. Wer sich auch nur ein Bisschen mit „Naruto“ auskennt – also weiß, was ein Kage ist und wie Henge-no-Jutsu und Bunshin-no-Jutsu funktionieren, was eigentlich alles schon aus dem allerersten Manga-Band bzw. der ersten Anime-Folge hervorgeht – kann diesen Roman ohne Verständnisprobleme lesen. Denn sämtliche Charaktere, Schauplätze und weitere Jutsus, wie z. B. das Sosaiin, kommen im Original-Manga gar nicht vor. Da es sich bei „Dojunjo Ninden“ um Jiraiyas zweiten Roman handeln soll, könnten Michigakure und das Sosaiin sogar als rein fiktiv verstanden werden, was bedeuten würde, dass sie in der Ninja-Welt von „Naruto“ nicht tatsächlich existieren.

Nichtsdestotrotz ist es natürlich hilfreich, wenn man sich etwas besser mit „Naruto“ und vor allem mit Jiraiyas Lebensgeschichte auskennt, die sich in diesem Roman wiederfinden lässt. So haben To und Kyo vom Charakter her starke Ähnlichkeit mit ihm und Tsunade. Gut denkbar also, dass Jiraiya zumindest die Romanhelden das Liebesglück ausleben lassen wollte, welches ihm mit Tsunade leider vergönnt war. Doch die drei Waisenkinder und ihre Lebensumstände erinnern auch an Yahiko, Nagato und Konan, die drei Waisen aus Amegakure, um die sich Jiraiya nach dem Krieg so liebevoll gekümmert hat. So benutzen To, Kyo und Chiku z. B. dasselbe System wie Nagato und Co. mit den Unkenbrettern (siehe Band 54 des Original-Mangas). Es ist Higashiyama meisterhaft gelungen, ein Buch zu schreiben, das Jiraiyas Ansichten und Kriegserfahrungen widerspiegelt.

Die deutsche Übersetzung und der Schreibstil lesen sich sehr gut! Absolut kein Vergleich zur „Geschichte eines unbeugsamen Ninja“, Jiraiyas erstem Roman. Etwas unglücklich ist die Tatsache, dass der Schlüsselmoment des Romans sich nicht einwandfrei ins Deutsche übersetzen lässt. So ist „-san“ ja eine Höflichkeitsanrede und man könnte To mit „To-san“ ansprechen, was in Japan aber auch gleichzeitig eine Anrede für Väter ist. Die betreffende Stelle ist für deutsche Leser folglich etwas verwirrend, wofür Carlsen zwar nichts kann, einen Rüffel gibt es jedoch trotzdem, weil – wie bei nahezu allen bisherigen „Naruto“-Novels – nicht darauf geachtet wurde, dieselben Begriffe wie im Manga zu verwenden. So wird bspw. „Rikudo Sen’nin“ hier als „Weiser der sechs Pfade“ bezeichnet. Außerdem ist der Anhang eine absolute Katastrophe! Zum einen wird hier behauptet, „Dojunjo Ninden“ sei Jiraiyas erster Roman, obwohl es doch eigentlich sein zweiter sein soll und der wohl gravierendste Fehler ist die Behauptung, Kishimotos One-Shot „Karakuri“ sei 1999 im „Shonen Jump“-Magazin in Serie gegangen, habe 15 Jahre lang unter den Toptiteln rangiert und werde im In- wie Ausland als Meisterwerk gehandelt. Selbstverständlich ist hier nicht von „Karakuri“ sondern von „Naruto“ die Rede!

„Dojunjo Ninden“ hat einfach alles: sympathische Charaktere, eine spannende Story mit einigen dramatischen Wendungen rund um das Mysterium der weißen Frau und die Mordserie, ein düsteres Setting, dem nie eine Prise Galgenhumor abhandenkommt und eine bittersüße Romanze, die sich eher hintergründig wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht und zu keiner Zeit kitschig wirkt. Bleibt nur zu hoffen, dass Higashiyama auch noch die legendäre „Flirtparadies“-Reihe verfassen wird 😉

Naruto Dojunjo Ninden – Ein reines Herz: © 2015 Masashi Kishimoto, Akira Higashiyama, Shueisha / Carlsen

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Naruto Jinraiden – Der Tag des Wolfes

Name: Naruto Jinraiden – Der Tag des Wolfes
Englischer Name:
Originaltitel: Naruto Jinraiden – Ookami no Nakuhi
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Carlsen 2015
Autor: Akira Higashiyama
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Story:
Diese Geschichte spielt am Ende des 43. Manga-Bandes, zwischen Sasukes Gespräch mit Tobi und seinem Entschluss unter dem neuen Team-Namen „Taka“ (Falke), Konoha zu vernichten. Durch den Mord an Itachi sind Sasukes Mangekyo-Sharingan erwacht und bereiten ihm ziemliche Schmerzen. Tobi reicht ihm deshalb einen Rest Augentropfen zur Linderung, den er bei Itachis Leiche fand, sowie ein Rezept für Medizin, welches ebenfalls Itachi gehörte. Darauf befindet sich ein Stempel des Forsythien-Hauses, von dem Sasuke noch nie zuvor gehört hat. Also reist er ganz allein zum Dorf des Heulenden Wolfes, Rokokunosato, um Nachforschungen anzustellen. Doch die Kodon-Familie, der das Forsythien-Haus gehört, wird von allen im Dorf gehasst. Davon lässt sich Sasuke natürlich nicht abschrecken. Er stattet dem Forsythien-Haus dennoch einen Besuch ab und lernt dort den Kräuterheiler Reishi Kodon kennen, von dem Itachis Augentropfen stammen. Reishis kleiner Bruder Kina ist genauso vorlaut wie Naruto und trägt immer eine Falkenmaske mit sich herum. Wie sich herausstellt, werden die Brüder deshalb gehasst, weil ihr Vater den Wolfstiger Roen auf das Dorf losgelassen haben soll, dessen Kräfte mit denen eines Bijus vergleichbar sind. Denn nur der Kodon-Clan verfügt über die Saigenjutsu und das Saigen-Mittel, um Roen zu kontrollieren und zu versiegeln. Da das Saigen-Mittel auch auf Menschen eine berauschende Wirkung hat, dealt die Sendo-Bande damit und dementsprechend sind ihnen die Kodons ein Dorn im Auge, weshalb sie sie regelmäßig angreifen.

Von Reishi erfährt Sasuke, dass Rokokunosato dank des hoch explosiven Wundermittels Aobiko einst einen Krieg gegen Amegakure gewonnen hat. Seither sind die Ninjas im Dorf vollkommen überflüssig geworden, da es sich mit den leicht handhabbaren Aobiko-Waffen auch ohne mühselige Ninja-Ausbildung gut gegen Angreifer zur Wehr setzen kann. Hat Reishis Vater deshalb Roen auf das Dorf losgelassen, um zu beweisen, dass das Aobiko allein nicht ausreicht? Als immer wieder vollkommen ausgetrocknete Leichen in Rokokunosato auftauchen, denen ihr gesamtes Chakra ausgesaugt worden ist, bittet Kina Sasuke um Hilfe dabei, den Mörder ausfindig zu machen. Da Sasuke ohnehin noch auf die Fertigstellung der Augentropfen warten muss und somit nichts Besseres zu tun hat, zieht er zusammen mit Kina Nacht um Nacht los, um den Täter auf frischer Tat zu stellen. Können sie den Fall aufklären? Wer steckt wirklich hinter dieser mysteriösen Mordserie?

Eigene Meinung:
Wenn auch ihr euch seinerzeit gefragt habt, was Sasuke dazu bewogen hat, Tobi zu glauben und sich Itachis Willen, Konoha zu schützen, zu widersetzen, solltet ihr unbedingt den mittlerweile vierten deutschen „Naruto“-Roman lesen: „Jinraiden“ liefert sogar eine Erklärung dafür, wie Sasuke für sein Team ausgerechnet auf den Namen „Taka“ gekommen ist. Ich empfehle euch, den Novel möglichst zwischen Manga-Band 43 und 44 zu lesen, also an chronologisch richtiger Stelle. Die Geschichte kommt zwar nicht an die Spannung des Mangas heran, bietet aber dennoch einige überraschende Wendungen und Einblicke in Sasukes Gedanken- und Gefühlswelt sowie generell in die fiktive Ninja-Welt und die Geschichte von Amegakure.

Genau wie bei den anderen Novels wurden auch hier die Attackennamen inkonsistenter Weise übersetzt, obwohl man vom Manga bspw. „Chidori“ statt „Tausend Vögel“ gewohnt ist. Außerdem ist Carlsen offenbar ein grober Fehler unterlaufen: Irgendwie sind die letzten paar Zeilen des Vorgängers „Blood Prison“ ans Ende des Prologs geraten, wo sie äußerst deplatziert wirken und wahrscheinlich auch nichts zu suchen haben. Für Sasuke-Fans ein Muss!

Naruto Jinraiden – Der Tag des Wolfes: © 2012 Masashi Kishimoto, Akira Higashiyama, Shueisha / Carlsen

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Card Captor Sakura Roman

Name: Card Captor Sakura Roman
Englischer Name:
Originaltitel: Card Captor Sakura Roman
Herausgebracht: Deutschland: EMA 2004
Autor: Yoko Tan
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,90 €

Story:
Sakura Kinomoto geht in die vierte Klasse der Tomoeda-Grundschule und ist augenscheinlich ein ganz normales Mädchen: Sie schwärmt für Yukito, den besten Freund ihres großen Bruders Toya, wird regelmäßig von Toya geärgert und hat eine beste Freundin namens Tomoyo, mit der sie all ihre Geheimnisse teilen kann. Dieses ganz normale Leben verändert sich jedoch schlagartig, als Sakura in der Bibliothek ihres Vaters ein seltsam leuchtendes Buch findet. Da sie – ohne es zu wissen – über magische Kräfte verfügt, kann sie das eigentlich versiegelte Buch öffnen, in dem sich die „Clow Cards“ befinden: magische Karten mit ungeheuren Kräften. Aus Versehen aktiviert sie eine davon – „Windy“, die Wind-Karte. Daraufhin werden alle anderen Clow Cards weggeweht und vor ihr erwacht Kero-chan, der Wächter des Siegels, der ohne die Macht der Clow Cards eher wie ein kleiner Stoff-Löwe mit Flügeln aussieht. Er überreicht ihr einen magischen Schlüssel und macht sie kurzerhand zu einem „Card Captor“, was bedeutet, dass es von nun an ihre Aufgabe ist, alle Clow Cards wieder einzufangen, da diese sonst die Stadt in Angst und Schrecken versetzen werden. Ihre erste Bewährungsprobe lässt auch nicht lange auf sich warten: „Fly“, die Flug-Karte wütet direkt vor ihrem Haus, sodass sich Sakura im Pyjama die Rollerblades umschnallt und die Verfolgung aufnimmt. Mit Windys Hilfe kann sie Fly wieder in eine Clow Card zurückverwandeln und es genießen, mit Flys Magie durch die Lüfte zu fliegen.

Am nächsten Tag in der Schule stellt sich heraus, dass Tomoyo Sakuras nächtlichen Flug gefilmt hat und Sakura und Kero weihen sie in alles ein. Damit Sakura nicht noch Mal im Pyjama loszieht, schneidert Tomoyo ihr von nun an tolle Kostüme, die eines Card Captors würdig sind und filmt sie bei ihren Abenteuern. Doch auch sonst ist sie Sakura eine große Hilfe: Als „Shadow“, die Schatten-Karte, die Schatten aller Schüler in sich aufnimmt und gigantische Ausmaße annimmt, macht Tomoyo im Schulgebäude alle Lichter an, damit Shadow wieder schrumpft. So kann Sakura auch diese Karte einfangen. Schwieriger wird es, als die Wasser-Karte „Watery“ im städtischen Aquarium ihr Unwesen treibt, da die Karten der vier Elemente Wind, Wasser, Feuer und Erde am stärksten sind! Zudem ist Watery viel aggressiver als Windy, sodass Sakura der Karte nichts entgegenzusetzen hat. Durch Waterys unheilvolle Kraft ertrinken fast ein Pinguin und seine Trainerin und später, als Yukito Sakura zu einem Eis einlädt, gerät sogar sie selbst in große Gefahr. Wie soll Sakura diese übermächtige Karte nur bändigen?

Eigene Meinung:
Ich bin beim Stöbern im Internet durch Zufall auf die beiden „Card Captor Sakura“-Romane gestoßen und habe sie mir direkt gebraucht gekauft. Da ich keinerlei Informationen dazu finden konnte, wusste ich gar nicht, was mich erwartet. Ich hatte wegen des Autoren-Namens „Yoko Tan“ mit Light Novels gerechnet, die aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzt wurden und bin davon ausgegangen, dass hier möglicherweise ein paar ganz neue Geschichten erzählt werden, die man nicht schon aus dem Anime und Manga kennt, z. B. wie Sakura die Clow Cards „Through“, „Wave“ und „Libra“ einfangen konnte. Leider sieht es eher danach aus, dass „Yoko Tan“ bloß das Pseudonym einer deutschen Autorin ist, die in den vorliegenden zwei Bänden lediglich die Handlung der ersten 6 Anime-Folgen nacherzählt hat. Daher auch die Aufschrift „ProSieben Edition“, denn als Vorlage diente die deutsche Fassung des Animes, wie sie auf ProSieben erstausgestrahlt wurde.

Meine Erwartungen wurden also enttäuscht und ich kann die Romane dementsprechend absolut nicht weiterempfehlen. Der Wortschatz könnte ruhig umfangreicher sein, manche Formulierungen wiederholen sich nämlich sehr oft und auch das Innenleben der Charaktere ist in meinen Augen manchmal vollkommen unzutreffend beschrieben. Details über das Äußere der Charaktere und Clow Cards werden kaum genannt. Man meint gerade, Yoko Tan hätte sogar absichtlich vermieden, die Clow Cards zu beschreiben. Gerade bei „Fly“ bietet es sich doch regelrecht an, die Karte als großen Vogel zu umschreiben. Es wird noch nicht Mal erklärt, dass bei Einsatz von Fly einfach nur Sakuras Schlüssel mit Flügeln ausgestattet wird. Obwohl in der Serie explizit erwähnt wird, dass Kero seine Kräfte nur aus „Firey“ und „Earthy“ bezieht, heißt es in den Romanen an einer Stelle, er beziehe sie aus allen vier Element-Karten, also auch aus „Windy“ und „Watery“. Das ist schlichtweg falsch. Dafür sind allerdings die Charakterbeschreibungen zu Beginn jedes Bandes überraschend adequat. Wer die Folgen, aus welchem Grund auch immer, gerne in Roman-Form haben möchte, kann ja gerne zugreifen, aber das Geld ist auf jeden Fall sinnvoller in die DVDs von „Universum Anime“ investiert. Zumal ich den Original-Preis von 7,90 € für ein so dünnes Buch ohne Hochformat, Farbseiten und Extras ganz schön heftig finde.

Card Captor Sakura Roman: © 2004 CLAMP, Yoko Tan, Kodansha / EMA

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