Black Bullet

Name: Black Bullet
Englischer Name: Black Bullet
Originaltitel: Black Bullet
Herausgebracht: Japan: ASCII Media Works/ Kadokawa Shoten 2011
Deutschland: Tokyopop 2015
Autor: Shiden Kanzaki
Illustrator: Saki Ukai
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 9,95 €

StoryBlack Bullet Novel Band 1
Rentaro Satomi geht auf die Magata-Highschool und sollte in seinem Leben keine anderen Sorgen als Hausaufgaben und Klausuren haben. Doch vor 10 Jahren hat sich die Welt komplett verändert. Ein unbekümmertes Leben gibt es nicht mehr, seitdem das Gastrea-Virus ausgebrochen ist. Jeder der mit diesem Virus infiziert wird, verwandelt sich unweigerlich in ein angriffswütiges und aggressives Monster. Fast die gesamte Menschheit ist dieser Seuche schon zum Opfer gefallen. Daher arbeitet Rentaro neben der Schule bei einem privaten Wachdienst und bekämpft zusammen mit seiner 10-jährigen Initiatorin Enju die Gastrea. Initiatoren werden auch die „verfluchten Kinder“ genannt. Sie tragen das Virus in sich und können es kontrollieren. Dabei stehen ihnen unglaubliche Kräfte zur Verfügung, um sich den Monstern in den Weg zu stellen.

Auch an diesem Tag kämpfen beide zusammen gegen ein freilaufendes Gastrea-Monster, um es zu eliminieren, bevor es ersthaften Schaden anrichten kann. Doch auch wenn sie dem Gastrea in Form einer riesigen Spinne schnell den Gar ausmachen können, fehlt von der eigentlichen Infektionsquelle jegliche Spur. Und zudem taucht plötzlich ein seltsamer Mann auf, der sein Gesicht mit einer weißen, breit grinsenden Maske verdeckt. Er greift nicht nur Rentaro an, sondern tötet auch Menschen, ohne mit der Wimper zu zucken. Scheinbar plant er die Vernichtung Tokyos.
Rentaro und Enju sehen sich nun zwei mächtigen Gegnern gegenüber, wobei sie nicht wissen, ob sie dem gewachsen sind.

Black Bullet Novel Band 2Eigene Meinung
Endlich ist die Romanvorlage für die berühmte Black-Bullet-Saga auch bei uns erschienen. Bereits der gleichnamige Manga und Anime haben den Weg nach Deutschland gefunden und auch der Roman enttäuscht die Fangemeinde nicht. Die einzelnen Szenen werden sehr anschaulich und detailliert beschrieben. Wer wie ich zuerst das Manga gelesen hat, wird erstaunt sein, wie genau die einzelnen Handlungen beschrieben werden und der Leser sofort die Bilder des Manga bis ins kleinste Detail vor Augen hat. Hier wurde sich sehr streng am Original orientiert.

Doch auch der Roman enthält immer mal wieder ein paar Bilder. Zu Beginn werden die einzelnen Charaktere mit sehr schönen Farbillustrationen und mit ein paar Sätzen vorgestellt. Zwischen den einzelnen Kapiteln wird die Fantasie der Leser mit ein paar Zeichnungen in schwarz weiß angekurbelt.

Unterschiede im Handlungsablauf gibt es eher selten. Es existieren selten Szenen, die nicht auch im Manga umgesetzt wurden. Jedoch bekommt der Leser am Anfang einen Eindruck von Rentaros Kindheit und dem Ausbruch des Gastrea-Virus.

Was im Roman gewöhnungsbedürftig ist, sind die sexuellen Anspielungen. Die 10-jährige Enju führt zwar auch im Manga ihren Promotor Rentaro oft an der Nase herum, doch im Roman zieht sie gerne blank und versucht Rentaro zu verführen. Für viele Leser ist dies doch stark an der Grenze von Moral und Anstand und wirkt schon stark wie Pädophilie.

Für Fans der Serie dürfte das allerdings wenig abschreckend sein, denn den Ursprung dieser Saga sollte jeder Fan im Regal haben.

© Izumi Mikage

Black Bullet: © 2011 Shiden Kanzaki/ Saki Ukai, ASCII Media Works/ Kadokawa Shoten/ Tokyopop

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Accel World

Name: Accel World
Englischer Name: Accel World – Kuroyukihime’s Return
Originaltitel: Accel World (Novel)
Herausgebracht: Japan: ASCII Media Works/ Kadokawa Shoten 2009
Deutschland: Tokyopop 2015
Autor: Reki Kawahara
Illustrator: HIMA
Bände: 22 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 9,95 €

Accel world novel Band 1Story
Haruyuukis Welt hat sich völlig verändert seitdem die wunderschöne und begehrte Kuroyukihime in sein Leben getreten ist. Bisher war Haruyuuki einsam und verunsichert. Von seinen Schulkameraden wird der kleine rundliche Junge jeden Tag gehänselt und malträtiert. In der Mittagspause versteckt sich Haruyuuki daher in der Jungentoilette, um den Schikanen zu entgehen. Sein einziger Zufluchtsort ist der „Neuro Link“ – ein virtuelles Netzwerk, in der sich jeder Mensch mit seinem Avatar bewegen kann.  Heutzutage verfügt jeder Mensch über einen „Neuro Link“, der nicht nur Bilder vor dem geistigen Auge erzeugen kann und u.a. zu Lernzwecken genutzt wird, sondern der auch eine gigantisches Spiel ist. Doch seit kurzem verschwimmt die Realität mit der virtuellen Welt. Von Kuroyukihime hat er „Brain Bust“ installiert bekommen. Dadurch ist Haruyuuki nun unglaublich schnell, sodass ihm selbst in der Realität die Bewegungen der Leute wie in Zeitlupe vorkommen. Doch Kuroyukihime hat Haruyuuki nicht völlig ohne Hintergedanken mit „Brain Bust“ beschenkt. In Wahrheit handelt es sich bei „Brain Bust“ um ein virtuelles Kampfspiel. Einmal mit dem Netzwerk verbunden, kann man von anderen Gegnern zum Kampf aufgefordert werden. Gewinnt man diese Kämpfe, steigt auch das eigene „Brain Bust-Level“ und Karuyukihime hat die Absicht, das zu schaffen, was noch keiner vor ihr geschafft hat – Sie will um jeden Preis das höchste Level erreichen.

Accel world novel Band 2Eigene Meinung
„Accel world“ ist eine sehr beliebte Science-Fiction Serie, die nicht nur als Manga, sondern nun auch als „Light Novel“ erschienen ist. Doch für die Leseratten wird zusätzlich auch etwas fürs Auge geboten. Auf den ersten Seiten werden die Charaktere liebevoll illustriert und auch zwischendrin regen Bilder die Fantasie des Lesers an. Interessant ist, dass im Gegensatz zum Manga, die Zeichnungen im Roman nicht von Hiroyuki Aigamo stammen, sondern vom Characterdesigner HIMA. Optisch stehen die Zeichnungen von HIMA dem Manga aber in nichts nach. Ganz im Gegensatz – bereits das Cover ist ansprechend und weckt Interesse.

Inhaltlich wurde die Geschichte von „Accel World“ im Manga, wie auch im Roman, sehr gut umgesetzt. Der Leser wird schnell in die futuristische Welt mitgenommen und kann sich in die Story hineinversetzen. Jedoch wurden Gedanken oder Gefühle durch Umschreibungen im Roman nicht genauer oder tiefgründiger beschrieben, als im Manga. Insgesamt werden ca. zwei Mangabände in einem Romanband verarbeitet.

Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks, ob man die Serie eher als Manga oder als Light Novel verfolgen möchte. Für Fans von „Accel World“ ist sicherlich beides empfehlenswert. Ein wenig mehr Fan-Stuff bietet jedoch der Roman, der mit Kommentaren des Autors, einem Nachwort, sowie einer exklusiven Side-Story punkten kann.

© Izumi Mikage

Accel World: © 2009 Reki Kawahara/ HIMA, ASCII Media Works/ Kadokawa Shoten/ Tokyopop

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Light-Novel und Artbook von „Tokyo Ghoul“ bei KAZÉ

Tokyo Ghoul Band 12016 ist bei KAZÉ „Tokyo Ghoul„-Jahr! Neben der 14-bändigen Manga-Serie von Sui Ishida erscheint auch das Artbook und die drei-bändige Light-Novel.

Am 3. März 2016 wird das 112-seitige Artbook mit dem Titel „Tokyo Ghoul Zakki“ veröffentlicht. Preis, Format und Einband stehen noch nicht fest.

Die derzeit drei-bändige Light-Novel-Serie erscheint ab 05. Mai bei KAZÉ. Alle zwei Monate wird eine Novel zum Preis von 9,90 € folgen. Die ersten Bände tragen die Titel „Tokyo Ghoul: Alltag“, „Tokyo Ghoul: Leere“ und „Tokyo Ghoul: Alte Zeiten“.

Quelle: KAZÉ Newsletter

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Vampire Knight

Name: Vampire Knight
Englischer Name:
Originaltitel: Vampire Knight
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2008
Deutschland: Carlsen 2009
Autor: Ayuna Fujisaki
Illustrator: Matsuri Hino
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,95 €

Vampire Knight - Eisblaues VerbrechenStory
Der Sankt-Schokolatius-Tag steht kurz bevor und die Schüler der Day-Class wollen den Schülern der Night-Class Schokolade schenken. Fuka Kisaragi möchte unbedingt Kaname ihre Schokolade als Erste überreichen. Doch das ist nicht so einfach.

Nachts schleicht sich Fuka mit ihrer Freundin Kanae aus dem Haus Sonne. Zusammen machen sie sich auf den Weg zum Haus Mond, um herauszufinden wo Kanames Zimmer liegt. Kanae will ihre Freundin davon abhalten. Doch nach einem kurzen Streit, hilft sie ihr trotzdem über die Mauer. Fuka verliert beim herunter klettern von der Mauer das Gleichgewicht und fällt runter. Dabei verletzt sie sich an den Händen, so dass sie bluten.

Fuka nähert sich dem Haus Mond, als plötzlich nicht weit entfernt eine männliche Stimme zu ihr spricht. Es ist Kaname, der vermutlich ihr Blut gerochen hat. Er verspricht ihr sie nicht bei den Lehrerin zu verraten, wenn sie zurück ins Haus Sonne geht. Kaname bittet die anderen Vampire, die sich bisher lautlos im Dunkel des Parks aufhielten, Fuka zum Tor zu begleiten.

Am Tor angekommen, wird Fuka von Ruka angeboten, dass sie gerne die Bewohner von Haus Mond besuchen kann und dass sie sich um eine Sondererlaubnis kümmern kann. Das Mädchen ist total überrascht und willigt begeistert ein. Sie gibt Ruka das Versprechen mit niemandem darüber zu reden.

Vampire Knight - Tiefschwarzer HinterhaltSchon am nächsten Abend hüllt sich Fuka in ihre dicke Jacke und macht sich auf den Weg zum Haus Mond. Meinte Ruka es ernst mit ihrer Einladung? Am Tor angelangt überlegt sie zurückzukehren, doch sie wird plötzlich vom Hausmädchen angesprochen wurde. So geht sie weiter zum Haus Mond und wird von Ruka empfangen. Bei Tee und Gebäck unterhält sich Fuka eine ganze Weile mit Ruka, Ichijo und Kain. Aido ist der Einzige, der die ganze Zeit nur auf dem Sofa liegt und kein Wort mit ihr spricht. Als das Thema auf Kaname fällt, ist die Stimmung total vereist. Wenig später macht sich Fuka auf den Rückweg und wird von Aido eher widerwillig zum Tor begleitet. Schon in der nächsten Nacht steht Fuka wieder vorm Haus Mond. Was haben die Vampire mit ihr vor?

Die zweite Geschichte „Augenblicke“ zeigt die Vergangenheit von Zero und seinem Zwillingsbruder.

Eigene Meinung
„Vampire Knight – Eisblaues Verbrechen“ ist der erste Band der Novel-Reihe „Vampire Knight“, ist sehr spannend und ein Muss für jeden „Vampire Knight“-Fan. Beide Geschichten spielen vor der Hauptgeschichte mit Yuki und Zero. In „Eisblaues Versprechen“ ist Aido erstmals im Mittelpunkt und man lernt diesen Charakter sehr viel besser kennen. Der Roman ist besonders zu empfehlen für Leser des Manga.

Vampire Knight: © 2008 Matsuri Hino, Hakusensha / Carlsen

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Rosen unter Marias Obhut

Name: Rosen unter Marias Obhut
Englischer Name: Virgin Mary is Watching
Originaltitel: Maria-sama ga miteru
Herausgebracht: Japan: Shueisha 1998
Deutschland: Tokyopop 2006
Autor: Oyuki Konno
Illustrator: Reine Hibiki
Bände: 39 Bände, wird fortgesetzt (in Deutschland nach Band 5 eingestellt)
Preis pro Band: 7,50 €

Rosen unter Marias Obhut Band 1Story
Yumi Fukuzawa ist eine ganz normale High-School-Schülerin der Lilian-Akademi, einer traditionsreichen katholischen Mädchenschule für Töchter aus wohlhabendem Elternhaus. An dieser Schule achtet nicht nur die heilige Maria auf die Schülerinnen, sondern es gibt auch das Sœur-System. Ältere Schülerinnen suchen sich eine „petite Sœur“, eine kleine Schwester, um die sie sich kümmern. Das größte Ziel eines jeden Mädchens ist es, die Schwester einer „Rose“ zu werden. Die gelbe, weiße und rote Rose bilden die Schülervertretung und sind dadurch große Respektspersonen. Die petite Sœurs der Rosen sind die „Rosenknospen“, diese werden ein Jahr später zur „Rose“, wenn die ältere Schwester die High School verlässt. Die „Rosenknospen“ haben dann natürlich auch wieder eine kleine Schwester, die dann im nächsten Schuljahr zur „Knospe“ wird.

Es ist ein ganz normaler Morgen an dem Yumi auf dem Weg zur Schule ist. Sie läuft durch die Ginkgo-Allee und bleibt bei der Marien-Statue stehen, um zur heiligen Maria, wie jeden Morgen, zu beten. Just in diesem Moment wird sie gerufen. Zunächst glaubt sie, die heilige Maria würde zu ihr sprechen, aber eine so laute Stimme würde zu Maria nicht passen. Yumi dreht sich um und was sie sieht, verschlägt ihr die Sprache. Vor ihr steht die „rote Rosenknospe“, Sachiko Ogasawara. Sachiko ist Yumis größtes Vorbild. Nicht nur weil sie sehr hübsch und elegant ist, sondern ihr ganzes Erscheinungsbild hat Yumi in ihren Bann gezogen. Ohne das Yumi ihre Sprache wieder findet, bindet Sachiko ihr die Schleife der Schuluniform und unterweist sie, in Zukunft besser auf ihre Kleidung zu achten. In diesem Moment fotografiert Tsutako diese Szene.

Schon in der Mittagspause kommt sie auf Yumi zu und bittet sie, dass Foto beim Schulfest ausstellen zu dürfen. Yumi ist das natürlich nicht recht, denn das ganze war ihr sehr peinlich. Tsutako überredet sie letztendlich. Jedoch braucht sie noch die Genehmigung von Sachiko. Selbst traut sich Tsutako nicht sie zu fragen, deshalb schickt sie Yumi vor. Gemeinsam gehen sie nach dem Unterricht zur Rosenvilla um Sachiko dort um Erlaubnis zu bitten. Die beiden Mädchen stehen einige Minuten vor der Tür der Rosenvilla bis Yumi all ihren Mut zusammen nimmt und an die Tür klopfen will.

Rosen unter Marias Obhut Band 2Genau in diesem Moment steht Shimako Todo hinter ihnen und spricht sie an. Shimako ist die weiße Rosenknospe, aber so alt wie Yumi und Tsutako. Die beiden sind erleichtert und lassen sich von Shimako in die Villa führen. Sie gehen die Treppe hinauf zur oberen Etage und hören plötzlich, wie ein Streit in der entbrennt. Shimako öffnet langsam die Tür zum Raum. Im nächsten Moment kommt es zu einem Zusammenstoß. Sachiko, die durch den Streit den Raum verlassen will, rennt Yumi, die im Begriff war in das Zimmer einzutreten, um. Yumi stürzt und Sachiko fällt auf sie drauf.

Die anderen Mädchen kommen aus dem Zimmer, um sich um Yumi zu kümmern. Nachdem Sachiko Yumi gefragt hat, ob diese schon eine Sœur hat, nimmt sie Yumi an die Hand und zieht sie ins Zimmer. Dort verkündet sie den Rosen, dass Yumi ihre petit Sœur werden wird. Diese fällt aus allen Wolken. Doch wie sich im Laufe des Gesprächs herausstellt, möchte Sachiko nur Yumi als Schwester, um die Rolle des Aschenputtels beim Theaterstück abzulehnen. Als Yumi das herausfindet ist ihr Stolz verletzt, wodurch sie es ablehnt, Sachikos petit Sœur zu werden. Ist so ein Zufall der richtige Weg seinem Idol näher zu kommen? Letztendlich machen die Rosen den Vorschlag, dass Sachiko die Rolle ablehnen kann, wenn Yumi ihren Rosenkranz annimmt und somit zu ihrer petite Sœur wird. Dadurch muss aber Yumi dann die Rolle übernehmen und das ist etwas, was Yumi nicht tun möchte. Wird Sachiko es schaffen Yumi zu überreden?

Eigene Meinung
„Rosen unter Marias Obhut“ ist der Roman zum gleichnamigen Manga von Tokyopop. Inhaltlich unterscheidet sich der Roman kaum von den Inhalten des Manga, sondern ist an einigen Stellen tiefgründiger. Der Roman liest sich sehr angenehm und fesselt den Leser an die Geschichte. Mit 39 bis jetzt erschienen Bänden ist für viel Nachschub aus Japan gesorgt. Der Schreibstil passt auch sehr gut zur Geschichte einer katholischen Mädchenschule, jedoch sind manchmal Fremdwörter verwendet worden, bei denen sich das Zielpublikum schwer tun wird. Empfohlen wird der Roman für Leserinnen zwischen 13 und 16 Jahren, wobei ältere natürlich auch auf ihre Kosten kommen 🙂

Rosen unter Marias Obhut: © 1998 Reine Hibiki Shueisha / Tokyopop

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Operation Liebe

Name: Operation Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: Hakui wa Ai ni somaru
Herausgebracht: Japan: Libre 2005
Deutschland: Tokyopop 2008
Autor: Mari Asami
Illustrator: Hinako Takanaga
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 8,50 €

Operation Liebe Band 1Story:
Jun Asaka kommt nach einjährigem Aufenthalt aus den USA nach Japan zurück, um dort an der bekannten Seiwa Klinik zu arbeiten. Sein Vater ist Leiter der Klinik und möchte, dass Jun nicht nur als Arzt weiterkommt, sondern auch die Klinik zukünftig leitet, ein Umstand der dem jungen Mann eher Kopfzerbrechen bereitet. Er möchte lieber Menschen helfen und so beginnt er als Arzt für Innere Medizin seinen Dienst.

Schon am ersten Tag begegnet ihm ein neues Gesicht auf dem Klinikflur- Shogo Udo, seines Zeichens Herzchirurg und eine aufstrebende Größe an der Seiwa Klinik. Zwischen den Beiden funkt es, gleich wenn sie sich nur kurz sehen und nicht einmal kennen. Als kurz darauf Shogo zu einem Abendessen bei der Familie Asaka eingeladen wird um Juns Zwillingsschwester Tamaki kennenzulernen, begegnen sich die beiden wieder. Juns Vater strebt eine Hochzeit zwischen Shogo und Tamaki an, zeitgleich beginnt Jun den charmanten Arzt besser kennen zu lernen. Während Tamaki und Shogo ein Paar werden, bemerkt Jun, dass er sich in den jungen Arzt verliebt hat und er beginnt sich in einen One-Night-Stand zu flüchten. Doch auch Shogo kann der Anziehung Juns nicht wiederstehen und bei einem gemeinsamen Abendessen und einem längeren Aufenthalt an der Bar, erfährt Shogo nicht nur von Juns Homosexualität, sondern auch dass dieser versucht sich von dem Mann abzulenken in den er verliebt ist.

Rasend vor Eifersucht, nimmt er Jun mit in ein Hotelzimmer und die beiden schlafen mehrfach miteinander. Und obwohl Shogo Jun währenddessen seine Liebe gesteht, kann der junge Arzt nicht einfach so seine Familie hintergehen und sich auf eine Beziehung mit Shogo einlassen. Er beschließt seine Gefühle fortan zu verschließen und Shogo weitestgehend aus dem Weg zu gehen. Dieser plant jedoch Jun für sich zu gewinnen und ihn den anderen Mann vergessen zu lassen, ohne zu wissen, dass er schon längst Juns Herz gefangen hat…

Werden sich die beiden am Ende endlich in den Armen halten? Oder sind Juns Gewissensbisse doch zu stark, um sich auf Shogo einzulassen? Und was ist mit dessen Plänen irgendwann nach Los Angeles zu gehen?

Operation Liebe Band 2Eigene Meinung:
„Operation Liebe“ ist der erste Band einer vierbändigen Reihe, die nach und nach bei Tokyopop erscheinen soll und man kann sagen, dass es eine typischen Shonen-Ai Geschichte ist. Die Autorin hat sich auf das Pflaster der Krankenhäuser und Ärzte gewagt, so dass man auch öfters Fachbegriffe und Erklärungen aus dem medizinischen Bereich vorfindet, die teilweise jedoch den Lesefluss der Geschichte behindern. Auch ansonsten wirkt die Geschichte wenig innovativ, die Szenerie um ein Zwillingspärchen und die geplante Hochzeit mit einer Frau ist ein oft gewähltes Grundmotiv von BL- Romanen, so dass er zwischendurch ein wenig ermüdend wirkt.

Dennoch lässt Mari Asami ihren Charakteren Zeit sich gegenseitig kennenzulernen und geht stark auf ihre Gefühle ein, auch wenn keiner der Charaktere eine wirklich gravierende Entwicklung durchlebt. Was hierbei besonders negativ auffällt, ist der Umstand, dass die Autorin zwischen ihren Protagonisten hin und her springt, so dass der Leser die Abschnitte mal aus Juns, mal aus Shogos Sicht erzählt bekommt. Das sorgt zusätzlich dafür, dass die Geschichte nur schleppend in Gang kommt und viel an Spannung verloren geht, da der Leser alles sofort weiß und es nichts mehr zu entdecken gibt. Dieses Problem zieht sich durch die gesamte Novel und es ist schon im Vorfeld klar, wie der Roman ausgehen wird. Dennoch wird die Story zum Ende hin etwas interessanter, so dass der zweite Band besser werden könnte, wenn Mari Asami an der Stelle anknüpft, an dem der erste Band endet.

Trotz der Zeit, die Asami ihren Charakteren gestattet, fühlt man sich an einigen Stellen gehetzt, da sehr oft die Geschichte zusammengefasst wird, um schneller den nächsten Höhepunkt (in doppeldeutigen Sinne) anzusteuern. Und gerade erotische Höhepunkte gibt es zuhauf in der knapp 280 Seiten starken Geschichte. Dementsprechend ist die Story erst ab 16 Jahren empfohlen, doch ist sie stellenweise so explizit, dass ich auch eine Empfehlung ab 18 verstanden hätte.

Insgesamt ist der Schreibstil einfach gehalten, ebenso der Satzbau und die Formulierungen. Die Geschichte bewegt sich auf einem recht niedrigen Level, wie bei den meisten Light Novels auch, so dass man hier keine literarischen Wunderwerke erwarten kann. Zudem fallen noch einige Rechtschreibfehler und falsche Redewendungen während des Lesens auf, doch das ist wohl eher der Übersetzung Tokyopops zu verdanken. Insgesamt lässt sich „Operation Liebe“ schnell lesen und bietet kurzweilige Unterhaltung, hinterlässt jedoch keinen tief bleibenden Eindruck.

Die Illustrationen stammen von Hinako Takanaga und sind wie gewohnt sicher, solide und hübsch anzusehen.

Fans von Boys Love und Hinako Takanaga werden kaum um diese Novel herum kommen. Wer Zeit hat, sollte im Vorfeld in den Roman hineinlesen, ob der Schreibstil zusagt oder nicht, ansonsten ist die Novel relativ austauschbar mit anderen gängigen Titeln aus dem BL-Programm der Verlage. Und bei diesen geht es letztendlich doch auch nur um das eine…

© Koriko

Operation Liebe: © 2005 Mari Asami/ Hinako Takanaga, Libre Publishing Co.,Ltd. / Tokyopop

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Naruto – Die Geschichte eines unbeugsamen Ninja

Name: Naruto – Die Geschichte eines unbeugsamen Ninja
Englischer Name:
Originaltitel: Naruto: Dokonjô ninden
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2010
Deutschland: Carlsen 2012
Autor: Akira Higashiyama
Illustrator: Masashi Kishimoto
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Naruto - Die Geschichte eines unbeugsamen NinjasStory
Das Ninja-Dorf Shuku ist in Aufruhr: In der Nachbarregion soll aus heiterem Himmel ein ganzes Dorf verschwunden sein. Nicht einmal die Weisen vermögen zu erklären, wie genau das geschehen konnte. Doch es gibt einen Verdacht – ein verbotenes Jutsu, dessen Entwicklung eigentlich abgebrochen wurde, könnte unter Umständen den Schlüssel zu dem Mysterium darstellen. Der temperamentvolle junge Ninja Naruto und seine Partnerin, die Medizin-Ninja Tsuyu, werden mit Nachforschungen betraut. Dies hat einen Grund: Unter den Verdächtigen für die seltsamen Vorfälle findet sich auch ein ihnen wohl bekannter Name: Renge, ihr Freund und ehemaliger Mitstreiter…

Als dann auch noch der undurchsichtige Nikaku Onikoma das Team von Naruto und Tsuyu komplettiert, wappnen sich die Freunde auf Ärger…

„Naruto – Die Geschichte eines unbeugsamen Ninja“ muss aus zwei Perspektiven bewertet werden – als Roman einerseits, zum anderen aber auch als Teil des „Naruto“-Universums:

Der Roman als Buch
Einen Roman aus dem Japanischen ins Deutsche zu übersetzen, ist eine Leistung für sich. Wenn es der Übersetzer einigermaßen hinbekommt, Stimmung, Andeutungen und Figurenrelationen richtig zu übertragen, klingt das Ergebnis für deutsche Leser nicht selten merkwürdig. Bei diesem Werk nun ist es nicht zuletzt die fehlende Dynamik, die dem Leser auffällt. Trotz vermeintlich actionreichen Inhalts wirkt alles getragener, die Charaktere blass und unnahbar. Spannung kommt selten auf.

Der Roman als Teil der „Naruto“-Saga
Wer die „Naruto“-Mangaserie kennt, für den ist „Die Geschichte eines unbeugsamen Ninjas“ kein unbeschriebenes Blatt. Mehrmals wird der Roman innerhalb der Serie erwähnt, stammt er dort doch aus der Feder von Narutos Mentor Jiraiya. Nicht wenige Fans haben danach gelechzt, den vielfach angedeuteten Inhalt des Werks zu erfahren. Immerhin soll Roman-Protagonist Naruto Pate gestanden haben für sein Pendant im Manga.

Im Grunde ist genau das der Pferdefuß des ganzen Werks: Man muss davon ausgehen, dass die Lesenden den Manga kennen. Das führt aber dazu, dass der Roman für diese Lesergruppe schnell langweilig wird. Denn „Jiraiyas Roman“ bietet letztlich eine Geschichte, die an die Ereignisse in „Naruto“ angelehnt sind. So gibt es viele Parallelen, insbesondere im Bereich der Charaktere. Dass sich die beiden Narutos ähneln, nun gut, das hat Charme und passt sich lückenlos dem Manga an. Aber eine Fülle von Charakerentwürfen in den Roman zu übertragen, zeugt nicht gerade von Kreativität. Die Handlung ist dadurch über weite Strecken vorhersehbar. Erst gegen Ende wird es interessant.

Fans der „Naruto“-Mangaserie werden mit diesem Roman sicherlich nicht besonders glücklich sein. Er würde sich eher für diejenigen eignen, die den Manga nur grob kennen. Da ergibt sich dann aber wiederum das Problem, dass Spezialbegriffe, die erst im Laufe der „Naruto“-Serie auftauchen, unerklärt bleiben.

Persönlich kann ich diesen Band nicht weiterempfehlen, hier wurde leider viel Potenzial verschenkt. Wahrscheinlich sind es mehr die Komplettierungsfanatiker, die ihre Freude mit diesem Roman haben werden.

© Rockita

Naruto: Die Geschichte eines unbeugsamen Ninja: © 2010 Masashi Kishimoto / Akira Higashiyama, Shueisha / Carlsen

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Miri maßgeschneidert – Cosplay, Jeans und Rüschenträume

Name: Miri maßgeschneidert – Cosplay, Jeans und Rüschenträume
Englischer Name:
Originaltitel: Miri maßgeschneidert – Cosplay, Jeans und Rüschenträume
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2012
Autor: Renate Kaiser
Illustrator: Martina Peters
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Miri maßgeschneidert - Cosplay, Jeans und RüschenträumeStory
Miriam, Spitzname Miri, ist mit ihren 15 Jahren mitten in der Pubertät und in den damit verbundenen Problemen. Die tägliche Schule bereitet ihr Schwierigkeiten. Doch damit nicht genug, auch ihr strenges Elternhaus setzt sie ständig unter Leistungsdruck. Ihre Mutter und ihr Vater haben eine steile Karriere von ganzen unten bis an die Spitze hingelegt und erwarten nun von Miri ebenso Zielstrebigkeit und Fleiß. Am liebsten würden sie Miriam zudem mit den Reichen und Schönen der Schule verkehren sehen.

Doch Miri interessiert sich so gar nicht für Makeup, Hairstyling und High Heels.
Seit neustem hat sie eine ganz andere Leidenschaft entdeckt – das Cosplay. Manga und Anime fand Miri schon immer hoch interessant, doch seit sie die Cosplays von ihrer älteren Freundin Svenja, die bereits zur Berufsschule geht, und Videos von Auftritten gesehen hat, ist sie Feuer und Flamme.

Zusammen haben sie sich fest vorgenommen, an den Vorentscheidungen der Deutschen Cosplaymeisterschaften in Frankfurt während des „Cosday“ teilzunehmen. Doch für Miri fällt die Eigenarbeit gar nicht so einfach, schließlich hat sie noch nie in ihrem Leben Nadel und Faden in der Hand gehabt, geschweige denn an einer Nähmaschine gesessen. Ihre Eltern kann sie jedoch nicht um Hilfe bitten, denn diese halten gar nichts von Hobbies, die nicht unmittelbar mit der Schule zusammenhängen oder sogar vom Lernen abhalten könnten. Dem jährlichen „Japantag“ in Düssedorf, bei dem sich hunderte von Manga-Begeisterten in ihren Cosplays an der Rhein-Promenade versammeln, können Miris Eltern nur Spott und Verabscheuung entgegenbringen. Nie im Leben würde Miri daher auf die Idee kommen, ihren Eltern freiwillig von der neuen Freizeitaktivität zu berichten. Unterstützung bei ihrem heimlichen Hobby findet Miri daher bei Frau Weihenfeld, einer alten Dame, der Miri mehrmals die Woche bei den Einkäufen hilft. Sie findet das Hobby mehr als lobenswert und hilft gerne, ihr die verschiedenen Griffe und Kniffs des Nähens beizubringen und sogar tatkräftig mit anzupacken. So verbringen die beiden oft die Abendstunden damit, an Miris aufwendigen viktorianischem Kleid aus dem Anime „Nasty Butler“ zu arbeiten und sich ausgiebig zu unterhalten. Miri sieht in Oma Weihenfeld eine Ersatzgroßmutter und genießt die gemeinsame Zeit sichtlich.

Für Miri sind die folgenden Wochen eine aufregende Zeit und das nicht nur, weil sie an ihrem ersten eigenen Cosplay näht. Svenja und sie haben nämlich entschieden, zusammen auf den Japantag zu gehen, natürlich in Cosplays. Dafür leiht Svenja ihr extra eins ihrer eigenen Kostüme. Miri entscheidet sich für eins, dass sie nahezu komplett verhüllt und in dem sie durch Kontaktlinsen, Perücke und buntes Faschings-Makeup kaum zu erkennen ist. Kaum denkbar, was passieren würde, wenn ihre Eltern sie während des Japantages in einem Cosplay entdecken würde. Der Ärger wär wohl grenzenlos und Hausarrest vorprogrammiert.

Doch nicht nur das Cosplay bereitet ihr Vorfreude auf den Japantag. In den wenigen Stunden am Abend, in dem es ihr erlaubt ist, ins Internet zu gehen, chattet Miri oft mit „TachagosBlood“, einem Jungen der im realen Leben Timo heißt und zusammen mit vielen anderen Gleichgesinnten auf der Homepage „Animexx.de“ angemeldet ist.

Sie haben sich verabredet, sich bei diesem Event das erste Mal von Angesicht zu Angesicht zu treffen und sich persönlich kennenzulernen. Miris Herz schlägt ihr bis zum Hals. Die Aufregung lässt sich kaum noch zügeln und ihre Gedanken kreisen nur noch um den Japantag, was sich leider auch an ihren Noten in der Schule bemerkbar macht und jede Menge Ärger produziert.
Ist der Japantag nun doch noch in Gefahr?

Eigene Meinung
„Miri maßgeschneidert“ ist vor allem ein Buch für Gleichgesinnte und Jugendliche. Die Schreibweise ist eher umgangssprachlich und einfach gehalten. Oftmals werden neuartige Begriffe und Abkürzungen der Jugendsprache verwendet. Das mag am Anfang noch gewöhnungsbedürftig sein, lässt die Geschichte nach einiger Zeit aber glaubwürdiger erscheinen.

Negativ fallen vor allem die vielen Markennamen auf, die den Eindruck von Schleichwerbung aufkommen lassen und zudem den Lesefluss stören. Wiederum werden durch das Buch besonders bei Cosplayern Erinnerungen an das erste eigene Cosplay, die ersten Nähversuche und die erste besuchte Convention hervorgerufen und aufgefrischt. Aber vor allem bekommt der Leser Lust, sich an die Nähmaschine zu setzten und an einem eigenen Cosplay zu arbeiten. Die Vorfreude auf die nächste Convention wächst und man fiebert förmlich mit Miri mit.

Den Eltern hingegen bringt der Leser eher Missgunst entgegen. Jeder der solche ignoranten Eltern hat, kann einem nur Leid tun. Miri leidet sehr unter dem ständigen Druck, nicht versagen zu dürfen und wenn doch, Ärger zu bekommen. Der Leser kann sich gut in Miris Gefühle und die Situation hineinversetzten und leidet gleichermaßen. Ein kleines Highlight sind die vereinzelten Zeichnungen, die zwischen den Seiten auftauchen und die Geschichte auflockern.

Wer nicht immer einen dicken Roman oder ein Manga lesen muss, der kann hier ruhigen Gewissens zugreifen. Wer aber hohe und ausgereifte Schreibkunst erwartet, sollte eher andere Bücher wählen. Das Herz jedes Cosplayers wird aber sicherlich das ein oder andere Mal höher schlagen.

© Izumi Mikage
Miri maßgeschneidert – Cosplay, Jeans und Rüschenträume: © 2012 Carlsen

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Mein König

Name: Mein König
Englischer Name:
Originaltitel: Ore sama no osama
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2004
Deutschland: Tokyopop 2007
Autor: Naka Misawa
Illustrator: Hinako Takanaga
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,50 €

Mein KönigStory
Rei Suruga hätte es niemals für möglich gehalten. Doch dieses Mal ist es nicht seine Zwillingsschwester Mio, die sich über einen Grabscher in der Bahn beschweren muss, sondern er. Da er beide Hände voll hat und es ihm zu peinlich ist die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu lenken, lässt er es geschehen. Wieso muss ausgerechnet ihm das passieren? Weil er ein so weibliches Gesicht hat? Das Gesicht seiner Schwester? Nein, dieser Mann konnte ihn nicht mit einem Mädchen verwechseln, denn seine Hand wanderte an eine Stelle, an der es bemerkt haben musste. Rei weiß nicht was er tun soll. Sollte er es einfach über sich ergehen lassen. Doch da kommt die Rettung, zumindest vorerst.

Masamune Tokairin, ein Klassenkamerad von Rei und sein ewiger Rivale. Allerdings nennen nur die anderen Mitschüler sie Rivalen, Rei selbst mochte diesen Vergleich eigentlich gar nicht. Tokairin war einfach nur sehr intelligent und Rei selbst lernte eben genug um ebenfalls gute Noten zu schreiben. Doch Tokairin ist gar nicht die Rettung die sich Rei erhofft hatte. Denn kaum hat er den fremden Mann vertrieben, wandert seine eigene Hand in Reis Hose. Das kann doch nicht wahr sein? Ist das sein Ernst? Rei ist machtlos. Und kaum hält die Bahn, zerrt Tokairin ihn einfach mit in die Bahnhofstoilette. Was hat er vor? Rei kommt nicht gegen diesen eisigen, angsteinflössenden und zugleich wunderschönen Blick an. Und so bringt Tokairin ihn schließlich sogar dazu zu kommen. Rei schämt sich ungemein.

Ab da ist es um Rei geschehen. Tokairin, der an der Schule auch „Der König“ genannt wird, schüchtert ihn so ein, dass er sich nicht gegen ihn wehrt. Und dann ist da noch Tokairins faszinierendes, wunderschönes, weder männliches noch weibliches Gesicht. Was sind das für Gefühle? Gefühle?! Ach Quatsch, er schämt sich einfach nur, das ist alles. In Reis Kopf entspringt ein Konflikt in dem all seine bisherigen Überzeugungen über den Haufen geworfen werden. Rei hat sich einen Alltag zu Recht gelegt durch den er gut in die Gesellschaft passt. Er fällt nicht zu sehr auf, ist zu allen freundlich und egal wen er sieht, er hat ein Lächeln auf den Lippen. Doch nun fängt Tokairin an ihm diesen Alltag kaputt zu machen. So taucht er zum Beispiel einfach in der Kunst-AG auf. Rei ist zwar kein Mitglied, kommt jedoch trotzdem häufig dort hin. Besonders Ölbilder sind sein Spezialgebiet und er kann sich richtig in das Malen vertiefen.

Tokairin ist offenbar egal was die anderen denken, er setzt sich einfach hinter Rei und sieht ihm beim malen zu. Wie kann er nur? Anfangs fühlt sich Rei unwohl, er spürt Tokairins Blicke auf seinem Rücken, doch mit der Zeit vertieft er sich so in das Bild, dass er nichts mehr um sich herum wahrnimmt. Auch nicht, dass die Zeit vergeht und alle anderen bereits aufräumen. Da er der letzte ist, wird ihm der Schlüssel anvertraut und die beiden blieben alleine zurück. Rei wäscht gerade seine Pinsel aus, als Tokairin unvermittelt meint: „Mal mich!“ Rei traut seinen Ohren kaum. Doch als er genauer über diesen Vorschlag nachdenkt, juckt es ihn in den Fingern. Dieses makellose Gesicht, diesen Blick, das würde er schon gerne malen. Doch das sagt er nicht laut. Und dann küssen sie sich plötzlich. Nicht einer den anderen, sie beide küssen sich. Ohne, dass Rei es wirklich wahrnimmt wandert seine Hand über Tokairins Gesicht und spielt mit seinem Ohr und seinen Haaren. Tokairin wandert mit seinen Fingern über den Körper der ihm hilflos ausgeliefert ist. Rei kann es selbst kaum fassen, doch ihm wird heiß und aus seinem Mund entspringt lustvolles Gestöhne. Wie kann das nur sein? Bei einem Mann? Dieser Perverse, oder ist er der Perverse, da es seinem Körper gefällt? Doch dieses Mal war Tokairin nicht so gnädig wie am Vortag, dieses Mal wollte auch er etwas davon haben und so befahl er Rei regelrecht auch ihm etwas Gutes zu tun. Und dieser ist so eingeschüchtert, dass er tut was von ihm verlangt wird. Auch wenn seine Gedanken dabei im Dreieck springen und er nicht mehr weiß was er da eigentlich tut und weshalb. Er bereut es so sehr und zu seiner größten Verzweiflung genießt er es auch zugleich. Gefällt ihm das etwa? Nein! Das konnte doch nicht sein.

Tokairin bringt ihn bis vor die Haustüre und lässt ihn dort dann stehen. Noch vor der Türe bricht Rei heulend zusammen und spürt nur noch einen Schmerz in der Brust. Aber was das ist, kann er sich nicht erklären Wie soll er denn morgen wieder in die Schule gehen? Nachdem, was zwischen ihm und Tokairin geschehen war? Er schämte sich so sehr, sowohl für das was passiert war, als auch dafür, dass es seinem Körper gefallen hatte.

Aber Tokairin hat noch nicht genug. Auch am nächsten Tag bedrängt er Rei. Dieses Mal holt er ihn morgens sogar von zu Hause ab. Als die Mitschüler dann fragen, weshalb sie denn zusammen zur Schule kamen versucht Rei sich damit raus zu reden, dass es Zufall gewesen wäre. Doch Tokairin zerstört ihm aber weiterhin alles und so ruft er durch die ganze Klasse, dass er nach dem Unterricht wieder kommen würde. Er wollte also wieder zur Kunst-AG kommen? Was hat er vor? Möchte er wirklich Reis komplettes Leben zerstören? Und so gehen sie tatsächlich nach dem Unterricht zusammen zur Kunst-AG.

Da aber in zwei Wochen die Prüfungen anfangen kommt außer Rei keiner. Darum hat er für diese Zeit auch den Schlüssel behalten. Da sie alleine sind setzte sich Tokairin in Pose und Rei beginnt seine Skizzen für das versprochene Bild von ihm. Doch der Kunstlehrer Herr Bando unterbricht sie. Sie unterhalten sich eine Weile und er scheint von der Idee Tokairin zu malen begeistert zu sein. Er gibt Rei einige Tipps und schickt die beiden dann nach Hause, da es bald anfangen soll zu schneien. Sie hören auf seinen Rat. Doch Tokairin lässt nicht locker und so zerrt er Rei einfach zu sich nach Hause. Dort sind die beiden ganz alleine. Rei weiß was Tokairin möchte, doch da er sich vornimmt dieses Mal nicht mehr das Opfer zu sein das alles tut was man ihm sagt weiß er sich nur zu helfen, indem er die Initiative ergreift und seinen Oberkörper von selbst auszieht. Tokairin zögert nicht und nimmt dieses Angebot an. Hat Rei das richtige getan? Zumal Tokairin vor hat dieses Mal noch weiter zu gehen. Heute möchte er ganz in Rei eindringen.

Doch richtig kompliziert wird das ganze er anschließend. Denn nun hat Tokairin es geschafft, dass Rei nicht mehr von ihm los kommt. Er muss sich eingestehen, dass er in diesen wunderschönen Mann verliebt ist. Aber ein Gerücht zerstört sein Glück. Denn plötzlich wird in der Schule erzählt Tokairin wäre mit Mio, Reis Schwester, zusammen. Rei kann es nicht fassen. Ist nun der Zeitpunkt gekommen an dem ihn Tokairin gebraucht wegwirft? Er kann und will es nicht glauben, gerade jetzt, wo er sich verliebt hat. Ist es nur ein schreckliches Missverständnis? Oder ist da etwas dran? Und wenn ja, wie soll Rei je wieder in sein normales Leben zurück können?

Eigene Meinung:
Mich hat dieser Roman nicht ganz überzeugt. Als Manga hätte ich ihn mir sehr gut vorstellen können, da es an sich eine schöne Geschichte ist, doch ausgeschrieben hat er mich nicht so überzeugt. Naka Misawa hat einen Schreibstil, der mich stört, denn sie schreibt so, als würde sie einen Manga aufschlagen und die einzelnen Bilder beschreiben, die sie sieht. In einem ausformulierten Text, sollte weniger beschrieben werden, die Bilder entstehen von ganz alleine im Kopf des Lesers. Außerdem hat sie einzelne Logikfehler in ihrer Geschichte. Zum Beispiel setzt sich ein Charakter und im nächsten Absatz setzt er sich schon wieder. Wo war er aufgestanden? Das stört zwischen durch ein wenig beim lesen.

Leider ist auch die Übersetzung sehr schlampig. Es sind einige Fehler drin, Schreibfehler und auch Zeitfehler. Teilweise fehlen Buchstaben. Und sogar der falsche Name wurde einmal benutzt. Eindeutig eine Übersetzung die nicht mehr kontrolliert wurde. Das ist sehr schade.

Was ich aber loben kann sind die schönen Zeichnungen von Hinako Takanaga, die vereinzelt auftauchen. Und wie schon erwähnt, die Story an sich ist gut, nur leider nicht so gut umgesetzt. Ich denke wenn dies als Manga rauskommen würde, würde ich mir diesen trotzdem kaufen.

© Nekolein

Mein König: © 2004 Naka Misawa, Kadokawa Shoten Pubkishing / Tokyopop

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Kinos Reise

Name: Kinos Reise
Englischer Name: Kino’s Journey
Originaltitel: Kino no Tabi – the Beautiful World
Herausgebracht: Japan: Media Work 2000
Deutschland: Tokyopop 2006
Autor: Keiichi Sigsawa
Illustrator: Kouhaku Kuroboshi
Bände: 20 Bände, wird fortgesetzt (in Deutschland nach Band 4 eingestellt)
Preis pro Band: 7,50 €

Kinos Reise Band 1Story

„Das Ziel liegt in einem selbst.“

Kino ist ein junger Reisender, welcher gemeinsam mit seinem sprechenden Motorrad Hermes die Welt bereist. Nie bleiben sie mehr als drei Tage in einem Land, da sie glauben, dass diese kurze Zeit ausreicht das wichtigste über das jeweilige Land zu lernen. Kino ist ein Beobachter, ein stiller Zeuge, welcher mit scharfem Auge die seltsamsten Geschehnisse beobachtet, sich aber nie zu einem Urteil verleiten lässt…

Band 1
Kapitel 1: Das Land des sichtbaren Schmerzes
Kino und Hermes kommen in eine Stadt, welche absolut menschenleer ist. Nur einige Maschinen scheinen die Stadt zu bewohnen und das allem Anschein nach nur um ankommende Gäste zu bewirten. Am Rande der Stadt stoßen sie auf einige von Menschen bewohnte Häuser, welche allerdings weit von einander abgelegen sind und dessen Bewohner beim Anblick eines anderen Menschen voller Panik davonlaufen. Nur ein einziger Mann zeigt noch so etwas wie Gastfreundschaft und beginnt den beiden die traurige Geschichte des Landes zu erzählen…

Kapitel 2: Hier entscheidet die Mehrheit
Kino und Hermes treffen in einer seltsamen Geisterstadt ein. Trotz ausführlicher Suche treffen sie in keiner der prächtigen Straßen auf eine Menschenseele, aber auf einen gigantischen Friedhof. Am dritten Tag treffen sie dann doch auf einen alten Mann, der ihnen erzählt, dass in diesem Land einst ein grausamer König herrschte, welcher von der Bevölkerung gestürzt und hingerichtet wurde. Doch die Revolution, die ihnen die Freiheit bringen sollte, begann schon bald auf furchtbare Weise ihre Kinder zu fressen…

Kapitel 3: Die Drei von der Eisenbahn
Kino und Hermes treffen auf einer scheinbar stillgelegte Eisenbahnstraße auf drei alte Gleisarbeiter, welche ohne von einander zu wissen seit mehr als 50 Jahren ihre Arbeit verrichten und doch miteinander eine Verbindung haben…

Kinos Reise Band 2Kapitel 4: Kolosseum
Bei seiner Ankunft in einem neuen Königreich wird unser junger Reisender gegen seinen Willen dazu gezwungen an einem Kampf um Leben und Tod im Kolosseum teilzunehmen. Dabei trifft er auf einen verschlossenen, jungen Schwertkämpfer namens Shizu, welchem ein dunkles Geheimnis zu diesen grausamen Kampf getrieben hat…

Kapitel 5: Im Land der Erwachsenen
Dieses Kapitel wird aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt, welches kurz vor ihrem 12 Geburtstag steht. Laut den Gebräuchen ihres Landes wird jedes Kind, welches dieses Alter erreicht mittels einer geheimnisvollen Operation in einen Erwachsenen umgewandelt. Doch das Schicksal des Mädchen nimmt eine überraschende Wendung, als es auf einen Reisenden namens Kino trifft..

Kapitel 6: Ein friedliches Land
Kino und Hermes erreichen ein Land welches nach einem langen furchtbaren Krieg mit seinem Nachbarland endlich in Frieden zu leben scheint. Doch schon bald muss Kino fassungslos mit ansehen mit welch zynischer Lösung dieser Konflikt gelöst wurde…

Eigene Meinung:

„Die Welt ist nicht schön. Deswegen ist sie es.“

Dieses widersprüchlich erscheinende Zitat ist das Motto von „Kinos Reise“. In kurzen, in sich abgeschlossenen Geschichten, welche teils märchenhaft, teils philosophisch sind, nimmt sich der Autor stets eines bestimmten Themas an wie z.B. Einsamkeit, Arbeit, Krieg oder dem erwachsen werden. Stilistisch erinnert das Buch teilweise an die berühmten Erzählungen „Der kleine Prinz“ oder „Gullivers Reisen“, welche in ähnlicher Weise die zahlreichen Facetten der menschlichen Seele beschreiben.

Ich persönlich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, welcher gerne Geschichten liest, die zum Nachdenken über das Leben anregen…

© Belmot

Kinos Reise: © 2000 Kouhaku Kuroboshi, Media Works / Tokyopop

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