Honey come Honey

Name: Honey come Honey
Englischer Name:
Originaltitel: Honikamu Honey
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die hübsche und zierliche Mitsu liebt die niedlichen und verspielten Accessoires des Designers „Honey X Baddy“. Ihr Heiligtum ist ihre „Honey X Baddy“-Haarklammer, die sie jeden Tag trägt.

Umso überraschter ist sie, als sie herausfindet, dass der gefürchtete Kumagaya, der mit ihr in eine Klasse geht, der Hersteller und Designer von „Honey X Baddy“ ist! Kumagaya ist als Schulschläger bekannt und wird von allen nur der „grausame Grizzy“ genannt.

Wie Mitsu aber feststellen muss, ist Kumagaya gar nicht aggressiv. Lediglich sein Aussehen, bei dem selbst Kinder anfangen zu weinen, verschafft ihn diesen zweifelhaften Ruf. Daher erstellt er seine Broschen und Anhänger auch unter einem Synonym.

Doch auch Kumagaya muss feststellen, dass nicht nur sein Erscheinungsbild täuscht. Auch die kleine Mitsu ist nicht so schwach, wie sie aussieht. Sie ist ein Kampfsport-Profi und weiß sich gegen aufdringliche Verehrer zu verteidigen.

Und da sich Gegensätze vermeintlich anziehen, finden Kumagaya und Mitsu schnell Gefallen aneinander. Sie will Kumagaya, der im Umgang mit Personen durch seine Einsamkeit mittlerweile etwas ungeschickt geworden ist, helfen, Anklang zu finden.

Doch als der Prinz der Schule, Nakaoji, auftaucht und behauptet, die Puppen fürs Schulfest wären von ihm anstatt von Kumagaya, sind alle Pläne von Mitsu mit einem Schlag zunichte gemacht. Und zu allem Überfluss scheint Nakaoji auch noch Gefallen an Mitsu gefunden zu haben.

Eigene Meinung
„Honey come Honey“ ist ein zuckersüßer und toller Manga. Die Geschichte um den grummligen Kumagaya ist herzallerliebst. Gerade die Unbeholfenheit, wie Kumagaya mit anderen Personen umgeht, ist so entzückend. Dabei meint er es immer nur gut und agiert wie ein Gentleman, stände ihm nicht sein bösartig wirkendes Aussehen im Weg.

Ein wenig erinnert die Handlung von „Honey come Honey“ an die Manga-Serie „Otomen“, denn auch „Honey come Honey“ spielt mit Klischees und vertauscht bewusst die typischen Geschlechterrollen.

Mit Auftritt des Prinzen Nakaoji ist Mangaka Yuki Shiraishi ein schlauer Schachzug gelungen, da er die Geschichte als ebenbürtiger Kontrahent noch mal deutlich ankurbelt.

Die Zeichnungen von Yuki Shiraishi sind sehr ansprechend. Natürlich werden typische Shojo-Elemente aufgegriffen. Insbesondere die Accessoires wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und sind unglaublich niedlich. Da wünscht man sich glatt eine Haarklammer von „Honey X Baddy“ als kleines Extra zum nächsten Band.

Rundum hat man bei „Honey come Honey“ eine Menge Spaß beim Lesen und erwartet voller Vorfreude das nächste Band der Serie.

© Izumi Mikage

Honey come Honey: © 2017 Yuki Shiraishi, Shugakukan/ Tokyopop

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Erste Küsse – Wenn die Liebe erblüht

Name: Erste Küsse – Wenn die Liebe erblüht
Englischer Name:
Originaltitel: Shinkon Goko
Herausgebracht: Japan: Shugakukan 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Mai Ando
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
„Erste Küsse“ beinhaltet fünf unterschiedliche Liebesgeschichten:

Plötzlich leben Nagisa und Asuka zusammen unter einem Dach. Da sich die Beiden seit Kindertagen kennen und zusammen aufgewachsen sind, halten ihre Eltern es für unbedenklich, die beiden für eine Woche allein zu lassen, damit diese bei einem Kurzurlaub entspannen können. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, umso mehr erkennen Nagisa und Asuka, dass sie mehr für einander empfinden. Doch Nagisa kann es einfach nicht lassen, Nagisa zu bevormunden, nur weil sie ein paar Jahre älter ist. Ein absolutes „No-Go“ für Asuka, der von Nagisa endlich mal als Mann wahrgenommen werden möchte.

Die nächste Geschichte handelt von Fußballstar Gaku. Seit kurzem sind er und die schüchterne Sachi ein Paar. Nichts würde Gaku mehr motivieren, als wenn Sachi beim nächsten Fußballspiel ein Trikot mit seiner Startnummer tragen und ihn ordentlich anfeuern würde. Doch so einfach ist das für Sachi nicht. Sie merkt, wie die weiblichen Fans über sie herziehen und sie mit bösen Blicken strafen. Sie kann sich einfach nicht überwinden, ihn seinem Wunsch zu erfüllen. Doch wird er das verstehen?

„Unwiderstehliche Küsse“ handelt vom Pärchen Oguro und Kurose. Für Ogura ist Kurose wie eine Katze. Er ist launisch, oftmals abweisend, er treibt seine Spielchen mit Ogura, aber er ist auch unglaublich süß. Als Ogura kann sich vor Vorfreude kaum bremsen, als sie Kurose nach langer Bettelei an ihrem Geburtstag zu einem Date überreden konnte. Doch als ihr Geburtstag endlich da ist, erscheint Kurose einfach nicht. War das nur wieder eins von Kuroses Spielchen und leeren Versprechungen?

In „Küss mich, wenn das Feuerwerk erblüht“ träumt Chisaki von einem Date zu zweit mit ihrer großen Liebe Junpai. Beim Tanabata-Fest will sie ihn unter dem Licht des Feuerwerks küssen. Dann soll die Liebe ewig währen, wie eine Legende verspricht. Doch beim Fest läuft alles anders als geplant. Steht Chisakis Liebe etwa unter keinem guten Stern?

In der letzten Geschichte geht es um den Playboy Igarashi. Er ist bei allen Mädchen beliebt und kommt mit seiner Flirterei immer gut an. Nur Aizawa kann diesen Macho einfach nicht ausstehen. Sie Doch gerade das zieht Igarashi magisch an. Als beide eine Woche lang geimsam den Klassendienst haben, mach Igarashi eine Ansage: Noch bevor diese Woche vorbei ist, wird er Aizawas Herz erobert haben

Eigene Meinung
„Erste Küsse“ beinhaltet fünf Kurzgeschichten rund um die Liebe.
Vor allem die Zeichnungen sind hübsch anzusehen. Dabei könnten die Bilder glatt aus der Feder von Kozue Chiba stammen. Der Zeichenstil variiert von Geschichte zu Geschichte und bietet für jeden Geschmack etwas.

Leider können die einzelnen Short-Storys nicht so sehr punkten, wie der Zeichenstil.
Es fehlt deutlich an Tiefe. Der Grund dafür könnte die Kürze der Geschichten sein. Die Handlungen schreiten zu schnelle voran, sodass man keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren aufbauen oder Tiefgründigkeit erzeugen kann. Dabei hätten manche Geschichten als Serie durchaus Potenzial gehabt.

Zudem ist das Schema der einzelnen Storys immer gleich. Meist ist die Protagonistin ein weinerliches, schwächliches Mädchen, dass über ihren Schatten springen muss. Leider trifft das nicht mehr den Zeitgeist der heutigen Gesellschaft.

Wer sich daran nicht stören lässt, wird mit „Erste Küsse“ kurze, einfache Unterhaltung finden. Alle anderen sind mit den übrigen Werken von Mai Ando sicherlich besser beraten.

© Izumi Mikage

Erste Küsse: © 2016 Mai Ando, Shugakukan/ Tokyopop

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Love & Lies

Name: Love & Lies
Englischer Name: Love & Lies
Originaltitel: Koi to Uso
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Musawo
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Neji ist seit über fünf Jahren unsterblich in seine Mitschülerin Misaki verliebt. Doch seine Liebe steht unter keinem guten Stern, denn sein 16. Geburtstag steht kurz bevor. Durch das sogenannte Yukari-Gesetzt wurde beschlossen, dass einen jeden Japaner mit Erreichen des 16. Lebensjahres ein geeigneter Ehepartner zugeteilt wird. Dadurch sollen die Geburtenraten erhöht und genetisch besser Kinder gezeugt werden.

Daher beschließt Neji am Tag seines Geburtstages, Misaki seine Liebe zu gestehen, bevor er seine zukünftige Partnerin in der Regierungsmitteilung erfahren wird. Als er Misaki im Park trifft und seine Gefühle beichtet, traut er seinen Ohren nicht, denn auch Misaki ist in Neji verliebt.
Sein Glück könnte nicht größer sein, als er in der Regierungsmitteilung auf seinem Handy liest, dass die ihm zugeteilte Partnerin Misaki ist! Doch ehe er sich versieht, wird das Display schwarz. Als er dann den Brief der Regierung erhält, steht darin ein ganz anderer Name – seine Partnerin ist Ririna Sanada. Für Neji und Misaki bricht eine Welt zusammen. Zudem geht Misaki seitdem auf Abstand zu Neji.

Als Neji dann Ririna kennen lernt, versteht er die Welt nicht mehr. Ririna ist bildhübsch, intelligent und aus gutem Hause. Zunächst hält Neji sie für eingebildet und zickig, doch als er ihr von seiner Liebe zu Misaki erzählt, fangen Ririnas Augen an zu funkeln. Sie ist nämlich ein totaler Fan romantischer Liebesgeschichten. Ririnas Entschluss steht fest: Sie will Neji helfen, seine Liebe zu Misaki zu verwirklichen.

Eigene Meinung
„Love & Lies“ hat mich gefesselt, mitgerissen, emotional gepackt und total überrascht. Selten habe ich ein Manga sofort in einem Atemzug durchgelesen.

Die Geschichte von „Love & Lies“ ist innovativ. Die Vorstellung, in einer futuristischen Gesellschaft zu leben, in der selbst die Liebe von der Regierung optimiert wird, ist makaber und surreal und genau deswegen so aufregend. Auch Deshalb fühlt der Leser sofort mit den Protagonisten mit. Dabei erinnert die Geschichte um Neji und Misaki ein wenig an „Romeo & Julia“, auch wenn man hofft, dass die beiden eine glücklichere Zukunft erwartet.

Am Anfang ist der Leser zunächst total begeistert von dem Pärchen Misaki und Neji, doch auch Ririna findet schnell einen Platz im Herzen der Leser. Die Vorstellung einer glücklichen Ehe zwischen Ririna und Neji scheint plötzlich nicht mehr so utopisch.

Die Zeichnungen sind sehr gut gelungen. Vor allem die Emotionen werden wunderbar herausgearbeitet. Gerade die Mimik von Ririna, die so natürlich und ehrlich wirkt, dringt tief ins Herz ein.

Bei all den tollen Elementen, die „Love & Lies“ so perfekt macht, vergisst man total, dass Nejis Handy am Anfang den Namen von Misaki angezeigt hat. Was es damit wohl auf sich hat? Bahnt sich hier etwa eine größere Verschwörung an?

„Love & Lies“ ist eine tolle und romantische Serie, voller unvorhersehbarer Wendungen. Vor allem das Ende des ersten Bandes haut den Leser noch mal vom Hocker, sodass man am liebsten sofort in die nächste Buchhandlung rennen und Band 2 kaufen möchte.

© Izumi Mikage

Love & Lies: © 2015 Musawo, Kodansha/ KAZÉ

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Bloom into you

Name: Bloom into you
Englischer Name: Bloom into you
Originaltitel: Yagate Kimi ni Naru
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Nio Nakatani
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Yu liest zwar gern Shojomanga und glaubt zu verstehen wie die Liebe sein sollte, aber im Grunde versteht sie nichts davon. Als ihr ein Junge seine Liebe gesteht, sind da keine Schmetterlinge im Bauch und auch sonst ist es ihr eher peinlich, als das sie sich geschmeichelt fühlt. Aber wie gibt man jemanden einen Korb?

Dies erlebt sie dann hautnah mit, als sie sich dem Schulkommitee anschließt und ihre Mitschülerin Nanami dabei beobachtet, wie sie einen Verehrer abweist. Die Beiden kommen sich danach näher, zumal auch ihre Mitschülerin noch nie verliebt gewesen war und dieses auch gar nicht zu wollen scheint. Somit sieht Yu einige Parallelen zu sich.

Doch dann gesteht ihr Nanami, dass sie sich in Yu zu verlieben beginnt. Allerdings erwartet sie darauf keine Erwiderung! Erwachen nun auch Yus Gefühle oder bleibt es nur eine einseitige Liebe?

Eigene Meinung
„Bloom into you“ ist ein wirklich gefühlsbetonter Manga, der sich mit dem Thema der ersten Liebe und deren widersprüchlichen Gefühle beschäftigt.

Der Geschichte wird viel Raum gegeben um sich zu entwickeln, dies tut dem Manga auch wirklich gut. Gerade Yu ist schon fast was die Liebe angeht ein wenig gefühlskalt und taut erst nach und nach auf. Wohingegen Nanami mit den Gefühlen für ihre Mitschülerin schon etwas überfordert zu sein scheint. Interessant ist auch zu sehen, dass eine weitere Mitschülerin namens Saeki wohl ein Auge auf Nanami geworfen hat. Wie wird Yu mit Konkurrenz wohl umgehen! Spannend bleibt es auf jeden Fall!

Zeichnerisch fand ich den Manga ebenfalls sehr gut, auch wenn die Mädchen wie immer recht stereotyp sind. Da würde ich mir manchmal ein wenig mehr Kreativität in der Gestaltung wünschen.

Zum Manga erschien 2018 in Japan auch noch eine Animeserie mit 13 Folgen. Bisher erschien er weder als Stream noch zum Kauf in Deutschland!

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist passend gewählt, da das Thema gleichgeschlechtliche Liebe und deren Irrungen und Wirrungen in diesem Alter schon gut zu verstehen ist.

Da es so wenig Shojo-ai Manga in Deutschland gibt, sollte man sich „Bloom into you“ nicht entgehen lassen!

Bloom into you: © 2015 Nio Nakatani, Kadokawa/ Carlsen

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Blick ins Herz

Name: Blick ins Herz
Englischer Name:
Originaltitel: Sonna me de minaide
Herausgebracht: Japan: Shugakukan 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Marina Umezawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Seit Honami sich erinnern kann, schwärmt sie für Jungs mit Brille. Auch wenn sie selbst sehr attraktiv ist und schon mehrere Liebesgeständnisse bekommen hat, hat sie bisher alle anderen Jungs abblitzen lassen. Wenn ihr Verehrer kein Brillenträger ist, springt bei Honami einfach nicht der Funke über.

Doch als eines Tages unvermittelt ihr damaliger Sandkastenfreund Kazuma in Honamis Klasse wechselt und dieser auch noch eine Brille trägt, ist es um Honami geschehen. Sie verliebt sich sofort in ihn.

Und auch Kazuma scheint Interesse an ihr zu haben. Als sich ein paar Schülerinnen über Honamis Faible lustig machen, tritt Kazuma schützend vor sie und gesteht, dass er sich zuerst in sie verliebt hätte. Honami fühlt sich wie im siebten Himmel. Es kommt zum Kuss zwischen den beiden, doch als Sie ihre Augen öffnet, fällt ihr auf, dass etwas mit Kazumas Brille nicht stimmt. Sie ist nur eine Fakebrille aus Plastik, ohne Sehstärke. Plötzlich ändert sich Kazumas ganzes Wesen. Sein Blick wird düster und seine Mimik bösartig. Kazumas Plan scheint aufgegangen zu sein, denn er möchte sich an Honami für ein Ereignis aus ihrer gemeinsamen Kindheit rächen. Und dafür will er Honami alle ersten Liebeserfahrungen stehlen.

Was ist damals schlimmes passiert und kann das Blatt noch gewendet werden?

Neben „Blick ins Herz“ gibt es noch zwei weitere Kurzgeschichten:
Die anhängliche Miho konnte bisher keine Beziehung aufrechterhalten. Immer scheitert es daran, dass sie es übertreibt und die Jungs mit ihrer Liebe „erstickt“. Es ist mittlerweile Tradition geworden, sich in einer Konditorei mit Kuchen über die Trennung hinweg zu trösten. Doch das fällt auch dem Besitzer Nagato auf, der Miho nach einer neuen Trennung fragt, ob sie es nicht mit ihm versuchen möchte. Wird Nagato mit Mihos „Überliebe“ umgehen können oder auch die Flucht ergreifen?

Die letzte Geschichte handelt von Mimi und ihrem Freund Hiroto, der leider 300km entfernt auf eine andere Schule gewechselt ist. Beide sehen sich nur selten. Dennoch haben sie sich versprochen, jeden Jahreswechsel zusammen zu verbringen. Doch als Mimi Hiroto einen Überraschungsbesuch abstattet, ist er wie verändert. Zudem erzählen seine Freunde von den Plänen über eine Silvesterfeier. Hat Hiroto etwa das Versprechen zu Miho vergessen?

Eigene Meinung
„Blick ins Herz“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Dabei nimmt die Handlung um Honami und Kazuma den Hauptteil ein. Ich persönlich finde auch hier wieder die beiden Nebengeschichten deutlich interessanter und besser gelungen.
Die Haupthandlung ist in sich nicht schlüssig. Der Charakterwechsel Kazumas vom Nice Guy zum Bad Boy wird in ca. 5 Seiten wieder revidiert, sodass man keine Chance hat, dieser hinterhältigen Intrige Glauben zu schenken. Kazuma zeigt nicht einen Moment lang, dass er böse Absichten hätte. Mit mehr Spielraum an Seiten, hätte man diesen eigentlich interessanten Schachzug sicherlich deutlich besser und glaubwürdiger ausbauen können. So ist die Handlung leider eher eine Standard-Shojo-Story.

Zeichnerisch ist „Blick ins Herz“ sehr ansprechend. Vor allem das Cover zieht viele Leser an. Die Zeichnungen wirken sehr dynamisch und die Hauptcharaktere sind sehr attraktiv. Emotionen kommen gut zur Geltung. Lediglich an Hintergrundzeichnungen fehlt es des Öfteren.

Für Zwischendurch ist das Einzelband „Blick ins Herz“ sicherlich gut und Fans von romantischen Shojo-Serien, die Stereotypen mögen, werden auch hier zufrieden sein.

© Izumi Mikage

Blick ins Herz: © 2014 Marina Umezawa, Shugakukan/ Tokyopop

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Daily Butterfly

Name: Daily Butterfly
Englischer Name:
Originaltitel: Hibi Chocho
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Suu Morishita
Bände: 12 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die wunderschöne Suiren ist gleichermaßen bei Jungs, wie auch Mädchen beliebt. Ihr Aussehen verschlägt allen den Atem.
Doch dieser Segen ist für Suiren mittlerweile zum Fluch geworden. Sie wird regelmäßig umlagert und bedrängt. Schon in der Grundschule haben sie die Jungs nicht in Ruhe gelassen. Und als Suiren in der Mittelstufe an eine reine Mädchenschule gewechselt ist, fingen auch die Mädchen an, sie zu begehren. Schon das kleinste Lächeln versetzte alle in Suirens Umgebung in Ekstase, wodurch sie sich angewöhnt hat, keine Regung mehr im Gesicht zu zeigen. Die meiste Zeit vermeidet sie es sogar, zu sprechen.
Auch wenn Suiren nun alle Emotionen und Gespräche meidet, scheint die Zahl an Verehrern nicht abzunehmen. Diese Zurückhaltung bringt Suiren sogar noch den Spitznamen „Rose“ ein, da sie mit einer unerreichbaren Rose vergleichen wird.
Doch in der Masse von Jungs, fällt Suirens Blick plötzlich auf Kawasumi. Irgendwas ist an ihm anders und zieht Suiren magisch an.
Als Kawasumi eines Mittags einen aufdringlichen Schüler davon abhält, Suiren weiter zu belästigen, fällt es ihr schlagartig auf: Kawasumi guckt Suiren nicht einen Moment in die Augen. Wenn sie an ihm vorbei geht, wendet er sich von ihr ab. Und selbst beim direkten Gespräch blickt Kawasumi eher zu Boden, als Suiren anzugucken.

Für Suiren ist das eine völlig neue Erfahrung und sie beschließt, Kawasumi gegenüber eine andere Seite von ihr zu zeigen, um ihn besser kennenzulernen.

Eigene Meinung
„Daily Butterfly“ ist ein niedliches und einfühlsames Manga. Vor allem die Hauptcharaktere sind sehr interessant. Mangaka Suu Morishita schafft es, auch ohne die Darstellung von Emotionen und ohne viel Text, die Gefühle der Protagonisten klar herauszustellen. Der Leser taucht bereits nach den ersten Seiten vollständig in die Geschichte von „Daily Butterfly“ ein.

Der Zeichenstil ist, passend zur Handlung, sehr sanft. Feine Linien, ohne viel Spielerei, runden das Bild ab. Schon das Coverbild von „Daily Butterfly“ sticht an sich nicht aus der Masse heraus, sondern ist schlicht und eher blass gezeichnet. Doch gerade das macht das Manga irgendwie charmant und interessant. Lediglich der Bildwechsel hätte manchmal etwas eindeutiger sein dürfen, da man bei einigen sprunghafte Szenen mal kurz den Faden verlieren kann.

Bei „Daily Butterfly“ handelt es sich um eine ruhige, liebevolle und verträumte Serie, die es mit ihren „leisen Tönen“ schafft, ganz laut zu sein. Eine großartig umgesetzte Geschichte.

© Izumi Mikage

Daily Butterfly: © 2012 Suu Morishita, Shueisha/Altraverse

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1/3 – Auf einem Nenner

Name: 1/3 – Auf einem Nenner
Englischer Name:
Originaltitel: 1/3 Sanban no ichi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kozue Chiba
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Die Halbinsel Enoshima ist berühmt für seinen wunderschönen Strand und die romantische Aussicht über das Meer. Kein Wunder, dass hier vor allem Liebespaare herkommen und sich ewige Treue schwören. Zu blöd nur, dass Shiyuka in Enoshima wohnt und dennoch keinen Freund hat. Zu gerne hätte sie einen Freund, um all diese romantischen Hot-Spots zu besichtigen und die Freude der Liebe kennenzulernen. Doch in einer solchen Provinz wie Enoshima kennt sich nun mal jeder und bisher hat Shiyuka keinen passenden Jungen für sich finden können.

Das alles soll sich ändern, als eines Tages zwei gut aussehende Jungs aus Tokyo an ihre Schule kommen. Shin und Yu Sumeragi sind Cousins. Yu ist sogar ein beliebtes Model. Natürlich wittert Shiyuka hier ihre Chance, sodass sie sofort zum „Angriff“ ansetzt.
Bei der ersten Gelegenheit spricht sie Yu an und bittet ihn um seine Kontaktdaten. Doch dieser Schuss geht gewaltig nach hinten los. Yu reagiert total verärgert und nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Shiyuka muss sich anhören, wie durchschnittlich sie doch aussähe und das sie nicht besser sei, als all die anderen Mädchen. Natürlich würde sie seine Nummer nie bekommen.

Diese Abfuhr hat gesessen. Die Worte von Yu treffen Shiyuka doch überraschend hart. Doch lange Zeit bleibt nicht, darüber nachzudenken, denn Shin hat das Gespräch mitangehört und fühlt sich als Familienmitglied mitverantwortlich. Shin entschuldigt sich zutiefst und zeigt, dass er sich gut in Shiyuka hineinversetzen kann.

Da fällt Shiyuka auf, dass sie auf die falsche Karte gesetzt hatte. Nicht Yu ist ihr Kandidat, sondern Shin. Er ist nicht nur freundlich, sondern auch schlau und sportlich. Als ein Unterwäsche-Foto von Shiyuka in der Schule die Runde macht, stellt sich Shin schützend vor sie und stellt den „Täter“ sogar zur Rede.

Shiyuka erkennt, dass sie sich Hals über Kopf in Shin verliebt hat. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und gesteht ihm ihre Liebe.
Doch auch diesmal läuft es nicht wie geplant. Sie kassiert erneut einen Korb. Doch was ist der Grund? Gibt es noch jemand anderen in Shins Herzen?

Eigene Meinung
„1/3 – Auf einem Nenner“ ist eine niedliches und gut inszeniertes Shojo-Manga. Zugegeben, die Story von „1/3 – Auf einem Nenner“ ist nicht sonderlich innovativ, dennoch fühlt man sich gut unterhalten. Manchmal ist das Altbewährte eben immer noch das Beste.
Kozue Chiba legt viel Wert auf Authentizität. Die Halbinsel Enoshima, die Umgebung und die wichtigsten Sightseeing-Spots wurden realistisch wiedergegeben. Wer schon einmal dort war, wird sicher schnell in Erinnerungen schwelgen und sich fühlen, als wäre man wieder vor Ort.

Zeichnerisch ist „1/3 – Auf einem Nenner“ gelungen, wenn auch ausbaufähig. Besonders hervorzuheben ist eigentlich nur Shiyuka. Shin und selbst Yu wirken eher auswechselbar. Dennoch werden die Emotionen und das Zusammenspiel von Shiyuka und Shin gut dargestellt. Daher empfindet man schnell Sympathie für die beiden Hauptcharaktere.

„1/3 – Auf einem Nenner“ ist also ein gelungener und romantischer Shojo-Manga, der in seinen Folgebänden noch an seinem Alleinstellungsmerkmal arbeiten darf.

© Izumi Mikage

1/3 – Auf einen Nenner: © 2017 Kozue Chiba, Shogakukan/ Tokyopop

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True Kisses

Name: True Kisses
Englischer Name: A Kiss, For Real
Originaltitel: Sekirara ni Kiss
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Fumie Akuta
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Um beliebt zu sein und nicht mehr ausgesondert zu werden, hat sich Chitose eine Maske zugelegt, hinter der sie ihr wahres Ich versteckt. Umso verunsicherter ist sie, als jemand ohne Probleme hinter diese Maske sieht und sie dennoch zu mögen scheint. Dieser jemand heißt Itsuki! Ebenfalls ein Schüler, welcher ihr die Kunst näher bringt, da er neben der Schule noch eine Kunst-Vorbereitungsschule besucht. Diese künstlerische Welt ist was ganz neues für Chitose und je mehr Zeit sie dort mit Itsuki verbringt, desto mehr wird sie wieder sie selbst!

Leicht fällt ihr dies allerdings nicht. Zumal sie auch Gefühle für ihren neuen Freund entwickelt, die dieser aber nicht zu erwidern scheint, obwohl er Chitose schon geküsst hat. Vielleicht kann er sie auch einfach nicht erwidern? Nur warum?

Einiges liegt noch im Dunkeln und es wird sich zeigen, ob nicht doch noch ein Paar aus den Beiden werden kann!

Eigene Meinung
Mir gefiel „True Kisses“ wirklich gut. Zwar ist der Manga von der Geschichte her auch nicht wirklich was neues, hat aber einfach einen gewissen Charme. Besonders Chitose gefiel mir, die so unbedingt dazu gehören will, dass sie sich selbst verleugnet. Sie merkt dann aber doch, dass sie so nicht glücklich werden kann. Itsuki dagegen ist noch ein wenig farblos. Er fordert Chitose heraus, bringt ihr wahres Ich ans Licht, küsst sie, aber erwidert angeblich ihre Gefühle nicht! Da steckt sicher noch etwas anderes dahinter! Etwas, dass man über seine Vergangenheit noch nicht weiß! Es wird interessant sein, herauszufinden, was dies ist und ob es für die Beiden als Paar eine Chance geben wird! Wovon ja eigentlich auszugehen ist!

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll, auch wenn die Charaktere doch wieder den gängigen Klischees entsprechen. Aber darüber sieht man bei der wirklich guten Geschichten gern hinweg.

Zu empfehlen ist der Manga ab einem Alter von 12 Jahren, da man in diesem Alter schon reif genug ist, um die Themen der Handlung auch wirklich nachvollziehen zu können.

Fans von wirklich guten Shojo Manga sollten bei „True Kisses“ beherzt zugreifen!

True Kisses: © 2015 Fumie Akuta, Kodansha/ EMA

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After School Dates

Name: After School Dates
Englischer Name:
Originaltitel: Houkago, Aimashou
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kazumi Ohya
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Itsuki und Seiya besuchen dieselbe Akademie, allerdings jeweils einen anderen Fachbereich, welchen sie auch noch als Schülersprecher vertreten.

Diese Fachbereiche sind ständig am streiten, zumal die ISB Schüler (reiche, einflussreiche Eltern) auf die Schüler der AGM, wegen ihres niedrigen sozialen Status, hinabblicken. Itsuki und Seiya sind ständig bemüht Streit zu schlichten und ein besseres Verhältnis untereinander zu schaffen, auch wenn sie sich dabei mitunter selbst einige Wortgefechte liefern.

Was allerdings niemand ahnt ist, dass die Beiden nach Schulschluss ein Paar sind! Am wenigsten hätten sie selbst das wohl erwartet, da ihre Familien seit je her im Streit miteinander liegen und sie sich entsprechend ebenfalls die Kindheit und Jugend über nur am streiten waren.

Doch was passiert, wenn sie auffliegen? Gibt es dann noch eine gemeinsame Zukunft für sie?

Eigene Meinung
Endlich gibt es etwas Neues von Kazumi Ohya!

Ich hab schon ihre „Takumi-kun“-Reihe geliebt, auch wenn sie etwas weniger offen hätte enden können. Um so glücklicher bin ich nun über „After School Dates“ welcher mit „After School Dates Re“ im nächsten Jahr noch fortgesetzt wird.

Wie von der Mangaka gewohnt, sind die Zeichnungen wirklich toll, sehr filigran und detailreich. Dies kommt auch den expliziteren Szenen zu gute, obwohl dort meist viel mehr angedeutet, als wirklich gezeigt wird. Aber dies passt auch wieder zur Handlung, da das Augenmerk wirklich mehr auf das Paar und seinen Problemen gelegt wird, als auf den Sex zwischen den Beiden.

Es macht daher auch wirklich Spaß zu erfahren, wie die beiden Hauptcharaktere überhaupt zusammen gekommen sind und wie schwer es ihnen fällt, Zeit füreinander zu finden. Gerade dieses auf und ab, die Missverständnisse, die Heimlichtuerei und die Liebe der Beiden macht den Manga so lesenswert.

Die Altersempfehlung liegt bei 15+ und passt sehr gut, da die Sexszenen nun wirklich nichts für jüngere Leser sind.

Fans von Kazumi Ohya und sehr guten Boys Love Manga sollten unbedingt bei „After School Dates“ zugreifen

After School Dates: © 2015 Kazumi Ohya, Kadokawa/ Tokyopop

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Give me this Man!

Name: Give me this Man!
Englischer Name:
Originaltitel: Kono Hito wo Ore ni Kudasai
Herausgebracht: Japan: Libre 2013
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Saeko Kamon
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Wataru versucht über eine Partnervermittlung die Frau für’s Leben zu finden. Dies gestaltet sich wegen seiner Menschenscheu und seiner schnellen Erregbarkeit als ziemlich schwierig. Neu an die Seite wird ihm daher Shishinai gestellt. Der Angestellte der Partnervermittlung tut sein möglichstes, um seinen Klienten an die Frau zu bringen!

Nur warum hat er in Watarus Nähe, je mehr Zeit sie miteinander verbringen, solches Herzklopfen? Warum wird er eifersüchtig, nachdem er dann doch noch eine potentielle Partnerin für den scheuen Mann gefunden hat? Und was ist mit seinem Klienten? Sucht er nicht auch gezielt seine Nähe?

Kann Shishinai es wagen zu hoffen, das er der „Mann“ für Wataru sein könnte? Die Person die das Schicksal ihm bestimmt hat?

Eigene Meinung:
Ich hab mich sehr gefreut, das mal wieder ein neuer Boys Love Manga von Saeko Kamon erschienen ist! Nachdem, meiner Meinung nach, nicht so tollen „Das Raubtier in dir“, hoffte ich, dass „Give me this Man!“ von der Qualität wieder mehr in Richtung „Royal Fiance“ geht und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Geschichte wird genügend Raum gegeben um sich zu entwickeln. Gerade Wataru ist anfangs noch so scheu, er taut mit der Zeit auf und auch Shishinai ist nicht sofort in den anderen Mann verliebt, wie es so oft der Fall in Boys Love Manga ist. Die Beiden haben stattdessen ihre Höhen und Tiefen, was die Spannung erhöht und einen den Manga ungern aus der Hand legen lässt.

Zeichnerisch ist der Manga wie immer wirklich toll, sehr detailreich, im sexuellen Bereich nie zu explizit, aber dennoch sehr gut dargestellt.

Die Altersempfehlung von 18 Jahren finde ich hier etwas hoch gegriffen, die hätte meiner Meinung nach auch bei 16 Jahren liegen können. Es gibt zwar eine Szene die etwas über griffig dargestellt wird, aber diese kann man auch mit 16 Jahren schon nachvollziehen!

Fans von wirklich guten Boys Love Manga, sollten bei „Give me this Man!“ unbedingt zugreifen!

Give me this Man!: © 2013 Saeko Kamon, Libre/ EMA

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