Hybrid Child

Name: Hybrid Child
Englischer Name: Hybrid Child
Originaltitel: Hybrid Child
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2008
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Shungiku Nakamura
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
„Hybrid Child“ vereint mehrere kurze Geschichten über Liebe, Verlust und dem eigentlichen Sinn des Lebens in sich.

Dabei lernt man den jungen Kotaro und Hazuki kennen. Kotaro rettete Hazuki als kleiner Junge von einem Schrottplatz, wo man das „Hybrid Child“ einfach so entsorgt hatte. Hybrid Children sind künstliche Wesen, weder Mensch noch Maschine, die sich erst durch die Liebe und Fürsorge ihrer Besitzer weiterentwickeln und wachsen. Als Hazuki nun anfängt Fehlfunktionen zu haben wendet sich Kotaro an dessen Erschaffer Kuroda mit dem verzweifelten Wunsch einer Reparatur. Doch dieser macht ihm keine großen Hoffnungen. Dennoch ist Kotaro bereit alles zu tun, um Hazuki zu retten, denn ein Leben ohne ihn ist einfach unvorstellbar!

In einer weiteren Geschichte wundert sich Yuzu, ebenfalls ein Hybrid Child, warum er trotz der Fürsorge seines Besitzers nicht wächst. Was ist es, was ihn daran hindert? Warum ist sein Besitzer oft so traurig und sitzt ganz allein in einem Meer aus Blumen im Garten? Nach einem Tipp eines erwachsenen Hybrid Childs, verlangt er von Ichi mit ihm Liebe zu machen, damit er endlich wächst! Dieser geht darauf aber nicht ein und erst nach einem Anschlag auf das Leben seines Besitzers, bei dem dieser schwer verletzt wird, wird ihm klar, was ihm gefehlt hatte, um zu wachsen.

Der Rest des Bandes beschäftigt sich dann mit Kuroda und dessen tragischer Vergangenheit. Erst nach einem großen Verlust, der ihn tief prägte, begann er Hybrid Children herzustellen. Vermutlich um auf eine verdrehte Art das zurückzubekommen, was er einst auf tragische Weise verlor.

Eigene Meinung
„Hybrid Child“ ist ein wirklich toller Manga, voller Melancholie, einer Spur Witz aber auch reichlich Liebe! Mir gefällt das Zusammenspiel dieser Komponenten sehr gut. So gut, dass einem schon mal die Augen feucht wurden oder man einfach nur lächeln musste.

Nach dem Inhalt des Einzelbandes entstand in Japan auch ein Hörspiel sowie eine vierteilige OVA, die auch hier zu Lande unter Boys Love Fans sehr beliebt ist. Auch ich kenne sie natürlich und freute mich daher um so mehr, dass nun auch der Manga dazu bei uns auf Deutsch erschien ist.

Bisher hat mich aber auch noch kein Manga von Shungiku Nakamura enttäuscht. Sowohl „Junjo Romantica“ als auch „Sekaiichi Hatsukoi“ waren und sind wirklich tolle Manga von ihr, die auch ich im Regal stehen hab. Daher freue ich mich auch sehr über diesen Einzelband. Klar hätte man noch mehr aus der Geschichte um die Hybrid Children machen können, aber auch so war das Lesen ein Genuss.

Die Zeichnungen sind Geschmackssache, denn sie sind doch ein wenig kantiger und nicht so weich, wie bei anderen Manga des Genre. Zudem gleichen die Charaktere auch denen aus den anderen Werken der Mangaka. Man sieht darüber aber gern hinweg, denn die Geschichten sind einfach gut und spannend erzählt.

Mit dem Lesen kam man gut voran, ab und an waren die Panele zwar ein wenig textlastig, aber dies machte einem in diesem Fall nicht so viel aus.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt. Zwar geschieht im sexuellen Sinn nicht all zu viel und wenn auch nicht gerade explizit, aber man sollte schon eine gewisse Reife besitzen, um die ernsten Themen des Manga wirklich nachvollziehen zu können.

Fans von Shungiku Nakamura und ihren Werken sollten auch bei „Hybrid Child“ zugreifen! Aber auch Neulinge oder Boys Love Fans generell ist der Manga an’s Herz zu legen!

Hybrid Child: © 2008 Shungiku Nakamura, Kadokawa/ Carlsen

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Kiss X Death

Name: Kiss X Death
Englischer Name:
Originaltitel: Kiss X Death
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2014
Deutschland: Panini Manga 2016
Mangaka: Yasuhiro Kanou
Bände: 6 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Der Außerirdische Z erhält den Auftrag fünf kriminelle Parasiten ins Exil auf die Erde zu bringen und dort niederen Lebewesen einzunisten. Er hat fünf Jahre Zeit Proben der Wirte an seine Heimat zu schicken. Sollte er das schaffen, wird ein Raumschiff ihn abholen. Doch auf der Erde angekommen läuft einiges schief! Die fünf Kriminellen können fliehen und nisten sich in den Körper von den fünf äußerst unattraktiven Mädchen Rosa Mikawa, Ria Nagamine, Hinano Chineya, Nanaka Oue und Yuni Komagata ein. Zusammen überwältigen sie Z und töten ihn. Nur mit viel Glück kann er sich als Wirtskörper eine Blume übernehmen und fristet zwei Jahre darin. Dann nähert sich zufällig der introvertierte Oberschüler Shingo Tozu der Blume und wird von Z übernommen. Z muss nun versuchen die fünf Kriminellen einzufangen und seinen Auftrag in die Tat umzusetzen.

Die fünf Mädchen waren in den letzten zwei Jahren nicht untätig. Sie haben nicht nur ihr Äußeres perfektioniert, sondern haben auch die Herrschaft von fünf Oberschulen übernommen. Ihr Ziel ist es alle Schüler unter ihre Kontrolle zu bringen. Z in Shingos Körper ist dagegen zwar extrem stark und hochintelligent, aber ganz allein. Shingo findet schnell die fünf Kriminellen, da sie sich sehr auffällig benehmen, und sucht sich als erstes Ziel seine Mitschülerin Yuni Komagata aus.

Im alten Schulgebäude der Enjo-Oberschule befindet sich die „Alte-Schulgebäude-Liga“, deren Chefin Yuni Komagata ist. Er nähert sich unerlaubt dem Gebäude und wird gleich von ihren Aufpassern abgefangen. Doch diese pustet Shingo geradezu weg. Er bemerkt, dass einer der Verteidiger ein Nebenwirt von Yuni ist. Er besiegt den Jungen. Durch einen Kuss kann er den Parasiten auf der Zunge entfernen. Doch als er dann auf Yuni trifft, endet sein Siegeszug. Shingo hat fürchterliche Angst vor Frauen und kann sich ihnen nicht nähern! Wird Z es schaffen Shingo diese Angst zu nehmen? Wird er die fünf Kriminellen einfangen und seinen Auftrag beenden?

Eigene Meinung
„Kiss X Death“ ist hierzulande der erste Manga von Yasuhiro Kanou. Der Manga hat mich jedoch nicht gerade umgehauen. Der schüchterne Shingo mit einer Frauen-Phobie wird von einem außerirdischen Parasiten übernommen und muss gegen fünf Schönheiten kämpfen. Die Geschichte folgt einem bekannten Muster, welches zwar flüssig und unterhaltsam erzählt wird, aber leider wenig überrascht. 

Die Charaktere sind sehr stereotypisch und klischeehaft. Besonders Shingo wird einem als Nerd vorgestellt und scheint jede Facette eines Nerds zu haben. Die Zeichnungen sind ordentlich und die kurzen Actionszenen detailliert umgesetzt.

Natürlich kommt auch dieser Shonen-Titel von Panini Manga nicht ohne Höschen-Szenen daher, von denen es schon einige zu sehen gibt. Außerdem gibt es Nacktszenen in der Sauna, in denen aber nur die nackten Brüste zu sehen sind.

Rundum ist „Kiss X Death“ ein solider Shonen/Science-Fiction-Manga mit bekannten Elementen. Band eins bildet ein gutes Fundament für eine Geschichte, die sich vielleicht auch in eine spannende Richtung entwickeln kann.

Kiss X Death: © 2014 Yasuhiro Kanou, Shueisha / Panini Manga

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Ultraman

Name: Ultraman
Englischer Name: Ultraman
Originaltitel: Ultraman
Herausgebracht: Japan: Hero’s Inc 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Eiichi Shimizu / Tomohiro Shimoguchi
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Vor einigen Jahren suchten Außerirdische die Erde heim, bösartige Monster, die die Menschheit vernichten wollten. Zum Glück tauchte auch ein gutes Alien auf. Es vereinigte sich mit einem Menschen und verlieh diesem seine Macht. Mit dieser Stärke konnte „Ultraman“ als Superheld die Erde retten. Danach kehrte der gute Alien wieder in die Weiten des Weltalls und „Ultraman“ in sein normales Leben zurück.

Jahre später ist Shin Hayata, der frühere „Ultraman“, Japans Verteidigungsminister und glücklicher Vater eines Sohnes. Obgleich er Teil der SSS-Party war, die den Schutz der Erde organisierte, kann er sich an die Bedrohung aus dem Weltraum kaum erinnern. Als sein außerirdischer Partner ihn verließ, nahm er auch alle Erinnerungen mit sich. Die übermenschliche Stärke aber blieb Hayata erhalten. Und das ist auch dringend notwendig. Denn erneut greifen Monster die Erde an und nur „Ultraman“ kann die Bedrohung aufhalten. So legt Hayata erneut den Anzug an.

Doch nicht nur das: Es scheint, dass auch sein Sohn Shinjiro superstark und nahezu unverwundbar ist. Im Gegensatz zu seinem Vater kann der Oberschüler seine angeborenen Kräfte jedoch nicht kontrollieren. Das interessiert den bösen Außerirdischen Bemular reichlich wenig. Er will die Ultraman-Gene in Shinjiro für seine Zwecke nutzen. Ultraman ist kein Gegner für ihn. In einen Kampf um Leben und Tod, den Ultraman zu verlieren droht, schaltet sich Hayatas Arbeitskollege Die ein. Er bietet Shinjiro einen neuen „Ultraman“-Anzug an, um seinen Vater zu retten – und die Welt..

Eigene Meinung
„Ultraman“ war der Titel eines Superhelden-Kinofilms aus den 1960er-Jahren. 50 Jahre später bringen nun mit Eiichi Shimizu und Tomohiro Shimoguchi zwei „Ultraman“-Fans eine Fortsetzung des ursprünglichen Stoffs im Manga-Format heraus. Im Mittelpunkt stehen der frühere Ultraman und sein Sohn, die sich gemeinsam einer neuen Herausforderung stellen müssen.

Ultraman ist eine Mischung aus Iron Man und Captain America – in gut. Das liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Charakteren. Während im Marvel-Universum ein naiv-patriotischer Steve Rogers in US-Flaggenmontur über die Schlachtfelder wetzt und Tony Stark, trotz allem Verantwortungsbewusstsein, in seiner Freizeit ein Dandy und Lebemann ist, kann man sich sowohl mit Hayata, als auch seinem Sohn Shinjiro identifizieren. Trotz aller Superkraft handelt es sich um normale Leute – einen Vater, der seinen Sohn liebt und wenig Aufhebens um seinen Beruf macht und einen Jugendlichen, der spektakulär an der Eroberung eines Mädchens scheitert. Das  allein macht schon sympathisch und bildet das Fundament für eine tiefergehende charakterliche Betrachtung der beiden Protagonisten im Laufe der Serie. Das unterstreichen auch die Zeichnungen, in denen die Mimiken der Charaktere im Mittelpunkt stehen, Hintergründe gibt es nur spärlich. Im Kampfgetümmel werden sie aber auch nicht unbedingt benötigt. Dafür braucht sich „Ultraman“ wirklich nicht hinter seinem genial designten Maß-Anzug zu verstecken. Die Handlung übrigens auch nicht, deren Fortgang man nur schwer vorrausagen kann.

Endlich mal wieder eine Superhelden-Serie, bei der man wirklich gespannt auf die Fortsetzung sein darf!

© Rockita

Ultraman: © 2012  Eiichi Shimizu /Tomohiro Shimoguchi  Hero’s Inc / Tokyopop

 

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Blame!

Name: Blame!
Englischer Name: Blame!
Originaltitel: Blame!
Herausgebracht: Japan: Kodansha 1997/2015
Deutschland: Feest / EMA 2001, Manga Cult 2017
Mangaka: Tsutomu Nihei
Bände: 10 Bände
Neuausgabe: 6 Bände
Preis pro Band: 11,95 DM bzw. 5,00 €
Neuausgabe: 28,00 €

Story
In nicht ganz so ferner Zukunft existiert ein Großteil der Menschheit nicht mehr. Eine Genmutation löschte sie aus. Auch die Erde hat sich verändert. Die überlebenden Menschen leben innerhalb der sogenannten „Megastruktur“, einem riesigen Komplex aus schier endlosen Gängen und Etagen. Manche dieser Ebenen, Level genannt, sind unbewohnt, in anderen existieren Lebewesen, in wieder anderen nur Maschinenwesen und Cyborgs.

Der Humanoide Killy reist von Level zu Level, von Zivilisation zur Einöde. Er ist auf der Suche nach Menschen mit sogenannten „Netzwerkgenen“ – reinen Genen, wie sie vor der Mutation bestanden. Nur Menschen mit Netzwerkgenen sind noch kompatibel mit der „Behörde“, dem allumfassenden Steuerungszentrum der Megastruktur. Doch gibt es kaum noch Menschen mit Netzwerkgenen. Und Killy ist auch nicht der einzige, der hinter ihnen her ist…

Erst als Killy zufällig auf die mysteriöse Wissenschaftlerin Cibo trifft, die in einem verfaulenden Körper ihr Dasein fristet, nimmt seine Suche Fahrt auf. Denn Cibo kennt die Behörde gut – und hat noch eine Rechnung mit der Schutzwehr offen…

Eigene Meinung
„Blame!“ ist sowohl Erstlingswerk des Mangaka, wie auch Prototyp fast aller seiner weiteren Werke. In der nicht allzu angenehmen Zukunftsutopie von „Blame!“ streift Protagonist Killy durch einen nicht enden wollenden Dschungel aus Röhren und Ebenen – ein „Lonesome Ranger“ in der Prärie des sterilen Cyber-Komplexes.  Viel reden tut er dabei nicht, seitenlang kommt die Serie ohne Text aus.

Um das durchzuhalten, braucht es ausdrucksstarke Zeichnungen. Nihei nutzt dafür den ihm eigenen Stil mit sehr vielen feinen Linien und ausdrucksschwachen Gesichtern. Beides – Handlung, aber vor allem auch diese Zeichnungen – sorgten dafür, dass diese Serie stilprägend für das Genre „Cyberpunk“ wurde. Persönlich würde ich sie nach wie vor als Niheis beste Serie bezeichnen.

Die Vorgeschichte zu „Blame!“ wird übrigens in dem Band „NOiSE“ erzählt, der früher ebenfalls bei EMA erschienen ist.

Zur Neuausgabe (Manga Cult)
Ab Ende 2017 veröffentlicht das Label Manga Cult die Serie in einer sechsbändigen Neuedition. Dabei handelt es sich um die deutsche Fassung der Neuedition von „Blame!“, die im Jahr 2015 in Japan publiziert wurde. Ausgehend von dieser Grundlage ließ Manga Cult für die deutsche Ausgabe eigens eine neue Übersetzung anfertigen. Die unterscheidet sich deutlich von der Fassung der Feest-Ausgabe. Die Manga Cult-Fassung bemüht sich um Begrifflichkeiten, die am ehesten zur Handlung passen. So hieß das zweite Kapitel früher „Das Gedächtnis der Erde“, in der Neuausgabe aber treffender „Erinnerung an die Erde“.

Überraschen teuer ist aber der Preis. Wie auch die Hardcover-Edition von „Basilisk“ kostet „Blame!“ satte 28 Euro pro Band. Angesichts dessen, dass man in letzterem Fall das Layout aus Japan übernehmen konnte und die Bände um einiges weniger Seiten haben, ist das ein stolzer Preis. Auch die Sammelkarte, die jedem Band beiliegt, ist keine Erklärung dafür.

© Rockita

Blame!: © 1997/2015  Tsutomu Nihei  Kodansha / EMA / Manga Cult

Neuausgabe

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Biorg Trinity

Name: Biorg Trinity
Englischer Name:
Originaltitel: Biorg Trinity
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Panini Manga 2016
Mangaka: Story: Otaro Maijo
Zeichnungen: Oh! Great
Bände: 12 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 € (Band 1-7)
8,99 € (Band 8-9)
9,99 € (ab Band 10)

Story
Fujii hat sich bis über beide Ohren in seine Mitschülerin Fumino Enomoto verliebt. Dadurch macht er einige Dummheiten und lässt sich von seiner Kindheitsfreundin Kiwako retten. Aber nicht nur Fujii hat ein Auge auf Fumino geworfen, auch sein Kumpel Hosa schwärmt für das Mädchen.

In der Schule spürt Fujii einen starken Schmerz. Als der Schmerz verschwindet, stellt er fest, dass er vom Bio-Bug befallen ist. Der Bio-Bug ist erkennbar durch herzförmige Löcher in den Händen. Durch die Krankheit können sich die Infizierten mit verschiedenen Dingen oder Wesen verschmelzen.

Seiner Mitschülerin Chieri geht es überhaupt nicht gut. Sie leidet stark unter dem Bug, da sie immer wieder neue Verschmelzungen getestet hat und es übertrieben hat. Sie muss eigentlich ins Krankenhaus und sich helfen lassen, doch sie weigert sich. Es kommt zum Kampf gegen Kiwako, die mit einem Motorrad verschmolzen ist, und versucht Chieri in Spinnengestalt zu helfen. Letztendlich gewinnt Kiwako und Fumino gibt Chieri eine starke Medizin. Doch statt Chieri wieder in ihre normale menschliche Gestalt zurück zubringen, tauscht ihr Geist den Körper mit der Spinne. Jedoch geht Chieri erstaunlich entspannt mit dieser neuen Situation um.

Fujii kann sich nun überlegen womit er verschmelzen möchte. Doch in erster Linie möchte er mehr Kontakt zu Fumino. Doch diese hängt lieber mit ihrem Sandkastenfreund Hosa rum. Plötzlich geraten Fujii und Kiwako auch noch in einen Krieg zwischen Bugs und Bug-Hunter. Und Fumino umgibt auch noch ein Geheimnis…

Eigene Meinung
„Biorg Trinity“ ist hierzulande der erste Manga des Autors Otaro Maijo. Oh! Great dagegen ist durch zahlreiche Veröffentlichungen (u.a. „Tenjo Tenge“, „Air Gear“) bei Panini und Heyne bekannt.

Zeichnerisch ist die Serie von Oh! Great toll umgesetzt. Die Kampfszenen sind sehr dynamisch und die Verschmelzungen kreativ auf Papier gebracht.

Anfangs kommt die Geschichte noch als Liebesdreieck daher, doch das ändert sich schnell. Rasant geht die Entwicklung zur Action-Story mit Science-Fiction-Elementen. Jedoch finde ich die Geschichte etwas verwirrend und ziemlich abgedreht. Es gibt häufig unvorhersehbare Wendungen, die die Serie dann schon wieder interessant macht.

Panini Manga haben sich viel Mühe bei der Umsetzung der knapp 230 Seiten dicken Bände gegeben. Neben acht Farbseiten am Anfang des ersten Bandes gibt es sogar ein Extra: ein Tattoo in Form eines Herzens. Zwar hätte ich dieses Extra nicht gebraucht, aber so ein kleines Gimmick finde ich immer positiv.

Rundum ist „Biorg Trinity“ ein abgedrehter Action-Manga, der im späteren Verlauf auch recht brutal wird. Deshalb wird die Serie auch von Panini Manga erst ab 16 Jahren empfohlen.

Biorg Trinity: © 2012 Otaro Maijo, Oh! Great, Shueisha / Panini Manga

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Last Frontline

Name: Last Frontline
Englischer Name:
Originaltitel: Seiyaku no Frontline
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Mecha-Design: Takayuki Yanase
Story: Suzu Suzuki (GoRA)
Zeichnungen: Mito Sato
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Mittelschüler Sai Ayatsuji spürt immer sofort, wenn jemand in seiner Umgebung Hilfe braucht, doch statt diese zu leisten, verfällt er jedes Mal vor Aufregung in eine Art Schockstarre. Seine Klassenkameradin Hitomi weiß jedoch, dass auf ihn Verlass ist, wenn es wirklich hart auf hart kommt und liebt ihn deshalb von ganzem Herzen. Wann immer er erstarrt, weiß sie sofort, was zu tun ist und kümmert sich an seiner Stelle um die Hilfsbedürftigen. Eines Tages wird Sai Zeuge eines merkwürdigen Ereignisses: Sein Smartphone beginnt plötzlich zu schweben und direkt vor ihm materialisiert sich ein Mecha, ein Kampfroboter! Als er nach seinem Handy greift, verschmilzt es irgendwie mit der Steuereinheit des Roboters, sodass er ihn von nun an mit Hilfe des Mobilfunktelefons kontrollieren kann. Bei dem Mecha handelt es sich um den Dimensionszerstörer Xi-6, <Annihilator>, dessen Mission die Auslöschung der Menschheit und der Erbau eines Dimensionsportals ist, durch das noch viel mehr Mechas aus Zero Earth auf die 8731. Erde gelangen können, um sie zu vernichten. 8730 Erden wurden nämlich bereits von Zero Earth dem Erdboden gleich gemacht. Noch nicht einmal Atombomben können den Mechas etwas anhaben. Es gibt nur einen Weg, sie zu besiegen: Sai muss sich dafür Annihilators Waffen zu nutze machen, wobei dieser nach einer Neuformatierung seines Kampfsystems nur noch über zwei Waffen verfügt. Sai ist der einzige Mensch, der Annihilator, dem er den Spitznamen „Ani“ gibt, sehen kann und sollte er anderen Menschen von den Mechas erzählen, hätte das zur Folge, dass sich Ani innerhalb einer Minute selbst in die Luft sprengen und dabei alles im Umkreis von 5 Kilometern auslöschen würde. Durch einen Countdown auf seinem Handy wird Sai immer informiert, wann der nächste Mecha aus Zero Earth auf der 8731. Erde eintreffen wird. Als Dimensionszerstörer Tau-5, <Gunbit>, ein alter Kriegskamerad von Annihilator, vor ihnen auftaucht, zwingt Sai Ani dazu, Gunbit auszulöschen, was der fremdgesteuerte Mecha widerwillig tut. Dabei kann sich Ani von Gunbits Leichnam sogar eine neue Waffe aneignen.

Da Sai plötzlich nur noch zu telefonieren scheint (er spricht immer in sein Handy, um in der Öffentlichkeit unauffällig mit Ani reden zu können), glaubt Hitomi schon bald, er würde sie mit einem Mädchen namens „Anney“ betrügen. Im letzten Moment kann Sai ein Unheil abwenden, indem Ani kurz mit Hitomi spricht und sich als männlichen Freund Sais ausgibt. Um zu verhindern, dass Ani die Menschheit auslöscht, aktualisiert Sai alle 24 Stunden den Befehl „kurz warten“. Schon bald bekommt es das unfreiwillige Zweiergespann mit dem nächsten Dimensionszerstörer Epsilon-17, <Architect> zu tun, der durch unzählige kleine <Walker> unterstützt wird. Nach einem Patzer sinkt ihre Siegeschance von 97% auf gerade mal 3 %, woraufhin Sai den waghalsigen Entschluss fasst, selbst ins Innere von Architect einzudringen, um dort dessen Steuereinheit zu zertrümmern. Der Plan geht auf und Architect segnet das Zeitliche, woraufhin Ani sogar drei Walker unter seine Kontrolle bringen kann. Doch da die Walker als Notfall-Übertragungseinheiten fungieren, benutzt Ani sie um Zero Earth über Sai zu informieren. Denn nachdem es dem Jungen gelungen ist, bereits zwei Mechas zu eliminieren, was noch kein Mensch jemals zuvor geschafft hat, wird er zum Auslöschungsziel mit höchster Priorität aufgestuft. Das bedeutet, dass Zero Earth als nächstes einen Mecha schicken wird, der stark genug ist, um Sai und Ani zu beseitigen…

Eigene Meinung:
Als SHONEN ATTACK-Titel kommt der erste Band mit 2 sehr schicken Miniprints mit Farbillustrationen und Farbseiten daher. „Last Frontline“ ist sehr spannend und man möchte wirklich nicht in Sais Haut stecken. Seine Situation ist nahezu ausweglos. Wie soll bloß ein einziger Mensch mit Hilfe eines Mechas, der ihm auch noch feindlich gesinnt ist, die ganze Welt retten? Natürlich habe ich mich sehr darüber gewundert, dass sich Ani überhaupt von Sai dazu bringen lässt, seine „Artgenossen“ zu schrotten, wo doch das ihm einprogrammierte primäre Ziel die Ausrottung der Menschheit ist. Dementsprechend raffiniert ist der Plot-Twist am Ende des ersten Bandes: Ani hat die ganze Zeit nur auf eine Gelegenheit gewartet, durch die Trümmer seiner Kameraden Kontakt zu Zero Earth aufzunehmen und Sai zu verpetzen. Somit sind künftig keine Überraschungsangriffe mehr möglich! Ich kann den zweiten Band schon kaum erwarten!

Tokyopop empfiehlt den Titel vor allem Fans von „Neon Genesis Evangelion“. Nun ja, ob „Last Frontline“ es in puncto Tiefsinnigkeit mit „NGE“ aufnehmen kann, bleibt noch abzuwarten, allerdings gefällt mir die Story schon jetzt äußerst gut. Gerade der Umstand, dass Sai und Ani eigentlich Feinde sind, sorgt für jede Menge witziger und absurder Situationen, wobei man trotzdem irgendwie mit Ani, der ja eigentlich nur eine gefühlslose Maschine ist, mitfühlt, als er gezwungen wird, Gunbit gegen seinen Willen zu liquidieren. Sai unterscheidet sich deutlich von Shinji Ikari. Obwohl er anfangs immer erstarrt, wenn jemand Hilfe braucht, legt er bereits im ersten Band eine fast schon übertrieben abrupte Charakterentwicklung hin und beschützt die Menschheit aus freien Stücken. Wobei es sicherlich noch interessant sein wird, zu erfahren, wieso Hitomi so überzeugt von Sai ist. Er muss folglich schon in der Vergangenheit über seinen Schatten gesprungen sein, sobald dies erforderlich wurde. „Last Frontline“ bietet von Anfang an eine actiongeladene Story mit rasanten Mecha-Fights, liebenswerten Charakteren, dramatischen Wendungen und einer Prise Humor. Kurzum ein Shonen-Manga der Superlative!

Last Frontline: © 2016 Takayuki Yanase, Suzu Suzuki (GoRA), Mito Sato, Kodansha / Tokyopop

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Personal Paradise – Brave Brother

Name: Personal Paradise – Brave Brother
Englischer Name:
Originaltitel: Personal Paradise – Brave Brother
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Melanie Schober
Bände: 1 Band, wird fortgesetzt (2 Bände geplant)
Preis pro Band: 6,99 €
9,99 € (limitierte Ausgabe mit Schuber)

Story:
Der 14-jährige Michael Gärtner ist stets damit beschäftigt in der Westside die Schwächeren zu verteidigen und gerät so ständig in Prügeleien. Seine Zwillingsschwester Marianne ist davon überhaupt nicht begeistert. Schließlich macht sie sich Sorgen, dass er deshalb noch von der Schule fliegt.

Als Michael, der von seinen Freunden „Mike“ genannt wird, gerade mal wieder ein Mädchen auf dem Schulgelände verteidigt, greift die Lehrerin Frau Kokosch ein und beendet so die Prügelei. Sie bittet Michael zu einem Gespräch und lässt ihn am Ende einen Test machen. Bei diesem Test wird sich herausstellen, dass Mike hochbegabt ist und an eine hochbegabten Schule an der Northside wechseln könnte.

Mal wieder hat Mike nur Unsinn im Kopf und klettert mit seinem Kumpel und seiner Schwester über den Grenzzaun in die Northside. Als sie gerade Eis essen, wird Marianne von einem Auto angefahren. Doch dem Fahrer des Wagens ist nur um den Zustand seines Autos besorgt. Dadurch wird Mike stink sauer und legt sich mit dem Fahrer an. Wie sich herausstellt, ist der Fahrer Adrian Sawyer und seit kurzen Leader in der Westside. Doch auch die Drohung von Adrian ihn aus der Stadt zu werfen, ist Mike egal. Mit seinem Baseballschläger will er das Auto demolieren, doch dann taucht Andy Ramirez auf und hält Mike auf. Andy erzählt, dass er mit der vorherigen Leaderin liiert war. Doch nach ihrem Tod ist nun ihr Bruder Leader.

Andy ist mit dem neuen Leader sehr unzufrieden und schmiedet deshalb Pläne. Er möchte eine Untergrund-Gang gründen und will, dass Mike der Leader wird. Wird Mike das Angebot annehmen? Was plant Andy? Werden sie Erfolg haben und den reichen Schnösel als Leader absetzen?

Eigene Meinung:
Nach sechs Jahren Pause gibt es nun für die Fans von „Personal Paradise“ endlich wieder Nachschub! Mit „Brave Brothers“ wird nun die Vergangenheit des Leaders der Westside-Gang Mike Garden genauer unter die Lupe genommen. Aus diesem Grund benötigt man für „Brave Brothers“ keine Vorkenntnisse, wie auch für alle anderen „Personal Paradise“-Bände. Das ist dem einfachen Grund geschuldet, dass Melanie Schober immer nur Zusagen zu einzelnen Bänden bekommen hat und so Stück für Stück das Universum von „Personal Paradise“ weiter entwickelt hat und die Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedoch ist es von Vorteil, wenn man schon die Welt von „Personal Paradise“ kennt.

Man sieht bei Melanie Schober die enorme Entwicklung der letzten Jahre. So dass der nun mittlerweile sechste Band sehr detailliert und lebendig geworden ist. Die Geschichte ist spannend und hat am Ende des ersten Bandes einen fiesen Cliffhanger. Man muss förmlich auch den zweiten Band kaufen.

Neben der normalen Ausgabe des sechsten Bandes gibt es auch eine limitierte Auflage mit Schuber. Dies wird nicht nur die Fans der ersten Stunde freuen. Sowohl die fünf alten Bände als auch die Neuauflagen der Bände passen in den Schuber rein.

Personal Paradise – Brave Brother: © 2017 Melanie Schober, Carlsen

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Smokin‘ Parade

Name: Smokin‘ Parade
Englischer Name: Smokin‘ Parade
Originaltitel: Smokin‘ Parade
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Jinsei Kataoka
Zeichnungen: Kazuma Kondou
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Yoko und seine Schwester hatten nie ein leichtes Leben. Dies scheint sich nun zu ändern, denn das Mädchen musste lange Zeit im Rollstuhl sitzen, da ihr beide Beine fehlten. Nun hat sie künstliche Beine bekommen, doch das macht alles nur noch schlimmer. An ihrem Geburtstag verwandelt sie sich in ein Monster mit Hasenkopf und tötet auf grausame Art und Weise ihre Freunde. Auch ihr Bruder verliert ein paar Gliedmaßen, bevor die Leute der „Smokin‘ Parade“ eingreifen. Diese sind auch modifiziert und haben den Auftrag, die Monstrositäten zu töten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können. Yoko wird von ihnen gerettet und vor die Wahl gestellt ihnen beizutreten oder die Basisausstattung zu bekommen und sein Leben so weiter zu fristen. Dieser entscheidet sich zunächst für die letztere Option, gerät aber in einen Kampf und greift dann beherzt ein.

Nur wie kann sich sein Körper einfach so mit der Prothese verbinden ohne Vorbereitung? Und warum hat ihn der Angriff seiner Schwester nicht gleich getötet, wo andere schon längst Tod gewesen wären? Was hat die Firma, die die Körperteile angeblich für seine Kunden heranzüchtet, mit den Leuten zu tun, die nach einer Transplantation zu irren Monstern mutieren?

Eigene Meinung
„Smokin‘ Parade“ ist was Spezielles! Es geht ziemlich brutal und blutig zu. So einiges liegt noch im Dunkeln! Aber eines scheint klar zu sein: hinter Yoko steckt noch viel mehr und man wird bestimmt noch erfahren was das genau ist! Aber auch seine vermeintlich tote Schwester wird noch eine Rolle spielen und die Beiden sich als Feinde gegenüberstehen. Genau das macht die Geschichte auch so spannend! Konflikte wo man nur hinsieht und grausame Vorgeschichten bei den Charakteren, die sicher auch noch aufgearbeitet werden! Dran sollte man bei dem Manga bleiben, denn es lohnt sich sicher!

Die Zeichnungen sind wirklich gut, wenn auch durch ihren Detailreichtum schon oft ein wenig verstörend, geht es doch reichlich blutig zu. Auch was den Fan-Service angeht gibt es so einiges zu sehen und das recht unverhüllt. Die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist daher mehr als berechtigt, hätte aber sogar noch höher ausfallen können.

Mit dem Lesen kam man wegen der spannenden Geschichte gut voran. Die Panele waren nie zu textlastig, erst zum Ende des Manga hin bekommt man ein wenig mehr erklärt, bis dahin steht die Action klar im Focus.

Für Fans von abgedrehten Geschichten, welche auch reichlich Blut und Action nicht abschrecken, sollten bei „Smokin‘ Parade“ zugreifen!

Smokin‘ Parade: © 2016 Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou, Kadokawa/ Tokyopop

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Ghost in the Shell – Stand Alone Complex

Name: Ghost in the Shell – Stand Alone Complex
Englischer Name:
Originaltitel: Koukaku Kidoutai – Stand Alone Complex
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Yu Kinutani
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 15,00 €

Story
Major Makoto Kusanagi und ihre Truppe muss sich um die Geiselnahme in einem Restaurant mit hochrangigen Politikern kümmern. Dabei ist aber nicht alles so wie es scheint und die Geiseln zu befreien wird kein leichtes Unterfangen. Weiterhin wollen auch die verschiedenen Regierungsabteilungen und Behörden selbst gern die Fäden in den Händen halten, was die Befreiungsaktion nur erschwert.

Aber Sektion 9 setzt sich durch und kann am Ende gerade noch einen schweren Fall von Spionage abwehren, der ihr Land sonst in riesiges Chaos gestürzt hätte.

Wie geht es nun weiter? Welche neuen Gefahren warten auf den Major und die Leute aus Sektion 9?

Eigene Meinung
„Ghost in the Shell – Stand Alone Complex“ hat seinen Charme, doch sollte man mit der vorherigen Mangareihe wohl anfangen, da ich denke, dass dort die einzelnen Charaktere im einzelnen genauer vorgestellt werden. Bei „Stand Alone Complex“ wird man geradezu in die Geschichte geworfen und Vorkenntnisse werden vorausgesetzt. Die Geschichte ist durchaus spannend, aber man hat einfach keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren, da man als Neuling einfach keine Bindung zu diesen aufbauen kann.

Die Zeichnungen sind ebenfalls ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sie comicartiger daher kommen. Detailreich sind sie allerdings, besonders in Hinblick auf die technischen Details.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Die Panele waren nie zu textlastig. Allerdings störte mich das nach jedem Kapitelende, das Ende des eben dieses noch mal am Anfang des neuen Kapitels aufgegriffen wurde. Das war für mein Empfinden nicht nötig, vielmehr sogar irritierend!

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt auch gut. Es gibt einiges an Action und man sollte auch schon eine gewisse Reife haben, um die Themen von „Ghost in the Shell“ auch zu verstehen.

Fans von „Ghost in the Shell“, welche auch den vorherigen Manga, Anime etc. kennen sollten beherzt zu greifen. Neulinge sollten lieber mit der ersten Mangareihe anfangen!

Ghost in the Shell – Stand Alone Complex: © 2010 Yu Kinutani, Kodansha/ EMA

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Taboo Tattoo

Name: Taboo Tattoo
Englischer Name: Taboo Tattoo
Originaltitel: Taboo Tattoo
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2010
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Shinjiro
Bände: 13 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Der 15-jährige Seigi Akatsuka hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und wird von seinem Großvater im Kampfsport ausgebildet. Eines Tages rettet er einen alten Mann vor zwei Schlägern und bekommt zum Dank einen seltsamen Stein. Der alte Mann befiehlt ihm, den Stein in die Hand zu nehmen und fest zuzupacken, woraufhin der Stein Seigi ein Tattoo in die Handfläche brennt. Der mysteriöse Greis behauptet, bei dem Tattoo handle es sich um den „Schlüssel zur Weltwahrheit“ und damit ließen sich „die Probleme der diesseitigen Welt lösen“. Doch die nächste merkwürdige Begegnung lässt nicht lange auf sich warten: Ein auf den ersten Blick gleichaltrig erscheinendes Mädchen stiehlt Seigis Handy und rennt damit weg. Dieser folgt ihr natürlich und erfährt, dass sie in Wirklichkeit viel älter ist, allerdings durch ihr „Zauberwappen“ in dem Körper einer Mittelschülerin gefangen ist. Sie heißt Lieutenant Bluesy Fluesy, Spitzname „Izzy“, und bildet zusammen mit Sergeant Tom Shredfield das Team „Blue Moon“ der US-Armee, dessen Aufgabe es ist, die von einem Forscher gestohlenen Zauberwappen zurückzuholen. Bei dem Tattoo in Seigis Hand handelt es sich um ein solches Zauberwappen. Jedes Zauberwappen verleiht seinem Besitzer unvorstellbare Macht, wird allerdings nur aktiviert, wenn es mit einem bestimmten Trigger in Berührung kommt. So muss Izzy mit ihrem Tattoo beispielsweise ein Stück Kreide berühren und Tom mit der tättowierten Hand Zigaretten umfassen. Menschen, die über ein solches Tattoo verfügen, nennt man „Shield“. Izzy und Seigi liefern sich einen harten Kampf und obwohl keiner von beiden sein Zauberwappen aktiviert, unterliegt Seigi hoffnungslos, was ihm keine Ruhe lässt. Er möchte unbedingt stärker werden und außerdem gehen ihm Izzys amateurhafte Beschattungsversuche, die inzwischen selbst Seigis Kindheitsfreundin Toko Ichinose auffallen, allmählich ziemlich auf die Nerven.

Indessen findet im Königreich Selinistan, welches ebenfalls hinter den Zauberwappen her ist und mit Amerika im Clinch liegt, ein Putsch statt, in Zuge dessen die Prinzessin das Königspaar ermorden lässt, um die Macht zu übernehmen. Als nächstes strebt Prinzessin Aryabhata die Weltherrschaft an. Zurück in Japan findet Seigi im Kampf gegen einen weiteren Shield namens Theodore Wilson heraus, dass der Trigger für sein Tattoo Blut ist. So aktiviert Seigi den „Void Maker“, ein ganz besonders gefährliches Zauberwappen, welches schwarze Löcher erzeugen und alles in sich verschlucken kann. Damit bringt er den Zauberwappen-Dieb Theodore zur Strecke. Izzy und Tom glauben Seigi, dass er sein Wappen nur durch Zufall erhalten hat und legen ihm nahe, ihrem Team beizutreten, da sie ihm sonst schlimmstenfalls den Arm amputieren müssten. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Void Maker seinen eigenen Shield, also Seigi, verschluckt, wenn er nicht lernt, ihn richtig einzusetzen. In erster Linie um einen Krieg zwischen den USA und Selinistan zu verhindern, tritt er dem Team bei. Kurz darauf wird Izzy seine neue Klassenkameradin, woraufhin Toko, die ahnt, dass Seigi in Schwierigkeiten steckt und ihn beschützen will, ihm hinterherspioniert, wobei sie Iltutmish zum Opfer fällt, einer Untergebenen der Prinzessin, die Tokos Körper übernimmt, um Seigi anzugreifen. Mit vereinten Kräften können Seigi und Tom Iltutmish zwar aus Tokos Körper befördern und fürs Erste verjagen, doch nun trägt auch Toko ein Zauberwappen auf ihrer Stirn…

Eigene Meinung:
„Taboo Tattoo“ ist ein ausgewogener Manga, der Elemente aus sehr vielen verschiedenen Genres in sich vereint. EMA ordnet ihn zwar den Genres „Fantasy“ und „Science-Fiction“ zu, allerdings würden „Action“ und „Comedy“ genauso gut passen. Außerdem liefert Shinjiro seinen Lesern eine ordentliche Prise Fanservice, der vor allem „Girls Love“-Fans ansprechen wird, da man sieht, wie Mädchen sich küssen und gegenseitig an intimen Stellen berühren. Die Story weist deutliche Parallelen zu „La Vie en Doll“ auf, wobei „Taboo Tattoo“ zuerst da war. Der Manga ist sehr unterhaltsam, hebt sich allerdings bis auf ein Detail nicht sonderlich von typischen Shonen-Manga ab: Toko Ichinose. Die Kindheitsfreundin des Protagonisten ist ein Stereotyp, den man in fast jedem Anime und Manga findet, doch bei Toko gibt es eine Besonderheit, die noch für sehr viel Spannung sorgen könnte: Am Ende des ersten Bandes offenbart sich, dass sie durch Iltutmishs vorübergehende Körperübernahme selbst zu einem Shield geworden ist. Das ist in etwa so, als würde Ran aus „Detektiv Conan“ selbst geschrumpft werden oder Akane aus „Ranma ½“ ebenfalls in eine verfluchte Quelle fallen. Ihr merkt, es kommt gar nicht so oft vor, dass die Freundin des männlichen Protagonisten dasselbe Schicksal ereilt.

Als Extra liegt jedem Band in der ersten Auflage ein Sammelkärtchen bei, das einem Shield gewidmet ist. Auf der Rückseite gibt es neben dem Tattoo einige interessante Informationen zu bestaunen, wie z. B. was der Trigger des jeweiligen Zauberwappens ist und wie die parawissenschaftliche Fähigkeit heißt, die man durch das Wappen erlangt. Allerdings könnten die Karten genau wie bei „Kamo“ ruhig etwas größer sein.
Ich finde es in diesem Fall ziemlich schwer, eine Altersempfehlung auszusprechen. „Taboo Tattoo“ ist zwar in Japan in einem Seinen-Magazin publiziert worden, liest sich für mich jedoch eher wie ein typischer Shonen-Manga. Zumindest im ersten Band halten sich Gewalt und Erotik für Seinen-Verhältnisse noch stark in Grenzen, weshalb eigentlich auch jüngere Leser einen Blick wagen können, wobei ich eben nicht weiß, ob der Manga im weiteren Verlauf heftiger wird. Wer ausgewogene Geschichten mag, in denen der Übergang zwischen Action, Comedy und Drama fließend ist, wird diesen Manga lieben.

Taboo Tattoo: © 2011 Shinjiro, Kadokawa / EMA

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