Astro Boy

Name: Astro Boy
Englischer Name: Astro Boy
Originaltitel: Astro Boy
Herausgebracht: Japan: Tezuka Productions 1952
Deutschland: Carlsen 2000
Mangaka: Osamu Tezuka
Bände: 21 Bände
Preis pro Band: 4,99 € (Bände 1-12)
5,00 € (Bände 13-21)

Astro Boy Band 1Story
Vor 50 Jahren nannte man viele Maschinen einfach Roboter. Die Roboter erledigten die meiste Arbeit der Menschen, wodurch ihre Anzahl immer mehr wuchs bis es auf der Erde ebenso viele Roboter wie Menschen gab. Im Jahre 2003 kam dann das Robotergesetz. In dem ist unter anderem verankert, dass Roboter die Menschen glücklichen machen sollen und dass Roboter die Menschen weder verletzen noch töten dürfen.

Im gleichen Jahr kommt der Junge Tobio bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Tobio war der Sohn von Dr. Tenma, der selbst Roboter baut. In tiefer Trauer um seinen Sohn fasst er den Entschluss einen Roboter zu bauen, der genauso aussieht wie sein Sohn. Gesagt getan – er baut ein Meisterwerk. Der neue Tobio lernt sich wie ein Mensch zu verhalten. Für eine Weile ist der Tod des Sohnes vergessen. Doch er hat einen Punkt nicht berücksichtigt. Roboter können nicht wachsen und so wurde ihm wieder bewusst, dass Tobio nur eine Puppe ist. Dr. Tenma verkauft den kleinen Roboter. Später tritt Tobio im Zirkus auf. Dort sieht ihn Dr. Ochanomizund und kauft ihn frei. Tobio lernt mit der Zeit immer mehr Fähigkeiten und kann sogar nach einer Weile spüren, ob Menschen gut oder böse sind. Nachdem er in seinem Po ein eingebautes Maschinengewehr besitzt und seine Kraft auf 100.000 PS angewachsen ist, wurde aus Tobio „Astro Boy“.

Pero ist der berühmteste Hund Japans. Er ist perfekt dressiert und der größte Stolz seines Besitzers. Dieser ist gleichzeitig der Lehrer von Astro Boy. Als Pero mit seinem Besitzer gerade im Auto fährt werden sie plötzlich verfolgt. Sie geraten unter Beschuss. Pero springt aus dem Wagen und attackiert den Fahrer des Verfolgungswagens. Die Dame auf dem Rücksitz des Wagens ist angetan von dem Hund und lässt ihn einfangen. Der Verfolgungswagen hebt ab und flieht mit Pero. Peros ehemaliger Besitzer erhält einen Sack mit Geld, aber er kann sich von seinem geliebten Hund natürlich nicht trennen und nimmt die Verfolgung auf. Jedoch ohne Erfolg. Er erzählt wenig später Astro Boy die ganze Geschichte.

Astro Boy Band 2Ein Monat vergeht und seine Schüler wollen sich auf die Suche nach Pero begeben. In dem Moment fliegt ein Düsenjet an ihnen vorbei, der auf dem Schulgelände landet. Der Pilot steigt aus und betritt das Schulgelände. Er geht direkt zu Astro Boys Lehrer. Der Lehrer hat Angst und läuft davon. Danach steigt der Pilot wieder in seinen Jet und fliegt davon. Astro Boy folgt ihm durch die Lüfte und wird beschossen, gibt aber so schnell nicht auf. Der Pilot steigt aus dem Jet aus und kämpft gegen Astro Boy in der Luft. Am Ende flieht der Pilot, aber Astro Boy hat noch ein Cyclonometer am Jet befestigt, so dass er immer noch herausfinden kann, wo der Jet gelandet ist.

Kurze Zeit später wird ein Mondshuttle beim Start abgeschossen. Astro Boy folgt den Spuren des Cyclonometers und landet dadurch auf einer Insel. Er findet jede Menge Düsenjets und eine riesige Festung. Doch unbemerkt bleibt seine Anwesenheit nicht, so wird er wenige Sekunden später von einer ganzen Armee begrüßt. Ihm bleibt nur noch der Rückzug. Er erfährt, dass die „Hot Dog-Korbs“ für die Zerstörung der Rakete verantwortlich sind. Aber dies verstößt doch gegen das Robotergesetz. Wie kann das möglich sein?

Eigene Meinung
„Astro Boy“ ist ein Werk des Meisters Osamu Tezuka. „Astro Boy“ ist ein Manga der 50iger Jahre, was sich besonders im Zeichenstil und der erdachten Welt „2003“ widerspiegelt. Es ist wirklich sehr interessant, wie sich die Menschen vor 50 Jahren unsere jetzige Welt vorgestellt haben. Schon allein dies wäre ein Grund sich den Manga zu kaufen. 1963 wurde zu dieser Serie der erste Anime produziert. 2003 folgte dann ein weiterer Anime. Die Serie war in Japan und in den USA so beliebt, dass es jede Menge Merchandise-Artikel gab, angefangen bei Figuren bis zu Toilettenpapier. Die Story ist sehr spannend. Leider wird diese Serie von Carlsen nicht mehr nachgedruckt und es ist wie ein Sechser im Lotto die Bände dieser Serie noch zu bekommen.

Astro Boy: © 2000 Osamu Tezuka, Tezuka Productions / Carlsen

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Akira

Name: Akira
Englischer Name: Akira
Originaltitel: AKIRA
Herausgebracht: Japan: Kodansha 1984 (ab 1882 im Young-Magazin)
Deutschland: Carlsen 2000
Mangaka: Katsuhiro Otomo
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 15,29 € / 29,90 DM

Akira Band 1Story
Am 6. Dezember 1992 schlug in Tokyo eine neue Superbombe ein.
Kurz danach brach der Dritte Weltkrieg aus.
38 Jahre später ist der Wiederaufbau der Welt noch immer nicht abgeschlossen…

Kaneda ist der Anführer einer Motorradgang aus Jugendlichen, die sich nicht in die Gesellschaft integrieren wollen. Sie konsumieren Drogen und verbringen ihre Zeit damit, im Bezirk der „Alten Stadt“ von Tokyo, der nach dem Bombeneinschlag vor fast 40 Jahren noch nicht wiederaufgebaut wurde illegale Rennen zu fahren. Normalerweise beendet die Gruppe ein solches Rennen mit einem zünftigen Saufgelage, doch in dieser Nacht soll alles anders kommen.

Auf dem Weg zurück in die Stadt liegt ausnahmsweise einmal nicht Kaneda, sondern sein Vize Tetsuo beim Rennen vorne. Plötzlich taucht auf der Straße ein seltsamer kleiner Junge auf, der sich trotz der herannahenden Motorräder nicht in Sicherheit bringt. Testuo kann nicht mehr bremsen und verursacht – scheinbar durch ein gewagtes Manöver – einen Unfall, bei dem sein Motorrad explodiert und er schwer verletzt wird. Während sich seine Leute um Tetsuo kümmern, möchte Kaneda den merkwürdigen Jungen, den außer ihm niemand gesehen hat, zur Rede stellen, doch dieser löst sich vor den Augen des Bandenchefs in Luft auf. Dafür tauchen zu allem Überfluss auch noch Soldaten auf, die sich jedoch zur Verwunderung aller Jugendlichen in keiner Weise für sie interessieren, sondern auf der Suche nach jemand anderem sind. Die Männer müssen sogar erst überzeugt werden, bevor sie einen Krankenwagen für Tetsuo und die Polizei rufen…

Natürlich hat die Sache für Kanedas Gruppe ein Nachspiel. Gleich am nächsten Morgen müssen die Jungen beim Direktor ihrer Schule – einer Gewerbeschule für schwer integrierbare Schüler – aufkreuzen und bekommen eine Gardinenpredigt gehalten, die aber von keinem mit Beachtung honoriert wird. Daher wird die Lektion vom Sportlehrer mit schlagkräftigen Argumenten wiederholt. Um ihren Frust zu verlieren und die weiteren Schritte zu besprechen, beschließen Kaneda und seine Truppe, sich am selben Abend in ihrer Stammkneipe, dem Harukiya zu treffen. Dort stellt sich heraus, dass Tetsuo scheinbar unter Verschluss gehalten wird, da weder die Polizei, noch seine Mutter wissen, in welchem Krankenhaus er behandelt wird. Auch das Verhalten der Polizei und der Soldaten in der Nacht des Unfalls geben Anlass zu einer Menge Fragen.

Akira Band 2Die Diskussion der Gruppe wird schließlich durch das Aufkreuzen einer bildschönen jungen Frau unterbrochen, die sich mit einem älteren Mann trifft. Kaneda sieht eine Chance auf eine flotte Nacht mit der Frau und versucht sein Glück durch eine sehr direkte Anmache. Daraufhin beschließt das Pärchen zu gehen, doch dieser Abgang verläuft alles andere als glücklich, zumal Kaneda nicht so einfach aufgeben will und der Frau hinterher rennt. Fast gleichzeitig entdecken beide den merkwürdigen Jungen der vergangenen Nacht. Kaneda und zwei seiner Leute möchten sich den Bengel sofort zur Brust nehmen, da seinetwegen Tetsuo verletzt wurde, da entdecken sie, dass der Kleine anscheinend über telekinetische Fähigkeiten verfügt und eine Fensterscheibe zerbersten lässt. Danach verschwindet der Junge – gerade rechtzeitig bevor an der gleichen Stelle ein Wasserreservoir vom Dach darüber aufkommt. Nur durch den rettenden Ruf der jungen Frau aus der Kneipe kommen Kaneda und seine Leute ohne Verletzungen davon.

Wer ist der seltsame Junge und woher kommen seine Fähigkeiten? Was ist mit der Frau aus der Kneipe und welche Verbindung hat sie zu dem Jungen? Kanedas Suche nach Antworten bringt ihn in einen ständigen Weg von einer Gefahr zur nächsten…

Eigene Meinung
Die Serie „Akira“ kann man ohne unübertrieben als Urgestein der Manga-Szene in Deutschland nennen. Was „Sailor Moon“ im Anime-Bereich ist, das ist Akira im Manga-Bereich. Bereits im Jahr 1991 erschien die Serie als eine der ersten japanischen im deutschen Sprachraum – in der damals noch allgemein üblichen europäischen Leserichtung und in zwanzig farbigen Sammelbänden. Trotzdem kann sich die Umsetzung für damalige Verhältnisse noch sehen lassen: Es wurden keinerlei Namen von Charakteren umbenannt und bei der Übersetzung wurde der Jargon gut übersetzt.

Die Serie selbst ist einfach lesenswert. Sie bietet von Science-Fiction über Action bis hin zu noch heutigen Teenager-Problemen wie Drogen etc. alles, was eine Erfolgsserie haben muss. Dies ist insofern noch einmal herauszustellen, als dass das Original bereits 1984 in Japan erschien. Vor allem unter den älteren Manga-Lesern hat die Serie viele Fans. Das mag einerseits am Anspruch liegen, vor allem aber daran, dass die Serie bis heute nicht wiederaufgelegt wurde. Ich würde mir wünschen, wenn dies noch nachgeholt werden würde.

© Rockita

Akira: © 1984 Katsuhiro Otomo Kodansha / Carlsen

Farbausgabe

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.hack//SIGN

Deutscher Titel: .hack//SIGN
Englischer Titel: .hack//SIGN
Originaltitel: .hack//SIGN
Studio: Bee Train
Erfinder: Kazunori Itô
Episodenanzahl: 26
Genre: Fantasy, Adventure, Science-Fiction
Typ: TV + 3 OVA
Entstehungszeitraum: 2002
Dt. Synchronisation: Circle of Arts

Story
Die Geschichte um „.hack“ (DotHack ausgesprochen) ist in einer Zukunft angesiedelt, in der ein Internet-Rollenspiel namens „THE WORLD“ (zu deutsch „die Welt“) sehr populär ist, nicht zuletzt, weil man sich dank Brille & Joypad frei in ihr bewegen kann. Doch eines Tages kann Tsukasa – ein absoluter Einzelgänger, der mit niemandem etwas zu tun haben möchte – sich nicht mehr aus dem Spiel ausloggen. Da er aber durch das Spiel „THE WORLD“ vor der realen Welt flüchtet, redet er sich immer wieder ein, dass er nichts dagegen hat und am liebsten für immer in der virtuellen Welt dieses Spieles bleiben würde. Gleichzeitig mit diesem seltsamen Fehler hat er aber, im Gegensatz zu allen anderen Spielern, die Möglichkeit, von Server zur Server und Schauplatz zu Schauplatz zu springen, ohne sich um die geltenden Regeln, dass man dies nur mit Hilfe eines Teleportationstors machen kann, kümmern zu müssen.

hack-sign_smallNatürlich bleibt er mit diesen Fähigkeiten den Moderatoren (und deren Spiele-Polizei, den Scarlet Knights, sehr starke Spielercharaktere, die die Ruhe von THE WORLD bewahren) nicht unentdeckt und sie stellen ihn, wobei er einen der Scarlet Knights-Charas tötet. Daraufhin machen sie erst recht Jagd auf Tsukasa und er meidet andere Spieler umso mehr, da sie seinen Standort ja bei den Scarlet Knights verraten könnten. Als er jedoch wider Erwarten andere Charaktere kennenlernt und sich langsam mit ihnen anfreundet (allen voran Mimiru), macht er sich, zusammen mit Mimiru, Bear und anderen auf die Suche nach einem legendären Item, genannt „Key of the Twilight“, das für Tsukasa der Schlüssel zur Rückkehr in die reale Welt sein könnte.

Episoden: Von „.hack//SIGN“ gibt es insgesamt 26 Episoden und bisher 3 OVAs, die zeitlich an die Episoden anknüpfen.

Der Soundtrack: Es gibt 2 Soundtracks mit 19 bzw. 20 Tracks sowie 2 Single-Auskopplungen.

hack_1-037aFazit
Die Geschichte des Animes dreht sich primär um Tsukasa und seine Gründe, warum er vor der Realität in die virtuelle Welt flüchtet. Die anderen Charaktere kommen aber auch nicht zu kurz. Es handelt sich eher um einen ruhigen und nachdenklichen Anime. Kämpfe kommen relativ selten vor, sodass die ruhigen Töne überwiegen.

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Abara

Name: Abara
Englischer Name: ABARA
Originaltitel: ABARA
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2005
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Tsutomu Nihei
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

U_7390_EMA_ABARA_01.IND6Story
In einer anderen Welt leben die Menschen in Städten mit riesigen Mausoleen. Doch niemand kann sich mehr daran erinnern, wie sie einst entstanden sind…

Eines Tages tauchen merkwürdige menschenfressende Monster auf, die aufgrund ihrer Farbe „Weiße Gauna“ genannt werden. Wie eine Seuche breiten sie sich unter der Bevölkerung auf und befallen immer mehr Menschen.

Denji Kudo arbeitet unter dem Decknamen Denji Ito als kleiner Angestellter in den sogenannten „Zuchtfarmen“. An dem Tag, an dem es zum Ausbruch der weißen Gauna kommt, holt den jungen Mann die Vergangenheit ein, die er eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. Tadohomi, eine Agentin der streng geheimen Kegen-Abteilung, ausgestattet mit Sonder-Befugnissen, hat Denji in seinem kleinen Exil entdeckt. Sie konfrontiert ihn mit den neuesten Vorkommnissen und der Gefahr, die durch die weißen Gauna ausgeht.

Da er eigentlich nicht mehr für „Kegen“ arbeiten wollte, äußert sich Denji zunächst widerwillig und nicht zur Kooperation bereit. Schließlich lässt er sich aber doch überzeugen und zieht gegen die menschenfressenden Bestien zu Felde. Um ihnen im Kampf überlegen zu sein, verwandelt sich Denji in seine andere Gestalt – in die eines schwarzen Gauna mit übermenschlicher Kampfkraft und gewaltigem Potenzial. In einer beeindruckenden Geschwindigkeit räumt er mit dem weißen Haupt-Gauna auf. Dann aber verlassen ihn seine Kräfte und er bleibt – halb zurückverwandelt – neben der Leiche seines Gegners liegen.

U_7391_EMA_ABARA_02.IND6Denji hat die Stadt vor einer Katastrophe bewahrt, sicher. Er hat aber damit auch auf sich aufmerksam gemacht. Gruppierungen aus seiner Vergangenheit konnten erkennen, wer für die Vernichtung der weißen Gauna verantwortlich ist und somit, dass Ito alias Kudo noch am Leben sein muss. Auf dessen außergewöhnliche Fähigkeiten will die Kegen-Abteilung nicht verzichten, also schicken sie jemanden, um Kudo „abzuholen“.
Doch wem kann der junge Mann überhaupt trauen? Denn auch seine „Freundin“ Tadohomi scheint mehr als ein Gesicht zu haben…

Eigene Meinung
„Abara“ ist eine zweibändige Mini-Serie des bekannten Mangaka Tsutomu Nihei, der damit einen weiteren Science-Fiction-Manga aus seiner Feder präsentiert. Ein weiteres Mal müssen sich Menschen gegen „Gauna“-Aliens zur Wehr setzen. Aber Nihei wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch noch eine verzwickte Verschwörungsgeschichte vor einer teils prä-apokalyptischen Atmosphäre mit ins Spiel bringen würde. Wie meistens wird der Leser gleich in das Geschehen hinein geworfen, die Hintergründe und überhaupt das wer-was-wann-warum sickern erst tröpfchenweise im Laufe des Bands durch.

Die Zeichnungen sind wieder im üblichen Stil des Autors: mit viel schwarzer Tusche, sehr detaillierten Aliens und einer Mischungen aus sehr einfachen (fast plastischen) und sehr detaillierten Gesichtszügen. Damit trifft Nihei sicherlich nicht jeden Geschmack, er bietet allerdings eine Alternative zu den immer gleichen Stilen anderer Autoren, wie sie in manchen Genre vorherrschen. An Dynamik und Gewalt fehlt es den Zeichnungen sicherlich nicht. Nihei schafft es, die Tusche gerade bei diesen Darstellen als Stilmittel einzusetzen.
Dieser Manga ist dem Seinen-Bereich zuzuordnen und damit auf jeden Fall etwas für ältere Leser, nicht nur wegen der Gewalt, auch wegen der Handlung als solche. Auch erwachsene Leser sollten sich auf ein anspruchsvolles und tiefgründiges Werk einstellen, wenn sie hier zugreifen.

© Rockita

Abara: © 2005 Tsutomu Nihei Shueisha / EMA

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01 Zero One

Name: 01 Zero One
Englischer Name: 01 Zero One
Originaltitel: 01 Zero One
Herausgebracht: Japan: Shueisha 1999
Deutschland: Planet Manga 2002
Mangaka: Hiroya Oku
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,95 €

01 Zero One Band 1Story
Nero Isurugi ist ein Sechstklässler aus dem Jahr 2040. Er ist eigentlich ein normaler Junge, abgesehen davon, dass seine Familie recht arm ist und er selbst wenig Freunde hat. Eines Tages trifft er auf dem Heimweg vom Kindergarten, wo er seine beiden kleinen Geschwister Tom und Clara abgeholt hat, ein paar Klassenkameraden vor einem Spiele-Center. Dort läuft gerade eine Meisterschaft im MBZ, einem futuristischen Kampfsimulationsspiel, bei dem der Spieler mit seinem ganzen Körper die Bewegungen für seine Spielfigur macht. Gespannt sehen sich die Jungen auf dem Großbildschirm das Finale des Wettbewerbs an. Obwohl sein Vater Spiele-Center nicht mag, geht Nero mit. Sein Kumpel Muracho ist total vernarrt in das Spiel und wünscht sich so erfolgreich zu sein wie der, der gerade den Wettbewerb gewonnen hat. Niemand zweifelt daran, dass der ausländisch aussehende Hüne die Meisterschaft gewonnen hat und nicht sein Gegner, der augenscheinlich noch Schüler sein muss, was allerdings auch schon beachtlich ist. Wider aller Erwartung ist der seltsame Junge namens Rei Yagami der Sieger. Auf die Frage eines Angestellten des Spiele-Centers antwortet er zudem noch, dass er das Turnier mangels richtiger Gegner nicht einmal als Herausforderung betrachtet hat. Mit dieser Arroganz macht er sich schnell unbeliebt, was ihn allerdings nicht stört.Auf dem Weg nach draußen schlägt er Neros Schwester Clara seinen Koffer ins Gesicht, sodass das kleine Mädchen blutet. Ohne ein Wort der Entschuldigung oder sich auch nur umzudrehen geht er davon. Als Nero zurück kehrt, findet er Clara weinend vor. Von Tom lässt er sich zu Rei führen und wird von diesem rüde abgetan. Doch Nero lässt nich locker und fordert von dem Gleichaltrigen, dass er sich bei seiner Schwester entschuldigt, woraufhin Yagami ihn fertig macht. Zu Hause bekommt der schwer geschlagene Nero auch noch Ärger mit seinem Vater, da er entgegen des Verbots im Spiele-Center war.

Von seinem Freund und Nachbarn Yosikazu erfährt Nero am nächsten Tag, dass Yagami seit diesem Tag in ihre Klasse geht. Dort ist er der absolute Überflieger in allen möglichen Bereichen, von sämtlichen schriftlichen Fächern bis hin zum Sport. Doch sein mieser Charakter ist auch in der Schule nicht anders und so spaltet sich die Klasse schnell in zwei Hälften, die die Yagami bewundern und die, die ihn nicht leiden können. Nero gehört klar zur letzteren Gruppe. Eines Tages sieht er in einem Dodgeball-Spiel seine Chance gekommen, auch mal dagegen zu halten. Eigentlich ist er nämlich gar nicht schlecht im Sport, zeigt das aber aus Rücksicht vor dem kräftigen Yosikazu nicht. Letztendlich wird Nero geschlagen, obwohl er alles gibt und im Gegensatz zu Yagami teamfähig spielt, hat sich aber die Achtung vieler Klassenkameraden erworben. In ihm reift der Gedanke immer mehr, Yagami in irgendeiner Form fair zu besiegen. Er weiß nur noch nicht wie.

01 Zero One Band 2Das Schuljahr nähert sich dem Ende zu. Da Neros Vater, ein Wrestler, der Überzeugung ist, dass jeder Mensch ein Talent hat, das gefunden werden muss und Nero seines in der Schule nicht finden wird, da er es dort sechs Jahre lang nicht gefunden hat, möchte er nicht, dass sein Sohn zur Junior High School wechselt. Alle Einwände sind vergebens. Letztendlich stimmt Nero zu um den Haussegen zu retten. Während alle seine Freunde nun täglich weiterhin in die Schule gehen, geht er heimlich ins Spiele-Center. Von einer Freundin hat er den Tipp gewonnen, dass Yagami regelmäßig dort zu finden ist. Monatelang sieht sich Nero Kämpfe mit MBZ an und entwickelt ein gutes Gespür, um treffsicher die Ergebnisse voraus zu sehen. Eines Tages sieht er, wie ein Mann von einem Rowdy bei MBZ fertig gemacht und danach noch beschimpft wird. Nero läuft dem Mann hinterher und bringt ihm seine Diskette zurück, die der Mann verloren hatte. Mit dem Tipp seiner Mutter im Ohr, er solle versuchen, Freunde zu finden, beginnt er ein Gespräch mit dem Mann. Dieser möchte ihm gerne MBZ beibringen, als er sieht, wie sehr Nero sich dafür interessiert. Zu seinem Glück findet Nero auch noch eine Diskette mit einem fertigen Avatar und einem Freispiel und steigt in eine MBZ-Kabine. Doch bevor sein „Lehrer“ selbst in eine Kabine steigen kann, wird er von bereits erwähnten Rowdy davon abgehalten, der promt Nero herausfordert, obwohl dieser kaum die Steuerung beherrscht. Es scheint allerdings, dass der Junge einen ganz besonderen Avatar gefunden hat. Dieser spricht zu ihm und entwickelt außergewöhnliche Fähigkeiten. Ist das MBZ etwa Neros Talent und kann er Yagami besiegen?

Eigene Meinung
„Zero One“ ist ein Science-Fiction-Manga mit einer mal völlig anderen Story. Neben der Haupthandlung mit Nero und dem MBZ-Spiel wird auch noch die private Seite des Jungen beleuchtet und dessen psychischer Werdegang. Das klappt auch ganz gut in nettem Zeichenstil, abgesehen von den weniger gelungenen Farbseiten am Anfang. Allerdings lässt sich über das gelungene Charakterdesign der Figuren streiten. Die meisten sind extrem seltsam in ihren Verhaltensweisen. Sei es Neros Vater, der seinem Sohn verbietet, auf die Junior High School zu gehen, Yagami, der blutende kleine Mädchen ignoriert oder Yosikazu, der in 3 Monaten vom schwerfälligen Loser zum Basketballspieler wird…
Aber die Story ist empfehlenswert.

© Rockita

Zero One: © 1999 Hiroya Oku, Shueisha / Planet Manga

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.hack//Legend of the Twilight

Name: .hack//Legend of the Twilight
Englischer Name: .hack//Legend of the Twilight
Originaltitel: .hack//Tasogare no Udewa Densetsu
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2002
Deutschland: Carlsen 2004
Mangaka: Story: Tatsuya Hamazaki
Zeichnungen: Rei Izumi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 € (Band 1+2)
8,00 € (Band 3)

Story:
„The World“ ist mit 20 Millionen Teilnehmern das größte Virtual-Reality-MMORPG der Welt. 4 Jahre sind seit den Geschehnissen in „.hack//Quarantine“ bzw. „.hack//Another Birth“ vergangen. Die 14-jährige Rena gewinnt 2 limitierte Charaktere, die den legendären .hackers Kite und Black Rose nachempfunden sind und überredet ihren Zwillingsbruder Shugo mit Kites Charakter dem Game eine Chance zu geben. Sie selbst übernimmt Black Rose. Ausgerechnet in einer Area für Anfänger werden die beiden von einem Monster des höchsten Levels attackiert, wobei sich Shugo opfert, um Rena zu retten. Als er wieder zu sich kommt, wird er von der mysteriösen Aura mit einem Kuss wiederbelebt und erhält von ihr einen geheimnisvollen Armreif. Zurück in der Level 1-Area muss Kite feststellen, dass der blaue Gott Balmung, der einst zu den .hackers gehörte und inzwischen für die CC Corporation arbeitet, Rena vor dem Monster beschützt hat. Mit dem Armreif gelingt es Shugo einen Data Drain durchzuführen, wodurch aus dem Level 40-Monster eines auf Level 1 wird. Schon bald erregt der von Aura überreichte Gegenstand die Aufmerksamkeit von Rare Hunter Mireiyu, einem quirligen Mädchen, das seltene Items sammelt und sich mit den Zwillingen anfreundet.

Immer wieder nehmen sie an lustigen Events teil, die Balmung für die Spieler organisiert und lernen auf einem davon die Wolfsfrau Ouka kennen, die es liebt zu kämpfen und dementsprechend sehr stark ist. Auch die herzensgute und tierliebe Hotaru schließt sich der Gruppe an, nachdem Shugo ihr hilft, ihr krankes Puchiguso/Grunty (typisches Haustier in „The World“) zu heilen. Eines Tages stoßen die Freunde auf die vorlaute und rotzfreche, aber extrem niedliche, kleine AI-Vagabundin Zefi, die verzweifelt ihre Mutter sucht und behauptet, dass Shugos Armreif nach dieser riechen würde. So wird ihnen klar, dass Zefis Mutter keine geringere als Aura sein muss und gemeinsam suchen sie nach Hinweisen darauf, wie sie Zefi zu ihr bringen können. Dabei sorgt Zefi stets für jede Menge Trubel, da sie die Game-Daten beliebig manipulieren kann und so auch schon mal kurzerhand alle mit Afros ausstattet. Dass sich Shugo plötzlich nur noch um Zefi kümmert, macht Rena zudem rasend vor Eifersucht. Doch im Hintergrund brauen sich noch viel größere Probleme zusammen. Denn nachdem Shugo beim Tanabata-Event den Armreif benutzt hat, um seinen Erzfeind Komiyama mit einem Fisch zu fusionieren, meldet dieser den Vorfall der blauen Ritterschaft unter der Führung von Kamui, die den Armreif für ein Cheat-Item hält und sämtliche AI-Vagabunden als Datenschrott ansieht, den es zu eliminieren gilt…

Eigene Meinung:
„.hack//Legend of the Twilight“ war damals mein Einstieg ins „.hack“-Universum, da es der erste Manga dazu war, der es nach Deutschland geschafft hat. Allerdings habe ich deshalb viele Anspielungen auf vorherige Ereignisse nicht verstehen können und würde „.hack“-Neulingen raten, lieber erst einmal die „.hack//A.I. Buster“-Light-Novels zu lesen, zu denen es in den Bonusseiten von Band 2 sogar eine kurze Manga-Vorschau gibt und danach den „.hack//SIGN“-Anime zu konsumieren. Dieser wird wiederum in den PlayStation 2-Games „.hack//Infection“, „.hack//Mutation“, „.hack//Outbreak“ und „.hack//Quarantine“ fortgesetzt, denen der „.hack//Liminality“-Anime beiliegt, in dem gezeigt wird, was sich parallel zur Handlung der Games in der realen Welt abspielt. Wer keine PS2 hat, kann die Story der Videospiele aber auch in der Romanreihe „.hack//Another Birth“ aus der Sicht von Black Rose oder mit leichten Abwandlungen in dem Manga „.hack//XXXX“ nachlesen. Erst DANN seid ihr auf dem Kenntnisstand, der dafür erforderlich ist, „Legend of the Twilight“ in vollen Zügen genießen zu können. Natürlich könnt ihr den Manga auch genau wie ich damals ohne Vorkenntnisse lesen, aber dann gehen euch eben unzählige Referenzen auf die Vorgeschichte durch die Lappen und das wäre doch sehr schade. Befolgt daher lieber meinen Rat und entdeckt das „.hack“-Universum und die Geheimnisse von „The World“ in chronologischer Reihenfolge – ihr werdet es nicht bereuen!

Von „.hack//Legend of the Twilight“ existiert zwar auch eine gleichnamige Anime-Adaption, allerdings wird diese der Manga-Vorlage leider absolut nicht gerecht, da ausgerechnet Zefi komplett weggelassen wurde, obwohl sie doch einen Großteil des Charmes dieser Mini-Serie ausmacht! Stattdessen bekommen wir dort eine 0815-Story à la „Super Mario“ präsentiert, in der Shugo Rena befreien muss. Außerdem mangelt es dem Anime an der Leichtherzigkeit, die diesen Manga vom Rest des „.hack“-Universums abhebt. Ich bin damals hauptsächlich durch die wunderschönen Cover-Motive auf den Manga aufmerksam geworden. Sogar heute noch gehören die drei Manga-Cover mit den unterschiedlichen Neonfarben vor dem schwarzen Hintergrund zu den optisch ansprechendsten Manga-Titelbildern, die ich je gesehen habe. Hinzu kommen noch die niedlichen Farbseiten zu Beginn jedes Bandes. Die Trilogie vereint sowohl Shonen- als auch Shojo-Elemente in sich, weshalb Leser beider Geschlechter ihre Freude daran haben werden.

© Ban_Mido

.hack//Legend of the Twilight: © 2002 Tatsuya Hamazaki, Rei Izumi, Kadokawa Shoten / Carlsen

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