Ultraman

Name: Ultraman
Englischer Name: Ultraman
Originaltitel: Ultraman
Herausgebracht: Japan: Hero’s Inc 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Eiichi Shimizu / Tomohiro Shimoguchi
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Vor einigen Jahren suchten Außerirdische die Erde heim, bösartige Monster, die die Menschheit vernichten wollten. Zum Glück tauchte auch ein gutes Alien auf. Es vereinigte sich mit einem Menschen und verlieh diesem seine Macht. Mit dieser Stärke konnte „Ultraman“ als Superheld die Erde retten. Danach kehrte der gute Alien wieder in die Weiten des Weltalls und „Ultraman“ in sein normales Leben zurück.

Jahre später ist Shin Hayata, der frühere „Ultraman“, Japans Verteidigungsminister und glücklicher Vater eines Sohnes. Obgleich er Teil der SSS-Party war, die den Schutz der Erde organisierte, kann er sich an die Bedrohung aus dem Weltraum kaum erinnern. Als sein außerirdischer Partner ihn verließ, nahm er auch alle Erinnerungen mit sich. Die übermenschliche Stärke aber blieb Hayata erhalten. Und das ist auch dringend notwendig. Denn erneut greifen Monster die Erde an und nur „Ultraman“ kann die Bedrohung aufhalten. So legt Hayata erneut den Anzug an.

Doch nicht nur das: Es scheint, dass auch sein Sohn Shinjiro superstark und nahezu unverwundbar ist. Im Gegensatz zu seinem Vater kann der Oberschüler seine angeborenen Kräfte jedoch nicht kontrollieren. Das interessiert den bösen Außerirdischen Bemular reichlich wenig. Er will die Ultraman-Gene in Shinjiro für seine Zwecke nutzen. Ultraman ist kein Gegner für ihn. In einen Kampf um Leben und Tod, den Ultraman zu verlieren droht, schaltet sich Hayatas Arbeitskollege Die ein. Er bietet Shinjiro einen neuen „Ultraman“-Anzug an, um seinen Vater zu retten – und die Welt..

Eigene Meinung
„Ultraman“ war der Titel eines Superhelden-Kinofilms aus den 1960er-Jahren. 50 Jahre später bringen nun mit Eiichi Shimizu und Tomohiro Shimoguchi zwei „Ultraman“-Fans eine Fortsetzung des ursprünglichen Stoffs im Manga-Format heraus. Im Mittelpunkt stehen der frühere Ultraman und sein Sohn, die sich gemeinsam einer neuen Herausforderung stellen müssen.

Ultraman ist eine Mischung aus Iron Man und Captain America – in gut. Das liegt zu einem nicht unwesentlichen Teil an den Charakteren. Während im Marvel-Universum ein naiv-patriotischer Steve Rogers in US-Flaggenmontur über die Schlachtfelder wetzt und Tony Stark, trotz allem Verantwortungsbewusstsein, in seiner Freizeit ein Dandy und Lebemann ist, kann man sich sowohl mit Hayata, als auch seinem Sohn Shinjiro identifizieren. Trotz aller Superkraft handelt es sich um normale Leute – einen Vater, der seinen Sohn liebt und wenig Aufhebens um seinen Beruf macht und einen Jugendlichen, der spektakulär an der Eroberung eines Mädchens scheitert. Das  allein macht schon sympathisch und bildet das Fundament für eine tiefergehende charakterliche Betrachtung der beiden Protagonisten im Laufe der Serie. Das unterstreichen auch die Zeichnungen, in denen die Mimiken der Charaktere im Mittelpunkt stehen, Hintergründe gibt es nur spärlich. Im Kampfgetümmel werden sie aber auch nicht unbedingt benötigt. Dafür braucht sich „Ultraman“ wirklich nicht hinter seinem genial designten Maß-Anzug zu verstecken. Die Handlung übrigens auch nicht, deren Fortgang man nur schwer vorrausagen kann.

Endlich mal wieder eine Superhelden-Serie, bei der man wirklich gespannt auf die Fortsetzung sein darf!

© Rockita

Ultraman: © 2012  Eiichi Shimizu /Tomohiro Shimoguchi  Hero’s Inc / Tokyopop

 

||||| Like It 1 Find ich gut! |||||

Blame!

Name: Blame!
Englischer Name: Blame!
Originaltitel: Blame!
Herausgebracht: Japan: Kodansha 1997/2015
Deutschland: Feest / EMA 2001, Manga Cult 2017
Mangaka: Tsutomu Nihei
Bände: 10 Bände
Neuausgabe: 6 Bände
Preis pro Band: 11,95 DM bzw. 5,00 €
Neuausgabe: 28,00 €

Story
In nicht ganz so ferner Zukunft existiert ein Großteil der Menschheit nicht mehr. Eine Genmutation löschte sie aus. Auch die Erde hat sich verändert. Die überlebenden Menschen leben innerhalb der sogenannten „Megastruktur“, einem riesigen Komplex aus schier endlosen Gängen und Etagen. Manche dieser Ebenen, Level genannt, sind unbewohnt, in anderen existieren Lebewesen, in wieder anderen nur Maschinenwesen und Cyborgs.

Der Humanoide Killy reist von Level zu Level, von Zivilisation zur Einöde. Er ist auf der Suche nach Menschen mit sogenannten „Netzwerkgenen“ – reinen Genen, wie sie vor der Mutation bestanden. Nur Menschen mit Netzwerkgenen sind noch kompatibel mit der „Behörde“, dem allumfassenden Steuerungszentrum der Megastruktur. Doch gibt es kaum noch Menschen mit Netzwerkgenen. Und Killy ist auch nicht der einzige, der hinter ihnen her ist…

Erst als Killy zufällig auf die mysteriöse Wissenschaftlerin Cibo trifft, die in einem verfaulenden Körper ihr Dasein fristet, nimmt seine Suche Fahrt auf. Denn Cibo kennt die Behörde gut – und hat noch eine Rechnung mit der Schutzwehr offen…

Eigene Meinung
„Blame!“ ist sowohl Erstlingswerk des Mangaka, wie auch Prototyp fast aller seiner weiteren Werke. In der nicht allzu angenehmen Zukunftsutopie von „Blame!“ streift Protagonist Killy durch einen nicht enden wollenden Dschungel aus Röhren und Ebenen – ein „Lonesome Ranger“ in der Prärie des sterilen Cyber-Komplexes.  Viel reden tut er dabei nicht, seitenlang kommt die Serie ohne Text aus.

Um das durchzuhalten, braucht es ausdrucksstarke Zeichnungen. Nihei nutzt dafür den ihm eigenen Stil mit sehr vielen feinen Linien und ausdrucksschwachen Gesichtern. Beides – Handlung, aber vor allem auch diese Zeichnungen – sorgten dafür, dass diese Serie stilprägend für das Genre „Cyberpunk“ wurde. Persönlich würde ich sie nach wie vor als Niheis beste Serie bezeichnen.

Die Vorgeschichte zu „Blame!“ wird übrigens in dem Band „NOiSE“ erzählt, der früher ebenfalls bei EMA erschienen ist.

Zur Neuausgabe (Manga Cult)
Ab Ende 2017 veröffentlicht das Label Manga Cult die Serie in einer sechsbändigen Neuedition. Dabei handelt es sich um die deutsche Fassung der Neuedition von „Blame!“, die im Jahr 2015 in Japan publiziert wurde. Ausgehend von dieser Grundlage ließ Manga Cult für die deutsche Ausgabe eigens eine neue Übersetzung anfertigen. Die unterscheidet sich deutlich von der Fassung der Feest-Ausgabe. Die Manga Cult-Fassung bemüht sich um Begrifflichkeiten, die am ehesten zur Handlung passen. So hieß das zweite Kapitel früher „Das Gedächtnis der Erde“, in der Neuausgabe aber treffender „Erinnerung an die Erde“.

Überraschen teuer ist aber der Preis. Wie auch die Hardcover-Edition von „Basilisk“ kostet „Blame!“ satte 28 Euro pro Band. Angesichts dessen, dass man in letzterem Fall das Layout aus Japan übernehmen konnte und die Bände um einiges weniger Seiten haben, ist das ein stolzer Preis. Auch die Sammelkarte, die jedem Band beiliegt, ist keine Erklärung dafür.

© Rockita

Blame!: © 1997/2015  Tsutomu Nihei  Kodansha / EMA / Manga Cult

Neuausgabe (Manga Cult)

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Biorg Trinity

Name: Biorg Trinity
Englischer Name:
Originaltitel: Biorg Trinity
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Panini Manga 2016
Mangaka: Story: Otaro Maijo
Zeichnungen: Oh! Great
Bände: 12 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 € (Band 1-7)
8,99 € (Band 8-9)
9,99 € (ab Band 10)

Story
Fujii hat sich bis über beide Ohren in seine Mitschülerin Fumino Enomoto verliebt. Dadurch macht er einige Dummheiten und lässt sich von seiner Kindheitsfreundin Kiwako retten. Aber nicht nur Fujii hat ein Auge auf Fumino geworfen, auch sein Kumpel Hosa schwärmt für das Mädchen.

In der Schule spürt Fujii einen starken Schmerz. Als der Schmerz verschwindet, stellt er fest, dass er vom Bio-Bug befallen ist. Der Bio-Bug ist erkennbar durch herzförmige Löcher in den Händen. Durch die Krankheit können sich die Infizierten mit verschiedenen Dingen oder Wesen verschmelzen.

Seiner Mitschülerin Chieri geht es überhaupt nicht gut. Sie leidet stark unter dem Bug, da sie immer wieder neue Verschmelzungen getestet hat und es übertrieben hat. Sie muss eigentlich ins Krankenhaus und sich helfen lassen, doch sie weigert sich. Es kommt zum Kampf gegen Kiwako, die mit einem Motorrad verschmolzen ist, und versucht Chieri in Spinnengestalt zu helfen. Letztendlich gewinnt Kiwako und Fumino gibt Chieri eine starke Medizin. Doch statt Chieri wieder in ihre normale menschliche Gestalt zurück zubringen, tauscht ihr Geist den Körper mit der Spinne. Jedoch geht Chieri erstaunlich entspannt mit dieser neuen Situation um.

Fujii kann sich nun überlegen womit er verschmelzen möchte. Doch in erster Linie möchte er mehr Kontakt zu Fumino. Doch diese hängt lieber mit ihrem Sandkastenfreund Hosa rum. Plötzlich geraten Fujii und Kiwako auch noch in einen Krieg zwischen Bugs und Bug-Hunter. Und Fumino umgibt auch noch ein Geheimnis…

Eigene Meinung
„Biorg Trinity“ ist hierzulande der erste Manga des Autors Otaro Maijo. Oh! Great dagegen ist durch zahlreiche Veröffentlichungen (u.a. „Tenjo Tenge“, „Air Gear“) bei Panini und Heyne bekannt.

Zeichnerisch ist die Serie von Oh! Great toll umgesetzt. Die Kampfszenen sind sehr dynamisch und die Verschmelzungen kreativ auf Papier gebracht.

Anfangs kommt die Geschichte noch als Liebesdreieck daher, doch das ändert sich schnell. Rasant geht die Entwicklung zur Action-Story mit Science-Fiction-Elementen. Jedoch finde ich die Geschichte etwas verwirrend und ziemlich abgedreht. Es gibt häufig unvorhersehbare Wendungen, die die Serie dann schon wieder interessant macht.

Panini Manga haben sich viel Mühe bei der Umsetzung der knapp 230 Seiten dicken Bände gegeben. Neben acht Farbseiten am Anfang des ersten Bandes gibt es sogar ein Extra: ein Tattoo in Form eines Herzens. Zwar hätte ich dieses Extra nicht gebraucht, aber so ein kleines Gimmick finde ich immer positiv.

Rundum ist „Biorg Trinity“ ein abgedrehter Action-Manga, der im späteren Verlauf auch recht brutal wird. Deshalb wird die Serie auch von Panini Manga erst ab 16 Jahren empfohlen.

Biorg Trinity: © 2012 Otaro Maijo, Oh! Great, Shueisha / Panini Manga

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Personal Paradise – Brave Brother

Name: Personal Paradise – Brave Brother 1.0
Englischer Name:
Originaltitel: Personal Paradise – Brave Brother 1.0
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Melanie Schober
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,99 €
9,99 € (limitierte Ausgabe mit Schuber)

Story:
Der 14-jährige Michael Gärtner ist stets damit beschäftigt in der Westside die Schwächeren zu verteidigen und gerät so ständig in Prügeleien. Seine Zwillingsschwester Marianne ist davon überhaupt nicht begeistert. Schließlich macht sie sich Sorgen, dass er deshalb noch von der Schule fliegt.

Als Michael, der von seinen Freunden „Mike“ genannt wird, gerade mal wieder ein Mädchen auf dem Schulgelände verteidigt, greift die Lehrerin Frau Kokosch ein und beendet so die Prügelei. Sie bittet Michael zu einem Gespräch und lässt ihn am Ende einen Test machen. Bei diesem Test wird sich herausstellen, dass Mike hochbegabt ist und an eine hochbegabten Schule an der Northside wechseln könnte.

Mal wieder hat Mike nur Unsinn im Kopf und klettert mit seinem Kumpel und seiner Schwester über den Grenzzaun in die Northside. Als sie gerade Eis essen, wird Marianne von einem Auto angefahren. Doch dem Fahrer des Wagens ist nur um den Zustand seines Autos besorgt. Dadurch wird Mike stink sauer und legt sich mit dem Fahrer an. Wie sich herausstellt, ist der Fahrer Adrian Sawyer und seit kurzen Leader in der Westside. Doch auch die Drohung von Adrian ihn aus der Stadt zu werfen, ist Mike egal. Mit seinem Baseballschläger will er das Auto demolieren, doch dann taucht Andy Ramirez auf und hält Mike auf. Andy erzählt, dass er mit der vorherigen Leaderin liiert war. Doch nach ihrem Tod ist nun ihr Bruder Leader.

Andy ist mit dem neuen Leader sehr unzufrieden und schmiedet deshalb Pläne. Er möchte eine Untergrund-Gang gründen und will, dass Mike der Leader wird. Wird Mike das Angebot annehmen? Was plant Andy? Werden sie Erfolg haben und den reichen Schnösel als Leader absetzen?

Eigene Meinung:
Nach sechs Jahren Pause gibt es nun für die Fans von „Personal Paradise“ endlich wieder Nachschub! Mit „Brave Brothers“ wird nun die Vergangenheit des Leaders der Westside-Gang Mike Garden genauer unter die Lupe genommen. Aus diesem Grund benötigt man für „Brave Brothers“ keine Vorkenntnisse, wie auch für alle anderen „Personal Paradise“-Bände. Das ist dem einfachen Grund geschuldet, dass Melanie Schober immer nur Zusagen zu einzelnen Bänden bekommen hat und so Stück für Stück das Universum von „Personal Paradise“ weiter entwickelt hat und die Geschichten aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Jedoch ist es von Vorteil, wenn man schon die Welt von „Personal Paradise“ kennt.

Man sieht bei Melanie Schober die enorme Entwicklung der letzten Jahre. So dass der nun mittlerweile sechste Band sehr detailliert und lebendig geworden ist. Die Geschichte ist spannend und hat am Ende des ersten Bandes einen fiesen Cliffhanger. Man muss förmlich auch den zweiten Band kaufen.

Neben der normalen Ausgabe des sechsten Bandes gibt es auch eine limitierte Auflage mit Schuber. Dies wird nicht nur die Fans der ersten Stunde freuen. Sowohl die fünf alten Bände als auch die Neuauflagen der Bände passen in den Schuber rein.

Personal Paradise – Brave Brother: © 2017 Melanie Schober, Carlsen

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Smokin‘ Parade

Name: Smokin‘ Parade
Englischer Name: Smokin‘ Parade
Originaltitel: Smokin‘ Parade
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Jinsei Kataoka
Zeichnungen: Kazuma Kondou
Bände: 7 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Yoko und seine Schwester hatten nie ein leichtes Leben. Dies scheint sich nun zu ändern, denn das Mädchen musste lange Zeit im Rollstuhl sitzen, da ihr beide Beine fehlten. Nun hat sie künstliche Beine bekommen, doch das macht alles nur noch schlimmer. An ihrem Geburtstag verwandelt sie sich in ein Monster mit Hasenkopf und tötet auf grausame Art und Weise ihre Freunde. Auch ihr Bruder verliert ein paar Gliedmaßen, bevor die Leute der „Smokin‘ Parade“ eingreifen. Diese sind auch modifiziert und haben den Auftrag, die Monstrositäten zu töten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können. Yoko wird von ihnen gerettet und vor die Wahl gestellt ihnen beizutreten oder die Basisausstattung zu bekommen und sein Leben so weiter zu fristen. Dieser entscheidet sich zunächst für die letztere Option, gerät aber in einen Kampf und greift dann beherzt ein.

Nur wie kann sich sein Körper einfach so mit der Prothese verbinden ohne Vorbereitung? Und warum hat ihn der Angriff seiner Schwester nicht gleich getötet, wo andere schon längst Tod gewesen wären? Was hat die Firma, die die Körperteile angeblich für seine Kunden heranzüchtet, mit den Leuten zu tun, die nach einer Transplantation zu irren Monstern mutieren?

Eigene Meinung
„Smokin‘ Parade“ ist was Spezielles! Es geht ziemlich brutal und blutig zu. So einiges liegt noch im Dunkeln! Aber eines scheint klar zu sein: hinter Yoko steckt noch viel mehr und man wird bestimmt noch erfahren was das genau ist! Aber auch seine vermeintlich tote Schwester wird noch eine Rolle spielen und die Beiden sich als Feinde gegenüberstehen. Genau das macht die Geschichte auch so spannend! Konflikte wo man nur hinsieht und grausame Vorgeschichten bei den Charakteren, die sicher auch noch aufgearbeitet werden! Dran sollte man bei dem Manga bleiben, denn es lohnt sich sicher!

Die Zeichnungen sind wirklich gut, wenn auch durch ihren Detailreichtum schon oft ein wenig verstörend, geht es doch reichlich blutig zu. Auch was den Fan-Service angeht gibt es so einiges zu sehen und das recht unverhüllt. Die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist daher mehr als berechtigt, hätte aber sogar noch höher ausfallen können.

Mit dem Lesen kam man wegen der spannenden Geschichte gut voran. Die Panels waren nie zu textlastig, erst zum Ende des Manga hin bekommt man ein wenig mehr erklärt, bis dahin steht die Action klar im Focus.

Für Fans von abgedrehten Geschichten, welche auch reichlich Blut und Action nicht abschrecken, sollten bei „Smokin‘ Parade“ zugreifen!

Smokin‘ Parade: © 2016 Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou, Kadokawa/ Tokyopop

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Ghost in the Shell – Stand Alone Complex

Name: Ghost in the Shell – Stand Alone Complex
Englischer Name:
Originaltitel: Koukaku Kidoutai – Stand Alone Complex
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Yu Kinutani
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 15,00 €

Story
Major Makoto Kusanagi und ihre Truppe muss sich um die Geiselnahme in einem Restaurant mit hochrangigen Politikern kümmern. Dabei ist aber nicht alles so wie es scheint und die Geiseln zu befreien wird kein leichtes Unterfangen. Weiterhin wollen auch die verschiedenen Regierungsabteilungen und Behörden selbst gern die Fäden in den Händen halten, was die Befreiungsaktion nur erschwert.

Aber Sektion 9 setzt sich durch und kann am Ende gerade noch einen schweren Fall von Spionage abwehren, der ihr Land sonst in riesiges Chaos gestürzt hätte.

Wie geht es nun weiter? Welche neuen Gefahren warten auf den Major und die Leute aus Sektion 9?

Eigene Meinung
„Ghost in the Shell – Stand Alone Complex“ hat seinen Charme, doch sollte man mit der vorherigen Mangareihe wohl anfangen, da ich denke, dass dort die einzelnen Charaktere im einzelnen genauer vorgestellt werden. Bei „Stand Alone Complex“ wird man geradezu in die Geschichte geworfen und Vorkenntnisse werden vorausgesetzt. Die Geschichte ist durchaus spannend, aber man hat einfach keinen wirklichen Bezug zu den Charakteren, da man als Neuling einfach keine Bindung zu diesen aufbauen kann.

Die Zeichnungen sind ebenfalls ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sie comicartiger daher kommen. Detailreich sind sie allerdings, besonders in Hinblick auf die technischen Details.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Die Panels waren nie zu textlastig. Allerdings störte mich das nach jedem Kapitelende, das Ende des eben dieses noch mal am Anfang des neuen Kapitels aufgegriffen wurde. Das war für mein Empfinden nicht nötig, vielmehr sogar irritierend!

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt auch gut. Es gibt einiges an Action und man sollte auch schon eine gewisse Reife haben, um die Themen von „Ghost in the Shell“ auch zu verstehen.

Fans von „Ghost in the Shell“, welche auch den vorherigen Manga, Anime etc. kennen sollten beherzt zu greifen. Neulinge sollten lieber mit der ersten Mangareihe anfangen!

Ghost in the Shell – Stand Alone Complex: © 2010 Yu Kinutani, Kodansha/ EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Taboo Tattoo

Name: Taboo Tattoo
Englischer Name: Taboo Tattoo
Originaltitel: Taboo Tattoo
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2010
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Shinjiro
Bände: 13 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Der 15-jährige Seigi Akatsuka hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und wird von seinem Großvater im Kampfsport ausgebildet. Eines Tages rettet er einen alten Mann vor zwei Schlägern und bekommt zum Dank einen seltsamen Stein. Der alte Mann befiehlt ihm, den Stein in die Hand zu nehmen und fest zuzupacken, woraufhin der Stein Seigi ein Tattoo in die Handfläche brennt. Der mysteriöse Greis behauptet, bei dem Tattoo handle es sich um den „Schlüssel zur Weltwahrheit“ und damit ließen sich „die Probleme der diesseitigen Welt lösen“. Doch die nächste merkwürdige Begegnung lässt nicht lange auf sich warten: Ein auf den ersten Blick gleichaltrig erscheinendes Mädchen stiehlt Seigis Handy und rennt damit weg. Dieser folgt ihr natürlich und erfährt, dass sie in Wirklichkeit viel älter ist, allerdings durch ihr „Zauberwappen“ in dem Körper einer Mittelschülerin gefangen ist. Sie heißt Lieutenant Bluesy Fluesy, Spitzname „Izzy“, und bildet zusammen mit Sergeant Tom Shredfield das Team „Blue Moon“ der US-Armee, dessen Aufgabe es ist, die von einem Forscher gestohlenen Zauberwappen zurückzuholen. Bei dem Tattoo in Seigis Hand handelt es sich um ein solches Zauberwappen. Jedes Zauberwappen verleiht seinem Besitzer unvorstellbare Macht, wird allerdings nur aktiviert, wenn es mit einem bestimmten Trigger in Berührung kommt. So muss Izzy mit ihrem Tattoo beispielsweise ein Stück Kreide berühren und Tom mit der tättowierten Hand Zigaretten umfassen. Menschen, die über ein solches Tattoo verfügen, nennt man „Shield“. Izzy und Seigi liefern sich einen harten Kampf und obwohl keiner von beiden sein Zauberwappen aktiviert, unterliegt Seigi hoffnungslos, was ihm keine Ruhe lässt. Er möchte unbedingt stärker werden und außerdem gehen ihm Izzys amateurhafte Beschattungsversuche, die inzwischen selbst Seigis Kindheitsfreundin Toko Ichinose auffallen, allmählich ziemlich auf die Nerven.

Indessen findet im Königreich Selinistan, welches ebenfalls hinter den Zauberwappen her ist und mit Amerika im Clinch liegt, ein Putsch statt, in Zuge dessen die Prinzessin das Königspaar ermorden lässt, um die Macht zu übernehmen. Als nächstes strebt Prinzessin Aryabhata die Weltherrschaft an. Zurück in Japan findet Seigi im Kampf gegen einen weiteren Shield namens Theodore Wilson heraus, dass der Trigger für sein Tattoo Blut ist. So aktiviert Seigi den „Void Maker“, ein ganz besonders gefährliches Zauberwappen, welches schwarze Löcher erzeugen und alles in sich verschlucken kann. Damit bringt er den Zauberwappen-Dieb Theodore zur Strecke. Izzy und Tom glauben Seigi, dass er sein Wappen nur durch Zufall erhalten hat und legen ihm nahe, ihrem Team beizutreten, da sie ihm sonst schlimmstenfalls den Arm amputieren müssten. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Void Maker seinen eigenen Shield, also Seigi, verschluckt, wenn er nicht lernt, ihn richtig einzusetzen. In erster Linie um einen Krieg zwischen den USA und Selinistan zu verhindern, tritt er dem Team bei. Kurz darauf wird Izzy seine neue Klassenkameradin, woraufhin Toko, die ahnt, dass Seigi in Schwierigkeiten steckt und ihn beschützen will, ihm hinterherspioniert, wobei sie Iltutmish zum Opfer fällt, einer Untergebenen der Prinzessin, die Tokos Körper übernimmt, um Seigi anzugreifen. Mit vereinten Kräften können Seigi und Tom Iltutmish zwar aus Tokos Körper befördern und fürs Erste verjagen, doch nun trägt auch Toko ein Zauberwappen auf ihrer Stirn…

Eigene Meinung:
„Taboo Tattoo“ ist ein ausgewogener Manga, der Elemente aus sehr vielen verschiedenen Genres in sich vereint. EMA ordnet ihn zwar den Genres „Fantasy“ und „Science-Fiction“ zu, allerdings würden „Action“ und „Comedy“ genauso gut passen. Außerdem liefert Shinjiro seinen Lesern eine ordentliche Prise Fanservice, der vor allem „Girls Love“-Fans ansprechen wird, da man sieht, wie Mädchen sich küssen und gegenseitig an intimen Stellen berühren. Die Story weist deutliche Parallelen zu „La Vie en Doll“ auf, wobei „Taboo Tattoo“ zuerst da war. Der Manga ist sehr unterhaltsam, hebt sich allerdings bis auf ein Detail nicht sonderlich von typischen Shonen-Manga ab: Toko Ichinose. Die Kindheitsfreundin des Protagonisten ist ein Stereotyp, den man in fast jedem Anime und Manga findet, doch bei Toko gibt es eine Besonderheit, die noch für sehr viel Spannung sorgen könnte: Am Ende des ersten Bandes offenbart sich, dass sie durch Iltutmishs vorübergehende Körperübernahme selbst zu einem Shield geworden ist. Das ist in etwa so, als würde Ran aus „Detektiv Conan“ selbst geschrumpft werden oder Akane aus „Ranma ½“ ebenfalls in eine verfluchte Quelle fallen. Ihr merkt, es kommt gar nicht so oft vor, dass die Freundin des männlichen Protagonisten dasselbe Schicksal ereilt.

Als Extra liegt jedem Band in der ersten Auflage ein Sammelkärtchen bei, das einem Shield gewidmet ist. Auf der Rückseite gibt es neben dem Tattoo einige interessante Informationen zu bestaunen, wie z. B. was der Trigger des jeweiligen Zauberwappens ist und wie die parawissenschaftliche Fähigkeit heißt, die man durch das Wappen erlangt. Allerdings könnten die Karten genau wie bei „Kamo“ ruhig etwas größer sein.
Ich finde es in diesem Fall ziemlich schwer, eine Altersempfehlung auszusprechen. „Taboo Tattoo“ ist zwar in Japan in einem Seinen-Magazin publiziert worden, liest sich für mich jedoch eher wie ein typischer Shonen-Manga. Zumindest im ersten Band halten sich Gewalt und Erotik für Seinen-Verhältnisse noch stark in Grenzen, weshalb eigentlich auch jüngere Leser einen Blick wagen können, wobei ich eben nicht weiß, ob der Manga im weiteren Verlauf heftiger wird. Wer ausgewogene Geschichten mag, in denen der Übergang zwischen Action, Comedy und Drama fließend ist, wird diesen Manga lieben.

© Ban_Mido

Taboo Tattoo: © 2011 Shinjiro, Kadokawa / EMA

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Ghost in the Shell – The New Movie

Inhaltsangabe (Covertext)
2027. Ein Jahr nach dem Vierten Weltkrieg ist die politische Lage in Japan noch immer äußerst instabil. Regierung und Industrie konkurrieren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln um die Kontrolle über das Militär. Als dann nahezu zeitgleich die Handelsbotschaft von abtrünnigen Soldaten besetzt und ein Bombenanschlag auf das Regierungsoberhaupt verübt wird, droht die Lage zu eskalieren. Um Kompetenzgerangel mit anderen Behörden zu vermeiden, heuert Daisuke Aramaki, Chef der Inneren Sicherheit, Motoko Kusanagis unabhängige Spezialeinheit an. Bei ihren Ermittlungen stoßen Kusanagi und ihr Team auf eine Cyber-Verschwörung ungeheuren Ausmaßes, die nicht nur Japan, sondern womöglich die ganze Welt bedroht…

Allgemeine Infos zur DVD/Blu-Ray

Hersteller/Label Universum Anime
29.09.2017
EAN-Code 0889853971299 (DVD), 0889853971398 (Blu-ray)
UVP € 20,99 (DVD), 24,99 (Blu-ray)
Genre Science Fiction, Action
Sprache Deutsch, Japanisch; DD 5.1 (DVD),DTS-HD 5.1 (Blu-Ray)
Untertitel Deutsch
Synchronstudio EuroSync GmbH
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)
Laufzeit ca. 96 Min. (DVD), 101 Min. (Blu-Ray)
FSK ab 16
Verpackung Amaray
Bonus „Ghost in the Night“ Talkshow, Begrüßung am Premierentag, Booklet Ghost in the Shell – The New Movie, Jubiläums-Special, Nacht der Analyse, Special „Ghost in the Shell – The New Movie“

 

Charaktere:

Motoko Kusanagi – Christin Marquitan


Motoko Kusanagi ist eine junge Soldatin und Meisterhackerin. Sie ist seit ihrer frühesten Jugend ein Vollcyborg und kann sich nicht mehr erinnern jemals einen realen Körper besessen zu haben. Sei einiger Zeit ist sie der Kopf einer von ihr angeführten neuen Spezialeinheit, welche sich bei Cyberverbrechen  schon einen Namen machen konnte. Verbissen versucht sie den „Pyromaniac“ endlich zur Strecke zu bringen…


Batou
– Tilo Schmitz


Batou ist ein ehemaliger Army Ranger und Ex-Söldner, welcher wegen seiner Cyber-Implantate das „schlaflose Auge“ genannt wird. Er ist Motokos neue Rechte Hand, tut sich allerdings mit ihren häufigen Alleingängen schwer….

 

 

Aramaki – Joachim Tennstedt


Aramaki ist Mitglied des Büros zur Öffentlichen Sicherheit und Chef von Sektion 9, einer neuen Einheit zur Bekämpfung von Cyber- und Hightechnik-Terrorismus. Er hätte ziemlich gerne die Truppe des Major als Teil der Sektion, doch diese will ihm immer noch nicht so recht trauen…

 

 

Lt. Colonel Kurtz – Katrin Zimmermann


Motokos ehemalige Vorgesetzte spielte hinter den Kulissen des Pyromancer Falles bisher ihr eigenes Spiel. Nun sieht es so aus, als ob sie endlich kurz vor dem Erreichen ihres Ziel steht, ihren langgehegten Traum zu erfüllen….

 

 

 


Weitere Charaktere:

Togusa – Klaus-Peter Grap
Ishikawa – Erich Räuker
Borma – Kevin Kraus
Paz – Thomas Schmuckert
Logikomas – Olivia Büschken
Saito – Jakob Weigert
Fujimoto – Michael Iwannek
Fujimotos Sohn – Marios Gawrilis
Kuwahara – Peter Flechtner
Ibachi – Dirk Bublis
Raizo – Jan David Rönfeldt
Sawada – Michael Deffert
Chris -Josefin Hagen
Robert Lee -Jan Spitzer
Richard Wong – Marko Bräutigam
Akiyawa – Romanus Fuhrmann
Verwalter – Sascha Gluth
Tsumugi – Gerald Schaale
Amagata – Tim Moeseritz
Kitahara- Larissa Koch


Inhalt und Hintergründe:

In „Ghost in the Shell – The New Movie“ kommt es endlich zur finalen Konfrontationzwischen Motokos Team und dem Köpfen hinter der Pyromancer Verschwörung.

Doch wohl Chief Aramaki ihr seine Hilfe anbietet, pocht der Major weiterhin auf ihre Unabhängigkeit und bringt sich und ihr Team damit in einige Schwierigkeiten.

Zur gleichen Zeit stösst sie auf eine Verbindung zwischen ihrer Vergangenheit und der Verschwörung…

 


Deutsche Bearbeitung:

Die deutsche Synchronisation wurde erneut von Universum Animes Stammstudio Euroarts umgesetzt.

Wie in „ARISE“ und „Pyrophorc Cult“ hat man bei den Hauptrollen wieder auf die Besetzung der „Ghost in the Shell“-Filme und „Stand Alone Complex“-TV-Serie zurückgegriffen. Nur Aramaki wird diesmal von Joachim Tennstedt gesprochen, da Hasso Zorn inzwischen leider verstorben ist, und Saitou von Jakob Weigert.

Die Sprecher machen meines Erachtens alle eine gute Arbeit, auch die Nebenrollen wurden gut besetzt.


Fazit:

Mit „Ghost in the Shell – The New Movie“ findet die Geschichte von „ARISE“, um die Anfänge von Sektion 9 und dem Kampf gegen die Pyromancer Verschwörung nun ihren Abschluss.

Aus diesem Grund macht es leider auch nur für Leute Sinn diesen Film zu sehen, welche die Vorgeschichte schon kennen, um so viele Zusammenhänge zu verstehen und dem Handlungsverlauf richtig folgen zu können.

Diejenigen Zuschauer für die dies allerdings zutrifft, dürfen sich auf einen spanneden Film im „Ghost in the Shell“-Universum freuen.

Die Urheberrechte für alle hier veröffentlichten Texte, Grafiken, Ton- und Videodokumente liegen, soweit nicht anders angegeben, bei uns. Davon ausgenommen sind alle Originalmaterialien, wie Screenshots, Covertexte usw., deren Urheberrecht natürlich bei den offiziellen Lizenzinhabern der Serie liegt.

Ghost in the Shell – The New Movie
© Shirow Masamune・Production I.G/KODANSHA・GHOST IN THE SHELL ARISE
COMMITTEE. All Rights Reserved.

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||

Dimension W

Name: Dimension W
Englischer Name: Dimension W
Originaltitel: Dimension W
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2012
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Yuji Iwahara
Bände: 16 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Im 21. Jahrhundert gelang es der Forschung, den Traum des Wissenschaftlers Nikola Tesla zu verwirklichen. Innerhalb weniger Jahrzehnte schufen Forscher ein weltweites Netz zur drahtlosen Energiegewinnung. Zum Schlüsselinstrument wurden Dimensionsspulen, sogenannte „Coils“, die die Energie aus Speichern in der vierten Dimension abrufen können.

Im Jahr 2072 hält die Firma „New Tesla Energy“ das Monopol auf Coils und damit den gesamten Energiemarkt in den Händen. Daneben floriert in den dunklen Gassen der Vorstädte der Schwarzhandel mit Coils. So bildete sich ein eigener Berufszweig, der der „Collectors“. Gegen Bezahlung sammeln sie illegale Coils wieder ein, indem sie deren meist nicht besonders tugendhafte Besitzer hochnehmen.

Einer dieser „Collectors“ ist Kyoma Mabuchi. Er ist ein Ass seiner Zunft, der noch jeden Auftrag erfüllt hat. Aber Kyoma  ist auch exzentrisch und ein wenig verschroben. Selbst nutzt er gerade mal eine kleine Coil in seinem Handy, ansonsten lebt er nahezu analog. Seiner Chefin, der ebenso imposanten wie konsequenten Mary, ist der Spleen ihres angestellten herzlich egal, solange dieser seine Arbeit macht.

Eines Tages ändert eine zufällige Begegnung alles. Während eines Auftrags trifft Kyoma auf das Androiden-Mädchen Mira. Nach einer Explosion in der Nähe, die einen Kurzschluss bei Miras Antriebscoil verursacht, nimmt Kyoma sie kurzentschlossen mit zu seiner Firma. Dort ist man begeistert: Obwohl Mira ein Roboter ist, wirkt ihr Verhalten eher wie das einer menschlichen Jugendlichen. Sie ist so perfekt konstruiert, dass sie nur von den Erfindern der Andriodentechnologie erbaut worden sein kann, dem Ehepaar Yurizaki. Doch die Yurizakis sind eigentlich seit Jahren verschollen… Ist das der Grund, weswegen nach Mira gesucht wird? Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

Eigene Meinung
Endlich wieder Nachschub auf dem Science-Fiction-Markt, der sich sehen lassen kann. Iwahara spricht mit der sauberen Energiegewinnung ein brandaktuelles Thema an und verpackt es in eine actiongeladene Hunter-/Cyberpunk-Story. Das Grundkonstrukt Söldner feat. Roboter(mädchen) mag alles andere als neu sein. In „Dimension W“ aber sind zwei Dinge erfrischend anders: Es gibt keinen Handlungsstrang, in dem Android Mira menschliches Verhalten erlernen will. Im Gegenteil: Durch Schwanz und Ohren ist sie deutlich von Menschen zu unterscheiden. Und Zweitens: Der Hauptcharakter trägt seine belastete Vergangenheit nicht über Gebühr in die Handlung hinein.

Protagonist Kyoma gibt den analogen Eigenbrötler, der sehr an seinen geliebten Sportwagen erinnert: Ein letztes Relikt aus einer Ära, die in ihren Ausläufen begriffen ist. In einer stoischen Lockerheit geht er mit seiner Machtlosigkeit um, die Entwicklung der Dinge aufzuhalten.

Die ganze Serie verbindet den Scharm von „Cowboy Bepop“ mit der Lockerheit von „Samurai Champloo“ und Atmosphäre von „Solty Rei“. Dazu tragen die Charaktere bei. Insbesondere ist es aber die optische Gesamtkomposition aus Figuren vor einem utopisch-realistischen Hintergrund, die den Reiz dieser Serie ausmacht. Da ist man wirklich auf die Fortsetzung gespannt.

© Rockita

Dimension W: © 2012  Yuji Iwahara  Square Enix / Kazé

Boxen

 

||||| Like It 0 Find ich gut! |||||
1 2 3 4 5 17