Machimaho – Magical Girl by Accident

Name: Machimaho – Magical Girl by Accident
Englischer Name: Machimaho – I Messed Up and Made the Wrong Person Into a Magical Girl!
Originaltitel: Machigatta ko wo mahoushoujo ni shiteshimatta
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Souryu
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story:
Myu gehört zu den Mika, den Schutzgottheiten des Universums. Da sie keinen festen Körper haben, begibt er sich in der Gestalt eines geflügelten Plüschtiers auf die Suche nach einem barmherzigen Mädchen, dem er seine Magie übertragen kann, damit es die Atasunmo bekämpft, teuflische Bestien, die sich von negativer Energie ernähren, indem sie Lebewesen, die eine solche verströmen, auffressen. Einer dieser Atasunmo ist Myu bereits dicht auf den Fersen, sodass ihm nichts anderes übrig bleibt, als seine Kräfte dem nächstbesten süßen Schulmädchen zu verleihen: Kayo Majiba. Diese fackelt nicht lange und nutzt ihre neu erworbenen übermenschlichen Fähigkeiten dazu, den Atasunmo totzuprügeln. Dabei hat sie sich noch nicht einmal in ein Magical-Girl verwandelt! Sehr zu Myus Entsetzen raucht Kayo leidenschaftlich gerne die Zigaretten ihres Vaters und verprügelt jeden, der sie auch nur anrempelt, wie zum Beispiel den ewigen Zwölftklässler Rei Masanido. Zumindest hat sie das gerade vor, als sie ihm in seiner Schule einen Besuch abstattet. Allerdings wütet dort bereits ein weiterer Atasunmo, weshalb sich Kayo zunächst verwandeln soll, wobei ihre Kleidung verschwindet und sie plötzlich nackt dasteht, was bei Rei und dem Atasunmo für gewaltige Erektionen sorgt. Nach Abschluss der Verwandlung macht sie kurzen Prozess mit dem Monstrum und um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, entschuldigt sich Rei umgehend bei ihr. Er bietet sich ihr sogar als lebenslanger Sklave an und wird somit ihr Verbündeter.

Mit der Zeit wird Myu klar, dass Kayo einfach nur einsam ist, weil ihre Eltern immer im Ausland sind und dass sie auch ihre guten Seiten hat. Um ihre Freunde zu beschützen, würde sie alles tun. Bei einem Mika-Meeting erfährt Myu, dass die Erde inzwischen der einzige Planet ist, auf den sich die Atasunmo konzentrieren, da sie sich von Kayos negativer Aura angezogen fühlen. Deshalb beschließt Mya, eine weibliche Mika, Myu etwas unter die Arme zu greifen. Indessen wird die von allen bewunderte Musterschülerin Nako Shuusai von einem Atasunmo gefressen. Doch anscheinend hat die Kreatur zu viele Schüler mit positiver Energie verspeist, sodass es eine gewaltige Explosion gibt und sie sich in einen kleinen Troll und Nako in ein Magical-Girl verwandelt. Das kleine schwarze Wesen behauptet daraufhin einfach, dass Kayo das Monster beschworen hätte, das Nakos Klassenkameraden auf dem Gewissen hat, sodass es zu einem Kampf der Magical-Girls kommt. Wer wird gewinnen? Kayo oder Nako?

Eigene Meinung:
„Machimaho – Magical Girl by Accident“ ist eine Parodie auf das Magical-Girl-Genre und richtet sich an eine ältere männliche Leserschaft. So ist Kayo das krasse Gegenteil eines typischen süßen Magical-Girls mit großem Herzen: Sie umgibt eine derartig negative Aura, dass sie die Atasunmo magisch anzieht und es bereitet ihr Freude, diese mit bloßen Händen auseinanderzunehmen. Dabei nimmt sie es selbst mit welchen auf Level 99 locker auf, ohne sich zu verwandeln. Die Verwandlungen dauern ihr nämlich eh viel zu lange. Ihren Zauberstab benutzt sie höchstens um ihre Feinde damit aufzuschlitzen und selbst Myu bekommt Mitleid mit den Atasunmo, wenn sie von Kayo mal wieder beiläufig mit nur einem Schlag getötet werden. Doch Kayo bleibt keine eindimensionale Killermaschine. So scheint sie eine Schwäche für Rei zu haben und ist im Grunde genommen einfach nur ein vernachlässigtes Mädchen, das seine Eltern vermisst.

Auch diesem Manga hat Carlsen eine Klappenbroschur spendiert. Düstere Magical-Girls-Mangas sind inzwischen zu einem richtigen Trend geworden, wobei es „Machimaho“ schafft, sowohl düster als auch lustig zu sein. Ob die Grundprämisse „äußerst vulgäres und sadistisches Magical-Girl erschlägt riesige Ungeheuer mit bloßen Händen“ jedoch über mehrere Bände hinweg unterhalten kann, ohne monoton und repetitiv zu werden, ist fraglich. Wenn euch Sailor Jupiter und Salvia im Umgang mit Dämonen noch nicht blutrünstig genug waren, solltet ihr unbedingt zugreifen!

Machimaho – Magical Girl by Accident: © 2017 Souryu, Square Enix / Carlsen

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Abe Sada

Name: Abe Sada
Englischer Name:
Originaltitel: Inkaden Abe Sada
Herausgebracht: Japan: K&B Publishers 2005
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Story: Hideo Okazaki
Zeichnungen: Kazuo Kamimura, Masako Togawa
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 14,99 €

Story
Japan in den 1920/30er: Es ist die Geschichte der jungen Abe Sada, welche verrucht und süchtig nach Männern immer tiefer in einer Spirale aus Lust, Verlangen und Gewalt gerät. Dabei verliert sie sich selbst immer mehr und verfällt immer mehr dem Wahn, welcher sie dazu bringen wird eines Tage einen ihrer Kunden zu entmannen.

Was hat die junge Frau dazu getrieben? Was hat sie zur Prostituierten gemacht? Wie konnte sie so eine grausame Tat vollbringen? War es Eifersucht?

Eigene Meinung
Der Manga „Abe Sada“ beruht auf der wahren Geschichte der Japanerin Abe Sada. Sie lebte Anfang des 20. Jahrhunderts als Geisha und wurde besonders durch ein Verbrechen bekannt. Die Geschichte ist sehr speziell und deshalb wohl eher etwas für anspruchsvolle Leser. Wie weit der Manga von der wahren Geschichte abweicht, kann ich leider nicht beurteilen. Interessant ist die Geschichte aber dennoch. So interessant offenbar, dass es auch noch einige andere Bücher und Filme zu dem Thema gibt.

Zeichnerisch wurde der Manga von „Kazuo Kamimura“ (u.a. „Lady Snowblood“) und Masako Togawa umgesetzt. Die Zeichnungen sind eher Geschmackssache, allerdings hat der Manga auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ausdrucksstark sind die Bilder dennoch, oft auch recht explizit. Das macht das Lesen auch recht angenehm, da der Manga nicht zu textlastig ist.

In zwei Bänden taucht man ein in die Welt von Abe, welche kein leichtes Leben hatte. Allerdings trug sie auch einiges selbst zu dem oft jämmerlichen Leben bei. Es ist spannend zu sehen, wie sie immer tiefer fällt und zu erfahren, wie es später dann zu der Tat kommt, mit der sie berühmt wurde!

Die Altersempfehlung liebt bei 18 Jahren und aufgrund dessen, was der Manga behandelt und den expliziten Szenen, sollte diese auch eingehalten werden. Der Manga ist definitiv nichts für minderjährige Leser!

Fans von Manga mit wahrem Hintergrund sollten einen Blick riskieren! Am Ende ist „Abe Sada“ eine anspruchsvolle Geschichte, die absolut kein Mainstream ist.

Abe Sada: © 1976 Hideo Okazaki, Kazuo Kamimura, Masako Togawa, Carlsen

 

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Fire Punch

Name: Fire Punch
Englischer Name: Fire Punch
Originaltitel: Fire Punch
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Tatsuki Fujimoto
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
„Gesegnete“ sind Menschen mit besonderen Kräften. Eine besonders starke Gesegnete, die sogenannte „Eishexe“ soll die ganze Welt mit Schnee und Eis überzogen haben, was Hunger und Wahnsinn über die Menschheit gebracht hat. Agni und seine kleine Schwester Luna sind ebenfalls Gesegnete, allerdings mit regenerativen Fähigkeiten, die bei Agni sogar außergewöhnlich stark ausgeprägt sind. Nachdem böse Menschen ihre Eltern ermordet und sich ihr Haus unter den Nagel gerissen haben, können die Geschwister mit Hilfe ihrer Segen entkommen und in einem Dorf Unterschlupf finden, dass ausschließlich von alten Menschen bewohnt wird. Jeden Tag lässt sich Agni fortan von Luna mehrmals den Arm abhacken, der ja sofort nachwächst, damit die Dorfleute seine abgetrennten Arme essen können. Trotz dieser Widrigkeiten geht es den beiden dort einigermaßen gut, bis die Leute von Behemdorg auf der Bildfläche erscheinen! Als einer von ihnen, der Gesegnete Doma, herausbekommt, dass die Dorfleute Kannibalen sind, brennt er kurzerhand alles nieder. Sein Segen ermöglicht es ihm nämlich ein Feuer entstehen zu lassen, das niemals erlischt. Alle Dorfbewohner verbrennen, selbst Lunas Regenerationskräfte reichen nicht aus, um sie vor dem Flammentod zu bewahren. Agni hingegen ist von nun an dazu verdammt unter Höllenqualen zu brennen, ohne sterben zu können, da er sich unaufhörlich regeneriert. Das Einzige, was ihn noch am Leben hält, ist sein unbändiger Wille, sich an Doma zu rächen und so lernt er in den nächsten 8 Jahren trotz der Schmerzen und Flammen atmen und laufen zu können.

Auf seinem Rachefeldzug rettet Agni den gesegneten Jungen Sun vor Behemdorg, der zwar ziemlich dumm und naiv ist, aber Elektrizität erzeugen kann, wenn auch nicht besonders gut. Für den Kleinen ist Agni ein Gott und er weicht diesem nicht mehr von der Seite, bis sie Judah begegnen, die wie Luna aussieht und ebenfalls über Regenerationsfähigkeiten verfügt, jedoch zu Behemdorg gehört. Judah hackt Agni den Kopf ab und hält ihn konstant unter Beschuss, damit sich Agni nicht regenerieren kann. Sun fällt somit abermals in die perversen Hände von Behemdorg und verliert bei einem Fluchtversuch beide Beine. Indem Agni eine feurige Gewehrkugel auf eine der Wachen spuckt, kann er sie in Brand stecken und seinen Körper zurückerlangen. Plötzlich steht ihm ausgerechnet sein von Reue geplagter Erzfeind Doma gegenüber, der Wiedergutmachung leisten möchte, aber nicht dazu bereit ist, dafür zu sterben. Unbeeindruckt geht Agni auf Doma los, unterliegt jedoch haushoch. Rettung naht allerdings ausgerechnet in Form der filmverrückten Togata, die einen Film über Agni drehen möchte…

Eigene Meinung:
Die Mangaka von „Tokyo Ghoul“ und „One-Punch Man“ empfehlen diesen Manga weiter und Kazé hat sich etwas ganz Besonderes für die Erstauflagen einfallen lassen: Jeder Band hat eine Klappbroschur, die von hinten um den gesamten Buchblock reicht und sich somit sehr gut als Lesezeichen eignet. Außerdem ist der Titel in die Covers eingeprägt und wer Band 2 im Müller kauft, erhält sogar noch eine epische Effektpostkarte dazu, die nur den in Müller-Filialen erhältlichen Exemplaren beiliegen wird. Also allein von der Optik und Ausstattung her macht der Manga schon ordentlich was her. Da das Werk vom Verlag erst ab 18 Jahren empfohlen wird, erscheinen alle Bände eingeschweißt. Dies auch völlig zurecht, denn ich habe zwar schon viele grenzwertige Mangas gelesen, doch „Fire Punch“ toppt sie alle! Gleich im ersten Band kommt die geballte Perversion Behemdorgs zum Vorschein. Sie vergewaltigen Frauen und Kinder, töten Menschen, für die sie keine Verwendung haben, bringen Kinder dazu Sex mit Tieren zu haben und ein Junge soll sogar den Urin eines Soldaten trinken, um nicht zu verdursten. Das Ganze wird noch garniert mit einer Prise Inzest, abgetrennten Gliedmaßen und einer vulgären Ausdrucksweise. Absolute Trigger-Warnung! Psychisch labile Menschen sollten einen hohen Bogen um diesen Manga machen!

Die meisten der oben genannten sexuellen Handlungen werden zwar nur angedeutet und frühzeitig verhindert, aber nichtsdestotrotz ist „Fire Punch“ harter Tobak. Dabei machen ein hoher Gewaltanteil und sexuelle Andeutungen allein natürlich noch keinen guten Manga aus. Eine gute Story und nachvollziehbare Charaktere sind viel wichtiger und mit beidem kann „Fire Punch“ leider bislang nicht dienen. Ganz im Gegenteil. Ich finde sogar, dass Sun und Togata dieses düstere Rache-Epos völlig ins Lächerliche ziehen und bisweilen unfassbar nervig sein können. Aber Agni und Togata haben auch ihre coolen Momente. Wer es richtig derb mag und wem „GANTZ“ viel zu harmlos war, der kann ruhig einen Blick riskieren.

Fire Punch: © 2016 Tatsuki Fujimoto, Shueisha / KAZÉ

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Love in Hell

Name: Love in Hell
Englischer Name:
Originaltitel: Love in Hell
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2012
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Reiji Suzumaru
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Rintaro landet nach einem Sturz vom Balkon in der Hölle, während dem er volltrunken war. Dort angekommen erwartet ihn auch schon seine junge, dämonische Betreuerin Koyori. Er ist ihr erster Sünder, den sie zu betreuen hat und dementsprechend legt sie sich auch bei ihm ins Zeug.

Allerdings sieht Rintaro nicht wirklich ein, dass er in die Hölle gehört und tut sich zudem mit den Gepflogenheiten in seinem neuen Umfeld nicht gerade leicht. Wer trägt als Kleidung auch schon gern einen Ipod und sonst nichts? Zudem ist der junge Mann auch niemand der gern Schmerzen erleidet, nur ist dies die Währung in der Hölle.

Je mehr Schmerzen man erleidet, desto mehr Grolar erhält man. Außerdem trägt man durch das erleiden von Schmerzen seine Sünden ab und hat vielleicht die Chance der Hölle zu entfliehen.

Nur stellt sich Rintaro nicht wirklich gut dabei an. Fällt auf einen Betrüger rein, freundet sich mit einem auf SM stehenden Sünder an und begrapscht auch noch seine Betreuerin.

Wird er es dennoch aus der Hölle schaffen? Oder freundet er sich doch noch mit Schmerz und Leid an? Zumal Koyori auch so ihre Vorzüge hat!

Eigene Meinung
„Love in Hell“ ist ein ziemlich schräger und auch brutaler Manga. Da wird sich wohl jeder selbst ein Bild machen müssen, ob der Manga etwas für einen wäre oder eben nicht. Meins war er jetzt nicht wirklich, wobei es schon den ein oder anderen witzigen Moment gab.

Allerdings war mir das alles doch ein wenig zu brutal und zu sexualisiert. Die Dämoninnen zeigen immer wieder ihre üppigen Vorteile und die Männer in der Geschichte steigen auch nur zu gern auf den sexuellen Aspekt ein und grapschen wo sie nur können. Aus diesem Grund wäre für mich eine Altersempfehlung ab 18 Jahren auch sinniger gewesen, diese wurde vom Verlag aber auf 16 Jahre eingestuft.

Zeichnerisch kommen am besten die weiblichen Charaktere und die Folterszenen herüber. Der Protagonist und der Rest der männlichen Charaktere werden eher überspitzt dargestellt, oft schon in grotesken Zügen.

Interessant ist die Geschichte schon, allerdings wären ein paar mehr Informationen zu den Charakteren und deren Vorgeschichte besser gewesen. So wächst niemand einem wirklich ans Herz! Bedingt dadurch und durch die fehlende Spannung, bin zumindest ich nicht gewillt mir noch die kommenden Bände zu kaufen.

In Japan erschien auch zum Manga ein Spin-off mit dem Titel „Love in Hell: Death Life“. Vermutlich wird sich dessen erscheinen in Deutschland an den Verkaufserfolg von „Love in Hell“ ausrichten.

Im Endeffekt muss jeder selbst für sich selbst entscheiden, ob die Geschichte von Rintaro etwas für einen ist oder nicht.

Love in Hell: © 2012  Reiji Suzumaru, Futabasha/ EMA

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Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order

Name: Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order
Englischer Name: Dance in the Vampire Bund II – Scarlet Order
Originaltitel: Scarlet Order – Dance in the Vampire Bund 2
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2014
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Nozomu Tamaki
Bände: Japan: 4 Bände
Deutschland: 2 Doppelbände
Preis pro Band: 14,00 €

Story
Sieben Jahre ist es her, dass Vampir-Prinzessin Mina Tepes und ihr Leibwächter, der Werwolf Akira die Rebellion eines verfeindeten Vampirclans niederschlagen konnten. Seitdem ist eine trügerische Ruhe eingekehrt in den Tokyoter Spezialdistrikt für Vampire, den Bund. Obwohl die Vampire in weiten Teilen der japanischen Bevölkerung anerkannt sind, gibt es nach wie vor Widerstand einzelner Gruppen radikaler Vampirgegner. Und dann läuft auch noch ein mysteriöser Vampir innerhalb Tokyos Amok und tötet auf grausame Art und Weise Menschen. Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei dem Mörder um einen Untertanen von Prinzessin Mina handelt. Schnellstmöglich müssen Mina und ihre Leute den Schuldigen finden, bevor durch die Affäre Wasser in die Mühlen der Vampirgegner fließt.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nach Jahren der Suche gelingt es einem Rettungstrupp hunderte fangzahnlose Vampire aus einem unirdischen Gewölbe zu retten, in dem diese verschüttet worden waren. Überleben konnten sie nur dank eines Vampirbruders, den sie in den Tiefen der Höhle trafen, Dieser Vampir, Saburo, verfügte über einen scharlachroten Stein, der sie all die Jahre lang vor jeglichem Bluthunger bewahrte. Prinzessin Mina und ihre Freunde sind hocherfreut über die geglückte Rettung. Aber sie wollen auch wissen, was es mit Saburo und seinem mysteriösen Stein auf sich hat. Könnte es sich bei dem Artefakt um den Schatz handeln, den die Rebellen vor Jahren suchten? Und könnte der Stein, der den Hunger stillt, womöglich der Schlüssel für ein friedlicheres Zusammenleben zwischen Vampiren und Menschen sein?

Gemeinsam mit der Werwolf-Spezialeinheit „Wolf Boys“ macht sich Yuki Saegusa, frühere Mitschülerin und heute wissenschaftliche Beraterin von Mina und Akira, auf die Suche nach dem Stein und seinem Besitzer…

Eigene Meinung
„The Scarlet Order“ ist die Fortsetzung des Vampir-Manga „Dance in the Vampire Bund“. Die Handlung greift noch nicht abgeschlossene Fragen der ersten Serie auf, entwickelt darüber hinaus aber auch eine eigene Story. Auch bei den Charakteren geht man diesen Mittelweg aus liebgewonnenen „alten“ und neuen Figuren.

Auch wenn auf Fanservice in Form von aufreizenden und figurbetonten Outfits nicht verzichtet wird, so steht dieser in „Scarlet Order“ erfreulicherweise nicht im Mittelpunkt. Auch der Romance-Anteil ist deutlich dezimierter, zugunsten einer geheimnisvollen Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart. Insgesamt ist diese Mini-Serie ansprechender als der Vorgänger. Zielgruppe ist diesmal auch ein etwas älteres Publikum.

Für die deutsche Fassung hält Tokyopop am Konzept der hochformatigen Doppelbände mit blutrotem Vorderschnitt fest. Das dürfte vor allem Sammelnde zufriedenstellen, die beide Serien so optisch ansprechend im Bücherregal aufstellen können.

© Rockita

Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order: © 2014  Nozomu Tamaki  Kadokawa Corporation / Tokyopop

 

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SCM – Meine 23 Sklaven

Name: SCM – Meine 23 Sklaven
Englischer Name:
Originaltitel: Doreiku – Boku to 23nin no Dorei
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2012
Deutschland: Panini Manga 2015
Mangaka: Story: Shinichi Okada
Zeichnungen: Hiroto Oishi
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Aus einer unbekannten Quelle kam die SCM (Slave Control Method) auf den Schwarzmarkt. Dabei handelt es sich um ein Instrument, um andere zu versklaven. Die SCM wird dabei wie eine Zahnspange am Oberkiefer angelegt und beeinflusst das Gehirn. Zwischen SCM-Nutzern können Duelle stattfinden. Der Gewinner wird der Herr, der Verlierer der Sklave. Die Sklaven müssen alle Befehle ihres Herren gehorchen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Die Sklaven können nur durch den Herrn wieder befreit werden. Außerdem können sie für 24 Stunden unter Nebenwirkungen die SCM entfernen.

Eia Arakawa ist 20 Jahre alt. Als Yuga Oota mit Eias Freundin Schluss macht, kommt es zur Aussprache. Yuga ist von Eias Instinkten beeindruckt und erzählt ihr daraufhin von der SCM. Eia hatte darüber bereits im Internet gelesen. Da sie von ihrem derzeitigen Leben gelangweilt ist, lässt sie sich darauf ein Yuga mit seinem SCM zu unterstützen. Yuga möchte sich nämlich mit anderen duellieren und natürlich siegen. Sollte es mal schief gehen, soll Eia seinen Herren herausfordern und besiegen. Doch diesem Plan zugestimmt zu haben, wird sie noch bereuen…

An einem anderen Ort entwickelt Lucie einen fiesen Plan. Sie hatte sich mit einem älteren Mann ab und an getroffen, den sie aus dem Internet kannte und wurde von ihm vergewaltigt. Doch dies war nicht die erste Vergewaltigung in ihrem Leben und sie will sich nun an ihren Peinigern rächen. Aus diesem Grund besorgt sie sich zwei SCMs. Mit einer gefälschten Anleitung legt sie den Mann rein und duelliert sich mit ihm ohne das er die Konsequenzen kennt…

Eigene Meinung
„SCM – Meine 23 Sklaven“ ist ein sehr realer und düsterer Manga. Es dreht sich bei der Serie um die tiefen Abgründe der Menschen. Jeder der Charaktere hat jemanden, den er bestrafen oder beherrschen möchte und dieser Wunsch ist so stark, dass die Konsequenz möglicherweise selbst als Sklave zu enden, ausgeschaltet wird. 

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Die Geschichte wird spannend und fesselnd erzählt.

Zwar könnte man bei dem Cover auf sexuelle Inhalte schließen, doch diese sind eher nebensächlich. Im ersten Band gibt es eine Vergewaltigung, die jedoch nicht detailliert dargestellt wird. Viel eher wird die Serie von Panini Manga ab 18 Jahren empfohlen, durch die wirklich düstere und krasse Geschichte. „SCM – Meine 23 Sklaven“ ist Lesern ab 18 Jahren zu empfehlen, die spannende und düstere Manga mögen. Vergleichen kann man diese Serie nur sehr schwer mit anderen im deutschsprachigen Raum!

SCM – Meine 23 Sklaven: © 2012 Hiroto Oishi, Shinichi Okada, Futabasha / Panini Manga

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Smokin‘ Parade

Name: Smokin‘ Parade
Englischer Name: Smokin‘ Parade
Originaltitel: Smokin‘ Parade
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Jinsei Kataoka
Zeichnungen: Kazuma Kondou
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Yoko und seine Schwester hatten nie ein leichtes Leben. Dies scheint sich nun zu ändern, denn das Mädchen musste lange Zeit im Rollstuhl sitzen, da ihr beide Beine fehlten. Nun hat sie künstliche Beine bekommen, doch das macht alles nur noch schlimmer. An ihrem Geburtstag verwandelt sie sich in ein Monster mit Hasenkopf und tötet auf grausame Art und Weise ihre Freunde. Auch ihr Bruder verliert ein paar Gliedmaßen, bevor die Leute der „Smokin‘ Parade“ eingreifen. Diese sind auch modifiziert und haben den Auftrag, die Monstrositäten zu töten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können. Yoko wird von ihnen gerettet und vor die Wahl gestellt ihnen beizutreten oder die Basisausstattung zu bekommen und sein Leben so weiter zu fristen. Dieser entscheidet sich zunächst für die letztere Option, gerät aber in einen Kampf und greift dann beherzt ein.

Nur wie kann sich sein Körper einfach so mit der Prothese verbinden ohne Vorbereitung? Und warum hat ihn der Angriff seiner Schwester nicht gleich getötet, wo andere schon längst Tod gewesen wären? Was hat die Firma, die die Körperteile angeblich für seine Kunden heranzüchtet, mit den Leuten zu tun, die nach einer Transplantation zu irren Monstern mutieren?

Eigene Meinung
„Smokin‘ Parade“ ist was Spezielles! Es geht ziemlich brutal und blutig zu. So einiges liegt noch im Dunkeln! Aber eines scheint klar zu sein: hinter Yoko steckt noch viel mehr und man wird bestimmt noch erfahren was das genau ist! Aber auch seine vermeintlich tote Schwester wird noch eine Rolle spielen und die Beiden sich als Feinde gegenüberstehen. Genau das macht die Geschichte auch so spannend! Konflikte wo man nur hinsieht und grausame Vorgeschichten bei den Charakteren, die sicher auch noch aufgearbeitet werden! Dran sollte man bei dem Manga bleiben, denn es lohnt sich sicher!

Die Zeichnungen sind wirklich gut, wenn auch durch ihren Detailreichtum schon oft ein wenig verstörend, geht es doch reichlich blutig zu. Auch was den Fan-Service angeht gibt es so einiges zu sehen und das recht unverhüllt. Die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist daher mehr als berechtigt, hätte aber sogar noch höher ausfallen können.

Mit dem Lesen kam man wegen der spannenden Geschichte gut voran. Die Panels waren nie zu textlastig, erst zum Ende des Manga hin bekommt man ein wenig mehr erklärt, bis dahin steht die Action klar im Focus.

Für Fans von abgedrehten Geschichten, welche auch reichlich Blut und Action nicht abschrecken, sollten bei „Smokin‘ Parade“ zugreifen!

Smokin‘ Parade: © 2016 Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou, Kadokawa/ Tokyopop

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Netflix streamt „AJIN – Demi-Human“

Die Streaming-Plattform Netflix hat eine Überraschung für alle Anime-Liebhaber parat:

Ab dem 13.April 2016 können alle 13 Episoden der beliebten Horror-Serie „AJIN – Demi Human“ exklusiv bei Netflix im Stream angeschaut werden. Hierzulande ist sowohl die japanische Tonspur mit Untertiteln als auch eine deutsche Synchro-Fassung abrufbar.

Die Seinen-Manga-Vorlage „AJIN – Demi Human“ wird
seit Juni 2015 von EMA in Deutschland veröffentlicht.

Quelle: animania.de

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BTOOOM! – Gravity Angel

Name: BTOOOM! – Gravity Angel
Englischer Name:
Originaltitel: BTOOOM! HIMIKO FIRST PHOTO BOOK -Gravity Angel-
Herausgebracht: Japan: Shinchosha 2009
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Junya Inoue
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene MeinungGravity Angel Himiko
Wenn man den Umschlag des Artbooks entfernt, verbirgt sich darunter ein graues Softcover mit der Aufschrift „Himikos erste Fotostrecke“ und der Mangaka bezeichnet sich dort als „Fotograf“. Das beschreibt eigentlich auch schon perfekt den Inhalt dieses Buchs. Wer ein „BTOOOM!“-Artbook mit vielen tollen Artworks sämtlicher Charaktere und Action-Szenen aus dem Manga erwartet, wird von diesem Werk enttäuscht sein. Denn tatsächlich kommt im kompletten Band nur Himiko, die weibliche Protagonistin, vor. Jedes Bild zeigt sie in teilweise aufreizenden Posen, mal im Bikini am Strand, mal in Schuluniform oder Sportsachen beim Unterricht und Zuhause in ihrem Zimmer. Nur wenige Bilder zeigen sie tatsächlich auf der Insel im Pazifik, auf der sich der Großteil der Handlung des Mangas ereignet. Lediglich das grüne Implantat in ihrer Hand und die verschiedenen Arten von Bomben sind allgegenwärtig und erinnern an das mörderische Spiel, von dem der Manga eigentlich handelt.

„Gravity Angel“ ist darum nicht wirklich ein „BTOOOM!“-Artbook sondern viel mehr eine reine Sammlung von Himiko-Artworks. Diese werden zwar zum Ende hin immer nackter und erotischer – die letzten 9 Seiten zeigen sie im Schlafzimmer (eines Hotels?) – doch eine gewisse Grenze wird nicht überschritten, d. h. ihre Brust und ihr Intimbereich sind immer verdeckt.

Gravity Angel Himiko BackcoverInoue-senseis größte Stärke sind die wunderschönen und realistischen Hintergründe und Texturen. Ob Jeansrock oder rostiges Geländer – man kann regelrecht spüren, wie sich die Stoffe und Gegenstände anfühlen. Besonders Himikos „Urlaubsfotos“ enthalten paradiesische Hintergründe und Farben, die zum Träumen einladen. Das größte Manko ist der geringe Einfallsreichtum: Da jedes Bild denselben Charakter zeigt, sind die Bilder nicht abwechslungsreich genug, variiert werden ja lediglich Settings, Kleidung und Himikos Posen. Dabei ist Himiko nicht einmal besonders hübsch: Ihr Gesicht wirkt flach und viel zu breit und ihre Augen sind für einen Manga-Charakter ungewöhnlich schmal, obwohl sie Ausländerin ist.

Großartig kommentiert werden die Bilder nicht. Dafür ist in der Mitte des Bandes ein 40 Fragen umfassendes Interview mit Himiko enthalten, welches ein paar zusätzliche Einblicke in ihre Gefühlswelt bzw. das Innenleben des fiktiven Charakters „Himiko“ (richtiger Name: Emilia) gewährt. Auch ihre persönlichen Daten wie Geburtstag, Blutgruppe und Hobbies sind dort zu finden.

Für gerade mal 52 Seiten sind 19,95 € ein stolzer Preis. Insbesondere da man das Artbook noch nicht einmal allen „BTOOOM!“-Fans empfehlen kann. Es richtet sich lediglich an eingefleischte Himiko-Fans und Liebhaber von softerotischen Bildern von Schulmädchen, wobei letztere mit Masakazu Katsuras Artbooks sicherlich besser beraten wären.

BTOOOM! – Gravity Angel: © 2009 Junya Inoue, Shinchosha / Tokyopop

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GANGSTA.

Name: GANGSTA.
Englischer Name: GANGSTA.
Originaltitel: GANGSTA.
Herausgebracht: Japan: Shinchocha 2011
Deutschland: Carlsen 2015
Mangaka: Kohske
Bände: 8 Bände, wird fortgsetzt
Preis pro Band: 7,95 €

Gangsta. Band 1Story:
Seit mehreren Jahren arbeiten der taube Ex-Söldner Nicolas und der Teilzeit-Gigolo Worick als Benriya für Polizei, Bekannte und jeden, der für ihre Dienste bezahlen kann. Zu ihren Jobs gehören Fälle, die niemand übernehmen will: das Beseitigen von Gangs, die in Ergastulum für Ärger sorgen, und gefährlichen Kriminellen, gegen die die Polizei auf legalem Weg nichts mehr machen kann. Während eines Jobs lernen sie die Prostituierte Alex kennen, die sie sich prompt als „Beute“ sichern und die fortan bei den beiden Männern lebt und mit ihnen zusammenarbeitet. Schon bald stolpert Alex über die Vergangenheit der beiden ungleichen Männer, in der Woricks Familie einst von einigen Söldner umgebracht wurde und er selbst in Geiselhaft genommen wurde. Zudem tauchen Twilights in der Stadt auf, Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, die kaum zu besiegen sind und für größere Probleme sorgen …

Eigene Meinung:
Die Seinen-Manga-Reihe „GANGSTA.“ ist das Debüt des japanischen Mangakas Kohske und erzählt die Geschichte von Nicolas und Worick, die in einer Stadt leben, in der Gewalt und Mord an der Tagesordnung sind. Aufgrund seiner Popularität erscheint seit 2014 die Spin-Off Reihe „GANGSTA:CURSED.“, die 15 Jahre vor den Ereignissen spielt und den Mafia-Angehörigen Marco Adriano ins Zentrum stellt, ebenso wurde ein Anime produziert, der von Nipponart auch für Deutschland lizenziert wurde. Darüber hinaus erschien im August 2015 ein von Jun’ichi Kawabata geschriebener Roman.

Die Geschichte beginnt spannend und actionreich. Bereits nach wenigen Seiten ist man in der Handlung und fiebert den weiteren Kapiteln entgegen. Der erste Band wird komplett dafür aufgewandt um die Charaktere einzuführen, die Stadt vorzustellen und einige Fragen Gangsta. Band 2aufzuwerfen, die erst in den Folgebänden beantwortet werden. Dadurch sorgt Kohske für einen kontinuierlichen Spannungsbogen, so dass man den Manga nur schwer aus der Hand legen kann und mit Freuden weiterlesen möchte. Dabei kommen sowohl Fans von Rätseln und Thrillern, als auch Liebhaber von Action und Kämpfen voll auf ihre Kosten, denn man hat sowohl einige Hinweise und Fragen, denen man nachgehen kann, als auch recht blutige und ausufernde Kampfsequenzen, da in Ergastulum Gewalt und Terror herrscht.

Einen wirklich roten Handlungsstrang findet man dennoch im Auftaktband noch nicht, denn die Haupthandlung rund um die Twilights, die Mafiabanden und die Hintergründe zu den Drogen, die diese Übermenschen hervorbringen, beginnt erst in Band zwei. Erst dann wird es spannender und komplexer, so dass es sich empfiehlt mehrere Bände von „GANGSTA.“ zu lesen, um herauszufinden, ob einem die Geschichte abseits der Action und der ungewöhnlichen Charaktere auch gefällt oder nicht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben viel Potenzial. Gerade der taube Nicolas, der sich zumeist mit Hilfe von Zeichensprache verständigt und die meisten Kämpfe bestreitet, schließt man schnell ins Herz, ganz gleich wie unsozial er sich verhält. Er ist der typische Antiheld, der eine Menge Geheimnisse hat und viele Ansatzpunkte um die Handlung weiterzuentwickeln. Sein Partner Worick ist das exakte Gegenteil von Nicolas – er ist wesentlich offener, freizügiger und direkter – was die beiden zu so einem guten Team und solch engen Freunden macht. Alex, die dritte im Bunde, passt zu den beiden ungleichen Männern, da sie in gewisser Weise die einzig Normale ist, die im Grunde wenig mit Mord, Gewalt und den üblichen Problemen der Stadt zu tun hat und für die viele Dinge vollkommen neu sind. Sie ist sehr geerdet und in gewisser Weise unschuldig, so dass man sich sehr gut mit ihr identifizieren kann, Gangsta. Band 3da der Leser die Hintergründe zu Ergastulum durch ihre Augen kennenlernt.

Stilistisch ist „GANGSTA.“ sehr dynamisch und solide umgesetzt. Kohske legt einen beeindruckenden Seinen Manga vor, der durch außergewöhnliche Charakterdesigns und einen recht harten Stil besticht. Gerade die männlichen Protagonisten sind sehr kantig in Szene gesetzt, besitzen große Hände und lange Gliedmaßen, die mitunter fast ein wenig verzeichnet und unproportioniert wirken. Dennoch gewöhnt man sich recht schnell daran, auch an die ungewöhnlichen Mimik der Charaktere und die seltsamen Perspektiven. Pluspunkte sammelt Kohske auf jeden Fall bei den Hintergründen und den dynamischen Action- und Kampfszenen. Diese können voll und ganz überzeugen.

Alles in allem ist „GANGSTA.“ ein solider, spannender Seinen Manga, der durch interessante Charaktere, eine spannende Grundidee und ungewöhnliche Zeichnungen besticht. Kohske legt einen guten Manga vor, der Lust auf mehr macht und eine Menge Potenzial hat. Wer Action, Thriller und einen Hauch Mystery mag, ist mit „GANGSTA.“ gut bedient. Zu empfehlen.

© Koriko

GANGSTA.: © 2011 Kohske, Shinchoshan / Carlsen

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