Love in Hell

Name: Love in Hell
Englischer Name:
Originaltitel: Love in Hell
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2012
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Reiji Suzumaru
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Rintaro landet nach einem Sturz vom Balkon in der Hölle, während dem er volltrunken war. Dort angekommen erwartet ihn auch schon seine junge, dämonische Betreuerin Koyori. Er ist ihr erster Sünder, den sie zu betreuen hat und dementsprechend legt sie sich auch bei ihm ins Zeug.

Allerdings sieht Rintaro nicht wirklich ein, dass er in die Hölle gehört und tut sich zudem mit den Gepflogenheiten in seinem neuen Umfeld nicht gerade leicht. Wer trägt als Kleidung auch schon gern einen Ipod und sonst nichts? Zudem ist der junge Mann auch niemand der gern Schmerzen erleidet, nur ist dies die Währung in der Hölle.

Je mehr Schmerzen man erleidet, desto mehr Grolar erhält man. Außerdem trägt man durch das erleiden von Schmerzen seine Sünden ab und hat vielleicht die Chance der Hölle zu entfliehen.

Nur stellt sich Rintaro nicht wirklich gut dabei an. Fällt auf einen Betrüger rein, freundet sich mit einem auf SM stehenden Sünder an und begrapscht auch noch seine Betreuerin.

Wird er es dennoch aus der Hölle schaffen? Oder freundet er sich doch noch mit Schmerz und Leid an? Zumal Koyori auch so ihre Vorzüge hat!

Eigene Meinung
„Love in Hell“ ist ein ziemlich schräger und auch brutaler Manga. Da wird sich wohl jeder selbst ein Bild machen müssen, ob der Manga etwas für einen wäre oder eben nicht. Meins war er jetzt nicht wirklich, wobei es schon den ein oder anderen witzigen Moment gab.

Allerdings war mir das alles doch ein wenig zu brutal und zu sexualisiert. Die Dämoninnen zeigen immer wieder ihre üppigen Vorteile und die Männer in der Geschichte steigen auch nur zu gern auf den sexuellen Aspekt ein und grapschen wo sie nur können. Aus diesem Grund wäre für mich eine Altersempfehlung ab 18 Jahren auch sinniger gewesen, diese wurde vom Verlag aber auf 16 Jahre eingestuft.

Zeichnerisch kommen am besten die weiblichen Charaktere und die Folterszenen herüber. Der Protagonist und der Rest der männlichen Charaktere werden eher überspitzt dargestellt, oft schon in grotesken Zügen.

Interessant ist die Geschichte schon, allerdings wären ein paar mehr Informationen zu den Charakteren und deren Vorgeschichte besser gewesen. So wächst niemand einem wirklich ans Herz! Bedingt dadurch und durch die fehlende Spannung, bin zumindest ich nicht gewillt mir noch die kommenden Bände zu kaufen.

In Japan erschien auch zum Manga ein Spin-off mit dem Titel „Love in Hell: Death Life“. Vermutlich wird sich dessen erscheinen in Deutschland an den Verkaufserfolg von „Love in Hell“ ausrichten.

Im Endeffekt muss jeder selbst für sich selbst entscheiden, ob die Geschichte von Rintaro etwas für einen ist oder nicht.

Love in Hell: © 2012  Reiji Suzumaru, Futabasha/ EMA

 

 

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Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order

Name: Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order
Englischer Name: Dance in the Vampire Bund II – Scarlet Order
Originaltitel: Scarlet Order – Dance in the Vampire Bund 2
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Corporation 2014
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Nozomu Tamaki
Bände: Japan: 4 Bände
Deutschland: 2 Doppelbände
Preis pro Band: 14,00 €

Story
Sieben Jahre ist es her, dass Vampir-Prinzessin Mina Tepes und ihr Leibwächter, der Werwolf Akira die Rebellion eines verfeindeten Vampirclans niederschlagen konnten. Seitdem ist eine trügerische Ruhe eingekehrt in den Tokyoter Spezialdistrikt für Vampire, den Bund. Obwohl die Vampire in weiten Teilen der japanischen Bevölkerung anerkannt sind, gibt es nach wie vor Widerstand einzelner Gruppen radikaler Vampirgegner. Und dann läuft auch noch ein mysteriöser Vampir innerhalb Tokyos Amok und tötet auf grausame Art und Weise Menschen. Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei dem Mörder um einen Untertanen von Prinzessin Mina handelt. Schnellstmöglich müssen Mina und ihre Leute den Schuldigen finden, bevor durch die Affäre Wasser in die Mühlen der Vampirgegner fließt.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nach Jahren der Suche gelingt es einem Rettungstrupp hunderte fangzahnlose Vampire aus einem unirdischen Gewölbe zu retten, in dem diese verschüttet worden waren. Überleben konnten sie nur dank eines Vampirbruders, den sie in den Tiefen der Höhle trafen, Dieser Vampir, Saburo, verfügte über einen scharlachroten Stein, der sie all die Jahre lang vor jeglichem Bluthunger bewahrte. Prinzessin Mina und ihre Freunde sind hocherfreut über die geglückte Rettung. Aber sie wollen auch wissen, was es mit Saburo und seinem mysteriösen Stein auf sich hat. Könnte es sich bei dem Artefakt um den Schatz handeln, den die Rebellen vor Jahren suchten? Und könnte der Stein, der den Hunger stillt, womöglich der Schlüssel für ein friedlicheres Zusammenleben zwischen Vampiren und Menschen sein?

Gemeinsam mit der Werwolf-Spezialeinheit „Wolf Boys“ macht sich Yuki Saegusa, frühere Mitschülerin und heute wissenschaftliche Beraterin von Mina und Akira, auf die Suche nach dem Stein und seinem Besitzer…

Eigene Meinung
„The Scarlet Order“ ist die Fortsetzung des Vampir-Manga „Dance in the Vampire Bund“. Die Handlung greift noch nicht abgeschlossene Fragen der ersten Serie auf, entwickelt darüber hinaus aber auch eine eigene Story. Auch bei den Charakteren geht man diesen Mittelweg aus liebgewonnenen „alten“ und neuen Figuren.

Auch wenn auf Fanservice in Form von aufreizenden und figurbetonten Outfits nicht verzichtet wird, so steht dieser in „Scarlet Order“ erfreulicherweise nicht im Mittelpunkt. Auch der Romance-Anteil ist deutlich dezimierter, zugunsten einer geheimnisvollen Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart. Insgesamt ist diese Mini-Serie ansprechender als der Vorgänger. Zielgruppe ist diesmal auch ein etwas älteres Publikum.

Für die deutsche Fassung hält Tokyopop am Konzept der hochformatigen Doppelbände mit blutrotem Vorderschnitt fest. Das dürfte vor allem Sammelnde zufriedenstellen, die beide Serien so optisch ansprechend im Bücherregal aufstellen können.

© Rockita

Dance in the Vampire Bund – Scarlet Order: © 2014  Nozomu Tamaki  Kadokawa Corporation / Tokyopop

 

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SCM – Meine 23 Sklaven

Name: SCM – Meine 23 Sklaven
Englischer Name:
Originaltitel: Doreiku – Boku to 23nin no Dorei
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2012
Deutschland: Panini Manga 2015
Mangaka: Story: Shinichi Okada
Zeichnungen: Hiroto Oishi
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Aus einer unbekannten Quelle kam die SCM (Slave Control Method) auf den Schwarzmarkt. Dabei handelt es sich um ein Instrument, um andere zu versklaven. Die SCM wird dabei wie eine Zahnspange am Oberkiefer angelegt und beeinflusst das Gehirn. Zwischen SCM-Nutzern können Duelle stattfinden. Der Gewinner wird der Herr, der Verlierer der Sklave. Die Sklaven müssen alle Befehle ihres Herren gehorchen, jedoch mit einigen Einschränkungen. Die Sklaven können nur durch den Herrn wieder befreit werden. Außerdem können sie für 24 Stunden unter Nebenwirkungen die SCM entfernen.

Eia Arakawa ist 20 Jahre alt. Als Yuga Oota mit Eias Freundin Schluss macht, kommt es zur Aussprache. Yuga ist von Eias Instinkten beeindruckt und erzählt ihr daraufhin von der SCM. Eia hatte darüber bereits im Internet gelesen. Da sie von ihrem derzeitigen Leben gelangweilt ist, lässt sie sich darauf ein Yuga mit seinem SCM zu unterstützen. Yuga möchte sich nämlich mit anderen duellieren und natürlich siegen. Sollte es mal schief gehen, soll Eia seinen Herren herausfordern und besiegen. Doch diesem Plan zugestimmt zu haben, wird sie noch bereuen…

An einem anderen Ort entwickelt Lucie einen fiesen Plan. Sie hatte sich mit einem älteren Mann ab und an getroffen, den sie aus dem Internet kannte und wurde von ihm vergewaltigt. Doch dies war nicht die erste Vergewaltigung in ihrem Leben und sie will sich nun an ihren Peinigern rächen. Aus diesem Grund besorgt sie sich zwei SCMs. Mit einer gefälschten Anleitung legt sie den Mann rein und duelliert sich mit ihm ohne das er die Konsequenzen kennt…

Eigene Meinung
„SCM – Meine 23 Sklaven“ ist ein sehr realer und düsterer Manga. Es dreht sich bei der Serie um die tiefen Abgründe der Menschen. Jeder der Charaktere hat jemanden, den er bestrafen oder beherrschen möchte und dieser Wunsch ist so stark, dass die Konsequenz möglicherweise selbst als Sklave zu enden, ausgeschaltet wird. 

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Die Geschichte wird spannend und fesselnd erzählt.

Zwar könnte man bei dem Cover auf sexuelle Inhalte schließen, doch diese sind eher nebensächlich. Im ersten Band gibt es eine Vergewaltigung, die jedoch nicht detailliert dargestellt wird. Viel eher wird die Serie von Panini Manga ab 18 Jahren empfohlen, durch die wirklich düstere und krasse Geschichte. „SCM – Meine 23 Sklaven“ ist Lesern ab 18 Jahren zu empfehlen, die spannende und düstere Manga mögen. Vergleichen kann man diese Serie nur sehr schwer mit anderen im deutschsprachigen Raum!

SCM – Meine 23 Sklaven: © 2012 Hiroto Oishi, Shinichi Okada, Futabasha / Panini Manga

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Smokin‘ Parade

Name: Smokin‘ Parade
Englischer Name: Smokin‘ Parade
Originaltitel: Smokin‘ Parade
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Jinsei Kataoka
Zeichnungen: Kazuma Kondou
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Yoko und seine Schwester hatten nie ein leichtes Leben. Dies scheint sich nun zu ändern, denn das Mädchen musste lange Zeit im Rollstuhl sitzen, da ihr beide Beine fehlten. Nun hat sie künstliche Beine bekommen, doch das macht alles nur noch schlimmer. An ihrem Geburtstag verwandelt sie sich in ein Monster mit Hasenkopf und tötet auf grausame Art und Weise ihre Freunde. Auch ihr Bruder verliert ein paar Gliedmaßen, bevor die Leute der „Smokin‘ Parade“ eingreifen. Diese sind auch modifiziert und haben den Auftrag, die Monstrositäten zu töten, bevor sie noch mehr Schaden anrichten können. Yoko wird von ihnen gerettet und vor die Wahl gestellt ihnen beizutreten oder die Basisausstattung zu bekommen und sein Leben so weiter zu fristen. Dieser entscheidet sich zunächst für die letztere Option, gerät aber in einen Kampf und greift dann beherzt ein.

Nur wie kann sich sein Körper einfach so mit der Prothese verbinden ohne Vorbereitung? Und warum hat ihn der Angriff seiner Schwester nicht gleich getötet, wo andere schon längst Tod gewesen wären? Was hat die Firma, die die Körperteile angeblich für seine Kunden heranzüchtet, mit den Leuten zu tun, die nach einer Transplantation zu irren Monstern mutieren?

Eigene Meinung
„Smokin‘ Parade“ ist was Spezielles! Es geht ziemlich brutal und blutig zu. So einiges liegt noch im Dunkeln! Aber eines scheint klar zu sein: hinter Yoko steckt noch viel mehr und man wird bestimmt noch erfahren was das genau ist! Aber auch seine vermeintlich tote Schwester wird noch eine Rolle spielen und die Beiden sich als Feinde gegenüberstehen. Genau das macht die Geschichte auch so spannend! Konflikte wo man nur hinsieht und grausame Vorgeschichten bei den Charakteren, die sicher auch noch aufgearbeitet werden! Dran sollte man bei dem Manga bleiben, denn es lohnt sich sicher!

Die Zeichnungen sind wirklich gut, wenn auch durch ihren Detailreichtum schon oft ein wenig verstörend, geht es doch reichlich blutig zu. Auch was den Fan-Service angeht gibt es so einiges zu sehen und das recht unverhüllt. Die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist daher mehr als berechtigt, hätte aber sogar noch höher ausfallen können.

Mit dem Lesen kam man wegen der spannenden Geschichte gut voran. Die Panele waren nie zu textlastig, erst zum Ende des Manga hin bekommt man ein wenig mehr erklärt, bis dahin steht die Action klar im Focus.

Für Fans von abgedrehten Geschichten, welche auch reichlich Blut und Action nicht abschrecken, sollten bei „Smokin‘ Parade“ zugreifen!

Smokin‘ Parade: © 2016 Jinsei Kataoka, Kazuma Kondou, Kadokawa/ Tokyopop

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BTOOOM! – Gravity Angel

Name: BTOOOM! – Gravity Angel
Englischer Name:
Originaltitel: BTOOOM! HIMIKO FIRST PHOTO BOOK -Gravity Angel-
Herausgebracht: Japan: Shinchosha 2009
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Junya Inoue
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Inhalt & Eigene MeinungGravity Angel Himiko
Wenn man den Umschlag des Artbooks entfernt, verbirgt sich darunter ein graues Softcover mit der Aufschrift „Himikos erste Fotostrecke“ und der Mangaka bezeichnet sich dort als „Fotograf“. Das beschreibt eigentlich auch schon perfekt den Inhalt dieses Buchs. Wer ein „BTOOOM!“-Artbook mit vielen tollen Artworks sämtlicher Charaktere und Action-Szenen aus dem Manga erwartet, wird von diesem Werk enttäuscht sein. Denn tatsächlich kommt im kompletten Band nur Himiko, die weibliche Protagonistin, vor. Jedes Bild zeigt sie in teilweise aufreizenden Posen, mal im Bikini am Strand, mal in Schuluniform oder Sportsachen beim Unterricht und Zuhause in ihrem Zimmer. Nur wenige Bilder zeigen sie tatsächlich auf der Insel im Pazifik, auf der sich der Großteil der Handlung des Mangas ereignet. Lediglich das grüne Implantat in ihrer Hand und die verschiedenen Arten von Bomben sind allgegenwärtig und erinnern an das mörderische Spiel, von dem der Manga eigentlich handelt.

„Gravity Angel“ ist darum nicht wirklich ein „BTOOOM!“-Artbook sondern viel mehr eine reine Sammlung von Himiko-Artworks. Diese werden zwar zum Ende hin immer nackter und erotischer – die letzten 9 Seiten zeigen sie im Schlafzimmer (eines Hotels?) – doch eine gewisse Grenze wird nicht überschritten, d. h. ihre Brust und ihr Intimbereich sind immer verdeckt.

Gravity Angel Himiko BackcoverInoue-senseis größte Stärke sind die wunderschönen und realistischen Hintergründe und Texturen. Ob Jeansrock oder rostiges Geländer – man kann regelrecht spüren, wie sich die Stoffe und Gegenstände anfühlen. Besonders Himikos „Urlaubsfotos“ enthalten paradiesische Hintergründe und Farben, die zum Träumen einladen. Das größte Manko ist der geringe Einfallsreichtum: Da jedes Bild denselben Charakter zeigt, sind die Bilder nicht abwechslungsreich genug, variiert werden ja lediglich Settings, Kleidung und Himikos Posen. Dabei ist Himiko nicht einmal besonders hübsch: Ihr Gesicht wirkt flach und viel zu breit und ihre Augen sind für einen Manga-Charakter ungewöhnlich schmal, obwohl sie Ausländerin ist.

Großartig kommentiert werden die Bilder nicht. Dafür ist in der Mitte des Bandes ein 40 Fragen umfassendes Interview mit Himiko enthalten, welches ein paar zusätzliche Einblicke in ihre Gefühlswelt bzw. das Innenleben des fiktiven Charakters „Himiko“ (richtiger Name: Emilia) gewährt. Auch ihre persönlichen Daten wie Geburtstag, Blutgruppe und Hobbies sind dort zu finden.

Für gerade mal 52 Seiten sind 19,95 € ein stolzer Preis. Insbesondere da man das Artbook noch nicht einmal allen „BTOOOM!“-Fans empfehlen kann. Es richtet sich lediglich an eingefleischte Himiko-Fans und Liebhaber von softerotischen Bildern von Schulmädchen, wobei letztere mit Masakazu Katsuras Artbooks sicherlich besser beraten wären.

BTOOOM! – Gravity Angel: © 2009 Junya Inoue, Shinchosha / Tokyopop

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GANGSTA.

Name: GANGSTA.
Englischer Name: GANGSTA.
Originaltitel: GANGSTA.
Herausgebracht: Japan: Shinchocha 2011
Deutschland: Carlsen 2015
Mangaka: Kohske
Bände: 7 Bände, wird fortgsetzt
Preis pro Band: 7,95 €

Gangsta. Band 1Story:
Seit mehreren Jahren arbeiten der taube Ex-Söldner Nicolas und der Teilzeit-Gigolo Worick als Benriya für Polizei, Bekannte und jeden, der für ihre Dienste bezahlen kann. Zu ihren Jobs gehören Fälle, die niemand übernehmen will: das Beseitigen von Gangs, die in Ergastulum für Ärger sorgen, und gefährlichen Kriminellen, gegen die die Polizei auf legalem Weg nichts mehr machen kann. Während eines Jobs lernen sie die Prostituierte Alex kennen, die sie sich prompt als „Beute“ sichern und die fortan bei den beiden Männern lebt und mit ihnen zusammenarbeitet. Schon bald stolpert Alex über die Vergangenheit der beiden ungleichen Männer, in der Woricks Familie einst von einigen Söldner umgebracht wurde und er selbst in Geiselhaft genommen wurde. Zudem tauchen Twilights in der Stadt auf, Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten, die kaum zu besiegen sind und für größere Probleme sorgen …

Eigene Meinung:
Die Seinen-Manga-Reihe „GANGSTA.“ ist das Debüt des japanischen Mangakas Kohske und erzählt die Geschichte von Nicolas und Worick, die in einer Stadt leben, in der Gewalt und Mord an der Tagesordnung sind. Aufgrund seiner Popularität erscheint seit 2014 die Spin-Off Reihe „GANGSTA:CURSED.“, die 15 Jahre vor den Ereignissen spielt und den Mafia-Angehörigen Marco Adriano ins Zentrum stellt, ebenso wurde ein Anime produziert, der von Nipponart auch für Deutschland lizenziert wurde. Darüber hinaus erschien im August 2015 ein von Jun’ichi Kawabata geschriebener Roman.

Die Geschichte beginnt spannend und actionreich. Bereits nach wenigen Seiten ist man in der Handlung und fiebert den weiteren Kapiteln entgegen. Der erste Band wird komplett dafür aufgewandt um die Charaktere einzuführen, die Stadt vorzustellen und einige Fragen Gangsta. Band 2aufzuwerfen, die erst in den Folgebänden beantwortet werden. Dadurch sorgt Kohske für einen kontinuierlichen Spannungsbogen, so dass man den Manga nur schwer aus der Hand legen kann und mit Freuden weiterlesen möchte. Dabei kommen sowohl Fans von Rätseln und Thrillern, als auch Liebhaber von Action und Kämpfen voll auf ihre Kosten, denn man hat sowohl einige Hinweise und Fragen, denen man nachgehen kann, als auch recht blutige und ausufernde Kampfsequenzen, da in Ergastulum Gewalt und Terror herrscht.

Einen wirklich roten Handlungsstrang findet man dennoch im Auftaktband noch nicht, denn die Haupthandlung rund um die Twilights, die Mafiabanden und die Hintergründe zu den Drogen, die diese Übermenschen hervorbringen, beginnt erst in Band zwei. Erst dann wird es spannender und komplexer, so dass es sich empfiehlt mehrere Bände von „GANGSTA.“ zu lesen, um herauszufinden, ob einem die Geschichte abseits der Action und der ungewöhnlichen Charaktere auch gefällt oder nicht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben viel Potenzial. Gerade der taube Nicolas, der sich zumeist mit Hilfe von Zeichensprache verständigt und die meisten Kämpfe bestreitet, schließt man schnell ins Herz, ganz gleich wie unsozial er sich verhält. Er ist der typische Antiheld, der eine Menge Geheimnisse hat und viele Ansatzpunkte um die Handlung weiterzuentwickeln. Sein Partner Worick ist das exakte Gegenteil von Nicolas – er ist wesentlich offener, freizügiger und direkter – was die beiden zu so einem guten Team und solch engen Freunden macht. Alex, die dritte im Bunde, passt zu den beiden ungleichen Männern, da sie in gewisser Weise die einzig Normale ist, die im Grunde wenig mit Mord, Gewalt und den üblichen Problemen der Stadt zu tun hat und für die viele Dinge vollkommen neu sind. Sie ist sehr geerdet und in gewisser Weise unschuldig, so dass man sich sehr gut mit ihr identifizieren kann, Gangsta. Band 3da der Leser die Hintergründe zu Ergastulum durch ihre Augen kennenlernt.

Stilistisch ist „GANGSTA.“ sehr dynamisch und solide umgesetzt. Kohske legt einen beeindruckenden Seinen Manga vor, der durch außergewöhnliche Charakterdesigns und einen recht harten Stil besticht. Gerade die männlichen Protagonisten sind sehr kantig in Szene gesetzt, besitzen große Hände und lange Gliedmaßen, die mitunter fast ein wenig verzeichnet und unproportioniert wirken. Dennoch gewöhnt man sich recht schnell daran, auch an die ungewöhnlichen Mimik der Charaktere und die seltsamen Perspektiven. Pluspunkte sammelt Kohske auf jeden Fall bei den Hintergründen und den dynamischen Action- und Kampfszenen. Diese können voll und ganz überzeugen.

Alles in allem ist „GANGSTA.“ ein solider, spannender Seinen Manga, der durch interessante Charaktere, eine spannende Grundidee und ungewöhnliche Zeichnungen besticht. Kohske legt einen guten Manga vor, der Lust auf mehr macht und eine Menge Potenzial hat. Wer Action, Thriller und einen Hauch Mystery mag, ist mit „GANGSTA.“ gut bedient. Zu empfehlen.

© Koriko

GANGSTA.: © 2011 Kohske, Shinchoshan / Carlsen

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Wet Moon

Name: Wet Moon
Englischer Name:
Originaltitel: Wet Moon
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2012
Deutschland: Carlsen 2015
Mangaka: Atsushi Kaneko
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 19,90 €

Wet Moon 1Story:
Satas erster großer Mordfall endet in einer Katastrophe – nicht nur entwischt ihm die Täterin zwei Mal hintereinander, bei einem Unfall trägt er eine Verletzung am Kopf davon, die ihm fortan extrem zu schaffen macht: Erinnerungslücken, Halluzinationen und Black Outs machen ihm das Leben zur Hölle, ebenso seine Kollegen, die mit seinen Spleens nur wenig anfangen können. Während er sich an der Fahndung nach der Mörderin Kiwako Komiyama festbeißt und auf eigene Faust Plakate erstellt und in den Straßen der Stadt aushängt, gerät er über seinen korrupten Partner Mori in die „dunkle Seite der Welt“, in der leichte Mädchen, Alkohol und Vergnügen das Leben riskieren. Nach und nach fällt es Sata immer schwieriger Realität und Einbildung auseinander zu halten, denn seine Jagd nach Komiyama ist schon längst zur Obsession geworden …

Eigene Meinung:
Der 3-bändige Comic „Wet Moon“ stammt aus der Feder Atsushi Kanekos und erhielt 2014 den französischen Kritikerpreis. Er ist gänzlich im Krimi Noir Stil gehalten und gehört weniger der Manga-Kategorie an, als den Graphic Novels, was sich auch an der Käuferschicht zeigt, die zu diesem ungewöhnlichen Werk kaufen. So greifen, laut Autor, vorwiegend Leser zu „Wet Moon“, die eigentlich keine Mangas und Comics lesen. Interessant ist auch die Tatsache, dass „Wet Moon“ ursprünglich parallel verfilmt werden sollte und man eine Veröffentlichung des Streifens im Anschluss der Mangas plante, was jedoch leider nicht zustande kam.

Die Geschichte ist zu Beginn sehr verworren, da die Handlung oftmals springt und man ein wenig braucht, um zu verstehen, warum es keinen kontinuierlichen Handlungsbogen gibt. Erst nach und nach erkennt man, dass dies an Sata liegt, der oftmals Erinnerungslücken und Black Outs hat, und dementsprechend viele Dinge nicht mitbekommt oder versteht. Zwar kommen immer wieder Szenen vor, die nicht aus Satas Perspektive erzählt werden, doch wirklich viel Wet Moon Band 2erfährt man auch in diesen Passagen nicht. Dazu lässt Atsushi Kaneko zu viel im Dunkeln und deckt erst nach und nach die Hintergründe auf, um Erklärungen für die seltsam verworrene Geschichte zu liefern. In Band 1 erfährt man dementsprechend wenig, fühlt sich ähnlich orientierungslos wie der Held, der immer weniger versteht und immer paranoider wird.

Man fühlt sich mit einem gewaltigen Puzzle konfrontiert, dessen Gesamtheit man nicht einmal erahnen kann. Dies sorgt durchaus für Spannung und Dynamik, man braucht allerdings ein wenig, um sich auf die ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Wer Krimi Noir und Mystery mag wird es hierbei leichter haben, da auch die Charaktere den üblichen Genrevorgaben entsprechen. Sata ist der unwissende, verzweifelte und verwirrte Held, dem man übel mitspielt und der nicht in der Lage ist, die Zusammenhänge zu erfassen. Sein Partner Mori gibt den typischen unangenehmen und korrupten Polizisten ab, der seine eigenen Geheimnisse hat. Die übrigen Figuren tauchen nur kurz auf, sind jedoch ähnlich authentisch und realistisch wie Sata und Mori.

Stilistisch hat Atsushi Kaneko einen sehr harten, soliden Stil, der durch reine schwarz/weiß Bilder besticht und keinerlei Rasterfolie oder Schraffuren besticht. Schatten werden, wenn überhaupt vorhanden, generell als schwarze Flächen dargestellt, was für einen sehr kontrastreichen Effekt sorgt, farbige Seiten (oder Cover) sucht man vergeblich. Zudem legt der Zeichner Wert auf Realismus – die Figuren sind individuell gestaltet und können leicht unterschieden werden, Hintergründe werden sehr detailliert ausgearbeitet und sorgen für einen stimmungsvollen Rahmen.

„Wet Moon“ ist ein ungewöhnliches Werk, das vor allem erwachsene Leser anspricht, die ein Faible für realistische Zeichnungen und Handlungen im Film-Noir-Thriller-Stil haben. Atsushi Kaneko legt eine düstere und schwer durchschaubare Trilogie vor, die sowohl unterhält, als auch zum miträtseln einlädt und an Spannung einiges zu bieten hat. Wer japanische Comics abseits des Genre-Mainstream sucht, ist mit „Wet Moon“ gut beraten. Empfehlenswert.

© Koriko

Wet Moon: © 2012 Atsushi Kaneko, Kadokawa / Carlsen

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Magdala de Nemure – May your soul rest in Magdala

Name: Magdala de Nemure – May your soul rest in Magdala
Englischer Name:
Originaltitel: Magdala de Nemure
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: Planet Manga 2014
Mangaka: Charakterdesign: Tetsuhiro Nabeshima
Story: Isuna Hasekura
Zeichnungen: Aco Arisaka
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Magdala de Nemure - May your soul rest in Magdala Band 1Story
Nachdem der Alchemist Kusler die Knochen eines Heiligen gestohlen hatte und versucht hatte sie anzuzünden, wurde er festgenommen. Er kam in den Kerker. Zwei Wochen sind seitdem vergangen und endlich steht sein Urteil fest. Da sein Talent als Alchemist als schützenswert eingestuft wurde, wird er nun in die Stadt Gulbetty geschickt – einer Stadt in der Nähe der Front. Seit 22 Jahren dauert nun schon der Kampf gegen die Ketzer an. Auch Alchemisten gelten zu dieser Zeit als Ketzer. Doch da sie immer wieder neue Techniken entwickelten und den Mächtigen zu Reichtum verhelfen, wird ihnen Schutz gewährt.

Kusler erfährt außerdem, dass er mit dem Alchemisten Weland zusammenarbeiten muss. Das ist für Kusler ein kleiner Schock. Schließlich hat Weland schon sieben Mal versucht ihn zu vergiften und Kusler hat es bei Weland schon neun Mal probiert…

Kusler macht sich nun also auf den Weg zur Hafenstadt Gulbetty im Norden. Nach zehn Tagen reise kommt er in der Stadt an und trifft gleich auf Weland. Dieser ist auch nicht ganz freiwillig dort. Ihm wurde vorgeworfen einen Abt vergiftet zu haben. Zusammen machen sie sich auf den Weg zum Ritterorden, um dort ihren Auftrag zu erhalten. Der Kommandant Alan Post erzählt den Beiden von ihrem Vorgänger Thomas, der auf offener Straße ermordet wurde. Der Mörder wurde bisher nicht gefunden. Das Motiv des Mordes liegt auch noch im Dunkeln. Alan Post braucht dringend Alchemisten für die Metallverarbeitung. Doch solange der Mord nicht aufgeklärt ist, kann er nicht für die Stelle werben. Kusler und Weland bekommen nun als die Aufgabe herauszufinden weshalb Thomas ermordet wurde und von wem. Für ihren Schutz müssen sie selbst sorgen.

Sie machen sich auf den Weg zu ihrer neuen Werkstatt und sind von der Ausstattung sehr angetan. Als sie die Tür öffnen werden sie schon erwartet. Die Nonne Ul Fenesis wurde vom Ritterorden geschickt um die beiden Alchemisten zu überwachen. Sie will ihnen die Hand reichen. Doch statt ihr die Hand zu geben begrabscht Weland ihre Brust und begrüßt sie sehr unfreundlich. So bleibt Kusler nur noch die Rolle des „netten“ Alchemisten übrig und kümmert sich um die junge Fenesis. Er schürt jedoch absichtlich ihre Angst vor Weland, um schnell ihr Vertrauen zu gewinnen.

Magdala de Nemure - May your soul rest in Magdala Band 2Weland und Kusler machen sich sogleich daran die Aufzeichnungen von Thomas zu studieren. Ihr Vorgänger war erstaunlich gut auf seinem Gebiet und konnte sehr reines Eisen herstellen. Anhand der Aufzeichnungen können sie schnell für gute Resultate sorgen und stoßen plötzlich auf codierte Aufzeichnungen. Können sie die Unterlagen entschlüsseln und somit den „Weg nach Magdala“, dem Land das jeder Alchemist erreichen will, finden? Welches Geheimnis umgibt Fenesis und was ist ihre eigentliche Aufgabe?

Eigene Meinung
„Magdala de Nemure – May your soul rest in Magdala“ ist nach „Spice & Wolf“ die zweite Serie des Autoren Isuna Hasekura bei Planet Manga. Die Mangaserie beruht auf der gleichnamigen Romanvorlage von Hasekura, welche zeichnerisch von Aco Arisaka umgesetzt wurde.

Zeichnerisch gefällt mir der Manga gut. Die Zeichnungen sind stets ansprechend umgesetzt. Fenesis wird immer sehr detailliert dargestellt, Kusler und Weland jedoch eher schlicht. Einzig die Hintergründe sind manchmal etwas zu aufgeräumt. Eine Werkstatt kann doch nicht immer aufgeräumt und sauber sein…! Die Geschichte gibt interessante Einblicke in die Metallgewinnung. Im ersten Band passiert inhaltlich nicht sonderlich viel. Die Charaktere werden vorgestellt und die Geschichte nimmt erst gegen Ende des ersten Bandes an Fahrt auf. Man kann gespannt sein in welche Richtung sich der Manga entwickeln wird.

Magdala de Nemure – May your soul rest in Magdala: © 2013 Aco Arisaka, Isuna Hasekura, Tetsuhiro Nabeshima, Kadokawa Shoten / Planet Manga

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Battle Angel Alita – Other Stories

Name: Battle Angel Alita – Other Stories
Englischer Name:
Originaltitel: Gunnm Another Stories
Herausgebracht: Japan: Shueisha 1997
Deutschland: Carlsen 2009
Mangaka: Yukito Kishiro
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Battle Angel Alita - Other StoriesStory
Der Zusatzband „Battle Angel Alita – Other Stories“ beinhaltet insgesamt vier Kurzgeschichten. Die erste Geschichte „Stille Nacht, heilige Nacht“ ist die längste. In dieser erfährt man viel über Daisuke Ido.

Nachdem er vor knapp zwei Jahren aus Zalem verbannt wurde, hält er sich als Hunter-Warrior über Wasser. Er wohnt mit seiner Katze Alita bei einer Frau namens Dina. Als er bei einem Einsatz ein junges Mädchen rettet, verliert er sein Zimmer bei Dina. Da sie kein Gedächtnis hat, nennt er sie „Carol“. Unerwartet bekommt er Hilfe von einem früheren Patienten. Neben einer Bleibe für die Nacht, vermittelt ihm dieser auch einen Job als Assistent bei einem Cyborg-Arzt. Er lernt dort viel, doch ist er Humanmediziner und hat seine Probleme mit Cyborgs. Sein Chef gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er keinen Sinn darin sieht, ihn weiter auszubilden.

Durch Zufall wird Ido von einem anderen Arzt, Dr. Dedekind, angesprochen und sein Partner. Mit ihm operiert er Cyborgs wieder zu ganzen Menschen. Doch als er eines Tages nach Hause kommt, ist sein Haus zerstört und Carol weg…

In der zweiten Geschichte „Sonic Finger“ geht es um ein Attentat auf Alita. Bei ihrem täglichen Training wird sie unerwartet von einer Kugel im Kopf getroffen. Sie wird jedoch nur verletzt und von Ido wieder repariert. Die Suche nach dem Attentäter beginnt und schnell kommen sie auf die Fährte von „Sonic Finger“.

Danach folgt die Kurzgeschichte „Heimat“ in der es um einen Deckmen geht. Ein Deckmen ist eine Cyborg-Einheit, bei der jedes menschliche Verlangen oder Bewusstsein gelöscht wurde. Alita hat die Aufgabe einen bestimmten Deckmen zu vernichten.

Die letzte Geschichte „Die Bar Jack-Rhapsodie“ spielt als einzige der vier Geschichten in „Battle Angel Alita – Last Order“. Das Mädchen Koyomi steht im Mittelpunkt der Geschichte. Ein Jahr nach dem Bar-Jack-Aufstand lebt sie in Schrottstadt und hält sich als Reporterin über Wasser. Als sie von der Rückkehr von Meister Den hört, geht sie dem Gerücht nach…

Eigene Meinung
„Battle Angel Alita – Other Stories“ ist ein Zusatzband zur Serie „Battle Angel Alita“. Im Anschluss zu den vier Kurzgeschichten erhält man viele Hintergrundinfos von Yukito Kishiro zu den einzelnen Geschichten. Auch erzählt er von seinen Neurosen, die zum plötzlichen Ende von „Battle Angel Alita“ führten. „Other Stories“ ist für den Mangaka fast wie eine Therapie. Die ersten drei Geschichten zeichnete er alleine ohne Assistenten. Die vierte Geschichte wurde erst später gezeichnet, nachdem er wieder genesen war. Die Geschichten sind spannend, besonders da sie in unterschiedlichen Zeiten spielen. Zeichnerisch sind sie ordentlich umgesetzt.

Der Kurzgeschichtenband ist ein Muss für Fans von „Battle Angel Alita“. Leser die die Hauptgeschichte nicht kennen, werden mit diesem Band recht wenig anfangen können.

Battle Angel Alita – Other Stories: © 1997 Yukito Kishiro, Shueisha / Carlsen

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Battle Angel Alita – Last Order

Name: Battle Angel – Alita Last Order
Englischer Name: Battle Angel Alita Last Order
Originaltitel: Gunnm Last Order
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2000
Deutschland: Carlsen 2003
Mangaka: Yukito Kishiro
Bände: 19 Bände
Preis pro Band: 6,00 € (Band 1-11) (spätere Erhöhung auf 6,95 €)
6,95 € (Band 12-17)
7,95 € (Band 18-19)

Battle Angel Alita - Last Order Band 1Story
„Battle Angel Alita – Last Order“ spielt nach den Geschehnissen von „Battle Angel Alita“.

Auf dem Rückweg zu Foggier wird Alita von einer Falle Novas überrascht. Sie stirbt bei einer Explosion. Ihr Gehirn wird nach Zalem gebracht. Professor Nova und sein Assistent machen sich ein Jahr später an die Wiederherstellung und Wiederbelebung von Alitas Körper.

Als Alita wieder zu sich kommt ist sie ganz allein in einem Raum. Sie weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist. Plötzlich riecht sie Blut und folgt dem Geruch. Sie findet die Leiche von Professor Nova und stellt fest, dass er schon vier bis fünf Tage tot ist. Als sie sich im Raum umdreht, sieht sie ihre Damaszener-Klinge. Sie berührt diese und aktiviert damit einen Bildschirm. Professor Nova zeigt ihr anhand einer Videoaufzeichnung die Vorteile ihres neuen Körpers. Leider auch die schlechte Nachricht, dass er ihre „heilige“ Klinge für ihren neuen Körper benutzt hat und sie nun eine neue Waffe braucht…

Als das Video vorbei ist, öffnet sich plötzlich eine Platte in der Decke und drei Menschen fallen zu Boden. Die Drei sind auf der Flucht und ihr Verfolger, ein riesiger Roboter, folgt ihnen nur wenige Sekunden später auf den Fuß. Alita stellt sich schützend vor die Drei. Sie hatten von dem Assistenten gehört, dass hier ein Cyborg sein soll. Doch als sie Alita sehen, sind sie erst einmal enttäuscht. Als sie Alita jedoch kämpfen sehen, kommen sie aus dem Staunen nicht mehr raus. Sie weicht einem Angriff aus, doch plötzlich findet sie sich eingeklemmt wieder. Was ist passiert? Sie ist ihm doch ausgewichen? Mit bloßen Händen zerdrückt sie einen Arm des Roboters und befreit sich. Die nächste Attacke steuert auf sie zu und erneut reagiert ihr Körper nicht auf sie. Sie wird wieder getroffen und durch eine Wand gestoßen.

Battle Angel Alita - Last Order Band 2Im letzten Moment bekommt sie ein Kabel zu greifen und kann so einen Absturz ins Bodenlose verhindern. Der Roboter stürzt in die Tiefe und unter Alitas Füßen sind nur noch Wolken! So findet sie heraus, dass sie in Zalem ist, der Stadt über den Wolken. Sie hilft den drei jungen Leuten Nora, David und Pam einen sicheren Ort zu finden. Auf dem Weg erfährt sie, dass Zalem eine Katastrophe erlebt hat. Der Anführer der Drei braucht dringend Alitas Hilfe.

Sie kommen schließlich an der Oberfläche von Zalem an. Alita ist überrascht so viele Kinder zu sehen. Wie sich herausstellt ist der Anführer der Assistent von Professor Nova, Jim Rosco. Von ihm erfährt sie, dass Professor Nova  sich vor einer Woche in eine Sendung gehackt hat und die Zalemer darüber informiert hat, dass alle Bürger über 19 Jahren kein Gehirn mehr haben, sondern nur noch einen Chip mit ihren Erinnerungen. Dies war bis dahin ein streng gehütetes Geheimnis. Daraufhin liefen viele Bürger Amok, was die Katastrophe auslöste.

Was will Jim von Alita? Wird sie sich den Kindern anschließen oder ihre eigenen Pläne verfolgen?

Eigene Meinung
„Battle Angel Alita – Last Order“ schließt nahtlos an die Ereignisse in „Battle Angel Alita“ an. Es ist vorteilhaft zum Verständnis von „Last Order“, wenn man die Vorgängerreihe gelesen hat. Zeichnerisch ist „Last Order“ detaillierter. Besonders die Leichenteile bekommen nun noch mehr Details und die Actionszenen sind noch schwungvoller umgesetzt. Und von Actionszenen gibt es viele in dieser Science-Fiction-Serie! Einen Grund zum Kämpfen findet man schließlich fast immer.

Rundum ist „Battle Angel Alita – Last Order“ eine Fortsetzung die inhaltlich und grafisch überzeugen kann. Inhaltlich finde ich sie jedoch etwas schwächer als die Vorgängerserie. Alita ist nicht mehr das mystische Mädchen, dass sich selbst entdecken muss. Nun hat sie eine Vergangenheit, die in dieser Serie eine tragende Rolle spielt.

Battle Angel Alita – Last Order: © 2000 Yukito Kishiro, Shueisha / Carlsen

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