Takane & Hana

Name: Takane & Hana
Englischer Name: Takane & Hana
Originaltitel: Takane to Hana
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2015
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Yuki Shiwasu
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 5,00 €

Story
Da ihre Schwester lieber auf ein Date geht, als zu einem Omiai, muss ihre kleine Schwester für diese einspringen. Deutlich älter gestylt, als sie ist, legt sie sich aber auch gleich mit dem Heiratskandidaten Takane an und lässt diesen dann einfach sitzen.

Dieser ist der Kronprinz der Firma, in der ihr Vater arbeitet und kommt daher wegen seines Statuses ziemlich arrogant und dominant daher. Das kriegt auch Hana zu spüren, als Takane sie unbedingt wiedersehen will. Anscheinend hat er einen Narren an ihr gefressen und versucht sie mit seinem Geld und dem Luxus, den er bieten kann, für sich zu gewinnen.

Nur damit erreicht er bei der Oberschülerin rein gar nichts, vielmehr dreht sie den Spieß um und die beiden Piesacken sich in einer Tour gegenseitig!

Kann aus dem so ungleichen Paar, mit dem hohen Altersunterschied, wirklich was werden? Kann Hana überhaupt als standesgemäß angesehen werden? Oder versucht Takanes Großvater ihn noch anderweitig zu verkuppeln?

Eigene Meinung
„Takane & Hana“ gefällt mir richtig gut. Der Manga sprüht vor Witz und die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren stimmt einfach.

Er ist eher der Despot, der nicht mit Frauen umgehen kann, dabei aber doch einen guten Kern hat, während Hana bodenständig ist und nicht davor zurückscheut Takane auch die Meinung zu geigen. Gerade diese Unterschiede lässt den Leser die Beiden schnell in sein Herz schließen und man ist einfach nur gespannt, wie es mit ihnen weiter geht.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Sehr detailreich und gerade der Bonusmanga ist einfach unglaublich witzig geraten, so dass man hofft, dass davon auch in den weiteren Bänden noch was nach kommt.

Mit dem Lesen kam man sehr gut voran. Zwar war der Manga doch ein wenig textlastig, aber darüber sah man gern hinweg, da die Geschichte einfach nur spaßig ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und passt sehr gut. Viel passiert in Richtung Romantik noch nicht und die Geschichte an sich ist auch für diese Altersklasse schon gut nachvollziehbar.

Fans von wirklich guten Shojo-Manga lege ich „Takane & Hana“ echt an’s Herz! Unbedingt kaufen, man bereut es definitiv nicht!

Takane & Hana: © 2015 Yuki Shiwasu, Hakusensha/ Tokyopop

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Mikamis Liebensweise

Name: Mikamis Liebensweise
Englischer Name:
Originaltitel: Mikami-sensei no Aishikata
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Hiro Aikawa
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Eins ist klar: Mikami liebt Natsume. Das Problem ist nur, dass er ein paar Jahre älter ist und Lehrer an ihrer Schule.

Es ist daher schon sehr auffällig, wenn Mikami ständig in ihrer Nähe ist. Will sie andere Jungs kennen lernen grätscht er immerzu dazwischen, offensichtlich eifersüchtig. Er versucht ihr alles Recht zu machen und sie vor jedem Unheil zu bewahren, nur benimmt er sich dabei schon eher wie ein Stalker. Da ist es kein Wunder, dass seine Angebetete seine Gefühle erst Mal nicht erwidert.

Erst als eine Nebenbuhlerin auftaucht und sich Mikamis Verhalten von einem auf den anderen Tag plötzlich ändert wird ihr klar, das auch sie ihn liebt. Aber kann das mit den Beiden wirklich was werden? Schließlich sollte ein Lehrer nichts mit einer Schülerin haben!

Eigene Meinung
„Mikamis Liebensweise“ ist echt witzig, wenn auch ein wenig verstörend, denn Mikami ist wirklich ein Stalker. Er drängt sich unentwegt in Natsumes Leben, taucht ständig auf, wenn sie mit einem anderen Jungen redet und ist auch sonst sehr besitzergreifend. Allerdings merkt man auch, dass er sie von ganzem Herzen liebt und nur das Beste für sie will. Nur übertreibt er da viel zu oft. Der Schülerin geht das natürlich auf die Nerven und daher dauert es eine Weile bis sie begreift, dass sie ihn auch liebt. Daraufhin wird auch sie recht besitzergreifend, als eine Nebenbuhlerin auftaucht und ihr ihren Lehrer abspenstig machen will. Danach nimmt die Beziehung der Beiden an Fahrt auf, auch wenn beide Seiten noch recht unsicher im Umgang miteinander sind und Mikami sehr mit seiner Beherrschung kämpfen muss. Männer in seinem Alter haben eben auch bestimmte Bedürfnisse!

Man wird sehen wie sich die Geschichte dieses ungleichen Paares entwickeln wird. Spannend bleibt es auf jeden Fall!

Die Zeichnungen sind wirklich gut, sehr weich und detailreich, wie man es von Shojo-Manga gewohnt ist.

Mit dem Lesen kam man gut voran. Die Panele waren nie zu textlastig und der Manga spannend genug, so dass man ihn nur ungern aus der Hand gab, bevor man mit dem Lesen durch war.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt. Man sollte schon eine gewisse Reife besitzen, um Mikamis Verhalten wirklich nachvollziehen zu können. Zudem gibt es schon die ein oder andere etwas deutlichere Szene, die aber noch recht unschuldig daher kommen. Mal sehen, ob sich das in den folgenden Bänden noch ändert.

Fans von wirklich interessanten und witzigen Shojo-Manga sollten bei „Mikamis Liebensweise“ unbedingt zugreifen! Ein Fehler ist das definitiv nicht!

Mikamis Liebesweise: © 2015 Hiro Aikawa, Kodansha/ Tokyopop

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Suisai

Name: Suisai
Englischer Name:
Originaltitel: Suisai
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Moe Yukimaru
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Urara, bisher Leichtathletin, will sich in der Oberschule neuen Herausforderungen stellen. Dass sie dann allerdings im Schulorchester landet, damit hat sie wohl selbst am wenigstens gerechnet.

Gerade die Querflöte sagt ihr sehr zu, doch zögerte sie zuerst, tritt dann aber zusammen mit ihrer Freundin doch noch dem Schulorchester bei. Vielleicht auch wegen dem süßen Saxofonisten Minato, der ihr nun öfters unter die Arme greift, was die Musik angeht. Sie scheint zwar eine natürlich Begabung zu besitzen, allerdings muss sie dennoch hart für ihren Erfolg arbeiten.

Wird die unerfahrene Schülerin so schnell lernen, mit der Querflöte umzugehen, um beim Wettbewerb in ein paar Monaten dabei sein zu können? Und wird da am Ende was mit Minato laufen? Und was hat eine ehemalige Schülerin, die momentan an der Schule in Teilzeit aushilft, mit dem jungen Saxofonisten zu tun? Die Beiden sind doch ziemlich erschrocken, als sie sich zufällig in der Schule über den Weg laufen!

Eigene Meinung
Mir hat „Suisai“ wirklich gut gefallen. Es ist ein eher ruhiger Manga, der dennoch seine witzigen Momente hat und einem dabei sogar etwas über die Musik beibringt.

Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und man freut sich darauf, immer neue Dinge von ihnen zu erfahren. Besonders witzig ist dabei der Lehrer, der für das Orchester zuständig ist und ständig seinen Kater mitschleppt.

Aber auch sonst folgt man der Geschichte gern. Man drückt Urara die Daumen, dass sie ihr Ziel schnell erreicht und freut sich über jeden Fortschritt mit ihr. Was eine Romanze mit ihr und Minato angeht, geht man es eher ruhig an, was ich auch wirklich gut finde! So gibt man der Geschichte mehr Raum, sich zu entwickeln und somit auch den Charakteren.

Die Zeichnungen sind wirklich toll. Besonders viel Wert wurde bei den Instrumenten an den Tag gelegt und den begleitenden Erklärungen zu dessen Handhabung. Diese sind gut mit eingeflochten und fügen sich in die Geschichte ein.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Die Panele waren nie zu textlastig und auch wenn der Manga an sich eher eine ruhige Geschichte erzählt, ist sie doch so fesselnd, dass man ihn einfach in einem Rutsch durchliest.

Die Altersempfehlung liegt bei 13 Jahren und ist perfekt gewählt. Jüngere Leser würden mit dem Thema noch nicht so viel anfangen können.

Fans von Manga, mit eher ruhigen Geschichten, denen viel Raum zum entwickeln gegeben wird, sollten sich „Suisai“ auf jeden Fall kaufen!

Suisai: © 2015 Moe Yukimaru, Shueisha/ Tokyopop

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Kuss um Mitternacht

Name: Kuss um Mitternacht
Englischer Name: Kiss me at the Stroke of Midnight
Originaltitel: Gozen 0-ji, kiss shi ni kite yo
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Rin Mikimoto
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Hinana ist an der Schule für ihr vorbildlicher Auftreten bekannt. Sie ist schlau und konzentriert sich nur auf ihre schulische Leistung. An „Mädchenkram“ und hübschen Jungs hat sie kein Interesse… das denken jedenfalls alle. In Wahrheit liest sie gerne Shojo-Manga und träumt von der großen Liebe mit einem bildhübschen Märchenprinzen.

Hinana wittert die Gelegenheit, ihren Traum zu verwirklichen, als bekannt wird, das der enorm populäre Sänger und Schauspieler Kaede Ayase für den Dreh eines Films an Hinanas Schule kommt. Was für ein Glück, dass der Schülerrat als Statisten fungieren soll und sie als Ratssekretärin auch dazu gehört.

Doch als der große Tag gekommen ist, zerplatzt Hinanas Traum wie ein Luftballon. In der Pause ertappt sie den Superstar Kaede, wie er den Mädchen des Tennisclubs heimlich unter die Röcke guckt. Panty-Shots und sinnliche Mädchenslips sind nämlich Keades Leidenschaft.

Natürlich möchte Hinana nichts mehr mit diesem Lüstling zu tun haben, doch es kommt anders als geplant. An ihrem freien Tag läuft sie Kaede prompt über den Weg. Um vor einer hysterischen Fan-Meute zu fliehen, verstecken sich beide in einem alten, kleinen Kino. Leider sind auf der Flucht auch noch Hinanas Schuhe kaputtgegangen. Aber zu Hinanas Überraschung zeigt sich plötzlich ein fürsorglicher Kaede, der ihr ohne zu zögern seine eigenen Schuhe leiht. Könnte sich hinter all der Oberflächlichkeit tatsächlich doch ein charmanter Gentleman verstecken?

Eigene Meinung
„Kuss um Mitternacht“ ein eine niedliche Schüler-verliebt-sich-in-Star-Geschichte, die allerdings leider auch etwas unspektakulär daherkommt. Noch aufregender hätte die Story werden können, wenn Kaedes Fetisch für Mädchenhöschen noch krasser ausgearbeitet worden wäre. So sorgt dieser Tick lediglich für ein gelegentliches Schmunzeln. Leider geht auch Hinana als Hauptcharakter beinahe etwas unter. Sicherlich wollte Managaka Rin Mikimoto damit unterstreichen, dass auch ein ganz normales 0-8-15-Mädchen solch ein Wunder erleben kann, aber dennoch wären es schön gewesen, wenn Hinana auch ein Alleinstellungsmerkmal gehabt hätte.

Zeichnerisch bleibt Rin Mikimoto ihrem Stil treu. Ihre Zeichnungen heben sich optisch von der Masse ab. Die Haare wirken immer sehr voluminös und die Blicke der Protagonisten sind eindringlich.

„Kuss um Mitternacht“ ist daher eine nette Unterhaltung mit kurzen aber schönen Romantik-Kicks aber auch mit Potenzial zur Steigerung.

© Izumi Mikage

© Kuss um Mitternacht, Rin Mikimoto, Kodansha/Tokyopop 2015

 

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Lion and Bride

Name: Lion and Bride
Englischer Name: The Lion and the Bride
Originaltitel: Lion to hanayome
Herausgebracht: Japan: Akita Publishing 2014
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Mika Sakurano
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Highschool-Schülerin Yua ist mit Recht von sich und ihren Qualitäten als perfekte Hausfrau überzeugt. Ihr großer Traum ist es, mit einem liebevollen Mann eine Bilderbuchhochzeit zu feiern und eine Familie zu gründen. Den richtigen Mann hat Yua schon gefunden – es ist ihr Lehrer Ryota. Natürlich halten beide ihre Beziehung noch geheim, solang Yua noch zur Schule geht.

Doch alles ändert sich, als Yuas letztes Familienmitglied – ihre Oma – bei der Yua wohnt, plötzlich verstirbt. Ryota sieht seine Yua ganz allein und verzweifelt, sodass er ihr Hals über Kopf einen Heiratsantrag macht und sie bittet, mit ihn zusammen zu ziehen.

Beide feiern kurzentschlossen eine kleine aber wundervolle Hochzeit und kurz darauf zieht Yua bei Ryota ein.

Dies könnte der Beginn einer tollen Ehe sein, doch Yua erlebt eine böse Überraschung: neben Ryota wohnt in dem kleinen Häuschen nicht nur eine Katze, für die Yua leider eine riesen Abneigung hat, sondern auch Ryotas Sohn Subaru.

Subaru ist für Yua kein Unbekannter – er ist ihr eingebildeter Klassenkamerad! Natürlich ist auch Subaru über die Zusammenführung dieser seltsamen Familie wenig begeistert und das versucht er Yua so oft wie möglich zu zeigen. Er bringt sie in der Schule in prekäre Situationen, verweigert das Essen von ihr und widerspricht ihr in allen Angelegenheiten.

Doch auch Ryota macht sich seine Gedanken. Kann es wirklich gut gehen, wenn Yua 24 Stunden am Tag mit einem attraktiven Jungen in ihrem umgeben ist? Hat die Ehe zwischen Yua und Ryota wirklich eine Zukunft?

Eigene Meinung
„Lion and Bride“ ist eine verrückte und gewöhnungsbedürftige Geschichte. Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, sich auf diese kuriose Story einzulassen. Dass eine Schülerin mit einem Mann verheiratet ist, dessen Sohn ihr Klassenkamerad ist, kommt nicht so häufig vor und wirkt etwas fragwürdig. Selbst Mangaka Mika Sakurano hat in ihrem Abspann angegeben, ihre Zweifel an dieser Konstellation gehabt zu haben. Mich persönlich hat auch gestört, dass der Tod der geliebten Oma nach dem Heiratsantrag sofort vergessen war. Man hat das Gefühl, dass vor der Hochzeit nicht mal mehr Zeit für die Beerdigung der Oma war.

Leider ist auch der Zeichenstil ebenfalls etwas durchwachsen. Das Titelbild auf dem Cover ist wunderschön und beeindruckend. Leider stellen sich die schwarz-weiß Zeichnungen der Story als nicht so sanft und faszinierend heraus. Mika Sakuranos Linien sind sehr dick. Alle Linien, egal ob bei den Haaren oder der Kleidung sind absolut identisch dick – als wurde jede Szene mit dem gleichen Stift und dem identischen Druck gezeichnet. Dadurch verschwimmen Kleidung und Haare manchmal sogar ineinander. Konturen oder Abgrenzungen können nicht mehr eindeutig erkannt werden. Dadurch wirkt „Lion and Bride“, als wäre es in den Anfangszeiten von Mika Sakuranos Mangaka-Karriere entstanden.

Bei all der Kritik muss man dennoch sagen, dass „Lion and Bride“ eine interessante Geschichte hat, die vor allem gegen Ende mehr an Fahrt gewinnt – denn plötzlich zeigt Subaru eine ganz andere, liebevolle Seite.
„Lion and Bride“ ist eher etwas für das junge Publikum, welches sich einfacher auf die Grundidee der Geschichte einlassen kann.

© Izumi Mikage

Lion and Bride: © 2014 Mika Sakurano, Akita Publishing/ Tokyopop

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Dreamin‘ Sun

Name: Dreamin‘ Sun
Englischer Name:
Originaltitel: Yumemiru taiyo
Herausgebracht: Japan: Futabasha Publishers 2007
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Ichigo Takano
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Shimana ist ein impulsives und sprunghaftes Mädchen mitten in ihrer Teenager-Phase. Daher fällt es ihr auch so schwer, dass ihr Vater wieder neu geheiratet und ein weiteres Kind bekommen hat. Seitdem fühlt sich Shimana wie das 5. Rad am Wagen.

Völlig unüberlegt entschließt sich Shimana an diesem Morgen nicht in die Schule zu gehen, sondern von zu Haus abzuhauen. Kaum fühlt sie sich das erste Mal etwas befreiter, stolpert sie im Park über einen Mann, der am Boden liegt. Der Mann namens Taiga Fujiwara, der mit einem Kimono bekleidet ist, wirkt alles andere als seriös. Das scheint Shimana aber nicht weiter zu stören. Ganz im Gegenteil, sie geht sogar auf die Worte von Fujiwara ein. Er sucht nämlich seinen Haustürschlüssel und bietet Shimana einen Deal an: findet sie den Schlüssel und erfüllt sie 2 weitere Bedingungen, dann darf Shimana in Fujiwaras WG mit einziehen – und das nahezu kostenlos.

Die Abendstunden sind bereits angebrochen, als Shimana endlich den besagten Schlüssel entdeckt – er ist im Gebüsch an einem Bergabhang. Den Erfolg so nah vor der Nase kann Shimana nicht wiederstehen. Sie klettert über den schützenden Zaun und greift nach dem Schlüssel, als sie plötzlich das Gleichgewicht verliert und in die Tiefe stürzt. Ein Glück, dass sie im letzten Moment von Asahi gepackt und in Sicherheit gezogen wird. Asahi ist einer von Fujiwaras Mitbewohner und natürlich auch im Besitz eines Schlüssels. So muss Shimana nur noch 2 Weitere Bedingungen erfüllen: Sie muss den Grund ihres überraschenden Auszugs verkünden, was Shimana nicht sonderlich schwerfällt. Die letzte Bedingung hingegen ist wesentlich komplizierter zu erfüllen: Shimana muss einen Lebenstraum finden und sich verlieben. Ein Pech nur, dass der charmante und fürsorgliche Asahi bereits verliebt ist und der kindsköpfige Zen so gar nicht ihr Typ ist.

Eigene Meinung:
„Dreamin‘ Sun“ ist eine verrückte und wilde Geschichte. Shimana ist dabei in einer schweren Phase zum Erwachsenwerde, sodass sie lernen muss, Verantwortung zu tragen und mit ihren Gefühlen klar zu kommen. Dabei hat sie wirklich Glück, auf die Jungs-WG zu stoßen, die sie wie ihre eigene Schwester aufnehmen.

„Dreamin‘ Sun“ spiegelt viele Alltagssituation wieder und schafft es, unspektakuläre Handlungsstränge unterhaltsam und lustig zu gestalten.

Der Zeichenstil von Ichigo Takano konzentriert sich aufs Wesentliche. Die Charaktere sind ansehnlich, können gut voneinander unterschieden werden, sind aber auch etwas simpel gezeichnet. Haare oder Kleidung verfügen selten über Schatten. Zudem werden die vielen komödiantischen Einlagen durch Chibi-Zeichnungen verstärkt – bei denen dann weder auf anatomische Korrektheit noch auf Ästhetik Wert gelegt wird. Für meinen Geschmack hätte der Serie etwas mehr Liebe fürs Detail gutgetan. Ichigo Takanos heimliche Leidenschaft scheinen hingegen Kleidungen zu sein. Die abwechslungsreichen Outfits mit verspielten Accessoires könnten fast aus einem Modekatalog stammen.

Letztendlich ist „Dreamin‘ Sun“ eine niedliche Geschichte fürs jüngere Publikum, das ein wenig an „Nana“ erinnert.

© Izumi Mikage

Dreamin‘ Sun: © 2007 Ichigo Takano, Futabasha Publishers/ Carlsen

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Deine teuflischen Küsse

Name: Deine teuflischen Küsse
Englischer Name:
Originaltitel: Onimiya-sensei no kisu ni wa Sakaraenai
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kayoru
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als Mokas Vater seinen Job verliert, steht die Familie vor dem Nichts. Auf der Straße gelandet, kommt ihnen Mokas Lehrer Herr Onimiya zu Hilfe. In diesen ist Moka schon lange verliebt, da er doch so ein lieber und netter Mann ist, der sich sehr um sie bemüht und ihr oft hilft.

Allerdings zeigt dieser nun sein wahres Gesicht, als Mokas Familie ihn dazu bringt, sie bei sich wohnen zu lassen. Der Mann ist in Wahreit mehr Teufel als Engel! Er trietzt Moka, wo es nur geht, wenn sie unter sich sind. Sogar ihren ersten Kuss raubt er ihr. Zudem vereitelt er jeden Versuch von ihr Geld zu verdienen und lässt sie in seinem eigenen Laden als Bedienung arbeiten.

Doch auch dort wird sie von nun an ständig schikaniert! Der jüngere Bruder ihres Lehrers hat dort das Sagen in Personalsachen und macht ihr das Leben zur Hölle. Er hat einen gewaltigen Bruderkomplex und kann es nicht leiden, wie nahe Moka und Herr Onimiya sich sind.

Kann aus dieser höllischen Beziehung eine richtige Liebesbeziehung werden?

Eigene Meinung
„Deine teuflischen Küsse“ ist durch und durch ein Shojo-Manga. Schülerin ist verliebt in ihren Lehrer, der scheint ein netter Kerl zu sein, entpuppt sich aber als richtiger Teufel! Dennoch sind da Gefühle zwischen ihnen und früher oder später wird es sicher ein Happy-End geben. Mehr ist zur Handlung nicht wirklich zu sagen, da man diese ja in ähnlicher Form sicher schon aus anderen Manga kennt.

Die Charaktere fallen dementsprechend typisch aus und bringen nicht wirklich was Neues. Gerade Onimiya hätte zudem älter dargestellt werden müssen, da er ja Mokas Lehrer sein soll und somit um ein paar Jahre älter als sie.

Zeichnerisch ist der Manga gut, sehr detailreich. Allerdings ähneln sich die Charaktere von Kayoru Manga immer zu sehr. Im Grunde hat man das Gefühl, dass es eigentlich immer dasselbe Paar ist, welches am Ende, unter anderen Voraussetzungen, doch noch zusammenfindet. Ein wenig mehr Individualität im Wesen und dem Aussehen der Charaktere würde ich mir da schon wünschen.

Die Panels waren nie zu textlastig und die Geschichte auf ihre Art dennoch interessant, so das man auf jeden Fall bis zum Ende mit dem Lesen durchhält.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren. Bisher ist in sexueller Hinsicht nicht wirklich viel passiert. Vermutlich ändert sich das noch.

Fans von Kayorus Manga sollten auch bei „Deine teuflischen Küsse“ zugreifen. Ansonsten ist es eher eine Geschmackssache, ob der Manga etwas für einen ist!

Deine teuflischen Küsse: © 2016 Kayoru, Shogakukan/ Tokyopop

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This Lonely Planet

Name: This Lonely Planet
Englischer Name:
Originaltitel: Tsubaki-chou Lonely Planet
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2017
Mangaka: Mika Yamamori
Bände: 10 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die Oberschülerin Fumi Ohno ist 16 Jahre alt. Sie kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter um den Haushalt und dreht jeden Yen zwei Mal um, um an allen Ecken und Enden zu sparen. Eines Tages kommt ihr Vater nach Hause und teilt ihr mit, dass er hohe Schulden hat und deshalb auf einem Thunfischkutter angeheuert hat. Fumi soll gegen Kost und Logis als Haushälterin bei einem Schriftsteller arbeiten.

Ihre neue Wohn- und Arbeitsstätte befindet sich im Kamelienviertel. Sie klingelt an der Tür ihres neuen Chefs Akatsuki Kibikino, doch niemand öffnet. Sie bemerkt, dass die Tür offen ist und tritt hinein. Im Flur angekommen, fällt sie fast über einen jungen Mann, der am Boden schläft. Nachdem der erste Schock verdaut ist, zeigt ihr der junge Mann ihr Zimmer. Wie sich erst jetzt herausstellt, ist der junge Mann ihr Chef und er kann kaum glauben, dass Fumi erst 16 Jahre alt ist. Weder Fumi noch ihr Chef sind von ihrem Gegenüber sonderlich begeistert, doch sie versuchen das Beste daraus zu machen.

Die ersten Tage ist Fumi von ihrem Chef nicht begeistert. Er ist nur mit seiner Arbeit beschäftigt, ist unfreundlich und undankbar. Doch als er eines Tages mit seinem Redakteur telefoniert, erfährt er, dass Fumi kein Zuhause mehr hat. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie vor ihrem früheren Zuhause. Zum ersten Mal ist er freundlich zu ihr und zeigt ein wenig Verständnis.

Nach und nach werden die Beiden warm mit einander. Doch dann taucht ein Junge aus Fumis Vergangenheit auf: Isshin Aioi. Er hat eine Rechnung mit ihr offen und zwingt sie dazu ihre ganze Freizeit mit ihm zu verbringen! Hasst er Fumi wirklich so, wie er vorgibt? Und was empfindet Akatsuki für Fumi?

Eigene Meinung
Nach „Daytime Shooting Star“ ist „This Lonely Planet“ bereits die zweite Serie von Mika Yamamori in Deutschland.

Mika Yamamori erzählt hier eine recht typische Dreiecksgeschichte. Jedoch ist es mal etwas anderes, dass ein Part der Chef ist und einige Jahre älter ist. Fumi ist von Anfang an sehr sympathisch und überzeugt den Leser durch ihre taffe und selbstsichere Art.

Der Lesefluss ist super. Es macht richtig Spaß diese locker erzählte Geschichte mit zu verfolgen. Grafisch ist der Manga eher einfach, aber sauber, umgesetzt und erinnert mich ein wenig an den Stil von Karuho Shiina.

Rundum ist „This Lonely Planet“ ein empfehlenswerter Shojo-Manga für Leserinnen ab etwa 14 Jahren!

Tsubaki-chou Lonely Planet: © 2015 Mika Yamamori, Shueisha / KAZÉ

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Ein bittersüßer Winter

Name: Ein bittersüßer Winter
Englischer Name:
Originaltitel: Shinomiya-kun no Sekai ga Owatte mo
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Chiyori
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Was würdest du machen, wenn morgen das Ende der Welt wäre?“

Als diese Frage in ihrem Klassenzimmer aufkommt, sind sich Yukino und Shinomiya auf Anhieb einig. Beide würden die letzten Stunden mit einem geliebten Menschen verbringen wollen. Zum ersten Mal fällt der sonst eher stille Shinomiya nun Yukino auf. Diese hatte bisher eher wenig mit Jungs am Hut, doch je mehr sie über ihren Mitschüler erfährt, desto höher schlägt ihr Herz. Auch Shinomiya scheint sie sehr zu mögen, doch dann eröffnet er ihr, dass er die Schule verlassen wird!

Kann es unter diesen Umständen für die Beiden ein Happy-End geben?

Zur Hauptgeschichte gibt es noch zwei Kurzgeschichten in dem Band.

In „Spiel mit der Nacht“ befreit sich die im Krankenhaus liegende Haine von ihrem Körper und durchstreift die Nacht. Nur so kann sie all das tun, was sie sonst wegen ihrer Krankheit nicht kann. Doch diesmal scheint der Traum, den sie meint zu träumen, anders zu sein. Sie trifft einen Jungen, der ihr Leben für immer verändern wird!

Dagegen geht es in „Erblühendes Steinkraut“ um Arisa. Diese wurde von ihrem Freund betrogen. Als sie ihn deswegen zur Rede stellt, kommt es fast dazu, das er sie schlägt. Allerdings verhindert dies Kota, ein Junge, der ihr bisher nicht wirklich aufgefallen war. Die Beiden kommen sich dann noch näher, nachdem er ebenfalls in die Garten-AG eintritt, um zu lernen, wie man Blumen pflegt. Wie lange kann Arisa ihre Gefühle noch verbergen? Außerdem scheint Kota noch ausgerechnet das Mädchen zu kennen, mit dem ihr Ex sie betrogen hat.

Eigene Meinung
„Ein bittersüßer Winter“ hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten waren alle sehr süß und gefühlvoll gehalten.

Die Hauptgeschichte gefiel mir allerdings am Besten, da sie noch etwas mehr Realismus beinhaltete als der Rest. Zudem kamen Yukino und Shinomiya nicht zu schnell als Paar zusammen. Vielmehr ließ man ihnen Raum sich zu entwickeln und zeigte auch ein wenig wie deren Alltag neben der Schule so ist. Dies ließ einen tiefer in die Charaktere blicken, sodass sie einem noch mehr an’s Herz wuchsen.

Bei Kurzgeschichten muss man alles immer etwas knapp halten. Dennoch sind auch „Spiel mit der Nacht“ und „Erblühendes Steinkraut“ sehr gute Geschichten.

Zeichnerisch ist der Manga ein Blickfang. Sehr detailreich und weich gestaltet. Nur hätte ich mir bei der Charakterdarstellung ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Haine und Yukino sehen sich ziemlich ähnlich, genau wie die drei männlichen Hautcharaktere kaum zu unterscheiden sind vom Aussehen. Einzig Arisa unterscheidet sich von den anderen beiden Mädchen durch ihre dunkle Haarfarbe.

Mit dem Lesen kam man zügig voran. Die Geschichten waren alle sehr interessant und die Panele nie zu textlastig.

Die Altersempfehlung liegt bei 13 Jahren und ist gut gewählt. In diesem Alter versteht man schon was von erster Verliebtheit, aber auch Verantwortungsbewusstsein der Familie gegenüber.

Fans von sehr guten Shojo-Manga sollten bei „Ein bittersüßer Winter“ unbedingt zugreifen!

Ein bittersüßer Winter: © 2015 Chiyori, Shogakukan/ Tokyopop

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Und wenn ich dich lieben würde?

Name: Und wenn ich dich lieben würde
Englischer Name:
Originaltitel: kimi wa, ore ga suki datte ittara Donna kao suru daro
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2016
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als Kanzaki diesen stolzen und entschlossenen Blick seines Mitschülers Asahina sieht, ist es um ihn geschehen – Hals über Kopf hat er sich verliebt. Dabei ist Asahina nicht wie jeder andere Klassenkamerad, denn Asahina ist in Wahrheit ein Mädchen.

Doch Kanzakis Chancen, Asahinas Herz zu erobern, könnten nicht schlechter stehen. Asahina hat nämlich nur Augen für den Captain des Basketballteams. Nur um ihm näher zu kommen, hat sie sich als Junge ausgegeben und im Basketballklub angemeldet.

Aber so leicht will Kanzaki nicht aufgeben. Kurzentschlossen meldet sich Kanzaki ebenfalls im Basketballklub an. Wäre doch gelacht, wenn er Asahina nicht beweisen könnte, dass er die deutliche bessere Partie im Vergleich zum Klubchef ist. Allerdings verliert Kanzaki gleich das erste Duell haushoch. Da hat er den Mund wohl doch zu voll genommen. Dann muss er eben mit anderen Stärken punkten, immerhin ist er der einzige, der Asahinas Geheimnis kennt – wenn das nicht verbindet?

Eigene Meinung
„Und wenn ich dich lieben würde?“ ist endlich wieder ein absolutes Highlight unter den Shojo-Titeln. Die Geschichte ist nicht nur spannend und herzerwärmend, sondern auch noch total innovativ. Werke wie „Buddy Go“ und „Hana Kimi“, in denen sich ebenfalls ein Mädchen als Junge ausgibt, kennt man zu genüge. Doch bisher werden diese Geschichten immer aus der Sicht des Mädchens erzählt. In „Und wenn ich dich lieben würde?“ ist hingegen der Mitschüler Kanzaki im Mittelpunkt, der sich in das verkleidete Mädchen verliebt. Das eröffnet dem Leser einen ganz anderen Blickwinkel und macht die Serie so erfrischend.

Neben der tollen Story sind auch die Zeichnungen herausragend. Vor allem die Augen von Kanzaki sind atemberaubend. In entscheidenden Momenten wirkt es oft so, als würde Kanzaki mit seinem tiefen Blick direkt in die Augen des Lesers starren – Herzklopfen garantiert!

Wer Werke von Mangaka Yuki Shiraishi, wie „Fesseln der Liebe“ oder „Die mit den Wölfen spielt“ kennt, wird nicht darauf kommen, dass auch „Und wenn ich dich lieben würde?“ aus ihrer Feder stammt. Yuki Shiraishi hat sich unglaublich weiterentwickelt und scheint mit „Und wenn ich dich lieben würde?“ am absoluten Höhepunkt angekommen zu sein.

© Izumi Mikage

Und wenn ich dich lieben würde?: © 2016 Yuki Shiraishi, Shogakukan/ Tokyopop

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