Zwischen dir und mir

Name: Zwischen dir und mir
Englischer Name: The walls between us
Originaltitel: Watashi-tachi ni wa Kabe ga Aru
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Haru Tsukishima
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Als Makoto sagte, sie hätte auch endlich gern einen festen Freund, hatte sie auf keinen Fall ihren Sandkastenfreund Reita gemeint. Dieser empfand das jedoch als willkommene Gelegenheit, Makoto auf offener Straße um eine Liebesbeziehung zu bitten.

Natürlich lehnt Makoto dieses Angebot ohne zu zögern ab. Auch wenn Reita von allen Mädchen der Schule angehimmelt wird, kennt sie seinen wahren Charakter. In ihren Augen ist Reita selbstverliebt und ungehobelt. Zudem kennt sie Reita schon seit ihrer Kindheit. Sie sieht in Reita eher einen Bruder, als einen potenziellen Partner.

Daher versucht Makoto auf einem Gruppendate einen passenden Freund zu finden. Doch der Junge, der sich zunächst so nett mit ihr unterhält, entpuppt sich als lästigen Lüstling. Er will Makoto auf der Toilette an die Wäsche. Ein Glück, dass im letzten Moment ausgerechnet Reita da ist, um den Lustmolch in die Flucht zu schlagen.

Zu blöd nur, dass am nächsten Tag in der Schule, alle nach Makotos Freund vom Gruppendate fragen. Makoto hatte sich so über dieses Date gefreut, dass sie allen verkündet hatte, nun einen Freund zu haben. Als sie jedoch droht, vor Scharm im Fußboden zu versinken, ergreift Reita seine Chance und stellt sich allen als Mokotos neuer Freund vor. Dabei ist es Makoto so wichtig, ihre Freundschaft zu Reita zu bewahren. Wir kann sie aus diesem Schlamassel nur wieder rauskommen?

Eigene Meinung
Mit „Zwischen dir und mir“ erscheint erneut ein Shojo-Manga für alle Fans von romantischen Geschichten über Liebesbeziehungen.

Auch wenn „Zwischen dir und mir“ reichlich schwer in Fahrt kommt und die Handlung zu Beginn noch etwas mühselig erscheint, gelingt es der Serie vor allem im späteren Verlauf des ersten Bandes immer wieder kleine, gefühlvolle Highlights einzubauen.

Natürlich erahnt der erfahrene Shojo-Manga-Leser, dass hinter der vehementen Ablehnung Makotos gegenüber einer Beziehung mit Reita, mehr stecken muss. Der tatsächliche Grund verleiht der Serie dann auch an Tiefe und wertet „Zwischen dir und mir“ noch mal deutlich auf.

Die Zeichnungen wirken zunächst eher simpel. Aber in gefühlvollen, sensiblen Momenten, kommen die leichten, feinen Bilder perfekt zur Geltung und verleihen der jeweiligen Szene den letzten Schliff.

„Zwischen dir und mir“ kann sein Potenzial vielleicht erst auf den zweiten Blick herausstellen, aber wer dran bleibt, wird sicher nicht enttäuscht.

© Izumi Mikage

Zwischen dir und mir: © 2013 Haru Tsukishima, Kodansha/ KAZÉ

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Crush on you

Name: Crush on you
Englischer Name:
Originaltitel: Doukyuusei ni Koi o Shita
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Rin Miasa
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Mit dem Wechsel auf eine gemischte Highschool möchte die niedliche Sunao endlich ihre größte Angst überwinden – Sie möchte ungezwungen mit Jungs reden können. Doch das ist leichter gesagt als getan. Sobald sie von einem Klassenkameraden auch nur begrüßt wird, gerät sie in Panik, bringt keinen einzigen Ton mehr heraus und flüchtet.

Vor allem der Schwarm aller Mädchen, Izumi-kun, jagt ihr eine höllische Angst ein.

Doch als die Gruppen fürs baldige Schulfest ausgelost werden, wird Sunao ausgerechnet dem Fußballteam, zudem auch Izumi-kun gehört, zugeteilt. Dabei ist sie eine absolute Niete im Sport. Doch als beim Training alle Mitschüler gegen die Teilnahme von Sunao am Fußballspiel sind, hält ausgerechnet Izumi-kun zu ihr. Beide üben seitdem jeden Nachmittag fleißig, um Sunao die Kontrolle über den Ball beizubringen. Und tatsächlich gelingt Izumi-kun und Sunao beim Schulfest der entscheidende Doppelpass, den Sunao letztendlich in ein Tor verwandelt. Völlig überrascht von ihrer eigenen Entwicklung, packt Sunao die Euphorie und sie bittet Izumi-kun überstürzt, ihr Freund zu werden. So plötzlich wie Sunao das Geständnis über die Lippen bringt, verlässt sie ihr Mut auch wieder. Ohne Izumi-kuns Antwort abzuwarten, flieht sie aus dieser peinlichen Situation.

Für Sunao steht fest, die nächsten Tage jeglichen Kontakt zu Izumi-kun zu vermeiden. Doch da hat sie die Rechnung ohne ihren Lehrer gemacht, der Izumi-kun gemeinsam mit ihr in den Eventausschuss für die kommende Schulexkursion steckt!

Eigene Meinung
„Crush on you“ ist ein niedliches, unkompliziertes Shojo-Manga.
Vor allem die Zeichnungen erfüllen alle Erwartungen an einen Shojo-Manga. Die Hauptcharaktere sind sehr hübsch anzusehen und vor allem die farbigen Illustrationen überzeugen.

Natürlich wird der erfahrene Leser von Shojo-Manga bei „Crush on you“ wenig überrascht sein. Serien, bei denen die schüchterne, weibliche Hauptperson Schwierigkeiten hat, mit Jungs zu reden und dennoch gerade ein Junge ihr hilft, die Angst zu überwinden, kennt man leider zu Genüge. Leider schafft es „Crush on you“ bei Konkurrenten wie „Miracle of Love“ oder „An deiner Seite“ nicht, sich zu behaupten. Es fehlt „Crush on you“ an einem Alleinstellungsmerkmal. Zumal Sunao mal wieder eine sehr tollpatschige, zurückhaltende und einfältige Hauptperson ist und das entspricht einfach nicht mehr dem heutigen Frauenbild.

Dennoch ist „Crush on you“ ein solides Manga, das durch Niedlichkeit zum Lesen verleitet. Wer also einfach nicht genug von zuckersüßen Manga bekommt, der wird sicher auch mit „Crush on you“ zufrieden sein.

© Izumi Mikage

Crush on you: © 2016 Rin Miasa, Kodansha / Tokyopop

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Nenene

Name: Nenene
Englischer Name: Ne Ne Ne
Originaltitel: Nen Ne No Ne
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Story: Shizuku Totono
Zeichnungen: Daisuke Hagiwara
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Die 16-jährige Koyuki ist frisch verheiratet.
Doch das frisch vermählte Ehepaar fällt nicht nur aufgrund ihres hohen Altersunterschieds von 20 Jahren auf, sondern auch durch die Fuchsmaske, hinter der ihr Ehemann Shin sein Gesicht versteckt.

Noch nie hat Koyuki Shins Gesicht gesehen. Selbst bei der Hochzeit trug er diese Maske. Den Grund dafür kennt sie jedoch nicht. Ob es vielleicht mit seinen außergewöhnlichen Kräften zusammenhängt? Shin hat seit Kindesalter die Fähigkeit, Dinge zu sehen, die für andere Augen verschlossen bleiben. Nach und nach ermöglicht er auch Koyuki, Wesen wie Feen oder Drachen zu erkennen, die mitten unter den Menschen im Verborgenen leben.

Aber Koyuki hat auch mit ganz irdischen Dingen genug Probleme. Durch ihr kindliches Aussehen wird sie von den Dorfbewohnern oft für Shins Haushaltshilfe gehalten. Zudem sind sich Koyuki und Shin seit der Hochzeit noch keinen Schritt nähergekommen. Zu gerne würde sie ihn küssen oder auch körperlich intim mit ihm werden. Ab und an nimmt Koyuki allen Mut zusammen und äußert ihm gegenüber ihre Wünsche, von denen sie aber vor lauter Verlegenheit schnell wieder Abstand nimmt. Nur alt zu gerne würde Shin ihr diese Wünsche erfüllen, doch obwohl er noch eine Jungfrau ist, ist er auch ein Gentleman, der bis zu Koyukis 21. Geburtstag warten möchte. Eine harte Bewährungsprobe für das junge Ehepaar.

Eigene Meinung
„Nenene“ ist überraschenderweise ein Einzelband. Dabei zeigt die Handlung sehr viel Serienpotenzial. Die Beziehung von Koyuki und Shin ist fesselnd und interessant. Sie führen eine sehr zurückhaltende Ehe und trauen sich nur selten, ihre Gefühle zu zeigen. Schnell versinken sie in Scharm. Dabei wollen beide nichts mehr, als sich nahe zu sein.

Die Handlung selbst spielt im alten Japan. Ab und an lockern ein paar Fantasy-Elemente die Handlung noch etwas auf. Dabei wäre die Handlung auch ohne Drachen und Feen interessant. Sie haben nämlich auch keinen relevanten Einfluss auf den Verlauf der Geschichte.

Die Zeichnungen sind schön anzusehen. Die damalige Zeit wird durch Kleidung und Gebäude gut unterstrichen. Vor allem die Farbseiten können überzeugen. Die Gefühle der beiden Protagonisten kommen gut zur Geltung und sind glaubhaft.

Leider endet die Geschichte unüblich offen, sodass Lust auf eine weitere Episode bleibt. Schade, dass es das Einzelband nicht zur Serie geschafft hat.

© Izumi Mikage

Nenene: © 2017 Daisuke Hagiwara/Shizuku Totono, Square Enix/ EMA

 

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24 Colors

Name: 24 Colors
Englischer Name:
Originaltitel: Hatsukoi no Palette
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2008
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kozue Chiba
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Für Nanaka und ihre Freundin Meiko ist heut ein ganz besonderer Tag. Ab sofort gehen beide zusammen auf die Oberstufe. Eine Welt voller neuer Möglichkeiten. Endlich kann Nanaka ihre Leidenschaft zur Kunst frei ausüben. Ihr stetiger Begleiter ist ihr Zeichenblock.
Dennoch ist Nanaka verwundert, als sie auf dem Schulgelände einen Jungen sieht, der ebenfalls einen Zeichenblock mit sich trägt. Seine Kleidung ist verschmiert von all den Farben. Wie sich bei der Willkommensfeier herausstellt, handelt es sich bei dem Jungen um Chihaya Hajima. Er und sein Klassenkamerad Kento leiten die Kunst AG der Schule. Auf der Feier machen sie kräftig Werbung für ihren Club. Doch anstatt für die Kunst, begeistern sich alle Mädchen vor allem für die beiden gut aussehenden Jungs. Entsprechend lang ist die Schlange, die sich für die Kunst AG einschreiben möchte. Bei der Anzahl an Konkurrentinnen schwindet Nanakas Hoffnung, für die Kunst AG zugelassen zu werden. Doch zu ihrem Glück entscheiden sich Chihaya und Kento, ihre neuen Mitglieder anhand des Talentes im Zeichnen auszuwählen. Und hier können Nanaka und Meiko als einzige überzeuge.

Ab sofort besteht die Kunst AG aus vier Mitgliedern. Doch nicht nur die Kunst rückt in Nanakas Fokus. Auch Chihaya weckt ihr Interesse. Seine Leidenschaft für die Malerei und seine Art, seine Gefühle über die Bilder auszudrücken, imponieren ihr. Und auch Chihaya scheint eine Verbindung zu Nanaka zu spüren. Bei einem kleinen Fauxpas, bei dem er mit Farben auf Nanakas T-Shirt kleckert, rettet er die Situation, indem er darauf eine wunderschöne Blume kreiert.  

Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Doch ob sich beide diese Gefühle auch gestehen werden?

Eigene Meinung
Fans von Kozue Chiba dürften über die deutsche Ausgabe von „24 Colors“ vielleicht etwas überrascht sein. Denn hierbei handelt es sich um ein sehr frühes Werk von Kozue Chiba. Mehr als zehn Jahre liegen seit der Entstehung zurück. Die Charaktere sind lieblich, aber auch sehr einfach gezeichnet. Die Handlung ist einfühlsam, aber dennoch simpel. Die Bilder haben nicht viel Ähnlichkeit mit dem heutigen, perfektionierten Zeichenstil von Kozue Chiba. Die Gliedmaßen wirken sehr gedehnt und teilweise auch undefiniert. Die Haare sind oft zerstreut und wirr.

Dennoch ist es Interessant, Kozue Chibas Werdegang zu verfolgen und zu sehen, mit welchen Werken Kozue Chiba die Karriere als Mangaka begonnen hat.

© Izumi Mikage

24 Colors: © 2008 Kozue Chiba, Shogakukan/ Tokyopop

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Devil ★ Rock

Name: Devil ★ Rock
Englischer Name:
Originaltitel: Devi★Rock
Herausgebracht: Japan: Akita 2013
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Spica Aoki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Ayamo Haotone ist die Tochter des legendären Rockstars Taiga, der vor einem Jahr an Herzversagen verstorben ist. Ihr größter Wunsch ist es, in seine Fußstapfen zu treten, also tritt sie mit seiner Gitarre bewaffnet auf der Straße auf, wo sie auch prompt vom exzentrischen Produzenten Glen für die Rock’n’Roll-Band „Devil Drive“ rekrutiert wird. Deren Sänger Tite ist davon jedoch alles andere als begeistert. Mitten im Gespräch stürmt Ayamo los, um ein Mädchen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen, woraufhin sie von einem Junk angefallen wird. Glen offenbart ihr, dass er ein gutartiger Dämon ist, ein sogenannter Cleaner, der es nur auf die Schattenenergie der Menschen abgesehen hat, die durch negative Emotionen entsteht. Junks hingegen sind bösartige Wesen, die sich an schwache Menschen heften und nicht nur deren Schattenenergie sondern auch ihre Seelen fressen wollen. Um die Menschen von ihrer Schattenenergie zu befreien und Junks zu vernichten, bildet Glen talentierte Musiker zu sogenannten „Devil Rockern“ aus – denn das effektivste Mittel gegen negative Gefühle ist Rock’n’Roll! Mit ihrer Rock-Musik gelingt es Devil Drive fürs Erste das Mädchen mitsamt Junk zu vertreiben.

Wie sich herausstellt, ist Kanata, einer von Tites Band-Kollegen, im Kampf gegen die Junks umgekommen. Das von einem Junk befallene Mädchen ist ein großer Fan von Devil Drive, doch seit Kanatas Tod dringt Tites Gesang nicht mehr zu den Herzen des Publikums durch. Da springt Ayamo ins Getümmel und unterstützt die Band tatkräftig mit ihrem Gesang und Gitarrespiel. Das kraftvolle Duett von Tite und Ayamo kann das Mädchen retten und den Junk vernichten, womit sie sich als neues Bandmitglied bewährt hat. Nichtsdestotrotz behandelt Tite sie weiterhin wie eine Amateurin und auch in der Schule machen ihre Klassenkameradinnen Ayamo das Leben schwer. Nicht einmal vor der Gitarre ihres Vaters machen die Mobberinnen Halt, deren Anführerin ebenfalls von einem Junk besessen ist. Ausgerechnet der sonst so schroffe Tite muntert die am Boden zerstörte Ayamo wieder auf und Schlagzeuger Jonny repariert Taigas Gitarre. Als sie endlich das Growling beherrscht, stellt sie sich ihrer Mobberin mutig entgegen und eliminiert den Junk. Doch schon bald sorgt eine Hiobsbotschaft dafür, dass Tite selbst zum Opfer eines Junks wird: Er hat möglicherweise Kehlkopfkrebs und wird entweder daran sterben oder nie wieder singen können! Außerdem macht Ayamo Bekanntschaft mit ihrem Idol Andy Baxter aus Amerika, der sich ebenfalls als Devil Rocker entpuppt und ihr ernsthafte Avancen macht. Wird es ihm womöglich sogar gelingen, sie abzuwerben? 

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder ein Shojo-Manga mit Biss! Vom Verlag irrtümlich ins Mystery-Genre eingeordnet, passt „Devil ★ Rock“ meiner Meinung nach eher in die Genres Action und Drama. Ähnlich wie in „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“ werden die Dämonen hier mit Liedern besiegt, allerdings in diesem Fall mit Rock statt Pop und trotz des niedlichen Zeichenstils behandelt der Manga überraschend ernste Themen. Sowohl Ayamo als auch Tite machen eine Menge durch: Beide trauern um geliebte Menschen und kämpfen hart dafür, sich stets als Musiker zu verbessern. Zu allem Überfluss wird Ayamo auch noch in ihrer Klasse gemobbt und Tites Leben und Karriere stehen aufgrund seines Gesundheitszustands auf dem Spiel. Dennoch wirkt der Manga nie zu deprimierend, da jedes Kapitel mit einem zur Situation passenden Song zu einem Happy-End gebracht wird. Schade hierbei ist natürlich, dass man sich höchstens anhand der Songtexte im Kopf selbst ausmalen kann, wie die Rock-Songs wohl klingen würden, weshalb man sich beim Lesen eine Anime-Adaption regelrecht herbeisehnt. Ob sich zwischen Ayamo und Tite noch eine Romanze entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Gelegentlich wirken die Seiten leider etwas überladen und storymäßig fallen hin und wieder kleinere Schönheitsfehler auf (warum z. B. gelingt es den Medien und Devil Drive sofort den Metallstangen-Attentäter ausfindig zu machen, aber nicht der Polizei?). Ansonsten bleibt Jonny, obwohl er zu Devil Drive gehört, zumindest im ersten Band noch recht farblos und rätselhaft, da er nie spricht oder sein Gesicht zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten beiden Bänden noch ändern wird. Band 1 liegt übrigens eine limitierte ShoCo Card bei. Wer schon immer mal sehen wollte, was dabei herauskommt, wenn man „Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch“, „Rock’n’Roll Kids“ und „Confidential Confessions“ in einen Topf wirft und kräftig umrührt, sollte sich diesen Manga auf keinen Fall entgehen lassen! Für Rock’n’Roll-Fans sowieso ein Muss! 

Devil ★ Rock: © 2013 Spica Aoki, Akita / Tokyopop

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Evening Twilight

Name: Evening Twilight
Englischer Name:
Originaltitel: Yugure Light
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Maki Usami
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als Chinamis Vater eines Tages die Bitte äußert, umzuziehen, um morgens schneller bei der Arbeit im Friseursalon zu sein, stimmt Chinami ohne zu zögern zu, obwohl dies gleichzeitig auch einen Schulwechsel für sie bedeutet. Doch wenn sie vorher von den wahren Beweggründen ihres Vaters gewusst hätte, hätte sie wohl nicht so schnell zugesagt. Beim Einzug ins neue Apartment erfährt Chinami von der neuen, bisher verheimlichten Beziehung ihres Vaters. Im selben Wohnhaus lebt nämlich auch Frau Sakurai, die neue Freundin von Chinamis Vater, mit ihrer Tochter Kazune.

Chinami fühlt sich gekränkt und reagiert gegenüber der Familie Sakurai zunächst sehr abweisend. Doch als sie sich am nächsten Tag etwas beruhigt hat, will sie sich selbst ein Bild machen. Sie stattet den Sakurais einen Besuch ab, trifft jedoch nur auf Kazune und zwei weitere Nachbarn, die Soma-Brüder.

Kanata und Yudai Soma leben ebenfalls im Apartment-Block und haben schon von Chinami und ihrem Vater gehört. Im Gegensatz zum charmanten und gutaussehenden Kanata ist der gleichaltrige Yudai ein rüpelhafter Frechdachs. Gleich beim ersten Treffen beleidigt er Chinamis Vater. Als Friseur könne er den Sakurais keinen angemessenen Lebensstandard bieten. Chinami kann daher kaum glauben, dass die Somas in der Schule als Stars angehimmelt werden. Und ausgerechnet Yudai ist in ihrer Schulklasse auch noch ihr Sitznachbar.

Doch an ihrem ersten Schultag muss Chinami überraschend feststellen, dass sie und Kazune mehr gemeinsam haben, als zunächst gedacht. Beide haben Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Beim gemeinsamen Kochunterricht wird Kazune von ihren Mitschülern ausgenutzt. Die ganze Arbeit bleibt an ihr hängen. Solch ein Verhalten kann Chinami nicht ausstehen, sodass sie die besagten Schülerinnen gleich zur Schnecke macht. Kein Wunder, dass bei diesem aufmüpfigen Verhalten die übrigen Schüler Abstand zu Chinami nehmen. Das war ihr durchaus bewusst. Immerhin war es an ihrer alten Schule nicht anders. Ist es Chinamis Schicksal anzuecken und allein zu sein? Hat sie auch an dieser Schule alle Chancen auf Zugehörigkeit vertan?

Eigene Meinung
„Evening Twilight“ ist eine niedliche Geschichte um die aufmüpfige Chinami, die mit ihrem losen Mundwerk ihr Herz auf der Zunge trägt. Damit polarisiert sie und fällt auch mal unangenehm auf. Eine richtige Freundschaft hatte sie deswegen noch nie, sodass Chinami im Umgang mit anderen Personen sehr unbeholfen ist. Doch gerade das macht Chinami so liebenswert.

Zu Beginn der Serie weiß man noch nicht, in welche Richtung die Handlung eigentlich gehen soll. Es passiert zunächst nicht viel und auch die Soma-Brüder agieren, als hätten sie geheime Absichten. Doch ab Mitte des ersten Bandes entwickelt sich „Evening Twilight“ zu einer klassischen Schul-Freundschaft-Liebes-Geschichte. Und auch die Soma Brüder gewinnen an Sympathie. Zudem gibt es Anspielungen, die erahnen lassen, dass sich zwischen Chinami und Yudai noch eine kleine Romanze entwickeln könnte. Mir persönlich gefällt die Entwicklung, da sich ein roter Handlungsfaden erkennen lässt.

Chinamis freches Auftreten wird durch den Zeichenstil optimal unterstützt. Es ist ein sehr ruhiger, übersichtlicher Zeichenstil, ohne viele Schnörkel. Mangaka Maki Usami hat sich auf das Wesentliche konzentriert. Auf Hintergrundillustrationen oder auf das Spiel von Licht und Schatten in den Haaren wurde zumeist verzichtet. Dennoch hat man nicht das Gefühl, das etwas fehlen würde.

„Evening Twilight“ ist mit fünf Bänden eine kurze aber sehr einfühlsame Serie, welche die Schwierigkeiten des Schulalltags unterhaltsam und mitfühlend darstellt.

© Izumi Mikage

Evening Twilight: © 2014 Maki Usami, Shogakukan/ Tokyopop

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Tell me your Secrets!

Name: Tell me your Secrets!
Englischer Name: Aoba-kun’s Confessions
Originaltitel: Aoba-kun ni Kikitai Koto
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2016
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die Oberschülerin Mayo ist unscheinbar, leise und wird gerade deswegen oft übersehen. Auch ihre großen Liebe, der Basketball-Star der Schule, Aoba, hat bisher keine Kenntnis von Mayo genommen. So kann Mayo nichts weiter tun, als Aoba heimlich bei seinen Basketballspielen zu bewundern, bei denen er so leidenschaftlich und voller Energie auftritt.

Doch dass sie Aoba direkt am ersten Tag an ihrem neuen Arbeitsplatz wiedersehen würde, hätte sie sich nicht mal zu träumen gewagt. Seit heute arbeitet Mayo nach der Schule im „Zuhör-Haus“ ihrer Tante. Ihre Wortkargheit wird hier als Talent gesehen, denn ihre Aufgabe ist es, den Leuten zuzuhören, wie sie ihre Sorgen und Ängste mitteilen. Doch was könnte gerade der beliebte Aoba für ein Problem auf dem Herzen haben? Zum Glück trägt Mayo eine dicke Brille und ein biederes Kleid als Arbeitsuniform, sodass Aoba sie nicht erkennt. Als sie sich gegenübersitzen beichtet Aoba, dass er nichts mehr hasst, als Basketball. Für Mayo ist das ein Schlag ins Gesicht! Wie kann Aoba, der beim Basketball so talentiert ist und glücklich aussieht, diesen Sport hassen?

Doch mehr bekommt Mayo zunächst nicht aus ihm heraus. Natürlich lässt ihr dieses Geständnis keine Ruhe, sodass sie sich im Basketball-Club als Handlanger einschreibt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Doch dann macht Aoba beim nächsten Wiedersehen im Zuhör-Haus eine Ansage: Wenn es Mayo nicht schafft, bis zum nächsten Basketballturnier der Schule herauszufinden, was Aoba belastet, dann steigt er mit sofortiger Wirkung aus der Mannschaft aus. Das kann Mayo auf keinen Fall zulassen! Doch wird sie es bei dem Zeitdruck schaffen?

Eigene Meinung
„Tell me your Secrets“ ist nun die achte Serie von Ema Toyama, die in Deutschland erscheint. Und wieder einmal zeigt Ema Toyama eine ganz neue Seite.

Die Geschichte von „Tell me your Secrets“ spielt im normalen Schulalltag. Dennoch ist die Grundidee von einem „Zuhör-Haus“ ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Im Vergleich zu den bisherigen Werken von Ema Toyama, wirkt „Tell me your Secrets“ etwas stiefmütterlich behandelt. Die Charakterprofile von Mayo und Aoba wirken nicht so ausgereift und tiefgründig, wie es in anderen Werken bisher der Fall war. Auch das Aussehen der Protagonisten ist eher unspektakulär, ohne Wiedererkennungsmerkmale. Zudem zieht sich die Geschichte im ersten Band unnötig in die Länge, ohne dass etwas Relevantes passiert. Die Aktionen der Protagonisten sind vorhersehbar und teilweise abgedroschen. Bisher ist auch nicht ganz klar, in welche Richtung „Tell me your Secrets“ gehen wird. Liegt der Fokus auf der Romantik der beiden Hauptakteure oder soll „Tell me your Sercrets“ doch eher eine Komödie sein?

All das ist natürlich mehr als schade, vor allem, wenn man ein großer Ema Toyama Fan ist, wie ich es bin.

Trotz all der Kritik bleibt Grund zur Hoffnung. Mayo ist eine niedliche Hauptperson und die Neugierde wächst stetig, sodass man den wahren Grund erfahren möchte, wieso Aoba Basketball so verabscheut. Shojo-Fans hoffen natürlich auf eine knisternde Romanze zwischen den beiden. Und zu guter Letzt endet Band 1 mit einem Cliffhanger, sodass man auch wissen möchte, wie es weitergeht.

Ich gebe die Hoffnung also noch nicht auf und werde die nächsten Bände abwarten, bis ich mir ein abschließendes Urteil über „Tell me your Secrets“ erlaube.

© Izumi Mikage

Tell me your Secrets!: © 2016 Ema Toyama, Kodansha/EMA

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K – Countdown

Name: K – Countdown
Englischer Name:
Originaltitel: K – Countdown
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2015
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Original: GoRA – GoHands
Story: Rei Rairaku (GoRA)
Zeichnungen: Yui Kuroe
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach den Geschehnissen in „K – Missing Kings“ hat sich einiges bei den Clans geändert.

Anna ist nun der neue „Rote König“ und muss sich erst mal das Vertrauen und die Loyalität ihrer Leute sichern. Was allerdings nicht so leicht ist, wenn schon neue Gefahr droht und man sie aus ihrem Gebiet zu vertreiben versucht.

Derweil begeben sich der „Blaue König“, Fushimi und Awashima, auf Familienbesuch. Munaktas Bruder, der ebenfalls bei den Reparaturarbeiten am Mihashira-Tower mitarbeitet, hat sie dazu genötigt. Ein Interessanter Abend nimmt seinen Lauf, bevor die Pflicht wieder ruft.

Nebenbei suchen Kuro und Neko noch immer nach dem verschwundene, silbernen König Yashiro und geraten darüber in Streit, was zu einigen Verwicklungen führt. Derweil befindet sich Yashiro auf dem Luftschiff „Himmelsreich“. Er erholt sich dort von seinen Verletzungen und verabschiedet einen alten Freund, an den er sich mit einigem Wehmut erinnert.

Schnell holt sie alle allerdings die Realität ein. Was geschieht nun mit dem „Goldenen Clan“, nachdem dessen König tot ist? Was hat der „Grüne Clan“ nun vor? Und was für Auswirkungen wird der Riss im Damoklesschwert des „Blauen Königs“ noch haben?

Eigene Meinung
Fans der Manga-Reihe „K“ und dessen Animes, Novellen und Filme, sollten auf jeden Fall auch bei „K-Countdown“ zugreifen, um ihre Sammlung zu vergrößern.

Jene Leser die gerade mit dem Gedanken spielen sich der Reihe widmen zu wollen, sollten allerdings erst Mal mit „K – The First“ starten. Ansonsten kommt man nämlich nicht mehr mit, da in den weiteren Manga vorausgesetzt wird, das man die Charaktere kennt. „K – Countdown“ ist mit dem zweiten Band abgeschlossen und leitet so zum nächsten Teil der Geschichte über.

Es ist allerdings verwunderlich, dass EMA die chronologische Reihenfolge der „K“-Reihe ignoriert. Chronologisch hätte erst einmal „Missing Kings“ veröffentlicht werden sollen und dann „K – Countdown“, da dieser daran anschließt und sicher nicht jeder den Animefilm gesehen hat.

Gut war der Manga aber wie immer. Es war amüsant ein wenig hinter die Kulissen zu sehen. Gerade Munakatas Familie hatte schon was an sich, da sie eben einfach so normal sind. Was besonders seine Untergebenen irritiert und Fushimi in Verzweiflung fallen ließ, da ihm dieser Besuch so was von unangenehm war. Aber auch Anna macht ihre Sache gut, obwohl sie noch so jung ist und gewinnt recht schnell die Herzen ihrer Leute, auch wenn es niemals wieder so sein wird, wie es unter dem vorherigen König war. Am witzigsten war dann aber der Teil mit Kuro und Neko, die sich ein ganz schönes Katz und Mausspiel geliefert haben und Neko auch nicht vor nackten Tatsachen zurückschreckte, um Kuro zu entkommen. Aber am Ende rauft man sich doch zusammen und hofft das es einen wichtigen Grund hat warum Yashiro noch nicht zu ihnen zurück gekehrt ist.

Zeichnerisch ist der Manga gut, aber wie beim Vorgänger auch kommen mir die Charaktere einfach wieder zu kindlich rüber, aber das ist eben Geschmackssache.

Der Manga ist für Leser ab 12 Jahren geeignet. Zwar kommt bisher noch nicht viel Action vor, dies kann sich aber im Folgeband noch ändern!

Fans von „K“ sollten auf jeden Fall bei „K – Countdown“ zugreifen! Solche die es noch werden wollen, ebenso!

K – Countdown: © Rei Reiraku, Yui Kuroe, GoRA – GoHands, Kodansha/ EMA

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Teuflisches Verlangen

Name: Teuflisches Verlangen
Englischer Name:
Originaltitel: Koi wa hito no hoka
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2016
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Maki Minami
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Die fünfzehnjährige Sayo war schon immer etwas Besonderes. Sie ist nicht nur das Karate-Ass der Schule, das eine Trophäe nach der anderen gewinnt, sondern sie hat auch ein seltsames Symbol auf ihrem Handgelenk, von dem sie nicht mal weiß, woher sie es hat. Fest steht nur, dass es immer mal wieder wie Feuer brennt.

Als eines Tages plötzlich ein riesen Wolf erscheint, wird ihr offenbart, dass das Symbol ein Zeichen für einen bestehenden Vertrag mit einem Yokai, einem Dämon, ist.

Erst langsam kommt Sayo die Erinnerung, dass sie vor 10 Jahren einen kleinen Jungen getroffen hat. Er machte ihr Mut, alle Probleme selbst lösen zu können, wenn man nur stark genug sei. Er war der Ansporn für Sayo, mit Karate anzufangen. Beide versprachen einander, immer füreinander da zu sein.

Und nun möchte der Dämon Yo, der sein Erscheinungsbild auch in einen stattlichen Mann verändern kann, sein Versprechen einlösen. Für Ihn waren die Worte, die Sayo als fünfjährige zu ihm gesagt hatte, ein Versprechen auf ewige Liebe. Doch Dämonen drücken ihre Liebe etwas anders aus als wir Menschen. Sie verspeisen ihren Partner mit Haut und Haaren. Je größer die Liebe, desto größer ist die magische Kraft, die Yo dafür erhält.

Ein Glück für Sayo, dass auch sie durch den Pakt einen gewissen Einfluss auf Yo hat. Denn mit jeder Zurückweisung schwindet auch vorübergehende Yos Zauberkraft und er wird zu einem niedlichen Schoßhündchen.
Für Sayo steht fest, sie darf sich keinesfalls in Yo verlieben, sonst wird sie gefressen.

Eigene Meinung
„Prüfe wer sich ewig bindet“ sagt schon ein bekanntes Sprichwort. Das gilt auch, wenn man erst 5 Jahre alt ist. Die Protagonisten Sayo bereut ihre unbedachten Worte jedenfalls zutiefst.

Was zunächst wie eine romantische Geschichte über eine verbotene Liebe zwischen Dämon und Mensch aussieht, entpuppt sich schnell als etwas unkomplizierter. Denn „Teuflisches Verlangen“ ist eher eine Komödie, als ein Drama.
Dass der Dämon Yo seine große Liebe Sayo lieber verspeisen möchte, als in trauter Zweisamkeit mit ihr zu leben, ist für den Leser gleichermaßen überraschend, wie auch verstörend. Und ganz logisch erscheint diese Tatsache leider auch nicht. Für so manchen Leser dürfte diese Wendung eher ein notgedrungener Versuch sein, sich von den üblichen Shojo-Manga abzuheben.

Darüber hinaus bleibt Band 1 der Serie noch recht offen. Viele Story-Elemente werden nur angerissen, ohne in die Tiefe zu gehen. So wird beispielsweise Sayos kranker, kleiner Bruder nur kurz mal gezeigt, ohne auf ihre Beziehung oder die Umstände seiner Krankheit einzugehen. Für mich ist das daher eher unbefriedigend.

Zeichnerisch ist „Teuflisches Verlangen“ eine klassische Shojo-Serie. Große Augen, hübsche Protagonisten und viele niedliche Elemente. Vor allem die Chibi-Zeichnungen vom Wolfswelpen Yo sind humorvoll und süß zugleich.

Leider ist das Konstrukt von „Teuflisches Verlangen“ für mein Empfinden zu simpel und nicht alle Elemente passen zusammen. Dabei ist die Grundidee gar nicht mal schlecht.
Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden Folgebände noch das Ruder rumreißen können.

© Izumi Mikage

Teuflisches Verlangen: © 2016 Maki Minami, Hakusensha/ KAZÈ

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Honey come Honey

Name: Honey come Honey
Englischer Name:
Originaltitel: Honikamu Honey
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die hübsche und zierliche Mitsu liebt die niedlichen und verspielten Accessoires des Designers „Honey X Baddy“. Ihr Heiligtum ist ihre „Honey X Baddy“-Haarklammer, die sie jeden Tag trägt.

Umso überraschter ist sie, als sie herausfindet, dass der gefürchtete Kumagaya, der mit ihr in eine Klasse geht, der Hersteller und Designer von „Honey X Baddy“ ist! Kumagaya ist als Schulschläger bekannt und wird von allen nur der „grausame Grizzy“ genannt.

Wie Mitsu aber feststellen muss, ist Kumagaya gar nicht aggressiv. Lediglich sein Aussehen, bei dem selbst Kinder anfangen zu weinen, verschafft ihn diesen zweifelhaften Ruf. Daher erstellt er seine Broschen und Anhänger auch unter einem Synonym.

Doch auch Kumagaya muss feststellen, dass nicht nur sein Erscheinungsbild täuscht. Auch die kleine Mitsu ist nicht so schwach, wie sie aussieht. Sie ist ein Kampfsport-Profi und weiß sich gegen aufdringliche Verehrer zu verteidigen.

Und da sich Gegensätze vermeintlich anziehen, finden Kumagaya und Mitsu schnell Gefallen aneinander. Sie will Kumagaya, der im Umgang mit Personen durch seine Einsamkeit mittlerweile etwas ungeschickt geworden ist, helfen, Anklang zu finden.

Doch als der Prinz der Schule, Nakaoji, auftaucht und behauptet, die Puppen fürs Schulfest wären von ihm anstatt von Kumagaya, sind alle Pläne von Mitsu mit einem Schlag zunichte gemacht. Und zu allem Überfluss scheint Nakaoji auch noch Gefallen an Mitsu gefunden zu haben.

Eigene Meinung
„Honey come Honey“ ist ein zuckersüßer und toller Manga. Die Geschichte um den grummligen Kumagaya ist herzallerliebst. Gerade die Unbeholfenheit, wie Kumagaya mit anderen Personen umgeht, ist so entzückend. Dabei meint er es immer nur gut und agiert wie ein Gentleman, stände ihm nicht sein bösartig wirkendes Aussehen im Weg.

Ein wenig erinnert die Handlung von „Honey come Honey“ an die Manga-Serie „Otomen“, denn auch „Honey come Honey“ spielt mit Klischees und vertauscht bewusst die typischen Geschlechterrollen.

Mit Auftritt des Prinzen Nakaoji ist Mangaka Yuki Shiraishi ein schlauer Schachzug gelungen, da er die Geschichte als ebenbürtiger Kontrahent noch mal deutlich ankurbelt.

Die Zeichnungen von Yuki Shiraishi sind sehr ansprechend. Natürlich werden typische Shojo-Elemente aufgegriffen. Insbesondere die Accessoires wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und sind unglaublich niedlich. Da wünscht man sich glatt eine Haarklammer von „Honey X Baddy“ als kleines Extra zum nächsten Band.

Rundum hat man bei „Honey come Honey“ eine Menge Spaß beim Lesen und erwartet voller Vorfreude das nächste Band der Serie.

© Izumi Mikage

Honey come Honey: © 2017 Yuki Shiraishi, Shugakukan/ Tokyopop

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