Signal

Name: Signal
Englischer Name:
Originaltitel: Signal
Herausgebracht: Japan: Houbunsha 2007
Deutschland: Carlsen 2011
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

SignalStory:
Einmal im Monat steht Ashihara, Besitzer einer kleinen Bar selbst hinter der Theke und bedient seine Gäste. Ein Tag, den sich Murakami nicht entgehen lässt, ist es doch in Ashihara verliebt, seitdem er diesen das erste Mal gesehen hat. Zudem gibt es ein besonderes Signal, von dem Murakami erst nach einigen Monaten erfahren hat. Wer den letzten Drink auf der Karte bestellt, darf die Nacht mit Ashihara verbringen, egal ob es sich hierbei um einen Mann oder eine Frau handelt. Murakami nimmt dieses Angebot mehr als einmal in Anspruch, jedoch will er schon bald mehr. Allein die Vorstellung, dass auch sein Arbeitskollege Tamachi, der Murakami und Ashihara miteinander bekannt gemacht hat, ebenfalls diese Intimitäten Ashiharas genießen könnte, treiben Murakami schier in den Wahnsinn. Als er Ashihara endlich seine Liebe gesteht und der junge Mann in eine Beziehung einwilligt, ist Murakami überglücklich. Doch schon bald macht ihm seine Eifersucht einen Strich durch die Rechnung. Ein alter Kindheitsfreund rückt Ashihara immer wieder auf die Pelle, und was für eine Beziehung besteht zwischen Ashihara und Tamachi. Zudem scheint Ashihara sich vor Murakami zurückzuziehen und hat urplötzlich Geheimnisse vor ihm. Als selbst Murakamis Versuche mit seinem Freund zu reden von Ashihara geblockt werden, geht Murakami vom Schlimmsten aus…

In der Kurzgeschichte „Stärker als Worte“ wird die abstruse Beziehung zwischen den beiden Schülern Mikami und Shibuya erzählt. Die beiden sind Kontrahenten, wenn es um die Spitzenposition des Top-Schülers geht und während Mikami hart für seine guten Noten büffeln muss, fällt Shibuya das meiste ohne viel zutun zu. Obgleich die beiden schon ein Paar sind, will Shibuya seinen Freund stärker an sich binden, scheitert jedoch daran, dass Mikami sich mehr aufs Lernen konzentrieren will…

Eigene Meinung:
Signal“ ist der zweite Manga von Shoko Hidaka und erschien 2007. Er enthält zwei Kurzgeschichten, wobei „Signal“ um ein vielfaches länger als der Manga „Stärker als Worte“ ist. Die Handlung, ebenso die Charaktere sind erwachsen und sehr realistisch gehalten. Es gibt keine solch kitschig- romantische verbrämten „Handlungselemente, so dass sich dem Leser eine durchaus erwachsene Geschichte präsentiert. Auch die Charaktere sind keine kleinen Jungs mehr, sondern Männer die mit beiden Beinen im Leben stehen. Insbesondere Ashihara und Murakami haben trotz ihrer Ecke und Kanten eine Persönlichkeit, die man sehr gut nachvollziehen kann. Wie der Plot schon vermuten lässt, gibt es daher einige erotische Szenen in „Signal“. Dennoch schwächelt es ein wenig am Inhalt, da es nichts Neues zu entdecken gibt. Man weiß schon im Vorfeld, wie sich die Beziehung zwischen Ashihara und Murakami entwickelt, gleich wenn es Shoko Hidaka gelingt hin und wieder einen interessanten Twist in der Handlung einzubauen. Gerade die Kurzgeschichte „Stärker als Worte“ wirkt sehr blass und einfallslos, da es nicht einmal ein richtiges Ende gibt.

Die Zeichnungen passen gut zur Geschichte. Sie sind einfach, wirken manchmal fast skizzenhaft und der Einsatz mit Rasterfolie wirkt an einigen Stellen noch ein wenig unsicher. Hintergründe sind seltener vorhanden und teilweise wirkt die Panelaufteilung ein wenig seltsam, da oftmals sehr viele Panele auf einer Seite vorhanden sind. Dennoch weiß der Stil zu gefallen, gerade weil er sehr schlicht und realistisch gehalten ist. Wirkliche Bishonen gibt es hier zwar nicht, dafür aber durchweg normale Charaktere, die so auch in der normalen Welt herumlaufen könnten.

Insgesamt ist „Signal“ nur den Fans zu empfehlen, die entweder die Künstlerin mögen, oder wirklich alle deutschen Boys Love Mangas besitzen wollen. Die größte Schwäche ist die fade Handlung, während die realistischen Charaktere und die einfachen Zeichnungen ein großer Pluspunkt sind. Im Zweifelsfall sollte man im Vorfeld einen Blick riskieren…

© Koriko

Signal: © 2007 Shoko Hidaka, Houbunsha Co.,Ltd. / Carlsen

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Restart

Name: Restart
Englischer Name:
Originaltitel: RESTART
Herausgebracht: Japan: Libre 2006
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

RestartStory:
Seitdem das Model Tadashi nach einer feuchtfröhlichen Nacht mit dem Shootingstar der Agentur Aki geschlafen hat, hat sich die Beziehung der beiden massiv verschlechtert. Tadashi, der sich nur teilweise an das kurze Intermezzo erinnern kann, fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Nicht nur hat er Aki überhaupt zum Modeln gebracht, sie waren bisher doch recht freundschaftlich zueinander. Zu allem Überfluss sieht es für Tadashi mau aus – die meisten Firmen verlangen nach dem Star Aki, insbesondere die für die Tadashi selbst gearbeitet hat. Als die Jahresabschlussparty der Agentur ansteht bittet Noguchi, die Managerin der beiden unbedingt an dem Fest teilzunehmen. Tadashi weigert sich mit Händen und Füßen, so dass schließlich Aki zur Agentur aufbricht um seinen Kollegen zu holen.

Dort kommt es zur ersten richtigen Aussprache zwischen Aki und Tadashi und letzterer erkennt, dass Aki wesentlich mehr für ihn übrig hat als er dachte. Insbesondere als sich herausstellt, dass das Topmodel schon seit einer Weile in seinen Teamkollegen verliebt war. Die beiden werden ein Paar, doch damit beginnen die Probleme erst. Während Aki immer gefragter wird, sich vor Angeboten kaum retten kann und sogar den internationalen Laufsteg erobert, sackt Tadashi immer weiter ab. Eine Absage jagt die nächste und schon bald hat er kaum noch Elan, um zu Vorsprechen zu gehen. Die Unzufriedenheit und Depression Tadashis stellt die Beziehung der beiden auf eine harte Probe…

Der Manga enthält noch zwei Kurzgeschichten. In „Für dich“ wird die Geschichte des jungen Models Shunsuke erzählt, der schon im Kleinkinderalter gemodelt und posiert hat. Damals waren es zumeist fröhliche Kinderfotos, die ihn populär gemacht haben, doch seitdem aus dem Kind ein junger Mann geworden ist, nimmt das Interesse beständig ab. Bis der Fotograf Kishida in Shunsukes Leben tritt. Entgegen der bisherigen Fotografen hat der Mann kein Interesse an den gestellten Gesichtern Shunsukes, sondern möchte ernste und natürliche Aufnahmen erstellen. Um Shunsuke dazu zu bewegen, erzählt er ihm während eines Shootings, dass er ihn liebt und stürzt das junge Model in ein Chaos der Gefühle…

In der zweite Geschichte „Es soll sich fügen“ kehrt der junge Tatsumi nach Jahren wieder in seine Heimatstadt zurück. Seine große Jugendliebe Shinozaki starb damals in den Fluten des Meeres und seitdem hat sich Tatsumi nicht wieder zurückgewagt. Doch kurz nach seiner Rückkehr begegnet ihm im Bus ein junger Mann, der seiner Liebe wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Überrascht folgt er ihm, erfährt jedoch, dass es sich bei dem Fremden um Ryo, den jüngeren Bruder Shinozakis handelt. Tatsumi beginnt Ryo während der Ferien immer wieder in einer baufälligen Hütte zu besuchen und allmählich kommen sich die beiden näher…

Eigene Meinung:
„Restart“ ist ein netter Manga, der weitestgehend den üblichen Standards folgt. Die Geschichten sind nett zu lesen, jedoch nichts besonderes, da auch die Charaktere lediglich dem üblichen Muster folgen. Der einzige Vorteil ist, dass sie recht erwachsen erscheinen und die Zeichnerin auf humoristische Einlagen verzichtet, was dem Manga einen ernsten und realistischen Unterton gibt. Dennoch hätte man mehr draus machen können, insbesondere da der Höhepunkt der Handlung zumeist auch mit dem der Charaktere gleichzusetzen ist.

Die Zeichnungen sind interessant und individuell. Teilweise wirken die Seiten sogar ein wenig skizzenhaft, was durchaus reizvoll ist, jedoch manchmal ein wenig simpel und flüchtig wirkt. Dennoch hat der Stil durchaus seinen Reiz. Da sich die Handlung um Models dreht gibt es genug Möglichkeiten die Protagonisten in aufwendigeren Klamotten und mit viel Stil in Szene zu setzen.

Insgesamt ist „Restart“ ein typischer Vertreter des Boys Love Genres. Er bietet nicht viel Neues, weiß jedoch zu unterhalten. Wer Shoko Hidaka mag, sollte einen Blick hineinwerfen, alle anderen sollten sich überlegen, ob sie wirklich einen BL-Manga brauchen, der von der Story her schon zu oft in Deutschland erschienen ist.

© Koriko

Restart: © 2006 Shoko Hidaka, Libre Publishing Co.,Ltd. / Carlsen

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Not Enough Time

Name: Not Enough Time
Englischer Name: Not Enough Time
Originaltitel: Tarinai Jikan
Herausgebracht: Japan: Houbunsha 2005
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

Not Enough TimeStory 1 (Anzeichen von Gefühlen)
Mikami ist der beste Schüler der Schule. Er ist ein ernsthafter und intelligenter Junge. Alles schien perfekt für ihn zu sein, bis Shibuya in sein leben trat. Auch er ist ein sehr intelligenter Junge und läuft Mikami sogar manchmal den besten Rang bei den Klausuren ab. Shibuya schien ein besonderes Interesse an Mikami zu haben, welcher sich von dessen Schmeicheleien hinreißen ließ. Shibuyas Stimme und auch sein Gesichtsausdruck, haben Mikami einfach mitgerissen. Seitdem kann Mikami einfach nicht mehr klar denken. Des Öfteren treffen sich die beiden irgendwo in der Schule. Sie suchen sich Räume die kaum noch genutzt werden, um dort ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Doch heute scheint der gewählte Raum nicht ganz ungenutzt zu sein. Denn ein Lehrer namens Tanigawa erwischt sie in flagranti. Etwas überrascht fragt er die beiden, ob er stört. Shibuya bestätigt dies, bietet ihm aber auch an mitzumachen. Schließlich ist er ja mit Mikami nicht fest zusammen und Tanigawa gefällt ihm auch. Wütend läuft Mikami davon. Der Typ spinnt doch!

Später überrascht Shibuya Mikami in der Schulbibliothek. Shibuya stellt fest, dass er in einer Klausur besser ist als Mikami. Dafür ist Mikami aber besser in Mathe. Mikami ist etwas irritiert, weil sie sich noch nie so normal unterhalten haben. Dann verkündet Shibuya, dass er die Bibliothek abgesperrt hat und sie ganz alleine sind. Anschließend erliegen sie wieder ihren Gefühlen.

Seitdem Mikami Shibuya begegnet ist, kann er sich einfach nicht mehr konzentrieren. Er kommt einfach nicht mehr von ihm los. Einerseits kann Shibuya total nett sein und im nächsten Moment ist er wieder gemein. Vielleicht muss Mikami auch einfach nur immer an ihn denken, weil er ihn eigentlich gar nicht kennt.

Was ist das zwischen den beiden nur? Empfindet Shibuya tatsächlich etwas für Mikami?

Story 2 (Not enough time)
Tanigawa ist ein junger zuverlässiger und guter Lehrer an der High School. Eigentlich ist er immer pünktlich, doch nicht heute. Denn ein alter Schulkollege namens Yosuke übernachten seit einiger Zeit immer öfter bei ihm. Am Vorabend ist Yosuke erst gegen 2 Uhr morgens bei Tanigawa aufgetaucht. Dann hat Tanigawa ihm noch ein Bad eingelassen und ihm was zu Essen gemacht. Gegen 4 Uhr morgens sind die beiden dann eingeschlafen. Entsprechend hat Tanigawa dann am nächsten Tag verschlafen und kam zu spät zum Unterricht.

In der High School waren Tanigawa und Yosuke eine Zeit lang zusammen. Doch nach dem Schulabschluss haben sie sich dann aus den Augen verloren. Eines Tages stand Yosuke dann plötzlich mitten in der Nacht vor Tanigawas Tür und verkündete bei ihm zu übernachten. Tanigawa fühlte sich leicht überfallen, ließ Yosuke aber trotzdem herein. Seitdem taucht Yosuke immer wieder auf, übernachtet ein paar Tage bei Tanigawa, verschwindet dann einfach wieder und steht dann plötzlich wieder vor der Tür. Inzwischen ist es Gang und Gebe. Inzwischen hält Yosuke sich wie ganz selbstverständlich bei Tanigawa auf. So als hätten sie sich nie aus den Augen verloren.

Doch was steckt dahinter? Warum taucht Yousuke nach so vielen Jahren wieder bei Tanigawa auf?

Story 3 (Kompliziert und einfach)
Kadowaki arbeitet als einziger Mann in einer Abteilung. Ansonsten arbeiten dort nur Frauen. Doch jetzt bekommen die Mitarbeiter die Information einen neuen Chef zu bekommen. Er soll seinen Job sehr gut machen, sehr jung und gut aussehend sein. Zudem wurde er von der obersten Produktionsabteilung in Kadowakis Abteilung versetzt. Das ist allerdings merkwürdig, denn normalerweise bekommt diese Abteilung nur alte Chefs. Alle sind schon sehr gespannt.

Am nächsten Tag stellt der neuen Chef namens Nishino sich vor. Er geht als erstes auf Kadowaki zu, weil er der einzige männliche Angestellte ist. Er reicht ihm die Hand, doch als die beiden sich in die Augen schauen, erstarren beide gleichermaßen. Nishino wendet sich sofort wieder von ihm ab und wendet sich der nächsten Angestellten zur Begrüßung zu.

Vor etwa einer Woche sind die beiden sich schon einmal begegnet. Kadowaki war mit seinen Freunden im Gay Viertel der Stadt unterwegs und hat sich etwas früher abgeseilt. Er hat sich alleine auf den Heimweg gemacht und wurde dort von einem anderen Mann belästigt, so dass er es sogar mit der Angst zu tun bekam. Plötzlich stand ein gut aussehender Mann vor ihm und gab sich als seine Begleitung aus. So hat er ihn gerettet. Anschließend hat er Kadowaki nieder gebrüllt. Er solle nie wieder her kommen ohne zu wissen was er tut. Dieser Mann, Kadowakis Retter, war Nishino.

Doch diese Begegnung ist nun kein Vorteil für Kadowaki, denn Nishino lässt ihn Überstunden ohne Ende machen. Das geht schon so weit, dass Kadowaki jeden Abend die letzte U-Bahn verpasst. Es ärgert ihn, wobei er zugeben muss, dass Nishino seinen Job wirklich verdammt gut macht.

Doch warum macht er das? Hasst er Kadowaki so sehr? Und und warum wurde er aus der Produktionsabteilung versetzt?

Story 4 (Rechts oder links?)
Eiji führt in einem kleinen Dorf, das Cafe seiner verstorbenen Eltern weiter. Zudem beliefert er die anderen Cafes und Pensionen in diesem Ort mit Kaffeebohnen. Eiji telefoniert gerade und nimmt eine Bestellung auf. Die Anruferin ist eine alte Mitschülerin von ihm, sie teilt ihm mit das Keigo wieder da ist. In diesem Moment steht Keigo auch schon in der Tür des Cafes. Eiji beendet das Telefonat. Keigo schaut sich um und stellt fest, dass das Cafe immer noch genauso verlottert und heruntergekommen aussieht wie früher. Anschließend sperrt Keigo die Tür des Cafes ab und fällt über Eiji her. Eiji wehrt sich nicht, denn es ist ja nicht so das er es nicht wollen würde.

Keigo ist ebenfalls ein früherer Mitschüler und besucht jetzt die Kunstakademie in Tokyo. Hin und wieder besucht er Eiji unvorbereitet.

Früher hat Eiji auch leidenschaftlich gemalt und wollte ebenfalls eine Kunstakademie besuchen. In der Mittelschule hatte er ein Vorbild. Eine etwas ältere Schülerin, nur wegen ihr hat er mit dem Malen angefangen. Diese Schülerin ist die ältere Schwester von Keigo und heißt Sawa. Weil Eiji schon damals ein großes Talent hatte, sollte er Keigo Nachhilfe im Malen geben. Weil Sawa Eijis Vorbild war, tat er ihr den Gefallen, obwohl er da gar keine Lust zu hatte. Doch dann wurde er überrascht. Er zeigte Keigo wie er den Pinsel richtig führen muss und ließ ihn das Bild dann alleine vollenden. Dieses Bild übertraf all seine Erwartungen. Eiji stellte fest, dass Keigo obwohl er jünger war schon ein viel größeres Talent hatte als er selbst und das seine eigenen Zeichnungen noch lange nicht so ausgereift waren wie Keigos. Danach beschloss er das Malen aufzugeben und statt der Kunstakademie eine normale Uni zu besuchen.

Eiji ist auf dem Weg zu Sawas Pension, um dort die bestellte Ware abzuliefern. Er wird auch gleich von ihr in Empfang genommen. Sie trinken gemeinsam einen Tee und reden über frühere Zeiten . Sie fragt Eiji, ob er noch malen würde doch er verneint dies. Sawa teilt ihm mit, dass dies sehr schade ist, denn er war ein großes Talent und nur ihm haben sie es zu verdanken, dass Keigo auf die Kunstakademie geht. Eiji erzählt ihr, dass sie damals sein Vorbild war und er nur ihretwegen mit dem Malen angefangen hat. Sawa schaut ihn erstaunt an, muss sich dann aber wieder um ihre Gäste kümmern.

Plötzlich steht Keigo hinter Eiji und fragt was er und seine Schwester zu bereden hatte. Eiji meint nur, dass es nichts wichtiges war. Keigos Gesichtsausdruck wirkt verletzt und traurig, als er zu Eiji sagt, dass dieser seine Schwester schon immer mochte. Anschließend wendet Keigo sich von Eiji ab und geht. Auch Eiji macht sich nun auf den Weg zu seinem Cafe und denkt über Keigis Reaktion nach. Er versteht sie einfach nicht.

Fühlt sich Eiji mehr zu Sawa oder doch eher zu Keigo hingezogen? Und was empfindet eigentlich Keigo für Eiji? Ist es alles nur ein Spiel oder steckt da mehr dahinter?

Story 5 (Fernbeziehung)
Toru ist Staatsanwalt und mit dem Polizisten Seo zusammen. Sie sind bereits seit drei Jahren ein Paar und trotzdem sehen sie sich immer nur zweimal im Monat. Die Priorität beider ist ihre Arbeit. Die beiden haben sich sogar bei der Arbeit kennen gelernt. Toru hat damals den Anfang gemacht, doch hätte er damals schon gewusst das eine so ernste Sache daraus wird, hätte er es wohl lieber gelassen. Denn er würde Seo gerne viel öfter sehen, seine Stimme hören oder ihn berühren. Aber weil sie beide eine sehr hohe berufliche Stellung haben, müssen sie aufpassen das ihre Beziehung nicht publik wird. Denn das könnte ihnen beruflich schaden.

Toru arbeitet sehr viel und sehr lange. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, um nicht in Sehnsucht nach Seo zu versinken. Allerdings geht ihm sein Chef tierisch auf die Nerven. Ständig versucht er Toru irgendwelche Frauen unter zujubeln. Er versucht ihn regelrecht zum Heiraten zu zwingen. Wieder ist Toru zum Chef beordert worden und wieder legt dieser ihm mehrere Fotos von Frauen vor. Toru versucht wie jedes Mal seinen Chef davon zu überzeugen, dass er noch nicht bereit für die Ehe ist. Doch der Chef gibt nicht so schnell auf. Jetzt fährt er ganz schwere Geschütze auf und droht sogar mit Versetzung. In Torus Stellung ist zwar eine Versetzung nichts ungewöhnliches und bedeutet sogar so etwas wie eine Beförderung, aber er will nicht weg. Er befürchtet Seo dann noch weniger sehen zu können.

Wird Toru wirklich versetzt? Und was wird dann aus der Beziehung zwischen Toru und Seo? Werden sie einer Fernbeziehung stand halten?

Eigene Meinung
In diesem Manga findet man fünf leidenschaftliche Kurzgeschichten. Die Zeichnungen sind sehr schön und die Charaktere in den einzelnen Stories sind sehr emotional und sensibel. Es gibt sehr viele erotische, stürmische Szenen. Diese Erotik würde ich aber eher in Richtung Abenteuer zuordnen, denn von Romantik findet man hier nicht sehr viel. Für Boys Love Fans ist dieser Band aber genau das Richtige.

© AyaSan

Tarinai Jikan: © 2005 Shoko Hidaka, Houbunsha/Carlsen

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Hidden Flower

Name: Hidden Flower
Englischer Name:
Originaltitel: Hana wa Saku ka
Herausgebracht: Japan: Gentosha Comics 2009
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Hidden Flower Band 1Story:
Für den Marketingexperten Kazuaki Sakurai zählt nichts mehr als der Job. Egal wie viel Stress ein neues Projekt mit sich bringt, oder wie lange er im Büro arbeiten muss – seine Arbeit geht über alles. Das bringt ihm den Respekt seiner Kollegen ein und macht ihn zu einem Ass in seinem Bereich. Allerdings hat Kazuaki kaum Freizeit und noch weniger Erholung, obwohl er sich erst vor kurzem ein Haus mit Garten gekauft hat, um abschalten zu können.

Als er eines Tages am Bahnhof mit dem introvertierten, brüsken Youichi zusammen stößt und dabei komplett durchnässt wird, nimmt ihn der junge Kunststudent mit nach Hause. Das alte, traditionelle Gasthaus, das Youichi geerbt hat, fasziniert und beeindruckt Kazuaki so sehr, dass er auch später Youichi immer wieder besucht und schließlich die Bewohner des Anwesens näher kennenlernt. Und obwohl sich Youichi zumeist sehr ablehnend und unfreundlich verhält, versucht Kazuaki immer wieder mit dem jungen Besitzer Freundschaft zu schließen. Doch erst als das Anwesen für eine Marketingkampagne ausgewählt wird und sich Kazuakis Auftragsgeber als Youichis Verwandter entpuppt, erfährt er mehr über die Hintergründe. Zudem erkennt er langsam, dass er tiefere Gefühle für den unnahbaren Kunststudenten entwickelt und bekommt plötzlich Konkurrenz in Form eines offenherzigen Kommilitonen Youichis …

Eigene Meinung:
Mit „Hidden Flower“ legt Carlsen einen weiteren Manga der beliebten Zeichnerin Shoko Hidaka vor, die für ihre ernsten und ruhigen Alltagsthemen bekannt ist. So ist es kaum verwunderlich, dass die Mangaka die Geschichte ihrer Charaktere mit sehr viel Ruhe und Einfühlungsvermögen erzählt. Sowohl die Handlung, als auch die Beziehung der Charaktere untereinander entwickeln sich nur langsam. Sie überstürzt nichts und leiert die Geschichte nicht hektisch herunter, wie es bei vielen Boys Love Mangas oft der Fall ist. Möglicherweise liegt das daran, dass es sich bei „Hidden Flower“ um keinen Einzelband handelt, so dass den Figuren und der Geschichte mehr Raum bleibt, um sich zu entfalten. Auf diesem Weg kann man sich gut in die Charaktere hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle besser nachvollziehen. Sie werden realistischer und greifbarer, als lägen Kazuaki und Youichi reale Vorbilder zugrunde.

Hidden Flower Band 2Dennoch sollte man sich darauf einstellen, dass die Handlung oftmals vor sich hinplätschert und ein wenig in die Länge gezogen wirkt. Wer auf erotische Szenen hofft, wird leider enttäuscht – zumindest im ersten Band geht es nicht über Andeutungen und leise Untertöne hinaus.

Die Zeichnungen sind sehr schön, schlicht und passen gut zum ruhigen und ernst Grundthema. Die Künstlerin verzichtet auf übermäßige Action, dynamische Bilder und SD-Einlagen und konzentriert sich gänzlich auf die Mimik und Gestik ihrer Charaktere. Shoko Hidaka kann man in gewisser Weise als Charakterzeichnerin titulieren, da sich ihre Werke fast ausschließlich um die Figuren und deren Gefühlswelt drehen. Dementsprechend sicher ist ihr Stil, so dass sie auch ältere Menschen und Frauen überzeugend und passend darstellen kann. Auch die Hintergründe überzeugen und fügen sich gut in das Gesamtbild ein.

Alles in allem ist „Hidden Flower“ ein Muss für Fans der Künstlerin und diejenigen, die ruhige, realistische und ernste Mangas bevorzugen. Auch dieses Mal wird Shoko Hidaka ihrem Namen gerecht und wartet mit einem stillen Werk und sympathischen Figuren, denen genug Raum gegeben wird, um sich zu entwickeln. Wer auf lustige Anekdoten und erotische Szenen hofft, ist hier definitiv falsch und sollte sich lieber nach anderen Titeln umsehen. Allen anderen sei „Hidden Flower“ wärmstens ans Herz gelegt.

© Koriko

Hidden Flower: © 2009 Shoko Hidaka, Gentosha Comics Inc. / Carlsen

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Geliebter Freund

Name: Geliebter Freund
Englischer Name:
Originaltitel: Shiranai Kao
Herausgebracht: Japan: Libre 2008
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

Geliebter FreundStory:
Makoto Tanabe und Hiromichi Haruyama sind als Kinder die besten Freunde gewesen. Sie haben nahezu alles gemeinsam gemacht und auf diesem Weg Tischtennis für sich entdeckt. Doch irgendwann ging die Freundschaft in die Brüche, da besonders Hiromichi von Eifersucht geprägt war und es nicht aushielt, wenn Makoto sich durch viel Fleiß und Talent an die Spitze des Clubs kämpfte.

Jahre lang haben sie sich ignoriert und sind getrennter Wege gegangen, obwohl sie auf dieselbe Highschool gehen. Makoto hat sich im Tischtennis fast zum Profi gemausert und Hiromichi ist dem Volleyball Club der Highschool beigetreten. Nach einem Training treffen die beiden wieder aufeinander und Hiromichi muss sich eingestehen, dass sich Makoto verändert hat. In dem folgenden Streit, bekommt Hiromichi mit, dass Makoto körperlich erregt ist und nutzt die Gunst der Stunde. Beide kommen sich näher, doch Hiromichi kann seine Minderwertigkeitskomplexe nicht komplett unterdrücken. Zwar beginnen sie eine lose Beziehung miteinander und öfters treffen sie sich zu kleineren Intermezzos, doch nach der Highschool gehen sie getrennter Wege.

Erst Jahre später treffen sie sich wieder- Makoto ist professioneller Tischtennisspieler geworden und Hiromichi Mitarbeiter einer Firma, die sich auf die Werbung von Sportlern spezialisiert hat. Ausgerechnet Hiromichi soll Makoto betreuen und unterstützen. Dass Eifersucht, Komplexe und die alten Gefühle wieder aufkochen, sorgt nicht nur für Spannungen sondern gipfelt in einem klärenden Gespräch der beiden…

In der Kurzgeschichte „Meine erste Liebe“ trifft der junge Mann Nao Fujiwara seine erste große Liebe wieder – Karahashi, der ihn in seiner Schulzeit immer beschützt hat. Dass Karahashi damals nicht unbedingt ein Adonis war, hat Nao niemals gestört. Er mochte schon immer wirklich männliche Männer mit herben Gesichtszügen und ist umso verwirrter, dass sich Karahashi unterdessen zu einem sehr schönen Mann gemausert hat. Seine erste Liebe liegt daher in Trümmern, ist der neue Karahashi doch so überhaupt nicht sein Typ. Doch schon bald muss er feststellen, dass sich seine erste Liebe zumindest charakterlich überhaupt nicht verändert hat und er beginnt den neuen Karahashi lieb zu gewinnen …

Die letzte Shortstory „Schicksalhafte Begegnungen“ handelt von Sugita, der bereits seit Wochen von Zahnschmerzen geplagt wird und sich irgendwann doch entschließt zum Zahnarzt zu gehen. Da es spät abends ist, findet er nur noch eine Praxis in der Nähe seiner Wohnung und trifft dort auf den Zahnarzt Hoshino, der sich seiner annimmt. Gänzlich ohne Schmerzmittel lässt er die Behandlung über sich ergehen, hat Sugita doch eine extrem hohe Schmerzgrenze. Auch Hoshino bekommt dies mit und beginnt ein perfides Spiel zu spielen, um zu testen wie weit er bei Sugita gehen kann…

Eigene Meinung:
„Geliebter Freund“ ist nach dem Einzelband „After a Storm“ der zweite Band der Künstlerin Shoko Hidaka. Wie schon bei ihrem Debüt handelt es sich um einen erwachseneren Manga, in dem keine typischen Boys Love Stories zu finden sind. So ist sind die drei Geschichten um Makoto und Hiromichi durch die Gratwanderung aus Neid und Leidenschaft interessant aufgebaut und bieten einen für dieses Genre fast gänzlich unbekannte Blickwinkel auf eine Beziehung fernab der üblichen romantischen Klischees. Ebenso weiß die Kurzgeschichte „Meine erste Liebe“ durch die ungewöhnliche Idee eines „hässlichen“ Protagonisten zu punkten und erzählt eine ganz andere Liebesgeschichte. Zusammen mit der letzten Story bietet sich dem Leser eine ungewöhnliche und dadurch erfrischend neue Lektüre. Auch die Charaktere entsprechen nicht wirklich den bekannten Schemen und somit sorgt Shoko Hidaka für ein wenig Abwechslung auf dem deutschen Boys Love Markt.

Ihre Zeichnungen sind realistisch und in sich sehr stimmungsvoll. Sie passen zu den Geschichten und den Themen, die in dem Manga behandelt werden. Gerade, da sie sich nicht davor scheut auch mal die untypischen normalen Männer zu zeichnen und sich nicht wirklich auf hübsche Bishonen festlegt, kommt dem Leser die Handlung greifbarer und realistischer vor.

Insgesamt ist „Geliebter Freund“ ein sehr schöner Manga, der jedem ans Herz gelegt ist, der genug von den gängigen, langweiligen Boys Love Stories hat. Wer realistische und ruhige Mangas mag, sollte sich „Geliebter Freund“ zulegen. Es lohnt sich.

© Koriko

Geliebter Freund: © 2008 Shoko Hidaka, Libre Publishing Co.,Ltd. / Carlsen

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Ein melancholischer Morgen

Name: Ein melancholischer Morgen
Englischer Name: Blue Morning
Originaltitel: Yuuutsu na Asa
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2009
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Ein melancholischer Morgen Band 1Story:
Der zehnjährige Akihito ist nach dem Tod seines Vaters der einzige legitime Nachfolger des Vicomte Kuze. Um seinen Platz in der Welt des Adels einzunehmen und den Titel Vicomte zu übernehmen, kehrt der Junge in den Stammsitz seiner Familie zurück, wo er den Haushofmeister und Butler Tomoyuki Katsuragi kennenlernt, der fortan für seine Ausbildung zuständig ist. Dieser ist streng, unerbittlich und lässt sich selten in die Karten sehen. Sein einziges Ziel ist es, Akihito auf seine Rolle vorzubereiten und ihn in die höchsten Adelskreise zu bringen. Dafür ist Katsuragi jedes Mittel recht, so dass er weder Mann noch Frau abweist, solange es dem Aufstieg des jungen Vicomte zugute kommt.

Akihitos Leben besteht fortan aus Lernen und Studieren. Als er älter wird und mitbekommt, mit wieviel eiskalter Berechnung sein Butler vorgeht, um ihn bis an den kaiserlichen Hof zu bringen, ist er entsetzt und beginnt Nachforschungen anzustellen, warum Katsuragi so darauf versessen ist. Für Akihito ist klar, dass sein Haushofmeister all dies nicht seinetwegen unternimmt, da er schon früh erkannt hat, dass Katsuragi ihn hasst. Doch mit seinen Fragen und Aktionen fördert er einige unschöne Ereignisse zu Tage und plötzlich entwickelt sich die Beziehung zwischen ihm und seinem Butler in eine Richtung, die er nie angestrebt hat …

Eigene Meinung:
„Ein melancholischer Morgen“ stammt aus der Feder Shoko Hidakas, die bereits für ihre ernsten und realistischen Mangas bekannt ist. So ist es kaum verwunderlich, dass dieses Werk ernstere Töne anschlägt und sich stark von den üblichen Boys Love Mangas abhebt. Die Handlung spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, einer Zeit in der der Name einer Familie mehr Wert ist, als ihr Vermögen; auch wenn dieses alte System im Umruch ist und die alten Adelsgeschlechter zunehmend an Einfluss verlieren.

Ein melancholischer Morgen Band 2Die historischen Hintergründe sind sehr lebendig und gut ausgearbeitet und bieten die Grundlage für eine interessante, ruhige und realistische Geschichte, die vollkommen auf Romantik und Kitsch verzichtet. Auch die Charaktere wirken weder aufgesetzt, noch künstlich. Sowohl Akihito, der sich nur schwer in die Rolle des Vicomte einfinden kann, da er zu gutherzig und ehrlich ist, als auch Katsuragi, als berechnender und undurchsichter Stratege, passen sehr gut in die Zeit. Sie bilden einen passenden Rahmen, um die dramatische ausgearbeitet, sind realistisch und nachvollziehbar. Shoko Hidaka gelingt es ein sehr überzeugendes Zeitkolorit zu schaffen, dass den Leser in die Welt Geschichte zu transportieren. Die übrigen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr gut des beginnenden 20. Jahrhundert nimmt und Lust auf mehr macht.

Zeichnerisch passt Hidakas feiner, schnörkelloser Stil zu der ruhigen, ernsten Geschichte. Die Figuren sind recht einfach gehalten und wirken dadurch realistisch. Die Künstlerin verzichtet auch überladene Bilder, unnötige Details und zuviel Motivrasterfolie, so dass der Manga fast ein wenig leer wirkt, obwohl selten rein weiße Flächen zu finden sind. Die Hintergründe sind sehr gut ausgearbeitet und unterstreichen die Atmosphäre der Zeit perfekt. Fehler entdeckt man eigentlich nicht, hin und wieder wirken die Geschichter der Figuren sehr leer und unnahbar, doch dies passt sehr gut zu den Charakteren und ihren Persönlichkeiten.

Insgesamt ist „Ein melancholischer Morgen“ ein wundervoller, sehr ernster Manga, der sich sowohl durch die realistische Handlung, als auch durch die ungewöhnlichen Charaktere angenehm aus der breiten Masse hervorhebt. Die Zeichnungen unterstreichen die Atmosphäre des Mangas und passen wundervoll zum dramatischen Thema. Wer historische Mangas mag und sich nach Abwechslung im festgefahrenen, kitschigen Boys Love Genre sehnt, der sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Alle anderen sollten trotz der homoerotischen Komponente durchaus einen Blick riskieren, insbesondere wenn man die Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts und japanische Historie mag. Es lohnt sich!

© Koriko

Ein melancholischer Morgen: © 2009 Shoko Hidaka, Tokuma Shoten Publishing Co., Ltd. / Carlsen

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After a Storm

Name: After a Storm
Englischer Name:
Originaltitel: Arashi no Ato
Herausgebracht: Japan: Houbunsha 2008
Deutschland: Carlsen 2009
Mangaka: Shoko Hidaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

After a StormStory:
Sakaki, Chef eines Einrichtungshauses führt ein halbwegs zufriedenes Leben. Sein Geschäft läuft gut und er hat einen neuen großen Auftrag an Land gezogen, in dem ein Ein-Zimmer-Appartement komplett eingerichtet werden soll- und das mit sehr luxuriösen und teuren Möbeln. Doch just an dem Abend, als der neue Vertrag begossen wird, trifft er auf Okada, einen Mitarbeiter der Gegenpartei. Mit diesem soll er gemeinsam die Planung und Einrichtung übernehmen und zum ersten Mal gerät Sakaki ins Schwanken. Okada ist nicht nur freundlich, gutaussehend und sehr kultiviert, sondern auch genau Sakakis Typ. Als er sich an diesem Abend zuviel Drinks gönnt und ohne jegliche Erinnerung an den Vorabend bei Okada aufwacht, ist er geschockt. Nicht nur, weil er Angst hat, Okada etwas von seinen homosexuellen Neigungen offenbart zu haben, sondern auch, weil Okada in seinen eigenen vier Wänden alles andere als ordentlich und aufgeräumt ist.

Als er irgendwann Okada damit konfrontiert und seinen Unmut über das ganze Chaos äußert, lässt Okada eine Bemerkung über Schwule fallen, die Sakaki natürlich gänzlich vor den Kopf stößt. Überstürzt verlässt er Okadas Wohnung, kann jedoch nicht gänzlich vor diesem fliehen, da er bereits am nächsten Tag mit ihm zusammen arbeiten muss. Sakaki hat immer größere Schwierigkeiten, seine Gefühle gegenüber Okada zu verstecken und als schließlich sein Liebhaber auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Dieser bekommt nämlich ziemlich schnell mit, dass Sakaki sehr viel Interesse an Okada hat und lässt es sich nicht nehmen diesem auf den Zahn zu fühlen.

Als Okada eines Abends vor Sakakis Einrichtungshaus steht und diesen anruft, um sich mit ihm im Park zu treffen, verliert Sakaki die Kontrolle. Er küsst Okada unvermittelt. Urplötzlich ist nichts mehr wie vorher, denn auch Okada beginnt sich Gedanken zu machen, besonders als Sakakis Liebhaber erneut an ihn herantritt und Sakaki beginnt sich von Okada zurückzuziehen und das Projekt seiner Assistentin zu übertragen…

Eigene Meinung:
„After a Storm“ ist die erste deutsche Veröffentlichung von Shoko Hidaka und sie legt einen sehr ruhigen und stillen Manga vor, der vorwiegend durch die Charaktere und die gemeinsamen Interaktionen dieser lebt. Dementsprechend viel Wert legt die Künstlerin auf die Charakterentwicklung, die unterschiedlichen Charakterzüge und die Beziehung die Sakaki und Okada zueinander aufbauen. Die Geschichte ist realistisch gehalten und punktet allein schon dadurch, dass sie nicht im typischen High School Milieu spielt. Shoko Hidaka setzt auf erwachsene Protagonisten, eine ernste Geschichte und verzichtet sowohl auf SDs, als auch auf übertrieben lustige Einlagen.

Dementsprechend elegant und realistisch sind die Zeichnungen. Sie sind natürlich immer noch im Mangastil gehalten, die Männer die typischen Bishonen, doch Shoko Hidaka hat dennoch einen erwachsenen Stil. „After a Storm“ enthält natürlich auch eine erotische Szene, die jedoch nicht so explizit und lang ist, dass sie die Geschichte unnötig belasten würden. Hauptaugenmerk bleibt egal wie die Entwicklung der Beziehung zwischen Sakaki und Okada.
Schade ist nur, dass Carlsen mit diesem Manga begonnen hat, der quasi ein Spin-Off zu „Signal“ ist. Es wäre fast günstiger gewesen, zunächst „Signal“ in Deutschland zu veröffentlichen…

Dennoch ist „After a Storm“ eine wundervolle Abwechslung zu den gängigen BL-Mangas und für alle Leser geeignet, die einen ruhigen Manga dieses Genres lesen wollen und denen die typisch überdrehten Yaoi-Mangas zu viel sind. Wer realistische Geschichten und Zeichnungen mag, sollte einen Blick in „After a Storm“ werfen.

© Koriko

After a Storm: © 2008 Shoko Hidaka, Houbunsha / Carlsen

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