Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel

Name: Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel
Englischer Name: That Time I Got Reincarnated as a Slime
Originaltitel: Tensei shitara slime datta ken
Herausgebracht: Japan: Micro Magazine 2014
Deutschland: Altraverse 2019
Autor: Fuse
Illustrator: Mitz Vah
Bände: 14 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 12,00 €

Story:
Als sein bester Freund Tamura auf offener Straße attackiert wird, geht Mikami dazwischen und opfert sich für ihn. Er wird abgestochen und während er stirbt, hört er plötzlich eine Stimme, die mit ihm redet, nichtsahnend, dass seine Antworten darüber bestimmen, mit welchen Skills er wiedergeboren wird und vor allem als was: Denn Mikamis Reinkarnation ist ausgerechnet ein Schleim in einer Fantasy-Welt! Die Stimme stellt sich ihm als Unique-Skill „Großer Weiser“ vor und nur er kann sie hören. Der kleine Schleim schließt mit dem mächtigen Sturmdrachen Veldora Freundschaft, der einst von einer Heldin mit dem Skill „Ewiger Kerker“ in der Höhle eingesperrt wurde, in der sich die beiden befinden. Als Zeichen der Freundschaft gibt Mikami Veldora den Beinamen Tempest und Veldora tauft Mikami auf den neuen Namen „Rimuru Tempest“. Da der Große Weise keine Möglichkeit kennt, den Skill Ewiger Kerker aufzuheben, benutzt Rimuru kurzerhand seinen Unique-Skill „Raubtier“, um Veldora zu verschlingen und so mit ihm aus der Höhle zu entkommen. Doch das plötzliche Verschwinden des Drachens bleibt nicht unbemerkt! Es sorgt auf der ganzen Welt für Aufsehen und große Besorgnis.

Schon bald wird Rimuru klar, dass er als Schleim über ganz außergewöhnliche und nützliche Fähigkeiten verfügt: Er kann sowohl die Gestalt als auch die Skills sämtlicher Wesen übernehmen, die er verschluckt. Des Weiteren ist er dazu in der Lage, in seinem Inneren äußerst wirksame Heiltränke und originalgetreue Kopien von zuvor aufgesaugten Gegenständen herzustellen. Mit den Skills, die er auf diese Weise mit der Zeit ansammeln kann, beendet er die Fehde zwischen den Goblins und den Wölfen und wird ihr neues Oberhaupt. Wie sich herausstellt, schenkt man anderen Wesen etwas von seiner eigenen Magie, wenn man ihnen einen Namen gibt, denn sobald Rimuru sämtliche Goblins und den neuen Rudelführer der Wölfe getauft hat, verliert er vor Erschöpfung das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, haben sie sich alle weiterentwickelt! Doch da niemand von ihnen über handwerkliches Know-How verfügt, ist es ihnen unmöglich ein Dorf aufzubauen, in dem sie alle gemeinsam leben können. Also zieht Rimuru erfolgreich los, um für diese Aufgabe einige Zwerge zu rekrutieren. Bei seiner Rückkehr schließen sich ihm auch noch weitere Goblin-Stämme an und sogar einige menschliche Abenteurer statten ihm einen Besuch ab, darunter Shizu, die vom Dämonenkönig Leon Cromwell in diese Welt beschworen wurde, der ihr den Elementargeist Ifrit eingepflanzt und ihr übel mitgespielt hat. Ifrit ergreift vollständig von ihr Besitz und läuft Amok, doch Rimuru kann ihn stoppen und der dahinscheidenden Shizu ihren letzten Wunsch erfüllen, sie zu verspeisen, wodurch Rimuru ihren Willen erbt, sich an Leon zu rächen. Außerdem ist er nun in der Lage, menschliche Gestalt anzunehmen!

Eigene Meinung:
Nachdem mich bereits der Manga schon nicht wirklich überzeugen konnte, hielt sich meine Begeisterung darüber, nun auch noch die Romanvorlage lesen und reviewen zu müssen, offen gestanden doch sehr in Grenzen. Zu allem Überfluss waren bei meinem Exemplar auch noch einige Seiten an den Rändern fest zusammen, sodass ich sie erst mal auseinanderschneiden musste, was natürlich nicht passieren darf, insbesondere in Anbetracht des mit 12€ doch recht hoch angesetzten Preises. Dafür besticht Band 1 mit einem sehr schönen Lesezeichen, einer Rimuru-Sammelkarte und Farbseiten, wobei mir Mitz Vahs Zeichenstil bei Weitem nicht so gut gefällt wie der von Taiki Kawakami, der den Manga zeichnet. Band 1 der Light-Novel-Reihe geht handlungstechnisch sogar noch weit über den ersten Manga-Band hinaus und beinhaltet eine lustige Bonusgeschichte darüber, wie Gobuta einst ganz allein das Zwergenreich erreicht hat.

Tatsächlich lohnt es sich in diesem Fall absolut sowohl den Manga als auch die Romane zur Hand zu nehmen, da man z. B. nur im Manga erfährt, wie Veldora die Geschehnisse aus dem Inneren von Rimuru wahrnimmt, während der Roman auf einiges eingeht, was mich am Manga gestört hat: So gibt Rimuru den Wölfen und Goblins hier vor seiner Ohnmacht explizit den Befehl, sich in Zweierteams zusammenzufinden und fragt Ranga, ob er sich nicht an dem Schleim rächen will, wo er doch dessen Vater auf dem Gewissen hat. Nichtsdestotrotz bleibt für mich das große Manko an dieser Reihe, dass Rimuru von Anfang an völlig overpowered ist, wodurch kaum Spannung aufkommt. Zwischen den Kapiteln wird nach und nach Shizus tragische Geschichte erzählt, die mich ehrlich gesagt deutlich mehr angesprochen hat als die Hauptstory. Denn während Rimuru immer alles in den Schoß fällt, hatte Shizu es alles andere als leicht und konnte sich trotzdem viele Jahrzehnte lang tapfer in dieser fremden Welt behaupten. Im Roman werden sämtliche Skills viel ausführlicher erklärt als im Manga und man bekommt tiefere Einblicke in das politische System und den geografischen Aufbau der Fantasy-Welt, weshalb Fans des Animes und Mangas unbedingt zugreifen sollten!

Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt! Light Novel: © 2014 Fuse, Mitz Vah, Micro Magazine / Altraverse

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My Hero Academia SMASH!

Name: My Hero Academia SMASH!
Englischer Name: My Hero Academia SMASH!
Originaltitel: Boku no Hero Academia SMASH!
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Hirofumi Neda
Kohei Horikoshi (Original)
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 5,00 €

Inhalt & Eigene Meinung
„My Hero Academia“ zählt aktuell zu den angesagtesten Serien im „Shonen Jump“-magazin. Wie es sich für angesagte Serien gehört, wird der Stoff gerne durch weitere Veröffentlichungen zusätzlich angekurbelt, bzw. der kommerzielle Erfolg dadurch gefördert. „My Hero Academia SMASH!“ sammelt 4-Panel-Strips zur Serie, die ursprünglich von 2015 bis 2017 in der „JUMP+“-App in Japan ein zusätzliches Leckerli für Fans darstellen sollten.

Zum großen Teil handelt es sich bei den kurzen Strips um „Outtakes“, also um ein bis zwei Panel aus der Originalserie, die um eine andere, möglichst witzige Wendung ergänzt wurden. Andere beschäftigen sich mit Nebenfiguren, die nur am Rande in der Originalhandlung vorkommen wie Mt. Lady oder Kamui Woods.

Ausführender Mangaka der Sammlung ist Hirofumi Neda. Er orientiert sich natürlich an der Original-Serie, zeichnet selbst aber kleinteiliger. Die Figuren sind im Chibi-Format gehalten. Der (Witz-)Gehalt der einzelnen Strips divergiert sehr stark. Schon das Format bringt da leider Abstriche mit sich. Zudem wird einiges an Kenntnissen aus der Serie vorausgesetzt.  Ich könnte mir vorstellen, dass man insgesamt einen positiveren Eindruck erhalten würde, wenn man die Strips einzeln (zum Beispiel täglich einen neuen) voneinander betrachten könnte. In der Samlung überwiegt leider eher der enttäuschende Eindruck.

Im Anhang des Bandes gibt es noch einige gesammelte Gag-Seiten mit Strips, die nicht für die App genehmigt wurden, einer Grafik mit fünf Hauptfiguren nach einer Geschlechtsumwandlung, ein Quiz und zwei Kurz-Manga von Hirofumi Neda bzw. Kohei Horikoshi, dem Autor der Original-Serie, über- und füreinander.

Die deutsche Ausgabe kostet mit einem Preis von 5 Euro pro Band vergleichsweise wenig, allerdings hat der erste Band auch weniger Seiten. Leider ist manchmal die Schrift etwas klein gehalten. Im größeren Format des Vorschauheftes waren Beschriftungen besser zu lesen.

Insgesamt dürfte diese fünfbändige Comedy-Ergänzung hautsächlich etwas für Fans der Originalserie sein.

© Rockita

My Hero Academia SMASH!: © 2015 Hirofumi Neda / Kohei Horikoshi  Shueisha / Carlsen

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Kemono Jihen – Gefährlichen Phänomenen auf der Spur

Name: Kemono Jihen – Gefährlichen Phänomenen auf der Spur
Englischer Name:
Originaltitel: Kemono Jihen
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: Altraverse 2019
Mangaka: Sho Aimoto
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,00 €

Story:
Mysteriöse Viehmorde im abgelegenen Hirschkalbdorf rufen den Detektiv Kohachi Inugami von der Kemono-Agentur auf den Plan, die Beratung bei paranormalen Vorfällen anbietet. Seiner Auftraggeberin gehört die „Herberge zum Hirschkalb“, in der ihr leiblicher Sohn Yataro Herrn Inugami fürsorglich bewirtet. Schließlich kommt der geheimnisvolle Fremde aus Tokio, wo Yataro gerne hinmöchte. Doch sein Traum platzt, als Herrn Inugami lieber von Kabane Kusaka, dem Neffen der Wirtin, der von allen aufgrund seines strengen Körpergeruchs wie ein Aussätziger behandelt wird, bedient werden möchte. Da die Wirtin nämlich Kabane mit der Beseitigung der Leichen beauftragt hat, weiß er als einziges Kind von den Vorfällen und kann dem Ermittler wertvolle Hinweise geben. Im Gegenzug erzählt Inugami dem 13-jährigen, dass es sich bei dem Anhänger, den ihm seine verschollenen Eltern hinterlassen haben, um einen wertvollen Lebensstein handeln soll. Als der neidzerfressene Yataro Kabane den Lebensstein eines Nachts wegnimmt, verwandelt sich dieser in einen Halbghul, woraufhin Yataro panisch das Weite sucht. Herr Inugami offenbart Kabane, dass sie beide Kemono sind: Herr Inugami ist ein Bakedanuki und Kabane halb Mensch, halb Ghul. Der Lebensstein hält Kabanes Ghul-Seite unter Verschluss, also kann der Junge die Tiere nicht getötet haben. Das bedeutet allerdings auch, dass der Täter noch auf freiem Fuß ist und Yataro in großer Gefahr schwebt. Kabane kann seinen Cousin zwar vor der wahren Bestie retten und sie töten, doch nun da Yataro die wahre Gestalt seines Cousins kennt, kann dieser nicht mehr im Dorf bleiben. Da Inugami von der Wirtin ohnehin den Auftrag erhalten hat, Kabane zu ermorden, erschießt er ihn kurzerhand.

Als Kabane wieder zu sich kommt – schließlich verfügen Ghule über enorme Heilkräfte und können nur durch Enthauptung getötet werden – sitzt er in Inugamis Wagen und wird von diesem nach Tokio mitgenommen. Der Halbghul soll künftig für die Kemono-Agentur arbeiten und erhält dadurch die Chance, seine Eltern zu suchen. Ihr erster Auftrag lässt auch nicht lange auf sich warten: Sanshi-Käfer haben einen Jungen und seine Mutter befallen und drohen sie und jeden aufzufressen, der sich ihnen nähert. Kabane erweist sich sogleich als nützlich, indem er die gestohlenen Schuhe entfernt, die die Kemono-Käfer, die sich von Schuldgefühlen ernähren, angezogen haben. In der Kemono-Detektei angekommen, lernt Kabane bald darauf seine neuen Mitbewohner kennen: den feindseligen Shiki, der halb Mensch, halb Arachne ist und den äußerst femininen Akira. Beide sind ungefähr in Kabanes Alter. Als der Konflikt zwischen Kabane und Shiki eskaliert, schickt Inugami die beiden als Bestrafung zu Inari, der Göttin der Ernte. Diese hegt im Hinblick auf Kabane bereits finstere Absichten…

Eigene Meinung:
„Kemono Jihen“ ist ein Manga, den man nur sehr schwer anhand des ersten Bandes beurteilen kann. Sho Aimoto nimmt sich nämlich sehr viel Zeit dafür, die Charaktere einzuführen und es ist kaum abzuschätzen, wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf noch entwickelt. Nichtsdestotrotz kommt beim Lesen zu keiner Zeit Langeweile auf und ich fühle mich gut unterhalten. Ich kann zwar nur spekulieren, aber ich gehe davon aus, dass Kabane und die anderen in den Folgebänden einen mysteriösen Fall nach dem anderen auflösen werden und stets die titelgebenden Kemono involviert sind. Den roten Faden bildet dabei wohl Kabanes Suche nach seinen leiblichen Eltern und wie für das Mystery-Genre üblich werden wahrscheinlich erst nach und nach einige Hinweise auf deren Verbleib ausfindig gemacht. Ob dabei letztlich die Krimi-Aspekte überwiegen oder das Ganze früher oder später in einen Battle-Manga ausartet, in dem sich die unterschiedlichsten Kemono bekämpfen, ist nach Band 1 noch nicht abzusehen.

Zeichnerisch weiß der vorliegende Manga jedenfalls zu überzeugen. Insbesondere Kabane gibt einen ungewöhnlichen aber niedlichen Protagonisten ab, der mit seiner Weltfremdheit und seiner unterwürfigen Art viel Raum für Charakterentwicklung bietet. Nur wenn es um seine Eltern geht, kann er seinen bedingungslosen Gehorsam hin und wieder überwinden. Aufgrund der zu Beginn noch eher undurchsichtigen Story ist es nicht leicht, eine Empfehlung auszusprechen, aber ich denke, Fans von Mystery-Titeln mit Fantasy-Elementen, wie z. B. „xxxHOLiC“, werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Kemono Jihen – Gefährlichen Phänomenen auf der Spur: © 2016 Sho Aimoto, Shueisha / Altraverse

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Black Torch

Name: Black Torch
Englischer Name: Black Torch
Originaltitel: Black Torch
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2016
Deutschland: KAZÉ 2019
Mangaka: Tsuyoshi Takaki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story:
Der schroffe aber extrem hilfsbereite Teenager Jiro Azuma verfügt als Nachfahre einer Erblinie von Shinobis über die Gabe, mit Tieren zu sprechen und nutzt diese, um bei jeder Gelegenheit Tiere zu retten und zu beschützen. Eines Tages führt ihn eine Krähe in den Wald, wo er eine schwer verletzte Katze findet und gesund pflegt. Doch bei dem trotzigen schwarzen Kater Rago handelt es sich eigentlich um einen Mononoke, einen menschenfressenden Geist! Zu allem Überfluss scheint er auch noch ein ganz besonders mächtiges Exemplar seiner Spezies zu sein, weshalb es jeder auf seine Kraft abgesehen hat. Die aus Shinobis bestehende Behörde für Spionage hat Rago daher lange Zeit unter Verschluss gehalten, bis er von einer Horde Mononoke aus seinem erzwungenen Tiefschlaf geweckt und von dort befreit worden ist. Doch als Rago sich nicht mit den Mononoke hat verbünden wollen, haben sie ihn niedergeschlagen, woraufhin Jiro ihn aufgelesen hat. Genau diese Mononoke sind allerdings nach wie vor hinter Rago her und als sie ihn bei Jiro aufspüren, wird dieser beim Versuch, Rago zu verteidigen, lebensbedrohlich verletzt. Gerührt von dieser selbstlosen Tat verschmilzt der sonst so kühle Kater mit Jiro, wodurch seine Wunden heilen und er die Macht erlangt, mühelos Mononoke auszulöschen.

Die Behörde für Spionage nimmt Jiro, dessen Verschmelzung mit Rago wohl nicht wieder rückgängig gemacht werden kann, zunächst in Gewahrsam. Mit Hilfe einiger Krähen gelingt dem Jungen jedoch die Flucht und er kann zu seinem Großvater zurückkehren. Doch an Stelle von Wiedersehensfreude erwartet ihn dort ein Kampf auf Leben und Tod: Opa Toshimasa befürchtet nämlich, dass die Behörde seinen Enkel für den Kampf gegen Mononoke missbrauchen wird und will ihm dieses Schicksal, welches er einst selbst hat durchleben müssen, ersparen, indem er ihn umbringt. Als Jiro über seinen Schatten springt und Rago um Hilfe bittet, gibt sein Großvater schließlich auf. Allerdings bestätigt sich der Verdacht des Alten: Der Chef der Behörde für Spionage, Ryosuke Shiba, richtet zum Kampf gegen Mononoke eine neue Spezialeinheit mit dem Namen „Black Torch“ ein und Jiro soll ihr beitreten.

Eigene Meinung:
An „Black Torch“ scheiden sich die Geister. Einerseits gefällt mir die Grundidee unheimlich gut, dass der Protagonist mit Tieren reden kann und ihnen hilft, andererseits missfällt mir, welche Richtung die Geschichte einschlägt. Menschenfressende Monster kommen einfach in viel zu vielen Manga-Reihen vor und dass sich eine Einheit formiert, die besagte Kreaturen bekämpft, ist auch ein alter Hut. Während man das Paar wider Willen Jiro und Rago sehr schnell ins Herz schließt, fällt es umso schwerer mit den anderen Charakteren warmzuwerden. Da wäre Toshimasa, der seinem Enkel die Entscheidung kurzerhand abnehmen will, indem er ihn und sich selbst „aus Liebe“ hinrichten will und die unzumutbare arrogante Oberzicke Ichika, die pauschal alle Mononoke hasst, Jiro nach dessen unfreiwilliger Fusion dementsprechend wie Dreck behandelt und eine Aversion gegenüber Männern hat, die auf Frauen herabsehen. Man würde ihr am liebsten sagen, dass vielleicht gerade derartiges Zicken-Gehabe, wie sie es an den Tag legt, beim Gegenüber Frauenfeindlichkeit fördert und schürt. 

Der Einband ist sehr schön gestaltet: Der rote Hintergrund glänzt, während die schwarzen Flächen und die Charaktere matt gehalten sind und Band 1 hat auch noch eine ausklappbare Farbseite. Der Zeichenstil ist sehr ansprechend, insbesondere Rago ist mit seinem stets motzigen Gesicht einfach zuckersüß. Aber gleichzeitig wirken vor allem die Hintergründe meistens eher unsauber. Jiro erinnert sowohl optisch als auch charakterlich stark an Ichigo Kurosaki aus „BLEACH“, sogar ihr erster Auftritt im jeweiligen Manga ist 1:1 identisch, mit dem Unterschied, dass Ichigo Geister beschützt und Jiro eben Tiere. Von daher empfehle ich diesen Manga in erster Linie Fans von „BLEACH“, die zur Entlastung ihres Geldbeutels mal eine kurze Shonen-Serie suchen. Da wohl geplant war, dass diese Reihe um einiges länger wird, muss man jedoch damit rechnen, dass nicht alle Handlungsstränge befriedigend aufgelöst werden und das Ende einiges offen lässt.   

Black Torch: © 2016 Tsuyoshi Takaki, Shueisha / KAZÉ

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Napping Princess

Name: Napping Princess
Englischer Name: Napping Princess
Originaltitel: Hirune Hime: Shiranai Watashi no Monogatari
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Story: Kamiyama Kenji
Zeichnungen: Ichika Hana
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Kokono ist ein fleißiges und zielstrebiges Mädchen. Seitdem sie und ihr Vater allein sind, versucht sie ihn nach allen Kräften zu unterstützen. Doch das Geld reicht dennoch hinten und vorne nicht. Zudem besitzt Kokonos Vater dasselbe gute Herz, wie sie und verschenkt seine Leistungen als Kfz-Mechaniker meist gegen Lebensmittel oder kleine Spenden.

Als wäre das Leben für Kokono nicht schon schwer genug, kämpft sie auch noch gegen krankhafte Müdigkeitsanfälle. Ob in der Schule oder beim Schuhe ausziehen im Flur, Kokono wird immer wieder von einer plötzlichen, unbändigen Schläfrigkeit übermannt.

Seltsamerweise träumt Kokono immer vom gleichen, fernen Königreich namens Heartland. Dort ist sie Ancien, die Tochter des Königs, und kann mithilfe ihres magischen Tablets Dinge, wie ihren geliebten Teddy Joy, zum Leben erwecken. Früher war Magie im Königreich von Heartland sehr angesehen und verbreitet, bis diese eines dunklen Tages missbraucht wurde, um aggressive Monster zu erschaffen.
Seitdem wird Heartland immer wieder von diesen Kreaturen angegriffen. Die Maschinen des Königs sind gegen diese Monster nahezu wehrlos. Ein Gegenangriff scheint aussichtslos. Nur Ancient kann den Monstern mit ihrer Magie Einhalt gebieten. Bei Ihrer Rettungsaktion trifft sie auf den Motorradfahrer Peach, der ihrem Vater aus der realen Welt zum Verwechseln ähnlichsieht.

Als Kokono wieder aufwacht und sich wieder in der Realität befindet, wird ihr Vater plötzlich von der Polizei festgenommen. Doch einen von den angeblichen Polizisten kommt ihr bekannt vor. Hat sie ihn nicht schon mal in ihrem Traum gesehen? Kokono überkommt ein ungutes Gefühl. Irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu.

Eigene Meinung
„Napping Princess“ ist durchaus eine außergewöhnliche Geschichte. Wenn man so möchte, sind es zwei Handlungsstränge in einer Serie – die Realität und die Traumwelt.

Der Hauptteil des ersten Bandes spielt im Königreich von Heartland. Es wird viel Zeit dazu verwendet, die befremdlichen Verhältnisse in Heartland zu beschreiben. Dabei bleibt die Traumwelt dennoch überraschend realitätsnah. Bei der Kurzbeschreibung der Serie hätte man durchaus mit einer Fantasiewelt gerechnet, in der sich Drachen, Dämonen und Feen tummeln.

Auch wenn im ersten Band bereits vereinzelt Übereinstimmungen zwischen der realen Welt von Kokono und Ancients Traumreich zu erkennen sind, ist noch nicht ganz klar, wie die beiden wirklich zusammenhängen und welche Botschaft hinter den Geschehnissen in Heartland steckt.

Ich persönlich fand den Einstieg in „Napping Princess“ etwas holprig. Die Geschichte beginnt in Heartland und passte daher nicht mit der Inhaltsangabe des Manga überein. Daher fragte ich mich die ersten fünf Minuten, ob ich mich eventuell im Manga geirrt hätte.

„Napping Princess“ macht aus seiner Geschichte noch ein großes Geheimnis. Der erste Band der Serie wirkt eher wie ein langer Prolog. Doch gegen Ende gibt es die ersten „Aha-Momente“ für den Leser, sodass das Interesse geweckt wird, dran zu bleiben. Zumindest Potenzial zu einer aufregenden Serie zeigt „Napping Princess“ im esten Band auf jedenfall. Bleibt abzuwarten, ob die Serie dieser Erwartung gerecht werden kann.

© Izumi Mikage

Napping Princess: © 2017 Kamiyama Kenji/ Ichika Hana, Kadokawa/ EMA

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Kinder des Fegefeuers

Name: Kinder des Fegefeuers
Englischer Name:
Originaltitel: Rengoki ni Warau
Herausgebracht: Japan: MAG Garden 2013
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Karakarakemuri
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Sakichi befindet sich auf einer geheimen Mission. Fürsten Hideyoshi persönlich hat ihm den Auftrag erteilt, die Totenkopf-Hozuki vom Kumo Schrein zu holen. Dies soll die einzige Waffe gegen das bevorstehende Unheil, die Erscheinung des Dämonen Orochi, sein. Das Problem dabei ist, dass Sakichi nicht mal weiß, wie dieses Artefakt aussieht. Zudem ist der Kumo Schrein verflucht. In ihm leben die Schrein-Zwillinge. Zwillinge gelten als Unheilbringer, insbesondere wenn sie auch noch unterschiedlichen Geschlechts sind.

Sakichi lässt diese Sache zunächst unbeeindruckt. Doch als er im Schrein ankommt wird er gleich beim ersten Kontaktversuch hinterrücks K.O. geschlagen. In der Taverne des Dorfs erfährt er mehr über die Schrein-Zwillinge Baren und Okuni. Die Dorfbewohner verachten die Zwillinge, die schon zu oft ihren Schabernack getrieben haben. Nachdem sie sich Mut angetrunken haben, wollen sie es ihnen heimzahlen und stürmen den Schrein. Als Sakichi erkennt, dass der Zorn der Dorfbewohner nur auf Vorurteilen und alten Legenden beruht, wechselt Sakichi jedoch die Seite und verteidigt die Zwillinge. Gemeinsam schlagen sie die Dorfbewohner in die Flucht.

Doch schnell wird klar, dass es nicht nur die Dorfbewohner auf Baren und Okuni abgesehen haben. Es kommt zu einem Angriff auf die Zwillingsschwester Okuni, die von einem Schuss Des Kunitomo-Clans getroffen wird. Und zu allem Überfluss haben sie die Totenkopf-Hozuki gestohlen. Sakichi beschließt, den Kunimoto-Clan aufzusuchen und die Totenkopf-Hozuki zum Kumo-Schrein zurückzubringen. Dabei wird Sakichi nach und nach klar werden, dass die Zwillinge nicht das zu sein scheinen, was sie vorgeben.   

Eigene Meinung
„Die Kinder des Fegefeuers“ entführt den Leser ins alte Japan. Es ist die Vorgeschichte von „Unterm Wolkenhimmel“. Dennoch sind keine Vorkenntnisse von Nöten. Ein direkter Zusammenhang der beiden Serien ist für den Leser auf den ersten Blick auch nicht erkennbar.

Zu Beginn der Handlung wird der Leser mitten ins Kriegsgeschehen geworfen. Dabei fällt es zunächst schwer, das Geschehen zu erfassen. Doch danach scheint es einen kurzen Zeitsprung zu geben und Hauptcharakter Sakichi rückt in den Mittelpunkt. Ab dort gewinnt die Geschichte an Struktur und es fällt deutlich leichter, der Handlung zu folgen.

Insbesondere die beiden Zwillinge zeichnen die Handlung von „Kinder des Fegefeuers“ aus. Beide scheinen durch unbegründete Vorurteile gemieden zu werden. Der Leser fühlt schnell Mitleid mit ihnen. Doch mit zunehmender Handlung erkennt man, dass noch andere Gründe dafürsprechen, den Zwillingen aus dem Weg zu gehen. Die beiden haben es nämlich faustdick hinter den Ohren und treiben gerne ihre Spielchen auf Kosten anderer.

Der Zeichenstil von „Kinder des Fegefeuers“ ist sehr schwarzlastig. Die großzügige Verarbeitung von Schatten und schwarzen Kontrasten verleiht der Serie eine gewisse Mystik und unterstreicht die Handlung passend. Vor allem die Kleidung und die Orte werden mit sehr vielen Details ausgestattet und spiegeln die damalige Zeit wider.

Wer „Unterm Wolkenhimmel“ bereits mochte, wird sicher auch „Kinder des Fegefeuers“ mögen. Fans von Samurai-Kämpfen und Geschichten des alten Japans kommen aber auch ohne Vorkenntnisse aus „Unterm Wolkenhimmel“ auf ihre Kosten.

© Izumi Mikage

Kinder des Fegefeuers: © 2013 Karakarakemuri, MAG Garden/KAZÉ

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Die magische Konditorin Kosaki

Name: Die magische Konditorin Kosaki
Englischer Name:
Originaltitel: Magical Pâtissière Kosaki-chan
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: KAZÉ 2018
Mangaka: Story: Naoshi Komi
Zeichnungen: Taishi Tsutsui
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Story
Ein epochales Chaos steht kurz bevor, denn das Verhältnis des Manas, die Energiequelle allen Lebens, zwischen unserer Welt und der Zauberwelt ist gestört. Immer mehr Menschen werden aggressiv und begehen Straftaten, weil in ihnen das bösartige, dunkle Mana überhand nimmt.

Nur Menschen mit besonderen Kräften können dieses sensible Gleichgewicht wiederherstellen. Kosaki ist eine von ihnen. Eigentlich möchte sie einfach nur in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und irgendwann die Konditorei der Familie übernehmen. Gäbe es dabei nicht ein Problem – Kosaki kann einfach nicht backen. Dabei würde sie zu gerne, dass eines Tages der Schulsprecher Raku, den sie aus der Ferne anhimmelt, eines ihrer Kuchen probiert und es ihm schmeckt.

Doch nun rückt ihr Traum in weite Ferne. Denn als Kosaki mit ansehen muss, wie ihr geliebter Raku bei einem Raubüberfall in einer Bank als Geisel festgehalten wird, geht sie unüberlegt einen Deal mit dem gesandten der Zauberwelt namens Rurlin ein, um ihn zu retten.
Seitdem muss sie als Magical Girl dafür sorgen, dass das böse Mana verbannt und dem Drahtzieher hinter alle den Machenschaften, Dr. Maiko, das Handwerk gelegt wird.

Und zu allem Überfluss kommt auch noch hinzu, dass seit dem Banküberfall auch Raku Gefühle für Kosaki hegt, allerdings nur für ihre geheime Identität als Magical Girl.

Eigene Meinung
Bei der Serie „Die magische Konditorin Kosaki“ handelt es sich um ein Spin-off zur Mangaserie „Nisekoi“. Fans von „Nisekoi“ dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren freuen, auch wenn sie nun in andere Rollen schlüpfen. Unter anderem trifft man in „Die magische Konditorin Kosaki“ auf Raku, Kosaki und Chitoge.

Lustig ist natürlich auch der Perspektivwechsel, denn dieses Mal wird die Geschichte aus Sicht von Kosaki erzählt, die unsterblich in Raku verliebt ist, und nicht umgekehrt. Vorkenntnisse über die Serie „Nisekoi“ sind übrigens nicht nötig, wenn man „Die magische Konditorin Kosaki“ lesen möchte.

Die Handlung von „Die magische Konditorin Kosaki“ sollte man, ähnlich wie „Nisekoi“, auch dieses Mal nicht zu ernst nehmen. Die Serie setzt auf viel Humor und Slapstick. So muss Kosaki jedes Mal, wenn sie sich in ein Magical Girl verwandelt, allen Mut zusammennehmen, da sie dabei splitterfasernackt ist. Und auch sonst wird an Aufnahmen von Unterwäsche nicht gegeizt.
Zu guter Letzt hat auch „Die magische Konditorin Kosaki“ das gleiche Problem, wie alle Magical Girl-Serien: Die Tarnung der Charaktere kann noch so schlecht sein, niemand erkennt, wer in Wahrheit hinter den Magical Girls und Bösewichten steckt. Dabei ist sofort klar, dass hinter dem Fiesling Dr. Maiko, Kosakis Vertrauenslehrer Herr Maiko steckt.

Die Zeichnungen von „Die magische Konditorin Kosaki“ sind überraschenderweise nicht mehr von Naoshi Komi, sondern von Taishi Tsutsui. Dabei kommt grad die Schnelligkeit der Kampfszenen und die Dynamik gut zu Geltung. Zeichnerisch kann „Die magische Konditorin Kosaki“ wirklich punkten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass „Die magische Konditorin Kosaki“ eine einfache und niedliche Unterhaltung ist, die vor allem Fans von „Nisekoi“ erfreuen dürfte

© Izumi Mikage

Die magische Konditorin Kosaki: © 2015 Naoshi Komi/ Taushi Tsutsui, Shueisha/ KAZÈ

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Graineliers

Name: Graineliers
Englischer Name: Graineliers
Originaltitel: Graineliers
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Rihito Takarai
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nach einem tragischen Vorfall in der Vergangenheit verstecken sich Lucas und sein Vater in einem kleinen Dorf. Dennoch ist es sein größter Wunsch einmal ein Grainelier zu werden. Dies ist jemand der Experte für Pflanzensamen mit besonderen Kräften ist! Diesen Wunsch teilt er mit seinem besten Freund Abel, welcher schon bald zu einer wichtigen Stütze in seinem Leben wird, als die Vergangenheit seinen Vater in Form des Sicherheitsdienstes der Graineliers einholt. Lucas kann fliehen und schluckt zu dem noch einen Pflanzensamen, den sein Vater verbotener Weise gezüchtet hat.

Was wird nun aus ihm? Kann er noch ein Grainelier werden oder gerät er doch noch in die Fänge des Sicherheitsdienstes? Und wer oder was ist Chloe, das Mädchen dem Lucas mit einem Baum hilft, genau? Ein normaler Mensch ganz sicher nicht!

Eigene Meinung
„Graineliers“ hat schon was an sich, fesselt mich persönlich aber nicht wirklich. Vermutlich weil ich eh nicht viel mit Pflanzen am Hut hab. Einen grünen Daumen sucht man bei mir vergebenes!

Interessant ist die Geschichte dennoch, denn man ist schon gespannt was aus Lucas nun wird, da er den Samen geschluckt hat. Welche Fähigkeiten erwachen in ihm und was macht die Wandlung körperlich aus ihm? Wer ist Chloe und wird Abel wirklich treu an Lucas Seite stehen, auch wenn dies seinen eigenen Traum Grainelier zu werden zerstören könnte? All die Fragen werden sicher eine Menge Leser dazu bringen auch die weiteren Bände zu kaufen!

Zeichnerisch ist der Manga toll, besonders auf die Darstellung der Pflanzen wurde viel Wert gelegt. Dafür sind die Charaktere leider etwas stereotypisch geworden, aber darüber sieht man doch gern hinweg, da es einfach noch zu viele offene Fragen gibt, auf deren Beantwortung man brennt.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist auch passend gewählt, da jüngere Leser mit dem Thema des Manga noch nicht wirklich was anfangen können.

Fans von interessanten Fantasygeschichten sollten „Graineliers“ ruhig eine Chance geben! Einen Fehler macht man da ganz sicher nicht!

Graineliers: © 2014 Rihito Takarai, SQUARE ENIX/ EMA

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Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu

Name: Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu
Englischer Name: Dragon Ball: That Time I Got Reincarnated as Yamcha!
Originaltitel: Dragon Ball Gaiden: Tensei shitara Yamcha datta ken
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2017
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Original-Story: Akira Toriyama
Story & Zeichnungen: Dragongarow Lee
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,00 €

Story:
Beim Versuch einem Mädchen unter den Rock zu sehen, fällt ein „Dragon Ball“-begeisterter Highschool-Schüler eine Treppe hinunter und findet sich im Körper von Yamchu wieder! Einerseits ist es für ihn natürlich ein wahrgewordener Traum, im „Dragon Ball“-Universum wiedergeboren worden zu sein, aber andererseits ist er etwas enttäuscht darüber, ausgerechnet Yamchu zu sein. Warum nicht Son-Goku oder Vegeta? Doch da wird ihm klar, dass er als Yamchu ja mit der süßen Bulma zusammenkommt! Aber auch, dass ihn die Pflanzenmänner töten werden und Bulma kurz darauf Vegeta heiratet. Irgendwie muss sich dieses Schicksal doch abwenden lassen! Also beschließt der frischgebackene Yamchu nicht mit Bulma in die westliche Hauptstadt zu fliegen, sondern mit Son-Goku und Kuririn beim Herrn der Schildkröten zu trainieren.

Ein Jahr vor Vegetas und Nappas Ankunft auf der Erde fliegt Yamchu mit Piccolos Raumschiff nach Namek, um dort vom Dorfältesten sein volles Potenzial wecken zu lassen und mit Nail zu trainieren. Als Vegeta und Nappa schließlich einen Monat zu früh auf der Erde landen, muss sich Yamchu zwar von Polunga zurückbeamen lassen, aber durch das harte Training ist er nun so stark, dass er alle Pflanzenmänner und sogar Nappa im Alleingang töten kann, ohne dass auch nur einer seiner Kameraden sein Leben lassen muss. Mit vereinten Kräften gelingt es Son-Goku und Yamchu zwar auch Vegeta zu besiegen, allerdings verhindert Goku, dass Yamchu ihn ermordet. Wird der reinkarnierte Yamchu Bulma trotzdem noch zur Frau nehmen können? Des Weiteren spürt Gott dieselbe mysteriöse Energie, die Yamchu umgibt, auch noch bei einem anderen „Dragon Ball“-Charakter! Wer ist also der andere Wiedergeborene?

Eigene Meinung:
Yamchu gilt unter „Dragon Ball“-Fans als derartig nutzlos, dass es im Internet nur so vor über ihn spottenden Memes wimmelt. Also kamen ein paar kluge Köpfe bei Shueisha auf die Idee, den derzeitigen Isekai-Hype mit dem Versuch zu kombinieren, Yamchus Ehre wiederherzustellen. Für die zeichnerische Umsetzung wurde Dragongarow Lee engagiert und ich kann mir keine bessere Wahl vorstellen, natürlich mit Ausnahme von Akira Toriyama himself. Denn Lee versteht es meisterhaft Toriyamas Stil zu kopieren. Sobald sich der Protagonist in Yamchus Körper wiederfindet, könnte man echt meinen, Toriyama höchstpersönlich hätte die Seiten zu Papier gebracht. Aber in den Szenen, die in unserer Welt spielen, kommt auch Lees ganz eigener Stil zur Geltung, was einen schönen Kontrast bildet, der den Leser leicht zwischen beiden Welten unterscheiden lässt.

Selbst der Preis dieses Bandes trägt zu seinem Nostalgiefaktor bei, denn er kostet genauso wie die „Dragon Ball“-Bände seinerzeit nur 5 €. Dafür ist der Einzelband mit gerade einmal 140 Seiten aber auch etwas dünner als der Durchschnittsmanga. Jedenfalls finde ich es sehr löblich, dass Carlsen die Seitenanzahl bei der Preiskalkulation berücksichtigt, insbesondere wenn man bedenkt, dass andere Verlage ebenso dünne Bände im Hochformat veröffentlichen und dafür dann hemmungslos 10 € verlangen (z. B. „Another. Deadman Wonderland“ und „Keine Cheats für die Liebe“). Mein einziger Kritikpunkt liegt in der Inkonsistenz bei der Übersetzung. So wurde zwar versucht, die deutschen Bezeichnungen und Charakternamen aus dem Original-Manga beizubehalten, jedoch mit mäßigem Erfolg. So werden die Pflanzenmänner hier beispielsweise an manchen Stellen „Saibanman“ und Polunga „Porunga“ genannt. Aber das tut der Freude über das vorliegende witzige Gedankenspiel keinen Abbruch. Wer mit „Dragon Ball“ aufgewachsen ist, wird diesen Band lieben und sich genau wie ich von Shenlong bereits weitere „Dragon Ball Side Stories“ herbeiwünschen wollen.

Dragon Ball Side Stories: Wiedergeboren als Yamchu: © 2017 Akira Toriyama, Dragongarow Lee, Shueisha / Carlsen

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